Namibia 2010 - Rundreise mit dem Allradcamper

104 Antworten · 73,3k Aufrufe · gestartet 30. Mai 2010 von katja999
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49 Beiträge · seit 200607. Juni 2010 · #21
Hallo Katja,
dein Bericht ist wirklich super.
Kurz, informativ und super Fotos. Könnte gleich wieder losfahren. Wir hatten letztes Jahr mit KEA Johannesburg ähnliches Pech beim Start. Blöd ist dabei vor Allem, dass man gleich unter Zeitdruck gerät, obwohl man eigentlich genügend Zeit eingeplant hat.
Danke für deinen Bericht.
Andrea 🙂
140 Beiträge · seit 200907. Juni 2010 · #22
@ katja999

Vorerst vielen Dank für deinen anschaulichen Bericht!
Zu meinem anfänglichen Missgeschick hätte ich noch eine Frage:
hatte ihr vor Ort eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen bzw musste diese anlässlich des Austausches auf das Ersatzfahrzeug neu ausgestellt und neu bezahlt werden? (unser Vermieter bzw die Reiseagentur behauptet nämlich,, dass dies der Fall und auch üblich wäre, was ich mir nicht vorstellen kann. Eine solche Regelung müsste jedenfalls sittenwidrig sein, da damit der Mieter bzw Versicherungsnehmer gröblich benachteiligt würde)
Da wir in 35 Tagen ebenfalls mit einem solchen Fahrzeug (allerdings von anderem Vermieter) unterwegs sein werden, ist dies für uns natürlich sehr interessant.

lg Martin
Namibia ist wunderbar - wir kommen sicher wieder www.stonestours.at
zuletzt bearbeitet 07. Juni 2010
Themenstarter387 Beiträge · seit 200907. Juni 2010 · #23
Freut mich sehr, dass euch der Bericht gefällt! 🙂

@Martin:
Wir hatten vor Ort keine zusätzliche Versicherung abgeschlossen. Selbstbeteiligung wäre 3200 Euro gewesen. Für den Motorschaden mussten wir aber nicht aufkommen. Für das Ersatzfahrzeug haben wir neue Dokumente bekommen und noch mal einen Fahrzeugcheck gemacht, aber bei der Versicherung hat sich nichts geändert.

Gruß
Katja
Themenstarter387 Beiträge · seit 200907. Juni 2010 · #24
Mittwoch, 14.4.2010, Wetter: teilweise bewölkt, ca. 23 °C
Klein-Aus Vista – Tirasberge – Farm Koiimasis


Um 7.30 Uhr brachen wir auf. Für die nächste Zeit sollten wir die Teerstraße so schnell nicht wiedersehen. Hinter Aus ging es auf die C13 Richtung Helmeringhausen, dann auf die D707 durch die Tirasberge. Am Abzweig auf die D707 waren die Entfernungen zu den einzelnen Gästefarmen angegeben. Noch 90 km bis zur Koiimasis Ranch, wo wir für eine Nacht vorgebucht hatten. Aufgrund des bewölkten Himmels kamen die Farben auf der Strecke leider nicht so schön raus.
Die letzten 20 km auf der Farmpad hatten viel Waschbrett und waren teils steinig. Schließlich erreichten wir ein Schild, rechts ging es zur Fest Inn Fels Farm Lodge, geradeaus weiter zur Farm und zum Campingplatz. Um 11 Uhr waren wir dort. Anke wies uns die Campsite Nr. 1 zu, die mir auch am besten gefiel. Sie war genau richtig für zwei Personen, die Nr. 4 schien besser für eine größere Gruppe. Aber alle vier Campsites sind sehr schön und von roten Felsen eingerahmt. Das Sanitärhäuschen zwischen Campsite 1 und 2 war sehr sauber. Am späteren Nachmittag waren drei der vier Campsites belegt.
An der Campsite Nr. 2 sprangen sehr viele Klippschliefer (Rock Dassies) herum und ein paar Klippspringer. Auch eine Manguste haben wir gesehen.
Der nächste Verwandte dieses grinsenden Gesellen ist der Elefant...
Nach einer Siesta einschließlich Mittagessen und Erkunden der Campsite fuhren wir den einen Kilometer zurück zum Farmhaus und starteten von dort auf dem 5 Kilometer langen Sunset Trail, einmal rund um das Farmgelände. Der Weg war sehr einfach zu gehen, meist auf dem Fahrweg. Um 15.20 Uhr liefen wir los. Der Hofhund begleitete uns. Unterwegs sahen wir noch ein paar Klippspringer in den Felsen. Knapp zwei Stunden brauchten wir insgesamt bei gemütlichem Gehen. Kurz vor Ende klettert man noch auf einen Hügel mit Sundowner Bar, aber da es bewölkt war, lohnte es sich nicht, noch auf den Sonnenuntergang zu warten. Von hier brauchten wir noch ca. 20 Minuten zurück zur Farm.
Nun noch schnell geduscht, denn wir hatten uns vorab für das Abendessen in der Fest Inn Fels Lodge angemeldet. Dorthin waren es 300 m Fußweg vom Campingplatz. Es gab eine Art Bruschetta mit Tomaten und Schinken als Vorspeise, dann einen eingelegten Salat aus Kraut und Möhren. Als Hauptspeise gab es Oryx-Filet mit Erbsen- und Möhrengemüse und einer Grillkartoffel. Zur Nachspeise eingelegte Birnen und Pfirsiche. Die Portionen hätten etwas größer sein können. Auch qualitativ hätten wir uns mehr versprochen. Gezahlt haben wir zusammen 350 N$ plus Getränke und Trinkgeld.

