Selfdrive Uganda 2022 - Ohne Guide, mit Gorillas

Reisebericht 120 Antworten · 13,6k Aufrufe · gestartet 26. Feb. 2023 von Katma1722
Themenstarter560 Beiträge · seit 202126. Feb. 2023 · #1
Ein paar Anmerkungen vorweg…
Ich bewundere alle, die es schaffen, kaum dass der Urlaub zu Ende ist, hier im Forum einen Reisebericht zu schreiben – Hut ab… 😎
Bei mir hat es leider etwas länger gedauert – jetzt will ich den neuerlichen Wintereinbruch in den Bergen nutzen und hier noch einen schnellen Bericht einstellen. Wir – mein Mann und ich waren im August 2022 für 3 Wochen mit einem Toyota Prado als Selbstfahrer in Uganda unterwegs - ohne Guide und ein bisschen planlos aber mit zahlreichen einheimischen Helfern...
Ein herzliches Dankeschön euch allen, die ihr euch die Mühe macht hier Berichte einzustellen – besonders hilfreich fand ich Piccos Zusammenfassung der „Uganda Reiseberichte“, Tiggis Bericht über die Selbstfahrertour und auch aus Tinas Bericht habe ich einige Inspirationen gezogen! 🙂
Nach Uganda zu reisen stand eigentlich nicht auf dem Plan, und doch – plötzlich waren die Flüge gebucht, nach einigem Bangen noch Gorilla-Permits für den Mgahinga Nationalpark ergattert und eine grobe Tour zusammengeschustert… gefühlsmäßig sind wir noch nie so schlecht vorbereitet in einen Urlaub gestartet. Trotzdem wurde es eine der beeindruckendsten Reisen die wir bisher gemacht haben – nicht zuletzt dank der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Einheimischen und natürlich wegen der abwechslungsreichen Natur, der Tier- und Pflanzenwelt.
So – genug gelabert – ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere uns auf unserer Reise begleiten will – Platz genug ist…

Unsere Route:
11./12. August – Anreise von München via Doha nach Entebbe
12. bis 14. August – Papyrus Guesthouse, „Gartenzimmer“ in Entebbe
14. bis 16. August – Budongo Eco Lodge, Forest Cabin Duiker – Budongo Forest
16. bis 19. August – Red Chilli Camp, Dachzelt – Murchison Falls Nationalpark
19. bis 20. August – Kluges Guestfarm, Dachzelt – Nähe Fort Portal
20. bis 22. August – Lake Nkuruba Camp, Dachzelt – Crater Lake Region
22. bis 24. August – Mweya Campground, Dachzelt – Queen Elisabeth Nord
24. bis 26. August – Enjojo Lodge, Dachzelt – Ishasha Region
26. bis 28. August – Gorilla Hills Eco Lodge, Cabin – Bwindi Impenetrable Forest, Rushaga
28. bis 31. August – Ntebeko Homestay, Doppelzimmer – nahe Gate zum Mgahinga Nationalpark
31. August bis 2. September – Leopard Rest Camp, Dachzelt – Lake Mburo Nationalpark
2. – 3. September – Blue Monkey Guesthouse, Doppelzimmer – Entebbe
3./4. September – Rückreise via Doha nach München

