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Zurück nach Namibia - April & Mai 2026
52 Antworten · 4'574 Aufrufe · gestartet 10. Juni 2026 von Sorimuc
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201310. Juni 2026 · #1
Liebe Fomis,
seit einer Woche sind wir zurück von unserer mittlerweile 5. Reise in unser Lieblingsland. Für die vielen hilfreichen Tipps und Empfehlungen aus dem Forum sowie aus Freude darüber, auf diese Weise die Reise noch einmal erleben zu dürfen, möchte ich mich mit einem Reisebericht bedanken. Am Anfang ist er leider etwas textlastig, das wird sich aber schon bald ändern 😁 Ich freue mich, wenn ihr Lust habt, mit mir zu reisen und hoffe, dass ich den ein oder anderen von euch ebenfalls inspirieren kann.
Das sind übrigens wir: Mein Mann Marc, unsere Tochter Sophia und ich, Sonja. Auf geht's!
Im Frühjahr 2026 haben wir uns einen lang gehegten Wunsch erfüllt: Bevor unsere Tochter kommenden September eingeschult wird, wollten wir noch einmal für mehrere Wochen als Familie unterwegs sein. Bei der Wahl des Reiseziels waren wir uns direkt einig – zum inzwischen fünften Mal sollte es nach Namibia gehen 😘
Was uns an Namibia besonders begeistert, ist die unglaubliche landschaftliche Vielfalt. Innerhalb weniger Kilometer verändert sich die Umgebung oft komplett. Die Weite des Landes, das warme Licht am späten Nachmittag und der spektakuläre Sternenhimmel gehören für uns zu den schönsten Naturerlebnissen überhaupt. Auch die Tierwelt spielt natürlich eine Rolle, unser Fokus liegt aber nicht auf Safari. Lieber kombinieren wir Naturerlebnisse, Wanderungen und landschaftliche Höhepunkte mit einzelnen Pirschfahrten oder geführten Touren.
Wir lieben außerdem die herzlichen Menschen, die oft außergewöhnlichen Unterkünfte, das gute Essen, die hervorragenden südafrikanischen Weine und das angenehme, trockene Klima. Nicht zuletzt verbinden wir mit diesem Land mittlerweile viele besondere Erinnerungen – vom Heiratsantrag über unsere erste Fernreise mit Sophia bis hin zu einigen unserer schönsten Reiseerlebnisse überhaupt.
Für diese Reise hatten wir knapp sechs Wochen Zeit und waren nahezu im gesamten Land unterwegs – vom Fish River Canyon im äußersten Süden bis zu den Epupa-Fällen an der Grenze zu Angola im Norden. Lediglich den Nordosten mit dem Caprivi-Streifen ließen wir diesmal aus, da wir diese Region bereits auf einer früheren Reise intensiv erkundet hatten. Ansonsten standen sowohl einige unserer Lieblingsorte als auch Regionen auf dem Programm, die sich schon lange auf unserer Wunschliste befinden.
Bei der Planung haben wir uns an einigen Erfahrungen aus unseren früheren Namibia-Reisen orientiert. Unser Ziel war es, die Reise möglichst entspannt zu gestalten, weshalb wir darauf geachtet haben, an den meisten Orten zwei bis drei Nächte zu bleiben. Nur an wenigen Stellen gibt es Einzelübernachtungen – und diese vor allem deshalb, um längere Fahrstrecken sinnvoll aufzuteilen.
Grundsätzlich haben wir versucht, die Tagesetappen auf etwa 300 Kilometer beziehungsweise drei bis fünf Stunden reine Fahrzeit zu begrenzen. Natürlich dauert ein Fahrtag in Namibia meist länger, weil man unterwegs immer wieder für Fotos, Aussichtspunkte oder spontane Entdeckungen anhält. Für uns gehört genau das zum Reiz des Reisens dort dazu: Nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg ist Teil des Erlebnisses.
