Dandelion547 Beiträge · seit 201728. Feb. 2025 · #102
Guten Morgen lieber Sascha,
was sind dir da für tolle Aufnahmen der Adler gelungen - Wahnsinn! Wer einmal versucht hat, auf einem schaukelnden Boot ein halbwegs akzeptables Foto zu schießen, weiß deine Ergebnisse umso mehr zu schätzen. 🤩 Die Adler auf dem Felsen sind definitiv wieder ein Motiv für meine Bildschirmschoner Sammlung 😉
Liebe Grüße Kordula 🙂
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200628. Feb. 2025 · #103
H.Badger schrieb: Das Museumsgelände erstreckt sich weitläufig herunter bis zu einem See. Hier sind weitere Stationen aufgebaut. Man kann sich z.B. mit Säcken bewaffnet duellieren und von einem Schwebebalken herunterkloppen. Oder Tauziehen. Oder Bogenschießen. Oder Äxte-Werfen. Oder Pony-Reiten. Für Abwechslung für alle Altersgruppen ist also gesorgt und wir verbringen einen schönen Wikinger-Familientag.
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Die Armstellung des rechten Armes wurde aber hoffentlich noch korrigiert. 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201601. März 2025 · #104
Guten Abend in die Runde,
schön, dass sich so viele von euch für eine Reise in den hohen Norden interessieren!
@ Biggi, Yvy und Kordula Wie schön, dass euch die Bilder von den Seeadlern gefallen! Es sind ganz tolle Vögel, die in ihrer Majestät absolut begeistern. Wir hatten gutes Licht und ruhige See. Da hat das Beobachten großen Spaß gemacht. Und mit den Fotos, die ich hier zeige, bin ich trotz der geringen Brennweite, die wir mit an Bord hatten, zufrieden. Es kommen bald noch ein paar Adlerfotos, denn ich musste am Folgetag dann doch nochmal mit dem größeren Objektiv auf ein Boot steigen... 😗
@ Wolfgang Na klar, die Wikinger haben sich hier alle Mühe gegeben. 😉
Vielen Dank auch mal zwischendurch an die Button-Drücker. Es freut, wenn ein Bericht auf ein positives Echo stößt.
casimodo4'528 Beiträge · seit 200702. März 2025 · #105
Guten Morgen,
wow, das sind wieder einmal ganz tolle Eindrücke bei phantastischen Wetter. Wir mussten da schon mit 2500-3000 ISO und zu langen Belichtungszeiten herumexpirementieren.....
Die Landschaft wirkt da ganz anders. Allerdings glaube ich fast, dass der Trollfjord mit dramatischen Wolken und etwas mehr Schnee besser wirkt, als bei Sonnenschein 😗
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201602. März 2025 · #107
Noch immer 8. Station: Wildlife-Tour auf den östlichen Lofoten
Nach unserer Rückkehr nach Kalle spannen wir erstmal ein wenig aus. Während der Rest der Familie am heutigen Abend die Sauna nutzen möchte, habe ich lange im Vorfeld der Reise bereits eine (nicht ganz billige) Wildlife-Tour gebucht – ein Weihnachtsgeschenk meiner lieben Ehefrau. 😘 Ich werde gemeinsam mit einem weiteren Paar aus Deutschland mit dem passionierten Fotografen Odd-Petter Tanke Jensen von Discover-Lofoten unterwegs sein. Zu dieser Jahreszeit stehen dabei vor allem Elche im Fokus des Interesses.
Odd-Petter ist in der Region aufgewachsen und kennt sie als begeisterter Naturfotograf bis ins Detail. Beinahe jeden Abend fährt er (auch ohne ihn begleitende Touristen) raus, um das Wildlife seiner Heimat zu beobachten, zu dokumentieren und zu fotografieren. Daher weiß er ziemlich genau, wo sich derzeit welche Tiere aufhalten: Auf einer großen Landkarte bei sich zuhause trägt er die Wanderbewegungen der Lofoten-Elche minutiös ein. Unterstützt wird er von einem zweiten Fotografen, der in einem anderen Auto unterwegs ist. Gegenseitig informieren sie sich über ihre Sichtungen.
Am Abend fahre ich daher nach Svolvær. Bereits der Fußmarsch vom Parkplatz zum vereinbarten Treffpunkt ist dabei herrlich, denn das Abendlicht taucht das tolle Panorama einmal mehr in eine wunderbare Stimmung. Hier ein Blick von einer der Brücken Svolværs auf einige Rorbuer inmitten der typisch schönen Landschaft.