Zurückgelegte Fahrstrecke: 159 km
Übernachtung: Campsite Ranch Koiimasis 250 N$ (ca. 25 Euro)
842 Beiträge · seit 201008. Juni 2010 · #25
Hallo Katja 🙂
Was soll ich da noch sagen ???
Auch wieder sehr schön! Ihr hattet wohl wirklich eine tolle Reise - danke für die ausführlichen SChilderungen und die vielen Bilder!
Beste Grüße
Antje
Themenstarter387 Beiträge · seit 200908. Juni 2010 · #26
Hallo Antje,
vielen Dank!
Ja, die Reise war wirklich sehr schön. Hätte noch länger dortbleiben können...
Liebe Grüße
Katja
Themenstarter387 Beiträge · seit 200908. Juni 2010 · #27
Donnerstag, 15.4.2010, Wetter: vormittags bewölkt, nachmittags sonnig, ca. 28 °C
Farm Koiimasis – Sesriem Canyon – Sossusvlei


Wir fuhren zur Farm zum Bezahlen und nahmen uns von Anke noch Wildfleisch zum Grillen mit: Kudu, Oryx und Strauß, insgesamt 5 Portionen (mit jeweils 2 eingelegten, eingeschweißten und eingefrorenen Steaks) für 365 N$ (das wirklich sehr gut war). Um 7.30 Uhr brachen wir dann auf. 45 Minuten brauchten wir über die Farmpad zurück zur D707. Unterwegs kam uns die Pferdeherde der Ranch entgegen:
Nach knapp zwei Stunden und 76 Kilometern hatten wir den Abzweig auf die C27 erreicht. Zum Schloss Duwisib sind wir nicht mehr abgebogen. Für einen Blick und ein Foto war uns der Umweg von 90 Minuten zu zeitaufwändig. Im weiteren Verlauf der Straße, auf der wir die Namib Rand Nature Reserve streiften, sahen wir Springböcke, Oryxe und Zebras.
Um 12 Uhr erreichten wir Sesriem. Wir tankten an der Engen-Tankstelle, kauften noch Wasser nach und gönnten uns ein Softeis. Der Geldautomat war leider gerade außer Betrieb. An der Sesriem-Rezeption checkten wir beim NWR für unsere vorgebuchte Campsite ein. Beim MET-Officer bekamen wir das Sossusvlei-Permit für zwei Tage (N$340 = 4x $80 pro Person plus 2x $10 für das Auto), das auch für den Sesriem Canyon gilt. Unsere zugewiesene Campsite war die Nummmer 18. Unser Camper passte allerdings nicht unter den Baum zwischen den Steinmauern, aber wir konnten uns einfach neben die Umrandung stellen.
Nach der Lunchpause fuhren wir noch an der Sossusvlei Lodge vorbei, um für das Dinner-Büffet am nächsten Abend zu reservieren. Dann fuhren wir die 4 Kilometer zum Sesriem-Canyon. Weit konnten wir nicht in den Canyon gehen, denn direkt unterhalb des Einstiegs stand Wasser, was wohl nicht untypisch für diese Jahreszeit ist.
Um 14.40 Uhr passierten wir dann das Gate Richtung Sosssusvlei. Die Stichstraße dorthin ist geteert, aber man darf wegen der Tiere nicht schneller als 60 km/h fahren. Einen kurzen Stop machten wir an den Feenkreisen.
