KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201019. Feb. 2011 · #21
Guten Morgen Lio, vielen Dank für deine Worte. Nachdem, was ich so gelesen habe, hatten wir wirklich großes Glück. An Bord des Katamarans war eine Mutter mit zwei Kindern, die die Tour das dritte Mal in einer Woche gemacht haben!!! Sie hatten vorher wegen des hohen Seegangs und starken Nebels nichts gesehen 🙁 ! Viele Grüße Kiwi P.S.: Versuche den nächsten Tag noch am Wochenende einzustellen 😎 !
Hi Kiwi, hi Vivi, unser Besuch aus Namibia ist leider wieder weg und nun komme ich wieder dazu im Forum zu stöbern 🙂 Das ist wieder eine schöne Fortsetzung von euere Reise. ich finde es toll, das Vivi auch schreibt, weil jeder es doch wieder anders erlebt. Danke für die tolle Bilder. Lieben Gruß Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201024. Feb. 2011 · #23
Hallo Leute, sorry, hat etwas gedauert! Nachdem hier so viel tolle Resonanz auch für Vivi kam, hat sich Olli auch entschlossen ein paar Zeilen zu schreiben.So habe ich mich für den nächsten Tag zurückgehalten.Viel Spaß beim Weiterlesen... Viele Grüße Kiwi, Vivi und Olli
17.12.2010 Oh, prima! 😎 Heute werden wir vor unserer Unterkunft von Tommy zur Living Desert Tour abgeholt! Wir fahren mit zwei Autos und wir sind die letzten, die zusteigen, da unser Haus direkt vor dem Wüsteneingang liegt und die Dünen gleich hinter dem Haus beginnen. Noch bevor auch nur ein Hauch von Düne sich dem strahlend blauen Himmel entgegen reckt, halten wir an und bekommen einen Einblick in die „Wüstenzeitung“ und das Wüstenklima. Vivi: Alternativ Space, Swakopmund Heute ist Tommy`s Desert Tour dran. Tommy ist sehr nett. Er unterhält sich mit uns (auf Deutsch) und hält danach einen „kleinen“ Vortrag über die Wüste. Jetzt fahren wir mit zwei Autos in die Sanddünen. Mal gucken, was wir heute alles so sehen….
In der Wüste ist sehr heiß. Es gibt keinen Schatten und die Sonne steht fast senkrecht über uns. Trotzdem hat Tommy eisgekühlte Schokolade dabei. Man muss sie schnell essen…. Insgesamt sehen wir heute jede Menge Käfer (weiße und schwarze), die morgens am obersten Dünenkamm den kondensierenden Tau auffangen. Dann sehen wir einen kleinen Gecko, der keine Pigmente in der Haut hat und sich deshalb an der kälteren Seite der Düne im Sand aufhält und sich dort vergräbt. Der Palmatogecko hat ziemlich große Glubschaugen und eine seltsame Färbung.
Danach sehen wir noch das Wüstenchamäleon, es ist sehr beeindruckend, wenn es seine Farbe wechselt. Die Sidewinder-Snake musste Tommy erst eine Weile suchen, denn sie hatte sich in einem Busch versteckt und war nicht zu sehen. Trotzdem läuft er zielsicher auf genau den richtigen Busch zu. Irgendwann winkt er uns zu sich heran und zeigt uns die Schlange in seinem Hut.
Tommy setzt die Schlange ab und sie bewegt sich seitwärts wieder auf den nächstbesten Busch zu. Mit den zwei Autos geht es jetzt mal tiefer in die Wüste und die Dünen. Hoch und runter, immer wieder ….
Bei einem weiterem Zwischenstopp holt Tommy einen sehr großen Magneten aus dem Auto und fährt damit über den Wüstensand. Wir sind sehr erstaunt, wie viel Eisenstaub die Wüste enthält. Was uns persönlich natürlich super gut gefällt, ist die Tatsache, dass die Kids immer wieder mit einbezogen werden!!!
