Samstag, 03.10.2009 – Auf heissen Sohlen zur falschen White Lady!
Die Nacht war ruhig - keine Elefanten 🙁 Dafür wars recht frisch, was für mich sehr angenehm war.
Der Sonnenaufgang weckt uns und wir spitzen aus dem Zelt: das riesige Massiv des Brandbergs glüht in der aufgehenden Sonne dunkelrot. Ich stehe schnell auf und mache ein paar Fotos. Das Brandbergmassiv ist mit dem 2573m hohen Königstein übrigens die höchste Erhebung in Namibia.



- Heiko döst noch etwas weiter *ggg* -



Lustige kleine Perlhühner flattern und gackern auf den grossen Ästen der Akazie auf unserer Campsite rum und rennen mit stolz geschwollener Brust über den Platz, es ist wirklich zum Schreien komisch wie sie rumwuseln.

Heiko stellt derweil Wasser auf weil wir schön frühstücken wollen. Mit lecker BakedBeans, Speck, Eiern, Kaffee, Milch, Maracujas, Cornflakes, Nutella und Toast kann der Tag beginnen! Wir lassen es heute ruhig angehen und geniessen die tolle Aussicht und Umgebung. Die Campsite ist wunderschön und die Plätze sehr grosszügig. Durch die vielen Bäume und Büsche bekommt man vom weit entfernten Nachbarn praktisch gar nix mit. Beim Frühstück bekommen wir Besuch von einem zahmen Springbock, der sich auch streicheln lässt und mich immer wieder auf die Hörnchen nimmt.





Nach ausgiebigem Frühstück bauen wir unser Zelt ab, da wir die 20km Kilometer zur White Lady fahren wollen. Es wird schon ziemlich warm jetzt nachdem die Sonne aufgegangen ist. Die Strasse endet in einem Parkplatz und einem überdachten Platz, wo die Führer warten. Wir bezahlen den Eintritt und unser Guide macht sich mit uns auf den Weg. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu mutwilligen Zerstörungen an den Felsmalereien, so dass man die berühmte weisse Dame offiziell nun nur noch in Begleitung besuchen darf.
Wir wandern durch das trockene Flussbett des Tsisab, erst vorbei an pechschwarzen Steinen (der Brandberg ist vulkanisch), dann durch erstaunlich üppige Vegetation, wir durchqueren auch einige Male seichtes Wasser, hier wächst sehr dichtes hohes Schilf. Wir sehen Klippschliefer und Libellen, Fussabdrücke verraten aber auch andere grössere Bewohner hier.








Der Weg steigt langsam und fast unmerklich an und wir kommen ganz schön ins Schwitzen bei dem zügigen Tempo, das unser Guide vorlegt. Inzwischen brennt die Sonne auch recht unbarmherzig auf unsere Köpfle und die Hitze staut sich in dem engen Flusstal.



Nach ca. 45 Minuten sind wir kurz vor dem Ziel und total fix und fertig^^ .... wir rasten kurz und unser Guide erklärt uns die Geschichte dieses uralten, spirituellen Ortes. Dann steigen wir die letzten paar Stufen auf und stehen vor der weissen "Dame", die keine ist. Es soll sich dabei um einen Schamanen mit weisser Körperbemalung handeln, der mit Pfeil und Bogen ausgerüstet ist. Um ihn herum sind zahlreiche andere Figuren abgebildet, andere Männer, Frauen und Tiere. Man schätzt das Alter der Zeichnungen auf ca. 2000-4000 Jahre. In diesem Tal gab es also schon vor Tausenden von Jahren menschliches Leben.


Wir geniessen die Stille und die Besonderheit dieses Ortes und sitzen einige Minuten schweigend da.
Dann machen wir uns auf den Rückweg, es ist jetzt noch viel heisser geworden aber es geht nun bergab und läuft sich viel leichter. Unser Guide schätzt die Temperatur auf 45 Grad!



Wir hören von ganz weit her den Pool nach uns schreien!!!




Die Brandberg White Lady Lodge hat 2 Pools, einer davon für afrikanische Verhältnisse recht gross. Er ist angenehm kühl und erfrischt wunderbar.
Lediglich die plärrenden Kinder südafrikanischer Touristen stören etwas die Ruhe *grrrrrr*
Wir bestellen uns an der Bar Salat und Sandwiches und für heute abend einen Platz im Restaurant, es soll Oryx Stroganoff und Game Steak geben!
Wir verbringen den Nachmittag gammelig am Pool, lesen ein bisschen Reiseführer, dösen vor uns hin und bewundern den Ausblick auf den Brandberg und den Springbock, der sich inzwischen um das Kürzen des Rasens um den Pool herum kümmert. Wir sind sogar zu faul um Fotos zu machen 😛
Am späten Nachmittag kehren wir zur Campsite zurück und schauen wieder nach den Elefanten, leider sind sie wohl anderweitig unterwegs. Ich nutze die Zeit, wasche ein paar Teile Wäsche und zweckentfremde eine Akazie als Wäscheständer. Dank des recht starken Windes ist das meiste auch ruckzuck trocken. Den Sundowner geniessen wir bei einem kalten Bier und einer Runde Yatzee auf unserem Platz.





