Zurück nach Namibia - April & Mai 2026

Reisebericht 83 Antworten · 7'221 Aufrufe · gestartet 10. Juni 2026 von Sorimuc
990 Beiträge · seit 202313. Aug. 2026 · #81
Liebe Sonja,

Ich plane tatsächlich schon die übernächste Reise für 2028.

Angedacht ist oneway von Katima Mulilo durch den Caprivi in den Etosha zu fahren, bis nach Grootberg und dann über Mount Etjo und eventuell den Waterberg nach Windhoek. Oder eben von Grootberg zum Doro Nawas Wilderness Camp, dann zum Mount Etjo und von da nach Windhoek mit einer letzten Nacht vor dem Abflug.

Aber bis zur Buchung ist noch Zeit für viele Reiseberichte, die mir wieder einen neuen Floh in den Kopf setzen können😜


Jetzt freu ich mich erstmal auf dein nächstes Kapitel.

Grüßle


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Themenstarter363 Beiträge · seit 201314. Aug. 2026 · #82
Nacho schrieb:Liebe Sonja,

Ich plane tatsächlich schon die übernächste Reise für 2028.

Angedacht ist oneway von Katima Mulilo durch den Caprivi in den Etosha zu fahren, bis nach Grootberg und dann über Mount Etjo und eventuell den Waterberg nach Windhoek. Oder eben von Grootberg zum Doro Nawas Wilderness Camp, dann zum Mount Etjo und von da nach Windhoek mit einer letzten Nacht vor dem Abflug.

Aber bis zur Buchung ist noch Zeit für viele Reiseberichte, die mir wieder einen neuen Floh in den Kopf setzen können😜


Jetzt freu ich mich erstmal auf dein nächstes Kapitel.

Grüßle


Liebe Silvia,

deine Route für 2028 klingt auf jeden Fall richtig spannend – und bis dahin gibt es ja tatsächlich noch jede Menge Zeit, um sich durch Reiseberichte inspirieren zu lassen und die Route vielleicht noch ein paar Mal umzuwerfen 😂 

Für die Entscheidung zwischen Grootberg und Doro Nawas kannst du dir jetzt gleich ein genaueres Bild machen, denn das nächste Kapitel kommt sofort. Wenn ich mich persönlich zwischen den beiden entscheiden müsste, würde ich allerdings eher zu Doro Nawas tendieren. Aber lies erstmal selbst… 😉

Viel Spaß beim Weiterlesen und liebe Grüße!

6 Wochen Namibia mit Kind - April & Mai 2026 Mannschaftsausflug nach Namibia - April 2023 Südafrika 2020: Von Kapstadt nach Port Elizabeth Namibias Süden + KTP 2017 Namibia/ Botswana 2015: Auf den Spuren der Elefanten Namibia 2013: Die Ersttäter-Tour
Themenstarter363 Beiträge · seit 201314. Aug. 2026 · #83

Mittwoch, 20. Mai 2026 – Ein ruhiger Tag am Grootberg

 

Wie schön ist es bitte, morgens mit einer solchen Aussicht geweckt zu werden?



Zum Glück ging es Marc wieder etwas besser, sodass er zumindest zum Frühstück mitkam. Viel mehr als Tee und trockenes Brot war allerdings noch nicht drin. Offenbar waren wir die Letzten beim Frühstück, denn die meisten anderen Gäste waren bereits zu einem der frühen Drives aufgebrochen. 




Die Lodge bietet sowohl Elefanten- als auch Rhino-Tracking an, beides kam für uns allerdings nicht infrage. Elefanten hatten wir in den vergangenen Tagen schließlich mehr als genug gesehen, und beim Rhino-Tracking dürfen Kinder erst ab 16 Jahren dabei sein. Außerdem wäre mir die Vorstellung, einem Nashorn zu Fuß hinterherzulaufen, ohnehin etwas zu abenteuerlich gewesen 😜

 

Das Frühstück selbst ließ keine Wünsche offen: frische Muffins und Croissants, Pancakes, Obst, Müsli und Eierspeisen auf Wunsch. Den Vormittag verbrachten wir wieder ganz entspannt in unserem Häuschen. Marc ruhte sich weiter aus, während Sophia und ich lasen und spielten.

