tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201125. Jan. 2015 · #121
Der Tag ist noch lang ...
Irgendwann kommen wir wieder bei dem Löwenrudel vorbei und können nur feststellen, dass sie mit der Sonne langsam von einem Baum zum anderen ziehen, immer den Schatten ausnutzend. Der ein oder andere bewegt sich.
Oh, da geht sogar mal einer... 🤩
aber nur, um sich gleich wieder zu setzen! 😈 Faul, fauler und noch fauler liegen sie mit dicken Bäuchen im Schatten. Eine Antilope läuft entspannt in wenigen Metern Entfernung vorbei, aber keines der Tiere zeigt auch nur annähernd irgendwelche Drohgebärden oder gibt zu verstehen, dass er hungrig sei. Ich wette, ich hätte auch aussteigen können und keines der Tiere hätte sich um mich gekümmert - oder? 🤩 😈 Die Italiener, die mit uns im Pioneer Camp standen, treffen auch gerade bei den Löwen ein. Sie schauen kurz und fahren dann aber weiter. Wahrscheinlich wissen sie, dass die Tiere pappsatt und so träge sind. Wir warten aber noch ein bisschen, aber es passiert einfach nichts!
Upps!
Na ja, wir lassen sie einfach in Ruhe und hoffen, dass wir sie noch einmal sehen können. Es sind viele Jungtiere, vor allem Männchen dabei. Diese lassen sich besonders gut erkennen, wenn sie ihren Bauch in den Himmel strecken. So langweilige Löwen gibt es wohl nur im South Luangwa. Wir treffen sie aber später noch einmal. Schließlich haben wir immer noch keinen Cappuccino gekocht und es wird Zeit dafür. In einem ausgetrockneten Seitenarm zwischen Pukus, Schweinchen und Buschböckchen findet sich ein geeignetes Plätzchen für eine Mittagsrast unter diesem herrlichen Akazienbaum... Vielleicht ist es ein Rotschwingenstar? Er ist leider nicht ganz scharf geworden. Anschließend halten wir uns flussabwärts und folgen dem River Drive, westlich des Main Tracks.
Reiher Nimmersatt mit Krokodil Sattelstorch Auch hier sind viele Tiere. Wir kommen an einen Baum, unter dem Elefanten schlafen. Dieser Anblick ist immer noch ungewohnt und zuerst bekommt man einen Schreck, da man glaubt, sie seien tot. Aber bereits im Chobe NP sahen wir schlafende Elefanten liegen. Giraffen, Buschböcken, Pukus oder Impalas grasen hier und vor allem die Nilpferde befinden sich gerade auf einem Landspaziergang. Das war endlich mal ein Gamedrive nach unseren Vorstellungen. Es ist schade, dass Julian und Isa nun nicht mehr dabei sind. Herrliche Fusslandschaft! Faszinierende Bäume oder das was davon übrig ist.
Hier herrscht völlige Entspannung Es gelten aber unsere Verkehrsregeln: Rechts vor links! Und Wegweiser gibt es natürlich auch.
Wir beschließen zum Camp zurück zu fahren, uns auszuruhen und die vielen Eindrück zu verdauen. Am Spätnachmittag starten wir erneut zu einem Nightgamedrive.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201125. Jan. 2015 · #122
Nightgamedrive - und dann endlich...
Eigentlich ist die kurze Zeit im Urlaub viel zu schade, um sich auszuruhen. Hier warten noch so viele Überraschungen. Wie ein kleines Kind, entdecke auch ich ständig irgendetwas Neues. Aber die Kamera braucht auch eine Pause. Im Camp: Idealer Ort mit Liegen zum Ruhen! Lageplan Angebotstafel
Um 16.00 Uhr geht es erneut in den Park. Dieses Mal genießen wir die Fahrt in einem Safarifahrzeug mit Moses, unserem Tracker und (Name nicht notiert!).? . Zusammen mit einem jungen Pärchen aus Italien und einer Familie aus Malawi geht es los. Wir erzählen unserem Guide von dem Löwenrudel und er ist so nett und fährt auch noch einmal zu den Bäumen, aber es ist das gleiche Bild wie am Vormittag, sie liegen allerdings jetzt neben dem zweiten Baum. Immer noch gemütlich am Schlafen! Da schaut schon mal einer hoch.... Unser Guide meint, wir sollen erst einmal den Sundowner trinken und gegen 18.00 Uhr zurückkommen. Einen guten Kilometer weiter, steigen wir aus, genießen den Sonnenuntergang mit Cidre, Bier, Cola und Popcorn. Die Familie aus Malawi erzählt viel von ihrem Leben dort, was für uns super spannend ist.
