GUGuido.Gast04. Juni 2008 · #21Der aktuelle Artikel im Spiegel zeigt anhand von Beispielen noch einmal sehr trefflich die negativen Auswirkungen der Entwicklungshilfe. Allerdings muss man auch feststellen, das meistens erst die Nahrungsmittelknappheit da war und dann die Entwicklungs-/Lebensmittelhilfe und nicht umgekehrt. Die Lebensmittelhilfe zementiert die Probleme jetzt aber häufig, weil sie keine Hilfe zur Selbsthilfe ist.
Namibia in einem Atemzug mit Simbabwe zu nennen, trifft die Realität auch nicht ganz. In Nambia wurden bisher von etwa 6000 Farmen gut 200 Farmen an Schwarze übertragen. In Simbabwe sind die Verhältnisse umgekehrt: von einst etwa 6000 "weißen" Farmen sind noch etwa 200 übrig. Die Höhe der finanziellen Mittel, die die namibische Regierung zur Übereignung von Farmen an Schwarze real einplant, lässt auch nicht befürchten, das das demnächst großartig ausgeweitet wird. Darüber hinaus thematisiert die Regierung in Namibia sehr wohl, dass die Produktivität auf den übereigneten Farmen häufig gravierend sinkt.
Beste Grüße
Guido
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200604. Juni 2008 · #22habe gerade den Spiegel Artikel gelesen und der ist mal wieder so ein typischer Thielke Schmarrn, da kommt es mir schon fast hoch, wenn ich den lese. (Fast) voelliger Humbug. Weil es den Victoria See gibt, sollte Kenias Landwirtschaft in Ordnung sein? Es gibt auch in Tibet Hochgebirgsseen . . . Zur Landwirtschaft gehoert eben mehr als nur Wasser.
Und dann nur Kritik: Brunnenbau (stimm ich bedingt zu) und es sterben ja nicht so viele Leute im Sahel. Und nun ? Soll man sie verrecken lassen? Konzepte fehlen wie immer.
Noch ein Schritt weiter: Deutsche Steuerzahler sollen die Landreform nicht unterstuetzen, weil nur Weisse kapitalistisch wirtschaften koennen
Dieses Uraltbild, dass sich nur kommerzielle Landwirtschaft rentiert und zur Ernaehrung beitraegt ist noch aelter als "Kommunismus und Plandwirtschaft" zusammen und in Akademischen Kreisen und selbst bei der FAO schon lange begraben.
Eliten kann man kritisieren, aber das die meisten Staaten "fruchtbare Boeden" haben und so mir nichts dir nichts den ganzen Kontinent ernaehren koennten, ist ja mal wieder der groesste Schmarrn. Wo geht das kapitalitisch produzierte Fleisch aus Botswana zu festgelegten Preisen und Abgaben hin: Richtig in die EU.So einfach ist alles nicht. Ausserdem gibt es noch nationale und transnationale Gesetze, die einen willkuerlichen Handel schwer machen. Oder warum bekommen wir in Deutschland keine irische Milch?
Es mag ja Leuten wie Yoshikawa (der vor 3 Wochen noch meckerte, dass Mais aus Malawi nach Simbabwe kommt) gefallen, die dann auch gleich mit den richtigen Bildchen und Herrenmenschenspruechen kommen. Aber ich kann nur sagen: Machen Sie Ihre Hausaufgaben Herr Thielke!
YOYoshikawaGast05. Juni 2008 · #23Moin zusammen.
Unterernährung:
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_percentage_of_population_suffering_from_undernourishmentGeburtenrate:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/b/b4/World_net_birth_rate_2007.pngHier sieht man, dass eine überdurchschnittliche Geburtenrate mit der Unternährungsrate korreliert. Insofern sollte eine Hilfe zur Selbsthilfe dafür sorgen (wollen), dass die Geburtenrate mit den tatsächlich vorhandenen Möglichkeiten, diesen Kindern auch ein selbstbestimmtes Leben als Erwachsener zu ermöglichen, in Einklang gebracht wird.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/7433069.stmZur Erinnerung: Die Mais-Lieferungen aus Malawi waren Hilfsleistungen unter Brüdern im Geiste, zur Verteilung unter den ZANU-PF-Anhängern bestimmt und verwendet.
http://maravi.blogspot.com/2008/03/malawi-seeks-maize-imports-from-zambia.htmlAußerdem: Äußerungen als „Humbug“ zu bezeichnen widerlegen sie noch lange nicht. Den Autor dann aufzufordern, seine Hausaufgaben zu machen, ist hmm...
