vielen Dank für den tollen Bericht und die wunderschönen Fotos - am liebsten würden wir sofort losfahren 😄, aber noch müssen wir uns 5 Wochen gedulden 🙁 Toll, dass Deine Kinder auch mit an dem Bericht schreiben - mal sehen, ob ich meine Tochter (11) nicht auch dazu bringen kann..... Kinder haben doch eine andere, erfrischende Sicht auf die Welt 🙂
Viele Grüße, bin schon gespannt, wie es weitergeht
Tukuliri
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200828. Mai 2011 · #62
Hallo Kiwi,
ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Deinen Bericht erst heute morgen gesehen und ihn seitdem - mit Unterbrechungen - den ganzen Tag gelesen habe. Wirklich excellent - sehr guter Schreibstil, der zum Weiterlesen einlädt, sehr informativ, so dass man sich noch eine ganze Menge an Informationen "abholen" kann und die Bebilderung ist richtig Klasse. Ganz große Gratulation.
Liebe Grüße Gerd
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201028. Mai 2011 · #63
@alle : Vielen Dank für eure lieben Worte! Wir versuchen heute Abend den nächsten Tag einzustellen und auch Olli ist wieder total motiviert ein paar Sätze zu schreiben...😁 LG Kiwi
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201028. Mai 2011 · #65
Hallo Lotusblume, es wären normalerweise fünf Tage gewesen, dann kam die Flugverschiebung von Air Namibia, dann waren es sechs Tage. Wir haben die Reise als Bildungsreise ausgelegt, was ja auch den Tatsachen entspricht. Vivi hat sich den Unterrichsstoff von den Lehrern geben lassen und zwischendurch im Flugzeug oder auch mal im Auto damit beschäftigt. Nach der Reise hat sie einen tollen Vortrag über Namibia gehalten. Wir mussten natürlich versprechen, dass es sich um einmalige Ausnahme handelt. Olli hat den Unterrichtsstoff nachgeholt und wird demnächst auch noch einen Vortrag halten. Die Kinder haben von dieser Reise so unendlich viel mitgenommen, dass sich die Schulbefreiung wirklich rechtfertigt. Ganz anders sehe ich die Dinge, wenn es um eine einwöchige Befreiung geht, damit man einen billigeren Flieger für den Badeurlaub bekommt, dass habe ich bei der Argumentation gegenüber der Schule auch angeführt. Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte;) LG Kiwi
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201030. Mai 2011 · #66
24.12.2010 Heiligabend in Namibia
Olli und ich stehen mit der aufgehenden Sonne auf und sitzen schon um 6.30 Uhr am Wasserloch. Wir können drei junge Schakale beim Toben und einige Zebras beobachten.
Wir gehen so gegen 7.00 Uhr zurück, um Vivi und Bernhard zu wecken. Unglaublich, sie sind wach!😃 Das Frühstück ist genauso gut, wie das Abendessen und der Pool erfrischt uns vor unserer Weiterfahrt Richtung AobaLodge kurz hinter der Grenze vom Etosha. Der Versuch ein Familienfoto mit Selbstauslöser mit Olli`s Fotoapparat zu schießen, bringt uns sehr zum Lachen. Die ersten Versuche schlagen in vielerlei Hinsicht fehl. Der letzte Versuch scheint zu klappen, wir sind alle richtig positioniert und beim Blitzen fällt die Kamera um und ins Wasser. Zum Glück ist sie wasserfest! Ein Blick auf das Display zeigt, dass wir alle drauf sind.
Wir packen mal wieder unsere Koffer ins Auto und freuen uns auf Tiere, Tiere, Tiere! Wir haben natürlich die tolle Karte vom Etosha vor uns liegen und versuchen einerseits so viele Wasserlöcher wie möglich „mitzunehmen“, andererseits verweilen wir an diesen immer eine Weile. Da wir in der Regenzeit unterwegs sind und wir vorgewarnt wurden, eventuell nicht so viele Tiere sichten zu können, gehen wir ohne große Erwartungen aber mit viel Hoffnung auf Tour. Nachdem wir schon die Wüstenelefanten und auch die Löwen sehen durften, sind unsere Erwartungen mehr als übertroffen worden… Klar halten wir an jeder Herde Springböcke an und beobachten jedes Zebra und können es auch nicht nachvollziehen, dass einige Autos so einfach an diesen faszinierenden Tieren regelrecht vorbeibrausen.