Ein weiterer Gedanke bei der Routenplanung war die Jahreszeit. Da wir über mehrere Wochen unterwegs sein würden, bewegten wir uns im Verlauf der Reise zunehmend Richtung Winter. Deshalb haben wir die Route im Uhrzeigersinn geplant: Zunächst ging es in den Süden des Landes, wo wir zu Beginn noch auf angenehm warme Temperaturen hofften. Je weiter wir im Laufe der Reise nach Norden kommen, desto kühler sollte es saisonal werden, während die Temperaturen geografisch bedingt wieder ansteigen. Im Idealfall gleichen sich diese beiden Effekte etwas aus und sorgen während der gesamten Reise für angenehme Bedingungen 🤪
Außerdem wollten wir die Regionen im äußersten Norden möglichst spät in der Saison besuchen. Dort, insbesondere im Bereich der Epupa-Fälle, besteht ein gewisses Malariarisiko. Durch die Reisezeit möglichst weit entfernt von der Regenzeit hoffen wir, dieses Risiko zusätzlich zu reduzieren. Unabhängig davon haben wir uns entschieden, für diesen Teil der Reise vorsorglich eine Malariaprophylaxe mitzunehmen.
Bei den Unterkünften haben wir bewusst auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Lodges und Gästefarmen gesetzt. Wichtig waren uns dabei eine persönliche Atmosphäre, gutes Essen und natürlich die Erfahrungen anderer Namibia-Reisender, vor allem hier aus dem Forum. Große Anlagen mit Reisegruppen und Buffetbetrieb versuchen wir eher zu vermeiden. Stattdessen bevorzugen wir kleinere, individuell geführte Unterkünfte, in denen man die Ruhe und Weite Namibias besonders gut genießen kann.
Hier ein Überblick über unsere Reiseroute:
Reisezeitraum: 23.04.-01.06.2026
1 N Hohewarte Guestfarm 2 N Jansen Kalahari Guest Farm 1 N Duwisib Guest Farm 2 N Fish River Lodge 3 N Klein Aus Vista Eagles Nest Chalet 2 N Koiimasis Fest Inn Fels 2 N Desert Homestead Lodge 2 N Barkhan Dune Retreat 3 N @the Sea Boutique Guesthouse 1 N Spitzkoppe Cabin Camp 2 N Omandumba Bush Camp 2 N Vingerklip Lodge 3 N Doro Nawas 2 N Grootberg Lodge 1 N Opuwo Country Lodge 3 N Epupa Camp 1 N Hobatere Lodge 3 N Etosha Safari Lodge 3 N Kambaku Safari Lodge
Ansonsten versuchten wir, uns möglichst gut vorzubereiten, ohne jede Minute der Reise durchzuplanen. Zwar hatten wir uns zahlreiche mögliche Zwischenstopps und Sehenswürdigkeiten entlang der Route notiert, vor Ort wollten wir aber bewusst flexibel bleiben und vieles spontan entscheiden.
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201310. Juni 2026 · #2
Anreise und Flüge
Besonders gefreut haben wir uns über die Direktverbindung von München nach Windhoek mit Discover Airlines, die es erst seit etwa einem Jahr gibt. Da wir nur wenige Minuten vom Münchner Flughafen entfernt wohnen, war das für uns die mit Abstand bequemste Lösung. Zwar ist der Flug kein Schnäppchen, aber bei einer Langstreckenverbindung mit Direktflug relativiert sich das aus unserer Sicht etwas. Für zwei Erwachsene und ein Kind lagen die Flugkosten zum Buchungszeitpunkt insgesamt bei knapp 3.400 Euro für die Economy Class. Vergleicht man das mit unseren früheren Namibia-Reisen, erscheint uns das sogar weniger außergewöhnlich, als man angesichts der aktuellen Preisentwicklung vielleicht vermuten würde.
