Wolkenlos Glücklich im Kaokoveld!

Reisebericht 93 Antworten · 15,0k Aufrufe · gestartet 14. Okt. 2024 von Blende18.2
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201727. Okt. 2024 · #41
Mimo schrieb:Hallo Robin und Mara,

auch ich bin begeisterte Mitleserin und freue mich sehr auf eure weiteren Abenteuer, zumal mich das Kaokoveld ganz besonders interessiert.  

Das Elefantenfoto ganz zu Anfang fand ich einfach fantastisch - was muß das für ein Erlebnis gewesen sein, als die Elefanten so direkt auf euch zukamen... 

Eure Packtips sind super, und das Video vom Einpacken des Wagens ist amüsant. Ich bin gespannt, wie es weitergeht...

LG Mimo
Hallo Mimo. Auch dir noch ein ganz herzliches Willkommen. Die Packtipps sind teils lange erprobt, teils neue Entdeckungen. Man muss irgendwie immer ein wenig für sich rausfinden, was gut funktioniert.

Und bei den Elefanten... ja das war schon cool. Tatsächlich für mich in dem Moment war es einfach die Chance diese Szene endlich mal genauso zu haben. Man malt sich eben immer manche Dinge so im Kopf aus und ist dann einfach toll, wenn es dann tatsächlich so zusammen kommt.
Nacho schrieb:Guten Morgen ihr Lieben,
Bin sehr neugierig wie es bei euch weiter geht. Lasst uns bitte nicht zu lange warten. Euer Schreibstil ist klasse 🙂
Liebe Grüße, Silvia
Ich bin dran, immer dieser Freizeitstress der einem dazwischen kommt. Aber heute war ein meist verregneter Sonntag bei uns, sowas hilft und jetzt habe ich alles zusammen für den nächsten Teil. 🙂

Was den Kaffee angeht haben wir uns ja auch gegen Instant gewehrt, aber das mal eben schnell schlägt am Ende bei uns jetzt doch den Geschmack. Und da wir den immer mit ein wenig Milch trinken geht es echt gut.

Gruß,
Robin
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zuletzt bearbeitet 27. Okt. 2024
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201727. Okt. 2024 · #42
Eine wüste Wüste und nichts als Wüste!



Mich treibt es früh aus den Federn. Der Wind hat zum Morgen hin zwar etwas nachgelassen, aber das lässt mich auch nicht mehr länger im Zelt verbringen. Die Erkältung hängt noch in den Knochen und nachdem ich kurz im Bad war denke ich mir, dass ich im Endeffekt jetzt auch gleich wachbleiben kann.

In der Küchenzeile ist etwas Unordnung, Blattgrün und kleinere Äste von den Büschen liegen verstreut und ich räume auf: OH SCHRECK!!! – da nimmt man nichtsahnend einen kleinen Ast aus der Spüle und schon wird man aus 4 Augenpaaren angeblinzelt.

Was macht den Egon hier?, der Doof kommt alleine nicht mehr aus der Spüle raus. 😕

Eusparassus walckenaeri, Riesenkrabbenspinne, Jagdspinne, ungiftig - Danke, Sanne! 🙂


Fieses Krabbelgetier heißt immer Egon bei uns, einen echten Grund dafür gibt es nicht. 😉 Ich baue Egon eine Rampe aus Ästen, aber er nutzt den Weg in die Freiheit immer nur als Unterschlupf. Also muss er irgendwann aus der Spüle geschnippst werden und zack verschwindet er hinter der Holzverkleidung der Küche und wartet darauf anderen Campern einen Schreck einzujagen. 😈
(jeder von euch, der behauptet er springt nicht 10cm hoch, wenn so ne fette Spinne unerwartet vor einem sitzt, der lügt ungeniert meines Erachtens nach) 😄

Ab an die Küche, einen Topf rausgeholt und dann hier auch mal ein Bild der neuen Küchenkonstruktion, die wir auch super finden. Eben weil man hier die Töpfe und alles reinkriegt was man so braucht. Das war vorher in einer Plastikkiste im Rückraum, auch das geht jetzt alles schneller von der Hand.



Ich setze schonmal Kaffee auf und Mara bekommt eine frische Tasse ins Zelt gebracht. Das bleibt eine einmalige Ausnahme, denn eigentlich ist sie immer als Erste wach. 😛
Hier gibt es noch Tipp#7 einzuwerfen. Mara hat neben den Thermoflaschen auch einen großen Thermobecher ToGo mitgenommen. In den wird morgens immer Kaffee abgefüllt, den teilen wir uns und haben so bis Nachmittags Kaffee im Wagen.



so sieht es aus ihrer Perspektive aus


Währenddessen beschäftige ich mich damit das Wasser parat zu stellen und nochmal zu schauen, wo die ganzen Kanister untergebracht werden können. Da haben wir ja gestern noch mal welche nachgeholt und bevor wir heute losfahren, möchte ich gerne alles am richtigen Platz haben.



Natürlich ist das noch lange nicht alles… und auch die Kanister auf dem nächsten Bild stellen nur einen teil der Ausbeute dar. Wir machen hier wirklich keine Gefangenen. 🙄

Wenn man 1,5 Wochen in die Wüste fährt, dann ist auf jeden Fall mal genug Wasser an Bord. Natürlich kommt man immer mal wieder an Orten vorbei, aber könnte ja auch passieren, dass man irgendwo völlig ab vom Schuss hängen bleibt. Man mag denken, dass wir hier übertreiben, aber uns ist das egal. Lieber Haben als Brauchen und so lange Platz im Bakkie ist, packen wir jede Ecke voll. (außerdem haben wir ja unerwartet viele Mitfahrer, an die müssen wir jetzt ja auch denken) 🙂
Insgesamt haben wir 18x 5 Liter Kanister Wasser dabei!!!



Ich hole auch unsere Frühstückskiste aus dem Wagen… achja, nicht nur Kisten, sondern entsprechend sortiert sind die natürlich auch. Eine für das Frühstück, eine für das Abendessen und eine für Snacks und kleine Mitbringsel + Getränkedosen. So muss man nicht immer alles Bereitstellen auf der Campsite und ist bestens organisiert.

So, wo war ich gerade nochmal… achja, beim Soja-Saucen Debakel. Denn diese Plastikflasche hat irgendwann beim Gerumpel zu viel Druck bekommen. Das hat den Deckel gesprengt und Mara wundert sich, als sie aus dem Bett klettert, warum
1. beim Frühstück die Abendbox und alle möglichen Teile auf dem Tisch stehen
2. ich gerade dabei bin Dosen und Nudelpackungen zu spülen?! 🤨

Jetzt brauchen wir natürlich diese mit Sojasauce, labbrig getränkte Kiste trotzdem, es hatte jetzt alles so schön gepasst. Kurzerhand wird die Kiste also in die Sonne gestellt zum trocknen und zum Ausgleich der fehlenden Stabilität wird der Weinkarton zerschnitten und verstärkt die Kiste zukünftig, dass sollte halten, dann können wir ja los. 🙂






Den Schlüssel lassen wir einfach laut Anweisung stecken, die Campsite-Rezeption ist heute morgen besetzt und wir holen nochmal Feuerholz nach und bekommen auch direkt hier schon unser Permit für eine Nacht in der Palmwag Concession. Wir lassen als Dankeschön für die schöne Campsite und Gastfreundschaft ein paar Goldbären da und verabschieden uns in Richtung Abenteuer.

Die Ausfahrt aus der Lodge erinnert nochmal daran, dass man immer der sein sollte, der nicht am langsamsten laufen kann. 😄



Wir fahren ins südliche Gate rein und nehmen ab hier den Weg einmal komplett durch die Day-Visitors Area. Dann fahren wir in den Crowther’s Trail, suchen uns dort etwas für die Nacht und dann geht es den Tag später wieder raus in den Hoanib.