Eigentlich brauche ich zu diesem Tag nicht mehr sehr viel schreiben, unsere Tiersichtungen wurden mehr als übertroffen und es hat uns allen einfach nur viel Spaß gemacht! Unsere Beobachtungen sind in der Nähe von Okaukuejo am meisten, auf der Höhe von Halali sind die wenigsten und bei Namutoni scheinen im Moment wieder mehr Tiere zu sein.
Was istt das für ein süßer Fratz? Eine Akaziendrossel- Danke Mike! Die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung in einer schier endlosen Weite beobachten zu können, ist ein Geschenk, das wir nie wieder in unserem Leben vergessen werden! Nachmittags kommen wir auf der Aoba-Lodge an und werden herzlichst erst von Julie später auch von Peter ( durch ihn bin übrigens auf dieses Forum gestossen; DANKE PETER!! ) begrüßt. Wir beziehen unser Familienchalet und sind total begeistert, so schön hatten wir uns unser Weihnachtsdomizil nur in unseren Träumen vorgestellt.
Das großzügige Chalet hat eine Leiter zu einem kleinen Ausguck mit einer gemütlichen Couch. WOW!
Hier oben sind Hausaufgaben echt ok!
Ein Begrüßungsgetränk darf natürlich auch nicht fehlen und so sitzen wir mit einem Rockshandy, einem Windhuk-Lager, einer Coke und einem Appletizer am Pool und freuen uns über die süßen Erdhörnchen, die überall herum huschen. Am nahegelegenen Wasserloch finden sich kurze Zeit später auch Kuduweibchen und Warzenschweine ein…
Das Abendessen ist fantastisch! Wir sitzen mit den anderen Gästen verteilt im Garten und kommen trotzdem mit einigen ins Gespräch. Ein Lagerfeuer dient als romantische Lichtquelle. Die Angestellten singen noch alle für uns. Merry christmas!
Schade, dass es Olli, Bernhard und Vivi nicht allzu gut geht… irgendetwas haben sie wohl die letzten Tage nicht vertragen. Meine Family zieht sich relativ schnell zurück, während ich noch mit einigen Gästen ins Gespräch komme. Von den Unterkünften der Angestellten klingt noch Musik rüber und auf Nachfrage heißt es, dass sie feiern und in die Weihnachtsnacht rein tanzen…😜 Oh, können wir da mal schauen?- Was soll ich sagen, fünf Minuten später stand ich inmitten der Gruppe und tanze mit, die haben sich richtig gefreut, dass wir da zu Dritt ( Julie die Lodgebesitzerin, ein weiterer Gast und ich) aufgetaucht sind. Die Kinder nehmen uns freudestrahlend an die Hand und tanzen mit uns im Kreis. Dass ich dieses Erlebnis auch noch mit nach Hause nehmen kann, hätte ich nie für möglich gehalten. Bis kurz vor Mitternacht tanzen wir, dann lasse ich den afrikanischen Tanz hinter mir und gehe erschöpft und überglücklich ins Bett. Zwischendurch habe ich noch versucht meine Family aus den Betten zu bekommen, aber da war leider nichts zu machen.:( Nur Bernhard hat sich nochmals aufgerafft und ist mit mir mitgekommen. Ich wollte ihm doch unbedingt den Weihnachtsbaum zeigen: ein wirklich liebevoll mit bunten Lichterketten, Watte und Glitzer geschmückter Dornenbusch stand in der Mitte des Gartens. Als Weihnachtsbaumständer diente ein mit Sand befüllter Reifen. Er sah so schön aus und die Kinder haben sich so gefreut… Fazit des Tages: Namibia, wir werden dich nie wieder aus unseren Herzen lassen!
