BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201824. Jan. 2025 · #1
Hallo liebe Community,
ich bin seid vielen Jahren fleißiger Leser in diesem Forum und hoffe ich kann mich mit einem kleinen Reisebericht auch dafür bedanken!
Wir -mein Sohn (3,5), meine Frau und ich (beide Anfang 40)- waren im April 2024 erstmalig mit Kind auf Pad in Namibia unterwegs. Meine Frau und ich sind nach 2018 bereits Zweittäter. Komplett neu für uns war das Thema Dachzelt und Camping, die Reise sollten ein Mix aus Dachzelt und festen Unterkünften werden.
Eigentlich wollten wir es recht gemütlich angehen lassen, ganz geglückt es es mir wohlgemerkt nicht, sicherlich einige "lessons learned" für weitere Reisen. Aber in Summe war die Reise ein absoluter Erfolg und meine Frau hat mir für 2026 bereis Planungfreiheit für Südarfika gewährt 😉
Gebucht haben wir über Namibia Click & Travel. Das hat auch alles reibungslos geklappt, einige spontane Änderungen vor Ort konnten dankenswerterweise auch umgesetzt werden (später dazu mehr).
Ich glaube das erste mal seid ich mit meiner Frau zusammen lebe, also ca. 15 Jahren war ich für das Koffer/Taschen packen zuständig. Das war glaube ich auch ganz gut so, da ich unser Chaos vielleicht noch etwas besser beherrsche 😛 . Als wirklich gute Hilfe haben Koffer-Organizer erwiesen, damit ist uns das Ordnung halten vor Ort doch etwas besser geglückt.
Geflogen sind wir mit Discover und das tatsächlich auch zu den geplanten Tagen/Zeiten. Erstmalig haben wir uns Plätze mit mehr Beinfreiheit gegönnt, für mich mit 1,90 war das eine absolute Wohltat, sonst haben ich auf langstrecken flügen doch sehr gelitten. Frau und Kind wären da wohl auch mit weniger ausgekommen... Das Essen war eher unterdurchschnittlich, Service so la la. Aber das Entertainment lief reibungslos und unser Sohn war begeistert das schräg vor uns "Fast & Furious" geschaut wurde, bevor es zu heiß herging haben wir ihm dann einen Paw Patrol Film angemacht. Danach hat er sich ins Land der Träume verabschiedet. Nicht ganz so toll lief die Anreise mit der Bahn von Paderborn nach Frankfurt, da haben wir fairerweise auch zu wenig Vorlauf eingeplant. Meine Eltern hatten uns zum Bahnhof gebracht und nachdem die Verspätung dafür gesorgt hat das der Anschlusszug wohl auch nicht mehr geklappt hätte haben Sie uns auch noch bis Frankfurt gebracht. Ich bin dann hingefahren und mein Vater wieder zurück. Nicht schön, aber dann doch das geringere Übel.
Die Einreise war sehr unproblematisch, Koffer waren sehr schnell und Gott sei Dank auch vollständig da. Wir haben uns dann noch mit NAD & ZAR (für den KTP) eingedeckt. Etwas langwierig gestaltete sich der Kauf einer SIM-Karte da ich leider nicht der einzige mit dieser Idee war. Unser Fahrservice von Kalahari Car Rental wartete aber geduldig und fuhr uns anschließend zur Wagenübernahme. Tja, Wagenübernahme... Also nach einem Nachtflug ohne Schlaf fand ich die Einweisung in den Aufbau eines Dachzeltes doch etwas überfordernd und ich hoffte auf die Praxis dann vor Ort. Anschliessend ging es Richtung Windhoek zur Maerua Mall. Auch hier ein ähnliches Problem wie bei der Wagenübernahme, trotz Einkaufszettel und guter Vorbereitung hat uns dann auf Grund von Müdigkeit und einem nörgelnden Sohn (der bis hierhin aber top mitgemacht hat) der Einkauf doch recht viel abverlangt. Dann war es auch nicht mehr weit bis zur Krumhuk Guestfarm, unserer Unterkunft für die erste Nacht.
