Namibia 2009 - "suchen und finden"

Reisebericht 155 Antworten · 153k Aufrufe · gestartet 30. Okt. 2009 von janet
245 Beiträge · seit 200904. Nov. 2009 · #21
Wow, ist das schön!

Jetzt freue ich mich noch mehr auf unseren Aufenthalt im Eagles Nest. Danke, dass Du es so ausführlich beschrieben und bebildert hast.

Die Fehlinformation war natürlich ärgerlich. Trotzdem wurde es noch ein richtig toller Tag.

Habt Ihr das Braai- und Frühstückspaket vorbestellt? Weißt Du noch was es gekostet hat?

LG
Lio
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200904. Nov. 2009 · #22
Huhu Lio,

wir hatten es nicht vorbestellt, sondern beim Einchecken und mussten dann ca. 30 Minuten warten bis alles gerichtet war. War aber kein Problem, haben in der Zeit nach der langen Fahrt auf dem Balkon von Klein Aus Vista einen Cappuccino geschlürft und bissl entspannt.

Ich glaube das Braaipaket hat 190 Dollar gekostet und das Frühstück 130, so um den Dreh.

Grüssle
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
245 Beiträge · seit 200904. Nov. 2009 · #23
Danke für die Info, Janet.

Ein toller Bericht. Von mir aus könntest Du direkt weiterschreiben... 😉

LG
Lio
2'349 Beiträge · seit 200904. Nov. 2009 · #24
Hallo Janet!

Vielen lieben Dank für diesen tollen Bericht! Und für die VIELEN SUPER SCHÖNEN Fotos!

Weiter so! Trotzdem ein Hinweis: Die Tiere, die du in den Felsen fotografiert hast, sind keine Dik-Diks!

Es handelt sich um Klippspringer! 😉 Dik-Diks kommen nur im Norden von Namibia vor und sind noch kleiner und schmaler/zierlicher.

Ich freue mich jedenfalls auf deine Fortsetzung!

Gruß, Otji!
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200904. Nov. 2009 · #25
Huhu Otji,

upps, danke, wird korrigiert! 😉

Dachte mir schon, die schauen irgendwie wolliger aus, so wie Mehmet im Winter 😄

Mit Weiterschreiben ist das net sooo einfach, das frisst soviel Zeit, und dann die Bilder sichten... naja wird schon werden, ich geb alles *grins*

Grüssles
janet
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4'528 Beiträge · seit 200704. Nov. 2009 · #26
Mehr...mehr....mehr !!!!

Beim Eagles Nest Bericht packt mich die Sehnsucht ! Du beschreibst das echt so packend, das ist kaum auszuhalten.

Wir waren im April das zweite Mal im Eagles Nest, da war von Eurem Häusschen gerade mal die Bodenplatte fertig. Piet Swiegers sagte uns schon, dass er bei jedem neuen Haus dazulernt! Wir waren im "The Rock" und wollten nicht mehr weg.

Das Braai-Paket ist ein absolutes MUSS!

Viele Grueße und weiter so
Carsten
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795 Beiträge · seit 200704. Nov. 2009 · #27
Also Janet,

dein/euer Bericht liest sich so fantastisch, dass ich mir fast überlegen
muß, ob ich überhaupt nochmal hinfahren brauch...!
Es wird alles so plastisch, der Rueblikuchen, die Bröckele Biltong
(Erlanger fränkisch oder so?) und die tolle Behausung in Klein Aus Vista-
wir erleben es mit!!
Ich freue mich auf jede Fortsetzung, wobei ich weiß und anerkenne, wieviel Arbeit so was macht!!

Und was anderes für euch Spinnenfreunde: Habt ihr die white lady spider
aufgesucht bzw. entdeckt? Gehört in Namibia ja zur Pflichtveranstaltung
für euch. Wird ja dann noch kommen...? Und goldmulle?

zu Spinnen schau mal das hier:
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/308001.html

kurzer Auszug:
Warum Springspinnen auf Blut stehen

Die Achtbeiner verändern mit einer Art Vampir-Diät ihren Geruch

"Springspinnen der Art Evarcha culicivora finden ihre Partner besonders attraktiv, wenn diese nach Blut duften – genauer gesagt, nach Blut von Säugetieren, das sie aufnehmen, indem sie vollgesogene Stechmücken fressen......"

Vorschlag: die sollte man doch von Neuseeland nach Namibia einführen,
dann werden die Stechmücken ein Problem haben, oder?
Liebe Grüße und weiter so,

Goldmull
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200907. Nov. 2009 · #28
Huhu, Goldmulle nicht, aber die Spinnen kommen noch 😉

weiter gehts ....

Freitag, 25.09.2009 – „ab in die Wüste .... an der Küste^^“

Guten Morgäääääääääääääääääääääääähn .... wie fast immer in diesem Urlaub werden wir vor Sonnenaufgang wach, denn er ist immer zu schön um ihn zu verpennen.
Auch heute weckt uns die Sonne mit wunderschönen Farben, das ganze Szenario können wir heute bequem aus vom Bett verfolgen... wie praktisch *hihi*



Die Sonne die über unseren Berg spitzt färbt die Felsen gegenüber orangerot







Später werden die Berge dann fast lila-braun... und wir müssen packen L ... aber jetzt geht’s ans MEEEER !!! Eigentlich kann ich mich gar nicht losreissen von unserem Häuschen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und noch viele Dinge wollen in diesem Urlaub entdeckt werden,!



Vorher stöbern wir noch etwas in den Felsen hinterm Haus rum ... leider keine Spinnen, aber tolle Pflanzen und Erdhörnchen!












Auf dem Weg nach Lüderitz geht’s wieder mal durch endlose Weiten. Für manche mag das langweilig sein, ich bin total fasziniert von der Gegend.
Die Farben sind sehr ungewohnt für das europäische Auge, ich konnte mich gar nicht satt sehen!



