Namibia 2010 - Rundreise mit dem Allradcamper

104 Antworten · 73,3k Aufrufe · gestartet 30. Mai 2010 von katja999
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1'242 Beiträge · seit 200924. Juni 2010 · #61
Hallo Katja,

Sehr schöner Reisebericht und suuuuuper Fotos. Ich freue mich schon auf die Etosha-Bilder.

Liebe Grüsse
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter387 Beiträge · seit 200924. Juni 2010 · #62
Bergzebra schrieb:
Toll welche Mühe Du Dir gegeben hast,das ist sicher wie nochmal Urlaub machen.
Hallo Christa, das stimmt, so kann man den Urlaub quasi noch einmal erleben. Freut mich sehr, dass dir mein Bericht gefällt!

Lil schrieb:
Sehr schöner Reisebericht und suuuuuper Fotos.
Danke, Lil!

Jetzt geht es in den Etosha!

Gruß
Katja
Themenstarter387 Beiträge · seit 200924. Juni 2010 · #63
Sonntag, 25.4.2010, Wetter: vormittags sonnig, nachmittags teilweise bewölkt, ca. 30 °C
Otjitotongwe Cheetah Farm – Etosha Nationalpark (Okaukuejo)


Um 7.30 Uhr waren wir abfahrbereit. Auf dem Farmgelände hatten wir noch eine Begegnung mit einer Giraffe und ein paar Kudus. Auf der C35 ging es nach Outjo, wo wir im OK Foods Supermarkt noch ein paar Einkäufe für die nächsten Tage im Etosha-Nationalpark machten. Der deutsche Bäcker und der gute Metzger hatten am Sonntag leider nicht geöffnet. Der Supermarkt war gut sortiert, aber die Auswahl an frischem Fleisch war mager. So beschränkten wir uns auf Boerewors. Die Nussverkäufer auf dem Parkplatz waren nervig. Am ATM im Laden holten wir noch schnell etwas Bargeld. Nachdem wir noch einmal aufgetankt hatten, fuhren wir um 9.50 Uhr weiter.