Wir werden heute Abend mit einem Kleinbus unterwegs sein. Der Vorteil einer geführten Tour ist, dass unser Guide mit den Anwohnern eine Vereinbarung hat und auch Privatwege befahren darf und von denen gibt es abseits der Hauptrouten auf den Lofoten einige.
Insgesamt sind wir bis halb vier Uhr am Morgen unterwegs und sehen dabei weit über zwanzig verschiedene Elche mal näher und mal weiter entfernt. Oft ist es uns möglich, vorsichtig die Seitentür des Wagens zu öffnen und langsam auszusteigen. Wenn die Elche das Gefühl haben, dass man ihnen nichts Böses will, gehen sie trotz unserer Anwesenheit entspannt weiter ihrem Tagesgeschäft nach. Von Fluchtdistanz keine Spur. Wir bewegen uns stets langsam und vorsichtig, vermeiden plötzliche Bewegungen oder geräuschvolles Auftreten. Und so gibt es an diesem Abend und dieser hellen Nacht so manche Gelegenheit den riesigen Tieren Auge in Auge auf Nahdistanz gegenüberzustehen. Das ist ein fantastisches Erlebnis.
Zuerst aber sehen wir Elche eher im Dickicht oder in Distanz. Ich mache hier schon viele Fotos, von denen es aber keines in die letztendliche Auswahl schaffen wird. Der erste vorzeigbare Elch ist ein junger Bulle, der nah am Wegesrand steht und sich ausgiebig betrachten lässt.
Etwas später fliegt uns eine Sumpfohreule über den Weg, die gerade Futter für ihren Nachwuchs heranschafft.
Höhepunkte sind für mich die Sichtung von Zwillings-Kälbern. Seelenruhig äsen die zwei in einem morastigen Gebiet, während die Mutter weniger fotogen im Dickicht bleibt.
Toll ist auch die die Nahbegegnung mit einer Elchkuh, die sich malerisch im für den Norden so typischen Lila des schmalblättrigen Weidenröschens aufhält.
Irgendwann zu vorgerückter Stunde freut sich Odd-Petter uns den größten Elchbullen der Region zeigen zu können, der gerade mit einem Kumpel durch die Gegend zieht.
Der Guide antizipiert den Weg, den die beiden Bullen durch den Wald einschlagen und so kommt es auch hier etwas später zu einer für mich sehr beeindruckenden Nahbegegnung ohne Auto-Hide.
Ganz verzückt sind Touris und Local, als die beiden Elche im Licht der Sommernacht durch einen Fluss waten. Hier klicken die Auslöser besonders begeistert.
Kurz sehen wir noch einen Rotfuchs, der Beute zu seinem Bau schafft. Den eigentlichen Höhepunkt des frühen Morgens bietet dann aber das Licht, das die Landschaft mal wieder in eine einmalige Atmosphäre taucht.
Odd-Petter ist unermüdlich und möchte uns noch unbedingt Fuchswelpen zeigen. Aber irgendwann gegen drei Uhr sind alle Gäste einfach platt und wir fahren nach Svolvær zurück. Mit letzter Kraft steuere ich unser Auto gen Kalle und falle – von den ungläubigen Blicken meiner Frau begleitet – nach dieser vielstündigen Tour völlig erschöpft in einen tiefen Schlaf.
casimodo4'528 Beiträge · seit 200702. März 2025 · #110
Hi Sascha,
O-Ton Kerstin von eben gerade: "De Honneybedscher hadd de Bogg ma widder abgeschosse!" 😎 Hammerbilder! Das müssen tolle Erlebnisse gewesen sein! Ich bin echt beeindruckt 🤩 😘
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201604. März 2025 · #112
Hallo Makra, Freshy, Carsten und Yvy,
ich freue mich sehr über eure lieben Kommentare! Danke vielmals! Wenn ihr mal (wieder) in der Gegend sein solltet, kann ich euch diese Tour nur wärmstens ans Herz legen. Odd-Petter ist ein klasse Guide und reißt nicht einfach nur ein Standardprogramm ab, wie wir es 2023 auf einer Elch-Tour im Dovrefjell erlebt haben. Er ist mit Herz und Seele bei der Sache. Und Elche so aus der Nähe zu beobachten, ist eine wirklich feine Sache! 🙂
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201606. März 2025 · #113
Noch immer 8. Station: Östliche Lofoten
Heute bricht unser letzter voller Tag auf den Lofoten an. Das Wetter ist mal wieder ohne Beanstandung. Schön, dass sich Norwegen für uns dieses Jahr recht konsequent von seiner sommerlichen Seite zeigt.
