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Mittwoch, den 06.04.2011 Landung mit Air Berlin um 05:05 Uhr auf Hosea Kutako! Es war noch stockduster! Schade, wir genießen sonst ja immer diese wunderschönen Sonnenaufgänge im Anflug auf WINDHOEK. Bei der Einreise sollte man aufpassen, dass man auch eine Aufenthaltsgenehmigung über die 90 Tage erhält. Es ist und war wieder ein kleiner Kampf . Wir konnten uns nicht dem Eindruck erwehren, dass die Beamtinnen erst nach einer Diskussion schließlich bereit waren, den gewünschten Zeitraum in unseren Pass einzutragen. Aus dem Forum habe ich den Tipp erhalten, dass man mit der Postsparcard günstig und unkompliziert Geld am Automaten abheben kann (bis zu 10x im Jahr kostenlos). Das ist wirklich eine super Sache! Der ATM gibt zwar jedes Mal nur ZAR 2000,00 raus, aber man kann es mehrmals hintereinander nutzen. Dadurch war das lästige Warten am Bankschalter nicht mehr nötig! „Windhuk“ ist schon einige Zeit im Forum „unterwegs“. Dies war für uns ein Glücksfall! Ernst und Elisabeth Wallner haben uns bei unseren Reisevorbereitungen für 2011 sehr geholfen. Sie erwarteten uns schon am Flughafen. Um diese Uhrzeit, unglaublich! Nachdem das Gepäck da war, fuhren wir mit den Beiden zu sich nach Hause, um uns bei einer Tasse Kaffee die Unterlagen (Reisebeschreibung, Karten- und Infomaterial Vouchers) anzuschauen und zu warten , weil um 06:00 Uhr noch kein Autovermieter auf hat. Eine toll ausgearbeitete Mappe, die fein säuberlich unsere Routenbeschreibung enthielt, wurde uns überreicht.
Perlhuhn Mike zeigte Ernst sein GPS und oh Schreck, da ging nichts mehr. „Da fahren wir nachdem wir das Auto übernommen haben zu einem GARMIN Laden“, sagte uns Ernst. Bei Valuecar verlief die Übergabe dieses Jahr super stressfrei. Mike machte die übliche Bilder um die bereits vorhandenen Schäden festzuhalten.Ich bekam das Auto erklärt und Ernst hatte am Vortag sich schon davon überzeugt, dass das Fahrzeug Reifentechnisch OK war. Doppelt hält eben besser. Elisabeth hatte schon ihre Kühlbox, die sie uns für unsere Reisezeit zur Verfügung gestellt hatte, mit gefrorenen Wasserflaschen gefüllt und einiges für uns eingekauft. Nachdem dann vollgetankt war, fuhren wir einige Straßen weiter zu einem Garmin Laden dort wurde Mike sein GPS wieder zum „Leben erweckt“, auch wieder toll weil wir hätten den Laden ja nicht gekannt. Ist aber ein Geheim Tip und die Ute Pinsenschaum hat das GPS im Nu wieder aktiviert. Nach 10 Stunden Flug war es herrlich so betreut zu werden. Die Wallners fuhren noch eine Zeit lang in Windhoek vor uns her,
so dass wir auf den richtigen Weg zum unserem nächsten Ziel kamen.
Christuskirche Windhoek.
GHANZI, ich weiß es ist eine lange Strecke, wir würden das so auch nicht mehr machen, besser die erste Nacht ein näheres Ziel auswählen. Es wurde in den Medien sehr gewarnt, dass in WITVLEI und GOBABIS große Teile überschwemmt sein sollten . Wir hielten erstmal an in SEEIS.
Eisenbahnbrücke in Seeis.
Diese Brücke wollte Mike schon in 2009 „im Kasten“ haben. Bis GOBABIS hatten wir mit keinem Wasser zu kämpfen, nicht alles was in der Zeitung steht sollte man unbedingt glauben. An der Grenze wurde noch schnell voll getankt, da konnte man nicht glauben, dass in Europa die Spritpreise so hoch waren. Bei der Einreise nach Botswana wurden 110.00 Pula Straßengebühren/Versicherung fällig. Die Rechnung bzw. Bescheinigung muss nach Auskunft des Grenzbeamten aber nicht an die Scheibe geklebt werden, so wie es an anderer Stelle schon beschrieben wurde. Wir fuhren den Kalahari Highway und trafen dort häufig auf ein oder mehrere Tiere der sogenannten „Little 5 von Botswana“ (Pferd, Rind, Esel, Ziege und Perlhuhn).
Esel Somit war wieder Vorsicht angesagt! Nicht jedes Tier war bereit auf Anhieb die Straße zu räumen. So gegen 16:30 Uhr trafen wir dann im „Kalahari Arms Hotel“ ein.
"Kalahari Arms Hotel" Dieses Hotel hatte ich bewusst ausgesucht, weil es ja nur für eine Übernachtung dienen sollte und direkt an einer zentralen Straße liegt. Rondell 22 wurde uns zugewiesen,
Wir freuten uns, dass wir gut angekommen waren und machten uns frisch, um dann im Garten den ersten Sundowner zu genießen.
Das Essen war sehr gut , Pfefferfiletsteak, wir kamen sofort ins Gespräch mit einen Nebentisch, uns fiel wieder auf wie freundlich und gutgelaunt die Botswaner sind. Nach dem Abendbrot machten wir einen kleinen Spaziergang zum Einkaufszentrum. Hier mussten wir feststellen, dass GHANZI eine ganz „süße“ Stadt ist. Dort waren mindestens 15 Stände, die nur „Sweets“ verkauften. Wie halten eigentlich diese Leute Ihre Zähne so schön weiß??? Angenehm war, dass wir trotz der bereits eingetretener Dunkelheit weder von den Einheimischen bedrängt wurden. noch ein Gefühl der Unsicherheit in uns aufkam.
Fortsetzung folgt.
Teil 218. Mai 2011
Donnerstag, den 07.04.2011 Nachdem wir immer sehr früh wach sind,fuhren wir auch diesmal nach einem recht gutem Frühstück um 8 Uhr los. Heute sollten wir MAUN erreichen, nicht ohne die „Little 5 „ von Botswana immer wieder auf der Strasse zu begegnen. Die Landschaft war sehr schön, viele Bäume entlang des Weges, so dass wir auch auf Greifvögel nicht lange warten mussten. Ich hatte das Fahren übernommen, weil Mike ja sehr aufmerksam die Vogelwelt beobachtete. Eigentlich sollte das GPS, was ja wieder „lebte“ uns ohne Probleme bis zur nächste Unterkunft bringen, nachdem ich mich dann ein paar mal verfahren hatte,nachdem das "GPS" was in den falschen "Hals" bekommen hatte und ich für „zu doof“ befunden wurde, übergab ich freiwillig das Lenkrad an Mike. Unser nächstes Ziel war das „Sedia Riverside Hotel“. Es gab 2 Gründe für diese Wahl. Das Wort „Riverside“ versprach eine reiche Vogelwelt und dort war „Afro Trek Safaris“ vor Ort. Dort konnte man u.a. eine Tagesfahrt ins Moremi buchen. Unser Zimmer Nummer 6 machte einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Nun ja, war ja eigentlich auch nur zum Schlafen gedacht. Durch Zufall gelang mir der Einblick in das Zimmer Nummer 1. Dort war ein Kühlschrank, also tauschte ich schnell mit Hilfe der Rezeption und Housekeeping unser Zimmer, was ohne Einwände klappte. Unsere „Malariaprophylaxe“ (Gin und Tonic) Vorräte wurden sofort kaltgestellt. Ich schaute bei „Afro Trek Safaris“ vorbei und buchte für 17 Uhr eine Bootstour auf dem "Thamalakane "Fluss (liegt am Hotel).
Blaustirnblatthühnchen
Nachdem ich auch aus dem Forum eine Agentur, „Dumela-Botswana“, in MAUN genannt bekommen habe, wurde von mir aber bei Jody schon per Mail der Tagesausflug ins Moremi gebucht. (War wesentlich günstiger.)Diese Entscheidung hatten wir so getroffen, weil die Medien uns so vor dem Regen dort gewarnt hatten. Was sehr kundenfreundlich war, von“ Dumela-Botswana „,wir konnten Vorort zahlen und mussten nicht von Deutschland das Geld schon überweisen. Ich kaufte eine Telefonkarte an der Rezeption, damit kann man dann an der öffentliche Telefonzelle telefonieren. Ich rief wie versprochen Jody an und sie versprach um 14 Uhr an der Rezeption zu sein. Sie war überpünktlich da! Wir hatten ein sehr nettes Gespräch und vereinbarten für Morgen früh um 7 Uhr die Abfahrt ins Moremi. Um 17 Uhr fanden wir uns bei „Afro Trek safaris „ ein. Mit von der Partie war noch einem Ehepaar aus Schottland, wie sich herausstellte, waren sie schon einige Monate in Afrika unterwegs. „Rodney“ stellte sich als unser Guide vor und machte uns gegenseitig bekannt. Mit dem Auto fuhren wir durch die Hotelanlage zum Fluss. Es begann schon zu regnen. Da wir auf dem Trip über keine entsprechende Regenbekleidung verfügten sahen wir der Bootsfahrt mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Rodney stoppte kurz vor dem Fluss an einem Haus, verschwand und kam mit mehreren kleinen Päckchen wieder. Er verteilte die kleinen „Päckchen“. Es waren keine Sandwichs, wie zuerst angenommen, sondern ein Regencape. Die Fahrt war sehr gut, der Schotte stellte sich auch als Vogelkenner heraus. Mit sehr viel Geschick und Einfühlungsvermögen bugsierte Rodney das Boot immer so, das die gewünschten Motive im richtigen Licht waren.
Regenbogen
Graufischer
Mohrenklaffschnabel
Schlangenhalsvogel
Schlangenhalsvogel
Schreiseeadler
Die vielen einzelne Motiven kamen bei unseren Männern gut an, so dass jeder seine Bilder„im Kasten „ hatte. Die Stimmung war sehr interessant, soviel Regenbogen habe ich bewusst noch nicht gesehen. Die Zeit, um den „Schatz am Ende des Regenbogens“ zu suchen, hatten wir leider nicht. Unsere Regencapes kamen dann doch noch zum Einsatz. Bei soviel und heftigen Regen haben die relative wenig genutzt. Mike hatte rechtzeitig das Cape angelegt, so dass er relativ trocken blieb. Das Cape war auch ein guter Schutz für die Kamera. Letztendlich Triefnass aber in guter Stimmung kamen wir zurück, machten uns frisch und schon ging es zum Abendessen. Wir saßen noch ein wenig im Zimmer. Mike sicherte seine Vogelbilder im Laptop, ich kümmerte mich um das Tagebuch, dann ging es früh zum Schlafen, weil Morgen ging es ja ins Moremi.
Freitag,den 08.04.2011 06:30 Uhr wurde gefrühstückt, kurz vor sieben stand unser Fahrer schon bereit, um mit uns ins Moremi zu fahren.“ Max „war sein Name. Wir fuhren fast eine Stunde. Wieder säumten die „Little 5 „ von Botswana einige Schulkinder, Arbeiter und Dorfbewohner den Weg. Dann erreichten wir das erste Gate. Ab da sahen wir schon gleich Klunkerkraniche.
Klunkerkraniche
Impala
Impala mit Rotschnabel-Madenhacker
Es stellte sich heraus, dass Max unser Fahrer und Tourguide, sehr viel über Land, Leute, Tiere und insbesondere auch über Vögel wusste. Wir sahen einen Elefantenbulle, der sich sehr wichtig machte, Giraffen, Kudus, die sind immer so cool mit ihren großen Ohren.
Kudu Dann so nach einer halben Stunde erreichten wir das „South Gate“.
South Gate. Unser Guide erkundigte sich wo welche Tiere gesichtet wurden. Durch das viele Wasser war es sehr schwierig welche zu sichten, wir freuten uns , das wir diese Wasserfahrt nicht selber durchgeführt haben, sondern uns auf das Beobachten konzentrieren konnten.
Moremi unter Wasser Wir hielten Ausschau, Mike nach Tieren unter 5 Kilo und ich alle über 50 Kilo. An erster Stelle standen natürlich für mich im Moremi die Löwen. Bei einer Picknickstelle am Wasser nahmen wir unseren Lunch ein, verschiedene Salate Brokkolikuchen und Hähnchenschenkel, sehr lecker. Am Gate, erfuhr unser Guide, das „Löwen“ gesichtet waren. Ob doch noch mein Wunsch in Erfüllung gehen sollte ? Wir fuhren kreuz und quer durch den Busch und wieder auf dem Pad angekommen, sahen wir schon einige Autos stehen. Da lagen 2 wunderschöne Löwen direkt am Straßenrand. LÖWEN
Dieser Armer , den hätte ich gerne getröstet..... Einer hatte eine Verletzung am Auge und der Andere lag sehr relaxet rum. Mike machte einige sehr schöne Bilder und meine Filmkamera glühte! Naja, irgendwann mussten wir uns verabschieden, leider. Es war Zeit vom Moremi Abschied zu nehmen. Hier waren wir bestimmt nicht das letzte Mal. Punkt 18:00 Uhr erreichten wir wieder das „Sedia Riverside Hotel“.
Samstag, den 09.04.2011 MAUN-NATA Nach einem reichlichen Frühstücksbuffet ging es nach MAUN. Hier haben wir erstmal getankt! Alles verlief sehr entspannt, kein Gebettel oder irgend eine Verkauftaktik von Dritter Seite. Dies sollte unser „Pothol-Tag“ werden. Nachdem Mike an meinem Fahrstil rummäkelte, weil ich jedes Pothol traf, entschlossen wir uns wie in solchen Gelegenheiten üblich mit einem kleinen Palaver Fahrerwechsel durchzuführen. Nun fuhr er, das würde ihn noch zum „Verhängnis“ werden. Kaum auf der A33 angekommen ging es los mit den Pothols. Mike bekam immer, wenn er ein Pothol „erwischte“, einen Klapps auf seinen linken Schenkel! Kurz nach Maun ist eine Kontrolle da werden die Reifen und die Schuhe desinfiziert. Ging alles sehr schnell. Dann veränderte sich die Landschaft wieder total. Sonnenblumen, Mais, Kartoffelfelder bis zum Horizont.