Nach 60 Kilometern Fahrt erreicht man den 2WD-Parkplatz. Danach geht es per Shuttle oder im eigenen 4WD weiter, denn die letzten 5 Kilometer sind sehr tiefsandig. Mit Untersetzung und hochtourig im niedrigen Gang kamen wir gut durch.
Gegen 16 Uhr hatten wir den Deadvlei-Parkplatz erreicht. Von hier ging es zu Fuß ins Deadvlei mit den abgestorbenen Bäumen, dahinter die rot leuchtende Big Daddy Düne, was sehr schön war im späten Nachmittagslicht.
Leider mussten wir uns schon bald losreißen. Um 17.15 Uhr machten wir uns auf die Rückfahrt. Um 18.25 Uhr passierten wir das Tor, das um 18.45 Uhr geschlossen wurde (eine Stunde nach Sonnenuntergang).
Das gilt für Nutzer der NWR-Einrichtungen, alle anderen müssen bereits eine Stunde früher das Gate passieren. Neben Springböcken und Oryxen haben wir unterwegs auch einen Löffelhund (bat- eared fox) gesehen.
Zum Abendessen haben wir Straußensteaks gegrillt, dazu Folienkartoffeln und Zucchini-/Tomatengemüse. Sehr lecker.
Zurückgelegte Fahrstrecke: 377 km
Übernachtung: Sesriem-Campsite NWR 250 N$ (ca. 25 Euro)
761 Beiträge · seit 201009. Juni 2010 · #28
Hallo, Katja,

beim Nachmittagslicht ist die Landschaft im Deadvlei wirklich besonders fotogen! 😉 Die Fotos sind Dir gut gelungen! Respekt!

Da kommen Erinnerungen auf, die campsite sieht noch genauso aus wie 2004! 🙂


Ich freu mich schon auf die Fortsetzung.

LG Doro
~ Africa is a feeling ~
143 Beiträge · seit 200909. Juni 2010 · #29
Hallo Katja,

da hat sich die Preispolitik von NWR ja mal zum Positiven entwickelt.:) Wir wurden im August 2009 an der Sesriem Campsite noch richtig abgezockt. Damals lag der Grundpreis für die Campsite noch bei N$ 300 plus N$ 150 für jede Person. Wir mussten also bei 4 Personen N$ 900 pro Nacht hinblättern. Nicht gerade familienfreundlich.

Schade, dass der Sesriem-Canyon bei Euch voller Wasser stand. Wie unterschiedlich das doch durch die Jahreszeit sein kann. Wir konnten ganz bis hinten durchwandern und das war klasse. 😎 Noch nicht mal eine Wasserpfütze war zu sehen, nur beim kurzen Abzweig, wo es wohl immer zumindest ein bißchen Wasser hat.

Bin gespannt auf die Fortsetzung des Reiseberichts, denn jetzt folgen ja fast nur noch Stationen, die wir auch besucht haben.

LG Heidi
Themenstarter387 Beiträge · seit 200909. Juni 2010 · #30
Flori schrieb:
Die Fotos sind Dir gut gelungen! Respekt!
Dankeschön! 🙂

@ Heidi: Danke für deine Kommentare!

brendyka schrieb:
da hat sich die Preispolitik von NWR ja mal zum Positiven entwickelt.:)
Bei uns hat es nur noch $125 pro Person gekostet. Somit hatten wir uns dann auch entschieden, 2 Nächte hier zu verbringen, was im Nachhinein auch gut so war!

brendyka schrieb:
Schade, dass der Sesriem-Canyon bei Euch voller Wasser stand.
Andererseits sah's mit Wasser auch ganz interessant aus.

