Reisebericht

Dem Lockruf gefolgt.. ein Landy Abenteuer!

von tiggi · begonnen 07. Dez. 2014 · 63 Teile

Teil 107. Dez. 2014
Vorwort
Diese Zeilen und Bilder stellen unsere persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen dar. Unsere Bilder sollen einen Eindruck von Landschaften, Tieren und Menschen vermitteln. Die Texte dienen als Erklärung und vervollständigen die Hintergründe. Grundlage für unsere Reiseroute waren die Reiseführer aus dem Ilona Hupe und Stefan Loose Verlag. Dennoch erheben wir keinen Anspruch auf Richtigkeit der Inhalte.
Häufig waren wir den Menschen sehr nah und von ihrem Leben so fasziniert, dass wir dieses mit vielen Fotos dokumentiert haben. Insbesondere in Malawi wollten die Menschen gerne fotografiert werden. Es fiel mir ausgesprochen schwer, nicht jedem Kind oder Erwachsenen diesen Wunsch erfüllen zu können. Hier gab es dann nur wenige Tieraufnahmen.
So, jetzt sollt ihr aber wissen, wer wir sind.


hfd1b0b0.jpg



Da ist zuallererst unser Chefpilot, mein Mann Manfred (71 Jahre) und ich (50 Jahre) die Reiseleitung, unser Sohn Julian (22 Jahre) und seine Freundin Isabell (21 Jahre, kurz Isa genannt).
Gemeinsam sind wir in Benoni/Johannesburg gestartet, über Botswana und Sambia nach Simbabwe zu den Mana Pools gereist, anschließend zurück nach Sambia in den Lower Sambesi Nationalpark. Hier endete die Reise mit den Kindern, die wir nach gut 2 Wochen, in Lusaka am Flughafen abgaben.
Nun sind wir zu zweit quer durch Sambia in den South Luangwa NP und anschließend zum Lake Malawi weitergereist. Leider konnten wir nicht wie geplant, über Mosambik zurückfahren, sondern mussten wieder über Sambia und Simbabwe nach Südafrika reisen. In Mosambik beherrscht derzeit die Rebellengruppe der Renamo den Nordteil des Landes. Es kommt immer wieder zu Übergriffen und das Fahren ist teilweise nur im Konvoi möglich. Also mussten wir umdisponieren.

Mit einem Landrover Defender Puma begann dann also unser Afrika-Abenteuer 2014
und wer Lust hat, unsere Reise hier noch einmal zu verfolgen, ist herzlich eingeladen.

Herzlichst
Biggi und Manfred


Reiseverlauf 2014

- Start Johannesburg, Fahrzeugübernahme, erster Einkauf und Weiterfahrt bis
zur Gnu Ranch (Ü)
- Grenzübertritt nach Botswana, Khama Rhino Sanctuary (Ü)
- Tiaan`s Camp (Ü) am Boteti, Makgadikgadi NP
- Planet Baobab (Ü) Weiterfahrt über Nata nach Kasane
- Senyati Camp (Ü) Chobe NP und Boatcruise
- Kubu Lodge (Ü)
- Grenzübertritt nach Simbabwe, Victoria Falls, Amadeus Garden Lodge (Ü),
- Grenzübertritt nach Sambia bei Livingston, The Moorings (Ü)
- Siavonga am Lake Kariba, Eagles Rest (Ü)
- Grenzübertritt zurück nach Simbabwe, Mana Pools Nationalpark, Campsite
- Grenzübertritt nach Sambia, Lower Sambesi Nationalpark, Mvuu Lodge (Ü)
- Lusaka, Pioneer Camp (Ü)
- Chipata, Mama Rula (Ü)
- South Luangwa, Wildlife Camp (Ü)
- Grenzübertritt nach Malawi, Senga Bay, Safari Beach Lodge (Ü) never again!
- Lake Malawi Nationalpark, Cape Maclear, Chembe Eagle`s Nest Resort (Ü)
- Liwonde NP, Mvuu Lodge (Ü)
- Sambia, Chipata Mama Rula (Ü) und Pioneer Camp (Ü),
- Grenzübertritt nach Simbabwe bei Kariba, Kushinga Campingplatz (Ü)
- Gweru, Antelope Game Park (Ü)
- Bulawayo, Matopo NP, Maleme Dam (Ü)
- Grenzübertritt nach Südafrika, Forever Resort Tshipise
- Panoramaroute, Forever Resort Blyde River Canyon
- Krüger Nationalpark, Malelane Camp (Ü), Letaba Hut (Ü), Buckler`s Africa (Ü),
- Hazyview: Hamiltons Park (Ü)
- Rückflug ab Johannesburg nach Frankfurt - Hamburg.
Teil 208. Dez. 2014
Reisebericht Afrika 2014
Dem Lockruf gefolgt... kein Nutella, kein Zahnarzt und eine Charakterstudie über die Grenzbeamten

Ende Juli 2014. Ein Mittwoch. Es ist wieder soweit. Wir fliegen nach Afrika.
Die letzten Tage waren in diesem Jahr besonders hektisch, um so mehr freuen wir uns, all das hinter uns zu lassen und nur noch nach vorne zu schauen.
Julian und Isa, unser Sohn mit Freundin, verabschieden sich von uns gegen 12.00 Uhr. Die Großeltern bringen sie zum Flughafen nach Hamburg, wir folgen 2 Stunden später. Meine Schwester mit Sohn fährt uns. Schnell gehen wir in Gedanken noch einmal unser Gepäck durch, es sollte alles dabei sein! Der rote Rucksack, der Monchichi, die Kamera, Pässe usw.
Wir erreichen den Flughafen gerade so rechtzeitig, dass wir den Start und Abflug der Emirates Maschine nach Dubai noch filmen können. Mit der Maschine fliegen Julian und Isa über Dubai nach Jo`burg. Ich winke von der Aussichtsterrasse. Ob sie mich sehen? Wir sollen sie erst wieder in Benoni in Südafrika treffen.


h6f2d6bd.JPG


Dieses Mal dürfen wir sogar mit einer früheren Maschine von Hamburg nach Frankfurt fliegen, als ursprünglich gebucht. Komisch, im letzten Jahr war dieses aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Wir haben am Automaten von Lufthansa eingecheckt, geben unser Gepäck auf und werden gefragt, ob wir nicht eine Stunde eher fliegen wollen. Natürlich wollen wir nicht länger in Hamburg herumsitzen. Immerhin kommen wir so Afrika schon 400 Kilometer näher!
Frankfurt: Mit der Sky Line fahren wir zum nächsten Terminal, stärken uns bei einer bekannten Fast Food Kette und setzen uns anschließend zum Drink in die Flyaway Bar. Das Forum-Zebra steht vor uns auf dem Tisch, aber niemand scheint heute Abend Interesse an uns zu haben.
Irgendwann wird es Zeit mit der Sky Line zurück zufahren. Der Weg zum Gate ist wieder einmal sehr lang. Dort angekommen reihen wir uns am Gate ein und warten. Plötzlich erfolgt eine Durchsage: Die Maschine sei überbucht. Ungefähr 30 Personen seien zu viel, erfahren wir später. Gegen eine Erstattung stellt man ein Hotelzimmer zur Verfügung und könne am nächsten Tag fliegen.
Tja, für uns kommt das nicht in Frage, denn die Kinder würden ja in Südafrika auf uns warten und jeder Tag ist kostbare Urlaubszeit.
Wir setzen uns und kommen mit einem Pärchen ins Gespräch, die zwar gebürtige Deutsche sind, aber seit 20 Jahren in Johannesburg leben. Sie waren zu einem 3-monatigen Motorradtrip in Europa unterwegs. So vergeht die Zeit bis zur Boardingtime sehr schnell.
Nach dem Start stellen wir fest, dass niemand steht, auch die Toiletten sind frei, also gab es wohl doch Freiwillige, die zurückgetreten sind und einen Tag später fliegen. Häufig ist so ein Angebot auch finanziell sehr lohnenswert, wenn man ausreichend Zeit im Gepäck hat.

Afrika wir sehen dich !
Wir erleben gegen 6.11 Uhr einen tollen Sonnenaufgang über Afrika und landen pünktlich um 8.35 Uhr mit dem A 380 in Johannesburg. Ein Blick durchs Fenster verrät schon, dass dort Winter ist. Die Landschaft ist braun-grau und wenig einladend. Das Flugzeug dockt am Schnorchel an und wir betreten wieder afrikanischen Boden. Was für ein Gefühl! Es ist das erste Mal, dass wir nicht weiter fliegen, sondern den Flughafen hier verlassen.
Sawubona Afrika - hallo Afrika
Eine lange Schlange baut sich vor den Einreiseschaltern auf. Wir stellen uns irgendwo an, durchlaufen einen Fieberscanner. Glück gehabt, wir dürfen einreisen! Aufgrund der Ebola Epidemie in Westafrika ist man auch hier sehr vorsichtig. Am Gepäckband erscheinen sehr schnell unser Koffer und unsere olivgrüne Reisetasche. Ich bin immer wieder erleichtert, wenn das Gepäck vollständig ankommt. Unsere Schlafsäcke, sowie die warmen Outdoorhosen und unsere Trekkingschuhe, Stirnlampen oder anderes Equipment für die Wildnis sind kaum zu ersetzen. Für Bele: Ich habe auch eine lange Skiunterhose dabei.
Im Duty-Free Shop versorgen wir uns mit 2 Flaschen Amarula, die hier tatsächlich etwas günstiger sind als im Bottleshop. Wir verlassen nun den Zoll und treten in die afrikanische Freiheit hinaus.
Ein nettes Schild mit unserem Namen verrät, dass man uns bereits erwartet. Die Frau von Neil (ihren Namen habe ich vergessen!) holt uns ab, bevor es aber zum Auto in die Parkpalette geht, ziehe ich noch Geld aus dem ATM. Um 10.30 Uhr erblicken wir dann unser Zuhause auf vier Rädern für die nächsten 5,5 Wochen! Das Auto sieht gut aus und gefällt uns gleich. Ein Auto zum Verlieben oder ....?


h666be82.jpg


Wir bauen die Zelte auf, legen unsere Schlafsäcke hinein, verstauen das restliche Gepäck. Unseren großen Koffer und den Trolley lassen wir gleich bei Neil stehen. Die Reisebekleidung bleibt ebenfalls hier und Pumps und Jeans werden gegen Outdoorkleidung getauscht. Im Auto befinden sich ausreichend Schubladen und Kisten, die unser Gepäck verschlucken. Es folgt noch eine kurze Einweisung ins Fahrzeug und dann müssen wir noch ein paar papiertechnische Dinge erledigen. Bei einer Tasse Tee und Plätzchen unter blauen Himmel, ist das auch schnell erledigt. Wir erhalten eine Mappe mit einigen Zetteln und denken, dass die Dokumente in Ordnung sind. Es wird sich aber nach ein paar Tagen herausstellen, dass wir doch genauer alle Papiere hätten durchsehen sollen.

h1431aea.jpg

Zeltauf- und Abbau klappt gut, die Zelte sind auch beide in Ordnung! Prima!

h300025c.jpg


In der Zwischenzeit holt Neils Frau Julian und Isa vom Flughafen. Sie landen 2 Stunden nach uns. Wenig später sind wir komplett, gegen 13.00 Uhr verlassen wir das Grundstück. Doch schon recht bald sollen wir Neil wiedersehen.

hdfbc975.JPG


Der Kilometerstand beträgt beim Start 96600 Km, damit ist der Wagen gerade eingefahren. Es ist ein 6 Jahre alter oder junger Land Rover Defender! Versprochen wurde uns allerdings ein 2-3 Jahre junges Fahrzeug. Erst nach unserer Rückkehr erfahren wir, dass der ursprünglich für uns reservierte Landy noch in der Reparatur war, weil die Vormieter einen größeren Schaden verursacht hatten.

Abenteuer Einkauf folgt gleich!
Teil 308. Dez. 2014
Die ersten Schritte mit dem Landy...


