Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202106. März 2023 · #41
Nach einer langen Pause fahren wir schließlich weiter und treffen bald auf eine Gruppe Giraffen.
Drei Halbstarke fechten erste spielerische Kämpfe aus.
Auch viele Büffel sind hier unterwegs.
Die abwechslungsreiche Landschaft mit Palmen, grünem Gras und roter Erde begeistert uns immer wieder! Obwohl im Red Chilli Camp so viel los war treffen wir den ganzen Tag fast niemanden. So mögen wir das! Es gibt viel zu sehen:
Oribi
Warzis beim Wellness-Programm
Bronzeflecktaube
Uganda Kobs
Elefanten bei der Siesta
Grey headed Kingfisher
Northern Carmine Bee-eater
Es ist schon später Nachmittag, als M. plötzlich bemerkt, dass die Bremse nicht mehr richtig greift… 😮 😮 Oh nein! Wir entschließen uns, lieber zurück zu fahren. Das ist wirklich ärgerlich. 😠 Zum Glück kommen wir ohne Zwischenfälle ins Camp zurück. Als wir telefonieren wollen müssen wir feststellen, dass unsere deutschen Sim-Karten nicht funktionieren. 😮 Da es im Camp kein Wlan gibt, können wir auch keinen Whatsapp-Anruf starten. Zu blöd – eine Sim Karte haben wir total vergessen. Ich laufe also zur Rezeption und schildere unser Problem, woraufhin der Campmanager sofort unseren Vermieter anruft, der verspricht gleich einen Mechaniker zu schicken. 🙂 Keine halbe Stunde später ist der Mechaniker da und findet auch sofort den Defekt. 🙂 Er meint, dass er versucht ein Ersatzteil zu beschaffen und sollte dies nicht gelingen die Bremse am linken Vorderrad stillzulegen, damit wir in die nächste Stadt fahren können. O.K. 😵 Wir vereinbaren, dass er das Auto morgen Vormittag abholt – wir wollen den Schlüssel an der Rezeption lassen. Gut, dass der Fußweg vom Camp zum Bootsanleger nur rund 10 Minuten dauert. Wir buchen also eine Bootsfahrt auf dem Nil und brauchen das Auto am Vormittag nicht.
Nach einer erfrischenden kühlen (heißes Wasser gibt es nicht) Dusche gehen wir in die Bar und genießen unseren Urlaub.
Zum Abendessen lassen wir uns Fischcurry schmecken. Das ist richtig lecker. 😛 Bisher hatten wir noch keine Lust zu kochen. Ist auch nicht wirklich nötig – das Essen ist gut und günstig – alles ist total unkompliziert. Für das Frühstück bestellen wir ein Breakfast-Paket, dann haben wir keinen Stress – um 8 Uhr soll die Bootstour starten. Nach dem Abendessen genießen wir noch die entspannte Stimmung an der Bar, sichten ein paar Fotos und freuen uns auf morgen. Unter jeder Laterne sitzen Geckos, die Luft ist angenehm warm … so macht Urlaub Spaß! 🙂 Fortsetzung folgt…
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202108. März 2023 · #42
Eine Bootsfahrt die ist lustig… Am nächsten Morgen stehen wir im Morgengrauen auf. Die zweite Nacht im Zelt war schon weniger schlimm als die erste! Wir räumen das Auto ein und packen unsere Fotorucksäcke. An der Rezeption hinterlegen wir den Schlüssel und holen uns unser „Breakfast to go“ samt Kaffee… Wir hoffen, dass mit dem Auto alles klappt. 😗 Der Fußweg zum Bootsanleger ist ein kurzer Spaziergang und wir genießen die Ruhe am Morgen. Wir sind pünktlich um 7.45 Uhr am Anleger – außer uns kein anderer Tourist.
Wir werden freundlich empfangen und bezahlen die Tour zu den Murchison Falls. Scheinbar warten wir noch auf weitere Gäste – wir setzen uns erstmal auf die Terrasse mit Blick auf den Nil und sichten unser Frühstück. Der Saft der frischen Ananas läuft schon aus der Verpackung, also wird diese zuerst verspeist, ebenso wie ein leckeres Rolex. Den Pfannkuchen heben wir uns für später auf. Wie immer ist alles mehr als reichlich! Irgendwann kommen zwei weitere Gäste und wir besteigen das kleinste der verfügbaren Boote. Am gegenüberliegenden Ufer sammeln wir bei der Paraa Lodge zwei weitere Gäste auf, dann geht es los.
Den Namen unseres Guides habe ich leider vergessen, er kennt sich aber sehr gut aus und lässt uns viel Zeit um die entdeckten Tiere zu beobachten. Dazu liefert er uns jede Menge Infos … immer wieder schaltet er den Motor aus und wir kommen sehr nahe an die Tiere heran.
Es gibt Krokodile
einen Giant Kingfisher
Afrikan Darter
und natürlich Hippos!
Der Wind auf dem Wasser ist angenehm frisch und wir genießen die wunderbare Landschaft! Der Viktoria Nil ist ein beeindruckender Strom!
Die Ufer sind üppig bewachsen!
Besonders schön ist diese Gruppe Wasserböcke...
Das Kleine ist herzallerliebst 😘
Dieser Red-throated? Bee-eater posiert besonders schön 😎
Schließlich kommen wir zu einem wirklich riesigen Krokodil! Wir fahren seeeehr nahe ran 😵 - unser Guide versichert uns es sei nicht aggressiv! 😗
Auf den Gräsern tummeln sich ein paar Libellen!
Ein African Fish Eagle beobachtet uns von oben herab! 😗
Wir kommen an eine beeindruckende Felswand! Ist das schön hier! 🙂
Ein African Darter wärmt sich in der Sonne!
Nach einer Biegung kommen in der Ferne die Wasserfälle in Sicht – schon beeindruckend!
Die Strömung ist für das kleine Boot ganzschön heftig, aber wir fahren nahe genug heran um die Wasserfälle in Ruhe bestaunen zu können. Schade, dass wir keine Zeit haben werden zum Aussichtspunkt zu laufen…
Langsam machen wir uns auf den Rückweg.
Mein persönliches Highlight auf der Rückfahrt ist eine Elefantenherde, die gerade beim Trinken ist.
Als wir uns nähern formieren sie sich sofort zu einem Kreis und nehmen die Kleinen in die Mitte.
