Namibia 2009 - "suchen und finden"

Reisebericht 155 Antworten · 153k Aufrufe · gestartet 30. Okt. 2009 von janet
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200929. Nov. 2009 · #61
Samstag, 03.10.2009 – Auf heissen Sohlen zur falschen White Lady!


Die Nacht war ruhig - keine Elefanten 🙁 Dafür wars recht frisch, was für mich sehr angenehm war.

Der Sonnenaufgang weckt uns und wir spitzen aus dem Zelt: das riesige Massiv des Brandbergs glüht in der aufgehenden Sonne dunkelrot. Ich stehe schnell auf und mache ein paar Fotos. Das Brandbergmassiv ist mit dem 2573m hohen Königstein übrigens die höchste Erhebung in Namibia.






- Heiko döst noch etwas weiter *ggg* -







Lustige kleine Perlhühner flattern und gackern auf den grossen Ästen der Akazie auf unserer Campsite rum und rennen mit stolz geschwollener Brust über den Platz, es ist wirklich zum Schreien komisch wie sie rumwuseln.



Heiko stellt derweil Wasser auf weil wir schön frühstücken wollen. Mit lecker BakedBeans, Speck, Eiern, Kaffee, Milch, Maracujas, Cornflakes, Nutella und Toast kann der Tag beginnen! Wir lassen es heute ruhig angehen und geniessen die tolle Aussicht und Umgebung. Die Campsite ist wunderschön und die Plätze sehr grosszügig. Durch die vielen Bäume und Büsche bekommt man vom weit entfernten Nachbarn praktisch gar nix mit. Beim Frühstück bekommen wir Besuch von einem zahmen Springbock, der sich auch streicheln lässt und mich immer wieder auf die Hörnchen nimmt.











Nach ausgiebigem Frühstück bauen wir unser Zelt ab, da wir die 20km Kilometer zur White Lady fahren wollen. Es wird schon ziemlich warm jetzt nachdem die Sonne aufgegangen ist. Die Strasse endet in einem Parkplatz und einem überdachten Platz, wo die Führer warten. Wir bezahlen den Eintritt und unser Guide macht sich mit uns auf den Weg. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu mutwilligen Zerstörungen an den Felsmalereien, so dass man die berühmte weisse Dame offiziell nun nur noch in Begleitung besuchen darf.

Wir wandern durch das trockene Flussbett des Tsisab, erst vorbei an pechschwarzen Steinen (der Brandberg ist vulkanisch), dann durch erstaunlich üppige Vegetation, wir durchqueren auch einige Male seichtes Wasser, hier wächst sehr dichtes hohes Schilf. Wir sehen Klippschliefer und Libellen, Fussabdrücke verraten aber auch andere grössere Bewohner hier.

















Der Weg steigt langsam und fast unmerklich an und wir kommen ganz schön ins Schwitzen bei dem zügigen Tempo, das unser Guide vorlegt. Inzwischen brennt die Sonne auch recht unbarmherzig auf unsere Köpfle und die Hitze staut sich in dem engen Flusstal.







Nach ca. 45 Minuten sind wir kurz vor dem Ziel und total fix und fertig^^ .... wir rasten kurz und unser Guide erklärt uns die Geschichte dieses uralten, spirituellen Ortes. Dann steigen wir die letzten paar Stufen auf und stehen vor der weissen "Dame", die keine ist. Es soll sich dabei um einen Schamanen mit weisser Körperbemalung handeln, der mit Pfeil und Bogen ausgerüstet ist. Um ihn herum sind zahlreiche andere Figuren abgebildet, andere Männer, Frauen und Tiere. Man schätzt das Alter der Zeichnungen auf ca. 2000-4000 Jahre. In diesem Tal gab es also schon vor Tausenden von Jahren menschliches Leben.





Wir geniessen die Stille und die Besonderheit dieses Ortes und sitzen einige Minuten schweigend da.

Dann machen wir uns auf den Rückweg, es ist jetzt noch viel heisser geworden aber es geht nun bergab und läuft sich viel leichter. Unser Guide schätzt die Temperatur auf 45 Grad!







Wir hören von ganz weit her den Pool nach uns schreien!!!









Die Brandberg White Lady Lodge hat 2 Pools, einer davon für afrikanische Verhältnisse recht gross. Er ist angenehm kühl und erfrischt wunderbar.
Lediglich die plärrenden Kinder südafrikanischer Touristen stören etwas die Ruhe *grrrrrr*
Wir bestellen uns an der Bar Salat und Sandwiches und für heute abend einen Platz im Restaurant, es soll Oryx Stroganoff und Game Steak geben!

Wir verbringen den Nachmittag gammelig am Pool, lesen ein bisschen Reiseführer, dösen vor uns hin und bewundern den Ausblick auf den Brandberg und den Springbock, der sich inzwischen um das Kürzen des Rasens um den Pool herum kümmert. Wir sind sogar zu faul um Fotos zu machen 😛

Am späten Nachmittag kehren wir zur Campsite zurück und schauen wieder nach den Elefanten, leider sind sie wohl anderweitig unterwegs. Ich nutze die Zeit, wasche ein paar Teile Wäsche und zweckentfremde eine Akazie als Wäscheständer. Dank des recht starken Windes ist das meiste auch ruckzuck trocken. Den Sundowner geniessen wir bei einem kalten Bier und einer Runde Yatzee auf unserem Platz.










- Eselsbesuch am Auto^^-



Der Brandberg wird bei untergehender Sonne zu einem bedrohlich eindrucksvollem dunkelvioletten Massiv. Gleich nach Sonnenuntergang wird´s frisch, und so ziehen wir uns wärmer an und machen uns auf den Weg zum Restaurant, wohlweislich mit dem Auto denn wir wollen nicht zu Fuss zwischen eine eventuell vorbeiziehende Elefantenherde kommen, was wohl schon passiert ist.