Auf nach Uganda …
Die Anspannung ist groß… die Zustände auf dem Flughafen sollen immer noch recht chaotisch sein. 😣 Obwohl unser Flug erst gegen Abend starten soll verlassen wir unser zuhause schon um kurz vor 9! Nur knapp erreichen wir nach 1 Stunde Autofahrt den Zug, der uns nach München bringen soll. Irgendwo im Nirgendwo sollen wir umsteigen … die Bahn meldet wenig hoffnungsvoll „Eine Mitnahme kann nicht garantiert werden…“! Da wird die Laune nicht gerade besser 😈 Zum Glück kommt der Zug und wir erreichen den Flughafen gut 4 Stunden vor dem Abflug. Die Schlange am Check-in ist so lang, dass wir froh sind so früh da zu sein. Irgendwann hat auch die letzte vietnamesische Familie ihre unzähligen Kisten eingecheckt – das Personal gibt sein Bestes! – und wir können zur Sicherheitskontrolle. Rund 1,5 Stunden vor dem Abflug sind wir am Gate – puh! Geschafft!
Für Preise, die einem die Tränen in die Augen treiben gönnen wir uns einen Kaffee und ein Sandwich, dann ist es auch schon Zeit zum Einsteigen. Der Flug nach Doha ist recht angenehm und der Service richtig gut. In Doha steigen wir aus dem Flugzeug und die feuchtheiße Luft schlägt uns wie eine Wand entgegen. Die Brille beschlägt und die Maske tut ein Übriges – halb blind quetschen wir uns in den Bus der uns zur Wartehalle bringt. Um kurz nach zwei Uhr nachts geht es weiter und wir landen pünktlich um 7.20 Uhr in Entebbe.
Gesundheits- und Einwanderungsprozedere gehen ratzfatz und auch unsere Koffer sind schon da. Wir heben noch schnell Geld ab und knapp eine Stunde nach der Landung verlassen wir den Flughafen!
Eine lange Reihe „Abholer“ wartet auf ihre Gäste und auch unsere Namen sind dabei. Wir werden freundlich empfangen und zum Guesthouse gebracht. Auch hier ist die Begrüßung herzlich – es gibt heiße Handtücher für die Hände und einen Begrüßungssaft. Mit dem Tragen der Maske nimmt es niemand mehr sehr genau, uns soll es recht sein.


Wir werden zu unserem Zimmer gebracht, das in einem Hinterhof liegt und keineswegs mit Blick auf den Garten. 😐 Müde wie wir sind bemerken wir das nicht – später entscheiden wir uns dafür, nicht zu meckern – hier sind wir so weit weg vom Schuss, dass wir dafür unsere Ruhe haben. 😗
Wir hauen uns erstmal aufs Ohr und holen etwas vom versäumten Nachtschlaf nach. Gegen 11 Uhr werden wir wieder munter, sortieren uns erstmal, spazieren dann ein bisschen in den Garten um die zahlreichen Blumen und Vögel zu beobachten und setzen uns dann auf die Terrasse zum Essen.
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Themenstarter560 Beiträge · seit 202126. Feb. 2023 · #2
Watch! Watch! Muzungus! Muzungus!

Nachdem uns die Lodgeangestellten versichert haben es sei kein Problem marschieren wir Nachmittags los in Richtung botanischer Garten. Die Straßen von Entebbe sind lebhaft, wir kommen vorbei an Garküchen, Straßenverkäufern die Obst, Gemüse, Kohle und Rolex (Uhren???) anbieten, Hühnern und Ziegen. Die Luft riecht nach Essen und Kohle. Es herrscht ein ungewohnter Trubel – Boda Bodas flitzen vorbei und mehr als einmal winken uns Kinder zu – ich muss herzlich über einen vielleicht 6jährigen Jungen lachen, der seinen Geschwistern mit einem durchdringenden „Watch! Watch! Muzungus! Muzungus!“ zu verstehen gibt, dass es hier was zu sehen gibt. Er lacht übers ganze Gesicht, als wir ihm zuwinken. Wir sind die reinste Einheimischen-Attraktion – kein Wunder – blass, blond, groß… 😗
Nach rund 40 Minuten erreichen wir die Victoria-Mall und stürzen uns auf den leckeren Kaffee als würden wir ahnen, welche Plörre uns in Uganda noch erwarten würde. 😣
Anschließend sind wir gestärkt und blechen 20.000 UGS (5€) pro Person für den botanischen Garten. Die Fotoerlaubnis kostet nochmal 50.000 UGS… Naja… Im Urlaub soll man nicht geizig sein…
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Die vielen verschiedenen Bäume sind großartig!

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Am Eingang tollen Meerkatzen über die Wiese.

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Fireball-Lilies blühen.

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Beim Cannon-Ball-Tree wachsen die Blüten direkt aus dem Stamm.
Wir genießen den Spaziergang und ich bin, umgeben von der Natur endlich so richtig im Urlaub angekommen.

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Am Ufer des Viktoriasees machen wir eine kurze Rast. Es gibt zahlreiche Netze mit ziemlich großen Spinnen – leider ist es windig und die Teile schwanken wie Schiffe auf hoher See.