Unterwegs gabs wieder mal Vogelsträusse zu sehen!



Kurz nach Klein Aus Vista kommen wir in die Gegend von Garub. Hier leben Wildpferde, man nimmt an dass sie Nachkommen von den deutschen Schutztruppenpferden sind. Sie haben sich an diese karge Landschaft angepasst und sind mit den Generationen kleiner geworden. Seitdem durch Spenden
deutscher Touristen eine Tränke gebaut wurde, vergrössert sich die Population.











Wir hatten das Glück und hatten einige Pferde direkt am Auto und am Unterstand. Die Pferde haben keine Scheu, man kann direkt an sie herangehen.









Es macht unglaublichen Spass, die Tiere zu beobachten. Es ist erstaunlich wie sie sich an die karge Vegetation angepasst haben. Junge Hengste messen ihre Kräfte und wirbeln viel Staub auf^^









Lustig war auch das Verhalten eines Pferdepärchens... ich hoffe ihr habt grad nix gegessen *g* ... erst machte sie nen Haufen, er schnupperte und urinierte hinterher^^





... und weiter geht’s nach Lüderitz. Die Landschaft wird immer karger, je weiter man kommt. Wir befinden uns in einer Sackgasse, denn die Strasse endet in Lüderitz und dann im nirgendwo. Von rechts lecken die Sanddünen der Namib über die Fahrbahn, immer wieder haben wir Sand auf der Piste.












Plötzlich hält der Heiko und springt aus dem Auto. Was ist denn nu los!^^ .... Er späht auf der Strasse rum....





Heiko hat ein Chamäleon gefunden !!! (er ist für den Rest des Urlaubs auch noch mächtig stolz drauf^^). Er trägt es von der Strasse und ich fotografiere es erst mal.
Als alte Terrarianer möchten wir´s am liebsten mitnehmen, aber das geht ja so nicht, ausserdem bräuchte es dann ja auch einen Gefährten.





Das Chamäleon wurde dann an sicherer Stelle auf der gewünschten Strassenseite, auf die es auch unterwegs war, ausgesetzt





Unterwegs wurden wir von allerlei Gefahren auf der Strasse gewarnt!







Kurz vor Lüderitz:


das alte Bahnhäusschen



In Lüderitz beziehen wir erst mal unser Hotel. Wir haben uns fürs Nesthotel entschieden, eigentlich wollte ich Kratzplatz, aber Manfred hatte trotz zwei-
maliger Mail nicht geantwortet, ausserdem wollte ich nachts das Meer hören, und das Nest liegt direkt in der Bucht und soll über ein gutes Restaurant verfügenJ





Das Hotel ist gross und relativ unpersönlich, aber okay. Es bietet viel Komfort. Wir machen uns aber gleich auf den Weg in die Stadt, denn wir wollen für morgen früh ein Fotopermit besorgen, um bei Sonnenaufgang nach Kolmanskop zu kommen. Wir laufen zu Fuss, die Stadt ist klein und es sind eh nur wenige Minuten zu gehen. Es ist sehr frisch, ein kräftiger Wind bläst, zum Glück scheint aber die Sonne, ich liebe so ein Wetter! Wir ziehen unsere Fleecejacken an und machen uns auf den Weg, ich geniesse die Brise! Es riecht sehr nach Meer – was für ein Kontrastprogramm zu den Tagen vorher!

Direkt nach dem Hotel lacht uns die Felsenkirche an, sie wurde mit Elbsand gebaut. Lüderitz steht übrigens auf Granitfelsen!



Unser Stadtrundgang gefällt mir gut. Hier sind die ersten deutschen Siedler an Land gekommen! Die Stadt ist sehr überschaulich, und viele Gebäude sind liebevoll restauriert. Es sind fast keine Touristen hier, und man kommt sich wirklich vor wie am Ende der Welt. Kein Wunder, wer kommt schon hierher, die Stadt endet praktisch in einer Sackgasse, im Westen ist der Atlantik, im Norden und Süden Diamantensperrgebiet bzw. die Namibwüste. Die Gebäude sind z.T. wunderschöner Jugendstil. Wir entdecken Strasse für Strasse, die Stadt hat wirklich eine ganz eigene Faszination.










Fasching!!!









hier kaufen wir unser Permit sowie einige Souvenirs 😉



























Irgendwann siegt der Hunger und wir essen bei Rizzi´s Fisch, direkt an der Waterfront. Die Portionen sind gut und es schmeckt sehr lecker. Ich habe Garnelen, Heiko einen Kingklip Wir reservieren gleich einen Tisch für morgen Abend, denn wir wollen hier zwei Nächte bleiben! Der Ausblick auf den Hafen ist toll, viele Schiffe ankern, im Hintergrund sieht man die Dünen der Namib, der ältesten Wüste der Welt.









Nach dem Essen klettern wir auf ein paar Felsen und knipsen









Das alte Fabrikgebäude vor unserem Hotel hat mich fasziniert... ein altes E- Werk!







Etwas durchgefroren kommen wir irgendwann wieder beim Hotel an. Es verfügt zwar über einen relativ windgeschützten Pool (um den ringförmig das Hotel gebaut ist), aber die Temperatur ist für uns einfach zu kalt um Schwimmen zu gehen. Ja, sagts halt, ich bin ein Weichei, ich gebs ja zu! 😛

Als Kontrastprogramm reservieren wir das Weicheiprogramm Sauna und einen Tisch im Restaurant. Von der Sauna aus bestaunen wir während zwei Durchgängen den obligatorischen Sonnenuntergang :



*grins*

Die Sauna tut sehr gut, und hungrig nehmen wir im Restaurant Platz. Es gibt sehr feine Austern für mich und eine Crayfishsoup für Heiko, dann für uns Vogelstraussfilet in Schokochilisauce. Lecker !!!!! Wir nehmen noch einen kurzen Blick vom Balkon aufs nächtliche Lüderitz.
Vollgefuttert und erschöpft von den Eindrücken heute sinken wir in die Federn. Die Betten sind gut, ich reisse die Balkontüre auf und wir schlummern zum Rauschen des Meeres ein.