Leider ist eine Busgruppe eingefallen und so gibts dann doch Buffet 🙁
Der angebotene Oryx ist aber trotzdem lecker, ebenso wie das Hühnchen. Als Nachtisch gibts Kuchen. Da wir wegen des doch recht anstrengenden langen Tages mit Wahnsinnshitze recht fertig sind, werden wir heute nicht alt und machen uns nach dem Essen in der Dunkelheit auf den Weg zurück zu unserer Campsite.


Der Vollmond strahlt und die ganze Umgebung liegt im fahlen, aber doch sehr hellen Licht. Wir werfen scharfe Schatten im Mondlicht während wir unser Zelt aufklappen.
Es ist unglaublich ruhig, nur ab und zu knacken Zweige und verraten das viele Leben, das sich hier in den vielen Büschen und Bäumen versteckt. Wo wohl gerade die Elefanten sind?




- unser Auto im Mondlicht -

Heiko bastelt sich in Vorfreude auf eine weitere kühle Nacht sein Inlay in seinen Schlafsack, ich beherrsche mich und mache mich nur kurz lustig und lasse dann demonstrativ meinen Schlafsack als Decke offen und geniesse die Kühle der Nacht 😛
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200901. Dez. 2009 · #63
Sonntag, 04.10.2009 – die Antarktis-Expedition!


Nachts höre ich Schritte vor dem Zelt! Herrjeh, das wird doch nicht etwa ein Elefant sein..... aufgeregt spitze ich durch mein offenes Zeltfenster raus. Eine Kuh trottet in aller Seelenruhe im hellen Mondlicht vorbei. Na toll! Ich rolle mich wieder ein und genehmige mir noch eine Mütze Schlaf.


Da wir heute wieder eine etwas längere Fahretappe haben, brechen wir ohne grosses Frühstück auf. Ein Müsliriegel und ein kalter Saft müssen heute erstmal reichen^^

Wir fahren gen Norden nach Khorixas, vorbei an vielen Verkaufsständen von Herero- und Himbafrauen.









Auch Halbedelsteine werden wieder verkauft. An einem Stand halten wir an, eine junge Hererofrau verkauft Püppchen und Ketten, die Püppchen finde ich albern aber die Ketten schauen hübsch aus und so kaufe ich zwei. Sie fragt ob wir was zu essen dabei hätten und deutet auf die drei Kinder, die sich um sie drängen .... wir geben ihr ein paar gekochte Kartoffeln ab und etwas Käse aus dem Kühlschrank.







Unterwegs sehen wir lustige Trappen und Vogelsträusse!







An einem Halbedelsteinstand halten wir an, ein älterer Mann kommt dazu und will uns etwas verkaufen, leider gefällt uns aber nix. Ein winziger Hund kommt angelaufen. er schaut absolut erbärmlich aus und man kann gar nicht sagen ob er schon sehr alt oder noch sehr jung ist. Der Hund läuft vors Auto, der Mann lacht nur, es ist ihm egal.... ich kriege so eine Wut und gucke Heiko an, der sagt aber entschieden NEIN und schüttelt mit dem Kopf. Ich überlege fieberhaft, im Flieger im Hundetragehandtäschen als Handgepäck wärs mit Attest kein Problem, aber nach Palmwag in die Konzession kriege ich ihn nicht rein, nach Otjitotongwe auch nicht, nach Etosha schon gar nicht..... der Verstand siegt gegen den Spontanreflex, das arme Bündel einfach einzupacken und zu versorgen. Der Anblick sollte mich aber noch den ganzen Urlaub verfolgen ......




In Khorixas tanken wir erstmal auf und gehen in den Supermarkt. Ich erstehe zwei Gewürzkuchenstückchen aus dem Kühlregal mit Zuckerglasur und bunten Streuseln und komme mir vor wie in der Adventszeit. 😄 Ausserdem erstehen wir etwas Gemüse und kalte Getränke sowie einige obligatorische geschnitzte Nüsse an der Tankstelle -.- Allerdings sehr schön gearbeitete!








Weiter gehts Richtung Westen ins Damaraland. Ich halluziniere: an den Strassenrändern reiht sich eine Welwitschia neben die andere. Heiko meint aber dann ich hätte doch grad nen lichten Moment, und so steigen wir aus: tatsächlich, kleine Welwitschias, mittlere Welwitschias, grössere Welwitschias ....ein Welwitschiatraum, ähm.... ein Traum für Welwitschia-Freaks hier! Heiko findet die Pflanze leider immer noch hässlich ..... *g*





Es wird gebirgiger und die Berge haben eine ganz eigene charakteristische Form. Wir fahren vorbei am Mowani Mountain Camp (ich mache kurz "grml") und weiter Richtung Palmwag.




- Verkaufsstand an der Strasse-










Kurz vor Palmwag passieren wir die Veterinärskontrolle zur Eindämmung der Maul und Klauenseuche und unsere Fahrzeugnummer wird notiert. Da wir nicht schäumen und unsere Fussnägel normal aussehen, dürfen wir passieren. Noch 4 Kilometer und wir erreichen unser heutiges Ziel, die Palmwag-Lodge!







Die macht ihrem Namen alle Ehre, sie liegt an einem Fluss und ist von Palmen umgeben. Wir checken ein und lassen uns unseren Overflow-Campingplatz zeigen. Irgendwie enttäuscht er uns: die Landschaft ist einmalig schön und weit, die Lodge wunderhübsch, die Pools mit Bar ein Traum .... und die Campsite eng. 🙁 Sie hat zwar Wasser- und Stromanschluss, aber wenig Charme und die Nachbarn sind gleich nebendran.






