Ein paar Anmerkungen vorweg… Ich bewundere alle, die es schaffen, kaum dass der Urlaub zu Ende ist, hier im Forum einen Reisebericht zu schreiben – Hut ab… 😎 Bei mir hat es leider etwas länger gedauert – jetzt will ich den neuerlichen Wintereinbruch in den Bergen nutzen und hier noch einen schnellen Bericht einstellen. Wir – mein Mann und ich waren im August 2022 für 3 Wochen mit einem Toyota Prado als Selbstfahrer in Uganda unterwegs - ohne Guide und ein bisschen planlos aber mit zahlreichen einheimischen Helfern... Ein herzliches Dankeschön euch allen, die ihr euch die Mühe macht hier Berichte einzustellen – besonders hilfreich fand ich Piccos Zusammenfassung der „Uganda Reiseberichte“, Tiggis Bericht über die Selbstfahrertour und auch aus Tinas Bericht habe ich einige Inspirationen gezogen! 🙂 Nach Uganda zu reisen stand eigentlich nicht auf dem Plan, und doch – plötzlich waren die Flüge gebucht, nach einigem Bangen noch Gorilla-Permits für den Mgahinga Nationalpark ergattert und eine grobe Tour zusammengeschustert… gefühlsmäßig sind wir noch nie so schlecht vorbereitet in einen Urlaub gestartet. Trotzdem wurde es eine der beeindruckendsten Reisen die wir bisher gemacht haben – nicht zuletzt dank der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Einheimischen und natürlich wegen der abwechslungsreichen Natur, der Tier- und Pflanzenwelt. So – genug gelabert – ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere uns auf unserer Reise begleiten will – Platz genug ist…
Unsere Route: 11./12. August – Anreise von München via Doha nach Entebbe 12. bis 14. August – Papyrus Guesthouse, „Gartenzimmer“ in Entebbe 14. bis 16. August – Budongo Eco Lodge, Forest Cabin Duiker – Budongo Forest 16. bis 19. August – Red Chilli Camp, Dachzelt – Murchison Falls Nationalpark 19. bis 20. August – Kluges Guestfarm, Dachzelt – Nähe Fort Portal 20. bis 22. August – Lake Nkuruba Camp, Dachzelt – Crater Lake Region 22. bis 24. August – Mweya Campground, Dachzelt – Queen Elisabeth Nord 24. bis 26. August – Enjojo Lodge, Dachzelt – Ishasha Region 26. bis 28. August – Gorilla Hills Eco Lodge, Cabin – Bwindi Impenetrable Forest, Rushaga 28. bis 31. August – Ntebeko Homestay, Doppelzimmer – nahe Gate zum Mgahinga Nationalpark 31. August bis 2. September – Leopard Rest Camp, Dachzelt – Lake Mburo Nationalpark 2. – 3. September – Blue Monkey Guesthouse, Doppelzimmer – Entebbe 3./4. September – Rückreise via Doha nach München
Auf nach Uganda … Die Anspannung ist groß… die Zustände auf dem Flughafen sollen immer noch recht chaotisch sein. 😣 Obwohl unser Flug erst gegen Abend starten soll verlassen wir unser zuhause schon um kurz vor 9! Nur knapp erreichen wir nach 1 Stunde Autofahrt den Zug, der uns nach München bringen soll. Irgendwo im Nirgendwo sollen wir umsteigen … die Bahn meldet wenig hoffnungsvoll „Eine Mitnahme kann nicht garantiert werden…“! Da wird die Laune nicht gerade besser 😈 Zum Glück kommt der Zug und wir erreichen den Flughafen gut 4 Stunden vor dem Abflug. Die Schlange am Check-in ist so lang, dass wir froh sind so früh da zu sein. Irgendwann hat auch die letzte vietnamesische Familie ihre unzähligen Kisten eingecheckt – das Personal gibt sein Bestes! – und wir können zur Sicherheitskontrolle. Rund 1,5 Stunden vor dem Abflug sind wir am Gate – puh! Geschafft! Für Preise, die einem die Tränen in die Augen treiben gönnen wir uns einen Kaffee und ein Sandwich, dann ist es auch schon Zeit zum Einsteigen. Der Flug nach Doha ist recht angenehm und der Service richtig gut. In Doha steigen wir aus dem Flugzeug und die feuchtheiße Luft schlägt uns wie eine Wand entgegen. Die Brille beschlägt und die Maske tut ein Übriges – halb blind quetschen wir uns in den Bus der uns zur Wartehalle bringt. Um kurz nach zwei Uhr nachts geht es weiter und wir landen pünktlich um 7.20 Uhr in Entebbe. Gesundheits- und Einwanderungsprozedere gehen ratzfatz und auch unsere Koffer sind schon da. Wir heben noch schnell Geld ab und knapp eine Stunde nach der Landung verlassen wir den Flughafen! Eine lange Reihe „Abholer“ wartet auf ihre Gäste und auch unsere Namen sind dabei. Wir werden freundlich empfangen und zum Guesthouse gebracht. Auch hier ist die Begrüßung herzlich – es gibt heiße Handtücher für die Hände und einen Begrüßungssaft. Mit dem Tragen der Maske nimmt es niemand mehr sehr genau, uns soll es recht sein.
Wir werden zu unserem Zimmer gebracht, das in einem Hinterhof liegt und keineswegs mit Blick auf den Garten. 😐 Müde wie wir sind bemerken wir das nicht – später entscheiden wir uns dafür, nicht zu meckern – hier sind wir so weit weg vom Schuss, dass wir dafür unsere Ruhe haben. 😗 Wir hauen uns erstmal aufs Ohr und holen etwas vom versäumten Nachtschlaf nach. Gegen 11 Uhr werden wir wieder munter, sortieren uns erstmal, spazieren dann ein bisschen in den Garten um die zahlreichen Blumen und Vögel zu beobachten und setzen uns dann auf die Terrasse zum Essen.
Teil 226. Feb. 2023
Watch! Watch! Muzungus! Muzungus!
Nachdem uns die Lodgeangestellten versichert haben es sei kein Problem marschieren wir Nachmittags los in Richtung botanischer Garten. Die Straßen von Entebbe sind lebhaft, wir kommen vorbei an Garküchen, Straßenverkäufern die Obst, Gemüse, Kohle und Rolex (Uhren???) anbieten, Hühnern und Ziegen. Die Luft riecht nach Essen und Kohle. Es herrscht ein ungewohnter Trubel – Boda Bodas flitzen vorbei und mehr als einmal winken uns Kinder zu – ich muss herzlich über einen vielleicht 6jährigen Jungen lachen, der seinen Geschwistern mit einem durchdringenden „Watch! Watch! Muzungus! Muzungus!“ zu verstehen gibt, dass es hier was zu sehen gibt. Er lacht übers ganze Gesicht, als wir ihm zuwinken. Wir sind die reinste Einheimischen-Attraktion – kein Wunder – blass, blond, groß… 😗 Nach rund 40 Minuten erreichen wir die Victoria-Mall und stürzen uns auf den leckeren Kaffee als würden wir ahnen, welche Plörre uns in Uganda noch erwarten würde. 😣 Anschließend sind wir gestärkt und blechen 20.000 UGS (5€) pro Person für den botanischen Garten. Die Fotoerlaubnis kostet nochmal 50.000 UGS… Naja… Im Urlaub soll man nicht geizig sein…
Die vielen verschiedenen Bäume sind großartig!
Am Eingang tollen Meerkatzen über die Wiese.
Fireball-Lilies blühen.
Beim Cannon-Ball-Tree wachsen die Blüten direkt aus dem Stamm. Wir genießen den Spaziergang und ich bin, umgeben von der Natur endlich so richtig im Urlaub angekommen.
Am Ufer des Viktoriasees machen wir eine kurze Rast. Es gibt zahlreiche Netze mit ziemlich großen Spinnen – leider ist es windig und die Teile schwanken wie Schiffe auf hoher See.
