Nachdem wir Corona im Januar 2022 ignoriert haben und schlappe 4 Wochen in Namibia waren, wurde es wieder einmal Zeit für Südafrika. Irgendwie hatten auf der Namibia-Reise die Elefanten gefehlt und auch ein paar andere Tiere kamen zu kurz. 😗 Und wer sich noch an unseren ersten Reisebericht erinnert weiß, 2023 im März gibt es für die Graskops im März ein Jubiläum zu feiern. 😎 Die Flüge waren schnell gebucht. Danach wurde die Route gebastelt und nach und nach die Unterkünfte gebucht:
24.2 Witbank Big5 Guesthouse 25.2 Dullstrom peace corner 26.2 Graskop Manna 27.2 Graskop Manna 28.2 Graskop Manna 01.3 Kruger Satara BD2 view 02.3 Kruger Satara BD2 view 03.3 Kruger Olifants BD2 view 04.3 Kruger Olifants BD2 view 05.3 Kruger Tamboti LST3 Tent 06.3 Kruger Tamboti LST3 Tent 07.3 Kruger Berg en Dal BA3U 08.3 Kruger Berg en Dal BA3U 09.3 Piet Retief African Flair Country L. 10.3 St Lucia Sunset Lodge 11.3 St Lucia Sunset Lodge 12.3 St Lucia Sunset Lodge 13.3 Hluhluwe Nselweni 2Bed Chalet 14.3 Hluhluwe Nselweni 2Bed Chalet 15.3 Hluhluwe Nselweni 2Bed Chalet 16.3 Oribi Gorge Luxurios chalet 17.3 Oribi Gorge Luxurios chalet 18.3 Drakensberge Waterford Manor 19.3 Drakensberge Waterford Manor 20.3 Golden Gate Highlands Mountain Retreat Drakensberge Waterford Manor 21.3 Golden Gate Highlands Mountain Retreat 22.3 Parys Mistique Waters
erstellt mit Garmin Basecamp
Wenn ihr also mitreisen und ein paar Geschichten lesen wollt - die so wohl nur den Graskop`s passieren - steigt ein. Gerade sitze ich in St Lucia auf der Terrasse, aber Ende des Monats geht es dann los mit dem Bericht. Sollten Fragen auftauchen, gerne her damit.
Teil 225. März 2023
24.02. Witbank Nach einem ruhigen Flug landen wir gegen halb 11 in Johannesburg. Am Gepäcklaufband steigt die Spannung. In Berlin wollt ich unsere 2 Koffer zum ersten Mal digital einchecken. Der Erste klappte ohne Probleme. Beim 2. kam kein Klebchen aus dem Automaten. Ich also zum Schalter und versuche der jungen Dame von Swiss-Air zu erklären… Sie aber beharrte stur darauf wir hätten nur ein Gepäckstück bezahlt und wenn mein Koffer mitfliegen soll müsse ich noch 150 Euro auf den Tisch packen. 🤩 Inzwischen war ich selbst verunsichert, außerdem drängte langsam die Zeit und so bezahlte ich. Beim Zwischenstop in Zürich hatte ich dann 3 Mails für 3 verschiedene Gepäckstücke. Wie erwartet sind auf dem Laufband in Johannesburg dann aber nur 2 Koffer für uns. Woran das wohl liegt? Egal, um 13 Uhr setzen wir uns in unseren Suzuki Swift. Der reicht für unsere Reise vollkommen aus. Nachdem wir damit 3x den Flughafen umrundet haben weil ich mich nicht mit dem NAVI einigen kann 😗 finden wir dann auch die richtige Strasse und fahren über Umwege nach Witbank. Warum Witbank? Einen Monat vor Beginn unserer Reise stellte ich fest, dass ich den 24. Februar in meiner Reiseplanung vollkommen vergessen hatte. Die nächsten Unterkünfte waren aber alle schon gebucht und so musste ich noch diesen Zwischenstop einfügen. So übernachten wir also im Big5-Guesthouse. Eine schöne Unterkunft mit viel Grün. Gut gelegen für die erste oder letzte Nacht der Reise.
Am Abend bekam ich dann eine Nachricht von Swiss-Air. Sie wären sehr traurig denn sie hätten vergessen eines meiner Gepäckstücke in den Flieger zu laden. 😈
Teil 325. März 2023
25.02. Dullstroom Ein gutes Frühstück gibt uns das Gefühl wir sind angekommen und ein sehr entspannter Südafrika-Urlaub darf beginnen. 😎 Die Tour geht heut bis Dullstroom, ein netter kleiner Ort an der Panorama-Route den wir immer wieder gern besuchen. Wir hatten durch den vielen Regen der letzten Wochen mit sehr schlechten Straßen gerechnet, aber außer den üblichen Potholes gab es keine Probleme. Lediglich die vielen Kohletrucks, die Kreuz und Quer durch das Land donnern sind uns nicht ganz geheuer. So viele Trucks sehen wir zum ersten Mal. Die haben mich aber anscheinend nicht davon abgehalten irgendwo etwas flott unterwegs gewesen zu sein. 😊 Ich bekam nämlich von Europcar folgende SMS:
In Dullstroom angekommen, genießen wir die letzten Sonnenstrahlen im Peace Corner, einem Gebäude, das vor langer Zeit ein Kuhstall war. Heute sind dort 4 einfache aber ruhige und gemütliche Cottages untergebracht.
Gerade als wir unseren all abendlichen Kaffee/Tee gekocht haben erleben wir unser erstes Loadshedding. Komisch nur, die Straßenlaternen leuchten weiter. Egal, wir sind darauf vorbereitet und haben unsere Campinglaterne sowie eine Taschenlampe dabei. Außerdem hab ich mir die Escom-App „ESP“ runtergeladen.
