...lange hats gedauert... aaaaaber^^ es geht weiter!
Mittwoch, 30.09.2009 - Heiko in der Bronx!Sesriem Campsite - Die Nacht ist ruhig, kein Vergleich zur windigen letzten. Die gackernde französische Reisegruppe auf dem Platz neben uns verhindert ein Ausschlafen. *grrrrrrrrrrrrrrrrrr*^^
Das Frühstück fällt aus, denn heute ist Tag zwei des ultimativen Apfelkuchentests! Bevor wir uns über Solitaire an die Küste nach Swakopmund aufmachen, besuchen wir aber noch kurz den Sesriem Canyon.



Weiter gehts Richtung Norden, vorbei an einigen Farmen mit Rindern, Schafen und vielen Ziegen.


An Solitaire brettern wir fast vorbei ..... ich schreie grad noch "haaaaaaaaaaaalt da gehts etz links nei!!!" und schon stehen wir vor dieser riesigen Ortschaft. Tanken müssen wir nicht, und so gehts gleich auf in die Bäckerei, der Magen knurrt eh schon 😛



Ein lustiger Mann mit Bäckermütze begrüsst uns, wir schlupfen grad noch vor einer sehr lauten 10-köpfigen Reisegruppe, die im Kleinbus reist, rein. Sofort ist der kleine Raum mit Lärm erfüllt, nach den vielen Tagen der Stille tut das richtig weh in den Ohren! Wir schnappen uns unseren Kuchen und Kaffee und schauen dass wir rauskommen.
Grundsätzlich ist Solitaire ne Enttäuschung. Das Gebäude ist zwar putzig, und auch der Mann mit der Bäckersmütze, der Kuchen steht aber fertig geschnitten auf Styroportellern, daneben Plastikgabeln und Plastiklöffel, man nimmt sich was man will, zahlt an der Kasse. Kantinencharme par excellence!!! 🙁




Wir setzen uns auf eine Bank im Garten und schnaufen erstmal durch. Gleich fällt ja die tolle gackerige Reisegruppe wieder ein.
So, da wären wir nun, bei:
TEIL II unserer ultimativen Apfelkuchencompetition Helmeringhausen vs. Solitaire!
Der Kuchen ist saftig, aber nicht mehr warm. Die Brösel sind lecker, der Kuchen schmeckt etwas zimtig. Der Boden ist so lala, okay, aber nicht überragend. Die Äpfel sind etwas säuerlich.
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Bewertung:
Qualität Kuchen: Helmeringhausen führt hier eindeutig, der Kuchen ist noch leicht warm, die Brösel knusprig, auch der Boden ist leicht bröselig und knusprig, zum Reinlegen. Solitaire ist auch nicht schlecht, aber auch nix Besonderes.
Qualität Kaffee: Helmeringhausen gut, Solitaire gruselig.
Anrichtung: Helmeringhausen liebevoll auf bepuderzuckerten Porzellantellern mit ordentlicher Kuchengabel. In Solitaire isst man von rechteckigen Papptellern mit Plastikgeschirr.
Ambiente: in Helmeringhausen erwartet einen ein gepflegter Garten mit Terrasse und hinreissendem roten schmusigen Kater. Man wird bedient. In Solitaire bedient man sich selbst wie in der Kantine. Der Garten ist nicht sehr gepflegt, der Ort läd nicht grade zum Verweilen ein.
Nochmal Vergleich:

Solitaire

Helmeringhausen
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Fazit:
Solitaire kommt in keinster Hinsicht an Helmeringhausen ran. Wollt ihr also lecker Apfelkuchen futtern, haltet in Helmeringhausen. 😛 Ausserdem lohnt sichs für Katzenfans, und im kleinen Laden nebenan kann man lecker Magnumeis etc kaufen und den Weihnachtsbaum bestaunen.
Die Lärmtruppe Touris hab ich mal aussen vor gelassen, Helmeringhausen ist sicher auch nicht so idyllisch wenn da ne Busgruppe einfällt^^
Da es jetzt im Garten auch wieder laut wird, hauen wir schnell ab!



Es geht weiter über den Kuisebpass, durch Origamilandschaft mit lustig gefalteten Bergen. Es bieten sich immer wieder schöne Ausblicke, die Gesteine sind hier interessant, es glitzert und glimmert am Wegesrand, hier soll ein Eldorado für Geologen sein.





Irgendwann wird die Landschaft wieder weit. Wir halten kurz um ein bisschen was zu trinken. Huch, wir sind in New York angekommen, die Mülltonnen brennen 😄



-Heiko in der Bronx-
Ab jetzt wird die Landschaft immer flacher und eintöniger.

Im Nirgendwo sehen wir Kürben am Wegesrand.