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Auf dem Rückweg entdecken wir noch Schwarz-weiße Colobusaffen und wunderschöne Amaryllis.
Bei schwülwarmen Temperaturen geht es zurück zum Guesthouse, wo wir kurz rasten und dann in die Bar gehen, wo wir uns das erste Nile-Bier genehmigen. 😎
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Wir haben einen netten Plausch mit einem Franzosen und einem holländischen Pärchen, dann gibt es Abendessen. Chicken Curry und Vegetable Curry schmecken richtig lecker. 😛 Nachdem wir noch einen Ausflug in die Mbamba Sümpfe für den nächsten Tag klargemacht haben fallen wir total bratfertig in unser Bett.
Fortsetzung folgt…
311 Beiträge · seit 201726. Feb. 2023 · #3
Hallo Katma,
da fahr ich gerne mit, steht Uganda doch auch auf unserer bucket-list, allerdings wohl erst ab 2025 😕 . Bin daher seeehr gespannt, was Du berichten wirst!
Viele Grüße Robert
1 Beiträge · seit 202326. Feb. 2023 · #4
Danke für den tollen Bericht...wir werden im Juni/Juli mit dem Dachzelt in Kombination mit Übernachtung in Lodges o.ä. reisen.
Habt ihr die Campsites vorgebucht ?
Themenstarter560 Beiträge · seit 202126. Feb. 2023 · #5
Hi Robert, hi Merkle!
Herzlich willkommen an Bord! Die besten Plätze sind noch frei!
Die Camps habe ich per Email angefragt, wäre aber außer vielleicht beim "Red Chilli" Camp nicht nötig gewesen. Wir waren fast überall die einzigen Camper, bzw. es war genug Platz!
Bald geht es weiter!
VG Kathrin
91 Beiträge · seit 201926. Feb. 2023 · #6
Hallo Kathrin!
Ich springe noch mit rein, wenn Platz ist - bin sehr gespannt, was ihr alles erlebt habt.

Wenn ich Uganda höre, geht mein Herz auf. Wir waren im September 2017 als Selbstfahrer unterwegs (allerdings in festen Unterkünften) und haben die Menschen und auch die Landschaften sehr ins Herz geschlossen.

Wir möchten auf jeden Fall nochmal hin - vielleicht nächstes Mal sogar als Camper.
Mich würde daher interessieren, wie der Zustand/Ausstattung der Campingplätze war.
Habt ihr diese vorab gebucht oder spontan vor Ort? Habt ihr Teile der Reise sowie den Mietwagen über einen Veranstalter gebucht?
Und wie war das Wetter? Hattet ihr öfter Regen?
Fragen über Fragen! 😄

Vielen Dank schonmal im Voraus und natürlich auch lieben Dank für den Reisebericht!

Herzliche Grüße,
Dani
2'191 Beiträge · seit 201626. Feb. 2023 · #7
Hallo Katharina,

da bin ich doch gerne dabei. Wir waren im August 2021 in Uganda. In der Enjojo Lodge und in der Kluges Gästefarm waren wir auch. Und auch wir sind ohne Guide unterwegs gewesen, allerdings als reine Lodgehopper.

Ich bin gespannt auf Eure Erlebnisse und vor allem auf die großartigen Gorilla- und Schimpansenbilder.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
zuletzt bearbeitet 26. Feb. 2023
794 Beiträge · seit 200727. Feb. 2023 · #8
Hallo Kathrin,

da bin ich doch sofort dabei und steige noch schnell zu. Wie schön, dass Du auch einen Reisebericht einstellst!
Darauf hatte ich insgeheim gehofft. 🙂 Ich freue mich schon sehr darauf virtuell mit Euch durch Uganda zu reisen und es geht ja schon mal mit tollen Bildern los. Bin gespannt, wie Ihr Budongo Forest, Murchison Falls und den mir unbekannten Westen von Uganda mit den Gorillas erlebt hat.