Das ist unser Plan, aber den sieht Robert am Gate so gar nicht. 😐

„Mit nur einer Nacht ist das zu stressig und wenn man durch den Trail möchte muss man zwei Nächte nehmen. Das schafft man sonst nicht…" und mit einem Blick zur Uhr stellt er außerdem fest, dass es ja schon 10:40h hat. "Das geht ja noch weniger.“

Wir haben den Trail noch nie gefahren und da verlassen wir uns auf seinen Rat und nehmen eine zweite Nacht für unser Permit und planen direkt mal ein, dass wir eben evtl. länger hier sein werden als geplant. Wir machen uns noch schnell ein Foto seiner Papierkarte und können die jetzt ja auch direkt mal nutzen um euch den geplanten Weg der nächsten Tage einzuzeichnen.



Es geht in die Day Visitors Area und genau so hatten wir das in Erinnerung. Rote Steine, eine einzelne Fahrspur die mitten durch führt und es rumpelt wie verrückt. 😣



Gleich zu Beginn scheuchen wir zwei Trappen auf… es wird Zeit in den Safari-Modus zu schalten. Und was ein Glück, es handelt sich, bei Sichtung der Bilder zu Hause, um Rüppelltrappen. Schon wieder eine Erstsichtung für uns. Das geht ja gut los! 🤩





Das große ABER: Nach dem Start war es das dann aber auch. Es ist knochentrocken, Tiere sehen wir nahezu gar keine und wenn doch, dann sind sie so weit weg, dass bei den Hitzeschlieren in der Luft keinerlei Fotos möglich sind. Aber, dieses Problem haben wir sowieso nur vielleicht ein halbes Dutzend Mal unterwegs. Diesen Springbock habe ich noch, aber das war es dann auch. 😗



Also zockeln wir durch eine sehr schöne Gegend über grandios schlechte Wege. 😏

Diesen Weg versuche ich jetzt mal einfach anhand einiger Bilder nachzuzeichnen. Rein in die Concession nutzen wir jetzt erstmal Tipp#8, der sich für uns im Laufe der Reise als immer wertvoller erwiesen hat. Die Tracks-4-Africa App ist eine grandiose Hilfe vor Ort, auch wenn wir die GPS Funktion erst nach ein paar Tagen aktiviert kriegen, aber wir wussten auch nicht, dass es sie überhaupt gibt, also haben wir erstmal nur die Offline-Karte an sich genutzt. Sehr detailliert und alle möglichen Orte eingezeichnet. Sehr cool. 😎





Einen ersten Stopp legen wir am Kawaxab Canyon ein. Da kann man ein Stück am Rand entlang fahren bis zu einem Viewpoint mit schönem Blick über den Canyon… ein wenig Grün in der Landschaft zur Abwechslung.





Weiter geht es durch die Landschaft und wir rumpeln und pumpeln über Stock und Stein, also eigentlich nur über Stein wenn man genau ist. Denn die Ebenen sind einfach übersät damit und die dickeren Brocken säumen die Fahrspur links und rechts.



Wir orientieren uns anhand der Karte und der App, es gibt nicht viele Wege, daher fällt die Orientierung nicht allzu schwer. Wir fahren mehr oder minder signifikante Punkte an, lassen, uns an 2017 erinnernd einen Viewpoint aus, der eine fiese Auffahrt hat und schauen vom Viewpoint über Awaxas… wo es damals viele Tiere hatte, ist heute gähnende Leere. 😕



Bevor noch der falsche Eindruck entsteht… uns stört das gar nicht. 😁

Tiere sind für uns auf diesem Teil der Reise ein Bonus und recht schnell bleiben die langen Tüten abgeschraubt und wir genießen einfach die Weite und Landschaft. Den Viewpoint zum Aub Canyon, wo wir damals die Wüstenelefanten gesehen haben, finden wir nicht mehr oder es ist eine der vielen gesperrten Pisten entlang unseres Weges. Wir erreichen den eigentlichen Canyon gegen 13:15h und damit sind jetzt weiter in die Concession gefahren als 2017 und haben somit ab jetzt, ganz offiziell, unbekanntes, neues und spannendes Terrain unter den Reifen.

Den Canyon nutzen wir um uns etwas die Beine zu vertreten und werfen einen vorsichtigen Blick über die Kante. Aber auch hier zwitschert nichtmals ein Vogel, keine Eidechse ist zu sehen, einfach nichts. Das wundert uns schon… einen kleinen Tümpel hat es am Anfang der Schlucht und es ist wenigstens etwas Grün vorhanden.





Wir verlassen den Canyon nach einem kleinen Picknick und ein paar Fotos eine gute halbe Stunde später wieder und uns begegnet ein Ranger-Fahrzeug. Ein Novum, denn es ist das einzig andere Fahrzeug, dass wir den gesamten Tag sehen. Kein anderer Tourist, kein Gamedrive-Fahrzeug, nichts. Niemand ist unterwegs hier. 🙄

Es geht als nächstes auf den Aub-Garab Pass hinauf. Die Piste ist schlecht, an manchen Stellen unübersichtlich und so zieht sich der Weg. Oben angekommen haben wir einen schönen Blick über den kommenden Weg.



In der darunterliegenden Ebene geht es dann endlich wieder deutlich leichter voran, immer in Richtung des spitzen Berges den wir jetzt schon seit gut einer Stunde sehen.



Und so dauert es nicht mehr zu lange, bis wir den Abzweig zum Trail erreichen. Dennoch zeigt die Uhr immerhin 14:42h, damit haben wir für die letzten 55km ziemlich genau 4 Stunden benötigt.



Nach einer sandigen, kurvigen Querung des Baras sind wir endlich auf dem Trail und die ersten Kilometer geht es über eine kleine Ebene und recht zügig voran. Aber natürlich ist auch das, nach knapp 10km dann wieder vorbei, die Steinwüste hat uns zurück, wir klettern die Fahrspur runter und währenddessen klettert das Thermometer immer weiter rauf. Ganze 41 Grad erreichen wir mittlerweile. 😊





Bis zur Xai Ais Campsite passiert auf dem Trail nicht viel, dort in der Nähe ist dann laut Karte auch ein erstes Wasserloch, angegeben als Fountain, zumindest vermuten wir dort Wasser und auf die „Campsites“ hier sind wir auch schon sehr gespannt. Und wir werden nicht enttäuscht, Xai-Ais wurde uns zwar gesagt, man solle besser vorbei fahren, aber es hat ein paar Bäume und Büsche, die Lage ist nicht sonderlich attraktiv, aber mit nahem Wasser (wo wir noch nicht waren) könnten wir uns eine Nacht hier gut vorstellen.



Das kleine Stück zur Fontain ergibt hier eine Art von Wasser. Es ist auf jeden Fall Grün und ein Rabe fliegt umher, aber Wasser an sich können wir keines sehen. Tiere auch nicht… egal, es wäre jetzt eh noch zu früh und unser Plan sah auch so aus, dass wir eher die zweite oder dritte Option als Campsite ziehen. Also geht es weiter.



Wir nutzen verschiedene Abzweige, manche Viewpoints erweisen sich als Senke mit zwei bis vier Bäumen drin, alles etwas verwirrend. 😏
Zur Crowthersquelle, eine permanente Wasserstelle kommt man laut T4A App gar nicht, das sehen wir auch erst jetzt, so nehmen wir das Obob River Valley noch mit, die Sonne steht mittlerweile schon tiefer am Himmel und auf dem Weg raus vom Obob fangen wir langsam an schonmal zu schauen wo man Notfalls stehen könnte.

