Taschendiebe in Windhoek

73 Antworten · 21,3k Aufrufe · gestartet 11. Jan. 2010 von Südgolf
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1'155 Beiträge · seit 200612. Jan. 2010 · #21
@Fussoohle

Deine Aussage stimmt, aber du musst statistisch denken.


Die signifikante Häufigkeit eines Ereignisses ist keine Konstante, sondern eine Funktion des Ortes wo du dich aufhältst.
Themenstarter82 Beiträge · seit 200812. Jan. 2010 · #22
Als kleiner Nachtrag: ich reise gerne, bin 3-4 mal im Jahr unterwegs, wenn es geht. Bisher ist mir so etwas noch nicht passiert, drum habe ich davon berichtet. Vielleicht wird auch jemand durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen vor Schaden bewahrt.
Meine Anmerkung, dass wir da wohl nicht mehr hingehen werden, bezieht sich ausschließlich auf die Windhoeker Innenstadt. So toll ist es da ja nun auch nicht, dass wir nicht drauf verzichten könnten.
Es bezieht sich definitiv nicht auf Namibia, eines unseren schönsten Reiseländern - und schon gar nicht auf das Reisen an sich 😉
Auch wenn ich vermutlich in den meisten Ländern der Welt auch ohne bauchwärts getragenen Rucksack als Ausländer oder Tourist identifiziert werde 😎
Gast12. Jan. 2010 · #23
Südgolf schrieb:
Meine Anmerkung, dass wir da wohl nicht mehr hingehen werden, bezieht sich ausschließlich auf die Windhoeker Innenstadt.
Das kann ich allerdings gut nachvollziehen!

Ehrlich gesagt meide ich die Innenstadt auch so gut es geht, weil es mir da einfach zu voll ist und ich meine Einkäufe woanders besser erledigen kann.
152 Beiträge · seit 200912. Jan. 2010 · #24
Ich finde es gut, wenn man hier als Neuling auf etwas hingewiesen wird, was man eigentlich wissen müsste, aber meist erfolgreich verdrängt.

Ich persönlich habe mich in Windhoek im vergangenen November sehr sicher gefühlt. Dagegen war ich in Outjo etwas in Sorge, auch wenn nichts passiert ist. Reine Gefühlssache.

Manchmal läßt es sich nunmal nicht vermeiden, dass man einen Rucksack oder was ähnliches mit sich rumschleppt und natürlich ist man dann als Tourist leicht zu erkennen. Umso vorsichtiger sollte man sich also verhalten.

LG
Ilka
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2'167 Beiträge · seit 200912. Jan. 2010 · #25
Hallo alle,

Glaubt nur nicht, dass nur Touristen die Opfer von Dieben sind!
Die beklauen Einheimische (jeder Farbe) genauso, wenn sich die geringste Gelegenheit bietet.
Also muesst nicht denken, die haetten es nur auf euch abgesehen.

Und ein Rucksack macht noch lange keinen Tourist (die erkennt man auch sonst! 😉 ). Ist doch immer noch die praktischste Tasche die es gibt, und wird hier in Sued Afrika jedenfalls von vielen Einheimischen jeden Alters taeglich benutzt.

Gruss aus Sodwana
Maddy
Reiseberichte: Camping Tour Northern Namibia, August 2010 Dlinza Forest, Eshowe, KZN, South Africa Die erste Reise - Loggerhead Camping trip 2020: KNP-Mapungubwe-Magoebaskloof-Mt.Sheba
5'538 Beiträge · seit 200812. Jan. 2010 · #26
Hallo Zusammen,

ich werde mich an dieser Diskussion (fast) nicht beteiligen. Ich möchte aber allen Beteiligten ein Kompliment aussprechen - es geht wirklich ohne persönliche Angriffe. Herzlichen Glückwunsch, denn da sind wir gegenüber früheren Diskussionen schon viel weiter.