Unser erstes Ziel ist der Sparmarkt auf dem Weg zur Autostraße. Dort kaufen wir ordentlich ein, zumindest einen Teil der Nahrung (Müsli, Nutella, Honig, Käse, Tee, Joghurt, Nudeln usw.). Denn am nächsten Tag wollen wir die Grenze nach Botswana passieren und manchmal darf man kein Fleisch oder Gemüse einführen. An der Kasse müssen wir fast 100 € zahlen. Die Kassiererin schaut mich sehr erstaunt an. In Afrika hat man eher selten den Einkaufswagen so voll. Zum Trost bekomme ich einen Blumenstrauß geschenkt. Was für eine nette Geste, die Verkäufer haben wohl wirklich Mitleid mit uns. Im Bottleshop decken wir uns noch mit Savanna ein. Das Auto füllt sich, es wird eng im Gepäckraum!

hfdfb614.JPG


h6c98807.JPG


h922461c.JPG


Als ich vom Bottleshop zum Auto zurück komme, steht meine Familie mit Neil zusammen. Was ist nun geschehen? Möchte er auch hier einkaufen? Nein, da haben wir wohl die falschen Stühle im Auto. Die Privatstühle von Neil standen direkt neben unserem Landy, als wir alles einluden. Nun kommt er um die Stühle zu tauschen. Schade, Neils Stühle waren top, die jetzigen schon sehr gebraucht.
Der Landy hat eine sogenannte Blackbox mit einem GPS-System, so dass man uns jederzeit orten kann. Also stellte Neil schnell fest, wo wir uns befinden und kommt zum Tauschen der Stühle vorbei.
Aber dann geht es endlich los, nach Norden über die N1 in Richtung Modimolle. Wir zahlen hier bereits einmal 9 Rand und später noch 22,50 Rand Autobahngebühr. In Modimolle verlassen wir die Autobahn in Richtung Vaalwater und ca. 50 KM vor Lephalale finden wir dann unsere Übernachtung auf der Gnu Ranch.

Was uns dort erwartet, folgt demnächst.

Biggi
Teil 409. Dez. 2014
Übernachtung Gnu Ranch

h675466c.jpg

Auf dem Weg zur Ranch bei Elmeston/Lephalale

Inzwischen ist es bereits 17.45 Uhr als wir auf der Ranch eintreffen und auch gleich zwei bzw. drei große Überraschungen erleben.
Zur ersten: Ich hatte zwei Luxury Tents (Zelte) gebucht. Als ich an der Rezeption stehe, fragt mich der Eigentümer, ob wir denn nur ein Auto hätten. "Ja", sage ich, "warum?". Wir erfahren, dass die Zelte 2 Kilometer auseinander liegen. Das war leider aus dem Internet nicht so deutlich erkennbar und da wir ja einen Braai-Abend geplant haben und auch das gesamte Gepäck im Auto verteilt ist, wird es schwierig, wenn wir so weit auseinander wohnen. Was also tun?
Zum Glück gibt es noch eine freie Rock Lodge. Dieses hat man uns zum gleichen Preis angeboten. „Was für ein Glück“, denken wir. Nun ist das Gelände der Gnu Ranch 3500ha groß und die Pads unbeleuchtet. Der nette Besitzer will uns zum Haus bringen, inzwischen ist es dunkel geworden und er meint, es sind ca. 4 Kilometer bis zum Haus. Er fährt vorweg, nur wir kommen nicht hinterher.
Und das ist dann die zweite Überraschung: Der Schlüssel des Landys lässt sich weder aus dem Lenkradschloss, noch ins Schloss stecken, nachdem es uns gelungen ist, ihn heraus zu ziehen. Der Landy fährt also nicht. Aber wieder haben wir Glück und der Mechaniker der Ranch ist zugegen und meint, er kenne das Problem und mit etwas Silikon-Öl funktioniert das Schloss wieder.
Es dauert noch etwas, aber dann folgt auch der Landy dem Eigentümer hinterher. Über Hoppelwege finden wir das Haus und man lässt uns alleine in der Wildnis. Genauso wollen wir das auch immer. Vor uns befindet sich ein schönes Häuschen, die Lampen finden wir irgendwie und auch die Zimmer. Uns stehen 12 Betten zur Verfügung. Da fällt die Entscheidung schon schwer, welches wir benutzen sollen? Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Bad, aber irgendwie ohne Wasser. Das gab uns ein Rätsel auf! Aus dem Wasserhahn kommt nichts. Und wir in der Wildnis! Warum soll auch immer alles perfekt sein – wir müssen schließlich merken, dass wir in Afrika sind und „That`s Africa!“
Mit Taschenlampen bewaffnet schleichen wir ums Haus, können aber nichts finden, was uns auf Wasser hoffen lässt. Den Besitzer versuchen wir inzwischen telefonisch zu kontaktieren, aber leider meldet sich niemand mehr.
Eigentlich ist dieses Wasserproblem Überraschung drei und das alles innerhalb einer Stunde!
In einiger Entfernung sehe ich dann einen Lichtschein. Wir haben Nachbarn, die man fußläufig erreichen kann. Also besuche ich unsere Nachbarn, stelle mich vor und schildere unser Problem. Es ist eine Familie aus Südafrika. Der Mann kommt mit seinem Sohn zu unserem Haus (sie haben auch so ein Ranchhaus gemietet) und helfen bei der Suche. Etwas entfernt gibt es einen Wasserturm. Unser Weg führt unseren Sohn zum Wasserturm und wir müssen feststellen, dass der Tank für unser Haus leer ist. Über einen Hebel gibt es aber die Möglichkeit, den Tank des Nachbarhauses zu benutzen. Er klappt und wir haben Wasser, zumindest heute Abend.
Eine große Braai-Fläche (Braai = so bezeichnen die Südafrikaner das Grillen) mit viel Holz lädt zum Essen ein. Unsere Steaks, mit Eisbergsalat, Kartoffeln aus dem Potjie und Sourcream sind lecker, dazu gibt es ein erstes Savanna. (Cidre ähnliches Bier)


h31403f5.jpg


h7eb6788.jpg



Zwischendurch müssen wir allerdings noch wegen des Schlossproblems mit dem Vermieter telefonieren. Die Ferndiagnose hilft uns jedoch nicht weiter. Dieses Problem hat uns übrigens den ganzen Urlaub begleitet, wir wissen aber später damit umzugehen. Dafür haben wir unseren Chefpiloten dabei und in der Werkzeugkiste befindet sich ein Q20 Öl für den Notfall.


Ein herrlicher Abend am Feuer unter der Milchstraße entschädigt uns für die Strapazen des Tages und geschlafen haben wir wie Steine. Die Betten sind klasse!
Teil 509. Dez. 2014
Da strapaziere ich wohl das System? Noch einmal drei Bilder zum Text hochladen, will mein PC nicht.
Dann versuche ich es jetzt erneut: 😉 😗 😮 😵

Biggi


hce180ec.jpg

Am Feuer!
ha432ad0.jpg


hb386f89.jpg


Der Blick ins Schlafzimmer - das ging dann doch noch!
Teil 609. Dez. 2014
Am nächsten Morgen sehen wir zum ersten Mal die Umgebung, in der wir die Nacht verbracht haben - wunderbar! Steinig, wild, aber leider zeigen sich keine Tiere. Es soll hier schon Zebras, Gnus u.ä. geben.

h9326280.jpg



h44ee664.jpg



hd3580f5.jpg


Der Himmel strahlt blau unter der Sonne hervor und ganz langsam steigen auch die Temperaturen.
Auf der Terrasse gibt es ein köstliches Frühstück. Es ist im Schatten allerdings noch recht frisch und wir ziehen immer wieder in die Sonne.

hfd3ca21.jpg


Nach dem Frühstück wollen wir eigentlich noch abwaschen, aber es kommt wieder kein Wasser aus der Leitung. Nun müssen wir, wohl oder übel, das gesamte Geschirr stehen lassen. Zum Dank stellen wir unseren herrlichen Blumenstrauß auf dem Tisch. Die Putzfrau hat sich hoffentlich darüber gefreut und ihn an sich genommen.

h106559d.jpg


h903bc4f.jpg


Für uns gibt es heute Morgen Geschenke. Ich habe für unsere Reisegruppe Poloshirts bedruckt. Julian und Isa haben auf der Brust allerdings einen Staat weniger, aber der Rücken ist identisch.

Nun beginnt unser Urlaub endgültig ... das sind wir!

ha059203.jpg
Teil 710. Dez. 2014
Liebe Fomis,
es soll weitergehen, aber das Hochladen der Fotos dauert immer ziemlich lange.
Habt etwas Geduld!

@Fleur, ich freue mich, dass du dabei bist. Machst du gerade Urlaub oder Weihnachtsshoppen in New York? Hm ?...was heißt denn "endlich mal loslegen" ?
Ich habe in diesem Jahr lange überlegt, ob ich meine Erlebnisse veröffentlichen soll. Es gibt schon so viele Berichte mit tollen Fotos. Ich gehöre aber zu denjenigen, die selber gerne von den Tipps und Berichten der anderen Fomis profitieren. Da fühlt man sich irgendwie verpflichtet zu schreiben, außerdem war es eine tolle Reise. Ich hoffe, du/ihr genießt sie mit uns?

@Uwe und Ruth - schön, dass ihr bei uns vorbeischaut! Erwartet aber bitte keine so super Fotos. Da seid ihr für zuständig!

Liebe Grüße
Biggi
Teil 810. Dez. 2014
Auf nach Botswana
Und nun soll es endlich über die Grenze nach Botswana gehen ...
habe2480.jpg


Nach 462,2 Kilometer (ab Benoni) erreichen wir die Grenze zu Botswana Grabler`s Bridge/Martin`s Drift.

h97a1231.jpg


h25d21b7.jpg


Von der Gnu Ranch benötigen wir 1,45 Stunden. Um 11.15 Uhr fahren wir nach Botswana ein. Die Formalitäten dauern keine 20 Minuten.

hf08cfbd.jpg

Hier werden die Einreiseformulare ausgefüllt!
Auch mit dem Auto ist die Grenze nach Botswana schnell passiert. Doch hätte bei einer gründlichen Durchsicht der Papiere dieses anders sein müssen, aber das sollen wir erst am nächsten Grenzübergang merken. Dort treten unerwartete erste Schwierigkeiten auf, die sich noch häufen sollen. Eigentlich hätte man das bereits merken müssen. Später mehr zu unseren Abenteuern an den Grenzübergängen.
Am Grenzübergang Martin`s Drift hat man uns gar nicht weiter kontrolliert, weder der Inhalt des Kühlschranks, noch das Gemüse oder eventuelles Fleisch interessiert irgendjemanden.
Botswana
Wir folgen den nächsten 60 KM einer fürchterlichen Schlaglochpiste bis zur A1, biegen dann nach Palapaye ab und erreichen alsbald Serowe. Dort ziehen wir Geld aus dem ATM und kaufen noch ein bisschen ein. Ich erwerbe einen kleinen Potjie, den wir nach Deutschland mitnehmen können. Er ist aber so klein, dass er in jedem Feuer untergeht und nur für eine Portion geeignet ist. Im Einkaufszentrum von Serowe befindet sich, neben einem großen Supermarkt, ein gut ausgestatteter Campingladen, der auch Autoteile verkauft.
Wir tanken 70 l nach, Kilometerstand 97223 KM.

hea79796.jpg


Gegen 15.35 Uhr erreichen wir das nur 25 Kilometer entfernt liegende Khama Rhino Trust...

h1a94936.jpg


...und erhalten einen sehr schönen Campingplatz. Dieser liegt 3,8 Kilometer von der Rezeption entfernt. Wir freuen uns auf einen ersten Gamedrive. Afrikanische Urlaubsstimmung macht sich breit! Doch ... dann die Enttäuschung.

he011a78.jpg


Dass die Entfernung des Campingplatzes von der Rezeption für uns ein Problem sein könnte, hätten wir allerdings bei der Ankunft nicht gedacht. Wir wollen wenig später zum Gamedrive aufbrechen, aber irgendwie bockt der Landy und will nicht mit. Wir versuchen es mit gut zureden, anschieben und der Kontrolle aller sichtbaren Kabel, nichts hilft. Da stehen wir nun, in der Wildnis, 3,8 Kilometer von der Rezeption entfernt, ohne Handynetz!