Die ist hilfreich, man kann sie morgens befragen ob man sich zum Beispiel das Toastbrot toasten kann oder es kalt runter würgen muss. 😈 Von Südafrikanern hört man öfter: „The government can't give us enough power, but they can create us a nice app.” Dieses Loadshedding…Für Touristen ein kleines Problem, für die Menschen die hier leben wohl eher ein Großes.
Teil 426. März 2023
26.-28.02. Graskop Wir freuen uns auf unser heutiges Tagesziel, das Manna in Graskop.
2018 haben wir dort einen ganzen Monat gewohnt. Jackie und Chris waren wundervolle Gastgeber. Ihr Hund Black Olive wartete jeden Tag vor unserer Tür auf seine Streicheleinheiten und einen kleinen Snack. Das Wiedersehen mit Jackie fällt sehr herzlich aus und auch ein paar Tränen fließen. Leider lebt Jackie nun allein dort und den Platz von Olive haben zwei kleine wuselige Hunde eingenommen….
Jackie hat die Küche so gut es geht stromausfallsicher gemacht. Am Kühlschrank hängen die LS-Zeiten
und Kaffee können wir auch ohne Strom kochen.
Die Zeit dort vergeht wie im Flug. Wir machen 2 Ausflüge zu den Mac Mac Falls
zu den Pothholes
und spazieren im Ort herum. Natürlich gehen wir bei der Gelegenheit auch zum Ortseingangsschild.
Hier zum Vergleich ein Bild von 2013
Bis auf die Kleidung kein Unterschied zu erkennen, oder?
Leider lässt das Wetter etwas zu wünschen übrig, Freddy schickt eine Menge Regen bis zur Panorama-Route. Aber wir fühlen uns hier sofort wieder sehr wohl.
Am 28. Februar, dem letzten Tag in Graskop erfahren wir aus dem Forum (Danke Gina), dass auf der Strasse Richtung Kruger Geröll liegt und unser erstes Camp im Kruger, das Talamati geschlossen ist. Da hat Taifun Freddy unsere Planung durchkreuzt. Ich traue mir ein Telefongespräch in englischer Sprache nicht zu, außerdem soll es in Graskop den ganzen Tag regnen. So beschließen wir zum Phabeni-Gate zu fahren um die Straße zu checken und ein neues Camp für die ersten 2 Nächte im Park zu buchen. Auf der Strecke liegen nur ein paar faustgroße Steine herum und so sind wir schon nach 45 Minuten am Gate. Die Dame im Office ist dann auch sehr nett und wir bekommen ein Hut mit Aussicht in Satara. Dann kann es also Morgen losgehen mit vollen 8 Tagen im Kruger. Und auch etwas mehr Bilder.
Teil 529. März 2023
01.03. Satara Voller Vorfreude starten wir nach einem größeren Einkauf in Graskop (im Spar bekommen wir sogar Strauß-Steak) die Fahrt in den Kruger, auch wenn wir wenig Hoffnung auf gute Sichtungen haben. Der viele Regen der letzten Wochen hat sicher für sehr viel Grün gesorgt und die Tiere finden überall Wasser.
Vorher will ich aber noch von einer Geschäftsidee berichten welche uns auf unserer Fahrt noch öfter begegnen wird: Kurz hinter Haziview hat der Regen ein Stück Straße weg gespült. 2 findige Jungs stehen nun am Straßenrand, Einer mit Spaten und der Andere mit einer Schubkarre voll Sand bewaffnet. Ein Dritter ist mit Blechbüchse ausgestattet und der Einzige der sich bewegt. Er läuft zwischen den Autos herum und bittet um Spenden dafür, dass sie ihre Straße so gut in Schuss halten. Wir fuhren die Strecke 3x, haben aber nicht einmal beobachtet dass ein Sandkorn den Weg von der Schubkarre in ein Pothole gefunden hätte...
Nun aber schnell zum Gate und noch die Wildcard besorgt, denn der Weg bis Satara ist weit. Am Gate erklärt man uns, dass wir die Karte erst beim Check in in Satara kaufen können. Kein Problem. Los geht es. Und wie Anfangs immer wird erstmal alles abgelichtet was bei 3 nicht auf dem Baum ist.
Und für die Birder im Forum versuchen wir uns auch ab und zu am Federvieh, zugegeben mit mäßigem Erfolg.
Auf dem nächsten Foto erkennt man was der Regen der letzten Wochen angerichtet hat.
Auch sind alle Gravel-Roads im südl. Teil des Park gesperrt. Egal, auch auf den geteerten Straßen gibt es was zu sehen.
Als wir ankommen hören wir erst nur seine herzerweichenden Rufe. Für uns sieht es nach einem Jungtier aus. Vielleicht wurde er gerade von seiner Mutter verlassen.
Jedenfalls hängt er ganz schön durch.
Und sehen will er wohl auch niemanden mehr.
Also lassen wir ihn in Ruhe und fahren weiter.
Gegen 15 Uhr checken wir in Satara ein. Das dauert nur wenige Minuten. Die Wildcard zu erwerben dagegen zaubert der Dame im Office einige Schweißperlen auf die Stirn. Irgendwie gab es wohl in der letzten Zeit mal Probleme Mit einer Software-Umstellung und so kann sie sich nicht in unseren bestehenden Account einwählen. Ich seh mir in der Zeit die Bilder an den Wänden an. Interessant finde ich ein Bild von einem kleinen weißen Löwen aus dem Jahr 2015. Ich wusste nicht dass es im Kruger einen weißen Löwen gibt. Nach einer halben Stunde gibt die Dame auf und bittet uns Morgen noch mal vorbei zu schauen. So beziehen wir endlich unseren Hut, gehen essen und lassen den Abend mit 1-2 Sundownern ausklingen.
