Reisebericht

Namibia 2009 - "suchen und finden"

von janet · begonnen 30. Okt. 2009 · 24 Teile

Teil 130. Okt. 2009
Huhu liebe FoMis,

wie versprochen möchte ich euch in Form eines Reiseberichts ein bisschen was von dem zurückgeben, was ich an guten Infos bzgl. der Reiseplanung hier bekommen habe.

Ich hoffe ich kann fast jeden Tag schreiben, leider gestaltet sich die Bildsichtung -auswahl und -bearbeitung als recht langwierig 😄
Also wenns mal länger dauert, bitte habt Geduld ^^
Verschüttete Bilder, die ichhoffentlich irgendwann doch noch finde, werde ich dann einfach nachträglich einfügen.

Die Reiseroute war wie folgt:

Windhoek (Heinitzburg)
Köcherbaumwald (Mesosaurus Bushcamp)
Fish River Canyon (Canon Lodge)
Klein Aus Vista (Eagles nest)
Lüderitz (Nest Hotel) (2 Nächte)
Tirasberge (Zebra River Lodge)
Sesriem Sossusvlei (NRW Camp)(2 Nächte)
Swakopmund (Seaside Hotel) (2 Nächte)
Brandberg (Brandberg White Lady Camping) (2 Nächte)
Palmwag (Campsite)
Otjitotonge Cheetah Farm (Lodge)
Etosha Okaukueko Camp (2 Nächte)
Etosha Halali Camp (2 Nächte)
Düsternbrook
Airport Farm


Grüssles
janet
Teil 230. Okt. 2009
Sonntag, 20.09.2009

Heute ist Sonntag, der 20.09.2009. Ausschlafen sofern die Katzen uns lassen, rumgammeln, bissl erholen, einfach in den Tag leben. Aber HALT!
20.09.2009? Der Tag auf den wir seit 8 Monaten warten. Nicht was ihr denkt, nein .... heute fliegen wir endlich nach Namibia 😛
Monatelang hat man geplant, Reiseführer und Foren gewälzt, wildfremde Leute angeschrieben, und nu soll´s endlich soweit sein? Irgendwie surreal, aber der Flieger geht heut Abend, ob wir wollen oder nicht ^^ Die Aufregung ist in den letzten Tagen ins Unermessliche gestiegen und der Konsum südafrikanischer Weine auch, man muss sich ja einstimmen 😛

Die Spinnen sind versorgt, den Katzen haben wir wohlweislich nix verraten. Der Koffer ist gepackt, eine Reisetasche verbringt ihre Zeit aufgrund meines mickrigen Autos schon seit Wochen in München bei meiner Schwester.
Die Fahrt nach München geht zügig und unspektakulär vonstatten, bei meiner Schwester erwartet uns eine leckere Key Lime Pie und Kaffee. Alle sind neidisch auf uns und möchten am liebsten mit ^^
Heiko tut so als wäre er nicht aufgeregt, das glaub ich ihm aber nicht. Immerhin ist es sein erster Afrikaurlaub, ich war ja zumindest schon 2x für je vier Wochen auf eigene Faust in Südafrika.

Da in Richtung Flughafen kilometerweise Stau ist, fährt uns Stephan, mein Schwager nur zur nächsten S-Bahnhaltestelle. Eine kurze Verabschiedung, und los geht´s Richtung Airport!

Da ich mit Flugzeugessen immer so meine kulinarischen Probleme habe, haue ich mir beim Airbräu noch eine leckere bayrische Ofenente und eine Halbe Helles rein. Man muss ja das gute bayrische Essen vorher nochmal auskosten *hihi*. So, jetzt bin ich gestärkt für meine Suche nach Viktor und für den Flug!

Viktor? Viiiiiiiiktooooooor! ^^ Ich habe nämlich ein Date hier am Flughafen. Aufgeregt halten wir Ausschau nach einem Mann mit beigem Hut und grünem Rucksack. Ich sehe beides, allerdings ohne Mann, dafür sitzt neben dem verlassenen Rucksack eine junge Frau und ich kombiniere: der Viktor ist shoppen, der alte Wuestenfuchs! Wir warten ein bisschen und irgendwann steuert ein junger Mann den Platz an. Ich grinse, wackle lustig mit meinem Erkennungszeichen Hodge, dem Plüschschwein, und schon sind wir im Gespräch mit zwei supernetten FoMis.


(Hodge bei der Reiseplanung)

Pünktlich hebt der Airbus der AirBerlin ab. Bin ich nun pessimistisch wenn ich sage er ist halbleer? *g* Diesmal freuen sich meine Beine wie ein Schnitzel. Ausstrecken und schlafen, oder zumindest versuchen.
Es gibt ein Glas Wein zum Essen, zum Glück mag Heiko keins und gibt mir sein ab *hehe* Die Stewardessen schauen mit ihren lustigen roten Hüten aus wie Fliegenpilze ohne Tupfen.

Das Essen ist erwartungsgemäss grauenhaft, der Service von AirBerlin hingegen gut. Wie gut dass ich mir in weiser Voraussicht noch die Ofenente reingedreht hab! 😛

So, jetzt Augen zu und versuchen wenigstens a bissl zu schlafen, denn morgen früh sind wir in Namibia! Gut Nacht! 🙂
Teil 330. Okt. 2009
Montag, 21.09.2009

Pünktlich zum Sonnenaufgang landet unser Airbus auf namibischem Boden. Die Nacht war nicht wirklich bequem, aber so ein halbvolles Flugzeug ist schon wesentlich angenehmer .....

Die Luft ist kühl und klar. Um uns herum Hügel und karge Landschaft, ich kann irgendwie gar nicht glauben dass ich nun echt hier bin, so surreal wirkt es.








Im Flughafengebäude begrüssen uns als erstes zwei lustige Damen mit Mundschutz und holen uns ins Hier und Jetzt zurück. Ach ja, die gute alte Schweinegrippe! Ich verstecke schnell den Hodge, verkneife mir ein *OINK!*, ein *HATSCHIIII* und ein *hust*, und nehme dankbar den Flyer, auf dem steht dass ich mich im Verdachtsfall umgehend im Krankenhaus von Katutura melden soll. Alles klar!^^

Die Einreise geht schnell vonstatten und auch unser Gepäck lässt nicht lange auf sich warten. Am Ausgang steht auch schon ein netter junger Herr mit einem Pappkarton, auf dem mein Name steht. Prima, der Transfer zu unserem Autovermieter in der Stadt ist also auch geritzt. Gleich mal versuchen auf der falschen Autoseite einzusteigen, HALT *g*, da war ja was, wir haben ja nun Linksverkehr und alles ist eh ganz anders.

Wir fahren an Termitenhügeln vorbei und Heiko macht grosse Augen als wir unsere erste Giraffe sehen. Auch Paviane sehen wir noch am Strassenrand. In Windhoek fahren wir erstmal zur Bank und ziehen uns etwas Geld, was genauso einfach ist wie in D. Dann gehts ab zum Autovermieter, der etwas ausserhalb des Stadtzentrums ist.

Wir werden schon erwartet und lassen uns unser Auto, einen Toyota Hilux in allen Einzelheiten erklären. Da wir einen DC gebucht haben, haben wir sogar zwei Dachzelte. Na hoffentlich regt mich Heiko während des Urlaubs nicht so auf dass wir die brauchen werden! *lol*
Insgesamt dauert die Übernahme gute zwei Stunden, der Mitarbeiter der Firma Britz hat viel Geduld und zeigt uns alles ausführlich und mit viel Spass bei der Sache. Spontan miete ich noch einen Potjie, denn gutes Essen ist uns wichtig und ich koche und experimentiere ja gerne.

Unser Auto ist zwar nicht das jüngste mit seinen 100.000km drauf, aber top ausgestattet mit neuen Dachzelten, Schubladensystem und zweiter Batterie für den Kühlschrank.

Den gilt es jetzt zu füllen und so düsen wir ab zum Supermarkt. Irgendwie scheint unser Auto doch komisch zu sein, denn immer wenn Heiko abbiegt geht der Scheibenwischer an und ich erschrecke furchtbar. Herrschaftszeiten!

Der Supermarkt ist schnell gefunden und unterwegs fahren wir sogar an Joes´s Beerhouse vorbei, wo wir heute abend mit Viktor und Sabine verabredet sind. Den Supermarkt finden wir schnell ganz toll. Es gibt alles was das Herz begehrt, und so kaufen wir schonmal schöne Oryxsteaks, Gemüse und Grundnahrungsmittel ein, denn morgen abend wird ja gecampt.

Es gibt glaube ich mehr Arten Bautzener Senf als bei uns und auch den guten Meerrettich aus meiner fränkischen Heimat!







Bestückt mit einem guten Vorrat an Lebensmitteln und Getränken machen wir uns auf den Weg zu unserer Unterkunft für heute Nacht, denn heute solls ein Bett sein 🙂
HUCH, der Scheibenwischer schon wieder! *lol*



Unser Hotel, die Heinitzburg, liegt wunderschön über der Stadt. Da unser Zimmer noch nicht ganz fertig ist, nehmen wir auf der Terrasse Platz und bestellen uns Kuchen, Cappuccino und Apfelstrudel. Es ist bewölkt und ziemlich windig, aber wir geniessen die Luft und den fantastischen Ausblick.



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Mein Rueblikuchen ... und ja, er schmeckte genauso toll wie er ausschaut. Auch der Cappuccino war so gut wie in Italien, und Heiko war auch ganz begeistert von seinem Milchshake und dem Apfelstrudel.





Nach kurzer Zeit ist unser Zimmer fertig. Schnell raus aus den Klamotten, duschen, Bikini und Bademantel an und ab an den Pool, wo wir erstmal bei einem Savannah Dry relaxen. Ausserdem gibts wunderschöne Eidechsen zu bewundern, ich bin ganz entzückt ^^














(Heiko mit heissgeliebtem Milchshake^^)


Am späten Nachmittag machen wir uns mit dem Taxi auf den Weg zum Craft Center, wo wir schon einige Dollar loswerden. Dann bissl durch die Stadt bummeln, da und dort gucken, und wir wundern uns, es schaut vieles so europäisch aus. Es ist auch nicht viel los, und die Gehsteige werden recht bald hochgeklappt. Wir machen einen Schlenkerer ins Kalahari Sands. Hier sind doch Viktor und Sabine abgestiegen .... wenn man nun nur wüsste wie die mit Nachnamen heissen *hmpf*. Die Dame an der Rezeption kennt keinen Viktor und auch keine Menschen aus Österreich. Schade, sonst hätten wir uns das Taxi zu Joes direkt teilen können .... naja aber kurz ins Internet können wir ja dort. Weit gefehlt, die Leitung ist nämlich "very slow", und nichtmal probieren wie slow sie ist dürfen wir, es wird einfach kategorisch abgelehnt. Gut, also keine kurze Bestätigung heim dass wir gut angekommen sind. 😛











Gut, was tun? Geschäfte sind alle schon zu, zurück ins Hotel lohnt auch nicht wirklich. Also ab zu Joes ..... Einstimmunsbier zischen *g*









Joe´s passt meiner Meinung nach eher in die Karibik, aber irgendwie finde ichs schon toll. Das Bier schmeckt, und pünktlich um 19 Uhr kommen auch Sabine und Viktor. Ich entscheide mich für Oryxsteak, Heiko nimmt einen Game-Spiess. Da wir ja eh vorgewarnt wurden dass es etwas länger mit dem Essen dauern kann, gehen wir in Joe´s Laden shoppen und Heiko ersteht einen albernen Safarihut. Prima, damit ist er also nun auch aus sehr grosser Entfernung als typischer Touri auszumachen *g*










Unser Essen ist superlecker und reicht portionstechnisch auch gut aus. Die Bedienung ist aber nicht sooo auf zack, egal, die Stimmung ist super und irgendwie ist es schade dass das unser erster und letzter gemeinsamer Abend zu viert in Namibia ist. Wir verstehen uns alle auf Anhieb und wären sicherlich ne lustige Truppe auch für die nächsten Wochen gewesen^^
Der Abend geht viel zu schnell vorbei und verabschieden wir uns an unseren Taxis. Cucu Sabine und Viktor, gute Pad und ich hoffe euer Urlaub wird genauso schön wie unserer werden soll!

Im Hotel angekommen geniessen wir noch den Wahnsinnsblick von der Terrasse aufs nächtlich erleuchtete Windhoek.




(ja, wir waren echt da!!!^^)







Dann ziehts uns die Augen zu und wir fallen in die Federn.
Teil 401. Nov. 2009
Dienstag, 22.09.2009 – On the road!

Also wenn ich was empfehlen kann, sind´s die Betten in Heinitzburg. WAHNSINN! Wir haben super geschlafen ....
Frisch ausgeruht und endlich ohne das Gefühl noch immer im Flieger zu sitzen (kennt ihr das?) geht´s zum Frühstück, das wir draussen auf der Terrasse einnehmen. Es ist wieder sehr diesig.





Die Frühstücksauswahl ist top, genau wie mein Latte Macchiato. Es gibt alles was der Magen begehrt und wir schlemmen uns quer durchs Buffet. Sogar Austern gibt´s und Sekt, aber die heb ich mir bis Lüderitz auf 😉







Das Restaurant und der sagenhafte Weinkeller:





So gestärkt machen wir uns direkt auf unseren Weg in den Süden auf. Da wir gestern schon Lebensmittel gekauft haben, können wir sofort aufbrechen.
Es gibt lustige Autos und Verkehrsschilder (in D arbeite ich in der Daimlerstasse g)





Ein paar Regentropfen begleiten uns auf den ersten Kilometern, aber es wird immer sonniger, je südlicher wir kommen. Egal, der Scheibenwischer knarzt trotzdem an fast jeder Abfahrt über die trockene Scheibe *grrrrrrrrrrr*





In Rehoboth machen wir unseren ersten Tankstopp.



Wir passieren Mariental und die Landschaft wird immer eintöniger und weiter. Wir sehen eine Warzenschweinfamilie und Paviane, aber sie sind leider zu schnell weg um ein Bild zu machen.

Was ich absolut lustig finde sind die Picknickplatzschilder und die Plätze dann an sich, die genauso ausschauen wie auf dem Schild, zumindest auf dieser Strecke. Wir lachen schon wenn wir mal einen Baum am Strassenrand ohne Bank drunter sehen. Die haben doch vergessen eine hinzustellen! *g*






(manchmal werden die Bäume auch gefaked 😛 )

Die Strecke ist lang und wird immer als recht eintönig beschrieben, und trotzdem vergeht die Zeit wie im Flug.



Unterwegs finden wir Wasser:




Kurz vor Keetmanshoop biegen wir links ein zu unserem Camp, dem Mesosaurus. Hier wollen wir unsere erste Nacht unter afrikanischem Sternenhimmel im Zelt verbringen, im Köcherbaumwald. Und endlich, es staubt! Unsere erste Gravelpad, erstaunlich breit und super zu befahren.



Die 40km sind schnell bewältigt und wir bestaunen im Vorbeifahren Köcherbäume und Felsen. Was für eine wunderschöne Landschaft, wir können uns gar nicht sattsehen.



Gil erwartet uns schon und begrüsst uns herzlich. Er erklärt uns kurz den Weg ins Bushcamp und will nachkommen, den Wassertank für die Dusche füllen. Wir fahren vor, passieren zwei Farmtore und viele Karakulschafe.
Die Schafe sehen putzig aus mit ihren schwarzen Köpfchen.







Auf dem Weg ins Bushcamp:



Im Bushcamp suchen wir uns einen schönen Platz unter einer grossen Akazie mit riesigem Webervogelnest. Ruckzuck steht das Dachzelt und das Feuerchen
brennt.






Wespen brüten am Webvogelnest



Wir setzen uns hin und geniessen erstmal die Atmosphäre. Wahnsinn! Wir sind vollkommen alleine inmitten einer riesigen Ansammlung von Köcherbäumen und Felsen wie bei Giants Playground, nur viel viel schöner. Das Bushcamp haben wir ganz für uns alleine. Ausser den Vögeln hört man überhaupt nix... die Stille erschlägt einen fast.










Nach einer Weile kommt Gil mit seinen beiden putzigen Hunden vorbei und fragt ob alles okay ist. Er füllt den Wassertank der Dusche nach und sagt uns dass wir heute die einzigen Camper sind. JUHUUU!^^

Langsam ziehen ein paar Wolken auf und die Sonne geht langsam unter. Unser erster namibischer Sundowner, denn gestern sassen wir ja im bewölten Windhoek bei Joes^^. Wir sind gespannt, das Savannah Dry steht bereit!