Olli´s Gedanken Tommy´s Desert Tour: Am Morgen erwachten wir in unserem gemütlichen Quartier. Mama und ich haben uns der Zeit in der Papa und Vivi noch schliefen, schon einige Bilder angeguckt, die wir an den Vortagen schon geschossen hatten. Als dann auch endlich die anderen beiden aufgestanden waren, haben wir uns angezogen und ein leckeres Frühstück gemacht. Wir freuten uns schon auf die heutige Tour mit Tommy. Nachdem wir von Tommy abgeholt wurden, hat er noch schnell den Reifendruck raus gelassen auf 0,8 bar. Dann konnte es endlich losgehen: Ab in die grenzenlose Namibwüste! Auf der gesamten Tour sahen wir ein Wüstenchamäleon, eine Side-Winder-Snake, eine Puffotter, einen Palmatogecko, einen Gecko, der sich am Ohr oder am Hut festklammert, eine Blindschleiche, viele verschiedene Käfer und Spuren und einen Vogel, der ganz einsam und verlassen auf einer weiten Ebene stand. Mama musste den auch gleich fotografieren. Danach haben wir eine wilde Achterbahnfahrt mit dem Auto gemacht! Im weiteren Verlauf des Tages liefen wir über einen Weihnachtsmarkt und gingen sehr lecker in einem Restaurant essen, das sich Kupferkanne nennt. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir alle zusammen nochmal in die Wüste gegangen und sind auf die Dünen geklettert. Vom Wüstenspaziergang zurückgekehrt, packen wir schon mal grob die Sachen zusammen, denn morgen geht’s weiter ins Erongo Gebirge. Der Aufenthalt hier in Swakopmund hat sich sehr gelohnt und wir sind froh auf Bwana Carsten gehört zu haben, dass ein Tag zu wenig gewesen wäre!
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201024. Feb. 2011 · #24
Hallöchen, und weiter gehts! Viele Grüße Kiwi
18.12.2010 Swakopmund-Omandumba
Morgens beschließe ich nochmals kurz um 6.30 Uhr in die Dünen zu laufen, um das Morgenlicht einzufangen. 😎 Es ist schon verhältnismäßig warm und ich bin nur im T-Shirt unterwegs. Wieder von Nebel keine Spur. Nur mit meinem Fotorucksack ziehe ich los und da sich die Dünen gleich hinter dem Haus befinden, beschließe ich auch nicht zusätzlich Wasser mitzuschleppen. Das Licht ist einfach traumhaft schön und ich laufe ein Stückchen in die Dünen. Weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen, dafür viele Spuren im Sand. Was ist eigentlich, wenn jetzt ein Schakal oder ein anderes Tierchen kommt? 😵 Schnell trete ich den Rückweg an, so ganz allein ist mir das dann doch nicht geheuer, außerdem habe ich doch ganz schön Durst bekommen. Daheim angekommen werde ich schon mit einem leckeren Rührei am Frühstückstisch begrüßt. Wir beladen schnell unser Auto und… wir haben einen Platten, och nö!!😮
Wir verabschieden uns von unseren „Herbergseltern“ und fahren vorsichtig mit geschätzten 0,irgendwas bar zur nächst gelegenen Tanke. Wir stellen fest, dass der Reifen schon 3x geflickt wurde, wie war das mit den Reifen bei der Autoübernahme? 😠 Der Reifen ist schnell wieder aufgezogen und weiter geht’s. Wir machen noch halt am Kristallmuseum, von dem wir dachten, dass es an der Spitzkoppe sei. Von dort müssen wir natürlich auch Trommelsteine mitnehmen, die mühselig aus vielzähligen Mulden gesammelt werden, natürlich nur die schönsten Exemplare! Außerdem haben wir ein weiteres Kilo für den Rückflug. 