 



Mittags gönnte ich mir eine Massage bei Maria, einer Lodge-Angestellten, die uns am Frühstückstisch spontan gefragt hatte, ob wir nicht etwas „Relaxing Time“ gebrauchen könnten. Für umgerechnet etwa 35 Euro bekam ich eine Stunde Rücken-, Nacken-, Schulter- und Beinmassage und war positiv überrascht. Anschließend kam Marc in den Genuss einer Behandlung, während Sophia und ich Mittagessen gingen. 



Danach verbrachten wir den Nachmittag am Pool. Die Aussicht von dort oben ist wirklich traumhaft, auch wenn es auf dem Plateau recht frisch und windig war und wir deshalb lieber am Pool lagen, als ins kalte Wasser zu steigen.



Für eine kleine Überraschung sorgten anschließend zwei gefiederte Mitbewohner: Als wir zurück in unser Häuschen kamen, saßen innen zwei Vögel oben auf den Holzbalken und hatten bereits fleißig Stroh aus dem Dach gepickt. Entsprechend sah es überall aus. Vermutlich waren sie durch einen winzigen Spalt im gekippten Badfenster hereingekommen. Zum Glück fanden sie durch die geöffnete Tür selbst wieder hinaus und hinterließen außer etwas Stroh und ein paar Hinterlassenschaften keinen größeren Schaden.

 

Am späten Nachmittag starteten wir mit Guide Dion und zwei weiteren Paaren aus Frankreich und Schottland zu unserem Sundowner Drive. Zunächst fuhren wir über das Plateau und sahen Springböcke und Zebras. 









Besonders interessant fanden wir Dions Erklärungen zu den Mopane-Bäumen. Die charakteristischen Blätter erinnern an Schmetterlingsflügel oder kleine Antilopen-Fußabdrücke. Auf den Mopane-Bäumen legen bestimmte Nachtfalter ihre Eier ab. Die daraus schlüpfenden Raupen ernähren sich von den Blättern und sind als Mopane-Würmer bekannt. Wenn sie ausgewachsen sind, lassen sie sich zu Boden fallen, verpuppen sich und entwickeln sich schließlich zu Nachtfaltern. Auch die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des harten und gut brennbaren Mopaneholzes fand ich spannend.

 

Leider zog während unserer Fahrt ein kräftiges Gewitter auf. Dion änderte deshalb kurzerhand den Plan und fuhr mit uns hinunter in Richtung Grootbergpass, wo wir einen trockenen Platz direkt an der Straße für unseren Sundowner fanden. Die Aussicht war zwar nicht ganz so spektakulär wie erhofft, dafür hatten wir eine sehr gesellige Unterhaltung mit den anderen Gästen und unserem Guide.







Sophia war besonders begeistert von Dions Erzählung, dass sich in den herumliegenden Steinen unter anderem Amethyste befinden können. Also wurden kurzerhand mit einem großen Stein als Hammer kleinere Steine aufgeschlagen – und tatsächlich fanden wir ein paar interessante Stücke. Unsere Taschen waren am Ende gut gefüllt, auch wenn natürlich klar war, dass die Steine nicht mit nach Hause kommen würden. Spaß hatte Sophia jedenfalls reichlich.

 





Zurück in der Lodge gab es zum Abendessen Thunfischsalat, für mich Beef Stroganoff mit Milliepap und für Marc und Sophia ein vegetarisches Curry mit Reis. Mein Stroganoff war ausgesprochen lecker, während Sophia das Curry leider nicht besonders mochte. Die Pfefferminztorte zum Nachtisch war dagegen ziemlich speziell und sicher nicht jedermanns Geschmack 🤪

 

Auch diese Nacht blieb es unruhig: Immer wieder trippelte irgendetwas über die Holzbalken über unseren Köpfen. Immerhin blieben wir hier von Sattelschrecken verschont – man muss ja auch die kleinen Dinge zu schätzen wissen 😄

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Themenstarter363 Beiträge · seit 2013heute 12:24 · #84

Donnerstag, 21. Mai 2026 – Elefanten am Straßenrand

 

Heute wollten wir früh los, denn vor uns lagen rund 260 Kilometer bis Opuwo. Nach einem letzten Frühstück mit leckerem Milliepap packten wir unsere Sachen und verabschiedeten uns von der Grootberg Lodge. 