Unser Auto wird gleich belagert von „unseren Freunden mit den Schnäbeln“. Die zeigen sich äusserst interessiert am Gummi unserer Scheibenwischer :/







Wir melden uns für den Gamedrive um 16 Uhr an und legen uns bis dahin erstmal an den Pool und genehmigen uns ein kaltes Bier. Die Palmen wiegen sich über uns im Wind. Schöööööööööön^^













Der Gamedrive startet pünktlich und wir fahren durch das riesige Konzessionsgebiet und suchen Elefanten. Wir sichten Bergzebras mit Jungtieren, Springböcke, Dik Diks, Giraffen und Kudus ... von Elefanten keine Spur. Aber gut, wir sind ja vom Brandberg verwöhnt^^


















Unser Guide erklärt uns einiges zur Flora und Fauna hier.









Die Landschaft ist wunderschön und die Farben sind warm und weich. Wir passieren Flussbetten die auch Wasser führen und sehen sogar Fische.











Auf einer Anhöhe halten wir für den obligatorischen Sundowner und geniessen auf liebevoll eingedecktem Tisch Gin Tonic, Chips, Droewors und andere Leckereien.











Der Sonnenuntergang ist auch heute wieder wunderschön, allerdings wirds danach sofort eisig. Unser Guide teilt grüne Ponchos aus, die erstmal für einige Lacher sorgen - das sollte sich schnell ändern, denn nach wenigen Fahrmetern ist jeder glücklich einen zu haben und kuschelt sich rein.


- ein grüner lustiger Waldwichtel-



Es ist so kalt dass man den Atem als Rauch sieht ^^
Lustige grüne Waldwichtel, eisige Kälte, da kommt ja schon fast Weihnachtsfeeling auf! Jetzt ein Glühwein und heisse Maroni, na das wärs noch für unsere lustige Truppe hier 😄




Der Mond geht dramatisch und schnell am Horizont auf, was für ein Schauspiel!



Im Dunkeln kommen wir in der Lodge an, der Drive hat 4 Stunden gedauert!



Ich wollte heute eigentlich im Potjie Lammbeinscheiben in Sherry mit Zwiebeln schmoren, allerdings würde das bestimmt 1,5 Stunden dauern, bis dahin sind wir entweder verhungert oder erfroren^^. Heiko wird in seiner Hungersnot grosszügig und beschliesst mich zum Essen in der Lodge einzuladen 😄

Wir bekommen den letzten freien Tisch und werden gleich sehr zuvorkommend bedient, obwohl wir total verfroren und noch zauselig vom Drive am Tisch sitzen. Manche Gäste haben sich total aufgebrezelt .... irgendwie wirkt das hier im Nirgendwo total fehl am Platz. O_o

Der Oryx ist etwas versalzen, aber ansonsten ist das Essen nicht schlecht. Wir wärmen uns auf und lassen den Tag ausklingen. Nach einem Bananen-Schokokuchen schleichen wir zurück zu unserer Campsite und kuscheln uns in die Schlafsäcke. Und heute bleibt auch meiner mal zu! *bibber*



Gute Nacht! 🙂
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zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
1'247 Beiträge · seit 200902. Dez. 2009 · #64
Southerndreams schrieb:
wir waren im Oktober 08 in der WLL,
wir haben es erlebt, dass Fussgänger
in eine Elefantenherde gerieten.
Wir waren am 17. September 09 da und sind zu Fuss zur Lodge und im Dunkeln auch wieder zurück. Allerdings hatte in dieser Zeit offenbar keine Elefanten in der Gegend. Aber beim nächsten Besuch werde ich wohl doch das Auto nehmen oder direkt in die Lodge gehen 😐

Gruss Thomas

Sorry janet, dass ich den halben Titel abgeschnitten habe; passiert mir seit gestern bei jedem Eintrag 😵
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 02. Dez. 2009
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200904. Dez. 2009 · #65
Zwischenrein löse ich hiermit mal ein grosses Rätsel auf, nämlich warum dieser Urlaub unter dem Motto "suchen und finden" läuft!

Hier mal eine kleine Anekdote, die ja eigentlich sehr wichtig ist, zwischenrein 🙂



Wer uns nicht kennt, kann nicht wissen dass keiner von uns beiden besonders romantisch oder philosophisch veranlagt ist, was das Motto vielleicht seltsam erscheinen lässt.
Wer uns ein bisschen kennt, ist vielleicht verwirrt^^ ... aber wer uns gut kennt, weiss dass wir beide ziemliche Schussel sind, was Ordnung betrifft.
Und nun stellt euch mal zwei Schussel in ihrem ersten gemeinsamen Campurlaub vor 😄

Es fing erst nach ein paar Tagen an, da wir ja am Anfang die meiste Zeit in Lodges und Hotels verbracht haben. Da gings ja noch!
Aber bald häuften sich die Fragen "wo hastn Du mein Brillenetui hin???!" (DER Klassiker!), "wo issn des Zewa?" oder
"ich find fei des Klopapier net!!!! Wo hastn des hin???" ... bis hin zu "Du hast doch die Taschenlampe absichtlich versteckt!!!!"
(auch ein Klassiker, der fast jeden Abend gebracht wurde 😛 )

Irgendwann kam ich dann drauf: das Urlaubsmotto kann nur sein "suchen und finden"! Denn einen nicht unbeträchtlichen Teil des Urlaubs haben wir mit dieser Tätigkeit verbracht *g*
Auf nervige Fragen wo denn Gegenstand xy wäre war meine Antwort fortan nur: "suuuuuchen und fiiiiiiiiinden!" So treibt man einen Mann auch zur Weissglut, aber er hats schnell übernommen. Manchmal philosophierten wir das Motto auch gemeinsam im Tenor nachdem mal wieder die Frage nach der Taschenlampe kam 😄

Was wir übrigens nie mehr gefunden haben ist der gute Bautzener Senf mittelscharf, welchen wir am ersten Tag in Windhoek gekauft hatten. Als ich ihn dann brauchte war er unauffindbar (jaaaaaaaaa, auch nach mehrmaliger zeitintensiver Suche!), so dass ich dann in meiner Not in Okaukuejo ein VERMÖGEN für den letzten Senf im Regal ausgegeben habe. Und der hat vielleicht geschmeckt, pfui deibi !!!

