freshy3'883 Beiträge · seit 201112. Nov. 2023 · #41
busko schrieb: (Der ("Tweespoor-") Pfad der über Jahrzehnte von den Besteigern des Uluru in den Fels gezeichnet wurde ist immer noch gut zu sehen. Damals gab es eine im Fels verankerte Kette an der man sich, Kette zwischen den Beinen, breitbeinig hochgezogen hat; daher die zwei Parallelspuren) Anbei ein Foto von "Bergsteigern" 2010. Es war damals schon verboten, was viele Touris aber nicht abschreckte: Ich habe mir damals die Empörung der "Christenheit" vorgestellt, wenn Aboriginees es wagen würden, an einer Kirche hochzukraxeln.
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201812. Nov. 2023 · #42
Hallo zusammen!
Vielen Dank, dass ihr offensichtlich auch an diese "Welt", weit jenseits von Europa und Afrika, weiterhin Interesse habt! Danke auch an allen D-Button-Drücker (DBD`s!) und insbesondere auch an diejenigen die sich zu Wort melden! Ich war schon ein wenig erstaunt ob der Vielfalt an Forumsmitglieder die auch schon mal eine, oftmals ja auch mehrere Reisen nach Australien unternommen haben! Dann aber wurde mir klar, dass gerade Menschen die sich zum südlichen Afrika hingezogen fühlen in Australien voll auf ihre Kosten kommen werden.....also eigentlich vielleicht sogar naheliegend!
@rik.m: Liebe(r) rik.m, vielen Dank für die lobenden Worte.....es tut gut zu sehen, dass du offensichtlich kurz vor der Buchung des Australien Urlaubs stehst! 🙂
@Trollkind: Liebes Trollkind, erstmal vielen Dank, dass du einen so eindeutigen "Nickname" gewählt hast!.....es vermeidet die Notwendigkeit eines "Liebe(r)"..... 😄 Es freut mich, dass ich dir dieses schöne Land doch etwas näher bringen kann und den Kern eines "Reisewunsches" dorthin sähen konnte. Bitte dran denken, dass du in Australien (im Outback, nicht in den Städten) sehr wahrscheinlich einen Hut mit (ein-) angebautem Fliegennetz sehr gut wirst gebrauchen können!
@Makra: Liebe Makra, ich merke immer mehr, dass du ein eingefleischter Profi bist, was Australien anbetrifft! Ja, unser Erlebnis am Uluru am 2. Abend war schon was sehr besonderes. Wir hatten ihn zuvor eigentlich nur bei "Friede-Freude-Eierkuchen" Wetter mit höchstens ein paar dekorativen Wolken drapiert.....auch schön, aber eben "postkartenmäßig normal"! Ich denke es wäre auch toll den Uluru kurz nach einem schweren Regen zu sehen.....überall kleine Wasserfälle.....
@picco: Lieber picco, ja, das mit dem Hirn habe ich eher so gesehen wie bei den Modellen eines Hirns im Biologie Unterricht oder während eines Medizin Studiums. Es freut mich sehr, dass dir mein "Dramatik-Uluru" gefallen hat.....nichts wie hin zur Reiseagentur und buchen..... 😄
@Clamat: Lieber Matthias, danke für´s Mitlesen und.....Wow, ihr habt ja schon fast in Australien gewohnt! Tut mir Leid, dass du den Westen unter solchen "erschwerenden Bedingungen" erleben mustest. Im Westen kennen wir nur Perth und die Gegend von Perth zur Südwest-Spitze des Kontinents.....der Rest wartet noch auf uns und, ist in Planung 🙂
@freshy: Liebe freshy, danke für den zusätzlichen Einblick in das Geschehen um den Weg auf den Uluru! Ja, ich war in 1994 tatsächlich oben, allerdings zu einer Zeit, als er noch überall "Ayers Rock" hieß und es noch keine Anzeichen eines Aufstiegsverbots gab.....Heute käme ich nicht im Traum auf den Gedanken ihn zu besteigen.....dafür ist mein Respekt vor der Urbevölkerung viel zu groß! [Ein Respekt, was mit den Fähigkeiten dieser "[i]Buschleute", mit den wunderbaren "Röntgen"-Felsmalereien, mit den "Traumzeit-Bildern", mit den "Songlines" (Nochmal - bitte hierzu das Buch "Songlines" von Bruce Chatwin lesen.....sehr, sehr gut!) und vieles mehr zusammen hängt. Diese Menschen sind einzigartig!]