Gerade bei Fernreisen schätzen wir die Vorteile eines Direktflugs sehr: kein Umsteigen, kein Stress mit Anschlussflügen und ein deutlich geringeres Risiko, dass Gepäck verloren geht. Außerdem ist es einfach angenehm, abends in München ins Flugzeug zu steigen und am nächsten Morgen direkt in Namibia anzukommen.
Mietwagen
Den Mietwagen hatten wir bereits lange im Voraus reserviert. Unsere Wahl fiel auf den Klassiker, einen Toyota Hilux Double Cab. Gebucht haben wir über Asco Car Hire, einen der größten lokalen Vermieter in Windhoek, da wir bereits auf früheren Reisen gute Erfahrungen mit Asco gemacht hatten.
Bei der Ausstattung gab es für uns drei wichtige Kriterien: Automatikgetriebe, einen hochwertigen Kindersitz und einen batteriebetriebenen Kühlschrank. Gerade das Automatikgetriebe empfinden wir als große Erleichterung, wenn man sich gleichzeitig an den Linksverkehr und die ungewohnten Straßenverhältnisse gewöhnen muss 😄
Der Kühlschrank hat sich bereits auf unseren letzten Reisen als ausgesprochen praktisch erwiesen. Auch wenn wir weder campen noch uns überwiegend selbst versorgen, sind kalte Getränke und kleine Snacks auf langen Fahrtagen Gold wert. So muss man sich unterwegs keine Gedanken machen, ob Lebensmittel oder Getränke in der Hitze zu warm werden.
Diesmal haben wir uns bewusst für ein reguläres Fahrzeug und nicht für ein günstigeres Budget-Modell entschieden. Bei einer Reise von fast sechs Wochen war uns wichtig, ein möglichst neues und wenig beanspruchtes Fahrzeug zu bekommen. Die etwas höheren Kosten waren uns der zusätzliche Komfort und das gute Gefühl wert.
Ansonsten bringt der Hilux alles mit, was man für eine Namibia-Rundreise benötigt: ausreichend Platz, gute Geländetauglichkeit sowie die bei seriösen Vermietern üblichen Extras wie Doppeltank und zwei Ersatzreifen. Damit fühlten wir uns für die kommenden Wochen bestens gerüstet.
Buchung der Reise
Wie bereits bei unseren Namibia-Reisen 2015 und 2017 haben wir auch diesmal wieder über die in Swakopmund ansässige Agentur Magic Vibes gebucht. Die Zusammenarbeit war bisher immer unkompliziert und zuverlässig, sodass für uns schnell feststand, auch diese Reise wieder über sie abzuwickeln.
Bei unserer ersten Namibia-Reise hatten wir noch alle Unterkünfte und Leistungen selbst organisiert. Das war zwar machbar, bedeutete aber einen erheblichen Aufwand. Inzwischen schätzen wir es sehr, einen erfahrenen Ansprechpartner vor Ort zu haben, der sich um Reservierungen, Buchungen und organisatorische Details kümmert.
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201312. Juni 2026 · #3
Anreise und erster Tag in Namibia
Am Abend des 22. April 2026 war es endlich soweit – unser Nachbar brachte uns mit bis unters Dach mit Gepäck gefülltem Auto zum Flughafen München. Nach dem Einchecken gab es zunächst eine kleine Verwechslung bei den Koffern, die jedoch schnell am Serviceschalter gelöst werden konnte. Anschließend gönnten wir uns das traditionelle letzte bayerische Abendessen beim Airbräu. Dort trafen wir überraschend Bekannte, die wir seit Jahren nicht mehr gesehen hatten und die ausgerechnet an diesem Abend Deutschland verließen, um nach Florida auszuwandern – ein wirklich kurioser Zufall.