- Eselsbesuch am Auto^^-

Der Brandberg wird bei untergehender Sonne zu einem bedrohlich eindrucksvollem dunkelvioletten Massiv. Gleich nach Sonnenuntergang wird´s frisch, und so ziehen wir uns wärmer an und machen uns auf den Weg zum Restaurant, wohlweislich mit dem Auto denn wir wollen nicht zu Fuss zwischen eine eventuell vorbeiziehende Elefantenherde kommen, was wohl schon passiert ist.

Leider ist eine Busgruppe eingefallen und so gibts dann doch Buffet 🙁
Der angebotene Oryx ist aber trotzdem lecker, ebenso wie das Hühnchen. Als Nachtisch gibts Kuchen. Da wir wegen des doch recht anstrengenden langen Tages mit Wahnsinnshitze recht fertig sind, werden wir heute nicht alt und machen uns nach dem Essen in der Dunkelheit auf den Weg zurück zu unserer Campsite.
Der Vollmond strahlt und die ganze Umgebung liegt im fahlen, aber doch sehr hellen Licht. Wir werfen scharfe Schatten im Mondlicht während wir unser Zelt aufklappen.
Es ist unglaublich ruhig, nur ab und zu knacken Zweige und verraten das viele Leben, das sich hier in den vielen Büschen und Bäumen versteckt. Wo wohl gerade die Elefanten sind?