Hi Kiwi, klasse Deinen Reisebericht. Wir können das bestätigen, auf der Aobalodge war das Singen wirklich ein Erlebniss, wir empfanden dort am Abend die Stimmung auch sehr toll. Lieben Gruß Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200931. Mai 2011 · #68
Hallo Kiwi,
ich stimme Cecile zu, uns ging es auch so auf Aoba. Wer meinen Film gesehen hat kann es beurteilen, ich habe den Gesang als Vertonung zu den Bildern genommen, eine kompakte Digitalkamera machte es möglich...
SUSusann8517 Beiträge · seit 201131. Mai 2011 · #70
O Kiwi, deine Bilder und Berichte sind traumhaft! Es hat Spaß gemacht, das alles anzuschauen und zu lesen. Den Gecko fand ich herzallerliebst und der Mondfisch...toll. Ich krieg immer mehr Lust auf Afrika. Das Bad im Pool muss auch großartig gewesen sein. Ah, ich würde am liebsten jetzt schon reisen.
Das Leben ist eine große Reise...
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201031. Mai 2011 · #71
@ engelsttrompete und sasowewi: Beim Schreiben des Berichtes greife ich auch immer wieder auf unsere Filmaufnahmen zurück und freue mich, dass Bernhard sooo fleißig gefilmt hat. Für den Fall der Fälle, dass wir das ein oder andere vergessen sollten😮 , können wir es uns schnell wieder ins Gedächtnis rufen. Toll, dass ihr das auch erleben durftet!
@eto: Vielen Dank für die Info! Werde ich nachtragen...
@susann85: Vielen Dank! Prima, das dir der Bericht gefällt, würden auch am liebsten gleich wieder los... LG Kiwi
piscator1'483 Beiträge · seit 200931. Mai 2011 · #72
Hallo Kiwi, danke für das Wecken der Erinnerungen. Den Aoba Choir haben wir ebenso genossen, nur an eurem Nachbartisch und bei prasselndem Feuer in Decken gehüllt. In den Betten fanden wir als Service nach dem Essen Wärmflaschen. ( Juli 2010 )
Herzlichen Dank und bitte weiter so!
Reinhard
Champagner8'672 Beiträge · seit 201031. Mai 2011 · #73
Kiwi, wenn ich deinen tollen Bericht lese bin ich immer ein bisschen traurig, dass meine Jungs schon so groß sind (bald 18 + 21)!
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201002. Juni 2011 · #74
25.12.2010
Frohe Weihnachten! Zuhause sitzen alle tief eingeschneit in Eiseskälte um den Weihnachtsbaum und trinken warmen Tee oder Kakao und spielen oder singen, machen es sich einfach gemütlich. Endlich mal wieder weiße Weihnachten daheim, aber irgendwie finde ich Weihnachten bei 35°C im Pool auch cool! Hier hat es in der Nacht mächtig geregnet. Für uns wird es ein ungewöhnliches, aber total irres Weihnachtsfest! 😎 🤩
Olli:
Ich habe immer noch ein wenig Bauchschmerzen und die anderen schlafen noch; trotzdem sind wir heute alle wieder früh wach! Um mir ein bisschen die Zeit zu vertreiben, klettere ich noch die Leiter zum Ausguck hoch und beobachte die Umgebung. Bis ich von unten ein Knacken höre, da muss doch wohl jemand wach geworden sein. Na klar, Mama steht am Wasserkocher und macht mir einen Tee und sich ein Kaffee! Wir beschließen beide auf der Terrasse ein Backgammon zu spielen. Kurze Zeit später kommt auch Vivi raus und auch Papa ist schon wach, den beiden geht es auch schon besser. Ich freue mich schon auf den Gamedrive, doch zuerst wird gefrühstückt. Das Frühstück ist lecker, Minicroissants, Joghurt und Müsli und wir bestellen uns wieder Eier. Kurze Zeit später treffen wir uns an der Rezeption zum Gamedrive. Vorher haben wir uns noch die Kameras aus dem Zimmer geholt. Es fahren noch zwei weitere Gäste mit. Meiner Family geht’s zum Glück schon besser und so sitzen wir nach einem tollen Frühstück mit zwei weiteren Gästen um 8.00 Uhr pünktlich an der Rezeption zum Gamedrive mit Geoffrey . Er sieht noch etwas müde aus, klar nach der Feierei, ist aber die nächsten Stunden sooo geduldig mit uns und lenkt den Wagen immer wieder so, dass wir die Tiere im bestmöglichen Licht sehen können. Er hält immer wieder auch für Kleinstlebewesen, Schildkröten oder wiederholt!!! für Schmetterlinge an; die gleiche Art wohlbemerkt.
