Afrika- Ein Traum wird wahr !!! 12.12 -01.01.2011

108 Antworten · 51,6k Aufrufe · gestartet 14. Feb. 2011 von Kiwi
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2'462 Beiträge · seit 200625. Aug. 2011 · #81
Hallo Kiwi,

ich bin sehr froh, dass Du immer mal Pausen zwischen den Berichtsteilen hattest, vorher ist der nämlich leider irgendwie an mir vorbeigegangen 😊 Vielen Dank für den tollen Bericht. Die Bilder sind super, aber die vom Gewitter grandios. Wir versuchen uns immer wieder am Einfangen von Blitzen, aber so großartig wie bei Euch habe ich das noch nicht gesehen!

Ganz ganz lieben Dank!

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
962 Beiträge · seit 200725. Aug. 2011 · #82
Glückwunsch, Kiwi
und danke für den Reisebericht.
Ja, Carsten Möhle war auch für uns immer eine positive Reiseüberraschung, wir können ihn sehr empfehlen, sein Wissen und seine Geheimtipps sind einmalig, das erkennt amn schon auf seiner umfangreichen Website!!
Weiter freut sich auf Fortsetzung
mit herzlichen Grüssen myrio

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An der Big Mama genossen wir im April 2011 die blühende grüne Namib
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
730 Beiträge · seit 200625. Aug. 2011 · #83
Da schließe ich mich doch gleich mal an.
Super, dass Euer Bericht weiter geht.
Ich habe ihn schon bisher mit Spannung gelesen.

Liebe Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
Themenstarter298 Beiträge · seit 201025. Aug. 2011 · #84
@ Sanne ,Myrio und Ina: Vielen Dank für eure Zusprüche und toll, dass ihr auch nach so langer Zeit noch Interesse habt! 😗 😊
@ A-wolf: Ja, das war das Zebra um 10.15 Uhr am 27.12! Bei uns standen im Hintergrund noch zwei Marabus, aber andere Tiere haben wir an dieser Stelle auch nicht gesichtet; die Löwen haben wir allerdings fast unsichtbar im Busch gesehen. Die Löwin hat sich nur halbherzig an die Zebras gepirscht bzw. vielleicht stand der Wind auch ungünstig...
LG Kiwi
Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
Themenstarter298 Beiträge · seit 201026. Aug. 2011 · #85
28.12.2010

Mutig oder leichtsinnig wie wir sind, fahren wir noch immer seit Okaukuejo ohne Ersatzreifen. 🤨
Die heutige Etappe führt uns von Halali über die Ombili-Stiftung kurz hinter dem Lindquist-Gate über Tsumeb bis nach Grootfontein zur Gemüsefarm „Tigerquelle“. In der Ombilistiftung sind wir angemeldet, haben aber eine Bestätigungsmail erst in Kamanjab lesen können, dass die Stiftung zwischen Weihnachten und Neujahr nur bis 12.00 Uhr mittags besetzt ist. Oh, das schaffen wir nicht, da wir ja wieder an den vielen Wasserlöchern vorbei kommen und uns noch die Salzpfanne an sich anschauen wollen. Bei unserem Reisetempo ist das eine nicht zu schaffende Zeit…

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Dieses kleine Kerlchen müssen wir von der Straße retten.
Wir kommen auch noch an einer Gruppe Giraffen vorbei, ein Männchen mit vier Weibchen. Wir können beobachten, wie sich ein weiterer Giraffenbulle der Gruppe annähert. Der "Alte" findet das nicht wirklich gut und vertreibt erfolgreich das jüngere Männchen, hat aber Probleme mit einem Weibchen, das sichtlich beeindruckt ist von dem jungen Kerl. Sie folgt ihm dennoch weiterhin.
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Leider kommen wir wirklich erst um 14.30 Uhr an der Stiftung an und stehen vor verschlossenen Toren. Schade, wir hatten uns schon so gefreut... beim nächsten Mal.
Kurz nach 17.00 Uhr erreichen wir dann Tsumeb, hier wollen und müssen wir noch tanken.
Ohhh neeeiiiiin!!!!!!!!!!!!! Nicht schon wieder!!!! Wir haben einen Platten!
Die Tankstelle kann uns nicht helfen. Einer der Tankstellenangestellten kennt 100m weiter jemanden, der uns vielleicht weiter helfen könnte, da der Reifendienst gegenüber bereits geschlossen hat, denn es ist, wie bereits erwähnt, kurz nach 17.00 Uhr die Geschäfte schließen um 17.00 Uhr! Ganz vorsichtig rollen wir zu der beschriebenen Stelle, dort bemüht man sich sehr, kann uns aber auch hier nicht weiter helfen, aber….
„Fahren Sie mal wieder zu dem Reifendienst zurück, ich kenne da jemanden, der bestimmt noch mal einen Mitarbeiter vorbeischickt.WOW! Na ja, wir sind halt in Namibia, in Deutschland wäre uns das nicht passiert. Wir rollen regelrecht zum Reifendienst zurück und ca. eine ¼ Stunde später komm ein Wagen vorgefahren. Eine Mutter mit vier kleinen Kindern steigt aus und öffnet freundlich die Werkstatt! Sie erklärt uns, dass jeden Augenblick der Mechaniker da sein muss. Irgendwie plagt mich mein schlechtes Gewissen, sie hat sich bestimmt auf ihren Feierabend gefreut. Sie schaut sich aber zunächst den Reifen an, um zu sehen, ob sie die Größe überhaupt vorrätig hat. Inzwischen ist auch der Mechaniker mit seiner Frau und einem süßen Kleinkind eingetroffen. Wir müssen den Wagen zum Hochhebeln komplett ausräumen.
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Wir haben Glück, dass noch ein Reifen vorhanden ist, unser sieht jedenfalls sehr abenteuerlich aus.
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Wir telefonieren noch schnell mit Manuela von Bwana wegen der Reifenversicherung und anschließend noch mit Budget. Die Kostenübernahme wäre also geklärt! Der Ersatzreifen wird dennoch nur geflickt, die armen Leute nach uns tun mir leid, hoffentlich bleiben die nicht an einer schwierigen Stelle hängen…mit dem inzwischen drei oder vier Mal geflickten Reifen!
Gegen 18.00 Uhr verlassen wir Tsumeb! Nun aber schnell nach Grootfontein, am Horizont verschafft sich eine Regenwolke mächtig Platz.
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Sehr beeindruckend und wir fahren mitten rein.
Eigentlich wollen wir uns noch mit den Fomis vom Flughafen treffen, aber es ist schon spät. Erst gegen 19.30 Uhr kommen wir an der Tigerquelle an, hier hatten wir schon vorher angerufen, dass es später werden würde.
Der Empfang ist sehr herzlich und uns werden die Zimmer gezeigt.