Wer also den Bautzener gefunden hat, ich hoffe er schmeckt!
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zuletzt bearbeitet 04. Dez. 2009
1'933 Beiträge · seit 200905. Dez. 2009 · #66
Kompliment Janet, ganz toll wie du uns an deinem Urlaub teilhaben lässt.

Mein Mann und ich sitzen immer gespannt vorm PC, wenn es was neues von eure Reise gibt. Danke.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
1'927 Beiträge · seit 200805. Dez. 2009 · #67
Hallo Janet,

Danke für den lebhaften Bericht. Das mit dem Suchen und (nicht) Finden kommt mir irgendwie bekannt vor, gerade das mit dem sembft...

Apropo - 6 km von Baiersdorf - Du bist nicht zufällig aus dem netten Städdla, wo man hochläuft um zum Keller zu kommen 🙂

Gruss

Peter
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200905. Dez. 2009 · #68
Huhu Peter,

ich muss ned nauflaufen, ich wohn fast oben auf die Keller 😉
Ich sag nur: ANNAFEST, ALLADOOCH ANNAFEST! 😄

Für alle die sich jetzt des Köpfla kratzen: in Oberfranken nennt man einen Biergarten Bierkeller oder nur kurz Keller, da in den tiefen Sandsteinstollen dort früher (und teils auch noch heute) das Bier gelagert wurde und auch direkt ausgeschenkt wurde - schön kühl und frisch. Das ist KULT! 😎

Das Annafest ist ein bekanntes Bierfest in Forchheim, was auf dem Kellerberg stattfindet ... auf dem Kellerberg sind alleine 23 Bierkeller, wovon sogar manche das ganze Jahr geöffnet haben. Forchheim selbst besitzt noch 4 Brauereien.

So, das war nun zur Abwechslung mal ein Ausflug in die Fränkische Kultur 😄

Grüssla
janet
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1'927 Beiträge · seit 200805. Dez. 2009 · #69
janet schrieb:
:::Forchheim selbst besitzt noch 4 Brauereien.::
Hallo Janet,

mein Schulweg führte mich an zwei davon vorbei. Den frischen Maischeduft habe ich heute noch in der Nase. Aber Schluß jetzt, wir sind schließlich im Namibiaforum 😉

Gruß
Peter
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200905. Dez. 2009 · #70
...jop, weiter gehts!




Montag, 05.10.2009 – „.... mal wieder fast wie daheim“


Die Nacht ist eisig und laut. Irgendwelche zwei Honks unterhalten sich offensichtlich angedüdelt dermassen lautstark, dass ich überlege rauszuklettern und mich zu beschweren. Irgendwann wird´s dann doch ruhiger und ich schaffe es zu schlafen. Der Zeltplatz ist definitiv zu eng. Mein Schlafsack ist immer noch zu und ich vermute dass der fröstelige Mann neben mir mit den Zähnen klappert *g*

Der Sonnenaufgang ist wieder sehr eindrucksvoll und sobald die Sonne da ist wird´s auch schön warm. Ich gehe in der kalten Dusche duschen *brrrrrr*, Heiko weigert sich *g*. Heute haben wir nur eine sehr kurze Fahrstrecke und so wird mal wieder ausgiebig gefrühstückt. Während die Spiegeleier brutzeln betteln viele viele Vögel unterschiedlichster Arten Heiko um Cornflakes an.

Wir checken aus und machen uns auf die Socken. An der Klauenseuchenkontrolle dürfen wir unser schönes Fleisch und die Boerewors abgeben. Toll, das hat uns keiner gesagt, auch nicht als wir reingefahren sind .... Heiko ist stinkesauer. Wir werfen unser Fleisch eigenhändig auf den Müll und machen noch Erde drauf .... das soll keiner rausziehen und sich selber einverleiben! Schade um das gute Essen .... !!! 😵

Aber alles Jammern hilft ja nix und so geht’s dann halt weiter!















Es geht gen Osten nach Kamanjab, vorbei an vielen Lehmhäusern und Ziegen.





Unterwegs sehen wir den Kadaver eines Kudus.



In Kamanjab tanken wir. Ansonsten ist hier nicht viel los, ein Supermarkt und viele Leute die auf der Strasse rumhängen und versuchen, uns mal wieder die obligatorischen Nüsse zu verkaufen. Auch viele Himba sitzen hier an den Strassen rum.












Nach 18km Fahrt Richtung Etosha ist unser heutiges Ziel erreicht, ein Schild weist uns den Weg links in die Farmpad: Otjitotongwe.



Ich hab Heiko nicht verraten was uns dort erwartet, und so fahren wir gespannt durch das grosse Areal und spitzen nach links und rechts. Irgendwann bekommen wir unerwarteten Gegenverkehr: eine pubertierende Giraffe stolziert auf der Strasse rum und kommt neugierig näher.





Ich kurble mein Fenster runter und öffne leicht die Türe. Ein riesiger Kopf kommt ins Wageninnere 🤩 !





