I did it : Busrundreise durch Namibia !

Reisebericht 366 Antworten · 220k Aufrufe · gestartet 12. Mai 2011 von Champagner
Themenstarter8'684 Beiträge · seit 201029. Juni 2011 · #141
Freitag, 6.Mai 2011 – Fahrt zur Grootberg Lodge

Wie gesagt: wir dürfen ausschlafen (wobei ich eh keine Langschläferin bin), das Tor der Lodge werden wir um 9.30 Uhr hinter uns lassen. Wir sind aber schon seit 7 Uhr unterwegs – die Macht der Gewohnheit – und fotografieren ein bisschen.

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Die Gärtchen – neu angelegt, nicht kürzlich renoviert 😗 – sind hübsch, die Bepflanzung ist sehr unterschiedlich und in Kleingärtnermanier tauschen wir uns über "unser" Gemüse und die Blumen aus.

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Der Gärtner, den ich um Erlaubnis für ein Foto frage, will unbedingt strammstehen....😁

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Das Frühstück haut uns nicht um – zumal wir die Frühstückshallen recht ungemütlich finden. So kommt auch schnell der Spruch auf: Abfahrt um 9.15 Uhr auf Gleis 3.;)

Die Malaria-Prophylaxe wird diskutiert: Detlef und Andrea werfen schon – ohne uns was zu sagen, tztztz - seit gestern Abend Malarone ein, Herbert und Birgit nehmen meines Wissens nichts – oder tun es stillschweigend und beteiligen sich nicht an der repräsentativen Umfrage. Achim, Elke und das Töchterlein verweigern die Einnahme, weil sie wohl auf einer ihrer anderen Afrikareisen schlechte Erfahrungen in Richtung Dauer-Übelkeit gemacht haben.🤢
Meine Schwester fängt beim Frühstück mit der Prophylaxe an, Martin interessiert – so ist mein Eindruck - das Thema überhaupt nicht, entweder nimmt er heimlich was oder Malarone ist noch nicht bis in den Osten der Republik vorgedrungen *duck*....:P

Ich beschließe, die Kombination "Prophylaxe per Gin Tonic + Malarone als Stand-By" zu testen, mein Mann ebenso.

Nach dem Frühstück steht ein gaaaanz wichtiger Programmpunkt an: Shopping! 😄 Der kleine Souvenirladen gefällt uns recht gut, Birgit findet endlich "a Bluserl", was genau genommen ein Safarihemd mit dem Schriftzug der Damara Mopane Lodge ist, diverse Halskettchen und Armbänder wechseln den Besitzer, man hat endlich mal Zeit, sich in Ruhe umzuschauen.

Und dann geht’s weiter. Alle gut geschlafen? Jaaaa! Alle gut gefrühstückt? Naja.....🤔

Die Strecke führt uns nach Kamanjab, dort müssen wir dringend tanken und gegenüber gibt es eine öffentliche Toilette mit Duschen. Wir Damen begutachten das Ganze und beschließen, dass wir uns auf die Toiletten beschränken werden 🤢 – dort ist Teamwork angesagt, weil die eine Tür ständig nach außen aufgeht.

Danach geht’s noch in den Tanke-Shop – und die Augen meines Mannes leuchten auf. Das ist ja beinahe ein kleiner Baumarkt! 🙄

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Spaten, Mausefallen, alles was das (Männer)Herz begehrt! Das Frauenherz entdeckt eine wunderschöne Giraffe, so eine mit mattfarbenem Körper, bei der das Muster eingebrannt ist. Aber sogar ich muss sagen, dass sie eine Nummer zu groß ist. Schweren Herzens lasse ich sie im Laden stehen – zumal ich mir ja geschworen hatte, erst dann eine (richtig große – die Babygiraffe aus Helmeringshausen zählt natürlich nicht) Holzgiraffe anzuschaffen, wenn ich eine in Echt gesehen habe.

Zurück am Bus die böse Überraschung – die Kiste will nicht mehr anspringen! 😮 Es hätte uns ja auch gewundert, wenn wir bei diesen Bedingungen ohne Probleme durchgekommen wären. Aber wir haben ja Achim!;) Endlich kann er mal aktiv werden und seine Energien in sinnvolle Bahnen lenken (habe ich schon erzählt, dass er ständig am Aufstehen, Hinsetzen, Aus- und Wiedereinsteigen, Fotografieren, Quatschen ist?).:P

Während Tulivu den Anlasser betätigt, bedient Achim die manuelle Benzinpumpe – der Tank war nämlich so leergefahren, dass auch in den Leitungen Luft war. Plötzlich springt der Motor auch wieder an – und Achim hat sein Erfolgserlebnis! Unser Retter!!😂

Weiter geht’s Richtung Grootbergpass und gleich nach Kamanjab wird die Strecke wieder extrem schlecht, Wasser, Wasser, Wasser. Mit allen seinen Begleiterscheinungen.... 🤩 Wir kommen mal wieder sehr langsam voran.

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Trotzdem freuen wir uns über jedes afrikanische Tierchen (das sollte sich allerdings bei einigen von uns am Abend und in den beiden Nächten auf der Grootberg Lodge ändern!) – endlich erwische ich, wenn auch unscharf, mal eine Gabelracke, bevor sie aus meinem Bild herausfliegt.

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Dieses Kälbchen hat ganz lockiges Fell - süüüüß! Wann sieht man daheim schon mal so nette Kühe?

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Plötzlich meldet meine Schwester (mit nur halblauter Stimme - sie hat nämlich Angst, eine Fata Morgana oder das Werk ihrer geliebten Kulissenschieber zu sehen und nun zum Gespött der Truppe zu werden): Giraffen! Und tatsächlich: Auf halbzehn schauen zwei Köpfe aus dem dichten Bewuchs! Achtung Suchbild 😉


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Hee, anhalten, umdrehen, in die Tanke nach Kamanjab fahren, Giraffe kaufen – ich hab nun eine in Echt gesehen, ich darf jetzt....!!!

Nichts da, ich bleibe ganz ruhig und zücke nur meine Kamera – lebendige, freilebende Giraffen, gleich zwei Stück! Ist das nicht toll? Wir beobachten und fotografieren die Beiden eine Weile, dann kommt ein Fahrzeug aus der Gegenrichtung und gibt uns den Tipp, dass es ein Stück weiter noch mal Giraffen an der Straße hat. Neeeiiiin, bitte nicht weiterfahren, die sind sicher verschwunden, bis wir kommen....!!

Ich liebe diese Plüschohren , die Augen mit den beneidenswert langen Wimpern 😘 (was gäbe ich dafür!),die kleinen Hörner, die ja eine Art Geweih sind, die langen Beine (was gäbe ich dafür!) diesen Schwanz mit dem schwarzen Bommel (okay, auf den würd ich eventuell verzichen).

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Sie sind friedliche Tiere (serafe, arabisch = lieblich!), Vegetarier, leise und verständigen sich durch Infraschall über große Distanzen. Eigentlich das perfekte Haustier – wie kann ich nur meine Nachbarn davon überzeugen – schließlich steigen sie ja mir nichts dir nichts über läppische Zäune (also die Giraffen, nicht die Nachbarn, die sind alle Ü80) 😄 ??? Okay, aber wenn ich schon keine mitnehmen kann, möchte ich sie wenigstens noch eine Weile in Ruhe anschauen!