Auf dem Rückweg entdecken wir noch Schwarz-weiße Colobusaffen und wunderschöne Amaryllis. Bei schwülwarmen Temperaturen geht es zurück zum Guesthouse, wo wir kurz rasten und dann in die Bar gehen, wo wir uns das erste Nile-Bier genehmigen. 😎
Wir haben einen netten Plausch mit einem Franzosen und einem holländischen Pärchen, dann gibt es Abendessen. Chicken Curry und Vegetable Curry schmecken richtig lecker. 😛 Nachdem wir noch einen Ausflug in die Mbamba Sümpfe für den nächsten Tag klargemacht haben fallen wir total bratfertig in unser Bett. Fortsetzung folgt…
Teil 327. Feb. 2023
Rolex ist keine Uhr! und Schuhschnabelglück Nach einer erholsamen Nacht freuen wir uns auf der Terrasse über ein leckeres Frühstück. Amüsiert stellen wir fest, dass ROLEX mitnichten eine teure Uhr ist, sondern vielmehr ein typisch ugandisches Pfannkuchen-Omelett, welches aufgerollt und in dekorative Stücke geschnitten wird. 😗 😗 Zusammen mit dem frischen Obst eine leckere Stärkung. 😛 Um halb acht werden wir abgeholt und durch die quirligen Straßen zum Hafen gebracht – wow hier herrscht ein Trubel, alle laufen und fahren kreuz und quer – gut dass wir uns hier noch nicht allein zurechtfinden müssen. Wir besteigen mit unserem Guide Wilson und dem Kapitän ein Boot – wir sind die einzigen Gäste – und tuckern durch die angenehme Morgenluft in Richtung Mbamba Sümpfe.
Es gibt unglaublich viele Graufischer, die über dem offenen Wasser rütteln und sich immer wieder in die Wellen stürzen um Beute zu machen.
Auch einige Fischer sind unterwegs. Auch mehrere Kormorane können wir entdecken. Wilson kennt sich sehr gut aus und beantwortet alle unsere Fragen und erklärt auch von sich aus alles mögliche. Egret
Am Rande der Sümpfe angekommen besteigen wir ein kleines Holzboot Marke „A…backen-Schreck“, mit dem es hinein in die Sümpfe geht. Wilson hält Ausschau!
Ist das schön hier! 🙂
Überall blühende Seerosen, Papyrus,
dazu Orchideen
Jacanas
Long-toed Lapwing
Purple Heron
White faced Whistling duck, und und und…
Wir sind total verzaubert. Immer wieder lassen wir uns einfach treiben und Stille umfängt uns. Zu unserem Glück ist der Himmel bedeckt, so dass wir uns nicht gleich am ersten Tag einen Sonnenbrand holen. Wilson versichert uns immer wieder, dass wir bestimmt bald einen Schuhschnabel sehen…. Wir versichern ihm, dass es auch ohne Schuhschnabel eine großartige Tour ist… Natürlich wissen die Guides genau wo sie suchen müssen und so naht auch schon der Höhepunkt der Tour. Am Ende einer Wasserstraße rund 5 ½ Monate altes Küken von der Größe einer Truthenne hockt im Sumpf und lässt die Knipserei, die startet als noch ein weiteres Boot dazukommt stoisch über sich ergehen.
Wilson lässt uns super viel Zeit und so können wir dem Jungvogel bei putzen, ausruhen und Gefieder-spreizen zusehen. Das Küken ist ziemlich plump und noch ganz flaumig – herzallerliebst! Währenddessen erklärt Wilson uns, dass Schuhschnäbel nur alle 5 Jahre Eier legen und jeweils nur ein Küken großziehen, um welches sie sich 1,5 Jahr kümmern.
Eines der Elternteile entdecken wir in der Ferne. Die faszinierenden Vögel wirken wie aus der Urzeit mit dem großen Schnabel, der vorne in einem Dorn endet. Auf der Rückfahrt durch die Sümpfe sehen wir noch mehrmals Malachit-Eisvögel – ich bin aber zu langsam!!! Bevor wir gegen Mittag über den See zurückfahren entdecken wir direkt am offenen Wasser einen weiteren Schuhschnabel, der dort auf Beute lauert.
Der leicht genervte Blick ist wahrscheinlich sein Standard-Blick – jedenfalls lässt sich der Vogel nicht aus der Ruhe bringen und bewegt sich die ganze Zeit keinen Zentimeter! 😎 Nach so vielen Vögeln sind wir müde und auf der Rückfahrt fallen mir immer wieder die Augen zu. Am Ufer ist es noch genauso trubelig wie am Morgen. Wir werden schon erwartet und nachdem wir bezahlt haben geht es zurück zum Guesthouse. Mit unserem Autovermieter „Uganda4x4“ haben wir vereinbart, dass uns das Auto zum Guesthouse gebracht wird und tatsächlich wartet Joseph schon auf uns. Der Toyota ist in gutem Zustand, Reifen und Ersatzreifen haben ein ordentliches Profil und das Dachzelt ist ganz neu. Es baut sich praktisch von alleine auf- und ab, was sehr praktisch ist. Die Qualität ist nicht die stabilste und während unserer Tour bekommt es leichte Schieflage, da ein paar Schrauben locker werden. Leider treiben wir in den Camps keinen Schraubenzieher auf der passt, es bleibt also leicht windschief. Der Kühlschrank funktioniert nur während der Fahrt, das aber gut, die restliche Ausstattung ist basic und wir erweitern sie um ein paar Schüsseln, Teller und Gläser und einen stabilen Einkaufskorb, die wir hoffentlich zur Freude der nächsten Mieter im Auto lassen. Die Übergabe erfolgt unkompliziert, wir bezahlen in Bar und müssen nicht mal eine Kaution hinterlegen. Den Treffpunkt für die Rückgabe am Flughafen vereinbaren wir direkt und Joseph notiert ihn brav auf dem Mietvertrag… Nachdem wir noch unsere Gorilla-Permits in Empfang genommen haben lotst uns Joseph noch zu einer Total-Tankstelle, erklärt uns dass wir möglichst dort tanken sollen und wir keine Ölkontrollen oder ähnliches zu machen brauchen, auch wenn die Tankwarte das vorschlagen. O.K. Kriegen wir hin! 😎 An der Tankstelle überlässt er uns unserem Schicksal und wir erreichen ohne Probleme die Victoria Mall, wo wir hungrig im Café einfallen. Die Portionen sind riesig aber lecker und nach einer Stärkung plündern wir den halben Supermarkt. Nach fast 1 ½ Stunden blechen wir rund 250€!!! Aber O.K. wat mutt, dat mutt … 🙄 Ein freundlicher Verkäufer hilft uns beim Tragen und freut sich über ein kleines Trinkgeld. Völlig platt kommen wir am Guesthouse an, ich dusche mit laukaltem Wasser und dann treffen wir im Garten noch Father Henry, einen Ugander der ein Waisenhaus leitet und uns mit seiner Schwester extra besuchen kommt. Den Kontakt hat eine Kollegin hergestellt in deren Gemeinde Father Henry als Urlaubsvertretung tätig war. Die beiden sind total nett und die Zeit vergeht bei starkem Kaffee und einem netten Plausch wie im Flug. Über die mitgebrachten Gummibärchen und die Spende für das Waisenhaus freut er sich sehr. Nun haben wir zwei Telefonnummern, die wir im Falle eines Falles anrufen können… wird zum Glück nicht nötig sein! Abends gönnen wir uns noch ein kaltes Nile-Bier und Enchilladas, die lecker schmecken. Auch heute fallen wir todmüde ins Bett. Fortsetzung folgt…
Teil 401. März 2023
Boda-Schwärme und Regen im Regenwald (272km)
Im Morgengrauen läutet der Wecker – heute geht es nach Norden! Wir freuen uns, aus der Stadt raus zu kommen. Auf der Terrasse frühstücken wir das nun schon gewohnte, leckere Obst – vor allem die Ananas sind ein Hochgenuss. 😛 Nach dem Auschecken starten wir unsere Rundreise. An einem Straßenstand decken wir uns noch mit Obst und Gemüse ein, dann geht es Richtung Kampala. Die allgegenwärtigen Boda Bodas erinnern an schwärmende Bienen – von allen Richtungen drücken sie auf die Straße, beladen nicht nur mit Menschen sondern mit allen erdenklichen Sachen, von Matratzen über Ananas, Zuckerrohr, und und und…. Sammeltaxis fahren wie die Henker und kaum jemand schaut, bevor er in die Straße einbiegt… naja vermutlich schauen sie schon und bemerken einfach unser Zögern, dass sofort zum eigenen Vorteil genutzt wird. 😐 Egal. Wir haben Zeit. 🙂
An allen Straßeneinmündungen bieten Einheimische die verschiedensten Waren feil, wir sehen Ziegen, Kühe, Schweine und sogar ein paar Häschen, Hühner, Enten und natürlich: Menschen, Menschen, Menschen… Leider liegt auch jede Menge Müll herum… daran müssen wir uns erst gewöhnen.