Schön ist es hier, ganz alleine sind wir auch nicht, es gibt ausreichend bunte Vögel und verhungern würden wir auch nicht, jedenfalls nicht so schnell. Noch ahnen wir aber nicht, dass das doch zum Problem werden könnte.
Wir (Isa und ich) suchen also wieder Nachbarn. Zufällig kommt gerade auf der nächsten Campsite eine holländische Familie an. Der Mann ist so nett, uns zur Rezeption zu fahren, während unsere Männer auf die Kinder und die Frau aufpassen. Das Auto hat nur vier Plätze und die Frau ist sehr ängstlich, schließlich soll es in der Umgebung einen Leoparden geben. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass diese Familie uns ein weiteres Mal zur Hilfe kommen wird.
Von der Rezeption rufen wir bei M., dem Autovermieter, an und schildern unser Problem. Er erklärt uns, dass sei gar kein Problem, wir sollen einfach die Kabel von der Batterie entfernen und das System neu "resetten". Später ruft dann auch noch ein anderer Miteigentümer zurück und versichert uns, wenn das Problem nicht zu lösen sei, käme ein Mechaniker aus Francistown. Das sind über 230 Kilometer, nur ein paar Stunden entfernt!
Wir treffen dann aber auf weitere Landrover-Fahrer und bitten sie um Hilfe, in der Hoffnung, sie haben Erfahrung mit dem Auto und seinen Eigenarten. Es sind zwei Fahrzeuge aus Südafrika. Beide Männer fahren zu unserer Campsite und versuchen die Batterie zu überbrücken. Sie geben sich alle Mühe und kontrollieren alle Systeme, leider rührt sich der Landy immer noch nicht.
Die netten Guides des Parks fahren Isa und mich zur Campsite zurück. Wir erklären ihnen unser Problem, so wissen sie immerhin, dass wir hier einsam und verlassen warten. Im Verlauf des Abends telefonieren wir mit dem Eigentümer noch ein paar Male über das Sat-Telefon und vereinbaren, dass er sich um 8.00 Uhr am nächsten Morgen erneut über die Rezeption bei uns meldet. Das ist irgendwie sehr umständlich! Er wird versuchen den Mechaniker aus Francistown zu erreichen, der am nächsten Tag kommen soll. Mit den Guides haben wir vereinbart, dass sie uns am nächsten Morgen zur Rezeption fahren. Sie sind wirklich hilfsbereit und sehr nett. So sitzen wir also am Feuer, es gibt keine Tiere und keinen Gamedrive mehr, nur ein paar Sorgen und viele Sterne über uns, das ist wirklich schön!

Leider müsst ihr nun genauso lange auf unsere vierbeinigen Freunde warten, wie wir, aber sie kommen noch ...
demnächst , wenn unser Auto wieder fit ist. Das Landy-Abenteuer hat begonnen.
Bis dahin wünsche ich euch einen netten Abend
Biggi
Teil 911. Dez. 2014
Und weiter geht es ... 🙂 🙂 🙂

Pünktlich um 7.45 Uhr erscheint der Safariwagen vom Khama Rhino Sanctuary. Auf die Jungs ist wirklich Verlass! Man bringt Manfred und mich zur Rezeption. Wir stehen in der Kälte, frieren und warten und warten. Es erfolgt irgendwie kein Rückruf. Über die Rezeption und das Privathandy der Angestellten melden wir uns erneut bei M. Kurze Zeit später erfolgt der Rückruf von S., der uns mitteilt, dass nur die Frau des Mechanikers in Francistown erreichbar sei. Wir müssen warten. Aber worauf und wie lange? S. will sich noch einmal melden. Manfred und ich stehen inzwischen in der Sonne, um ein bisschen der Kälte zu entkommen.
Inzwischen versammeln sich viele der Safariguides und schließlich meint der Chef des Camps, es gibt in Serowe einen guten Mechaniker, der auch für die Safarifahrzeuge zuständig sei und der kennt sich auch mit dem Landrover aus.
Warum kam am Vorabend niemand auf die Idee, einen Mechaniker aus Serowe zu bestellen?
Es dauert nicht lange und ein uralter weißer Golf aus Serowe erscheint mit drei Mechatronikern. Sie stehen um unser Fahrzeug, bauen den Beifahrersitz aus, öffnen die Batterie und wechseln ein gebrochenes Kabel. Nach nur 15 Minuten ist die Reparatur beendet und der Wagen springt sofort an. So einfach geht das und wir warten immer noch auf einen Mechaniker aus Francistown?
Als wir die Mechaniker fragen, was sie nun bekommen, meint der eine, sie haben noch gar nicht gefrühstückt. Dann schlüpfen sie aus ihren Blaumännern und nehmen an unserem Tisch Platz.
Der war noch gedeckt, denn ich habe auch noch nichts gegessen. Die drei setzen sich und in kürzester Zeit ist unser einziges Nutellaglas leer und wir um viele Brötchen ärmer. Nur das Nutellaglas ist für uns ein Problem, denn es gibt in Botswana kein Nutella zu kaufen. Unser Sohn braucht sein Nutella!! Für die Anfahrt und die Reparatur verlangen sie dann 400 Pula.

Als wir nach einer Quittung fragen, schauen sie uns an als wären wir vom Mars. Quittungen gibt es hier in der Wildnis nicht. War auch eine blöde Frage, wir sind in Afrika. Nur wie sollen wir dem Vermieter erzählen, was wir verauslagt haben?
Wir sind so froh, dass der Fehler gefunden wurde und denken nicht weiter darüber nach. Für uns beginnt nun ein Urlaubstag.

Die Mechaniker hatten einen gesegneten Appetit!
h1bd2363.jpg

"Ach hätten sie doch die Blaumänner anbehalten?!"
Julians Blick spricht Bände...Nutella !!! 😈 😈

Nach dem kalten Start in den Morgen brauchen wir jetzt eine heiße Dusche und dann ein stärkendes Frühstück , zumindest das, was noch vorhanden ist - Müsli, Joghurt usw.
Zur Ausstattung des Autos gehören auch Duschlaken. Wir bekamen beim Start eine Tasche mit Handtüchern in den Wagen gelegt, stellten jedoch bald fest, dass es nur drei Duschlaken gab. Das vierte Handtuch war ein kleines Händehandtuch. Zum Glück haben wir immer auch unsere eigenen Handtücher dabei. Es ist schon gut, wenn man sich nicht immer auf die Ausstattungslisten der Vermieter verlässt.

h0780527.jpg

Hier trocknen noch unsere Duschtücher am Auto

Zum Fönen benutze ich die Steckdose im Männerabteil, denn unsere ist "out of order" und treffe dabei den holländischen Nachbarn, der sich gleich nach dem Auto erkundigt. Wir wünschen einander einen netten Urlaub und ahnen noch nicht, dass wir uns bald wiedersehen.

Bevor wir unsere Campsite aber verlassen, erhalten wir noch einmal Besuch von den Südafrikanern, die am Vorabend versuchten das Auto zu starten. Sie erkundigen sich, wie es nun aussieht und waren froh zu hören, dass der Wagen jetzt läuft. Sie kamen vom Gamedrive zurück und erzählen, dass sich auf der Serowe Pan Nashörner befänden.
Anschließend nehmen wir uns noch Zeit für einen kurzen Gamedrive durch den Park. Es ist schade, denn wir stehen ja irgendwie unter Zeitdruck und wollen noch bis zum Tiaan`s Camp an den Boteti und hier lohnt es sich wirklich die vielen Tiere zu suchen. Wir sind zwar ein bisschen verärgert, über den verlorenen Nachmittag ohne Gamedrive, aber auch erleichtert, dass wir hier nicht länger festsitzen müssen. Für einen kurzen Gamedrive nehmen wir uns trotzdem die Zeit.

Und so starten wir über teilweise sehr tiefsandige Wege zu dem Pan`s Edge Drive mit einem Wasserloch und fahren in einem Rundbogen wieder zur Malemas Pan und zurück. Verschiedene Hides bieten Beobachtungsmöglichkeiten, die wir jedoch aus den bekannten Gründen nicht mehr besuchen können.

h145e217.jpg

In einiger Entfernung sehen wir immer wieder die Nashörner. In diesem Schutzreservat sollen inzwischen über 40 von ihnen leben. Es sollen die letzten Nashörner Botswanas sein.
hf4d7648.jpg


h16504d1.jpg


hfb4a22b.jpg


h60659fd.jpg


h9bb4b04.jpg


Wir sehen in einiger Entfernung Oryxe, Kudus, Springböcke, Gnus, Zebras und Strauße und die Nashörner. Leider ist kaum Zeit, um wirklich nah an die Tiere zu fahren.


h6c72755.jpg


h0ebb7f9.jpg


h6dc5378.jpg



hadbd2dc.jpg

An diesem Wasserloch gab es viele Geier, aber wir konnten keinen Kadaver erkennen.

h1de0e55.jpg


h7d7c1ba.jpg


Leider mussten wir viel zu schnell das Khama Rhino S. verlassen, gerne wären wir noch geblieben.
Dieses Community-Projekt zur Erhaltung der Nashörner finanziert sich aus den Einnahmen der Gäste und durch Spenden. Zur Anlage gehören neben einem kleinen Laden, auch ein Restaurant mit Pool und es stehen Chalets zur Vermietung zur Verfügung.

Biggi
Teil 1014. Dez. 2014
Auf nach Khumaga an den Boteti

Um 12.40 Uhr verlassen wir das Khama Rhino Sanctuary um nach Khumaga zu fahren. Über eine allerbeste TAR (A 14), mit sehr wenig Verkehr und nach drei kleinen Pausen erreichen wir das Dorf.

ha926054.jpg


h4340151.jpg

Eine trockene und nicht sehr interessante Savannengegend wird durchfahren.

Wir stoppen vorher noch in Rakops, kaufen ein paar Kleinigkeiten ein, vor allem Brot fehlt uns. Ca. 4 Kilometer hinter dem Dorf, begegnen uns die ersten Dickhäuter an der Straße nach Khumaga.

h540b949.jpg


h78a62b1.jpg


Ansonsten ist die Straße von Ziegen, vielen Eseln, Pferden und Rindern sehr belebt. Der breite Grünstreifen neben der Straße wird als Weide genutzt.

Und kurz vor Khumaga kreuzen erneut Elefanten unseren Weg...

ha11921c.jpg

Gegen 17.30 Uhr erreichen wir das Tiaan`s Camp...
he18371d.jpg

...und werden ganz herzlich aufgenommen.

Der Auotvermieter, dem unsere Reiseroute bekannt war, hat bereits unseren Besuch dort angekündigt, denn der Eigentümer Tiaan fährt auch einen Landrover und sollte noch einmal nach den Kabeln schauen. Er findet aber alles soweit ok. Na ja, so viel sieht man ja auch nicht, wenn man den Motor anschaut.

h1a6e9d5.jpg


Die Campsite gefällt uns ausgesprochen gut. Weißer Sand, ein Schattendach und tolle geräumige Duschen, mit Mosaiken, die uns spontan an Hundertwasser denken lassen und eine liebevoll gepflegte Gartenanlage.

he676775.jpg


hc3fe81f.jpg


Heike (Miteigentümerin, Angestellte von Tiaan) hat uns in der Bar mit Savanna versorgt, von der Aussichtsterrasse genießen wir einen herrlichen Blick über den Boteti und so wird es endlich ein entspannter Abend.

hfa48bfa.JPG


hf4802a1.JPG


Unser Wagen läuft jetzt prima, wir haben Wasser und Brot, nun kann der Urlaub endlich beginnen. Die Abende sind noch sehr frisch, so dass wir immer ein wärmendes Feuer benötigen. Heute gibt es ein leckeres Essen, gezaubert aus Reis mit Fleischbällen und Soße. Wir erwachen am nächsten Morgen mit der Sonne und ...
hb042be9.jpg


schauen über den Boteti
h7262e21.jpg


Nach dem Frühstück führt Heike uns durch die Anlage mit den liebevoll eingerichteten Chalets und erzählt uns die Geschichte, wie es zu diesem Camp kam. Tiaan ist botswanischer Staatsbürger, verheiratet, aber seine Frau lebt in Maun. Heike ist Deutsche und mit der Frau von Tiaan befreundet. Sie hat das Camp mit Tiaan aufgebaut. Im Moment wird noch weiter gebaut (abgeschirmt, hinter einem Zaun) - ein Häuschen für Heike.

h9cbaa1b.jpg


h16cfbc8.jpg


h3889cfb.jpg

Es gibt immer mehr Fomis, die das Camp besuchen wollen, deshalb hier die vielen Bilder:

hdebe3a7.jpg

Das Restaurant, in dem Heike leckeres Essen serviert. Im Hintergrund ist der grüne Zaun zu erkennen, der die Baustelle abgrenzt.

he3726c1.jpg

Am Pool - klein, aber fein!
h11bb199.jpg

Die Dachterrasse.