Was jetzt kommt, kann man mit Worten glaube ich nicht beschreiben. Auch die Bilder kommen nur ansatzweise an das ran, was sich jetzt an Farben am Himmel abspielt. So einen Sonnenuntergang habe ich noch nie erlebt, dazu die Silhouette der Köcherbäume und die Felsen, ständig wechseln die Farben, vor lauter Schauen und Fotografieren vergessen wir ganz unsere Steaks zu braten. Die Vögel werden in der Dämmerung aktiv, sie schwärmen aus und fliegen gemeinsam ins Nest zurück.





















Irgendwann, nachdem es fast schon stockdunkel ist, decken wir den Tisch und grillen unseren selbst marinierten Oryx und usnere Boerewors. Dazu gibts selbstgebackenes Stockbrot (die Backmischung hatte ich zum Glück rechtzeitig vor Sonnenuntergang angeknetet), Zwiebeln mit Knoblauch und Butter und gegrillte Squashkürben.
Die kleinen Wolken haben sich verzogen und über uns strahlt ein gigantischer Sternenhimmel, das Kreuz des Südens und die Milchstrasse leuchten.



Das Lagerfeuer knistert und der südafrikanische Wein schmeckt vorzüglich.
Wir grillen Marshmallows und albern rum, malen Bilder mit der Taschenlampe in die Nacht.



Auf unserer Taschenlampentour entdecken wir tolle Insekten und Kampfgrillen! Leider keine Spinnen, aber was nicht ist kann ja noch werden^^ Die Vögel gucken müde und verdutzt aus ihren Nestern raus und wundern sich wer da unten noch rumläuft.





Irgendwann fallen wir müde in unser Dachbett. Unsere erste Nacht als Camper!
Teil 502. Nov. 2009
Huhu,

danke, schön dass ich hier nicht alleine bin mit meinem kleinen Bericht 😉

so, geht weiter ....

Mittwoch. 23.09.2009 – „so schön wie daheim ....“



Der Morgen graut. Mir graut es nicht, forsch strecke ich einen Zeh unterm meinem Schlafsack raus um die Temperatur zu prüfen. Angenehm frisch!

Der Mann neben mir liegt noch eingemummelt im Schlafsack, die Frostbeule *grins*. Die Vögel sind auch schon geschäftig unterwegs und veranstalten ein Piepkonzert.
Die Nacht im Dachzelt war kühl, aber nicht kalt, so dass ich meinen Schlafsack nur als Decke benutzt habe.





Der Sonnenaufgang lässt die Felsen und Köcherbäume knallrot leuchten. Eingekuschelt in unsere Fleecesachen machen wir erstmal Frühstück, der Kaffee dampft - wir sitzen da, geniessen die Stille und fühlen uns wie am Ende der Welt.


















Sobald die Sonne etwas höher steht wird es heiss. Wir gehen schnell duschen, hupfen nackert zwischen den Köcherbäumen rum *g* und packen unsere Sachen zusammen.





Auf unserem Rückweg nach Keetmanshoop halten wir immer wieder an und geniessen diese wunderschöne Landschaft.



Wir entdecken Rock-Dassies, leider sind sie immer viel zu schnell weg sobald wir die Kamera zücken.













In Keetmanshoop holen wir erstmal etwas Geld, denn wir müssen unseren Tank füllen. Die ATMs werden gut bewacht. An der Tankstelle werden wir angebettelt, als wir nichts geben wollen reagiert der Mann ungehalten und verärgert. Wir halten schnell für ein paar Fotostopps und vor dem SPAR. Einen Parkwächter bitten wir ein Auge auf unser vollbepacktes Auto zu werfen und gehen einkaufen. Irgendwie ist uns hier nicht wohl, die ganze Atmosphäre ist komisch. Als wir bepackt rauskommen und den Parkplatzwächter entlohnen, mischen sich noch vier weitere Kinder ein und behaupten, sie hätten ja auch aufs Auto aufgepasst und wollen auch Geld haben. Einer fordert Heiko auf, die Türe zu öffnen, die anderen sind auf meiner Seite und spähen das Auto aus.

Nix wie weg hier!









Die Strasse nach Lüderitz ist schnell gefunden, bis wir links nach Seeheim einbiegen ist sie asphaltiert und wir kommen zügig voran. Die Landschaft ist unglaublich weit, linkerhand erhebt sich die Karasberge. Man kann sich gar nicht sattsehen an diesen pastelligen Farben, die für unser europäisches Auge so ungewohnt sind. Wir sichten Springböcke und Vogelsträusse.






Die Gravelpads sind breit und sehr gut befahrbar.

*PFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFFF ........*

Wir haben keine Schlange an Bord, also muss das lustige Geräusch irgendwie von ausserhalb des Autos kommen. Wir halten an. Die Luft des rechten Hinterreifens verabschiedet sich gerade hämisch zischend. Toll, der erste Platte am zweiten Tag .... *hmpf*!



Alles hadern hilft nix, der Reifen muss runter und ein neuer drauf, wir wollen ja schliesslich weiter! Nach kurzer Zeit stoppen nette Deutsche mit Wohnmobil und helfen uns, wenig später gesellen sich noch ein paar Südafrikaner dazu, die 3 Wochen lang mit 6 Autos im Kaokoveld unterwegs waren und nun am Fish River Canyon ihre letzten Urlaubstage verbringen wollen. Sie gucken sich den kaputten Reifen an und flicken ihn direkt vorort. Innerhalb von 15 Minuten ist das Ersatzrad drauf und der Reifen geflickt und wieder aufgepumpt, die Hilfsbereitschaft ist wirklich enorm.









Kurze Zeit später passieren wir das Canon Roadhouse und 20 Minuten später erreichen wir unsere Unterkunft für heute Nacht, die Canon Lodge.
Die Lodge liegt wunderschön in Felsen eingebettet, die z.T. in die Chalets integriert sind. Wir hatten auch was integriert, dazu aber später mehr.


- Hauptgebäude mit Restaurant -







Der Pool liegt etwas abseits und bietet einen phänomenalen Ausblick auf die weite Ebene und die Felsformationen, die sich ringsum erheben. Zum Pool und durch die weitläufige Anlage kommt man über schön angelegte Steinwege. Wir legen uns erstmal an den Pool, geniessen die Aussicht und fühlen uns wie im Film. Der Pool ist kühl und erfrischt.







Um 18:15 startet ein Sundownerwalk auf den "Hausberg". Unser Guide erklärt uns einiges zur Flora, Fauna und den Gesteinen hier. Nach einem kurzen Aufstieg ist der Berg erklommen und wir geniessen bei einem kühlen Drink den Blick in die Ferne.





























Unten angekommen erwartet uns schon das Abendessen, gegrilltes Zitronenhühnchen und Oryxragout, dazu Kürben mit Butter und Zimt und Blumenkohl. Als Nachtisch gibts einen leckeren Schokokuchen, alles schmeckt feinfein 🙂 Mjamm!!



Heiko will noch was aus dem Auto holen und kommt aufgeregt an den Tisch zurück: er hat im Garten draussen junge Stachelschweine entdeckt! Ich schnappe mir die Kamera und tatsächlich, zwei gurken in den Blumenrabatten rum. Die Kleinen sind sehr putzig und grunzen und fauchen, wenn man sie mit der Taschenlampe anleuchtet.

Wir erfahren später dass sie nicht gerne gesehen werden, weil sie ziemlich verfressen sind und viel Schaden anrichten, deswegen werden sie oft gefangen und ein Stück weiter wieder ausgesetzt.



Ausserdem sehen wir noch sehr interessante riesige Heuschrecken!



Wir trinken unser Bier aus und machen uns auf den Weg zu unserem Steinhäuschen. Es ist noch angenehm warm, und auf dem Pflasterweg sitzt eine schwarze Katze.

Als alter Katzenfan spreche ich sie natürlich gleich an. Sie scheint mich sympathisch zu finden, streicht mir um die Beine, schnurrt mich an und lässt sich ihr seidenweiches Fell streicheln. Plötzlich wendet sie sich ab und läuft in Heikos Richtung und an ihm vorbei. Als jahrzehntelanger Katzenversteher ahne ich Schlimmes. -.-

Ungeduldig wartet sie drauf dass Heiko die Zimmertüre aufsperrt. Heiko meint nur "das ist jetzt aber nicht ihr Ernst" und verdreht die Augen.
Zack, bevor wir im Zimmer sind ist sie schon im Bett und macht sichs gemütlich. Ich grinse 😄



Wie selbstverständlich flackt sie sich zwischen uns und rollt sich schnurrend ein. Fein, wir haben endlich nach drei Nächten Abstinenz wieder ne Katz im Bett, denn von daheim bin ich nix anderes gewöhnt und hatte schon Sehnsucht. *g*
Die Freude sollte mir bald vergehen, denn das Vieh ist nerviger als meine drei daheim zusammen, und das will was heissen. Insgesamt stehe ich die Nacht viermal auf, denn die Fellnase möchte ja auch mal raus und draussen nach dem rechten sehen, und dann natürlich wieder rein. Diese Wünsche werden lautstark von ohrenbetäubendem Gemaunze und Gekratze an Tür und Fensterrahmen untermalt. Also falls wer zu der Zeit in der Lodge war und nachts jämmerliches Geheule gehört hat, das war kein wildes Tier sondern diese Katz! 😛


(ja, ich bin schon etwas genervt^^)

Beim vierten Mal Aufstehen resigniere ich und lasse wie daheim auch ein Fenster offen stehen. Allerdings ist Madame jetzt nicht mehr in Pirschlaune, sondern kuschlig und trampelt auf mir rum. Ich fluche, ziehe die Decke übern Kopf, frage mich warum ich nach Afrika gefahren bin und versuche zu schlafen.
Teil 604. Nov. 2009
Hi Thomas,

ja, leider 🙁 Aber dafür wars zu spät und am nächsten Morgen hatte er keine Zeit, dafür haben wir kurz seinen feschen Sohn kennengelernt 🤩 *hust*

so.... weiter gehts!

Donnerstag, 24.09.2009 – nicht immer ist der Weg das Ziel! 😕

Die Katze ist diese Nacht natürlich nicht der einzige Besuch, den wir haben. Durch das offene Fenster stürmen einige andere kleine Untermieter für die Nacht ein.

„SSSSSSssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss.....“ summt es schrill an meinem Ohr .... och neeeee !!! Bis zum Morgen sind wir zerstochen und ich habe nicht allzu viel geschlafen. Wir stehen auf und packen. MadameMietz bleibt dabei noch liegen, seelenruhig hat sie sich eingerollt und pennt vor sich hin, als ob sie die ganze Nacht nix anderes getan hätte .... *grrrrrrr*

Der Angestellte der uns bei den Koffern hilft staunt „oh, a cat!“ (wir verdrehen dezent die Augen) und lässt sie auch erst mal liegen. Das arme kleine Kätzle muss sich ja schliesslich von den Nachtpirschen erholen und ausschlafen! Ich bin aber sicher das Zimmermädchen macht ihr dann schon Beine 😄
Beim Frühstück erfahren wir, dass andere Gäste nachts Mäuse im Zimmer hatten. Wir können dagegen mit der Mietz auftrumpfen! Wenn das mal nix is! 🤩

Schon gestern hatte ich mich erkundigt, wie wir weiterfahren nach Aus, das vorlaute Mädel von der Rezeption hat uns den Weg untenrum über Rosh Pinah empfohlen, und ich habe dreimal nachgefragt ob man da auch gute Einblicke in den Canyon habe könne, denn wir wollen ihn uns ja im Morgenlicht anschauen und hatten gestern Abend nicht am nördlichen Aussichtspunkt gehalten. „Yes yes, viel besser als der nördliche Punkt, es gibt auch noch viele Lookouts an der Strasse und unten in Ai-Ais sieht man auch viel." Na denn, ihr Wort in meinem Gehörgang ....



Wir fahren also Richtung Ai-Ais.







Vom Canyon keine Spur, aber hinter der nächsten Kurve, da geht’s doch bestimmt rein. *fingertrommel* .... bis wir irgendwann in Ai-Ais ankommen. Der Mann vorne am Tor meint, jaja, da hinten hinterm Hotel gibt’s nen Blick in den Canyon..... gut, also nix wie hin. Man sieht ein paar Steine und neue Campinganlagen und einen Wasserrohrbruch. Ich entscheide mich für den Wasserrohrbruch und wir fragen die Arbeiter dort, wo denn der tolle Blick wäre. Der Vorgesetzte ist Deutscher und meint: „ach das ist nicht allzu weit, ihr müsst hier wieder rausfahren und dann ca. 80km in den Norden ..... *hust* ... ähm ja, da kommen wir ja her meinen wir. Er erklärt uns dass hinterm Hotel das südliche Ende des Canyons ist, man aber praktisch ganz unten ist und nicht von oben reinschauen kann. Es gibt im Prinzip nur den einen Hauptaussichtspunkt, und der wäre halt ganz im Norden.

In dem Moment möchte ich am liebsten zur Lodge zurück und dem Gör den Hals umdrehen. Wenn ich net dreimal nachgefragt hätte, ob wir wirklich den Hauptweg nach Ai-Ais nehmen sollen ... aber so .... *grmpfl*

Heiko läuft die paar Meter unten in den Canyon rein, er hat nur ein paar Pfützen Wasser. Ich bleibe am Campingplatz und fotografiere aus lauter Verzweiflung einen Vogel und eine Dassie Rat.





Das Flussbett selber ist fast trocken, ein paar Blumen blühen im Sand





Ai-Ais selbst empfinde ich als ziemlich unpersönlich und unspektakulär. Irgendwie null Atmosphäre, nix was ich mir näher anschauen will, aber vielleicht liegts daran dass wir einfach gefrustet sind^^

So, was nu? Nehmen wir die angeblich wunderschöne Strecke untenrum am Oranje entlang, verpassen wir den Fish River Canyon, wegen dem wir ja eigentlich hier sind. Schauen wir uns den Canyon an, sind wir 160km Umweg gefahren und verpassen die Strecke am Oranje. Wir entscheiden uns für den Canyon und fahren die ganze Strecke zurück. Unterwegs sehen wir noch Klippspringer.





Der Canyon selber ist toll, der Einblick atemberaubend. Gut, nicht ganz so gross wie der Grand Canyon, aber auch ordentlich!







Langsam meldet sich der Magen, da hilft auch nicht ein paar Bröckele Biltong zu kauen. Wir haben viel Zeit verfahren und es ist Zeit fürs Mittagessen. Wie gut, dass das Canon Roadhouse auf unserem Weg liegt!













Es gibt Sandwiches und Hühnerleber Peri-Peri --- mjammi!

Bevors weitergeht wird noch mal der Tank gefüllt:



Unterwegs zurück nach Seeheim sehen wir tatsächlich mal einen Zug. Wir hatten uns schon seit Windhoek gewundert ob überhaupt mal einer fährt.



Sogar Löwen haben wir hier unten so weit im Süden entdeckt!



Die Strecke nach Aus ist dann wieder asphaltiert und wir kommen schnell voran. Die Landschaft ist weit und schön, die Ortsnamen lustig^^




unsere kaputte und dreckerte Windschutzscheibe 😄

Endlich kommen wir in Klein Aus Vista an. Da uns im SPAR in Keetmanshoop kein Fleisch so wirklich angelacht hat, bestellen wir uns ein Braai- und ein Frühstückspaket, denn wir wollen allein sein und nicht mit anderen Gästen zu Abend essen. Ausserdem wollen wir abends nicht zum Häuschen zurückfahren müssen.





Der Weg zu unserem Häuschen „Eagles View“ ist schnell erklärt und so düsen wir weiter





Die Felsen sind toll, rot und rund

Von weitem schon kann man die wenigen Chalets von Eagles Nest erspähen, sie passen sich perfekt in die Landschaft ein.





Erst haben wir Angst, dass in unserem Häuschen kein Felsen ist, denn es ist ganz neu und bei der Herfahrt konnten wir keinen Stein sehen, an das sich unser Haus schmiegt. Doch dann sehen wir an der Rückseite des Hauses den grossen Gesteinsbrocken. JUHUU, wir haben ein Felshäuschen^^















Das Haus ist ein Traum. Es ist erst seit 4 Wochen fertig und geräumiger als die anderen. Es ist das hinterste der Chalets und ein gutes Stück von den anderen entfernt, hat einen grossen Essbereich, eine Küchenzeile und einen offenen Kamin mit Sitzecke. Wir sind ganz aus dem Häuschen und geniessen erst mal den unglaublichen Ausblick, den man von innen hat, auch wenn man im Bett liegt^^







Dann siegt der Hunger und der Grill wird illuminiert^^. Das Braaipaket ist toll, es gibt Lammkoteletts, Steaks, Boerewors, vorgekochte Kartoffeln und sogar Torte als Nachtisch. Da ich noch einen angeschnittenen Kürbis im Kühlschrank habe, mache ich den noch als Grillgemüse dazu. Mit einem Bier als Sundowner und dieser Wahnsinnsaussicht macht sogar Küchenarbeit Spass 😛





Den Sonnenuntergang im Köcherbaumwald zu toppen wird schwer werden, aber auch hier haben wir Glück und es ist etwas bewölkt. Was hier fasziniert, ist die fast endlose Weite, die Graslandschaft und die sanften Hügel im Hintergrund.