😉 Bevor wir endgültig den Weg Richtung Pad einschlagen, machen wir noch einen Schlenker an den Strand….Wir brauchen schließlich noch ein paar Muscheln, Steine und Sand für unsere Souvenirkörbchen und für unsere Steinesammlung zu Hause und den Garten. Mmh so ein Steingärtchen ist doch auch was feines, in den Gartencentern gibt es schließlich genug Auswahl an Steingarten- Pflanzen. Vivi braucht unbedingt noch zwei! große Colaflaschen mit Dünensand und so wird unsere Kilozahl inzwischen schon auf ca. 12kg angewachsen sein; Leute wir sind erst am Anfang unserer Reise! 🤩 Oje, es ist schon mittags wieder Mal, wir freuen uns auf das nächste Abenteuer und nehmen die B2 Richtung Usakos, biegen vorher in die D 1930/1918 ab, da wir nicht an der Spitzkoppe vorbei fahren wollen. Ohne größere Zwischensopps erreichen wir unser vorläufiges Ziel und sind von den rieseigen Felskugeln total begeistert! 🤩 Schwer nur können wir uns trennen, aber wir müssen weiter, wir haben noch eine ordentliche Strecke Schotterpiste vor uns, unser heutiges Ziel ist die Omaruru Gästefarm der Familie Rust an der D2315. Eine Stunde vor Sonnenuntergang kommen wir bei der netten Familie an. Wir werden herzlich begrüßt , es werden uns unsere Zimmer gezeigt und kurze Zeit später essen wir alle gemeinsam bei Kerzenschein und wolkenlosen Himmel am Familientisch ein leckeres Mahl. Später sitzen wir noch am Lagerfeuer und quatschen ein wenig, bis uns die Müdigkeit übermannt. Da der Generator nur vormittags läuft, haben wir überall Kerzen zu stehen, sehr romantisch. Wir haben heute zwei Doppelzimmer mit einer Verbindungstür die wir auflassen, so brauchen wir uns nicht aufteilen. Nachdem alle Kerzen ausgepustet sind, ist es stockfinster! Gute Nacht, Johnboy! Gute Nacht, …! 😉
Vivi: Omandumba, Erongo Gebirge Heute sind wir den „ganzen Tag“ im Auto gefahren. Auf Omandumba sind wir erst spät abends angekommen, da wir erst spät (mittags) in Swakopmund losgefahren sind. Ich musste unbedingt noch Wüstensand und gesammelte Steine und Muscheln vom Strand mitnehmen…. Mama hat dann doch noch das Kristallmuseum direkt in Swakopmund gefunden. Wir dachten die ganze Zeit, es sei in der Nähe der Spitzkoppe. Die große Spitzkoppe war auch sehr imposant und beeindruckend. Lauter kleine Kugeln aus der Ferne. Wenn man dann neben dieser „kleinen“ Murmel steht, fühle ich mich ganz klein. Endlich auf der Farm angelangt, werden wir von einer netten Familie begrüßt.
Hi Olli, na da hattet ihr aber wahnsinniges Glück, was Du da alles so niederschreibst 😄 Ich finde es toll, das auch Du dich hier äußerst und uns mitreisen läßt. Im Übrigen auch Du kommst gut raus auf Dein Bild, so kann man sich vorstellen , wer da schreibt. Nur weiter so. Lieben Gruß Cécile 🙂
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Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
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KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201026. Feb. 2011 · #26
Hallo und ein schönes Wochenende wünscht Kiwi, hier gehts weiter...
19.12.2010
Mit ersten Sonnenstrahlen erwacht und.. den Hühnern, Ziegen und Rindern, mache ich wieder vor dem Frühstück auf die Socken, um noch etwas die Morgensonne in der Landschaft zu genießen. Nach ein paar hundert Metern kehre ich aber auch hier wieder um. So schön ich das auch finde, aber so ganz allein ist das wirklich nichts für mich! 😵 Schade eigentlich, ich würde so gerne auch mal auf die Felsen klettern, aber der Respekt vor der heimischen Tierwelt siegt und ich möchte keinen Revierkampf mit einer Schlange oder einem Skorpion ausfechten. Von größeren Vierbeinern gar nicht zu sprechen, wir kennen uns hier nun mal nicht aus! 😕 Vermutlich denken die Tiere alle das gleiche und suchen vor mir das Weite!
Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der schattigen Veranda, fahren wir heute nur ein kleines Stückchen ca. 120km bis zur Farm Dinosauriertracks. Kurz hinter der Farm befindet sich ein Living Museum und wir machen einen Abstecher dorthin. Wir sind die einzigen Touristen dort und bekommen einen Einblick in das Leben der San. Sie zeigen uns, wie gejagt wird, wie Ketten aus Straußeneischale gefertigt werden, wie Feuer gemacht wird und Seile für die Fallen hergesellt werden. Unsere Kids dürfen alles selbst ausprobieren. Im Anschluss daran wird getanzt, Vivi und ich mittendrin. 😁 Wir lernen einen Regenbogentanz und das gesamte Dorf tanzt mit! Einfach fantastisch!! 🤪 Die Wegstrecke bis zu den Dinotracks meistern wir ohne Probleme. Wir sehen hier und da ein paar Tierchen und kommen heute relativ früh an unserer Unterkunft an. Wir sind mal wieder begeistert, so herzlich begrüßt zu werden und finden ein cooles Familienzimmer vor, allerdings mit Spinne, einer Riesenspinne! Diese verschwindet jedoch schnell unter der Deckenverkleidung nachdem ein Waschlappen als Warnung in ihre Richtung geflogen ist. Nach einem Begrüßungstrunk machen wir eine kleine Expedition in die Vergangenheit. Wir gehen auf Dionospurensuche! Der Weg ist gut markiert und wir werden schnell fündig. Wir laufen auf dem Gelände noch etwas herum und als unser Wasser zur Neige geht, beschließen wir umzukehren, denn der Stein reflektiert gnadenlos die Sonne.
Abends wird uns ein grandioses Abendbrot kredenzt. Es gibt eine leckere Spinatblätterteig Pastete mit Kartoffeln als Vorspeise. Der Hauptgang kommt vom Grill, Oryx mit Kräuterbutter und selbstgebackenem Brot. Alles Gemüse und Kräuter aus eigenem Anbau! Zum krönenden Abschluss gibt es ein Eis. Dazu genießen wir bei untergehender Sonne einen Rotwein. Uns geht`s schon ganz schön gut! Berauscht von der Schönheit des Landes und auch etwas vom Rotwein schlafen wir ein. Die Spinne lässt sich zum Glück nicht mehr blicken! 😐
Mortimer95 Beiträge · seit 201126. Feb. 2011 · #27
Hallo Kiwi
Mit Spannung lese ich euren interessanten Bericht. Danke fürs mitnehmen.
Die San welche ihr besucht habt sind das die welche auf der Seite von Omandumba erwähnt sind?
Herzliche Grüsse Mortimer
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201026. Feb. 2011 · #28
Hallo Mortimer, prima, dass dir unser Bericht gefällt! Ja, die San leben auf dem weitläufigen Farmgelände von Omandumba. Man könnte sogar zu Fuss von der Farm zum Dorf laufen, ca 1,5 km. Die San zeigen auch, wie sie jagen; dann aber nur "Felle". Wir können diesen Ausflug allen nur ans Herz legen, anschließend kann man auch noch Kunsthandwerk von ihnen erwerben. Das sind ganz besondere Erinnerungsstücke, wenn man selbst probiert hat eine Straußeneischale zu bearbeiten. Viele Grüße Kiwi
wie seid Ihr denn auf diese Farm gekommen? Habt Ihr über einen Veranstalter gebucht? Finde ich total klasse wie Eure Kinder im Dorf mit einbezogen wurden.
Ihr habt aber auch Glück mit Euren Kids, dass die beiden so viel Interesse mitbringen.
Liebe Grüße Annette
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201026. Feb. 2011 · #30
Hallo Annette, wir haben über" Bwana Tucke Tucke" gebucht. Ansonsten wird die Farm seit drei Generationen von der Familie Rust, zur Zeit von Harald und Deike, geführt. Viele Grüße Kiwi
Ach klar, Ich erinner mich wieder, hattest Du am Anfang ja auch geschrieben. Und ich habe ja auch Euren Frühstücksplatz bei Bwana wiedererkannt. Dort haben wir bei einem Kaffee auf unsere Stadtrundfahrt gewartet.
grosses Kompliment an dich 🙂 und deine Kinder 🙂 🙂 für den tollen Bericht. Mal was anderes dass 3 Leute dran schreiben. Ich finde es auch wunderschön dass eure Kids überall so toll mit einbezogen werden (wie auch schon bei der Living Desert Tour in Swakopmund).
Freue mich auf eure Fortsetzung. Liebe Grüsse aus Luxembourg Lil
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201027. Feb. 2011 · #33
Hallo Lil, vielen Dank für die Komplimente, die Kids sind nach so viel Zuspruch auch echt motiviert weiter zu schreiben.😁 Es war für uns alle vier eine unglaublich schöne Reise, die unvergessen bleiben wird, gerade auch dadurch, dass alles ausprobiert werden konnte.