Fortsetzung folgt:
Teil 319. Mai 2011
Samstag, den 09.04.2011 Heute war ja die A 3 von MAUN nach NATA angesagt. Unser Vorteil, es ist Samstag und somit sind fast keine LKW’s und nur wenige PKW’s unterwegs. Nach ca. 60 Km hinter MAUN erreichten wir den „Vet Fence“. Das damit verbundene Desinfektionsprozedere verlief völlig unproblematisch, da auch das Personal sehr freundlich war. Im weiteren Verlauf sahen wir einige Strauße am Wegesrand. Mike entdeckte in der Ferne einen einzelnen Elefanten. Ich glaubte ihm nicht, und schon war ich zu spät mit meiner Filmkamera, um dies auf den Film festzuhalten. Wir kamen in eine Polizeikontrolle, der kontrollierende Polizist ließ sich genau meinen Internationalen Führerschein von mir erklären. Er war sehr daran interessiert zu erfahren, was ich so alles fahren durfte. Es war mehr eine Lehrstunde für den Polizisten denn eine Kontrolle. Es zog sich noch ganz schön hin bis nach NATA. Dort beschlossen wir zu tanken. Auch hier wurden wir in keinster Weise von Dritten belästigt. Lediglich ein Korbverkäufer kam vorbei, der uns aber noch nicht mal ansprach, da wir ihm signalisierten, dass wir kein Interesse an seiner Ware hatten. Unser Auto hatte inzwischen eine kleine „Macke“ manchmal lies sich der Schlüssel nicht umdrehen, nachdem wir ja nur ein Schlüssel hatten war Vorsicht geboten und viel Gefühl. Nach dem Tanken fuhren wir die A33 in nördlicher Richtung. ca. 40 Km nördlich von NATA begann die Baustelle der A33. Nach weiteren 10 Km erreichten wir die Einfahrt zur "Elephant Sands Lodge".
Die Fahrt zur Lodge war ein wenig eine Fahrt durch Tiefsand, aber kein Problem für unseren Nissan 4x4. Wir wurden sehr freundlich durch Jaco, den Manager der Lodge, begrüßt. Diese Lodge ist im Forum ja dadurch besonders bekannt geworden, dass hier ein Zwischenfall zwischen Elefanten und dem Lodgbesitzer stattgefunden hatte. An der Rezeption war ein Hinweis, wie man mit Elefanten umgehen sollte. Er war so verfasst, als ob ein Elefanten es selber geschrieben hat. Rules for us!
Diese Lodge hat die Besonderheit, dass es keine Zäune gibt und die Tiere, wie Elefanten, Leoparden, Wildhunde und weitere Tiere dort frei herumlaufen. Wir bekamen Haus Nummer 5 mit Blick auf das Wasserloch.
Unser Haus
Man beachte den Elefant auf dem Dach!
Es gab keinen Türschlüssel. Jaco meinte, wir haben ja gute „Aufpasser“! Die Unterkünfte, sprich Zimmer bzw. Häuser sind weitgehendst ummauerte „Tented Camps“. Das Aufladen der Batterien geht nur an der Rezeption, dort sind Unmengen von Steckdosen vorhanden. Nachdem wir dann uns ein wenig eingerichtet hatten, zogen wir los und sahen einige Fußspuren
Leopard
Elefant
und eine Menge Elefantendung, was uns einiges hoffen ließ. Der Swimmingpool war eine schöne Abkühlung und da stellten wir fest, das es dort nur leicht salziges Wasser gibt, auch das Wasser in der Lodge ,was nach näherem Nachfragen, aus einen tiefen Brunnen stammt. Mike meinte, an unserem Auto in einem der Hinterreifen fehlt etwas Luft, da hätten wir ja mal besser an der Tankstelle nachgeschaut. Ich fragte Jaco, ob es auch auf der Lodge die Möglichkeit gibt, diesen Reifen aufzupumpen. Er antwortete, „es kommt gleich jemanden vorbei“. Nach einer Weile klopfte es an unserer Tür, ich traute meine Augen nicht, da stand ein Helfer mit einer
F A H R R A D P U M P E, um unseren Reifen aufzupumpen.
FAHRADPUMPE!!
Mike war wie im Vorjahr auch diesmal hinter der Königswitwe wie der Teufel hinter der armen Seele her. Das Besondere an diesem Vogel ist, er hat lange Schwanzfedern, die nach der Balzzeit abfallen. April ist wohl die geeignete Zeit, um ein Exemplar zu ergattern. Immer wenn er den Vogel gesehen hatte und sich mit seinem 500mm Tele anschlich, flog der Vogel davon. Letztendlich gelang ihm das eine oder andere Foto doch noch. Es sollte noch weitere Chancen im Verlauf der Reise geben diesen Vogel zu fotografieren.
Königswitwe
Amm Wasserloch war schon der erste Elefant. Es gesellten sich dann noch weitere 6 Elefanten dazu, wovon 2 Bullen waren.
Elefanten
Das Abendessen wurde in Buffetform gereicht. Es war sehr gut, schmackhaft und reichlich vom Chefkoch zubereitet.
CHEFKOCH
Wir nahmen uns allerdings wenig Zeit zum Essen und es stellte sich heraus, dass es die richtige Entscheidung war. Vor dem Essen waren eine Gruppe Südafrikaner aufgetaucht, die bekannt sind, sich ein wenig lauter zu unterhalten. So saßen wir alleine am Wasserloch als plötzlich hinter den Elefanten sich ein Leopard ans Wasserloch schlich, um in respektvoller Entfernung zu den Elefanten seinen Durst zu stillen. Wir beobachteten ihn sicherlich 10 Minuten. Leider war es schon dunkel und so konnte ich ihn nur mit meiner Filmkamera und mit Hilfe des „Nightshot“ toll einfangen. Wie er sich dann trollte, trompetete die Elefanten lauthals und es war anschließend an diesem Abend kein Tier mehr zu sehen. Es war einfach ein beeindruckendes Erlebnis ca. 15 bis 20 Meter vom Wasserloch entfernt, durch keinen Zaun getrennt diese Tiere beobachten zu können.
Sonntag, den 10.04.2011 Bei der Morgentoilette mit Duschen und Zähneputzen wurden wir daran erinnert, dass das Wasser leicht salzig ist. Beim Frühstück kam Ben, der Besitzer der Lodge und redete lange mit uns. Wir gaben zu erkennen, dass uns sein Unfall mit den Elefanten bekannt war. Er erzählte dann, es war ein junger Elefant in den Pool gefallen und die Mutter und die Tanten wollten einfach nicht akzeptieren, das Ben und seine Männer nur helfen wollten. Es war schon lustig, wie Ben es schilderte, wie einer seiner Männer immer wieder den Elefant zur Treppe des Pools geschoben hatte, bis der dann endlich draußen war. Wie heißt es so schön „Ende gut, alles gut“. Ben fragte ein wenig später, ob wir Lust hätten mit zum „Damm“ zu fahren.
Blauastrild
Elsterdrossling
Granat und Blauastrild
Da gibt es viele Vögel. Wir dankten höfflich. Er ließ nicht locker. Wir sagten endlich zu und trafen uns um 11 Uhr am Landrover. Es erschien neben ihm noch seine Frau und einer seiner Schwiegersöhne. Sie trafen wie sich herausstellte zum Sunday Picknick der Familie, wozu Ben uns einfach eingeladen hatte. Wir lernten seine Frau Marie und zwei seiner Schwiegersöhne kennen. Auch die drei „Hotdogs“, wie sie uns ihre Hunde vorgestellt hatten fuhren mit. Marie erzählte mir dann, dass der Leopard schon 7 Katzen und 2 Hunden von ihnen geholt hatte! Die Katzen waren sowieso grundsätzlich nicht im Haus zu halten. So wurden sie eine schnelle und leichte Beute der Raubkatze. Abends, wenn die Hunde kurz „austreten“ wollten und Ben sie raus gelassen hatte, dann schlug der Leopard wieder zu. Ben erzählte uns eine kleine nette Geschichte. Er stammt ursprünglich aus Südafrika. Nach dem Krieg zwischen den Engländern und Südafrikanern sagte ein englischer General, „..Wir werden euch noch ein größeres Problem bereiten als den Krieg...“ Nach 20 Jahren schickten sie den Südafrikanern dann den Landrover!!!
PICKNICK
Scheuerbaum für die Elefanten, sieht man sehr oft hier.
Neugieriger Südlicher Gelbschnabeltoko
Als wir zurückkamen, entdeckte Mike eine „Gefleckte Buschschlange“. Sie kann sehr leicht mit der äußerst giftigen Boomslang verwechselt werden. Eine sichere Unterscheidung ist die Färbung der Iris.
Busch Schlange nicht Giftig!
Die Buschschlange hatte auf einem Baumstamm immer wieder ihren Kopf in Löcher des Stammes gesteckt. Auf einmal hing der Rest der Schlange schlapp herunter. Mike holte Ben, der zog an der Schlange und hatte sie ohne Kopf in der Hand. Fazit, sie hatte ihren Kopf wohl nicht mehr aus dem Holz herausbekommen und war wohl erstickt. Lehre daraus: Stecke niemals deinen Kopf in unbekannte Löcher!
Skink-Trachylepis
Nun konnte die Beute der Schlange sich weiterhin sonnen. Am Wasserloch war am heutigen Tag weniger los als am Vortag. Es hing möglicher Weise auch mit dem „Besuch“ des Leoparden am Wasserloch zusammen. Nach dem Abendessen saßen wir wieder am Wasserloch und hofften auf den Besuch der Wildhunde, die zur Zeit Junge hatten und in der Ferne zu hören waren. Leider war uns das nicht vergönnt. So gingen wir schlafen, mit dem schönen Gefühl, dass wir mit Hilfe der Lodgebesitzer und seiner Familie einen wunderschönen Tag erlebt hatten. Hier waren wir bestimmt nicht das letzte Mal!
Fortsetzung folgt:
Teil 421. Mai 2011
Montag, den 11.04.2011 Irgendwie war es sehr kalt und wir verzichteten auf die Dusche, die Dank des salzigen Wassers eh nicht so prickelnd war. Unser Chefkoch gab sich sehr viel Mühe mit unserem Omelett und das Frühstück war wieder reichlich. Dann redeten wir noch ein wenig mit Jaco, erledigten die restlichen Zahlungen und fuhren in Richtung KASANE. Auf dem Weg von der Lodge zur A33 trafen wir noch Ben mit seinen 3 „Hotdogs“, von dem wir uns dann auch noch herzlich verabschieden konnten. Nicht ohne zu erwähnen, dass dieser Besuch bestimmt nicht der letzte auf dieser Lodge war. Heute war KASANE und dort die „Chobe Safari Lodge“ unser Ziel. In der Nacht hatten die Moskitos einen Narren an mir gefressen, gut dass ich meine Allergietabletten dabei hatte!
Die A33 war auf einer Länge von ca. 165 Km eine einzige Baustelle. Schneller als die vorgeschriebenen 60 manchmal auch nur 50 Km/h würde keiner mit seinem eigenen PKW fahren, da er sonst doch mit Schäden am Auto zu rechnen hätte. Pothols in jeder Dimension. Als wir uns dem „Elephant Footpath“ näherten, kreuzte plötzlich eine Gruppe Elefanten schnell den Weg, so als hätten sie die Gefahr gespürt, die von den schweren Baustellen-LKW’s ausging. Gut das wir Fahrerwechsel gemacht hatten, weil auch eine Gruppe Giraffen zu sehen war, die ich dann gleich mit meiner Videokamera festhielt. Unser GPS wollte uns dann auf einmal auf ein Gravelpad nach KASANE abbiegen lassen, ich protestierte und sagte, das wir geradeaus fahren sollten. Die Schilder mit „KASANE“ waren ja dauernd zu sehen. Weit vorne standen einige Autos am Straßenrand und wir fuhren langsam ran. Der Grund wurde sehr schnell deutlich, als wir die Polizistin mit der Radarpistole in der Hand sahen. Die Autos parkten dort also nicht unbedingt freiwillig. Glück gehabt! Wir waren noch so sehr mit dem Gesehenen beschäftigt, dass wir die Abfahrt nach KASANE verpassten und dann unvermittelt kurz vor der Sambische Grenze standen, wo wir ja nicht hin wollten. Da wir trotz des kleinen Umwegs reichlich früh in KASANE ankamen, beschlossen wir beim „Spar“ ein wenig einzukaufen und ich konnte meine Postsparcard zum ersten Mal in Botswana einsetzen. An den ATM war ich die Erste, sehr gut , weil dieser Automat erlaubte mir leider nur immer Pula 400.00 zu ziehen. Damit kommt man ja nicht weit. Ich wiederholte mein Vorgehen dann 4 x und es bildete sich hinter mir eine lange Schlange. Anscheinend störte das Keinen oder sie hatten Mitleid mit der blonden Touristin, die eben solange braucht. Alle lächelte zufrieden, wie ich dann endlich von Dannen zog und mich zur Spar begab. Auch hier wieder auffallend wie freundlich alle waren und es gab kein Gefühl von „Bedrohung“ . Danach ging es zur „Chobe Safari Lodge“. Nachdem wir ein wenig zu früh dort eintrafen (Einchecken erst ab 14:00 Uhr) sagte uns die freundliche Dame an der Rezeption, wir sollten schon mal zur „Aktivities“ gehen, um unsere Touren zu buchen. Wir hatten ja vor, diesmal die Victoriafälle uns anzuschauen. Also ging ich mal dort hin. Die Dame drückte mir gleich ein Zettel in der Hand , wo alle Aktivities draufstanden.
AKTIVITIES
Nachdem da auch eine Möglichkeit aufgezeigt war, dass man hinfliegen könne, ging ich zuerst zu Mike, um das zu diskutieren. Ich hatte sowieso nicht die richtige Lust, um diese Wasserfälle mir anzuschauen, weil ich schon einige für mich imposantere Wasserfälle auf diese Welt gesehen hatte. Meine Flugerfahrung über den Grand-Canyon hatte ich immer noch im Kopf, so dass ein erneuter Flug mit einem so kleinen Flugzeug für mich nicht in Frage kam. Also redete ich Mike ein, sich für den Flug für US$ 220.00 , wie es auf dem Zettel stand, zu entscheiden. Der Flug mit einer einzelnen Person war nach Rücksprache leider nicht möglich. Nachdem wir sowieso 4 Tage auf der Lodge waren, ging ich zurück und vereinbarte mit der Dame, dass, wenn sich noch eine Person dazu melden würde, uns Bescheid zu sagen. Sie ergänzte: „... ich werde dann die 220.00 US$ für Sie an der Rezeption tauschen ...“ HALLOOOO, wieso denn das, ich hatte ja extra US$ dabei! ! ! Dann kam Sie nochmals raus mit irgendwelchen Einreisegebühren und der eigentliche Flug über die Fälle!! Das war dann für mich zu viel, weil fast das Doppelte was auf dem Zettel stand letztendlich herauskam. Das war es uns ja nun doch nicht wert. Somit war der Besuch der Victoriafälle gestrichen und ein zusätzlicher Tag für den Chobe National Park gewonnen. Wir bezogen unser „Rondavelle 37“ das traumhaft am Wasser lag.
Die Gartenbewohner, ca. 50 Zebramangusten,
wovon eine ein Halsband mit Sender trug, ein Stall voller frecher Meerkatzen, die überall umherturnten,
Warzenschweine, die es sich nicht nehmen ließen nach einem Wasserrohrbruch den Rasen zur Suhle umzufunktionieren
Hier war dann mal Wäschewaschen angesagt. Mike kümmerte sich um den Chobe-NP und legte den Track für den morgigen Besuch fest. Housekeeping brachte noch Eis vorbei und so konnten wir unseren Sundowner ganz gemütlich auf unserer kleinen Terrasse genießen.