Lieben Gruß
Gerd
298 Beiträge · seit 200913. Jan. 2010 · #27
hey an alle Leser dieses Themas,
also: ich lese die Beiträge zu allen Blickwinkeln der Sicherheit immer.
Nicht, um zu wissen ob ich lieber in Berlin bleibe oder nach Namibia reisen kann sondern um an den Erfahrungen anderer teilzuhaben (ich geb zu das Wort passt jetzt hier nich ganz).

zum Glück hab ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, kann aber jeden verstehen, der so etwas erlebt hat und darüber berichtet.
Auch mit der Konsequenz zu sagen, an diesen Ort muss ich nicht mehr.

Leider hat es im März 2008 auch meine Vater erwischt und nicht nur Foto, Papiere und Geldkarten (der Aufwand das alles zu sperren und behördlich zu klären ist schon groß genug), nein, es gab leider auch gesundheitlichen Schaden. Und er gehört zu den vielen, die damit nicht an die Öffentlichkeit gehen (für mich ist selbst dieses Forum öffentlich, auch wenn wir anonym schreiben).
Leider hat dieser eine und letzte Tag der Reise die vorangegangenen 3 schönen Wochen für ihn bis heute überschattet.

Die meisten hier wissen, das diese Beiträge schnell ins persönliche umschlagen (fusssohle, kram mal im archiv, da gibt es unterhaltsames und du wirst verstehen warum dein Beitrag nich so gut ankam)
ich kann nur diejenigen die etwas zu berichten haben ermuntern dieses weiter zu tun, wenn es keinen interessiert, dann antwortet keiner.
Aber es interessiert eben doch, genauso wie Autopannen und Kreditkartenprobleme.

und damit viele Grüße an alle die ihre Erfahrungen wie und wo auch immer auf ihren Reisen sammeln können.. wollen.. dürfen..
und die die die Zeit dazwischen mit lesen und drüber reden verbringen,
Paula
Freiheit ist ein Luxus den sich nicht jeder leisten kann. Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen wird am Ende beides verlieren.
7'296 Beiträge · seit 200613. Jan. 2010 · #28
Paula schrieb:
Leider hat es im März 2008 auch meine Vater erwischt und nicht nur Foto, Papiere und Geldkarten (der Aufwand das alles zu sperren und behördlich zu klären ist schon groß genug), nein, es gab leider auch gesundheitlichen Schaden. Und er gehört zu den vielen, die damit nicht an die Öffentlichkeit gehen (für mich ist selbst dieses Forum öffentlich, auch wenn wir anonym schreiben).
Leider hat dieser eine und letzte Tag der Reise die vorangegangenen 3 schönen Wochen für ihn bis heute überschattet.
... das ist natürlich bedauerlich und sowas kommt leider auch vor.
Wenn es andere Reisende vor ähnlichen Erfahrungen bewahren soll, dann schreib doch bitte auch, wo und wie was passiert ist und ob es deshalb eskalierte, weil Dein Vater sich vielleicht gewehrt hat.

Die Info in Deinem Beitrag an sich ist natürlich interessant, aber die wichtigsten Dinge bleiben unklar. Dadurch hilft es dann auch nicht wirklich.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
264 Beiträge · seit 200813. Jan. 2010 · #29
Hallo Zusammen,

wir waren im September 2009 das erste mal in Windhoek und haben uns an die Ratschläge von unseren Pensionsbesitzer gehalten.
Uns ist Gott sei Dank nichts passiert.

Ratschläge die wir befolgten.

Keine Taschen und Rucksäcke mitnehmen.
Fotokamera haben wir in der Pension gelassen, dafür eine kleine
Digitalkamera in die Hosentasche gesteckt, die bei Bedarf, zum
Foto rausgenommen wurde.
Eine kleine alte Geldbörse mit paar NS Scheine versehen,(falls Überfall, zum Übergeben) den Rest an Geld, was wir vorher überschlagen haben,was wir evtl. ausgeben würden, lose in Hosentaschen verstaut und auf uns zwei verteilt. Alles andere hatten wir in der Pension zurück gelassen.
Es war wirklich ein schöner Tag in Windhoek, wir haben uns viel angeschaut und vor allem, konnten wir total entspannt durch Windhoek laufen, da wir wir nicht auf Wertvolle Sachen aufpassen mußten.
Diese Vorsichtsmaßnahme kann mann überall anwenden, wo es etwas gefährlich sein könnte.

