GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201309. Apr. 2023 · #41
09.03. Fahrt nach Piet Retief
Den heutigen Tag werden wir größtenteils auf der Straße verbringen. Unser nächstes Ziel ist St. Lucia am indischen Ozean. Das ist für eine Tagesreise zu weit und darum übernachten wir heut in Piet Retief.
Die letzten Kilometer aus dem Krugerpark sind schnell gefahren, leider sehen wir kaum noch Tiere. Dann geht die Fahrt zurück über die N4 bis nach Machadodorp und von dort über Ermelo auf die N2. Schon auf der N4 haben wir wieder viele Kohletrucks vor, hinter und neben uns, manchmal sogar gleichzeitig. 80% der Truckfahrer fahren als wenn es kein Morgen gäbe. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das die alle `ne Fahrerlaubnis haben. Vielleicht werden sie auch von ihrem Chef dermaßen unter Zeitdruck gesetzt, dass sie so fahren müssen. Egal, diese Trucks verhageln mir von nun an bis zum Ende fast jede Autofahrt. Sie sind einer der Gründe, warum ich zukünftigen Reisen nach SA im Moment skeptisch gegenüber stehe. Auf der N4 fließt der Verkehr noch halbwegs. Die Straße ist gut ausgebaut und es gibt auch wenig Berge, die die LKW hochschleichen müssen. Auf der folgenden R36 fahren weniger Trucks, aber hier kommen viele Schlaglöcher dazu, die tauchen natürlich immer dann auf, wenn man nicht damit rechnet. Tja, und dann geht es hinter Ermelo auf die N2. Mein Rat, wenn ihr die Strecke meiden könnt, meidet sie! Die Straße schmal, viele Potholes, noch viel mehr Trucks und dann kommen noch Kurven und Berge dazu. Das führt dazu, dass teilweise 6 oder mehr Trucks hintereinander mit 20kmh den Berg hoch zuckeln und danach mit bis zu 100 Klamotten den Berg runter donnern. Dann gibt es da noch die ungeduldigen PKW-Fahrer, die an den unmöglichsten Stellen versuchen einen Truck zu überholen, nur um dann hinter dem Nächsten fest zu stecken. Ich habe ein paar Mal wehmütig an frühere Reisen gedacht, als ich entspannt die Landschaft betrachtet habe während ich lässig Auto fuhr.
20km hinter Ermelo kam uns ein Kohletruck entgegen der ein Stück Kohle verlor, Die hatte nichts Besseres zu tun als in unsere Frontscheibe zu hüpfen. Hier das Resultat:
Das hätte böse ausgehen können, wir hatten einen Schutzengel. Glassplitter im gesamten Auto und am gesamten Körper. Wir halten am Straßenrand, aber auch das ist nicht ungefährlich. Also haben wir notdürftig ein paar Glassplitter entfernt, Ramona hat sich nach hinten gesetzt und dann bin ich die restlichen 80 Kilometer mit 50kmh dem Ziel entgegen gerollt. Die African Flair country Lodge in Piet Retief ist für einen Übernachtungsstop gut geeignet, liegt aber leider an der N4. Na, ihr wisst schon… Der Besitzer ist freundlich und hilfsbereit. Er will bei Europcar anrufen und alles für uns regeln. Seine südafrikanische Gelassenheit hilft auch mir, den Blutdruck langsam wieder runter zu fahren. Er rät uns erstmal mit dem Auto zum Restaurant zu fahren, etwas zu essen und ein Glas Wein zu trinken. Kaputte Scheibe? Egal. Gesagt getan. Bei einem guten Wein und einem noch besseren Essen im von Jan empfohlenen MAMA MIA entspannen wir uns langsam und können anschließend noch ein wenig den tollen Garten genießen.
Da Jan unser Gastgeber schon gegangen ist wissen wir nicht ob Europcar eine Lösung für uns hat. Egal, Morgen ist auch noch ein Tag. Wenigstens hat unser Auto auch mal ein Dach über dem Kopf.