Geschickt ist nichts, denn nirgends gibt es eine versteckte Stelle, alles ist sehr exponiert und die paar Welwitischias bieten jetzt auch nicht wirklich Sichtschutz. Ich hab das Bild heute eingestellt und zitiere mal den Kommentar, den ich nur ein paar Minuten später unter dem Bild hatte. "Dies ist die unfotogenste Pflanze der Erde. Es sieht so aus, als wäre es dreimal von einem Lastwagen überfahren worden." 😛



Aber vor allem bieten die Welwitschias keinen Windschutz, denn es pfeift schon wieder über die Ebenen wie nichts Gutes. 😵 Was ist denn hier schon wieder los. Den Tag über brüten wir in der Hitze, jetzt zum Abend fegt es um uns herum. Eigentlich schläft doch Wind Abends eher ein.

Also auf zur nächsten Campsite, mit Namen Crowther‘s. Jeder der das Gebiet kennt, weiß schon jetzt, dass dies nicht unsere Bleibe für die Nacht werden kann. Aber bevor wir das auch realisieren haben wir doch noch ein wenig tierisches Glück und im Riverbed Crossing kurz vor der Campsite entdecken wir fünf Giraffen. Da sieht man nix, anscheinend hat es nirgendwo Wasser, aber diese riesigen Tiere sind hier unterwegs… man glaubt es kaum. 🤩







Und sogar eine Kleine ist mit dabei.
😘



Wir kommen zum Abzweig zur Crowther’s Campsite und sehen einen kleinen Stichweg der nach oben auf ein kahles, felsiges Plateau führt. Wir kriegen die Tür kaum auf! 😣

Pfeift der Wind über die Ebenen, dann stürmt es hier oben kräftig und es hat keinerlei Windschutz hier. Keine Frage, die Aussicht ist der Wahnsinn und hier morgens früh beim Müsli zu sitzen und der Sonne beim Aufgehen zuzuschauen ist bestimmt wunderschön, aber hier können wir nicht bleiben. Da fliegen wir ja direkt vom Hügel runter.



Tja, und nun?
Gestern war um 18:54h Sonnenuntergang… das lässt uns nicht viel Spielraum, aber wir müssten Theuns mit ein wenig Licht noch erreichen. Genug zumindest, damit wir dort noch Zelt und Feuer aufbauen können, bevor die Sonne komplett weg ist. Aber ob Theuns besser ist, das wird sich zeigen… also rollen wir weiter.

18:25h fahren wir in ein Flussbett was ziemlich wahrscheinlich Theuns sein müsste. Direkt am Anfang ist ein kleine, ein paar Meter hohe Böschung, die hilft aber nichts, weil der Wind völlig falsch steht. Ein Weg führt weiter ins Flussbett, denen folgen wir noch 5 Minuten, aber da sich nichts ändert wählen wir jetzt einfach die Fläche, stellen den Wagen genau in den Wind und fangen an Tisch und Stühle etc. aufzubauen. Ich sammel‘ ein paar Steine für die Feuerstelle und Mara macht ein Foto inkl. Sonnenuntergang.



Dieser hübsche Platz und Sonnenuntergang soll aber nicht unserer werden. Wir stehen vielleicht 20 Minuten am Platz und dann dreht der Wind plötzlich wieder komplett. Mara schaut mich an und ich ahne schon was kommt… denn der Wind steht jetzt tatsächlich genau so, dass die Böschung am Anfang einen perfekten Schutz gibt. 😛 🤪

NA GUT… wir packen fix zusammen, fahren mit dem letzten Restlicht wieder nach vorne und stellen den Wagen Schnauze voran ab. Es ist tatsächlich schön ruhig jetzt, allerdings auch stockduster. Also Zelt hoch, Mara baut das Kochfeld auf die Heckklappe und wir machen nur ein paar Nudeln und den Rest vom Ratatouille, lohnt sich, dass man direkt zwei Töpfe nutzen kann.

Ich baue Tisch und Stühle wieder auf und schaue mich nach neuen Steinen für die Feuerstelle um. Groß genuge liegen nur an der Böschung und es kommt, wie es kommen musste. Ich ziehe einen Stein weg, dabei löst sich ein dicker Brocken etwas weiter oben und rollt runter, ich versuche noch zur Seite zu springen, lande aber genau im Weg des Steins und er knallt mir gegen den Knöchel. 😮 😣

Ein schneller Schmerz zieht einmal durch's Bein und ein Blick mit der Stirnlampe zeigt, dass der Knöchel sofort mächtig dick geworden ist. 🤢

So eine, Ohren und Augen zu beim Lesen… „SCHEISSE“. Das ist jetzt genau das was man nicht braucht. Mara schaut sich das Ungeschick an und verdonnert mich sofort dazu mich zu setzen, Fuß hoch, kalte Dose drauf und sie sucht die Voltaren-Creme.

Ich bleibe 15 Minuten dort sitzen, kühle und schmiere dick Creme auf den gesamten Knöchel, aber länger halte ich es auch nicht aus, ich will jetzt auch wissen ob der Fuß belastbar ist und Glück im Unglück 🙂 . Die Reise über schmerzt der Knöchel zwar, aber ansonsten ist es ok und die Schwellung ist auch schon wieder etwas weniger doll. PUHHHH, nur eine Prellung… ich bin in dem Moment echt erleichtert.

Ich starte das Feuer, Mara hat die Nudeln fertig und so wird es doch noch ein schöner Abend unter dem Sternenhimmel. Wir sitzen noch etwas am Feuer und genießen die Atmosphäre, hier völlig alleine im Nichts.

Und so geht ein „fast“ entspannter Tag zu Ende. 🙂



Lieben Gruß,
Robin & Mara
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zuletzt bearbeitet 31. Okt. 2024
131 Beiträge · seit 201528. Okt. 2024 · #43
Hi Robin,

der weiße Baum könnte ein Moringabaum sein. Ich habe ihn auch schon oft gesehen, habe mir das irgendwo aufgeschrieben weil ich mal einen guide gefragt hatte. Da ich aber schon einige Male in Namibia gewesen bin, muss ich mal in die Tiefen meiner ganzen Aufzeichnungen steigen 😉 Mal schauen ob ich was finde.

LG Anni
898 Beiträge · seit 201629. Okt. 2024 · #45
Blende18.2 schrieb:
So eine, Ohren und Augen zu beim Lesen… „SCHEISSE“. Das ist jetzt genau das was man nicht braucht. Mara schaut sich das Ungeschick an und verdonnert mich sofort dazu mich zu setzen, Fuß hoch, kalte Dose drauf und sie sucht die Voltaren-Creme.
Moin Ihr Lieben,
so ganz ohne Abenteuer geht's nicht auf Euren Reisen, oder? 😵 😣 Mann, Mann, Mann. Aber gut, dass nichts schlimmes passiert ist.
Danke bis hierhin für den spannenden Bericht! Gewohnt kurzweilig und wunderschöne Bilder!

Herzliche Grüße
Martin
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4'129 Beiträge · seit 200829. Okt. 2024 · #46
Hallo, ihr Beiden!

Ein wunderschönes Elefantenfamilienbild!!!
Genialer Moment.
So schön kann Etosha sein!