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Zur Abkühlung wird uns noch der Pool empfohlen und auf Nachfrage nach dem Abendessen sagen wir dann in ca. einer ½ Stunde. Der Pool ist super erfrischend nach diesem Tag und herrlich im Garten eingebettet. Ein kleines Paradies!
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Da die Sonne schon untergegangen ist und die Mücken nun wieder die Herrschaft übernehmen beschließen wir den Garten zu verlassen, außerdem ist die halbe Stunde schon fast vorbei und wir sind doch arg hungrig.
Da ich als Erste fertig bin, gehe ich schon mal ins Esszimmer und werde gerügt, da wir bereits fünf Minuten über der Zeit sind und das Essen auf dem Tisch kalt wird. Ups, wir hatten doch extra circa eine ½ Stunde vereinbart. Naja, was solls ich trommel schnell meine Familie zusammen und zwei Minuten später sitzen wir mit dem Herr des Hauses und seiner Tochter am Esstisch. Das Essen zergeht uns auf der Zunge! Es gibt Braten mit reichlich gedünstetem Gemüse, eine Guacamole und Salat. Als ich mir etwas Salat auftue folgt die nächste Rüge, der Salat sei als Nachtisch gedacht! Ok, dann hebe ich ihn mir am Tellerrand als Nachtisch auf! Vielleicht ist das einfach nicht sein Tag, so wie bei uns…, aber die Stimmung am Tisch ist etwas angespannt, da er seine Angestellten nicht gerade nett „anweist“, sie scheinen uns allen ( auch die Kinder haben es bemerkt!) etwas eingeschüchtert zu sein. Vivi und Olli haben jedenfalls gleich einen netten Kontakt zur Tochter aufgenommen, da sie auch 14 Jahre alt ist. Anna bringt ihr Chamäleon nach dem Essen an den Tisch und setzt es der begeisterten Vivi auf die Schulter.

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Auch Olli darf das leider farblose Tier auf dem Arm näher betrachten, ehe es wieder in ein Einmachglas auf einen Ast gesetzt wird.
Heute gehen wir wieder früh ins Bett und beschließen ganz früh los zufahren, denn irgendwie fühlen wir uns hier nicht ganz so wohl. Auf Nachfrage, wann wir denn frühstücken wollen, sagen wir um 7.30 Uhr.
Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
zuletzt bearbeitet 26. Aug. 2011
8'672 Beiträge · seit 201026. Aug. 2011 · #86
Kiwi schrieb:@ Sanne ,Myrio und Ina: Vielen Dank für eure Zusprüche und toll, dass ihr auch nach so langer Zeit noch Interesse habt! 😗 😊

LG Kiwi
Heee, halt, stopp - ich hab auch noch Interesse - und wie! Nimm mich bitte mit!

Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter298 Beiträge · seit 201026. Aug. 2011 · #87
29.12.2010