VAvanitom62 Beiträge · seit 201910. Apr. 2023 · #42
Hallo Silvio Vielen Dank für die Verlinkung zu eurer Hochzeitsreise! Die war ja toll, habe ich gleich mal in einem Rutsch durchgelesen 😁 Ich berichte dann auch mal vom Kwafubesi Camp, wenn wir dort waren. Wir haben einige neue Unterkünfte gebucht für Mai und einen Trail im Kruger, das wäre bestimmt auch mal einen Bericht wert. Liebe Grüße und schönen Ostermontag noch. Vanessa
casimodo4'528 Beiträge · seit 200710. Apr. 2023 · #43
Lieber Silvio,
Hallo Carsten, das war im "Kwafubesi tendet camp" in der Nähe von Bela Bela. Ich glaube, da wart ihr auch schon mal.
Ich habe gerade mal nachgeschaut. In 2010 waren wir in Kwafubesi 🤩 😣 Toller Platz für eine Hochzeit! 😎
Viele Grüße Carsten
PS: Da wir bald in KZN und auch Richtung Hluhluwe, St. Lucia, Kosi Bay, Mkhuze etc unterwegs sein werden, lese ich Deine Schilderungen über die Kohletrucks mit etwas Sorge. Natürlich habe ich bereits davon gehört. Evtl. werden wir unsere Route deswegen etwas anpassen. In den nächsten Tagen werde ich gezielt im Forum nach Erfahrungen und Tipps nachfragen.
Auch wir werden im Oktober vom Krüger bis Kosi Bay fahren. Nach unserer Planung ist es ein Sonntag, wenn wir die Strecke von Breyten bis Pongola fahren. Fahren die Truks am Sonntag auch, weisst du das? Vielen Dank für deinen informativen Bericht!
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201310. Apr. 2023 · #45
vanitom schrieb:Hallo Silvio Vielen Dank für die Verlinkung zu eurer Hochzeitsreise! Die war ja toll, habe ich gleich mal in einem Rutsch durchgelesen 😁 Ich berichte dann auch mal vom Kwafubesi Camp, wenn wir dort waren.
Hallo Vanessa, gern geschehen. Und bitte schreib einen Bericht, es würde uns sehr interessieren, was aus Kwafubesi geworden ist.
casimodo schrieb: Da wir bald in KZN und auch Richtung Hluhluwe, St. Lucia, Kosi Bay, Mkhuze etc unterwegs sein werden, lese ich Deine Schilderungen über die Kohletrucks mit etwas Sorge.
Hallo Carsten, die Strecke von Ermelo bis Piet Retief war der mit Abstand schlimmste Streckenabschnitt. Der Rest ist machbar. Aber du kennst doch auch noch dieses entspannte Reisen? Man konnte ohne weiteres während des Auto fahren die Landschaft genießen, durch die man gerade fuhr. Meiner Meinung nach ist das nicht mehr möglich. Du musst dich in jeder Sekunde die du hinter dem Steuer sitzt auf mehrere Komponenten voll konzentrieren. Auf LKW, Schlaglöcher und rücksichtslose Fahrer vor und vor allem hinter dir. Ich hatte echt den Eindruck, dass sich immer mehr Schwarze jetzt auch einen gut motorisierten PKW leisten können. Das ist ja erstmal positiv. Nur leider scheint das Geld bei Einigen nicht mehr für die Fahrerlaubnis gereicht zu haben. Vieleicht liege ich aber auch vollkommen falsch und das hohe Alter trübt meine Sinne. Grüsse, auch an die Frau Gemahlin! Silvio und Ramona
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201310. Apr. 2023 · #46
Sue.ch schrieb:Fahren die Truks am Sonntag auch, weisst du das? Vielen Dank für deinen informativen Bericht!
Hallo Sue, sehr gerne doch! Wir sind nur einmal Sonntags gefahren. (Dullstroom nach Graskop) Da fuhren auch Trucks, glaub aber nicht so viele. Kann auch an der Strecke gelegen haben. In Mooi River haben wir an der Strasse gewohnt und auch Sonntags ein paar LKW gehört. Vielleicht weiß GinaChris das noch, sie war kurz vor uns unterwegs. Grüsse
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201611. Apr. 2023 · #47
Hi Sue,
an Sonntagen sind grundsätzlich landesweit weniger LKWs unterwegs als an Wochentagen. Zur aktuellen Situation auf der N2 in KZN kann ich leider nichts sagen, da wir dort heuer nicht gewesen sind.