Dieses Exemplar ist mir während der Fahrt fast ins Gesicht geflogen. 🤨
Man merkt ihm an, dass er sich der Tierwelt und der Landschaft seines Landes verbunden fühlt. Eigentlich suchen wir einen Leoparden mit einem Riss, der auf der gestrigen Tour gesichtet wurde, finden ihn aber leider nicht….
Macht nichts denn auf diesem Gamedrive haben wir auch eine bzw. DIE Löwenbegegnung schlechthin für uns. Unter einem Baum liegen sie „ unsere Löwen“, wir fahren in dem offenen Wagen noch etwas dichter heran, halten aber auch genügend Abstand. Die Löwin fängt langsam aber etwas halbherzig an, sich an ein Warzenschwein heranzupirschen. Völlig gebannt beobachten wir die Situation und sind gespannt, wann das Schwein die Witterung aufnimmt. Das Männchen liegt derweil gelangweilt und müde unter dem Baum. Die Löwin beginnt sich zu ducken und pirscht sich nun langsam immer näher an das noch nichts ahnende Schwein heran, die Hinterpfoten werden zum Sprung bereit noch etwas zurecht gerückt uuund… ein Schakal jault auf , das Schwein fängt vor Schreck an zu rennen, die Löwin hinterher, hat aber scheinbar doch nicht den Riesenhunger auf Schwein, bleibt kurz stehen, sieht dem kleinen Flitzer mit dem senkrechten Schwanz noch kurz hinterher uuund… dreht sich in unsere Richtung!
–Och, sieht die schön aus! Äh, Moment mal, die rennt ja los! AUF UNS LOS! 🙄 Wir fahren dann mal schnell eine kleine Runde, die Löwin uns noch kurz hinterher!….
Das Männchen hat sich nun auch kurz erhoben, lässt sich aber nach ein paar Metern wieder im Sand fallen und beobachtet auf seine Art die Szenerie.
Ein anderes Auto stellt sich in doch sehr in die Nähe der Löwen 🤨 , die kurbeln die Fenster runter, machen den Motor aus und beobachten Frau Löwin, wie sie ganz „genüsslich“ auf sie zukommt!? Ich weiß nicht, ob die nur durch ein Superweitwinkel geschaut haben und sich dann plötzlich gewundert haben, dass das Tier schon so nahe ist. Jedenfalls schmeißen sie kurz bevor das Tier das Auto erreicht den Motor an und fahren los. 😮 Auch wir fahren weiter und sehen noch viele andere Tiere.
Wir sind völlig fasziniert von der Tatsache, dass überall gelbe Blumen blühen und über Nacht scheinbar aus dem „Nichts“ Hunderte von Schmetterlingen sich in kleineren Ansammlungen treffen. Einige Strauße erfreuen sich an kleinen lilafarbenen Blüten.
Eine kleine Herde Elefanten kreuzt direkt vor uns Straße, was für ein Glück! Da hier das Grün doch schon sehr dicht ist, verschwinden sie auch schon nach ein paar Metern und scheinen völlig unsichtbar.
Zwischendurch sehen wir auch immer wieder Familien bzw. Herden mit Jungtieren.