Weiter geht es morgen mit dem Durchqueren des Makgadikgadi ...

Biggi
Teil 1115. Dez. 2014
Durch den (unaussprechlichen!) Maki Park 🤪 😊 nach Gweta zum Planet Baobab

Inzwischen ist es der 3. August, wir verlassen das Camp gegen 10.30 Uhr, um mit der Fähre den Boteti zu überqueren. So gelangen wir in den Makgadikgadi National Park.

ha2ec036.jpg


h43b412b.jpg


Nur ca. 500m hinter dem Camp befindet sich die Fähre. Umgeben von vielen Rindern suchen wir uns einen Weg ans Wasser. Der Fährmann ist nicht sehr gesprächig. Julian, Isa und ich steigen aus, um zu filmen und ein paar Fotos zu machen. In der Zwischenzeit soll der Chefpilot auf die Fähre fahren, dazu muss er kurz ins Wasser, um dann genau die Auffahrrampen der Fähre zu treffen. Das klappt auch ganz gut. Kaum steht der Wagen auf der Fähre, schmeißt der Kapitän seinen Motor an und fährt auch schon los.

hc8f1927.jpg


Was war denn das? Und wir? Das war lustig. Man(n) lässt uns einfach zurück, aber wir können ja schwimmen! (Mit den Krokodilen), denkt sich wohl der Bootsführer, oder möchte er uns separat hinüberbringen, damit er eine Fahrt mehr hat und beschäftigt ist?
Wir beobachten, wie der Chefpilot mitten auf dem Fluss den Wagen zwei Meter zurücksetzen muss, um die Fähre im Gleichgewicht zu halten. Am anderen Ufer angekommen geht es wieder durchs Wasser, die Rampen können nicht hochgezogen und an Land gelegt werden. Zum Glück bleibt die Fähre nicht drüben. Der Fährmann hat ein Erbarmen und kommt, um uns zu holen. Zumindest denken wir das! (Die Überfahrt haben wir als Video aufgezeichnet, jedoch noch nicht so bearbeitet, dass man das über You tube hochladen kann).

Inzwischen ist ein neues Fahrzeug eingetroffen. Oh, bekannte Gesichter!
Es ist die Holländische Familie aus dem Khama Rhino Trust, die uns vor zwei Tagen aus der misslichen Lage befreit hat. Auch sie wollen mit ihrem Auto auf die Fähre, aber jetzt wissen wir ja, es geht durchs Wasser und unsere Schuhe sind dazu wenig geeignet. Zum Glück können wir uns in den Wagen oder aufs Dach der Holländer quetschen und so trockenen Fußes ans andere Ufer gelangen.
Die Fähre kostet 130 Pula fürs Auto mit den 4 Personen.

h025a827.jpg


h08c3078.jpg


h9d94fa9.jpg


h953f756.jpg

Angekommen! Und "ER" ist so stolz!


h7e4dc22.jpg


h4fe0b2f.jpg


Am Gate zum National Park wollen wir unsere 120 Pula pro Person zgl. 10 Pula fürs Auto zahlen. Doch die Kasse ist noch verschlossen und der Officer mit dem Schlüssel erscheint erst um 14.00 Uhr, also sollen wir am Ausgang am Phuduhudu Gate zahlen und können durch den Park reisen. Wir wollen diesen nur als Transitstrecke bis fast nach Gweta durchfahren.
Besonders viele Tiere treffen wir nicht, aber eine tolle Landschaft.

hf3b894f.jpg


h9c7fe9a.jpg


Immer wieder fahren wir ans oder durchs Wasser. Wir begegnen Zebras, Gnus, Kudus vielen Impalas und einem Waran, viele Vögel tummeln sich am Wasser ...

h70ba33e.jpg


h9a0ac4a.jpg

Die Zebras bereiten uns besonders viel Spaß! Hoffentlich langweile ich euch nicht damit?

h4983528.jpg


he0da38d.jpg


hc126e75.jpg


h3e7439b.jpg

Mit den Zebras haben wir unsere SD Karte zum Glühen gebracht! Vielleicht lag es daran, dass die Auswahl an Tieren nicht so groß war? 🤪 🤪 🤩 Die Zebras verfügen über einen braunen Ansatz an der Mähne, das war uns bisher noch nicht so bewusst aufgefallen!
In der Ferne stehen Gnus...

h3f1cd69.jpg


h5798035.jpg


h4ed1dae.jpg


h0a7f651.jpg


h8bb48ff.jpg

Es gab auch irgendwo Kudus!

h62ee136.jpg


h1d89d91.jpg


h8b0969e.jpg

Impalas

h54c2d30.jpg


hca6ddb5.jpg

Kleine Piepmätze und ..

h9697e30.jpg


h2458006.jpg


... und zu guter Letzt tauchen noch 11 Giraffen und drei Elefanten auf.

h5c800f4.jpg


h65be004.jpg

Die letzten Zebras streckten die Zunge heraus, jetzt wollten sie uns wohl los werden. 😊 🤩
h3f37e18.jpg

Die letzten 20 KM Pad sind eine fürchterliche oder allerfeinste Wellblechpiste. Wir fahren durch Tiefsand.

Das waren ziemlich viele Fotos. Es geht nun mit weniger weiter....

Biggi
Teil 1216. Dez. 2014
@ Karsten: Ja, wir werden tatsächlich stiefmütterlich behandelt, was die Versorgung mit dem Anschluss an die Welt betrifft. Das ist sicherlich mit einer der Gründe, warum wir immer flüchten müssen und selber die Welt erkunden. 😉
@ Holger: Ich freue mich, dass du dabei bist !

Es geht auch noch ein bisschen weiter heute....


Vom Planet Baobab zum Senyati Camp
Am Nachmittag erreichen wir das Planet-Baobab-Camp und können wieder einen tollen Sonnenuntergang zwischen den Baobabs erleben.

hc017884.jpg


Eine Hängematte an einem dieser Mammutbäume lädt zum Schaukeln und Träumen ein.

h6c3d37c.jpg


Dieses Camp kennen wir bereits von anderen Besuchen und sind auch dieses Mal wieder ganz begeistert. Eine einladende Bar, eingebettet in eine Landschaft mit vielen jungen und alten Baobabs, die nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet werden.

h11c43e6.jpg


hf5e9827.jpg


Ein netter Pool und phantasievoll eingerichtete Waschhäuschen erfreuen auch das Herz von Julian und Isa.

h2cf73af.jpg

Aus Coladosen sind die Rahmen der Spiegel gestaltet.
hfca7d68.jpg


Am wärmenden Feuer lassen wir auch diesen herrlichen Abend ausklingen. Für 30 Pula hat man uns ausreichend Feuerholz gebracht. Es gibt ein Essen bestehend aus Nudeln mit Tomatensoße und Corned Beef, dazu ein Savanna oder einen leckeren Früchtesaft. Wir haben noch versucht in Gweta etwas Fleisch zu kaufen, doch der einzige kleine Supermarkt hatte nichts, außer ein paar Dosen Öl, Maismehl, Brot oder Keksen. Er ist auf den örtlichen Bedarf eingestellt.

h63bfba4.jpg


Tags darauf starten wir mit einer herrlichen Dusche in diesen bunten afrikanischen Hütten. Von außen sind diese nur durch Afrikaner (Bilder) zu erkennen und so geschieht es, dass der Chefpilot irgendwie, ohne Brille, nicht genau zwischen Männchen oder Weibchen unterscheiden kann. Er landet im Frauenhaus und da der Platz wie immer sehr gut belegt ist, trifft er auch hier außerirdische weibliche Wesen, die ihn mit Blicken strafen. Oh ja, Dank seines Sohnes erkennt er dann doch noch rechtzeitig die Notlage einiger Frauen und wechselt die Hütte!
Wir fahren bis Nata. Ein Zwischenstopp, um das Auto zu checken, tanken, uns mit Geld zu versorgen und ein paar Beobachtungen am Rande zu machen.
Kilometerstand: 97884 für 800 Pula getankt. Der Diesel ist hier übrigens billiger als in Südafrika.

ha4bf315.jpg


h5b50b13.jpg

Klassenreise auf afrikanische Art und Weise!

h0e983f7.jpg


Kurz hinter Nata erfolgt eine Veterinärkontrolle. Offensichtlich besteht aber gerade keine Gefahr einer Maul- und Klauenseuche. Wir fahren durch, ohne die Schuhe oder das Auto zu desinfizieren. Auf den folgenden Kilometern haben wir dann so unseren Spaß mit dem ein oder anderen neuen Verkehrsschild.


Unser Ziel ist das Senyati Camp, 10 Kilometer vor Kazungula.Wir stoppen immer mal wieder für das ein oder andere Foto. Z. B. an einem Termitenhügel, bei den Menschen, die ihr Riedgras verkaufen oder einfach nur, weil ein uns unbekanntes Schild unsere Aufmerksamkeit erregt.
Dear Disclaimer .... Wildlife area .. Careful Elefants crossing... usw.

h22aeb3d.jpg


hed74e3f.jpg


Tja, und genau hier tauchen sie dann auch wieder auf, aber es kommt noch viel besser!
Bisher verlaufen unsere Stopps völlig harmlos, aber der letzte ist wirklich sehr aufregend.
Unser Sohn steigt aus dem Landy, um das Verkehrsschild mit dem Elefanten zu fotografieren. Nach seinem Foto, will er noch ein kleines Geschäftchen erledigen. Isa sitzt noch im Auto und betrachtet die Landschaft, als sie plötzlich ganz ruhig sagt:" Die Tiere da drüben sehen wie Löwen aus... vier Löwen am Straßenrand." Es sind tatsächlich vier Löwen, die direkt an der TAR liegen. Wir rufen unserem Sohn zu, dass da Löwen sind, er reagiert spontan und ist super schnell wieder im Auto! Leider ziehen sich die Löwen ins Dickicht zurück, bevor unsere Kameras sie erfassen können. Nun wissen auch unsere Kinder, um die Bedeutung der grünen Schilder!
Wir fahren noch ein paar Kilometer und biegen irgendwann auf die Sandpad zum Senyati Camp ab. Der Tiefsand ist hier wie eine Rutschbahn im Winter, aber ein herrlicher Ausblick, wenn man die Bergkuppe erreicht hat und ins Leshoma Valley hinunterblickt, entlohnt dafür.
Wir erreichen das Senyati Camp am frühen Nachmittag.

ha8710de.jpg


he869f9c.jpg

Vor der Rezeption

h5194d54.jpg


Wie wir dort empfangen werden und weitere Elefantenbilder demnächst....