Liebe Grüße
Tina
Aktuell (von 2025): Sri Lanka 2.0: Birders Paradise - diesmal zu zweit https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/306027-sri-lanka-2-0-birders-paradise-diesmal-zu-zweit.html Sri Lanka 2024: Soloreise im Land der vielen Pfauen https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/304773-sri-lanka-2024-soloreise-im-land-der-vielen-pfauen.html Costa Rica 2023: Von Regenwaldfieber bis Tapirsuche https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303351-costa-rica-23-von-regenwaldfieber-bis-tapir-suche.html Uganda 2022: ohne Gorillas aber mit Chamäleons https://www.namibia-forum.ch/forum/160-diverses/301530-uganda-2022-ohne-gorillas-aber-mit-chamaeleons.html
6'369 Beiträge · seit 201127. Feb. 2023 · #9
Hoi Katma

Bei einem Ugandareisebericht bin ich doch sofort mit dabei!
Hau in die Tasten! 🤩
Katma1722 schrieb:...besonders hilfreich fand ich Piccos Zusammenfassung der „Uganda Reiseberichte“
Wo Dein Bericht jetzt auch drin ist 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter560 Beiträge · seit 202127. Feb. 2023 · #10
Dani O. schrieb:Hallo Kathrin!
Ich springe noch mit rein, wenn Platz ist - bin sehr gespannt, was ihr alles erlebt habt.

Wenn ich Uganda höre, geht mein Herz auf. Wir waren im September 2017 als Selbstfahrer unterwegs (allerdings in festen Unterkünften) und haben die Menschen und auch die Landschaften sehr ins Herz geschlossen.
Hi Dani!
Schön, dass du dabei bist! Lese parallel gerade in deinem RB aus Kenia mit - da gibt es viele wertvolle Tipps für Selbstfahrer!! 😎
Dani O. schrieb:
Wir möchten auf jeden Fall nochmal hin - vielleicht nächstes Mal sogar als Camper.
Mich würde daher interessieren, wie der Zustand/Ausstattung der Campingplätze war.
Habt ihr diese vorab gebucht oder spontan vor Ort? Habt ihr Teile der Reise sowie den Mietwagen über einen Veranstalter gebucht?
Und wie war das Wetter? Hattet ihr öfter Regen?
Fragen über Fragen! 😄
Schon mal vorab - wir haben alles selbst gebucht. Der Autovermieter hat uns die Gorilla-Permits organisiert, ansonsten habe ich die Unterkünfte und Camps direkt angeschrieben und alles ging problemlos. Mir war es lieber vorab anzufragen, da wir zum ersten Mal in Ostafrika waren. Im Nachhinein betrachtet wäre das aber - mal abgesehen vom Red Chilli Camp nicht nötig gewesen. Regen hatten wir auch mehrfach, allerdings meistens nachts - das Zelt war dicht! Zum Thema Campingplatzausstattung mehr im RB!
Liebe Grüße,
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202127. Feb. 2023 · #11
Gabi-Muc schrieb:Hallo Katharina,

da bin ich doch gerne dabei. Wir waren im August 2021 in Uganda. In der Enjojo Lodge und in der Kluges Gästefarm waren wir auch. Und auch wir sind ohne Guide unterwegs gewesen, allerdings als reine Lodgehopper.

Ich bin gespannt auf Eure Erlebnisse und vor allem auf die großartigen Gorilla- und Schimpansenbilder.

LG

Gabi
Hi Gabi!
Willkommen an Bord! Schön, dass du dabei bist!
Es gibt einiges zu berichten - Uganda ist wirklich sehr besonders!
Liebe Grüße
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202127. Feb. 2023 · #12
tina76 schrieb:Hallo Kathrin,

da bin ich doch sofort dabei und steige noch schnell zu. Wie schön, dass Du auch einen Reisebericht einstellst!
Darauf hatte ich insgeheim gehofft. 🙂 Ich freue mich schon sehr darauf virtuell mit Euch durch Uganda zu reisen und es geht ja schon mal mit tollen Bildern los. Bin gespannt, wie Ihr Budongo Forest, Murchison Falls und den mir unbekannten Westen von Uganda mit den Gorillas erlebt hat.