Mmh, leider ist das Brot um 8.00 Uhr noch nicht da, dabei waren wir extra pünktlich! Der Fahrer bekommt einen Riesenärger und tut uns soo leid. 😮 Das Frühstück ist zwar lecker, aber so richtig daran erfreuen können wir uns nicht, dafür an dem schönen Weihnachtsbaum.
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Ach ja, ich hatte mir vor dem Frühstück schon eine Tasse Kaffee aus der Küche von den lieben Feen geholt. 😁 Irgendwann wurde ich gefragt, wo ich schon den Kaffee vor dem Frühstück bekommen hätte? Oh, auch wieder falsch! Schnell fahren wir weg! 😕
Das Essen und die Zimmer waren toll, die Angestellten alle sehr nett, aber die Stimmung hier, vor allem zu den Angestellten ist auch etwas „ausgewöhnliches“: Hier würden wir nicht mehr übernachten!
Wir nehmen uns aber noch was vom Affenbrotbaum mit..
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Wahrscheinlich ein weiterer Grund weshalb wir uns bei Gaby und Uli nicht gemeldet haben, aber ehrlich gesagt, haben wir es in dieser Situation auch einfach vergessen.
Heute geht es zum Waterberg, wie wir später feststellen, macht der seinem Namen alle Ehre.
Wir nehmen heute den geteerten Umweg über Otjiwarongo, da wir dort noch den Cheetah Conservation Fund besuchen möchten. In Otjiwarongo selbst gehen wir in den Supermarkt einkaufen, um unsere Vorräte aufzustocken. Der Markt ist super gut sortiert und echt riesig. Wir kommen an der Fleischtheke vorbei und beschließen spontan heute Abend zu grillen und zwar KUDU. 🤪 Schnurstracks sind alle Utensilien samt Grillrost, Kohle und Besteck für das Grillen oder wie man in Namibia sagt „braai“eingepackt. 🤩
Ein Stückchen weiter halten wir an einem „Leberwurstbaum“ und müssen natürlich zwei Früchte mit nach Hause nehmen; und wir brauchen noch etwas: Filme! 😮 Wir haben keine Filme mehr für den Camcorder, das geht gar nicht und nach kurzer Nachfrage haben wir ein Fachgeschäft gefunden und unsere Filme. Wir sind begeistert, dass hatten wir nicht erwartet. Prima! „Baie dankie“- heißt vielen Dank auf Afrikaans. 🤩
Gleich hinter der Ortsausfahrt kommt der Abzweig zur D2440, eine 20km lange sandige Piste bis zum Cheetah Conservation Fund. Auf der Strecke sehen wir ein Schildkrötenpärchen bei der Paarung. Einfach toll diese Tiere, unsere beiden Exemplare daheim sind erst drei Jahre alt und winzig gegen diese Exemplare.
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Als wir an der CCF ankommen, werden wir kurz herumgeführt und buchen eine einstündige Führung mit Fütterung der Tiere zu Fuß.
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Vorerst können wir uns im Museum einen Beitrag des deutschen Fernsehens über die Organisation ansehen und bekommen so eine Grundinformation. Eine super Idee, denn die restliche Führung ist englischsprachig und die Kids können sich so einiges zusammenreimen. Die Erklärungen erfolgen sehr anschaulich, sind aber dennoch mit Fachbegriffen gespickt. Die Tiere hier haben große Gehege, scheinen sich wohl zu fühlen und sind wild!
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Weiter abgelegen gibt es noch weitere Gebiete, an die kein Tourist herankommt. Hier sollen kranke Tiere wieder ausgewildert werden. Die Cheetahs verbinden hier auch nicht ein Auto bzw. Motorengeräusch mit Futter. Wir erfahren viele interessante Dinge zu den Geparden und besuchen im Anschluss noch das Museum.
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Zufällig macht hier eine Familie halt, die ihre Tochter und die Freundin zu einem Praktikum nach Namibia begleiten. Auf Nachfrage, wo denn das Praktikum absolviert wird, bekommen wir zur Antwort: bei der Ombilistiftung! Oh, das trifft sich gut! Wir berichten von unserem gescheiterten Vorhaben und geben den jungen Damen den Rest unserer Buntstifte mit, die diese freudestrahlend entgegen nehmen. Prima, dann kommen die Stifte doch noch an! Wir freuen uns und fahren weiter zum Waterberg…

Bernhard und Olli:


So langsam macht sich der Regen bemerkbar, wir fahren durch eine Landschaft voller sattgrüner Büsche und Bäume. Während der Fahrt macht uns das jedoch nicht viel aus, wir haben längere Strecken auf Asphalt und nach einem kurzen, intensiven Regenguss ist der Himmel wieder frei. Erst kurz vor dem Waterberg, wir konnten ihn schon eine Weile lang auf uns zukommen sehen, geht die Strecke in eine Sandpiste über, vom Regen mittelmäßig gut eingeweicht, und nach wenigen Minuten fährt es sich schwammig wie in Schneematsch. Die Pfützen auf der Pad werden aber zahlreicher, doch noch kann ich den Pfützen ausweichen. Nach ein paar Biegungen jedoch gibt’s die eine oder andere Senke, in der sich dann schon eine größere Menge Wasser gesammelt hat. Die Tiefe lässt sich bei den ersten beiden Pfützen noch gut abschätzen, aber dann wird´s mir doch zu heikel: Sicherheitshalber will ich mir den Wasserstand noch etwas näher anschauen. Schließlich haben wir keinen Allrad-Wagen und wollen nicht mitten in der Pfütze steckenbleiben. Also aussteigen, und aus der Nähe begutachten. Scheint zu gehen, also durch. Dann folgt die nächste, jetzt schon deutlich tiefer, das traue ich mir dann doch nicht mehr zu. Vielleicht, wenn wir an den Rändern etwas Platz schaffen, wo das Wasser ablaufen kann? Dummerweise fängt es nun aber wieder an zu regnen, aber was hilft´s? Uns ist niemand entgegen gekommen, also keine Hilfe zu erwarten. Und nicht mehr allzu viel Zeit bis zum Sonnenuntergang, noch ca. eine dreiviertel Stunde wird es hell bleiben. Also schaufeln und schieben wir den Sand zur Seite, damit das Wasser ablaufen kann. Wenigstens noch etwas Sport vor dem Schlafengehen.