Liebe Grüße
Katja
zuletzt bearbeitet 09. Juni 2010
Themenstarter387 Beiträge · seit 200909. Juni 2010 · #31
Freitag, 16.4.2010, Wetter: sonnig, ca. 35 °C
Sossusvlei


Als Camper auf der NWR-Site durften wir eine Stunde früher in den Nationalpark rein als der Rest der Welt, d.h. normalerweise eine Stunde vor Sonnenaufgang. Bei uns öffnete das Gate um 5.15 Uhr. 6.06 Uhr war Sonnenaufgang. Wir sind bereits vor dem Wecker aufgewacht und waren um 5.05 Uhr die ersten am Gate. Pünktlich um 5.15 Uhr wurde unser Permit kontrolliert, und wir durften losfahren. Auf der Straße begegneten uns ein paar Oryxe. Bis ins Deadvlei oder sogar noch eine Düne dort hoch, hätten wir vor Sonnenaufgang nicht geschafft. Also fuhren wir zur Düne 45. 10 Minuten vor Sonnenaufgang waren wir dort. Dicht gefolgt von einer Overlander-Gruppe ging es die Düne hinauf.
Die Kombination Sand und steil ist absolut nichts für mich, ich musste ganz schön kämpfen, und bis ganz nach oben schafften wir es nicht rechtzeitig, aber schließlich waren wir dann doch oben auf der Düne angekommen und genossen das erste Tageslicht.
Zurück nahmen wir die Abkürzung quer die Düne runter. Um 7 Uhr waren wir wieder unten.
Und gegen 8 Uhr hatten wir den 4WD-Parkplatz am Sossusvlei erreicht, wo wir erst einmal frühstückten, umringt von vielen kleinen Vögeln (siehe Baum im Hintergrund).
Anschließend liefen wir die Sossusvlei-Düne (Big Mama) hinauf. Dies war bei weitem nicht so anstrengend wie die Düne 45, da nicht ganz so steil. Nach einer guten halben Stunde waren wir oben. Den Abstieg machten wir hintenrum. Auch ein paar Düneneidechsen (shovel-snouted lizard) liefen uns über den Weg.
Um 9.30 Uhr waren wir wieder am Parkplatz. Nun suchten wir uns ein schönes Schattenplätzchen etwas abseits, wo wir die heiße und nicht so fotogene Zeit des Tages verbrachten. Zwischenzeitlich waren wir ganz alleine hier. Wir kochten uns zum Mittagessen ein paar Nudeln, das ist praktisch im Camper. Die Zeit verging mit Vögel beobachten, dösen und lesen. Auch ein Schakal lief vorbei.
Um 15.30 Uhr liefen wir dann noch mal los ins Naravlei. Hier sahen wir Springböcke und Oryxe, die sich unter ein paar schattige Bäume zurückgezogen hatten. Auch der Schakal tauchte wieder auf.
Gegen 16.30 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg nach Sesriem. Zum Sonnenuntergang hielten wir noch einmal an einer Düne etwa 20 Kilometer vor Sesriem, in einer Kurve kurz nachdem man den Tsauchab River quert. Einen schönen Dünenblick hatte man hier zwar nicht mehr, aber die Landschaft war in schönes Licht getaucht. Auf dem weiteren Rückweg begegneten uns noch ein paar Oryxe.
Immerhin waren wir so nicht allzu spät im Camp, duschten noch schnell und liefen dann rüber zur Sossusvlei Lodge (etwas illegal über den Zaun) zum Abendessen. Das Büffet war sehr gut. Es gab Suppe und eine Salatbar, Kaffee und verschiedene Nachtische (z.B. Kuchen, Pudding, Obstsalat) und zwei Bars für die Hauptspeisen, entweder ließ man sich Fleisch und Gemüse auf einer heißen Platte braten oder man wählte zwischen 9 Fleischsorten (z.B. Impala, Oryx, Zebra, Hartebest), die auch frisch gegrillt wurden. Dazu gab es Reis, Nudeln oder Kartoffeln und diverses Gemüse. Ich probierte Impala und Eland, Volker nahm Oryx und Eland. Wir zahlten 220 N$ pro Person plus Getränke und Trinkgeld. Gut, dass wir hier mit Kreditkarte zahlen konnten, denn unser Bargeld, das man für die diversen Permits und fürs Tanken braucht, wurde langsam knapp.