Zu eurer „Natur-Theoretiker-Frage“ 🙂
Sie leben, die Bäume. Ganz bestimmt. Ihre Blätter kriegen sie wahrscheinlich erst jetzt…
Wie alles Leben in der Wüste sind sie gut an die extremen Bedingungen angepasst. Immer wieder in Erstaunen versetzen uns die Ficus, sie schaffen es sogar sich in kleinen Spalten hoher nackter Felswände anzusiedeln und sind dort nicht nur in der Lage zu überleben sondern sprengen mitunter den Fels.
Ohne Nahaufnahmen/Details ist es mir zwar unmöglich diese Bäume zu bestimmen, allerdings kann man einige typische Merkmale erkennen, die bestimmte Bäume haben, die dort in der Region vorkommen, an eben solch extremen Plätzen...
Also beteilige ich mich an der Großen Raterei…
Auf dem ersten Bild könnten die Bäume mit dem weißen Stamm und den rötlichen jüngeren Zweigen Sterculia quinqueloba sein.
Strahlt die flache Sonne die Stämme direkt an, leuchten die weißen Stämme immer so wunderschön!
Der Weißstamm auf dem zweiten Bild könnte ein Boscia albitrunca sein, in Afrikaans: Witgat, in Herero: Omundjerere

Moringa würde ich aufgrund der fehlenden Merkmale eher ausschließen.

LG von den lilytrotters
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
287 Beiträge · seit 201329. Okt. 2024 · #47
Hallo ihr Zwei,

ich hoffe ihr habt noch ein Plätzchen frei. Einen Bericht von euch lasse ich mir nicht entgehen und bin gespannt, was ihr alles erlebt.

Liebe Grüße

Doris
46 Beiträge · seit 202230. Okt. 2024 · #48
Das letzte Foto ist einfach wundervoll - es schürt meine Sehnsucht nach Afrika und dem dortigen Sternenhimmel, obwohl wir ihn in solch herrlicher Einsamkeit wie ihr nicht werden erleben können, weil wir keine Camper sind. 

So schön dieses Foto war, so gräßlich war das von der Spinne. Ich bin nicht 10, sondern mindestens 50 cm hoch gesprungen, als dieses kleine Monster plötzlich auf meinem (sehr großen) Bildschirm auftauchte... 😮 Bitte nächstens vorwarnen! 😁
2'462 Beiträge · seit 200631. Okt. 2024 · #49
Mein Spinnenfan neben mir auf dem Sofa meint, das ist eine Eusparassus walckenaeri, Riesenkrabbenspinne, Jagdspinne, ungiftig.

Ich habe nicht genauer hingeschaut. 😛
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201731. Okt. 2024 · #50
Die Arbeitswoche geht heuer schon zu Ende. Ich schaue in Richtung langes Wochenende und dementsptrechend hoffentlich auf genug Zeit, den nächsten Teil vorzubereiten... auch wenn das WE schon gut gefüllt ist. 😗

Aber erstmal ein paar Antworten auf eure zahlrecihen Kommentare, über die wir uns sehr freuen. 🙂
Tucker schrieb:Hi Robin,

der weiße Baum könnte ein Moringabaum sein. Ich habe ihn auch schon oft gesehen, habe mir das irgendwo aufgeschrieben weil ich mal einen guide gefragt hatte. Da ich aber schon einige Male in Namibia gewesen bin, muss ich mal in die Tiefen meiner ganzen Aufzeichnungen steigen 😉 Mal schauen ob ich was finde.

LG Anni
lilytrotter schrieb:Hallo, ihr Beiden!

Auf dem ersten Bild könnten die Bäume mit dem weißen Stamm und den rötlichen jüngeren Zweigen Sterculia quinqueloba sein.
Strahlt die flache Sonne die Stämme direkt an, leuchten die weißen Stämme immer so wunderschön!
Der Weißstamm auf dem zweiten Bild könnte ein Boscia albitrunca sein, in Afrikaans: Witgat, in Herero: Omundjerere

Moringa würde ich aufgrund der fehlenden Merkmale eher ausschließen.

LG von den lilytrotters
Hallo Anni und Lilytrotters,

erstmal vielen Dank für die Einschätzungen. Das Wettbüro ist eröffnet!!! 😄

Mit den ersten Anhaltspunkten hier, kann ich jetzt auch anfangen mal Google zu füttern und da würde ich einen Moringa auch ausschließen. Da fehlt der knubbelige Stamm, das kommt irgendwie nicht hin.

Die Bäume auf dem ersten Bild, ja das kaufe ich. Sterculia quinqueloba
Ich habe jetzt gerade gut 2-3 Dutzend Bilder abgeglichen und Gegend und Erscheinungsbild passt beides übereinander. Danke Sehr! 🙂

Das allerdings der Baum auf dem nächsten Bild ein anderer ist... das ist mir vorher gar nicht aufgefallen. 😊 😄

Allerdings bin ich mir da nach vielen Vergleichsbildern nicht so sicher. Eigentlich finde ich kaum ein Foto der Boscia albitrunca, dass diesem Baum wirklich entspricht. Entweder mehr Stamm, tieferer Ansatz des Blätterwerks und den teils unten rötlichen Stamm auch nicht. Das kann bei meinem Bild aber auch anderen Ursprungs sein.

Allerdings finde ich auch noch keinen anderen Ansatz, weil einfach Google nach "Namibia weißer Baum" o.ä. ergibt wirklich nix Brauchbares. 🤪


Gruß,
Robin
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Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201731. Okt. 2024 · #51
Daxiang schrieb:Hallo Robin und Mara,
ich bin auch noch schnell hinterher gehechelt - einen Bericht von euch lass ich mir ja schließlich nicht entgehen!
Freue mich auf die Fortsetzung und bin gespannt auf wieviel Elefanten ihr diesmal kommt.
Liebe Grüße
Konni
Do schrieb:Hallo ihr Zwei,
ich hoffe ihr habt noch ein Plätzchen frei. Einen Bericht von euch lasse ich mir nicht entgehen und bin gespannt, was ihr alles erlebt.
Liebe Grüße
Doris
Hallo Konni und Doris, natürlich sind noch Plätze frei, hüpft rein. 😉

Und Konni, du bekommst einen Platz auf dem Dachzelt... die Sternenbilder sind großteils nur im Reisebericht um dich anzulocken. Ich weiß doch, dass du da nie wiederstehen kannst. 😛 😄
TinuHH schrieb:
Blende18.2 schrieb:
So eine, Ohren und Augen zu beim Lesen… „SCHEISSE“. Das ist jetzt genau das was man nicht braucht. Mara schaut sich das Ungeschick an und verdonnert mich sofort dazu mich zu setzen, Fuß hoch, kalte Dose drauf und sie sucht die Voltaren-Creme.
Moin Ihr Lieben,
so ganz ohne Abenteuer geht's nicht auf Euren Reisen, oder? 😵 😣 Mann, Mann, Mann. Aber gut, dass nichts schlimmes passiert ist.
Danke bis hierhin für den spannenden Bericht! Gewohnt kurzweilig und wunderschöne Bilder!

Herzliche Grüße
Martin
Da hast du wohl recht! 😣
So ganz ohne geht es wirklich nicht, aber wenn ich so unsere vergangenen Reisen betrachte und beileibe nicht nur Afrika... ich glaube 95% der Reisen erwischt es mich oder ich übertreibe irgendwo oder habe nen Unfall oder oder oder. 🤨


Gruß,
Robin
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Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201731. Okt. 2024 · #52
Mimo schrieb:So schön dieses Foto war, so gräßlich war das von der Spinne. Ich bin nicht 10, sondern mindestens 50 cm hoch gesprungen, als dieses kleine Monster plötzlich auf meinem (sehr großen) Bildschirm auftauchte... 😮 Bitte nächstens vorwarnen! 😁
Sanne schrieb:Mein Spinnenfan neben mir auf dem Sofa meint, das ist eine Eusparassus walckenaeri, Riesenkrabbenspinne, Jagdspinne, ungiftig.