Wir kehren nach einigen Stunden völlig begeistert wieder zu unserer Lodge zurück und müssen überschwänglich das Erlebte berichten. Uns klingen immer noch die Worte:„Warum fahrt ihr in der Regenzeit nach Namibia, da werdet ihr wahrscheinlich wenig Tiere sehen?!“ in den Ohren. Wir haben uns diese Zeit bewusst ausgesucht, denn es ist abends länger hell und auch warm. Wir sind jetzt und hier einfach nur glücklich, denn wir haben sooo viel gesehen, können unser Glück kaum in Worte fassen und wir können es zusammen genießen (leider ohne Oma und Opa 😐 , aber die werden zuhause von allem genauestens unterrichtet 😄 )…
Olli: Als wir aus dem Geländewagen aussteigen, gehen wir erstmal zu unserer Lodge, holen uns unsere Badesachen und ….springen ins kühle Nass des Pools. Vom Pool aus entdecken wir ein süßes Erd- oder Baumhörnchen.
Wir genießen den Mittag und Nachmittag am Pool und chillen und schwimmen so vor uns hin.
Ein nächstes Highlight wartet bereits auf uns: Wir haben den Sundowner abends gebucht! Bedenken haben wir schon, dass wir nicht fahren können da es doch kurz aber heftig geregnet hat und der Himmel noch sehr bedrohlich aussieht.
Peter meint, solange wir wollen und genug Regenschutz für die Kameras dabei haben ist alles kein Problem, zur Not kommt er uns mit dem anderen Auto in zwei Etappen holen. Wir fahren also trotzdem! Juhu! Wochenlang hatten wir uns schon auf diese Fahrt gefreut!, da wir so viel Gutes gehört hatten! Wieder geht’s los in dem offenen Wagen dieses Mal kommen zwei andere Gäste mit, ein Schweizer Fotografenpäarchen Irca und Jacky, mit den beiden haben wir unseren Spaß und auch diese Fahrt wird unvergessen bleiben. Es ist unglaublich, wieder kommen wir an Löwen vorbei, andere als am Morgen!
Es ist eine wunderschöne Fahrt mit einem noch schöneren Sonnenuntergang.
Zum Abendessen haben Julie und Peter uns alle an einen Tisch gesetzt und eine Tafel herrichten lassen, da sie meinten, dass die Gästezusammenstellung doch sehr gut passen würde. Es werden natürlich alle vorher nochmals gefragt, ob das ok ist.
Es wird ein lustiger Abend, das Essen ist wunderbar und zum Schluss wird wieder gesungen.
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200902. Juni 2011 · #75
Hallo Kiwi,
ich habe schon viele Sonnenuntergänge in Afrika erleben dürfen, aber die Stimmung auf Aoba war schon was besonderes, wir haben uns da wie ihr auch sehr wohl gefühlt.
Freue mich auf deine Fortsetzung.
Sasowewi
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200802. Juni 2011 · #76
Hallo Kiwi,
Ich verfolge auch seit dem Anfang deine wunderschöne Reise!B)
Aoba muss auch das nächste Mal auf mein Programm stehen! Konnte durch deine Bilder die Stimmung so gut fühlen.:)
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201002. Juni 2011 · #77
Hallo, @champagner: Mit erwachsenen "Kindern" sofern sie überhaupt noch mit euch reisen, könnte man zu den Gorillas in Uganda/Ruanda, 🤩 das ist bei uns noch nicht möglich, also bitte nicht traurig sein! Danke für die netten Worte...
@ sasowewi & Annick: Vielen Dank für die Komplimente und ich freue mich, dass ich auch durch die Bilder die Stimmung wiedergeben kann. 😉
@ Annick: Wir können diese Lodge echt weiter empfehlen auch schon durch die Nähe zum Etosha außerdem haben sie selbst ein riesiges Gelände, welches auch noch mit dem Gelände der Onguma Lodge zusammengelegt wurde, damit die Tiere noch mehr Freiraum haben! Tolle Sache! 😄 Liebe Grüße Kiwi
Alex0807351 Beiträge · seit 201007. Juni 2011 · #78
Hi,
Etosha Aoba ist wirklich ein Traum, das können wir bestätigen. Das ist auch ein Ort, wo ich unbedingt nochmal hin will. Es war toll nach 3 Nächten im Park dann dort anzukommen. Julie und Peter sind super. Und Wein haben die da! Wahnsinn.