Vorsicht Ironie!
Schwarzafrika hat sich zu Kolonialzeiten selbst ernährt und durchaus Überschüsse produziert, vermutlich ein Kolonialverbechen. Rhodesien und für zwanzig Jahre Zimbabwe haben sich selbst ernährt und Überschüsse produziert. Da sieht man einmal die ganze Perfidie der weißen Minderheitsherrscher! Und nun Südafrika…
Gruß, Michael
VOVolkerThemenstarter2'612 Beiträge · seit 200705. Juni 2008 · #24Hallo Yoshi,
du schaffst es mal wieder meisterlich, auch bei diesem Thema die Schuld ausschließlich bei den Schwarzen zu suchen - die Welt ist etwas komplexer als Deine Schwarz/Weiss-Denke. Diskussion ist auch an dieser Stelle mal wieder zwecklos.
Ich liebe diese Nörgler. Schon einen Brief an die rote Heide verfasst, das wäre doch mal konsequent - und Peer Steinbrück würde sich auch noch über die Haushaltsentlastung freuen ;-);-);-) (nur der letzte Halbsatz war ein Witz, der Rest ernst gemeint)
Volker
YOYoshikawaGast05. Juni 2008 · #25Moin zusammen.
Vor elf Jahren:
Africa strives to revitalize agriculture
Similarly across Africa, governments are seeking to unlock the enormous potential of the continent's agricultural sector, "the engine of economic growth," as a conference of agriculture ministers in East and Southern Africa put it. Yet many are also driven by a sense of urgency. Although food supplies in sub-Saharan Africa improved during the 1996/97 season, some 40 per cent of the population remains chronically undernourished and 17 countries, as of August, were confronting serious food emergencies, mainly due to drought and civil conflict. "Hunger and poverty are a serious threat to the peace and security of the continent," notes Mr. Idris Nur at the Department of Natural Resources of the Organization of African Unity.
To overcome the legacy of past neglect of agriculture, many governments have raised producer prices, liberalized marketing, and carried out other policy reforms in recent years, as part of broader adjustment programmes. But the results so far have been mixed. And with only a few exceptions, financially strapped African governments have not been able to devote significantly greater budgetary resources to agriculture. Meanwhile, donor assistance for the sector has tended to stagnate or decline, and the downward trend of world market prices for many of Africa's key agricultural exports has frustrated efforts to earn more from increased output.
…
The problem, Ugandan President Yoweri Museveni noted at a meeting on agricultural research last year, is that agricultural productivity in Africa is very low, with most farmers still relying on traditional practices and using few inputs, such as fertilizer, improved seeds or irrigation. "If our countries are to achieve higher economic growth rates," he said, "then we must increase agricultural productivity and overall production. This can only occur if we transform our agriculture from the traditional type to a more scientific and technology-based one," while also placing a high priority on "conserving natural resources such as land and water."
http://www.un.org/ecosocdev/geninfo/afrec/subjindx/112agri1.htmUnd genau die Experten, die die hervor gehobenen Produktionsweise beherrsch(t)en, werden aus ideologischen Gründen verjagt.
Africa's hunger - a systemic crisis
In essence Africa's hunger is the product of a series of interrelated factors. Africa is a vast continent, and no one factor can be applied to any particular country. But four issues are critical:
Decades of underinvestment in rural areas, which have little political clout.
Wars and political conflict, leading to refugees and instability.
HIV/Aids depriving families of their most productive labour.
Unchecked population growth.
…
The result is that a continent that was more than self sufficient in food at independence 50 years ago, is now a massive food importer. The book The African Food Crisis says that in less than 40 years the sub-continent went from being a net exporter of basic food staples to relying on imports and food aid.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/4662232.stmArable land
In geography, arable land (from Latin arare, to plough) is an agricultural term, meaning land that can be used for growing crops.
http://en.wikipedia.org/wiki/Arable_landhttp://en.wikipedia.org/wiki/Image:Arable_land_percent_world.pngDie tatsächliche Nutzung des für die Landwirtschaft geeigneten für den Ackerbau:
https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2097.htmlGruß, Michael
holger982 Beiträge · seit 200605. Juni 2008 · #26Oh... der nächste Kriegsschauplatz im Forum...
moment, ich hole mal Chips und Popcorn.