Gegen Mittag wird es endlich ruhiger und wir entdecken ein kleines Eukalyptuswäldchen, wo zur Abwechslung mal keine Hütten stehen. Es ist angenehm schattig und wir weihen Tisch und Stühle ein. Das Baguette aus der Victoria-Mall schmeckt richtig lecker, es gibt Sardinen, Käse, Karotten, Salzgurken und als Nachtisch Instant-Kaffee und Schokolade. 😛 Einige Bodas fahren vorbei und wir werden neugierig beäugt. Wir winken und grüßen freundlich und werden ebenso freundlich zurück gegrüßt. Einige bunte Schmetterlinge flattern herum, zeigen sich aber leider wenig Foto-kooperativ.
Am Nachmittag wird die Landschaft die wir durchfahren weniger besiedelt, dafür fängt es an zu regnen. Maps.me lotst uns über eine halsbrecherische Abkürzung, was wir leider zu spät bemerken – der rote Lehm ist wie Schmierseife aber der Toyota „schwimmt“ souverän durch alle Löcher und Pfützen. 😗 Gut dass wir im Bayerischen Wald an Schnee gewöhnt sind… das ist so ähnlich! 😗 Die vermeintliche Straße ist bald wenig mehr als ein Pfad und wir sind heilfroh, als wir wieder auf den Chinesen-Highway treffen. Das schaffen wir gerade so, das Bankett ist bestimmt einen halben Meter hoch! 😣
Endlich erreichen wir das Gate zum Murchison Falls Nationalpark. Nach kurzer Wartezeit, die wir mit Stöbern im Souvenirladen verbringen zahlen wir per Kreditkarte (anders geht es nicht mehr) die Gebühr und tauchen ein in eine andere Welt. Der Wald ist wunderschön und auf der Straße sitzen Paviane. An der Budongo Lodge werden wir schon mit Desinfektionsspray erwartet und erhalten ein kurzes Briefing nebst frischem Melonensaft. 😛
Unser Zimmer, die Forest Cabin Duiker liegt am weitesten vom Haupthaus entfernt – so mögen wir das! Wir machen uns noch einen Kaffee und genießen die Terrasse. Im Wald ringsum herrscht ein Höllenlärm – die Tinitus-Insekten, wie wir sie getauft haben, veranstalten ein ziemliches Spektakel. Laut Personal sind die Käfer nur ca. Daumennagel-groß. Es gibt etliche Vögel und M. entdeckt ein Baumhörnchen. Einmal hören wir sogar Schimpansen. 😘 Zum Abendessen sitzen wir bei Kerzenschein auf der Terrasse und lassen uns ein Nile-Bier und ein wirklich vorzügliches Abendessen, bestehend aus Kürbissuppe mit Ingwer, Honig und Knoblauchbaguette, Tilapia-Filet mit Reis und tomatiger Sauce und Obst schmecken. 😛 😛 😛 Mit Hilfe der Taschenlampe finden wir den Weg zurück in unsere Cabin. Statt der Tinitus-Insekten, die zum Glück frühzeitig Schlafen gehen schreit nun ein Hyrax – klingt echt wild!!! 🤨 Schließlich gibt auch der Ruhe und nur noch einige Vögel rufen uns in den Schlaf. Fortsetzung folgt…
Teil 502. März 2023
Unter Affen und No-Foto-Schmetterlingen
Wieder Aufstehen in der Dämmerung.
Hui – am Fensterrahmen entdecken wir eine ziemlich große Spinne. 🙄 Zum Frühstück finden wir uns auf der Terrasse ein. Es gibt tolles frisches Obst, Eier, Speck, Bohnen und Toast 😛 😛 – gut gestärkt werden wir für unser heutiges Schimpansen-Trecking gebrieft. Es ist eine große Gruppe Touris eingetroffen, die anscheinend auch zu den Chimps will… 😕 Zum Glück bekommen wir einen eigenen Guide zugeteilt und wir machen uns mit Robert auf den Weg in den Regenwald. Der Wald ist wunderschön und sehr beeindruckend. Hier gibt es keine Anstiege – Robert freut sich, dass wir uns nicht nur für die Schimpansen interessieren und zeigt uns die riesigen Mahagonibäume, 300 Jahre alt und rund 50 Meter hoch, African Ironwoods und viele mehr.
Wir sehen Ameisen, Käfer,
weiß nicht was...
African Giant Millipede...
Zikaden-Lehmhöhlen,
Pilze und viele bunte Schmetterlinge, die in No-Foto-Manier lustig vor uns herflattern. 😗
Und dann hören wir sie, die Schimpansen. Jetzt steigt unsere Spannung. Rund 70 Individuen, so Robert, gehören zur hiesigen Gruppe, die in kleinen Trupps umherstreift. Dann sind sie über uns in den Bäumen –
die andere Gruppe ist auch schon da und drängt sich auf dem Pfad unter 2 schlafenden Schimpansen um das beste Foto zu ergattern… 🙄
Teil 602. März 2023
Wow – wir sind glücklich, diese Tiere tatsächlich in freier Wildbahn erleben zu dürfen. 🤩 Nach und nach entdecken wir in den umliegenden Bäumen weitere Affen.
Die meisten sind sehr hoch oben, fressen, schlafen oder kacken und pinkeln – man muss wirklich aufpassen, dass man da nicht drunter steht… 😗
Ich habe mein Stativ dabei und in Robert ist nun der Ehrgeiz geweckt, für uns eine gute Fotoposition zu finden… er wird richtig hektisch „come with me“ und wir folgen ihm brav durchs Unterholz. Er hat ein gutes Auge und so gelingen uns ein paar schöne Bilder:
Immer wieder kommen auch Schimpansen auf den Boden, sind aber gleich wieder im Unterwuchs verschwunden. Großartig! 🙂 Irgendwann machen wir uns zu viert (noch ein Ranger begleitet uns) auf den Rückweg, wo wir tatsächlich nochmals auf zwei jüngere Schimpansen treffen.
Wir sind hier ganz allein und können den einen der Beiden in Ruhe beobachten. Auch die Guides scheinen die Ruhe hier zu genießen. Robert erklärt uns auf unsere Nachfrage, dass bei jüngeren Schimpansen die Gesichter heller, bei älteren fast schwarz sind. Ich baue nochmals das Stativ auf und der Schimpanse schaut immer wieder in unsere Richtung – wunderbar!
Als ich mein Stativ einklappe scheint er zu denken – Fotoshooting beendet, klettert vom Baum und folgt seinem Freund ins Unterholz. Wir sind glücklich! 🙂 Gegen 12 Uhr sind wir zurück an der Lodge und verabschieden uns von Robert, der ein toller Guide war mit einem schönen Trinkgeld. Wir setzen uns auf die Terrasse und schenken uns einen sehr gewöhnungsbedürftigen Kaffee aus der großen Thermoskanne ein. Eine Gruppe Italiener trifft mit zwei riesigen Trucks ein – wir sind echt froh, da nicht dazuzugehören – und wir machen ein bisschen „people-watching“ statt Tierbeobachtung. 😎 Irgendwann wird uns das zu trubelig und wir ziehen uns auf unsere ruhige Terrasse zurück. Vorher geben wir in der Küche unsere Bestellung für das Abendessen auf – der junge Koch freut sich total, als wir ihm ein Kompliment für das leckere Abendessen von gestern machen. Auf unserer Terrasse lassen wir uns einen schnell zusammengemischten Salat aus Avocado, Karotte, Zwiebel, Thunfisch und Kapern schmecken. Dazu gibt es das letzte Baguette.
Wir genießen die Ruhe und machen einen kleinen Mittagsschlaf, bevor wir auf der Terrasse faulenzen und einen schönen Nachmittag in Gesellschaft von Affen und Schmetterlingen verbringen.
Ein kleiner Pavian kommt vorbei und klettert direkt vor unserer Nase auf einen Baum um dort ausgiebig – Termiten?? vom Stamm zu lecken.