Ich habe die grobe Route mal aus unserem Fotobuch übernommen und hoffe das ist soweit halbwegs lesbar, sonst reiche ich das noch nach.
Viele Grüße Billtür
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201827. Jan. 2025 · #2
Die Zufahrt zu Krumhuk bescherrt uns die ersten schönen Sichtungen, wir sind uns ziemlich sicher dort unsere ersten Erdmännchen gesehen zu haben, für ein Beweisfoto hat es leider nicht gereicht.
Wir werden freundlich empfangen und beziehen unseren Familien-Bungalow. Der gefällt uns sehr gut, sehr geräumig mit netter Tereasse, auch wenn die Sicht etwas verbuscht ist.
Nach etwas Aklimatisierung auf der Terasse erkunden Sohnemann und ich noch etwas das Farmgelände. Die alten Farmgeräte bieten sich als gute Spielplatz-Alternative an.
Auf dem Rückweg konnte nicht noch die hiesige Vogelwelt knipsen. Go-Away-Bird
Zum Abendessen gab es Hänchenbrust mit Salat und sehr leckerem Dressing. Wir hätten uns zur Einstimmung aber mehr über ein Stück leckes Wild gefreut...
Die Nacht war sehr erholsam, das Frühstück lecker, aber von der Auswahl (speziell mit Kind) etwas zu übersichtlich. Bevor es weitergeht machen wir noch eine Farm-Führung die uns sehr gut gefällt. Sohnemann verbringt die Zeit damit Kameldornschoten zu sammeln, die Schoten werden uns noch den gesamten Urlaub begleiten 🙂 .
JohannaHen132 Beiträge · seit 202329. Jan. 2025 · #4
Hallo Billtür,
ich lese auch mit 🙂 Ich weiß gar nicht warum, aber irgendwie hatte ich hinter deinem Titel keinen Reisebericht, sondern eine Routenanfrage vermutet 😄 Umso schöner, direkt mit den ersten Bildchen überrascht zu werden. Ich bin gespannt, wie euch euer Dachzelt-Debüt gefallen hat.
Liebe Grüße Johanna
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201829. Jan. 2025 · #5
Danke für das Feedback und die Ermunterung weiter zu machen! Das Hilft der Motivation 😎
Weiter geht es Richtung Kalahari, genau genommen zur Bagatelle Kalahari Game Ranch. Dort werden wir unsere ersten beiden Nächte im Dachzelt verbringen. In Rehoboth haben wir einen Tankstopp eingelegt, da war ordentlich Betrieb, aber eine gute Gelegenheit den Doppeltank mal auszureizen. Leider habe ich die passende Abfahrt von der B1 verpasst, wir sind dann bis Hardap gefahren und von dort auf die C20. Kein Beinbruch, aber doch etwas verschenkte Zeit... Angekommen checken wir ein, bekomme eine Karte zu unserem Campingplatz und melden uns für den nächsten Morgen zum Rhino Drive an. Anschließend geht es zu unserer Campsite, die ist wirklich schön gelegen, mit einem sehr geräumigen Ablution Block. Probleme bereitet dann das richtige Ausrichten des Autos, so dass das Dachzelt am Ende auch wirklich unter dem Abdach steht 😛 . Der erste Aufbau nimmt dann gut Zeit in Anspruch, wie angedeutet war ich bei der Fahrzeugübernahme nicht sonderlich Aufnahmefähig. Am Ende gelingt es aber und wir richten uns erstmal ein. Ich erkunde dann mit meinem Sohn noch die Düne hinter unserer Campsite und wir genießen den schönen Blick zum Sonnenuntergang.