@ alle: Vielleicht schaffe ich es heute Abend noch einen Tag einzustellen 😎 Viele Grüße Kiwi
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201027. Feb. 2011 · #34
Hallo, die Reise geht weiter... Viele Grüße Kiwi
20.12.2010
Früh sind wir auf den Beinen und machen nach einem üppigen Frühstück noch eine Exkursion mit dem Dinotracksbesitzer Reinhold persönlich. 🙂 Er erzählt auf dem 1 ½ stündigen Spaziergang ununterbrochen von der Gegend, den Dinospuren, der Entstehung derselben und der geologischen Beschaffenheit des Bodens. Wir laufen ein trockenes Flussbett entlang und kommen unter anderem an einem verlassenen Termitenhügel vorbei. Reinhold bleibt kurz stehen und erzählt so ganz nebenbei, dass da irgendwann eine schwarze Mamba drin gewohnt hat! 🤨 - Äh, wie jetzt? Und wenn inzwischen wieder eine da ist? 😵 Mir ist doch etwas unwohl zumute und wir laufen etwas schneller weiter. Reinhold erklärt uns, dass sein Hund anschlagen würde, wenn eine Schlange in der Nähe wäre. Na dann ist ja gut. Wir bleiben jetzt dichter beisammen! 😉 Es war eine super interessante, super informative Führung, aber irgendwann haben die Kinder und ich scheinbar dann doch abgeschaltet, denn so viel konnten wir nicht aufnehmen. 😊 Es war etwas zu viel, Bernhard war jedoch so begeistert und stellte zwischendurch auch noch Fragen. Es war aber trotzdem eine tolle Tour, die wir nicht missen möchten. Wir kamen an einer Wasserquelle vorbei und aus dem Staunen nicht mehr heraus. Einmal mehr waren wir von der Schönheit dieses Landes, dieses Kontinents ergriffen. Wieder am Quartier angekommen verstauten wir unser Gepäck, natürlich wieder mit mehr Steinen und verabschiedeten uns herzlich von Adele und Reinhold. Unser Autochen sollte uns heute bis zum Aabadi Mountain Camp an der D3254 mitten ins Damaraland bringen. Wir fuhren das kleine Stück bis Omaruru zurück, dann die C 36 bis Uis, die C35 Richtung Khorixas bis zur D2612, dann ein kleines Stückchen noch und wir waren da! Den Brandberg haben wir im wahrsten Sinne des Wortes einfach links liegen lassen. Auf unserem Routenplan steht heute ein großes mögliches Highlight auf dem Programm: Wüstenelefanten Um unsere Chancen zu erhöhen, wollten wir zwei Nächte bleiben. Auf dieses Camp habe ich mich schon lange gefreut, da wir in Zelten schlafen sollten, die dahinter mit einem openair Badezimmer ausgestattet waren. Oh wie cool! Heute hieß es also aufteilen, Olli und Bernhard ins eine, Vivi und ich ins zweite Zelt. Da wir auf der Fahrt mal wieder getrödelt hatten, ließ das Abendessen nicht lange auf sich warten. Dabei erfuhren wir, dass die Elefanten die letzten sechs Wochen nicht am Camp gesichtet wurden! 😮 Oh… Gerade als wir das erfahren hatten, kam der Campleiter Jeroen von einer fünfstündigen! Elisuche mit den anderen Gästen zurück. Man hatte eine Herde ca. 40km weiter in den Bergen in unzugänglichem Gelände gesichtet! Wow, zumindest waren sie in der Nähe. Wir machten es uns noch an der Bar gemütlich und verschwanden relativ früh in unseren Zelten.