Den größten Teil des Tages werden wir heute getrennt verbringen. Meine Familie nutzt die Zeit für die reichhaltigen Aktivitäten in Kalle: Es wird Boot gefahren, Badminton gespielt, geradelt…
Da ich mal wieder nicht aus meiner Haut konnte und wegen der kleinen Brennweite auf unserer Trollfjord-Tour mit den Flugaufnahmen der Seeadler gehadert habe, absentiere ich mich stundenweise und fahre allein erneut auf den Raftsund hinaus – dieses Mal an Bord eines klassischen Ausflugsboots, das durchaus gut besetzt ist. Die Temperaturen lassen mal wieder ein entspanntes Sitzen an Bord zu und so kann ich die schöne Landschaft nochmal in vollen Zügen genießen.
Was die Adler angeht, hat das große Boot den Nachteil, dass man nicht sehr nah an die Sitzplätze der Vögel herankommt – aber das macht nichts, denn es geht mir heute ja in erster Linie um Flugaufnahmen. Und für diese sind die montierten 500 mm und die Höhe des Schiffs ziemlich gut geeignet.
Ein juveniler Adler lässt sich im Sinkflug festhalten.
Ein adulter Adler fliegt auf Augenhöhe vorbei. Das Foto mag ich sehr gern.
Weiter geht es zum Trollfjord. Heute sind mehr Wolken am Himmel und dadurch ist das Gegenlicht nicht so krass. Aber auch beim zweiten Besuch stelle ich fest, dass der Fjord zwar schön ist, mich in seinem „Sommerkleid“ aber nicht ganz vom Hocker reißt.
Diese Rolle übernehmen auf der Rückfahrt einmal mehr die Seeadler. Ich kann einen juvenilen Vogel bei einem Jagdversuch beobachten.
Erst fliegt er vorbei.
Über mir wechselt er plötzlich die Richtung.
Und dann geht es flott nach unten: Das ist vielleicht mein Seeadler-Lieblingsfoto.
Am Ende der Tour bin ich zufrieden. Fotos dieser Art hatte ich mir erhofft. 🙂
Am Nachmittag fahren meine Frau und ich nach Henningsvær, einem der bekanntesten Fischerdörfer auf den Lofoten. Die Kinder mögen nicht mitkommen – zu verlockend ist die Freizeit in Kalle. Wie ist es doch schön, dass der Nachwuchs jetzt schon so groß und vernünftig ist, dass jeder auch mal eigene Wege gehen kann.
Bereits die Anfahrt ist toll.
Der Spaziergang durch Henningsvær selbst gefällt uns gut. Wir mögen die bunten Holzhäuser, die kleinen Straßen und das malerische Hafenbecken. Im warmen Licht des vorangeschrittenen Nachmittags sieht das alles sehr schön aus. Trotzdem entstehen kaum Fotos – Straßenfotografie ist offensichtlich noch nicht unser Interessenschwerpunkt.
Natürlich besuchen wir auch den spektakulär auf einer vorgelagerten Insel liegenden Fußballplatz, den man aus unzähligen Luftaufnahmen kennt. Die außergewöhnliche Lage ist vom Boden aus aber nur zu erahnen – man benötigt hier unbedingt eine Drohne für schöne Aufnahmen. Und mit denen stehe ich auf Kriegsfuß…
Der Abend wird nochmal gemütlich in unserer Trollstua verbracht und Wehmut schleicht sich ein. Kalle war für uns ein echtes Familienparadies. Und das Wildlife der östlichen Lofoten einfach grandios!
Champagner8'668 Beiträge · seit 201007. März 2025 · #115
CuF schrieb:Die Adleraufnahmen - einfach nur …..wie sagt man „wow“ bloß auf Deutsch?
"Boah" vielleicht 😎 😗 ? Das kam zumindest mir über die Lippen 😄 !