Mit aufgestellten Ohren und Rüsseln werden wir inspiziert ...
und schließlich für harmlos befunden…
Wir sehen noch einen Goliath-Reiher
und die Dächer des Red Chilli Camps
Um viertel nach Elf sind wir nach einer tollen Fahrt zurück am Anleger – die ganze Zeit ist uns kein einziges anderes Boot begegnet!!!
Nachdem wir einer Musikgruppe zugehört haben machen wir uns auf den Rückweg und spazieren wieder ins Camp. Unser Auto ist noch nicht da… Wir gehen in die Bar, bestellen Drinks und Hotdogs mit hausgemachter Salsa, dann relaxen wir auf der Couch und genießen den Blick auf den Nil. Es ist total entspannt. 😎 Wir bekommen unser Essen und die Tomaten-Zwiebel Salsa ist köstlich! 😛 😛 Noch bevor wir mit dem Essen fertig sind fährt unser Auto auf den Hof!!! 🤩 Die Bremse ist repariert!!! Das hat wirklich super geklappt! 🙂 M. fährt den Mechaniker schnell zurück zur Werkstatt – er arbeitet für die UWA, das dauert keine 10 Minuten – dem Nachmittäglichen Gamedrive steht nichts im Wege! 😎 Zuerst bestellen wir uns aber noch einen French-Press-Kaffee, schreiben ein paar altmodische Postkarten an die Daheimgebliebenen und knipsen eine Agame die gerade einen Mittagssnack verspeist….
und einen neugierigen Webervogel...
Fortsetzung folgt...
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202109. März 2023 · #43
Regen und ein Regenbogen Gegen 13 Uhr brechen wir auf zum Nachmittags Gamedrive. Auf dem Chinesen-Highway geht es Richtung Pakwach. Überall wachsen Borassus Palmen – die Landschaft ist echt skurril!
Neben der Straße grasen viele Uganda Kobs und Oribis. Sogar Elefanten entdecken wir.
Auf der Nationalparkkarte ist ein Weg durch den Palmenwald nach Osten verzeichnet. Den können wir leider nicht finden – die Gräben und Erdwälle neben dem Highway sind aber ohnehin so tief/hoch, dass wir es lieber gar nicht erst versuchen. Der Blick auf den Palmenwald ist aber auch vom Highway aus toll! Es ist wunderschön und ich bin total verliebt in die Landschaft! 😎 Schließlich nehmen wir den einzigen fahrbaren Weg nördlich der Paraa Safari Lodge und fahren nach Osten in Richtung Nyamsika Cliffs. Die Idee dorthin zu fahren verwerfen wir, als es immer stärker bergab geht.
Wir wollen nicht riskieren irgendwo hängen zu bleiben – der Himmel bewölkt sich bereits bedrohlich und sollte es regnen ist uns das zu riskant. Die hiesigen Warzenschweine haben zum Teil richtig lange Mähnen 😄
Wir entdecken Kobs, Jackson Hartebeest, Warzenschweine, Perlhühner und Büffel
So viel Glück wir gestern und heute Vormittag mit dem Wetter hatten – jetzt ist es vorbei! Der Himmel zieht komplett zu und ein Gewitterregen bricht über uns herein. Der Weg wird zu Schmierseife und alle Gräben füllen sich blitzschnell mit Wasser! 😮 Als das Wasser auch den Weg in einen Bach verwandelt wird es uns zu mulmig und wir halten an – falls ein anderes Auto kommt muss es eben warten. Mitten auf der Pad hole ich unter akrobatischen Verrenkungen die Thermoskanne und den Instant Kaffee aus dem Kofferraum und wir lassen uns dazu die Pfannkuchen vom Frühstück schmecken. 😗 Wir werden von ein paar Hartebeests beäugt, die ziemlich bedröppelt aussehen!
Die Büffel grasen unbeeindruckt weiter...
Kein anderes Auto stört uns und als es zu regnen aufhört fahren wir noch ein Stück weiter nach Osten. An einem Wasserloch finden wir einen Streifenschakal, der an einem alten Gerippe herumnagt. (Das Foto ist leider nix…) und frisch panierte Büffel! 😄
Besonders freuen wir uns über ein Paar Abyssinian Ground –Hornbills. Die sehen echt genial aus und schreiten gelassen ihrer Wege! Um halb vier kehren wir schließlich um.
Auf der Rückfahrt kommt ab und zu die Sonne heraus und wir halten an einer besonders schönen Stelle mit sandigen Auswaschungen. Nachdem wir uns umgeschaut haben wagen wir uns ein paar Meter vom Auto weg um Fotos zu machen.
Wir fahren weiter und hinter einer Kurve sind sie plötzlich da – mitten vor uns auf dem Weg – eine Gruppe Löwen!!! 🤩
Mir gelingt ein einziges Bild – dann ist auch schon der letzte im hohen Gras verschwunden – ich bin total glücklich – was Raubtiere angeht sind wir nicht gerade vom Sichtungsglück gesegnet. Also sind wir über das kurze Erlebnis umso glücklicher. 😎 😎
Nach dem Regen wirkt die Landschaft richtig mystisch...
Ein Greifvogel trocknet mit genervtem Blick sein Gefieder 😎
Kurz nach den Löwen ist plötzlich eine Elefantenherde in Sicht – sie fressen links und rechts neben dem Weg zwischen den Palmen. So schön!
Piapiacs sind hier die Begleiter der Elefanten.
Das Licht ist nach dem Gewitterregen traumhaft und wir knipsen was das Zeug hält. Schließlich gibt es sogar einen Regenbogen!