Ein Honigdachs wünscht uns dann gute Nacht und so sind wir mit dem ersten Kruger-Tag mehr als zufrieden.
Teil 631. März 2023
02.03. Satara
Um 8 Uhr werden wir wach. „Um 8 Uhr?“ werden jetzt einige fragen. Ja, wir gehen nicht mehr auf „morning drive“ Für uns stehen spektakuläre Sichtungen am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang nicht mehr an erster Stelle. Auch wenn wir uns natürlich über jede außergewöhnliche Sichtung besonders freuen. Aber die gibt es ja manchmal auch zur Mittagszeit... Wir frühstücken also erstmal gemütlich und gehen dann zum Office. Wieder muss ich alle meine Daten mehrmals aufschreiben, halte dann aber Nach einer knappen Stunde endlich unsere neue Wildcard in den Händen. Dann schaue ich aufs Sichtungsboard und sehe, dass wohl unweit von Satara Löwen gesehen wurden. Wir fahren also raus und sehen schon nach 500m 3 oder 4 Autos stehen. Zuerst sehen wir nur eine größere Herde mit Gnu`se, Zebra`se und viele Springböcke.
Aber dann streckt ein Löwe doch seinen Kopf aus dem Gras heraus und ein anderer eine Pfote.
Ein Löwe post ein wenig rum aber mehr passiert nicht.
Wir entscheiden uns weiter zu fahren. Kaum losgefahren erhebt sich hinter dem nächsten Busch etwas Weißes. Wir können unser Glück kaum fassen, auch wenn er zirka 30 Meter weit weg ist. Ein weißer Löwe im Kruger!
Nach 15 Sekunden ist er schon fast außer Sichtweite.
Wir haben Casper gesehen! Er ist eine kleine Berühmtheit im Kruger. Durchschnittlich werden weiße Löwen nur 3 bis 4 Jahre alt. Casper ist nun schon zirka 8 Jahre. Das Alter hat er wohl nur erreicht, weil seine 3 Brüder ihn schon oftmals im Kampf verteidigt haben. Glücklich fahren wir weiter und genießen jede weitere Sichtung. Hier eine kleine Auswahl.
Dann fällt uns noch ein Elefant auf.
Er hat für seine Größe sehr kurze Stoßzähne. Sie sehen aus wie abgesägt und glatt geschliffen.
Gibt es im Kruger Zahnärzte für Elis?
Nachdem Gamedrive lassen wir den Tag im Camp ausklingen.
Teil 701. Apr. 2023
03. März Olifants
Wenn wir im Kruger sind sind Übernachtungen im Olifantscamp ein fester Bestandteil der Reise. Da heute auf der Strecke zwischen Satara und Olifants nicht viel los ist sind wir bereits um 11 Uhr am Aussichtspunkt. Wir lieben diese Aussicht auf den Fluss.
Um 12 Uhr sind wir im Camp, zum einchecken zu früh. Also nehmen wir einen Drink im Restaurant.
Dabei beobachten wir einen Raubvogel der sich vom Wind tragen lässt.
Dann drehen wir noch eine Runde mit eher kleinen Sichtungen.
Interessant sind dann 2 Schildkröten in einem kleinen Teich. Sie kommen so dicht es geht an den Teichrand um zu betrachten, was ich da mit der Kamera treibe.
Gegen 13:30 können wir unser Heim für die nächsten 2 Nächte beziehen.
Von der Aussicht sind wir begeistert.
Wir entdecken sofort einige Tiere. Fotografiert habe ich nur die Hippos.
Dann bekomme ich einen Schreck: Baustelle auf 14 Uhr!
Wird das laut? Arbeiten die mit Bohrhammer und Trennschleifer oder trampeln mit anderen Geräuschen auf meinen Nerven herum? Nein, sie diskutieren über Stunden nur den Baufortschritt oder schieben eine Schubkarre von hier nach da. Dazwischen wird telefoniert.
Ich bin zufrieden, alles Dinge, die keinen Lärm verursachen. So steht einem ruhigen Nachmittag/Abend auf der Terrasse nichts im Wege.
Teil 802. Apr. 2023
04. März Olifants
Der Tag ist schnell erzählt. Nach einem gemütlichen Frühstück genießen wir unsere tolle Aussicht von der Terrasse.
Dann brechen wir zu einer kleinen Fahrt nach Letaba auf und genießen einfach die Tiere am Wegesrand.
10m vor unserem Auto läuft dann kurz vor Letaba eine Löwin zügig über die Straße. Für ein Foto ist sie zu schnell. Aber die Sichtung des heutigen Tages ist dann dieser Vogel, der seine Beute (vermutlich ein Waran) gut vor uns versteckt.
Wir schauen ihm eine Weile beim speisen zu und gehen dann selbst im Restaurant in Letaba essen.
Auf dem Parkplatz entdecke ich dann diese Spechtfamilie.
Zurück nach Olifants genießen wir den Nachmittag auf unserer Terrasse. Abends geht es dann zum Dinner ins Restaurant. Heut ist unser 10. Hochzeitstag und wir hatten Gestern einen schönen Tisch bestellt. Die Kellnerin wollte etwas Schönes arangieren. Nun ja, hat sie leider vergessen. Thats africa! Aber es ist fast leer und so haben wir freie Tischwahl. Das Essen ist so mittelprächtig, aber das ist Nebensache. Nachdem wir vor 10 Jahren in Südafrika geheiratet haben
dürfen wir auch unseren 10. Jahrestag hier in diesem Land genießen.