Die Sonne geht früh unter und wir schmeißen den Grill an. Hier holt uns dann ein das wir bei Krumhuk leider nicht das bestellte Grillfleisch bekommen haben und uns stattdessen mit Grillwürstchen zufrieden geben mussten. Leider können wir immer noch nicht sagen welches Fleisch dort verarbeit war, geschmeckt hat es leider keinem von uns 😗
Das Dachzelt war dann überraschend bequem, auf jeden Fall ein Spektakel für unseren Sohn, die Nächte zu Dritt im Dachzelt mit allem drum und dran war sicherlich ein Highlight für ihn. Ich tue mich mit dem Schlafen in ungewohnter Umgebung anfangs immer etwas schwer, hatte aber den positiven Effekt das ich mich dann doch gegen Mitternacht noch mal aus dem Zelt gequält habe um den Sternenhimmel abzulichten. Leider das Einzige mal das ich das geschafft haben
Mit dem Sternenhimmel bin ich sehr zufrieden, der Vordergrund hätte noch etwas Potential gehabt. Mein erstes Panorama der Milchstraße. 2 Hochkant Reihen a 7 Fotos
Zum Morgen hin waren die Temparaturen einstellig, Gott sei Dank waren wir dafür gut vorbereitet mit zusätzlich Decken und entsprechendem Schickt-Look
Trollkind243 Beiträge · seit 202130. Jan. 2025 · #6
Guten Morgen Billtür, das Sternenbild gefällt mir supergut! Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Wir waren 2023 auch auf Krumhuk und hatten tolle Lebensmittel eingekauft. V.a das Brot hat uns gut geschmeckt. Schade, dass ihr Pech mit den Würstchen hattet. Liebe Grüße Kirsten
Melanie1982634 Beiträge · seit 202330. Jan. 2025 · #7
Das mit dem Ausrichten des Autos klingt „spannend“. Wir werden dieses Jahr auch das erste Mal mit dem Dachzelt unterwegs sein und ich bin auf unsere Startschwierigkeiten gespannt 😄 Ich lese u.a. deswegen auch sehr gerne mit bei euch. Der Süden und der KTP stehen für eine andere Reise auf der Liste. Deshalb freue ich mich, wenn es (ich will hier keinen Druck ausüben 😎 ) schnell weiter geht.
casimodo4'528 Beiträge · seit 200730. Jan. 2025 · #8
Hallo Billtür,
das Sternenpanorama ist superschön 😎
Danke für den schönen Bericht und viele Grüße Casimodo
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201831. Jan. 2025 · #9
@Trollkind: Wir hatten auch sehr schöne und leckere Sache von der Farm. Aber die Würstchen zählten leider nicht dazu @Melanie1982: Ich gebe mein Bestes. Mit Namibia´s Süden macht ihr ja nichts verkehrt. Dachzelt/Camping ist und bleibt Geschmackssache @Casimodo: Danke für die Blumen!
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201801. Feb. 2025 · #10
Weiter gehts, die erste Nacht haben wir gut überstanden. Wir machen es uns in der Sonne bequem und frühstücken erstmal. Dann werden wir auch schon zum Rhino Drive abgeholt
Unser einziges Eland im Urlaub:
Tja, vorm Drive hieß es das das Auffinden der Rhinos i.d.R irgendwo zwischen 15 & 45 Minuten in Anspruch nimmt. Bei uns waren es dann über zwei Stunden... Vorteil: längere Fahrt / Nachteil: Mit der Zeit wurde nur noch durch die Gegend geheizt und einige wirklich nette Sichtungen wurden einfach ignoriert, auch wurde unserem Sohn die Fahrt irgendwann zu lang.