Gruß
Inka
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt. Paulo Coelho ------------------------------------------------------ Unsere Fern-Reisen im Laufe der Zeit Thailand von Nord nach Süd, Bali, Philppinen, Malaysia, Singapur, Mexico, USA-Florida, Indien, 4x Namibia.
26 Beiträge · seit 200913. Jan. 2010 · #30
Inka schrieb:
Keine Taschen und Rucksäcke mitnehmen.
Was aber machen, wenn man mit einem Camper einen kurzen Zwischenstopp in Windhoek einlegen möchte? Die Wertsachen im Auto lassen? Doch in den Rucksack?

Wir werden uns Windhoek aus Sicherheitsgründen im Urlaub nicht ansehen 🙁
409 Beiträge · seit 200913. Jan. 2010 · #31
Also, wenn man in Windhoek beklaut wird, dann troestet es herzlich wenig zu wissen, dass es ueberall auf der Welt passieren kann.
Es ist in Windhoek passiert und alle FoMis sollten mithelfen, dass es nicht mehr oder nicht mehr so leicht passieren kann.
Und weil es in Windhoek passiert ist muessen wir uns auf die typisch Windhoeker Tricks konzentrieren.
Die Masche mit dem Spendenaufrufzettel fuer eine DDR-Kids-Ausstellung, fuer eine Fussballmannschaft die nach Deutschland will u.s.w. kommt friedlich daher, kann sich aber leicht in einen Raub verwandeln, sobald die Geldboerse einmal gezueckt ist.
Die Masche mit der Ablenkung durch Bandenmitglieder ist international aber in Windhoek besonders wirksam, weil die Touristen hier netter sind als sonstwo (Typ: Ichbinandersalsihrdenkt). Will sagen, man will sich nicht nachsagen lassen einem Schwarzen unhoeflich begegnet zu sein und sei es ein aufdringlicher Mensch, den man in Europa schnell abgeschuettelt haette.
Tipp: Normal reagieren! Trotz Gaststatus, trotz Geschichtslast, trotz Urlaub. Normal kann auch bedeuten, bei Belaestigungen unwirsch die Distanz wiederherzustellen.

Ich empfehle Touristen aus Deutschland immer, so wenig wie moeglich wie Touristen auszusehen. Maennern leihe ich schon mal ein Jacket oder eine Krawatte, Frauen eine Pick-and-Pay Plastiktuete als Huelle fuer den JackWolfskin Rucksack. Damit wird man zum weissen Normalo und kaum belaestigt.
Und noch was: sosehr "khaki" gemeinhin als Tarnfarbe gilt, in Windhoek ist es eine Reizfarbe fuer Touristenfallensteller...

Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
381 Beiträge · seit 200913. Jan. 2010 · #32
eigentlich wollte ich ja nix mehr schreiben, hab ja schon genug zurechtweisungen erfahren. ich möchte mich echt entschuldigen, dafür, daß ich mich mißverständlich ausgedrückt hab. die tipps von camelthorn berücksichtigen wir auch immer. finde ich auch gut.
ich möchte nur noch eins anmerken....aufgrund diverser informationen aus reiseführern, guten ratschlägen etc. hab ich mich in kapstadt bzw. südafrika nicht sicherer gefühlt, sondern ich war ein wenig (mein mann sagt da zwar was anderes) ängstlich und hab mir an manchen dingen mit meiner angst selbst die freude genommen. ich möchte halt weiterhin nicht immer denken müssen, wenn ich angesprochen werde, oh....geh mal lieber....laß mich lieber in ruhe....

ich hoffe nicht, daß mich jetzt schon wieder irgendjemand falsch versteht. 😕
spirit-of-zambia.com
1'910 Beiträge · seit 200613. Jan. 2010 · #33
VM schrieb:
Was aber machen, wenn man mit einem Camper einen kurzen Zwischenstopp in Windhoek einlegen möchte? Die Wertsachen im Auto lassen? Doch in den Rucksack?

Wir werden uns Windhoek aus Sicherheitsgründen im Urlaub nicht ansehen 🙁
Hi Volker, genau diese Denkweise ist echt zu ängstlich!