Zurück im Camp genießen wir einen Savannah zum Sundowner, beobachten die vorwitzigen Vögel die überall durch die Büsche turnen und stöbern im Vogelbuch. Wir machen noch einen kurzen Spaziergang bevor wir in die Bar gehen, noch eine Runde Würfeln und auf unser Abendessen warten. Die Beef-Lasagne ist in Ordnung und wir gehen früh ins Bett – morgen müssen wir leider schon weiter – ein langer Fahrtag liegt vor uns! Fortsetzung folgt…
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202112. März 2023 · #44
Es geht nach Süden! Wir stehen im Morgengrauen auf und holen uns an der Bar Tee und Pfannkuchen. Die Sonne geht über dem Viktoria-Nil auf und die ersten Vögel sind unterwegs. 🙂 Um 7.45 Uhr sind wir abfahrtsbereit – 340 km liegen vor uns. Das wird ein langer Tag. Auf dem Chinesenhighway fahren wir nach Süden – zunächst durch Buschlandschaft, dann durch wunderschönen Wald
– wir winken der Budongo Eco Lodge zu und amüsieren uns über die Paviane, die sich auf der Teerstraße in der Morgensonne wärmen. In Masindi tanken wir das Auto voll und kaufen uns an einem Straßenstand ein paar Samosas fürs Mittagessen und andere Kleinigkeiten. Die Fahrt nach Süden zieht sich… ein schmuddeliges Straßendorf reiht sich an das nächste, der nun schon gewohnte Trubel aus Bodas, Fahrrädern und Fußgängern hat uns wieder.
Bei jedem der gefühlt tausend Bumps bricht das Auto fast auseinander und das Geschirr, das ich nicht ordentlich verstaut habe scheppert erbärmlich! 😣 😣 Mittags haben wir Glück und finden einen schattigen Wald zum Picknick machen. Die Samosas sind echt lecker! 😛 Nachmittags werden wir hundemüde 🙁 – obwohl alle Straßen geteert sind zieht sich die Strecke bis Fort Portal. Wir vertreiben uns die Zeit mit „Welches Tier sehen wir als nächstes…“ – die Ziege gewinnt fast immer… auch das Tierschlangen-Spiel hält uns wach und am Spätnachmittag erreichen wir nach den letzten Metern auf grottenschlechten Wegen (maps.me hat uns wieder mal über eine fragwürdige Abkürzung gelotst 😈 ) schließlich Kluges Guestfarm. Hier wollte ich gerne übernachten, weil die Farm im Forum so gelobt wurde. 🙂 Wir werden herzlich empfangen und suchen uns einen schönen Stellplatz. Nur ein weiterer Camper ist da und es ist absolut friedlich! So lassen wir den restlichen Nachmittag mit Kaffee trinken, lesen, Vögel beobachten und endlich mal wieder heiß duschen vergehen. Ahhh! Urlaub! 😎
African Yellow White-eye
Gegen 19 Uhr pilgern wir ins Restaurant, wo wir ein leckeres Abendessen bekommen: M. probiert die Ziege 😛 und ich habe Fisch 😛 … die Beilage ist traditionelles Karo – ein gummiartiger schwärzlicher Klumpen von irgendwas undefinierbarem… wir lassen es uns erklären – soweit ich verstehe irgendein spezielles Getreide. Stopft auf alle Fälle… 😵 Die Nachspeise besteht wie so oft aus leckerem Obstsalat 😛 und wir klettern satt und hundemüde in unser Dachzelt – an die dünne Matratze haben wir uns inzwischen gewöhnt! Fortsetzung folgt…
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202112. März 2023 · #45
Mit Robert Flufftail zum „Top oft he world“ Nachts wache ich von prasselndem Regen und Donnergrollen auf… Blitze erhellen das Innere des Dachzelts… 😈 Morgens ist es nicht besser. 😈 In einer kurzen Regenpause verlassen wir unser trockenes Zelt und spazieren zum Frühstücken ins Restaurant. Kaum sind wir dort beginnt es wieder zu schütten… Gut dass wir am Vortag Frühstück geordert haben. 😗 Das Wetter wird auch nach dem Frühstück nicht besser. Regenschauer folgt auf Regenschauer … wir lesen und trinken Tee und Kaffee – zum Glück gibt es auf dem Campingplatz auch einen überdachten Essensbereich. Am späten Vormittag hört der Regen endlich auf. Wir machen einen Spaziergang über das Farmgelände und freuen uns über viele interessante Blumen und andere Gewächse …
Auch einen Nektarvogel entdecken wir:
Nachdem wir das Zelt eingeklappt haben nehmen wir die kurze Fahrt zum Lake Nkuruba unter die Räder.
Wieder schaffen wir es auf grottenschlechten Pisten zu landen… 😈 Das wird langsam zur Gewohnheit! Mehr als einmal schauen die Einheimischen unserem Auto sehr verwundert hinterher… 😗 Zum Glück sind es nur 37 km und wir sind am frühen Nachmittag am Lake Nkuruba Camp. Hier herrscht großer Trubel – eine große Gruppe Spanier packt unter viel Geschrei gerade das restliche Picknick in den Bauch eines riesigen Trucks. 🙄 Wir lassen unser Auto außer Reichweite stehen und setzen uns an einen Gartentisch mit Blick auf den See. Die Sonne scheint mittlerweile und als der Truck abgefahren ist kommen wir dazu, die Umgebung so richtig zu genießen! Es ist wunderbar hier! 😎 😎 Wir bestellen Mittagessen und Drinks und genießen es erstmal angekommen zu sein. In den Bäumen turnen Colobusaffen und Vögel herum – was für ein schöner Ort! 🙂 Das Essen schmeckt sehr lecker und anschließend sichern wir uns einen Stellplatz mit Blick auf den See.
Ein Drink schmeckt auch schon am Nachmittag 😗
Das Zelt wird aufgeklappt und wir fragen Julius, den Campmanager nach möglichen Aktivitäten. Wir vereinbaren einen kurzen Walk zum Aussichtspunkt „Top oft he World“ um halb 5. Bis dahin machen wir gar nichts. 😎 Unser Guide heißt Robert, Spitzname „Flufftail“. Er ist ein wahrer Vogelspezialist und trägt das dicke „Birds of East Africa“ in der Hand – er freut sich, als er merkt dass wir uns für Vögel interessieren und liest uns immer wieder Passagen über die diversen Vögel die er entdeckt daraus vor – echt putzig! 😗 Robert kennt ist eine Quelle an Wissen – von Vögeln, über Landschaft, den Anbau von Getreide, die medizinische Verwendung diverser Pflanzen – keine unserer Fragen bleibt unbeantwortet. Der Walk ist total kurzweilig!
Kleiner Wermutstropfen: es fängt wieder kräftig an zu gewittern!
Wir haben zwar Regenjacken dabei, aber mir sind Blitz und Donner ziemlich unheimlich. Ich frage Robert, ob er denkt dass es gefährlich ist – er antwortet mir – ich könne ja auch von einem Auto überfahren werden … 😵 😵 Der Top oft he World Viewpoint liegt auf dem Gelände einer schon seit Jahren im Bau befindlichen Lodge – wir zahlen Eintritt und dürfen das Tor passieren.