Die Tiere werden gefüttert, so dass man ihnen sehr nahe kommt. Nächstes mal würde ich wahrscheinlich den Sundowner Drive bevorzugen
Da die Fahrt wirklich viel Zeit in Anspruch genommen hat, wir den Nachmittag aber noch am Pool verbringen und gleichzeit Abendessen in der Lodge gebucht hatten, haben wir auf den Sundowner-Drive verzichtet. Eigentlich sehr Schade, da das Gelände dort wirklich toll war und wir schon beim Rhino Drive viele Tiere bewundern konnten. Mittags hatten wir uns noch ein Kleinigkeit selbst zubereitet und hatten sehr interessierten Besuch:
Das Abendessen war wirklich gut. Vorspeise und Nachtisch am Tisch, Hauptgang in Buffetform. Aber der Service war zwar nett, aber wir mussten ewig auf die Vorspeise warten, so dass wir uns sogar vorab am Buffet bedient hatten und unser Sohn recht unleidlich wurde. Es war auch einfach nicht mehr seine Zeit, Beginn um 19:30, was normalerweise schon seine Bettgehzeit ist. Die späten Abendessen haben uns noch häufiger verfolgt. Zurück gab es zum Glück einen Fahrservice.
Fazit Bagatelle und Camping: Pro: - Wirklich tolle Landschaft mit vielen Tieren - sehr schön gelegene Campingplätze mit reichlich Platz - sehr gutes Abendessen
Kon: - Der Weg vom Campingplatz zur Lodge war zu Fuss mit Kleinkind recht weit. Dachzeltabbau und fahren war uns auch einfach zu zeitintensiv - Der Hauptbereich mit Pool war recht groß und unpersönlich
Morgen geht es weiter Richtung KTP
Enilorac65768 Beiträge · seit 201702. Feb. 2025 · #11
Hallo, ich bin auch noch zugestiegen. Das Sternenhimmelfoto ist genial! Liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201802. Feb. 2025 · #12
Ich freue mich sehr über jeden weiteren Mitfahrer!
Weiter geht die wilde Fahrt! Unsere erste sportliche Route Richtung KTP und Kalahari Tented Camp. Über 4 Stunden Fahrtzeit waren angesagt. Gott sei Dank ist unser Sohn ein guter Mitfahrer im Auto. Bilderbücher, reichlich Hörspiele und (ja so ehrlich muss man sein) das extra für den Urlaub angeschaffte Kinder-Tablet sind da gute Erfüllungsgehilfen.
Die Route ist nicht sonderlich spannend von der Landschaft, es sind aber die besten Straßen unseres Urlaubs. Breit und ohne Wellblech mit sehr wenig Verkehr. Es gibt zwei kurze Pausen am Rand, sonst ziehen wir bis zu Sitzas Farm Stall durch. Hier eine dicke Empfehlung unsererseits. Feinste Lamm-Koteletts und Springbok-Filets und sehr leckeres Brot haben wir uns gegönnt.
Der Grenzübergang ist etwas zäh mit dem Ausfüllen der Formulare und zum zweiten mal will man hier die beglaubigte englische Geburtsurkunde unseres Sohnes sehen, also gaaaanz wichtig!! Dann geht es endlich weiter Richtung Kalahari tented Camp. Hier gefällt es uns richtig gut. Die Zelte sind schick und geräumig, die Terrasse eine super Aussicht in den trockene Auob und auf das beleuchtete Wasserloch. Da das Wasserloch wirklich gut frequentiert wird beschließen wir den Nachmittag auf der Terrasse zu verbringen.
Der nette Camp-Ranger weist uns auf zwei Löwinnen in der Ferne hin: Da helfen auch 800mm Brennweite und ein croppen nur bedingt. Aber ein wirklich vielversprechender Start
Wir bekommen auch noch fotogenen Besuch in der nähe unserer Veranda:
Zum Ausklang gibt es noch Springbok Filet und Lamm Koteletts. Die Nächte sind weiter sehr frisch, wir haben nämlich zu Beginn unseres Urlaubs eine Kaltfront erwischt. Sprich so 25 Grand tagsüber und nachts einstellige Temperaturen.
Ich begleite euch auch gern in den KTP. Wurdet ihr denn bei der Einreise in den KTP bzgl. Lebensmittel (Gemüse/Fleisch etc.) kontrolliert ?