Gut Nacht 😉
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zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200910. Nov. 2009 · #29
Samstag, 26.09.2009 – Kühlschränke in der Wüste


*piep piep piep PIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEP!!!!!*
Es ist 5:30 Uhr morgens und unser Wecker gibt alles. Das Meer rauscht immer noch ganz doll, so doll dass der verfrorene Mann nachts die Balkontüre zugemacht hat. Die Nacht war ganz schön eisig und direkt vor der Balkontüre schlagen die Wellen mit grosser Wucht auf die Felsen!

Wir wollen heute den Sonnenaufgang in Kolmannskuppe erleben, dafür haben wir uns gestern extra das Fotopermit besorgt - denn normal kann man erst ab 8 Uhr morgens rein, und so dürfen wir uns drinnen bewegen wie wir wollen. Es ist stockfinster und wir fahren los, es ist recht neblig. Lüderitz liegt wie ausgestorben vor uns in der Dunkelheit, ich komme mir vor wie im Film "The Fog" *g*
Die paar Kilometer bis nach Kolmannskuppe sind auch in Dunkelheit und Nebel gut zu bewältigen. Kolmannskuppe selber liegt in tiefster Suppe. Ob das die Sonne schafft, da durchzukommen? Wir zweifeln.



Trotzdem oder gerade deswegen ist die Stimmung einmalig. Wir haben die alte Diamantenstadt ganz für uns alleine, die verwitterten, seit Jahrzehnten zurückgelassenen Häuser tauchen schemenhaft im Nebel auf. Die Luft ist so feucht, dass sofort alles beschlägt, fröstelnd irren wir durch die verlassenen Strassen. Eine gruselige Atmosphäre!













Die Häuser sind nicht verschlossen, viele Türen und Fenster fehlen oder sind nach innen gedrückt, die Wüste erobert die Stadt zurück, Dünen dringen in die Häuser ein. Haus um Haus wollen von uns entdeckt werden, die Trockenheit der Wüste hat über die Jahrzehnte alles konserviert, Wandfarben leuchten noch frisch, Fussböden sind z.T. noch vollkommen erhalten. Wir geniessen die morbide Stimmung, klettern über Sandhügel in die Häuser und entdecken Badewannen, Waschbecken und Bettgestelle.




















Im Krankenhaus hallen unsere Schritte auf den ausgetretenen Dielenböden der langen Gänge. Die Sonne schafft es nicht, den Nebel zu durchdringen, diffuses Licht fällt durch die Fenster in die einzelnen Räume.

















Die Häuser tauchen manchmal aus wie aus dem Nichts.




Heiko vor dem Ingenieurshaus^^









Aktuelle Einwohner von Kolmannskuppe!



















Noch immer sind wir vollkommen alleine in der Stadt, es ist jetzt kurz nach 9. Um 11 Uhr ist die Führung mit Herrn Hälbich, er will uns etwas über das damalige Leben in Kolmanskop erzählen. Wir sind klamm, durchgefröstelt und hungrig, und so beschliessen wir zum Hotel zurückzufahren und frühstücken zu gehen.

Das Frühstücksbuffet ist reichlich und der Kaffee tut unendlich gut. Da heute Samstag ist und wir übermorgen wieder campen, gehen wir noch einkaufen. Der SPAR in Lüderitz ist mal wieder super sortiert, es gibt wieder den guten Meerrettich aus dem mittelfränkischen Baiersdorf, das nur 6km von meinem Heimatort entfernt liegt. Leider gibts kein Wild, aber der Metzger schneidet uns auf Nachfrage zwei riesige dicke Rinderfiletsteaks runter .... fast 1000 Gramm. Bei deren Anblick kann ich das Grillen fast nicht mehr erwarten *ggg*
Das Einkaufen ist entspannt, niemand bettelt und auch sonst haben wir zu keiner Zeit ein komisches Gefühl, wenn wir uns in der Stadt bewegen.







Inzwischen hat sich die Sonne durchgerungen die Nebelwand zu durchbrechen und strahlt. Es wird langsam warm^^. Wir fahren zurück nach Kolmanskuppe, denn wir haben ja um 11 Uhr die Führung mit Herrn Hälbich.

Inzwischen ist in Kolmanskuppe einiges los, viele Autos parken innerhalb der Stadt. Durch die vielen Leute und das jetzt strahlende Sonnenlicht wirken die Häuser ganz anders, die Atmosphäre ist völlig verwandelt.





Die Führung beginnt im Konzertsaal, der während der Woche als Turnhalle genutzt wurde. Die alten Turngeräte stehen noch im Nebenraum. Die Kegelbahn ist einsatzbereit, und oben im Cafe werden leichte Mittagsgerichte und Kuchen angeboten.













Die Führung ist toll - Kolmanskuppe muss Anfang des letzten Jahrhunderts die modernste deutsche Stadt gewesen sein. Jedes Haus verfügte über einen Kühlschrank, es gab eine Eismaschine, eine Bäckerei wo jeden Morgen frische Brötchen gebacken und ausgeliefert wurden, das Trinkwasser kam mit dem Schiff aus Kapstadt. Im Konzertsaal gabs regelmässig Aufführungen, Weltstars wurden eingeschifft um die Leute zu unterhalten. Den Einwohnern wurde das Leben so angenehm wie möglich gemacht. Im Krankenhaus stand das erste Röntgengerät im südlichen Afrika, das allerdings eher zum Aufstöbern von geschmuggelten Diamanten als zur Krankheitsdiagnose genutzt wurde.
Der Reichtum damals muss immens gewesen sein.

