In der untergehenden Sonne leuchten die Berge und unser Häuschen richtig rot, während sich der Himmel in den tollsten Farben färbt. Ich verfalle ja schon beinahe in eine romantische Stimmung 😄







Der Ausblick vom Bett aus^^



Irgendwann ist es fast finster und unsere Steaks sind fertig!
Mit grossem Appetit stürzen wir uns auf unser Abendessen. Die Leute von Klein Aus Vista haben an alles gedacht, sogar ein fertig geschnippelter Salat mit Fetakäse und ein Salatdressing sind dabei. Auch die vorhandene Weinauswahl ist super, und der Kühlschrank ist mit verschiedenen Biersorten und kalten alkfreien Getränken gut bestückt. Das Feuer knistert gemütlich im Kamin, draussen wird’s frisch und ein starker Wind kommt auf.




Der Himmel passt farblich zur Grillkohle! 😄









Ich beschliesse dass ich hier wohnen bleiben möchte. Einen Vorratsraum, ein Ankleidezimmer und ein Spinnenzimmer kann man ja noch anbauen, Steine liegen ja genug rum! 😛
Mit der Überlegung, vorm Haus auch noch einen winzig kleinen Pool anzulegen, schlafe ich ein.



Gut Nacht!
Teil 707. Nov. 2009
Huhu, Goldmulle nicht, aber die Spinnen kommen noch 😉

weiter gehts ....

Freitag, 25.09.2009 – „ab in die Wüste .... an der Küste^^“

Guten Morgäääääääääääääääääääääääähn .... wie fast immer in diesem Urlaub werden wir vor Sonnenaufgang wach, denn er ist immer zu schön um ihn zu verpennen.
Auch heute weckt uns die Sonne mit wunderschönen Farben, das ganze Szenario können wir heute bequem aus vom Bett verfolgen... wie praktisch *hihi*



Die Sonne die über unseren Berg spitzt färbt die Felsen gegenüber orangerot







Später werden die Berge dann fast lila-braun... und wir müssen packen L ... aber jetzt geht’s ans MEEEER !!! Eigentlich kann ich mich gar nicht losreissen von unserem Häuschen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und noch viele Dinge wollen in diesem Urlaub entdeckt werden,!



Vorher stöbern wir noch etwas in den Felsen hinterm Haus rum ... leider keine Spinnen, aber tolle Pflanzen und Erdhörnchen!












Auf dem Weg nach Lüderitz geht’s wieder mal durch endlose Weiten. Für manche mag das langweilig sein, ich bin total fasziniert von der Gegend.
Die Farben sind sehr ungewohnt für das europäische Auge, ich konnte mich gar nicht satt sehen!



Unterwegs gabs wieder mal Vogelsträusse zu sehen!



Kurz nach Klein Aus Vista kommen wir in die Gegend von Garub. Hier leben Wildpferde, man nimmt an dass sie Nachkommen von den deutschen Schutztruppenpferden sind. Sie haben sich an diese karge Landschaft angepasst und sind mit den Generationen kleiner geworden. Seitdem durch Spenden
deutscher Touristen eine Tränke gebaut wurde, vergrössert sich die Population.











Wir hatten das Glück und hatten einige Pferde direkt am Auto und am Unterstand. Die Pferde haben keine Scheu, man kann direkt an sie herangehen.









Es macht unglaublichen Spass, die Tiere zu beobachten. Es ist erstaunlich wie sie sich an die karge Vegetation angepasst haben. Junge Hengste messen ihre Kräfte und wirbeln viel Staub auf^^









Lustig war auch das Verhalten eines Pferdepärchens... ich hoffe ihr habt grad nix gegessen *g* ... erst machte sie nen Haufen, er schnupperte und urinierte hinterher^^





... und weiter geht’s nach Lüderitz. Die Landschaft wird immer karger, je weiter man kommt. Wir befinden uns in einer Sackgasse, denn die Strasse endet in Lüderitz und dann im nirgendwo. Von rechts lecken die Sanddünen der Namib über die Fahrbahn, immer wieder haben wir Sand auf der Piste.












Plötzlich hält der Heiko und springt aus dem Auto. Was ist denn nu los!^^ .... Er späht auf der Strasse rum....





Heiko hat ein Chamäleon gefunden !!! (er ist für den Rest des Urlaubs auch noch mächtig stolz drauf^^). Er trägt es von der Strasse und ich fotografiere es erst mal.
Als alte Terrarianer möchten wir´s am liebsten mitnehmen, aber das geht ja so nicht, ausserdem bräuchte es dann ja auch einen Gefährten.





Das Chamäleon wurde dann an sicherer Stelle auf der gewünschten Strassenseite, auf die es auch unterwegs war, ausgesetzt





Unterwegs wurden wir von allerlei Gefahren auf der Strasse gewarnt!







Kurz vor Lüderitz:


das alte Bahnhäusschen



In Lüderitz beziehen wir erst mal unser Hotel. Wir haben uns fürs Nesthotel entschieden, eigentlich wollte ich Kratzplatz, aber Manfred hatte trotz zwei-
maliger Mail nicht geantwortet, ausserdem wollte ich nachts das Meer hören, und das Nest liegt direkt in der Bucht und soll über ein gutes Restaurant verfügenJ





Das Hotel ist gross und relativ unpersönlich, aber okay. Es bietet viel Komfort. Wir machen uns aber gleich auf den Weg in die Stadt, denn wir wollen für morgen früh ein Fotopermit besorgen, um bei Sonnenaufgang nach Kolmanskop zu kommen. Wir laufen zu Fuss, die Stadt ist klein und es sind eh nur wenige Minuten zu gehen. Es ist sehr frisch, ein kräftiger Wind bläst, zum Glück scheint aber die Sonne, ich liebe so ein Wetter! Wir ziehen unsere Fleecejacken an und machen uns auf den Weg, ich geniesse die Brise! Es riecht sehr nach Meer – was für ein Kontrastprogramm zu den Tagen vorher!

Direkt nach dem Hotel lacht uns die Felsenkirche an, sie wurde mit Elbsand gebaut. Lüderitz steht übrigens auf Granitfelsen!



Unser Stadtrundgang gefällt mir gut. Hier sind die ersten deutschen Siedler an Land gekommen! Die Stadt ist sehr überschaulich, und viele Gebäude sind liebevoll restauriert. Es sind fast keine Touristen hier, und man kommt sich wirklich vor wie am Ende der Welt. Kein Wunder, wer kommt schon hierher, die Stadt endet praktisch in einer Sackgasse, im Westen ist der Atlantik, im Norden und Süden Diamantensperrgebiet bzw. die Namibwüste. Die Gebäude sind z.T. wunderschöner Jugendstil. Wir entdecken Strasse für Strasse, die Stadt hat wirklich eine ganz eigene Faszination.










Fasching!!!









hier kaufen wir unser Permit sowie einige Souvenirs 😉



























Irgendwann siegt der Hunger und wir essen bei Rizzi´s Fisch, direkt an der Waterfront. Die Portionen sind gut und es schmeckt sehr lecker. Ich habe Garnelen, Heiko einen Kingklip Wir reservieren gleich einen Tisch für morgen Abend, denn wir wollen hier zwei Nächte bleiben! Der Ausblick auf den Hafen ist toll, viele Schiffe ankern, im Hintergrund sieht man die Dünen der Namib, der ältesten Wüste der Welt.









Nach dem Essen klettern wir auf ein paar Felsen und knipsen









Das alte Fabrikgebäude vor unserem Hotel hat mich fasziniert... ein altes E- Werk!







Etwas durchgefroren kommen wir irgendwann wieder beim Hotel an. Es verfügt zwar über einen relativ windgeschützten Pool (um den ringförmig das Hotel gebaut ist), aber die Temperatur ist für uns einfach zu kalt um Schwimmen zu gehen. Ja, sagts halt, ich bin ein Weichei, ich gebs ja zu! 😛

Als Kontrastprogramm reservieren wir das Weicheiprogramm Sauna und einen Tisch im Restaurant. Von der Sauna aus bestaunen wir während zwei Durchgängen den obligatorischen Sonnenuntergang :



*grins*

Die Sauna tut sehr gut, und hungrig nehmen wir im Restaurant Platz. Es gibt sehr feine Austern für mich und eine Crayfishsoup für Heiko, dann für uns Vogelstraussfilet in Schokochilisauce. Lecker !!!!! Wir nehmen noch einen kurzen Blick vom Balkon aufs nächtliche Lüderitz.
Vollgefuttert und erschöpft von den Eindrücken heute sinken wir in die Federn. Die Betten sind gut, ich reisse die Balkontüre auf und wir schlummern zum Rauschen des Meeres ein.

Gut Nacht 😉
Teil 810. Nov. 2009
Samstag, 26.09.2009 – Kühlschränke in der Wüste


*piep piep piep PIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEP!!!!!*
Es ist 5:30 Uhr morgens und unser Wecker gibt alles. Das Meer rauscht immer noch ganz doll, so doll dass der verfrorene Mann nachts die Balkontüre zugemacht hat. Die Nacht war ganz schön eisig und direkt vor der Balkontüre schlagen die Wellen mit grosser Wucht auf die Felsen!

Wir wollen heute den Sonnenaufgang in Kolmannskuppe erleben, dafür haben wir uns gestern extra das Fotopermit besorgt - denn normal kann man erst ab 8 Uhr morgens rein, und so dürfen wir uns drinnen bewegen wie wir wollen. Es ist stockfinster und wir fahren los, es ist recht neblig. Lüderitz liegt wie ausgestorben vor uns in der Dunkelheit, ich komme mir vor wie im Film "The Fog" *g*
Die paar Kilometer bis nach Kolmannskuppe sind auch in Dunkelheit und Nebel gut zu bewältigen. Kolmannskuppe selber liegt in tiefster Suppe. Ob das die Sonne schafft, da durchzukommen? Wir zweifeln.



Trotzdem oder gerade deswegen ist die Stimmung einmalig. Wir haben die alte Diamantenstadt ganz für uns alleine, die verwitterten, seit Jahrzehnten zurückgelassenen Häuser tauchen schemenhaft im Nebel auf. Die Luft ist so feucht, dass sofort alles beschlägt, fröstelnd irren wir durch die verlassenen Strassen. Eine gruselige Atmosphäre!













Die Häuser sind nicht verschlossen, viele Türen und Fenster fehlen oder sind nach innen gedrückt, die Wüste erobert die Stadt zurück, Dünen dringen in die Häuser ein. Haus um Haus wollen von uns entdeckt werden, die Trockenheit der Wüste hat über die Jahrzehnte alles konserviert, Wandfarben leuchten noch frisch, Fussböden sind z.T. noch vollkommen erhalten. Wir geniessen die morbide Stimmung, klettern über Sandhügel in die Häuser und entdecken Badewannen, Waschbecken und Bettgestelle.




















Im Krankenhaus hallen unsere Schritte auf den ausgetretenen Dielenböden der langen Gänge. Die Sonne schafft es nicht, den Nebel zu durchdringen, diffuses Licht fällt durch die Fenster in die einzelnen Räume.

















Die Häuser tauchen manchmal aus wie aus dem Nichts.




Heiko vor dem Ingenieurshaus^^









Aktuelle Einwohner von Kolmannskuppe!



















Noch immer sind wir vollkommen alleine in der Stadt, es ist jetzt kurz nach 9. Um 11 Uhr ist die Führung mit Herrn Hälbich, er will uns etwas über das damalige Leben in Kolmanskop erzählen. Wir sind klamm, durchgefröstelt und hungrig, und so beschliessen wir zum Hotel zurückzufahren und frühstücken zu gehen.

Das Frühstücksbuffet ist reichlich und der Kaffee tut unendlich gut. Da heute Samstag ist und wir übermorgen wieder campen, gehen wir noch einkaufen. Der SPAR in Lüderitz ist mal wieder super sortiert, es gibt wieder den guten Meerrettich aus dem mittelfränkischen Baiersdorf, das nur 6km von meinem Heimatort entfernt liegt. Leider gibts kein Wild, aber der Metzger schneidet uns auf Nachfrage zwei riesige dicke Rinderfiletsteaks runter .... fast 1000 Gramm. Bei deren Anblick kann ich das Grillen fast nicht mehr erwarten *ggg*
Das Einkaufen ist entspannt, niemand bettelt und auch sonst haben wir zu keiner Zeit ein komisches Gefühl, wenn wir uns in der Stadt bewegen.







Inzwischen hat sich die Sonne durchgerungen die Nebelwand zu durchbrechen und strahlt. Es wird langsam warm^^. Wir fahren zurück nach Kolmanskuppe, denn wir haben ja um 11 Uhr die Führung mit Herrn Hälbich.

Inzwischen ist in Kolmanskuppe einiges los, viele Autos parken innerhalb der Stadt. Durch die vielen Leute und das jetzt strahlende Sonnenlicht wirken die Häuser ganz anders, die Atmosphäre ist völlig verwandelt.





Die Führung beginnt im Konzertsaal, der während der Woche als Turnhalle genutzt wurde. Die alten Turngeräte stehen noch im Nebenraum. Die Kegelbahn ist einsatzbereit, und oben im Cafe werden leichte Mittagsgerichte und Kuchen angeboten.













Die Führung ist toll - Kolmanskuppe muss Anfang des letzten Jahrhunderts die modernste deutsche Stadt gewesen sein. Jedes Haus verfügte über einen Kühlschrank, es gab eine Eismaschine, eine Bäckerei wo jeden Morgen frische Brötchen gebacken und ausgeliefert wurden, das Trinkwasser kam mit dem Schiff aus Kapstadt. Im Konzertsaal gabs regelmässig Aufführungen, Weltstars wurden eingeschifft um die Leute zu unterhalten. Den Einwohnern wurde das Leben so angenehm wie möglich gemacht. Im Krankenhaus stand das erste Röntgengerät im südlichen Afrika, das allerdings eher zum Aufstöbern von geschmuggelten Diamanten als zur Krankheitsdiagnose genutzt wurde.
Der Reichtum damals muss immens gewesen sein.

















Mittags nach der Führung stärken wir uns mit Kaffee, Key Lime Pie und Scones im Cafe. Der Kaffee ist passend zur Geisterstadt gruselig, Heikos Trinkschokolade dagegen ein absoluter Traum. Also wenn ihr mal dort seid, unbedingt probieren!!!



Nachdem wir dann noch die grossen Häuser des Architekten, Ingenieurs, und des Buchhalters mit ihren aufwändigen Tapeten bestaunt haben, machen wir uns geschafft wieder auf den Rückweg nach Lüderitz. Das Laufen durch den Tiefsand strengt ganz schön an!



































Wir fahren ins Hotel zurück und legen uns an den Pool. Der soll zwar windgeschützt sein, trotzdem pfeift auch heute die steife Brise ganz schön rein und zum Baden ist es definitiv zu kalt. Wir mummeln uns auf die Liegen, schreiben Postkarten an die armen Menschen die daheim in Deutschland hocken müssen und faulenzen einfach rum. Tut auch mal gut ..

Gegen 17 Uhr raffen wir uns wieder auf und fahren nach Shark Island. Der Wind weht uns fast weg, aber der Blick auf Lüderitz ist wunderschön.











Hier werden einige neue Häuser direkt am Meer gebaut oder stehen schon, als Innenarchitektin liebe ich Architektur und suche mir gleich mal eins aus *g*



Der Campingplatz ist wunderschön gelegen, allerdings bin ich froh dass wir hier ein Hotel genommen haben, es hätte uns wohl fast weggeblasen^^

Zum Sonnenuntergang wollen wir an den Achatstrand fahren, es geht einmal quer durch Lüderitz (um die Uhrzeit Samstags ausgestorben), vorbei an der Wohnsiedlung Nautilus und dann am Diamatensperrgebiet 2 der Namib entlang.





Unterwegs kurz vor dem Strand sehen wir Flamingos.