Auf der C38 ging es nun in den Etosha.
Gegen 11 Uhr passierten wir das Anderson Gate, wo wir ein Permit für die nächsten fünf Tage erhielten. Die Gebühr wird dann beim MET an der Rezeption im nächsten Camp bezahlt (N$80 pro Person plus N$10 für das Auto pro Tag). Die ersten Tiere, die wir entdeckten waren Strauße, dann Giraffen, ein Chamäleon, Springböcke und Zebras.
17 Kilometer und 30 Minuten Fahrt waren es bis ins Okaukuejo Camp im Westteil des Parks (noch dieses Jahr soll ein weiteres Gate ganz im Westen des Parks der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden). Wir legten unsere Reservierung vor und bekamen die Campsite Nr. 20 zugewiesen (es war nicht alles voll belegt, aber wir haben gehört, dass schon Leute ohne Reservierung abgewiesen wurden mit der Auskunft, es alles sei voll). Dann stiegen wir noch auf den Aussichtsturm.
Nach einer Lunchpause fuhren wir um 13 Uhr wieder los, um den Park und seine Tierwelt zu entdecken. Kaum hatten wir das Camp verlassen, wurde die Straße von einer riesigen Zebraherde blockiert.
Auch Springböcke gab es hier viele. Außerdem sahen wir Giraffen, Gnus und viele Riesentrappen.
Wir fuhren nach Norden zum Okondeka-Wasserloch, weil es dort Löwen geben soll (die Tipps, wo man die besten Aussichten auf welche Tiere hat, waren aus dem Reiseführer, dem Namibia-Forum und dem aktuellen Sichtungsbuch des Camps, später entdeckte ich noch diese Webseite: http://www.etosha.org/Wasserstellen/wasserstellen.html). Wir sahen natürlich keine Löwen. Die Strecke Richtung Aramax war langfristig gesperrt. Wir fuhren also ein Stück zurück, und dann zum Märchenwald weiter im Westen, wo wir gegen 15 Uhr eine Kaffeepause einlegten. Nur an bestimmten, meist umzäumten Stellen im Park darf man aus dem Auto steigen. Dort gibt es auch Toiletten (Plumpsklos). Viele Tiere sahen wir auf dieser Strecke allerdings nicht, immerhin ein paar Oryx, Zebras, Perlhühner und Gnus. Eine schwarze Manguste lief uns noch über den Weg.
Dann fuhren wir noch zum Nebrowni Waterhole, weil sich auch dort oft Löwen aufhalten sollen. Aber wir sahen „nur“ Zebras, Giraffen, Springböcke und ein paar Schakale.
Zurück im Camp gingen wir zum Sonnenuntergang um 17.45 Uhr zum campeigenen Wasserloch. Kaum waren wir dort angekommen, tauchte ein Spitzmaulnashorn auf, das war natürlich ein großes Highlight.
Dann grillten wir erst mal unser Abendessen: Boerewors mit frischen Bohnen und Folienkartoffeln. Runtergespült mit Windhoek-Lager bzw. Savannah Dry Cider. Gegen 20.15 Uhr machten wir uns dann noch einmal zum nachts beleuchteten Wasserloch auf (vom Campingplatz nur wenige Fußminuten). Ringsherum gibt es viele Sitzbänke. Wir hatten kaum 30 Minuten gewartet, da kamen gleich drei Nashörner angelaufen, um ihren Durst zu stillen. Wir waren begeistert.
Zurückgelegte Fahrstrecke: 374 km
Übernachtung: Okaukuejo Campsite 400 N$ (ca. 40 Euro)
Themenstarter387 Beiträge · seit 200926. Juni 2010 · #64
Montag, 26.4.2010, Wetter: vormittags bewölkt mit Nieselregen, nachmittags leicht bewölkt, ca. 28 °C
Etosha Nationalpark (Okaukuejo)


An diesem Morgen war es bewölkt und kurz nachdem wir um 6.30 Uhr losgefahren waren (die besten Chancen auf Raubtiersichtungen soll man früh morgens haben), fing es auch noch an zu nieseln (der einzige Regen in diesem Urlaub). Wir sahen insbesondere viele Schakale, aber auch Zebras, Gnus und Oryxe.
Wir fuhren zunächst noch mal nach Norden nach Okondeka, in der Hoffnung auf Löwen, die aber wieder enttäuscht wurde. Anschließend fuhren wir noch einmal nach Nebrowni, wo wir aber nicht viel mehr als einen Strauß und ein Gnu antrafen. Weiter ging’s nach Kapupuhedi (Oryxe), Ondongab (war nix, das letzte Stück war gesperrt), Aus (1 Strauß, 1 Impala), Olifantsbad (4 Impalas).
Auf dem Weg nach Gemsbokvlakte sahen wir Kuhantilopen und in weiter Entfernung im Gebüsch Elefanten, am Wasserloch selbst dann Zebras und Gnus. Auf der Rückfahrt nach Okaukuejo sahen wir noch ein paar Giraffen.
Um 11.30 Uhr waren wir wieder im Camp und machten erst mal Mittagspause mit Nudeln und Thunfisch-Tomatensauce. Am Okaukuejo Wasserloch löschten Zebras und Gnus ihren Durst.
Um 14.45 Uhr brachen wir dann erneut auf. Wir fuhren nach Süden nach Ombika, wo es auch Löwen geben soll, sahen aber nur einen Marabu. Über Gemsbokvlakte fuhren wir noch mal nach Olifantsbad in der Hoffnung auf Elefanten, aber die waren noch nicht da bzw. schon wieder weg. Nur die Impalas hielten sich immer noch hier auf. Auf dem Rückweg nach Nebrowni fuhren wir durch eine riesige Zebra- und Sprinbockherde, das war schon beeindruckend.
Kurz hinter Nebrowni erlebten wir dann unser Highlight des Tages: Löwinnen mit schon größeren Jungen (insgesamt etwa 6 Tiere) unweit von der Straße!
Um 17.15 Uhr waren wir dann wieder im Camp. Auch Rotel Tours waren an beiden Abenden hier, sie hatten sich direkt am Sanitärgebäude niedergelassen. Zum Sonnenuntergang beobachteten wir Zebras am Wasserloch.
Dann grillten wir erst mal unser Abendessen: Kudu-Steak mit Folienkartoffeln und Zucchini. Dazu einen Rotwein. Gegen 19.40 Uhr gingen wir noch einmal ans Wasserloch. Nach etwa 20 Minuten Wartezeit erschien ein Elefanten-Bulle, der sich eine ganze Weile hier aufhielt, das zweite Highlight des Tages!
Zurückgelegte Fahrstrecke: 201 km
Übernachtung: Okaukuejo Campsite 400 N$ (ca. 40 Euro)
4'129 Beiträge · seit 200826. Juni 2010 · #65
Hallo katja999!