Nach einem unkomplizierten Sicherheitscheck ging es zum Gate, und mit etwa 20 Minuten Verspätung startete schließlich unser Nachtflug nach Namibia. Die Nacht an Bord war dank kaum vorhandener Beinfreiheit leider wenig erholsam: Sophia schlief nach einem Film recht gut (quer über drei Sitze 🙄 ), während Marc und ich kaum Schlaf fanden. Das Abendessen hatten wir abbestellt (wer will bitte mitten in der Nacht noch Chicken Curry?) und das Frühstück – ein Mini-Muffin sowie eine Blätterteilrolle mit Lauch und Pilzen – war ehrlicherweise eine Frechheit 😵 Positiv in Erinnerung blieb uns vor allem der ausgesprochen freundliche Service der Crew.
So landeten wir am Morgen des 23. April gegen 7:45 Uhr leicht erschöpft in Windhoek. Direkt nach der Landung machten wir allerdings den Fehler, zunächst noch alle auf die Toilette zu gehen. Das war zwar dringend nötig, kostete uns im Nachhinein aber vermutlich fast eine Stunde, denn die Schlangen bei der Einreise wurden in dieser Zeit immer länger. Trotz bereits vorab beantragtem E-Visum dauerte die Einreise schließlich rund eineinhalb Stunden.
Nach der Gepäckausgabe mussten wir noch durch eine weitere Kontrolle. Dort wurde ein Apfel entdeckt, den wir versehentlich noch im Handgepäck hatten. Eine Mitarbeiterin schickte mich daraufhin zum Veterinärschalter, wo ich ein Formular für den Apfel ausfüllen sollte. Da ich den Apfel ohnehin nicht hätte einführen dürfen, fragte ich scherzhaft, ob ich ihn stattdessen einfach sofort essen könne. Nach einem zustimmenden Nicken stand ich also mitten im Flughafen und aß meinen Apfel auf, während andere Reisende noch schnell ihre mitgebrachten Würstchen oder andere Snacks verzehrten. Erst danach durften wir die Kontrolle passieren und schließlich den Flughafen verlassen.
Auch unser gebuchter Transfer ließ auf sich warten, sodass wir uns die Zeit mit einem Cappuccino vertrieben. Nach mehreren Telefonaten mit der Buchungsagentur traf unser Fahrer gegen 10:30 Uhr schließlich ein und brachte uns zur Hohewarte Guest Farm. Unterwegs konnten wir bereits einen Pavian auf einem Strommast entdecken – unser erstes Wildtier der Reise 😄
Die Hohewarte Guest Farm gefiel uns sofort. Das historische Haupthaus, die herzliche Begrüßung und unser schönes Familienzimmer sorgten dafür, dass wir uns auf Anhieb wohlfühlten. Während Marc etwas Schlaf nachholte, erkundeten Sophia und ich das Gelände. Zum Mittagessen gab es einen hervorragenden Oryx-Burger mit Süßkartoffelpommes.
Bei sonnigen 25 Grad genossen wir die ersten Stunden in Namibia, machten später einen kurzen Mittagsschlaf und stießen am späten Nachmittag mit unserem ersten Savanna der Reise auf den Urlaub an. Besonders schön war es, wieder die vertrauten Geräusche, Gerüche und die besondere Atmosphäre Namibias zu erleben.
Den Abend verbrachten wir bei einem gemeinsamen Essen mit anderen Gästen der Farm. Bei Samosas, Oryx-Gulasch und einem leckeren Dessert entstanden viele interessante Gespräche über Reisen und unsere geplanten Routen. Gegen 21 Uhr gingen wir müde, aber glücklich ins Bett – angekommen in Namibia und voller Vorfreude auf die kommenden Wochen.
BEBeatnick1'705 Beiträge · seit 201612. Juni 2026 · #4
Hallo,
da bin ich gerne dabei. Wir waren fast zeitgleich in Namibia und hatten auch tlw. dieselben Stationen. Euer schönes Familienbild ist auf Koiimasis? Die Kulisse kommt mir jedenfalls vertraut vor.