Wir sind scheinbar eine ganz lustige Truppe und als wir um 18.00 Uhr wieder die Löwen erreichen, erwachen sie genau in diesem Moment zu neuem Leben. Sie sind nicht mehr so verpennt. Dieser erneute Besuch ist allerdings nur von kurzer Dauer, aber der einzige, der sich an diesem Tage bei den Löwen wirklich lohnt. Denn die Löwen beschließen, wach zu werden und an ihr Nachtwerk zu gehen. Einer nach dem anderen reckt und streckt sich und steht auf, um dann nacheinander den Platz zu verlassen. Leider ist es für gute Fotos schon sehr dunkel. Aber für uns ist es trotzdem ein tolles Ereignis. Wir stehen so gut, dass sie direkt am Fahrzeug entlang gehen. Man möchte sie so gerne streicheln! Wir zählen übrigens 14 Löwen. Eine der Löwinnen trägt einen Sender. Schön brav der Reihe nach , trotten sie weg. Inzwischen ist sehr dunkel und das Fotografieren kaum mehr möglich. Auf unserem Nightdrive begegnen wir in den nächsten 2 Stunden mehreren Leoparden. Der erste ist ein Männchen, welches gerade auf der erfolglosen Jagd nach einer Antilope unterwegs ist. Er wird durch Moses mit dem Scheinwerfer angeleuchtet und fühlt sich scheinbar gar nicht gestört. Später sehen wir einen weiteren Leo und danach noch eine Leopardin mit zwei Jungen. Leider ist diese sehr weit entfernt. Eine Hyäne kreuzt unseren Weg und immer wieder sind Genets oder Zibetkatzen zu sehen, aber auch Buschbabys zeigt uns Moses und natürlich wird der Park von vielen Hasen besucht. Eine Zibetkatze, die ich gerade noch im Scheinwerferlicht erwischen kann.. Ein Nightgamedrive ist extrem spannend. Wir haben viele Nachttiere gesehen, die wir nur aus Büchern kennen. Mit dem Fotografieren ist es so eine Sache, gerade bei Nacht, manch einer kann es gut, ich eher nicht, aber es ist auch völlig entspannend einmal nur zu schauen. Wir hatten eine so tolle Tour, das werden wir bestimmt wiederholen. Morgen fahren wir in den Nsefu Sector....
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200925. Jan. 2015 · #123
Hallo, Biggi
es ist so schön, mal wieder etwas aus dem South Luangwa zu hören und zu sehen. Wenn es auch schon etliche Jahre her ist, zählt der Park immer noch zu meinen Lieblingsparks. Auch im Wildlife Camp scheint sich nicht viel geändert zu haben...... 🙂 Vielen Dank für deine Mühe.
take-off1'674 Beiträge · seit 201225. Jan. 2015 · #124
Hallo Biggi,
Das sind tolle Bilder. 😄 von einer tollen Reise.
Sehr schön dass ihr einen Teil der Reise gemeinsam mit eurem Sohn und Freundin gemacht habt. Da habt ihr sicherlich gleich den doppelten Spaß gehabt. 😄 Wir haben unsere Jungs 2012 auch mit nach Südafrika genommen. Dies erweitert den Horizont der jungen Leute ungemein und nebenbei hatten wir auch großen Spaß zusammen.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201126. Jan. 2015 · #127
Hallochen, liebe Danke-Button-Drücker und alle heimlichen Leser, es freut mich, dass ihr alle dabei seid und mich immer noch begleitet. 😄 🙂 🙂 Danke!
@ Birgitt , wir waren zum ersten Mal im Wildlife Camp, aber aus meinen Vorbereitungen und den Erzählungen, scheint sich dort tatsächlich nicht viel geändert zu haben. Es war für uns eine erste Kennlerntour und wir werden bestimmt noch einmal mit viel mehr Zeit im Gepäck zurückkommen. In Sambia wartet noch so viel mehr auf uns.
@ Guggu und Susi, danke für euren Zuspruch und Lob!
