Ernährungssituation

71 Antworten · 20,9k Aufrufe · gestartet 22. Apr. 2008 von Volker
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982 Beiträge · seit 200616. Juli 2008 · #61
Hi Volker, das Bild ist ein wenig klein geraten
Follow me on Twitter. Kontaktiere mich per Facebook Reiseberichte, Bilder und Panoramen aus Afrika: http://travel-pictures.net
Themenstarter2'612 Beiträge · seit 200714. Okt. 2008 · #62
Eigentlich kostet es wesentlich weniger, jedem Menschen genug Essen zur Verfügung zu stellen als das Weltwirtschaftssystem zu stabilisieren - eine Schande für unsere Gesellschaft:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,583990,00.html
Bye bye Forum
12 Beiträge · seit 200820. Okt. 2008 · #64
Also ich finde, der hat gar nicht so wahnsinnig unrecht. Ist alles ein bisschen grob ausgedrückt, im Kern aber nicht falsch… leider. Komplett freie Marktwirtschaft wäre schon ein Lösungsansatz. Ich meine, klar wäre es eine Möglichkeit, den Ländern der Dritten Welt Nahrung, Ressourcen etc. einfach zu schenken, wir haben genug davon, aber das macht sie auf Dauer auch nicht selbstständiger, und die eigene Wirtschaft geht den Bach runter. Das wird nicht passieren.
Themenstarter2'612 Beiträge · seit 200720. Okt. 2008 · #65
Hallo Margret,

ich habe mal BWL studiert und auch allerlei vorgekaut bekommen, wie gut doch der "Markt" alles reguliert. Ok, über Fälle des Marktversagens wurde auch mal etwas in Seminaren gesagt und über Wettbewerbspolitik doziert, aber alles in allem kein Grund, die Marktwirtschaft als unbrauchbar zu klassifizieren.

Nehmen wir den internationalen Agrarmarkt, so kann man gerade dort massives Marktversagen feststellen. Wie im Artikel beschrieben, haben die Bauern nichts von den Preissteigerungen ihrer Produkte, der Profit landet in den nachgelagerten Produktions-/Handelsstufen. Umgekehrt stellen die erhöhten Lebensmittelpreise viele Entwicklungsländer vor nahezu unlösbare Aufgaben.

Erste Voraussetzung zur Verbesserung der Lage ist sicherlich die Öffnung der europäischen/amerikanischen Agrarmärkte, was definitiv nicht geschehen wird - dafür sorgen schon die Bauern in den einzelnen Staaten. Außerdem sollten die Bauern in den Entwicklungsländern den Erlös für ihre Produkte (Kaffee/Kakao/Baumwolle) erhalten, der international an den Warenbörsen gehandelt wird. Auch hier sehe ich keine schnelle Lösung in Sicht, große Handels-/Nahrungsmittelkonzerne verhindern eine Verschiebung der Profite zugunsten der Dritte-Welt-Bauern. Man sieht das ganze Dilemma der ungleichen Marktmacht z.B. auch beim allseits beliebten Thema Milchabgabepreis in D, da setzen sich langfristig auch nicht die Bauern durch.

So stehen wir also vor einer Reihe von Problemen im Agrarsektor. Lebensmittelkonzerne müssten zu Lasten der Bauern auf Profit verzichten oder aber Preiserhöhungen an den Konsumenten weitergeben - beides Wege, wo erheblicher Widerstand vorprogrammiert ist.

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
1'155 Beiträge · seit 200626. Dez. 2008 · #68
Viele Probleme in der dritten Welt sind leider selbst gemacht. Immer nur Geld in diese Länder zu pumpen kann langfristig nicht die Lösung sein.

Gerade die Mittel für Entwicklungshilfe an arme Länder landen oft in der Tasche der reichen Elite. Dass diese Leute dann nicht sonderlich daran interessiert sind, eine florierende Wirtschaft oder Landwirtschaft auf die Beine zu stellen erklärt sich von selbst.
16,9k Beiträge · seit 201230. Sept. 2021 · #69
Hohe Getreideproduktion: Südliches Afrika verzeichnet Produktionswachstum
https://www.az.com.na/nachrichten/hohe-getreideproduktion2021-09-30/

Das südliche Afrika hat 2021 Rekordmengen an Getreide produziert, was sich positiv auf die Ernährungssicherheit auswirkt. Auch für die kommende Saison sind die Aussichten gut. Dennoch ist der Zugang zu Nahrungsmitteln auch in Namibia noch immer besorgniserregend. ...

LG
Logi
74 Beiträge · seit 201930. Sept. 2021 · #70
Tomcat schrieb:Viele Probleme in der dritten Welt sind leider selbst gemacht.
Hi,

durch den Lockdown sind weniger Touristen gekommen, die Mienen laufen nicht so etc.
Ohne Arbeit kein Geld, ohne Geld kein Essen (gut, Maismehl mit Wasser über Monate...) und
keine ärztliche Versorgung.

Was bitte schön können die Länder dafür?

Wenn wir die Geschäfte zu machen haben die Näherinnen in Bangladesch keine Arbeit, so einfach ist es.
Wir sind nicht ganz unschuldig, aber die Politiker begreifen nicht das es solche Abhängigkeiten gibt.

Gruß

Michael
886 Beiträge · seit 200730. Sept. 2021 · #71
Michael, du hast auf einen Beitrag von 2008 geantwortet.
Da gab es noch keinen Lockdown.
Die Aussage von Tomcat halte ich schon für weitestgehend richtig.

Gruß
Lisolu
74 Beiträge · seit 201901. Okt. 2021 · #72
Hi,

trotzdem ist die Situation zum kotzen.
Es ist heftig was ich da so aus der Verwandtschaft (Damara) höre.

Und das schlimme ist das die Politiker es nicht sehen wollen was sie anrichten.

Gruß

Michael