Nach dem Essen erleben wir dann noch ein Spektakel. Hunderte Fledermäuse starten in den Abendhimmel und einige Raubvögel versuchen Beute zu machen.
Dann gehen wir in unseren Hut und wollen uns bettfertig machen. Leider hatte eine Fledermaus schon vor uns denselben Gedanken und flattert in unserem Schlafgemach herum. Nach ein paar Minuten landet sie auf dem Bett. Ich nutze die Chance ihr eine Decke überzuwerfen und sie vorsichtig nach draußen zu befördern. Leider gibt es von dieser Aktion kein Foto. Deswegen ein Foto vom nächsten Morgen.
Anscheinend hatten wir Glück, dass nur einer von Batmans Kumpel den Weg ins Haus gefunden hat.
Teil 904. Apr. 2023
05.03. Tamboti
Ein letzter Blick auf den Olifants
dann machen wir uns auf den Weg nach Tamboti, unserem nächsten Halt für 2 Nächte. An einer Brücke entdecken wir diesen furchtlosen Giant Kingfisher
und ein Krokodil.
Aber sonst sind kaum Tiere unterwegs.
In Satara stoppen wir für einen Drink und einen Blick auf das Sichtungsboard. Casper und seine Brüder sind wohl immer noch in der Nähe und kurze Zeit später entdecken wir auch schon ein paar Füße.
Und etwas weiter weg auch einen ganzen Löwen.
Kurz darauf sind sie alle im hohen Gras verschwunden und lassen sich nicht mehr blicken. Wir fahren weiter und sehen noch ein paar komische Vögel.
Nachdem wir in Orpen unseren Schlüssel geholt haben treffen wir gegen 15 Uhr im Tamboti-Zeltcamp ein und sind begeistert von diesem Camp.
Bei bester Laune heize ich den Grill an.
Nach einem leckeren Abendessen
gibt es dann noch ein Betthupferl
Teil 1005. Apr. 2023
06.03. Tamboti Das Beste an so Nächten im Zelt ist: Man weiß in der Nacht nicht nur, dass man in der Natur ist, man hört es auch. Ich liebe das! Schon am Abend hatten wir mehrmals Besuch vom Honigdachs. Und auch in der Nacht war er deutlich zu hören.
Dieses Bild zeigt erstaunliches. Ein Dachs ist in der Lage diese komplizierte Öffnungsmechanik:
zu verstehen. Er braucht auch nicht den gebogenen Draht, er nutzt einfach seine Kralle. Genial! Als ich dieses Patent Gestern Abend zum ersten Mal gesehen hatte musste ich sofort an einen Song aus meiner Jugend denken: klick hier Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Satara. Ich hatte verpeilt, das es in Orpen kein Restaurant gibt und so nutzen wir die Fahrt als Gamedrive und zur Essenbeschaffung. Wir sehen viele entspannte Tiere.
Doch besonders bei den Zebras fällt uns immer wieder auf, dass sie gar keine Scheu haben. Viele gehen nicht mal von der Strasse wenn man im Schritttempo an ihnen vorbei fährt.
In Satara angekommen haben wir zum Lunch einen Zuschauer (afr. Zwergohreule?)
Auf dem Rückweg passiert nicht mehr viel.
Höhepunkt sind diese Zwergmangusten. Sie wuseln am Straßenrand herum und sind sehr neugierig.
Am Abend genießen wir dann wieder die Geräusche der Natur.
Teil 1107. Apr. 2023
07.03. Berg-en-Dal
Heut steht eine lange Fahrstrecke durch den Kruger an. Vorher haben wir aber noch diese seltene Sichtung direkt vor unserem Zelt.
Ich vermute, dass das hintere Tier ein Jungvogel ist?
Hornraben sind inzwischen so selten, dass man in den Camps Plakate aufgehängt hat die dazu auffordern Sichtungen zu melden.
Dann machen wir uns auf den Weg. In Satara frühstücken wir und in Skukuza gibt es Mittag. Leider haben wir unterwegs kaum Bilder geschossen. Gerade mal ein Gaukler-Pärchen
und diese Marabu
finden sich auf der Speicherkarte. Auf der Weiterfahrt sehen wir dann noch 200m vor Afsaal eine Löwin sehr weit weg auf einem Hügel.
Gegen 15 Uhr sind wir in Berg-en-Dal. Wir mögen dieses Camp mit den großzügigen Hütten und der Lage am Stausee.
Bei einem kleinen Feuer lauschen wir den Geräuschen der Natur und lassen wir den Tag ausklingen.
Teil 1208. Apr. 2023
08.03. Berg-en-Dal Wir fahren heute nicht raus sondern genießen das wundervolle Camp. Kritik kann man hier nur am Restaurant üben, das ist leider unterer Durchschnitt. Wir nutzen den Pool
und genießen den Blick auf den Stausee, in dem 3 Hippos wohnen und immer wieder Wasserböcke und andere Antilopen zum trinken kommen.
Diese Echse leistet uns einige Zeit Gesellschaft. Sie funkelt wunderschön im Sonnenlicht.
Am frühen Nachmittag will ich dann den kleinen Rhino-Trail innerhalb des Camps laufen. Er führt immer am Zaun entlang. Laut Karte beginnt er am Restaurant und endet kurz hinter unserem Häuschen. Na, da bin ich doch schlau und laufe den Trail entgegen gesetzt, dann kann ich mich am Ende mit einem Bier im Restaurant belohnen. Gesagt, getan. Es dauert etwas, bis ich das Ende gefunden habe, der Weg wird wohl nicht häufig benutzt. Aber schon nach 50m werde ich belohnt. Keine 15 Schritte hinterm Zaun grasen vollkommen entspannt 2 Elis. Sehr schön, die Tiere mal beim wandern zu sehen und nicht im Auto.