Wir sehen Rotschwanzaffen, die den ganzen Nachmittag ein Riesentamtam veranstalten. Ich pirsche noch den No-Foto-Schmetterlingen hinterher 😣
– nur einer zeigt sich leidlich kooperativ! 🙂 Zum Sundowner gönnen wir uns ein Savannah Dry und ein paar Chips. 😛 Nach einer mehr kalten wie warmen Dusche spazieren wir zum Abendessen – schon gespannt, was der talentierte Koch heute für uns gezaubert hat. Wir sind heute die einzigen Gäste – die Italiener und die Gruppe von gestern sind verschwunden und wir genießen die Ruhe und unterhalten uns ein wenig mit dem guten Geist der Lodge, Vincent, der sich liebevoll um uns bemüht. Das Abendessen schmeckt großartig!!! Leckere Gurkensuppe und Hühnchen als Hauptgericht. 😛 😛 😛 Auf dem Rückweg falle ich noch in ein dämliches Loch – es ist wirklich dunkel hier 😈 – zum Glück ist nichts Ernsthaftes passiert und Voltaren und eine schöne Nachtruhe tun ihre Wirkung. Nachts wachen wir von rascheln und knistern auf und entdecken eine Maus, die sich an der leeren Chipstüte zu schaffen macht – O.K. man hatte uns gewarnt. 🙄 Wir stopfen die Chipstüte in eine leere Savannah-Flasche, dann ist Ruhe! Fortsetzung folgt…
Teil 705. März 2023
Auf Umwegen nach Norden zum Viktoria Nil Schade, dass wir schon weiter müssen… Wir lassen uns noch einmal ein leckeres englisches Frühstück und frisches Obst schmecken, dann fahren wir anstatt auf direktem Weg nach Norden zunächst mal zurück in Richtung Masindi. Wir haben auf der Karte des Murchison Falls Nationalparks die „Royal Mile“ entdeckt, wo es besonders schönen Regenwald geben soll. Den wollen wir suchen und dann am Ufer des Albert Lake bis zum Nil-Delta fahren. So zumindest unser Plan… 😗 In Masindi tanken wir und kaufen so was Ähnliches wie Brot. Nach der Ruhe im Nationalpark müssen wir uns erst wieder an den Trubel gewöhnen, das Fahren klappt aber auch ohne Guide problemlos. Wir amüsieren uns über die Laster, die fast alle total verbeult sind und meistens eingeschlagene Scheinwerfer haben – sie sehen aus wie aus einer dieser Science-Fiction-Serien entsprungen – wir taufen sie Zombielaster! 😗 Dank Maps.me finden wir tatsächlich die Royal Mile – an einer Schranke hält ein sehr alter Ugander Wache. Nach langem Palaver mit Händen und Füßen tragen wir uns in seine Liste ein und wir dürfen reinfahren.
Wahnsinn – die Bäume sind wirklich beeindruckend. 😎 Leider währt die Freude nur kurz… 😕 wir sind ca. 5 Minuten gefahren, da sehen wir weit vor uns eine Gruppe Fotografen samt Guides. Einer schwingt sich auf seinen Drahtesel und radelt blitzschnell zu uns. Wir sollen 90.000 Shilling zahlen, dafür dürfen wir einen halben Tag hierbleiben, spazieren gehen und fotografieren 😕 … blöd… so lange haben wir keine Zeit – er lässt nicht mit sich handeln, vielleicht versteht er uns auch nicht richtig… wir treten jedenfalls den Rückzug an.
Durch das ländliche Uganda fahren wir in Richtung Lake Albert.
Kurz bevor die Straße sich hinunter in die Ebene windet treffen wir wieder auf die Hauptstraße – einen jener grässlichen überdimensionierten Chinesen-Highways! 😣
Von einem Aussichtspunkt aus können wir hinunter zum Lake Albert schauen, wo Biso liegt – leider ist es in der Mittagszeit recht diesig und die Fotos werden eher bescheiden. Wir entdecken einen ziemlich großen Schotterparkplatz, wo wir unseren Picknicktisch aufbauen.
Pin-tailed Whydahs unterhalten uns mit Balzflügen...
Wir entdecken einen Red Bishop
noch einen Vogel 😗 und bunte No-Foto-Schmetterlinge. Die Luft ist schwülheiß, trotzdem kochen wir uns Wasser für einen Mittags-Kaffee. Ein Jeep mit einigen Rangern kommt angefahren. Sie erklären uns, dass wir bereits innerhalb der Schutzgebietsgrenzen sind und wir zeigen uns die Permit, die noch bis abends gültig ist. Wir unterhalten uns ein bisschen und nachdem sie uns noch ermahnt haben keinen Müll liegen zu lassen fahren sie weiter.
Auch wir machen uns wieder auf den Weg. Über die ersten Uganda-Kobs rechterhand freuen wir uns besonders.
Kühe und Menschen bevölkern die Straße, einmal kreuzt ein Nilwaran. Wanseko und der Blick auf das Nildelta sind eher enttäuschend ...
– außer ein paar Booten
und einem kleinen Markt ist nichts zu sehen. Wir checken am Bugungu-Gate für die nächsten drei Tage ein und fahren Richtung Red Chilli Camp.
Es fängt an in Strömen zu regnen und wir sind ausnahmsweise froh über den geteerten Chinesen-Highway. 😄 Gegen halb vier erreichen wir das Red Chilli Camp. Knapp 60€ zahlen wir für drei Nächte auf dem Campingplatz. Das finde ich O.K. Das Camp liegt im Nationalpark, wir können den Nil sehen und obwohl hier ziemlich viele Gäste sind finden wir die Atmosphäre sehr angenehm. 😎 Wir wollen gerade zum ersten Mal unser Zelt ausklappen, da geht der nächste Regenschauer nieder und wir flüchten ins Auto, wo wir uns mit heißem Wasser aus der Thermoskanne einen Instant-Kaffee aufgießen. Als es aufhört zu regnen entfalten wir das Zelt (2 Minuten) – dann spazieren wir zur Kiboko-Bar, bestellen Essen für abends und zwei Bier zum Sundowner. In der Bar gibt es Esstische aber auch gemütliche Sessel und Sofas. Wir spielen ein bisschen Kniffel, und freuen uns an den frechen Webervögeln. Zum Abendessen haben wir Jambalaya und Beef Stroganoff bestellt. Das Essen ist günstig und absolut in Ordnung. Wir freuen uns auf Morgen! Safari!! 🤩 🤩 Die erste Nacht im Dachzelt ist ziemlich hart – die Matraze ist leider ultra dünn… naja – wir wollten es ja nicht anders. 😣 Die erste Nacht ist immer die schlimmste und wenn es nicht so gemütlich ist, steht man gerne früher auf um auf Gamedrive zu gehen! Morgen geht es mit vielen Tieren weiter …
Teil 806. März 2023
Picknick mit Nilpferden Der schmerzende Rücken 😣 und der aufkommende Lärm im Camp treiben uns in der Morgendämmerung aus dem Dachzelt. Es regnet nicht! 🙂 Während M. im Bad ist, sortiere ich unser Essen. Damit habe ich leider nicht gerechnet: Ich sehe noch die Nachbarin hinter mich zeigen, da werde ich schon von einem aggressiven Pavian überfallen… 😈 Er springt an mir vorbei auf die Heckklappe und schnappt sich eine Karotte – dummerweise hat er nicht damit gerechnet, dass ich beim Essen keinen Spaß verstehe. 😈 😈 Mit Gebrüll stürze ich in seine Richtung und vor Schreck lässt er die Karotte fallen und ich mache schnell die Heckklappe zu. Zum Glück ist er so überrascht, dass er nicht zum Gegenangriff übergeht. 😗 Er springt zu den Nachbarn, wo er Bananen erwischt. Jetzt ist er auch nicht mehr so leicht einzuschüchtern sondern startet einen Scheinangriff. Ich bewaffne mich mit Steinen… leider werfe ich so schlecht, dass der Pavian sich davon nicht beeindruckt zeigt. 🙄 Endlich kommt M. zurück und während er den aufdringlichen Pavian in Schach hält mische ich unser Müsli, das wir fest umklammert halten, während wir essen. Da auch bei den anderen nichts mehr zu holen ist, trollt sich der Pavian schließlich. Das Zelt ist superschnell zusammengeklappt – das dauert kaum 5 Minuten und wir können endlich zu unserem ersten Gamedrive des Urlaubs aufbrechen.
Es geht über die Brücke nach Norden, wo wir in die Buligi-Region wollen, die sich zwischen Viktoria-Nil, Lake Albert und Albert-Nil erstreckt. Den Chinesen-Highway finden wir wiederum grässlich – überall wird gebaut.