Ein echt schöner Reisebericht und schöne Fotos mit einem guten Blick, auch für die Kleinigkeiten.
– Soviel wie Ihr schaffen wir nicht mal in zwei Reisen, wir sind einfach zu langsam. Und bei den Robben warn wir immer noch nicht. Aber es müssen ja auch immer noch ein paar Wünsche offen bleiben, damit man wieder hinfahren „muss“…

Freu mich auf Weiteres, Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2010
842 Beiträge · seit 201026. Juni 2010 · #66
Hallo Katja!
Dein Bericht ist immer noch echte Klasse! Und die Bilder! Warum dauert es bloß noch sooooooooo lange, bis wir auch ins schöne Traumland Namibia reisen dürfen ?
Beste Grüße - freu' mich auf die Fortsetzung!
Antje
2'721 Beiträge · seit 200627. Juni 2010 · #67
Hallo Katja
hab Deinen Reisebericht erst jetzt entdeckt.
Du schreibst ja ganz toll. Man hat das Gefühl dabei zu sein. Vor allen Dingen, wenn man die meisten Plätze auch schon kennt. Hoffentlich geht es bald weiter.
Tolle Bilder, Gratulation.
Gisela
Themenstarter387 Beiträge · seit 200927. Juni 2010 · #68
@ lilytrotter: Schön, dass dir mein Bericht gefällt! Dein Bericht von Lüderitz von März 09 hat uns u.a. veranlasst auch noch Lüderitz in unsere Tour einzubauen! 🙂 Leider hatten wir auf dem Pfingst-Braai keine Gelegenheit, uns zu unterhalten...

@ Antje: Freut mich, wenn dich mein Bericht schon mal auf eure Tour einstimmen kann! Vorfreude ist doch auch immer ein schöner Aspekt des bevorstehenden Urlaubs! 😉

@ Gisela: Danke für das Lob!

Liebe Grüße
Katja
4'451 Beiträge · seit 200827. Juni 2010 · #69
Hallo Katja,
bei Deinem bericht über Okaukuejo , glaube ich sogar das ich euer Fahrzeug gesehen habe, 😉 unser Doppelzimmer war genau neben den Rotels 🙂
Ihr hattet da wohl mehr Geduld wie wir am Wasserloch , dafür hatten wir am Tag ja unsagbares Glück mit dem was wir beim herumfahren entdeckt haben 😄
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html?limit=6&start=6
25.04-27.04.2010 in Okaukuejo 🙂