Danach führt der Weg samt Zaun über einen kleinen Bach und dann 200m auf der anderen Seite des Baches entlang.
Moment, Zaun? Über dem Bach ist nur ein provisorischer Maschendraht gespannt. Und dahinter ist er vom letzten Hochwasser nieder gedrückt.
Hier kann jedes Tier das will hin und her wechseln. Als ich dann auch noch eine Gedenktafel entdecke, zu Ehren eines Rangers, der hier von einem Leo getötet wurde werden meine Schritte etwas länger und schneller. Tja, und dann kommt ein Schild, das nur zu lesen ist, wenn man den Weg richtig herum läuft!
Gut, ich werde in Zukunft Trails immer richtig herum laufen. Abends grillen wir dann unser letztes Steak aus der Butchery in Skukuza.
Teil 1309. Apr. 2023
09.03. Fahrt nach Piet Retief
Den heutigen Tag werden wir größtenteils auf der Straße verbringen. Unser nächstes Ziel ist St. Lucia am indischen Ozean. Das ist für eine Tagesreise zu weit und darum übernachten wir heut in Piet Retief.
Die letzten Kilometer aus dem Krugerpark sind schnell gefahren, leider sehen wir kaum noch Tiere. Dann geht die Fahrt zurück über die N4 bis nach Machadodorp und von dort über Ermelo auf die N2. Schon auf der N4 haben wir wieder viele Kohletrucks vor, hinter und neben uns, manchmal sogar gleichzeitig. 80% der Truckfahrer fahren als wenn es kein Morgen gäbe. Ich kann mir auch nicht vorstellen, das die alle `ne Fahrerlaubnis haben. Vielleicht werden sie auch von ihrem Chef dermaßen unter Zeitdruck gesetzt, dass sie so fahren müssen. Egal, diese Trucks verhageln mir von nun an bis zum Ende fast jede Autofahrt. Sie sind einer der Gründe, warum ich zukünftigen Reisen nach SA im Moment skeptisch gegenüber stehe. Auf der N4 fließt der Verkehr noch halbwegs. Die Straße ist gut ausgebaut und es gibt auch wenig Berge, die die LKW hochschleichen müssen. Auf der folgenden R36 fahren weniger Trucks, aber hier kommen viele Schlaglöcher dazu, die tauchen natürlich immer dann auf, wenn man nicht damit rechnet. Tja, und dann geht es hinter Ermelo auf die N2. Mein Rat, wenn ihr die Strecke meiden könnt, meidet sie! Die Straße schmal, viele Potholes, noch viel mehr Trucks und dann kommen noch Kurven und Berge dazu. Das führt dazu, dass teilweise 6 oder mehr Trucks hintereinander mit 20kmh den Berg hoch zuckeln und danach mit bis zu 100 Klamotten den Berg runter donnern. Dann gibt es da noch die ungeduldigen PKW-Fahrer, die an den unmöglichsten Stellen versuchen einen Truck zu überholen, nur um dann hinter dem Nächsten fest zu stecken. Ich habe ein paar Mal wehmütig an frühere Reisen gedacht, als ich entspannt die Landschaft betrachtet habe während ich lässig Auto fuhr.
20km hinter Ermelo kam uns ein Kohletruck entgegen der ein Stück Kohle verlor, Die hatte nichts Besseres zu tun als in unsere Frontscheibe zu hüpfen. Hier das Resultat:
Das hätte böse ausgehen können, wir hatten einen Schutzengel. Glassplitter im gesamten Auto und am gesamten Körper. Wir halten am Straßenrand, aber auch das ist nicht ungefährlich. Also haben wir notdürftig ein paar Glassplitter entfernt, Ramona hat sich nach hinten gesetzt und dann bin ich die restlichen 80 Kilometer mit 50kmh dem Ziel entgegen gerollt. Die African Flair country Lodge in Piet Retief ist für einen Übernachtungsstop gut geeignet, liegt aber leider an der N4. Na, ihr wisst schon… Der Besitzer ist freundlich und hilfsbereit. Er will bei Europcar anrufen und alles für uns regeln. Seine südafrikanische Gelassenheit hilft auch mir, den Blutdruck langsam wieder runter zu fahren. Er rät uns erstmal mit dem Auto zum Restaurant zu fahren, etwas zu essen und ein Glas Wein zu trinken. Kaputte Scheibe? Egal. Gesagt getan. Bei einem guten Wein und einem noch besseren Essen im von Jan empfohlenen MAMA MIA entspannen wir uns langsam und können anschließend noch ein wenig den tollen Garten genießen.
Da Jan unser Gastgeber schon gegangen ist wissen wir nicht ob Europcar eine Lösung für uns hat. Egal, Morgen ist auch noch ein Tag. Wenigstens hat unser Auto auch mal ein Dach über dem Kopf.