Trotzdem entdecken wir schon an der Brücke die ersten Defassa-Wasserböcke!
Die Landschaft ist toll! Noch bevor wir auf die Nebenstraße abbiegen entdecken wir
die ersten Elefanten!! Toll! 😎
Auch über das erste Warzenschwein freuen wir uns sehr!
Bis zum Abzweiger in Richtung Delta-Point ist es nicht weit und wir tauchen ein in eine andere Welt.
Wir treffen kaum andere Fahrzeuge und freuen uns an den vielen Tieren:
Jackson Hartebeest
Elefantenherde unter Palmen 😎
Patas Affe
Uganda Kob
Auch viele Vögel können wir entdecken:
Wattled Lapwing
Swallow-tailed Bee eater
Astrilde
Mit vielen Stopps nähern wir uns dem Viktoria-Nil von Norden her. Auf einer Freifläche in Ufernähe steht ein anderes Safarifahrzeug. Wir stellen uns in gebührendem Abstand daneben und machen uns einen Kaffee. So schön! 🙂 🙂 Es gibt verschiedene Blumen zu entdecken.
Ein Mistkäfer hat schon eine beachtliche Kugel gedreht!
Kiebitze (Black headed lapwing) laufen herum… Es ist ein Traum! 😎 Die Pad in Richtung Deltapoint wird ziemlich verbuscht.
Ein einzelner Eli blockiert den Weg. Wir warten in gebührendem Abstand. Plötzlich sind die ersten Tse Tse Fliegen da. Wir schließen schnell die Fenster und erschlagen die Exemplare, die es ins Auto geschafft haben… 😵 Zum Glück sind die Viecher nur in diesem Bereich unterwegs! 😣
Teil 906. März 2023
Weitere Elefanten tauchen aus dem Gebüsch aus. Schön!!!
Sie ziehen langsam Richtung Ufer und wir können weiterfahren.
Wir wollen an den Hippo Pools, die laut Karte vor dem Delta Point liegen Picknick machen. Die Landschaft ist hier sehr offen und es gibt zahlreiche Tiere.
Uganda Kobs
Oribi Schließlich erreichen wir den „Rastplatz“. Wir fahren an einem kleinen Toilettenhäuschen vorbei und finden ein Plätzchen, wo ein Busch etwas Schatten bietet. Es ist ziemlich heiß heute.
Am Ufer grasen ein paar Hippos – wir sondieren die Lage und bauen unseren Picknicktisch in gebührender Entfernung auf. Mit dem Rücken zum Auto lassen wir uns das Essen schmecken.
Mehr und mehr Hippos kommen aus dem Wasser um am Ufer zu grasen. Es ist so friedlich hier. Wahnsinn! 🤩
Auch zwei Fischer können wir beobachten
Irgendwann kommt ein anderes Auto und parkt neben dem WC. Während die Insassen selbiges aufsuchen schlendert der Guide zu uns herüber und gratuliert uns zu diesem schönen Picknickplatz… 😎 😎 Wir palavern ein bisschen aber die Gruppe fährt schnell weiter.
Teil 1006. März 2023
Nach einer langen Pause fahren wir schließlich weiter und treffen bald auf eine Gruppe Giraffen.
Drei Halbstarke fechten erste spielerische Kämpfe aus.
Auch viele Büffel sind hier unterwegs.
Die abwechslungsreiche Landschaft mit Palmen, grünem Gras und roter Erde begeistert uns immer wieder! Obwohl im Red Chilli Camp so viel los war treffen wir den ganzen Tag fast niemanden. So mögen wir das! Es gibt viel zu sehen:
Oribi
Warzis beim Wellness-Programm
Bronzeflecktaube
Uganda Kobs
Elefanten bei der Siesta
Grey headed Kingfisher
Northern Carmine Bee-eater
Es ist schon später Nachmittag, als M. plötzlich bemerkt, dass die Bremse nicht mehr richtig greift… 😮 😮 Oh nein! Wir entschließen uns, lieber zurück zu fahren. Das ist wirklich ärgerlich. 😠 Zum Glück kommen wir ohne Zwischenfälle ins Camp zurück. Als wir telefonieren wollen müssen wir feststellen, dass unsere deutschen Sim-Karten nicht funktionieren. 😮 Da es im Camp kein Wlan gibt, können wir auch keinen Whatsapp-Anruf starten. Zu blöd – eine Sim Karte haben wir total vergessen. Ich laufe also zur Rezeption und schildere unser Problem, woraufhin der Campmanager sofort unseren Vermieter anruft, der verspricht gleich einen Mechaniker zu schicken. 🙂 Keine halbe Stunde später ist der Mechaniker da und findet auch sofort den Defekt. 🙂 Er meint, dass er versucht ein Ersatzteil zu beschaffen und sollte dies nicht gelingen die Bremse am linken Vorderrad stillzulegen, damit wir in die nächste Stadt fahren können. O.K. 😵 Wir vereinbaren, dass er das Auto morgen Vormittag abholt – wir wollen den Schlüssel an der Rezeption lassen. Gut, dass der Fußweg vom Camp zum Bootsanleger nur rund 10 Minuten dauert. Wir buchen also eine Bootsfahrt auf dem Nil und brauchen das Auto am Vormittag nicht.
Nach einer erfrischenden kühlen (heißes Wasser gibt es nicht) Dusche gehen wir in die Bar und genießen unseren Urlaub.
Zum Abendessen lassen wir uns Fischcurry schmecken. Das ist richtig lecker. 😛 Bisher hatten wir noch keine Lust zu kochen. Ist auch nicht wirklich nötig – das Essen ist gut und günstig – alles ist total unkompliziert. Für das Frühstück bestellen wir ein Breakfast-Paket, dann haben wir keinen Stress – um 8 Uhr soll die Bootstour starten. Nach dem Abendessen genießen wir noch die entspannte Stimmung an der Bar, sichten ein paar Fotos und freuen uns auf morgen. Unter jeder Laterne sitzen Geckos, die Luft ist angenehm warm … so macht Urlaub Spaß! 🙂 Fortsetzung folgt…
Teil 1108. März 2023
Eine Bootsfahrt die ist lustig… Am nächsten Morgen stehen wir im Morgengrauen auf. Die zweite Nacht im Zelt war schon weniger schlimm als die erste! Wir räumen das Auto ein und packen unsere Fotorucksäcke. An der Rezeption hinterlegen wir den Schlüssel und holen uns unser „Breakfast to go“ samt Kaffee… Wir hoffen, dass mit dem Auto alles klappt. 😗 Der Fußweg zum Bootsanleger ist ein kurzer Spaziergang und wir genießen die Ruhe am Morgen. Wir sind pünktlich um 7.45 Uhr am Anleger – außer uns kein anderer Tourist.
Wir werden freundlich empfangen und bezahlen die Tour zu den Murchison Falls. Scheinbar warten wir noch auf weitere Gäste – wir setzen uns erstmal auf die Terrasse mit Blick auf den Nil und sichten unser Frühstück. Der Saft der frischen Ananas läuft schon aus der Verpackung, also wird diese zuerst verspeist, ebenso wie ein leckeres Rolex. Den Pfannkuchen heben wir uns für später auf. Wie immer ist alles mehr als reichlich! Irgendwann kommen zwei weitere Gäste und wir besteigen das kleinste der verfügbaren Boote. Am gegenüberliegenden Ufer sammeln wir bei der Paraa Lodge zwei weitere Gäste auf, dann geht es los.
Den Namen unseres Guides habe ich leider vergessen, er kennt sich aber sehr gut aus und lässt uns viel Zeit um die entdeckten Tiere zu beobachten. Dazu liefert er uns jede Menge Infos … immer wieder schaltet er den Motor aus und wir kommen sehr nahe an die Tiere heran.
Es gibt Krokodile
einen Giant Kingfisher
Afrikan Darter
und natürlich Hippos!
Der Wind auf dem Wasser ist angenehm frisch und wir genießen die wunderbare Landschaft! Der Viktoria Nil ist ein beeindruckender Strom!
Die Ufer sind üppig bewachsen!
Besonders schön ist diese Gruppe Wasserböcke...