Am Strand selbst ist einiges los, viele Einheimische sind da und grillen, es gibt feste Braaistellen die anscheinend gut genutzt werden. Wir schlendern am Strand entlang und versuchen Achate zu finden, aber die Ganoven tarnen sich recht gut und verwirren uns, so dass wir sie nicht wirklich identifizieren können. Dafür finden wir hübsche Muscheln, und der Strand ist wunderschön im Licht der untergehenden Sonne. Zusammengekuschelt auf einer kleinen Sanddüne gucken wir zu wie schnell die Sonne im Meer untergeht. Auch hier verfallen wir fast in eine romantische Stimmung, allerdings wird es dann sehr sehr schnell eisig kalt, so dass wir schnell ins Auto flüchten und zum ersten Mal in diesem Urlaub die Heizung aufdrehen 🤩









Bibbernd trinke ich meinen Sundowner, einen kalten Savanna Dry aus dem Kühlschrank 😛



Lüderitz ist in ein wunderschönes Abendrot getaucht. Wir stoppen bei Ritzi´s, wo wir ja für heute einen Tisch bestellt haben. Dank der eisigen Kälte entscheiden wir uns für einen Fenstertisch drinnen, wir haben einen fantastischen Blick auf den Hafen und beobachten, wie gerade ein grosses Containerschiff gelöscht wird.







Das Essen ist viel zu viel und superlecker, auch der Nederburg Riesling ist fein. Pappsatt und zufrieden fahren wir zurück zum Hotel und sinken in die Federn. Heiko schaut noch ein bisschen TV, mir reichen das Rauschen des Meeres und das Rauschen des Weines in meinem Köpfle *g* und schwupps bin ich eingeschlafen! Gute Nahaaaaaaacht!
Teil 912. Nov. 2009
Sonntag, 27.09.2009 – on the road again!

Heute schlafen wir mal fast aus, aber nur fast, denn wir haben heute eine sehr sehr lange Fahrtstrecke vor uns. Es geht heute zur Zebra River Lodge, und die ist ca. auf der Höhe von Sesriem ..... ca. 400km liegen also vor uns, das meiste davon Gravelpads!

Zur Stärkung wird erstmal gut um 7 Uhr gefrühstückt, vorher haben wir schon das Auto beladen und ausgecheckt. Bis Aus geht es sehr zügig auf Teer voran, kurz nach Lüderitz passieren wir Kolmanskuppe. Sowas, heute morgen im strahlenden Sonnenschein! *tztztz*
Nach Aus gehts links rein, die Gravelpad ist in einem einwandfreien Zustand. Wir passieren die Tirasberge, die Landschaft ist wunderschön, links liegen die Farmen Koiimasis, Tiras, Landsberg, Gunsbewys, Weissenborn und Excelsior.















Kurz vom Mittag erreichen wir Station eins unseres ultimativen Apfelkuchentests: Helmeringhausen! Der Kuchen ist leicht warm, der Boden bröselig-knusprig und superlecker. Das Cafe gehört zum Helmeringhausen-Hotel, der Garten ist wunderschön angelegt und sehr gepflegt. Die Blumenpracht und das viele Grün wirkt wie eine Oase inmitten dieser kargen ariden Landschaft.



















Der absoute Knaller hier ist aber der Kater. Er ist eine Schönheit, rot-orange Tabby und total verschmust, ich trage ihn erstmal ne Runde durch den Garten und kann mich gar nicht losreissen. Die Krümel von meinem Apfelkuchen findet er auch ganz toll, natürlich teile ich mit ihm solidarisch, so viel Charme kann ich als Frau nicht widerstehen^^. Leider müssen wir irgendwann weiter, der Abschied fällt mir schwer und ich muss gestehen den Kerl hätt ich zu gerne eingepackt *g* .... aber ihm gehts dort prima, und so widmet er sich wieder seiner Beschäftigung als Insektenschreck und -fänger im üppigen Garten.



Der Rest von Helmeringhausen besteht aus einer Bank, einer Tanke, einem Haus und einem Laden, indem man so gut wie alles kaufen kann. Sogar ein geschmückter Weihnachtsbaum steht im Eck!













Der Rest der Fahrt ist ziemlich unspektakulär, und gegen 14:30 Uhr kommen wir an der Zebra River Lodge an. Die Anfahrt ist toll, die Lodge liegt wunderschön in einem Tal. Herzlich werden wir von Elke begrüsst, ich bin verwirrt, habe Marianne erwartet. Elke meint dass sie die Lodge erst vor 6 Wochen übernommen haben - und so schaut es z.T. auch noch aus. Es muss noch einiges getan werden.















Mit unserem Zimmer haben wir Glück, Elke und Peter haben das Haus der ehemaligen Eigentümer in zwei wunderschöne Zimmer umgebaut, und so haben wir ein halbes frisch renoviertes Steinhaus mit Terrasse, grossem Bad und eingelassener Badewanne für uns alleine!



Es ist warm und es geht etwas Wind, wir entscheiden uns nach der langen Fahrt gegen eine Wanderung und für den Pool. Der ist Meister der Täuschung: winzig klein, aber EISKALT, erfrischt aber sehr gut. Die übrigen Gäste sind fast alle Franzosen, die Lodge wird in französischen Reisekatalogen angeboten. Leider fehlen Liegenauflagen etc, laut Elke wurde hier die letzten Monate nichts mehr gemacht weil die ehemaligen Eigentümer keine Lust mehr hatten. Bleibt zu hoffen dass sie das Chaos etwas in den Griff bekommt und die Lodge wieder aufmöbeln kann. Wir kommen mit den Franzosen ins Gespräch und ich kann mal wieder mit meinem ausgezeichneten Schulfrancais "glänzen" *HUST!*




*bibber*

Abends machen wir eine Sundownerfahrt auf einen nahegelegenen Berg. Ich darf im Defender mitfahren, juhuuuuu !! Wir fahren mit drei Autos, es ist ganz schön eng. Unterwegs läuft uns ein Waran über den Weg!



Oben angekommen stehen schon Tische und Stühle bereit, auch ein Braiiplatz ist vorhanden, der aber erst wieder instandgesetzt werden muss. Wir trinken Bier und Wein und geniessen die wunderschöne Aussicht ins Tal und auf die Tsarisberge. Leider ist es nicht bewölkt, so dass der Sonnenuntergang zwar wieder wunderschön, aber nicht so spektakulär ist.
Dafür ist der Sternenhimmel mal wieder der Wahnsinn, auch das Kreuz des Südens leuchtet sternenklar.









Auf dem Rückweg möchte unbedingt ein Franzose ans Steuer, er darf und so wird die Rückfahrt über den 4x4 Trail recht lustig. Am Ende bejubeln wir ihn alle^^





Das Abendessen wird auf der Veranda serviert, wir sitzen alle zusammen an einem grossen Tisch. An den Wänden huschen lustige Geckos rum.
Als Vorspeise gibts einen Fisch, dann eine Art indonesiche Reistafel mit Hackfleisch und allerlei lustigen Zutaten und Chutneys, die sich jeder nach eigenem Gusto nehmen kann. Als Nachtisch gibts Apfelkuchen vom Blech. Das Personal ist mittelmässig motiviert, Elke sitzt aber mit am Tisch und unterhält sich mit uns allen.
Das Essen ist sehr lecker und reicht auch absolut aus.







Irgendwann stehen wir alle auf und gehen ins Bett. Ich schaue mir noch ein bisschen unsere Spinne auf der Veranda an und sinke in die Federn.
Teil 1014. Nov. 2009
Hi Thomas,

jap, die Farmen in den Tirasbergen holen wir nach, denn die Landschaft dort ist wirklich Wahnsinn....


zum fesch sag ich mal nix 😎

achjaaaa.... weiter gehts!

Montag, 28.09.2009 – wo ein Schokoriegel mit Creditcard bezahlbar ist, drei Übernachtungen aber nicht

Wir schlafen heute erstmal richtig schön aus. Hui, tut das gut nach den vielen Tagen des frühen Aufstehens! Danach nehmen wir ein Bad 🙂







Um 9 Uhr gehen wir zum Frühstück, es gibt Brot, Marmelade, Eier nach Wunsch, verschiedene Joghurts, Cornflakes, aber leider keine Früchte.

Da die Wanderungen alle für mindestens 4 Stunden angesetzt sind, bleiben wir am Pool liegen und schreiben Postkarten. Ausserdem erforschen wir das Lodgegelände, wo wir einige schöne Spinnen und anderes Getier und Pflanzen sehen. So ein bisschen Entspannung muss ja schliesslich auch mal sein, gut ich geb´s auch zu, wir sind grad faule Socken 😛








das Haus- und Hofhund Tina ^^

Ich unterhalte mich etwas mit Elke, sie hat ein supertolles Kochbuch das ich nach ein bisschen Lektüre auf der Veranda auch gerne hätte, leider hat sie nur eins und schreibt mir ISBN Nummer etc auf. Hoffentlich bekomme ich das noch im Laufe der Reise, alleine die Bilder sind superschön! 😉 Auch die Rezepte sind mehr als vielversprechend, Elke hat schon einige ausprobiert und kann das Buch echt empfehlen!























Eigentlich haben wir erwartet, dass es irgendwann zwischen 12 und 13 Uhr was zu essen gibt (Elke meinte dass sie dann was Kaltes machen), aber nachdem um 13:15 immer noch nix da ist beschliessen wir halt ohne Mittagessen zu fahren. Elke meinte dann zwar ach ja stimmt, sie könne uns noch was machen, aber das dauert uns zu lange, wer weiss wann wir dann loskommen, wir haben zwar heute nur nen kurzen Sprung rüber nach Sesriem, aber trotzdem.... ausserdem habe ich ja heute mein schönes Steak in Aussicht ^^
Naja, es läuft vieles noch nicht rund hier, sicher hat sie dadurch den Kopf nicht frei, schade ist´s schon irgendwie denn preiswert ist die Lodge nicht.
Aber – vom Fleisch fallen wir sicherlich nicht *hust* und schaden tuts sicher auch net 😛





Wir fahren durch die schönen Tsarisberge, immer wieder bieten sich tolle Aussichten. Wir passieren sogar Flüsse die etwas Wasser führen!
















Kurz vor Sesriem sehen wir wieder rote Dünen und Springböcke.

Nach kurzer Zeit erreichen wir Sesriem und finden auch gleich den staatlichen Campingplatz, der hinter dem ersten Tor zum Sossusvlei liegt. Wir suchen uns einen schönen Platz aus und zahlen gleich das Permit für die Tage die wir hier verbringen. Leider nehmen die vom Park nur Bares, so dass wir draussen an der Tanke erstmal Geld holen müssen. Den Schokoriegel im gleichen Raum einen Meter weiter hätten wir an der Kasse mit Karte bezahlen können! *grml*
Hier könnten die Jungs und Mädels vom NWR wirklich etwas kundenfreundlicher werden ..... wir kommen uns etwas vergackeiert vor. 😛

Wir kommen uns hier vor wie in der Sauna, es ist brütend heiss. Sogar die Angestellten sagen dass es für die Jahreszeit sehr heiss ist. Gut, kommt´s also net nur uns so vor!
Wir beziehen unseren Platz und breiten uns aus. Man hat eine wunderschöne Aussicht auf die Umgebung, die roten Dünen der Namib lecken über die gelben grasigen Flächen, im Hintergrund zeichnen sich dunkle Berge ab.



Da es recht windig ist, ist der Pool unsere erste Anlaufstelle. Der erfrischt zwar fantastisch, ist aber irgendwie verhext, denn kaum ist man draussen ist man nach nichtmal einer Minute wieder trocken! Der Wind ist heiss, ab und an fegen Windhosen durchs Camp. Nachdem wir uns eingeredet haben, einigermassen erfrischt zu sein, machen wir das Feuerchen, denn langsam grummelt dann doch der Magen und die Sonne steht auch schon recht tief.

















Wir haben interessante Nachbarn: im Busch neben unserer Campsite lebt eine sehr grosse Mäusefamilie, sie klettern in den Sträuchern und am Boden rum,
sie zu beobachten ist zum Schreien^^. Die Kleinen sind sehr putzig, wie sie rumwuseln. Ja, auch Mäuse können interessant sein, man muss nicht immer auf die grossen Tiere schauen! So nen Löwen mit Nashorn fotofieren kann schliesslich fast jeder 😛











Es gibt unsere Steaks, Boerewors, Kürben, Knoblauchzwiebeln und Kartoffeln, die Steaks sind supersuperlecker *mjammi* !! Die Steaks habe ich vorher wieder in Öl , Knoblauch und Gewürze eingelegt.













Auch das Bier schmeckt wieder sehr fein und sorgt für die nötige Bettschwere. Heute werden wir nicht alt, denn morgen früh um 5 klingelt der Wecker.
Wir kuscheln uns ins Zelt und hoffen dass es morgen noch steht, sollte der Wind so stark bleiben. Gute Nacht!
Teil 1117. Nov. 2009
Hi Cheetah13,

schade schade dass man uns dort erkennt, aber nicht anspricht 🙁 hatten eigentlich mehr von den Aufklebern erhofft.... naja erzwingen kann man ja nichts.

Weiter gehts ^^

(Vorwarnung: heute gibt’s sehr viele Bilder!)


Dienstag, 29.09.2009 - Operation Desert Storm!

Die Nacht war der Wahnsinn. Nicht nur das Zelt hat die ganze Nacht gewackelt (und zwar nicht wegen uns!!! 😛 ), sondern auch das Auto, so stark war der Wind.
Der Wecker piepst unbarmherzig um 5 Uhr, es ist stockfinstere Nacht und wir quälen uns raus. Aber wir befinden uns schliesslich im Urlaub und nicht auf einer Erholungsreise und schon gar nicht im Wunschkonzert^^
Die Katzenwäsche besteht aus einem schnellen Zähneputzen, auf Frühstück und ähnliche Spirenzchen verzichten wir heute. Zügig bauen wir das Zelt zusammen und packen, wir sind nicht die einzigen die wach sind, ringsum blitzen immer wieder Lichter von Taschenlampen auf.

Unsere Hektik wird mit der Pole Position der heutigen Rallye Sesriem - Sossusvlei belohnt! Wir stehen um 5:45 am Start, der nette Mann der das Tor öffnet ist auch schon da und notiert in einer Seelenruhe unsere Autonummer und sichtet das Permit. Um 5:49 öffnet er das Tor! Los geht´s .... werden wir unsere Führungsposition verteidigen können? Wir brettern durch die Nacht, und haben erstmal keine Verfolger, der Mann am Tor hat die Ruhe weg, vielleicht schläft er aber einfach auch noch halb 😄

In der Morgendämmerung tauchen die ersten Dünen links und rechts der Strasse auf, noch wirken sie sehr dunkel. Irgendwann sehen wir im Rückspiegel Lichter, wir sind nicht mehr alleine im Park. Vor uns erhebt sich Düne 45 im Morgengrauen, ein Auto ist schon da, sicherlich Gäste der Lodge die im Park liegt. Die Insassen sind schon auf dem Weg nach oben, immer am akkuraten Dünenkamm entlang. Wir fahren weiter, es wird heller, und Oryxe werden durch unser Auto aufgeschreckt. Der 2x4 Parkplatz liegt verlassen da, und wir wühlen uns immer weiter durch den Tiefsand. Auf den letzten Metern werden wir noch überholt, da macht sich dann doch die fehlende Offroaderfahrung bemerkbar, aber wir bleiben zumindest nicht stecken^^
Die Silbermedaille für uns, JUHUUU *g* .... irgendwie fehlt der Champagner mit dem man rumspritzen kann, egal, wir haben eh keine Zeit ^^



Am Parkplatz zum Deadvlei stellen wir unser Auto ab und schnappen uns die Kamera. Just in Time, die Sonne leckt gerade über die ersten Dünenkämme. Es ist angenehm kühl, und so machen wir uns auf den Weg ins Deadvlei, unserem Ziel.
Wir stapfen durch den kühlen Sand, "Deadvlei follow markers", Markers erkennen wir zwar erst nicht, aber wir folgen einfach den vielen Fussabdrücken im Sand, die der Wind noch nicht weggefegt hat die letzten Tage. Der Himmel färbt sich rosarot, und die Dünen glühen in der aufgehenden Sonne.









Die weissgrauen Salzkrusten am Boden bilden einen eindruckvollen Kontrast zum roten Sand,und der Wind hat interessante Reliefs in die Dünenwände gemeisselt.









Die Dünen selber sind wunderschön im Licht der aufgehenden Sonne. Die Kontraste sind phänomenal.











Noch eine kleine Düne, und dann liegt das Deadvlei verlassen vor uns. Noch liegt alles im Schatten, die Sonne färbt erst die gegenüberliegende Dünenspitze rot. Die toten Baumstümpfe stehen düster vor den dunklen Dünenwänden.



Wir setzen uns hin, geniessen diese magische Atmosphäre dieses Ortes und die Stille, die wir ganz für uns alleine haben.