Gruß Gina
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201311. Apr. 2023 · #48
Ich fasse die 3 Nächte St. Lucia mal zusammen…
10.03. St Lucia Um 9 Uhr bekommen wir das Frühstück in unser Zimmer geliefert. Jan berichtet uns, dass er 2x bei Europcar angerufen hat und beim 2tem Gespräch etwas lauter wurde weil die erstmal jemanden schicken wollten, der das Auto begutachtet. Jedenfalls soll nun um 11 Uhr unser neues Auto kommen. Wir sind Jan sehr dankbar für seine Hilfe! So haben wir die Südafrikaner auf all unseren Reisen kennen gelernt. Immer hilfsbereit, immer freundlich und dabei vollkommen entspannt. Auch wegen der Menschen kehren wir immer wieder nach Südafrika zurück. Um halb 12 ist unser neuer Wagen wirklich da. Die Übergabe klappt problemlos und so können wir um halb 1 starten. Die Autofahrt heut ist nicht so stressig. Die N2 ist hier noch intakt und auch breiter ausgebaut. Entspannt Auto fahren geht trotzdem anders. Gegen 16 Uhr treffen wir in der Sunset Lodge ein.
Auch wenn wir den am schlechtesten gelegenen Bungalow (Nr 6) bekommen gefällt es uns hier. Die ruhige Lage und der Blick vom Garten auf den Lake St. Lucia sind toll.
Und natürlich hat es hier auch Haustiere.
Zum Dinner wollen wir heut ins Ocean Basket. Was haben wir hier im Forum dieses Fischrestaurant vor 7 oder 8 Jahren in den Himmel gelobt…. Hat nichts geholfen, das Ocean Basket ist nicht mehr. An seiner Stelle gibt es jetzt das Greco. Aber eigentlich hat sich nur der Name geändert.
11.03. St Lucia Wir fahren heut durch den iSimangaliso Wetland Park nach Cape Vidal. Tiere sehen wir kaum.
10km vor Cape Vidal kommt uns auf der Straße ein Eli entgegen und wir müssen kurzzeitig den Rückzug antreten. Für Fotos war da keine Zeit. Am Cape stürzen wir uns dann für eine Stunde in die Fluten.
Kurz muss ich dabei an die lieben Arbeitskollegen denken, die gerade in Berlin in dicken Jacken rum rennen. 😉 Den Abend lassen wir bei einem Sundowner auf der Terrasse ausklingen.
12.03.St Lucia Der Tag ist schnell erzählt. Er sieht so aus:
Am Nachmittag regnet es dann keine Strippen mehr, sondern nur noch Bindfäden. Wir nutzen die Chance und fahren ins Restaurant. Danach geht es schnell noch an die Tanke, wo wir diese Szene beobachten.
Die Jungs bereiten sich auf das nächste Loadshedding vor
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201312. Apr. 2023 · #49
13.03. Ein schlimmer Tag
Ja, heut ist ein wirklich seeeeeeehr schlimmer Tag! Ab heute muss ich bei meiner Altersangabe eine 6 als erste Ziffer schreiben. Es ist das erste Mal, das mich mein Alter nachdenklich werden lässt. 😕
Wir haben heut eine kurze Strecke vor uns. Also ausschlafen und dann bei wieder schönem Wetter gemütlich frühstücken. Gegen halb 10 nehmen wir nach einem ausgiebigen Einkauf Abschied von St Lucia. Für die nächsten 3 Nächte sind wir Selbstversorger. Kurz hinter St Lucia gibt es übrigens eine Baustelle, an der man im ungünstigstem Fall 20min warten muss. Hier hat der viele Regen vor einiger Zeit die Hälfte der Straße weggespült.