VG Andreas
Yoda911873 Beiträge · seit 201605. Feb. 2025 · #14
Dem mehrfachen Lob für das Milchstraßen-Foto kann ich mich nur anschließen. Kannst Du ein bisschen mehr dazu sagen. Apparat? Eisntellugnen? Nachbearbeitung? Danke im Voraus
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201805. Feb. 2025 · #15
@Andreas: nee gar nicht, der nette Wachmann hat glaube ich ganz gut gesessen im Schatten 😁
@Christoph Gerne, so ein bischen nerdiges Hobby Foto Fachsimpeln geht immer: MFT Panasonic Lumix G9 / Lumix 10-25, 1.7 Fotografiert mit 10mm/1.7/20sek/ISO3200 zwei reihen Hochkant a 7 Fotos Zusammengefügt mit Affinity Foto bearbeitet mit DXO PhotoLab und Nik Collection
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201805. Feb. 2025 · #16
Weiter gehts... die erste Nacht im Kalahari Tented Camp war sehr gut, aber auch richtig frisch. Die Kaltfront bleibt uns noch erhalten.
Unser erster Gamedrive beginnt, wir starten zeitnah zur Toreöffnung. Eine Premiere für uns im KTP und für unseren Sohn sowieso. Die Aufregung ist groß. Wir können nicht klagen das Flussbett ist gut gefüllt und die Landschaft grün und blühend, wirklich ein toller Anblick. Ich lasse dann mal besser Fotos sprechen:
Wir lieben ja Geparden, und nachdem wir Abends zuvor schon (wenn auch von weitem) unsere ersten Löwen gesehen haben war das durchausverheißungsvoll:
ich glaube wir kommen bis Urikaruus und fahren dann wieder zurück. Unser Sohn ist ehrlicherweise so mittel interessiert, bleibt dabei aber entspannt und nicht unzufrieden. Die Mittagszweit verbringen wir mit Essen und dem Erkunden des Pools, auch wenn dieser wirklich Arxxxkalt ist.
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201807. Feb. 2025 · #17
Nach einer Ausgiebigen Mittagspause geht die tour weiter, wir fahren noch einige Wasserlöcher ab. Im Vergleich zum Vormittag ist es aber merklich ruhiger.
Zurück im Camp werfen wir noch den Grill an und lassen uns das leckere Fleisch schmecken. Leider, wie bei mir nicht unüblich, wird mich irgendetwas von diesem Essen in der Nacht noch verfolgen. Um genau zu sein mit richtigen schlimmen Krämpfen und durchfall. Nach einer schlaflosen Nacht bin ich komplett fertig und mein Darm leider auch noch sehr unzufrieden. Es werden erstmal ein paar Pillen eingeworfen und wir beschäftigen uns tatsächlich damit wie es weiter gehen soll. Geplant war nämlich die Fahrt über die lange Dünenstraße nach Nossob, eine nicht zu verachtende Strecke. Nachdem das KTC aber "fully booked" war und wir nicht alles über den haufen werfen wollten haben wir dann die Fahrt riskiert. Gott sei Dank haben die Medikamente angeschlagen und die Müdigkeit konnte ich auch irgendwie verdrängen.
Landschaftlich hat uns die Strecke über die Dünen sehr gut gefallen, Sichtungstechnisch war es aber übersichtlich. Wir hatten aber viele Strauße mit Nachwuchs
Im Nossob-Tal angekommen nutzen wir an der Picknik-Site erstmal die Gelegenheit uns die Beine zu vertreten und unser Sohne konnte die Tische und Bänke zum Klettern nutzen. Die Weiterfahrt gestaltet sich auch ereignisarm:
Wir sind dann froh als wir endlich in Nossob ankommen und unser Quartier für 2 Nächte beziehen konnten. Leider haben wir die äußersten Bungalow Richtung Tankstelle erwischt, das war zum draußen sitzen nicht ganz so schön.
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201809. Feb. 2025 · #18
Abgesehen davon das wir einen Bungalow am anderen Ende bevorzugt hätten gefällt uns Nossob richtig gut. Überhaupt ist was das Thema Camps angeht der KTP bisher (nach Etosha und Krüger-Erfahrung) unser klarer Favorit. Es ist hier alles so wunderbar entspannt.