Liebe Grüße
Tina
Hi Tina!
Schön, dass du dabei bist - hab deinen RB Titel nochmal variiert.... 😉 Deine Tipps für Budongo waren Gold-wert ... du wirst sehen wie wir es genossen haben! Ich hoffe es bleibt nicht die einzige Reise nach Uganda!
Liebe Grüße,
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202127. Feb. 2023 · #13
picco schrieb:Hoi Katma

Bei einem Ugandareisebericht bin ich doch sofort mit dabei!
Hau in die Tasten! 🤩
Katma1722 schrieb:...besonders hilfreich fand ich Piccos Zusammenfassung der „Uganda Reiseberichte“
Wo Dein Bericht jetzt auch drin ist 😎
Hi Picco!
Das mache ich doch glatt - wobei das Tempo das hier vorgelegt wird ist schon eine hohe Latte!!! Ob ich das Tempo mitgehen kann... 😗 Nochmals vielen Dank - hab des Öfteren deine Zusammenfassungen bemüht!
Viel Spaß beim Mitlesen und
Grüße aus Bayern,
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202127. Feb. 2023 · #14
Rolex ist keine Uhr! und Schuhschnabelglück
Nach einer erholsamen Nacht freuen wir uns auf der Terrasse über ein leckeres Frühstück. Amüsiert stellen wir fest, dass ROLEX mitnichten eine teure Uhr ist, sondern vielmehr ein typisch ugandisches Pfannkuchen-Omelett, welches aufgerollt und in dekorative Stücke geschnitten wird. 😗 😗 Zusammen mit dem frischen Obst eine leckere Stärkung. 😛
Um halb acht werden wir abgeholt und durch die quirligen Straßen zum Hafen gebracht – wow hier herrscht ein Trubel, alle laufen und fahren kreuz und quer – gut dass wir uns hier noch nicht allein zurechtfinden müssen.
Wir besteigen mit unserem Guide Wilson und dem Kapitän ein Boot – wir sind die einzigen Gäste – und tuckern durch die angenehme Morgenluft in Richtung Mbamba Sümpfe.

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Es gibt unglaublich viele Graufischer, die über dem offenen Wasser rütteln und sich immer wieder in die Wellen stürzen um Beute zu machen.

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Auch einige Fischer sind unterwegs. Auch mehrere Kormorane können wir entdecken. Wilson kennt sich sehr gut aus und beantwortet alle unsere Fragen und erklärt auch von sich aus alles mögliche.
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Egret

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Am Rande der Sümpfe angekommen besteigen wir ein kleines Holzboot Marke „A…backen-Schreck“, mit dem es hinein in die Sümpfe geht. Wilson hält Ausschau!

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Ist das schön hier! 🙂

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Überall blühende Seerosen, Papyrus,

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dazu Orchideen

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Jacanas

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Long-toed Lapwing

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Purple Heron

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White faced Whistling duck, und und und…

Wir sind total verzaubert. Immer wieder lassen wir uns einfach treiben und Stille umfängt uns. Zu unserem Glück ist der Himmel bedeckt, so dass wir uns nicht gleich am ersten Tag einen Sonnenbrand holen. Wilson versichert uns immer wieder, dass wir bestimmt bald einen Schuhschnabel sehen…. Wir versichern ihm, dass es auch ohne Schuhschnabel eine großartige Tour ist…
Natürlich wissen die Guides genau wo sie suchen müssen und so naht auch schon der Höhepunkt der Tour. Am Ende einer Wasserstraße rund 5 ½ Monate altes Küken von der Größe einer Truthenne hockt im Sumpf und lässt die Knipserei, die startet als noch ein weiteres Boot dazukommt stoisch über sich ergehen.

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Wilson lässt uns super viel Zeit und so können wir dem Jungvogel bei putzen, ausruhen und Gefieder-spreizen zusehen. Das Küken ist ziemlich plump und noch ganz flaumig – herzallerliebst! Währenddessen erklärt Wilson uns, dass Schuhschnäbel nur alle 5 Jahre Eier legen und jeweils nur ein Küken großziehen, um welches sie sich 1,5 Jahr kümmern.