Am Abend sahen wir einen über 2m langen Nilwaran,
der bei der Annäherung durch Mike blitzschnell ins Wasser flüchtete.
Es entstanden schon einige schöne Bilder und natürlich auch Filme. Um 18.30 Uhr war Dinner angesagt. Es ist eine sehr große Lodge , dennoch hat man das Gefühl sehr persönlich betreut zu werden. Das Essen wurde in Buffetform gereicht, da war wirklich für Jeden etwas dabei. Das Fleisch wurde immer frisch zubereitet und zu den jeweiligen Speisen wurden Schiefertäfelchen gestellt. Somit konnte Jeder lesen, was er zu sich nahm. Eine, wie wir finden gute Sache insbesondere bei unbekannten Speisen. Auch der Service war zum großen Teil sehr professionell und sehr freundlich . Man kam so mit einigen Leute ins Gespräch und da entstand für uns die Idee, vielleicht ein Hummeldumm über Individualreisende zu schreiben.
Fortsetzung folgt:
Teil 522. Mai 2011
Dienstag, den 12.04.2011
Über Nacht hatten wir im Raum den „Quirl“ angelassen, mit dem Erfolg, das Mike es im Nacken hatte. Eine heiße Dusche und eine Tablette schaffte das Wehwehchen schnell weg. Weil heute ist der Chobe National Park geplant. Da kann man einen „Ausfall“ nicht gebrauchen. Nach einem tollem Frühstucksbuffet, machten wir uns auf zum Park. Dieses liegt nur ein paar Kilometer von der Chobe Safari Lodge entfernt. Einmal links, 2x rechts abbiegen, vorbei am „Kasane Airport“ erreichten wir nach ca. 5 Km das „Sedudu Gate“.
Chobe National Park
Bereits 2009 waren wir schon mal hier Die Mengen an Elefanten, Büffel, Flusspferde, Krokodile und zahlreiche anderen Tiere haben uns so beeindruckt , dass wir hier nochmal herkommen wollten. Nun war es so weit.
Ich trage uns ein, zahle für uns drei(wir 2 plus Auto) 290.00 Pula und dann konnte es los gehen. Außer 2-3 Safarifahrzeuge, die eher eine Art „Ferrari-Safari“ (sie rasen durch den Park ) machen, waren nur ganz wenige Selbstfahrer unterwegs. Wir nahmen uns die Zeit und hatten so die Chance viele Tiere zu sehen. Der Chobe war aufgrund des vielen Regens ganz schön über die Ufer getreten, deswegen war der Pad direkt am Fluss leider nicht zu befahren. Es gab aber immer wieder Möglichkeiten, um ans Wasser zu kommen. Da gibt es einen offizielle „Stretchpoint“
Stretch Point
Hier kann man aussteigen und am Fahrzeug sich die Beine vertreten. Mike entdeckte eine Schlange im Baum, die sich aber sofort zurückzog und nicht als „Chobe s next Topmodell“ sich präsentieren wollte. Im Wasser lag faul und regungslos ein noch nicht ganz ausgewachsenes Krokodil, um das sehr dicht, „Nimmersatte“ und
Löffler
auf Nahrungssuche unterwegs waren. Man musste befürchten, dass jeden Moment das Krokodil sich einen dieser Vögel zur Mahlzeit machen würde.
Krokodil
Hoch oben auf einer Baumspitze sitzt ein Schreiseeadler.
Schreiseeadler
Im Baum einen Wasserwaran.
Dazu kamen eine Reihe von speziellen Wasservögeln wie der
Glockenreiher
Mangrovenreiher
Kuhreiher
Witwenstelze
Graufischer etc. . Und immer wieder Elefanten
die nicht nur ihren Durst löschten, sondern auch ein Wasser- und Schlammbad nahmen.
Wir genossen den Anblick und erfreuten uns ungestört die Vielfalt dieser Tiere wahrnehmen zu können. Wir fuhren ein wenig weiter und trafen auf einige Giraffen, sie leckten am Boden den Sand auf, muss wohl damit zusammen hängen, dass sie irgendwelche Mineralien in sich aufnehmen wollten. Es sieht aber immer wieder kurios aus, wenn diese große Tiere breitbeinig ihre langen Hälse bis zum Boden herunter strecken. Ein einzelner Bulle
der sehr besonders schwarze Flecken hatte als seine Artgenossen, war uns aufgefallen. Auch hielt er sich besonders häufig im Schatten auf. Wir fuhren weiter durch den Park und sahen links wie rechts, Affen, Elefanten , Kudus, Impalas
Puku’s
sogar einige
Schildkröten
kreuzten unseren Weg. Nach einiger Zeit kehrten wir wieder an dem „Stretch Point“ zurück, Mike wollte mal schauen ob sich die Schlange oder der Waran noch mal sehen ließen. Wir waren wieder unterwegs zum Wasser, als einige Elefanten zum Fluss kamen. Sie fühlten sich nicht durch uns gestört, also blieben wir am Wasser stehen. Auf einmal wurden wir aufmerksam auf ein paar Jungbullen die sich kabbelten und sich leicht stritten. Wir schauten zu , ich hielt die Szene mit meiner Videokamera fest. Dann auf einmal „ entdeckten“ sie uns. Sie stürmten mit den Ohren wackelnd in unsere Richtung, nicht ohne entsprechende Geräusche von sich zu geben. Mike meinte, „wir laufen besser zum Auto“ Unser Sprint war bestimmt Olympia verdächtig. Sie ließen uns zufrieden und wir fuhren wieder mal weiter. Nach einiger Zeit sah ich wieder einige Giraffen, die ich fotografieren wollte. Ich suchte meine Kamera, hmmm… die war nicht mehr da! Die konnte ich nur bei meinem „Sprint“ vor den „5-beinigen Elefanten“ verloren haben. Also fuhren wir wieder zurück zum „Stretch Point“. Mike lief den kurzen Weg zum Wasser und tatsächlich , da lag sie, unversehrt. Was für ein Glück. Wir fuhren weiter und trafen auf eine große Gruppe Büffel mit Jungtieren.
Büffel
Senegalkiebitz
Grautoko
Rotkopfschwalbe
Schmalschwanz Paradieswitwe
Marabus
Was für eine Ausbeute schon am ersten Tag! Wir beschlossen für heute den Park zu verlassen. Aber nicht, bevor wir noch schnell am Chobe die Hippos angeschaut hatten. Leider waren die von der Landseite weniger gut zu sehen weil sie sich im Schilf aufhielten.
Hippos
Zurück in unserem Rondavelle, machten wir uns frisch und schauten bei unseren Sundowner unsere „Gartenfreunden“ (Zebramangusten, Meerkatzen und Warzenschweine) bei ihrem Treiben zu. Das Abendessen in Buffetform ließ keinen Wunsch offen. Mike probierte Impala, er war sehr zufrieden. Dieser Tag hatte alle unsere Erwartungen erfüllt. Fortsetzung folgt:
Teil 623. Mai 2011
Mittwoch, den 13.04.2011
Wir beschlossen bis hinter Ihaha zu fahren. Und was entdeckten wir da? Einen traumhaft schönen Silberadler.
Nachdem es an der Waterfront immer noch nicht möglich war zu fahren , nahmen wir die Route 16. Das war ein Pad ins Nirvana, nicht zum empfehlen. Nur durch den Busch und keine Tiere, ich malte mir aus, wenn wir hier einen Platten oder Steckenbleiben würden ! Wir erreichten wieder einen besseren Weg und auch da waren wieder viele Tiere. Wir sahen an unserem Stretchpoint wieder viele Elefanten mit ihre Jungtiere
die sich eine Stelle zum Schlammbaden ausgesucht hatten , sich dann mit Sand bewarfen und genüsslich trompetete. Bei unsere Weiterfahrt sahen wir dann Rapantilopen, die sind nicht oft zu sehen. Rapantilopen
Donnerstag, den 14.04.2011 Nachts sprangen wir mehrmals aus dem Bett und schauten raus ,weil wir das „Gegrunze“ von den Hippos ganz nah hörten, leider haben wir keines gesehen. Nur gehört wie es ins Wasser plumpste. Heute wollten wir noch einmal den Chobe National Park genießen. Leider führen die am Gate kein Buch, wo man ersehen kann, welche Tiere wo gesichtet wurden. Schon am Anfang unserer heutigen Tour haben wir viele Vogelarten gesehen, sogar wieder ein Silberadler zeigte sich von seiner schönen Seite. Auch der Schreiseeadler war wieder da. Silberadler
Dann brach bei Mike mal wieder Hektik aus als wir einige Vogelarte sahen , die er noch einfangen wollte. Kafferhornrabe
Sie gaben uns aber die Zeit, die wir benötigten, um sie einigermaßen einzufangen . Einfarbschlangenadler
Weißrückengeier
Kuhreiher, Graufischer, Silberreiher Diese Kombination von Beobachten, Fotografieren und Fahren wurde uns dann zum „Verhängnis“. Wir saßen plötzlich durch eine Unaufmerksamkeit im Tiefsand fest! Mike fuhr zweimal rück- und vorwärts. Als dies alles nichts half, zögerte er keinen Moment, nahm sofort die Schaufel in die Hand und hatte in weniger als 5 Minuten das Auto freigeschaufelt. Ich habe das nur auf meiner Videokamera festgehalten, deshalb kann ich zu diesem Vorgang leider keine Bilder zeigen. Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass ein junges Paar mit SA-Kennzeichen sofort bereit war uns zu helfen. Als wir dann wieder Richtung KASANE fuhren, sagte ich, wir sollten tanken, weil wir ja Morgen abreisen. Dieser Vorschlag wurde in den Wind geschlagen… . Im Forum wird immer empfohlen, dass man bei jeder Gelegenheit die einem geboten wird, in Botswana tanken sollte. Denn es ist nicht immer sichergestellt, dass die Tankstellen 365 Tage im Jahr über genügend Benzin in der gewünschten Art vorrätig haben.
Freitag, den 15.04.2011 Wir fuhren zur Tankstelle. Da wurde uns mitgeteilt,“ Sorry, no Gasoline for this Car“, na Klasse! Nachdem der Tank aber noch fast halb voll war, waren wir nicht so beunruhigt, um bis KATIMA MOLILO (ca. 160 Km) zu gelangen. An der Grenze bei der Ausreise, war wieder der nette und freundliche Beamte, der sich mit uns in deutsch und niederländisch unterhielt. Auf der namibischen Seite konnten wir die über den Ufer getretene Linyanti River sehen. Das war kein verheißungsvoller Beginn für die uns vorliegende Route in Namibia. Entlang der B8, wo ein Schild nach dem anderen vor Elefanten warnt , wurde wieder kein Elefant gesichtet! Eine Strecke die sich lang hinzieht und kaum Abwechslung bietet. Kurz vor 12 Uhr erreichten wir unser nächstes Ziel. Die "NDHOVU Lodge" Diese liegt auch am Okavango. Dort hatten wir ja letztes Jahr durch den Regen bedingt in einer anderen Lodge erhebliche Schwierigkeiten. Die„ Ndhovu Lodge“ (Ndhovovu = „Elefant“ in der Sprache der dort lebenden schwarzen Bevölkerung), hatte ich Horst Koch, den Besitzer der Lodge, noch vor unserem Abflug aus Deutschland per Mail nach dem Stand der Dinge (Wasserstand) gefragt. Ich bekam als Antwort, „Alles klar, ab 12 Uhr steht Jemanden für Euch bereit“ Und so war es auch. Unser Auto wurde unter einem Zelt geparkt. Dies wurde rund um die Uhr bewacht durch einen Mitarbeiter der Lodge. Der stand in Funkverbindung mit der Lodge, nach einiger Zeit , kam Horst per Motorboot angefahren, um uns abzuholen.
Die Überfahrt, die durch diese Überschwemmungen eben erforderlich war, dauerte ungefähr 10 Minute.
Wir fuhren an den Schilder der Lodge vorbei die noch ganz klein gerade aus dem Wasser ragten. Die Mahangu Lodge war zur diesem Zeitpunkt geschlossen.
Kurz vor der Lodge wurden wir dann mit unserem Gepäck auf ein Fahrzeug umgeladen. Ich hatte in weiser Voraussicht, das „Rivertent“ gebucht, das war aber auch nur mit einem kleinen Steg zu erreichen. Was für eine Organisation dieser Regen und dadurch diese Überflutung doch voraussetzte. Hier auf der Lodge hatte man in keinster Weise das Gefühl, dass durch die Überflutung der Betrieb eingeschränkt war. Diese Rivertent hatte alles was man so brauchte
die Integrierte Dusche und eine Chemietoilette. Eine Kaffeemaschine und Stecker um mal wieder alle Geräte aufzuladen, was wir dann auch gleich machten. Zum Lunch gab es einen leckeren Salat und Sandwichs . Wir buchten eine Sundowner Bootstour für 17 Uhr. Leberwurschtbaum
Nachdem wir heute die einzige Gäste waren, fuhren wir mit Horst los. Wasserwaran Ich hoffte auf Hippos, die man schon hörte, aber die sich immer wieder im Schilf versteckten. Mike kam dafür super auf seine Kosten und Horst war ein exzellenter Bootsführer, so dass Mike wieder mal sehr schöne Bilder machen konnte. Weißstirnspint
Unseren Sundowner genossen wir, dazu gab es Knabberzeug und Chips mit Dippsoße. Auf Horst müssen wir ja einen sehr ausgehungerten Eindruck gemacht haben "GRINS". Das Dinner war sehr lecker und wurde auch mit sehr viele Kleine besondere Nuancen serviert. Wir fühlten uns hier sehr wohl. Dabei erzählte uns Horst von einem "Peacepark", ein Nationalpark ohne Grenzen. Dieser würde übergreifend in Botswana, Sambia, Zimbabwe, Namibia und Angola entstehen. Der Abend endete mit viel Fachsimpeln und hier ist wieder meine Aussage, Namibia ist ein „Dorf, hier kennt Jeder Jeden" Es stellte sich heraus, dass Horst mit Johan Vaats von Duesternbrook verwandt ist.