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Clamat1'425 Beiträge · seit 201312. Nov. 2023 · #43
Ach und nur noch zur Ergänzung. Der Tagessatz in der australischen Klinik belief sich 2013 schon auf 1600 Dollar. Auslandskrankenversicherung ist daher Pflicht.
LUluckydaisy159 Beiträge · seit 200612. Nov. 2023 · #44
Lieber Busko,
jetzt möchte ich mich doch als stille Mitleserin hier zu Wort melden.
Die Bilder vom Uluru sind einfach sensationell!
Auch bei mir hast Du einen Weg gebahnt zu lange verborgenen Erinnerungen: 1989 war ich als Studentin in Australien, einmal im Uhrzeigersinn um den Ostteil in 8 Wochen. Dann waren die Semesterferien wieder zu Ende.
Also auch am Ayer‘s Rock und in den Olgas, wie das damals hies. Die Krönung war ein Abendflug vom nahegelegenen Flugplatz aus, der zwar mein Budget erheblich belastete, aber jeden Cent wert war. Die Bilder davon schmückten dann meine Studentenbude…
Widersprechen möchte ich Dir allerdings bei der Positionierung der Kette, „breitbeinig“ habe ich niemand gesehen. Die eine Spur war für den Aufstieg, und die andere für den Abstieg, bei der Steilheit war man auch „runter“ dankbar für einen festen Halt.
Interessanterweise traf ich dieses Jahr insgesamt 10 Australier in Botswana - und keiner von ihnen war jemals am Uluru gewesen. Eine Dame von der Ostküste sagte mir, dass es erschreckend teuer für sie sei, im eigenen Land zu reisen, fast genauso teuer wie der Trip nach Bostwana. (?)
Jedenfalls freue ich mich sehr auf die Fortsetzung Deines Berichtes und träume bis dahin noch ein wenig!
Herzliche Grüße aus dem grauen Schwarzwald, Anke
Auch ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit einem Schritt. (aus China)
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201813. Nov. 2023 · #45
Am nächsten Morgen fahren wir nochmal zum Aussichtspunkt am Uluru und sehen, im Gegensatz zum vorigen Abend, einen wolkenlosen Sonnenaufgang…..
(gut ausgelegter Aussichtspunkt auf einer kleinen Anhöhe am Uluru)
(Luna und Kata Tjuta an Uluru!)
Es geht auf der Lasseter Highway wieder nach Osten zurück. Wir biegen dann aber auf die Luritja Road nach Norden ab und fahren zum Kings Canyon (Watarrka National Park)…..
Die Abfahrt zu den Wanderungen zweigt vor dem Camping Platz am Kings Canyon ab, also entscheiden wir uns noch vor der Weiterfahrt zum Camp eines der 2 Wanderungen zu unternehmen und zwar den relativ kurzen Weg im Canyon hoch. Wir stoppen am Parkplatz und merken, dass abertausende von Fliegen unterwegs sind. Sie sind sehr nervig und aufdringlich, stürzen sich auf jede freie Fläche so, dass wir trotz der Hitze unsere Hüte mit Fliegenschutznetz aufsetzen und so zumindest am Kopf Ruhe haben. Außerdem tragen wir leichte, lange Hosen und ein leichtes, langärmliges Hemd…..sehr zu empfehlen! So gewappnet gehen wir los…..
(Eingang zu der Wanderung im Canyon entlang)
(Aussichtspunkt am Ende der Wanderung.....weiter kommt man Heute nicht mehr.....in 1994 sind wir noch viel weiter in den Canyon rein gekommen)
(Warme, zarte, gelb-rote "Konturen" im Sandstein des Kings Canyon)
Wir fahren die kurze Strecke zum Camp zurück. Es weht ein ordentlicher Wind und der (Halb-) Wüstenstaub hängt wie ein gelbbrauner Nebel über alles.....
Wir bauen unser Camp auf, trinken ein GaT und gehen anschließend ins Restaurant, wo wir ein Ehepaar treffen das wir bereits am Uluru kennen gelernt hatten. Wir setzen uns zusammen an einen Tisch und verbringen einen schönen, geselligen Abend. Das Restaurant ist nicht „sterneverdächtig“, ist aber durchaus akzeptabel…..
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201814. Nov. 2023 · #46
@Clamat: Hallo Matthias, ja, 1600 AUD! das ist schon ein Wort! Auch daher würden wir niemals irgendwo ins Ausland fahren ohne eine vernünftige Krankenversicherung zu haben!