Biggi
Teil 1318. Dez. 2014
@ "Dankebutton-Drücker": Vielen lieben Dank für eure Unterstützung!!! 😘 😘 😘

Achtung! - Dieser Teil ist nur für Dickhäuter geeignet! 🤩 😈 🤩
Im Senyati Camp
Dieses Camp gehörte einst zu unseren Lieblingsplätzen in Afrika. Nun hat der Besitzer Louw eine neue Frau, namens Lou, die die Preise drastisch erhöht hat. Es wird auch berichtet, dass Louw das Camp sogar verkaufen wird und wegzieht. Durch das Namibia-Forum und Louws Tochter Juanita, zu der ich bisher noch einen E-Mail Kontakt hatte, erfuhren wir die unerfreuliche Neuigkeit. Juanita hat inzwischen das Camp verlassen und lebt nun auch woanders.
Bereits im Vorwege der Buchung hatten wir einigen Ärger wegen der Teuerung und falschen Preisangaben. Aber na ja, wir sind dem Ärger aus dem Weg gegangen und haben den Rest draufgezahlt, sind auch nur eine, statt zwei Nächte geblieben und erhielten dafür ein großes Chalet.

h840b1d3.jpg

Es war Chalet Nr. 6, an einem kleinen Wasserloch gelegen. Unser altes Chalet Nr. 2 ist ausgebucht, aber dieses ist ebenso gut gelegen und verfügt außerdem über zwei große Schlafzimmer mit jeweils 4 Betten. Mäuse- oder Rattendreck gibt es keinen.


h6abc261.JPG


Gegen das Ungeziefer wurden Köder ausgelegt, wie man unter der Toilette erkennen kann.

h54a43a3.JPG


Wir fanden alle Räume sauber und ordentlich vor.

h147831f.JPG


Für Anita B. aus dem Forum sollten wir ebenfalls ein Chalet bezahlen. Sie hatte es vorgebucht, da jedoch die Überweisung mit hohen Auslandsgebühren verbunden ist, zahlten wir den Betrag vor Ort. Sie hat uns das Geld vorher überwiesen. Sie erhielt umgehend eine Bestätigung von Lou, der neuen Frau und alles lief korrekt ab.
Kaum erreichen wir unser Chalet, strömen auch schon, wie gewohnt die Elefanten herbei und unser Sohn liegt nur noch mit der Kamera im Gras. Von der Aussichtsterrasse hat man nach wie vor einen fantastischen Blick, auch der Bunker war geöffnet und wir haben tolle Ausblicke auf die Elis erhaschen können.

hc0e06b2.jpg


hefb5956.jpg


hc75f62c.jpg

Am Wasserloch!

hf6ab3e8.jpg


Es ist so, wie man es vom Camp kennt, viele Elefanten und diese nicht nur am Wasser, sondern auch zwischen den Hütten und Chalets.

h5cfbb86.jpg



h5665488.jpg


h6be60f2.jpg


hbf0774e.jpg


Die Kleinen drängeln zwischen den Großen!
hbecbdb5.jpg


hfe3aaa9.jpg


h8c95b26.jpg


Die Quelle wird offensichtlich immer noch mit Elefantenwein angereichert 😈 - es schmeckt!!!

hcab1523.jpg

und nun noch ein paar Detailaufnahmen...


h24f69df.jpg


h57aacc4.jpg

Die Gute benötigt Zahnweiß, habe ich leider vergessen! 😄 Aber so ist sie vielleicht uninteressant für Wilderer?
h5983e81.jpg


hd7a0c82.jpg


he17405b.jpg


h0f17ba1.jpg


h0c99862.jpg


Der Teil ist heute ziemlich elilastig, ich hoffe ihr haltet das aus?

ha82db95.jpg


h4c317ba.jpg


hab38425.jpg

Er/Sie winkt zum Abschied, das passt irgendwie.
ha974ad3.jpg


Der dicke A.... soll den heutigen Abschluss bilden.

Biggi
Teil 1421. Dez. 2014
Einkauf in Kasane

Da es noch früh am Nachmittag ist, nutzen wir die Zeit zu einem Abstecher um nach Kasane zum Einkaufen zu fahren. Ein frischer Salat und Fleisch für den Abend, sowie ein paar Holznilpferde gehören ab sofort zu uns. Natürlich suchen wir auch noch Nutella, aber das gibt es hier nicht. Jetzt wissen wir auch, warum die Mechaniker über unser Glas hergefallen sind!
Nach der Shoppingtour bleibt noch Zeit für einen Cappuccino auf der Chobe Safari Lodge .
Kostenfrei erhalten wir zudem noch ein Entertainprogramm nach Affenart. Die kleinen und niedlich aussehenden Monkeys, hier die Meerkatzen, schauen zwar lustig und nett aus, sind aber super dreist. Wir beobachten, wie sie den Bartresen gut im Auge haben und immer, wenn der Kellner sich weg dreht, ganz geschickt ein Zuckertütchen stibitzen und später auch mit großem Erfolg die Milch entwenden.

h1dcf9bb.jpg

Häufig sind sie viel dreister, als die größer und gefährlicher aussehenden Baboons. In der Nachmittagssonne lässt es sich am Fluss herrlich sitzen und die Elefanten im gegenüber liegenden Sumpf beobachten.

hd8f3735.JPG

Wir lieben die Chobe Safari Lodge. Es ist ein so schönes Plätzchen am Fluss.
h935381d.jpg

Die Rückfahrt zum Senyati Camp wird noch einmal sehr interessant, denn mitten in Kazungula befindet sich eine Wasserbüffelherde. Als wir auf der Hauptstraße entlang kommen, sind bereits viele Autos, Ranger und das Militär damit beschäftigt, diese Tiere in die richtige Richtung zu jagen. Sie bringen doch einiges durcheinander. Elefanten haben wir hier immer mal vereinzelt gesehen, aber eine große Herde Wasserbüffel bisher noch nicht.

Ankunft am Chalet
hebd04de.jpg


h5c8f5b1.jpg

Hausbesuch!
Inzwischen ist es spät geworden, denn den Sundowner nehmen wir in elefantöser Gesellschaft auf der Terrasse ein. Ein sehr schönes Schauspiel, bis sich plötzlich der Strom verabschiedet und wir im Dunkeln sitzen.
Böse Zungen meinen, dass Lou immer zur gleichen Zeit den Strom abstellt, damit alle Gäste die Terrasse verlassen. Als wir in unserem Chalet ankommen, funktioniert hier alles wunderbar. Die Terrasse liegt aber immer noch im Dunkeln.
Nach Einbruch der Dunkelheit setzen wir im Senyati Camp unseren Grill in Gang und zu dem (Sirloin)-Fleisch wird ein Salat gereicht.


Am nächsten Morgen wecken uns die Elefanten durch ihr lautes Trörö...

h23c593d.jpg


h42e183a.jpg


... und bereits gegen 8.00 Uhr verlassen wir unser Häuschen. Wunderbar haben wir geschlafen! Es ist schade, dass Louw dieses Camp abgeben will und sich die Preise so drastisch erhöht haben. Es ist ein traumhaftes Plätzchen.
Niemand kann verstehen, warum Louw sein geliebtes Plätzchen nun aufgeben will . Noch vor zwei Jahren, am 17. Januar 2012, erschien in "Die Zeit online 3/12" (www.zeit.de/ 2012/3/P-Barnard) ein Artikel über sein Leben und den Aufbau des Camps.
hb4cb675.jpg

Wir fahren entlang der langen Schlange mit wartenden LKWs nach Kazungula, biegen dann zum Chobe National Park ab und erreichen wenig später das Sedudu Gate, an dem wir unsere Permits bezahlen.

Nun erwartet aber bitte nicht so viele Tiere im Chobe, wir haben den Eindruck, sie haben heute alle Ausgang. Ein paar Pictures werden noch kommen, aber keine Highlights. Auf diese müsst ihr bis Sambia warten.

Biggi
Teil 1524. Dez. 2014
Dickhäuter und Langhälse will mein PC heute nicht hochladen. Ich verspreche euch, sie laufen nicht weg und werden nach Weihnachten alle da sein! Bis dahin:
Ein frohes Fest!!!!
Biggi

h2e36f41.jpg

Ho, ho, ho, die Langhälse haben ihr Weihnachtsprogramm beendet und schauen mal vorbei!
h338c4de.jpg


ha4f6ab9.jpg


h2f8a02c.jpg

Eine Giraffe im Gegenlicht mit Madenpickern, aber kaum zu erkennen.
Nachdem wir die Riverfront in Höhe des Ihaha Camps verlassen haben, tauchen doch noch einige Vierbeiner auf...

h4711ec3.jpg


h520368a.jpg

Manche sind sehr hungrig und lassen sich gar nicht stören, ...
h0c57a87.jpg

andere sind verängstigt und suchen lieber Mamas Nähe!

h2a8632d.jpg


h1cdab30.jpg

Mittagspause unter einer Akazie!
h1fcd1e3.jpg


h88b87de.jpg


hdd0f6a2.jpg

Wir folgen der Pad langsam zum Sedudu Gate zurück, als plötzlich wieder Elefanten unseren Weg kreuzen...

h78a4cdf.jpg



hc0502c0.jpg


h888cb17.jpg

Er schaut ganz neugierig in unseren Wagen ... 🤪

hdb96eb5.jpg

Ein ganze Weile schauen wir dem Nasenpopler zu! 🤪 🤩 Ih!

h339e467.jpg


hdf4bfd2.jpg


h4a6f139.jpg

Es muss eine leckere Mahlzeit gewesen sein (?) 🤢

h49498a5.jpg

hb16c770.jpg

Kurz vor dem Gate verschwand diese Säbelantilope ...
ha32fad6.jpg

und die Elefanten schliefen... Elefanten und Wasserbüffel hatten wir dann doch noch genug!
Kudus sehen wir nur von hinten ...
h639b143.jpg


Aber später geht es noch aufs Wasser und dann gibt es wieder .... Elefanten und...
Teil 1628. Dez. 2014
Mit dem (Speed-)Boot über den Chobe oder ein traumhafter Sonnenuntergang

Unser nächstes Ziel ist die Kubu Lodge. In den letzten Jahren haben wir immer auf der Chobe Safari Lodge gecampt, was uns gut gefallen hat. Leider kann man hier keine Campsite reservieren und da Carsten M. uns des Öfteren darauf hinwies, dass wir zu einer Zeit reisen, da alle Europäer unterwegs sind und es dieses Jahr sehr voll sei (so ein Quatsch, aber ich habe ihm geglaubt) buchten wir die Kubu Lodge vor.
Unsere Ankunft am Nachmittag fällt dort eher kühl aus. Als ich nach einer möglichen Reservierung zum Dinner frage, erklärt man mir, dass für heute Abend bereits eine Gruppe angemeldet sei und man nicht mehr als 20 Leute versorgen könne. (?)
Hm, na ja, eigentlich habe ich mich darüber gefreut, denn das Buffet auf der Chobe Safari Lodge war sowieso mein Favorit. Also melden wir uns dort zum Essen an. Es ist zwar ungünstig, da wir extra mit dem Auto dorthin fahren müssen, aber nächstes Mal buchen wir wieder gleich dort. Was nimmt man nicht alles für ein gutes Essen auf sich?
Irgendwie lösen sich immer mal wieder Schrauben und Muttern an unserem Dachgepäckträger und nur ungern wollen wir aus den Dachzelten Bodenzelte machen. Deshalb versuchen wir im "Baumarkt" von Kasane neue Muttern zu kaufen. Es ist jedoch Mittagszeit als wir dort ankommen und somit genießen wir nur den Blick durch die Stahlstäbe.
Auf dem Gelände der Kubu Lodge, auf dem Weg zur Campsite, treffen wir dann einen Angestellten, fragen ihn, ob er zufällig eine entsprechende Mutter für uns hat und es dauert nicht lange und er erscheint mit Werkzeug und befestigt eine Mutter, hurra! Das ist wirklich nett.
Dennoch haben wir das Gefühl, dass man nicht unbedingt auf Campinggäste eingestellt ist. Wir müssen mehrfach darum bitten, das Toilettenhäuschen für uns zu öffnen. Das dauert in gewohnt afrikanischem Tempo einige Zeit. Da sind wir schon sehr erstaunt, wie schnell der Mechaniker mit seinen Schrauben und Muttern bei uns war.

h9e2d752.jpg


Von der Kubu Lodge aus können wir aber noch eine Sundowner Boatcruise buchen. Wir sind mit einem kleinen Boot, das wir uns mit einem anderen niederländischen Pärchen teilen, unterwegs. Das Boot ist nicht mehr als eine Blechschüssel mit einer Plane als Sonnenschutz, es flitzt teilweise viel zu schnell über das Wasser, aber es ist eine wirklich schöne Tour.

h6649099.jpg

Hier beginnt der Nationalpark und unsere Permits werden überprüft.
Der Chobe ist an vielen Stellen am Beginn des Parks sehr breit, aber nicht allzu tief, deshalb nutzen viele Elefanten die flachen Stellen, um auf das gegenüberliegende Ufer von Sedudu Island zu kommen.

h1506be8.jpg

Der Vorteil von einem kleinen Boot ist wirklich, dass man den Tieren sehr nahe ist. Fast könnte man sie streicheln! 🤩

h79d3f46.jpg


h8b0fe8a.jpg


h33fbdbd.jpg

Die Gräser werden mit ihren Wurzeln herausgerissen. Sie müssen hier besonders schmackhaft sein, aber die Elefanten achten auch auf eine abwechlungsreiche Nahrung, damit sie möglichst viele unterschiedliche Nährstoffe zu sich nehmen. Da sind sie vernünftiger als manch ein Mc `ès -Fan! 🤢
Leider konnte ich nur den Eli im Gegenlicht aufnehmen, mit dem Aussteigen war das ein bisschen schwierig! 😈

h45ad833.jpg


Neben den vielen Elefanten, die wir beim "River-crossing" beobachten, fallen uns auch immer wieder die großen und kleinen Vögel ins Auge, Nilpferde, Krokodile und Lechweantilopen, aber auch Wasserbüffel.

hb397b7e.jpg

Der Brocken tauchte neben uns auf...
hbb1d620.jpg

Warane schlichen viele durchs feuchte Gras...
h749b0b1.jpg

..diese Schwalbe fährt als blinder Passagier mit 😊
h073d4a7.jpg

Die Vogelwelt ist reichhaltig anwesend. Leider haben sich nicht alle Vögel bei uns vorgestellt, deshalb lass ich das lieber mit der Bestimmung. 😮 Aber viele von euch kennen die Piepmätze ja ohnehin schon! 😉 Da gibt es Ibisse, Klaffschnäbel. Schlangenhalsvögel oder ein Blaustirn-Blatthühnchen... oder Kormorane.
h3975b5e.jpg

h01d8140.jpg

hb2b5906.jpg

Und wunderschöne Baumwurzeln..
h00eff21.jpg

h5bbf758.jpg


h43c6a1f.jpg


h950bbbf.jpg


hee4c6cd.jpg


h4ee0d5d.jpg


hff0493d.jpg


ha2067a4.jpg


hfb15194.jpg


h42262e0.jpg
Puh, das waren jetzt viele Pieper!
Zu guter Letzt tauchte noch ein Kingfischer auf.
Teil 1729. Dez. 2014
Victoria Fälle und ein Boma-Abend - unser Touristenprogramm!