Aha, da ist also wer neugierig^^

Ich streichle dieses riesige Tier, was ihm anscheinend gut gefällt. Irgendwann hat er genug und trottet wieder davon, vielleicht will er schauen wer heute noch alles kommt. Wir fahren weiter und stehen bald vor dem Farmhaus, ein hoher Zaun umgibt das Anwesen, und auf dem riesigen Tor prangt ein Schild dass man klingeln soll und das Tor ja nicht aufmachen darf. Heiko ist neugierig, darf da was nicht rein oder raus? ^^




AHA! 🤩

Wir klingeln und werden freundlich von Tollie Nel begrüsst. Er begleitet uns mit seinem Geländewagen zur Lodge, die wenige Kilometer weiter im Busch liegt. Wir bekommen den Schlüssel für unser putziges Chalet und Tollie zeigt uns noch den grosses Pool und das Restaurant, wo wir heute zu Abend essen werden. Um 16 Uhr werden wir für die Cheetah Fütterung abgeholt!





Bis dahin faulenzen wir, planschen im Pool, lesen und schauen ob sich am Zaun, der die riesigen Gehege umgibt was tut. Zu sehen sind aber wieder mal nur "unsere Freunde mit den Schnäbeln" 😄




Gegen 16 Uhr erscheint Tollie mit Landrover und Anhänger, auf dem wir mit ein paar anderen Leuten Platz nehmen.

Als erstes geht’s zurück zum Farmhaus. Wir laufen einmal rund ums Haus und sehen und plötzlich Auge in Auge mit 3 Geparden und einem Hund O_o
Die Geparden liegen auf dem Rasen rum, das Jungtier spielt wie verrückt mit dem Jack Russel Terrier. Die beiden jagen und kämpfen, sobald einer vom anderen ablässt schleicht sich der andere wieder an, greift an und das Spiel beginnt von Neuem. Die beiden könnten als Unterhaltungsprogramm auftreten 😄






- Jacarandabaum-



Wir können die Geparden anfassen und streicheln, das Schnurren ist um einiges lauter als bei Mehmet^^













Nach einer Zeit gibt’s dann Fressi und jeder verteidigt sein Stück Fleisch und zuzelt genüsslich dran rum. Auch der Jack Russel verteidigt es, hat aber dann gegen Gepard Junior doch wieder keine Chance 😄







Wir reissen uns los und steigen wieder auf den Anhänger. Wir fahren zur Bushbar, wo wir einen Drink einnehmen. Lustige Fotos zieren die Wände, hier wurde wohl schon manche Nacht durchzecht *g*




Jetzt werden wir gleich die wilden Geparden erleben, die auf dem 250 Hektar grossen Gebiet leben.
Wir fahren mit Tollies Sohn Mario durch ein Tor und es dauert nicht lange und die ersten Cheetahs schleichen durchs Gras. Naja, die wissen halt auch wenn Essenszeit ist 😄









Die Fütterung ist sehr spannend und temporeich. Mario wirft immer nach rechts und links vom Auto Fleischbrocken, so dass sich die Geparden drum kloppen können. Wenn einer was hat, verzieht er sich ein paar Meter weiter und frisst. Die Geparden springen dabei und irgendwie kommt mir das alles bekannt vor^^ .... in klein erlebe ich so was wenn wir daheim grillen und mal ein Stückchen Fleisch „runterfällt“ 😄


















Nachdem jeder Gepard was bekommen hat, machen wir uns auf den Weg zu einem anderen grossen Gehege, in dem zwei Mädels mit ihren 6 Welpen leben. Die Kleinen sind schon relativ gross und rangeln sich um die Fleischbrocken. Sie sind zum Knuddeln süss, allerdings wild und dann würde das doch ziemlich weh tun ..... wir haben selbst einen europäischen Wildkatzenmischling zuhause, die ich vor 9 Jahren im Alter von ca. 3 Wochen bekommen und von Hand aufgezogen habe, und wenn ich überlege wie weh das tut wenn Kunni zubeisst und kratzt mag ich hier gar nicht dran denken^^.












Nachdem auch die beiden Mamas mit ihren Kitten versorgt sind, machen wir uns auf den Weg zurück. Bald gibt’s Abendessen, und so kehren wir zurück in unsere Hütte. Mario hat mir noch erzählt dass es hier Vogelspinnen gibt, und nach denen wollte ich mal Ausschau halten.



Die Ausschau bleibt leider erfolglos, und so begeben wir uns zum Essen. Das kleine Restaurant ist liebevoll und schön eingerichtet und saugemütlich. Es gibt leckere Oryx Pie, ein Traum! Ausserdem werden noch Blumenkohl, Salat und vegetarische Nudeln angeboten, die auch sehr lecker sind. Neben einem multikulturellem Pärchen, das nördlich von Etosha lebt und mit deren indischer Schwiegermutter aus Kapstadt hier Urlaub macht sind wir die einzigen Gäste. Roeleen und ihre Tochter kümmern sich rührend um uns und wir fühlen uns herzlich empfangen. Auch der Nachtisch ist fein und so wanken wir mal wieder pappsatt zu unserem Häuschen.

Ich denke noch an meine drei Tiger daheim und zack bin ich eingeschlafen!
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zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200910. Dez. 2009 · #71
Huhu !!!

So, der Restbericht ist in Arbeit, es sind nur unglaublich viele Etoshabilder zu sichten. Ich halt mich aber ran!!!

Da ich die Tage noch einige Pics von Otjitotongwe gefunden habe, verkürze ich euch die Wartezeit einfach damit 😉 .... ich weiss es sind viele, aber ich bin halt nunmal Katzenfan 😉



























Liebe Grüsse
janet
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zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200911. Dez. 2009 · #72
lange hat´s gedauert .....