Mittags nach der Führung stärken wir uns mit Kaffee, Key Lime Pie und Scones im Cafe. Der Kaffee ist passend zur Geisterstadt gruselig, Heikos Trinkschokolade dagegen ein absoluter Traum. Also wenn ihr mal dort seid, unbedingt probieren!!!



Nachdem wir dann noch die grossen Häuser des Architekten, Ingenieurs, und des Buchhalters mit ihren aufwändigen Tapeten bestaunt haben, machen wir uns geschafft wieder auf den Rückweg nach Lüderitz. Das Laufen durch den Tiefsand strengt ganz schön an!



































Wir fahren ins Hotel zurück und legen uns an den Pool. Der soll zwar windgeschützt sein, trotzdem pfeift auch heute die steife Brise ganz schön rein und zum Baden ist es definitiv zu kalt. Wir mummeln uns auf die Liegen, schreiben Postkarten an die armen Menschen die daheim in Deutschland hocken müssen und faulenzen einfach rum. Tut auch mal gut ..

Gegen 17 Uhr raffen wir uns wieder auf und fahren nach Shark Island. Der Wind weht uns fast weg, aber der Blick auf Lüderitz ist wunderschön.











Hier werden einige neue Häuser direkt am Meer gebaut oder stehen schon, als Innenarchitektin liebe ich Architektur und suche mir gleich mal eins aus *g*



Der Campingplatz ist wunderschön gelegen, allerdings bin ich froh dass wir hier ein Hotel genommen haben, es hätte uns wohl fast weggeblasen^^

Zum Sonnenuntergang wollen wir an den Achatstrand fahren, es geht einmal quer durch Lüderitz (um die Uhrzeit Samstags ausgestorben), vorbei an der Wohnsiedlung Nautilus und dann am Diamatensperrgebiet 2 der Namib entlang.





Unterwegs kurz vor dem Strand sehen wir Flamingos.













Am Strand selbst ist einiges los, viele Einheimische sind da und grillen, es gibt feste Braaistellen die anscheinend gut genutzt werden. Wir schlendern am Strand entlang und versuchen Achate zu finden, aber die Ganoven tarnen sich recht gut und verwirren uns, so dass wir sie nicht wirklich identifizieren können. Dafür finden wir hübsche Muscheln, und der Strand ist wunderschön im Licht der untergehenden Sonne. Zusammengekuschelt auf einer kleinen Sanddüne gucken wir zu wie schnell die Sonne im Meer untergeht. Auch hier verfallen wir fast in eine romantische Stimmung, allerdings wird es dann sehr sehr schnell eisig kalt, so dass wir schnell ins Auto flüchten und zum ersten Mal in diesem Urlaub die Heizung aufdrehen 🤩









Bibbernd trinke ich meinen Sundowner, einen kalten Savanna Dry aus dem Kühlschrank 😛



Lüderitz ist in ein wunderschönes Abendrot getaucht. Wir stoppen bei Ritzi´s, wo wir ja für heute einen Tisch bestellt haben. Dank der eisigen Kälte entscheiden wir uns für einen Fenstertisch drinnen, wir haben einen fantastischen Blick auf den Hafen und beobachten, wie gerade ein grosses Containerschiff gelöscht wird.







Das Essen ist viel zu viel und superlecker, auch der Nederburg Riesling ist fein. Pappsatt und zufrieden fahren wir zurück zum Hotel und sinken in die Federn. Heiko schaut noch ein bisschen TV, mir reichen das Rauschen des Meeres und das Rauschen des Weines in meinem Köpfle *g* und schwupps bin ich eingeschlafen! Gute Nahaaaaaaacht!
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zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200912. Nov. 2009 · #30
Sonntag, 27.09.2009 – on the road again!

Heute schlafen wir mal fast aus, aber nur fast, denn wir haben heute eine sehr sehr lange Fahrtstrecke vor uns. Es geht heute zur Zebra River Lodge, und die ist ca. auf der Höhe von Sesriem ..... ca. 400km liegen also vor uns, das meiste davon Gravelpads!

Zur Stärkung wird erstmal gut um 7 Uhr gefrühstückt, vorher haben wir schon das Auto beladen und ausgecheckt. Bis Aus geht es sehr zügig auf Teer voran, kurz nach Lüderitz passieren wir Kolmanskuppe. Sowas, heute morgen im strahlenden Sonnenschein! *tztztz*
Nach Aus gehts links rein, die Gravelpad ist in einem einwandfreien Zustand. Wir passieren die Tirasberge, die Landschaft ist wunderschön, links liegen die Farmen Koiimasis, Tiras, Landsberg, Gunsbewys, Weissenborn und Excelsior.















Kurz vom Mittag erreichen wir Station eins unseres ultimativen Apfelkuchentests: Helmeringhausen! Der Kuchen ist leicht warm, der Boden bröselig-knusprig und superlecker. Das Cafe gehört zum Helmeringhausen-Hotel, der Garten ist wunderschön angelegt und sehr gepflegt. Die Blumenpracht und das viele Grün wirkt wie eine Oase inmitten dieser kargen ariden Landschaft.



















Der absoute Knaller hier ist aber der Kater. Er ist eine Schönheit, rot-orange Tabby und total verschmust, ich trage ihn erstmal ne Runde durch den Garten und kann mich gar nicht losreissen. Die Krümel von meinem Apfelkuchen findet er auch ganz toll, natürlich teile ich mit ihm solidarisch, so viel Charme kann ich als Frau nicht widerstehen^^. Leider müssen wir irgendwann weiter, der Abschied fällt mir schwer und ich muss gestehen den Kerl hätt ich zu gerne eingepackt *g* .... aber ihm gehts dort prima, und so widmet er sich wieder seiner Beschäftigung als Insektenschreck und -fänger im üppigen Garten.