Lieben Gruß
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 27. Juni 2010
Themenstarter387 Beiträge · seit 200927. Juni 2010 · #70
Hallo Cécile,
das wäre ja witzig, wenn ihr uns wirklich gesehen habt!
Eure Aufnahmen sind am gleichen Tag entstanden?!
Da habt ihr wirklich viel Glück gehabt. So toll haben wir die Löwen nicht gesehen. Wir haben leider keine Hyänen und auch keinen Leoparden gesehen. 🙁
Viele Grüße
Katja
Themenstarter387 Beiträge · seit 200927. Juni 2010 · #71
Dienstag, 27.4.2010, Wetter: sonnig, ca. 30 °C
Etosha Nationalpark (Okaukuejo - Halali)


Heute war wieder ein sonniger Tag. Um 7 Uhr waren wir abfahrtsbereit, verbrachten aber erst mal noch eine Stunde am Okaukuejo Wasserloch, da gerade eine riesige Zebraherde zum Trinken kam.
Nach dem Tanken (hier haben wir einmal nicht auf das Zurücksetzen der Tankanzeige geachtet, und wurden prompt abgezockt, indem wir fast das Doppelte des tatsächlichen Verbrauchs zahlten!). Um 8.20 Uhr fuhren wir dann los.

Zunächst versuchten wir es noch einmal Richtung Norden am Okondeka-Wasserloch, aber wieder keine Löwen zu sehen, nur ein paar herumtollende Gnus in weiter Ferne sowie Zebras und ein paar Schakale. Auf dem Rückweg sahen wir hauptsächlich Zebras.
So kann’s auch gehen…
Anschließend machten wir noch einen Versuch bei Nebrowni (Zebras), bei Gembsbokvlakte (Zebras)…
…und Olifantsbad (Impalas). Dort waren wir gegen 11 Uhr, dann machten wir uns auf den Weg Richtung Halali. Wir fuhren bei den Wasserlöchern Homob (Giraffen) sowie Sueda, Charitsaub und Salvadora vorbei. Letztere soll auch häufig von Löwen besucht werden, aber wir haben an allen Wasserlöchern keinerlei Tiere gesehen. Zum Ende der Regenzeit sind sie natürlich auch nicht darauf angewiesen, und gerade in dieser Gegend stießen wir selbst auf den Straßen schon auf größere Pfützen. Rund um Halali haben wir insgesamt wirklich kaum Tiere gesehen.
Um 13.30 Uhr hatten wir das Camp erreicht und checkten ein. Wir sollten uns einfach einen Stellplatz aussuchen, selbst am Abend war der Platz nur zu etwa einem Drittel belegt. Für die nächsten 1,5 Stunden gingen wir erst man an den Pool. Halali hat den größten Pool von allen drei Camps, wo man richtig schwimmen kann. Das Wasser war jedoch ziemlich kalt, und es kostete Überwindung, hineinzugehen.
Um 15.30 Uhr ging es dann wieder auf Piste. Wir fuhren den Rhino Drive (sahen nur eine Gruppe von Kudus), und erreichten um 16.15 Uhr das Goas-Wasserloch (auch bekannt für Löwen), aber außer ein paar Wasservögeln rührte sich nichts. Bei Helio war noch nicht einmal Wasser in der Tränke.
Kurz vor Sonnenuntergang waren wir wieder im Camp. Wir bezogen Stellplatz Nummer 2 und liefen noch schnell zum ca. 10 Minuten entfernten Moringa-Wasserloch. Der Sonnenuntergang war bedingt durch ein paar Wolken mal wieder besonders schön.
Um 17.40 Uhr tauchte dann ein Nashorn aus dem Halbdunkel auf. Es beschloss dann noch ein Weilchen im Wasserloch zu Baden. Das war natürlich das große Highlight des Tages und ein würdiger Abschluss.
Anschließend grillten wir das mittags im kleinen Laden des Camps gekaufte eingefrorene T-Bone-Steak (das nicht besonders gut war).
Beim Grillen stattete uns noch ein Honigdachs auf der Suche nach Leckerbissen einen Besuch ab. Leider lag die Kamera gerade nicht griffbereit.