"Kleine Anmerkung von Kiwi: Bernhard sitzt die ganze Zeit im Auto und sagt mir, wo ich schaufeln soll!" 😈 Nach ungefähr 5 Minuten zeigen unsere Bemühungen jedoch nur wenig Wirkung ("wie witzig"), deshalb schaue ich mir den anderen Straßenrand an, um zu erkunden, wie weit man sich von der Straße entfernen kann, ohne im Urwald feststecken zu bleiben. Ich beschließe, dass es auf am äußersten Straßenrand immer noch sicherer wäre als im knietiefen Wasser."Toll erst lässt er uns schaufeln und fährt dann außen herum." 😵 Wir müssen heute noch über die Situation lachen, vor allem, wenn wir uns den heimlich von Vivi gedrehten Film anschauen! 😄
Alle steigen wieder ein, und ich fahre über eine ziemlich weiche Wiese, aber wir kommen kontinuierlich weiter. Als wir glücklich durch sind, bedankt sich meine Familie für das scheinbar sinnlose Wasser-Schöpfen, weil wir ja dann doch nicht mitten durch die Pfütze gefahren sind. Trotzdem sind wir froh, die kritische Stelle überwunden zu haben, und hoffen insgeheim, dass es nicht schlimmer wird. Der Regen nimmt zu, und trotz des weichen Untergrundes fahre ich nicht allzu langsam, weil die Straße sehr breit ist und wir das einzige Fahrzeug. Wir hinterlassen irre Schlangenlinien, um die nasseren Stellen auf der Straße zu meiden, und nicht zum ersten Mal bin ich froh, dass ich das ADAC-Fahrtraining absolviert hatte, und auch in dieser Matsch-Piste das Auto gut unter Kontrolle behalten kann. Irgendwann muss doch der Abzweig zum Waterberg kommen…Mmh!-aber hier gibt’s nur einen Campingplatz, langsam wird’s auch schon dunkel. Als wir an einem Gate anhalten, fragen wir nach dem unserer Unterkunft, aber wir bekommen raus, dass wir schon zu weit gefahren sind – also nochmal zurück, diesmal können wir unseren Reifenspuren im Matsch entlang fahren, und finden dann auch schon in ziemlicher Dunkelheit den hier anders benannten Wegweiser zu unserer Unterkunft. An der Rezeption ist natürlich niemand mehr, wir warten ein Weilchen im Auto, bis wir dann einchecken können und unser tolles Häuschen aufsuchen können. Eine eigene Auto-Auffahrt haben wir, und glücklicherweise einen überdachten Stellplatz, so dass wir die Koffer auspacken können, ohne noch nasser zu werden, als wir ohnehin schon sind.
Das Wohnzimmer mit großem Tisch und drei Couchen ist echt riesig, und dann haben wir noch zwei gemütliche Zimmer mit Doppelbetten und jeweils eigenem Bad/WC.

Wir machen und noch ein „kleines“ Abendessen zurecht, denn wir wollen unsere Kudu-Steaks grillen! Dazu gibt es noch Salat. Die Sache mit dem Grillen stellt uns vor eine Herausforderung, denn es regnet und der gemauerte Grill mittendrin, also improvisieren… Wir bauen uns eine eigenwillige, aber funktionierende Konstruktion, schlürfen dazu unser Bierchen und Weinchen, halten nach Affen Ausschau, die sich aber wohl auch bei diesem Wetter zurückgezogen haben und freuen uns auf unser Kudusteak! Ach wie lecker!!

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Leider eine schlechte Qualität,aber die Aufnahmen sind vom Film!


Ob wir morgen wohl vom Waterberg aus überhaupt was sehen können, wenn es so weiter regnet? Wir wurden gewarnt, dass es hier Affen gibt, die sehr aufdringlich sein können. Wir erinnern uns an die Pavian-Geschichte von Matze Klein im Hummeldumm-Buch und dem „Dankeschön“-Häufchen, welches die Affen nach einem Besuch in den Häusern hinterlassen können, wenn sie alle Sachen durchwühlt und sogar Rucksäcke geöffnet haben, ne? Bei dem Regen sitzen die bestimmt irgendwo in den Bäumen und lassen sich nicht blicken – denken wir uns, und schlafen selig ein.
Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
zuletzt bearbeitet 30. Aug. 2011
1'816 Beiträge · seit 200826. Aug. 2011 · #88
Hallo Kiwi,

euer Bericht über die Tigerquelle begeistert uns jetzt nicht wirklich, denn wir sind dort im September.

Hat denn jemand andere Erfahrungen gemacht??????

Gruß Boris
4'451 Beiträge · seit 200828. Aug. 2011 · #89
Hallo Kiwi ,Bernhard, Olli und Vivi,

was für ein Erlebnis wieder. Toll , das es wieder weiter geht mit euerem Reisebericht 🙂 und wir mitreisen dürfen. Die abwechslungsreiche Bilder und die von euch geschilderte Erlebnisse , einfach Klasse. 🤩

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter298 Beiträge · seit 201011. Okt. 2011 · #90
Der vorletzte Tag unseres Reiseberichtes....viel Spaß!
LG Kiwi