- unser Auto im Mondlicht -
Heiko bastelt sich in Vorfreude auf eine weitere kühle Nacht sein Inlay in seinen Schlafsack, ich beherrsche mich und mache mich nur kurz lustig und lasse dann demonstrativ meinen Schlafsack als Decke offen und geniesse die Kühle der Nacht 😛
Die Nacht war ruhig - keine Elefanten 🙁 Dafür wars recht frisch, was für mich sehr angenehm war.
Der Sonnenaufgang weckt uns und wir spitzen aus dem Zelt: das riesige Massiv des Brandbergs glüht in der aufgehenden Sonne dunkelrot. Ich stehe schnell auf und mache ein paar Fotos. Das Brandbergmassiv ist mit dem 2573m hohen Königstein übrigens die höchste Erhebung in Namibia.
- Heiko döst noch etwas weiter *ggg* -
Lustige kleine Perlhühner flattern und gackern auf den grossen Ästen der Akazie auf unserer Campsite rum und rennen mit stolz geschwollener Brust über den Platz, es ist wirklich zum Schreien komisch wie sie rumwuseln.
Heiko stellt derweil Wasser auf weil wir schön frühstücken wollen. Mit lecker BakedBeans, Speck, Eiern, Kaffee, Milch, Maracujas, Cornflakes, Nutella und Toast kann der Tag beginnen! Wir lassen es heute ruhig angehen und geniessen die tolle Aussicht und Umgebung. Die Campsite ist wunderschön und die Plätze sehr grosszügig. Durch die vielen Bäume und Büsche bekommt man vom weit entfernten Nachbarn praktisch gar nix mit. Beim Frühstück bekommen wir Besuch von einem zahmen Springbock, der sich auch streicheln lässt und mich immer wieder auf die Hörnchen nimmt.
Nach ausgiebigem Frühstück bauen wir unser Zelt ab, da wir die 20km Kilometer zur White Lady fahren wollen. Es wird schon ziemlich warm jetzt nachdem die Sonne aufgegangen ist. Die Strasse endet in einem Parkplatz und einem überdachten Platz, wo die Führer warten. Wir bezahlen den Eintritt und unser Guide macht sich mit uns auf den Weg. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu mutwilligen Zerstörungen an den Felsmalereien, so dass man die berühmte weisse Dame offiziell nun nur noch in Begleitung besuchen darf.
Wir wandern durch das trockene Flussbett des Tsisab, erst vorbei an pechschwarzen Steinen (der Brandberg ist vulkanisch), dann durch erstaunlich üppige Vegetation, wir durchqueren auch einige Male seichtes Wasser, hier wächst sehr dichtes hohes Schilf. Wir sehen Klippschliefer und Libellen, Fussabdrücke verraten aber auch andere grössere Bewohner hier.
Der Weg steigt langsam und fast unmerklich an und wir kommen ganz schön ins Schwitzen bei dem zügigen Tempo, das unser Guide vorlegt. Inzwischen brennt die Sonne auch recht unbarmherzig auf unsere Köpfle und die Hitze staut sich in dem engen Flusstal.
Nach ca. 45 Minuten sind wir kurz vor dem Ziel und total fix und fertig^^ .... wir rasten kurz und unser Guide erklärt uns die Geschichte dieses uralten, spirituellen Ortes. Dann steigen wir die letzten paar Stufen auf und stehen vor der weissen "Dame", die keine ist. Es soll sich dabei um einen Schamanen mit weisser Körperbemalung handeln, der mit Pfeil und Bogen ausgerüstet ist. Um ihn herum sind zahlreiche andere Figuren abgebildet, andere Männer, Frauen und Tiere. Man schätzt das Alter der Zeichnungen auf ca. 2000-4000 Jahre. In diesem Tal gab es also schon vor Tausenden von Jahren menschliches Leben.
Wir geniessen die Stille und die Besonderheit dieses Ortes und sitzen einige Minuten schweigend da.
Dann machen wir uns auf den Rückweg, es ist jetzt noch viel heisser geworden aber es geht nun bergab und läuft sich viel leichter. Unser Guide schätzt die Temperatur auf 45 Grad!
Wir hören von ganz weit her den Pool nach uns schreien!!!
Die Brandberg White Lady Lodge hat 2 Pools, einer davon für afrikanische Verhältnisse recht gross. Er ist angenehm kühl und erfrischt wunderbar.
Lediglich die plärrenden Kinder südafrikanischer Touristen stören etwas die Ruhe *grrrrrr*
Wir bestellen uns an der Bar Salat und Sandwiches und für heute abend einen Platz im Restaurant, es soll Oryx Stroganoff und Game Steak geben!
Wir verbringen den Nachmittag gammelig am Pool, lesen ein bisschen Reiseführer, dösen vor uns hin und bewundern den Ausblick auf den Brandberg und den Springbock, der sich inzwischen um das Kürzen des Rasens um den Pool herum kümmert. Wir sind sogar zu faul um Fotos zu machen 😛
Am späten Nachmittag kehren wir zur Campsite zurück und schauen wieder nach den Elefanten, leider sind sie wohl anderweitig unterwegs. Ich nutze die Zeit, wasche ein paar Teile Wäsche und zweckentfremde eine Akazie als Wäscheständer. Dank des recht starken Windes ist das meiste auch ruckzuck trocken. Den Sundowner geniessen wir bei einem kalten Bier und einer Runde Yatzee auf unserem Platz.
- Eselsbesuch am Auto^^-
Der Brandberg wird bei untergehender Sonne zu einem bedrohlich eindrucksvollem dunkelvioletten Massiv. Gleich nach Sonnenuntergang wird´s frisch, und so ziehen wir uns wärmer an und machen uns auf den Weg zum Restaurant, wohlweislich mit dem Auto denn wir wollen nicht zu Fuss zwischen eine eventuell vorbeiziehende Elefantenherde kommen, was wohl schon passiert ist.
Leider ist eine Busgruppe eingefallen und so gibts dann doch Buffet 🙁
Der angebotene Oryx ist aber trotzdem lecker, ebenso wie das Hühnchen. Als Nachtisch gibts Kuchen. Da wir wegen des doch recht anstrengenden langen Tages mit Wahnsinnshitze recht fertig sind, werden wir heute nicht alt und machen uns nach dem Essen in der Dunkelheit auf den Weg zurück zu unserer Campsite.
Der Vollmond strahlt und die ganze Umgebung liegt im fahlen, aber doch sehr hellen Licht. Wir werfen scharfe Schatten im Mondlicht während wir unser Zelt aufklappen.
Es ist unglaublich ruhig, nur ab und zu knacken Zweige und verraten das viele Leben, das sich hier in den vielen Büschen und Bäumen versteckt. Wo wohl gerade die Elefanten sind?
- unser Auto im Mondlicht -
Heiko bastelt sich in Vorfreude auf eine weitere kühle Nacht sein Inlay in seinen Schlafsack, ich beherrsche mich und mache mich nur kurz lustig und lasse dann demonstrativ meinen Schlafsack als Decke offen und geniesse die Kühle der Nacht 😛
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*"
Reisebericht Sao Tomé 2011
Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!