@Luckydaisy: Liebe Anke, erstmal vielen Dank für die netten Worte und es freut mich sehr deine "vergrabenen" (hoffentlich nicht verdrängten! 🙂 ) Erinnerungen erweckt zu haben! Das war sicherlich toll um als Studentin einen ersten Einblick in dieses schöne Land zu bekommen.....wir haben dies, zwar aus dem 2. Rang, aber immerhin auch (mit-) erleben dürfen. Ich war damals schon vorm Sonnenaufgang, als erster des Tages auf dem Uluru und muss zugestehen, dass du wahrscheinlich Recht hast mit der Vermutung zum Aufstieg. Es war mir wahrscheinlich nicht klar, da ich ziemlich allein unterwegs war.....auch waren damals nicht annähernd so viele Menschen dort unterwegs. Deine Deutung der damaligen Auf- bzw. Abstiegsweise würde ja auch zu einer "Tweespoor-Pad" führen. Wir fanden Australien zwar nicht billig, aber ein Vergleich zu Botswana (Plus Flüge) ist aus meiner Sicht nicht gegeben.....es sei dann man ernährt sich ausschließlich mit Alkohol! 😄 Der ist in Australien nämlich ähnlich teuer wie in Skandinavien! 🙁
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201814. Nov. 2023 · #47
Am nächsten Morgen sind wir bereits vor Sonnenaufgang unterwegs, fahren zum Parkplatz am Start der Wanderungen und gehen, gut gewappnet (Kleidung!), noch im Dunkeln auf den „Rim Walk“ (mit ca. 7,5 km angegeben) …..wir möchten nämlich den Sonnenaufgang vom Canyon Rand aus erleben…..
("Selfie mit Fliegenhut!" in den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne hoch am Canyon Rand)
(Schöne Gelb-Rottöne am frühen Morgen auf dem Rand des Canyons)
(Wunderbar wie sich die Pflanzen.....hier ein verdörrtes Bäumchen.....an die warmen Gesteine schmiegen!)
(Hier ein wunderschönes Beispiel von "Cross bedding", wie aus dem Geologie Handbuch!)
["Cross bedding" entsteht indem die untere Schicht zunächst im Wasser abgesetzt wird. Dann wird der ganze Untergrund um einen Winkel gekippt und anschließend die zweite Lage abgelagert. In diesem besonders interessantem Beispiel ist der Untergrund dann erodiert worden, das Ganze dann wieder gekippt, und eine dritte Schicht (zufällig ziemlich genau parallel zur ersten) abgelagert worden. Danach ist das Ganze offensichtlich sogar nochmal wiederholt worden.....fantastisch!]
Wir entscheiden uns nochmal zum höchsten Punkt des Rims zu gehen, ein Umweg von ca. 1 km und einiges an "hoch-und-runter".....
(Höchster Punkt des Canyon Randes.....und.....es ist von Vorteil wenn man hier schwindelfrei ist!)
( Abstieg zur Querung des Canyons am oberen Ende)
.....und noch einen Abstecher zum Fluss bzw. Wasserloch am Canyon Grund (ca. 1,5 km zusätzlich, aber sehr lohnend).....
(Das Wasserloch ist schon magisch und der Umweg lohn sich durchaus)
Dann geht es weiter, auf der anderen Canyon Seite wieder zum Parkplatz zurück.....
(Der vielleicht schönste Blick von den, teilweise überhängenden, Canyon-Wänden)
(Auch hier gab es offensichtlich in grauer Vorzeit mal ein größeres Gewässer!)
Nachdem wir, doch ziemlich abgekämpft, wieder am Parkplatz ankommen, machen wir eine kurze Mittagspause, essen und trinken noch etwas. Anschließend fahren wir wieder zurück zum Lasseter Highway dann nach Osten bis zum T-Anschuß auf die Stuart Highway und weiter auf dieser nach Süden.
Unser nächstes eigentliches Ziel ist Coober Pedy, aber wir merken schnell, dass wir dieses nicht am gleichen Tag noch schaffen, also suchen wir uns eine Bleibe für die Nacht.....
(Sooo grün haben wir das "rote Herz" noch nie gesehen!)
Wir kommen zum kleinen „Außenposten“ Kulgera. Hier gibt es eine Tankstelle, ein Restaurant, einige Zimmer und einen nicht sehr einladenden Campingplatz. Wir haben keine Lust auf „Zimmer“ also gehen wir auf den Campingplatz und machen es uns so bequem wie unter den Umständen möglich.
Wir sehen uns noch etwas um, nehmen ein GaT.....
Später gehen wir in die Pub, welche OK ist, essen und trinken „Pubfood“ und gehen früh schlafen.