Der Rest von Helmeringhausen besteht aus einer Bank, einer Tanke, einem Haus und einem Laden, indem man so gut wie alles kaufen kann. Sogar ein geschmückter Weihnachtsbaum steht im Eck!













Der Rest der Fahrt ist ziemlich unspektakulär, und gegen 14:30 Uhr kommen wir an der Zebra River Lodge an. Die Anfahrt ist toll, die Lodge liegt wunderschön in einem Tal. Herzlich werden wir von Elke begrüsst, ich bin verwirrt, habe Marianne erwartet. Elke meint dass sie die Lodge erst vor 6 Wochen übernommen haben - und so schaut es z.T. auch noch aus. Es muss noch einiges getan werden.















Mit unserem Zimmer haben wir Glück, Elke und Peter haben das Haus der ehemaligen Eigentümer in zwei wunderschöne Zimmer umgebaut, und so haben wir ein halbes frisch renoviertes Steinhaus mit Terrasse, grossem Bad und eingelassener Badewanne für uns alleine!



Es ist warm und es geht etwas Wind, wir entscheiden uns nach der langen Fahrt gegen eine Wanderung und für den Pool. Der ist Meister der Täuschung: winzig klein, aber EISKALT, erfrischt aber sehr gut. Die übrigen Gäste sind fast alle Franzosen, die Lodge wird in französischen Reisekatalogen angeboten. Leider fehlen Liegenauflagen etc, laut Elke wurde hier die letzten Monate nichts mehr gemacht weil die ehemaligen Eigentümer keine Lust mehr hatten. Bleibt zu hoffen dass sie das Chaos etwas in den Griff bekommt und die Lodge wieder aufmöbeln kann. Wir kommen mit den Franzosen ins Gespräch und ich kann mal wieder mit meinem ausgezeichneten Schulfrancais "glänzen" *HUST!*




*bibber*

Abends machen wir eine Sundownerfahrt auf einen nahegelegenen Berg. Ich darf im Defender mitfahren, juhuuuuu !! Wir fahren mit drei Autos, es ist ganz schön eng. Unterwegs läuft uns ein Waran über den Weg!



Oben angekommen stehen schon Tische und Stühle bereit, auch ein Braiiplatz ist vorhanden, der aber erst wieder instandgesetzt werden muss. Wir trinken Bier und Wein und geniessen die wunderschöne Aussicht ins Tal und auf die Tsarisberge. Leider ist es nicht bewölkt, so dass der Sonnenuntergang zwar wieder wunderschön, aber nicht so spektakulär ist.
Dafür ist der Sternenhimmel mal wieder der Wahnsinn, auch das Kreuz des Südens leuchtet sternenklar.









Auf dem Rückweg möchte unbedingt ein Franzose ans Steuer, er darf und so wird die Rückfahrt über den 4x4 Trail recht lustig. Am Ende bejubeln wir ihn alle^^





Das Abendessen wird auf der Veranda serviert, wir sitzen alle zusammen an einem grossen Tisch. An den Wänden huschen lustige Geckos rum.
Als Vorspeise gibts einen Fisch, dann eine Art indonesiche Reistafel mit Hackfleisch und allerlei lustigen Zutaten und Chutneys, die sich jeder nach eigenem Gusto nehmen kann. Als Nachtisch gibts Apfelkuchen vom Blech. Das Personal ist mittelmässig motiviert, Elke sitzt aber mit am Tisch und unterhält sich mit uns allen.
Das Essen ist sehr lecker und reicht auch absolut aus.







Irgendwann stehen wir alle auf und gehen ins Bett. Ich schaue mir noch ein bisschen unsere Spinne auf der Veranda an und sinke in die Federn.
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zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
1'247 Beiträge · seit 200913. Nov. 2009 · #31
Hallo janet

muss deinen Bericht mal wieder hervorholen 😉

nach wie vor spannend 😎 ; wann geht's weiter?

Irgendwie witzig, wie ähnlich wir Lüderitz und Kolmannskuppe erlebt haben und wie unterschiedlich Bericht und Fotos dann herauskommen...

Die Wildpferde waren bei uns eher zurückhaltend (im Gegensatz zu gewissen Touristinnen!). Ich frage mich allerdings, wie lange man diese Pferde bei dieser Entwicklung noch als "Wildpferde" bezeichnen kann 🤨

Bei den Tiras-Farmen habt ihr was verpasst; schau mal bei Doc Holliday oder mir nach. Aber es geht wohl allen gleich: alles auf einmal geht nicht und zum Glück kann man ja wiederkommen!

Ach ja: Junior Steenkamp in Mesosaurus haben wir nur von weitem gesehen; ich kann deshalb nur vermuten, was du mit "fesch" meinst 🙄

Und eben: wann geht's weiter?

Gruss aus der Schweiz
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200914. Nov. 2009 · #32
Hi Thomas,

jap, die Farmen in den Tirasbergen holen wir nach, denn die Landschaft dort ist wirklich Wahnsinn....


zum fesch sag ich mal nix 😎

achjaaaa.... weiter gehts!

Montag, 28.09.2009 – wo ein Schokoriegel mit Creditcard bezahlbar ist, drei Übernachtungen aber nicht

Wir schlafen heute erstmal richtig schön aus. Hui, tut das gut nach den vielen Tagen des frühen Aufstehens! Danach nehmen wir ein Bad 🙂







Um 9 Uhr gehen wir zum Frühstück, es gibt Brot, Marmelade, Eier nach Wunsch, verschiedene Joghurts, Cornflakes, aber leider keine Früchte.