Das Kleine ist herzallerliebst 😘
Dieser Red-throated? Bee-eater posiert besonders schön 😎
Schließlich kommen wir zu einem wirklich riesigen Krokodil! Wir fahren seeeehr nahe ran 😵 - unser Guide versichert uns es sei nicht aggressiv! 😗
Auf den Gräsern tummeln sich ein paar Libellen!
Ein African Fish Eagle beobachtet uns von oben herab! 😗
Wir kommen an eine beeindruckende Felswand! Ist das schön hier! 🙂
Ein African Darter wärmt sich in der Sonne!
Nach einer Biegung kommen in der Ferne die Wasserfälle in Sicht – schon beeindruckend!
Die Strömung ist für das kleine Boot ganzschön heftig, aber wir fahren nahe genug heran um die Wasserfälle in Ruhe bestaunen zu können. Schade, dass wir keine Zeit haben werden zum Aussichtspunkt zu laufen…
Langsam machen wir uns auf den Rückweg.
Mein persönliches Highlight auf der Rückfahrt ist eine Elefantenherde, die gerade beim Trinken ist.
Als wir uns nähern formieren sie sich sofort zu einem Kreis und nehmen die Kleinen in die Mitte.
Mit aufgestellten Ohren und Rüsseln werden wir inspiziert ...
und schließlich für harmlos befunden…
Wir sehen noch einen Goliath-Reiher
und die Dächer des Red Chilli Camps
Um viertel nach Elf sind wir nach einer tollen Fahrt zurück am Anleger – die ganze Zeit ist uns kein einziges anderes Boot begegnet!!!
Nachdem wir einer Musikgruppe zugehört haben machen wir uns auf den Rückweg und spazieren wieder ins Camp. Unser Auto ist noch nicht da… Wir gehen in die Bar, bestellen Drinks und Hotdogs mit hausgemachter Salsa, dann relaxen wir auf der Couch und genießen den Blick auf den Nil. Es ist total entspannt. 😎 Wir bekommen unser Essen und die Tomaten-Zwiebel Salsa ist köstlich! 😛 😛 Noch bevor wir mit dem Essen fertig sind fährt unser Auto auf den Hof!!! 🤩 Die Bremse ist repariert!!! Das hat wirklich super geklappt! 🙂 M. fährt den Mechaniker schnell zurück zur Werkstatt – er arbeitet für die UWA, das dauert keine 10 Minuten – dem Nachmittäglichen Gamedrive steht nichts im Wege! 😎 Zuerst bestellen wir uns aber noch einen French-Press-Kaffee, schreiben ein paar altmodische Postkarten an die Daheimgebliebenen und knipsen eine Agame die gerade einen Mittagssnack verspeist….
und einen neugierigen Webervogel...
Fortsetzung folgt...
Teil 1209. März 2023
Regen und ein Regenbogen Gegen 13 Uhr brechen wir auf zum Nachmittags Gamedrive. Auf dem Chinesen-Highway geht es Richtung Pakwach. Überall wachsen Borassus Palmen – die Landschaft ist echt skurril!
Neben der Straße grasen viele Uganda Kobs und Oribis. Sogar Elefanten entdecken wir.
Auf der Nationalparkkarte ist ein Weg durch den Palmenwald nach Osten verzeichnet. Den können wir leider nicht finden – die Gräben und Erdwälle neben dem Highway sind aber ohnehin so tief/hoch, dass wir es lieber gar nicht erst versuchen. Der Blick auf den Palmenwald ist aber auch vom Highway aus toll! Es ist wunderschön und ich bin total verliebt in die Landschaft! 😎 Schließlich nehmen wir den einzigen fahrbaren Weg nördlich der Paraa Safari Lodge und fahren nach Osten in Richtung Nyamsika Cliffs. Die Idee dorthin zu fahren verwerfen wir, als es immer stärker bergab geht.
Wir wollen nicht riskieren irgendwo hängen zu bleiben – der Himmel bewölkt sich bereits bedrohlich und sollte es regnen ist uns das zu riskant. Die hiesigen Warzenschweine haben zum Teil richtig lange Mähnen 😄
Wir entdecken Kobs, Jackson Hartebeest, Warzenschweine, Perlhühner und Büffel
So viel Glück wir gestern und heute Vormittag mit dem Wetter hatten – jetzt ist es vorbei! Der Himmel zieht komplett zu und ein Gewitterregen bricht über uns herein. Der Weg wird zu Schmierseife und alle Gräben füllen sich blitzschnell mit Wasser! 😮 Als das Wasser auch den Weg in einen Bach verwandelt wird es uns zu mulmig und wir halten an – falls ein anderes Auto kommt muss es eben warten. Mitten auf der Pad hole ich unter akrobatischen Verrenkungen die Thermoskanne und den Instant Kaffee aus dem Kofferraum und wir lassen uns dazu die Pfannkuchen vom Frühstück schmecken. 😗 Wir werden von ein paar Hartebeests beäugt, die ziemlich bedröppelt aussehen!
Die Büffel grasen unbeeindruckt weiter...
Kein anderes Auto stört uns und als es zu regnen aufhört fahren wir noch ein Stück weiter nach Osten. An einem Wasserloch finden wir einen Streifenschakal, der an einem alten Gerippe herumnagt. (Das Foto ist leider nix…) und frisch panierte Büffel! 😄
Besonders freuen wir uns über ein Paar Abyssinian Ground –Hornbills. Die sehen echt genial aus und schreiten gelassen ihrer Wege! Um halb vier kehren wir schließlich um.
Auf der Rückfahrt kommt ab und zu die Sonne heraus und wir halten an einer besonders schönen Stelle mit sandigen Auswaschungen. Nachdem wir uns umgeschaut haben wagen wir uns ein paar Meter vom Auto weg um Fotos zu machen.
Wir fahren weiter und hinter einer Kurve sind sie plötzlich da – mitten vor uns auf dem Weg – eine Gruppe Löwen!!! 🤩
Mir gelingt ein einziges Bild – dann ist auch schon der letzte im hohen Gras verschwunden – ich bin total glücklich – was Raubtiere angeht sind wir nicht gerade vom Sichtungsglück gesegnet. Also sind wir über das kurze Erlebnis umso glücklicher. 😎 😎
Nach dem Regen wirkt die Landschaft richtig mystisch...
Ein Greifvogel trocknet mit genervtem Blick sein Gefieder 😎
Kurz nach den Löwen ist plötzlich eine Elefantenherde in Sicht – sie fressen links und rechts neben dem Weg zwischen den Palmen. So schön!
Piapiacs sind hier die Begleiter der Elefanten.
Das Licht ist nach dem Gewitterregen traumhaft und wir knipsen was das Zeug hält. Schließlich gibt es sogar einen Regenbogen!
Zurück im Camp genießen wir einen Savannah zum Sundowner, beobachten die vorwitzigen Vögel die überall durch die Büsche turnen und stöbern im Vogelbuch. Wir machen noch einen kurzen Spaziergang bevor wir in die Bar gehen, noch eine Runde Würfeln und auf unser Abendessen warten. Die Beef-Lasagne ist in Ordnung und wir gehen früh ins Bett – morgen müssen wir leider schon weiter – ein langer Fahrtag liegt vor uns! Fortsetzung folgt…
Teil 1312. März 2023
Es geht nach Süden! Wir stehen im Morgengrauen auf und holen uns an der Bar Tee und Pfannkuchen. Die Sonne geht über dem Viktoria-Nil auf und die ersten Vögel sind unterwegs. 🙂 Um 7.45 Uhr sind wir abfahrtsbereit – 340 km liegen vor uns. Das wird ein langer Tag. Auf dem Chinesenhighway fahren wir nach Süden – zunächst durch Buschlandschaft, dann durch wunderschönen Wald
– wir winken der Budongo Eco Lodge zu und amüsieren uns über die Paviane, die sich auf der Teerstraße in der Morgensonne wärmen. In Masindi tanken wir das Auto voll und kaufen uns an einem Straßenstand ein paar Samosas fürs Mittagessen und andere Kleinigkeiten. Die Fahrt nach Süden zieht sich… ein schmuddeliges Straßendorf reiht sich an das nächste, der nun schon gewohnte Trubel aus Bodas, Fahrrädern und Fußgängern hat uns wieder.