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
bei den Preisen muss ich dir zustimmen - Australien ist bei überwiegender Selbstverpflegung durchaus im Rahmen. Den Wein haben wir oft in Casks gekauft, Auch da gibt es eine ordentliche Qualität. Aber natürlich haben wir uns auch öfter mal einen Penfolds geleistet. Tasmanien hat sehr empfehlenswerte Tröpfchen - leider auch im höherwertigen Preissegment. Ab und an muss das einfach sein 😛
Der richtig dicke Brocken bei einer Reise ist der Camper. Da haben sich die Preise verdoppelt. THL (Maui, Britz und neuerdings Apollo) hat den Markt fest im Griff...... 😕
Liebe Grüße
Makra
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200915. Nov. 2023 · #49
Hallo busko, traumhafte Fotos zeigst du uns, ein wow löste das nächste wow ab!
Auch wir waren schon mit Mietwagen, aber als Lodgehopper, in Australien (nur Ostküste): Weihnachten auf Fraser Island 😘 Silvester ins Jahr 2000 am Opernhaus in Sydney gefeiert 🤩 , Blue Mountains NP, Hunter Valley (Spitzenweine getestet), Gold Coast (die Surfer in Surfers Paradise bestaunt), ich durfte in einer Auffangstation einen kleinen Koala auf meinem Arm knuddeln, boxende Kängurus beobachtet ....viele schöne Erinnerungen werden wach. Aber auch, dass ich bei einer Wanderung in den Blue Mountains fast von einer sehr giftigen Schlange gebissen wurde (uns sagte man später, dass es eine Braunschlange war, eine der giftigsten Schlangen weltweit). Nach diesem Erlebnis war ich sehr froh, dass es ein paar Tage später weiter nach Neuseeland ging und dieses NZ hat uns so in Bann gezogen, dass wir noch 3 weitere Male (bis jetzt 😉 ) nach Neuseeland reisten (ohne Australien).
Es wird Zeit die Dia's von Australien mal wieder raus zu kramen. Ein Dia-Abend in der dunklen Jahreszeit ist immer schön.
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201816. Nov. 2023 · #50
Wir wollen die 460 km Strecke nach Coober Pedy fahren, kommen also früh los und sind erstaunt ob der unerwartet grünen Landschaft…..so grün haben wir das rote Herz Australiens noch nie gesehen!
Die Landschaft ändert sich, wird karg; die Geologie ist nun gut zu sehen und ich meine interessante Dinge beim vorbeifahren gesehen zu haben. Also halten wir und schauen uns um…..und…..tatsächlich! Obwohl ich so was noch nie gesehen habe, meine ich Vorstufen von Opal zu erkennen…..
(Meine mit gebrachte Sammlung von "Opal-Vorstufe")
Einige Km weiter, aber immer noch ca. 50 km von Coober Pedy entfernt geht es dann aber richtig los! Überall Halden, von Opal Prospekter hinterlassen…..so weit das Auge reicht…..
(Über einige Halden stehen charakteristische Apparaturen.....später wird klar was und wozu das ist!)
Dann kommen wir zu unserer Bleibe für die nächsten 3 Tage. Wir wollten unbedingt in Coober Pedy nicht campen, sondern in einer „Untergrundbehausung“ unterkommen. Also finden und buchen wir von unterwegs im Internet bei „Radekas Underground Motel“, checken ein und schauen uns ein wenig im unterirdischen Labyrinth etwas um…..
(Das unscheinbare "Radekas Underground Motel")
(Unser Zimmer! Direkt aus dem (weichen) Untergrund gegraben! Die Zimmer sind wohl, zumindest teilweise, Hinterlassenschaften der Opal-Gewinnung. Weil es in dieser Gegend, vor allem im Sommer, sehr, sehr heiß werden kann hat man das Leben in den Untergrund verlagert.)
Dann geht es ab in den Untergrund.....
(Überall an den schön gemaserten Wänden sind Plakate und Kunstwerke ausgestellt.....es ist freundlich, obwohl komplett unterirdisch und ohne natürlichem Licht!)
(Einfaches "Gemeinschaftszimmer"! Wir haben uns dann doch etwas privateres gegönnt!)
(Die "Gardine" fanden wir doch sehr gelungen!)
(Einfach schöne Natur! Man sieht noch die Zeichen der Bearbeitung deutlich. Die Wände sind naturbelassen und lediglich klar lackiert um Staub usw. zu reduzieren.)