Teil 1411. Apr. 2023
Ich fasse die 3 Nächte St. Lucia mal zusammen…
10.03. St Lucia Um 9 Uhr bekommen wir das Frühstück in unser Zimmer geliefert. Jan berichtet uns, dass er 2x bei Europcar angerufen hat und beim 2tem Gespräch etwas lauter wurde weil die erstmal jemanden schicken wollten, der das Auto begutachtet. Jedenfalls soll nun um 11 Uhr unser neues Auto kommen. Wir sind Jan sehr dankbar für seine Hilfe! So haben wir die Südafrikaner auf all unseren Reisen kennen gelernt. Immer hilfsbereit, immer freundlich und dabei vollkommen entspannt. Auch wegen der Menschen kehren wir immer wieder nach Südafrika zurück. Um halb 12 ist unser neuer Wagen wirklich da. Die Übergabe klappt problemlos und so können wir um halb 1 starten. Die Autofahrt heut ist nicht so stressig. Die N2 ist hier noch intakt und auch breiter ausgebaut. Entspannt Auto fahren geht trotzdem anders. Gegen 16 Uhr treffen wir in der Sunset Lodge ein.
Auch wenn wir den am schlechtesten gelegenen Bungalow (Nr 6) bekommen gefällt es uns hier. Die ruhige Lage und der Blick vom Garten auf den Lake St. Lucia sind toll.
Und natürlich hat es hier auch Haustiere.
Zum Dinner wollen wir heut ins Ocean Basket. Was haben wir hier im Forum dieses Fischrestaurant vor 7 oder 8 Jahren in den Himmel gelobt…. Hat nichts geholfen, das Ocean Basket ist nicht mehr. An seiner Stelle gibt es jetzt das Greco. Aber eigentlich hat sich nur der Name geändert.
11.03. St Lucia Wir fahren heut durch den iSimangaliso Wetland Park nach Cape Vidal. Tiere sehen wir kaum.
10km vor Cape Vidal kommt uns auf der Straße ein Eli entgegen und wir müssen kurzzeitig den Rückzug antreten. Für Fotos war da keine Zeit. Am Cape stürzen wir uns dann für eine Stunde in die Fluten.
Kurz muss ich dabei an die lieben Arbeitskollegen denken, die gerade in Berlin in dicken Jacken rum rennen. 😉 Den Abend lassen wir bei einem Sundowner auf der Terrasse ausklingen.
12.03.St Lucia Der Tag ist schnell erzählt. Er sieht so aus:
Am Nachmittag regnet es dann keine Strippen mehr, sondern nur noch Bindfäden. Wir nutzen die Chance und fahren ins Restaurant. Danach geht es schnell noch an die Tanke, wo wir diese Szene beobachten.
Die Jungs bereiten sich auf das nächste Loadshedding vor
Teil 1512. Apr. 2023
13.03. Ein schlimmer Tag
Ja, heut ist ein wirklich seeeeeeehr schlimmer Tag! Ab heute muss ich bei meiner Altersangabe eine 6 als erste Ziffer schreiben. Es ist das erste Mal, das mich mein Alter nachdenklich werden lässt. 😕
Wir haben heut eine kurze Strecke vor uns. Also ausschlafen und dann bei wieder schönem Wetter gemütlich frühstücken. Gegen halb 10 nehmen wir nach einem ausgiebigen Einkauf Abschied von St Lucia. Für die nächsten 3 Nächte sind wir Selbstversorger. Kurz hinter St Lucia gibt es übrigens eine Baustelle, an der man im ungünstigstem Fall 20min warten muss. Hier hat der viele Regen vor einiger Zeit die Hälfte der Straße weggespült.
Nach gut 1,5 Stunden sind wir am Eingang zum Hluhluwe. Im Gegensatz zum iSimangaliso Wetland Park wird die Wildcard hier anerkannt. Ein wenig irritiert bin ich, als der Junge am Schlagbaum unverholen nach Trinkgeld fragt. Als ich ihn frage wofür, weiß er keine Antwort. Ich fahre kopfschüttelnd in den Park. 😈 Die Fahrt zum Mpila camp nutzen wir für einen kleinen Game drive der aber nicht sehr ergiebig ist. Außerdem besorgen wir ein paar Mitbringsel im Centenary centre. Hier kaufen wir gerne ein. Man wird nicht bedrängt, es gibt ne Riesenauswahl und man unterstützt die hiesige Community. Gegen 13 Uhr sind wir in Mpila. Dort checken wir für`s Nselweni camp ein. Das liegt zirka 10km von Mpila entfernt. Die letzten 5km sind Gravelroad. Wir sind mit unserem Kleinwagen durchgekommen, aber 4x4 oder wenigstens etwas Bodenfreiheit sind hier von Vorteil. Aber das Camp ist Klasse. Tipp: Solltet ihr dort mal buchen, gebt die paar Rand mehr aus und bucht ein Tent mit view, das sind die Zelte Nummer 9 und 10. Nachteil, ihr müsst eure Koffer 200 bis 300 m tragen. Wir hatten Nummer 9 Der Weg:
Das Tent:
Die Aussicht:
Die Tiere:
Mein Geburtstagsmenü: 😛
Und dann macht der Park mir ein Geburtstagsgeschenk das ich nie mehr vergessen werde. Nach dem Abendbrot sehen wir diese 2 direkt von unserer Terrasse aus.
Schlechte Bilder, aber mir bedeuten sie sehr viel. 2015 haben wir in diesem Park mehr als 30 an einem Tag gesehen. Dieses Mal sehen wir in 3 Tagen Imfolozi nur diese Beiden. Schon im Kruger haben wir an 9 Tagen nicht ein Einziges gesehen. Das macht nachdenklich.
Gute Nacht
Teil 1613. Apr. 2023
14.03. Nselweni Wir faulenzen heut den ganzen Tag. Das fällt in dieser Unterkunft
und bei dieser Aussicht
nicht schwer. Ich verfalle in solch eine Ruhestellung, dass sogar Tiere auf mir herum krabbeln. 😣
Abends wird gegrillt
und schwubs ist schon wieder ein wundervoller Urlaubstag vorbei.