Auf nen bewachten P-Platz, dort einem der rumlaufenden Jungs sagen die sollen doch da aufs Fahrzeug ein Auge haben, die Burschen haben eine Weste an, die sie auszeichnet da zu arbeiten! Bekommen ein kleines Trinkgeld, 1-2 N$ wenn Ihr wieder wegfahrt, auch dem im Bezahlhäuschen gibt man etwas in der gleichen Höhe...vielleicht kommt man ja wieder hin..., was bei euch jetzt nicht zutrfft.

Ob der bewachte P-Platz oben am Gericht noch ist, weiss ich nicht, die wollten doch da alles bebauen...

Eben wie in den weitern Posts geschrieben wird, keine Proz-Kamera umhängend, in Safari Look ect. eben ganz normalo... Beobachte doch einfach wie die verschiedenen Hautfarben sich kleiden, wie sie Taschen tragen oder umhängen haben.
Klar sind einige Plätze eben "neuralgisch", was nicht zwingend heissen muss, dass da dann auch etwas passiert, aber eben kann...so zB ist der Parkplatz rund um die Kirche oder am Tintenpalast so ein Platz an dem die Autos gerne auf nicht normale Weise geöffnet werden, man zu Ablenkender Weise angesprochen werden kann, ein anderer einen schnellen Griff ins Auto macht.

Beim durchfahren der Stadt, die Knöpfe unten zu haben beim Ampelstopp Fenster geschlossen zu halten, sich ruhig zu verhalten wenn wild vorm Auto gestikuliert wird... man meinen möge, es wäre am Fahrzeug was nicht in Ordnung... eben alles Dinge die man für sich selbst im Kopf zurechtlegen muss, eben anders wie in München, Frankfurt, Bern, oder Zürich... Wir sind schliesslich in Afrika wo die Uhren anders gehen...

Aber deswegen Windhoek, Swakopmund oder Walfishbay oder andere nicht anzuschauen, neee, dass wäre wirklich übertrieben!
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2010
1'419 Beiträge · seit 200913. Jan. 2010 · #34
Hallo!


VM schrieb:
Was aber machen, wenn man mit einem Camper einen kurzen Zwischenstopp in Windhoek einlegen möchte? Die Wertsachen im Auto lassen? Doch in den Rucksack?
bei kurzem Zwischenstopp: einer bleibt im Auto, der andere hüpft schnell ins Geschäft.
Wir werden uns Windhoek aus Sicherheitsgründen im Urlaub nicht ansehen 🙁
sorry, aber das ist doch albern!

Wir waren auch in Windhoek unterwegs, entweder haben wir das Auto am Hotelparkplatz gelassen wo es eh bewacht war und sind mit nem Taxi in die Stadt, oder wir habens halt dort abgestellt wo wir grad einkaufen waren .... da sind eh immer bewachte Parkplätze! (Supermarkt, Craftcenter...).

In Windhoek selber waren wir ganz normal unterwegs, Jeans, Tshirts, Rucksack, und meine Kamera hatte ich dauernd draussen weil ich gern knipse, und die ist nicht gerade klein!

Denke mal es kommt auch immer drauf an wie man auftritt, wenn man selbstbewusst und aufmerksam rumläuft kommt man sicherlich anders rüber als wenn man ängstlich und duckmäusert rumschlappt und sich ständig umguckt! Und ich bin ne Frau, und mein Freund ist nun net grad gross und beeindruckend von der Statur her 😄

Gruss
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2010
158 Beiträge · seit 200713. Jan. 2010 · #35
Moin,

wir sind auch viel in der Welt unterwegs. Beklaut wurde ich bisher nur einmal (in Burgos, Spanien habe sie uns ein Wohnmobil aufgemacht) und das ist ewig her.

Geklaut wird meist an Orten mit starkem Arm-Reichgefälle in der Bevölkerung (Stichwort: Bedürfnisse entstehen aus dem Alltäglichen). Da sich in solchen Systemen die Reichen idR eine eigene Welt schaffen und von den Armen separieren, sind Touristen ein vermeintlich gutes und verfügbares Ziel. Und ja, Namibia hat besonders in großen Städten ein Potential in diese Richtung.
Natürlich läuft man nicht mit den Insignien des Reichtums in einer solchen Umgebung herum, das sollte man aber auch nicht in anderen größeren Stadt dieser Welt machen, in der man nicht die unsichtbaren Grenzen der Stadtviertel kennt.