Ich habe nicht genauer hingeschaut. 😛
Entschuldigung, ich warne vor, aber ich glaube mit fiesem Krabbelgetier war es das jetzt auch schon. Den Skorpionstich hatte ich 2022, aber das muss dann noch in dem Bericht folgen... 😵

Und Sanne, vielen Dank für die Bestimmung. Gesehen habe ich die schon öfter, kommen ja doch recht häufig vor, aber nie bestimmt. Also zumindest nie weiter bestimmt als den Umstand, dass es eben ein Egon war. Wird ergänzt! 😎

Gruß,
Robin
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2'779 Beiträge · seit 200731. Okt. 2024 · #53
Blende18.2 schrieb:Die Arbeitswoche geht heuer schon zu Ende. Ich schaue in Richtung langes Wochenende und dementsptrechend hoffentlich auf genug Zeit, den nächsten Teil vorzubereiten... auch wenn das WE schon gut gefüllt ist. 😗

Aber erstmal ein paar Antworten auf eure zahlrecihen Kommentare, über die wir uns sehr freuen. 🙂
Tucker schrieb:Hi Robin,

der weiße Baum könnte ein Moringabaum sein. Ich habe ihn auch schon oft gesehen, habe mir das irgendwo aufgeschrieben weil ich mal einen guide gefragt hatte. Da ich aber schon einige Male in Namibia gewesen bin, muss ich mal in die Tiefen meiner ganzen Aufzeichnungen steigen 😉 Mal schauen ob ich was finde.

LG Anni
lilytrotter schrieb:Hallo, ihr Beiden!

Auf dem ersten Bild könnten die Bäume mit dem weißen Stamm und den rötlichen jüngeren Zweigen Sterculia quinqueloba sein.
Strahlt die flache Sonne die Stämme direkt an, leuchten die weißen Stämme immer so wunderschön!
Der Weißstamm auf dem zweiten Bild könnte ein Boscia albitrunca sein, in Afrikaans: Witgat, in Herero: Omundjerere

Moringa würde ich aufgrund der fehlenden Merkmale eher ausschließen.

LG von den lilytrotters
Hallo Anni und Lilytrotters,

erstmal vielen Dank für die Einschätzungen. Das Wettbüro ist eröffnet!!! 😄

Mit den ersten Anhaltspunkten hier, kann ich jetzt auch anfangen mal Google zu füttern und da würde ich einen Moringa auch ausschließen. Da fehlt der knubbelige Stamm, das kommt irgendwie nicht hin.

Die Bäume auf dem ersten Bild, ja das kaufe ich. Sterculia quinqueloba
Ich habe jetzt gerade gut 2-3 Dutzend Bilder abgeglichen und Gegend und Erscheinungsbild passt beides übereinander. Danke Sehr! 🙂

Das allerdings der Baum auf dem nächsten Bild ein anderer ist... das ist mir vorher gar nicht aufgefallen. 😊 😄

Allerdings bin ich mir da nach vielen Vergleichsbildern nicht so sicher. Eigentlich finde ich kaum ein Foto der Boscia albitrunca, dass diesem Baum wirklich entspricht. Entweder mehr Stamm, tieferer Ansatz des Blätterwerks und den teils unten rötlichen Stamm auch nicht. Das kann bei meinem Bild aber auch anderen Ursprungs sein.

Allerdings finde ich auch noch keinen anderen Ansatz, weil einfach Google nach "Namibia weißer Baum" o.ä. ergibt wirklich nix Brauchbares. 🤪


Gruß,
Robin
Hallo Robin,
bei solchen Fragen nehme ich immer gerne die Bücher von Johan Snyman in die Hand. Gemäss seinen Fotos und Beschreibung deutet alles darauf hin dass es auch beim zweiten Bild eine Large-leafed Sterculia ist. Diese Bäume sind von Mai bis November blattlos und wachsen bis zu 12m hoch. Die gelben Blüten sieht man von März bis Ende Mai. Die Sterculia produziert auch Früchte welche als schwarze Kerne in haarigen Kapseln wachsen. Der Stamm ist glatt und weiss bis hellbraun. Die Einheimischen machen aus der weichen Rinde welche sich von selber schält Seile und Matten.
Gruss Leona
2'779 Beiträge · seit 200731. Okt. 2024 · #54
Hallo Robin und Mara,
'tschuldigung fürs reinplatzen mit der Sterculia...
Vielen Dank für euren lebhaften Bericht aus einer der schönsten Ecken des Landes. Ich lese gerne mit und fahre zwecks Platzmangel in euerem Hilux hinter her...
Als ich folgenden Abschnitt las ....
Ich baue Tisch und Stühle wieder auf und schaue mich nach neuen Steinen für die Feuerstelle um. Groß genuge liegen nur an der Böschung und es kommt, wie es kommen musste. Ich ziehe einen Stein weg, dabei löst sich ein dicker Brocken etwas weiter oben und rollt runter, ich versuche noch zur Seite zu springen, lande aber genau im Weg des Steins und er knallt mir gegen den Knöchel. 😮 😣
....kam mir ein Erlebnis auf dem Crowther Trail in Erinnerung: Max suchte ebenfalls Steine für die Feuerstelle, die Dämmerung hatte ebenfalls bereits eingesetzt. Zum Glück zieht er fürs Steine - und /oder Feuerholzsammeln immer Lederhandschuhe an, denn ein grosser Skorpion kam zum Vorschein als er einen Stein umwälzte.
Ich hoffe die Schmerzen hielten sich in Grenzen und trübten die Reise nicht allzusehr.
LG
Gruss Leona
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201731. Okt. 2024 · #55
La Leona schrieb:Hallo Robin und Mara,
'tschuldigung fürs reinplatzen mit der Sterculia...
Vielen Dank für euren lebhaften Bericht aus einer der schönsten Ecken des Landes. Ich lese gerne mit und fahre zwecks Platzmangel in euerem Hilux hinter her...
Als ich folgenden Abschnitt las ....

....kam mir ein Erlebnis auf dem Crowther Trail in Erinnerung: Max suchte ebenfalls Steine für die Feuerstelle, die Dämmerung hatte ebenfalls bereits eingesetzt. Zum Glück zieht er fürs Steine - und /oder Feuerholzsammeln immer Lederhandschuhe an, denn ein grosser Skorpion kam zum Vorschein als er einen Stein umwälzte.
Ich hoffe die Schmerzen hielten sich in Grenzen und trübten die Reise nicht allzusehr.
LG
Hi, dann sage ich eher mal "DANKE" für's Hereinplatzen. Jeder Tipp ist gerne genommen. Deinen Vorschlag bei Google eingegeben kommt bei mir nur eine Pflanze mit großen Blättern, den Baum sehe ich nicht. Also wenn du bilder dazu hast, sind die auch gerne genommen. Zumindest ein Rätsel ist ja schon gelöst... die Bäume leben noch und sind nicht abgestorben, wie wir zuerst vermutet haben.

Handschuhe hatte ich auch an... aber die würden ehrlich gesagt gegen Skorpione nicht viel helfen. Da muss man schon immer ein Auge drauf haben, stimmt schon. Der Knöchel war soweit ok, man hat es nur gemerkt bei Berührungen oder sowas wie Socken anziehen. 😉
Also schon gut geprellt, aber das hat die Reise jetzt nicht beeinflusst.