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http://travel-pictures.net VOVolkerThemenstarter2'612 Beiträge · seit 200705. Juni 2008 · #27holger schrieb:Oh... der nächste Kriegsschauplatz im Forum...
moment, ich hole mal Chips und Popcorn.
Hallo Holger,
ich werde mit Michael nicht mehr diskutieren. Wer dermassen "verbohrt" ist (das ist noch freundlich formuliert), ist für mich kein wertvoller Diskussionspartner.
Ich mag ein Philantrop sein (was ich nicht negativ behaftet sehe), aber das heißt nicht, dass ich mich hier mit Jedem gut stellen will.
Muss Dich daher leider enttäuschen, spare Dir Popcorn und Chips für die Fußball EM auf 😎 😎 😎
Bis demnächst,
Volker
VOVolkerThemenstarter2'612 Beiträge · seit 200706. Juni 2008 · #28
Joerg3'175 Beiträge · seit 200606. Juni 2008 · #29manche Leute recherchieren echt gut.
Nebenbei bemerkt schreibt man Philantrop mit "h"= Philanthrop
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
VOVolkerThemenstarter2'612 Beiträge · seit 200706. Juni 2008 · #30Joerg schrieb:manche Leute recherchieren echt gut.
Du meinst vermutlich Michaels Fehler bei der Interpretation des CIA Factbooks - ich dachte zuerst auch, dass die CIA mal wieder nicht ihre Hausaufgaben gemacht hat...
Nebenbei bemerkt schreibt man Philantrop mit "h"= Philanthrop
das h kaufe ich gerne 🙂 Hatte kein Griechisch in der Schule und werde trotz Otto die Sprache auch nicht (mehr) lernen - es reicht mir, wenn ich die Speisekarte beim "Griechen" verstehe, die schriftliche Bestellung nimmt eh der Kellner auf 🙂
MAMatt415 Beiträge · seit 200806. Juni 2008 · #31Schaut man die gesamte Ernährungssituation in Afrika an, sollte man doch auf folgendes Ergebnis kommen:
Da auch in Europa und auch auf allen anderen Kontinenten die Ressourcen langsamt an den Anschlag kommen, wird Afika nicht darum herum kommen, selbst mehr zu produzieren. Hier kommt dann die Entwicklungs- und Forschungshilfe zum Zug. Wichtig ist nämlich, dass die schwarzen Farmer bzw. Landwirte wissen, wie man Felder bestellt und diese ertragsreich bewirtschaftet. Ebenfalls wichtig ist es, Ihnen den Unterhalt der verschiedenen Landwirtschaftlichen Maschinen zu lernen. Diese Hilfe ist ein langwieriger und schwieriger Prozess, jedoch meiner Ansicht nach der einzig Richtige.
Problematisch ist dann natürlich auch die Tatsache, dass sich Landwirtschaft und Umweltschutz auch in Afrika immer wieder in die Quere kommen.
Wir als Touristen möchten Nationalpärke, Tiere und einfach die wilde Natur geniessen. Doch sind diese Pärke oft in Gegenden, wo man auch gute und ergiebige Landwirtschaft praktizieren kann.
Aber verleicht man die für die landwirtschaft genutzte Fläche in einem Europäischen Land mit jener wie z.B. Botsuana, so stellt man schnell einmal den grossen Unterschied fest.
Afrika muss sich anstrengen, die Abhänigkeit, sofern dies infolge von Bürgerkriegen überhaupt möglichist, so minim wie möglich ausgestaltet ist.
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
VOVolkerThemenstarter2'612 Beiträge · seit 200706. Juni 2008 · #32Hallo Matt,
gute Punkte, denen man weitere hinzufügen kann:
- Wie weit soll man z.B. in Gegenden wie Namibia und Botswana mit der Nutztierhaltung gehen? Die Produktion von Rindfleisch kostet ungleich mehr Ressourcen (Land/Wasser) als die Getreideproduktion - aber Botswana geht z.B. den Weg. Ähnliches gilt für Kaffee, Baumwolle usw. Wenn die afrikanischen Erzeuger faire Abnahmepreise erhalten würden, wäre der Weg des Exports sicherlich ein vernünftiger, aber das Geld verdienen Andere.
- Nicht umsonst sind Namibia und Botswana dünn besiedelt. Wäre interessant zu wissen, wieviele Menschen aufgrund der sehr eingeschränkten landwirtschaftlich nutzbaren Fläche überhaupt zu ernähren sind - sprich: ist eine autonome Versorgung überhaupt möglich bzw. - weiter gefasst - ökonomisch sinnvoll? Man baut ja auch kein Getreide in der Arktis an. Nicht umsonst gibt es Handel.