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Eines der Elternteile entdecken wir in der Ferne.
Die faszinierenden Vögel wirken wie aus der Urzeit mit dem großen Schnabel, der vorne in einem Dorn endet.
Auf der Rückfahrt durch die Sümpfe sehen wir noch mehrmals Malachit-Eisvögel – ich bin aber zu langsam!!!
Bevor wir gegen Mittag über den See zurückfahren entdecken wir direkt am offenen Wasser einen weiteren Schuhschnabel, der dort auf Beute lauert.
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Der leicht genervte Blick ist wahrscheinlich sein Standard-Blick – jedenfalls lässt sich der Vogel nicht aus der Ruhe bringen und bewegt sich die ganze Zeit keinen Zentimeter! 😎
Nach so vielen Vögeln sind wir müde und auf der Rückfahrt fallen mir immer wieder die Augen zu. Am Ufer ist es noch genauso trubelig wie am Morgen. Wir werden schon erwartet und nachdem wir bezahlt haben geht es zurück zum Guesthouse.
Mit unserem Autovermieter „Uganda4x4“ haben wir vereinbart, dass uns das Auto zum Guesthouse gebracht wird und tatsächlich wartet Joseph schon auf uns. Der Toyota ist in gutem Zustand, Reifen und Ersatzreifen haben ein ordentliches Profil und das Dachzelt ist ganz neu. Es baut sich praktisch von alleine auf- und ab, was sehr praktisch ist. Die Qualität ist nicht die stabilste und während unserer Tour bekommt es leichte Schieflage, da ein paar Schrauben locker werden. Leider treiben wir in den Camps keinen Schraubenzieher auf der passt, es bleibt also leicht windschief. Der Kühlschrank funktioniert nur während der Fahrt, das aber gut, die restliche Ausstattung ist basic und wir erweitern sie um ein paar Schüsseln, Teller und Gläser und einen stabilen Einkaufskorb, die wir hoffentlich zur Freude der nächsten Mieter im Auto lassen. Die Übergabe erfolgt unkompliziert, wir bezahlen in Bar und müssen nicht mal eine Kaution hinterlegen. Den Treffpunkt für die Rückgabe am Flughafen vereinbaren wir direkt und Joseph notiert ihn brav auf dem Mietvertrag…
Nachdem wir noch unsere Gorilla-Permits in Empfang genommen haben lotst uns Joseph noch zu einer Total-Tankstelle, erklärt uns dass wir möglichst dort tanken sollen und wir keine Ölkontrollen oder ähnliches zu machen brauchen, auch wenn die Tankwarte das vorschlagen. O.K. Kriegen wir hin! 😎
An der Tankstelle überlässt er uns unserem Schicksal und wir erreichen ohne Probleme die Victoria Mall, wo wir hungrig im Café einfallen. Die Portionen sind riesig aber lecker und nach einer Stärkung plündern wir den halben Supermarkt. Nach fast 1 ½ Stunden blechen wir rund 250€!!! Aber O.K. wat mutt, dat mutt … 🙄 Ein freundlicher Verkäufer hilft uns beim Tragen und freut sich über ein kleines Trinkgeld.
Völlig platt kommen wir am Guesthouse an, ich dusche mit laukaltem Wasser und dann treffen wir im Garten noch Father Henry, einen Ugander der ein Waisenhaus leitet und uns mit seiner Schwester extra besuchen kommt. Den Kontakt hat eine Kollegin hergestellt in deren Gemeinde Father Henry als Urlaubsvertretung tätig war. Die beiden sind total nett und die Zeit vergeht bei starkem Kaffee und einem netten Plausch wie im Flug. Über die mitgebrachten Gummibärchen und die Spende für das Waisenhaus freut er sich sehr. Nun haben wir zwei Telefonnummern, die wir im Falle eines Falles anrufen können… wird zum Glück nicht nötig sein!
Abends gönnen wir uns noch ein kaltes Nile-Bier und Enchilladas, die lecker schmecken.
Auch heute fallen wir todmüde ins Bett.
Fortsetzung folgt…
zuletzt bearbeitet 01. März 2023
1'557 Beiträge · seit 201127. Feb. 2023 · #15
Hallo Katrin,

beim Lesen des Berichts habe ich schon wieder eine Gänsehaut bekommen. Eure ersten Tage waren schon sehr spektakulär. Ein Schuhschnabelküken ist etwas Besonderes. 🤩
Es tut mir leid, dass ihr kein Zimmer im Haupthaus mit Gartenblick erhalten habt. Ich wusste gar nicht, dass es für Gäste auch Zimmer im hinteren Bereich des Papyrus Guesthouses gibt. Na ja, man lernt dazu.