Zurückgelegte Fahrstrecke: 133 km
Übernachtung: Sesriem-Campsite NWR 250 N$ (ca. 25 Euro)
zuletzt bearbeitet 09. Juni 2010
2'772 Beiträge · seit 200609. Juni 2010 · #32
Hallo Katja,

danke für die traumhaften Bilder und die guten Infos. Mal sehen, was uns im September erwartet.

LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
699 Beiträge · seit 201010. Juni 2010 · #33
Mensch, klasse euer Bericht. Freue mich riesig auf Samstag.
Da geht es unser Flieger nach Namibia. Drei Wochen.

Freu Freu.
Grüße
Gisela
323 Beiträge · seit 200710. Juni 2010 · #34
Klassebericht! Schön geschrieben und bebildert. Vielen Dank für die Mühe. Was ich bei Dir als erstes in dieser Form sehe, ist das "Tagesfazit" mit gefahrenen Kilometern und Preisen. Prima!

Gruß

Wolfgang
298 Beiträge · seit 200911. Juni 2010 · #35
hey Katja,
nachdem ich bei deiner Vorbereitung deine zusammengestellte Tour als ganz schön "schnell" empfand liest sich das jetzt trotzdem sehr schön..

danke für den Bericht, es macht immer wieder Spaß von Orten zu lesen wo man selber war, da schwelge ich gleich in schönen Erinnerungen..

weiterhin so viel Ausdauer beim Schreiben und einstellen der Bilder,
sommerliche Grüße,
Paula
Freiheit ist ein Luxus den sich nicht jeder leisten kann. Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen wird am Ende beides verlieren.
Themenstarter387 Beiträge · seit 200911. Juni 2010 · #36
Pascalinah schrieb:
danke für die traumhaften Bilder und die guten Infos. Mal sehen, was uns im September erwartet.
Danke! Ich hoffe, mein Bericht enthält ein paar Tipps für dich und verstärkt deine Vorfreude!

Giselbert schrieb:
Mensch, klasse euer Bericht. Freue mich riesig auf Samstag.
Da geht es unser Flieger nach Namibia. Drei Wochen.
Hi Gisela, dir auch vielen Dank! Ich wünsche euch eine tolle Reise!

Kriwan schrieb:
Klassebericht! Schön geschrieben und bebildert. Vielen Dank für die Mühe. Was ich bei Dir als erstes in dieser Form sehe, ist das "Tagesfazit" mit gefahrenen Kilometern und Preisen. Prima!
Hallo Wolfgang, freut mich, dass dir mein Bericht gefällt!

Paula schrieb:
nachdem ich bei deiner Vorbereitung deine zusammengestellte Tour als ganz schön "schnell" empfand liest sich das jetzt trotzdem sehr schön..
Hi Paula, danke für dein Feedback. Auch wenn es an einigen Tagen längere Fahrtstrecken gab, haben wir es zeitlich meist gut geschafft, und konnten zwischendurch auch mal relaxen.

Nachher geht's dann weiter. Schön, dass ihr dabei seid!
Katja
Themenstarter387 Beiträge · seit 200911. Juni 2010 · #37
Samstag, 17.4.2010, Wetter: sonnig, ca. 28 °C
Sesriem – Naukluftberge