Wir sind patschnass als wir das verwaiste Restaurant erreichen. Hier stören wir ein junges Pärchen – sie haben aber nichts dagegen dass wir uns vor dem Regen unterstellen. Die Ndali-Kasenda Crater Lakes sind über 40 Kraterseen, die bis zu 400 Meter tief sind. Endlich hört es auf zu regnen und wir können von der Terrasse aus den Blick auf die drei Seen, den Wald von Kibale und in der Ferne das Rwenzori Gebirge genießen. Es ist großartig! 🙂
Auf dem Rückweg kosten wir noch die Blätter des Bottle-Brush Trees, die nach Menthol schmecken und auch den schlimmsten Husten innerhalb kürzester Zeit kurieren sollen.
Wir entdecken noch einen African Millipede, dann geht es mit schnellem Schritt zurück zum Camp – es wird schon dämmrig. Das erste Mal in diesem Urlaub ziehen wir warme Klamotten an und entscheiden uns wiederum dafür, die heimische Bevölkerung zu unterstützen und ins Restaurant einzukehren anstatt selbst zu kochen… 😛 Im Restaurant plauschen wir ein bisschen mit den anderen Gästen, genießen das leckere Abendessen und spielen noch ein paar Runden „Clever“. Als wir in unser Dachzelt krabbeln veranstaltet die heimische Amphibienwelt einen Höllenlärm 😣 – wir sind so müde dass wir trotzdem einschlafen, zumal die Quaker in der Nacht verstummen!
jetzt habe ich mal die letzten Tage Eurer Reise aufgeholt. Erstmal vielen Dank für die wunderbaren Bilder vom Murchison Falls Nationalpark! 🙂 Da komme ich direkt ins Schwärmen und würde mich am liebsten wieder hinbeamen. 😎 Diese vielen Palmen sind einfach toll und die Landschaft sah mit Regenbogen nochmal paradiesischer aus. Schön auch, dass Ihr noch eine überraschende Löwensichtung nach dem Regen hattet. Ansonsten gefällt mir der Stellplatz am Wasser von Eurer letzten Station richtig gut. Wie idyllisch und grün es dort ist. Habt Ihr eigentlich überwiegend gecampt oder war es ein Mix mit festen Unterkünften? Beim "Top of the World" war ich übrigens auch bei meiner ersten Reise. Ich hatte irgendwie erwartet, dass da mehr los ist, aber wir waren die einzigen. Die Aussicht auf die vielen Kraterseen war auf jeden Fall klasse. Ich bin schon sehr gespannt, wie es bei Euch weitergeht. 🙂
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202113. März 2023 · #47
tina76 schrieb:...jetzt habe ich mal die letzten Tage Eurer Reise aufgeholt. Erstmal vielen Dank für die wunderbaren Bilder vom Murchison Falls Nationalpark! 🙂 Da komme ich direkt ins Schwärmen und würde mich am liebsten wieder hinbeamen. 😎 Diese vielen Palmen sind einfach toll und die Landschaft sah mit Regenbogen nochmal paradiesischer aus. Schön auch, dass Ihr noch eine überraschende Löwensichtung nach dem Regen hattet.
Liebe Tina! Murchison Falls ist wirklich sehr besonders 😘 Wir waren so glücklich über die Löwen 😘 😘 Würde auch am liebsten gleich wieder dorthin starten!
tina76 schrieb:.Ansonsten gefällt mir der Stellplatz am Wasser von Eurer letzten Station richtig gut. Wie idyllisch und grün es dort ist. Habt Ihr eigentlich überwiegend gecampt oder war es ein Mix mit festen Unterkünften?
Lake Nkuruba war wirklich super schön - im Campeigenen Kratersee hätte man sogar schwimmen können... Feste Unterkünfte gibt es dort übrigens auch! Haben wir aber nur von außen gesehen. Wir hatten einen Mix aus Dachzelt und Lodge - wir waren uns einig, dass sich das Campen eigentlich nicht lohnt, zumal wir meistens zu faul zum kochen waren 😗 Liebe Grüße, Kathrin
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202114. März 2023 · #48
„How are UUUU“ und Besuch bei den Gremlins Eigentlich wollten wir heute weiter in den Kibale Nationalpark. Nachdem es uns aber hier so gut gefällt, haben wir beschlossen eine weitere Nacht zu bleiben und mit Robert einen 3-Stunden-Hike zu fünf verschiedenen Kraterseen vereinbart. Pünktlich um 8 Uhr ist er da und wir brechen bei herrlicher Morgensonne auf. 😎 Auf einem hohen und kahlen Baum entdecken wir einige Colobusaffen, die sich nach der kühlen Nacht den Pelz wärmen.
Der sieht aus wie aufgespießt 😗
Auch eine Meerkatze wärmt sich...
Schon bald entdeckt Robert die ersten Vögel für uns – wir fotografieren, beobachten die gefiederten Freunde und lauschen Roberts Vortrag aus dem „Birds of East Africa“. 😄 Common Fiscal
Beautiful sunbird
African Yellow-white-eye
???
Wir laufen zunächst entlang der Straße – ganz afrikanisch und biegen schließlich auf einen Feldweg ein. Die Landschaft ist grün und bäuerlich.
Es gibt immer wieder Blumen... Pink flowered Acanthus
Schließlich erreichen wir den ersten – sehr kleinen Kratersee – Lake Nyianswiga.
Hier sitzen einige Reiher und ein Hammerkopf herum.
Blick zurück...
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202114. März 2023 · #49
Bananenplantagen bestimmen von nun an das Bild.
Robert erklärt uns alles Mögliche zum Bananenanbau und anderen Dingen, die uns unterwegs begegnen… So viele Informationen sollen in unseren Köpfen Platz finden… Am Lake Nyiahirya machen wir eine Rast und teilen uns ein paar Äpfel.
Robert hat noch nie einen gegessen und ist sehr interessiert. Er hebt sogar die Kerne aus dem Gehäuse auf und verstaut sie in seiner Tasche um sie einzupflanzen. 😗 Zwei kleine Mädchen mühen sich mit viel zu großen Wasserkanistern 🙁 , die sie mit Bananen verschlossen haben. Als nächstes erreichen wir die Zwillingsseen: Lake Kifuruka und Lake Nyinambuga.