Dann kommt die Sonne über den Dünenkamm hinter uns und bringt den vom Wind aufgewirbelten Sand zum Brennen.













Tiefer und tiefer fällt das Grau der gegenüberliegenden Dünenwand, wird verdrängt von einem leuchtenden Goldrot. Scharf zeichnen sich die Schatten der akkuraten Dünenkämme ab. Die toten Bäume stehen jetzt tiefschwarz im Schatten vor der glühendroten Düne auf der weissen Salzfläche. Der absolute Wahnsinn, ich knipse und knipse und knipse, die Farben und die ganze Atmosphäre könnten surrealer nicht sein .....





































Irgendwann nach ungefähr einer Stunde kommen die ersten beiden anderen Besucher ins Deadvlei, huch, andere Menschen, wir sind also doch noch auf diesem Planeten! *g*



Zeit für uns wieder aufzubrechen, zumal der Wind plötzlich stark zugenommen hat. Wir stapfen zurück zum Parkplatz, jetzt kommen uns sehr viele Menschen entgegen. Was hatten wir für ein Glück, diese Atmosphäre alleine geniessen zu dürfen ...!



















Bis wir am Auto sind, hat sich der starke Wind zu einem ausgewachsenen Sandsturm gemausert. Die Dünen sieht man praktisch gar nicht mehr, obwohl wir mitten drin stehen. Das intensive Blau des Himmels ist einem Rosa gewichen, der aufgewirbelte Sand färbt die Luft.





Wir flüchten ins Auto. Es wackelt und vibriert wie verrückt 🤩

Nach einer dreiviertel Stunde ist der gröbste Spuk vorbei, man kann wieder Dünen sehen. Oryxe stehen unter Bäumen, suchen Schutz vor Sand und Sonne.









Wir fahren weiter ins Sossusvlei, hier ist einiges los, auch einige Reisegruppen sind da. Viele Leute sind auf den Dünen unterwegs oder rasten unter Bäumen.



Wir fahren etwas abseits und suchen uns den letzten Rastplatz unter einen grossen Akazie aus, denn der Magen grummelt, er vermisst sein Frühstück. Hier ist nix los, man sieht keine anderen Menschen, dafür steht unter dem Baum ein Oryx wie bestellt und nicht abgeholt. Er hat wohl ein Leckerli gefunden und lässt sich auch durch uns nicht aus der Ruhe bringen.





So, Kühlschrank auf, Milch raus, und erstmal Kaffee und Kakao gekocht! Wir braten uns Spiegeleier und Baked Beans, es ist jetzt heiss geworden, die Sonne steht hoch und so nehmen wir unter dem Baum Platz und leisten dem Oryxbock Gesellschaft.
Die grandiose Kulisse der umliegenden roten hohen Dünen macht unser verspätetes Frühstück zu einem wahren Festessen. Die Stimmung ist hier wieder ganz anders als im Deadvlei, aber auch wunderschön und einzigartig.




(jaaaaaa ich weiss, ich bin ungeschminkt, ungekämmt, zauselig, sonnenbrandig aber sooooo glücklich *g*)




Es wird immer heisser und heisser, der Wind ist jetzt auch ganz weg. Wir grübeln, sollen wir auf die Düne rauf oder nicht? Sie lacht uns schon irgendwie an ..... Je länger wir warten desto wärmer wirds...... also aufgerafft, schnell Geschirr abgebraust (die Spatzen findens toll und versammeln sich gleich alle beim Wasser), Auto abgeschlossen und auf gehts!



Der Sand ist glühend heiss, wir quälen uns Schritt für Schritt voran. Die Füsse werden mit jedem Schritt ein paar Hundert Gramm Sand schwerer und die Kameras um den Hals auch. Es lohnt sich aber, unsere Strapazen werden mit einem fantastischen Blick ins Sossusvlei belohnt. Um uns herum erheben sich die Dünen. Ist das heiss! Unser Auto sieht aus wie eine winzige Fata Morgana. Die kühlen Getränke im Kühlschrank machen sich gerade sicher über uns lustig^^





Runter gehts dann viel schneller, leider funktioniert das Rutschen aber nicht so toll wie geplant, ich schlage eine breite Schneise in den heissen Sand^^
Sand Sand Sand überall, in den Haaren, in der Hose und die Schuhe sind gefühlte 5kg schwerer, wir fühlen uns schon selber wie Sand!^^





Am Auto angekommen plündern wir erstmal den Kühlschrank und drehen die Klimaanlage auf. Im Sossusvlei ist es jetzt sehr voll, viel zu voll für unseren Geschmack. Ich will jetzt sofort mit dem Kopf unter kühles Wasser, und so ist der Pool das nächste Ziel, da alle Leute jetzt im Park sind ist er sicher leer.

Meine Wünsche werden erfüllt, wir ergattern sogar eine der wenigen Liegen im Schatten. Wir tauchen unter, kühlen uns ab nach diesem langen, heissen Tag, spülen den vielen Sand ab. Dann dösen wir auf den Liegen ein und holen etwas Schlaf nach.

Am späten Nachmittag machen wir uns wieder auf die Socken in den Park. Düne 45 ist unser Ziel für den Sonnenuntergang, unterwegs sehen wir Springböcke und schöne Dünen im Abendlicht.









Die Dünen glühen wieder knallrot, man kann diese Farben eigentlich nicht beschreiben.









In der Dunkelheit fahren wir zurück. Wir sehen noch eine Hyäne und Schakale, leider reicht das Licht nicht mehr zum Fotografieren. Wir sind vollkommen erschöpft und überwältigt von den heutigen Eindrücken. Wir grillen unser letztes Steak und sinken platt in die Federn. Gute Nacht !!! Morgen geht’s wieder ans Meer ....
Teil 1222. Nov. 2009
...lange hats gedauert... aaaaaber^^ es geht weiter!

Mittwoch, 30.09.2009 - Heiko in der Bronx!


Sesriem Campsite - Die Nacht ist ruhig, kein Vergleich zur windigen letzten. Die gackernde französische Reisegruppe auf dem Platz neben uns verhindert ein Ausschlafen. *grrrrrrrrrrrrrrrrrr*^^

Das Frühstück fällt aus, denn heute ist Tag zwei des ultimativen Apfelkuchentests! Bevor wir uns über Solitaire an die Küste nach Swakopmund aufmachen, besuchen wir aber noch kurz den Sesriem Canyon.









Weiter gehts Richtung Norden, vorbei an einigen Farmen mit Rindern, Schafen und vielen Ziegen.





An Solitaire brettern wir fast vorbei ..... ich schreie grad noch "haaaaaaaaaaaalt da gehts etz links nei!!!" und schon stehen wir vor dieser riesigen Ortschaft. Tanken müssen wir nicht, und so gehts gleich auf in die Bäckerei, der Magen knurrt eh schon 😛







Ein lustiger Mann mit Bäckermütze begrüsst uns, wir schlupfen grad noch vor einer sehr lauten 10-köpfigen Reisegruppe, die im Kleinbus reist, rein. Sofort ist der kleine Raum mit Lärm erfüllt, nach den vielen Tagen der Stille tut das richtig weh in den Ohren! Wir schnappen uns unseren Kuchen und Kaffee und schauen dass wir rauskommen.
Grundsätzlich ist Solitaire ne Enttäuschung. Das Gebäude ist zwar putzig, und auch der Mann mit der Bäckersmütze, der Kuchen steht aber fertig geschnitten auf Styroportellern, daneben Plastikgabeln und Plastiklöffel, man nimmt sich was man will, zahlt an der Kasse. Kantinencharme par excellence!!! 🙁









Wir setzen uns auf eine Bank im Garten und schnaufen erstmal durch. Gleich fällt ja die tolle gackerige Reisegruppe wieder ein.

So, da wären wir nun, bei:

TEIL II unserer ultimativen Apfelkuchencompetition Helmeringhausen vs. Solitaire!

Der Kuchen ist saftig, aber nicht mehr warm. Die Brösel sind lecker, der Kuchen schmeckt etwas zimtig. Der Boden ist so lala, okay, aber nicht überragend. Die Äpfel sind etwas säuerlich.
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Bewertung:

Qualität Kuchen: Helmeringhausen führt hier eindeutig, der Kuchen ist noch leicht warm, die Brösel knusprig, auch der Boden ist leicht bröselig und knusprig, zum Reinlegen. Solitaire ist auch nicht schlecht, aber auch nix Besonderes.

Qualität Kaffee: Helmeringhausen gut, Solitaire gruselig.

Anrichtung: Helmeringhausen liebevoll auf bepuderzuckerten Porzellantellern mit ordentlicher Kuchengabel. In Solitaire isst man von rechteckigen Papptellern mit Plastikgeschirr.

Ambiente: in Helmeringhausen erwartet einen ein gepflegter Garten mit Terrasse und hinreissendem roten schmusigen Kater. Man wird bedient. In Solitaire bedient man sich selbst wie in der Kantine. Der Garten ist nicht sehr gepflegt, der Ort läd nicht grade zum Verweilen ein.

Nochmal Vergleich:


Solitaire


Helmeringhausen

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Fazit:

Solitaire kommt in keinster Hinsicht an Helmeringhausen ran. Wollt ihr also lecker Apfelkuchen futtern, haltet in Helmeringhausen. 😛 Ausserdem lohnt sichs für Katzenfans, und im kleinen Laden nebenan kann man lecker Magnumeis etc kaufen und den Weihnachtsbaum bestaunen.

Die Lärmtruppe Touris hab ich mal aussen vor gelassen, Helmeringhausen ist sicher auch nicht so idyllisch wenn da ne Busgruppe einfällt^^

Da es jetzt im Garten auch wieder laut wird, hauen wir schnell ab!







Es geht weiter über den Kuisebpass, durch Origamilandschaft mit lustig gefalteten Bergen. Es bieten sich immer wieder schöne Ausblicke, die Gesteine sind hier interessant, es glitzert und glimmert am Wegesrand, hier soll ein Eldorado für Geologen sein.











Irgendwann wird die Landschaft wieder weit. Wir halten kurz um ein bisschen was zu trinken. Huch, wir sind in New York angekommen, die Mülltonnen brennen 😄







-Heiko in der Bronx-


Ab jetzt wird die Landschaft immer flacher und eintöniger.




Im Nirgendwo sehen wir Kürben am Wegesrand.





Kurz vor der Küste sind wir wieder in der Wüste angekommen, erst eine Landschaft wie auf dem Mond, menschenfeindlich, flach, hell, eine Einöde wie sie trostloser kaum sein kann ... dann rechts wieder Dünen, diesmal nicht rot, sondern gelb.










Vor uns liegt Walwis Bay, die zahlreichen Kräne der Hafenstadt erheben sich vor dem Atlantik, auf der glitzernden Wasserfläche viele bunte Farbtupfer, Containerschiffe warten hier auf Löschung. Wir biegen nach rechts ab, fahren die restlichen 25km gen Norden an der Küste entlang, links der Atlantik, rechts erheben sich die Dünen der Namib, unser heutiges Ziel ist Swakopmund. Unterwegs sehen wir viele Angler, die direkt von der Küste aus in der Brandung ihr Glück versuchen, sowie einige Quadbiker in den Dünen. Auf der Strasse ist einiges los, es ist ungewohnt wieder so viele Autos zu sehen.




Wir durchqueren Swakopmund und fahren etwas weiter nach Norden, suchen unser Hotel. Auch hier haben wir uns wieder für ein Hotel direkt am Strand entschieden, ein bisschen Wellness nach den Tagen im Zelt und in den Dünen.

Das SeaSide Hotel & Spa liegt direkt bei Mile 4, von aussen eine graue Festung, es ist relativ neu und wurde erst letztes Jahr eröffnet. Beim Einchecken Staunen: es wird schon wieder renoviert, lediglich das unterste Stockwerk von dreien ist bewohnbar, wir beziehen also unser Zimmer im Parterre. Es ist grosszügig geschnitten und hat direkten Zugang zum breiten Strand und eine kleine Terrasse. Wir laden aus und machen uns gleich wieder auf den Weg in die Stadt.







Swakopmund ist eine richtige Touristenstadt, überall werden neue Ferienhäuser gebaut, manchmal richtige Paläste. Die Innenstadt ist hübsch aufgemacht, ein Geschäft reiht sich ans andere, es gibt viel zu sehen und zu bestaunen, leider sind die Preise auch dem Tourismus angepasst ^^ Wer sich hier Afrika vorstellt liegt irgendwie falsch....
Ich probiere eine sagenhafte Halskette in Schlangenform, sie sieht aus wie real ohne kitschig zu wirken, das Metall ist so behandelt dass es grau und stumpf wirkt, passend dazu funkeln als Augen schwarze Diamanten. Leider passt sie trotz eifrigem Bettelns mit ihrem stolzen Preis von ca. 6.000 Euro nicht mehr ganz ins Reisebudget *hust*^^

Ich probiere noch ein riesiges Collier aus Elefantenhaar in das vorne seitlich viele grosse Smaragde eingearbeitet sind, kombiniert mit Platin, den Preis habe ich verdrängt^^. Irgendwann reissen wir uns los, und ich beschliesse dass ich doch noch im Lotto gewinnen muss!

Als Trost kaufen wir uns T-Shirts mit Warzenschweinen drauf, das ist doch auch was! 😄 Da beim Tug für heute Abend kein Tisch mehr frei ist (wir reservieren dann gleich für morgen den letzten verfügbaren Tisch) und auch Grapevine ausgebucht ist, fragen wir bei Charlys Desert Tours nach einer Restaurantempfehlung und buchen für übermorgen früh gleich die Living Desert Tour mit Chris. Man empfiehlt uns De Kelder, wo wir auch gleich einen Tisch für 18:30 reservieren, denn der Apfelkuchen hat nicht lange angehalten und die Schwarte kracht!















Wir bummeln noch ein bisschen und ich erstehe in der Buchhandlung mein erhofftes Kochbuch "My hungry heart" (mir hungert ganz schlimm der Magen), das ich mir auf der Zebra River Lodge angeschaut hatte. Punkt halb sieben stehen wir bei De Kelder auf der Matte und bestellen gleich. Die schauen uns schon ganz komisch an *g*

Die obligatorischen Austern für mich, danach eine Fischpfanne, für Heiko Spargel und Seezunge. Sehr lecker ist auch wieder der Nederburg^^

De Kelder liegt ein bisschen versteckt und hat so irgendwie gar nix afrikanisches an sich. Ich möchte schon fast "Buona sera!" plärren, weil ich mir wie in einer typisch italienischen Trattoria vorkomme. Rustikale Fliesen, farbige Wände mit vielen Bildern, die typisch italienischen Tische und Holzstühle, es ist sehr gemütlich und wir machen es uns bequem.






Das Essen ist sehr lecker, und einige Einheimische, der Begrüssung nach Freunde der Inhaber, kommen nach einer Weile zum Essen.

Nach einem leckeren Nachtisch, der mir aber grad beim besten Willen nicht mehr einfällt, fahren wir zum Hotel zurück und sinken in die Federn. *g* schnarch^^
Teil 1325. Nov. 2009
Hallo Peter,

ich muss gestehen das Buch kenne ich nicht 😛

Naja und der Apfelkuchen ist dann als Frühstück doch verlockender als so ne olle Höhle .... 😄 ... nix für ungut!

@jana: ich bin neidisch!!!! *g*

... aber weiter gehts^^

Donnerstag, 01.10.2009 - Seehunde mögen keine Austern!

*pieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeep* ... schon wieder der doofe Wecker ..... *grml* ...naja Ausschlafen kann man ja daheim. 😛

Wir ziehen uns warm an, denn heute gehts auf die See! Pünktlich um 7 Uhr sitzen wir am Frühstückstisch und sehen auch gleich welches Problem unser Hotel hat: alles beschlägt. Die Luftfeuchtigkeit im Raum ist immens hoch.
Das Frühstücksbuffet ist aber gut, wir schlagen uns erstmal den Bauch voll, damit wir den Seegang auch voll auskosten können.

Dann fahren wir im Berufsverkehr nach Walwis Bay, es ist sehr viel los. Unser Ziel LEVO Tours ist aber gut ausgeschildert und schnell gefunden. Wir trinken erstmal Kaffee und warten auf die restlichen Mitstreiter. Nach und nach werden die Boote mit einem DEFENDER *seufz* ins Wasser gelassen. Wir beobachten derweil Leute beim Austernsäubern, es riecht total fischig *bäääääääääääääh*
Das Wetter ist gut, bewölkt, aber nicht neblig.







Nachdem das erste Boot im Wasser ist dauert´s nicht lange, da reckt auch schon ein Seehund die Schnauze aus dem Wasser. Aha, da wartet wohl wer auf Frühstück!



Auch ein neugieriger Pelikan kommt uns gleich besuchen.