Eindrücke der ersten Camp-Erkundung:
Die Kaltfront ist mitlerweile abgezogen und sowohl Tage als auch Nächte werden signifikant wärmer. Für eine entspanntes Planschen im Pool fehlen aber noch ein paar wärmere Nächte... nichts desto trotz wagen mein Sohn und ich uns auch mal rein, meine Frau verzichtet lieber. Mein Magen/Darm ist Ok, für feudales Speisen reicht es aber noch nicht. Wir verbringen einen entspannten Nachmittag im Camp. Mein Sohn wird großer "Hide-Fan" und er möchte regelmäßig diesen erkunden. Zu sehen gibt es leider nichts, aber amüsant ist es allemal.
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201812. Feb. 2025 · #19
Heute gibt es dann einen vollen Tag Nossob. Wir fahren morgens gen Norden und nachmittags Richtung Süden. Dazwischen verbringen wir noch Zeit im Camp, speziell natürlich auch am Pool.
Das Flussbett ist ziemlich leergefegt, Tiersichtungen eher spärlich und dann auch nur vereinzelte Tiere. Der Austausch mit anderen Besuchern zeigt "It´s quiet these days". Das müssen wir tatsächlich auch feststellen, nach sehr tierreichem Beginn scheint der vorangegangene Regen die Tiere eher auf die "falsche" Seite der Dünen zu ziehen. Ein kleines Highlight ist uns noch vergönnt. Als wir gerade gedreht hatten um zurück zum Camp zu fahren weist uns ein nettes südafrikanisches Paar auf "mating Lions" hin die an einem Wasserloch (ich weiß leider nicht mehr welches, vllt wird es auf den Fotos ja wiedererkannt) liegen sollen. Bei einem Blick auf die Karte sagte ich zu den Südafrikanern das das eher schwierig würde bis zum Schließen der Tore wieder im Camp zu sein. Aber die meinten nur das wäre überhaupt kein Problem. Tja, es hat geklappt, aber wir konnten uns die Löwen max. 2-3 Min. anschauen und wenn man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hätte halten wollen wäre es auch unmöglich gewesen. Das wusste ich aber leider vorher nicht...
Mit "mating" war leider auch nichts mehr, da gab es nur noch den Schlaf der Gerechten. Aber die Szenerie, gerade mit den Springböcken und Wolken im Hintergrund, hat auch einiges entschädigt.
BIBilltürThemenstarter43 Beiträge · seit 201813. Feb. 2025 · #20
Nach zwei Nächten ist heute ein Fahrtag nach Twee Rivieren angesagt. Nossob hat uns wirklich gut gefallen, auch wenn die Sichtungsfee noch etwas potential gehabt hätte. Auch die lange fahrt ist wenig ergiebig, das Trockenbett wie leergefegt. Andere Reisende unterwegs berichten ähnliches.
Twee Rivieren ist dann als Camp schon eine andere Nummer wie KTC und Nossob. Ist schon Ok, aber richtig wohl fühlen wir uns nicht. Auf Grund des langen Transits können wir uns nicht mehr für eine weitere Tour begeistern und statten Restaurant (ok, mehr auch nicht), Pool und Hide einen Besuch ab. Es hat ein wenig gedauert bis wir den Hide gefunden haben, aber ein bischen Bewegung tut auch gut. Abends wird letztmalig im KTP der Grill bemüht und wir beobachten noch etwas die Erdhörnchen.
Am nächsten Morgen geht es schon wieder weiter. Eine recht sportliche Etappe soll uns ins Mesosaurus Fossil Camp bei Keetmanshop bringen. Entgegen der Empfehlung von Namibia Click & Travel entschließen wir uns durch den Park zu fahren und bei Mata Mata den Grenzübergang zu vollziehen. Bereut haben wir die Entscheidung nicht, hat etwas länger gedauert, aber wir konnten noch etwas Tiere gucken und einen Stopp in Mata Mata machen.