In den großen Bäumen am Ufer entdeckt Robert Hornraben und Turakos – leider gelingen mir keine guten Fotos… Great Blue Turako
Auf den dicken Ästen wachsen kleine Farne und wir sehen eine Siedelagame.
Als letztes erreichen wir den 20.000 Shilling-See, den Lake Lyantonde.
Auch hier wohnt eine Agame 😎
Wir genießen einmal mehr die tollen Ausblicke. Jetzt wäre es schön, wenn uns jemand abholen würde… Mittlerweile ist es brütend heiß und ein Blick auf die Uhr zeigt uns, dass es bereits Mittag ist. Da müssen wir jetzt durch.
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202114. März 2023 · #50
Der Rückweg führt entlang der Hauptstrecke, vorbei an kleinen Häusern, Menschen bei der Arbeit, durch Siedlungen – kurz gesagt durch das ländliche Uganda. Die vielen Kinder, denen wir auf dem Rückweg begegnen sind zwar niedlich, aber auch sehr anstrengend. Schon von weitem skandieren sie: How are U…How are U…How are U, wobei sie das „you“ sehr lustig betonen… 😄 erst wenn wir uns ihnen zuwenden und winken ist Ruhe. Manche begleiten uns ein Stück und finden den Isländischen Puffin aus Stoff, der an meinem Rucksack baumelt sehr lustig… 😎 Endlich wird auch geklärt, was viele Ugander kauen – es ist Zuckerrohr. Diese Erfahrung wollen wir natürlich auch machen und erstehen an einem Stand eine 2 Meter Stange, die M. auf der Schulter trägt. Nun sind wir natürlich erst recht eine Attraktion, zumal Robert eine neongelbe Warnweste trägt. 😗 Nach einem schweißtreibenden Marsch erreichen wir (ich trotz Hut mit rotem Kopf) um halb 2 Uhr einen großen Kaktusbaum, der schon auf dem Gelände des Camps steht. Hier erklärt uns Robert, wie man Zuckerrohr isst …. Meine europäischen Zähne haben hart zu kämpfen um etwas davon abzureißen und mein Kiefer schmerzt nach dieser Erfahrung mehrere Tage… 😣 Wir schenken Robert das restliche Zuckerrohr – er bringt uns später noch eine Touristengerecht-vorbereitete Portion vorbei. Auch wenn es anstrengend war – wir möchten diese spannende Tour nicht missen. Uganda zu Fuß ist mal was ganz anderes! Statt einem verspätetem Mittagessen gibt es noch eine Wassermelone und Bananen – das Zuckerrohr ist ziemlich sättigend, auch wenn man das Zeug nur auslutscht und den Rest ausspuckt. Wir kochen Kaffee und gehen in den Urlaubsmodus über. Die Ablutions sind sehr bescheiden – 2 Duschen, 2 Toiletten und 2 Miniwaschbecken an der Außenmauer – es gibt aber heißes Wasser, so dass wir uns den Staub abwaschen können. Gegen halb 5 haben wir schon wieder Hummeln im Hintern und spazieren an einer kleinen Felswand entlang hinunter zum Lake Nkuruba – der ist nur für Campgäste zugängig. Ein paar Leute schwimmen, wir sind aber nicht solche Wasserratten und genießen den idyllischen See vom Ufer aus. Der Pfad zum See ist die Heimat der Gremlins – Rote Stummelaffen bewohnen die Bäume – wir lachen uns fast tot über die Gesichter. 🤩
Hier ist großes Affenkino geboten – zu schön!
Eine Angestellte des Camps kommt mit einem Zettel und fragt, ob wir etwas zum Abendessen wollen –na klar! 😛 Sie nimmt die Bestellung auf und rügt eine Spanierin, die den Affen eine Banane hinhält – scheinbar sind die Gremlins ziemlich angrifflustig wenn sie sich gestört fühlen und fressen zudem nur Grünzeug… Auf dem Rückweg entdecken wir dann noch ein Pärchen Black-and-white-casqued Hornbills. Der Herr umgarnt seine Dame immer wieder mit lockenden Lauten – sie gibt sich reserviert. Wir genießen das Spektakel.
Frau Hornbill ziert sich noch...
Auch ein Black headed heron sitzt im Baum und ein Hörnchen huscht vorbei.
Wieder zurück gönnen wir uns einen Sundowner mit Chips und in Gesellschaft der Colobusaffen. Am See entdecken wir noch einen Palmnut-Vulture. Es ist ein paradiesischer Ort! 😎
Robert gesellt sich zu uns und hilft uns noch, einige fotografierte Vögel zu bestimmen. Abends gehen wir ins Restaurant, wo wir mit den anderen Gästen ratschen und wiederum ein leckeres Essen genießen. Nach ein paar Runden „Clever“ krabbeln wir müde und satt in unser Dachzelt. Fortsetzung folgt…
casimodo4'528 Beiträge · seit 200714. März 2023 · #51
Liebe Kathrin,
ich habe die ganze Zeit überlegt, ob ich hier einsteigen soll 😗 Uganda ist nichts so auf meiner Liste, eher schon auf der meiner Frau.
Jetzt habe ich jedes Wort mit großem Genuss gelesen. Du schreibst einen wirklich tollen Bericht über eine Gegend, mit der ich mich bisher wenig beschäftigt habe. Und die tolle grüne Landschaft und die Vogelwelt gefallen mit ziemlich gut!
An jetzt fahre ich mit und freue mich darauf, meine "Danke-SPir" bald weiter fortsetzen zu können 😉
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202114. März 2023 · #52
casimodo schrieb: Jetzt habe ich jedes Wort mit großem Genuss gelesen. Du schreibst einen wirklich tollen Bericht über eine Gegend, mit der ich mich bisher wenig beschäftigt habe. Und die tolle grüne Landschaft und die Vogelwelt gefallen mit ziemlich gut!