Julian und Isa sind das erste Mal in dieser Gegend Afrikas, deshalb haben wir kurzentschlossen unsere Route umgestellt und einen Kurzaufenthalt bei den Vic Falls eingeplant. Der Tag wird zu einem der typischen Touri-Tage, wie sie oft angeboten werden. Aber es ist toll!

Auf der Campsite der Kubu Lodge ist es heute Morgen sehr ruhig, zum Frühstück werden wir von drei Buschböckchen besucht.
hbac0bed.jpg

hdc027c4.jpg

Der Sambesi plätschert leise dahin- alles wirkt so friedlich.

Es hat sich noch ein weiterer Camper dazu gesellt, aber sonst herrscht hier Stille. Wir stehen wenige Meter vom Sambesi entfernt. Ein Warnschild zeigt, dass auch hin und wieder Nilpferde diese Plätze besuchen. Aber heute bleibt der Besuch aus.

h88627fe.jpg


Wir fahren über Kazungula, wo wir noch einmal tanken, zur Grenze nach Simbabwe. Leider sind wir nicht sehr früh unterwegs, so dass sich vor uns eine lange Schlange mit Tagesgästen befindet, die die Victoria Fälle besuchen wollen und alle ein Visum benötigen. Geduldig warten auch wir. Bei uns dauert es gleich etwas länger, denn wir benötigen ein Reentry-Visum und wir müssen für das Auto noch so einige Gebühren entrichten. Das Visum kostet 45 US$/Person und berechtigt zur zweimaligen Einreise, für das Auto zahlen wir 55 US$ Versicherung und 50 US$ TAX (Steuern). Nach 1 Stunde und 45 Minuten glauben wir, es geschafft zu haben, als man uns erneut zurückruft. Es fehlt eine wichtige Bescheinigung fürs Auto. Nur welche? Wir sind ein bisschen ratlos und wollen nicht recht verstehen, was noch fehlen soll. Lange Gespräche folgen. Wir machen den Leuten klar, dass es sich um ein Mietfahrzeug handelt und legen alle Bescheinigungen vor.
Immer wieder gehen wir noch einmal alle Papiere durch, eine weitere Bescheinigung gibt es nicht. Nach einer zähen Diskussion sind die Grenzer schon ziemlich genervt, (wir auch!) und lassen uns endlich durchs Tor fahren. Dass dieses fehlende Dokument uns noch weitere Schwierigkeiten bereiten soll, ahnen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Außerdem hat man uns nicht eindeutig sagen können, was genau fehlt.

Wir sind in Simbabwe zum ersten Mal in diesem Jahr 6.8.2014
Wir folgen der Straße nach Victoria Falls und werden schon nach 3 Kilometern an einem Roadblock angehalten. Wir vermuten erst einmal nur Schlechtes, denn im Forum wurde immer wieder über die vielen Roadblocks mit einer unverschämten Abzocke berichtet. Für diesen Fall habe ich extra den Bußgeldkatalog von Simbabwe ausgedruckt. Ich suche ihn heraus, er liegt auf meinem Schoß. Den Führerschein möchten die Beamten sehen und die Lichtanlage wird überprüft. Alles ist in Ordnung und wir dürfen schnell weiter fahren. Puh, das war ja einfach. In den nächsten Wochen werden wir 20 weitere Polizeikontrollen nur in Simbabwe erleben!
Auf der graden Straße nach Vic`Falls versuche ich derweil immer wieder das Navi, welches zur Autoausstattung gehört, auf Simbabwe zu programmieren. Wir versuchen es zu viert und müssen schnell feststellen, dass man uns wohl nicht in diesem Land fahren lassen will. Es finden sich einfach keine Karten auf dem Gerät. Im weiteren Verlauf stellen wir dann auch fest, dass das Navi weder Sambia noch Malawi Karten beinhaltet. Das war eine große Pleite, denn bei der Buchung haben wir schließlich extra unsere Reiseländer angegeben. Sie stehen sogar einzeln im "letter of authorisation", der uns berechtigt, das Fahrzeug über die verschiedenen Landesgrenzen zu bringen. Hier hat wohl jemand ganz gewaltig geschlampt! Nein, nur etwas vergessen und das passiert schließlich in den besten Familien.
Bis nach Vic Falls gelangt man allerdings auch ohne Navi, aber seid ihr schon einmal im Lower Sambesi oder in Mana Pools ohne Navi von Pad zu Baobab und zurück gefahren? Hurra, das Abenteuer beginnt - aber die Illmis verlassen sich zum Glück nicht immer nur auf andere.

Wir haben unser eigenes Navi dabei und das wird uns später retten, „Dank“ an Chrigu und seine tracks4africa Karten an dieser Stelle und an Hartmut Gierig von der Amadeus Garden Lodge. Dazu aber später mehr.
Nun warten die Victoria Wasserfälle auf uns. Wir fahren direkt zum Parkplatz, lassen den Wagen dort und betreten den National Park, nachdem wir 30 US$/Person Eintritt bezahlt haben.
h2411c2f.jpg

Wir besuchen die Statue David Livingstones, der die Fälle 1855 entdeckt haben soll und schlendern dann vom Devils Katarakt bis zum Viewpoint No. 14.

h8ce43c8.jpg

Entlang dieser ca. 830 m breiten Wasserfälle gibt es immer wieder herrliche Ausblicke.

h9992cc3.jpg


h390134b.jpg


h5acadc3.jpg


h28601a5.jpg


h1afa98f.jpg


he41a4fe.jpg


hbe9068f.jpg

Regenbögen, die durch Sonne und Gischt entstehen
... und zahlreiche Vögel, die sich am Ende des Rundwegs auf einer Wiese ausruhen, begleiten uns. Im kleinen Regenwald schützen teilweise einige Bäume vor dem Nieselregen.
In diesem Jahr führt der Sambesi aber besonders viel Wasser und entsprechend stark sind auch die Nieselschauer. Das ist nicht nur ein Sprühnebel. Wir sind schon bald durchnässt und müssen unsere Kameras im Rucksack verstauen. Die letzten Meter bis Danger Point laufen wir nicht mehr. Hier ist die Vegetation sehr offen und es zieht noch mehr Regen herüber.

h6726c4a.jpg


h23f62c3.jpg


hd45ead0.jpg


hbd95463.jpg

So unterschiedlich können die Launen der Natur sein!

h07ee7c2.jpg


h951e9cc.jpg


hf501d8a.jpg


h7180530.jpg

Die oberen drei Bilder stammen aus der Linse unseres Sohnes und wurden mit einem Verlaufsfilter aufgenommen!
h7c09f7a.jpg


h1daac6a.jpg


h9046919.jpg


Während wir den Regenwald verlassen und dem Plattenweg zur Brücke folgen, schauen wir immer wieder in die Landschaft und weniger auf den Boden. Ein Fehler, wie sich noch zeigen soll!
Aber es gibt ja zum Glück nette Japaner, die aufmerksamer sind als wir. Sie nehmen die Tierwelt offensichtlich besser wahr und so habe ich wieder einmal großes Glück. Ein Japaner warnt mich vor einer Schlange, sie zieht sich direkt vor meinen Füssen über den Weg. Ob sie gefährlich ist, kann niemand sagen. Trotzdem bin ich ab jetzt deutlich aufmerksamer. Leider ist meine Kamera in dem Moment bereits trocken im Rucksack gelagert. Manchmal auch nicht so gut!
Wir drehen bald um, da wir schon komplett durchnässt sind und laufen die 1,2 Kilometer zum Cafe durch den Wald, nicht direkt am Wasser entlang, aber auch hier werden wir von dem Sprühnebel noch erreicht. In diesem Wald leben neben kleinen Antilopen auch dreiste Meerkatzen, denen wir noch ein paar Minuten zuschauen.
haa491e5.jpg

h76048be.jpg

Am Infocenter werfen wir noch einen Blick auf die Schautafeln, Isa ergattert noch ein paar Halsketten, an einer Box reinigen wir unsere Hände mit Desinfektionstüchern, die man kostenfrei dort entziehen kann. Und das in Afrika!

hfb68740.jpg


h6aee5aa.jpg


hed896c4.jpg


h127928b.jpg

(Wir reinigen uns die Hände)

h11315ea.jpg

... und verlassen die Vic Falls.
Das war nur eine kleine Auswahl an Fotos, wir haben so viele erstellt, dass die Entscheidung, welches Bild veröffentlicht werden soll, sehr schwer fällt.
Nun haben wir uns eine Stärkung verdient und da die Kinder das traditionsreiche Victoria Falls Hotel noch nicht kennen (erbaut in der Kolonialzeit durch die Briten), soll dieses unser Ziel sein. Von der Terrasse hat man einen herrlichen Blick auf den Sambesi und der Sprühnebel der Fälle markiert die Schlucht.
h21419cf.jpg

h11aa0e7.jpg

hd721a32.jpg

hb13227a.jpg


Biggi
Teil 1830. Dez. 2014
...noch ein bisschen Victoria Falls

Ich habe für diese Nacht zwei Doppelzimmer in der Amadeus Garden Lodge gebucht.
h6bb4fde.jpg


h83fef04.jpg

Diese Unterkunft kennen wir bereits von früheren Besuchen, so dass wir den Weg auch ohne Navi finden.
Dort werden wir wieder sehr herzlich empfangen. Katharine arbeitet immer noch hier. Vor zwei Jahren war sie mit ihrem 10. Kind schwanger. Wir erkundigen uns nach dem Nachwuchs. Ein kleiner lebhafter Junge, wie sie uns schildert, ist das geworden. Sie zeigt uns auch gleich die Zimmer, direkt am Pool gelegen. Es ist hier wunderschön. Eine Dusche und etwas Erholung brauchen wir jetzt, aber stopp, da war ja noch ein Problem! Ja, wir haben hier die Möglichkeit, das Internet zu nutzen und so an die tracks4africa Karten zu gelangen.
Ich habe diese Karten vor einem halben Jahr käuflich erworben, sie aber nur über Base Camp auf meinem Tablet dabei. Über das Internet gelingt es uns schließlich die Karten auf unser eigenes Navi zu überspielen. Ich habe auch die Micro SD Karte dabei, aber durch das Überspielen aufs Tablet, waren sie nicht fürs Navi funktionsfähig. Tja, den Fehler habe ich verbockt, aber schließlich lernt man daraus und wofür haben wir Julian und Isa dabei? Isa, die beruflich im IT-Bereich arbeitet und unser Sohn, der ohnehin die Technik besser beherrscht als die Eltern, wie er behauptet. Außerdem kam ich gar nicht auf die Idee, diese Karten vor Reiseantritt zu überprüfen, denn wir wussten ja, dass wir ein Navi vom Autovermieter bekommen sollen. Aber zum Glück habe ich unser Navi eingesteckt. Wir mussten einmal 7 US$ zahlen und waren nun wieder stolze Besitzer der Karten.
Julian hat sich eine Seitentasche seiner Outdoorhose im Auto zerrissen und hier findet sich auch eine Gelegenheit, sie nähen zu lassen. Ein Angestellter sieht die Hose und fragt, ob er behilflich sein kann. Am nächsten Morgen ist die Hose wieder genäht da. Kostenpunkt 5 US$.
Im Laufe der Reise haben sich die Zusatzkosten zum Auto ganz schön summiert. Es kam doch das ein oder andere Schräubchen oder Reparaturkosten hinzu, und es gab kein Nutella mehr!
Jetzt wollen wir aber noch ein bisschen über den Handwerkermarkt bummeln. Vic` Falls ist sehr touristisch und es bieten sich hier für Julian und Isa Möglichkeiten, noch einmal ein paar Souvenirs zu kaufen. Wir parken vor dem Markt und schon sind wir umringt von lauter netten Männern, die alle unser Auto bewachen wollen. Aber wovor? Als wir danach fragen, erklärt man uns, hier sei alles sicher - also noch einmal, warum muss unser Auto dann bewacht werden?
Es bleibt uns ein Rätsel. Der junge Mann hätte auch gleich sagen könne, dass er gerne 1 oder 2 US$ hätte. Das wäre wenigstens ehrlich.
h04e8572.jpg

h9c921f2.jpg

Stolz werden die Produkte präsentiert!
hac73b90.jpg

Sehr schön, aber für den Flieger zu schwer!