Last but not least brauchst du nicht hinterherfahren. Wir hängen auch gerne noch einen Anhänger hinten dran... oder ich packe wieder die Stretch-Limousine aus 2021 aus... wenn sich jemand daran erinnert. 🤪

Gruß,
Robin
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Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201703. Nov. 2024 · #56
Eine Fahrt entlang des Crowther’s Trail

Liebe Mitreisende, schnallt euch an, der nächste Reiseabschnitt ist eine kurze, rasante Fahrt durch den Crowther’s Trail. Viel zu erzählen gibt es hier nicht, also machen wir ein kleines Ratespiel draus, um die Aufmerksamkeit nicht völlig in der endlosen Weite der Landschaft zu verlieren. 😉

Wie viele der Foto-Locations des letzten Teils des Reiseberichtes und dem jetzigen könnt ihr im folgenden Video entdecken?

Bei YouTube ansehen ↗



Und damit starten wir denn auch in den heutigen Tag. Die Nacht war ruhig und unser Last-Minute umparken hat sich gelohnt. Kein Wind pfeift uns um die Ohren und wir sind auch entsprechend erschöpft um gut durchzuschlafen.

Um 6:30h treibt es uns dennoch mit dem ersten Licht aus dem Zelt und auch wenn man jetzt einen Frühstart erwarten könnte haben wir es gar nicht eilig, schließlich konnten wir gestern den Platz kaum genießen. Auch dem Knöchel geht es soweit gut, die Schwellung hat deutlich abgenommen aber man kann schon erahnen, dass es irgendwann ein nettes Farbspiel geben wird.

Apropros nettes Farbspiel… die Sonne steigt auf und taucht das Flussbett in ein wundervolles Licht und wir haben an dem Morgen die Kamera nicht rausgeholt, nichtmals mit dem Handy ist eine Aufnahme entstanden. 🤨

Egal, ein wenig Kopfkino anschalten, schnappt euch eine Schüssel Müsli, wäre schön wenn jemand hilft die Stullen für den Tag zu schmieren und eine Waschmaschine müssen wir ja auch noch anmachen. In Ermangelung eines Eimers mit Deckel, den wir einfach nicht gefunden haben beim Einkauf, haben wir diesmal dieses… „Ganz ehrlich, ich wüsste gar nicht wofür man das normalerweise verwendet, aber hat einen Deckel!“ Behältnis gefunden. 🙄

Und da Reise-Rumpel-Waschmaschinen mittlerweile ein alter Hut sind geht es bei Tipp#8 nicht um das Behältnis, sondern das Waschmittel. Regelmäßig sind uns die Flaschen undicht geworden auf der PAD oder wir hatten sie in einem Müllsack und alles war siffig. Die geniale Lösung sind Waschmittel-Blätter! Da läuft nix aus, die lösen sich tatsächlich schon in kaltem Wasser halbwegs auf und über den Tag hat das Wasser eh mehr als die geforderten 20 Grad. Haben bestens funktioniert und gehören ab jetzt in unsere Standardausrüstung. 😎



Perfekt vorbereitet geht es von Theun’s in Richtung Norden, mitten durch… der Eine mag es trostlos nennen, für uns sind es wunderschöne, einsame Landstriche.

Der Weg gen Norden...


Auf diesem Wegabschnitt geht es erstmal über den „Damaraland Microlight Airstrip“, was auch immer das zu bedeuten hat. Denn eine Landebahn sehen wir nicht, ist auch nicht verzeichnet und ich glaube es hat eher was mit wenig Lichtverschmutzung und Dunkelgebiet zu tun?! 🤨
Auf jeden Fall gibt es hier nur Ebene und sonst nichts.



Also so ganz und gar nichts stimmt natürlich nicht. Welwitschias sind wieder am Rand zu entdecken, diese hübscheste Pflanze der Welt, wie wir ja gelernt haben und so langsam sehe ich auch wieder wie im Leben angekommen aus und erste Self… bei uns heißen die ja „Langarm-Fotos“ können in den Bericht eingepflegt werden. Damit ihr auch mal wieder beide Gesichter zum Bericht habt. 🙂





Außerdem fährt man auch immer mal wieder ein paar Meter runter durch ein kleines Flussbett, dass ist nicht spektakulär, aber zumindest eine Abwechslung oder man fährt ein paar Meter hinauf auf eine Anhöhe und hat einen schönen Weitblick… langsam merklich mit etwas mehr Hügeln oder Bergen im Hintergrund. Die Landschaft ändert sich, zaghaft und zurückhaltend zuerst, aber je weiter man nach Norden kommt, desto mehr wandeln sich die Ausblicke.







Auf der T4A App habe ich einen Abzweig, direkt beim Hunkab in Richtung der Kharokhaob Plains entdeckt. Zeit haben wir noch und wie so oft heißt es dann bei uns im Auto… „Wenn wir jetzt schonmal hier sind, dann schauen wir uns das auch an!“

Wir folgen ein paar Spuren oben auf der Böschung die immer höher und steiler wird. Evtl. wäre der Weg durch das Flussbett doch besser gewesen und die letzte Möglichkeit runter ins Flussbett nehmen wir nicht. Ziemlich steile Abfahrt, lockerer Untergrund… das tut hier nicht Not, wo sonst keiner ist. Nur 200-300m zurück haben wir eine andere Abfahrt gesehen und bei näherer Betrachtung ist die deutlich moderater. Die nehmen wir also und ab hier geht es durch einen hübschen schmalen Canyon in die Plains.



Wir schauen uns hier um, die Felsen bestehen aus Schiefer und überall hat man scharfe Kanten und die Felsen zerfallen in ihre Einzelteile. Zum Ende des Flussbetts hin geht es ein kleines Stück über eben diese Felsen, wir sind also entsprechend vorgewarnt und nehmen die Passage vorsichtig unter die Räder.







Danach geht es dann in die eigentlichen Kharokhaob Plains. Eine irre Gegend, denn der gesamte Boden ist quasi übersät mit weißem Quarz, Kilometerweit. 😮

Ansonsten war es bei uns hier extrem diesig, alles was weiter weg war ging unter in Hitzeschlieren und fahlem Licht.





Die Gegend ändert sich nicht und wir wollen ja heute noch Elefanten im Hoanib sehen, also wenden wir nach einigen Kilometern und fahren zurück zum Trail. (also ich weiß nicht ob man immer Elefanten im Hoanib sieht, aber für uns war das 100% gesetzt und nie in Frage gestellt) 😄

Auf dem Weg rein in die Plains hatte ich schon einen Spot entdeckt für einen 12 Sekunden Selbstauslöser, allerdings hat sich die Pose auf den Felsen schwer gestaltet, waren diese aus der Nähe betrachtet doch genauso scharfkantig und brüchig wie der Rest der Landschaft… und höher waren sie auch. Ich dachte man kann sich da einfach draufsetzen und die sind vielleicht 60cm hoch, aber Größenverhältnisse verlieren sich in solchen Landschaften immer ganz schnell. 😗



Zurück geht es wieder durch den Canyon und raus in den Hunkap, dem wir diesmal folgen zurück zum Crowther’s Trail.





Wir kommen auf einer kleinen Anhöhe an der Hunkap Fountain vorbei. Wasser ist hier zwar auch nirgends zu sehen, aber dafür etwas wohltuendes Grün in der Landschaft.



Und neben Grün und mangels sonstiger Motive UND weil man ja in der Fotosprache gerne sagt: „Vordergrund macht Bild gesund.“ Mache ich eine kleine Serie von Weiß. Und damit wieder ein wenig etwas für Hirnschmalz-Aktivierung und als kleines Ratespiel.

Welches Hinterlassenschaft gehört hier wohl zu wem?
Springböcke sieht man ja mal und ein Oryx ordne ich auch noch der Gegend zu, aber der Rest?