@Dagmar, danke für dein Lob. Ich habe noch einmal in deinen Bericht von 2012 geschaut und festgestellt, dass sich unsere Reise sehr eurer ähnelt. Die Panoramaroute und Buckler`S Africa waren unsere letzten Ziele auf dieser Reise.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201126. Jan. 2015 · #129
Überaus zufrieden mit diesem Tag schlafen wir tief und fest. So geht es dann weiter....Nsefu Sector Am nächsten Morgen fällt der erste Blick aus dem Zelt auf den Fluss, in dem gerade eine Elefantenfamilie steht. Der Blick nach links... und der Blick nach rechts - fantastisch! 😘 Mein Blick ist allerdings deutlich eingeschränkt. Meine rechtes Auge ist angeschwollen und juckt. War es eine dieser dicken fiesen Anopheles? Zumindest muss jetzt eine Dose Tonic Water aus dem Kühlschrank das Auge kühlen. Morgen wird es wieder weg sein! Die Duschen sind auch immer warm, ein köstliches Frühstück erwartet uns, die Affen beklauen uns erst am nächsten Morgen und überhaupt... wir fühlen uns hier wohl! Der Blick aus unserem "Wohnzimmer" Heute wollen wir in den Nsefu Sector fahren. Dazu müssen wir zurück nach Mfuwe. Die anfangs weiche Sandpiste wird zum Gate hin etwas fester und führt durch einen schönen Mopanewald. Mehrere ausgetrocknete Flussläufe sind zu durchqueren. Auf den ersten Kilometern durchqueren wir noch kleine Dörfer, die zu Mfuwe zählen. Wir sehen Kinder und Frauen, die im Flusstal nach Wasser graben und aus tiefen Löchern mit kleinen Dosen, völlig versandetes Wasser schöpfen. Nach ca. 16 Km erreicht man das Milyoti Gate. Dort ist eine Rangerin, die direkt neben dem Gate wohnt und tagsüber als Hausfrau ihren Pflichten nach kommt. Sie scheint ein bisschen überfordert mit dem Schreiben und bittet mich, das Permit auszufüllen. Während wir im Büro warten, kommen zwei Fahrzeuge mit Österreichern an, die den Nsefu Sector nur als Transitroute nutzen wollen. Sie zahlen dann keine Gebühren.
Wieder erwarten uns wunderschöne Landschaften mit Elefanten, Pukus, Warzenschweinen, Nilpferden und lustigen Giraffen und vielen Vögeln. Immer sehen wir mehrere Tierarten friedlebend bei einander weiden. Eine große Herde mit Wasserbüffel soll hier gerade durchziehen, aber wir sehen nur ihre Hinterlassenschaften. Der Nsefu Sector ist sehr wenig besucht. Es gibt hier ein paar wenige Lodges, aber keine Campingmöglichkeiten. Der Fluss ist mit unsagbar vielen Hippos gefüllt und natürlich sind auch die Krokodile sehr zahlreich daneben vertreten. Einfache Pisten und Pads führen uns immer wieder ans Ufer des Flusses. Manfred möchte nicht die Durchgangsstraße benutzen, übrigens auch nur Sand, und biegt immer wieder in kleine "Schlaufen" oder auf sogenannte Loops ab. Manchmal folgen wir den Spuren, die aber auch in Sackgassen enden. Kleine Lagunen versperren die Durchfahrt. Vogelreich ist diese Gegend natürlich auch. Hornraben mit sehr roten Schnäbeln und mit etwas blasserem roten Schnabel... Wir folgen den Pads ins Nichts und treffen... Entzückende Hintern oder Giraffen.... beim Brückenbau... Bei der Kreuzigung oder ... beim Versteckspiel... aber immer in weißen Socken ... Danke, dem Model der Thorncraft Giraffe! Plötzlich tauchen Elefanten neben uns auf...sogar Elefanten tragen Socken! 🤩 Buschböckchen und Kudus laufen hier umher... und einfach viele Tiere. Und dann plötzlich versagt unser Navi und zeigt das Auto nur in der Landschaft an, nicht mehr auf Wegen. Dieses hat dann auch zur Folge, dass wir über eine traumhafte Savanne fahren und irgendwann viele Geier am Himmel sehen, denen wir folgen. Drei tolle Bäume (!), die sehen wir nur, weil wir den Zebras gefolgt sind. Aber der Untergrund ist alles andere als gut befahrbar! Leider endet dieser Weg dann an einer unüberwindbaren Schlucht. Das schafft auch unser Landy nicht oder vielleicht liegt es auch an uns. Wir finden den Flugmodus nicht?! 