Ich freue mich auf eure weitere Reise - das wird spannend!

Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter560 Beiträge · seit 202128. Feb. 2023 · #16
tiggi schrieb:Hallo Katrin,

beim Lesen des Berichts habe ich schon wieder eine Gänsehaut bekommen. Eure ersten Tage waren schon sehr spektakulär. Ein Schuhschnabelküken ist etwas Besonderes. 🤩
Es tut mir leid, dass ihr kein Zimmer im Haupthaus mit Gartenblick erhalten habt. Ich wusste gar nicht, dass es für Gäste auch Zimmer im hinteren Bereich des Papyrus Guesthouses gibt. Na ja, man lernt dazu.

Ich freue mich auf eure weitere Reise - das wird spannend!

Biggi
Hi Biggi!
Herzlich willkommen an Bord - es wird noch einiges zu lesen geben 😎 dein Bericht hat uns ermutigt, ohne Guide zu fahern, was wir keine Sekunde bereut haben- danke dafür! 🙂
Tja... das "Backyard-Zimmer", wie wir es getauft haben liegt hinter einer Mauer (kleines Eingangsotr 😵 ), wenn man an allen Gartenzimmern vorbei ist... kein Gartenblick, keine Stühle draußen.... hab mich kurz geärgert, hatte aber keine Lust, mich noch mehr zu ärgern, darum haben wir uns nicht beschwert.... habe erst im Nachhinein kapiert weshalb die Angestellte, die uns ins Zimmer gebracht hat so merkwürdig geschaut hat 😕
Dafür hat uns das Schuhschnabelküken wirklich mehr als entschädigt - wir waren im 7. Himmel!!! 😘
Bald geht es hier weiter!
Viele Grüße,
Kathrin
Themenstarter560 Beiträge · seit 202101. März 2023 · #17
Boda-Schwärme und Regen im Regenwald (272km)

Im Morgengrauen läutet der Wecker – heute geht es nach Norden! Wir freuen uns, aus der Stadt raus zu kommen. Auf der Terrasse frühstücken wir das nun schon gewohnte, leckere Obst – vor allem die Ananas sind ein Hochgenuss. 😛 Nach dem Auschecken starten wir unsere Rundreise. An einem Straßenstand decken wir uns noch mit Obst und Gemüse ein, dann geht es Richtung Kampala.
Die allgegenwärtigen Boda Bodas erinnern an schwärmende Bienen – von allen Richtungen drücken sie auf die Straße, beladen nicht nur mit Menschen sondern mit allen erdenklichen Sachen, von Matratzen über Ananas, Zuckerrohr, und und und…. Sammeltaxis fahren wie die Henker und kaum jemand schaut, bevor er in die Straße einbiegt… naja vermutlich schauen sie schon und bemerken einfach unser Zögern, dass sofort zum eigenen Vorteil genutzt wird. 😐 Egal. Wir haben Zeit. 🙂

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An allen Straßeneinmündungen bieten Einheimische die verschiedensten Waren feil, wir sehen Ziegen, Kühe, Schweine und sogar ein paar Häschen, Hühner, Enten und natürlich: Menschen, Menschen, Menschen… Leider liegt auch jede Menge Müll herum… daran müssen wir uns erst gewöhnen.

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Gegen Mittag wird es endlich ruhiger und wir entdecken ein kleines Eukalyptuswäldchen, wo zur Abwechslung mal keine Hütten stehen. Es ist angenehm schattig und wir weihen Tisch und Stühle ein. Das Baguette aus der Victoria-Mall schmeckt richtig lecker, es gibt Sardinen, Käse, Karotten, Salzgurken und als Nachtisch Instant-Kaffee und Schokolade. 😛 Einige Bodas fahren vorbei und wir werden neugierig beäugt. Wir winken und grüßen freundlich und werden ebenso freundlich zurück gegrüßt. Einige bunte Schmetterlinge flattern herum, zeigen sich aber leider wenig Foto-kooperativ.