Zurückgelegte Fahrstrecke: 195 km
Übernachtung: Halali Campsite 400 N$ (ca. 40 Euro)
2'721 Beiträge · seit 200627. Juni 2010 · #72
Hallo Katja
hast Du gesehen, das dunkle Zebra auf Bild 18 ist ja trächtig. Schade kann man nicht verfolgen welche Farbe das Kleine haben wird. Wieder normal hell oder auch dunkel?
Gisela
761 Beiträge · seit 201027. Juni 2010 · #73
Wieder tolle Fotos, Katja!
Welche Kamera benutzt Du denn?

Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
Themenstarter387 Beiträge · seit 200927. Juni 2010 · #74
Hi Doro,
ich benutze die Canon EOS 400D mit 17-70 und 70-300mm Objektiv.

Bazi schrieb:
hast Du gesehen, das dunkle Zebra auf Bild 18 ist ja trächtig. Schade kann man nicht verfolgen welche Farbe das Kleine haben wird. Wieder normal hell oder auch dunkel?
Hallo Gisela, ja, das wäre interessant zu sehen, ob sich die Farbe vererbt.

Lieben Gruß
Katja
Themenstarter387 Beiträge · seit 200929. Juni 2010 · #75
Mittwoch, 28.4.2010, Wetter: leicht bewölkt, ca. 30 °C
Etosha Nationalpark (Halali – Namutoni)


Nach unserem üblichen Frühstück mit Cornflakes/Müsli mit Banane und einer Tasse Kaffee brachen wir um 7.10 Uhr auf. Wir machten noch mal einen Versuch am Goas-Wasserloch. Nach 45 Minuten vergeblichen Wartens fuhren wir weiter. Kurz darauf begegnete uns aber ein kleines Highlight: Wir sahen insgesamt drei Chamäleons über die Straße laufen! Darauf dass wir mal ein Chamäleon in freier Wildbahn erleben, hatte ich ja gehofft!
Als nächstes fuhren wir zum Etosha Pan Lookout. Um 9.15 Uhr waren wir dort. Hier kann man ein Stück auf die Etosha-Pfanne hinausfahren. Die Strecke war recht schlammig, und am Ende stand Wasser im Wendekreis, aber wir sind gut durchgekommen.
Weiter ging es Richtung Namutoni, und auf einmal standen zwei Elefantenkühe mit ihren Kälbern direkt auf der Straße! Endlich Elefanten! Und dann noch so nah, das war toll!
Nach einer Weile verzogen sie sich wieder ins Gebüsch. Schließlich erreichten wir einen sehr schönen Rastplatz direkt an der Etosha-Pfanne (ohne Zaun!).
Nach einem zweiten Frühstück mit belegten Broten und Kaffee brachen wir gegen 10.40 Uhr wieder auf und fuhren weiter auf der Hauptverbindungsstraße. An den Wasserlöchern Batia und Springbokfontein war nichts los. Je näher wir Namutoni kamen, desto mehr Tiere sahen wir: Giraffen, Oryxe, Zebras, Gnus und auch einen schönen Weißbürzel-Singhabicht.
Kurz nach 12 Uhr waren wir in Naumtoni. Wir meldeten uns an und machten erst mal Mittagspause im schönen Innenhof des alten deutschen Forts. Hier gibt es ein paar kleine Läden und ein Restaurant sowie eine Sundowner-Terrasse mit Blick auf das mit Schilf bestandene Wasserloch.
Wir liefen dann noch zum Viewpoint Nr. 2 auf der östlichen Seite des Wasserlochs, wo es einen kleinen Unterstand gibt. Von dort hat man einen viel besseren Blick als von der Sundowner-Terasse. Kaum hatten wir uns hingesetzt, kamen zwei Giraffen, vier Zebras, ein Warzenschwein und ein Gnu.
Auf der Wiese vor dem Fort sahen wir auch eine Vielzahl von wenig scheuen Mangusten.
(Fortsetzung folgt. Irgendwie hatte ich für diesen Tag zu viele interessante Bilder, und der Text ist auch etwas länger, also gibt es diesmal zwei Teile...)
4'129 Beiträge · seit 200830. Juni 2010 · #76
Hallo, katja999!