Fortsetzung folgt:
Teil 724. Mai 2011
Samstag 16.04.2011 Aus dem Rivertent im Himmelbett auf dem Okavango zu schauen, hat schon was. Wieder hatten wir Nachts die Hippos sehr deutlich gehört. Aber leider keinen gesehen. Mike ging wieder auf Vogeljagd, denn er hatte einen Kuckuck (Tiputip) gehört und wollte diesen aufspüren. Das Bild ist aber nicht so gelungen, dass wir es hier präsentieren können. Gottlob ist nicht jeder Schnappschuss ein Erfolg. So bleiben auch für die Zukunft noch genügend Motive übrig. Das Frühstück nahmen wir mit Horst ein. Es gab selbst gebackenes Brot und Teilchen. Ein wenig später wurde das Motorboot beladen und es ging wieder 10 Minuten über das Wasser zu unserem Auto. Durch den aufkommenden Wind entstand eine Art von Wellengang. Wir beluden das Auto, verabschiedeten uns. Auf dieser Lodge wären wir gerne noch eine weitere Nacht geblieben! Wir fuhren die Strasse entlang zur B8 und hielten diesmal wieder, um den Baum mit den vielen gelben Blüten zu fotografieren. Senna spectabilis Schon letztes Jahr war der Baum durch seine Blütenpracht uns aufgefallen. Bis jetzt konnten wir ihn noch nicht identifizieren. Dieser Baum wurde nach Rückkehr dann durch Maddy aus dem Forum identifiziert. Ein Baum aus dem tropischen Amerika Senna spectabilis (Synonym Cassia spectabilis), kein Wunder, dass selbst Namibier den Namen nicht kannten. Dann tankten wir noch in DIVUNDU und schon ging es weiter zu Roy’s Restcamp Das einzige Positive für diese Strecke ist, dass uns eine Stunde (Zeitumstellung) geschenkt wurde, wir konnten unsere Uhren eine Stunde zurückstellen. Die Strecke ist sehr langweilig, mit Ausnahme um RUNDU. Dies verführt leicht schneller zu fahren als die erlaubten 120 Km/h. Nachdem sie die Gebühren für Verkehrsvergehen allerdings dermaßen erhöht haben, sind wir noch vorsichtiger gefahren als bisher. Bis auf eine Radarkontrolle, die aufgrund der vielen parkenden Fahrzeuge am Straßenrand nach unserer Einschätzung sehr viel Erfolg haben musste, gab es kaum Abwechslung. Wir erreichten Roys Restcamp so gegen 13 Uhr. Es war schon das vierte Mal das wir hier übernachten würden. Es war eine neue nette junge Frau an der Rezeption die uns unser Zimmer zuwies.
Zimmer
Später bei einer Tasse Kaffee redeten wir mit Christine, der „Guten Seele“, die uns erzählte, das der Isaaq nun in Grootfontein arbeiten würde. Es war ihm hier wohl zu einsam. Es traf eine große Gruppe Holländer mit ca. 13 Fahrzeugen ein. Natürlich kamen wir ins Gespräch. Sie waren auf dem Weg ins Caprivi. Wir warnten Sie vor dieser Radarkontrolle. Einer meinte, ist ja nur „een tientje“ (für nicht Holländer 10 €), leider nein, im Fall der Fälle wären € 100.00 fällig, na ja, was soll man dazu sagen. Essraum
Abends wurde wie üblich ein Feuer gemacht und wir „schützten“ uns wieder mit der „obligatorischen Moskito-Prophylaxe“. Wir trafen unsere Schotten wieder, mit denen wir in MAUN eine Bootsfahrt gemeinsam auf dem „Thamalakane River“ gemacht hatten. Nachts verzichtete ich auf das vorhandene Moskitonetz. Das war schlecht, weil meine „Prophylaxe“ in Form von „Gin Tonic, hatte nicht gelangt. Mike meinte, vermutlich war zu wenig Gin im Tonicwater. Außerdem stellten wir fest, dass nun einer unserer Stirnlampen am Okavango im Rivertent auf der Nhovudu Lodge vergessen wurde.
17.04.2011 Für unseren heutigen 41. Hochzeitstag hatte ich die Mushara Outpost gebucht. Zuerst wurde in dem 60 Km entfernten GROOTFONTEIN getankt, und ein wenig beim „Spar“ eingekauft. Wir stellten fest, dass unsere Reisetage immer an einem Feiertag oder Sonntag lagen. Somit waren die „Bottleshops“ immer geschlossen.
Mushara Outpost Liegt ca. 9 Km vor dem“ Lindequist Gate“ an der C38. Wieder mal regnete es ein wenig. Gegen Mittag kamen wir dort an. Mushara Outpost
„Selma“ kam uns zur Begrüßung entgegen. Als Begrüßungstrunk gab es ein Zitronengetränk aus dem eigenem Anbau. Wir wurden zunächst überall rumgeführt. Dann ging es zu unserem Tentedcamp Nr. 3.
Dort erwarteten uns zusätzlich herzliche Glückwünschen zu unserem Hochzeitstag von Hanne und Werner aus dem Forum. Die Überraschung war gelungen und wir haben uns sehr über die Geste gefreut! Auch war nochmals ein Voucher hinterlegt durch Ernst für Halali!. Ein Glückwunschgruß und ein schöner Obstkorb von der Lodge stand auf unserem Himmelbett.
Dusche
Nachdem wir alles „inspiziert“ hatten, gingen wir zum „Wasserloch“. Uns lief ein Kudu voraus, aber am Wasserloch war leider trotz längerem Verharren kein interessantes Tier zu sehen.
Ansitz Wasserloch
Um 14 Uhr gab es Kaffee in einer überdimensionalen Kaffeetasse und ein Stück Kuchen. Der Kaffee war für uns stark gewöhnungsbedürftig.
Wir schauten zu, wie ein Warzenschwein sich am Swimmingpool herumtrieb. Baumhörnchen
Schwarzgesichtdrossling
Das Wetter war nicht der Hit, windig und es drohte wieder zu regnen. Somit war der zweite Gang zum Wasserloch auch umsonst. Es wurde ein Feuer gemacht und einen Sundowner getrunken, der durch die vielen Gewitterwolken mehr als „Moondowner“ einzustufen war, weil es keinen Sonnenuntergang gab. Zum Dinner war für uns ein besonders schön gedeckter Tisch mit sehr bequemen Stühlen vor dem Feuer hergerichtet. Das Elandsteak war sehr lecker und hier sah man immer wieder deutlich, dass dies Personal ausgebildet war, zum Teil in Windhoek in der Hotelmanagerschule, wie sie uns berichteten. Die Moskitos meinten es auch wieder sehr gut mit mir, egal die sind ja schon immun gegen das „Peacefull Sleep“, was ich immer wieder versprühte. Nach dem Abendessen kam die Belegschaft und sang einige Lieder, wie es so oft üblich ist. Sie hatten sichtlich Spaß. Dann stellten sie sich nochmals vor unserem Tisch auf und sangen ein „Weddingday“ Lied und amüsierten sich köstlichst. Wir saßen noch ein wenig am Feuer, aber es war leider sehr kalt geworden also gingen wir zu unserem Tent.
18.04.2011
Morgens Duschen mit dem Gefühl halb draußen zu stehen, hat auch was. Nach einem Frühstück auf einer sehr windigen Terrasse mit dem „besonderen“ Kaffee, trugen wir uns noch ins Gästebuch ein. Dieser Aufenthalt war schon etwas besonderes gewesen. Wir hatten es ja nicht weit zum Lindequist Gate. Es regnete schon wieder. Wir buchten gleich für die 4Tage, die wir im Etosha unterwegs sein wollten und fuhren zu Namutoni. Dort wurde bezahlt ZAR 510.00. Dann plötzlich große Aufregung, es wurde von einem Leopard mit einem Riss auf einen Baum und einen Löwen berichtet. Wir fuhren dort, wo sich schon einige Fahrzeugen befanden, hin. Durch heftigen Regen konnte man kaum durch die Scheibe etwas erkenne. Ich hatte einen kleinen Regenschirm dabei, den ich aus dem Fenster hielt in der Hoffnung so was sehen zu können. Der Leopard war leider nicht mehr zu sehen, also fuhren wir weiter, um wenigstens in diesem strömenden Regen ein Löwen zu erspähen. Wir befürchteten schon, dass es in Namibia sehr viel Regen geben würde. Dennoch um Namutoni, sahen wir noch die meisten Tieren. Giraffen, Zebras, Gnus, Schildkröte, Springböcke, Schwarznasenimpalas
und Perlhühner. Sogar die Vogelwelt hatte sich versteckt, weil bei dem Regen sich keiner sehen lassen wollte.
Mike entdeckte am „Chudop (fountain)“ durch sein Tele weit hinten einen Löwen.
Menno o o, das machte natürlich weniger Spaß, dennoch das Wetter muss man so nehmen, wie es kommt. Weiter ging es und hier ein par Bilder wie die Pads aussahen. PADS
So gegen 12 Uhr erreichten wir dann Halali. Das Einchecken ist immer spannend. Es stimmte was nicht mit unsere Buchung. Unsere „Hotline“ mit Ernst , erledigte dann schnell das Problem zur unserer Zufriedenheit. Hier gibt man seine Zar 500.00 für den Schlüssel, aber genau diese Zar bekommt man dann auch am Ende wieder, wenn der Schlüssel abgegeben wird. Wir hatten ein schönes Bushchalet Nr. 49. Es verfügt sogar über2 Schlafzimmer und einem tollen Braai vor der Tür. Bushchalet.
Mike sah eine große Gruppe Touris laufen, er dachte sich , so große Unterkünfte gibt es doch hier nicht. Er ging also mal hinterher und kam mit einer tollen „Ausbeute“ wieder. Afrikanische Zwergohreule
Weisgesichtseule
Es regnete mal wieder also hielten wir uns im Chalet auf. Mike sortierte seine Bilder im Laptop und ich vervollständigte unser Tagebuch. Zwischen 2 Regengüsse liefen wir zum Wasserloch. Außer einige Gelbschnabel-, Rotschnabel- und Grautokos, die sehr lautstark auf sich aufmerksam machten, waren dort keine Tiere zu sehen. Unser Auto war so verschmutzt, dass es kaum mehr zu erkennen war. Wir überlegten, ob wir wenigstens die Scheinwerfer und das Nummernschild reinigen sollten, ließen es dann doch sein. Wir tranken unseren Sundowner und gingen zum Abendessen. Das Essen war schmackhaft, ausreichend und sauber angerichtet. Das Personal gab sich freundlich. Häufig wird über das Essen in den staatliche Restcamp geklagt. Es gab eine große Platte „Scampies“, na ja, fand ich schon lecker, außerdem „Game Fleisch“ und die Beilagen waren auch alle in Ordnung. Als wir fertig waren mit dem Abendessen schüttete es wie aus Kübeln. Wir warteten einige Zeit und rannten zu unserem Buschalet, und sahen unser Auto alsob es durch die Waschanlage gefahren war, unser Auto war wieder einigermaßen sauber. Fortsetzung folgt:
Teil 827. Mai 2011
Dienstag, den 19.04.2011 Nachdem es nachts ununterbrochen geregnet hatte, beschlossen wir diesmal entgegen unseren sonstigen Gewohnheiten, erst zu Frühstücken, dann zu Packen und unseren Gamedrive in Richtung OKAKUEJO zu starten. Die C38 stand unter Wasser. Impala
Nach einiger Zeit hörte der Regen auf es zeigte sich endlich die Sonne. Dafür aber nur wenige Antilopen. Es zeigte sich ein Doppelband-Rennvogel
den wir schon mal vor der Linse bekommen hatten. Dieser war durch das Vorbeifahren der vielen Besucher so mit weißen Sand überdeckt, dass man ihn zunächst fast für eine Farbmorphe halten konnte. Doppelband-Rennvogel
Von Weitem stutzten wir über einen Stock, der quer über dem Weg lag. Beim Näherkommen entpuppte sich dieser Stock als Waran. Er machte anfänglich auch keine Anstalten den Weg frei zu geben. Letztendlich, war er bereit sich zu bewegen und verschwand im Busch. Waran
Waran
Um 12.15 Uhr erreichten wir das Restcamp OKAUKUEJO. Diesmal ging unser Einchecken reibungslos. Es wurden wieder Zar 500.00 für den Zimmerschlüssel hinterlegt. Aber das kannten wir schon und es gab damit nie ein Problem. Wir meldeten uns schon mal für das Abendessen an und fuhren zu unser Waterhole Chalet Nr W2. Später schauten wir kurz in den Laden schräg gegenüber der Rezeption rein der hatte genau wie der in Halali wenig Auswahl. Für unsere Bedürfnisse reichte es aber völlig aus.
Waterhole Chalet
Hier war endlich mal eine Dusche wo auch Mike gerade darunter stehen konnte. Ein Moskitonetz über dem Doppelbett, ein Kühlschrank sowie eine Kaffeemaschine waren vorhanden. Wie der Name es schon sagt, lag das Chalet sehr günstig zum Wasserloch. Dies half uns aber wenig, da sich durch den vielen Regen so gut wie keine Tiere zeigten. Nachdem wir uns dann eingerichtet hatten tranken wir eine Tasse Kaffee am sonnigen Wasserloch. Da keine Tiere zu sehen waren versuchten wir unser Glück wieder draußen im Park. Die „Ausbeute“ zwischen 15:00 und17.30 Uhr war aber eher dürftig. Bei der Rückehr trafen unsere Nachbarn ein. Sie hatten gleich für 7 Nächte in OKAKUEJO eingebucht. Die Armen, die müssen vermutlich durch Langeweile verzweifeln, da auch das Wetter in den nächsten Tagen schlecht sein sollte. So genossen wir auf „unsere Terrasse“ einen Sundowner, denn am Wasserloch war nichts zu beobachten. Das Abendessen, das in Buffetform gereicht wurde, war sehr abwechslungsreich und nach dem der Chefkoch, das Game Fleisch, diesmal Oryx, vor unseren Augen zubereitete, können wir nur sagen , es war wieder lecker. Am Abend zogen es immer wieder Leute zum Wasserloch. Die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Außer ein paar Springböcke waren keine größere Tiere zusehen. Mit dem Wunsch doch noch Tiere zu sehen, bin ich dann eingeschlafen. Mitten in der Nacht weckte ich Mike und sagte: „... hörst Du da draußen die Löwen?...“, Mike antwortete ganz cool: „... leg Dich wieder hin, das ist der Nachbar von Nebenan, der so schnarcht...“ , drehte sich um und schlief wieder ein. Er muss es ja wissen!