Liebe Grüße, Betti
MEMelanie1982627 Beiträge · seit 202312. Juni 2026 · #5
Auf eurer Reise bin ich auch gerne dabei und nach den ersten Bildern der Hohewarte Guestfarm ärgere ich mich ein wenig, dass wir sie nicht mit in unserer nächsten Reise haben. Kommt aber definitiv auf die Liste einer anderen Namibia-Reise 🙂
DADaxiang5'035 Beiträge · seit 201413. Juni 2026 · #6
Hi Sonja, ich bin auch noch schnell zugestiegen und bin gespannt was ihr so alles gesehen und erlebt habt.
Liebe Grüße Konni
ENEnilorac65762 Beiträge · seit 201713. Juni 2026 · #7
Hallo Sonja, ich komme auch gerne mit. Sechs Wochen! Eine traumhafte Vorstellung. Liebe Grüsse und vielen Dank für‘s Schreiben, Caroline
TITinuHH896 Beiträge · seit 201614. Juni 2026 · #8
Moin Sonja,
ich klemme mich auch noch mit rein, das verspricht eine nette Reise zu werden! Ein paar der Unterkünfte kenne ich, und ich bin gespannt, wie es heute da aussieht.
Herzliche Grüße Martin
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201315. Juni 2026 · #9
Beatnick schrieb:Hallo,
da bin ich gerne dabei. Wir waren fast zeitgleich in Namibia und hatten auch tlw. dieselben Stationen. Euer schönes Familienbild ist auf Koiimasis? Die Kulisse kommt mir jedenfalls vertraut vor.
Liebe Grüße, Betti
Liebe Betti,
schön, dass du dabei bist. Wow, ich bin beeindruckt - viel sieht man ja nicht im Hintergrund, aber du hast vollkommen Recht, das Foto wurde von Roland während unserer Farmrundfahrt auf Koiimasis gemacht 🤩 Eines meiner persönlichen Highlights auf unserer Reise.
Dann freue ich mich auch schon sehr auf euren Bericht, den es hoffentlich geben wird - ihr habt immer so tolle Bilder zu zeigen 😘
Liebe Grüße, Sonja
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201315. Juni 2026 · #10
Melanie1982 schrieb:Auf eurer Reise bin ich auch gerne dabei und nach den ersten Bildern der Hohewarte Guestfarm ärgere ich mich ein wenig, dass wir sie nicht mit in unserer nächsten Reise haben. Kommt aber definitiv auf die Liste einer anderen Namibia-Reise 🙂
Liebe Melanie,
das Gefühl kenne ich gut 😄 Ich führe sogar eine Excel-Liste, in der ich mir alle Unterkünfte und sonstigen Tipps notiere, die ich in den diversen Reiseberichten hier lese und die für uns gut passen könnten. Wenn es dann an die nächste Planung geht, wird immer erstmal diese Liste konsultiert 😗
Schön, dass du dabei bist und liebe Grüße, Sonja
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201315. Juni 2026 · #11
Daxiang schrieb:Hi Sonja, ich bin auch noch schnell zugestiegen und bin gespannt was ihr so alles gesehen und erlebt habt.
Liebe Grüße Konni
Liebe Konni,
hier ist auf jeden Fall noch Platz für dich! Euer letzter Reisebericht steht noch auf meiner "Zu lesen"-Liste - nach 6 Wochen Forums-Abstinenz habe ich einiges aufzuholen 😁
Liebe Grüße, Sonja
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201315. Juni 2026 · #12
Enilorac65 schrieb:Hallo Sonja, ich komme auch gerne mit. Sechs Wochen! Eine traumhafte Vorstellung. Liebe Grüsse und vielen Dank für‘s Schreiben, Caroline
Willkommen an Bord, liebe Caroline! Du hast Recht, die Dauer der Reise war ein wahrer Traum, und ich bin sehr dankbar, dass wird die Möglichkeit hatten, diese so umzusetzen. Ab kommendem Herbst sind wir an die bayerischen Ferienzeiten gebunden, das wollten wir vorher nochmal ausnutzen und möglichst viel Zeit gemeinsam als Familie miteinander verbringen 😘
Liebe Grüße, Sonja
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201315. Juni 2026 · #13
TinuHH schrieb:Moin Sonja,
ich klemme mich auch noch mit rein, das verspricht eine nette Reise zu werden! Ein paar der Unterkünfte kenne ich, und ich bin gespannt, wie es heute da aussieht.