Da die Wanderungen alle für mindestens 4 Stunden angesetzt sind, bleiben wir am Pool liegen und schreiben Postkarten. Ausserdem erforschen wir das Lodgegelände, wo wir einige schöne Spinnen und anderes Getier und Pflanzen sehen. So ein bisschen Entspannung muss ja schliesslich auch mal sein, gut ich geb´s auch zu, wir sind grad faule Socken 😛








das Haus- und Hofhund Tina ^^

Ich unterhalte mich etwas mit Elke, sie hat ein supertolles Kochbuch das ich nach ein bisschen Lektüre auf der Veranda auch gerne hätte, leider hat sie nur eins und schreibt mir ISBN Nummer etc auf. Hoffentlich bekomme ich das noch im Laufe der Reise, alleine die Bilder sind superschön! 😉 Auch die Rezepte sind mehr als vielversprechend, Elke hat schon einige ausprobiert und kann das Buch echt empfehlen!























Eigentlich haben wir erwartet, dass es irgendwann zwischen 12 und 13 Uhr was zu essen gibt (Elke meinte dass sie dann was Kaltes machen), aber nachdem um 13:15 immer noch nix da ist beschliessen wir halt ohne Mittagessen zu fahren. Elke meinte dann zwar ach ja stimmt, sie könne uns noch was machen, aber das dauert uns zu lange, wer weiss wann wir dann loskommen, wir haben zwar heute nur nen kurzen Sprung rüber nach Sesriem, aber trotzdem.... ausserdem habe ich ja heute mein schönes Steak in Aussicht ^^
Naja, es läuft vieles noch nicht rund hier, sicher hat sie dadurch den Kopf nicht frei, schade ist´s schon irgendwie denn preiswert ist die Lodge nicht.
Aber – vom Fleisch fallen wir sicherlich nicht *hust* und schaden tuts sicher auch net 😛





Wir fahren durch die schönen Tsarisberge, immer wieder bieten sich tolle Aussichten. Wir passieren sogar Flüsse die etwas Wasser führen!
















Kurz vor Sesriem sehen wir wieder rote Dünen und Springböcke.

Nach kurzer Zeit erreichen wir Sesriem und finden auch gleich den staatlichen Campingplatz, der hinter dem ersten Tor zum Sossusvlei liegt. Wir suchen uns einen schönen Platz aus und zahlen gleich das Permit für die Tage die wir hier verbringen. Leider nehmen die vom Park nur Bares, so dass wir draussen an der Tanke erstmal Geld holen müssen. Den Schokoriegel im gleichen Raum einen Meter weiter hätten wir an der Kasse mit Karte bezahlen können! *grml*
Hier könnten die Jungs und Mädels vom NWR wirklich etwas kundenfreundlicher werden ..... wir kommen uns etwas vergackeiert vor. 😛

Wir kommen uns hier vor wie in der Sauna, es ist brütend heiss. Sogar die Angestellten sagen dass es für die Jahreszeit sehr heiss ist. Gut, kommt´s also net nur uns so vor!
Wir beziehen unseren Platz und breiten uns aus. Man hat eine wunderschöne Aussicht auf die Umgebung, die roten Dünen der Namib lecken über die gelben grasigen Flächen, im Hintergrund zeichnen sich dunkle Berge ab.



Da es recht windig ist, ist der Pool unsere erste Anlaufstelle. Der erfrischt zwar fantastisch, ist aber irgendwie verhext, denn kaum ist man draussen ist man nach nichtmal einer Minute wieder trocken! Der Wind ist heiss, ab und an fegen Windhosen durchs Camp. Nachdem wir uns eingeredet haben, einigermassen erfrischt zu sein, machen wir das Feuerchen, denn langsam grummelt dann doch der Magen und die Sonne steht auch schon recht tief.

















Wir haben interessante Nachbarn: im Busch neben unserer Campsite lebt eine sehr grosse Mäusefamilie, sie klettern in den Sträuchern und am Boden rum,
sie zu beobachten ist zum Schreien^^. Die Kleinen sind sehr putzig, wie sie rumwuseln. Ja, auch Mäuse können interessant sein, man muss nicht immer auf die grossen Tiere schauen! So nen Löwen mit Nashorn fotofieren kann schliesslich fast jeder 😛











Es gibt unsere Steaks, Boerewors, Kürben, Knoblauchzwiebeln und Kartoffeln, die Steaks sind supersuperlecker *mjammi* !! Die Steaks habe ich vorher wieder in Öl , Knoblauch und Gewürze eingelegt.













Auch das Bier schmeckt wieder sehr fein und sorgt für die nötige Bettschwere. Heute werden wir nicht alt, denn morgen früh um 5 klingelt der Wecker.
Wir kuscheln uns ins Zelt und hoffen dass es morgen noch steht, sollte der Wind so stark bleiben. Gute Nacht!
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
57 Beiträge · seit 200914. Nov. 2009 · #33
Hallo Janet

ich habe eben deinen Bericht gelesen. Super witzig und unterhaltsam geschrieben!

Wir waren genau zur selben Zeit dort, haben euch auch mal auf der Strecke zum Fish River Canyon gesehen (dank dem Namibia-Forum Kleber an der Scheibe erkannt 😎 ).

Ihr habt uns übrigens in eurem Bericht verewigt. Auf dem Bild im Garten des Restaurants Canyon Roadhouse sind wir die, welche rechts sitzen 🙂 .

Bin gespannt, ob sich unsere Wege noch öfters kreuzten.

Grüsse

Cheetah13
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200917. Nov. 2009 · #34
Hi Cheetah13,

schade schade dass man uns dort erkennt, aber nicht anspricht 🙁 hatten eigentlich mehr von den Aufklebern erhofft.... naja erzwingen kann man ja nichts.

Weiter gehts ^^

(Vorwarnung: heute gibt’s sehr viele Bilder!)


Dienstag, 29.09.2009 - Operation Desert Storm!