Mittwoch, den 20.04.2011
Heute beschlossen wir, wie schon einige Male zuvor, vor dem Frühstück, pünktlich mit der Toröffnung, ein Gamedrive zu machen. Wir standen kurz vor 6 Uhr vor dem Tor. Bei der Rezeption liegen Bücher aus, wo die Ranger aber auch die Touristen reinschreiben können, was sie so alles gesichtet haben. Da konnte man ja deutlich sehen, das weinig Tiere gesehen wurden. Das Seitentor war schon auf, also fuhren wir dort hinaus ins Gelände. Auf dem Weg zur „Gemsbokvlakte“, standen schon einige Fahrzeuge am Wegesrand. Da sahen wir ein Prachtexemplar von einem Löwen. Löwe
Er schaute interessiert in unsere Richtung und als ob er abgewartet hatte, bis ich meine Videokamera bereit hatte , brüllte er los, man sah sein Atem im Morgenlicht deutlich. Nach einiger Zeit beschloss er dann, diesen „Fototermin“ zu beenden und bewegte sich dann langsam aber majestätisch von uns weg. Was für ein tolles Erlebnis, schon so früh am Morgen! Durch den Regen und die Nässe waren keine weiteren Tiere zu sehen. So machten wir uns eben auf den „Heimweg“, um zu Frühstücken. Dann ging es in Richtung „Onkondeka Fountain“, auch hier war kein Tier zusehen, wo waren die hunderte Zebras und Steinböcke geblieben, die wir in den anderen Jahren zur gleichen Zeit gesehen hatten? Wir konzentrierten uns dann auf ein großes Insekt, hielten an, um es zu fotografieren. Hinter uns ein Auto mit SA Nummernschild, der schaute nicht lange und passierte uns. Danach brauchten wir dieses Insekt nicht mehr zu fotografieren. Wir hätten es allenfalls im Herbarium einkleben können. Aber die Identifikation hätte sich etwas schwierig gestaltet. Aber so sind halt einige Besucher des Parks ... Erdhörnchen sind auch immer einen "Stopp" wert.
Beim Frühstück trafen wir ein Paar aus Köln, Sie war ja auch, wie sich herausstellte ein absoluter Löwenfan. Sie beneidete uns um dieser Löwe vom Vormittag und hofften auch noch auf so eine Begegnung. Nachdem ich dann wegen der wenigen Tiere doch leicht gefrustet war, beschloss ich ins Camp zurück zu kehren. Mike fuhr dann alleine nochmals los. Aber außer ein paar Impalas, Giraffen und Gnus war ihm auch kein besonderes Jagdglück beschieden, oder ??? Fleckenflughuhn
Riesentrappe
Erdschmatzer
Gleitaar
Steppenfalke Kronenkiebitz
Siedelweber
. Für Besucher, die zum ersten Mal in den Etosha waren, war es nach deren Aussage auch das letzte Mal, was ich gut nachvollziehen konnte. Wir hatten den Etosha die anderen Malen ja auch erheblich anders erlebt. Nachdem wir dann einen Kaffee mit Muffins gegessen hatten, beschlossen wir nochmals einen Game Drive zu riskieren. Es zeigten sich ein par Oryx, Springböcke und wieder ein Waran. Das war es auch schon wieder, leider. Beim Tanken meinte der Tankwart, das die Tiere vor lauter Regen alle in Richtung Norden abgewandert sind. Schade aber verständlich. Wir tranken auf unsere kleinen Terrasse unseren Sundowner und konnten beobachten, wie einige Leute auch immer wieder zum Wasserloch pilgerten und nach einer Weile etwas enttäuscht abzogen.
Zum Abendessen hatten wir uns mit dem Paar verabredet, dass wir am Morgen beim Frühstück getroffen hatten. Kurz nachdem wir mit dem Essen fertig waren, es hat wieder gut geschmeckt, es gab ein herrliches Elandsteak, saßen wir beisammen. Innerhalb kürzester Zeit kam ein Wind auf und ein wolkenbruchartiger Regenschauer setzte alle nicht überdachten Plätze unter Wasser. Die Bedienungen liefen wild umher, um den Schaden so klein wie möglich zu halten. Mike hatte uns in der kleine Bar schnell Sitzplätze besorgt. Dort saßen wir ein wenig zusammen und versuchten unsere „Löwenfreundin“ die eben so maßlos enttäuscht war wie ich, den Etosha doch noch etwas schmackhaft zu machen. Dieses Jahr war eben alles ein wenig anders als sonst! Nachdem es dann auch noch in der Bar durch das Dach regnete, trennten wir uns und gingen zu unserem Chalet. Als wir dann dort ankamen machte unser „Waterhole Chalet“ seinem Namen alle Ehre. Das Zimmer war geflutet. Vor dem Eingang war eine große Pfütze mit einem Berg von Blättern. Die Sitzgarnituren waren nicht nur völlig Nass sondern auch von Blättern bedeckt. Nun ja, da mussten dann einige Handtücher herhalten, um den Bereich im Zimmer wieder einigermaßen trocken zu bekommen. Gut, dass unsere Sachen alle hoch gelagert waren. So waren sie trocken und hat uns viel Arbeit erspart. Dies ist eine gute Empfehlung, wir würden es so woanders nochmals so erleben !
Fortsetzung folgt:
Teil 929. Mai 2011
Donnerstag, den 21.04.2011
Ein wenig war ich schon enttäuscht, da wir im Etosha relativ zu den vorherigen Besuchen nur so wenige Tiere gesehen haben. So gingen wir zum Frühstück. Nach dem Auschecken bekamen wir wieder unsere 500.00 Rand für die Schlüssel zurück. Diese Vorgehensweise ist praktisch und stellt kein Problem dar. Schnell warf ich noch einen Blick in das Buch, um festzustellen ob Jemand noch etwas interessantes an Tieren gesichtet hatte. Aber auch dort waren seit Tage nur wenige Tiere eingetragen, die gesichtet wurden. Der einziger Vorteil von diesem Dauerregen war, dass unser Auto fast wieder schön sauber war. Wir fuhren in Richtung Anderson Gate zum letzten Wasserloch (Ombika). Dort entdeckten wir ca. 20 Giraffen! Unglaublich aber wahr. Aber wenn wir uns richtig erinnern dann hielten sich diese Tiere immer in der Nähe des jeweiligen Ausgangs auf. So als wollten sie die kommenden Besucher begrüßen und die andere Hälfte verabschieden. Unser nächstes Ziel war die „Ongava Lodge“.
Sie wurde hier im Forum schon mehrfach in Reiseberichten positiv erwähnt. Deshalb lohnt es sich diese zu lesen. Für mich war der Satz „ ... da laufen Abends die Löwen durch ...“ der Hauptgrund diese Lodge zu buchen. Gleich nach dem Anderson Gate ging es dann rechts ab . Am Tor wurde unsere Buchung kontrolliert und dann ging es 9 Km weiter. Leider lief auch hier uns kein nennenswerte Motiv vor die Kamera. Am Parkplatz wurden wir schon von 3 Personen erwartet. Mit einem Erfrischungstuch, wie im Flugzeug, gab es für uns die Gelegenheit uns einwenig frisch zu machen. Das hatten wir bis jetzt noch auf keiner Lodge erlebt. Das Auto sollte auf dem Parkplatz stehen bleiben. Nach dem einer der Drei Mike seine Muskeln gezeigt hatte, um zu beweisen, dass er stark genug ist auch die schwere Tasche zu tragen, wurden die Taschen „geschultert“ und über einen Hügel in der Lappa getragen und dort zunächst abgestellt. Nur so nebenbei erwähnt, nichts für Leute die nicht gut zu Fuß sind. Oben bekamen wir einen Willkommensdrink und dann wurden wir gebeten eine 2 Seiten lange „Erklärung“ zu unterschreiben. Aus dieser ging hervor, dass wir auf eigenes Risiko auf der Lodge sind. Ich hatte immer noch die angedeuteten Löwen im Kopf, also stieg bei mir die Spannung. Ab der Dämmerung durfte man auf keinen Fall alleine zu seiner Unterkunft gehen, man wurde dann vom Personal begleitet. Man offerierte uns einen Gamedrive, den wir dankend ablehnten. Wir kamen ja gerade aus den Etosha und bei dem Regen versprachen wir uns nichts davon. Wir hatten Häuschen Nummer 9, also ließen wir uns dort hin führen.
Ein Traum! Eine Innen- und Außendusche, und eine schöne Terrasse.
Die Außendusche
Wir richteten uns ein und wunderten uns über den Zinkeimer in der Dusche, der so überhaupt nicht zum Gesamtbild des Hauses passen wollte. Später sollten wir noch erfahren, was es damit auf sich hatte. Zurück in der Lappa, saßen dort 2 Schweizer, wir kamen schnell ins Gespräch, wir stellten wieder fest, dass die Schweizer, die wir unterwegs so auf unseren Reisen getroffen haben, immer sehr nett waren. Sie fragten uns, ob wir auch zum Gamedrive kommen würden. Wir erzählten von dem verregneten Etosha und somit verabredeten wir uns zum Abendessen. Auf einen kleinen Rundgang wurden ein paar Eindrücke festgehalten Schild zur Kapelle
Kapelle
Klippschliefer
Wir saßen auf der Veranda und schauten auf das Wasserloch, wo sich nach einiger Zeit einigen Wasserböcke tummelten. Mike lief ein wenig herum, um ein par Bilder einzufangen.
Wasserböcke
Veranda
Lappa
Nach dem Gamedrive fragten wir erwartungsvoll die Teilnehmer, was sie so alles gesichtet hatten. Ein Mann sagte laut in die Runde: „... wir sahen nur Wale, Krokodile und Seepferdchen...“. Wir staunten nicht schlecht, er meinte aber, es war so was von nass, dass sie Nichts gesehen haben. Naja, das dachten wir uns schon. Bei normalen Wetterverhältnissen dürfte sich das ganz anders darstellen. Wir fühlten uns mit unserer Entscheidung, nicht am Gamdrive teilzunehmen im Nachhinein bestätigt. Ich holte unsere Jacken aus dem Zimmer ,so dass wir in der Dunkelheit vor den Moskitos und der Kälte geschützt waren. Bei der Bestellung des Sundowner wurde ich gefragt: „... for the Man only a single one...“ . Dieses „Upselling“ ist uns schon mal auf eine anderen Lodge im letztem Jahr negativ aufgefallen! Wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben, andere Tiere als die Wasserböcke zu sehen. Die Schweizer hatten für uns einen gemeinsamen Tisch reserviert. Wir saßen gemütlich zusammen, hatten uns viel zu erzählen, bis der „Trommler“ das Abendessen ankündigte. Trommler
Das Essen hielt sich für diese gehobene Lodge stark in Grenzen und das nicht ausgebildete Personal war auch nicht unbedingt der Hit. Insbesondere fiel uns eine Managerin sehr negativ auf, die überlaut anpries, in welchen Sprachen sie die Gäste begrüßen könnte. Wir hatten uns aber soviel zum erzählen, als ob wir uns schon Jahren kannten. Wir tauschten mal die Adressen aus und verabredeten uns für den nächsten Tag zum Frühstück. Das schweizer Ehepaar hatte eigentlich für die frühen Morgenstunden ein Gamedrive gebucht, aber nach dieser Enttäuschung von Heute zogen sie es vor ausuzuschlafen und mit uns zu Frühstücken. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen um 07:30 Uhr. Dann baten wir die Angestellten, wie wir schriftlich belehrt wurden, uns zu unsere Unterkunft zu begleiten. Es kam jemand mit einer riesen Taschenlampe. Ich hoffte ja immer noch heimlich es würde aus Zufall mal ein Löwe auftauchen. Dann , als wir noch weit von unserer Tür entfernt waren, sagte unsere Begleitung : „...so you can go...“ Ich fragte: „...and wenn a Lion comes ...“, er erwiderte: „... there is no Lion ...“, da sieht man mal , was für einen Quatsch Touristen unterschreiben müssen. Na ja, es war tatsächlich kein Löwen zu sehn. Mike sortierte am Laptop seine Bilder und ich packte schon mal die Taschen, die ich auch wieder hochstellte!!!. Nachts blitze es begleitet von lautem Donner. Platzregen setzte ein und das Gewitter nahm deutlich an Intensität zu. Auf einmal , spürte ich Wassertropfen. „ ...Mike es regnet rein ...“! Der kannte das schon von der Guma Lagoon Lodge aus Botswana wo wir im Bodenzelt übernachtet hatten. Da war mein Koffer auch schon mal voll Regenwasser gelaufen. Aber dann merkte er es auch. Ich raus aus dem Bett und rutschte schon über eine Wasserlache aus. Nun kam dann der Zinkeimer zum Einsatz. Wir hätten aber 5 von solchen Eimern brauchen können. Da wurden wieder die Handtücher auf den Boden verteilt und wir legten uns wieder zum Schlafen hin. Wie gut, dass die Taschen wieder hochgestellt waren.
Freitag, den22.04.2011
Wir entdeckten keinen eingedeckten „Vierertisch“, also organisierten wir das bis die Schweizer eintrafen. Wir berichteten über unsere „Wasserschlacht“ und auf einmal mischten sich Leute vom Nachbartisch ein und erzählten uns, dass es bei ihnen ins Bett geregnet hatte. Die Managerin kam und fragte so die übliche Floskel, „ ...everything alright ... „? Als wir dann unsere Geschichte erzählten, war nur ein breites Lächeln zu sehen. Der Nachbartisch erzählte auch ihre Version, da wurde ebenfalls nur breit gelächelt und das restliche Personal amüsierte sich über den Vorfall? Für eine gehobene Lodge ist ein solches Verhalten keine Empfehlung. Fortsetzung folgt:
Teil 1003. Juni 2011
Freitag, den 22.04.2011
Nachdem die Angestellten dann unsere Taschen wieder zum Auto transportiert hatten, ging es wieder 9 Km zurück zum Gate und dann weiter nach OTJIWARONGO. Dort war um 12 Uhr vor dem Kaffee „Carstensen“ die Übergabe unseres Fahrzeuges an unseren Autovermietung vorgesehen. Die Fahrt war ja nicht lang, das Auto tankten wir in OTJIWARONGO noch schnell voll. Wie schon im vorigen Jahr fand die Übergabe pünktlich, unaufgeregt und in freundlicher Atmosphäre statt. Es gab keine Probleme und nach ca. 5 Minuten war alles erledigt. Da kam auch schon Johan von der Aloegrove Safari Lodge, um uns abzuholen. Das Wiedersehen war wieder sehr herzlich. Er war ja inzwischen ein paar Tage im Februar bei uns in Bayern zu Besuch gewesen. Es war sein erster Reise nach Europa. Dort hatte er seine erste Begegnung mit dem „Element“ Schnee. Das Ziel seiner Reise war allerdings die Jagdmesse in Salzburg, da Aloegrove auch eine Jagdfarm ist. Vor dem eigentlichem Tor zu Aloegrove war schon eine große Wasserpfütze. Diese sollte aber nicht die einzige sein und bleiben, die wir auf der Lodge vorgefunden haben. Gäste mit einem normalen Kleinwagen hatten schon einige Schwierigketen diese „Wasserlöcher“ zu durchfahren. Aloegrove
Oben angekommen waren wir wieder total begeistert von den Rundumblick und den Blick auf den Waterberg.
Mike wurde mit einem Erdinger Weißbier begrüßt. Ja, so etwas gibt es bei „Spar“ in OTJIWARONGO zu kaufen! Leider war die Köchin Yvette, die wir von alle andere Male kennen und schätzen gelernt hatten nicht mehr da, sie fehlte uns schon gleich am Anfang unseres Aufenthalts. Diesmal bekamen wir Haus 2 und richteten uns schnell ein. Dann ging es hoch zur Lodge. Mein Blick fiel ja sofort auf das Löwengehege und ich war gespannt ob ich sie schon von hier oben sehen würde.