Herzliche Grüße Martin
Lieber Martin,
schön, dass du mit zugestiegen bist - es geht jetzt auch bald richtig los. Als erstes müssen wir aber natürlich noch unser Gefährt für die nächsten Wochen in Empfang nehmen 🤩
Liebe Grüße, Sonja
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201315. Juni 2026 · #14
Hohewarte Guest Farm – Fazit
Die Hohewarte Guest Farm hat uns als erster Stopp in Namibia richtig gut gefallen. Die Anlage ist wunderschön angelegt und bietet viele gemütliche Plätze, um einfach die Ruhe zu genießen und nach der Anreise anzukommen. Unser Zimmer war sehr schön und gepflegt, das Personal stets hilfsbereit und aufmerksam. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns das leckere Essen und das liebevoll zubereitete Frühstück. Für uns war die Hohewarte Guest Farm der perfekte Ort, um entspannt in unsere Namibia-Reise zu starten, und wir würden jederzeit wieder dort übernachten.
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201315. Juni 2026 · #15
Freitag, 24. April 2026 - Auf in die Kalahari!
Nach einem sehr leckeren Frühstück in der Lapa hieß es Abschied nehmen von der Hohewarte Guest Farm. Unser Fahrer ließ wie schon bei der Anreise etwas auf sich warten, brachte uns dann aber sicher zur Autovermietung in Windhoek. Die Übernahme unseres Toyota Hilux verlief unkompliziert und schon kurze Zeit später waren wir endlich unterwegs.
Nach einem Einkauf im SPAR bei der Maerua Mall führte uns die Route zunächst auf der B1 Richtung Süden.
Kurz vor Rehoboth entschieden wir uns für die landschaftlich reizvollere Strecke über die C25, später die C21 und schließlich die D1268 bis zur Janssen Kalahari Guest Farm. Die Pad war gut zu fahren und führte durch eine wunderschöne Kalahari-Landschaft. Dank der außergewöhnlich guten Regenzeit präsentierte sich die sonst so trockene Gegend überraschend grün. Unterwegs entdeckten wir bereits die ersten Tiere: Springböcke, Paviane und sogar einen Löffelhund direkt neben der Straße.
Gegen halb vier erreichten wir unser heutiges Tagesziel. Unser Chalet „Shepherd’s Tree“ war einfach, aber gemütlich und bot reichlich Platz für die ganze Familie.
Während eines kurzen Regenschauers saßen wir auf der Terrasse und beobachteten eine Herde Eland-Antilopen, die direkt an unserem Häuschen vorbei zur Wasserstelle zog. Gemeinsam mit Sophia pirschte ich ihnen mit Fernglas und Kamera hinterher. In der Ferne grasten Zebras, und sogar eine kleine Maus kam zum Trinken an den Wasserhahn – man kommt der Tierwelt hier wirklich erstaunlich nahe, das hatten wir so gar nicht erwartet 😘
Das Abendessen war gut, wenn auch die Zusammenstellung etwas gewöhnungsbedürftig war: Es gab Spaghetti mit Tomatensauce, dazu Schnitzel, Brokkoli, Blumenkohl mit einer eigenen Soße, Blaukraut und noch einen gegrillten Maiskolben. Wirkte ein wenig wie Reste-Essen 🤪 Nach einem kurzen Blick auf den leider wolkenverhangenen Sternenhimmel fielen wir schließlich müde, aber glücklich ins Bett.