Wir wackeln über die Planke und nehmen im Boot Platz, der erste Seehund Casanova kommt gleich ins Boot und bekommt Leckerli. Lustig ist das Fell: aussen ganz glatt und nass, innen plüschig und komplett trocken!






Seehunde haben lustige Fussnägel ^^

Wir fahren los, aus dem Hafen raus. Hier gibt’s viele Containerschiffe, Kräne und Trockendocks.







Bald kommen die ersten Besucher, Pelikane und Möwen. Sie werden im Flug gefüttert, die Pelikane landen und sperren ihre grossen Schnäbel auf.













Die Schiffe die man sieht sind teilweise beängstigend rostig und gruselig. Trotzdem machen sie sich gut vor den Dünen im Hintergrund.







Möwen sitzen am Strand




ein schlafender Seehund ^^

Kormorane bevölkern Schiffe










Wir steuern auf eine Landzunge zu.




Hier gibts eine grosse Kolonie Seelöwen, man hört schon von weitem das Geschrei, denn die Paarungszeit beginnt gerade *g*. Auch im Wasser tummeln sich viele und kommen neugierig an die Boote.









Die Tiere sind sehr verspielt und springen um die Wette.













Es dauert nicht lange und wir sichten die ersten Delfine, zuerst die kleinen Begueladelfine und später dann Tümmler. Alle versuchen sie zu fotografieren, leider sieht man auf den Bildern aber hauptsächlich Wasser Wasser und nochmals Wasser 😄











In der Lagune sichten wir dann noch einige Flamingos.





Sehr interessant sind auch die Austernbänke. Die Austern sind hier nicht heimisch, sondern werden importiert. Der nährstoffreiche Benguelastrom lässt sie doppelt so schnell waschen als anderswo!







Wir suchen uns einen schönen Ankerplatz und Charl, unser Bootsfahrer deckt den Tisch. Es gibt kalte Getränke, Sekt, Häppchen und frische Austern, die er vor unseren Augen öffnet. Während wir genüsslich die Austern schlürfen und die kalten Platten plündern, bekommen wir Besuch von Sally, einem weiteren Seehund.










Heiko probiert mal wieder ne Auster, beschliesst dann aber dass sie ihm immer noch nicht schmecken ^^

Sally surft gerne hinter dem Boot her, und ist recht verfressen und hartnäckig. Nachdem bei uns nix mehr zu holen ist, wird einfach das nächste Boot angesteuert. 😛













Auf dem Rückweg nach Walwis Bay begleitet uns noch eine lustige Flugstaffel Pelikane.















Pelikane haben lustige Frisuren^^





Um 13 Uhr ist unser Ausflug zu Ende und wir wackeln wieder über die rutschige Planke an Land.



Noch ein paar Hafenimpressionen:









Da wir von unserem Imbiss gut gesättigt sind, verzichten wir aufs Mittagessen, gehen schnell einkaufen da wir ja die nächsten drei Nächte campen und steuern dann den Spa unseres Hotels an.
Nach ner halben Stunde heissen Whirlpools sind wir zusammengeschrumpelt und eigentlich bettschwer^^ ... wir legen uns noch kurz hin und ruhen uns aus, dann raffen wir uns aber auf um vor dem Abendessen im Tug noch die Mondlandschaft bei tiefstehender Sonne und ein paar Welwitschias zu sichten.





Die Mondlandschaft wirkt wirklich nicht wie von dieser Welt. Sie sieht aus wie eine aufgerissene, zerklüftete dunkle Narbe. Ob die Amerikaner hier gedreht haben? *g* Zuzutrauen wär´s ihnen ja, zumal es in Swakop sicher besseres Essen gibt als im Weltraum 😛


















Während wir zu zweit so albern rumphilosophieren und an der Mondlandschaft den Trail gen Osten fahren, entdecke ich plötzlich meine erste Welwitschia. Heiko meinte vorher immer die sind sicher auch so ein Mythos weil ich so lange vergeblich Ausschau gehalten habe, aaaaaaaaaaaaaaber: da isse!
Ich bin sehr stolz drauf sie gefunden zu haben, nur Heiko findet sie wieder völlig unromatisch hässlich ^^


-Welwitschia mirabilis-









Wir entdecken ein zweites Exemplar, das sogar blüht, und einige Kilometer weiter ein weitere recht grosse Pflanze. Da die Sonne schon recht tief steht, entscheiden wir uns gegen das grosse eingezäunte Exemplar 15km weiter und für den Rückweg.







Wir stoppen noch mal kurz bei der Mondlandschaft, da die Sonne nun schon recht tief steht.






Inzwischen knurren die Mägen bedenklich und so düsen wir zum Tug. Wir sind zu bald dran und so gehe ich noch im Laden unten shoppen, eine edle Kette aus Strausseneierschalen mit mattiertem Silber für mich, ein Giraffenshirt für meine Nichte und eine wunderschöne bedruckte beige Tischdecke mit Tierbabymotiven für unseren Esszimmertisch. Unser letzter ergatterter Platz im Raucherbereich des Tug entpuppt sich als echtes Schnäppchen, hier ist mehr Platz und Luft als hinten und der Lärmpegel deutlich niedriger. Rauchen tut trotzdem keiner ^^





Bestellt ist schnell, Schnecken und Fischkebap für mich, Lachs und Kingklip für Heiko, es ist sehr sehr lecker und die Portionen sind ordentlich. Obwohl das Lokal rappelvoll ist, ist der Service hervorragend und das Essen kommt sehr schnell. Das nenn ich mal durchoganisiert!





Ich bin noch stunden-... achne TAGELANG total verknoblaucht.... die Schnecken!!! *ggg*

Pappsatt fahren wir zum Hotel zurück und hauen uns noch kurz in die Sauna, die wir für uns reserviert haben. Die gibt uns entspannungstechnisch noch den Rest, und so wackeln wir fix und fertig in unseren Bademänteln den kurzen Gang in unsere Zimmer, lassen uns aufs Bett fallen und sind erschöpft von den vielen heutigen Eindrücken augenblicklich eingeschlafen.
Teil 1428. Nov. 2009
Freitag, 02.10.2009 – Rendezvous mit der wahren White Lady 😉

Heute klingelt der Wecker etwas später, denn heute werden wir abgeholt! Das Frühstück ist wieder lecker und Heiko bekommt heute sogar seinen Kakao. Weil wir heute entgegen aller Tipps noch an den Brandberg weiterfahren wollen, haben wir schon ausgecheckt und das Auto abreisefertig auf dem Hotelparkplatz abgestellt.

Chris holt uns pünktlich um 10 vor 8 standesgemäss mit seinem Landrover Defender ab. *seufz* ^^ Wir fahren wieder zurück nach Swakopmund und lachen schon die ganze Fahrt über - Chris ist ein wahnsinnig sympathischer und witziger Typ.

Wir holen noch zwei andere Pärchen ab, dann kann´s losgehen in die Dünen! Vorher hält Chris aber noch einen Vortrag über seine Freunde, die Quadbiker. Die zerstören seit Jahren die Wüste durch Querfeldeinfahren, auf den ebenen Fläche wo kein Sand sondern kleine Steinchen liegen verweht der Wind die Spuren nicht, sie bleiben Jahrhunderte lang zu sehen!
Chris demonstriert das anschaulich an der Ochsenwagenspur aus dem letzten Jahrhundert, die immer noch perfekt zu sichtbar ist. Vor einiger Zeit hat er ein Flugzeug gechartert und Luftaufnahmen gemacht, überall ziehen sich die Kreise und Fahrrillen, was darunter liegt ist unwiederbringlich zerstört. Und wieviel darunter lebt sollen wir heute noch sehen .....

Die Aufnahmen hat er an die Regierung geschickt, die nun endlich erste Massnahmen eingeleitet hat, nicht viel, aber immerhin ein Anfang. Kaputt wird die Wüste natürlich trotzdem bleiben. Man merkt wie sehr ihm diese Sache am Herzen liegt und wie er sich seit Jahren dafür einsetzt. Etwas bedrückt setzen wir unseren Weg fort, trotzdem ist es bewundernswert und unterstützenswert dass es Menschen gibt die sich so einsetzen.

Direkt nach der Brücke Richtung Walwis Bay geht´s links rein und wir halten an der ersten Düne und steigen aus. Chris erklärt uns als erstes dass es hier seit einem Jahr nicht geregnet hat, die Pflanzen aber durch Nebel- und Taubildung überleben und wahnsinnig viel Wasser speichern. Die Pflanzen schmecken bitter und schützen sich so vor Tierfrass. Wie Tiere hier durch "Müsli" überleben können veranschaulicht uns Chris mit lustigen Sandmalereien.
















Es dauert nicht lange und wir haben unser erstes Tier gefunden, den Bau einer Carparachne aureoflava der berühmten "Dancing white Lady", die endemisch in der Namib lebt. Es ist ein grosses Tier und Chris möchte sie nicht ausgraben, so halten wir nach Bauten von kleineren Exemplaren Ausschau. Es dauert nicht lange und er findet einen, Chris gräbt und gräbt und gräbt, der Gang ist sicher 60cm tief in die lockere Düne gebaut. Das Spinnchen ist schnell gefangen und geht gleich mal in Abwehrstellung. Was für ein wunderschönes Tier !!!! (leider fehlen mir hier alle Macros die ich gemacht habe. Sobald ich sie öffnen und bearbeiten kann reiche ich sie nach!)








Als nächstes findet Chris die Spur eines Skinks. Ein paar beherzte Schaufelbewegungen in den Sand, und schon liegt er vor uns.

Wir gehen ein paar Meter weiter und finden ein grosses Chamäleon. Es sitzt gut getarnt neben einem Stein und schaut sich die Umgebung an.







Chris packt einen schwarzen Käfer aus, den das Chamäleon auch sofort erspäht und sich auf den Weg macht. Dabei wechselt es seine Farbe dem Boden entsprechend und pirscht sich ran.
Schwupps, schon klebt der Käfer an der langen Zunge und wird einverleibt. Mahlzeit! *g*

















Dann entdeckt Chris noch ein kleines Chamäleon. Das grosse verzieht sich derweil in einen kleinen Busch^^










Während wir noch das Chamäleon bewundern, hat Chris das nächste Tier entdeckt: die Spur einer Sidewinderschlange verrät ihr Versteck. Mit dem Schlangenhaken ist sie schnell aufgestöbert, schnell schlängelt sie über dem Sand und macht dabei ihrem Namen alle Ehre und vergräbt sich ruckzuck unter der nächsten Pflanze. Nur noch die Augen sind zu sehen, für das ungeübte Auge und für Beute unsichtbar












.
Dann entdeckt er noch Spuren des Palmato-Geckos, ein nachtaktives, sehr lichtempfindliches Reptil mit intensiver Farbgebung. Schnell ist der arme Kerl ausgegraben, wir bewundern die Färbung, fotografieren schnell und dann setzt Chris ihn wieder in ein vorgegrabenes Sandloch, wo er sich schnell wieder eingräbt und gegen Sonne und Hitze schützt.





Wir setzen unseren Weg im Auto fort, finden noch eine weitere Sidewinder und Silberfischchen, die ganz unten in der Nahrungskette stehen. Sie ernähren sich von dem "Müsli", Pflanzenresten die der Wind anweht und die sich an den Dünen sammeln. Chris erzählt uns viel über die Dünen und das viele Leben, das sich fast unsichtbar unter der Sandoberfläche tummelt.

Am Seitenhang einer Düne gräbt Chris kleine Wüsteneidechsen aus. Sie schimmern golden im Sonnenlicht und beissen sich am Ohr fest.^^








Wir befahren eine hohe Düne, immer im Tiefsand oder auf vorhandenen Wegen, denn der wird vom Wind regeneriert. Die Aussicht ist atemberaubend, die Dünen sind goldgelb- schwarz- rot changierend. Die schwarze Farbe kommt von Eisenspänen, Chris demonstriert mit einem Magneten wie eisenhaltig der Sand hier ist. Ein schwarzer Igel entsteht!








Die rote Farbe kommt von winzigen Rubinen, klein wie Sandkörner und kleine Quarzsteinchen, Chris hat ein paar gesammelt, tiefroter glitzernder Sand.
























An dieser Stelle muss ich mal Werbung für Chris machen *hust^^ .... er hat schon viel vom Forum gehört und ich hab ihm versprochen, allen zu erzählen dass diese Tour wirklich genial ist. Und das ist nicht übertrieben!
Ich finde es ausserdem sehr gut so engagierte Leute wie Chris zu unterstützen.





Wir fahren auf und ab über die Dünen und haben irgendwann einen atemberaubenden Blick aufs Meer. Wir steigen ein letztes Mal aus, machen Rast und geniessen die Aussicht die sich uns bietet.



Chris fährt uns zurück zum Hotel, wo wir gleich ins schon gepackte Auto springen und gen Norden düsen. Unser heutiges Ziel ist der Brandberg, wo wir zwei Tage campen wollen. Auf der Salzstrasse die die Küste entlangführt kommen wir sehr zügig voran. Einige Kilometer hinter Swakopmund sichten wir ein Wrack im Meer. Am Strand entdecken wir angespülte Quallen und bunt schimmernden Schaum.












Kurz vor Henties Bay biegen wir rechts ab und fahren wieder ins Landesinnere. Die Gegend wird wieder sehr öde, ganz flach und farblos. Die Gravelpad ist sehr breit und ausgezeichnet zu befahren, auch hier kommen wie sehr zügig voran denn zu sehen gibt es ohnehin fast nix.



Nach ca. zwei Stunden erreichen wir Uis, an den Strassenseiten werden an Verkaufsständen Halbedelsteine angeboten, oft stehen Ziegen als Begleitschutz Spalier.

Kurz vor Uis biegen wir links zum Brandberg ab, schon von weitem haben wir das grosse Bergmassiv gesehen.












Hier herrscht ein ganz eigenes Microklima, in dem viele Tier- und Pflanzenarten endemisch leben.
Der Weg zur Lodge ist gut beschildert und so checken wir nach kurzer Farmpad an der Rezeption ein. Die Lodge liegt wunderschön mit tollem Blick auf´s Bergmassiv und die umliegende Savanne. Es ist wahnsinnig heiss hier. Mein grösster Wunsch wird direkt an der Rezeption erfüllt: die Elefanten, die hier wild leben, befinden sich just in diesem Moment direkt im Campingplatz!

Der Weg dorthin ist schnell erklärt und wir haben auch freie Wahl bei unserem Stellplatz für die nächsten beiden Nächte! Aber an Zeltaufbauen denkt jetzt niemand, wir wollen die Elefanten sehen. Wir kurven ein bisschen über den wunderschönen grosszügigen Platz und schon sehen wir eine grosse Herde Dickhäuter. Wir nähern uns mit dem Auto und bleiben in gebührender Entfernung stehen, die Herde bewegt sich gemächlich und knabbert an den Bäumen rum. Es ist ein wunderschönes Erlebnis diese grossen Tiere so nah in freier Wildbahn zu beobachten. Die Kleinsten werden von den Mädels behütet, ein Bulle bildet das Schlusslicht und sichert die Herde nach hinten ab.
















Irgendwann reissen wir uns los und suchen uns einen schönen Platz für die heutige Nacht. Alle Plätze haben Wasseranschluss und Toiletten- und Duschhäuschen stehen stets in der Nähe unter freiem Himmel. Toll!

Schnell ist das Zelt aufgebaut und das obligatorische Feuerchen brennt. Wir halten weiterhin Ausschau nach den Elefanten, aber die Herde hat sich in die Gegenrichtung aufgemacht. Ich nehme erstmal eine erfirschende Dusche und kühle mich etwas ab.
Die Sonne versinkt neben dem Brandberg und färbt den Himmel rot. Wir lassen uns dazu unser Oryxfilet schmecken.








Wir beziehen unser Bettchen im Zelt und sind auch schnell eingeschlafen. Ob wir heute Nacht wohl nochmal Elefantenbesuch bekommen?
Teil 1529. Nov. 2009
Samstag, 03.10.2009 – Auf heissen Sohlen zur falschen White Lady!


Die Nacht war ruhig - keine Elefanten 🙁 Dafür wars recht frisch, was für mich sehr angenehm war.

Der Sonnenaufgang weckt uns und wir spitzen aus dem Zelt: das riesige Massiv des Brandbergs glüht in der aufgehenden Sonne dunkelrot. Ich stehe schnell auf und mache ein paar Fotos. Das Brandbergmassiv ist mit dem 2573m hohen Königstein übrigens die höchste Erhebung in Namibia.