JA, was machen die denn da? Die Elefanten.
Ich hab noch nie (außer in Staubbädern, Schlammsuhlen oder an Wasserlöchern) Elefanten sich so hingebungsvoll niedergehen sehen, wie es diese Beiden vor euren Augen taten. Sieht total interessant aus.
Habt Ihr ’ne Ahnung vielleicht eine Vermutung warum die das da taten?

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
842 Beiträge · seit 201030. Juni 2010 · #77
Hallo Katja,
fantastische Bilder - nach wie vor!
Schade nur, dass Eure Reise auch im Bericht nun bald zu Ende ist 😉
Ich freu' mich immer wieder, wenn ich die Nachricht erhalte, dass Du weitergeschrieben hast 😉
Danke, dass wir im Nachgang an der Reise "virtuell" teilnehmen dürfen !!!
Beste Grüße & ich freu' mich auf die Berichte zu Euren letzten Reisetagen !!!
Antje
Themenstarter387 Beiträge · seit 200930. Juni 2010 · #78
lilytrotter schrieb:
JA, was machen die denn da? Die Elefanten.
Ich hab noch nie (außer in Staubbädern, Schlammsuhlen oder an Wasserlöchern) Elefanten sich so hingebungsvoll niedergehen sehen, wie es diese Beiden vor euren Augen taten. Sieht total interessant aus.
Habt Ihr ’ne Ahnung vielleicht eine Vermutung warum die das da taten?
Hallo lilytrotter! Das waren ja die beiden jungen Elefanten, ich denke mal, die waren einfach verspielt. Keine Ahnung, warum sie sich sonst für ein paar Minuten auf der Straße hinlegen wollten. Die ganze Aktion fanden wir aber auch sehr witzig!

namibiafieber schrieb:
Schade nur, dass Eure Reise auch im Bericht nun bald zu Ende ist 😉
Ich freu' mich immer wieder, wenn ich die Nachricht erhalte, dass Du weitergeschrieben hast 😉
Danke, dass wir im Nachgang an der Reise "virtuell" teilnehmen dürfen !!!
Danke, Antje! Ein bisschen was kommt ja noch...