Dienstag, 06.10.2009 – heute werden wir beklaut! 🙁

Heute gehts mal wieder ganz entspannt los. Wir schlafen bis kurz vor 7, packen und machen uns dann auf zum Frühstück.



Dazu müssen wir nur die 15 Meter rüber zum Restaurant laufen. Das Frühstück wird auf der überdachten Terrasse eingenommen, es gibt Kaffee, Tee, und auch sonst alles was das Herz begehrt. Wir unterhalten uns noch etwas mit Roeleen über das Projekt hier und unsere Weiterfahrt und brechen dann auf.

Wer sich etwas dafür interessiert, hier habe ich einen Link gefunden:
http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/suedliches-afrika/tid-6521/namibia_aid_62635.html

Am Tor zum Haupthaus verabschiedet uns noch die Giraffe.







Nach der Farmpad biegen wir nach links Richtung Outjo ab. An den Strassenrändern sieht man immer wieder Gästefarmen und Lodges, man merkt dass man sich Etosha nähert.



Die Strasse ist geteert und wir kommen schnell voran. Links und rechts der Strasse erheben sich riesige Termitenbauten.





Bald kommen wir in Outjo an. Es ist traumhaft, die Jacarandas blühen um die Wette.












In Outjo führt uns unser Weg zuerst zum Metzger, schliesslich müssen wir uns mit Essen versorgen! Es gibt leckere Wildfilets in der Auslage, aber der Metzger nimmt leider nur Bares und davon haben wir nix mehr... also schnell ab zum Geldautomaten! Der ist schnell gefunden und so ziehen wir uns beide Geld, denn im Etosha werden wir ja auch bissl was brauchen.

Nach ca. 15 Minuten stehen wir also wieder in Vorfreude auf die Filets im Metzgersladen...... PUSTEKUCHEN! Irgendein ganz böser Mensch hat sie uns vor der Nase weggekauft ...... so erstehen wir halt T-Bonesteaks, Lammbeinscheiben und Rinderfilets. *hmpf*



Im Supermarkt nebenan gibts dazu dann noch lecker Gemüse und Getränke und Eier, so, Etosha kann kommen. Denn das angeblich so grausige Essen in Okaukuejo tu ich mir sicher nicht an! 😛



Weiter gehts Richtung Norden, auch hier ist die Piste geteert. Die Termitenbauten werden immer schnörpfeliger.





Trotz des nahen Etoshaparks ist die Strasse hier im Land der Schnörpfeltermiten recht einsam und wir haben wenig Gegenverkehr. Nach einer Stunde erreichen wir auch schon den Parkeingang.



Die "Einreise" geht schnell vonstatten und auch Okaukuejo ist recht schnell erreicht. Unterwegs sichten wir schon die ersten Oryxe und Perlhühner, und direkt vor Okaukuejo steht als Empfangskomitee ein grosser Elefantenbulle.



Wir checken in Okaukuejo ein und bekommen unseren Campingplatz für die nächsten zwei Nächte zugewiesen. Hier ist ganz schön was los.



Wir schauen uns erst mal im Camp um, es gibt einen kleinen Shop mit recht übersichtlich gefüllten Regalen *hust*, ein Souvenirshop, ein Postamt, einen Kiosk und den Pool. Der schaut super aus, allerdings gibt viel zuwenig Liegen und die sind alle besetzt.
Na super, es ist brütend heiss und ich wäre schon gern mal kurz reingehüpft und hätt mich nen paar Minuten hingelegt.

Egal, dann halt direkt zum Campingplatz. Er ist voll und eng.

Ich checke gleich mal das Wasserloch, das ja nur einige Meter weiter hinter den Chalets ist. Meine Güte ist hier was los, und dabei sind sicher viele Leute jetzt noch im Park unterwegs.

Auch Tiere sind einige da!











Im Park begegnen wir Natascha und Chris, die wir auf der Living Desert Tour kennengelernt hatten. Sie haben heute Löwen unter Sträuchern gesehen, und bei der Hitze liegen die sicherlich immer noch da. Also brechen wir gleich auf, denn die Chance lassen wir uns natürlich nicht entgehen!

Am Wasserloch Gemsbokvlakte ist schon mal recht viel los.



















Besonders gut gefallen mir die Zebras!









So, nun aber auf zu den Löwen! Sie liegen ja angeblich nur weniger Kilometer weiter rechts in den Büschen. Erst sehen wir sie nicht, so perfekt sind sie getarnt. Aber dann ..... tadaaaaaa !!!!







Wir warten und beobachten, aber es tut sich nix. Es ist einfach zu heiss und die Damen und Herren pennen katzentypisch und lassen sich nicht stören. Irgendwann geben wir auf und treten unseren Heimweg an. Unterwegs sehen wir noch lustige Springböcke, die sich vor der Sonne verstecken!



Im Camp angekommen hupfen wir kurz in den Pool und kühlen uns ab. Dann geht’s ans Wasserloch, die Abendstimmung und den Sonnenuntergang geniessen.





















Da wir ja hier das Restaurant meiden (die vielen Leute wären mir eh ein Greuel), gibt’s heute wieder selbstgekochtes. Heute: Lammbeinscheiben mit Zwiebeln in Sherrysauce mit grünen Bohnen und selbstgebackenen Stockbrot! Mein erstes Kochen im Potjie !!!! Ich bin sehr gespannt, aber es schmeckt vorzüglich^^


- formschönes Stockbrot *g* -





Es ist mal wieder zuviel und so haben wir noch ne schöne Mahlzeit für den nächsten Tag 🙂

Nach dem Essen dackeln wir noch mal zum Spitzen ans Wasserloch. Und siehe da, es dauert nicht lange und es findet sich hoher Besuch ein^^







Wir beobachten noch eine Weile Mama und Kind, dann sind wir bettschwer und laufen zurück. Als wir am Auto ankommen fällt uns als erstes unser Potjie auf, der auf dem Boden liegt. Wir inspizieren: das Ding muss im Geschirrspüler gewesen sein, so blitzblank ist es! 😛 Unser Essen ist leider auch weg.
Gibt es hier etwa automatischen Geschirrspüldienst?! ... sicher nicht, wir sind also beklaut worden! Na super, bei gutem Essen reagieren wir sensibel und so machen wir uns auf die Suche nach dem Täter und harren aus.