15.03. Nselweni Heut fahren wir eine kleine Runde durch den Imfolozi. Wir hoffen, vielleicht doch irgendwo ein Nashorn zu entdecken. Nein, wir sehen Keines. Was wir beobachten sind verschiedene Aktivitäten zum Schutz dieser Tiere. Meine persönliche Meinung: Der Zug ist abgefahren. Das wird nichts mehr mit der Rettung dieser tollen Lebewesen. Die Menschheit hat wieder einmal verkackt. In nicht all zu ferner Zukunft wird es nur noch ein paar Exemplare geben die allerdings in Zäunen eingepfercht in Zoos leben. Ach was sind wir Menschen toll....
Auf dem Gamedrive sehen wir aber auch sonst nicht viel. Der Regen der letzten Zeit hat für sehr viel Grün gesorgt, Alles ist dicht bewachsen und überall gibt es Wasser zu Genüge.
Nach einem Eis im Mpila camp haben wir dann die Sichtung des Tages:
Danach fahren wir zurück ins Nselweni Camp und genießen den letzten Abend dort.
Teil 1715. Apr. 2023
16.03. Leopard rock
Wir haben heute 5 Stunden Fahrzeit vor uns. Die nächsten 2 Nächte verbringen wir im Oribi Gorge, einem kleinem landschaftlichen Juwel, das wir zum 3. Mal besuchen. Zum 2. Mal werden wir in Leopard Rock übernachten. Wie wir finden, einer der schönsten Plätze auf der Erde.
Aber erst mal verabschiedet uns ein einzelner Elefant aus dem Hluhluwe Umfolozi Park. Unser letzter Elefant in diesem Urlaub.
Dann geht es schlappe 350km die N2 entlang. Die Fahrt verläuft stressfreier als ich es mir vorgestellt habe. Die letzten Kilometer führen durch den Oribi Gorge, landschaftlich toll.
Gegen 15 Uhr erreichen wir das heutige Tagesziel. Leopard Rock besteht aus einem netten Cafe mit genialer Aussicht und 4 Chalets, die ebenfalls direkt am Canyon stehen. Die Zimmer sind sehr geräumig und an dem Blick auf den Mzimkhulu kann man sich nicht satt sehen.
Ab und zu kommt Besuch und schaut ob alles okay ist.
Wir genießen den Abend bei einer bereitgestellten Flasche Champagner.
17.03. Besuch im Lake Eland
Heute Morgen erwachen wir über den Wolken.
Doch schon eine halbe Stunde später geben sie den Blick auf den Fluss wieder frei.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Lake Eland. Das ist ein Park der besonders am Wochenende von südafrikanischen Familien genutzt wird. Unter der Woche ist hier nicht viel los. Es gibt hier eine prima Zip-Line, eine Hängebrücke, viele Aussichtspunkte, Wanderwege, Angelseen und diverses mehr. Verschiedene Antilopen, Zebras und Giraffen kann man auf einem kleinen Gamedrive beobachten. Hier mal ein paar Bilder.
Mitten auf der Hängebrücke entdecke ich diesen Frosch.
wie mag der da hingekommen sein?
Auch an Toiletten wurde gedacht.
Zum Schluss nehmen wir noch einen Drink im Restaurant, den wir von vollkommen unmotiviertem Personal gebracht bekommen. Egal, hier gibt es W-Lan und wir können uns wieder mal kurz zu Hause melden. Highlight für mich ist aber dieser Koi-Teich, der einen sehr gepflegten Eindruck macht.
Kurz muss ich daran denken, wie es wohl meinen Fischlies zu Hause geht.
Zurück in Leopard Rock gehen wir dann für ein kleines Foto-shooting zum eigentlichem Leo Felsen.
Anschließend führt uns ein kleiner Spaziergang über das Lodge-Gelände.
Macadamia-Nüsse
Diese Lodge ist auch ein Paradies für Birder. Dieses Mal war zwar nicht viel los aber 2015 haben wir hier viel Geflügel gesehen, dass wir bis dahin nicht kannten. Stellvertretend mal ein Bild aus 2015.
Den Abend genießen wir dann wieder bei toller Aussicht.
Ach ja, wenn ihr ein paar Rand übrig habt. Die Besitzer wollen sich zur Ruhe setzen und ihre Kinder haben andere Pläne. Deshalb steht die Lodge zum Verkauf.
Teil 1816. Apr. 2023
18.03. Waterford Manor
Beim Fühstück reden wir noch kurz über die Lage im Land im Allgemeinen und wie sie die Situation rund um den bevorstehenden national Shutdown in 3 Tagen einschätzen. Sie schildern kurz, dass sie keine Fachkräfte finden, nicht mal jüngere Arbeitskräfte, die bemüht sind und dass sie müde sind sich um alles selbst zu kümmern, darum das Geschäft aufgeben wollen. Wenigstens werden sie wohl im Land bleiben, aber sie erzählen von vielen Bekannten und Verwandten die dem Land bereits den Rücken gekehrt haben. Was mich am meisten aufhorchen lässt, am 20.03. (National Shutdown) werden sie ihr Haus nicht verlassen. Wir wollen an diesem Tag eigentlich von Mooi River in den Golden Gate fahren… Um halb 10 machen wir uns auf den Weg. Wir fahren zurück nach Durban und biegen dann auf dir N3. 4 Stunden später klingeln wir am Tor des Waterford Manor am Fuß der Drakensberge. Wir haben hier 2 Nächte B&B gebucht. Erst nach einem Anruf wird uns geöffnet. Wir beziehen ein nettes Zimmer direkt neben der Rezeption, es gibt auf dem weitläufigem Gelände aber auch Selbstversorger-Chalets. Die Lodge liegt sehr schön an einem Bach und es gibt auch einen Pool.