- Heiko döst noch etwas weiter *ggg* -







Lustige kleine Perlhühner flattern und gackern auf den grossen Ästen der Akazie auf unserer Campsite rum und rennen mit stolz geschwollener Brust über den Platz, es ist wirklich zum Schreien komisch wie sie rumwuseln.



Heiko stellt derweil Wasser auf weil wir schön frühstücken wollen. Mit lecker BakedBeans, Speck, Eiern, Kaffee, Milch, Maracujas, Cornflakes, Nutella und Toast kann der Tag beginnen! Wir lassen es heute ruhig angehen und geniessen die tolle Aussicht und Umgebung. Die Campsite ist wunderschön und die Plätze sehr grosszügig. Durch die vielen Bäume und Büsche bekommt man vom weit entfernten Nachbarn praktisch gar nix mit. Beim Frühstück bekommen wir Besuch von einem zahmen Springbock, der sich auch streicheln lässt und mich immer wieder auf die Hörnchen nimmt.











Nach ausgiebigem Frühstück bauen wir unser Zelt ab, da wir die 20km Kilometer zur White Lady fahren wollen. Es wird schon ziemlich warm jetzt nachdem die Sonne aufgegangen ist. Die Strasse endet in einem Parkplatz und einem überdachten Platz, wo die Führer warten. Wir bezahlen den Eintritt und unser Guide macht sich mit uns auf den Weg. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu mutwilligen Zerstörungen an den Felsmalereien, so dass man die berühmte weisse Dame offiziell nun nur noch in Begleitung besuchen darf.

Wir wandern durch das trockene Flussbett des Tsisab, erst vorbei an pechschwarzen Steinen (der Brandberg ist vulkanisch), dann durch erstaunlich üppige Vegetation, wir durchqueren auch einige Male seichtes Wasser, hier wächst sehr dichtes hohes Schilf. Wir sehen Klippschliefer und Libellen, Fussabdrücke verraten aber auch andere grössere Bewohner hier.

















Der Weg steigt langsam und fast unmerklich an und wir kommen ganz schön ins Schwitzen bei dem zügigen Tempo, das unser Guide vorlegt. Inzwischen brennt die Sonne auch recht unbarmherzig auf unsere Köpfle und die Hitze staut sich in dem engen Flusstal.







Nach ca. 45 Minuten sind wir kurz vor dem Ziel und total fix und fertig^^ .... wir rasten kurz und unser Guide erklärt uns die Geschichte dieses uralten, spirituellen Ortes. Dann steigen wir die letzten paar Stufen auf und stehen vor der weissen "Dame", die keine ist. Es soll sich dabei um einen Schamanen mit weisser Körperbemalung handeln, der mit Pfeil und Bogen ausgerüstet ist. Um ihn herum sind zahlreiche andere Figuren abgebildet, andere Männer, Frauen und Tiere. Man schätzt das Alter der Zeichnungen auf ca. 2000-4000 Jahre. In diesem Tal gab es also schon vor Tausenden von Jahren menschliches Leben.





Wir geniessen die Stille und die Besonderheit dieses Ortes und sitzen einige Minuten schweigend da.

Dann machen wir uns auf den Rückweg, es ist jetzt noch viel heisser geworden aber es geht nun bergab und läuft sich viel leichter. Unser Guide schätzt die Temperatur auf 45 Grad!







Wir hören von ganz weit her den Pool nach uns schreien!!!









Die Brandberg White Lady Lodge hat 2 Pools, einer davon für afrikanische Verhältnisse recht gross. Er ist angenehm kühl und erfrischt wunderbar.
Lediglich die plärrenden Kinder südafrikanischer Touristen stören etwas die Ruhe *grrrrrr*
Wir bestellen uns an der Bar Salat und Sandwiches und für heute abend einen Platz im Restaurant, es soll Oryx Stroganoff und Game Steak geben!

Wir verbringen den Nachmittag gammelig am Pool, lesen ein bisschen Reiseführer, dösen vor uns hin und bewundern den Ausblick auf den Brandberg und den Springbock, der sich inzwischen um das Kürzen des Rasens um den Pool herum kümmert. Wir sind sogar zu faul um Fotos zu machen 😛

Am späten Nachmittag kehren wir zur Campsite zurück und schauen wieder nach den Elefanten, leider sind sie wohl anderweitig unterwegs. Ich nutze die Zeit, wasche ein paar Teile Wäsche und zweckentfremde eine Akazie als Wäscheständer. Dank des recht starken Windes ist das meiste auch ruckzuck trocken. Den Sundowner geniessen wir bei einem kalten Bier und einer Runde Yatzee auf unserem Platz.










- Eselsbesuch am Auto^^-



Der Brandberg wird bei untergehender Sonne zu einem bedrohlich eindrucksvollem dunkelvioletten Massiv. Gleich nach Sonnenuntergang wird´s frisch, und so ziehen wir uns wärmer an und machen uns auf den Weg zum Restaurant, wohlweislich mit dem Auto denn wir wollen nicht zu Fuss zwischen eine eventuell vorbeiziehende Elefantenherde kommen, was wohl schon passiert ist.



Leider ist eine Busgruppe eingefallen und so gibts dann doch Buffet 🙁
Der angebotene Oryx ist aber trotzdem lecker, ebenso wie das Hühnchen. Als Nachtisch gibts Kuchen. Da wir wegen des doch recht anstrengenden langen Tages mit Wahnsinnshitze recht fertig sind, werden wir heute nicht alt und machen uns nach dem Essen in der Dunkelheit auf den Weg zurück zu unserer Campsite.


Der Vollmond strahlt und die ganze Umgebung liegt im fahlen, aber doch sehr hellen Licht. Wir werfen scharfe Schatten im Mondlicht während wir unser Zelt aufklappen.
Es ist unglaublich ruhig, nur ab und zu knacken Zweige und verraten das viele Leben, das sich hier in den vielen Büschen und Bäumen versteckt. Wo wohl gerade die Elefanten sind?




- unser Auto im Mondlicht -

Heiko bastelt sich in Vorfreude auf eine weitere kühle Nacht sein Inlay in seinen Schlafsack, ich beherrsche mich und mache mich nur kurz lustig und lasse dann demonstrativ meinen Schlafsack als Decke offen und geniesse die Kühle der Nacht 😛
Teil 1601. Dez. 2009
Sonntag, 04.10.2009 – die Antarktis-Expedition!


Nachts höre ich Schritte vor dem Zelt! Herrjeh, das wird doch nicht etwa ein Elefant sein..... aufgeregt spitze ich durch mein offenes Zeltfenster raus. Eine Kuh trottet in aller Seelenruhe im hellen Mondlicht vorbei. Na toll! Ich rolle mich wieder ein und genehmige mir noch eine Mütze Schlaf.


Da wir heute wieder eine etwas längere Fahretappe haben, brechen wir ohne grosses Frühstück auf. Ein Müsliriegel und ein kalter Saft müssen heute erstmal reichen^^

Wir fahren gen Norden nach Khorixas, vorbei an vielen Verkaufsständen von Herero- und Himbafrauen.









Auch Halbedelsteine werden wieder verkauft. An einem Stand halten wir an, eine junge Hererofrau verkauft Püppchen und Ketten, die Püppchen finde ich albern aber die Ketten schauen hübsch aus und so kaufe ich zwei. Sie fragt ob wir was zu essen dabei hätten und deutet auf die drei Kinder, die sich um sie drängen .... wir geben ihr ein paar gekochte Kartoffeln ab und etwas Käse aus dem Kühlschrank.







Unterwegs sehen wir lustige Trappen und Vogelsträusse!







An einem Halbedelsteinstand halten wir an, ein älterer Mann kommt dazu und will uns etwas verkaufen, leider gefällt uns aber nix. Ein winziger Hund kommt angelaufen. er schaut absolut erbärmlich aus und man kann gar nicht sagen ob er schon sehr alt oder noch sehr jung ist. Der Hund läuft vors Auto, der Mann lacht nur, es ist ihm egal.... ich kriege so eine Wut und gucke Heiko an, der sagt aber entschieden NEIN und schüttelt mit dem Kopf. Ich überlege fieberhaft, im Flieger im Hundetragehandtäschen als Handgepäck wärs mit Attest kein Problem, aber nach Palmwag in die Konzession kriege ich ihn nicht rein, nach Otjitotongwe auch nicht, nach Etosha schon gar nicht..... der Verstand siegt gegen den Spontanreflex, das arme Bündel einfach einzupacken und zu versorgen. Der Anblick sollte mich aber noch den ganzen Urlaub verfolgen ......




In Khorixas tanken wir erstmal auf und gehen in den Supermarkt. Ich erstehe zwei Gewürzkuchenstückchen aus dem Kühlregal mit Zuckerglasur und bunten Streuseln und komme mir vor wie in der Adventszeit. 😄 Ausserdem erstehen wir etwas Gemüse und kalte Getränke sowie einige obligatorische geschnitzte Nüsse an der Tankstelle -.- Allerdings sehr schön gearbeitete!








Weiter gehts Richtung Westen ins Damaraland. Ich halluziniere: an den Strassenrändern reiht sich eine Welwitschia neben die andere. Heiko meint aber dann ich hätte doch grad nen lichten Moment, und so steigen wir aus: tatsächlich, kleine Welwitschias, mittlere Welwitschias, grössere Welwitschias ....ein Welwitschiatraum, ähm.... ein Traum für Welwitschia-Freaks hier! Heiko findet die Pflanze leider immer noch hässlich ..... *g*





Es wird gebirgiger und die Berge haben eine ganz eigene charakteristische Form. Wir fahren vorbei am Mowani Mountain Camp (ich mache kurz "grml") und weiter Richtung Palmwag.




- Verkaufsstand an der Strasse-










Kurz vor Palmwag passieren wir die Veterinärskontrolle zur Eindämmung der Maul und Klauenseuche und unsere Fahrzeugnummer wird notiert. Da wir nicht schäumen und unsere Fussnägel normal aussehen, dürfen wir passieren. Noch 4 Kilometer und wir erreichen unser heutiges Ziel, die Palmwag-Lodge!







Die macht ihrem Namen alle Ehre, sie liegt an einem Fluss und ist von Palmen umgeben. Wir checken ein und lassen uns unseren Overflow-Campingplatz zeigen. Irgendwie enttäuscht er uns: die Landschaft ist einmalig schön und weit, die Lodge wunderhübsch, die Pools mit Bar ein Traum .... und die Campsite eng. 🙁 Sie hat zwar Wasser- und Stromanschluss, aber wenig Charme und die Nachbarn sind gleich nebendran.






Unser Auto wird gleich belagert von „unseren Freunden mit den Schnäbeln“. Die zeigen sich äusserst interessiert am Gummi unserer Scheibenwischer :/







Wir melden uns für den Gamedrive um 16 Uhr an und legen uns bis dahin erstmal an den Pool und genehmigen uns ein kaltes Bier. Die Palmen wiegen sich über uns im Wind. Schöööööööööön^^













Der Gamedrive startet pünktlich und wir fahren durch das riesige Konzessionsgebiet und suchen Elefanten. Wir sichten Bergzebras mit Jungtieren, Springböcke, Dik Diks, Giraffen und Kudus ... von Elefanten keine Spur. Aber gut, wir sind ja vom Brandberg verwöhnt^^


















Unser Guide erklärt uns einiges zur Flora und Fauna hier.









Die Landschaft ist wunderschön und die Farben sind warm und weich. Wir passieren Flussbetten die auch Wasser führen und sehen sogar Fische.











Auf einer Anhöhe halten wir für den obligatorischen Sundowner und geniessen auf liebevoll eingedecktem Tisch Gin Tonic, Chips, Droewors und andere Leckereien.











Der Sonnenuntergang ist auch heute wieder wunderschön, allerdings wirds danach sofort eisig. Unser Guide teilt grüne Ponchos aus, die erstmal für einige Lacher sorgen - das sollte sich schnell ändern, denn nach wenigen Fahrmetern ist jeder glücklich einen zu haben und kuschelt sich rein.


- ein grüner lustiger Waldwichtel-



Es ist so kalt dass man den Atem als Rauch sieht ^^
Lustige grüne Waldwichtel, eisige Kälte, da kommt ja schon fast Weihnachtsfeeling auf! Jetzt ein Glühwein und heisse Maroni, na das wärs noch für unsere lustige Truppe hier 😄




Der Mond geht dramatisch und schnell am Horizont auf, was für ein Schauspiel!



Im Dunkeln kommen wir in der Lodge an, der Drive hat 4 Stunden gedauert!



Ich wollte heute eigentlich im Potjie Lammbeinscheiben in Sherry mit Zwiebeln schmoren, allerdings würde das bestimmt 1,5 Stunden dauern, bis dahin sind wir entweder verhungert oder erfroren^^. Heiko wird in seiner Hungersnot grosszügig und beschliesst mich zum Essen in der Lodge einzuladen 😄

Wir bekommen den letzten freien Tisch und werden gleich sehr zuvorkommend bedient, obwohl wir total verfroren und noch zauselig vom Drive am Tisch sitzen. Manche Gäste haben sich total aufgebrezelt .... irgendwie wirkt das hier im Nirgendwo total fehl am Platz. O_o

Der Oryx ist etwas versalzen, aber ansonsten ist das Essen nicht schlecht. Wir wärmen uns auf und lassen den Tag ausklingen. Nach einem Bananen-Schokokuchen schleichen wir zurück zu unserer Campsite und kuscheln uns in die Schlafsäcke. Und heute bleibt auch meiner mal zu! *bibber*



Gute Nacht! 🙂
Teil 1705. Dez. 2009
...jop, weiter gehts!




Montag, 05.10.2009 – „.... mal wieder fast wie daheim“


Die Nacht ist eisig und laut. Irgendwelche zwei Honks unterhalten sich offensichtlich angedüdelt dermassen lautstark, dass ich überlege rauszuklettern und mich zu beschweren. Irgendwann wird´s dann doch ruhiger und ich schaffe es zu schlafen. Der Zeltplatz ist definitiv zu eng. Mein Schlafsack ist immer noch zu und ich vermute dass der fröstelige Mann neben mir mit den Zähnen klappert *g*

Der Sonnenaufgang ist wieder sehr eindrucksvoll und sobald die Sonne da ist wird´s auch schön warm. Ich gehe in der kalten Dusche duschen *brrrrrr*, Heiko weigert sich *g*. Heute haben wir nur eine sehr kurze Fahrstrecke und so wird mal wieder ausgiebig gefrühstückt. Während die Spiegeleier brutzeln betteln viele viele Vögel unterschiedlichster Arten Heiko um Cornflakes an.

Wir checken aus und machen uns auf die Socken. An der Klauenseuchenkontrolle dürfen wir unser schönes Fleisch und die Boerewors abgeben. Toll, das hat uns keiner gesagt, auch nicht als wir reingefahren sind .... Heiko ist stinkesauer. Wir werfen unser Fleisch eigenhändig auf den Müll und machen noch Erde drauf .... das soll keiner rausziehen und sich selber einverleiben! Schade um das gute Essen .... !!! 😵

Aber alles Jammern hilft ja nix und so geht’s dann halt weiter!















Es geht gen Osten nach Kamanjab, vorbei an vielen Lehmhäusern und Ziegen.





Unterwegs sehen wir den Kadaver eines Kudus.



In Kamanjab tanken wir. Ansonsten ist hier nicht viel los, ein Supermarkt und viele Leute die auf der Strasse rumhängen und versuchen, uns mal wieder die obligatorischen Nüsse zu verkaufen. Auch viele Himba sitzen hier an den Strassen rum.












Nach 18km Fahrt Richtung Etosha ist unser heutiges Ziel erreicht, ein Schild weist uns den Weg links in die Farmpad: Otjitotongwe.



Ich hab Heiko nicht verraten was uns dort erwartet, und so fahren wir gespannt durch das grosse Areal und spitzen nach links und rechts. Irgendwann bekommen wir unerwarteten Gegenverkehr: eine pubertierende Giraffe stolziert auf der Strasse rum und kommt neugierig näher.





Ich kurble mein Fenster runter und öffne leicht die Türe. Ein riesiger Kopf kommt ins Wageninnere 🤩 !





Aha, da ist also wer neugierig^^

Ich streichle dieses riesige Tier, was ihm anscheinend gut gefällt. Irgendwann hat er genug und trottet wieder davon, vielleicht will er schauen wer heute noch alles kommt. Wir fahren weiter und stehen bald vor dem Farmhaus, ein hoher Zaun umgibt das Anwesen, und auf dem riesigen Tor prangt ein Schild dass man klingeln soll und das Tor ja nicht aufmachen darf. Heiko ist neugierig, darf da was nicht rein oder raus? ^^




AHA! 🤩

Wir klingeln und werden freundlich von Tollie Nel begrüsst. Er begleitet uns mit seinem Geländewagen zur Lodge, die wenige Kilometer weiter im Busch liegt. Wir bekommen den Schlüssel für unser putziges Chalet und Tollie zeigt uns noch den grosses Pool und das Restaurant, wo wir heute zu Abend essen werden. Um 16 Uhr werden wir für die Cheetah Fütterung abgeholt!