Liebe Grüße
Katja
Themenstarter387 Beiträge · seit 200930. Juni 2010 · #79
Wir meldeten uns für einen Night Drive am gleichen Abend an, und um 14.45 Uhr brachen wir noch einmal auf. Wir nahmen den Rundweg um die Fisher’s Pan. Hier sahen wir jede Menge Giraffen aus nächster Nähe, hinter jedem zweiten Busch stand eine, und wenn man sie von so nah sieht, wird man sich erst mal bewusst, wie groß sie sind. Auch rund um das Wasserloch Twee Palms standen Giraffen, Zebras und Gnus.
Der Abstecher zum Wasserloch Aroe lohnte sich dagegen nicht. Auf dem letzten Abschnitt der Rundstrecke sahen wir noch eine Löwin von weitem! In der Ferne erschien ein blasser Regenbogen.
Von der Hauptstrecke gen Norden fuhren wir zum Wasserloch Klein Okevi, aber da tat sich nichts. Doch kaum waren wir von dort wieder weggefahren, sahen wir von weitem einen grauen Termitenhügel, der sich bewegte! Ein Elefant! Er lief auf direktem Weg Richtung Wasserloch, also wieder zurück!
Wir stellten uns strategisch günstig hin (hoffentlich hat er kein Interesse an Autos!) und konnten ihn so gut beim Trinken beobachten! Toll!
Schließlich setzte er seinen Weg in die andere Richtung fort. Und kaum waren wir wieder weggefahren, sahen wir von weitem den nächsten Elefantenbullen kommen! Also noch mal zurück. Da kommt er!
Wir sahen ihm auch noch kurz beim Trinken zu, aber so langsam mussten wir uns nun auf den Rückweg ins Camp machen, denn die Tore schließen zum Sonnenuntergang. Wir schafften es noch etwa 15 Minuten vor Gate-Schließung um 17.45 Uhr.
Wir wählten uns einen Stellplatz (die Nr. 7, glaube ich). Nun noch schnell unter die Dusche und ein paar Nudeln mit Sauce gekocht, um rechtzeitig zum Night Drive um 19 Uhr fertig zu sein. Die Fahrt kostete 600 N$ pro Person und sollte drei Stunden dauern. Da wir so eine Fahrt noch nicht gemacht hatten (im Krügerpark war damals alles ausgebucht) und in der Hoffnung, auch einmal ein paar nachtaktive Tiere zu Gesicht bekommen, wollten wir das mal ausprobieren. Typisch deutsch waren wir bereits 10 Minuten vor Abfahrt zur Stelle. Es sollten noch vier weitere Gäste mitfahren (maximal neun Gäste passten in das Fahrzeug). Der Fahrer George ließ uns schon einsteigen. Wir warteten. Niemand kam. Schließlich ging der Fahrer mal im Restaurant gucken. Dann kamen sie und ließen sich alle Zeit der Welt. Beim Einsteigen kein Hallo und kein Wort der Entschuldigung. Südafrikaner. Um 19.25 Uhr konnten wir dann endlich losfahren.

Jetzt wissen wir auch, wie man die Tiere bei Nacht findet. George schwenkte eine große Infrarot-Lampe, die die Augen der Tiere im Gebüsch leuchten ließ! Wir fuhren zum Wasserloch Klein-Namutoni südlich vom Camp. Schon bald hörten wir Löwengebrüll. Weiter hinten am Wasserloch lag tatsächlich ein Löwe und schlief! Und auch ein Nashorn war da. Wieder hörten wir Löwengebrüll. Laut George sind es Brüder. Wir fuhren weiter Richtung Dik Dik Drive, und dort lag er dann direkt neben der Straße: ein wunderschönes Löwenmännchen! Und er brüllte noch einmal direkt neben uns, das war beeindruckend! George sagte, wir könnten Blitzlichtaufnahmen machen, aber nicht von Löwen, denn sie können unberechenbar sein. Die Frau hinter uns versuchte Aufnahmen zu machen. Der Autofokus surrte vergebens. Dann Schwups – Blitzlicht! Und gleich noch einmal! Aber zum Glück ließ sich der Löwe nicht davon beirren. Wenn er ins Auto gesprungen wäre, hätten wir ihm gesagt, er soll die Frau hinter uns fressen!

Schließlich fuhren wir weiter. Rechts und links war nicht viel zu sehen im Busch, außer ein paar Zebras, Gnus, Giraffen und Antilopen. Der nächste Stop war Chudop. Fünf Nashörner standen am Wasserloch. Und zwei weitere kamen gerade mit einem Jungtier! George sagte, wir sollen leise sein, damit sie auch bis zum Wasserloch kommen. Die Frau hinter uns fing an zu brabbeln und Fragen zu stellen. Die drei Nashörner kamen natürlich nicht mehr zum Wasserloch! Das Verhalten der Südafrikaner hat uns wieder einmal bestätigt, warum wir keine geführten Touren mögen. George bot allen kostenlose Getränke an (Wasser, Saft, Bier). Auf der Weiterfahrt sahen wir noch ein Dik Dik, Bush Babies, Springhasen (spring hare) und eine Ginsterkatze (genet). Um uns herum am Horizont zuckten Blitze, aber es blieb trocken. Um 22 Uhr waren wir pünktlich wieder im Camp. Auf dem Weg zum Sanitärhaus sahen wir an diesem Abend noch ein paar Schakale auf dem Platz. Fast alle anderen Camper schliefen schon.