In Afrika kommen für uns Weisse einfach verschiedene Dinge zusammen, die meist schlecht einzuschätzen sind:
  • Man fällt durch die Hautfarbe auf (in Namibia nicht ganz so)
  • Die Fähigkeit ein Gesicht einzuschätzen ist stark eingeschränkt (Für beide Seiten!)
  • Sprachbarieren
Mir ist so in namibischen Städten auch immer ein wenig unheimlich. Meine Freundin war schon einmal in Kamerun und sieht die Dinge komplett anders ("alles Pipifax" 😃).
Für mich gibt es einfach immer einige wenige Verhaltensregeln:
  • Freundlich bleiben, bis die Individualdistanz untergraben wird. 😁
  • Laut werden, wenn die Individualdistanz untergraben wird 😠
  • Keine unheimlichen Straßen begehen 😐
  • Münzbargelt und ein paar kleine Scheine in der Tasche haben 😗
Und nicht zu letzt: Wer sich wie ein Opfer bewegt, der wird auch eins. Das habe ich allerdings als Kind in Deutschland gelernt (nein, das war keine gute Gegend in der ich aufgewachsen bin 😳)

Also nur nicht bange machen lassen, aber in fremden Gegenden ist Vorsicht ein gute Berater.

nur meine 2 Eurocent


Holla
116 Beiträge · seit 200914. Jan. 2010 · #36
Hallo zusammen

Nach unserem ersten Namibiaurlaub (4 köpfige Familie mit zwei Kindern) melde ich mich wiedereinmal im Forum. Vielen Dank an alle die uns vor der Reise mit guten Tipps und Ratschlägen versorgten. Eigentlich wollte ich einen Reisebericht schreiben (speziell aus der Optik eines Afrikaneulings mit hyperänstlicher Ehefrau), habe aber die Sache mit den Bildern nicht ganz begriffen (meine Bilder passen von der Grösse her nicht ins Forum).
Da uns nun der Afrikavirus befallen hat habe ich es gerade mal 4 Monate ohne "Namibiaforum" ausgehalten.

Aus meiner Erfahrung muss ich sagen, dass wir uns vor und zu Beginn der Reise von den Berichten über Kriminalität in Namibia viel zu stark einschüchtern liessen (Kreditkartenbetrug, Diebe etc.) Dies hat uns zu Anfang die Urlaubsfreude schon etwas verdorben.

Wir getrauten uns kaum aus dem Auto zu steigen, jeder Mensch in Windhoek erschien uns verdächtig.

Die freundlichen und aufmerksamen Tankwärter, welche bereits beim Betätigen des Blinkers freudig zu winken begannen um unseren 3.0 Liter Diesel Toyota an "ihre" Zapfsäule zu winken und dabei auch mal todesmutig auf die Hauptstrasse rannten, schüchterten uns zu Beginn derart ein, dass wir ohne anzuhalten gleich wieder an den Tanksäulen - und auch an den verdutzten Tankwärter - vorbei fuhren.

Wer uns am ersten Tag auf unserem Weg vom Parkplatz ins Einkaufszentrum beobachten konnte kam augenblicklich zur Überzeugung, dass es auf den umliegenden Dächern nur so von Scharfschützen wimmeln musste.

Der Anblick unseres ersten Bargeldbezug am Bankomaten musste aufgrund unserer dreifachen Absicherung in alle Richtungen unweigerlich den Verdacht erwecken wir führten hier selber etwas illegales im Schilde.

Mit der Zeit haben wir uns aklimmatisert und konnten unseren Urlaub geniessen. Ich hatte auf unserer Reise eigentlich keine Minute lang Grund besorgt zu sein.

Ich finde es Schade, dass gewisse Fomis nicht müde werden in meinen Augen die Kriminalität gegen Touristen übertrieben darzustellen.
Womöglich handelt es sich hier um den ähnlichen angstbetonten und latenten Rassismus, den ich auf unserer Reise bei einigen weissen Farmern auszumachen glaubte.
Auch dies gehört zu Namibia, genauso wie die Dünen und die Elefanten.
Ich möchte hier aber nicht werten oder gar falsch verstanden werden. Als Westeuropäer -in gesicherten Verhältnissen lebend- lässt sich nämlich leicht kritisieren.
In vielen interessanten Gesprächen konnte ich lernen, dass die politische Entwicklung im südlichen Afrika vielen Leuten Angst macht und auch Existenzen bedroht, gerade bei der weissen Minderheit.