Man konnte von Oben schon klar erkennen, dass die Wanderwege, die wir in den vorigen Jahren genutzt hatten, ganz schön voller Match waren und unter Wasser standen. Ein wenig später traf dann das Paar aus Köln ein, das wir ja schon in OKAUKUEJO getroffen hatten. Hier konnte ihr Wunsch nach Löwen sicher gestellt werden. Mike lief mit den Beiden über Stock und Stein runter zum Löwengehege, um ihnen einen kleinen Vorgeschmack auf das zu geben, was sie später noch hautnah erleben sollten. Sie war auf Strassflipflops unterwegs, das „ideale“ Schuhwerk für Afrika. Etwas später machten die Beiden dann unter der Führung von Johan ein „Catfeeding“ . Sie waren total begeistert, es hat schon was , so nah bei der Fütterung zuzusehen. Besonders dann, wenn man letztendlich bei der Geparden-fütterung mit ins Gehege darf und das Tier sich auch noch streicheln lässt. Wir machten noch einen kleinen Spaziergang und trafen uns dann zum Abendessen.
Samstag, den 23.05.2011
Beim Frühstück, große Aufregung. Die Kölnerin vermisste plötzlich ihre Zigaretten und ihr billiges Feuerzeug. Es wurden Verdächtigungen ausgesprochen. Letztendlich fand sie die „verlorenen Gegenstände“ in ihrer Jackentasche. Peinlich, auch kein Wort des Bedauerns!!! Nun ja, so ist das. Schade. Johan fuhr uns zum Wasserloch F. Unglaublich hier war durch den vielen Regen ein verhältnismäßig großer See entstanden. Dort angekommen, bemerkten wir eine Spur von einem frei herumlaufenden Leopard. Leopardenspur
Nach der Rückkehr bestätigte Johan das Erlebte. Er hat nicht nur wilde Geparden, die vom CCF mal rüber kommen; nein auch ein wilder Leopard ist auf seinem Gelände. Mike sah einen Schwarzbrustschlangenadler mit einer Schlange im Schnabel wie er vorbeiflog. Abends traf eine sehr lustige Familie mit zwei Kindern aus Windhoek ein. Es waren ja Osterferien und sie wollten in den CAPRIVI fahren. Sie hatten eine sehr sinnvolle Beschäftigung für den 10-jährigen Sohn und der 13-jährigen Tochter. An jedem Abend musste die Beiden aufschreiben und zeichnen was sie am Tag alles erlebt hatten. Es war schon sehr schön zu sehen, welche zeichnerische Fähigkeiten sie an den Tag legten. Wir Erwachsenen hatten uns auch viel zu erzählen und so ging wieder ein schöner Abend zu Ende.
Sonntag, den 24.04.2011
Heute zu Ostern waren im Zimmer Ostereier versteckt. Nicht alle Gäste hatten diese Überraschung bemerkt. Nachdem Frühstück hatten wir noch viel Spaß mit der netten Familie, die dann leider weiterfuhr. Auch hier wurden Adressen ausgetauscht, weil unsere Männer dem gleichen Hobby (Beobachten und das Fotografieren von Vögeln) nachgehen.
Wir beschlossen dann einen Gamedrive mit dem 4x4 zu machen, den wir von Johan zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Fast kein Problem. Dennoch mussten wir einige Regeln beachten. Nicht in Wege einzufahren, wo die Büsche soweit auf den Weg hineinragten, dass die Gefahr bestand, dass der Wagen verkratzt wird. Das Verlassen der Wege war nicht gestattet, da die Gefahr eines „Platten“ sich damit deutlich erhöhte. Auch durften die riesigen Wasserpfützen nicht umfahren werden. Einige Bereiche durften wir nicht befahren, da sie sehr stark unter wasser standen. Nun gut, wir hatten keinen Platten und festgefahren haben wir uns auch nicht. Wir sahen eine Reihe von Tieren, die stark humpelten. Sie litten an Hufrehe, die durch anhaltende Nässe hervorgerufen wurde. Bei dieser Krankheit faulen letztendlich die Hufe regelrecht weg, es sei denn sie werden Opfer eines Raubtieres oder zur Erlösung gejagt. Auf Aloegrove gibt es auch Bless- und Buntböcke sowie Blessbock Buntebock
Weißschwanzgnus
Diese Tiere stammen ursprünglich aus SA. Letztere sind deshalb so schön zu beobachten, da sie die „Clowns“ unter den Gnus sind. Wir entdeckten wieder den einzelnen Bulle, der tänzelnd und stampfend sein Revier verteidigte.
Wir konnten nicht genug davon kriegen ihm bei seinem Verhalten zu beobachten. Mit der richtigen Distanz erreichten wir, dass er nicht floh. Ich entdeckte auf einmal ein Pferd
unter den Wildtieren, das sonst auf der Farm lebt. Dies schien sich aber unter den Weißschwanzgnus und den Blessböcke sehr wohl zu fühlen.
Montag, den 25.04.2011
Wir sattelten wieder unseren 4x4 und fuhren zuerst mal zu „Leah“, der Gepardin. Sie kam sofort angerannt, da das Motorengeräusch für sie immer mit Fressen in Verbindung gebracht wird. Nachdem wir sie ein wenig geknuddelt hatten, sie auch dankbar schnurrte, fuhren wir weiter am Löwen- und Leopardengehege vorbei in Richtung Wasserloch. Von den anderen Katzen ließ sich aber keiner blicken. Bei Waterhole „F“ zeigten sich wieder die Geier. Als wir unsere Fahrt dann fortsetzten, schlängelte sich auf einmal eine Zebraschlange über den Weg! Wir waren so begeistert, das all unsere Fotokameras zu spät zum Einsatz kamen. Endlich sahen wir eine Schlange und wir waren zu langsam! Zurück zum Waterhole „F“ zeigten sich wieder einige Geier diesmal waren es Weißrückengeier am Wasser und auch noch einige auf den Bäumen.
Da wir diese Vögel regelmäßig dort antrafen, taufte Mike dieses Wasserloch um im „Geierlake“. Nachmittags saßen wir auf unserem Lieblingsplatz und tranken unseren Sundowner, da brüllten die beiden Löwen, das hat schon was. Diesmal habe ich den „Sound“ auf meiner Videokamera aufnehmen können. Wieder wurde ein Springbock mit der Hufrehe gefunden. Schlimm, was doch der Regen hier verursacht.
Dienstag, den 26.04.2011
Morgens als wir zum Frühstück gingen, kam uns ein unangenehmer „Geruch“ entgegen. Das kam vom Bakkie, wo der Springbock mit der Hufrehe gelegen hatte. Er war leider in der Nacht verendet. Es hatte in der Nacht wieder unverhältnismäßig viel geregnet, dennoch machten wir uns auf zum Wasserloch „F“ oder besser zum „Geierlake“. Wir mussten wieder unheimlich viele Schlamm- und Wasserlöcher durchqueren
die immer tiefer wurden. Aber wie hatte uns Johan gesagt, immer mitten durch, ja nicht am Rand durch die „Busches“ fahren. Wir besuchten wieder kurz die Gepardin, die Löwen waren nicht zu sehen, die kannten uns schon und wussten, dass wir kein Fleisch dabei hatten. Sehr schlau! Wir sichteten nun auch einen humpelnden Oryx, so ein Mist, dieser Regen. Nachmittags fuhren wir mit Johan zur Katzenfütterung. Es gab den frisch verendeten und zerteilten „frischen“ Springbok“. Die Gepardin rümpfte nur ihre Nase, da kann man sehr gut feststellen, das die sehr genau merken ob das Tier frisch gerissen ist oder verendet. Als dann die Dämmerung einbrach sahen wir einen Erdwolf
was für ein Glück! Diese Hyänenart ist nachtaktiv und man muss schon sehr viel Glück haben sie zu sehen. Bis dahin hatten wir noch keinen gesehen. Aber wir würden ihn nochmals viel deutlicher begegnen.
Zurück auf der Lodge tranken wir mit der Schwester und Schwager von Ivy einen Sundowner. Es wurden Chips und Dipps dazu gereicht. Wir hatten uns viel zu erzählen und der Abend war sehr lustig. Es stellte sich heraus, dass der Schwager eine Landscape Firma in Windhoek besitzt. Er war mit Pflanzen in Richtung Grenze von Angola unterwegs. Dort musste er die Bepflanzung an einem neu errichteten Hotel vornehmen, das sich in Chinesischer Hand befindet. Und wieder regnete es ununterbrochen, so dass wir schon den Sonnenschirm als Regenschirm benutzen mussten, um trockenen Fußes zu unserem Haus zu kommen.
Mittwoch, den 27.04.2011
Wir fuhren wieder zum Waterhole „F“ wo sich wieder die Geier versammelt hatten und auch das Weißschwanzgnu enttäuschte uns nicht. Die Afrikanische Löffler flogen aber davon.
Danach ging es zu Waterhole „C“. Seit dem letzten Jahr ist eine Videoüberwachungsanlage beim Waterhole „C“ am Hochsitz angebracht. Somit kann man mit Hilfe des Fernsehers in der Lodge das Treiben der Tiere dort beobachten. Da man dem freilaufenden Leoparden auf die Spur kommen wollte, hatte man ein totes Warzenschwein an einen Baum gebunden. Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Wie wir vor Ort feststellen konnten wurde der Kadaver lediglich von Schabrackenschakale „heimgesucht“. Nachdem wir dann zurück waren, beschlossen wir doch einen Fußweg zu den jeweiligen Cats zu machen .
die Gepardin kam sofort, die Löwen ließen sich nicht blicken, somit versuchten wir es erst gar nicht beim Leoparden, der auch noch sehr scheu ist. Dann beschlossen wir in Richtung Pferd zu gehen. Es fühlte sich offensichtlich sehr wohl unter all den Wildtieren. Vor lauter schauen rutschte ich aus, was natürlich für die Nachwelt sofort festgehalten wurde.
Nun hatte Mike eine gefallene Frau!!!
Das Pferd ließ mich, weil ich mich sehr vorsichtig näherte, schon sehr nah an sich ran und ich konnte es letztendlich unter dem Protest der in gebührenden Entfernung stehenden und schnaubenden Weißschwanzgnus, auch streicheln. Als ich dies dann Johan berichtete, meinte er, ich hätte es einfangen sollen, weil es seinen Arbeitern bisher nicht geglückt war. Das Pferd sollte ja auf der Farm sich um den Schutz der Ziegen kümmern. Die freilaufende Geparden würden sich dann dort fernhalten? PFERD
Zurück auf der Lodge, war der Schwager von seiner Mission an der angolanischen Grenze schon wieder zurück. Er erzählte voller Entrüstung, dass er bei der Road Control aufgehalten worden war weil er angeblich zu schnell unterwegs war. Nach einigem hin und her musste er schließlich statt 2.000,00 N$ nur 700,00 N$ zahlen. Eine offizielle Quittung hat er darüber nicht erhalten. Bei Einspruch wäre der Fall vor einem Gericht an der Grenze verhandelt worden. Diese langen Wege möchte keiner unbedingt auf sich nehmen (Zeit und Geld). Deshalb wird im Zweifelsfall gezahlt. Über diese Willkür wurde uns im Roys Rest Camp auch schon von einem Einheimischen berichtet. Pünktlich und rechtzeitig hatten per E-Mail Hanne und Werner uns Ostergrüßen zu kommen lassen. Heute bekamen wir die E-Mail ausgehändigt. Wohl ein wenig spät! Dennoch haben wir uns sehr darüber gefreut . Wir machten mit Johan und seinem Schwager einen Gamedrive und sahen am Waterhole „F“ ca. 30 Geier, nun hatte das Wasserloch endgültig seinen alten Namen eingebüßt Ab sofort wurde nur noch vom „Geierlake“ gesprochen. Kapgeier
Die 16 Jährige Tochter des Lodgebesitzers machte sich wieder in der Küche nützlich, sie war verantwortlich für die Kuchen und die Süßspeisen, die ihr auch immer sehr gut gelangen. Wir saßen noch gemütlich zusammen und sprachen unter anderem auch über Eigenarten von Worten in den unterschiedlichen Sprachen. Mike erwähnte den „Eierschalensollbruchstellenverursacher“ den Johan ja bei seinem Besuch bei uns in Februar mit mäßigen Erfolg selbst ausprobiert hatte. Ein ähnliches „Gerät“ war auch dort in der Küche vorhanden. Um es auszuprobieren, bestellten wir gegen unsere normale Gewohnheit für den nächsten Morgen kein Omelett, sondern gekochte Eier. Wir wollten das Gerät einfach mal ausprobieren.
Donnerstag, den 28.04.2011
Das Frühstück war ausgesprochen lebendig. Jeder hatte ein gekochtes Ei vor sich und probierten das Ei mit dem „namibischen Sollbruchstellenverursacher“ zu öffnen. Da waren plötzlich alle wie kleine Kinder und hatten einen großen Spaß. Heute war unserer Game Drive nicht sehr ergiebig, eben weil es wieder lang und anhaltend viel geregnet hatte und die Pads nur noch als Wasserdurchfahrten zu erkennen waren. Wo die Pads trocken waren und die Sonne sie ein wenig erwärmt hatte, lagen die Oryx, Springböcke und sonstige Huftiere drauf, um sich ein wenig zu wärmen. Man muss wirklich sagen, das dieser ewige Regen, nicht nur den Tieren zu schaffen machte. Abends machten wir einen Game Drive mit Ivy und ihrer Tochter. Dabei entdeckten wir auch die Herde Hartebeest, die wir seit unserer Ankunft bisher noch nicht gesehen hatten. Es war aber schon zu dunkel, um brauchbare Fotos zu machen. Dann fing es wieder an zu donnern und zu blitzen. Als wir dann wieder beim Sundowner saßen kam Johan und berichtete, dass seine Mutter auf den Weg der Besserung sei. Wir freuten uns sehr darüber, hatten wir in der Vergangenheit doch schon öfter nette Stunden mit den Eltern verbracht. Der Abend endete wieder mal mit einem Gewitter.
Freitag, den 29.04.2011
Ich muss es leider wiederholen, es regnete wieder mal die ganze Nacht, es schüttete wie aus Kübeln. Heute war ja die Hochzeit in England angesagt. Also wurde die Videoüber-wachungsanlage ausgestellt und der Fernseher eingeschaltet. Dies Ereignis musste ich mir schon gönnen. Tatsächlich, war dies Ereignis auch in Afrika zu sehen. Wie dann der Herzschmerz rum war, fuhren wir mit Johan zum Cattle-Teil von seiner Lodge. Wir fanden ein Kudukuh, die sich im Zaun verheddert hatte. Ihr war schon nicht mehr zu helfen, leider. Es war kurz nach 16 Uhr, also noch richtig hell, als uns plötzlich der Atem stockte, da lag am Rand ein Erdwolf,
der genauso verdattert drein schaute wie wir. Ich stand auf , er blieb liegen und lies sich filmen. Er schaute immer mal hoch und duckte sich dann wieder, nach dem Motto, „dann sehen die mich nicht“. Mike war schon ausgestiegen und näherte sich dem Erdwolf, so was seltenes, muss festgehalten werden. Als Mike dann den Erdwolf zu nah kam, entschloss er sich dann doch wegzulaufen, aber diese Bilder sind wirklich der Knaller. Erdwolf
Sogar Johan hatte so häufig auch noch nicht einen Erdwolf gesehen. Auf dem Heimweg sahen wir am Geierlake noch einige G.... und einige Giraffen waren am Horizont zu sehen.