30.12.2010 Waterberg

Wieder früh erwacht, sitze ich mit einer Tasse Kaffee und der Filmkamera auf unserer Terrasse.
Da sich unser Haus mitten auf dem Berg befindet, türmt sich ca. 50 m weiter die bewaldete Bergwand vor mir auf; eigentlich sieht das schon eher nach Urwald aus. Der Berg ist völlig im Nebel eingehüllt. Ich muss unweigerlich an den Film „Gorillas im Nebel“ denken, da hier auch Affen sein sollen!- allerdings handelt es sich hier um Paviane.
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Einige Vögel kündigen lautstark den Sonnenaufgang an und tänzeln auf der Wiese vor unserem Haus herum.
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Ein Blick zur Seite verrät mir, dass die Paviane letzte Nacht da waren. Unsere Grillkonstruktion ist ramponiert, der Mülleimer umgekippt und ein „Dankeschönhäufchen“ direkt neben unserer Eingangstür hinterlassen. 😵
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Der Nebel löst sich schnell auf, so dass ich schon den Blick auf die ca. 50 m weiter entfernte Straße blicken kann. Ich bin der Meinung, , dass aus einem Baum an der Straße eine Schlange gefallen ist, aber meine Drei wollen mir nicht glauben. Na ja, was soll´s, solange sie uns nicht besuchen kommt.
Fast im selben Moment kommt aus einer anderen Ecke ein Pavianweibchen mit Nachwuchs auf dem Rücken die Straße entlang spaziert.
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WOW! Langsam schleiche ich mich um unser Auto herum, um sie besser filmen zu können. Nachdem die Alte wieder im Wald verschwunden ist und ein nächster Affe aufkreuzt, ziehe ich mich langsam rückwärts wieder zurück, filme aber weiter. Huch, hey! Direkt neben mir (keine 4 Meter) sitzt ein Pavian auf unserem Grill und beäugt mich! Leute, ich war sowas von schnell im Haus … Paviane haben schließlich spitze Zähne! Kurze Zeit später wird unser Auto inspiziert und der kleine Kerl setzt sich auf den Seitenspiegel und betrachtet sich interessiert im Spiegel. Inzwischen stehen wir alle hinter dem Fliegengitter und amüsieren uns! Nachdem es ruhiger um uns geworden ist und wir uns fürs Frühstück fertig gemacht haben, wollen wir mit unserem Nissan zum Haupthaus hinunter rollen, dabei entdecken wir den riesigen Baum neben unserem Haus.
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OK, das scheint der Schlafbaum für eine größere Gruppe Paviane zu sein: Cool!! Direkt neben uns! Das Frühstück schmeckt auf der Terrasse des Haupthauses mit einem herrlichen Blick über das grüne Land wunderbar.
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Ich bestelle mir Rührei, möchte jedoch gerne nur eine halbe Portion, was im Übrigen auch schon sehr üppig ist.
Nach 10 Minuten kommt eine riesige Portion, hätte auch von der Menge her ein Straußenei sein können. Auf meinen fragenden Blick bekomme ich die Antwort: „Unser Koch kann keine halben Portionen!“. Zum Glück haben wir nur eine Portion bestellt.
Hasi und ich beschließen, etwas wandern zu gehen, da die Vegetation einfach dazu einlädt. Und wir haben ja auch die „tolle“ Wanderroute vom Camp bekommen. Wir beschließen, den „Vogelweg“ zu nehmen und wandern ein paar Meter. Ich muss aber gestehen, dass uns doch etwas mulmig zu Mute war, schließlich laufen hier irgendwo Affen rum und ich bin immer noch davon überzeugt, dass vorhin eine Schlange aus dem Baum gefallen ist… Der „Weg“ ist supersteil und lockeres Gestein wechselt sich mit Matsch ab. Wir beschließen, unsere Expedition erfolglos, aber überlebend abzubrechen! Also ist Pool-Time angesagt, und kurze Zeit später erfrischen wir uns im kühlen Nass, chillen so vor uns hin. Nachmittags brechen wir zu einem Gamedrive auf das Waterberg-Plateau auf. Mit uns an „Board“ ist noch ein Pärchen. Wir haben viel Platz in dem nach allen Seiten offenen Fahrzeug. Nur eine Dachplane schützt vor Regen oder Sonne. Am Horizont ziehen schwarze Wolken auf. Bewaffnet mit allen technischen Geräten, die wir haben, geht es also los. Hauptziel dieser Exkursion: traumhafte Landschaft, Ruan-Antilopen oder auch Pferdeantilopen und Wasserbüffel! Auf halber Strecke auf das Plateau sehen wir das ganze Ausmaß der auf uns zukommenden Gewitterfront.

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Egal! Einstimmig beschließen wir auf Tour zu gehen. Wir fahren in eine traumhafte Landschaft im Gewitterlicht. Die Luft ist absolut klar und die Farben leuchten um die Wette.
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Die rote Sandpiste ist ab und zu von Tierspuren durchbrochen und dann tauchen am Horizont auch schon Giraffen auf. Ein Halt bei einem Wasserloch bringt uns eine Menge Spaß, aber leider keine Büffel.
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Macht nichts, wir haben ja noch viele „Points“ vor uns. Wir können noch beobachten, wie zwei Nashörner die „Straße“ kreuzen und stehen plötzlich neben einer Ruan-Antilope.
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Was dann kommt, lässt sich schwer in Worte fassen. Bisher kannte ich nur Wolkenbrüche in Deutschland, einen afrikanischen Wolkenbruch kann ich nur so beschreiben: ein deutscher Wolkenbruch ist für afrikanische Verhältnisse nur ein starker Regen.

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Also, es gießt aus Eimern, wir sitzen mit unserer Ausrüstung im offenen Wagen, das Dach nützt nicht wirklich viel. Zum Glück habe ich Regencapes für unsere Ausrüstung dabei. Der Guide hat auch noch Capes für uns, sogar mit Fleece auf der Innenseite.

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Wir kauern uns mit der Kamera auf dem Schoß zusammen und bekommen eine Fuhre Wasser von oben. Die Sitzreihen sind auch schon vollgesogen und so sitzen sprichwörtlich in Pfützen und der hochspritzende Schlamm von der Straße tut sein Übriges. Nach keinen fünf Minuten sind die Fleececapes mit Wasser voll und schwer, wir können eigentlich nur noch lachen und amüsieren uns, bei jeder Pfütze bzw. jedem Wasserloch oder See weil es so schön spritzt, wie Kinder unter dem Rasensprenger. Zum Glück ist die Ausrüstung gut eingepackt, sonst wäre die wohl hin. Wir machen unterwegs nur noch ein, zwei Bilder mit Ollis Unterwasser-Fotoapparat. Das Pärchen auf der Sitzbank hinter uns ist ebenso lustig wie wir. Aus dem Regen taucht plötzlich ein Auto auf, die Leute bitten uns anzuhalten und fragen nach dem nächsten Campingplatz bzw. nach unserem Camp, auch sie sind an dem Wegweiser vorbeigefahren. Kaum die Frage nach dem Campingplatz ausgesprochen, können wir uns vor Lachen kaum mehr halten. Die Insassen des Wagens schauen uns zunächst etwas skeptisch an, sie müssen dann aber auch mitlachen (vielleicht haben sie uns auch ausgelacht, denn sie saßen ja im Trockenen) und teilen uns mit, dass sie heute Nacht doch eher die Lodge bevorzugen würden. Plitschnass kommen wir an der Camp-Rezeption an und steigen in unseren Wagen, um schnellstmöglich unter die Dusche zu kommen. Hierbei versuchen wir unsere Autositze nicht allzu nass zu machen, denn wie gesagt wir sind bis auf die Knochen nass und auch etwas sandig. Dieser Gamedrive hat aber trotzdem viel Spaß gemacht und wir wollen dieses Erlebnis nicht missen, denn jetzt wissen wir, was Regen ist.
Abends gehen wir noch essen und verschwinden wie immer hier so gegen 22.30 Uhr im Bett.
Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2011
2'462 Beiträge · seit 200611. Okt. 2011 · #91
Die Schilderung des Wolkenbruchs und Eurer verregneten Fahrt finde ich wunderbar und erinnert mich sehr an unser ausgelassenes Lachen während solcher Fahrten 😉 Es hat wirklich was von in Pfützen hopsen als man noch Kind war 😊
Wir haben uns vor allem kaputtgelacht, wenn die Wassermassen vom Dach runterkamen, die sich da gesammelt hatten und überschwappten, wenn stark gebremst wurde oder der Weg zu uneben war (was ja eigentlich permanent der Fall ist). 😉