Für mich ergibt sich daraus, dass der Welthandel für Agrarprodukte neu reglementiert werden muss. Aber da scheitert die Weltgemeinschaft regelmäßig, ein ausgewogenener Interessenausgleich scheint immer noch nicht möglich, die Industriestaaten geben den Preis vor.
Der UNO-Welternährungsgipfel in Rom hat leider auch keine positiven Impulse liefern können:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,557964,00.htmlVolker
YOYoshikawaGast06. Juni 2008 · #33Arable land
In geography, arable land (from Latin arare, to plough) is an agricultural term, meaning land that can be used for growing crops.
http://en.wikipedia.org/wiki/Arable_landNamibia
arable land: 0.99%
permanent crops: 0.01%
other: 99% (2005)
Botswana
arable land: 0.65%
permanent crops: 0.01%
other: 99.34% (2005)
https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2097.htmlBotswana
Agriculture
More than one-half of the population lives in rural areas and is largely dependent on subsistence crop and livestock farming. Agriculture meets only a small portion of food needs and contributes a very small amount to GDP--primarily through beef exports--but it remains a social and cultural touchstone. Cattle raising in particular dominated Botswana's social and economic life before independence. The national herd is estimated between 2 and 3 million head, but the cattle industry is experiencing a protracted decline.
http://www.state.gov/r/pa/ei/bgn/1830.htmhttp://www.fao.org/DOCREP/005/X9751E/x9751e05.htmhttp://www.fao.org/DOCREP/005/X9751E/x9751e06.htm#TopOfPage
Helmar667 Beiträge · seit 200606. Juni 2008 · #34Kenia, Tansania, Zambia, Zimbabwe, Mocambique, Malawi u.a.m. sind alles sehr fruchtbare Länder, die alle einen erheblichen Überschuss produzieren könnten und mühelos die Bevölkerung nicht nur ernähren könnten, sondern auch exportieren könnten.
Warum sie heute am Tropf hängen, weiss jeder.
Würde man heute die Farmen in RSA enteignen, wäre das Land in einer Saison ebenfalls ein Hungerland.
Die Gründe sind alle bekannt, die Schuld liegt weniger bei den Europaern oder deren Agrarpolitik. Sie liegt einzig und allein IM Land und bei der politischen Führung.
Wenn hier über Sahel-Zone, mangelnde Niederschläge und schlechten Boden geredet wird, trifft das für die o.g. Länder überhaupt nicht zu.
Helmar
MAMatt415 Beiträge · seit 200806. Juni 2008 · #35Ich bin davon überzeugt, dass sich, zumindest einzelne Länder in Afrika, selbst ernähren können, durch selber produzierte Ware.
Man nehme zum Beispiel das Land Israel (ich bin politisch neutral). Diese haben es zustande gebracht, innert kürzeste Zeit die Felder fruchtbar zu machen und Nahrungsmittel für die gesamte Bevölkerung zu erzeugen (Kibuzze etc.).
Natürlich ist für ein solches Vorhaben das Knowhow unabdingar.
Problematisch ist natürlich die Lebenseinstellung vieler Afrikaner, welche es nicht gewohnt sind, sesshaft zu sein und einfach nehmen, was die Natur von selbst erschaffen hat....
Naja, ich denke nicht, dass die Hungersnot und Armut jemals in den Griff bekommen werden kann. Leider...
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
VOVolkerThemenstarter2'612 Beiträge · seit 200706. Juni 2008 · #36Yoshikawa schrieb:Arable land
In geography, arable land (from Latin arare, to plough) is an agricultural term, meaning land that can be used for growing crops.
http://en.wikipedia.org/wiki/Arable_landNamibia
arable land: 0.99%
permanent crops: 0.01%
other: 99% (2005)
Botswana
arable land: 0.65%
permanent crops: 0.01%
other: 99.34% (2005)
https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2097.html
Ist Dir vielleicht aufgefallen, dass die Zahlen immer zu 100% führen, d.h. damit keine Aussage getroffen werden kann, wieviel landschirtschaftlich nutzbares Land wirklich genutzt werden kann?
Selbst die Größe der landwirtschaftlichen Fläche beantwortet nicht meine Frage, dazu gehören z.B noch Größen wie Hektarertrag oder Nahrungsmittelbedarf pro Kopf, um eine ungefähre Idee zu gewinnen, wieviel Leute man autonom ernähren kann...