Bei jedem der gefühlt tausend Bumps bricht das Auto fast auseinander und das Geschirr, das ich nicht ordentlich verstaut habe scheppert erbärmlich! 😣 😣 Mittags haben wir Glück und finden einen schattigen Wald zum Picknick machen. Die Samosas sind echt lecker! 😛 Nachmittags werden wir hundemüde 🙁 – obwohl alle Straßen geteert sind zieht sich die Strecke bis Fort Portal. Wir vertreiben uns die Zeit mit „Welches Tier sehen wir als nächstes…“ – die Ziege gewinnt fast immer… auch das Tierschlangen-Spiel hält uns wach und am Spätnachmittag erreichen wir nach den letzten Metern auf grottenschlechten Wegen (maps.me hat uns wieder mal über eine fragwürdige Abkürzung gelotst 😈 ) schließlich Kluges Guestfarm. Hier wollte ich gerne übernachten, weil die Farm im Forum so gelobt wurde. 🙂 Wir werden herzlich empfangen und suchen uns einen schönen Stellplatz. Nur ein weiterer Camper ist da und es ist absolut friedlich! So lassen wir den restlichen Nachmittag mit Kaffee trinken, lesen, Vögel beobachten und endlich mal wieder heiß duschen vergehen. Ahhh! Urlaub! 😎
African Yellow White-eye
Gegen 19 Uhr pilgern wir ins Restaurant, wo wir ein leckeres Abendessen bekommen: M. probiert die Ziege 😛 und ich habe Fisch 😛 … die Beilage ist traditionelles Karo – ein gummiartiger schwärzlicher Klumpen von irgendwas undefinierbarem… wir lassen es uns erklären – soweit ich verstehe irgendein spezielles Getreide. Stopft auf alle Fälle… 😵 Die Nachspeise besteht wie so oft aus leckerem Obstsalat 😛 und wir klettern satt und hundemüde in unser Dachzelt – an die dünne Matratze haben wir uns inzwischen gewöhnt! Fortsetzung folgt…
Teil 1412. März 2023
Mit Robert Flufftail zum „Top oft he world“ Nachts wache ich von prasselndem Regen und Donnergrollen auf… Blitze erhellen das Innere des Dachzelts… 😈 Morgens ist es nicht besser. 😈 In einer kurzen Regenpause verlassen wir unser trockenes Zelt und spazieren zum Frühstücken ins Restaurant. Kaum sind wir dort beginnt es wieder zu schütten… Gut dass wir am Vortag Frühstück geordert haben. 😗 Das Wetter wird auch nach dem Frühstück nicht besser. Regenschauer folgt auf Regenschauer … wir lesen und trinken Tee und Kaffee – zum Glück gibt es auf dem Campingplatz auch einen überdachten Essensbereich. Am späten Vormittag hört der Regen endlich auf. Wir machen einen Spaziergang über das Farmgelände und freuen uns über viele interessante Blumen und andere Gewächse …
Auch einen Nektarvogel entdecken wir:
Nachdem wir das Zelt eingeklappt haben nehmen wir die kurze Fahrt zum Lake Nkuruba unter die Räder.
Wieder schaffen wir es auf grottenschlechten Pisten zu landen… 😈 Das wird langsam zur Gewohnheit! Mehr als einmal schauen die Einheimischen unserem Auto sehr verwundert hinterher… 😗 Zum Glück sind es nur 37 km und wir sind am frühen Nachmittag am Lake Nkuruba Camp. Hier herrscht großer Trubel – eine große Gruppe Spanier packt unter viel Geschrei gerade das restliche Picknick in den Bauch eines riesigen Trucks. 🙄 Wir lassen unser Auto außer Reichweite stehen und setzen uns an einen Gartentisch mit Blick auf den See. Die Sonne scheint mittlerweile und als der Truck abgefahren ist kommen wir dazu, die Umgebung so richtig zu genießen! Es ist wunderbar hier! 😎 😎 Wir bestellen Mittagessen und Drinks und genießen es erstmal angekommen zu sein. In den Bäumen turnen Colobusaffen und Vögel herum – was für ein schöner Ort! 🙂 Das Essen schmeckt sehr lecker und anschließend sichern wir uns einen Stellplatz mit Blick auf den See.
Ein Drink schmeckt auch schon am Nachmittag 😗
Das Zelt wird aufgeklappt und wir fragen Julius, den Campmanager nach möglichen Aktivitäten. Wir vereinbaren einen kurzen Walk zum Aussichtspunkt „Top oft he World“ um halb 5. Bis dahin machen wir gar nichts. 😎 Unser Guide heißt Robert, Spitzname „Flufftail“. Er ist ein wahrer Vogelspezialist und trägt das dicke „Birds of East Africa“ in der Hand – er freut sich, als er merkt dass wir uns für Vögel interessieren und liest uns immer wieder Passagen über die diversen Vögel die er entdeckt daraus vor – echt putzig! 😗 Robert kennt ist eine Quelle an Wissen – von Vögeln, über Landschaft, den Anbau von Getreide, die medizinische Verwendung diverser Pflanzen – keine unserer Fragen bleibt unbeantwortet. Der Walk ist total kurzweilig!
Kleiner Wermutstropfen: es fängt wieder kräftig an zu gewittern!
Wir haben zwar Regenjacken dabei, aber mir sind Blitz und Donner ziemlich unheimlich. Ich frage Robert, ob er denkt dass es gefährlich ist – er antwortet mir – ich könne ja auch von einem Auto überfahren werden … 😵 😵 Der Top oft he World Viewpoint liegt auf dem Gelände einer schon seit Jahren im Bau befindlichen Lodge – wir zahlen Eintritt und dürfen das Tor passieren.
Wir sind patschnass als wir das verwaiste Restaurant erreichen. Hier stören wir ein junges Pärchen – sie haben aber nichts dagegen dass wir uns vor dem Regen unterstellen. Die Ndali-Kasenda Crater Lakes sind über 40 Kraterseen, die bis zu 400 Meter tief sind. Endlich hört es auf zu regnen und wir können von der Terrasse aus den Blick auf die drei Seen, den Wald von Kibale und in der Ferne das Rwenzori Gebirge genießen. Es ist großartig! 🙂
Auf dem Rückweg kosten wir noch die Blätter des Bottle-Brush Trees, die nach Menthol schmecken und auch den schlimmsten Husten innerhalb kürzester Zeit kurieren sollen.
Wir entdecken noch einen African Millipede, dann geht es mit schnellem Schritt zurück zum Camp – es wird schon dämmrig. Das erste Mal in diesem Urlaub ziehen wir warme Klamotten an und entscheiden uns wiederum dafür, die heimische Bevölkerung zu unterstützen und ins Restaurant einzukehren anstatt selbst zu kochen… 😛 Im Restaurant plauschen wir ein bisschen mit den anderen Gästen, genießen das leckere Abendessen und spielen noch ein paar Runden „Clever“. Als wir in unser Dachzelt krabbeln veranstaltet die heimische Amphibienwelt einen Höllenlärm 😣 – wir sind so müde dass wir trotzdem einschlafen, zumal die Quaker in der Nacht verstummen!
Fortsetzung folgt…
Teil 1514. März 2023
„How are UUUU“ und Besuch bei den Gremlins Eigentlich wollten wir heute weiter in den Kibale Nationalpark. Nachdem es uns aber hier so gut gefällt, haben wir beschlossen eine weitere Nacht zu bleiben und mit Robert einen 3-Stunden-Hike zu fünf verschiedenen Kraterseen vereinbart. Pünktlich um 8 Uhr ist er da und wir brechen bei herrlicher Morgensonne auf. 😎 Auf einem hohen und kahlen Baum entdecken wir einige Colobusaffen, die sich nach der kühlen Nacht den Pelz wärmen.
Der sieht aus wie aufgespießt 😗
Auch eine Meerkatze wärmt sich...
Schon bald entdeckt Robert die ersten Vögel für uns – wir fotografieren, beobachten die gefiederten Freunde und lauschen Roberts Vortrag aus dem „Birds of East Africa“. 😄 Common Fiscal
Beautiful sunbird
African Yellow-white-eye
???
Wir laufen zunächst entlang der Straße – ganz afrikanisch und biegen schließlich auf einen Feldweg ein. Die Landschaft ist grün und bäuerlich.
Es gibt immer wieder Blumen... Pink flowered Acanthus
Schließlich erreichen wir den ersten – sehr kleinen Kratersee – Lake Nyianswiga.
Hier sitzen einige Reiher und ein Hammerkopf herum.
Blick zurück...
Teil 1614. März 2023
Bananenplantagen bestimmen von nun an das Bild.