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201318. Juni 2026 · #16
Samstag, 25. April 2026
Der Tag begann schon mal ziemlich gut: Noch im Schlafanzug standen wir vor unserem Häuschen, weil Sophia direkt nach dem Aufwachen zwei Giraffen entdeckt hatte. Gemächlich liefen sie an unserer Unterkunft vorbei zur Wasserstelle. Dazu kamen Zebras und Elandantilopen – vor unserem Chalet war eigentlich immer etwas los, das ist schon etwas ganz Besonderes.
Nach dem Frühstück brachen wir zu einer Wanderung auf. Auf dem Farmgelände gibt es insgesamt vier farbig markierte Wanderwege unterschiedlicher Länge. Wir entschieden uns für den 6,5 Kilometer langen gelben Weg, während die längsten Strecken bis zu zwölf Kilometer lang sind. Der Weg führte durch die Dünenlandschaft, vorbei an Termitenhügeln, Webervogelnestern und blühenden Pflanzen. Es war beeindruckend zu sehen, wie farbenfroh die Wüste nach den Regenfällen sein kann. Unsere Gastgeberin Louise erzählte mir am Morgen, dass die Farmer der Region bereits ihre Wasservorräte aufgefüllt hätten. Mit Beginn der Trockenzeit wird das hohe Gras schnell zur Gefahr, und Buschbrände können sich dann rasch ausbreiten.
Sophia hatte Spaß daran, die Wegmarkierungen zu suchen, auch wenn ihr die Strecke gegen Ende etwas lang wurde. Anfangs sorgte noch ein angenehmer Wind für Abkühlung, doch später wurde es richtig warm.
Zurück an der Lodge gönnten wir uns eine Dusche und verbrachten den Mittag entspannt am Pool. Während Sophia mit ihren Playmobilfiguren spielte, las Marc über die Kolonialgeschichte Afrikas und ich genoss ebenfalls mein Buch und die Ruhe.
Am Nachmittag trafen wir uns mit den anderen Gästen zum Sundowner Drive. Die Gastgeber Heintje und Louise fuhren uns mit ihren Farmfahrzeugen über das weitläufige Gelände. Dabei erzählten sie viel über das Leben auf ihrer Farm, die sie vor einigen Jahren von 10.000 auf 5.000 Hektar verkleinert haben. Besonders spannend war zu hören, wie wichtig ihre beiden Brunnen mit trinkbarem Wasser für den gesamten Betrieb sind.
Die Fahrt führte durch eine traumhafte Landschaft aus Dünen, Grasflächen und weiten Ebenen. Über uns zogen dunkle Gewitterwolken hinweg, die immer wieder für spektakuläre Lichtstimmungen sorgten. Unterwegs begegneten wir zahlreichen Tieren, darunter Zebras, Oryx, Giraffen und sogar einem schwarzen Springbock, der ursprünglich eher in Südafrika heimisch ist.
Für einen besonderen Lacher sorgte ein junger Strauß namens Anna. Mit ihren abgespreizten Federn sah sie so zerzaust aus, dass wir zunächst dachten, sie hätte ihre besten Tage bereits hinter sich. Tatsächlich war sie aber noch ganz jung. Sophia durfte sogar aussteigen und ganz mutig Anna aus der Hand füttern.
Als wir schließlich die Düne für den Sundowner erreichten, hatte sich das Gewitter vorerst verzogen. Die Luft war klar, die Landschaft leuchtete im warmen Abendlicht, und die Stimmung dort oben war einfach perfekt. Bei Snacks und einem Getränk in der Hand beobachteten wir, wie die Sonne langsam hinter den Dünen verschwand – einer dieser Momente, die man gerne festhalten würde, obwohl man weiß, dass kein Foto ihnen wirklich gerecht werden kann 😘
Nach der Rückkehr wartete noch ein leckeres Abendessen auf uns: Oryx-Roulade und Lemon Cheesecake zum Dessert. Müde, satt und voller schöner Eindrücke fielen wir schließlich ins Bett und freuten uns schon auf das nächste Abenteuer.