Pech gehabt- Tulivu gibt Gas, tschüss, war nett euch kennen gelernt zu haben – und in meinem nächsten Leben werde ich eine Giraffe! 🤪

Vier Fahrminuten später auf der linken Seite (wie praktisch, dass ich links sitze – Ihr erinnert euch an meine schlechten Eigenschaften beim Fotografieren?): 3 Tiere sind schon aus der Ferne zu erkennen!

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Diese drei Wesen sind immer wieder in Bewegung, schauen über die Straße



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und Tulivu zeigt uns den Grund: rechts befindet sich ein Giraffenbulle und will irgendwie über den Zaun und die Straße kommen.


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Tulivu bittet uns, ganz ganz ruhig zu sein, damit sich der Bulle vielleicht trotz unserer Anwesenheit traut. Er traut sich nicht! Aber wir können die vier Hübschen in Ruhe beobachten und fotografieren (und ich scheue mich auch nicht, nach rechts zu wechseln um den Bullen zu knipsen 😉 ).


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Damit der Stress für die Königskinder, die zusammen nicht konnten kommen, nicht noch größer wird, fahren wir weiter.

Okay, der Tag ist bereits um 12 Uhr gerettet – ich habe Giraffen gesehen - sechs Stück - alles Weitere ist Zugabe! 🙂

(Fortsetzung folgt – aber nicht mehr heute)
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2013
351 Beiträge · seit 201029. Juni 2011 · #142
Hi,

kuck mal Bele, das sind schon ein wenig ältere Giraffen 🤩

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...ich dachte auch die Hörner wären eine Art Geweih... 😁

LG
Alex
Themenstarter8'684 Beiträge · seit 201029. Juni 2011 · #143
Alex0807 schrieb:Hi,
...ich dachte auch die Hörner wären eine Art Geweih... 😁
LG
Alex
Ohh, die Armen 🙁 Aber die Hörner bezeichnet man wohl tatsächlich als "ständig vorhandenes Geweih". Bin aber nun nicht die große Giraffen-Expertin (aber was nicht ist, kann ja noch werden - vielleicht studier ich auf der Senioren-Uni Giraffologie 😉 ) - hab das auch nur so gelesen: "Die Giraffen sind entfernt mit den Hirschen verwandt, wie man u.a. an den kleinen geweihartigen Hörnern erkennen kann."
"die kurzen Hörner der Giraffen und des Opaki kann man als ständig vorhandene Geweihe von Hirschen betrachten, deren Bast niemals gefegt wird. Es ist bemerkenswert, dass die Knochen, die bei diesen Tieren die Hörner bilden, von besonderen Zentren aus verknöchern und erst später mit den Schädelknochen verschmelzen."

Usw......
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2011
351 Beiträge · seit 201029. Juni 2011 · #144
Hi Bele

Kann sein, ich geh bei einem Geweih eigentlich davon aus, dass es aus Horn ist....aber die Giraffe lebt ja schließlich in Afrika, da ist ja bekanntlicherweise alles anders...jedenfalls habe ich mich gewundert, als ich sah, dass das aus Knochen besteht...

LG
Alex
Themenstarter8'684 Beiträge · seit 201029. Juni 2011 · #145
Hi Alex,

hab grad nochmal mein letztes Posting editiert - vielleicht passt das ja zu deinen Überlegungen!

Echt interessant, diese Tiere, wenn man mal bisschen drüber liest. Sie werden mir immer sympathischer!! 😘
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2011
351 Beiträge · seit 201030. Juni 2011 · #146
Moin Bele,

das hat mich ja so gewundert.Der Hirsch (zumindest der im Wald hinter unserem Haus) wirft im ganz frühen Frühjahr sein Gweih ab.Und es sieht ganz eklig aus, wenn es wieder nachgewachsen ist und die Haut sich gerade abschält....eine ein wenig blutige Angelegenheit...

Bei der Giraffe ist das "Geweih" mit dem Schädelknochen verwachsen. Ich hab sowas noch nie gesehen.

Aber weißt Du was, auch das Geweih unseres Hirsches ist aus Knochensubstanz. Hab ich gerade nachgelesen. Das ist ja ein Ding....😳 Man lernt nie aus. Dachte immer das wäre Horn....vielleicht weil man sagt die Hörner...😃 🤪
Wir haben jedenfalls draußen an unserem Gartenhaus ein großes Hirschgeweih hängen(haben wir im Wald gefunden) und ich finde das jetzt mal gerade eklig, weil es nun ja kein Horn mehr ist, sondern ein Knochen ...
Dann finde ich sollte die Evolution mal ne Extrarunde einlegen und dem Hirsch sein Geweih auch am Schädel verknöchern lassen....Sieht bestimmt gut aus, wenn man mal den Schädel eines 14enders findet, samt verknöchertem Geweih dran...😁
So bis denn
LG
Alex
Themenstarter8'684 Beiträge · seit 201030. Juni 2011 · #147
Oh Alex, du hast immer so Ideen... 😄

Aber weiter gehts:

Fortsetzung "Fahrt zur Grootberg Lodge", 6.5.2011

Vorbei an Termitenhügeln (ja, wir wissen immer noch jedes auch noch so kleine afrikanische Tierchen zu schätzen, notfalls auch nur seine Behausung!)

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und Pavianen

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nähern wir uns dem Grootberg-Plateau.


Die Wettervorhersage scheint zu stimmen – es ziehen ein paar dunkle Wolken durch die Gegend.😠

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Von den Giraffen ab gerechnet erreichen wir in einer Stunde den höchsten Punkt des Grootberg Passes

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und damit den unteren Parkplatz der Grootberg Lodge.

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Der Mitarbeiter an der Schranke hat einen nervenaufreibenden Job 😛 – die meiste Zeit verbringt er wohl mit Warten.
Wir warten auch eine halbe Stunde, bis unser Taxi kommt und uns über den sehr holprigen Weg nach oben bringt.

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Dort angekommen sind wir begeistert über diese Aussicht! 🤪

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Ich hatte ja hier schon viel darüber gelesen, aber in Wirklichkeit ist es doch noch einmal anders. Man schaut und schaut und schaut und verliert sich in diesem Tal. Die totale Einsamkeit.

Die Häuschen werden verteilt und bezogen,

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danach werden wir zu einem späten Mittagessen erwartet. Zwischendurch bleibt Zeit, um ein bisschen zu fotografieren.


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Ich bin ja ein großer Fan von den Rock Dassies und wünsche mir so sehr, wenigstens eines davon auf der Reise zu sehen und möglichst auch zu fotografieren. In den vielen Steinen rund um den Pool entdecke ich diese possierliche Tierchen und lichte sie ab. Ich bin happy 🙂 – endlich habe ich meine Klippschliefer gefunden!