😈 Das Navi hat schon länger keine Wege mehr angezeigt. Nach heftigen Regenfällen sind eben manche Wege verschlammt, weggerissen, völlig unpassierbar oder die starke Erosion erledigt den Rest. Da stehen wir nun und wissen nicht wohin. Wir befinden uns auf der großen Mutanda Ebene, im Nordteil irgendwo auf dem Nyumba Drive. Dieser ist übersät mit den Kackhaufen der Wasserbüffel, die aber schon weitergezogen sind. Wir müssen zurück und wissen, dass sich in Südrichtung die Durchgangsstraße befinden muss. Die Abfahrt zu der Savanne ist aus dieser Richtung kommend zu steil. Aber mein Mann meint ja immer : " Da wo ich hin gekommen bin, komme ich auch wieder zurück!" So einfach ist das hier aber nicht. Wir fahren irgendwie in Südrichtung und dann stehen wir erneut vor einer kleinen Schlucht. Was also tun? Ich steige aus und gehe zu Fuß weiter. Den Geiern können wir nicht mehr folgen, da wir den Flugmodus immer noch nicht gefunden haben. Langsam tut sich so ein komisches Gefühl auf. Lauter Abbruchkanten sind vor uns. Es geht nicht weiter. Vor Aufregung komme ich gar nicht auf die Idee, mit der Kamera das zu dokumentieren. Mein Herz rutscht immer weiter in den Popo. Aber mein Mann hat ja schließlich einen Landy und der kann, was andere Fahrzeuge nicht können, außerdem besitzen wir eine Seilwinde und weiteres Bergungsmaterial. Ich klettere durch die kleine Schlucht, die vielleicht 5m breit ist und erreiche die andere Seite. In einiger Entfernung sehe ich eine Pad. Ok, da müssen wir hin. Ganz langsam versucht Manfred mit dem Landy dieses Steilstück in die Schlucht zu rutschen. Ich gebe jeden Zentimeter vor, mal mehr nach links, mal mehr nach rechts und ganz langsam geht es voran. Ich kann kaum glauben, was ich dann miterleben muss. Der Landy hat seine Prüfung überstanden und wir haben es sogar ohne Bergungsmaterial geschafft. Weder der Highliftjack, noch die Seilwinde war nötig. Nie im Leben wäre ich mit einem Auto durch diesen Abschnitt gefahren. Spätestens jetzt wissen wir den Landy zu schätzen. Er hat eine weitere Prüfung überstanden. Nun geht es auf normalen Sandwegen zurück zum Gate. Ein einziges Safarifahrzeug ist uns im ganzen Park begegnet und es gibt keine Menschenmassen, keinen Lärm und nur absolutes Wildlife - genauso, wie wir es wollen. Aber manchmal birgt diese Einsamkeit auch Gefahren, wenn man z.B. abseits der ganz normalen Pads unterwegs ist. Wir verlassen das Gate und folgen dem Weg nach Mfuwe zurück.
Der Nsefu Sector ist sehr tierreich, bietet schöne Landschaften, aber keine spektakulären Sichtungen. Das nächste Mal brauchen wir eine Begleitung: Die Katzenfee! 🤩
Nane421'362 Beiträge · seit 201126. Jan. 2015 · #130
Mannomannomann, ist das spannend... 🤩 🤩 ! Da hab` ich ja beim Lesen die Luft angehalten... Ich wäre wahrscheinlich gestorben vor Angst... Klasse ! Hut ab, ihr erlebt echte Abenteuer !! 😎 🤪 😁 Bin gespannt, was noch passiert... LG, Nane 🙂
Liebe Fomis, deshalb liebe ich meinen Chef, weil sie doch immer wieder einspringt, auch wenn sie meine Handlungsweisen öfter unmöglich befindet. Gleichwohl ist sie immer bereit, mich auf den Millimeter genau einzuweisen. Diesen Test jedenfalls hat der Landy mit Biggis Hilfe super gut überstanden und wir auch. Natürlich hat meine Liebe auch ein wenig geschimpft. Nachdem sie aber dann tief durchgeatmet hatte, hat sie das Erlebnis dann sehr schnell als eines unserer gemeinsamen Abenteuer abgehakt......und heute hakt sie mal wieder ein Lebensjahr ab. Ich wünsche uns noch viele viele gemeinsame Lebensjahre voller gemeinsamer Abenteuer.