Hallo Karsten! Das freut mich aber, dass du noch zugestiegen bist! Danke für dein Lob 😊 Vielleicht kann ich dich ja noch überzeugen, Uganda auf deine Liste zu setzen 😉 Es gibt tolle Lodges, leckeres Essen, unglaublich schöne Landschaften und die Tier- und Vogelwelt ist wirklich überzeugend... Viele Vögel habe ich in deinem Bericht über eure Keniareise wiedererkannt - das ist wohl schon sehr ähnlich! Zudem ist reisen in Uganda wirklich unkompliziert und man fühlt sich überall sicher! Viele Grüße, Kathrin
Beatnick1'712 Beiträge · seit 201615. März 2023 · #53
Hi Kathrin,
wir haben es getan - und Uganda für Januar gebucht. Ich hoffe sehr, dass wir ähnlich schöne Dinge sehen wie ihr, besonders gefällt mir die Affen- und die Vogelshow. Ich hol mir dann mal weiter bei dir Appetit. 🙂
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202115. März 2023 · #54
Beatnick schrieb: wir haben es getan - und Uganda für Januar gebucht. Ich hoffe sehr, dass wir ähnlich schöne Dinge sehen wie ihr, besonders gefällt mir die Affen- und die Vogelshow. Ich hol mir dann mal weiter bei dir Appetit. 🙂
Hi Betti! Wie schön!!! Da bin ich direkt ein bisschen neidisch! Wisst ihr schon, wo ihr überall hinwollt? Da freue ich mich ja jetzt schon auf eure Fotos! 😎 Hier geht es gleich mit neuen Appetithäppchen weiter! Liebe Grüße, Kathrin
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202115. März 2023 · #55
"Next Stop Äquator" und "Campen im Abseits" Heute müssen wir diesen paradiesischen Ort leider schon verlassen. Wir räumen das Auto ein und verabschieden uns von Julius, Robert und den anderen Mitarbeitern. Schön war es hier! 🙂 Die nächste Reise unserer Reise führt uns über rund 130 km in den Queen Elisabeth Nationalpark. Mittlerweile sind wir den 11. Tag in Uganda unterwegs – unglaublich, wie viel wir bereits erleben durften. 🙂 🙂 In Kasese kaufen wir ein paar Kleinigkeiten ein, tanken und heben Geld ab. Dabei werden wir von zwei kleinen Jungs verfolgt, die uns ziemlich offensiv anbetteln. Leider gibt es in Uganda sehr viele Aids-Waisen. 🙁 Ich denke aber es ist sinnvoller, Organisationen vor Ort zu unterstützen die Hilfe zur Selbsthilfe leisten – Julius und einige Mitstreiter vom Lake Nkuruba Camp haben beispielsweise eine Organisation gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hat möglichst viele Kinder der umliegenden Gemeinden in Schulen unterzubringen. Auch wenn mir das in dem Moment schwerfällt gebe ich den beiden nichts… 🙁 Nachdenklich fahren wir in Richtung Äquator. Unterwegs bietet sich wieder das gewohnt trubelige Straßenbild.
Ich werfe nochmal einen Blick auf die Landkarte – das erste Mal am Äquator – dann ist plötzlich das Straßenschild da und wir stoppen auf einem Parkplatz.
Außer dem Straßenschild, einem verblichenen Plakat und drei verbeulten Blechschüsseln gibt es hier nichts weiter zu sehen – das hatten wir uns ein bisschen anders vorgestellt… 😕 Für umgerechnet rund 2,50 Euro lassen wir uns in den Blechschüsseln die Corioliskraft demonstrieren… ach ja – der Physikunterricht ist lange her. Nachdem es hier weder Souvenirs noch Kaffee gibt, fahren wir schnell weiter.
Kurz darauf haben wir auch schon den Queen Elisabeth Nationalpark erreicht. Da wir gerne Landschaft mögen wollen wir durch das Crater Gate und über den Crater Drive in Richtung Mweya Halbinsel fahren. Kein einziges Auto ist auf dem Parkplatz als wir zum Office marschieren. Hier kommt glaube ich eher selten jemand her. Die beiden Damen sind überrascht aber erfreut, als wir unser Anliegen erklären. Leider ist die Zahlmeisterin zuhause bei ihrem Kind, wenn wir warten wollen rufen sie sie aber an – kein Problem. Wir schauen uns um und fragen nach Kaffee- den kriegen wir! Im Office gibt es wenige verbleichte T-Shirts und „Gorilla-Coffee“ – wir kaufen ein paar Päckchen als Mitbringsel. 😎 Als der French-Press Kaffee fertig ist setzen wir uns draußen in den Schatten – der Kaffee ist so stark, dass unsere Lebensgeister sofort geweckt werden. 😄 Wir können eine Agame beobachten, sonst tut sich nicht viel.
Nach ungefähr einer halben Stunde kommt die Zahlmeisterin und wir können los. In den nächsten 4 Stunden begegnen wir keiner Menschenseele… Die Landschaft mit den grünen Kratern ist wunderschön 😘 – die Pad ist teilweise recht holprig, bei schönem Wetter aber kein Problem. Wir genießen die Einsamkeit in vollen Zügen. Ab und zu halten wir an um zu fotografieren.
Am Horizont sieht man den Lake George
Tiere sehen wir, abgesehen von ein paar Vögeln allerdings keine. Hier ein Yellow-throated Longclaw
So trauen wir uns an einem wassergefüllten Kratersee, dem Lake Kitagata unseren Picknicktisch aufzubauen und sitzen bei angenehmen Temperaturen am Kraterrand, lassen uns die Brotzeit schmecken und jagen ein paar Schmetterlingen hinterher… Es ist traumhaft schön hier! 🤩
Afrikanischer Monarchfalter
Auch ein paar Blüten gibt es zu entdecken - Hypericum-Familie?
Auf der Weiterfahrt sehen wir sogar noch eine Gruppe Elefanten – insgesamt zählen wir 20 Tiere – über diese unerwartete Sichtung freuen wir uns sehr!
Die Elis sind recht weit weg – trotzdem beobachten wir sie eine ganze Weile – schön, wenn man keine Termine hat! 😎
Auf einem Baum sitzen etliche Geier, wir können aber keine Spur eines Kadavers entdecken.
Manche Krater sind mit Büschen und Bäumen bewachsen,
dann wiederum dominiert ein weißes, fedriges Gras die Landschaft.