Bis dahin faulenzen wir, planschen im Pool, lesen und schauen ob sich am Zaun, der die riesigen Gehege umgibt was tut. Zu sehen sind aber wieder mal nur "unsere Freunde mit den Schnäbeln" 😄




Gegen 16 Uhr erscheint Tollie mit Landrover und Anhänger, auf dem wir mit ein paar anderen Leuten Platz nehmen.

Als erstes geht’s zurück zum Farmhaus. Wir laufen einmal rund ums Haus und sehen und plötzlich Auge in Auge mit 3 Geparden und einem Hund O_o
Die Geparden liegen auf dem Rasen rum, das Jungtier spielt wie verrückt mit dem Jack Russel Terrier. Die beiden jagen und kämpfen, sobald einer vom anderen ablässt schleicht sich der andere wieder an, greift an und das Spiel beginnt von Neuem. Die beiden könnten als Unterhaltungsprogramm auftreten 😄






- Jacarandabaum-



Wir können die Geparden anfassen und streicheln, das Schnurren ist um einiges lauter als bei Mehmet^^













Nach einer Zeit gibt’s dann Fressi und jeder verteidigt sein Stück Fleisch und zuzelt genüsslich dran rum. Auch der Jack Russel verteidigt es, hat aber dann gegen Gepard Junior doch wieder keine Chance 😄







Wir reissen uns los und steigen wieder auf den Anhänger. Wir fahren zur Bushbar, wo wir einen Drink einnehmen. Lustige Fotos zieren die Wände, hier wurde wohl schon manche Nacht durchzecht *g*




Jetzt werden wir gleich die wilden Geparden erleben, die auf dem 250 Hektar grossen Gebiet leben.
Wir fahren mit Tollies Sohn Mario durch ein Tor und es dauert nicht lange und die ersten Cheetahs schleichen durchs Gras. Naja, die wissen halt auch wenn Essenszeit ist 😄









Die Fütterung ist sehr spannend und temporeich. Mario wirft immer nach rechts und links vom Auto Fleischbrocken, so dass sich die Geparden drum kloppen können. Wenn einer was hat, verzieht er sich ein paar Meter weiter und frisst. Die Geparden springen dabei und irgendwie kommt mir das alles bekannt vor^^ .... in klein erlebe ich so was wenn wir daheim grillen und mal ein Stückchen Fleisch „runterfällt“ 😄


















Nachdem jeder Gepard was bekommen hat, machen wir uns auf den Weg zu einem anderen grossen Gehege, in dem zwei Mädels mit ihren 6 Welpen leben. Die Kleinen sind schon relativ gross und rangeln sich um die Fleischbrocken. Sie sind zum Knuddeln süss, allerdings wild und dann würde das doch ziemlich weh tun ..... wir haben selbst einen europäischen Wildkatzenmischling zuhause, die ich vor 9 Jahren im Alter von ca. 3 Wochen bekommen und von Hand aufgezogen habe, und wenn ich überlege wie weh das tut wenn Kunni zubeisst und kratzt mag ich hier gar nicht dran denken^^.












Nachdem auch die beiden Mamas mit ihren Kitten versorgt sind, machen wir uns auf den Weg zurück. Bald gibt’s Abendessen, und so kehren wir zurück in unsere Hütte. Mario hat mir noch erzählt dass es hier Vogelspinnen gibt, und nach denen wollte ich mal Ausschau halten.



Die Ausschau bleibt leider erfolglos, und so begeben wir uns zum Essen. Das kleine Restaurant ist liebevoll und schön eingerichtet und saugemütlich. Es gibt leckere Oryx Pie, ein Traum! Ausserdem werden noch Blumenkohl, Salat und vegetarische Nudeln angeboten, die auch sehr lecker sind. Neben einem multikulturellem Pärchen, das nördlich von Etosha lebt und mit deren indischer Schwiegermutter aus Kapstadt hier Urlaub macht sind wir die einzigen Gäste. Roeleen und ihre Tochter kümmern sich rührend um uns und wir fühlen uns herzlich empfangen. Auch der Nachtisch ist fein und so wanken wir mal wieder pappsatt zu unserem Häuschen.

Ich denke noch an meine drei Tiger daheim und zack bin ich eingeschlafen!
Teil 1810. Dez. 2009
Huhu !!!

So, der Restbericht ist in Arbeit, es sind nur unglaublich viele Etoshabilder zu sichten. Ich halt mich aber ran!!!

Da ich die Tage noch einige Pics von Otjitotongwe gefunden habe, verkürze ich euch die Wartezeit einfach damit 😉 .... ich weiss es sind viele, aber ich bin halt nunmal Katzenfan 😉



























Liebe Grüsse
janet
Teil 1911. Dez. 2009
lange hat´s gedauert .....


Dienstag, 06.10.2009 – heute werden wir beklaut! 🙁

Heute gehts mal wieder ganz entspannt los. Wir schlafen bis kurz vor 7, packen und machen uns dann auf zum Frühstück.



Dazu müssen wir nur die 15 Meter rüber zum Restaurant laufen. Das Frühstück wird auf der überdachten Terrasse eingenommen, es gibt Kaffee, Tee, und auch sonst alles was das Herz begehrt. Wir unterhalten uns noch etwas mit Roeleen über das Projekt hier und unsere Weiterfahrt und brechen dann auf.

Wer sich etwas dafür interessiert, hier habe ich einen Link gefunden:
http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/suedliches-afrika/tid-6521/namibia_aid_62635.html

Am Tor zum Haupthaus verabschiedet uns noch die Giraffe.







Nach der Farmpad biegen wir nach links Richtung Outjo ab. An den Strassenrändern sieht man immer wieder Gästefarmen und Lodges, man merkt dass man sich Etosha nähert.



Die Strasse ist geteert und wir kommen schnell voran. Links und rechts der Strasse erheben sich riesige Termitenbauten.





Bald kommen wir in Outjo an. Es ist traumhaft, die Jacarandas blühen um die Wette.












In Outjo führt uns unser Weg zuerst zum Metzger, schliesslich müssen wir uns mit Essen versorgen! Es gibt leckere Wildfilets in der Auslage, aber der Metzger nimmt leider nur Bares und davon haben wir nix mehr... also schnell ab zum Geldautomaten! Der ist schnell gefunden und so ziehen wir uns beide Geld, denn im Etosha werden wir ja auch bissl was brauchen.

Nach ca. 15 Minuten stehen wir also wieder in Vorfreude auf die Filets im Metzgersladen...... PUSTEKUCHEN! Irgendein ganz böser Mensch hat sie uns vor der Nase weggekauft ...... so erstehen wir halt T-Bonesteaks, Lammbeinscheiben und Rinderfilets. *hmpf*



Im Supermarkt nebenan gibts dazu dann noch lecker Gemüse und Getränke und Eier, so, Etosha kann kommen. Denn das angeblich so grausige Essen in Okaukuejo tu ich mir sicher nicht an! 😛



Weiter gehts Richtung Norden, auch hier ist die Piste geteert. Die Termitenbauten werden immer schnörpfeliger.





Trotz des nahen Etoshaparks ist die Strasse hier im Land der Schnörpfeltermiten recht einsam und wir haben wenig Gegenverkehr. Nach einer Stunde erreichen wir auch schon den Parkeingang.



Die "Einreise" geht schnell vonstatten und auch Okaukuejo ist recht schnell erreicht. Unterwegs sichten wir schon die ersten Oryxe und Perlhühner, und direkt vor Okaukuejo steht als Empfangskomitee ein grosser Elefantenbulle.



Wir checken in Okaukuejo ein und bekommen unseren Campingplatz für die nächsten zwei Nächte zugewiesen. Hier ist ganz schön was los.



Wir schauen uns erst mal im Camp um, es gibt einen kleinen Shop mit recht übersichtlich gefüllten Regalen *hust*, ein Souvenirshop, ein Postamt, einen Kiosk und den Pool. Der schaut super aus, allerdings gibt viel zuwenig Liegen und die sind alle besetzt.
Na super, es ist brütend heiss und ich wäre schon gern mal kurz reingehüpft und hätt mich nen paar Minuten hingelegt.

Egal, dann halt direkt zum Campingplatz. Er ist voll und eng.

Ich checke gleich mal das Wasserloch, das ja nur einige Meter weiter hinter den Chalets ist. Meine Güte ist hier was los, und dabei sind sicher viele Leute jetzt noch im Park unterwegs.

Auch Tiere sind einige da!











Im Park begegnen wir Natascha und Chris, die wir auf der Living Desert Tour kennengelernt hatten. Sie haben heute Löwen unter Sträuchern gesehen, und bei der Hitze liegen die sicherlich immer noch da. Also brechen wir gleich auf, denn die Chance lassen wir uns natürlich nicht entgehen!

Am Wasserloch Gemsbokvlakte ist schon mal recht viel los.



















Besonders gut gefallen mir die Zebras!









So, nun aber auf zu den Löwen! Sie liegen ja angeblich nur weniger Kilometer weiter rechts in den Büschen. Erst sehen wir sie nicht, so perfekt sind sie getarnt. Aber dann ..... tadaaaaaa !!!!







Wir warten und beobachten, aber es tut sich nix. Es ist einfach zu heiss und die Damen und Herren pennen katzentypisch und lassen sich nicht stören. Irgendwann geben wir auf und treten unseren Heimweg an. Unterwegs sehen wir noch lustige Springböcke, die sich vor der Sonne verstecken!



Im Camp angekommen hupfen wir kurz in den Pool und kühlen uns ab. Dann geht’s ans Wasserloch, die Abendstimmung und den Sonnenuntergang geniessen.





















Da wir ja hier das Restaurant meiden (die vielen Leute wären mir eh ein Greuel), gibt’s heute wieder selbstgekochtes. Heute: Lammbeinscheiben mit Zwiebeln in Sherrysauce mit grünen Bohnen und selbstgebackenen Stockbrot! Mein erstes Kochen im Potjie !!!! Ich bin sehr gespannt, aber es schmeckt vorzüglich^^


- formschönes Stockbrot *g* -





Es ist mal wieder zuviel und so haben wir noch ne schöne Mahlzeit für den nächsten Tag 🙂

Nach dem Essen dackeln wir noch mal zum Spitzen ans Wasserloch. Und siehe da, es dauert nicht lange und es findet sich hoher Besuch ein^^







Wir beobachten noch eine Weile Mama und Kind, dann sind wir bettschwer und laufen zurück. Als wir am Auto ankommen fällt uns als erstes unser Potjie auf, der auf dem Boden liegt. Wir inspizieren: das Ding muss im Geschirrspüler gewesen sein, so blitzblank ist es! 😛 Unser Essen ist leider auch weg.
Gibt es hier etwa automatischen Geschirrspüldienst?! ... sicher nicht, wir sind also beklaut worden! Na super, bei gutem Essen reagieren wir sensibel und so machen wir uns auf die Suche nach dem Täter und harren aus.

Wir sind doch weit weg von daheim, Mehmet (eine unserer Katzen, daheim hauptberuflich Staubsauger und Geschirrspüler in unbewachten Momenten) scheidet also schon mal aus. Wir beobachten und sehen Unglaubliches: eine Schakalbande regiert wohl hier über den Campingplatz und bedient sich. Den Leuten werden die Steaks sogar vom Grill geklaut während sie danebensitzen!

Wir schmunzeln über den Vandalismus, gönnen dem dreisten Dieb sein Festmahl, fluchen gleichzeitig über unser schönes leckeres Essen und gehen ins Zeltbett. Was ein Glück dass wir vorher noch was davon gegessen haben! 😛
Teil 2013. Dez. 2009
... weiss ja nicht was das nu wieder heissen soll, aber ich mach halt mal trotzdem weiter! 😛


Mittwoch, 07.10.2009 - antizyklisch urlauben 😛

Heute weckt uns nicht die Sonne, sondern das dauernde Auf-und Zugeziehe der Reissverschlüsse der Zeltnachbarn um uns herum. Nervig !!!!



Ich wackle in die sanitären Räumlichkeiten für Mädchen. PUH ist das hier drin stickig und dampfig, und dazu noch total viel los, alle Toiletten besetzt und vor den Spiegeln beginnt das grosse Schminken. Na super .... ich quetsche mich zwischen zwei Frauen, bei denen man den Eindruck hat die machen sich grad hübsch für die Disco, putze mir meine Zähne, spritze mir Wasser ins Gesicht, binde meine Haare zum praktischen Pferdeschwanz und ergattere beim Hinausgehen doch tatsächlich noch ne freie Toilette. Was für ein Mief (nein, ich wars nicht! 😄 )! Eine Minute später stürze ich wieder raus und nehme erstmal ein paar tiefe Atemzüge Frischluft.

Das Zelt ist schnell zusammengeklappt und so machen wir uns kurz vor 7 auf die Pirsch. Nördlich von Okaukuejo am Rande der Etoshapfanne wurden gestern Löwen gesichtet, da wollen wir unser Glück versuchen!

Leider ist so gut wie nix los, und von Löwen fehlt jede Spur. Später erfahren wir dass sie sich bei Gemsbokvlakte aufgehalten haben, naja, falsche Zeit falscher Ort für uns, aber es gehört halt auch viel Glück dazu.

Dafür sehen wir Fuchsmangusten!





Auch einige Erdhörnchen sind wach!





Wir düsen weiter nach Westen, auch hier wie ausgestorben. Unser Ziel heisst Sprokieswood, der Märchenwald, er klingt interessant auf der Karte ^^. Sprokieswood entpuppt sich als Gegend mit einigen kuriosen Bäumen und zweimal Vogelstrauss. mhhhhhh... naja.




Wir kurven noch bissl durch den Park, es wird langsam recht heiss. Auch an den Wasserlöchern auf dem Weg ist nix los, heute scheinen uns alle Tiere einen Streich spielen zu wollen!
Egal, dann halt nicht, wir sind eh ein bisschen müde und so kommt uns der Pool grade recht - zumal es jetzt vielleicht sogar noch freie Liegen gibt 😛 Immerhin sind jetzt alle auf Pirsch, da setzen wir mal den Gegendtrend! 😛

Und tatsächlich, menschenleer liegt er vor uns, ein Traum in türkisem, glitzerndem kühlem Blau. Wir legen uns ab, geniessen die Aussicht und vor allem die Ruhe.



Der Pool ist angenehm kühl und erfrischt, und gegen Mittag bestellen wir uns Sandwiches. Langsam füllt es sich hier auch und die wenigen Liegen sind schnell besetzt. Wir dösen noch bis in den Nachmittag, ab und an gucke ich ans nahe Wasserloch, hier ist aber auch nicht viel zu sehen.

Am späten Nachmittag brechen wir wieder auf und fahren verschiedene Wasserlöcher an. Diesmal haben wir mehr Glück, wir sichten viele Springböcke, Oryxe, Zebras und Elefanten. Der viele Schlamm lässt sie aussehen wie mit Persil gewaschen, so weiss leuchten sie. 😛





















Das letzte Zweihorn^^



Zebras queren die Strasse













Unterwegs sehen wir auch noch Trappen, ein Dik Dik, Perlhühner und Streifengnus.













Die Sonne steht langsam tief und so machen wir uns auf den Weg zurück ins Camp. Unterwegs sehen wir noch einen Zebrastreifen, Impalas und eine neugierige Giraffe.







Zum Sonnenuntergang sind wir wieder im Camp und auch hier hat sich wieder eine grosse Elefantenherde eingefunden. Es macht Spass den Dickhäutern beim Planschen zuzusehen. Heute gesellen sich auch einige Giraffen dazu, ihre langen Hälse zeichnen sich kontrastreich im Gegenlicht ab.
















Die Sonne geht unter und die Stimmung ist fantastisch. Allerdings ist auch heute wieder viel los, so dass man gar keinen Sitzplatz auf einer der zahlreichen Bänke ergattert.















Als die Sonne ganz weg ist, trinken die Giraffen.







Der Hunger siegt und so laufen wir an den Chalets vorbei zu unserem bereits glimmenden Feuerchen. Die T-Bone-Steaks sind schnell mariniert und gegrillt, als Beilage gibts heute nur Chips, das Fleisch ist aber trotzdem wieder preisverdächtig lecker.



Und so lassen wir den Tag mit einem Bier ausklingen und krabbeln in die Falle. Beim Einschlafen habe ich fast ein wenig Mitleid mit all denen, denen heute mal wieder das Essen vom Grill geklaut wurde 😛

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