Nach gut 1,5 Stunden sind wir am Eingang zum Hluhluwe. Im Gegensatz zum iSimangaliso Wetland Park wird die Wildcard hier anerkannt. Ein wenig irritiert bin ich, als der Junge am Schlagbaum unverholen nach Trinkgeld fragt. Als ich ihn frage wofür, weiß er keine Antwort. Ich fahre kopfschüttelnd in den Park. 😈 Die Fahrt zum Mpila camp nutzen wir für einen kleinen Game drive der aber nicht sehr ergiebig ist. Außerdem besorgen wir ein paar Mitbringsel im Centenary centre. Hier kaufen wir gerne ein. Man wird nicht bedrängt, es gibt ne Riesenauswahl und man unterstützt die hiesige Community. Gegen 13 Uhr sind wir in Mpila. Dort checken wir für`s Nselweni camp ein. Das liegt zirka 10km von Mpila entfernt. Die letzten 5km sind Gravelroad. Wir sind mit unserem Kleinwagen durchgekommen, aber 4x4 oder wenigstens etwas Bodenfreiheit sind hier von Vorteil. Aber das Camp ist Klasse. Tipp: Solltet ihr dort mal buchen, gebt die paar Rand mehr aus und bucht ein Tent mit view, das sind die Zelte Nummer 9 und 10. Nachteil, ihr müsst eure Koffer 200 bis 300 m tragen. Wir hatten Nummer 9 Der Weg:
Das Tent:
Die Aussicht:
Die Tiere:
Mein Geburtstagsmenü: 😛
Und dann macht der Park mir ein Geburtstagsgeschenk das ich nie mehr vergessen werde. Nach dem Abendbrot sehen wir diese 2 direkt von unserer Terrasse aus.
Schlechte Bilder, aber mir bedeuten sie sehr viel. 2015 haben wir in diesem Park mehr als 30 an einem Tag gesehen. Dieses Mal sehen wir in 3 Tagen Imfolozi nur diese Beiden. Schon im Kruger haben wir an 9 Tagen nicht ein Einziges gesehen. Das macht nachdenklich.
Hallo Graskop, wir sind seit einer Woche zurück von unserer Pilanesberg-Mapungubwe-Krüger Tour, und ich habe unterwegs schon immer mitgelesen so es das langsame Internet bzw. die dünne Wlanverbindung in den Krüger Restaurants hergab. Ich kann deinen Eindruck von den Nashörnern im Krüger bestätigen. Auch wir wunderten uns über nur 3 Nashörner in 3 Wochen! Davon eins sehr weit weg, die beiden anderen frühmorgens neben der Straße, die aber sofort im Trab wegliefen. Wir waren 2018 das letze Mal im Krüger und haben damals deutlich mehr und deutlich entspanntere Tiere gesehen. Auch uns hat das nachdenklich gemacht. 2020 im März waren wir noch im Hluhluwe und haben an drei Tagen 12 Nashörner gesehen. Viele Grüße Claudia
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201313. Apr. 2023 · #51
14.03. Nselweni Wir faulenzen heut den ganzen Tag. Das fällt in dieser Unterkunft
und bei dieser Aussicht
nicht schwer. Ich verfalle in solch eine Ruhestellung, dass sogar Tiere auf mir herum krabbeln. 😣
Abends wird gegrillt
und schwubs ist schon wieder ein wundervoller Urlaubstag vorbei.
15.03. Nselweni Heut fahren wir eine kleine Runde durch den Imfolozi. Wir hoffen, vielleicht doch irgendwo ein Nashorn zu entdecken. Nein, wir sehen Keines. Was wir beobachten sind verschiedene Aktivitäten zum Schutz dieser Tiere. Meine persönliche Meinung: Der Zug ist abgefahren. Das wird nichts mehr mit der Rettung dieser tollen Lebewesen. Die Menschheit hat wieder einmal verkackt. In nicht all zu ferner Zukunft wird es nur noch ein paar Exemplare geben die allerdings in Zäunen eingepfercht in Zoos leben. Ach was sind wir Menschen toll....
Auf dem Gamedrive sehen wir aber auch sonst nicht viel. Der Regen der letzten Zeit hat für sehr viel Grün gesorgt, Alles ist dicht bewachsen und überall gibt es Wasser zu Genüge.