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202115. März 2023 · #56
Gegen 16 Uhr erreichen wir die Mweya Halbinsel. Hier gibt es eine Lodge, ein Besucherinfocenter und einen Campingplatz. Wir fahren zunächst zum Infocenter… puh ist das verlottert… 🙄 die ausgestopften Tiere verlieren schon ihre Papierfüllung und die Karten an den Wänden kann man kaum noch lesen… 😣
Das Personal ist eher von der muffigen Sorte 😣 😣 – wir fragen nach einem Platz auf dem Campground und bezahlen für zwei Nächte – ein Fehler wie sich herausstellen sollte… 😠 Auf unsere Frage nach einer Bootsfahrt auf dem Kazinga Channel wird uns mitgeteilt, dass nur ein Boot fährt – um 15 Uhr. Wir lassen uns mal vorsorglich in die Liste eintragen… Schließlich fahren wir an Wellblechbaracken vorbei in Richtung Campsite – oh Mann ist das verlottert hier… 😮 Wir sind erstmal schockiert. 😮 Überall liegen herausgerissene Büsche, eine Brandschneise erstreckt sich zwischen einem Acker und dem Campsite – das scheint von aller Welt verlassen. 😕
Nachdem wir erstmal durchgeatmet haben inspizieren wir die Ablutions. Es gibt zwei Häuschen: die Toiletten sind verstaubt und voller Spinnweben, funktionieren aber immerhin… aus den Duschen kommen ein paar rostige Wassertropfen, am Waschbecken gibt es gar kein Wasser… Na toll! 😈 😈 Ohne Wasser macht das gar keinen Sinn! Ein weiteres Häuschen, dessen Zweck sich uns nicht erschließt ist ruinös und dient als Müllhalde – auch nix… 😈 In der äußersten Ecke steht ein recht großer Wetterschutzpavillion und ich entdecke an der Außenseite einen weiteren Wasserhahn – hurra 🤩 – es kommt Wasser und dazu sieht es noch recht sauber aus. Zum Waschen reicht das – da es schon so spät ist haben wir ohnehin keine Wahl und beschließen wenigstens eine Nacht zu bleiben.
Auf der Haben-Seite lassen sich immerhin Warzenschweine, Wasserböcke, ein Hammerkopf, ein Marabu und die Aussicht auf den Kazinga Channel verbuchen! 😗
Wir stärken uns erstmal mit einem Kaffee und wagen uns dann auf einen Gamdrive am Kanal entlang in Richtung Leopard Loop.
Was vielversprechend klingt endet als kompletter Reinfall. Wir müssen umkehren, da aufgrund der dornigen Büsche irgendwann kein Durchkommen mehr ist – der arme Toyota erleidet massenweise Kratzer… 😈 Das Gleiche auf dem Royal Circuit 😈 und der Queen`s Mile… 😈 😈 Die Kratzer werden mehr und mehr, zu sehen gibt es nicht viel. Insgesamt 3 Büffel, einer mit Oxpecker...
...das eine oder andere Warzenschwein...
...diesen Wasserbock...
und Federvieh: African Grey Hornbill
Shrike
Frankolin
Long Crested Eagle
Grey headed Kingfisher
Die Landschaft wird von großen Euphorbienbäumen dominiert - das gefällt uns sehr gut! 🙂
Um halb sieben geben wir auf und kehren zum Campsite zurück – wie zu erwarten ist außer uns niemand da… Wir stellen uns in die äußerste Ecke in die Nähe des Pavillions, so dass wir die aufgerissenen Gräben nicht sehen. 😗 Es ist ganz O.K. Wir sind gerade noch dabei uns zu sortieren, da nähert sich ein Ugander mit forschem Schritt der Ruine – wir warten gespannt was passiert… 😐 Kurz darauf taucht er mit einem Wischmopp und einem Eimer wieder auf und verschwindet in Richtung Toiletten 😄 … Was soll man da noch sagen. Als er seine Putzutensilien wieder in der Ruine untergestellt hat kommt er zu uns. Er stellt sich als Richard vor und freut sich sichtlich, dass wir hier sind. 🙂 Bei diesem herzlichen Empfang fühlen wir uns gleich etwas wohler. 🙂 🙂 Wir lehnen sein Angebot ab, uns ein Feuer zu machen. Stattdessen kochen wir Kartoffel-Kürbiseintopf und Krautsalat und machen uns ein Bierchen auf. Der Frieden währt aber nicht lange – wir werden von Heerscharen summender Mücken heimgesucht – sie beißen und stechen zwar nicht, sind aber überaus lästig. Als wir alle Lichter ausmachen setzen sie sich auf das Auto – vielleicht um die Restwärme zu nutzen… Nachtschwalben fliegen umher und wir ziehen uns bald ins Dachzelt zurück. Nachts wachen wir von kauenden Geräuschen auf – ein Blick mit der Taschenlampe zeigt uns, dass ein Nilpferd in der Nähe des Autos grast. Wir hören Hyänen und im Morgengrauen Löwen…
interessant, die vielen Kraterseen in der Region zu sehen. Deine Bilder davon finde ich sehr schön und auch die einsame Gegend, die Ihr ohne andere Touristen erleben konntet, landschaftschaftlich ein Traum! 🙂 Großes Kompliment ansonsten für die vielen unterschiedlichen Vögel, die Du vor die Linse bekommen hast. Black-and-white-casqued Hornbills sehe ich dadurch zum ersten Mal und dann sogar einen Great Blue Turaco, der für ein Foto still gehalten hat!!! Ich habe mehrmals in Uganda versucht, diesen wuseligen Vogel abzulichten. Leider bis auf total verwackelte Aufnahmen komplett erfolglos 😵 Nun bin ich gespannt, ob sich Euch der Queen Elizabeth NP noch von der besseren Seite gezeigt hat. Das verlotterte Camp ist ja eindeutig steigerungsfähig. 😉
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202117. März 2023 · #58
tina76 schrieb: Großes Kompliment ansonsten für die vielen unterschiedlichen Vögel, die Du vor die Linse bekommen hast. Black-and-white-casqued Hornbills sehe ich dadurch zum ersten Mal und dann sogar einen Great Blue Turaco, der für ein Foto still gehalten hat!!! Ich habe mehrmals in Uganda versucht, diesen wuseligen Vogel abzulichten. Leider bis auf total verwackelte Aufnahmen komplett erfolglos 😵
😊 Danke für das Lob! Wenn ich da allerdings die Fotos von manchen Profis hier im Forum sehe bin ich immer total fasziniert, wie die es schaffen die Vögel so scharf abzulichten. Bis ich meine Kamera ausgerichtet hatte waren die Biester meist schon weg 😣
tina76 schrieb: Nun bin ich gespannt, ob sich Euch der Queen Elizabeth NP noch von der besseren Seite gezeigt hat. Das verlotterte Camp ist ja eindeutig steigerungsfähig. 😉
Da sagst du was 😄 Obwohl wir tatsächlich noch eine weitere Nacht bei den "Mördermücken" ausgeharrt haben! 😗 Aber dazu mehr im nächsten Teil! Liebe Grüße und schönes Wochenende! Kathrin
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202121. März 2023 · #59
Entspannter Tag im Queen Elisabeth Nationalpark Als wir morgens aus dem Zelt krabbeln sitzen 2 Hammerköpfe herum und auch die Wasserböcke sind wieder da.