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
4'451 Beiträge · seit 200811. Okt. 2011 · #92
Hallo Kiwi,
ach wie schön, das Du den Bericht nun endlich weiter geschrieben hast.😄 Ich habe mich amusiert bei der Affenstory 😄 Die sind wirklich absolut frech.;)

Bei euere Wanderung , da habt ihr richtig entschieden. 🙂 Rauf ging es noch aber dann runter, frage nicht 😄 😄 😄

Danke Dir für die wunderbare Bilder dazu.:)

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
250 Beiträge · seit 201011. Okt. 2011 · #93
...das sind ja echt coole Jungs die Autos mit solchen Reifen vermieten...

...hier nimmt der Vermieter anscheinend bewusst in Kauf , dass auf einem Pad ein Reifen platzt... es braucht dann schon einige Erfahrung um das Auto unter Kontrolle zu halten ... in der Regel ist der durchschnittliche Tourist mit dieser Situation völlig überfordert ...dann wird es sehr schnell lebensgefährlich ...das grenzt an vorsätzliche Körperverletzung...

Gruss Tom
Die ganze Bar kam mir hoch (Charles Bukowski)
Themenstarter298 Beiträge · seit 201011. Okt. 2011 · #94
@Sanne und Cecile: Danke für eure lieben Rückmeldungen! 😁

@Tom: Ja, die Reifen sahen schon recht abenteuerlich aus! Zum Glück sind wir doch immer recht langsam unterwegs gewesen, auf Gravel nie schneller als 60kmh,meist jedoch langsamer. Wenn ein Reifen bei dieser Geschwinigkeit platzt, dann ist es aber mit Sicherheit auch kein Vergnügen. Ich glaube, dass wir da unheimlich Glück hatten!!! Wobei die Situation im Etosha kurz vor Okondeka auch nicht ohne Gefahr war, da wir unser Gepäck komplett ausräumen mussten... mitten im Gelände!
LG Kiwi
Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
Themenstarter298 Beiträge · seit 201011. Okt. 2011 · #95
31.12.2010 – Waterberg-Düsternbrook

Heute ist Sylvester!
Unser Weg führt uns heute die geteerte B1 entlang, über Okahandja bis zur Farm Düsternbrook. Wir sind das erste Mal richtig froh darüber, auf Teer fahren zu können, denn es hat in der Nacht noch so geschüttet, dass die Vegetation neben der Straße unter Wasser steht und alles ein riesiger Sumpf zu sein scheint.
Wir kommen an einem riesigen Schwarm Schwarzstörche vorbei, die hier auf ihrer Durchreise ein Rastlager haben. 🙂 In Okahandja angekommen besuchen wir zunächst den kleinen nördlichen Holzmarkt und erstehen einige Körbe und Mitbringsel, wie wir später hören, ist dieser Markt zwei Monate später abgebrannt und viele Menschen haben ihre Existenzgrundlage verloren, denn hier werden ausschließlich Holzwaren angeboten. Hätten wir doch nur mehr gekauft…
Nach ca. 300m kommt auf der linken Seite ein sehr großer Holzmarkt, der gegenüberliegende Parkplatz ist gut bewacht, da die Händler die hier ankommenden Gäste des Ortes gleich belagern. Zu uns ist man sehr freundlich aber auch etwas aufdringlich und nach einem kurzen „keep cool man, come down!“ ist alles gesagt und man lässt uns in Ruhe alles anschauen. Hier erstehe ich ca. 20 kleine Steinzebras, Olli ein tolles Schachbrett aus Holz in Afrikaform, Vivi entdeckt (natürlich rein zufällig) den Schmuck, den sie schon immer gesucht hat und Bernhard hat sich in ein wirklich tolles, aber etwas größeres Kudumännchen verliebt. Es wird mächtig gefeilscht und am Ende sind alle glücklich. Ach so, hier nehmen wir auch noch ein Straußenei mit und ich finde nach langem Suchen diese kleinen süßen Deckchen mit dem Perlenrand für die Gläser vom Anfang der Reise; auch diese zwei muss ich unbedingt mitnehmen.
Gegenüber am Parkplatz befindet sich noch ein kleines Cafe´mit einem kleinen Garten im Hof, hier stärken wir uns und erzählen uns gleich nochmal das eben erlebte und freuen uns über die erstandenen Sachen. Langsam kommt uns in den Sinn, dass wir anfangen sollten über unser eventuelles Übergepäck nachzudenken… Der Gedanke wird bei Seite geschoben, denn wir haben schließlich noch 1 1/2 Tage.
Wir machen uns auf den Weg zur Farm, denn es stehen noch „Cats unlimited“ auf dem Programm.
Den Abzweig zur Farm finden wir ohne Probleme, müssen uns aber doch etwas den Weg bahnen, denn das Gelände ist etwas unwegsam. Pünktlich um 16.00 Uhr kommen wir an, wo auch schon das Auto für den Gamedrive bereit steht. Schnell anmelden, Ausrüstung geschnappt und los geht’s!