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
freshy3'883 Beiträge · seit 201116. Nov. 2023 · #51
Hallo Busko, wie schön die Gegend bis Cooper Pedy aussehen kann, erkenne ich erst jetzt! Danke dafür! Seid ihr schonmal bei Regen Gravelroad gefahren? Es war ein Horrortrip, denn die Fahrbahn löste sich im nu total auf, wurde zu meterhoher Matschepampe! Doch wie meldete sich der Service unseres Autovermieters in Brisbane: "Regen? Keine Sorge, es ist doch Mai!!!" 😗 Eure Funde von Vorstufen zum Opal sind hochinteressant! Die hätten wir natürlich auch bei Sonnenschein nicht entdeckt An die bewohnten Höhlen erinnere ich mich gut, doch wir parkten mit unserem Lehm verkleisterten Camper auf dem Campingplatz. Bei Interesse an Horror s. https://www.fydrich.de/herbert/main/downUnder2010%281%29/index.html 15./16. Mai "Höllenfahrt nach Coober Pedy" Dickes Danke, dass ich mich erinnern durfte! 😉 🙂 Liebe Grüße an euch beide freshy
wir waren mehrfach in Coober Pedy und haben immer im Camper übernachtet. Ist es da nicht stickig im Untergrund ? Oder gibt es eine Belüftung ?
Letztes Mal habe ich mir 4 wunderschöne Opale gekauft und mir zuhause Schmuck davon machen lassen. Auf unserer 1. Reise 1999 habe ich mir in Cairns in einer "Touristenfalle" einen Goldring mit einem schönen Opal für 1200 $ gekauft. Kaum zurück löste sich der geklebte Stein vom Ring. Ich fand ihn zum Glück im Sessel und hab ihn dann für weitere 200 DM bei einem Juwelier fassen lassen.
Liebe Grüße
Makra
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201817. Nov. 2023 · #53
Hallo zusammen!
danke an alle stillen Leser, DBD´s und vor allem auch an die "sich Meldenden"!
@Makra; Liebe Makra, ja, ich stimme dir bei dem mit dem Wein voll umfänglich zu.....es gibt Möglichkeiten den "Schmerz" zu lindern, zumindest teilweise. Interessanterweise ist der Genuss von GaT einer dieser Möglichkeiten, zumindest so wie wir dieses Getränk genießen.....ca. 30-50 ml Gin auf 500 ml Gesamtmenge! Die "Casks" sind eine Option, aber das australische Gesetz bedingt eine happige Steuer pro "ml Alkohol".....Darum kommt man nicht herum! Recht hast du auch was Automiete anbetrifft. Da wir zugriff haben auf diesen, zwar etwas abgewrackten!, aber dafür kostenlosen 🙂 Landcruiser und lediglich das Dachzelt und "Awning" (gebraucht 🙂 ) kaufen mussten, ist dies für uns kein Thema.....wenn, ja wenn der Flug nicht so lang wäre.....! Grundsätzlich hätten wir auch gerne im Campingplatz in Coober Pedy übernachtet, aber die Gelegenheit der Erfahrung im Untergrund, im alten Schacht sozusagen zu übernachten, hat dann doch "obsiegt"! Die "Untergrund-Behausungen" sind alle gut mit Be- und Entlüftung versehen so, dass hier eine erstaunlich ausgeglichene, durchaus kühle und angenehme Atmosphäre herrscht. Wir können diese Erfahrung nur wärmstens 😄 empfehlen! Auch wir haben einige Opalstücke gekauft und alles scheint OK zu sein. Einige (etwas kostengünstigere) Mitbringsel und eine Kette mit einem schönen Opal auf einer fossilen Muschelschale aufgewachsen 🙂 .
@Lotusblume; Liebe Lotusblume, vielen Dank für die Blumen! Ich werde versuchen im weiteren Verlauf.....es steht noch einiges aus!.....nicht zu sehr zu enttäuschen! Das spektakuläre Land hilft mir dabei! 🙂 Naja, dann hast du ja das volle Programm Australien (Ostküste) erleben dürfen! Das mit der Brown Snake (in der Tat eines der giftigsten Schlange überhaupt) war sicherlich nicht so toll! Auch wir kennen NZ bereits sehr gut (vor allem die Nordinsel) und ich kann dir nur zu pflichten....es ist ein absolut lohnenswertes Reiseziel.....kompakt, alles was es so im gemäßigten bis tropischen Bereich plus Fjords und Gletscher auf der Welt so gibt. Es fehlen eigentlich nur die Wüsten und Halbwüsten.....die holt man sich dann in Afrika oder Australien..... Ganz wichtig; Anstatt "Brown Snake" ist das schlimmste was einem in NZ passieren kann, dass ein "fürchterliches, schreckliches Kiwi" einen an piepst 😈
Zum Thema "Dia Abend" könnte ich nur noch eines empfehlen..... Macht doch den Dia Abend als Rahmenprogramm zu einem "Australian 7-Course Meal".