Nach einem Eis im Mpila camp haben wir dann die Sichtung des Tages:
Danach fahren wir zurück ins Nselweni Camp und genießen den letzten Abend dort.
casimodo4'528 Beiträge · seit 200713. Apr. 2023 · #52
Lieber Silvio,
diesen Teil habe ich mit besonderen Interesse gelesen, denn in gut 4 Wochen werden wir auch in Nselweni sein. Als ich Deine Schilderungen mit den tollen Tieren vor Eurer Hütte zum 60ten las, musste ich Schlucken.
Die Menschheit hat es wirklich wieder einmal verkackt 😈 Im letzten zweiwöchigen Krüger Urlaub haben wir gerade einmal einen Hintern im Gebüsch gesehen. Früher waren es mehrere an einem Tag 😐
Danke für den schönen Bericht und viele Grüße Carsten
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201614. Apr. 2023 · #53
However, KwaZulu-Natal (KZN) saw an enormous increase in rhinos killed at the hands of poachers (244 in 2022 versus 102 in 2021). Of the 244 rhinos killed in KZN, 228 carcasses were found on the provincial state park Hluhluwe iMfolozi and 16 were lost on privately owned Game Reserves. https://www.helpingrhinos.org/news/547/rhino-poaching-in-2022
...228 von wie vielen?... Gruß Gina
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201314. Apr. 2023 · #54
Hallo Claudia, Carsten und Gina! Ich glaube der Trend lässt sich nicht mehr umkehren. In nicht all zu ferner Zukunft wird man in Südafrika keine Nashörner mehr sehen können. 😐
GraskopThemenstarter960 Beiträge · seit 201315. Apr. 2023 · #55
16.03. Leopard rock
Wir haben heute 5 Stunden Fahrzeit vor uns. Die nächsten 2 Nächte verbringen wir im Oribi Gorge, einem kleinem landschaftlichen Juwel, das wir zum 3. Mal besuchen. Zum 2. Mal werden wir in Leopard Rock übernachten. Wie wir finden, einer der schönsten Plätze auf der Erde.
Aber erst mal verabschiedet uns ein einzelner Elefant aus dem Hluhluwe Umfolozi Park. Unser letzter Elefant in diesem Urlaub.
Dann geht es schlappe 350km die N2 entlang. Die Fahrt verläuft stressfreier als ich es mir vorgestellt habe. Die letzten Kilometer führen durch den Oribi Gorge, landschaftlich toll.
Gegen 15 Uhr erreichen wir das heutige Tagesziel. Leopard Rock besteht aus einem netten Cafe mit genialer Aussicht und 4 Chalets, die ebenfalls direkt am Canyon stehen. Die Zimmer sind sehr geräumig und an dem Blick auf den Mzimkhulu kann man sich nicht satt sehen.
Ab und zu kommt Besuch und schaut ob alles okay ist.
Wir genießen den Abend bei einer bereitgestellten Flasche Champagner.
17.03. Besuch im Lake Eland
Heute Morgen erwachen wir über den Wolken.
Doch schon eine halbe Stunde später geben sie den Blick auf den Fluss wieder frei.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Lake Eland. Das ist ein Park der besonders am Wochenende von südafrikanischen Familien genutzt wird. Unter der Woche ist hier nicht viel los. Es gibt hier eine prima Zip-Line, eine Hängebrücke, viele Aussichtspunkte, Wanderwege, Angelseen und diverses mehr. Verschiedene Antilopen, Zebras und Giraffen kann man auf einem kleinen Gamedrive beobachten. Hier mal ein paar Bilder.
Mitten auf der Hängebrücke entdecke ich diesen Frosch.
wie mag der da hingekommen sein?
Auch an Toiletten wurde gedacht.
Zum Schluss nehmen wir noch einen Drink im Restaurant, den wir von vollkommen unmotiviertem Personal gebracht bekommen. Egal, hier gibt es W-Lan und wir können uns wieder mal kurz zu Hause melden. Highlight für mich ist aber dieser Koi-Teich, der einen sehr gepflegten Eindruck macht.
Kurz muss ich daran denken, wie es wohl meinen Fischlies zu Hause geht.
Zurück in Leopard Rock gehen wir dann für ein kleines Foto-shooting zum eigentlichem Leo Felsen.