Nur bringen diese "Lasst es nicht kommen wie in SA oder Zimbawe - Posts" wenig und gehören nicht in ein Urlaubsforum, schon gar nicht in eines wo viele "Neulinge" ihre Infos holen !

Ich muss sagen, dass ich mich an vielen Orten in Europa viel unsicherer fühlte als je in Namibia, wo kleine Betrügereien wie überall sicher auch vorkommen. In Paris wird man jedoch regelmässig handgreiflich belästigt, z.B. am Flohmarkt, wo es nur so wimmelt von agressiven Balkanern (jetzt bin ich der Rassist), welche gefälschte Markenartikel anbieten. In Rom kommt es auf der Buslinie beim Vatikan an einem Tag wahrscheinlich zu mehr Taschendiebstählen als in Namibia in einem ganzen Jahr etc.etc.etc.

Ich werde jedenfalls ohne Sorgen bald wieder nach Namibia/Botswana reisen. Jetzt geht es auf Wunsch der Familie aber erstmal in den wilden Westen.

Mal sehen ob es in LA, wie einige behaupten, wirklich so viel sicherer ist als in Windhoek.


Gruss Daniel
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zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2010
1'933 Beiträge · seit 200914. Jan. 2010 · #37
Hi Daniel,
ich stimme dir zu. Deinem Statement gibst nichts hinzuzufügen.
In L.A. musst du mehr aufpassen.

PS: Und verpasse nicht die Universal Studios, das ist echt sehenswert.

Liebe Grüße
T.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
5'479 Beiträge · seit 200914. Jan. 2010 · #38
@Gawan:

Nach Deinem Post finde ich es umso bedauerlicher, dass Du keinen Reisebericht geschrieben hast. Afrikaneuling mit Kindern wäre sicherlich für viele hier im Forum eine interessante Perspektive, die Ihnen in der eigenen Situation weiterhilft.

Mit den Fotos ist das recht einfach. Wenn Du sie auf unter 2,5MB verkleinerst, kannst Du sie in einem Album hier im Forum ablegen. In Deinem Bericht kannst Du Links zu den jeweiligen Fotos einfügen, die im Bericht als Thumbs erscheinen.

Also, überleg es Dir noch einmal.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 15. Jan. 2010
Gast14. Jan. 2010 · #39
Hallo Daniel,

Gawan schrieb:
Ich finde es Schade, dass gewisse Fomis nicht müde werden in meinen Augen die Kriminalität gegen Touristen übertrieben darzustellen.
Ich glaube nicht, dass die Kriminalität hier übertrieben dargestellt wird. Die Kriminalität z.B. in Windhuk ist objektiv signifikant höher als in deutschen Städten. Aber natürlich trifft das deswegen noch lange nicht jeden Namibiareisenden. Vielleicht trifft es 1-5 Prozent aller Namibia-Reisenden. Das ist im Vergleich zu Deutschland viel. Es heißt aber umgekehrt eben auch, dass 95-99 Prozent - und somit der übergroßen Mehrheit - nichts passiert. Diese übergroße Mehrheit fühlt sich dann sicher - manchmal auch zu sicher.
Nur bringen diese "Lasst es nicht kommen wie in SA oder Zimbawe - Posts" wenig und gehören nicht in ein Urlaubsforum, schon gar nicht in eines wo viele "Neulinge" ihre Infos holen !
Das sehe ich anders. Politische und gesellschaftliche Entwicklungen im Reiseland haben nun mal einen entscheidenden Einfluss darauf, WIE man ein Land bereisen kann.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2010
7'296 Beiträge · seit 200614. Jan. 2010 · #40
Guido. schrieb:
Die Kriminalität z.B. in Windhuk ist objektiv signifikant höher als in deutschen Städten.
... Quelle? ...
Für Deutschland hier: http://www.bka.de/pks/

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2010