"Australian 7-Course Meal" = "Hamburger + "Sixpack"" 🤩 [Einmal (in 1994) an der Tür einer Pub irgendwo an der Stuart Highway gesehen]
@freshy; Liebe Freshy, ja, wir konnten uns auch ganz gut an das unerwartete Grün des Outback an der Stuart Highway gewöhnen! Eine "Gravel-Road-bei-Regen" Erfahrung fehlt uns (glücklicherweise) noch.....aber, wer weiß.... Australien kennend würde ich dein; "...keine Sorge..." mal als "No worries, mate!" übersetzen 😄 . Ja, das Schürfen nach Opalen ist wohl ein echtes "Lottospiel". Es gibt wenig, wenn überhaupt Hinweise auf wo man suchen sollte.....daher auch die echt gruselige "Kraterlandschaft"!.....man bohrt/gräbt wohl einfach mal irgendwo drauf los! In den nächsten 2 Kapiteln kommt noch einiges zum "wohnen (und leben) im Untergrund".
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201818. Nov. 2023 · #54
Wir haben viel vor, sind also früh wach, nehmen ein kleines Frühstück in einem der vielen Cafes im Ort und gehen/fahren dann auf Entdeckungsreise in und um Coober Pedy. Der, im wahrsten Sinne, naheliegende Anfang ist die kleine und, für diese Konfession doch recht unprätentiöse Katholische Kirche…..
(Die katholische Kirche ist unser "nächster Nachbar".....teilt sozusagen die Katakomben des ehemaligen Bergwerkes mit unserem Motel!)
(Sehr schlicht gehalten.....gefällt uns!)
(Selbst hier sind die Opale nicht weg zu denken.....Rechts an der Wand im Eingang der Kirche)
Auf der anderen Straßenseite und keine 500 m entfernt finden wir einen Juwelier/Museum, im Untergrund in einem alten Bergwerk, der auch einiges an alten Maschinen und Utensilien auf dem Areal ausgestellt hat. Wir sehen uns ein wenig um…..
(Eingang zum Juwelierladen, Bergwerksmuseum)
(Erstaunliche Gerätschaften stehen im Sand herum.....wir haben keine Ahnung wozu so etwas zu gebrauchen ist....?)
(Die "Kratzspuren" an den Wänden der Untergrundräume passen recht gut zu diesem Gerät.....)
(Überall im Stadtgebiet von Coober Pedy steht Schrott herum, teilweise gut zu erkennen, teilweise völlig Rätselhaft)
Dann fahren wir zum „Old Timers Mine“, ein Museum das die ganze Geschichte und einiges im Umfeld des Opal Abbaus schön aufgearbeitet und plastisch im alten Bergwerk im Untergrund ausstellt…..
(Die Tunnel und Schächte des Bergwerks gehen in allen Richtungen, anscheinend Ziellos, folgten aber die "Opal Adern".....Die Kratzspuren der Werkzeuge sind noch deutlich zu sehen. Hier zahlt es sich aus entweder relativ kurz zu sein, oder einen sehr soliden Helm zu tragen!)
(Schlafzimmer.....)
(.....Küche.....)
(.....Kinderzimmer.....)
(.....Postamt.....alles Untergrund in den Stollen!)
(Dicke Gipsader mit sehr schön ausgebildeten Kristallen!)
Danach fahren wir zur sehr bekannten, prächtigen „Serbisch Orthodoxen Kirche“ …..
(Parkplatz vor der Serbisch Orthodoxen Kirche.....ja, der Reichtum hat wohl auch viele Serben angezogen! Gut zu sehen sind auch die Be- und Entlüftungsrohre die bei allen unterirdischen "Bauten" nicht fehlen dürfen.)
(Die Kirche ist wirklich sehr prächtig und auch deutlich größer als die anderen am Ort)
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buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201818. Nov. 2023 · #55
(Ich finde diese Farben und Muster im weichen Gestein in den Wänden der Ausgrabungen einfach traumhaft schön!)
(Die Spuren der Maschinen sind sehr gut in der Decke der Kirche zu sehen)
Der Gegensatz dazu; die kleine, fast versteckt wirkende Anglikanische Kirche, kommt als Kontrastprogramm direkt danach…..
(Klein, unprätentiös.....so gefällt es uns!)