 

Fazit Grootberg Lodge

 

Die Grootberg Lodge ist objektiv betrachtet eine wirklich schöne Unterkunft. Die außergewöhnliche Lage hoch oben auf dem Plateau und der fantastische Ausblick sind allein schon ein Grund, hierherzukommen. Unser Häuschen hat uns ebenfalls sehr gut gefallen, ebenso der schöne Pool und die ausgesprochen freundlichen Mitarbeiter. Besonders nett fanden wir den abendlichen Turndown-Service mit Wärmflaschen und aufgeschüttelten Betten sowie Sophias kleines Abschiedsgeschenk.

 

Beim Service im Restaurant hätte manches etwas zügiger gehen können, und auch unser Sundowner Drive war für uns angesichts des Preises und des wetterbedingten Verlaufs kein besonderes Highlight. Insgesamt würden wir die Grootberg Lodge aber durchaus empfehlen und bei einer passenden Route wahrscheinlich auch wiederkommen. Der ganz große Funke ist bei uns diesmal allerdings nicht übergesprungen – was vielleicht auch daran lag, dass Marc während unseres Aufenthalts krank war.

 

Die steile Zufahrt vom Plateau hinunter meisterten wir wieder mit Low 4 und fuhren anschließend über den Grootbergpass Richtung Palmwag. Direkt hinter der Registrierungsstelle entdeckten wir zu unserer Überraschung einen Geldautomaten mitten im Nirgendwo – damit konnten wir direkt unsere Bargeldvorräte wieder auffüllen. Die weitere Strecke Richtung Norden überraschte uns landschaftlich sehr. Besonders der Abschnitt nördlich von Palmwag bis in Richtung Sesfontein gefiel uns ausgesprochen gut. Immer wieder sahen wir Zebras, Springböcke sowie Rinder und Ziegen, die teilweise direkt auf der Straße unterwegs waren.









Als kleinen Abstecher hatten wir die Ongongo-Wasserfälle bei Warmquelle eingeplant. Die Zufahrt dorthin war allerdings ziemlich abenteuerlich: eine holprige Piste durch Siedlungen, viele Kinder am Straßenrand und zum Schluss noch eine kleine Flussdurchquerung. Die Wasserfälle selbst sind zwar hübsch und das warme Wasser lädt tatsächlich zum Schwimmen ein, allerdings ist die Anlage recht klein. Für uns hat sich der Umweg unter dem Strich deshalb nicht wirklich gelohnt – auch weil wir die vielen bettelnden Kinder entlang der Zufahrt als sehr unangenehm empfanden. Wir haben später erfahren, dass in Namibia zu diesem Zeitpunkt Schulferien waren und somit auch deutlich mehr Kinder unterwegs als wohl normal üblich.





Zurück auf der Hauptstrecke ging es weiter in Richtung Opuwo. Etwa 50 Kilometer vor der Stadt erlebten wir dann noch eine völlig unerwartete Begegnung: Drei Wüstenelefanten standen direkt an der Straße 🤩 Wir näherten uns ganz langsam und mit großem Abstand, doch die Tiere waren äußerst scheu. Einer entfernte sich sofort, ein anderer trompetete laut und lief davon. Für uns war es trotzdem eine ganz besondere Begegnung – zumal ich zufällig gerade das passende Teleobjektiv auf der Kamera hatte.





Dann erreichten wir Opuwo, und allein die Fahrt durch die Stadt war ein Erlebnis. Himbas, Hereros und westlich gekleidete Menschen begegnen einem hier völlig selbstverständlich nebeneinander. Überall herrschte geschäftiges Treiben und es gab unglaublich viel zu beobachten. Schließlich fanden wir die Auffahrt zur Opuwo Country Lodge, die etwas außerhalb des Ortes auf einem Berg liegt.

 

Die Lodge machte schon bei der Ankunft einen ordentlichen Eindruck. Unser Zimmer war für eine Nacht völlig ausreichend, auch wenn es sich eigentlich um ein Doppelzimmer handelte, in das noch ein drittes Bett gestellt worden war. 



Nach der Ankunft verbrachten wir den Nachmittag am sehr schönen und vor allem angenehm warmen Pool. Zum Glück konnten wir dort trotz der fortgeschrittenen Stunde noch einen kleinen Lunch bekommen. Besonders schön war später der Sonnenuntergang direkt am Pool mit Blick nach Westen. 







Das Abendessen war sehr lecker und auch der Service überzeugte uns. Bei einem guten Glas Weißwein ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Anschließend ging es ins Bett, wo wir trotz der anfänglichen Wärme gut schliefen.

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