Kloppo376 Beiträge · seit 201427. Jan. 2015 · #136
Hallo Biggi!
Erst einmal auch von mir alles gute zum Geburtstag 🤪 !
Dein Bericht ist wirklich sehr schön und hat mir schon etliche Nachmittage versüßt! Danke nochmal und mach weiter so, ich werde den Landy so schnell nicht verlassen 😗 ! Hoffentlich gibt es nicht viel mehr solcher aufregenden Situationen! Die Tierbilder sind aber klasse!
Liebe Grüße
Kloppo
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Nane421'362 Beiträge · seit 201127. Jan. 2015 · #137
Huhu Biggi,
Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag und lass dich noch schön verwöhnen 😁 😁 !! Viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit und tolle Reiseerlebnisse auch im neuen Lebensjahr !!
Boompjes43 Beiträge · seit 201428. Jan. 2015 · #138
😄 😮 😘
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201130. Jan. 2015 · #139
Ihr Lieben, da konnte doch jemand seinen Mund nicht halten! 😉 😗 Aber schließlich trifft es ja jeden einmal im Jahr. Und es war schööön! Vielen herzlichen Dank für all eure guten Wünsche, davon kann man nie genug haben! 🙂 😛 Auch wenn ich schon (noch!) als Uhu gelte, dennoch freue ich mich über jeden Kommentar oder Wunsch, also...vielen Dank! 😘 😘 😘
So, und nun ist auch der zweitägige Zeugnismarathon beendet und ich habe bis Mittwoch frei. 🤩 Hurra 🤩 Na, ja der Kalender zeigt zwar ein paar rote Eintragungen - aber erst später...heut geht es wieder in den Luangwa National Park. Kommt ihr mit?
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201130. Jan. 2015 · #140
Zum Markt und noch einmal in den Luangwa National Park
Im Wildlife Camp erwartet uns dann eine sehr unangenehme Überraschung. Da hat sich doch so ein Möchte-gern-Touroperator aus Simbabwe (ital. Staatsbürger) neben unserer Campsite so ausgedehnt, dass wir nicht mehr auf unseren Platz kommen. Wir erklären ihm, dass wir gerne mit dem Landy zu unserer Campsite wollen und er sich etwas einschränken kann. Eine Küche, die aus mehreren Spülbecken und festem Herd besteht, steht direkt vor unserer Feuerstelle. Mehrere Bodenzelte grenzen an unseren Unterstand. Es ist deutlich zu erkennen, dass unser Platz belegt ist, denn unsere Stühle, der Tisch und unsere IKEA Tasche mit dem Feuerholz stehen noch dort. Ein ziemlich unangenehmer und arroganter Reisender, dieser Italiener 😈 Er bestätigt alle Klischees über weiße Schnösel in Afrika, so ein Idiot! 😈 😈 😈 Aber nicht mit uns! Zum Glück hat der sehr aufmerksame Eigentümer des Camps dieses Problem auch schon erkannt und wenig später weist er den Italiener zu Recht. Die Bodenzelte muss er umstellen und seine Küche zieht er auf seine Campsite. Zu der Truppe gehört ein junger Mann (vielleicht 17/18 Jahre alt), der sich um den Haushalt kümmert und als "boy" dabei zu sein scheint. Er bleibt immer im Hintergrund und bewacht die Zeltburg, während sich die Herrschaften auf einem Gamedrive befinden. Am nächsten Morgen kommen wir mit dem Jungen ins Gespräch, dem die Situation sichtlich unangenehm war. Er erzählt uns, dass der Mann mit seiner Tante eng befreundet sei und er nur als Boy für alle anfallenden Küchenarbeiten auf diese Reise mitgenommen wurde. Sein Boss zeigt einem befreundeten Paar Sambia. Trotzdem ein Idiot!
Die Zeit ist aber viel zu kostbar zum Ärgern. Wir besuchen den Markt in Mfuwe, der hier täglich stattfindet und so ziemlich alles bietet, was man zum Überleben in der Wildnis braucht. Frisches Brot nehmen wir auch gleich noch mit. Viele nette Menschen erklären uns die unbekannten Gemüsesorten. Wieder fallen uns die kleinen Mengen von Backpulver, Mehl oder Öl in Tüten auf. Sie hängen an der Stange oben im Bild.... Hier haben die Menschen noch die Zeit, täglich ihre Einkäufe zu erledigen und müssen keine Vorräte anlegen. Bei manchen Produkten müssen wir doch genauer nachfragen... Speiseöl aus Benzinkanisten? Hier musste ich einfach die Frisur aufnehmen!! 🤩 So eine weiche Unterlage lädt natürlich zum Nickerchen ein! 😗 Manchmal gibt es die Schuhe auch paarweise. 🤩 Herrliche Farbtupfer bieten die Stoffbahnen, die sich als Tischdecke gut eignen.