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Am Nachmittag wird die Landschaft die wir durchfahren weniger besiedelt, dafür fängt es an zu regnen. Maps.me lotst uns über eine halsbrecherische Abkürzung, was wir leider zu spät bemerken – der rote Lehm ist wie Schmierseife aber der Toyota „schwimmt“ souverän durch alle Löcher und Pfützen. 😗 Gut dass wir im Bayerischen Wald an Schnee gewöhnt sind… das ist so ähnlich! 😗 Die vermeintliche Straße ist bald wenig mehr als ein Pfad und wir sind heilfroh, als wir wieder auf den Chinesen-Highway treffen. Das schaffen wir gerade so, das Bankett ist bestimmt einen halben Meter hoch! 😣

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Endlich erreichen wir das Gate zum Murchison Falls Nationalpark. Nach kurzer Wartezeit, die wir mit Stöbern im Souvenirladen verbringen zahlen wir per Kreditkarte (anders geht es nicht mehr) die Gebühr und tauchen ein in eine andere Welt. Der Wald ist wunderschön und auf der Straße sitzen Paviane. An der Budongo Lodge werden wir schon mit Desinfektionsspray erwartet und erhalten ein kurzes Briefing nebst frischem Melonensaft. 😛

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Unser Zimmer, die Forest Cabin Duiker liegt am weitesten vom Haupthaus entfernt – so mögen wir das! Wir machen uns noch einen Kaffee und genießen die Terrasse. Im Wald ringsum herrscht ein Höllenlärm – die Tinitus-Insekten, wie wir sie getauft haben, veranstalten ein ziemliches Spektakel. Laut Personal sind die Käfer nur ca. Daumennagel-groß. Es gibt etliche Vögel und M. entdeckt ein Baumhörnchen. Einmal hören wir sogar Schimpansen. 😘
Zum Abendessen sitzen wir bei Kerzenschein auf der Terrasse und lassen uns ein Nile-Bier und ein wirklich vorzügliches Abendessen, bestehend aus Kürbissuppe mit Ingwer, Honig und Knoblauchbaguette, Tilapia-Filet mit Reis und tomatiger Sauce und Obst schmecken. 😛 😛 😛
Mit Hilfe der Taschenlampe finden wir den Weg zurück in unsere Cabin. Statt der Tinitus-Insekten, die zum Glück frühzeitig Schlafen gehen schreit nun ein Hyrax – klingt echt wild!!! 🤨 Schließlich gibt auch der Ruhe und nur noch einige Vögel rufen uns in den Schlaf.
Fortsetzung folgt…
546 Beiträge · seit 201201. März 2023 · #18
Hallo Kathrin

Gerne verfolge ich deinen abenteuerlichen Reisebericht! Danke für die schönen Fotos und die vielen Informationen. Der Schuhschnabler ist wirklich unglaublich faszinierend!
Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Liebe Grüße,
Sue
2025 Aktueller Reisebericht Johannesburg bis Maun: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/306515-in-5-wo-von-joburg-nach-maun-im-aug-sept-25.html?start=0 2023 Reisebericht Johannesburg bis Kapstadt: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/304305-in-42-tagen-von-joburg-nach-kapstadt-okt-nov-23.html 2022 Reisebericht Westküste bis Etosha: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/302652-kapstadt-etosha-retour-bitte.html 2017 Reisebericht Richtersveld: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/294971-richtersveld-richtersveld.html
zuletzt bearbeitet 01. März 2023
1'650 Beiträge · seit 201401. März 2023 · #19
Allein für den Schuhschnabel würden wir gerne dorthin reisen. Du zeigst hier super schöne Fotos von diesem Vogel.
Wir begleiten Dich gerne weiter auf Eurer Reise.
Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig - Tinochika -
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
Themenstarter560 Beiträge · seit 202101. März 2023 · #20
Sue.ch schrieb:Hallo Kathrin

Gerne verfolge ich deinen abenteuerlichen Reisebericht! Danke für die schönen Fotos und die vielen Informationen. Der Schuhschnabler ist wirklich unglaublich faszinierend!
Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Liebe Grüße,
Sue
Hi Sue!
Schön, dass du mit dabei bist... je mehr Mitfahrer, desto netter!
Bald geht es weiter!
Liebe Grüße, Kathrin