Eines unserer Ziele für den Besuch in Coober Pedy ist der Besuch einer Opal Mine welche noch in Betrieb ist. Wir suchen und finden also eine, fahren dorthin und merken, dass auf dem Areal wenig Betrieb zu sein scheint. Der Gang ins Innere scheint aber offen zu sein, also gehen wir hinein und werden vom Inhaber und einigen Mitarbeitern begrüßt, die alle wild umher wuseln. Auf unsere Anfrage wird uns gesagt, dass wir zu spät seien, dass die Mine Heute schließt und der Inhaber Heute zu seinem Haus am Meer (wohl in der Nähe von Adelaide) zum „Übersommern!“ zieht!
(Eingang zu einer Opal Mine die noch in Betrieb ist)
Wir sind etwas enttäuscht, fahren zum frühen Abendessen zur „Big Winch“, ein Restaurant auf einem Hügel in Coober Pedy mit guter Sicht über Stadt und umliegendes Land. Wir sehen uns um und finden einiges interessantes….
[Dieses Gerät sieht man überall in dieser Gegend! Es steht überirdisch, neben den "Abraumhalden" und ist ein riesiger, von einem LKW-Motor angetriebener "Staubsauger", der den Sand und Abraum über die oben links stehende "Trommel" schickt. Diese Trommel dient als "Zyklon", die den Staub von den gröberen Anteilen trennt. Der staub geht auf die Halde, die gröberen Anteile werden auf Opal untersucht.....]
(Nun lichtet sich auch das Geheimnis dieses irren Gerätes, welches wir am Museum/Juwelierladen gesehen hatten. Es handelt sich um "Filmkulisse"! Es verwundert auch gar nicht, dass man Coober Pedy für solche Filme ausgesucht hat.....es ist einfach "außerirdisch!.....auch außerirdisch schön!)
Nach einem guten Abendessen fahren wir zu zum Sonnenuntergang zu den, von allen Gesprächspartnern in Coober Pedy stärkstens empfohlenen „Breakaways“. Wir können uns nichts unten diesem Namen – „Breakaways“ – vorstellen, werden dann aber im Laufe des Abends aufgeklärt…..
(Die "Pad" nach Oodnadatta.....)
(Am sogenannten "Dog Fence" geht die Straße zu den Breakaways dann als Gravel Road nach links (grob Nordwesten) ab)
[Der "Dog Fence" ist ein Zaun der längs ganz durch Australien läuft und die verwilderten Hunde (Dingos) aus dem Ostteil Australiens halten sollte]
(Einer der "Dogs".....siehe unten.....)
(Beide "Dogs".....)
(Erklärung zu den "Breakaways")
[Die Breakaways bildeten sich indem das Stuart Plateau an Stellen an denen das Gestein weicher war weg erodiert ist. Es entstanden so einige "Inselberge" in der Ebene vor dem Plateau.....die Breakaways! Die Ureinwohner glaubten, dass diese Berge sich losgerissen haben und vom Plateau "weg-gewandert" sind, daher also der Name Breakaway]
(Sicht Richtung Osten, kurz vorm Sonnenuntergang. Im Hintergrund ein typisches Beispiel von Breakaway)
(Ein weiteres meiner Lieblingsbilder.....wie die karge Landschaft so unglaublich fein ziseliert und farbenfroh daher kommt!.....)
(Die Dogs in den letzten Sonnenstrahlen des Tages)
(Die gleiche Sicht nach Osten wie vor 4 Bilder....welch ein Unterschied in der blauen Stunde!)
Total begeistert von den fantastischen Bildern der Landschaft, die wir (glücklicherweise) lange nicht aus dem Kopf bekommen, fahren wir zurück in unser Motel und kehren früh ein, da Coober Pedy zwar über vieles, nicht aber über ein "Umfangreiches" Nachtleben verfügt!
[Wir würden jedem Coober Pedy Besucher einen Abstecher in die Breakaways wärmstens empfehlen…..Die Zeit um den Sonnenuntergang ist hierfür prädestiniert!]
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Coober Pedy kam uns surreal vor. Sehr interessant zwar , aber irgendwie nicht von dieser Welt. Vermutlich wurden dort deswegen einige Science Fiction Filme gedreht. 😉
Danke für die Fotos - Erinnerungen werden wach. Wenn es nicht so weit wäre......
Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
speed66751 Beiträge · seit 201119. Nov. 2023 · #57
Schon "irre" diese Farben und die Gegend... ich kenne die Opal Hunters nur vom Fernsehen, aber genau wie ihr hätte ich definitiv mir auch (mindestens) eine Übernachtung unter Tage gegönnt.