Wir sind doch weit weg von daheim, Mehmet (eine unserer Katzen, daheim hauptberuflich Staubsauger und Geschirrspüler in unbewachten Momenten) scheidet also schon mal aus. Wir beobachten und sehen Unglaubliches: eine Schakalbande regiert wohl hier über den Campingplatz und bedient sich. Den Leuten werden die Steaks sogar vom Grill geklaut während sie danebensitzen!

Wir schmunzeln über den Vandalismus, gönnen dem dreisten Dieb sein Festmahl, fluchen gleichzeitig über unser schönes leckeres Essen und gehen ins Zeltbett. Was ein Glück dass wir vorher noch was davon gegessen haben! 😛
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zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
1'927 Beiträge · seit 200812. Dez. 2009 · #73
Servus Janet,

da seid Ihr ja in der Etosha voll auf eure Kosten gekommen. Ein derartiger "Diebstahl" ist sicher zu verkraften 😉

Wieder mal tolle Bilder, die Modemsurfer werden allerdings allmählich schlapp machen ....

schöne Grüsse

Peter
Gast12. Dez. 2009 · #74
Wieder mal tolle Bilder, die Modemsurfer werden allerdings allmählich schlapp machen ....

Na, vielen Dank im Namen der Modemsurfer!

Da macht es ja richtig Spass, für die
High Speed Raser Berichte einzustellen.

Wir Modemsurfer haben den riesen Vorteil,
dass wir in ganz Afrika surfen können,
wo wir wollen, denn hier surft man
über ein 3 G Netz und kann dann mal
locker im Ngorongorokrater seine Email lesen
oder auf dem Highway von Joburg nach Cape Town
bei Tempo 130 seine Bilder hochladen,
wovon ihr in Europa noch Jahrzehnte
träumen werdet! 🤩
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2009
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200913. Dez. 2009 · #75
... weiss ja nicht was das nu wieder heissen soll, aber ich mach halt mal trotzdem weiter! 😛


Mittwoch, 07.10.2009 - antizyklisch urlauben 😛

Heute weckt uns nicht die Sonne, sondern das dauernde Auf-und Zugeziehe der Reissverschlüsse der Zeltnachbarn um uns herum. Nervig !!!!



Ich wackle in die sanitären Räumlichkeiten für Mädchen. PUH ist das hier drin stickig und dampfig, und dazu noch total viel los, alle Toiletten besetzt und vor den Spiegeln beginnt das grosse Schminken. Na super .... ich quetsche mich zwischen zwei Frauen, bei denen man den Eindruck hat die machen sich grad hübsch für die Disco, putze mir meine Zähne, spritze mir Wasser ins Gesicht, binde meine Haare zum praktischen Pferdeschwanz und ergattere beim Hinausgehen doch tatsächlich noch ne freie Toilette. Was für ein Mief (nein, ich wars nicht! 😄 )! Eine Minute später stürze ich wieder raus und nehme erstmal ein paar tiefe Atemzüge Frischluft.

Das Zelt ist schnell zusammengeklappt und so machen wir uns kurz vor 7 auf die Pirsch. Nördlich von Okaukuejo am Rande der Etoshapfanne wurden gestern Löwen gesichtet, da wollen wir unser Glück versuchen!

Leider ist so gut wie nix los, und von Löwen fehlt jede Spur. Später erfahren wir dass sie sich bei Gemsbokvlakte aufgehalten haben, naja, falsche Zeit falscher Ort für uns, aber es gehört halt auch viel Glück dazu.

Dafür sehen wir Fuchsmangusten!





Auch einige Erdhörnchen sind wach!





Wir düsen weiter nach Westen, auch hier wie ausgestorben. Unser Ziel heisst Sprokieswood, der Märchenwald, er klingt interessant auf der Karte ^^. Sprokieswood entpuppt sich als Gegend mit einigen kuriosen Bäumen und zweimal Vogelstrauss. mhhhhhh... naja.




Wir kurven noch bissl durch den Park, es wird langsam recht heiss. Auch an den Wasserlöchern auf dem Weg ist nix los, heute scheinen uns alle Tiere einen Streich spielen zu wollen!
Egal, dann halt nicht, wir sind eh ein bisschen müde und so kommt uns der Pool grade recht - zumal es jetzt vielleicht sogar noch freie Liegen gibt 😛 Immerhin sind jetzt alle auf Pirsch, da setzen wir mal den Gegendtrend! 😛

Und tatsächlich, menschenleer liegt er vor uns, ein Traum in türkisem, glitzerndem kühlem Blau. Wir legen uns ab, geniessen die Aussicht und vor allem die Ruhe.



Der Pool ist angenehm kühl und erfrischt, und gegen Mittag bestellen wir uns Sandwiches. Langsam füllt es sich hier auch und die wenigen Liegen sind schnell besetzt. Wir dösen noch bis in den Nachmittag, ab und an gucke ich ans nahe Wasserloch, hier ist aber auch nicht viel zu sehen.