Wieder standen wir mit Sonnenaufgang auf.
Nach dem Frühstück fuhren wir noch mal zum Sesriem Office, wo wir bezüglich der Permits für den Namib-Naukluft Park auf das Office in Naukluft verwiesen wurden (als unsere erste Station im Park). Dann hielten wir noch mal an der Engen-Tankstelle, um wieder vollzutanken, den Wassertank aufzufüllen, etwas einzukaufen (Trinkwasser, Holz, Postkarten) und Geld zu holen, denn diesmal funktionierte auch der Geldautomat. Um 7.45 Uhr fuhren wir los, zunächst auf der C19 nach Süden, dann auf der D845 Richtung Naukluftberge. Auf der Strecke sahen wir ein paar Erdhörnchen.
Für die letzten 10 km Stichstraße zum Naukluft Camp bzw. Koedoesrus Camp brauchten wir wegen des schlechten Zustands noch 45 Minuten, diese Strecke ist nur bedingt PKW-tauglich. Gegen 10 Uhr waren wir dort. Die Übernachtung war beim NWR vorgebucht. Wir meldeten uns an und durften uns eine der 10 Campsites aussuchen. Dann gingen wir nach nebenan ins MET Office, wo wir das Permit für den Naukluftpark (N$90 für 2 Personen) sowie für die Blutkuppe einschließlich Übernachtung (N$90 + N$80 bzw. N$170 für 2 Personen mit Auto pro Nacht) bekamen. Uns wurde noch gesagt, wir sollten beim Wandern alles im Auto fest verschließen wegen der Paviane.

Anschließend fuhren wir zwei Kilometer zurück zum Abzweig für den Olive Trail. Die letzten zwei Kilometer vom Abzweig bis zum Parkplatz am Trailhead sind nicht PKW-geeignet. Der Trail war mit 4-5 Stunden und 10 Kilometer Länge angegeben. Um 11 Uhr liefen wir los. Es ging ein kurzes Stück den Fahrweg zurück, dann rechts und gleich darauf geht links der Pfad ab. Anfangs ging es recht steil auf das Plateau hinauf. Nach einer Stunde hatten wir das steilste Stück geschafft und machten eine kurze Rast auf ein paar Felsen mit schöner Aussicht.
15 Minuten später waren wir ganz oben. Nun verlief der Pfad ein Stück auf dem Plateau, bevor es in einem ausgetrockneten Flussbett mit viel Geröll wieder bergab ging. Eine ganze Weile läuft man so weiter, man muss immer aufpassen, wo man hintritt. Auch ein paar größere Felsbrocken sind zu überwinden. Bald läuft man sehr schön zwischen roten Felswänden entlang mit ein paar Köcherbäumen links und rechts.
Nach insgesamt drei Stunden erreichten wir die berüchtigte Stelle, wo sich der Canyon verengt und man ein Wasserloch nur an in den Fels eingelassenen Ketten hängend überwinden kann. Wir wählten die linke Seite, da die rechte nur schwer machbar schien. Auch links war nicht einfach, vor allem das letzte Stück, wo man keinen richtigen Halt für die Füße mehr findet und man sich voll in die Kette hängen muss.
Aber dann hatten wir auch dies überwunden. Noch ein bisschen weiterklettern, wieder ging es über große Felsblöcke, dann stießen wir wieder auf den 4x4 Naukluft-Trail. Gegen 15 Uhr waren wir nach insgesamt vier Stunden wieder zurück am Parkplatz. Unterwegs haben wir ein paar Zwergpapageien (Liebesvögel) gesehen, leider keine Paviane oder Bergzebras. Der Wanderweg war gut zu erkennen und auch gut markiert mit weißen Fußabdrücken.
Nun fuhren wir zum Campingplatz, der in einem Tal an einem Bach direkt in den Naukluftbergen liegt.
Wir hatten noch fast die freie Auswahl und entschieden uns für die Nummer 2. Später am Abend waren fünf Plätze belegt. Wieder wurde lecker gegrillt.

Zurückgelegte Fahrstrecke: 123 km
Übernachtung: Naukluft Camp NWR 200 N$ (ca. 20 Euro)
842 Beiträge · seit 201012. Juni 2010 · #38
Hallo Katja,
wieder sehr schön! Hatte eben erst was zu den Wanderungen und dem Olive Trail gelesen - ich glaube, das lasse ich! Sieht anstrengend aus ;-))
Und nicht PKW-tauglich zu erreichen - dann ist's auch nix für uns! Naja, werde mir noch was einfallen lassen! Freu' mich schon auf die Fortsetzungen 😉 Lass mich bitte nicht zu lange warten ! 🙂
Liebe Grüße
Antje
93 Beiträge · seit 200912. Juni 2010 · #39
Hey Katja,

dein Reisebericht ist wirklich toll und macht Fernweh. 🙂
Noch drei Monate, dann gehts bei uns auch endlich los.