Giraffe
Für einen Sundowner machten wir einen kurzen Stopp beim Vater von Johan, der zur Zeit Strohwitwer war. Wir hatten das Gefühl, dass er sich über unseren Besuch gefreut hatte.
Fortsetzung folgt.
Teil 1105. Juni 2011
Samstag, den 30.04.2011
Nachts wieder Gewitter. Regen wie aus Kübeln. Plötzlich ein ohrenbetäubender Schlag so, als ob die Welt unterging. Wir vermuteten sofort, da ist bestimmt der Strom ausgefallen und tatsächlich, es ging gar nichts mehr. Stromausfall auf ganzer Linie bis nach OTJIWARONGO. Nachdem in der Küche auch mit Gas gekocht werden kann, mussten wir beim Frühstück auf nichts verzichten!
Im Laufe des Nachmittags bekamen wir mit, wie Johan über „Funk“ mit Jemanden sprach. Die Person am anderen Ende schien genervt und schrie so laut in das Gerät, sodass es selbst für Umstehende sehr gut zu hören war. Das mussten die Leute sein, die ein Tag später als angekündigt kamen, da sie nach eigenen Angaben einen Autounfall hatten! Nach einiger Zeit kam ein Camper auf den Parkplatz gefahren, es stiegen 2 Personen aus, die sehr aufgebracht waren. Sie standen mit ihrem Fahrzeug vor dem Tor der Lodge. Immer wenn sie an der Sprechanlage die Toröffnung forderten, wurde das Tor geöffnet. Da vor dem Gate eine größere Pfütze war dauerte es etwas zu lang bis sie ihr Auto erreichten. So ging das Tor nach entsprechender Zeit wieder zu. Das war also der Grund für das Geschrei, was wir schon gehört hatten. Für uns schwer nachvollziehbar, weil dieses automatische Tor lange genug aufsteht, so dass ein oder mehrere Fahrzeuge ohne Eile durchfahren können. Des Rätsels Lösung, er hatte weit vor der Wasserpfütze geparkt und bis er dann wieder zu seinem Fahrzeug geschlappt war, ging das Tor wieder zu. Dies wurde vom Vater von Johan bestätigt, der mit seinem Fahrzeug direkt hinter dem Camper stand und amüsiert den Vorgang beobachtet hatte. Nachdem der Gast sich ein wenig beruhigt hatte, fragte er uns: „... ist das der Waterberg...?“ Hehhh, der war ja wirklich nicht zu übersehen. Waterberg
Wir erklärten und zeigten ihm den kleinen und großen Waterberg. Dann kam schon die nächste Frage: „... was sind das denn alles für dunkle Flecken (Schatten der Wolken) dort im Gelände ...“, da konnte Mike sich nicht mehr halten und meinte: „ ... das sind die Ölfelder ...“. Als ob das noch nicht genug war, fing seine Frau an: „ ...wir waren heute in „Tsumek“ ... “ gemeint war TSUMEB, was ja mal vorkommen kann, das ein Name einer Stadt nicht richtig wiedergegeben wird. Dann ging es aber weiter, „ ... im ganzen Ort waren nur Schwarze ... . Arbeiten die denn überhaupt nicht? Was machen denn die alle da, ja wo haben die denn alle das Geld her?... “ Ich antwortete daraufhin: „ ...es ist Monatsende und außerdem Samstag ... “ Ich habe gedacht ich platze vor Lachen. Mike meinte nur: „ ... stellen sie sich vor, am Samstag und Ende des Monats finden sie in Düsseldorf (sie kamen aus der Umgebung) ausschließlich lauter Weiße ...“. Ich fragte, um dem Gespräch eine Wendung zu geben: „ ... was haben Sie denn an ihren Arm gemacht ... ?“ Da stellte sich heraus, er war im“ Naukluft“ beim Spaziergang mit den Crogs, die er immer noch trug, gestürzt. Dabei hatte er sich einen Arm gebrochen und musste für zwei Tage ins Krankenhaus. Ich fragte ihn daraufhin: „ ... dann war das ja kein Autounfall, oder? ... “ Er sagte dann daraufhin: „... Nein, beim Auto war lediglich der Reservetank locker. ...“ Naja, was für ein Pech. Abends hatten wir einen großen Tisch mit den Besitzer und der Familie aus OTJIWARONGO. Die „Hummeldumms“, wie wir sie inzwischen nannten, erschienen zum Abendessen. Er hielt seinen Gipsarm und lobte ununterbrochen die Hilfsbereitschaft der Namibier. Nach einer Weile kam er dann mit der Bitte heraus, ob jemand in der Lage ist seinen Gips zu kürzen, weil der ihn irgendwie störte. Wir versuchten es ihm auszureden, weil darin besteht ja ein Risiko für beiden Seiten. Johan beruhigte ihn und meinte: „... ich fahre nachher zu der Farm und schaue mal ob ich eine passende Flex finde ... .“ Ich dachte, ich höre nicht richtig, eine Flex? Nun das „Genöle“ am Tisch hörte daraufhin wenigstens eine Zeit lang auf. Wir sprachen über die verrschiedene Sprachen, über einige sehr lange Wörter, die in Deutschland dennoch eine Bedeutung haben, Mike gab ein Beispiel, Eierschalensollbruchstellenverursacher, unser Hummeldumm gleich „ das Wort gibt es nicht !“ Mike sollte mal den Namen von dem Vulkan sagen der im letztem Jahr auf Island ausgebrochen war. ? Das verstand nun Keiner ! „Herr „Hummeldumm“ stellte zwar immer wieder seine Geschichte so dar, als ob er einen Autounfall hatte. Egal, als dann Johan zur Farm fuhr, um ein passendes Werkzeug zu holen, meinte Herr „Hummeldumm“: „... ich werde das dann filmen! Johan soll mir den Vorgang für meine Versicherung dann einfach bescheinigen. ...“ Bis dahin hatte ich ja wenig dazu gesagt, dann sagte ich aber: „...Morgen haben sie die Gelegenheit in OTJIWARONGO, wo sie ja noch durchfahren, im Krankenhaus die von ihnen gewünschte Kürzung des Gips durch einen Arzt vornehmen zu lassen, die haben ja auch das passende Werkzeug dafür ...“. Er reagierte daraufhin voll sauer. Seine Frau ging ins Bett und als der Johan ohne Flex kam, ging er dann auch mal schlafen. Wir saßen noch etwas zusammen und wunderten uns schon, mit welchen Wünschen die Lodgebesitzer so alles konfrontiert werden.
01.05.2011 Zum Frühstück erschienen unsere „Hummeldumms“! Kein Wort mehr über sein Gipsarm. Sie ließen ihr Fahrzeug von dem Personal der Lodge waschen. Die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme darf bezweifelt werden, denn auf dem Rückweg mussten sie alle die Wasserpfützen wieder passieren, die auf dem Hinweg ihr Auto so verschmutzt hatten. Gut, dass das Tor beim Herausfahren einem ohne Probleme passieren läßt. Nachdem sie gefahren waren wurden bei uns noch Wetten abgeschlossen, ob sie die Dienste des Krankenhaus in Anspruch nehmen werden. Da sie ursprünglich aus dem Ländle kamen waren wir uns sicher, dass sie nie das Krankenhaus ansteuern werden, weil das kostet ja was! Etwas später saßen wir auf dem Balkon von Haus 5, wo wir wieder einige schöne Vögel mit der Kamera einfangen konnten. Namibschnäpper
Weißflankenbatis
Elfenastrild
Dann machten wir wieder unseren Gamedrive und sahen den Rotschnabelfrankolin
Auch die Damaradikdiks waren wieder zu sehen Damaradikdik
Kaphase Wieder Zurück auf der Lodge entdeckte Mike eine Schlange. Buschschlange
Buschschlange
Buschschlange
In Gegensatz zu der Boomslang ist diese nicht giftig.Man muss sie erstmal entdecken.
Ein toller Sundown hatten wir wiedermal Sundown
Fortsetzung folgt:
Teil 1207. Juni 2011
Montag, den 02.05.2011
Obwohl sich seit unserer Ankunft auf Aloegrove die Situation nicht verändert hat, teilte uns Johan kurzfristig vor der Abreise mit, dass er diesmal nicht wie sonst uns nach Windhoek fahren könnte. Er hätte aber eine Transfer Firma, die uns fahren würde. Die hatte ich aber auch für so ein Fall schon in meiner Mailbox abgespeichert. Also setzte ich mich vor dem Frühstück hin, um aus meiner Yahoo - Mailbox im Internet, die entsprechende Firma rauszuholen. Dies gelang mir leider nicht! Etwas später las ich dann, dass Yahoo ein Problem hatte und bemüht, war den Fehler so schnell wie möglich zu beheben! Wir machten uns wieder auf zum „Geierlake, es waren immer weniger Pads, die wir durch den vielen Regen befahren konnten. Auf dem Weg da hin, was war das denn? Mike hielt an und meinte das ist ein Schuppentier! Steppenschuppentier
Steppenschuppentier
So etwas hatte ich noch nie gesehen, geschweige in freier Natur! Kamera und Video wurden gezückt. Das Tier fühlte sich absolut in seinem Verhalten von uns nicht gestört. Es galt nach dem Motto, wenn es kein Vogel ist, dann habe ich Vorrang mit meiner Filmkamera. Danach konnte dann Mike mit seinem Fotoapparat schalten, wie er wollte. Es war schon Klasse, wie dieses Tier, da auf seine Hinterbeinen herumstampfte ähnlich wie ein Ritter in seiner Rüstung bzw. wie ein Roboter. Es sind ja auch Termitenfresser so wie der Erdwolf und das Erdferkel. Steppenschuppentiere sind in der Regel nachtaktive Bodenbewohner. Wir nehmen an, dass der viele Regen es gezwungen hat tagsüber einen Ortswechsel vorzunehmen. Wenn sich ein Gürteltier bedroht fühlt, rollt es sich ein, um sich mit seinen Schuppen zu schützen. Deswegen hatten wir ein wenig Bedenken, weil es auf dem Weg zum Elektrozaun war, was dem bestimmt schlecht bekommen würde. Irgendwann fuhren wir dann weiter bis zum Geierlake, da entdeckten wir neben vielen Geiern auch einen Steppenfalken. Steppenfalke
Auf unserer weiteren Fahrt entdeckten wir einige sehr junge Giraffen und die Erwachsenen waren auch sehr ruhig und ließen uns die Kleine schön im Bild festhalten. Der kleine Giraffenhengst war bestimmt nicht größer als 2,50 m. kleine Giraffe
Als wir zurück auf der Lodge waren, wandte sich Mike mit seiner Kamera allen möglichen Tieren zu. Halsband-Zwergfalke
Heuschrecke
Tigereidechse
und ich versuchte nochmals in meine Yahoo - Mailbox zu kommen, leider wieder ohne Erfolg. Es waren inzwischen Schweizer eingetroffen, sie fragten uns, ob wir schon beim CCF gewesen waren und ob es uns dort gefallen habe. Das ist immer so eine Sache. Wir waren persönlich nicht so begeistert, dennoch sagten wir, sie sollten es sich doch einmal anschauen, um sich selbst einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Das wollten sie dann Morgen auch so machen. Sie saßen derweil mit Mike beim Sundowner und beschlossen, wir sitzen beim Abendessen zusammen. Nachdem schon alle Tische gedeckt waren, wurde dennoch der Wunsch erfüllt. Auch hier waren wir wieder begeistert, wieder so nette Schweizer zu treffen, die auch schon sehr viel in der Welt herumgekommen waren. Wir hatten einen wundeschönen Abend. Etwas später bekam ich von Horst Kock, dem Besitzer der Ndhovu Lodge, eine SMS. Er wollte am Mittwoch nach Windhoek fahren, und wenn wir an der B1 auf ihn warten würden, wollte er unsere Stirnlampe, die wir ja dort vergessen hatten, mitbringen. Wir konnten es kaum fassen!!! Das nenne ich Service.
Dienstag, den 03.05.2011
Da noch einige Feiertage anstanden, wollte ich noch einige Kleinigkeiten besorgen. Da Ivy, die Frau von Johan nach OTJIWARONGO fuhr, konnte ich mich problemlos ihr anschließen. Hier sollte meine Postsparcard nochmals zum Einsatz kommen, weil ich inzwischen den ungefähren neuen Transferpreis kannte! Der mir aber sehr hoch erschien. So fuhr ich mit Ivy und Tochter nach OTJIWARONGO. Immer wieder versuchte ich zwischendurch in meine Mailbox zu kommen, stets ohne Erfolg. Da musste jetzt eine andere Lösung her. Ich hatte einige Handynummern notiert, unter anderem auch die von Joerg aus dem Forum. Dem schickte ich eine SMS. Die Antwort kam prompt.Weil er in Rundu war,gab er mir mehrere Handynummern. Ich schrieb daraufhin wieder einige sms aber bekam keine Antwort. Dennoch Joerg nochmals lieben Dank für Deine Hilfe. Da blieb nur ein Ausweg offen. Es war der letzter Tag, dass ich den Ernst, der uns schon bei der Reisevorbereitung und der Reise selber vorbildlich geholfen hatte, erreichen konnte, da er selbst verreisen wollte. Ich schickte ihm eine SMS und tatsächlich wurde uns wieder geholfen. Er organisierte einen Transfer, der um einiges billiger war, als das was uns Johan vorgeschlagen hatte. So, nun war das Problem auch gelöst.
Samstag 07.05.2011 um 12 Uhr vor dem „Kaffee Carstensen“ sollte die Rückreise starten. Leider mussten wir dadurch einige Treffen in Windhoek absagen, weil unsere ursprüngliche Ankunft (mittags) dadurch ja weit nach hinten verschoben hatte. Das steht für uns auf alle Fälle fest, wenn wir nochmals in Namibia sind, dann wird das Auto bis zum Schluss behalten, um solche Abhängigkeiten zu vermeiden! Schade um alle die, die wir in Windhoek besuchen wollten. Es gibt bestimmt aber ein nächstes Mal.