Am späten Nachmittag brechen wir wieder auf und fahren verschiedene Wasserlöcher an. Diesmal haben wir mehr Glück, wir sichten viele Springböcke, Oryxe, Zebras und Elefanten. Der viele Schlamm lässt sie aussehen wie mit Persil gewaschen, so weiss leuchten sie. 😛





















Das letzte Zweihorn^^



Zebras queren die Strasse













Unterwegs sehen wir auch noch Trappen, ein Dik Dik, Perlhühner und Streifengnus.













Die Sonne steht langsam tief und so machen wir uns auf den Weg zurück ins Camp. Unterwegs sehen wir noch einen Zebrastreifen, Impalas und eine neugierige Giraffe.







Zum Sonnenuntergang sind wir wieder im Camp und auch hier hat sich wieder eine grosse Elefantenherde eingefunden. Es macht Spass den Dickhäutern beim Planschen zuzusehen. Heute gesellen sich auch einige Giraffen dazu, ihre langen Hälse zeichnen sich kontrastreich im Gegenlicht ab.
















Die Sonne geht unter und die Stimmung ist fantastisch. Allerdings ist auch heute wieder viel los, so dass man gar keinen Sitzplatz auf einer der zahlreichen Bänke ergattert.















Als die Sonne ganz weg ist, trinken die Giraffen.







Der Hunger siegt und so laufen wir an den Chalets vorbei zu unserem bereits glimmenden Feuerchen. Die T-Bone-Steaks sind schnell mariniert und gegrillt, als Beilage gibts heute nur Chips, das Fleisch ist aber trotzdem wieder preisverdächtig lecker.



Und so lassen wir den Tag mit einem Bier ausklingen und krabbeln in die Falle. Beim Einschlafen habe ich fast ein wenig Mitleid mit all denen, denen heute mal wieder das Essen vom Grill geklaut wurde 😛
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
Gast13. Dez. 2009 · #76
Hallo Janet,
das heißt, dass deine Bilder zu groß sind für jemanden,
der in Afrika über das Mobilfunknetz mit einem Modem surft.

Aber nachdem Doc Holliday gepostet hat,
dass ihm die Modemsurfer egal sind,
habe ich es aufgegeben, diese Beiträge
mit riesen Bildern (> 250 kb) zu lesen.

Viele Grüße,

Beate
1'247 Beiträge · seit 200913. Dez. 2009 · #77
Southerndreams schrieb:
Aber nachdem Doc Holliday gepostet hat,
dass ihm die Modemsurfer egal sind,
habe ich es aufgegeben, diese Beiträge
mit riesen Bildern (> 250 kb) zu lesen.
Hallo janet

wie man's macht, ist falsch: ich zum Beispiel setze die Bilder in ein Album und verknüpfe Thumbnails - mit dem Erfolg, dass es Leute gibt, die "zu faul" sind, jedes Bild anzuklicken 🙁 Lass dich nicht verdriessen 🙂

@Beate: es erstaunt mich etwas, dass du nur mit Modem surfst; da brauchst du ja Ewigkeiten, um den Inhalt deiner eigenen Homepage zu aktualisieren, oder nicht?

Gruss Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
Gast13. Dez. 2009 · #78
Ja Tom,

das ist halt so in der dritten Welt,
hier gibs kaum Landlines und ADSL.

Hier surft jeder über Handy oder 3G Modem.
Das E220 von Huweia ist noch das Schnellste.

Du machst das schon richtig.
ich will mich ja auch nicht beschweren,
hab mir nur über den blöden Spruch geärgert.

Viele Grüße,

Beate
1'927 Beiträge · seit 200813. Dez. 2009 · #79
Tut mir leid, Beate.

Nachdem ich weiß, daß Janet - im Gegensatz zu mir - über ein beneidenswertes Highspeed-DSL verfügt, war mein "blöder Spruch" eigentlich mehr an Sie adressiert.

Schade, dass Du dich dann über solche Missverständnisse auch noch ärgern musstes....

Gruß
Peter
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200914. Dez. 2009 · #80
Moin Leute,

naja ich finde es eben schöner wenn ich die Bilder direkt einbinde und sie nicht als so Minibilder zum Anklicken sind. Zumal habe ich diesen Bericht auch noch in ein anderes Forum gesetzt, und da nutzen mir die Thumbnails und die Galerie hier halt gar nix. Die Bilder sollen mit Reisebericht auch mal auf meine HP, und da wären sie mir kleiner einfach zu klein und jedes Bild zweimal zu verkleinern und abzuspeichern, öhm..... ist alles ja so schon ein Riesenaufwand und ich hab ja nebenher auch noch anderes zu tun 🤨

Zu meinem "Highspeed-DSL": die 20.000er Leitung habe ich leider auch noch nicht (bin aber am überlegen^^). Ich spiele aber online und da käme ich mit nem Modem oder ner langsamen Leitung auf keinen grünen Zweig. Zumal das bei uns hier ja fast nix mehr kostet.

Wenn ich mal was runterlade oder mir anschauen will was sehr gross ist, öffne ich halt die Seite und geh mir währenddessen Kaffee machen oder sonstewas .... bis ich fertig bin ist die Seite dann meist auch aufgebaut.



Southerndreams schrieb:
Hallo Janet,
das heißt, dass deine Bilder zu groß sind für jemanden,
der in Afrika über das Mobilfunknetz mit einem Modem surft.

Aber nachdem Doc Holliday gepostet hat,
dass ihm die Modemsurfer egal sind,
habe ich es aufgegeben, diese Beiträge
mit riesen Bildern (> 250 kb) zu lesen.
das tut mir auch echt leid, und hab ich anfangs ehrlich gesagt auch nicht bedacht, aber s.o. .... und dafür dass Du diese Beiträge mit Riesenbildern nicht liest, hast Du Dich ja dann doch trotzdem hierher verirrt? *ggg*

Grüssle
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!