Vielen Dank für das Berichten und die vielen tollen fotografischen Eindrücke - das macht Lust mal wieder über eine Australien Reise nachzudenken (bisher waren wir nur im Norden und Westen). Beste Grüße, Nette
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201820. Nov. 2023 · #58
Wir wollen die 540 km von Coober Pedy nach Port Augusta an diesem Tag schaffen, fahren also zeitig, nach kleinem Frühstück los. Es geht auf offener, leerer Straße stracks nach Südosten; die Straße ist gut, das Wetter ebenso und es gibt immer wieder etwas, teilweise kurioses, zu sehen…..
(Was ist denn daaaasss??? Eine Zebra-Kreuzung auf freier Straße.....?)
(Die Antwort folgt auf der Hand......"Flying Doctors",,,,,klar, weiß doch jeder!)
(Wieder mal typischer Busch.....extrem fotogen, wie ich finde)
(Ein weiterer der vielen, trocknen Seen.....hinter diesen kleinen See, auf der andern Straßenseite aber viel weiter östlich, liegt auch tatsächlich der Lake Eyre, ein riesiger, meist trockner See)
Es wird immer grüner, geht kontinuierlich von „Sahara“ über „Mittelmeer“ nach „Mitteleuropa“ über. Wir machen einen kleinen Abstecher ins östliche Hinterland, herrlich hügeliges (teilweise sogar „hyggeliges“) Land…..
(Liebliche Agrarlandschaft, der Toskana z.B. nicht unähnlich)
In Port Augusta kaufen wir noch das nötigste ein und fahren auf die Shoreline Campsite. Diese ist eine schöne Anlage, direkt an der Bucht (eigentlich eine breite Flussmündung) mit einer sehr schönen und gut eingerichteten Küche/Aufenthaltsraum. Letztere nutzen wir ausgiebig und sehen uns ein wenig am/um den Platz um…..
Zwei Galahs sitzen im Baum..... (.....erstmal Küsschen......dann.....) (....."Kraul Einheit"!)
(Im Gewässer der Bucht sehen wir dann noch Delfine, die aber nicht näher kommen und eher im "Abhängemodus" zu sein scheinen)
Auch die "Mitarbeiter" der australischen Telekom sind voll in Aktion..... ("Wo ist dann hier das Problem?".....) (....."Aaaah....da ist es!".....) (....."wieder mal ein voller Erfolg!; eine weitere Leitung "verschlimmbessert!")
(Hier ist sehr gut zu sehen weswegen diese Pflanze in Englisch "Bottlebrush" heißt!.....sehr passend, wie ich finde)
Wir sitzen noch lange unter unserer "Awning", nehmen einen GaT und verbringen noch einen schönen Abend direkt am Rande der Bucht.
[Port Augusta ist ein schöner, kleiner Ort und den Campingplatz am Wasser können wir sehr für eine, höchstens zwei Übernachtung/en empfehlen]
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Hallo Ulli, in Deinem wunderbaren RB mit den unglaublich schönen Fotos (was für ein reichhaltigere Farbtopf!) stolpere ich immer mal wieder über "GaT". Ich stehe wohl auf dem berühmten Schlauch - was ist das, was Ihr da zu Euch nehmt? Gruß Friederike
buskoThemenstarter807 Beiträge · seit 201820. Nov. 2023 · #60
@CuF; Liebe Friederike, erst einmal vielen Dank für dein Lob! Es freut mich sehr, dass du Gefallen daran findest. "GaT" ist mein Akkronym für "Gin and Tonic".....ganz einfach.....und.....kommt bei unseren Reisen sehr, sehr oft vor!
@Spee66: Liebe Nette, es freut mich, dass dir die Farben und Formen gefallen! Ja, die Übernachtungen im Untergrund in Coober Pedy waren einfach genial.....immer wieder gerne! Der Westen ist so ganz anders als der Süden und die Ostküste. Letztere Regionen sind viel lieblicher und mit grossen/grösseren Städten (Sydney, Melbourne, Brisbane, Adelaide.....) gespickt. Viel mehr hierzu im restlichen Bericht! Ich bin aber auch einer für eher Wüsten/Halbwüsten, daher geht unser nächster Australienurlaub schwerpunktmäßig in den Südwesten, Westen und Nordwesten.
@Flori; Liebe Doro, vielen Dank für die netten Worte! Es freut mich sehr und tut gut, wenn man (positive) Erinnerungen wecken kann. Coober Pedy ist in der Tat etwas skuril, entwickelt aber, nach anfängliches "Fremdeln", eine wunderbare Atmosphäre und Lebensgefühl!
Liebe Grüße, busko
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