Anschließend führt uns ein kleiner Spaziergang über das Lodge-Gelände.
Macadamia-Nüsse
Diese Lodge ist auch ein Paradies für Birder. Dieses Mal war zwar nicht viel los aber 2015 haben wir hier viel Geflügel gesehen, dass wir bis dahin nicht kannten. Stellvertretend mal ein Bild aus 2015.
Den Abend genießen wir dann wieder bei toller Aussicht.
Ach ja, wenn ihr ein paar Rand übrig habt. Die Besitzer wollen sich zur Ruhe setzen und ihre Kinder haben andere Pläne. Deshalb steht die Lodge zum Verkauf.
TAtacitus1'125 Beiträge · seit 202215. Apr. 2023 · #56
Danke für deinen Bericht von einem stillen Mitleser. In diesem Punkt bist du,
Graskop schrieb:...Ich glaube der Trend lässt sich nicht mehr umkehren. In nicht all zu ferner Zukunft wird man in Südafrika keine Nashörner mehr sehen können. 😐
so hoffe ich, zu pessimistisch. Die Entwicklung ist schlecht aber ein „point of no return“ wurde mE noch nicht überschritten, weil der Verlust durch Wildern den natürlichen Zuwachs zwar überschreitet aber NOCH (!!) nicht so katastrophal, dass die Population kollabieren müsste. Wenn man die historische Entwicklung bei weißen Nashörnern anschaut, sieht man, dass es auch von einer viel schlechteren Ausgangslage als jetzt wieder aufwärts gehen kann. In den 1960ern gab es in RSA vielleicht höchstens ein 1/10 von derzeit. Durch die Aufzuchtprogramme in KZN und Auswilderung in anderen NPs und neuen privaten GRs haben sich die weißen Nashörner über Jahrzehnte beständig mit 5 bis 6 % (netto!!) pro Jahr vermehrt, bis ca. um/nach 2010 auf ca. 20.000 Tiere (aus Mikrozensuserhebungen hochgerechnet). Eine 5%ige Nettozuwachsrate bringt Verdoppelung des Bestandes alle ca. 15 Jahre. 2025/2030 hätte es folglich 40.000 weiße Nashörner gegeben und man hätte in großen Stil aussiedeln müssen. Dazu kam es nicht, weil ab ca. 2008/09 der Verlust durch Wildern explosionsartigen anstieg und ab ca. 2015 mehr Tiere verloren gingen als der natürliche Zuwachs wettmachen konnte. Geschätzt sind jetzt noch 15.000 Tieren übrig, der natürliche Zuwachs also immer noch 750 Tiere pro Jahr (netto!); vorausgesetzt dass die Reproduktionsrate nicht gravierend gestört wurde. Wenn es gelänge (Konjunktiv!!) den Verlust durch Wildern um 1/3 zu reduzieren, dann wäre die Population auf diesem Niveau stabilisiert, bei einer Halbierung gäbe es wieder Nettozuwachs. Die Situation ist schlecht, aber nicht aussichtslos 😁 , mM. Grüße
VAvanitom62 Beiträge · seit 201916. Apr. 2023 · #57
Guten Morgen Ein grosses Dankeschön für den interessanten und entspannten Bericht mit einigen Orten und Unterkünften, die wir noch nicht kennen! Ich lese sehr gerne mit 😛 Einen schönen Sonntag noch. Liebe Grüsse Vanessa
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201616. Apr. 2023 · #58
Hanne6'152 Beiträge · seit 200616. Apr. 2023 · #59
hallo Graskop, erstmals danke für den informativen Reisebericht , zumal ich einiges kenne unter anderem auch Leopard Rock wir waren Anfanf Februar 2015 für 3 Tage dort - uns hat es da auch super gut gefallen, kommen in einem doch schöne Erinnerungen hoch. Vielen Dank. Einen schönen Sonntag wünscht Dir Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Schneewie725 Beiträge · seit 201716. Apr. 2023 · #60
Die Oribi Gorge kennen wir noch nicht, passte bis jetzt nicht in die Routen. Aber nach den Bildern sollte man sie fest einplanen.