Kaum betritt man den Markt, wird man wie auf einem türkischen Basar von lauter Menschen umringt, die alle ihre tollen Waren anpreisen. Um die Leute auch wieder loszuwerden, habe ich Preise genannt, die wohl unter deren Vorstellung liegen. Aber dieses Mal war ich die Blöde - die Männer ließen sich sofort darauf ein. Somit steht jetzt in unserem Haus ein Giraffenpärchen (8US$) und eine Trommel (5 US$). Eigentlich wollten wir das gar nicht kaufen. Übrigens, mit der Trommel haben wir auch blinde Passagiere nach Deutschland eingeführt. Die Trommel begann vor ein paar Wochen zu leben! Jetzt ist der Wurm allerdings entfernt und kann keinen Schaden mehr anrichten.

Es gehören zu diesem Markt auch zwei größere Häuser, in denen nur die Frauen Tücher, Holzschalen u ä. verkaufen.

h37f8379.jpg

Manfred und ich mussten noch auf Isa und Julian warten, und so vertreiben wir uns die Zeit mit den Kindern. Sie wollen gerne fotografiert werden, dabei achten die Frauen aber genau drauf, dass auch alle Kinder fotografiert werden.

hcdfd0d9.jpg

hb26679b.jpg


Den Sundowner nehmen wir, auf der sehr schön gelegenen Victoria Safari Lodge, ein.
h7bed520.jpg


h4fdc456.jpg


h9c9ca9d.jpg


Es ist einer meiner Lieblingsplätze, die Terrasse am Pool mit Blick in die Ferne auf die untergehende Sonne.

h39c0bc2.jpg


Hier könnte ich stundenlang sitzen. Regelmäßig kommen Elefanten vorbei. Das Wasserloch ist ein Stückchen entfernt, wird abends aber beleuchtet und ist immer wieder einen Besuch wert. Um 18.00 Uhr reicht man afrikanische Snacks zum Sundowner - auch immer wieder lecker! Außerdem kann man hier einen guten Cappuccino genießen. Der heutige Tag steht ganz unter dem Motto: Wir sind Touris und lassen es uns gut gehen!
h9b65bf6.jpg

Verträumte Blicke!!!

hd3b0f4f.jpg


hd41e5b7.jpg


hd93e476.jpg

Langsam verschwindet die Sonne und die Elefanten kommen..

h5404b28.jpg


haa12029.jpg

und nehmen ihren Sundowner zu sich...
hb1bbd42.jpg
... und gehen wieder. Die ganze Szenerie wirkt wie aus einem Urlaubskatalog bestellt!

Gegen 19.00 Uhr wechseln wir den Platz und fahren zum Boma Haus, das sich ca. 1,2 Kilometer entfernt auf dem Gelände befindet. Ich habe bereits von Deutschland aus, einen Tisch für vier Personen reserviert und das klappte tatsächlich - prima!

hd3e1cc3.jpg


hefeb8ee.jpg

Nachdem wir passend gekleidet wurden,

h8a176f3.jpg

empfängt uns die Tanzgruppe

ha5c340e.jpg

danach werden wir ins Chidobe Village an den Tisch begleitet und man serviert zur Begrüßung Sorgumbier in Blechtassen. Der Geschmack ist sehr gewöhnungsbedürftig und gar nichts für mich. Der Chefpilot und Julian trinken das aber aus. Wahrscheinlich mit angehaltener Luft!
h97cb16f.jpg

Dann noch schnell ein paar Nüsse hinterher und .... lecker! 🤢 🤪
Im Laufe des Abends essen wir uns durch die gesamte afrikanische Küche, müssen an einem Trommelworkshop teilnehmen, unserem Sohn und Isa wird die Zukunft durch den Songoma (Medizinmamm) vorausgesagt und wer immer noch nicht genug hat, lernt auch noch die Stammestänze kennen.
Dieser Abend ist nur für unsere Kinder als Abschluss des Touriprogramms gedacht, denn schon am nächsten Tag geht es in die Gebiete, wo Zivilisation nicht so üppig ist.
ha80f65d.jpg

h86b49d9.jpg

Vorspeisen.. und
h20b5088.jpg

h12d858a.jpg

... schmackhafter Nachtisch!
hfcb4c9b.jpg

hd87ba01.jpg

h968a64d.jpg

Lecker, lecker, lecker....!
Zum Nachtisch gibt es dann...

hb0ee058.jpg

...und hier noch einmal in Großaufnahme, für alle, die die Spezialität nicht kennen! 🤩 😈
hbb0ed0b.jpg


Zum Glück kann sich jeden sein Essen selber zusammenstellen.

h98b8454.jpg


h5e6193b.jpg


h127b310.jpg

Tänze und Dinge, die man nicht wirklich braucht, aber.. 😊 viele kaufen sie dennoch.
hb90c823.jpg


h54a938f.jpg

Der Sangoma kommt vorbei und lädt in seine Hütte ein, dort wirft er Knöchelchen!

hc7afa90.jpg


h1b4e9b8.jpg

Nach Tanz, Essen und Musik fallen wir erschöpft, aber glücklich in unsere Betten und genießen es , mal nicht im Zelt zu schlafen. Der nächste Morgen:
Wir schlafen allerdings erst einmal etwas länger, bekommen ein herrliches Frühstück zur Stärkung und treffen noch auf Hartmut Giering, den deutschen Eigentümer der Lodge. So verzögert sich unsere Abfahrt, aber auch solche Gespräche sind immer wieder interessant. Hartmut lebt seit vielen Jahren in Simbabwe, er verfügt über ein fundiertes Wissen zur Politik und den Hintergründen in Simbabwe und so manches Vorurteil können wir nun aus dem Weg räumen. Desweiteren bekommen wir noch die Adresse eines Schweizers, der in Lusaka lebt und Landrovermechaniker ist. Zu diesem Zeitpunkt stecke ich die Adresse gut weg, nichts ahnend, dass ich sie irgendwann suchen werde. Hartmut erklärt auch, dass er die Amadeus Garden Lodge bald abgeben will. Auf der gegenüberliegenden Seite besitzt er schon ein neues Grundstück, wo er sich zurück ziehen will. Er möchte auch noch ein bisschen reisen.
Unser Navi wird noch einmal überprüft. Es scheinen alle Karten vorhanden zu sein. In Vic`Falls finden wir nun auch endlich eine Gasfüllstation und lassen unsere Gasflasche betanken.

h517d11c.jpg


Es soll eine 5 l Flasche sein und uns ist nicht ganz klar, wo das Gas geblieben ist. Sie war schon von Anfang an sehr leicht, aber vielleicht ist ja etwas entwichen? Zumindest lassen wir 5,9 l auffüllen, kann das sein? Eigentlich nicht möglich und dafür zahlen wir auch noch 16 US$. Eine Abzocke! Aber wir haben bereits in Botswana versucht, die Flasche nachzufüllen und das war bei so einer kleinen Flasche nicht möglich. Aber, wer glaubt, wir hätten nun für das verbrauchte Gas schon alles bezahlt, der irrt. Eine Überraschung erwartet uns noch nach unserer Rückkehr in Deutschland.
Jetzt sind wir auf dem Weg zu unserem größten Grenzabenteuer und zugleich auch zu dem schwierigstes. Ein letzter Blick zu den Wasserfällen ist uns gegönnt, während wir die Grenzbrücke zwischen Sambia und Simbabwe überqueren. Julian geht zu Fuß. Er möchte noch ein paar Fotos mitnehmen, besonders die Bungee-Springer interessieren ihn.
h21f1725.jpg


h151f449.jpg

Ein letzter Blick nach links, ein letzter Blick nach rechts und...
1 Kilometer hinter der Grenze befindet sich die sambische Abfertigung.
Sambia, wir kommen - aber erst im neuen Jahr!
Bis dahin wünsche ich euch einen guten Rutsch, ganz viel Gesundheit und weiterhin viele spannende Reiseabenteuer!
😘 😘 😄 😄
Biggi
Teil 1902. Jan. 2015
Einreise nach Sambia

Alle Vier müssen wir unser Visum beantragen. Es kostet 80 US$/Pers. und berechtigt zur mehrfachen Einreise. Bis hierher war alles noch ganz einfach. Es gibt an diesem Grenzübergang keine Schlepper, Nepper oder sonstiges Gestalten, die sich in irgendeiner Weise aufdrängen.
Wir wechseln den Schalter, um nun die Autoversicherung und eine Steuer zu entrichten. Die eine Gebühr müssen wir in US$ zahlen, die andere aber in Kwacha. (20 US$ und 116 Kwacha). Neben dem Gebäude befindet sich ein Bankschalter, in dem man Bargeld wechseln kann. Für 100 US$ tausche ich 609 Kwacha ein, denn ich weiß nicht, was noch alles an Gebühren auf uns zu kommt. Nachdem ich vom Geldwechsel zurück bin, sind Manfred mit Isa in eine mir unverständliche Diskussion verwickelt. Wenn wir jetzt denken, wir bezahlen mal eben die Versicherung, Tax und Ähnliches und können die Grenze passieren, so haben wir uns gewaltig getäuscht.
Jetzt wird klar, was bereits an der letzten Grenze der Grund für die lange Diskussion um das Auto war.
Unsere Papiere sind nicht nur unvollständig, sie beinhalten unterschiedliche Namen der Eigentümer. Nun wird es schwierig, den Beamten zu erklären, dass dieses nicht unsere Schuld ist und wir aber trotzdem unbedingt nach Sambia einreisen müssen. 😈
Uns wurden zwei Dokumente mitgegeben, die einmal A. G. als Eigentümer ausweisen und einmal Mike R. als Eigentümer des Fahrzeugs. Desweiteren besitzen wir nur eine Kopie der Autopapiere, die nicht notariell beglaubigt ist. Das ist aber unbedingt notwendig. 😈 😈 😈
Und es fehlt die alles entscheidende Interpol Police Clearence. 😈 Eine Zollbescheinigung.
So viel auf einmal! Was sollen wir tun? Julian und Isa haben ihren Rückflug von Lusaka gebucht und wir müssen unbedingt nach Sambia. Und nicht irgendwann, nein, wir wollen heute und jetzt dort hin!!!
Eine lange und zähe Verhandlung beginnt. Man bittet Manfred und Isa, die perfekt Englisch spricht, in ein Hinterzimmer. Es dauert und dauert. Julian und ich warten im Auto. Es vergehen Stunden.
Also, im Grunde genommen - alles völlig unzureichend organisiert. Können wir die Schuld jetzt dem Autovermieter geben? In den letzten Jahren haben wir uns immer auf den Vermieter verlassen. Wir erhielten für Namibia und Botswana auch entsprechenden Papiere. Aber für die Einreise nach Sambia braucht man eben mehr. Es nützt jetzt gar nicht zu philosophieren, ob wir oder der Vermieter es hätte wissen müssen, jetzt stehen wir hier. Dennoch haben wir uns auf den Vermieter verlassen, denn er verleiht nicht zum ersten Mal ein Fahrzeug, welches nach Sambia einreist.
Die ganze Diskussion dauert schon 2 Stunden, der oberste Chef des Zolls wird hinzugezogen. Isa macht den Leute immer wieder klar, dass es sich um ein Mietfahrzeug handelt, welches wir auch wieder in Johannesburg abgeben. Blonde Haare und blaue Augen wirken manchmal Wunder. 🤩 😘 😘 🤩
Nach einer weiteren halben Stunde halten wir eine neue Bescheinigung in den Händen, die uns berechtigt, mit diesem Fahrzeug nach Sambia ein und wieder aus und wieder ein und wieder auszureisen und zu guter Letzt wieder aus und erneut einzureisen. Das wird nun unser allerwichtigstes Dokument! Aber damit sind wir immer noch nicht fertig. Jetzt haben wir eigentlich fast alles, es fehlt aber noch eine weitere Bescheinigung, die wir aber am Schlagbaum, hinter einem Schuppen (es sieht aus wie bei uns an einem schrecklichen Sperrmülltag) erhalten.
Der Chefpilot fährt also schon einmal zum Schlagbaum, legt alle Papiere vor, als ihm der Officer erklärt, eine kleine Gebühr für die Straßenbenutzung fehlt noch. Trotzdem darf er schon einmal hindurch, ich erledige das. Nun bekomme ich zwar das Papier ausgestellt, aber der gute Mann kann meine Kwacha nicht wechseln. Es ist nur ein geringer Betrag (150 Kwacha), darauf meint er doch, ich könne bei der Ausreise zahlen und hat dieses auf dem Dokument vermerkt, welches man sowieso wieder abgeben muss.