Zurückgelegte Fahrstrecke: 153 km
Übernachtung: Namutoni Campsite 400 N$ (ca. 40 Euro)
Themenstarter387 Beiträge · seit 200903. Juli 2010 · #80
Donnerstag, 29.4.2010, Wetter: leicht bewölkt, ca. 30 °C
Etosha Nationalpark (Namutoni)


Gegen 7.30 Uhr gingen wir wieder auf Pirsch. Kaum aus dem Camp heraus in Richtung Klein-Namuntoni liefen ein paar Warzenschweine direkt vor uns über die Straße. Am Wasserloch war nicht viel los. Wir fuhren den Dik Dik Drive, wo wir tatsächlich mehrere Dik Diks (die kleinste Antilopenart) entdeckten. Auch eine Gruppe von Kudus sahen wir hier. Auf dem Rückweg galoppierten ein paar Giraffen über die Straße.
Wir fuhren zum Chudop-Wasserloch. Hier sahen wir viele Tiere: Giraffen, Zebras, Gnus, Springböcke, ein Warzenschwein.
Bei den Giraffen sah man hier sehr schön die Knick- und Spreizmethode beim Trinken:
Bei Kalkheuvel war nichts zu sehen. Wir waren gegen 9.20 Uhr dort und warteten 40 Minuten. Ein Warzenschwein kam vorbei. Dann fuhren wir Richtung Okerfontein. Auf der Piste dorthin sahen wir eine Schlange (wahrscheinlich eine ungiftige braune Hausschlange), die offenbar unlängst eine Mahlzeit hinter sich hatte, und zwei Schildkröten. Kurz vor dem Wasserloch gibt es eine Picnic Area, aber diese war nicht sehr schön. Trotzdem machten wir uns hier ein zweites Frühstück. Am Wasserloch selbst gab es nicht viel zu sehen. Wir machten uns auf den Rückweg, unterwegs sahen wir noch einen Elefanten, und waren um 12 Uhr wieder in Namutoni.
Hier legten wir erst mal eine Poolpause ein.
Um 14.30 Uhr fuhren wir dann noch mal los. Wir umrundeten noch einmal die Fisher’s Pan. Diesmal gab es hier nicht so viele Giraffen zu sehen wie am Vortag, aber wir sahen wieder Zebras, Oryxe, Strauße und Warzenschweine. Das Wasser, dass in der Etosha-Pfanne stand, soll bis zum Winter wieder verschwunden sein.
Um 15.45 Uhr waren wir wieder auf der Hauptstraße. Wir fuhren nun Richtung Norden, bis zum Tsumcor-Wasserloch, das offenbar häufig von Elefanten besucht wird, aber es waren keine Tiere dort.
Als nächstes fuhren wir nach Groot Okevi, aber auch hier war niemand. Um 16.45 Uhr suchten wir noch einmal Klein-Namutoni auf. Ein Warzenschwein mit seinem Jungen war da, außerdem Giraffen, Zebras, Springböcke, und zwei Nashörner!
Wir blieben noch bis zum Sonnenuntergang. Im letzten Abendlicht fuhren wir zurück ins Camp.
Diesmal nahmen wir Stellplatz Nr. 15. An diesem Abend wollten wir im Restaurant essen gehen. Bei Kerzenlicht sitzt man im Innenhof des Forts. Es gab nicht viel Auswahl, aber die Preise waren recht günstig. Wir nahmen jeder ein Oryx-Steak mit Reis und einheimischem Gemüse für jeweils umgerechnet 10 Euro. Mit zwei Gläsern Wein kamen wir auf 236 N$, plus Trinkgeld.
Der Brunnen im Hof leuchtete, und es war Vollmond.
Zurückgelegte Fahrstrecke: 194 km
Übernachtung: Namutoni Campsite 400 N$ (ca. 40 Euro)
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2010