Ich persönlich denke übrigens mittlerweile, dass nicht jeder Vordergrund ein Bild unbedingt besser macht. 🤪 😛


Es geht weiter in Richtung Norden, wir kommen an der nächsten Campsite vorbei, Blackridge. Die Aussicht ist Wahnsinn, aber die exponierte Lage lässt uns wieder die Ohren im harschen Wind schlackern. Ohne selbigen, wäre auch dies eine tolle Übernachtungsmöglichkeit, aber wir fahren fix weiter und es wird tatsächlich deutlich hügeliger und so langsam kann man erahnen, dass wir uns in Richtung Hoanib Canyon bewegen.





Vorher schauen wir uns jetzt aber auch noch die letzte Campsite an. Zuerst öffnet sich die Landschaft nochmal und man hat einen tollen Blick in Richtung des Mudorib, in dessen Flussbett auch eine der möglichen Campsites an diesem Ort liegt. Das alles hier gefällt uns richtig gut und wir nutzen die Möglichkeit für ein paar der geschmierten Stullen und eine kurze Pause. Sogar ein richtiges, sich bewegendes und lebendes Tier finden wir hier, sogar eine Handvoll Springböcke laufen durch’s Gebüsch.







Von hier ist es nur noch eine knappe halbe Stunde bis zum Eingang des Hoanibs und wir sehen sogar ein anderes Auto. Ein paar Ranger auf einem offenen Fahrzeug kommen uns entgegen und sind in Richtung Süden unterwegs. Wir lassen sie passieren, wechseln ein paar Grüße aus und ich schaffe wenigstens ein Beweisbild als sie an uns vorbei sind. (solche Ausnahmesituationen muss man ja festhalten!) 😉



Kurze Zeit später kommen wir zum Eingang in den Hoanib und bei aller Vorbereitung haben wir hier die Gegend etwas verpeilt. Wir waren fest überzeugt, dass das Gebiet der Palmwag Concession hier endet und es irgendwo ein Gate geben müsste. Aber da ist nix. Wir finden einen Weg aus dem Canyon raus auf die Ebene über dem Canyon, dort sind zwar zwei Gebäude, aber auch alles verlassen. Es kommt so langsam bei uns an, dass dies auch erklärt, warum Peter am Gate gestern meinte, wir bräuchten ein Permit für 2 Tage, denn Elephant Song, unser nächstes Ziel liegt noch im Gebiet der Concession. So macht das dann auch alles Sinn. 🙂

Mit dieser Erkenntnis fahren wir über die sandige Ebene...
... in Richtung Hoanib,
... die Böschung wieder runter
... und denken uns nur WOW!




Lieben Gruß,
Robin & Mara
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560 Beiträge · seit 202105. Nov. 2024 · #57
Hi Robin und Mara!
Bin schon ein bisschen spät dran - hoffe aber ich darf mich zumindest auf euer Dach setzen und mir den Wind um die Nase wehen lassen! 😎 Vielleicht reicht mir ja ab und an jemand eine Stulle rauf! Ich helf auch beim "schmieren"! 😉
Die Landschaftsbilder sind einfach nur - WOW - hatte keine Zeit, das Rätsel des Videos zu lösen - war zu fasziniert!!!
Freu mich schon auf weitere tolle Bilder von euch!
Liebe Grüße,
Kathrin
Themenstarter1'166 Beiträge · seit 201708. Nov. 2024 · #58
Übernachten wo die grauen Riesen Lieder singen!

Kaum angekommen im Hoanib überrascht uns nach 2 Tagen nahezu kompletter Trostlosigkeit der Steinwüste im Crowther’s Trail die sehr grüne Landschaft hier im Flusstal. Große Bäume die Schatten spenden und kleine Herden Springböcke die dort der Mittagshitze trotzen.

Heute zeigt der Wagen gnadenlose 42 Grad an und wir definieren für uns im Laufe der Reise, dass nur alles bis Körpertemperatur richtig angenehm ist... 😏

Der Boden hier, bei allem Grün drumherum zeigt auf jeden Fall deutlich an, dass es hier schon lange dürr ist.



Wir suchen nach dem Mudorib Wasserloch, aber davon ist nicht mehr viel zu sehen oder wir verpeilen das komplett. Nach kurzer Suche entschließen wir uns den Canyon hoch zu fahren in Richtung Sesfontein und wir müssen nicht lange warten, bis wir unter einem Baum unseren nächsten Wüstenelefanten entdecken. So haben wir uns das vorgestellt und ausgemalt! 🤩





Wir suchen uns einen Platz im Schatten und beobachten den Kollegen beim Einstauben. Er bewegt sich wenig bis gar nicht, auch ihm macht die Hitze zu schaffen und so wird nur mit den Ohren gefächert und Staub auf dem Rücken verteilt.



Etwas Abwechslung bringen hier ein paar Vögel rein, komischerweise ein seltener Anblick. Im Baum sind sicherlich ein halbes Dutzend Bienenfresser und auch andere Arten hüpfen gut versteckt durch das obere Blattwerk. Ich rechne damit, dass es so weiter geht, aber an den allermeisten Stellen entdecken wir kein Federvieh mehr. 🤨

Swallow-tailed Bee-Eater - Schwalbenschwanzspint


Das hier müsste dem Roberts nach doch eigentlich ein Mountain Wheatear – Bergschmätzer sein. Liege ich da richtig?


Die Bienenfresser zischen immer wieder los und schnappen sich Beute aus der Luft, aber schon auf wenige Meter sind die Hitzeschlieren so stark, dass kaum ein Bild zu schaffen ist, noch dazu merke ich immer mehr, wie ich langsam ziemlich platt werde. Aber kurz für Zugriff will ein Foto noch gelingen, die Beute fest im Blick.



Wir lösen uns von der Szene und müssen gar nicht lange warten, da sehen wir schon wieder zwei Ohrenpaare die im Schatten unter einem Baum die Luft umwälzen. Ein großes Paar Ohren und ein etwas kleineres. 😁




Wir rollen näher ran. Doch was ist das??! – Da liegt ja noch ein ganz kleiner Eli auf dem Boden und schläft. Na, den hat bestimmt auch die Hitze umgehauen, viel Bewegung ist da nicht, zwischendurch wird mal ein wenig mit den Ohren gefächelt, aber deswegen haben wir ihn auch anfangs gar nicht gesehen. 😎




Auch hier stehen wir wieder etwas länger und beobachten die kleine Familie eine ganze Weile lang… so schön.

Man wundert sich, wie diese riesigen Tiere hier ein Auskommen finden, aber sie sind angepasst und wenn wir hier gleich direkt mal einen Kleinen und einen Teenie sehen, dann scheint die Erfahrung, die es dazu braucht schon an die nächste Generation weitergegeben zu werden. Alleine diese Erkenntnis freut uns ungemein. 🙂







Wir hangeln uns entlang der T4A-App von einem dort im Hoanib eingetragenen Punkt zum nächsten, finden das nächste Wasserloch in der Nähe des Hoanib Valley Tented Camp, aber auch hier ist Totenstille, so wie eigentlich überall. Plötzlich sehen wir nichts mehr, hören kein Vogelgezwitscher, einzig Fliegen kommen sofort an, sobald man den Wagen verlässt. Das gesamte Tal liegt wie ausgestorben vor uns. 😐

Einzig eine einzelne Giraffe sehen wir dann doch noch, wie könnte es anders sein unter einem Baum stehen, das freut uns natürlich noch einmal, aber auch sie harrt einfach nur im Schatten aus bei der Hitze, also lösen wir uns schnell wieder und lassen sie in Ruhe. Auf keinen Fall wollen wir sie aufscheuchen, dass sie noch ihren Schattenplatz wegen uns aufgibt.