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Mit an Bord ist noch eine junge Familie mit Kleinkind. Wie jetzt?- der Zwerg ist gerade zwei Jahre alt, wie war das mit dem Futter? Uns hat man immer gesagt Kinder unter 1,50m sollten nicht mit auf Tour gehen und schon gar nicht zu Leoparden und Geparden. Ok, die Eltern müssen es ja verantworten, die sind in Namibia geboren, haben viele Jahre in Deutschland gelebt und sind jetzt wieder zurückgekehrt, die werden schon wissen. Sie haben die ausdrücklich gewünscht!
Zuerst fahren wir in ein großes Gehege mit einem Leoparden, der hier gefüttert wird. Die junge Familie sitzt vor uns direkt hinter dem Fahrer mit dem Fleisch.
Der Leopard schaut sich die Sache mit dem Auto aus einiger Entfernung an und kommt dann aus seinem Versteck.
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Der Driver hat Fleischstücke auf einem Baum platziert, die sogleich anvisiert und dann genüsslich verschlungen werden.
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Dann geht die Fütterung aus dem Auto weiter, immer wieder wird das Kleinkind fixiert und das Raubtier scheint seine Instinkte noch nicht verloren zu haben, der Fahrer wirft aber immer rechtzeitig das Fleisch, so dass „keine“ Gefahr für den Zwerg besteht. Olli haben wir jedenfalls eng in unsere Mitte genommen, ganz ohne Gefahr ist das hier nicht, denn wir sitzen in einem offenen Wagen.
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Weiter geht’s zu den Geparden. Das diese Tiere ein großes Sprint-Potential haben, wissen wir, aber wenn diese geschmeidigen Tiere einem Auto hinterher rennen, in dem wir sitzen, ist das etwas anderes. 😗
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Das Gelände von den Geparden ist so groß, das sie auch in der Lage wären hier kleinere Tiere selbst zu jagen. Wir müssen die Tiere erst suchen und fahren eine längere Strecke mit dem Auto, als die Tiere plötzlich seitlich aus dem Busch gesprungen kommen und dem Auto folgen.

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Auf einer kleinen Anhöhe machen wir Halt und hier werden die Tiere gefüttert.

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Die bernsteinfarbenen Augen können einen richtig durchdringen, man könnte sich fast darin verlieren.

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Wunderschön! Auch die Geparden haben das Kleinkind entdeckt und wirken etwas nervös, der Kleine wird jedenfalls auch hier regelmäßig anvisiert. Ihre Jagdinstinkte haben sie nicht verloren.

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Das Futter reicht den Tieren aber 😉 und so fahren wir alle wohlbehalten wieder weiter.
Ein Klippschliefer kreuzt unseren Weg

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und die Tour führt uns nun zu einem weiteren Höhepunkt!
Die Nilpferde!
Die Tiere haben ein großes Areal und sind auch sehr scheu.

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Da sie zu dieser Jahreszeit noch zusätzlich mit Heu gefüttert werden, kommen sie von ihrem entlegenen Plätzchen Richtung Ufer.

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Wir haben uns ca. 100m weiter auf einer Anhöhe positioniert und warten. Die drei Kolosse wagen sich bis auf 5m an das Ufer heran, wollen sich aber nicht ganz aus dem Wasser wagen. Sie riskieren es in kürzeren Zeitabständen immer wieder mal etwas weiter aufzutauchen, sinken dann jedoch schnell wieder ab. Unser Guide erklärt uns, dass sich die Tiere schnell verbrennen und die Sonne noch zu warm ist, sie werden wohl erst später das Ufer betreten.

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Wir wollen die Drei noch beobachten und gerne gewährt man uns diese Zeit. Finde ich echt toll, keiner beschwert sich, dass wir einfach nur dasitzen und beobachten wollen, nach ca. einer halben Stunde beschließen wir nach Hause zu fahren, es sieht schon sehr nach Regen aus, aber bleibt trocken. Auf der Farm angekommen,checken wir erst ein, beziehen unser Zimmer und freuen uns, wieder einmal, denn wir haben ein gemütliches Familienzimmer für die letzte Nacht in Afrika! 😐
Moment, da waren doch an der Rezeption wieder diese niedlichen Deckchen … Wir kaufen alle, die da sind leider nur drei Stück und bekommen am nächsten Morgen noch das vierte Deckchen dazu! Für uns wird extra am Sylvesterabend noch ein Deckchen genäht! 🤩 JUHU!
Das Abendessen ist sehr lecker, der Abend gemütlich und doch wir schaffen es nicht bis Mitternacht wach zu bleiben und verschlafen den Jahreswechsel! 😗
Ein gesundes und frohes neues Jahr! 🤪
Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
zuletzt bearbeitet 20. Okt. 2011
Themenstarter298 Beiträge · seit 201011. Okt. 2011 · #96
01.01.2011 - letzter Tag! 😮