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Hmmm, beim Kontrollblick aufs Display kommen mir Zweifel. Irgendwie sehen sie anders aus als auf euren Fotos im Forum. Ich gehe zu zwei der Lodge-Mitarbeiter, die in der Nähe sind, und zeige ihnen zur Bestätigung meiner Hoffnung die Fotos. Sie kichern los: nein, das sind Dassie Rats! 😄

Okay, wenn ich das nächste Foto genau anschaue, entdecke ich auch die Ähnlichkeit mit einer Ratte (auch wenn sie wohl weder Ratte noch Maus sind). Peiiiinlich.....!😊

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Die eine Dassie Rat hat eine hässliche Narbe - vermutlich eine Bisswunde.🤢

Aber ich gebe nicht auf – durch mein Objektiv entdecke ich wieder kleine Tiere im Fels - und dieses mal habe ich Glück! Das sind definitiv Klippschliefer! 🙂 Familie Rock Dassie wird von einem Vogel begutachtet, die Eltern turnen fröhlich zwischen den Steinen und auch auf der Tonne hinter der Hütte herum.

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Was gucksch du?

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Nach einer Weile verspürt eines der Dassies ein dringendes Bedürfnis.... Es klettert nach oben

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Hmmm, ja hier riecht es nach Toilette

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Hee, lass mich in Ruhe mit deiner Kamera!

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Ich geh mal lieber eine Stufe höher, hier sollte dringend mal wieder geputzt werden!

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So, besser, hier kann ich in Ruhe mein Geschäft verrichten!

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Ich habe jede Menge Spaß dabei, diese netten Tiere zu beobachten!😁

Jetzt aber schnell zum Essen. Es gibt zwei oder drei Gerichte zu Auswahl, für die wir uns beim Einchecken hatten entscheiden müssen. Die ursprünglich 6 Gerichte stellen sich zum Großteil als nicht vorrätig heraus. Die Nudeln mit einer fruchtigen Tomatensauce sind zwar kalt – aber so was von lecker! Ich glaube, mir hat auf der ganzen Reise nichts so geschmeckt wie diese Pasta, vor allem die Sauce ist ein Gedicht. Nicht auszudenken, wie das Ganze warm schmecken würde 😉 (vielleicht sogar schlechter?).

Wir bekommen eine kurze Erklärung: in den Hütten gibt es abgesehen von der Beleuchtung keinen Strom - zum Akkuladen und zum Föhnen (mal wieder das leidige Thema 😉 ) soll man zur Rezeption kommen. Heißes Wasser gibt es aus den Donkeys, die von den Mitarbeitern angefeuert werden. (Ich dachte, dass das jeden Tag geschieht, aber da sollte ich mich täuschen!). Aber es ist ja erstaunlich, wie an diesem Ort fernab jeglicher Zivilisation überhaupt eine solche Lodge stehen kann!!

Morgen steht das Elefanten-Tracking auf dem Programm – für das Frühstück kann man zwischen zwei Varianten wählen, gesund oder mit Eiern usw... Wir sollen uns jetzt schon entscheiden, damit morgen alles früh und schnell hingerichtet werden kann und wir pünktlich ins Tal fahren können. (Grau ist alle Theorie.... 😉 ).

Heute haben wir den Rest des Nachmittags frei – wenn wir eine Wanderung übers Plateau machen wollen, sollen wir einen Guide zur Begleitung mitnehmen. Hmpf, das hatte ich im Forum anders gelesen.🤔 Eigentlich würde ich gerne nachher mal ganz für mich alleine ein bisschen herumstreifen, aber wenn das so ist....eine solche Aktion mit Guide ist mir dann doch zu offiziell. Tja, den Grund für diese Maßnahme werden wir morgen erfahren und übermorgen hören!😮

Also schauen wir uns noch in Ruhe auf dem Gelände um, richten uns in unseren Hütten ein, duschen mit dem restlichen (!) warmen Wasser aus dem Donkey und lassen die Seele baumeln. Die Sache mit dem Spaziergang hätte sich sowieso schnell erledigt, denn die dunklen Wolken nehmen zu,


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der Adler beschließt zu landen

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und dann fängt es heftig an zu regnen. Oje, wie gut dass wir schon hier sind und die kritischen Pisten hinter Kamanjab und die Fahrt hoch zur Lodge nicht im Nassen absolvieren mussten!

Leider entdecke ich in unseren Betten eine Unzahl von kleinen schwarzen Fliegen – oder sind es kleine Käfer? Für mich ein Problem – nach einem Frankreichurlaub, in dem wir von Bettwanzen quasi zerfleischt wurden und wochenlang mit den juckenden Quaddeln, sogar auf den Augenlidern, zu kämpfen hatten, bin ich traumatisiert. 🤩

Ich kämpfe also mit allen verfügbaren Mittelchen gegen die Tiere an, kehre sie vom Bett – aber sie kommen aus allen Ritzen wieder anmarschiert. Naja, da werde ich mich wohl mit ihnen arrangieren müssen. Unsere großen Panoramascheiben haben leider auch keine Fliegengitter wie bei den anderen Hütten – also kann man auch nicht richtig lüften. Aber es regnet ja eh....

Für das kurzzeitig schlechte Wetter werden wir mit einem Regenbogen und toller Beleuchtung belohnt.:)

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Noch ein Tier sehen wir beim Sundowner: der schöne Falter ist süchtig nach Bier und lässt sich kaum davon abhalten, in die Gläser zu tauchen.🤢

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Beim Abendessen ergibt sich ein Problem – es ist kein Trinkwasser in Flaschen mehr vorhanden. Offensichtlich gibt es auf Grund der schlechten Pisten Lieferengpässe - wie schon mittags beim Essen zu bemerken war.

Tulivu ist das sehr unangenehm, und so verschwindet er eine zeitlang. Zurück kommt er mit etlichen Wasserflaschen aus unserem Bus – er ist mit einem der Guides noch mal die schlechte Strecke runter zum Parkplatz gefahren. Leider bringt er auch eine Wolke von Benzingeruch mit – der Allradwagen der Lodge hatte wohl einen undichten Kanister geladen... 🤢

Unser Tourguide will uns nicht mit seinem Geruch den Appetit verderben und verschwindet vom Tisch. Das ist uns wiederum unangenehm – schließlich hat er sich ja für uns geopfert! Auf der anderen Seite wissen wir, dass er in jeder Lodge Kumpel hat und den Abend natürlich lieber mit denen als mit uns verbringt.;)

Die Angestellten singen und tanzen – ähnlich wie auf der Anib Lodge – und lassen ein Körbchen für Trinkgeld herumwandern.

Das Abendessen ist unspektakulär – nicht super toll, nicht wirklich schlecht. Nach ein paar Verdauungsgetränken geht’s ab ins Bett.

Fazit 1 (Nachtrag zum Tag zuvor): Die Fahrt mit den vielen Programmpunkten war sehr anstrengend, man hätte wie gesagt Orgelpfeifen und Verbrannter Berg streichen können, um das Ganze etwas zu entzerren, aber Vertrag ist Vertrag, hat Tulivi gedacht.
Damara Mopane Lodge konnte bei mir nicht punkten: erstens, und da kann sie natürlich nichts dafür, weil sie nicht gut in unsere abgeänderte Tour gepasst hat. Zweitens fehlt mir das Flair, außerdem bin ich keine große Freundin von diesem Grün, das dort überall zu sehen ist (ich meine nicht das Gras und die Bäume).

Fazit 2: heute mal eine schön kurze Strecke zu fahren, verziert mit Giraffen (und endlich kann ich mein Avatar ändern, jipiiee!), die wir gar nicht erwartet hatten. Das sind die schönsten Tiersichtungen - die Überraschungen! Die Mitarbeiter der Grootberg Lodge sind alle super freundlich und irgendwie so goldig in ihrer teilweise unperfekten Art - gerade das macht das Ganze aber so sympathisch! Aussicht spektakulär, auch die Holzveranda ist ein Traum! Leider war es recht kühl, so dass man nicht ganz entspannt draußen sitzen konnte gegen später (es wurde aber innen gegessen). Essen naja, aber ich bin kein Maßstab, da ich eigentlich auf Fleisch nicht scharf bin und eher das Drumrum esse.
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2013
Themenstarter8'684 Beiträge · seit 201002. Juli 2011 · #148
Samstag, 7.5.2011

"Auf der Suche nach den Wüstenelefanten" oder "Die Hoffnung stirbt zuletzt"

Ich schlafe schlecht, eigentlich möchte ich mein Bett nicht mit unzähligen kleinen Tieren teilen 😠 – ständig juckt es mich, wobei ich weiß, dass dies Einbildung ist (die Bisse der Bettwanzen damals hatten wir überhaupt nicht gespürt, das Gemetzel fand während unseres Tiefschlafes statt und es graust mich heute noch bei dem Gedanken, dass diese Biester ohne mein Wissen auf meinem Gesicht herum spaziert sind! 🤩 )

Okay, das hier sind keine Wanzen – also keine Panik! Ich nutze die Gunst der Stunde und gehe mitten in der Nacht auf die Terrasse. Der Himmel ist sternenklar – die Chance auf gutes Wetter am nächsten Morgen ist also groß!

Draußen mache ich eine ganz neue Erfahrung: ich höre NICHTS! Kurz spiele ich mit dem schrecklichen Gedanken, dass ich über Nacht taub geworden bin! 🤨 Ich schnipse mit den Fingern – uff, ich kann noch hören! Aber es gibt in dieser Einsamkeit wirklich kein einziges Geräusch.... so eine Stille habe ich bewusst noch nie erlebt. Fast unheimlich.....😐

Ich kuschele noch ein bisschen mit meinen Tierchen im Bett 😛 und dann ist es endlich Zeit, aufzustehen. Hmmm, kaltes Wasser beim Zähneputzen.... stimmt, ich habe auch nicht gesehen, dass geheizt wurde. Das bisschen warme Wasser gestern war wohl noch von unseren Vormietern. Egal, ich will eh nicht duschen, also schnell anziehen! Ich bin früh dran und kann noch in Ruhe fotografieren, es wird langsam Tag – das Wetter sieht super aus, wie gut!

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Schließlich haben wir heute Großes vor – wir begeben uns auf die Suche nach den Wüstenelefanten!😁 Freudig gespannt finden wir uns alle um 7 Uhr zum Frühstück ein – das aber noch längst nicht fertig ist. Es dauert ewig, bis für alle Toast gemacht ist. Die Aufteilung nach gesundem und ungesundem Frühstück, das ja mit großem Aufwand gestern bestellt werden musste, ist auch nicht wirklich durchschaubar, endlich, als wir uns schon am Toast satt gegessen haben, stehen Schalen mit Obstsalat und Müsli auf dem Tisch und jeder kann zugreifen.

Die ungesund Lebenden bekommen noch Eier, Tomate und Wurst, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, auf ihre Teller. Es gibt eine Diskussion, ob denn nun jeder vom Obst nehmen darf, kurz gibt es leicht giftige, bzw. beleidigte Untertöne – Futterneid! Dabei reicht es am Ende locker für alle....Es wäre einfacher gewesen, das alles auf einen Tisch zu stellen, ohne Bestellung, und fertig... Geschmeckt hat es aber insgesamt sehr gut!:)

Beim Müslimampfen erfahren wir, warum Elke und das Fräulein Tochter völlig zerknautscht aussehen: die beiden haben zusammen in einem Häuschen mit einem richtigen Doppelbett geschlafen (Achim hat das Chalet mit dem 1,40 m breiten Bett bekommen), weil Sabine Angst hatte, in dem nicht verschließbaren Zimmer alleine zu nächtigen.... Wie alt war sie gleich noch mal, 5... oder 10....? 🙄 40 war’s glaub....:P Da ist meine Schwester doch wesentlich tougher..... aber klar, die ist ja auch schon Ü50!

Die beiden Damen waren aber wohl nicht alleine in der Nacht, sondern teilen sich das Chalet mit einem Nagetier – so hatten sie sich das auch nicht vorgestellt! 🤩 Dauerndes Rascheln und Knacken - und als sie nachschauen, woher die Geräusche kommen, grinst sie eine Ratte (ich vermute eines meiner Fotomodelle) aus dem Dachgebälk an 😁 . Das war’s dann mit dem Schlaf! Sie sind sichtlich froh, dass sie diese Nacht überstanden haben! Ich leiste Abbitte an meine Fliegen, die immerhin keinen Ton von sich gegeben haben...

Nun müssen wir auf die Fahrzeuge verteilt werden. Es stehen zwei an der Zahl zur Verfügung, eines ist das "Taxi" von gestern, geschlossen, allerdings mit z.T. fehlenden Seitenscheiben, total verratzten Sitzen, an denen sich Schrauben durch die Polster bohren. Seit gestern Abend auch noch mit Eau de Gasoil parfümiert.... Da bin ich nun wirklich nicht scharf darauf und ich beeile mich, einen Platz in dem offenen Gefährt zu finden. Die anderen denken auch so.

Die Letzten beißen die Hunde – unser weitgereistes Ehepaar aus Bayern steigt alleine in den geschlossenen Wagen ein. Ich bin ehrlich gesagt recht froh darüber, denn auf so engem Raum könnte es anstrengend werden, einen Tag lang das Gesülze von Birgit zu ertragen (Herbert schweigt ja meistens, der wäre nicht das Problem, aber die Beiden treten nur im Doppelpack auf).

Und los geht’s! Matze Klein checkt die Lage: Hän die hier Händi-Empfang?

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Ja, sie hän, aber erst als wir auf dem höchsten Punkt mit Sichtverbindung zum Funkmast auf dem gegenüberliegenden Berg sind (laut Tulivu und den Angestellten gibt es in der Wäscherei, die etwas höher liegt als die Chalets, sogar immer Empfang). Danach geht’s wieder runter zum Parkplatz (Augen zu und durch, dabei aber doch einen schnellen Blick auf die Sicht ins Tal werfen) 🤩

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ein kurzes Hallo zu unserm Bus (er und Tulivu haben heute frei) und dann brettern wir über die uns bereits bekannten Pisten.

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Nach ca. 20 Minuten biegen wir rechts ab ins Gelände - cool!😜 Wir machen einen Stopp an einem See,

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unser Guide sucht vom Dach des Fahrzeugs die Ebene nach Elefanten ab. Nichts zu sehen.....

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Auch die Spurensuche ergibt nichts.

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Unsere Tour geht weiter durch wunderschöne Landschaft, das Wetter ist perfekt. Nach jeder Kurve warten wir, dass ein Elefant auftaucht! Aber weit gefehlt – nichts zu sehen. Naja, es ist ja noch früh am Tag, kein Problem.... Achim allerdings schiebt bereits nach 2 Stunden Frust – er ist dafür, die Aktion abzubrechen. Das sei doch alles nur Theater, dieses Spurensuchen, jeder wüsste, dass es keine Elefanten hier gibt. Der Rest der Gruppe kann nur den Kopf schütteln und genießt die Fahrt im offenen Wagen.

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Wir sind irgendwo zwischen der C40 und der D2667 unterwegs, ab und zu fahren wir auch ein Stück auf diesen. Immer mal wieder steigt der Tracker aus und "liest" die Spuren

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oder sie steigen beide aufs Dach und prüfen die Gegend von oben.

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Aussehen tut das ja irgenwie schon klasse, oder?

Irgendwann machen wir einen Stopp an einem Elefantenkratzbaum, dort gibt es auch Elefantendung (laut Achim alles hindrapiert)- aber keinen frischen 🙁 ! Eigentlich ein sehr idyllisches Plätzchen!:)


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Mittagspause machen wir auf einem Campground, leider habe ich den Namen vergessen und auf dem Foto ist nur sehr wenig Aussagekräftiges zu lesen. Aber vielleicht erkennt jemand den Platz und klärt mich auf? Er liegt wenn ich mich richtig erinnere an der C40 – ohne Gewähr!

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Der Aufenthalt ist sehr interessant für uns Lodge-Reisende – jetzt kann ich mir eher die Beschreibung von Campsites in Euren Beiträgen vorstellen. Man hat ja tatsächlich ein Plätzchen für sich alleine, eine Spüle, eine Toilette, eine Dusche. Unsere Guides prüfen die Sanitäranlagen, bevor sie uns den Platz zur Mittagspause freigeben. Es ist alles sehr sauber, überall sind diese wunderschönen Granithügel – hmmm, da könnte es mir auch gefallen!😁 Es kommen Erinnerungen hoch an früherer Zelturlaube auf Korsika.

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Unser Lunchpaket von der Grootberg-Lodge ist gut gefüllt – meine Schwester und ich geben einen Teil an die Guides ab, die sich sehr darüber freuen.

Eher ungewöhnlich sind die vielen Pferde auf dem Campground! Die Erklärung: es sind die Pferde der Grootberg Lodge, die seit kurzem hier untergebracht sind. Warum? Weil auf dem Grootberg Plateau eine Stute mit ihrem Fohlen von einem Löwen gerissen wurde! 🤩 Den Betreibern der Lodge war es zu gefährlich, die Pferde weiter dort unterzustellen, also wurden sie umgesiedelt. Reiten ist also auf der Lodge nicht mehr möglich! Und Wanderungen ohne Guide auch nicht mehr – zu gefährlich! Uhhh, das klingt ja doch spannend!😮

Nach der Pause suchen wir weiter – und fangen an zu halluzinieren: in jedem Granithügel erkennen wir einen Elefantenrücken... der da

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nein, der da links unten, hinter dem Strauch, das ist doch einer!

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Wir fahren bei vielen Bauern vorbei,

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einmal halten wir direkt in irgendwelchen Schlachtabfällen an, der Gestank ist unbeschreiblich 🤢 ! Unser Guide steigt seelenruhig aus, lässt uns in unserem Unglück alleine und fragt, ob die Anwohner die Wüstenelefanten gesehen haben.

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Der eine zeigt in diese, der nächste in die andere Richtung. Vor ein, zwei Tagen sind sie dorthin gezogen. Aha.... also wieder einsteigen und - ENDLICH - weiterfahren. Wir sind am Ersticken! Die Auswertung der Fährten durch unseren Tracker sagt auch nichts anderes – die Spuren sind ein, zwei Tage alt.

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Die ganzen Informationen bekommen wir aber immer erst nach Rückfrage – die Herren sind ein bisschen maulfaul. Vielleicht wollen sie uns auch einfach nur keine schlechten Nachrichten übermitteln? Schlau werden wir aus ihrem Palaver auf jeden Fall nicht.

Achim ist sich sicher, dass sich unser Guide gar nicht nach den Elefanten, sondern sich nach dem Ergehen der Kumpels und ihren Familien erkundigt und dabei gleich zu einer großen Familienfeier am Sonntag einlädt. Überhaupt ist er derjenige, der alles negativ sieht: das Ganze ist schlecht organisiert – warum bilden die vielen Bauern mit ihren Handys nicht eine Informationskette?

Mit seinem Genörgel verdirbt er uns den Genuss der schönen Landschaft, das gute Gefühl des Fahrtwindes im Gesicht, die Hoffnung, nach der nächsten Biegung doch noch einen Dickhäuter zu sehen. Witziger ist da Martins Kommentar zu einem Hinweis eines afrikanischen Passanten, der die Elefanten irgendwo gesehen haben will: "Där lüüügd, ich genn mich aus mit Görbersproche, ich schau rägelmäßig "Lie to Me" (ich musste daheim auch erst mal nachschauen, was das ist) 😉 !"

Aber auch diese Erkenntnis hilft uns nicht weiter – unsere Suche wird immer rustikaler, wir verlassen die Pfade und fahren wirklich über Stock und Stein.

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Aufpassen muss man auf die Dornbüschen, die ständig ins Wageninnere gepeitscht werden – klarer Vorteil für die Bayern. Dafür bleiben wir aber nicht bei der Ausfahrt aus dem Revier hängen...:P


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Irgendwann geben selbst die Guides auf – es sei noch ein weiter Weg nach Hause,

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die Suche muss abgebrochen werden. 🙁 Ich kann es irgendwie nicht glauben, dass wir ohne Elefanten zurück fahren, ganz bestimmt taucht genau dann einer auf, wenn wir nicht mehr damit rechnen. Die Hoffnung stirbt zuletzt – wir sehen keinen einzigen!

Wir versuchen es mit Humor zu nehmen und lästern, dass man uns das erst mal nachmachen muss, einen ganzen Tag lang NICHTS zu sehen. Bei der Fotosichtung stelle ich aber später fest, dass das so nicht stimmt. Wir haben doch einige Tiere gesehen, nur waren sie nicht grau und/oder groß genug 😗 :


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Was wir außerdem ausgiebig gesehen und genossen haben ist schöne Landschaft, tolles Wetter und eine abenteuerliche Fahrt. Wir sind 5 Stunden durch die Gegend gedüst und hatten zusätzlich 2 Stunden Standzeit, wir waren ca. 140 km an der frischen Luft unterwegs. Diese genauen Daten liefert später die GPS-Aufzeichnung meines Mannes – (ja, ich gebe zu, das ist an diesem Tag recht interessant!) – man kann sehen, dass wir kreuz und quer unterwegs waren, Strecken zum Teil zweimal gefahren sind (da sind die Striche etwas dicker durch die Doppelbelegung), bzw. gekreuzt haben.

Grotberg-Lodge_Wuestenelefantentour_110507.jpg


Unterwegs verlieren wir oft völlig die Orientierung – auch unsere Guides müssen an einer Stelle umdrehen, weil sie sich verfranst haben.

Natürlich bleibt am Ende eine leise Enttäuschung, aber die meisten von uns können der Sache doch viele positive Seiten abgewinnen. Wer hat denn schon die Chance, an einer solch ausgiebigen, naturnahen Fahrt durch diese einmalige Landschaft teilzunehmen?


Nur für Achim ist das alles verlorene Zeit – wir sollten Elefanten sehen, haben es aber nicht – also ist das Ganze ein Flop! Sein ständiges unterschwelliges oder auch hörbares Kritisieren und Nörgeln nervt uns alle, wir tauschen manche vielsagende Blicke untereinander aus. Als wir aussteigen kann ich hören, wie die Tochter der Mutter zuraunt: "au Mann, dr Vadder mal wieder – wenn mir des alles gsagt hädded, dann hädded mer von ihm was zu höra griegt...." Aha, sie haben also auch einen kritischen Blick auf ihren Achim. 😉

Allerdings sollte ich drei Tage später erfahren müssen, dass Blut dicker ist als Wasser....😊
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2013
249 Beiträge · seit 200603. Juli 2011 · #149
Ganz famos, Frau Kollegin.
Schriftstil, Spannungsbogen und Humor, das gibt sogar 3 Einser!

Vorschläge für den Buchtitel:
  • Im Bett mit Sattelschrecken. Mit Bildern! (Von den Sattelschrecken)
  • (Titel nicht so gut für den Verkauf)
  • Deutsch-Südwest in Deutsch-Südwest. (etwas zu ungriffig)
  • Föhnen in der Wüste. Für Fortgeschrittene. (Etwas lehrerisch)
  • 11 Freunde sollt ihr sein. (Gibt's leider schon)
"Did you see lions?" "No." "But the lions saw you!"
7 Beiträge · seit 201104. Juli 2011 · #150
hab deinen Bericht schon als Gast mitgelesen aber mich jetzt extra angemeldet um dir zu danken für den tollen Bericht,

wir könnten uns auf der Reise glatt begegnet sein 😉
wir waren genau einen Tag vor euch im Sossusvlei,haben das Gewitter erlebt
sind die Schmierseifen Straßen und Rüttelpisten auch gefahren den vielen Radfahrern begegnet usw 🙂

ihr habt uns dann aber "überholt" da wir noch im -Rostock Ritz- einen 2 tägigen Zwischenstop hatten und demnach einen Tag nach euch in Swakopmund ankamen

ich war aber nicht im grünen Bus 😄 wir sind selbst gefahren.

es weckt viele schöne Erinnerungen hier zu lesen 🙂 bin noch nicht ganz durch, mal gespannt ob wir noch mehr "Begegnungsstätten" hatten
Themenstarter8'684 Beiträge · seit 201004. Juli 2011 · #151
@ Googlemeier: vielen Dank für die super Benotung, Herr Kollege - da kann ich ja die Abzüge für Rechtschreibung (meine Schwester gibt mir am Telefon immer durch, wie viele Fehler ich noch verbessern muss) locker ausgleichen!😗 (Bemerkung: versetzt!)

Achja, an die 11 Freunde hatte ich auch gedacht.....;)

@Spotty: das ist aber nett, dass du dich extra für mich angemeldet hast (muss mal chrigu fragen, was ich dafür bekomme 😛 ) Wir haben euch bestimmt auch mal in echt auf der Piste überholt - Tulivu, unser Driver-Guide war ein namibischer Sebastian-Vettel-Verschnitt!

Schönen Abend noch - ich werd erstmal drei Tage nicht zum Schreiben kommen und heute abend bin ich zu müde - werde lieber hier ein bisschen lesen!

Außerdem besuchen wir als nächstes ein Himba-Dorf..... da muss ich noch eine Weile drüber hirnen, wie ich das beschreiben werde!

Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 04. Juli 2011
7 Beiträge · seit 201104. Juli 2011 · #152
jetzt glaub ich, wir haben euch wirklich gesehen!! 😉

und zwar am Angolanischen Schiff´s-Wrack Richtung Hentiesbay 🙂

euer Buss ist uns aufgefallen, weil wir den selben Reiseveranstalter hatten

erinnerst du dich?
wir waren die 2 anderen Leute dort 😉 im "weißen" bzw. schlammroten Jeep

freue mich schon auf die Fortsetzung
5'479 Beiträge · seit 200905. Juli 2011 · #153
Ich bewundere Deine Ruhe und Gelassenheit. Mit solch einem Nörgler und Mießmacher wie Achim wäre ich schon längst aneinander geraten.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
13 Beiträge · seit 201106. Juli 2011 · #154
Hallo Champagner,

habe heute Deinen Reisebericht entdeckt und war so begeistert, dass ich ihn von Anfang bis zum jetzigen Stand gelesen habe.
Dein Schreibstil macht süchtig. Bitte weiter so und lass uns nicht so lange auf die Fortsetzung warten.

Einen schönen Abend noch
Gaby
90 Beiträge · seit 201007. Juli 2011 · #155
Hi Champagner!

ist echt ein toller, sehr unterhaltsamer Bericht von dir!
Vielen Dank dafür.


Von deiner Reiseroute passt es auch sehr gut, da ich im August ebenfalls in Swakopmund (bzw. Walvis Bay), Grootberg Lodge und Etosha übernachten werden.
Auf Grootberg feue ich mich jetzt umso mehr! 🙂


Gruss Jochen
Letzte Reise: Namibia August 2011 - Etosha, Grootberg, Walvis Bay, Durban (SA) Foto-Reisebericht! Insgesamt: 6x Südafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Kenia 13 Nächte Krüger Park - Fotos! Nächste Reise - wohin???
zuletzt bearbeitet 07. Juli 2011
Themenstarter8'684 Beiträge · seit 201009. Juli 2011 · #156
Danke für das viele Lob!

@ Spotty: wir waren am 5.5.2011 um ca. 8.15 Uhr am Wrack - passt das? Ich kann mich erinnern, dass uns Leute entgegen kamen, als wir vom Strand zurück gingen. Hab ich da auch ein Auto gesehen? Dachte, auf dem Parkplatz wäre niemand außer uns gewesen. Oder seid Ihr ein Stück durch den Sand in Richtung Strand gefahren? Meine Erinnerung ist nicht gerade die beste... 😉

@ Topobär: meine Ruhe und Gelassenheit gehören sicher teilweise zu meinem Naturell, und/oder sie kommen daher, dass ich öfters mit verhaltensauffälligen Schülern zu tun habe 😉 ABER: auch mir reichts irgendwann mal - siehe unten!