Wir kommen bei „Die Poort“, der Pforte an. Hier führt der Weg durch zwei Felsen einmal tiefsandiger hindurch und der Ganamub zweigt nach Norden ab. Unser Weg führt uns aber weiter dem Flusslauf des Hoanib nach und kurz danach machen wir eine Pause im Schatten und wechseln nochmal den Fahrer, denn mein Hirn sieht mittlerweile wohl ähnlich aus, wie der verdörrte Boden hier. 😣

Mara hatte irgendwann über den Tag schon gewarnt, dass ich zu oft aus dem Auto raus bin und immer in der Hitze draußen und das rächt sich, je weiter der Tag voranschreitet, desto mehr pocht der Schädel und die sich anbahnenden Kopfschmerzen lassen sich nicht mehr vermeiden. Deswegen sind an diesem Tag auch erstmal kaum mehr Bilder entstanden.



Den weiteren Weg bis zu unserer heutigen Campsite bleibe ich lieber im Auto sitzen und schütte Wasser in mich rein. Mara navigiert uns durch den Hoanib und schließlich sehen wir auf einer Anhöhe das Elephant Song Camp… das sieht schon von hier spektakulär aus. Eingerahmt von den hohen Wänden des Canyons und nur vier Stellplätze auf der Anhöhe.

Wir fahren den Weg hoch und während wir den Wagen abstellen kommt der hiesige Campmanager auf uns zu. Magnes begrüßt uns und wir folgen ihm zum kleinen Freiluftbüro mit Schatten. 🙂

Er erklärt uns kurz die Anlage und zeigt uns unseren Stellplatz, die #1, bestehend aus einer überdachten Außenküche, Feuerstelle mit Grillplatz, einer offenen Dusche und ebenso Toilette. Total schön gemacht, das gefällt uns auf Anhieb gut. Allerdings liegt die #1 ja am weitesten hinten und vorne auf der Zunge der Anhöhe wähnen wir den schöneren Blick.

„Können wir auch die Nummer 3 nehmen?“

„Ja klar!, das geht auch.“

Ich denke mal er wollte bei nur 2 Parteien heute vor Ort, jedem die möglichst größte Privatsphäre geben, aber Blick geht vor bei dieser Aussicht!



Bevor wir zur #3 rüberfahren stimmen wir noch ab, dass wir nur morgens Feuer im Donkey brauchen, bei der Hitze und gestriger Nacht ohne Dusche, freuen wir uns eher auf einen kalten Schwall Wasser über den Kopf.

Wir tauschen uns noch ein wenig darüber aus wo wir herkommen und wo wir hinwollen… also morgen erstmal nach Sesfontein und Diesel tanken und dann weiter nach…

„DIESEL tanken?!“ 😕 - Magnes legt die Stirn in Falten. Vor zwei Tagen gab es keinen Diesel, aber kein Problem. Er verspricht uns, dass er später noch telefonieren wird und uns bis morgen früh sagen kann ob Diesel erhältlich ist. Na mal schauen, evtl. planen wir doch noch mal anders und unseren nächsten Tag um.

Jetzt aber endlich zur Hütte mit Campsite, wir stellen den Wagen rechts daneben, aber so richtig gerade ist hier nix. Links neben der Hütte ist es schön gerade, aber da steht man dann ja direkt auf Tuchfühlung mit den anderen Campern, dessen Wagen eben auch dort in der Lücke zwischen beiden Hütten steht...

... ich finde das doof, Mara ist das egal. Der Kompromiss ist also schnell gefunden und wir rangieren uns zwischen Hütte und den anderen Camper. 😉 Na was die wohl davon halten?

Das klären wir später, jetzt müssen wir erstmal ankommen und Wäsche aufhängen etc.pp., ich halte den Kopf unter Wasser, das T-Shirt wird auch einmal komplett durchweicht und in der Kombi mit dem Schatten und einem kalten Getränk in der Hand geht es mir langsam besser und die Kopfschmerzen verziehen sich… einfach zu viel Hitze über den Tag, das wird jetzt besser.

Zeit also den Nachbarn mal Hallo zu sagen und siehe da… hinter dem Auto wird auf Deutsch geantwortet. Alex und Sabine heißen die Beiden, kommen aus der Schweiz, aber ursprünglich aus Deutschland. Ganz spontan setzen wir uns zusammen auf Kaffee und Kaltgetränke und quatschen schonmal ein wenig drauf los. 😎

Die beiden sind vor uns durch den Crowther’s Trail und schon die zweite Nacht hier. Gestern Abend hat eine Herde Elefanten direkt vor dem Camp im Wald gefressen und sogar einen Löwen haben sie gesehen.

OH… das lässt hoffen. 🤩 (wird aber nix heute...) 😛

Witzigerweise erkennt Sabine uns, da sie unsere Reiseberichte kennt und das war auch tatsächlich ein gut Teil der Motivation dieses Jahr mal wieder in die Tasten zu hauen.

Essen ist schon vorbereitet, also trennen wir uns zum kulinarischen Teil des Abends wieder auf, aber nicht ohne vorher die Aussicht entsprechend zu würdigen und unseren Sundowner zu nehmen. Bei dem Ausblick kommt man ins träumen. 😁



Wir fangen an den Grill vorzuheizen, Salat zu schnibbeln und ENDLICH DUSCHEN, viieeeeel besser. Jetzt müsst ihr auch nicht mehr die Nasen zuhalten, wenn wir wieder im Auto sitzen. 🤢 🤪

Über dem Feuer brutzelt Springbock, dazu ein frischer Tomaten-Avocado Salat. Die letzten Brötchen backen wir schonmal jetzt wieder auf dem Grill für morgen früh auf. Es ist total lecker, Springbock ist einfach schwer zu schlagen.

Nach dem Essen kommen Alex und Sabine mit einem Sack Holz rüber und wir teilen den ganzen Abend das Feuer, sitzen zusammen, quatschen über Gott und die Welt, verfolgen mit den Lampen die Fledermäuse die über das Camp flitzen, lauschen nach dem streunenden Löwen vor dem uns Magnes gewarnt hat und haben einfach einen richtig netten, lustigen Abend. 🙂

Bevor es ins Bett geht muss natürlich noch die Milchstraße abgelichtet werden und angeheizt von einem Farbexperiment von Alex mit rot angeleuchtetem Köcherbaum, versuchen wir auch hier ein paar Experimente. Irgendwann hole ich die große Funzel mit rotem Vorsatz und wir leuchten sogar den Berg im Hintergrund rot aus… davon habe ich aber kein Bild gemacht.

Mit den letzten Impressionen geht gegen 23:30h der Tag zu Ende und da die beiden morgen auch nach Sesfontein wollen, verabreden wir uns bis zum Morgen, damit wir die berüchtigte Bulldust-Strecke zu zweit unter die Räder nehmen können.



Und mal die Variante mit Milchstraße die aus dem Donkey aufsteigt.



Last but not Least können wir unsere Zählung heute ein klein wenig nach oben anpassen.



Lieben Gruß,
Robin & Mara
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3 Beiträge · seit 201808. Nov. 2024 · #59
Hallo Robin und Mara,
euer Tripp steigert meine Vorfreude auf meine 1. Namibia-Reise.
Im Januar ist es so weit.
Bitte weiter so. Story und Fotos sind echt toll
LG Thorsten
988 Beiträge · seit 202309. Nov. 2024 · #60
Liebe Mara, lieber Robin,
das sind wieder wunderbare Fotos und eine Urlaubsbeschreibung, die einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen lässt.
Die grünen Gegenden sehen fantastisch aus und die Elis sind das Sahnehäubchen.

Eure Vogelbilder gefallen wir auch sehr gut.
Liebe Grüße,
Silvia
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