Danke Sascha für das Lese-und Kuckvergnügen, auch wenn ich wenig kommentiere bin ich immer mit dabei und genieße eure Reise sehr!
Übrigens beeindruckt mich besonders die Tatsache sehr, dass es kaum mal dunkel wird auf dieser Tour! Ich bin keine große Freundin der Nacht und dies könnte mich durchaus mal in den Norden treiben. Einmal durfte ich die langen Nächte in St.Petersburg erleben und war hin und weg 🤩 (und auch auf einer Nachttour mit unterwegs, im Gegensatz zu meiner mitreisenden Verwandschaft, die sich lieber schlafen gelegt hat 🙄 ).
Deine leichte "Birding-Besessenheit" 😗 , die ich ja auch von anderer Stelle kenne 🤪 , hat sich bei den Adlern wirklich mal wieder gelohnt - die würden mir (neben der Helligkeit) dort oben schon auch sehr gefallen 😘 . Mal schaun, ob ich es mal noch dorthin schaffe.....
fiedlix548 Beiträge · seit 201607. März 2025 · #116
H.Badger schrieb: Odd-Petter ist unermüdlich und möchte uns noch unbedingt Fuchswelpen zeigen. Aber irgendwann gegen drei Uhr sind alle Gäste einfach platt und wir fahren nach Svolvær zurück. Mit letzter Kraft steuere ich unser Auto gen Kalle und falle – von den ungläubigen Blicken meiner Frau begleitet – nach dieser vielstündigen Tour völlig erschöpft in einen tiefen Schlaf.
Hallo Sascha was für ein Tag bzw. was für eine Nacht. Was für ein tolles Erlebnis!
lieben Gruß Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
H.BadgerThemenstarter1'822 Beiträge · seit 201609. März 2025 · #117
@ Friederike und Bele Vielen Dank für das Fotolob! 😊 Die zweite Adlertour hat sich rückblickend wirklich gelohnt. Wieder gutes Licht, wieder Adler in Aktion und dieses Mal mein Lieblingsobjektiv am Start. 🙂 Ich erfreue mich auch immer wieder gern an den Bildern.
Die hellen Nächte haben die Reise zu etwas ganz Besonderem für uns gemacht. Dass man so lange aktiv bleiben kann, führt zwar irgendwann zu tiefer Erschöpfung. Aber es macht die Urlaubszeit so wahnsinnig intensiv!
@ Elke Die zwei "Wildlife-Tage" von Kalle aus gehören für mich auf jeden Fall auch zu denen, an die ich mich am liebsten zurückerinnere. Ich habe es sehr genossen, in unserem afrikafreien Jahr 2024 dann doch noch auf Reisen einige Säuger und Vögel vor die Linse zu bekommen, die nicht vor meiner Haustür unterwegs sind. 🙂
@ all Danke fürs Danke-Drücken! Das motiviert mich zum Weiterschreiben. Wenn das Wetter ab morgen wieder grau sein wird, werde ich das dann auch zügig machen... 😉
Big_Sven162 Beiträge · seit 200709. März 2025 · #118
Wirklich tolle Fotos entstanden, besonders die Tour mit Odd-Petter und den Elchen gefällt mir! Wir haben unsere Elche immer nur durch Zufall entdeckt und dann ist man nie darauf vorbereitet. Ich habe aber auch einen Arbeitskollegen, der seit über 25 Jahren auf die Lofoten fährt und noch nie einen Elch gesehen hat. Ich bin schon gespannt auf das Dovrefjell! Grüße Sven
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201609. März 2025 · #119
Tolle Fotos von den Elchen und der Landschaft. Wieso besucht man die Elche eigentlich mitten in der Nacht?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Big_Sven162 Beiträge · seit 200710. März 2025 · #120
Das liegt meines Erachtens nach an dem Jagddruck. Genau wie bei uns die Rehe und Hirsche aus diesem Grund erst mit Eintritt der Dämmerung auf die offenen Flächen treten, ist es in Skandinavien mit den Elchen. Wobei die es etwas schwieriger haben, da ja im Sommer im hohen Norden kaum Dämmerung ist! 😄 Man kann aber die Elche auch tagsüber häufig kurz zu Gesicht bekommen. Uns ist schon oft einfach ein Elch über die Straße gerannt und war im nächsten Moment wieder im dichten Wald verschwunden. Ist genau wie in Afrika: zur richtigen Zeit am richtigen Ort...