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Heute nun ein Kapitel ohne Fotos, erstens komm ich sonst nie vom Fleck, das Aussuchen und Hochladen dauert immer ewig - und zweitens gibts zu diesem Teil eh keine Bilder 😛 !

7./8.5.2011 - die restliche Zeit auf der Grootberg Lodge

Als wir von der erfolglosen Wüstenelefanten-Suche zurückkommen. sind nicht alle Donkeys angeheizt, obwohl wir morgens darum gebeten hatten.:( Bei dem Häuschen von Andrea und Detlef ist zwar angefeuert worden, aber das Feuer inzwischen unbemerkt wieder ausgegangen. So schleppt sich der restliche Nachmittag für manche mit dem Warten auf warmes Wasser dahin. Das ist nicht sehr erfreulich. 😠

Das Abendessen ist nicht schlecht, besser als am Tag zuvor, offensichtlich ist neue Ware eingetroffen, aber trotzdem nicht so, dass man sich daran mit Begeisterung erinnert.

Ebenso mit wenig Begeisterung erinnere ich mich an die ständigen Vergleiche unserer 5 Afrika-Vielgereisten (Achim, Elke, Sabine und Birgit. Herbert sagt ja nichts): hier die erfolglose Wüstenelefanten-Suche, dort die zahlreichen Tiersichtungen im Krüger NP, in der Serengeti und was weiß ich wo sie noch überall waren....😕 Okay, man kann das mal erwähnen, aber spätestens nach der vierten Wiederholung mit den immer gleichen Details geht’s auf die Nerven!:S

Viel schlimmer ist dann aber Achims dummdreiste Bemerkung über unser nächstes Ziel: "Ach ja, morga geht’s ja zu de Himbis!" Meine Nachfrage, wie er auf diesen Begriff kommt ergibt wenig Sinnvolles, angeblich wegen der Farbe ihrer Hautpaste, ein an den Haaren herbeigezogener Vergleich mit Himbeeren - seine Namenskreation findet aber nur er witzig.... 😗

Im Anschluss dazu bringt er dann noch ein paar peinliche Bemerkungen bezüglich der spärlichen Bekleidung der Himbafrauen (Zitate erspar ich euch jetzt). Nun reicht es mir doch 😠 – auf solches Geschwätz reagiere ich allergisch und ich bitte ihn, solche abwertenden und auch sexistischen Äußerungen doch bitte zu unterlassen (und ich glaube mich zu erinnern, dass nicht nur ich auf seine Peinlichkeiten empört reagiert habe).

Schade, aber irgendwie fast zu erwarten bei diesem Typ, dass sich zu seiner Nörgelei nun auch noch Dummschwätzerei gesellt - nach und nach bröckelt seine Tarnung als netter Tourist. Und logisch, dass er nach meiner/unserer Kritik nun bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder von den "Himbis" anfängt (und auch das "Achim, jetzt hör halt amol uff" seiner Familie kann ihn nicht wirklich bremsen).....

Eine Runde Fremdschämen ist angesagt. 😊

Aber die Strafe folgt auf den Fuß: 😛

Die Nacht ist für Achim, Elke und Sabine (Sippenhaft!) der pure Horror! 🤩 In der Hütte der beiden Damen hat sich die Ratte vom Vortag nicht etwa aus dem Staub gemacht - obwohl die beiden an der Rezeption reklamiert hatten. Entweder wurde nichts unternommen, oder die Viecher lassen sich nicht vertreiben. Auf jeden Fall hat Miss Dassie Rat beschlossen, ihren Nachwuchs unterm Bett zur Welt zu bringen.

Als Elke und Sabine recht spät zu ihrer Hütte kommen – die Gruppe hatte noch ein paar Absacker an der Bar zusammen mit Tulivu zu sich genommen – hören sie beim Öffnen der Tür ein deutliches, mehrstimmiges Fiepen unterm Bett. Mutter Ratte huscht aufgeregt durch den Raum und weiß in ihrer Panik nicht was tun angesichts der plötzlich aufgetauchten Zweibeiner. Die beiden Menschen geraten ebenso in Panik, packen in Windeseile alles zusammen und verlassen fluchtartig das Entbindungszimmer....

Die restliche Nacht verbringt Familie B. zu dritt auf einer Fläche von 1,40 m x 2.00 m! Vielleicht sollte man einen Aufenthalt auf der Grootberg Lodge familientherapeutisch nutzen??? Eine glänzende Geschäftsidee, finde ich! 😄

Der neue Tag bringt ein beeindruckendes (Hör-)Erlebnis: in der Morgendämmerung – ich befinde mich dank seniler Bettflucht bereits auf der Terrasse - bricht auf den Felsen ganz in der Nähe unserer Hütte Nr.1 ein Höllenspektakel los. Über das Plateau schallen kreischende Warnrufe von Pavianen und Vögeln - und von Weitem hört man Raubkatzengebrüll! 🤨

Serengeti hat mich verunsichert – mein durch frühkindliche Daktari/Clarence-Studien geübtes Gehör identifiziert einen Löwen. Die Männer an der Rezeption, die ich später frage, denken zuerst an eine Hyäne bei meiner Erzählung. Ich bleibe hartnäckig und versuche ihnen das Gebrüll vorzumachen – dies misslingt mir kläglich.😊 😊 Sie helfen mir und imitieren ein Gebrüll, das ich sofort dem heute früh Gehörten zuordnen kann. Okay, sagen sie, dann war es ein Löwe!

Nun spricht Serengeti in seinem Thread aber nachdrücklich davon, dass ein Leopard dort vor Ort ist. Gibt es nun einen Löwen UND einen Leoparden? Wäre ja auch nicht schlecht....Oder den Angestellten ist das einfach wurscht und sie lassen mich in meinem Glauben. 😉

Auf jeden Fall ein tolles Erlebnis mit Gänsehautfeeling - Löwe hin, Leopard her!!! Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass unser Nachbar Detlef auch auf der Terrasse steht und beeindruckt dem Spektakel lauscht. Das Gebrüll kommt immer näher, das Kreischen der Paviane wird schriller, Angstschreie mischen sich in die Geräuschkulisse (nein, ich war’s nicht 😛 ). Man kann hören, dass ein Kampf stattfindet – auch wenn man nichts sieht, kann man sich die Szenerie gut vorstellen. Nach ein paar Minuten wird es ruhiger – entweder konnte das Opfer entkommen oder der Löwe/Leopard ist nun dabei, sein Frühstück zu verspeisen....😳

Unser Frühstück steht heute auch schon zum Verspeisen bereit – Tulivu war gestern abend sehr ärgerlich, als er erfuhr, wie schleppend dies am Morgen abgelaufen war. Offensichtlich hat er beim Personal Druck gemacht – auf jeden Fall sind wir so gut in der Zeit, dass wir bereits wie geplant um 7.45 Uhr unten an unserem Bus ankommen und pünktlich in Richtung Etosha via Himbadorf starten können. (Ich hab’s aber trotzdem geschafft, mir noch schnell an der Rezeption – einen richtigen Curio-Shop gibt es nicht – ein Zebra, und zwar die unlackierte Variante, zu erstehen. Braucht man Zebras fürs Kripperl? Ach, egal....).