Again im Luangwa NP
Dann machen wir uns auf in die andere Richtung und passieren das Gate zum Luangwa NP. Wir trafen zuvor im Camp das ital. Pärchen, welches mit uns auf dem Nightgamedrive unterwegs war und sie berichteten von einem Leo auf einem Baum. Pah, darauf warte ich schon so lange! 🤩 Nun halten wir natürlich nach jedem Baum Ausschau. Aber wie es so ist, wenn man sucht, findet man nichts, man sollte auf den Zufall warten... und das Glück. Kudus sind zu sehen und Bäume , Leberwürste... Hier wachsen schon komische Zweige, Äste und Wurzeln? So ist das, wenn man sich alle Bäume anschaut... 😊 🤪 Aber manchmal entdeckt man auch Vogelgefieder.... Das müsste ein Fleckenuhu sein. Leider saß er im Gegenlicht. Ein geschmücktes Krokodil Und wieder Bäume ... der unendliche Blick in die Savanne Dann sahen wir endlich die Büffelherde, der wir im Nsefu Sector gefolgt sind - oder eine andere... 😊 Wir erreichen einen Loop, wo der Leo sein soll, schauen jeden Baum ab und sehen ihn natürlich nicht. Es wäre ach zu schön gewesen. Bestimmt ist er schon weiter gezogen. Ein paar Kilometer entfernt treffen wir auf einen Safariwagen und der Guide meint, 1,5 Km zurück, dann nach links, einen Bogen fahren und nach ca. 1 Km würden wir den Leo sehen. Na ja, wer afrikanische Beschreibungen kennt, kann sich vorstellen, dass man bestimmt nichts findet. Aber es soll anders kommen. In der beschriebenen Umgebung scanne ich jeden Baum ab und stelle fest, genau hier haben wir vor einer halben Stunde auch schon gestanden und konnten nichts sehen. Aber nun ist er plötzlich da!Upps! Ein Suchbild. Kein Wunder, die Leos sind so gut getarnt... aber wir kommen ihm näher. Der Leo hängt völlig entspannt im Baum, eigentlich gut zu sehen, wenn man direkt davor steht. Das geht aber leider nicht. Man darf die Wege nicht verlassen, dennoch gelingt es meinem Chefpiloten, relativ nahe heran zu fahren. Es ist bereits später Nachmittag, die Sonne senkt sich und wir müssen bis 18.00 Uhr den Park verlassen. Und ausgerechnet jetzt treffen wir auf so ein tolles Tier und wieder meckere ich, dass mein Objektiv nicht ausreichend ist. ( PS: Das war gut. Ich habe jetzt ein besseres!!! Januar 2015!!) Ich mache im letzten Licht noch viele Fotos. Er erwacht und schaut tatsächlich in unsere Richtung! 😄 🤩 Der ist echt!!!! Dann kommt ein weiteres Safariauto und der Tracker hat einen guten Scheinwerfer. Leider naht die 18.00 Uhr Grenze, die Zeit ist wieder einmal viel zu schnell vorangeschritten und wir haben noch ein paar Kilometer bis zum Gate zurück zu fahren. Der Chefpilot gibt Gas, so gut es eben hier geht. 🤩 Die anderen Fahrzeuge dürfen ja länger im Park bleiben. Kurz nach 18.00 Uhr erreichen wir die große Brücke, es wird denkbar knapp, aber wir dürfen noch problemlos durchs Gate fahren. Und stehen vor dem Gate Ein letzter Blick nach rechts zeigt uns, dass die Tiere keine Grenze kennen. Sie sind einfach überall und zahlreich: Elefanten, Nilpferde, Pukus ... Und dann trafen wir noch auf einen Wagen mit diesem Aufkleber. Nett!
Total zufrieden geht der letzte Tag im Luangwa zu Ende. Und der Landy läuft immer noch... aber er meint, eine kleine Werkstatt zu besuchen kann auch ein Urlaubshighlight sein und das sollten wir mal wieder tun...