Sambia, das erste Mal 2014

Wir können gar nicht glauben, dass wir in Sambia sind. So ein Theater an der Grenze und nun fahren wir in Richtung Livingston. Ein modernes Einkaufzentrum erwartet uns, aber es gibt auch hier kein Nutella, dafür einen ATM und frisches Fleisch. Leider finden wir immer nur Rind- oder Geflügelfleisch. Wildfleisch ist hier nicht zu bekommen.
Weiter folgen wir der sehr guten Straße in Richtung Lusaka.

h3eb5425.jpg


h244c395.jpg


h12a6d1c.jpg

Sobald wir anhalten, kommen die Menschen auf uns zu und möchten etwas verkaufen. Hier Holzkohle.

Wir durchfahren kleinere Städte, erleben ein unübersichtliches Gewimmel auf den Straßen und genießen es.
h7c44ae5.jpg



hc748539.jpg


In Chombe möchte ich das Tonga Museum besuchen, aber da wir schon so viel Zeit an der Grenze verloren haben, bleibt keine mehr. Auf den folgenden Kilometern erleben wir dann wieder zwei Polizeikontrollen. Wir werden immer freundlich begrüßt und weitergewunken. Alles ganz easy!

h15e7834.jpg


Um 16.25 Uhr erreichen wir den Schlagbaum von „The Moorings“.

h5726e93.jpg


Einer kleinen Farm/Zentrum mit Waisenhaus, einer Klinik und Schule, einem Frauenprojekt, sowie der Farm und nebenbei einer Campsite. Es scheint die einzige in der Umgebung bis Lusaka zu sein, die einladend wirkt.
Der Schlagbaum ist ca. 2 Kilometer vor dem Campingplatz, unsere Reifen werden desinfiziert und abgesprüht. Man hat in diesen Ländern immer wieder Angst vor der Maul- und Klauenseuche. Auf dem Weg zur Campsite begegnen uns Schulkinder, die fröhlich winken.

h49e54c4.jpg


Wir erreichen die Rezeption und werden von einer jungen Frau (sie hat sich vorgestellt, aber den Namen kann ich mir nicht merken) empfangen. Sie zeigt uns den Platz.

h35d6abe.jpg


Auf einer großen Wiese finden wir die Stellplätze mit Feuerstellen und Schatten- oder Regendächern. Die Duschen sind sauber und es gibt heißes Wasser, außerdem sind Steckdosen neben den Waschbecken vorhanden. Ein junger Mann bringt uns noch Holz und wir realisieren langsam, dass wir in Sambia angekommen sind.
Eine kleine süße Katze scheint sich in unserer Nähe sehr wohl zu fühlen, sie legt sich neben einem Stuhl zum Schlafen und bleibt bis wir am nächsten Tag abreisen.

hd2b3672.jpg


hb85a7b9.jpg


Unter dem Schattendach finden wir auch Steckdosen und laden unsere Akkus auf. Am Abend hört man die Kinder, die noch begeistert im Dorf Fußballspielen oder die Rinder der Farm. Es ist aber nicht störend.Wir schlafen herrlich in dieser Umgebung. Am nächsten Morgen entschuldigt sich die junge Frau dafür, dass die Kinder Fußball gespielt haben. Uns hat das gar nicht gestört. Wir unterhalten uns noch ein bisschen mit ihr und erfahren, dass hier viele Aidswaisen leben. Für uns ist das ein idealer Ort, um einen Teil unserer Bekleidung und der Schuhe, die wir extra zum Verschenken dabei haben, hier zu lassen. Wir überreichen einen ganzen Arm mit Pullovern,
T-shirts und Tüten mit Schuhen.

hf87d95a.jpg

Die Freude ist auch entsprechend groß! Hier sind unsere Sachen bestimmt am richtigen Ort. Anschließend besuchen wir das Frauenprojekt.

hd46d0e3.jpg


In einer Schneiderei lernen und arbeiten 20 Frauen. Als wir dort ankommen, ist der Raum erst leer. Die Frauen holen gerade Wasser, auf dem Herd köcheln die Bohnen und nach und nach kommen ein paar zurück.

h93881cc.jpg


h90f99a6.jpg


h95bd859.jpg

(Moderne Frisur!) 😊
Sie zeigen uns ihre Arbeiten. Es gibt einen Nebenraum mit vielen fertigen Arbeiten. Wir nehmen eine Tasche mit.
h1cc773a.jpg

h5d086c4.jpg

Sehr interessant erscheinen uns die Berechnungen an der Tafel

h5ee061b.jpg

Ein wenig schauen wir uns noch auf dem Gelände um, die Kinder hört man aus der Schule, eine große Rinderzucht ist ebenfalls zu sehen.

hda723cb.jpg

Viehstall!
hbf0bc38.jpg


Beim Verlassen der Farm werden wir am Schlagbaum, von dem gleichen Mann der uns tags zuvor die Reifen desinfizierte, gefragt, ob wir ihm etwas Geld für eine Zigarette geben können. Er sieht wirklich nicht reich aus und fragt wenigstens ehrlich. Wir geben ihm auch etwas mehr, damit er sich nicht nur eine Zigarette kaufen kann.
h3e4c775.jpg

Kaum erreicht man die Hauptstraße nach Mazabuka, fährt man an endlos langen Reihen mit Frauen lang, die alle Tomaten, Kartoffeln oder anderes Gemüse anbieten. Hier kann man sich gut und günstig ernähren. Die Frauen freuen sich .

Biggi
Teil 2004. Jan. 2015
Auf .. zu den Tieren...

hf330fd5.jpg

Wir erreichen die Staumauer des Karibasee. Der See ist sehr groß und man kann meinen, man steht am Mittelmeer. Ein Ufer ist nicht zu erkennen. Die Grenzformalitäten in Sambia sind schnell erledigt, obwohl wir noch die Tax zahlen müssen und unbedingt von einem Zolldokument eine Kopie benötigen. Diese Bescheinigung gibt man normalerweise ab, wenn man ausreist. Da uns aber alle anderen Papiere fehlten, mussten wir dieses Papier unbedingt bei uns behalten, um zu beweisen, dass es sich um das Fahrzeug handelt. Wir wollen ja wieder nach Sambia einreisen. Also bestehen wir auf einer Kopie. Diese bekommen wir auch kostenlos und zügig! Wir fahren zur Staumauer, ohne weitere Gebühren zu entrichten. Normalerweise zahlt man einen Dollar, um die Straße zu benutzen. Wir vermuten, die Grenzbeamten waren so in unser Kopie-Problem vertieft, dass sie das völlig vergaßen.

hdc80a65.jpg


h3959999.jpg

Vor der Mauer lassen wir den Wagen stehen und gehen zu Fuß über die 617 m lange Mauer. Ein wirklich großes Bauwerk, welches immer noch nicht beendet zu sein scheint, denn die Chinesen sind noch sehr aktiv am Tunnelbau.

h50e332c.jpg


hd45542d.jpg

128 m blicken wir in die Tiefe. Eigentlich ist der Bau 1956 begonnen und nur drei Jahre später beendet worden. Ein Jahr später ließ Queen Elizabeth II. die ersten Generatoren starten. 280 KM ist der Sambesi nun aufgestaut. Damals war der Karibastausee der größte der Welt! Die Bevölkerungsgruppe der Tonga mussten umgesiedelt werden, mehr als 57000 Menschen sollten ihre Heimat verlassen, um durch die Errungenschaft des Stromes ein besseres Leben zu führen. Wir sind durch Tongadörfer, auch kurz vor Siavonga, gekommen. Die Menschen leben immer noch ohne Strom! Wir haben das Gefühl, sie sind bis heute Opfer dieser Maßnahme geblieben.
hd50a22b.jpg

h2774351.jpg

h768e9c6.jpg
Mit dem Auto erreichen wir den Grenzposten von Kariba in Simbabwe. Eine kleine Holzhütte (noch! Zwei Wochen später finden wir diesen Grenzübergang so nicht mehr vor). Unser Visum ist ok, den Einreisestempel erhalten wir schnell und ziemlich unbürokratisch, aber das Auto...! Das Tripticket dauert und dauert, wieder viele Erklärungen und wenn man denkt, das hatten wir doch schon - nein, jeder Grenzübergang ist immer wieder anders, auch im selben Land. Es gibt zwar Computer, aber das Fernsehprogramm, welches Tag und Nacht über den neuen Flachbildschirm dudelt ist viel interessanter als die Illmis mit einem Landy in Afrika, klar! Wir zahlen wieder 10 US$ für die Carbon Tax und nach einer Stunde erhalten wir das Ticket und denken, jetzt ist es geschafft. Aber da gibt es noch eine Kleinigkeit, die Polizei - schließlich reisen wir ohne Police Clearance. Es dauert wieder einmal, aber wir sind in Afrika! Viele Erklärungen hätte man sich sparen können, wenn, nun ja, aber wir haben die Bescheinigung nicht!!! Grrrrr. , ärgerlich! Nun muss der Motorraum gezeigt werden und eine Polizistin überprüft die Fahrgestellnummer, die mit der Nummer in unserer Kopie und den Papieren übereinstimmen muss und dann endlich, ein letzter Stempel, geschafft! Wenig später stehen wir vor einer Gruppe Zebras in Kariba. Bis hierher dachten wir, das Abenteuer "Grenze" kann nicht mehr schlimmer werden, aber erstens soll man nie zu früh denken und zweitens schon gar nicht in Afrika.

Simbabwe, das zweite Mal 2014

Nun sind wir völlig entspannt, versuchen wieder an Brot zu gelangen und wollen noch ein paar Frischeprodukte einkaufen, aber in Kariba kauft man das besser nicht.

h7d685ba.jpg

hd9b3df1.jpg

Marktstand!
Hier gibt es nur Maismehl oder Konserven. In einem Shop an der Tankstelle gibt es wenigstens Getränke und Kekse , im Township können wir T-shirts, Hosen oder Maismehl und Öl kaufen. Ok, wir fahren weiter. Unser Ziel ist Mana Pools.
Die folgenden 77 KM bis Makuti sind landschaftlich ganz nett, aber nicht besonders spektakulär.
h525a1b5.jpg

hde1682d.jpg

Wir versuchen in Makuti noch einmal nach Brot zu fragen, aber leider gibt es das auch nicht. Zumindest nicht im Laden an der Kreuzung. Ein Stückchen weiter nach Süden hätten wir welches kaufen können.
Später erfahren wir, dass es in Nyamhunga, kurz vor dem Kariba Airport mehr Geschäfte, Banken und eine bessere Infrastruktur gibt, als in Kariba . Dort hätten wir einkaufen können. Dazu aber mehr auf dem Rückweg.


Biggi

Zur Diskussion mit allen 293 Beiträgen