Botswana
Agriculture
More than one-half of the population lives in rural areas and is largely dependent on subsistence crop and livestock farming. Agriculture meets only a small portion of food needs and contributes a very small amount to GDP--primarily through beef exports--but it remains a social and cultural touchstone. Cattle raising in particular dominated Botswana's social and economic life before independence. The national herd is estimated between 2 and 3 million head, but the cattle industry is experiencing a protracted decline.
http://www.state.gov/r/pa/ei/bgn/1830.htm
Ein Punkt, den man sicher nicht außer Acht lassen darf: die Rolle der Rinder im sozialen Gefüge.
Joerg3'175 Beiträge · seit 200606. Juni 2008 · #37also bei den heutigen wissenschaftlichen Moeglichkeiten ist es wirklich eine himmelschreiende Schande dass auch nur ein Mensch Hunger leiden muss und das weiss wohl jeder logisch denkende Mensch auf der Welt......
Gruss
Joerg
Es gibt NIX, das es nedd gibt
VOVolkerThemenstarter2'612 Beiträge · seit 200706. Juni 2008 · #38Helmar schrieb:Kenia, Tansania, Zambia, Zimbabwe, Mocambique, Malawi u.a.m. sind alles sehr fruchtbare Länder, die alle einen erheblichen Überschuss produzieren könnten und mühelos die Bevölkerung nicht nur ernähren könnten, sondern auch exportieren könnten.
Warum sie heute am Tropf hängen, weiss jeder.
Würde man heute die Farmen in RSA enteignen, wäre das Land in einer Saison ebenfalls ein Hungerland.
Dann ist Mbeki doch nicht so dumm. Er weiss, dass er Knowhow im Agrarsektor benötigt. Da sehe ich es wie Matt: eine umfangreiche Schulung schwarzer Farmer ist notwendig. Es ist ja nicht so, dass es keine Erfolge geben würde.
Die Gründe sind alle bekannt...
dann mal her damit
die Schuld liegt weniger bei den Europaern oder deren Agrarpolitik. Sie liegt einzig und allein IM Land und bei der politischen Führung.
...
Helmar
Sonderbar, dass viele weisse Wissenschaftler das anders sehen - aber die scheinen alle keine Ahnung zu haben.
Die Tatsache, dass Du vor Ort lebst, mag Dir einen näheren (Ein)blick auf die Dinge zu geben. Aber im Zuge des Getümmels und der Emotionen sitzt man etwas abseits vielleicht besser - erkennen auch immer mehr Fußballtrainer, um das Bild mal plastischer zu machen, und setzen sich auf die Tribüne...
YOYoshikawaGast06. Juni 2008 · #39SEUFZ!
Arable land =
http://dict.tu-chemnitz.de/dings.cgi?lang=de&service=deen&opterrors=0&optpro=0&query=arable+land&iservice=&comment=http://en.wikipedia.org/wiki/Arable_landIn geography, arable land (from Latin arare, to plough) is an agricultural term, meaning land that can be used for growing crops.
Crops =
http://dict.tu-chemnitz.de/dings.cgi?lang=de&service=deen&opterrors=0&optpro=0&query=crops&iservice=&comment=Namibia
arable land: 0.99%
permanent crops: 0.01%
other: 99% (2005)
Logischerweise führt die Addition von grundsätzlich landwirtschaftlich Nutzbarer Fläche plus der Ackerbaufläche plus der sonstigen Fläche des Landes zu 100%.
http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Arable_land_percent_world.pngZusammen mit leicht ergoogelbaren weiteren Informationen (
http://www.fao.org/DOCREP/005/X9751E/x9751e06.htm#TopOfPage,
http://www.fao.org/DOCREP/005/X9751E/x9751e05.htm) kann man sich dann durchaus erschließen, dass diese beiden Länder Schwierigkeiten haben dürften, ihre Bevölkerung allein vom Ertrag ihrer Landwirtschaft (Kombinierte Feld- und Weidewirtschaft) zu ernähren.
YOYoshikawaGast06. Juni 2008 · #40Volker schrieb:
Dann ist Mbeki doch nicht so dumm. Er weiss, dass er Knowhow im Agrarsektor benötigt. Da sehe ich es wie Matt: eine umfangreiche Schulung schwarzer Farmer ist notwendig. Es ist ja nicht so, dass es keine Erfolge geben würde.
Beispiele bitte!http://greatsalandscandal.blogspot.com/