Die Nacht war der Wahnsinn. Nicht nur das Zelt hat die ganze Nacht gewackelt (und zwar nicht wegen uns!!! 😛 ), sondern auch das Auto, so stark war der Wind.
Der Wecker piepst unbarmherzig um 5 Uhr, es ist stockfinstere Nacht und wir quälen uns raus. Aber wir befinden uns schliesslich im Urlaub und nicht auf einer Erholungsreise und schon gar nicht im Wunschkonzert^^
Die Katzenwäsche besteht aus einem schnellen Zähneputzen, auf Frühstück und ähnliche Spirenzchen verzichten wir heute. Zügig bauen wir das Zelt zusammen und packen, wir sind nicht die einzigen die wach sind, ringsum blitzen immer wieder Lichter von Taschenlampen auf.

Unsere Hektik wird mit der Pole Position der heutigen Rallye Sesriem - Sossusvlei belohnt! Wir stehen um 5:45 am Start, der nette Mann der das Tor öffnet ist auch schon da und notiert in einer Seelenruhe unsere Autonummer und sichtet das Permit. Um 5:49 öffnet er das Tor! Los geht´s .... werden wir unsere Führungsposition verteidigen können? Wir brettern durch die Nacht, und haben erstmal keine Verfolger, der Mann am Tor hat die Ruhe weg, vielleicht schläft er aber einfach auch noch halb 😄

In der Morgendämmerung tauchen die ersten Dünen links und rechts der Strasse auf, noch wirken sie sehr dunkel. Irgendwann sehen wir im Rückspiegel Lichter, wir sind nicht mehr alleine im Park. Vor uns erhebt sich Düne 45 im Morgengrauen, ein Auto ist schon da, sicherlich Gäste der Lodge die im Park liegt. Die Insassen sind schon auf dem Weg nach oben, immer am akkuraten Dünenkamm entlang. Wir fahren weiter, es wird heller, und Oryxe werden durch unser Auto aufgeschreckt. Der 2x4 Parkplatz liegt verlassen da, und wir wühlen uns immer weiter durch den Tiefsand. Auf den letzten Metern werden wir noch überholt, da macht sich dann doch die fehlende Offroaderfahrung bemerkbar, aber wir bleiben zumindest nicht stecken^^
Die Silbermedaille für uns, JUHUUU *g* .... irgendwie fehlt der Champagner mit dem man rumspritzen kann, egal, wir haben eh keine Zeit ^^



Am Parkplatz zum Deadvlei stellen wir unser Auto ab und schnappen uns die Kamera. Just in Time, die Sonne leckt gerade über die ersten Dünenkämme. Es ist angenehm kühl, und so machen wir uns auf den Weg ins Deadvlei, unserem Ziel.
Wir stapfen durch den kühlen Sand, "Deadvlei follow markers", Markers erkennen wir zwar erst nicht, aber wir folgen einfach den vielen Fussabdrücken im Sand, die der Wind noch nicht weggefegt hat die letzten Tage. Der Himmel färbt sich rosarot, und die Dünen glühen in der aufgehenden Sonne.









Die weissgrauen Salzkrusten am Boden bilden einen eindruckvollen Kontrast zum roten Sand,und der Wind hat interessante Reliefs in die Dünenwände gemeisselt.









Die Dünen selber sind wunderschön im Licht der aufgehenden Sonne. Die Kontraste sind phänomenal.











Noch eine kleine Düne, und dann liegt das Deadvlei verlassen vor uns. Noch liegt alles im Schatten, die Sonne färbt erst die gegenüberliegende Dünenspitze rot. Die toten Baumstümpfe stehen düster vor den dunklen Dünenwänden.



Wir setzen uns hin, geniessen diese magische Atmosphäre dieses Ortes und die Stille, die wir ganz für uns alleine haben.

Dann kommt die Sonne über den Dünenkamm hinter uns und bringt den vom Wind aufgewirbelten Sand zum Brennen.













Tiefer und tiefer fällt das Grau der gegenüberliegenden Dünenwand, wird verdrängt von einem leuchtenden Goldrot. Scharf zeichnen sich die Schatten der akkuraten Dünenkämme ab. Die toten Bäume stehen jetzt tiefschwarz im Schatten vor der glühendroten Düne auf der weissen Salzfläche. Der absolute Wahnsinn, ich knipse und knipse und knipse, die Farben und die ganze Atmosphäre könnten surrealer nicht sein .....





































Irgendwann nach ungefähr einer Stunde kommen die ersten beiden anderen Besucher ins Deadvlei, huch, andere Menschen, wir sind also doch noch auf diesem Planeten! *g*



Zeit für uns wieder aufzubrechen, zumal der Wind plötzlich stark zugenommen hat. Wir stapfen zurück zum Parkplatz, jetzt kommen uns sehr viele Menschen entgegen. Was hatten wir für ein Glück, diese Atmosphäre alleine geniessen zu dürfen ...!



















Bis wir am Auto sind, hat sich der starke Wind zu einem ausgewachsenen Sandsturm gemausert. Die Dünen sieht man praktisch gar nicht mehr, obwohl wir mitten drin stehen. Das intensive Blau des Himmels ist einem Rosa gewichen, der aufgewirbelte Sand färbt die Luft.





Wir flüchten ins Auto. Es wackelt und vibriert wie verrückt 🤩

Nach einer dreiviertel Stunde ist der gröbste Spuk vorbei, man kann wieder Dünen sehen. Oryxe stehen unter Bäumen, suchen Schutz vor Sand und Sonne.









Wir fahren weiter ins Sossusvlei, hier ist einiges los, auch einige Reisegruppen sind da. Viele Leute sind auf den Dünen unterwegs oder rasten unter Bäumen.