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201027. Feb. 2011 · #35
Den nächsten Morgen hab ich noch für euch, haben wir wirklich Wüstenelefanten gesehen? 😉
21.12.2010
Gut geschlafen, erwachte ich von lautem Vogelgezwitscher und lugte vorsichtig aus meinem „Seitenfenster“. Da die Vögel ziemlich dicht zu sein schienen, öffnete ich ganz vorsichtig den Reißverschluss des Fensters um mehr sehen zu können. Und da saß er, der erste Gelbschnabeltoko meines Lebens ! 🤩 Völlig aufgeregt schnappte ich mir eine Kamera und …weg! 😐 Eine Minute später saß ich mit der Kamera vor dem Gesicht auf der Terrasse vor unserem Zelt und wartete. Aus dem anderen Zelt ertönte ein vertrautes Schnarchen, armer Olli, aha die beiden schlafen also noch. 😉 Etwas später am Frühstückstisch erfuhren wir, dass die Elefanten heute Nacht im Flussbett am Camp vorbeigezogen waren. Nach dem Frühstück würde Jeroen mit uns losfahren, um sie zu suchen. JUHU! 🤩 🤪 🤩
Nur 800m weiter standen sie tatsächlich im Flussbett, eine Herde mit zwölf Tieren!
Hier erstmal ein zwei Fotos: Weiteres folgt die nächsten Tage... 🙂
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201002. März 2011 · #36
Hallo zusammen, weiterhin viel Spaß!
Kurze Zeit nach unserem Frühstück sitzen wir dann bei Jeroen im Auto, da wir selbst keinen Allradwagen haben um im Flussbett unterwegs zu sein. Zunächst schlagen wir die Richtung ein, an der die Spuren gesichtet wurden. Die Abdrücke werden uns erklärt und wir erfahren etwas über die Größe und das Alter der Elefanten, bzw. wie man das anhand der Abdrücke messen kann. Oh wie süß, da sind ja auch kleine Spuren… 🤩 Sehr weit müssen wir nicht fahren, denn nur 800m weiter stehen sie, „unsere“ Wüstenelefanten!!! Ein unbeschreibliches Gefühl breitet sich in uns aus. Olli ist ein großer Elefantenfan und strahlt über das ganze Gesicht. Wir können eine Herde mit zwölf Tieren beobachten, die sich rechts und links am Flussbett bewegt. Immer wieder wendet Jeroen das Auto, um den Tieren den nötigen Abstand zu geben und um ihnen beim Seitenwechsel nicht im Weg zu stehen. Nachdem was wir so gelesen und gesehen haben geht er sehr verantwortungs- und respektvoll mit den Tieren um! Wir beobachten die eine ganze Weile und schauen einem Halbwüchsigen beim Spielen mit einer Wurzel zu. Als er schließlich von der Wurzel ablässt, kommt er langsam und scheinbar neugierig auf uns zu getrottet. 😁 😕 Da gleichzeitig sowohl vor, als auch hinter uns ein Elefant das Ufer wechselt, können wir dieses Mal nicht ausweichen. Der Eli ist ganz ruhig und kommt immer näher, Jeroen bittet uns nun die Objektive runter zu nehmen, da die Linsen auf Elefanten wie Augen wirken und ihn beunruhigen könnten. Schweren Herzens hören wir auf zu filmen und zu fotografieren und genießen diesen unglaublich schönen Moment! 😁 Der Elefant kommt so dicht ans Auto heran, dass ich den Rüssel fast berühren könnte, er schnuppert nur kurz am Auto und läuft dann seelenruhig hinter dem Wagen weiter. Wow, was für eine Begegnung!!!!!!!!!! 🤪 Die Tiere ziehen sich allmählich mehr in die Uferböschung zurück und so zeigt uns Jeroen noch das schöne Damaraland. Seine Erfahrung sagt ihm, dass die Herde wahrscheinlich nachmittags noch zur Wasserstelle zurückkehren wird. Überglücklich fahren wir ins Camp zurück! Die nächsten Stunden faulenzen wir einfach nur, fangen tatsächlich an die ersten Karten zu schreiben und scrabbeln auf der Terrasse mit Jeroens Frau Tatjana. Ich habe es mir auf meinem Campingstuhl vor unserem Zelt gemütlich gemacht. Es ist schließlich nachmittags und ich vertraue auf Jeroen`s Elefantenwissen! Ich weiß gar nicht mehr, was ich gemacht habe, nur dass ich zwischendurch immer wieder zum nur 200m entfernten Flussbett geschmult habe… Moment? Nein, das gibt`s doch gar nicht! „Die Elefanten kommen!!!