Oh wie furchtbar! Wir wollen nicht! Wir wollen nicht aufwachen, nicht aufstehen, nicht packen, nicht losfahren und vor allem nicht losfliegen!!!
Wir müssen aber, also gehen wir frühstücken!
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Nach dem leckeren Frühstück, treffen wir uns mit dem Guide von gestern und laufen zu einem weiteren Gepardengehege. Hier lebt eine relativ zahme, mit der Hand aufgezogene Gepardin namens Circa. Circa begrüsst liebevoll ihren "Ziehpapa" und schnurrt um seine Beine.
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Sie wurde als Baby aus einer Falle befreit, war aber so schwer verletzt, dass ihr ein Hinterbein amputiert werden musste. Diese Verletzung merkt man Circa in keinem Fall an, da sie ebenso gewandt ist, wie jedes gesunde Tier und ebenso schnell. Wir können zu Fuß durch das Gehege, wir wurden aber schon vor dem Trip darum gebeten, feste Schuhe anzuziehen, da Circa auf Füße steht…
Wir können dieses faszinierende Geschöpf nach der Fütterung sogar streicheln und genüsslich leckt Circa mir den Handrücken mit ihrer Sandpapierzunge wund. Egal, dieses Gefühl werde ich nie wieder in meinem Leben haben.
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Circa knabbert dann noch an Bernhard`s Schuhen und Olli darf neben Bernhard und mir stehend auch streicheln.
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Ach ja „unsere“ junge Familie ist auch wieder dabei! Nach der Fütterung und den Streicheleinheiten, die sie mit lautstarkem Schnurren einfordert, geht’s zur Spielzeit mit dem Guide und ihrem Ball, wir schlendern ruhig hinterher und bestaunen die Geschwindigkeit von der dreibeinigen Gepardin. Man kann den beiden die Freude am Spiel richtig anmerken...
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Die Eltern haben ihr Kleinkind zwischen sich an den Händen. Circa kommt zu uns gerannt und nimmt scheinbar Kurs auf den kleinen Zwerg. Die Eltern sind auch kurz erschreckt und ziehen den Kleinen sofort hoch auf die Schulter…
Nach diesem tollen Erlebnis springen wir noch in den Pool, unser Flug geht ja schließlich erst heute Abend.
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Wenn wir Glück haben, dann liegt noch so viel Schnee in Frankfurt, dass wir nicht starten können.
Später müssen wir leider doch feststellen, dass wir nun packen sollten, Bernhard räumt so ein, dass wir im Fall der Fälle bei zu viel Übergepäck den Wüstensand hier lassen können. Eigentlich sind wir sehr zuversichtlich, dass es reichen müsste, denn wir hatten auf dem Hinflug doch nur 40 kg.
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Wir verabschieden uns und fahren nach Windhoek, schauen noch bei Bwana vorbei, aber hier ist heute niemand. Klar, ist ja Neujahr! Wir bummeln noch durch Windhoek und erstehen ein weiteres Straußenei!
So, wir haben nur noch einige Stunden. Einstimmig und ohne große Diskussion sitzen wir 15min später bei Joe und genießen unser letztes Gamefleisch (Kudu, Zebra, Oryx, Springbock, Strauß und Krokodil).

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Unsere Stimmung war schon ausgelassener hier, am Anfang unserer Reise.
Weiter fahren müssen wir, nämlich zum Flughafen!
Wir geben unser Auto völlig problemlos ab und sitzen da und trauern. Das Einchecken klappt wunderbar, vorher lassen wir sicherheitshalber unsere Koffer in Cellophanfolie einpacken und stellen belustigt fest, dass wir 23 kg Afrika mit nach Hause nehmen und dem Namibiavirus infiziert sind!!! Wir sind mit 63 kg noch weit unter dem was wir zu Viert dürften. 😮 dann könnten wir doch noch....

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Der Fußweg über das Flugfeld ist sehr schwer, Vivi und ich gehen Hand in Hand sehr langsam, obwohl es regnet; oder sind das unsere Tränen, die sich mit der afrikanischen Erde verbinden wollen? 🙁
Der Rückflug ist ok und ruhig, langsam macht sich auch die Vorfreude auf Daheim wieder breit, denn wir haben ja soooo viel zu erzählen und wir wollen doch noch Schnee sehen in diesem Winter…

02.01.2011

In Eiseskälte landen wir in Deutschland und fahren mit dem Zug durch eine vertraute schöne Winterlandschaft bis Berlin. Unser Auto haben unsere Eltern aus dem Schnee gegraben, ich will natürlich auf der linken Seite einsteigen… so schnell kann man sich an den Linksverkehr gewöhnen.

Der Urlaub endet bei einem tollen Essen beim Italiener um die Ecke mit Oma und Opa.


Geschafft von der langen Rückreise schlafen wir in unserem großen heimischen „Familienzimmer“ ein und träumen von Afrika, von Namibia!

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Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
zuletzt bearbeitet 21. Okt. 2011
730 Beiträge · seit 200611. Okt. 2011 · #97
Hallo Kiwi,

schaaaaade zu Ende. 😉
Auch von mir noch einmal vielen Dank für den gelungenen Bericht.

Bis bald dann beim nächsten Berliner Treffen.
Viele Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
4'451 Beiträge · seit 200813. Okt. 2011 · #98
Hallo Kiwi,

vielen Dank für den wunderbaren Reisebericht. 🙂 Und die sehr gelungene Bilder. Ihr hattet ja wirklich eine schöne Reise und vielleicht sehe ich irgendwann mal das Fotobuch was Du für Deine Eltern erstellt hast. 🤩

Liebe Grüße auch an Deine Lieben von
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter298 Beiträge · seit 201013. Okt. 2011 · #99
@ Ina und Cecile: Wir freuen uns, dass es euch gefallen hat mit uns auf Reisen zu gehen.... 🤩 auch wenn sich der Bericht laaaange hingezogen hat! 😗
Ina bekommt beim nächsten Forumstreff das Buch zu sehen; das schaffen wir bestimmt auch mal Cecile.
Liebe Grüße Kiwi,Bernhard,Vivi und Olli
Reisebericht: Afrika- Ein Traum wird wahr !!!http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/175448-afrika-ein-traum-wird-wahr--1212-01012011.html Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was berichten.... Matthias Claudius
zuletzt bearbeitet 13. Okt. 2011
8'672 Beiträge · seit 201013. Okt. 2011 · #100
Hallo Kiwi,

auch von mir ein Dankeschön - und schade, dass es schon vorbei ist 🙁

Aber bekanntlicherweise ist ja nach dem Urlaub vor dem Urlaub - ich hoffe, Ihr macht so weiter... 😉

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute