pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200710. Juni 2025 · #1
Hallo zusammen, die Panther’s waren wieder mal auf Reisen und haben sich 2025 für Asien, genauer Vietnam, entschieden. „Xin chào“ (gesprochen: tschin tschau) bedeutet übrigens „Hallo“ und kann universell bei der Begrüßung oder Verabschiedung eingesetzt werden 🙂
Wie alles kam: Nach den letzten beiden Jahren Afrika durfte es gerne mal wieder ein anderer Kontinent sein, und da man viel Positives von Vietnam gehört und gesehen hatte, war der Entschluss schnell gefasst wieder mal ein neues Land kennenzulernen.
Rahmenbedingungen waren schnell definiert, möglichst bequemer Flug, drei Wochen Reisedauer, möglichst das Land von Nord nach Süd, keine Gruppenreise und kein Strandurlaub. Da Vietnam drei Klimazonen hat, ist das mit der Reisezeit für komplett Vietnam gar nicht so einfach. Am ehesten passt noch Feb/März/April um das gesamte Land zu bereisen. Aber wer kann sich heute schon noch aufs Klima verlassen 😐
Also diverse (Spezial-) Reiseveranstalter kontaktiert und da gabs dann schon das erste „Problem“: volle drei Wochen OHNE mehrtägigen Badeaufenthalt bietet fast niemand an. Wir ließen uns also Angebote nach unseren Parametern machen und siehe da, sieht, auch preislich, gar nicht so schlecht aus. Jeder hatte so seine speziellen Angebote, mal war bei dem Einen das Hotel besser mal beim Anderen, mal sollte man Zug fahren mal waren Flüge inkludiert usw. Grundsätzlich waren die Angebote aber ok und wir waren fast soweit zu buchen, bis… ja bis wir aus unserer Sicht kleine Änderungen bzw. Nachfragen hatten. Zum Beispiel die Frage ob die angebotene Trekkingtour in Sapa auch in einer leichten Variante buchbar ist (wir haben ab und zu Knieprobleme) …Antwort, da müsste man erst mal in Vietnam nachfragen, könnte man so nicht sagen. Oder aber ob man statt den drei Tagen Strandaufenthalt auch drei Übernachtungen im Mekong Delta buchen kann… klar kann man, treibt den Preis aber um 20% nach oben…What??? 🤩 Die Nachfrage ergab dass das halt so im Paket angeboten wird und man daran nichts ändern könnte… Aha! Kleine Anmerkung: wer selber recherchiert wird feststellen dass Hotels im Mekong Delta sicherlich nicht teurer sind als Strandhotels.
Resümee: die Reiseveranstalter sind eher Reisevermittler und bieten halt Pakete von vietnamesischen Reiseveranstaltern an. Wer nicht viel ändern möchte und vor allen Dingen nicht die Zeit hat selbst zu planen, fährt sicherlich ganz gut damit. Mittlerweile hatte mich (Ralf), der Ehrgeiz gepackt und ich hab mich selbst mit den Buchungen für Hotel, Transport und Ausflüge beschäftigt. Ohne zu sehr auszuschweifen, aber es war ziemlich zeitaufwendig, zumal es viele, viele Möglichkeiten gibt 😮 Das erste was man feststellen wird ist, dass sich die Reisevermittler das gut bezahlen lassen dass sie die Reisebausteine vermitteln. Vietnam ist (noch) ein unglaublich günstiges Land und am Ende des Tages haben wir trotz deutlich besserer Hotels, individuellem Transport und mehr Ausflügen als in den Angeboten, gerade mal so viel für beide bezahlt wie in den Angeboten pro Person.
Die Unterkünfte haben wir hauptsächlich über booking.com gebucht oder aber direkt, Transport haben wir unterschiedlich über GetYourGuide , direkt (Zug) oder auch über die Unterkunft gebucht. Ausflüge über GetYourGuide , direkt beim Veranstalter (Sapa) oder von der Unterkunft. Flüge war ein „Paket“ bei Vietnam Airlines mit zwei Flügen von/nach München und zwei Inlandsflügen. Unten erst einmal welche Tour bei der ganzen Bucherei herausgekommen ist. Jetzt musste nur noch alles klappen, denn bei Eigenbuchung kann man ja auf niemanden schimpfen 😉
Mo 10.03.25 (warum das Datum hier steht erklären wir noch) Di 11.03.25 München Mi 12.03.25 Hanoi Do 13.03.25 Hanoi - Sapa (Nachtzug) Fr 14.03.25 Sapa Sa 15.03.25 Sapa So 16.03.25 Sapa - Hanoi Mo 17.03.25 Hanoi - Bai to Long Bay Di 18.03.25 Bai to Long - Nin Binh Mi 19.03.25 Ninh Binh Do 20.03.25 Ninh Binh - Hue Fr 21.03.25 Hue Sa 22.03.25 Hue So 23.03.25 Hue - Hoi An Mo 24.03.25 Hoi An Di 25.03.25 Hoi An Mi 26.03.25 Hoi An - Ho-Chi-Minh Do 27.03.25 Ho-Chi-Minh Fr 28.03.25 Ho-Chi-Minh - Mekong Sa 29.03.25 Mekong So 30.03.25 Mekong - Ho-Chi-Minh Mo 31.03.25 Ho Chi Minh - Abflug (23:40) Di 01.04.25 München
Zur Einstimmung gibt’s schon mal ein paar Fotos
Mit dem Reisebericht gehts dann auch bald los und wir hoffen dass der ein oder andere mit uns nach Vietnam reist. Tiere gibts zwar nicht viele zu entdecken 😉 und auch mit der Einsamkeit und Ruhe ist es kaum mit Namibia zu vergleichen 😗 , aber das Land hat natürlich andere Qualitäten 😎
Dandelion547 Beiträge · seit 201710. Juni 2025 · #3
Hallo liebe Panthers,
ich bin ja bislang nicht soo der Asien Fan, aber eure ersten Fotos haben mich angefixt und neugierig gemacht. Ich lese also sehr gerne mit.
Herzliche Grüße Kordula 😉
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201110. Juni 2025 · #4
Hallo Panthers, da wir auch mal in Vietnam waren (1998), bin ich selbstverständlich auch dabei. Wir waren allerdings länger als ihr unterwegs (6 Wochen 😛 ), und zwar von Süd nach Nord, hatten kaum etwas vorgebucht (das Majestic* in HCM-City hatte eine ex-Schülerin von mir für uns zu einem Spottpreis gebucht, ihre Mutter hatte Beziehungen 😗 ). Jetzt bin ich gespannt, was sich verändert hat. Die Landschaften werden ja weiterhin spektakulär sein, aber ob das Essen immer noch überall so hervorragend ist, egal ob Straßenküche oder einfaches Restaurant? Dass wir keine 2. Reise nach Vietnam gemacht haben, war teilweise der Neugier auf andere asiatische Länder geschuldet, hauptsächlich aber dem Afrika-Virus. 😎 LG aus HH Karsten PS: Wer eine Beschreibung des Majestic möchte, sollte des hervorragende Buch: The quiet American von Graham Greene lesen. Dort wird es gleich zu Beginn zutreffend beschrieben. Wir waren 2x drin. Beim ersten Mal stand ich an der Rezeption und las die aufgerufenen Preise. Mir wurde ganz anders. "We have a reservation. but we have a special price?" - - - "O, yes, you got a very special price." Beim 2. Mal, als wir mehr als verschwitzt von der Tour durchs Mekong-Delta zurückkamen, bekamen wir eine Suite zum gleichen Spottpreis. Der Boy, der uns einen Früchtekorb ins Zimer brachte, staunte nicht schlecht, als er unsere Unterwäsche sah, die meine Frau gewaschen und an allen möglichen Ecken zum Trocknen aufgehängt hatte. 😄
Hallo liebe Panthers, wie schön, es geht los 🙂 Bin natürlich auch dabei 😎
xin chào Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Christian6697 Beiträge · seit 202510. Juni 2025 · #7
Hallo liebe Panthers,
schön von Vietnam zu lesen. Ich war selbst gerade bzw. kurz nach Euch vom 11.04. bis 26.04. in Vietnam und habe die Reise von Süden nach Norden gemacht. Ich bin sehr gespannt auf die Fotos aus dem Norden, vor allem Sa Pa und der "trockenen" Halong Bucht, weil ich nur bis Hanoi bin (dafür zusätzlich nach Con Dao und Cat Ba).
Das schöne an Südostasien ist doch, dass man völlig spontan reisen kann und ein Reiseveranstalter komplett überflüssig ist. Ich bin sehr gespannt, wie es Euch ergangen ist.
casimodo4'528 Beiträge · seit 200711. Juni 2025 · #8
Heyhey Panthers,
DAS lasse ich mir nicht entgehen. Kerstin ist schon seit Jahren in Sachen Vietnam "an mir". Bisher ziehe ich aber noch nicht so mit. Vielleicht schafft Ihr es, mich zu überzeugen?
Einiges hängt also von Eurem Bericht ab. 😉 Ich freue mich auf die virtuelle Mitreise!
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200711. Juni 2025 · #9
Schön dass sich schon einige Mitreisende eingefunden haben 🙂
@Elisabeth, schön dass du dabei bist
@Kordula Das mit dem Asien-Fan kann sich ja noch ändern 😉 Danke fürs mitlesen
@Karsten Na vielleicht doch nochmal nach Vietnam? Laut den Einheimischen hat sich in den letzten 20 Jahren doch viel (zum positiven) geändert. Was aber wohl auf jeden Fall gleich geblieben ist, ist das hervorragende, und vor allen Dingen günstige Essen. 5* Hotels sind, gemessen an anderen Ländern, auch heute noch "Schnäppchen". Vom Servicegedanken wollen wir gar nicht erst reden 🙂
@Bele Liebe Bele, schön dass du mitfährst auch wenn du hier mit dem ganzen "Zäunle" winkst und Druck aufbaust 😐 Wir werden es aushalten 😉 We cu
@Elke Hat ein bisschen gedauert bis es losgeht 😎 Schön dass du dabei bist
@Christian66 Wir sind zwar eher die Fraktion "Vorbucher", aber spontan unterwegs zu sein ist sicherlich in Vietnam sehr einfach. Die Einheimischen sind ja wirklich sehr serviceorientiert. Vielleicht können wir dir ja ein paar positive Eindrücke von Sapa und Ninh Binh vermitteln 😎
@Carsten Jetzt ist der Druck aber schon ziemlich hoch 😐 Wenn Kerstin nach unserem Bericht noch überzeugende Argumente braucht, können wir ja im November nochmal persönlich "nachhelfen" (ups, sehe gerade dass ihr (noch) gar nicht dabei seid). Also versuchen wir erst mal Vietnam mit unserem Bericht näherzubringen.
So, jetzt gehts auch schon los...naja, ganz glatt gehts natürlich nicht
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201611. Juni 2025 · #10
Hallo liebe Panthers, irgendwie haben wir in Büsnau zwar schon mehrmals in einem Raum gesessen, aber so richtig miteinander ins Gespräch gekommen sind wir noch nicht. Schade eigentlich! Bei eurem Vietnam-Bericht bin ich gern dabei. Südostasien ist bei uns lange (!) her und nach Vietnam haben wir es bisher noch nicht geschafft. Freunde von uns schwärmen aber sehr von dem Land. Daher: Ich bin gespannt! Herzlich Sascha
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200711. Juni 2025 · #11
Dienstag, 11.03.2025 / Mittwoch, 12.03.2025 Flug MUC-Hanoi; Acoustic Hotel
Dank Verdi wurde unser ursprünglich gebuchter Flug vom Montag 13:30 auf den Dienstag, Abflug 11:00 Uhr verschoben 😠 Damit sind wir noch ganz gut weggekommen, da am Montag bundesweit alle Flughäfen bestreikt wurden. Unsere Zimmerbuchung für Montag behielten wir bei und buchten nur den Flughafenshuttle um. Wir flogen mit Vietnam Airlines direkt von München nach Hanoi mit einer Boeing 787 Dreamliner. Wir hatten die Premium Economy gebucht und waren überrascht, denn das Platzangebot war sehr großzügig, die Sitze breiter. Essen und Service waren auch gut.
Nach einem ruhigen Flug landeten wir in Hanoi gegen 3.30 Uhr früh 🙄 Wir waren noch nie so schnell aus einem Flugzeug ausgestiegen, an der Passkontrolle war nichts los, da wir die einzige Maschine waren die ankam, und das Gepäck war auch gleich da. Das ging echt fix. Unser Abholer wartete auch schon (das hat ja im Gegensatz zu Namibia und Marokko letztes Jahr schon mal funktioniert), den mussten wir allerdings kurz ausbremsen, da wir noch an den Geldautomaten mussten. Wir fuhren durch die Nacht, es nieselte leicht. Die ersten Mopeds waren schon zum Markt unterwegs. Um 4.15 Uhr kamen wir am Hotel an und rissen den Rezeptionisten aus dem Schlaf 😗 Wir bekamen ein Upgrade ins Haus nebenan, ein großes schönes Zimmer. Wir hauten uns erst mal aufs Ohr um wenigstens ein bisschen Schlaf abzubekommen, was tat das gut.
Der Wecker klingelte um 08.00 Uhr, dann gingen wir zum Frühstück. Ein leckeres asiatisches Buffet wartete auf uns. Da gab es neben dem klassischen Frühstück auch Salate und Sushi. Das weckte unsere Lebensgeister wieder etwas. Die Aussicht vom 22. Stock auf die Stadt war getrübt und es nieselte immer noch leicht. Bis wir uns dann auf den Weg in die Stadt machten, hatte es aber aufgehört. Zuerst steuerten wir einen Laden für eine SIM-Karte an. Das war schnell erledigt und somit konnte auch der Taxidienst „Grab“ (früher Uber) installiert werden. Schon bis zum Mobilfunkladen gab es jede Menge zu gucken, die Läden, die Leute und vor allem die Mopedfahrer – eine wahre Flut – die waren überall, auf der Straße, parkten auf den Gehwegen. Als Fußgänger war es schon ab und zu etwas abenteuerlich, sich den Weg zu bahnen.
Wir steuerten zunächst den Hoan-Kiem-See an. Die Souvenirverkäufer konnten wir überzeugen, das wir nichts von den angebotenen Sachen benötigten, ein freundliches Nein war in der Regel ausreichend. Ich musste gleich mal für ein Foto mit einer vietnamesischen Touristin herhalten 😄 Im Wasserpuppentheater stellten wir fest, das alle Vorstellungen ausgebucht waren 😐 Aber wir kommen am Sonntag nochmal wieder nach unserem Besuch in SaPa, für die Abendvorstellung konnten wir noch Tickets kaufen. Am See haben wir den Jadeberg-Tempel besichtigt, diesen erreicht man über die rote Sonnenbrücke, die abends schön beleuchtet ist. Im Inneren ist eine präparierte Schildkröte ausgestellt, die angeblich 400 Jahre alt gewesen ist. Sie wurde 1968 aus dem See geborgen.
Wir umrundeten den See, legten mal ein Päuschen auf einer Bank ein und beobachteten das Leben. Auf einer kleinen Insel im See liegt der dreistöckige Schildkrötenturm.
Wir liefen weiter zur Josefskathedrale, die von außen unscheinbar grau wirkte. Leider war sie verschlossen.
Die kleinen Hocker sind eine typische Sitzgelegenheit für die Lokale
Wir gingen weiter in die Beerstreet und ließen uns auf ein Saigon Bier nieder. Dazu gab es ein paar leckere Hanoi-Rollen. Abends ist hier die Hölle los, wie wir später sehen werden.
Nachdem die Füße wieder fit waren, ging es weiter Richtung Train Street. Ob ein Zug fuhr oder nicht, wussten wir nicht so genau, da die Fahrpläne nicht so aussagekräftig waren 😐 Aber angesichts der Menschenmenge vor Ort schlossen wir daraus, dass zeitnah ein Zug kommen würde. Alle Stühle in den kleinen Bars und Kneipen, die dicht an den Gleisen lagen, waren besetzt.
In 10 Minuten war es so weit, gehen oder bleiben? Bleiben. Also eine der letzten freien Stühle nahe der Schranke geschnappt und ein Bier bestellt. Die Schranken schlossen sich und die Fußgänger wurden mit einem Gitter von den Gleisen ferngehalten. Ein wild pfeifender Offizieller – gefühlt nahe am Herzinfarkt – sorgte für Ordnung. Es war echt ein riesiges Spektakel.
Dann kam der Zug und fuhr schon wirklich sehr, sehr nahe am Geschehen vorbei. Man könnte die Hand ausstrecken. Und dann war es auch schon wieder vorbei, wir blieben noch etwas sitzen, bis sich das totale Verkehrschaos auflöste. Der Pfeifenmann hatte gut zu tun.
Für abends hatten wir eine Foodtour gebucht, da noch etwas Zeit war, suchten wir unser Zimmer noch einmal auf. Allerdings liefen wir Gefahr, dort einzuschlafen. Wir machten uns etwas frisch und liefen dann zum verabredeten Treffpunkt in der Agentur. Wir waren eine bunte Truppe aus Kanada, Australien und Tschechien. Im ersten kleinen Restaurant gab es eine sog. trockene Pho – wie ein Salat mit Nudeln, Gemüse und Nüssen. Kane unser Guide hatten noch einen zweiten Guide dabei, er konnte etwas Deutsch, er studierte am Goethe-Institut und hat eine Oma in Berlin. Am nächsten „Restaurant“ gab es das für Hanoi typische Banh Mi, ein französisches Baguette mit Fleisch und leckerer Soße und zum Nachtisch einen Klebreis mit Kokoseis und Mango. So lecker. Wir saßen direkt an der Straße auf unseren kleinen Stühlen.
Dann besuchten wir mit der Truppe nochmals die Trainstreet – wieder ein Riesenspektakel. Alle kleinen Bars waren bunt beleuchtet und die Leute jubelten, als der Zug durchfuhr. Viele versuchten, ihre Kronkorken auf die Gleise zu legen, die Offiziellen räumten diese meist wieder ab 😐 Für eine Teilnehmerin aus unserer Gruppe war das aber immens wichtig und nachher schenkte sie uns einen plattgefahrenen Kronkorken 🙂
Dann hatten wir noch eine weitere Station, wo wir diversen Frühlingsrollen kosten durften ob frittiert oder im Reisblatt. Restaurant war hier etwas zu hoch gegriffen, es war mehr eine Art Hinterzimmer, aber es hat alles lecker geschmeckt und war frisch zubereitet. Wie, will man ehrlich gesagt nicht immer wissen, aber uns ist im ganzen Urlaub alles gut bekommen. Wir hielten nochmal bei der Josefskirche, die nun beleuchtet war und gleich viel ansprechender aussah.
Wir machten uns auf den Rückweg in unser Hotel, freuten uns auf eine Dusche und vor allem auf unser Bett. Das war ein langer Tag.
Morgen nochmal Sightseeing in Hanoi und Abends gehts dann mit dem Zug nach Sapa (wenns klappt mit der Bahn) 😐
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200711. Juni 2025 · #13
@Sascha Schön dass ihr mitlest. Ja, irgendwie haben wir uns verpasst 😐 Aber der November ist auf jeden Fall schon mal vorgemerkt 🙂 Bisher war noch jeder von Vietnam angetan. Ohne dem Fazit vorzugreifen, aber wir können es sehr empfehlen.
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200712. Juni 2025 · #14
Donnerstag, 13.03.2025 Hanoi, Acoustic Hotel
Der Wecker klingelte um 08.00 Uhr und wir waren ausgeschlafen. Heute war es noch grauer als gestern und es regnete 🙁 Wir gingen frühstücken und hofften, dass es aufhören würde. Leider ging die Hoffnung nicht in Erfüllung. Wir checkten aus und ließen die Koffer im Hotel, erst heute Abend ging es für uns per Zug weiter nach SaPa. Es wurde uns vom Hotel auch noch ein Zimmer angeboten, in dem wir abends noch duschen konnten, sehr aufmerksam. Im Regen liefen wir zum Ho-Chi-Minh Mausoleum. Irgendwie schlugen wir aber die falsche Richtung ein, umrundeten fast das ganze riesige Gelände um dann festzustellen, dass dort kein Eingang war 😈 So ein Mist. Wir änderten unseren Plan und gingen zur nahegelegenen Tran Quoc-Pagode am Westsee die als ältester Tempel Vietnams verehrt wird. Sah nett aus, war aber bis 13.30 Uhr geschlossen. Jetzt war es 11.30 Uhr – wieder Mist 😵 Wenigstens hatte es aufgehört zu regnen.
Wir riefen ein Grab Taxi, die Bestellung erfolgt via App auf dem Handy und ist sehr simpel und vor allem billig. Kurze Zeit später kam auch schon der Fahrer. Wir ließen uns zum Literaturtempel chauffieren. Erstmal standen wir im Stau, dem konnten wir aber durchaus etwas Positives abgewinnen, konnten wir uns doch ein bisschen ausruhen. Am Preis ändert sich dadurch nichts, der ist fix. Die Generalprobe für eine kostengünstige und komfortable Fortbewegung in den Städten hat also schon mal funktioniert. Der Tempel ist eine sehr hübsche Anlage mit fünf ummauerten Innenhöfen. In vergangenen Zeiten wurden hier die Söhne der Mandarine und Hochbegabte unterrichtet. Wir erstanden ein Plakat mit den Schriftzeichen für Harmonie bei einem Künstler. Der Besuch hier hatte uns sehr gut gefallen.
Wir machten dann einen zweiten Versuch um die Gedenkstätte von „Onkel Ho“ zu besuchen. Oh Schreck, eine lange, lange Schlange vor der Sicherheitskontrolle 🤩 Wir stellten uns an. Die älteren, vermutlich chinesischen Damen und Herren, versuchten gern mal sich vorzudrängeln, aber nicht bei uns. Es dauerte dann doch nicht so lange, wie zunächst befürchtet. Bei Ralf wurde aber zum Fotoequipment nochmals nachgefragt. Und ordentliche Kleidung ist auch wichtig, keine kurzen Hosen und Röcke sind erlaubt. Das Knie muss bedeckt sein.
Auf dem großen betonierten Platz machten wir ein paar Fotos vom Mausoleum und den Gebäuden, die gegenüber lagen.
Weiter ging es zu seinem Wohnsitz ein hübsches Herrenhaus, in dem er aber nicht wohnen wollte. Durch einen schön angelegten Garten ging es weiter zu seiner Autosammlung und zum Politbüro, in dem die Staatsgäste empfangen wurden. Sein einfaches Haus, lag im Garten, mit zwei Zimmern. Sehr bescheiden. Das Mausoleum sparten wir uns, fotografieren war hier nicht erlaubt.
Nach einer Pause riefen wir uns erneut ein Taxi und fuhren zum ehemals berüchtigten französischen Gefängnis Hoa Lo auch „Hilton Hanoi“. Dort besichtigten wir die vergangenen Grausamkeiten 🙁 , die in einer Ausstellung aus der Zeit des Vietnamkrieges mit einer großen Gedenkstätte endete.
Wir machten Pause in einem Cafe und probierten einen Egg Coffee. Geschlagenes Eigelb und süße Kondensmilch kommen auf einen starken Kaffee, der allein Tote aufwecken könnte 😐 Insgesamt eine sehr süße Angelegenheit, wie flüssiges Tiramisu.
In der Nähe hatten wir ein Restaurant gesehen, in das wir anschließend zum Abendessen gehen wollten. Nur irgendwie wollte bei mir der Funke nicht überspringen, die Karte sagte mir auch nicht so zu und so entschuldigten wir uns vielmals und verließen das Restaurant 😗 Beim zweiten Versuch in der Nähe unseres Hotels klappte es dann. Hier waren wir die einzigen europäischen Gäste unter Asiaten. Ich hatte Sommerrollen und später noch so Shrimpteile?, die etwas gummiartig in der Konsistenz waren. Ralf mochte es nicht, ich schon. Ralf hatte Nudeln mit Gemüse und Huhn. Hier saßen wir bis es Zeit war, unsere Koffer zu holen. Wir bestellten wieder ein Grab zum Bahnhof. Es war zwar nicht weit, aber mit dem Gepäck teilweise auf der Straße mit dem ganzen Gewusel, da war uns nicht so wohl. Am Bahnhof checkten wir am Chapa Schalter (einer der Anbieter für die Zugabteile) ein, bekamen dort noch Tee und Popcorn. Snacks für später konnten wir auch noch bestellen, die waren schon inclusive.
Dann wurden wir zum Zug begleitet und konnten unser Privatabteil beziehen. Links und rechts jeweils ein Bett und in der Mitte ein Tischchen mit Lampe und unseren bestellten Snacks/Getränken. Die Koffer kamen unters Bett. Wir richteten uns ein, viel Platz war ja nicht. Eigentlich ist ja Platz für vier Gäste – unvorstellbar für uns 🤨
Pünktlich um 22.00 Uhr ging es dann los 🙂 Diesmal sahen wir die Train Street vom Zug aus. Schade, dass man kein Fenster öffnen konnte. Für den ganzen Waggon gab es eine Toilette und noch ein extra Waschbecken. Da mussten wir uns mal mit etwas weniger begnügen. Das geht schon mal. Gemütlich war es hier schon, wir naschten noch ein bisschen und tranken Bier. Allerdings mit dem Schlafen war es für uns schwierig, es ratterte doch ganz schön laut. Ab und zu wurde gehalten. Das wird eine kurze Nacht 😕
Morgen kommen wir dann in den Bergen an und hoffen auf besseres Wetter...
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200713. Juni 2025 · #15
Freitag, 14.03.2025 SaPa, Eden Boutique Hotel
Schlaf hatten wir nicht wirklich 🙄 Den Wecker hatten wir auf 5.30 Uhr gestellt, aber den brauchten wir nicht. Wir packten zusammen, denn der Zug kam pünktlich um 6.00 Uhr in Lao Cai an. Unser Fahrer wartete schon. Bei diesigem, nebligen Wetter machten wir uns auf den Weg nach SaPa, ungefähr eine Stunde Fahrtzeit entfernt. Es ging immer bergauf und ab und an konnten wir die Reisterrassen an den Hängen erahnen. Der Fahrer fuhr flott und überholte alles was nur ging 🤩 Im Hotel angekommen wurden wir freundlich empfangen und konnten frühstücken. Es war jetzt nicht so üppig wie in Hanoi, aber voll in Ordnung.
Der Nebel verzog sich langsam, also gute Aussichten für den höchsten Berg Indochinas (das sind die Länder Vietnam, Laos und Kambodscha), den Fansipan mit seinen 3147 Metern. Die Tickets für den Zug und die Seilbahn kauften wir gleich im Hotel. Ganz schön happige 90,- Euro für zwei Personen 😐 Die Station für den Zug befand sich in einem nahegelegenen Hotel (Hotel de la Coupole Sapa) , nur ein kurzer Fußweg für uns. Wir reihten uns ein, zwischen hauptsächlich asiatischen Besuchern und bekamen den zweiten Zug. Die kurze Fahrt bot atemberaubende Blicke ins Tal.
Wir stiegen aus und befanden uns in einer Art Disney Land wieder. Alles angelegt von Sun World, einem Unternehmen der Sun Gruppe die mehrere Freizeitparks und -aktivitäten betreibt.
Zur Seilbahn mussten wir erst ein steiles Stück Wegstrecke erklimmen, ob es für Fußkranke einen anderen Weg gibt, fanden wir nicht heraus. Die umlaufenden Kabinen fassten 30 Gäste und die Fahrt dauerte ca. 20 Minuten. Die Seilbahn und ist die längste Drei-Seil-Umlaufbahn der Welt (6.292 Meter) und überwindet einen Höhenunterschied von 1.410 Meter 😮 Es ging mit Schwung hoch hinauf, als dann aber der aufkommende Wind durch die geöffneten Fensterluken pfiff, war mir das unheimlich. Ich konnte nicht mehr rausschauen und war froh, als wir dann endlich oben waren.
Aber ganz oben waren wir immer noch nicht, zum Gipfel fuhr ein kleines Bähnchen oder man konnte unzählige Stufen erklimmen. Wir nahmen das Bähnchen, mussten aber trotzdem noch einige Stufen erklimmen. Mir ging etwas die Puste aus. Es fegte ein eisiger Wind und dichte Wolken zogen immer wieder über den Gipfel und die darunterliegenden Anlagen. Alles in allem aber trotzdem sehr beeindruckend. Es gab Tempel und eine riesige Buddha Statue, angeblich wurde alles in 800 Tagen hier hin gebaut. Wahnsinn 🤩
Wir entschieden uns die Treppen bis zur Seilbahn runterzulaufen, es waren eine Menge. Und ich war etwas fußlahm, das rechte Knie machte Schwierigkeiten. In der Station machten wir Pause bei einem kleinen Snack, dann stiegen wir wieder in die Gondel, die uns ins Tal brachte.
Im Hotel angekommen, bezogen wir zunächst unser Zimmer, ruhten uns aus und machten uns frisch.
Zum Abendessen waren wir früh dran und gingen in das empfohlene Red Xao Restaurant. Es war noch nicht viel los. Das änderte sich dann aber schlagartig und nicht endend wollende Reisegruppen, zogen in das obere Stockwerk. Uns machte das nichts, wir saßen ganz gemütlich. Ich nötigte Ralf mit mir einen Hot Pot zu probieren – das gibt es hier überall. In einen Suppentopf mit heißer Brühe kommen Hähnchen und oder Fisch/Fleisch mit allerlei Gemüse, Tofu und Nudeln. Nach kurzer Zeit ist das Fleisch durch und wir konnten eine sehr schmackhafte Suppe mit den Einlagen genießen. Wir waren sehr zufrieden mit unserer Wahl.
Wir blieben noch einige Zeit sitzen und sahen dem Treiben zu. Danach bummelten wir noch durch das lebhafte Städtchen mit vielen Restaurants und Kneipen.
Negativ aufgefallen ist uns die Kinderarbeit. Die wirklich schon Allerkleinsten, kaum dass sie laufen können, versuchen ohne sichtbare Aufsicht Handgefertigtes an die Touristen zu verkaufen 🙁
Langsam machten wir uns auf den Heimweg. Es war wieder ein erlebnisreicher Tag.
Schon sind die ersten Tage vorbei 😎 Weiter gehts dann am Montag mit unserer "Rentner-Wander-Tour" 😉
Euch allen ein schönes Wochenende von Ralf + Martina
fotomatte2'511 Beiträge · seit 200913. Juni 2025 · #16
Hallo Martina und Ralf,
wenn ich schon in Indien rumlungere, H.Badger sei Dank, kann ich ja auch gleich noch die paar Kilometer weiter östlich in Angriff nehmen. Natürlich nur virtuell, dank Euch. Ganz schön bunt, ganz schön viele Menschen. Es wird wohl beim virtuellen Besuch bleiben.