Affen hat es zum Glück keine, darum können wir entspannt und gemütlich mit Blick auf den Kazinga Channel unser Frühstück genießen. 😎 Da wir faule Leutchen sind starten wir erst gegen halb neun zu unserem Gamedrive-Tag im Nationalpark. Wir nehmen die Teerstraße in Richtung Katunguru. Am Lake Nyamanyuka entdecken wir zahlreiche Büffel und Wasserböcke am Ufer.
Am Kasenyi Gate zeigen wir unser Permit und quatschen ein bisschen mit den Rangern. Sie erzählen uns von einer Löwensichtung in der Nähe eines Waterholes – um es vorweg zu nehmen. Wir sehen die Löwen nicht. 🙁 Die Papierkarte stimmt nicht mit den in maps.me eingezeichneten und die wiederum nicht mit den tatsächlich vorhandenen Pisten überein… Egal – wir freuen uns über jedes Tier und was Katzen-Sichtungen angeht waren wir bisher nie vom Glück gesegnet… Vielleicht sollten wir auch mal den Sichtungsfee-Bestechungs-Willi, von dem hier so oft zu lesen ist ausprobieren… 😗 Trotzdem wird unsere Irrfahrt über die Kasenyi-Plains nicht langweilig. 😎 Wir sehen Elefanten
Die Landschaft wird dominiert von großen Euphorbien-Bäumen. Das haben wir so noch nie gesehen und zusammen mit dem gelben Gras sieht das wirklich großartig aus! 🙂
Uganda Kobs und Büffel sind immer nett anzusehen...
Im gelben Gras entdecken wir pinkfarbene Blumen:
Diese Pflanze erinnert an ein Nachtschattengewächs...
Besonders über die vielen Vögel freuen wir uns! Honeyguide Greenbul
Burchell`s coucal
Red necked spurfowl
White-browed coucal
Senegal Lapwing
Unseren Kaffee wollen wir bei ein paar Zebramangusten trinken… die finden das nicht so toll und sind blitzschnell verschwunden. 😮 Wir bleiben trotzdem stehen.
Katma1722Themenstarter560 Beiträge · seit 202121. März 2023 · #60
Den schönsten Ort des ganzen Vormittags finden wir am Ufer des Lake George. Als wir ankommen sind da schon viele Vögel und ein kleines Krokodil. 😎
Kaum haben wir uns geschickt platziert und die Kamera in Anschlag gebracht, dröhnt von der Pad her ein Motor und einer der riesigen Overlander „betritt“ die Bühne. 😠 Der Truck stoppt und spuckt Mengen an Touris aus – sie schwärmen ohne Rücksicht auf Verluste aus, trampeln an der Uferzone herum 😠 , verscheuchen alle Vögel und schreien sich lauthals auf italienisch an!!! 😈 😈 😈 Zum Glück ist ihr Zeitfenster begrenzt und nach ca. 15 Minuten und hunderten Selfies klettern sie zurück in den Truck und rumpeln davon… 😣 Wir sind allein und bleiben es auch! 😎 Hier ist bestes Vogelkino geboten. Vor allem die Graufischer sind eifrig bei der Balz und Herr Graufischer umwirbt seine Angebetete mit selbstgefangenem frischen Fisch. Ein sehr unterhaltsames Schauspiel…
Auch Triele sind zu sehen:
Mittags lassen wir uns einen schnell gemixten Mais-Tomaten-Thunfischsalat schmecken. 😛 Zum Nachtisch gibt es Wassermelone. Nachmittags sehen wir wieder einige Tiere: Uganda Kobs
Elefanten
In dieser Dreckbrühe herrscht ziemliches Gedränge 🙄
Die Wasserböcke sehen dafür im gelben Gras umso schöner aus!
Immer wieder treffen wir auf Büffel...
Wir entdecken noch Rüppell`s starlings
Und hübsche blühende Büsche...
Auch dieser Grey headed Kingfisher posiert noch für uns:
Am ehemaligen Campsite am Channel-Track lassen wir uns mit Blick auf den Kanal den Kaffee schmecken.
Ein Black-winged Kite beobachtet uns...
Die Bootsfahrt haben wir natürlich längstens verpasst… 😗
Gegen 17 Uhr kehren wir zum Campingplatz zurück und werden von Richard, der am Weg zum Camp arbeitet winkend mit einem „Welcome back“ begrüßt. 😎 Leider kommt er heute nicht vorbei um uns ein Lagerfeuer anzubieten… 🙁 Außer uns und den Wasserböcken ist niemand da!
Wir lassen den Tag mit einem Sundowner ausklingen.
Da es ein wenig zu tröpfeln anfängt tragen wir unser Zeug in den Pavillion um dort zu kochen und zu essen. In der Dämmerung werden wir wiederum von den Mördermücken überfallen – ganze Schwärme gehen uns gehörig auf die Nerven. Das macht keinen Spaß und wir beschließen nach dem Abwasch ins Zelt zu flüchten… 🙁 🙁 Vorher müssen wir noch für kleine Jungs und Mädchen… Die Taschenlampe wird rundum geschwenkt – eine Ginsterkatze huscht davon 🙂 …. weiter links – hmmm das ist jetzt ein bisschen blöd. 😐 Genau zwischen uns und den Ablutions grast bereits ein Hippo. Wir haben es nicht kommen hören. Mehr oder weniger geduldig warten wir bis der Koloss weiter nach links wandert und schräg hinter unserem Auto weiterfrisst. Vorsichtig schleichen wir zu den Ablutions 😗 und nach einem weiteren Schwenk mit der Taschenlampe zurück zum Auto, wo wir vor Mücken und sonstigem Getier ins Dachzelt flüchten.