Wir fahren etwas abseits und suchen uns den letzten Rastplatz unter einen grossen Akazie aus, denn der Magen grummelt, er vermisst sein Frühstück. Hier ist nix los, man sieht keine anderen Menschen, dafür steht unter dem Baum ein Oryx wie bestellt und nicht abgeholt. Er hat wohl ein Leckerli gefunden und lässt sich auch durch uns nicht aus der Ruhe bringen.





So, Kühlschrank auf, Milch raus, und erstmal Kaffee und Kakao gekocht! Wir braten uns Spiegeleier und Baked Beans, es ist jetzt heiss geworden, die Sonne steht hoch und so nehmen wir unter dem Baum Platz und leisten dem Oryxbock Gesellschaft.
Die grandiose Kulisse der umliegenden roten hohen Dünen macht unser verspätetes Frühstück zu einem wahren Festessen. Die Stimmung ist hier wieder ganz anders als im Deadvlei, aber auch wunderschön und einzigartig.




(jaaaaaa ich weiss, ich bin ungeschminkt, ungekämmt, zauselig, sonnenbrandig aber sooooo glücklich *g*)




Es wird immer heisser und heisser, der Wind ist jetzt auch ganz weg. Wir grübeln, sollen wir auf die Düne rauf oder nicht? Sie lacht uns schon irgendwie an ..... Je länger wir warten desto wärmer wirds...... also aufgerafft, schnell Geschirr abgebraust (die Spatzen findens toll und versammeln sich gleich alle beim Wasser), Auto abgeschlossen und auf gehts!



Der Sand ist glühend heiss, wir quälen uns Schritt für Schritt voran. Die Füsse werden mit jedem Schritt ein paar Hundert Gramm Sand schwerer und die Kameras um den Hals auch. Es lohnt sich aber, unsere Strapazen werden mit einem fantastischen Blick ins Sossusvlei belohnt. Um uns herum erheben sich die Dünen. Ist das heiss! Unser Auto sieht aus wie eine winzige Fata Morgana. Die kühlen Getränke im Kühlschrank machen sich gerade sicher über uns lustig^^





Runter gehts dann viel schneller, leider funktioniert das Rutschen aber nicht so toll wie geplant, ich schlage eine breite Schneise in den heissen Sand^^
Sand Sand Sand überall, in den Haaren, in der Hose und die Schuhe sind gefühlte 5kg schwerer, wir fühlen uns schon selber wie Sand!^^





Am Auto angekommen plündern wir erstmal den Kühlschrank und drehen die Klimaanlage auf. Im Sossusvlei ist es jetzt sehr voll, viel zu voll für unseren Geschmack. Ich will jetzt sofort mit dem Kopf unter kühles Wasser, und so ist der Pool das nächste Ziel, da alle Leute jetzt im Park sind ist er sicher leer.

Meine Wünsche werden erfüllt, wir ergattern sogar eine der wenigen Liegen im Schatten. Wir tauchen unter, kühlen uns ab nach diesem langen, heissen Tag, spülen den vielen Sand ab. Dann dösen wir auf den Liegen ein und holen etwas Schlaf nach.

Am späten Nachmittag machen wir uns wieder auf die Socken in den Park. Düne 45 ist unser Ziel für den Sonnenuntergang, unterwegs sehen wir Springböcke und schöne Dünen im Abendlicht.









Die Dünen glühen wieder knallrot, man kann diese Farben eigentlich nicht beschreiben.









In der Dunkelheit fahren wir zurück. Wir sehen noch eine Hyäne und Schakale, leider reicht das Licht nicht mehr zum Fotografieren. Wir sind vollkommen erschöpft und überwältigt von den heutigen Eindrücken. Wir grillen unser letztes Steak und sinken platt in die Federn. Gute Nacht !!! Morgen geht’s wieder ans Meer ....
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zuletzt bearbeitet 26. Juli 2013
2'772 Beiträge · seit 200617. Nov. 2009 · #35
Hallo Janet,

bei den tollen Bildern freue ich mich noch mehr auf unseren nächsten Trip 🙂 🙂
Danke für deine Mühe!

LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
2'772 Beiträge · seit 200617. Nov. 2009 · #36
Sorry. Doppelpost 😊
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2010
690 Beiträge · seit 200917. Nov. 2009 · #37
Danke Janet für's Mitnehmen. Es macht Spass Deinen Bericht zu lesen. Wir werden Weihnachten im Sossusvlei verbringen!
57 Beiträge · seit 200917. Nov. 2009 · #38
schade schade dass man uns dort erkennt, aber nicht anspricht 🙁 hatten eigentlich mehr von den Aufklebern erhofft
Liebe Janet, lieber Heiko

Nur zur Präzisierung (so schnell können bei Ungenauigkeit Missverständnisse entstehen):

Ihr habt uns auf der Schotterpiste zum Fish River Canyon überholt. Da haben wir das Schild gesehen, aber nicht eure Gesichter.

Im Restaurant des Canon Roadhouse (ich glaube das war ein Tag später) hatten wir dann natürlich keine Ahnung, dass ihr Janet und Heiko seid, da hättet ihr euch das Schild schon auf die Brust kleben müssen;-).


Wie ihr ausseht, habe ich erst dank eurem Reisebericht erfahren.

Ich freue mich auf weitere spannende Berichte von euch!

Liebe Grüsse

Cheetah13
Themenstarter1'419 Beiträge · seit 200917. Nov. 2009 · #39
Hi Cheetah,

ja das hab ich dann falsch verstanden, sorry! 🙂

Wir haben glaube nur ein Auto überholt, dann weiss ich ja das wart ihr *g*

Ob ich mir im nächsten Urlaub ein Schild auf die Brust klebe weiss ich aber noch nicht 😄

Liebe Grüsse
janet
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5'479 Beiträge · seit 200917. Nov. 2009 · #40
Eine Stunde allein im Deadvlei. Ihr hattet ein Riesenglück. Toll!
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