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200714. Juni 2025 · #17
Hallo Matthias,
schön dass du von Indien mal kurz nach Vietnam vorbeischaust 🙂 Länderhopping hat ja auch was 😎 , auch wenn die Schwerpunkte der Reisen doch etwas unterschiedlich sind. Mal sehen ob wir noch jemanden begeistern können das Land mal selbst zu bereisen 🙂 Liebe Grüße Ralf + Martina
KarstenB2'396 Beiträge · seit 201114. Juni 2025 · #18
Moin,
panther schrieb: @Karsten Na vielleicht doch nochmal nach Vietnam? So lange Flugreisen sind nichts mehr für uns. 5 Std. Flug HH-TFS sind das Maximum. 🤩 Laut den Einheimischen hat sich in den letzten 20 Jahren doch viel (zum positiven) geändert. Wie z.B. Disney-World? 😗 Was aber wohl auf jeden Fall gleich geblieben ist, ist das hervorragende, und vor allen Dingen günstige Essen. Auch das Frühstück? Mit Grausen denke ich an das "europäische" Frühstück, dass mit dem unvermeidlichen "La vache qui rit" prunkte. Wir haben das dann sausen lassen und haben gegenüber am Straßenrand eine scharfe Pho? gegessen. Die hatte den Vorteil, dass sie 1. hervorragend schmeckte und man 2. so schwitzte, dass man die schwüle Hitze des Tages gut ertragen konnte. 5* Hotels sind, gemessen an anderen Ländern, auch heute noch "Schnäppchen". Das ist doch sehr erfreulich! Vom Servicegedanken wollen wir gar nicht erst reden 🙂 Da empfanden wir einen deutlichen Unterschied zwischen Nord- und Südvietnam. War dieser noch spürbar? Nebenbei bemerkt, noch ausgeprägter scheint mir der Servicegedanke in Thailand zu sein. Wenn man einen rosa Elefanten möchte und das entsprechende Kleingeld auf den Tisch legt, wird der umgehend besorgt. 😄 Im Unterschied dazu Malaysia: Für ein paar Dollar mehr war niemand bereit, sich ein Bein auszureißen. Dafür konnte man ohne zu handeln in ein Taxi steigen, was wir nach Thailand als sehr angenehm empfanden.
KarstenB schrieb:Moin, Vom Servicegedanken wollen wir gar nicht erst reden 🙂 Da empfanden wir einen deutlichen Unterschied zwischen Nord- und Südvietnam. War dieser noch spürbar?
Also meines Erachtens definitiv. Der Süden und Zentralvietnam sind da um Längen besser als der Norden. Fand ich jedenfalls im April 2025.
pantherThemenstarter1'292 Beiträge · seit 200714. Juni 2025 · #20
KarstenB schrieb:
panther schrieb: Laut den Einheimischen hat sich in den letzten 20 Jahren doch viel (zum positiven) geändert. Wie z.B. Disney-World? 😗 Eher die persönliche wirtschaftliche Situation 😉 Die Auswüchse des Tourismus werden durchaus kritisch gesehen. Kommt dann aber sicherlich noch im Fazit 🙂 Was aber wohl auf jeden Fall gleich geblieben ist, ist das hervorragende, und vor allen Dingen günstige Essen. Auch das Frühstück? Zum Frühstück gab es Eierspeisen in jeglicher Form, süßes und herzhaftes, Brot/Semmeln, Gebäck, Obst, Joghurt, ab und zu Sushi und vor allen Dingen auch Einheimisches wie z.B. Pho Suppe. Man darf ja nicht vergessen dass sehr viele Asiaten unterwegs sind, und da vor allen Dingen auch Vietnamesen (wir hatten extra nachgefragt weil für uns Asiaten ja nicht so leicht zu unterscheiden sind 😉 Vom Servicegedanken wollen wir gar nicht erst reden 🙂 Da empfanden wir einen deutlichen Unterschied zwischen Nord- und Südvietnam. War dieser noch spürbar? Also wir haben da jetzt keinen großen Unterschied bemerkt. Maximal könnten wir sagen dass der Service im Norden etwas zurückhaltender war. Aber selbst für die Aussage mussten wir lange nachdenken 😐
Christian66 schrieb: Also meines Erachtens definitiv. Der Süden und Zentralvietnam sind da um Längen besser als der Norden. Fand ich jedenfalls im April 2025. Siehe die Antwort an Karsten, hatten wir jetzt nicht so empfunden