“rufe ich und bin schon aus meinem Stuhl gesprungen um meinen Fotorucksack und natürlich meine Familie zu schnappen. Kaum sind wir aus dem Zelt, die Bergschuhe noch nicht ganz an den Füßen, steht auch schon Jeroen mit seinem Auto da, um uns mitzunehmen. Da Tatjana und er ganz vorne am Uferrand wohnen, haben sie die Tiere natürlich auch gleich entdeckt. Wir fahren noch kurz am Campingplatz vorbei, um die Gäste vor Ort noch zu bitten ihre Kaffeetafel einzuräumen, da sie genau auf dem Pfad stehen. Wir dürfen sogar aus dem Auto steigen, da die Elefanten in einiger Entfernung sind, wir sollen aber unter einer Baumgruppe bleiben und uns nicht weiter entfernen. Die Elefanten ziehen wie an einer Kette aufgefädelt an uns vorüber. 😄 Um einen besseren Blickwinkel zu bekommen, bewege ich mich zwei drei Schritte seitwärts. Da ich aber des Öfteren gelesen habe, dass durchaus Schlangen auch mal gerne aus Bäumen fallen, vergewissere ich mich vor einem weiteren Schritt zur Seite, ob sich über mir was tut… 😵 Ich sehe nichts! -aber unter meinem Fuß bewegt sich doch was?! 🙄 Ups, ich weiß nicht mehr, ob ich snake, Schlange oder schnake von mir gegeben habe. 😮 Das arme Tier verflüchtigt sich relativ langsam unter dem nächsten Blätterhaufen. Jeroen ist voller Freude, endlich mal wieder eine Schlange zu sehen, ergreift das etwas benommene Tier und stellt fest, dass es sich um eine Leopard faced Sandsnake handelt. Bernhard nennt mich "Snakedetektor“. Schnell ruft er Tatjana an. Die Schlange wird in eine Kühltruhe verfrachtet und abends zur Untersuchung zu Freunden gebracht, da sie einen kleinen Knick hat. Oh was habe ich für ein schlechtes Gewissen, die arme Schlange! 😊 Andererseits bin ich froh, dass ich die Schlange endeckt habe und nicht der 2jährige Junge, barfüßig unterwegs, von den Campern! Wäre für den Zwerg nicht so gut gewesen.... Nur schon mal vorab, die Schlange hat sich gut erholt, war ok und kann den nächsten Tag wieder in die Freiheit entlassen werden. 😉 Wir folgen den Elefanten noch zum vom Camp und beobachten die Tiere wieder eine Weile.😁 Oh wie schön ist Afrika!! 😁 Wieder im Camp angekommen gibt es auch wieder ein super leckeres Abendessen! Wir lassen noch diesen wundervollen Tag revue passieren und ziehen uns relativ früh in unsere Zelte zurück, dieses Mal schläft Olli bei mir. 😉
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201003. März 2011 · #37
Hallo zusammen, die Schlange ist übrigens nicht allzu giftig, jedenfalls nicht für Erwachsene, aber ich war froh meine festen knöchelhohen Schuhe angehabt zu haben.... War ein ganz schöner Schreck! 🤨 Viele Grüße Kiwi
KiwiThemenstarter298 Beiträge · seit 201006. März 2011 · #38
Hallo Zusammen! Kann mir jemand von euch Spinnenkennern sagen, was wir für ein Exemplar als Unermieter hatten? Ist das eine gewöhnliche Hausspinne? Dann kann ich das noch nachtragen. Hier nochmal das Foto! Vielen Dank! Bald gehts weiter, wir fahren zur Grootberg Lodge, weiter in den Etosha mit einem Platten (2km vor Okondeka), Weihnachten verbringen in der Aoba Lodge ... Viele Grüße Kiwi
chrissie2'460 Beiträge · seit 200609. März 2011 · #39
Hallo Kiwi, ich oute mich heute mal als stiller Mitleser eures Reiseberichts 🙂 . Sehr schöne Fotos und beim Bericht spürt man, dass euch Namibia sofort in seinen Bann gezogen hat. Mit den Wüstenelefanten hattet ihr ja Glück, zur rechten Zeit dort zu sein. Freue mich auf eure Fortsetzung und vielleicht könnt ihr beim nächsten Forumstreffen noch mal persönlich das Erlebte wiedergeben. LG Chrissie