LG Alex
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201025. Aug. 2011 · #79
Hallo Fomis, unglaublich, aber es geht weiter!! 😗 Viel Spaß beim Lesen
26.12.2010
Mmhh! Irgendwie wird uns heute Morgen bewusst, dass wir nur noch eine Woche hier haben, aber vielleicht gehen die Flieger, aus welchen auch immer, nicht nach Hause! Hier wollen wir jetzt jedenfalls nicht weg, heute soll es noch für zwei Nächte nach Halali gehen, also nochmal Tiere satt im Etosha. Wir lassen den Tag langsam angehen und springen nach unserem tollen Frühstück noch in den Pool. Erst gegen 11.00 Uhr verlassen wir die schöne Lodge, hier haben wir doch so viel erlebt und nette Leute kennen gelernt. Nochmals führt uns der Weg zu den Häusern der Angestellten, wir haben für jedes Kind noch Buntstifte dabei, ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk. Die Freude ist riesengroß! Schweren Herzens verabschieden wir uns und fahren noch über das riesige Gelände in der Hoffnung vielleicht nochmals Löwen erspähen zu können, haben aber dieses Mal kein Glück. Ist aber auch ok, denn wir sind ja nicht im Zoo. Inzwischen freuen wir uns schon wieder auf den Etosha und Halali mit dem eigenen Wasserloch und passieren kurze Zeit später das Gate zum Park. Da wir an diesem Tor die letzten Tage des Öfteren vorbei gekommen sind, können wir auch schon erahnen, wer da genau zwischen dem Gate und Namutoni als Begrüßungskomitee „abgestellt“ ist: eine wunderschöne Giraffe direkt am Wegesrand, die mit Vorliebe immer direkt vor unserem Auto die Straße kreuzt, als ob sie uns nochmal auf die Geschwindigkeitsbegrenzung aufmerksam machen möchte.
Da es inzwischen schon mittags ist, kehren wir bei Namutoni ein, um einen Snack zu uns zu nehmen und auch hier mal in den Souvenirshop zu gehen. Klar werden wir fündig und kaufen zwei T-Shirts für die Kids und ein paar Knabbereien.
Wir schauen uns auch das hiesige Wasserloch an und sind doch etwas erstaunt, da es derartig bewachsen und verschlammt ist, dass man selbst einen Elefanten nicht erkennen könnte. Gut für die Tiere, für die Besucher, die vielleicht nur einen Abstecher nach Etosha machen nicht so günstig. Auf unserem Weg nach Halili fällt uns auf, dass die Tiere scheinbar weiter Richtung Osten gezogen sind, da wir auf dem Weg Richtung Aoba die Herden an anderen Wasserlöchern und Ebenen gesichtet hatten.
Da wir uns immer reichlich Zeit lassen, kommen wir auch erst am späten Nachmittag in Halali an, kurz eingecheckt, Zimmer bezogen, uns gefreut, denn wir können zwei schöne Doppelzimmer ( leider mit der Klimaanlage direkt über dem Kopf) beziehen und ab zum Wasserloch.
Der Weg zum hiesigen „Spektakelort Wasserloch“ ist etwas weiter, als in Okaukuejo und Namutoni aber dennoch zu Fuß gut erreichbar. Man kann bis auf das letzte Stückchen auch mit dem Auto heranfahren, falls man nicht so gut laufen kann empfiehlt sich für das letzte Stück festes Schuhwerk und eine stützende Hand. Wir sind zwei Damen begegnet, die Schwierigkeiten hatten bis zum Aussichtspunkt zu gelangen und später im Dunkeln wieder zurück. Für die war das eine abenteuerliche Kraxelei, hoffentlich fahren die nicht noch nach Twyfelfontein! Aber weiter!- Wir suchen uns ein schönes Plätzchen, die Aussichtsplattform bietet eine Menge schöner Sitzplätze, ob überdacht, bestuhlt oder man setzt sich einfach auf den Naturstein. Eines ist auf jeden Fall hier an jedem Platz gleich: MÜCKEN!!!!!!!!!!! Und zwar unglaublich viele! Zum Glück haben wir neben unserer Foto- und Kameraausrüstung noch an lange Klamotten und das NoBite gedacht. Wir haben uns erst die Körper eingesprüht und dann mit dem „KleidungsNoBite“ die Pullis und Hosen. Wir haben diesen Teil dann einigermaßen überstanden, war aber echt nervig. Hier bin ich sehr froh, die Malariaprophylaxe zu haben, die Wahrscheinlichkeit scheint mir hier sehr hoch zu sein….
Also, wir beziehen unser Plätzchen und warten gespannt auf die Tiere und auf die Antwort der „berühmten Frage“: Was passiert 9min nach Sonnenuntergang am Wasserloch in Halali?- Viel ist nicht an Tieren da, bis auf bestimmt 1000 MÜCKEN! Die Sonne geht langsam unter, die Beleuchtung geht an und es ist 9min nach Sonnenuntergang…
Ein Nashorn kommt von der Seite und fängt an zu baden, ein zweites Nashorn gesellt sich dazu! Eine kleine Gruppe Kuduweibchen schreit und schimpft, etwas muss ihre Aufmerksamkeit erregt haben oder stören sie sich etwa an den beiden Kolossen?- Nein, kaum im Scheinwerferlicht zu sehen schleicht sich ein Leopard zum Nass um zu trinken. Ein irres Spektakel! Die Kudus wollen den Leoparden mit ihren Drohrufen echt vertreiben und schaffen das auch, während sich die Nashörner nicht im Geringsten daran zu stören scheinen und in aller Gemütlichkeit baden und sich an den Steinen schuppern. Der Leopard sucht nach kurzer Erfrischung das Weite und auch die Nashörner widmen sich wieder dem Schutz der Bäume und Büsche. Nach zehn Minuten ist alles vorbei! Schade! Bemerkenswert finde ich aber auch die Tatsache, dass die Menschen auf der Plattform fast alle sehr ruhig sind! Im dunklen Schein der Lichter suchen wir unseren Weg nach Hause, wir bringen noch schnell unsere Ausrüstung in die Zimmer und gehen dann zum Essen. Uns erwartet ein tolles Buffet mit frisch zubereitetem Gamefleisch, viel Gemüse und anderen Leckereien. Nach dem Abendessen schlendern wir zu unseren Zimmern, quatschen noch ein wenig. Später gehe ich ins Bad und habe plötzlich den Wasserhahn in der Hand, och nö warum denn immer ich, erst der abgebrochene Schlüssel und jetzt das?- Ich stelle jedoch fest, dass der Hahn schon sehr locker war und befestige ihn wieder provisorisch, dass er funktioniert. Olli und ich holen unser Mückennetz runter und passen akribisch auf, dass nicht eine Mücke passieren kann. Die Klimaanlage schalten wir nach einer halben Stunde im Halbschlaf ab, da es doch über den Köpfen sehr zieht und sind kurze Zeit später in afrikanischen Träumen entschwunden…
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201025. Aug. 2011 · #80
27.12.2010
Ausgeruht und putzmunter schauen Olli und ich uns um 6.10 Uhr in die Augen. Hey, wieder ohne Wecker geschafft, wir beide sind halt die Frühaufsteher der Familie! Zehn Minuten später beschließen wir unsere „Langschläfer“ nebenan zu wecken. 6.20 Uhr reicht zum Ausschlafen! 😗 Ich weiß nicht, wie wir es geschafft haben, aber nach einem genüsslichen Frühstück stehen wir bereits um 7.30 Uhr an einem Wasserloch im Park und beobachten zunächst ca. 20- 30 Zebras.
Aber Moment, aus allen Richtungen kommen wie an einer Perlenkette aufgefädelt weitere Tiere dazu. Wir sehen eine riesige Herde (mehrere Hundert Tiere!) von Zebras, wie sie zum Wasserloch zieht. Die Tiere strahlen eine unglaubliche Ruhe aus, sind aber gleichzeitig sehr aufmerksam und halten immer wieder Ausschau. Total diszipliniert steigen einige Tiere zum Trinken in die eine Seite des Wassers und verlassen es frisch gestärkt auf der anderen Seite des Ufers. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn diese riesige Herde plötzlich vor unserem Auto in Panik verfallen würde. Egal, die Gedanken werden schnell bei Seite geschoben und es wird fotografiert und gefilmt: Zebras beim Tollen durchs Wasser, Zebras beim Streit nach dem Trinken, Zebras beim Wälzen im Sand, große Zebras kleine Zebras, schwarz-weiß gestreifte Zebras (ein kleiner Scherz der Redaktion!)… Einfach irre so eine große Herde beobachten zu können, egal wo man sich hinwendet, immer gibt es neue Szenen zu entdecken.
Als wir dieses Wasserloch verlassen, ist bereits ein großer Teil der Tiere weiter gezogen und in der endlosen Steppe verschwunden. Wo sind die alle hin?
Beschwingt fahren wir weiter. Wir können noch eine Löwin beobachten, wie sie eine Gruppe Zebras in einiger Entfernung anpeilt.
Die vermeintlichen Futtertiere haben jedoch die Witterung schon aufgenommen und die Löwin erspäht. Wir können hier und da noch einige Tiere entdecken und kommen fast gar nicht mehr vor Lachen vorwärts, da sich auf der Straße vor uns eine Herde Springböcke bewegt. Die Tiere rennen direkt vor unserem Auto die Straße entlang und manch einer springt nach oder links. Es sieht zu komisch aus! Wir haben den Eindruck, dass wir hinter einer Gruppe Radfahrern sind, die sich nach und nach zu den Seiten in die Büsche schlagen. Es werden jedenfalls im Laufe der Zeit immer weniger Tiere, bis nur noch eine Gruppe von fünf Tieren, die Favoriten, scheinbar die Ziellinie erreichen. Auf dem Rückweg zum Camp sichten wir kreisende Geier und beschließen uns die Sache aus der Nähe zu betrachten. Wir finden die Stelle ziemlich schnell, fünf Meter neben der Straße liegt ein von Geiern besetztes Zebra.
Das Tier kann erst vor Kurzem verendet sein. Auch das gehört zur Tierwelt, trotzdem verlassen wir etwas traurig und nachdenklich die Szenerie. Gegen mittags kehren wir nach Halali zurück, um uns im hiesigen Wasserloch „Pool“ selbst zu erfrischen. Wie erfreut sind wir, dass Irca und Jacky auch gerade hier angekommen sind und so sitzen wir gemeinsam am Pool. Die beiden haben einen Tag nach uns die Aobalodge verlassen und sind nun selbst für zwei Nächte hier. Nachdem wir noch an der Poolbar etwas zusammen getrunken haben, verabreden wir uns später am Wasserloch und wollen abends gemeinsam essen. Nach der Erfrischung ziehen auch wir, wie die Zebras am Morgen, wieder in die weite Steppe.
Ein Doppelbandrennvogel
Ein Bienenfresser
Ein Sekretär
und ein Singhabicht
Wir kehren aber ziemlich schnell wieder ins Camp zurück, da alle von uns angesteuerten Wasserstellen tierlos sind. Außerdem scheint ein Gewitter aufzuziehen… Wieder sitzen wir gemütlich am Wasserloch, heute auch mit einem leckeren Weinchen, Jacky und Irca haben sich mit einem im Sektkübel gekühlten Wein zu uns gesellt und haben auch Gläser dabei, schmeckt doch etwas anders als aus unseren Plastikbechern. Durch das Gewitter kommen heute keine Tiere an die Wasserstelle, nicht ein einziges Tier ist zu sehen! Moment stimmt nicht, die 1000 Mücken sind wieder da. Nach vielen Versuchen habe ich es sogar geschafft einige Blitze zu fotografieren.
Wir beschließen essen zu gehen und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Wir verabschieden uns schon heute von unseren leben Schweizern, nicht ohne Adressen und Telefonnummern auszutauschen. Jacky und Irca werden morgen früh bereits um 6.00 Uhr am Gate stehen um das Morgenlicht besser einfangen zu können… Heute Nacht schläft Vivi bei mir, das übliche Rotationsprinzip. Noch nicht ahnend, was uns morgen so alles auf der Fahrt nach Grootfontein ereilen wird, schlafen wir so gegen 22.00 Uhr ein. Lekker slaap!