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201318. Juni 2026 · #17
Noch ein kleiner Hinweis für alle, die sich unsere Route lieber bildlich vor Augen führen wollen: Ich habe im ersten Beitrag eben noch eine Übersichtskarte nachträglich zur Routenbeschreibung hinzugefügt!
Liebe Grüße, Sonja
FIfidel925 Beiträge · seit 201619. Juni 2026 · #18
Hallo,
ich lese auch gerne mit. Eure Route erscheint mir nahezu perfekt, ein richtiges Best-Of - einzig die Tierwelt käme mir fast ein wenig zu kurz ohne Caprivi 🙂
Viele Grüße
fidel
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201322. Juni 2026 · #19
fidel schrieb:Hallo,
ich lese auch gerne mit. Eure Route erscheint mir nahezu perfekt, ein richtiges Best-Of - einzig die Tierwelt käme mir fast ein wenig zu kurz ohne Caprivi 🙂
Viele Grüße
fidel
Hallo fidel,
ja stimmt, es war eine für uns perfekte Tour 😁 Wir sind leider bei weitem nicht so ausdauernde "Tiersucher" wie ihr - wir vertrauen da lieber auf gutes Sichtungsglück in überschaubarem Zeitraum 🤩 Und wir hatten tatsächlich sehr viele Tiererlebnisse, mit denen wir so auf der Route gar nicht gerechnet hätten, aber dazu später mehr. Schön, dass du mit dabei bist!
Liebe Grüße, Sonja
SOSorimucThemenstarter342 Beiträge · seit 201322. Juni 2026 · #20
Fazit Jansen Kalahari Guestfarm
Insgesamt haben wir uns auf der Jansen Kalahari Guestfarm sehr wohlgefühlt und die zwei Nächte dort gerne verbracht. Die wunderschöne Lage mitten in der Kalahari, das Wasserloch direkt vor unserer Terrasse und die vielen Tierbeobachtungen haben den Aufenthalt für uns besonders gemacht 😘
Ganz perfekt war allerdings nicht alles. Der Empfang durch die Angestellte wirkte auf uns eher routiniert und wenig herzlich, während wir die Gastgeber selbst leider erst viel später näher kennenlernen konnten. Auch beim Essen gab es Licht und Schatten: Geschmacklich war es durchwegs gut, die Zusammenstellung des Menüs am ersten Abend erschien uns allerdings etwas ungewöhnlich. Am zweiten Abend hat es uns deutlich besser gefallen.
Unser Häuschen war schön gelegen und bot einen tollen Blick auf das Wasserloch. Die Einrichtung wirkte stellenweise etwas in die Jahre gekommen und auch die Betten waren nicht die bequemsten. Dafür konnten der schöne Poolbereich und vor allem der fantastische Sundowner Drive viele dieser kleinen Schwächen wieder wettmachen.
Positiv aufgefallen ist uns außerdem, dass aktuell ein neuer Dining Room mit Terrasse entsteht, der zum Zeitpunkt unseres Besuchs kurz vor der Fertigstellung stand. Das dürfte die Atmosphäre beim Essen künftig noch einmal deutlich aufwerten.
Unterm Strich würden wir die Jansen Kalahari Guestfarm auf jeden Fall weiterempfehlen. Die herzliche Gastfreundschaft, die tolle Landschaft und die vielen schönen Erlebnisse vor Ort überwiegen die kleinen Kritikpunkte deutlich. Die Unterkunft bietet aus unserer Sicht ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wir würden bei einer weiteren Namibia-Reise durchaus wiederkommen.