Kurz vor der Küste sind wir wieder in der Wüste angekommen, erst eine Landschaft wie auf dem Mond, menschenfeindlich, flach, hell, eine Einöde wie sie trostloser kaum sein kann ... dann rechts wieder Dünen, diesmal nicht rot, sondern gelb.




Vor uns liegt Walwis Bay, die zahlreichen Kräne der Hafenstadt erheben sich vor dem Atlantik, auf der glitzernden Wasserfläche viele bunte Farbtupfer, Containerschiffe warten hier auf Löschung. Wir biegen nach rechts ab, fahren die restlichen 25km gen Norden an der Küste entlang, links der Atlantik, rechts erheben sich die Dünen der Namib, unser heutiges Ziel ist Swakopmund. Unterwegs sehen wir viele Angler, die direkt von der Küste aus in der Brandung ihr Glück versuchen, sowie einige Quadbiker in den Dünen. Auf der Strasse ist einiges los, es ist ungewohnt wieder so viele Autos zu sehen.

Wir durchqueren Swakopmund und fahren etwas weiter nach Norden, suchen unser Hotel. Auch hier haben wir uns wieder für ein Hotel direkt am Strand entschieden, ein bisschen Wellness nach den Tagen im Zelt und in den Dünen.
Das SeaSide Hotel & Spa liegt direkt bei Mile 4, von aussen eine graue Festung, es ist relativ neu und wurde erst letztes Jahr eröffnet. Beim Einchecken Staunen: es wird schon wieder renoviert, lediglich das unterste Stockwerk von dreien ist bewohnbar, wir beziehen also unser Zimmer im Parterre. Es ist grosszügig geschnitten und hat direkten Zugang zum breiten Strand und eine kleine Terrasse. Wir laden aus und machen uns gleich wieder auf den Weg in die Stadt.



Swakopmund ist eine richtige Touristenstadt, überall werden neue Ferienhäuser gebaut, manchmal richtige Paläste. Die Innenstadt ist hübsch aufgemacht, ein Geschäft reiht sich ans andere, es gibt viel zu sehen und zu bestaunen, leider sind die Preise auch dem Tourismus angepasst ^^ Wer sich hier Afrika vorstellt liegt irgendwie falsch....
Ich probiere eine sagenhafte Halskette in Schlangenform, sie sieht aus wie real ohne kitschig zu wirken, das Metall ist so behandelt dass es grau und stumpf wirkt, passend dazu funkeln als Augen schwarze Diamanten. Leider passt sie trotz eifrigem Bettelns mit ihrem stolzen Preis von ca. 6.000 Euro nicht mehr ganz ins Reisebudget *hust*^^
Ich probiere noch ein riesiges Collier aus Elefantenhaar in das vorne seitlich viele grosse Smaragde eingearbeitet sind, kombiniert mit Platin, den Preis habe ich verdrängt^^. Irgendwann reissen wir uns los, und ich beschliesse dass ich doch noch im Lotto gewinnen muss!
Als Trost kaufen wir uns T-Shirts mit Warzenschweinen drauf, das ist doch auch was! 😄 Da beim Tug für heute Abend kein Tisch mehr frei ist (wir reservieren dann gleich für morgen den letzten verfügbaren Tisch) und auch Grapevine ausgebucht ist, fragen wir bei Charlys Desert Tours nach einer Restaurantempfehlung und buchen für übermorgen früh gleich die Living Desert Tour mit Chris. Man empfiehlt uns De Kelder, wo wir auch gleich einen Tisch für 18:30 reservieren, denn der Apfelkuchen hat nicht lange angehalten und die Schwarte kracht!







Wir bummeln noch ein bisschen und ich erstehe in der Buchhandlung mein erhofftes Kochbuch "My hungry heart" (mir hungert ganz schlimm der Magen), das ich mir auf der Zebra River Lodge angeschaut hatte. Punkt halb sieben stehen wir bei De Kelder auf der Matte und bestellen gleich. Die schauen uns schon ganz komisch an *g*
Die obligatorischen Austern für mich, danach eine Fischpfanne, für Heiko Spargel und Seezunge. Sehr lecker ist auch wieder der Nederburg^^
De Kelder liegt ein bisschen versteckt und hat so irgendwie gar nix afrikanisches an sich. Ich möchte schon fast "Buona sera!" plärren, weil ich mir wie in einer typisch italienischen Trattoria vorkomme. Rustikale Fliesen, farbige Wände mit vielen Bildern, die typisch italienischen Tische und Holzstühle, es ist sehr gemütlich und wir machen es uns bequem.


Das Essen ist sehr lecker, und einige Einheimische, der Begrüssung nach Freunde der Inhaber, kommen nach einer Weile zum Essen.
Nach einem leckeren Nachtisch, der mir aber grad beim besten Willen nicht mehr einfällt, fahren wir zum Hotel zurück und sinken in die Federn. *g* schnarch^^