Liebe Grüße,
Marie
In jungen Jahren... Südafrika/Namibia 2007 Reisebericht (in the making)
Themenstarter387 Beiträge · seit 200913. Juni 2010 · #40
Sonntag, 18.4.2010, Wetter: sonnig, ca. 28 °C
Naukluftberge – Blutkuppe


Um 7.30 Uhr verließen wir das Naukluft Camp. (Bei einem weiteren Tag Aufenthalt hätte man noch den 17km langen Waterkloof-Trail laufen können.) 30 Minuten brauchten wir für die 10km-Strecke zurück zur D845. Ab Büllsport ging es dann auf der C14 nach Solitaire, das wir um 9 Uhr erreichten. Glücklicherweise war auch am Sonntag geöffnet. Wir tankten noch einmal voll und kaufen frisches Brot und den berühmten Apfelkuchen. Mit einem Kaffee dazu machten wir es uns in dem kleinen Gärtchen neben der Bäckerei gemütlich. Anschließend gingen wir noch in den kleinen Laden an der Tankstelle, wo es auch das Notwendigste (Grillfleisch, Kartoffeln, Getränke – Alkohol allerdings nicht sonntags) zu kaufen gibt. Die ganze Anlage ist sehr sauber und ordentlich. Hier hat es uns gut gefallen. Noch ein paar Fotos von den alten Autowracks gemacht, und nach 40 Minuten Aufenthalt machten wir uns auf die Weiterfahrt.
Wir überquerten den südlichen Wendekreis (Tropic of Capricorn) zwischen der Rostock Ritz Lodge und dem Gaub Pass. Dann ging es durch den Kuiseb Canyon, wo uns auch ein Kudu über den Weg lief.
Gegen 11.30 Uhr bogen wir hinter der D1989 die nächste Straße in Richtung Ganab (Permit required) ab. Wir querten die D1982 und fuhren weiter Richtung Hotsas. Ab hier hieß es „4x4 Only“, aber die Strecke war auch nicht schlechter als vorher. Entlang des Weges sahen wir ein paar Oryxe, viele Erdhörnchen und sogar ein paar Erdmännchen. Auf einer Anhöhe (Volstruishoogte) machten wir um 12.30 Uhr eine kurze Lunchpause.
Nun waren es noch 20 km bis zur Blutkuppe. Um 13 Uhr waren wir dort. Wir schauten uns zunächst die Stellplätze rund um den Hügel an, dann fuhren wir noch zwei Kilometer weiter Richtung Tinkas bis zum Trailhead für den Rock Sculpture Trail. Um 13.45 Uhr liefen wir los. Der Weg war mit 2-3 Stunden angegeben. Insgesamt haben wir 2,5 Stunden gebraucht. Die Strecke war mit weißen Markierungen sehr gut gekennzeichnet (zumindest auf dem Hinweg). Am Ende erklommen wir den Sentry Hill, von dem man eine tolle Aussicht auf die uns umgebende Felslandschaft hatte. Wir fanden den Pfad, der auf der anderen Seite wieder hinab führte. Weiter unten fingen die Markierungen wieder an, doch bald verloren sie sich dann. Wir liefen links in einem fast ausgetrockneten Flussbett auf grauem Granit weiter, dann peilten wir mit dem GPS das Auto an und liefen mehr oder weniger geradeaus darauf zu. Irgendwann stießen wir zufällig wieder auf ein paar vereinzelte Markierungen. Am einfachsten und schönsten wäre es vielleicht doch gewesen, den gleichen Weg zurück zu gehen. Unterwegs haben wir ein Warzenschwein gesehen und eine nur handtellergroße Schildkröte.
Zurück an der Blutkuppe wählten wir eine der Campsites im Nordwesten. Die Nummer 10 war schon belegt, so wählten wir die Nummer 11 (laut GPS). Zum Sonnenuntergang färbte sich die Blutkuppe rot, daher der Name.
Auch an diesem Abend gab es wieder Wildfleisch vom Grill sowie Folienkartoffen und in Butter gebratene Möhren.

Zurückgelegte Fahrstrecke: 258 km
Übernachtung: Blutkuppe Camp 80 N$ (ca. 8 Euro) + 90 N$ Permit