Fazit:

Vorab: Lassen wir mal Achim beiseite – er ist es mir nicht wert, ins Fazit aufgenommen zu werden.

Bei der Grootberg Lodge scheiden sich ja momentan die Geister – siehe Serengeti’s Thread. Auch bei mir bleibt ein zwiespältiger Eindruck zurück. Sicher ist, dass seit diesen zwei Tagen meine Schwester wohl an meinem gesunden Menschenverstand zweifelt. Ich hatte ihr nämlich in schillernden Farben die Dramaturgie der Reise dahingehend geschildert, dass die Unterkünfte von Tag zu Tag besser werden (wobei ich mich nicht alleine auf den Komfort + das Essen, sondern auch auf die Lage bezogen hatte). Tatsächlich ist es aber momentan eher umgekehrt, vor allem was die Unterkunft selber betrifft, Lage mal außen vor gelassen. Klein Aus Vista, Sossusvlei Lodge, Hansa Hotel – dort hat es uns sehr gut gefallen bezüglich des Komforts der Unterkunft. Damara Mopane Lodge fanden wir irgendwie nicht so toll – und jetzt auf der Grootberg Lodge, die ich auf Grund von Bewertungen auf Internetportalen und auch nach der Lektüre von Forum-Reiseberichten sehr hoch eingeschätzt hatte, ergeben sich doch einige Fragezeichen bezüglich Preis-Leistungsverhältnis. Zwar haben wir die Lodge nicht einzeln bezahlt, aber sie schlägt sich natürlich im Gesamtpreis nieder und die Einzelpreise kann man ja leicht recherchieren.

Negativ fand ich, vor allem im Bezug auf den Preis:

a) den Fliegenbefall in unserem Zimmer (und es war wohl bei anderen ähnlich)

b) das fehlende Fliegengitter

c) ich ganz persönlich mag keine Toiletten, die quasi ins Zimmer integriert sind.

d) das eher durchschnittliche Essen

e) die Qualität der Fahrzeuge – die offenen Schrauben kann man getrost als gefährlich einordnen.

f) Die erfolglose Elefantensuche mit den recht schweigsamen Guides (dazu aber unten noch was Positives)

g) Der doch sehr holprige Service

Aber da bin ich bereits bei den positiven Seiten:

a) ich habe mich auf dieser community-based Lodge wesentlich wohler gefühlt als auf Lodges, die von Weißen geführt und wo die schwarzen Angestellten eher von oben herab behandelt werden. Alle Servicekräfte auf der Lodge waren freundlich, fröhlich, sympathisch und hilfsbereit, wenn auch manchmal etwas ungeschickt. Ich habe mich hier wirklich wie in Afrika gefühlt. Das ist für mich ein ganz großer Pluspunkt!!

b) Das Elefanten-Tracking fand zwar ohne die Namensgeber statt, war aber landschaftlich ein tolles Erlebnis und auch ein kleines bisschen abenteuerlich bei den Offroad-Abschnitten. Wenn ich an so etwas teilnehme, muss ich auch mit einem Misserfolg rechnen und nicht dann plötzlich an der Organisation rummäkeln - vielleicht hätte Achim mal vorher das Kleingedruckte lesen sollen... Mir war das so, also völlig ohne technische Mittel, lieber als wenn da jetzt mit Funk und Sendern usw. gearbeitet worden wäre. Authentisch eben.....

c) Toll war natürlich das morgendliche Raubkatzen-Gebrüll – endlich mal hat man tatsächlich das Gefühl, in der afrikanischen Wildnis zu sein. Sehr gut organisiert! Und dazu noch kostenlos 😉

d) Das Hauptgebäude und auch die Chalets sind sehr ansprechend eingerichtet. Auch das Donkey-System gefällt mir – wenn es in Aktion ist.:P

d) Die von der Lodge angebotene Himba-Tour klingt nach Serengetis Beschreibung so, als ob sie wesentlich besser war als die, die wir am nächsten Tag gemacht haben.

e) Die Lage der Lodge ist genial – darum wäre es schade, wenn das Niveau nach und nach sinkt.


Ich würde wohl wieder hingehen, auch wenn die Lodge doch nicht ganz meinen Erwartungen entsprach. Vermutlich bin ich aber auch mit den falschen Erwartungen dort hingefahren - die Bescheibungen klangen perfekter und luxuriöser. Das brauch ich zwar nicht unbedingt - aber wenn dann weniger da ist als man denkt, ist man erstmal enttäuscht!
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 23. Juli 2013
7 Beiträge · seit 201109. Juli 2011 · #157
nach Recherche der Bilder vom Wrack waren wir dort....am 5.5. 8 uhr 23 😄

wir haben hinter dem Bus geparkt und sind hinter euch her gelaufen und waren sicher vor euch wieder weg,
weil bis ihr alle so über euer blaues Höckerchen wieder eingestiegen seid,
hat`s sicher etwas gedauert 😛

das hab ich nämlich so ganz entfernt noch im Hinterkopf,
ich dachte Oh mein Gott dieser Hocker vor´m Bus!!...😃
aber das hast du ja schon aufgeklärt

bin mal auf deine Himbageschichte gespannt,
wir waren auf Gelbingen in dem dazugehörigen Himbadorf und ich hatte dazu auch einige gemischte Gefühle..sicher sehr Interessant, aber irgendwie auch wie im Zoo 😕
Themenstarter8'684 Beiträge · seit 201009. Juli 2011 · #158
Haha, Spotty, das ist ja echt witzig - ich hab das letzte Foto dort (aus dem Bus heraus) um 8.33 Uhr gemacht!! Möönsch, wenn ich das gewusst hätte, dass da Fomis unterwegs sind... 😎 Ham wir uns denn einigermaßen benommen???

Gelbingen, genau, da waren wir auch - ich werde berichten!

Schönen Abend allerseits - Gruß Bele
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354 Beiträge · seit 201010. Juli 2011 · #159
Hi Bele,

sehr interessant Dein weiterer Bericht und das Statement zu Grootberg.

Zu Leo-Leo und evtl. zur allgemeinen Aufklärung: Uns wurde gesagt, daß im und in unmittelbarer Nähe vom Camp der Leopard sein Unwesen treibt. So wurden auch 2 Pferde von ihm gerissen.

Die Löwen sind normalerweise im Kliprivier Tal. Nach dem vielen Regen sind sie vom Tal nach oben gekommen. Deshalb hat man bei uns keine Wanderungen ins Tal angeboten. Insoweit passen auch Deine Wahrnehmungen . Wir hatten leider nicht das Glück Löwen zu hören. Allerdings war das Paviangeschrei schon sehr oft zu hören. Ob das allerdings mit "Löwenbesuch " zusammen hing kann ich nicht sagen.

Fazit: Leo und Leo !

LG Serengeti
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2011
5'479 Beiträge · seit 200911. Juli 2011 · #160
Herrlich, wenn die Afrika-Profis angst vor Dassie-Rats haben. Die sind doch so niedlich. Meine Frau hätte wahrscheinlich die Nacht auf dem Boden neben dem Bett verbracht, um den Nachwuchs zu beobachten.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"