Nachdem wir uns einen ersten Überblick verschafft haben fahren wir zum Dinner ins Rosetta Hotel. Hier gibt es heute Live Musik und so bleiben wir nach dem Essen noch 1 bis 2 Stunden.
19.03. Waterford Manor Wir verbringen den Tag heut mit Lesen und Nichts tun. Essen fahren wir in eine sehr nette Outdoor-Pizzeria in Rosetta.
Anschließend tanken wir noch mal voll und besorgen uns Toast und ein wenig Wurst. Wieder zurück verlängern wir unseren Aufenthalt im Manor um eine Nacht. Warum? Jeder, den wir bis jetzt gefragt haben rät uns von einer Autofahrt am Tag des National Shutdown ab. Niemand weiß, wo und wann eine Situation eskalieren kann und wie sich die Lage auf den Strassen darstellt. Auch alle Restaurant und die Ausflugsziele bleiben Morgen geschlossen. Was mir ein wenig Kummer macht, wen auch immer wir gefragt haben, ob am Dienstag die Lage wieder normal sei, sagt: NOBODY KNOWS
20.03. Waterford Manor
Auch heute wird gefaulenzt. Zwischen durch checken wir immer mal wieder die Nachrichten und sind einigermaßen beruhigt, dass es überall relativ ruhig bleibt. Etwas Abwechslung bringt der Haushund
und diese ziemlich aggressiven Hühner die mir sogar die Bananenschale aus den Händen reißen.
Teil 1922. Apr. 2023
21.03. Golden Gate
Ursprünglich wollten wir ja heute schon im Golden Gate NP aufwachen. Das ist nun leider nicht so. Die Stimmung ist trotzdem gut, denn das befürchtete Chaos Gestern am National Shutdown Tag blieb aus und heute Morgen ist die Lage im ganzen Land ruhig. Die Fahrt heute dauert laut Navi nur 3 Stunden und ist außerdem landschaftlich ansprechend. Wir fahren nur kurz auf die N3, biegen aber schon bald auf die R74.
Wir begegnen nur wenigen Autos und Trucks sind gar keine unterwegs. Irgendwo war die Strasse weggespült aber es gab eine kleine Umleitung die sich auch mit dem PKW ganz gut fahren ließ. Auf der Windmill-Farm legten wir eine kleine Weinpause ein.
Kurze Zeit später hat die Straße wieder gelitten.
Danach wird es landschaftlich immer schöner.
Schon bald erreichen wir das Glen Reenen Restcamp zum Check in. Die Damen dort bieten uns an die verlorene Nacht von Gestern Morgen nach zu holen oder das Geld auf dem Sanparkskonto gut zu schreiben. Wir wählen letzteres, da mir die Fahrt Übermorgen bis JNB zu weit wäre.
Und dann fahren wir die letzen knapp 10km zum Highlands Mountain Retreat.
Als wir ankommen sind wir begeistert! Die Hütten liegen wunderschön eingebettet in der Landschaft.
Die Aussicht atemberaubend.
Das schreit nach einem 2er Selfi. Dazu stelle ich den Zeitauslöser der Kamera auf 10 Sekunden, drücke ab und flitze auf meine Position. Das war früher nie ein Problem. Aber mit zunehmendem Alter verrinnen die Sekunden ja bekanntlich schneller.
Also noch mal die letzten Kräfte mobilisiert und einen 2. Versuch gestartet.
Die Chalets sind etwas in die Jahre gekommen aber bieten alles was man braucht. Wir bereiten aus Resten unser letztes Essen in der Natur und gehen dann noch etwas spazieren.
Den Abend genießen wir am Kamin.
Schade, hier könnte man auch 2 oder 3 Nächte verbringen.
Teil 2023. Apr. 2023
22.03. Parys
Wir waren die letzte Nacht ganz allein hier. Alle anderen Chalets waren unbesetzt. Das find ich sehr erstaunlich bei dieser tollen Unterkunft.
Wir verlassen den Park durch das Golden Gate.
Unsere letzte Unterkunft dieses Urlaubs erreichen wir nach einer langweiligen Fahrt durch größtenteils flaches Gelände.
Das Mistique Waters ist eine nette Unterkunft für Selbstversorger. Wir hatten ein schönes Zimmer mit Balkon und Aussicht auf den Vaal.
Wir laufen noch ein wenig im Ort herum, essen etwas und lassen dann in der Unterkunft die letzten 4 Wochen noch einmal in Gedanken vorüber ziehen. Später sieht es auf dem Bett so aus, wie es am letzten Tag der Reise immer auf dem Bett aussieht.
Und so geht der Abend ein wenig wehmütig zu Ende.
22.03.
Nachdem die restlichen Sachen im Koffer verstaut sind gehen wir in einem netten Kaffee unweit unserer Unterkunft zum Frühstück.
Der Rest ist schnell erzählt. Trotzdem ich auf der Fahrt zum Flughafen sehr langsam fahre haben wir schon um 14 Uhr unser Auto abgegeben. Bei der Rückgabe gab es keine Probleme. Von der Kaution wurden noch die Maut-Gebühren und 3,50 Euro für Benzin abgezogen.
Am Flughafen wurden wir dann noch nett von diesen Fußball-Fans mit Tanz und Gesang empfangen.
Das war’s dann mit dem Bericht von unserer 11. Afrika-Reise. Vielen Dank allen die meinen Bericht verfolgt haben!