In OTJIWARONGO klappte es wieder mit der Postsparcard. Ich bekam nur 1000,00 N$ aber eine Wiederholung ließ der ATM dann doch zu. Ich ließ mich beim MTC-Store absetzen. Ich wurde von Ivy gefragt, ob mir das nichts ausmachen würde, weil es dort ja nur Schwarze gibt! Ich fand es sogar ganz interessant, ich kam auch mit einigen ins Gespräch. Das, was nervt, ist die relativ lange Wartezeit. Wir sammelten noch einen Arbeiter ein, der dann hinten auf der Ladefläche bei den Einkäufen sitzen musste? Zurück auf der Lodge erfuhren wir das die Schweizer eine Catfeeding machten und waren wie so vielen vor ihnen sehr beeindruckt. Wir ließen bei einem Sundowner und ein geselliges Abendessen den schönen Tag ausklingen.
Mittwoch, den 04.05.2011
Zum Frühstück erschienen die Schweizer und siehe da, Sie hatte sich beim Game Drive erkältet. Das will keiner glauben, am Tag ist es sehr warm, dann gegen Abend, wenn die Game Drives gemacht werden, setzt dann die Kälte (Frische) ein. Viele Leute sitzen mit kurzen Hosen und nur einem Shirt auf dem offenen Fahrzeug unterschätzen die „Gefahr“. Entsprechende Warnungen werden häufig in den Wind geschlagen nach dem Motto „... wir waren schon so oft in Namibia ...“ oder „... das ist nicht unser erster Game Drive ...“. Diese Ausreden gelten aber nicht für unser nettes Schweizer Paar. Trotzdem hatte sie sich erkältet. Es wurden Tabletten herumgereicht in der Hoffnung, dass sie helfen würden. Sie fuhren dann weiter, nicht ohne mit uns Adressen ausgetauscht zu haben. Wir sollten uns schneller wiedersehen als gedacht.
Wir hatten ja ein „Termin“ an der B1 mit Horst Kock. Wir fuhren gemütlich los, diese Fahrt ist ja immer wie ein kleiner Game Drive (einfach 18 Km). Wir sahen einige Wasserböcke, Kudu
Oryx und die zweite Gruppe Weißschwanzgnus, die sich sehr nah am Pferd aufhielten. Es flitzte mit einem Affenzahn einen Waran über den Pad, und verschwand schnell im Dickicht. Pünktlich, wie soll es auch anders sein, trafen wir fast zeitgleich mit Horst an der B1 ein. Ich habe es gerade noch auf mein Video, wie sich die Beiden gegenseitig loben, wie pünktlich sie doch sind! Es gibt Wertvolleres als die Stirnlampe, aber die Geste zeigt die Einstellung eines Lodgebesitzers zu seinen Gästen!
Als wir wieder zurückkamen, wurde uns gesagt, es kommen heute Abend einige Belgier zum Braai. Klasse,ein Braai den mag ich ja sehr gern. Als die Belgier dann eintrafen, sie sich untereinander unterhielten, sagte ich: „... das sind ja Holländer! ...“. Dann hörte ich, wie Johan sagte: „... das ist doch dasselbe ...“. Darauf antwortete ich: „... Na, ja, ich sage doch auch nicht Namibier und Südafrikaner sind dasselbe, nur weil sie aus der gleichen Ecke aus Afrika kommen ...“. Wir kamen schnell mit den Holländern ins Gespräch. Wie sich dann herausstellte, kamen einige aus dem Nachbarort, wo ich groß geworden bin. Ist ja wirklich der Hammer, soweit weg und dann doch irgendwie so nah. Es war ein supergeselliger Abend, diese Gruppe war unter der Leitung von einem Holländer unterwegs, der für das holländische Außenministerium schon einige Projekte in Afrika bearbeitet hatte. Als Mike ihnen das Kreuz des Südens
zeigte, konnten sie absolut mit dem Sternbild nichts anfangen. Da stellt sich dann wieder heraus, dass es Leute gibt, die bereit sind viel für eine Reise zu bezahlen, aber nicht bereit sind sich mit dem Land im vornherein zu beschäftigen. Auf einmal kam Johan an und fragte uns, ob wir wussten, wem diese Fototasche wohl gehören würde? Ach Du Schreck, die gehörte der Gaby, der Schweizerin, die auf dem Weg zur „Naunau Lodge“ waren. In der Tasche war noch ein Objektiv, das Ladegerät für die Kamera, etc. . Um der Kälte zu entkommen, ist sie gerstern nach dem Gamedrive vermutlich schnell vom Fahrzeug gesprungen und hatte dabei ihre Fototasche vergessen. Jetzt gingen die wilden Überlegungen los, wie die „Naunau Lodge“ zu erreichen ist. Da es bereits 21 Uhr war, konnten wir dort keinen mehr erreichen. Gaby musste diese Tasche bis jetzt wohl noch nicht vermisst haben, weil es von ihr keinen Anruf gab. Eine Option war, die holländische Gruppe könnte die Tasche mitnehmen, weil die ja am nächsten Morgen in diese Richtung wollten.
Donnerstag, den 05.05.2011
Johan hatte versprochen mit uns zum Damm zu fahren, da es dort viele Vögel geben sollte. Nach dem Frühstück wurde unsere Fahrt zum Damm gecancelled, weil die Schweizer würden wieder zurückkommen, um selbst die vergessene Fototasche abzuholen. Klasse das war ja sehr schön, wir freuten uns ja sehr auf dieses nicht geplante zweiten Treffen. Wir hielten uns ein wenig auf der Lodge auf und entdeckten immer wieder neue Tiere. An unserem Lieblingsplatz mit Blick auf den Waterberg gab es immer was zu sehen, allein schon diese ständig wechselnden Farben vom Waterberg. Auf einmal tat es einen Schlag und es flog ein Vogel an die Scheibe. Die Wucht war so groß das er gleich auch noch am Boden aufschlug. Es war ein
Buntastrild
Wir schauten besorgt nach ihm und ob er sich überhaupt noch bewegte. Tatsächlich war noch etwas Leben in diesem armen Geschöpf. Wir beschlossen hier sitzen zu bleiben, weil der war, ja nun eine leichte Beute für andere Tiere. Es dauerte aber ca. 30 Minuten bis der Buntastrild sich wieder ganz berappelt hatte. Dann flog er auf den nächsten Baum und wir konnten uns froh über den Ausgang wieder entfernen. Nach einiger Zeit trafen dann die Schweizer wieder ein, es gab ein großes Hallo. Gaby ging es gesundheitlich immer noch nicht besonders. So etwas braucht man ja wie ein Kropf am Hals, besonders im Urlaub. Wir wollten wieder unseren Game Drive machen als Thomas fragte, ob er mitfahren durfte, klar doch. Dann entschied er sich doch mit seinem über 4 Tonnen schweres Fahrzeug hinter uns her zu fahren. Was ihm dann ein wenig später fast zum Verhängnis wurde. Es war schon stock dunkel als er in einer matschigen tiefen und lang gestreckten Pfütze stecken blieb. Aber mit fahrerischem Geschick und etwas Glück konnte er sich aus eigener Kraft selbst befreien. Die Ausbeute der Fahrt war allerdings sehr gering. Bis auf die Herde Hartebeest und ein paar Vögel, die wir schon im Kasten hatten, wurde nichts gesichtet. Abends verabredeten wir uns wieder zum Essen und tauschten wieder Unmengen an Erlebnissen aus, auch dieser Abend war wieder sehr gesellig. Wie heißt es doch, wenn man eine Reise tut, hat man was zu erzählen… .
Freitag, den 06.05.2011 Nach dem Frühstück fuhren dann die Schweizer weiter, zur Kavita Lion Lodge, worum ich sie sehr beneidete. Wir waren dort im letzten Jahr und hoffen nochmals dort hinzukommen. Heute war dann ein Besuch auf den Waterberg angesagt. Wir hatten dieses ja immer schon vor. Die ganze Familie von Johan fuhr mit, die Kinder waren auch noch nie dort gewesen. Die Fahrt ging über OTJIWARONGO Richtung OKAKARARA. Diesem Bergmassiv immer näher zu kommen, ist wirklich ein Erlebnis. Waterberg
Das Camp war wie ausgestorben. Wir wählten den Mountainview, der wurde mir fast zum Verhängniss.
Nachdem es ja auch dort soviel geregnet hatte, war es sehr glitschig und ich ahnte schon Fürchterliches. Mike erhoffte sich dort einigen Schlangen zu sehen, wofür der Waterberg ja bekannt ist. Ich war froh, dass ich überhaupt diese große Steine meistern konnte. Die Kids und unsere Männer legten ein Zahn zu und wir, Ivy und ich, ließen es langsam angehen. Es kamen uns einige Leute entgegen, die hatten ganz oben gecampt und hatten sogar ein Büffel gesehen. Nachdem ich sah, wie die sich herunter quälten, meinte ich zu Ivy, wir bleiben mal besser hier und warten, bis die anderen zurückkommen. Der Abstieg war dann noch ätzender als der Aufstieg, wir rutschten zum Teil auf unserem Hintern runter. Auf einmal rutschte ich aus und lag wie einen Käfer auf dem Rücken, die Beine gegen den Berg gestreckt. Mike war sofort zur Stelle und wollte mir sofort hoch helfen. Es ist aber wie beim Skifahren, mann muss die Beine erst talwärts bringen, sonst geht gar nichts. Leicht dreckig und mit einigen leichten Blessuren erreichten wir das Restaurant. Da wurde sich erst ein wenig „restauriert“, danach ging es zum Lunch. Es war sehr frisch zubereitet und schmeckte sehr gut. Dieses Restaurant war früher eine deutsche Polizeistation gewesen Mike konnte seine Enttäuschung, dass er keine Schlangen und Vögel gesichtet hatte, kaum verbergen. Vielleicht klappt es ja bei einem anderen Besuch. Dann fahren wir aber auf das Plateau. Via OTJIWARONGO, wo noch ein wenig eingekauft wurde, ging es zurück zur Lodge. Leider musste ich packen, da es am nächsten Tag in Richtung WINDHOEK ging.
Samstag, den 07.05.2011 Als ob die Löwen es wussten, das wir abreisen, lagen sie ganz entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit oben am Zaun. Ich setzte mich noch ein wenig dazu und fühlte mich sehr traurig. Diese Löwen auf Aloegrove waren ja immer etwas besonders für mich. Auf einmal beobachtete ich, dass sie immer wieder gähnten, ich schaute einen Moment zu, dann nach oben, wo der Mike immer gähnte, was sie dann nachahmten. Scherzkeks!! Kurz vor 11 Uhr ging es via der Farm, wo wir noch einen Arbeiter hinten einluden, in Richtung Ausgang. Johan fuhr mit einer solchen hohen Geschwindigkeit, sodass er den Kuckuck, der auf dem Weg stand beinahe zusammengefahren hätte. Abgesehen davon, dass Mike ihn auch gerne fotografiert hätte. Unser Transfer nach WINDHOEK erwartete uns schon am „Kaffee Carstensen“. Kurze Verabschiedung, Umladen des Gepäcks und ab ging es zur „Etango Ranch“ direkt gegenüber dem Flughafen. Bei Carmen und Robert waren wir schon mal gewesen, wir fühlten uns dort nicht nur gut aufgehoben , es hat uns da insgesamt auch gut gefallen. Es war Samstag und auf der B1war wenig los. Unser Fahrer schaffte es beidhändig zu telefonieren, SMS zu schreiben, zu lesen und zu fahren. Der muss sich ja sicher sein, von der Polizei nicht erwischt zu werden, die Gebühren haben sich ja drastisch erhöht, egal. Auch schien er etwas müde zu sein, sodass Mike ihn immer wieder versucht, hat in ein Gespräch zu verwickeln. Mit einigen Zigarettenstopps für den Fahrer erreichten wir die Etango Ranch und fühlten uns gleich wohl. Es gab Kaffee und einen selbst gebackenen Bananenkuchen. Es blühten wunderschöne
Aloe weil sie dort sehr geschützt standen. Hinsichtlich der Vogelwelt kam Mike voll auf seine Kosten. Carmen und Robert machten uns auf einen Jungspecht aufmerksam, der ständig und jämmerlich nach seinen Eltern rief. Namaspecht im Baum
Bei Dämmerung wurde ein Feuer gemacht, wo wir dann mit einigen anderen Gästen unsere Urlaubserlebnisse austauschten. Auf einmal kam eine junge Frau auf mich zu und fragte mich: „... bist Du Cécile aus dem Namibia Forum? ...“ ich schaute schon ein wenig verdutzt drein, dann meinte sie, „... ich bin die Fleur ...“ auch aus dem Forum. Klasse, das war ja mal was. Wir hatten uns nicht abgesprochen und hatten uns gleich viel zu erzählen. Wir hatten ja alle vier soviel erlebt, das wir alle durcheinander versuchten alles auf einmal loszuwerden. Abends gab es herrliches Oryx und Springbockfleisch. Wir saßen danach noch am Feuer und erzählten noch einiges und ließen so den Tag ausklingen.
Sonntag, den 08.05.2011
Nachdem wir ja kein Auto mehr hatten, konnten wir uns den Tag noch ganz ruhig angehen lassen. Carmen erzählte von einem Fohlen, was sie bekommen hatten. Ich war natürlich voll begeistert und fragte, ob ich das Mal sehen konnte. Wir liefen los am Stier vorbei, der sah ja imposant aus mit seinem „Einhorn“. Dann mussten wir noch ewig laufen, um zu den Pferden zu kommen. Die genießen eine Freiheit fast wie ein Wildpferd, genial. Carmen stellte mir voller Stolz jedes einzelne Pferd vor und erzählte mir eine kleine Anekdote dazu, ich fand es einfach toll. Als wir wieder kamen, offerierte uns Carmen einen Platz im Garten ihrer Schwiegereltern, wo die Vogelbeobachtung viel Erfolg versprach. Rosenköpfchen Guineataube Gelbbauchgirlitz
Das Angebot nahmen wir dankend an. Die kleine Tochter, anfangs sehr schüchtern, begleitete uns und erzählte uns in einer Tour ihre kleine Erlebnisse, niedlich. Langsam trudelten dann die Air Berlingäste so nach und nach ein. Wie letztes Jahr waren hier ja, ca 25 Air Berlin Flieger! Robert ging während das Abendessen zu jedem einzeln hin und nahm die Zeit auf, wann er gedacht zu Frühstücken und zum Airport gebracht werden wollte danach saßen wir noch mit einigen am Feuer, obwohl es recht kalt wurde. Leider flog Air Berlin diesmal schon um 7 Uhr also entschieden wir uns für das 4 Uhr Frühstück…..
Montag, den 09.05.2011 Das Frühstück in aller Frühe wurde genauso liebevoll serviert, als wenn es morgens um 8 oder 9 Uhr gewesen wäre. Wir hatten Robert um den ersten Schuttel gebeten dadurch waren wir schön früh am Flughafen. Was das Einchecken, Security Control und so weiter ja alles viel einfacher machte. Ein wenig Wehmut kam schon wieder auf aber es trafen einige Fomies ein, da hatten wir dann wieder Gespräch und schon ging es in der Holzklasse, um nach Deutschland zu fliegen. Großer Singhabicht