Robert erklärt uns alles Mögliche zum Bananenanbau und anderen Dingen, die uns unterwegs begegnen… So viele Informationen sollen in unseren Köpfen Platz finden… Am Lake Nyiahirya machen wir eine Rast und teilen uns ein paar Äpfel.
Robert hat noch nie einen gegessen und ist sehr interessiert. Er hebt sogar die Kerne aus dem Gehäuse auf und verstaut sie in seiner Tasche um sie einzupflanzen. 😗 Zwei kleine Mädchen mühen sich mit viel zu großen Wasserkanistern 🙁 , die sie mit Bananen verschlossen haben. Als nächstes erreichen wir die Zwillingsseen: Lake Kifuruka und Lake Nyinambuga.
In den großen Bäumen am Ufer entdeckt Robert Hornraben und Turakos – leider gelingen mir keine guten Fotos… Great Blue Turako
Auf den dicken Ästen wachsen kleine Farne und wir sehen eine Siedelagame.
Als letztes erreichen wir den 20.000 Shilling-See, den Lake Lyantonde.
Auch hier wohnt eine Agame 😎
Wir genießen einmal mehr die tollen Ausblicke. Jetzt wäre es schön, wenn uns jemand abholen würde… Mittlerweile ist es brütend heiß und ein Blick auf die Uhr zeigt uns, dass es bereits Mittag ist. Da müssen wir jetzt durch.
Teil 1714. März 2023
Der Rückweg führt entlang der Hauptstrecke, vorbei an kleinen Häusern, Menschen bei der Arbeit, durch Siedlungen – kurz gesagt durch das ländliche Uganda. Die vielen Kinder, denen wir auf dem Rückweg begegnen sind zwar niedlich, aber auch sehr anstrengend. Schon von weitem skandieren sie: How are U…How are U…How are U, wobei sie das „you“ sehr lustig betonen… 😄 erst wenn wir uns ihnen zuwenden und winken ist Ruhe. Manche begleiten uns ein Stück und finden den Isländischen Puffin aus Stoff, der an meinem Rucksack baumelt sehr lustig… 😎 Endlich wird auch geklärt, was viele Ugander kauen – es ist Zuckerrohr. Diese Erfahrung wollen wir natürlich auch machen und erstehen an einem Stand eine 2 Meter Stange, die M. auf der Schulter trägt. Nun sind wir natürlich erst recht eine Attraktion, zumal Robert eine neongelbe Warnweste trägt. 😗 Nach einem schweißtreibenden Marsch erreichen wir (ich trotz Hut mit rotem Kopf) um halb 2 Uhr einen großen Kaktusbaum, der schon auf dem Gelände des Camps steht. Hier erklärt uns Robert, wie man Zuckerrohr isst …. Meine europäischen Zähne haben hart zu kämpfen um etwas davon abzureißen und mein Kiefer schmerzt nach dieser Erfahrung mehrere Tage… 😣 Wir schenken Robert das restliche Zuckerrohr – er bringt uns später noch eine Touristengerecht-vorbereitete Portion vorbei. Auch wenn es anstrengend war – wir möchten diese spannende Tour nicht missen. Uganda zu Fuß ist mal was ganz anderes! Statt einem verspätetem Mittagessen gibt es noch eine Wassermelone und Bananen – das Zuckerrohr ist ziemlich sättigend, auch wenn man das Zeug nur auslutscht und den Rest ausspuckt. Wir kochen Kaffee und gehen in den Urlaubsmodus über. Die Ablutions sind sehr bescheiden – 2 Duschen, 2 Toiletten und 2 Miniwaschbecken an der Außenmauer – es gibt aber heißes Wasser, so dass wir uns den Staub abwaschen können. Gegen halb 5 haben wir schon wieder Hummeln im Hintern und spazieren an einer kleinen Felswand entlang hinunter zum Lake Nkuruba – der ist nur für Campgäste zugängig. Ein paar Leute schwimmen, wir sind aber nicht solche Wasserratten und genießen den idyllischen See vom Ufer aus. Der Pfad zum See ist die Heimat der Gremlins – Rote Stummelaffen bewohnen die Bäume – wir lachen uns fast tot über die Gesichter. 🤩
Hier ist großes Affenkino geboten – zu schön!
Eine Angestellte des Camps kommt mit einem Zettel und fragt, ob wir etwas zum Abendessen wollen –na klar! 😛 Sie nimmt die Bestellung auf und rügt eine Spanierin, die den Affen eine Banane hinhält – scheinbar sind die Gremlins ziemlich angrifflustig wenn sie sich gestört fühlen und fressen zudem nur Grünzeug… Auf dem Rückweg entdecken wir dann noch ein Pärchen Black-and-white-casqued Hornbills. Der Herr umgarnt seine Dame immer wieder mit lockenden Lauten – sie gibt sich reserviert. Wir genießen das Spektakel.
Frau Hornbill ziert sich noch...
Auch ein Black headed heron sitzt im Baum und ein Hörnchen huscht vorbei.
Wieder zurück gönnen wir uns einen Sundowner mit Chips und in Gesellschaft der Colobusaffen. Am See entdecken wir noch einen Palmnut-Vulture. Es ist ein paradiesischer Ort! 😎
Robert gesellt sich zu uns und hilft uns noch, einige fotografierte Vögel zu bestimmen. Abends gehen wir ins Restaurant, wo wir mit den anderen Gästen ratschen und wiederum ein leckeres Essen genießen. Nach ein paar Runden „Clever“ krabbeln wir müde und satt in unser Dachzelt. Fortsetzung folgt…
Teil 1815. März 2023
"Next Stop Äquator" und "Campen im Abseits" Heute müssen wir diesen paradiesischen Ort leider schon verlassen. Wir räumen das Auto ein und verabschieden uns von Julius, Robert und den anderen Mitarbeitern. Schön war es hier! 🙂 Die nächste Reise unserer Reise führt uns über rund 130 km in den Queen Elisabeth Nationalpark. Mittlerweile sind wir den 11. Tag in Uganda unterwegs – unglaublich, wie viel wir bereits erleben durften. 🙂 🙂 In Kasese kaufen wir ein paar Kleinigkeiten ein, tanken und heben Geld ab. Dabei werden wir von zwei kleinen Jungs verfolgt, die uns ziemlich offensiv anbetteln. Leider gibt es in Uganda sehr viele Aids-Waisen. 🙁 Ich denke aber es ist sinnvoller, Organisationen vor Ort zu unterstützen die Hilfe zur Selbsthilfe leisten – Julius und einige Mitstreiter vom Lake Nkuruba Camp haben beispielsweise eine Organisation gegründet, die es sich zum Ziel gesetzt hat möglichst viele Kinder der umliegenden Gemeinden in Schulen unterzubringen. Auch wenn mir das in dem Moment schwerfällt gebe ich den beiden nichts… 🙁 Nachdenklich fahren wir in Richtung Äquator. Unterwegs bietet sich wieder das gewohnt trubelige Straßenbild.
Ich werfe nochmal einen Blick auf die Landkarte – das erste Mal am Äquator – dann ist plötzlich das Straßenschild da und wir stoppen auf einem Parkplatz.
Außer dem Straßenschild, einem verblichenen Plakat und drei verbeulten Blechschüsseln gibt es hier nichts weiter zu sehen – das hatten wir uns ein bisschen anders vorgestellt… 😕 Für umgerechnet rund 2,50 Euro lassen wir uns in den Blechschüsseln die Corioliskraft demonstrieren… ach ja – der Physikunterricht ist lange her. Nachdem es hier weder Souvenirs noch Kaffee gibt, fahren wir schnell weiter.
Kurz darauf haben wir auch schon den Queen Elisabeth Nationalpark erreicht. Da wir gerne Landschaft mögen wollen wir durch das Crater Gate und über den Crater Drive in Richtung Mweya Halbinsel fahren. Kein einziges Auto ist auf dem Parkplatz als wir zum Office marschieren. Hier kommt glaube ich eher selten jemand her. Die beiden Damen sind überrascht aber erfreut, als wir unser Anliegen erklären. Leider ist die Zahlmeisterin zuhause bei ihrem Kind, wenn wir warten wollen rufen sie sie aber an – kein Problem. Wir schauen uns um und fragen nach Kaffee- den kriegen wir! Im Office gibt es wenige verbleichte T-Shirts und „Gorilla-Coffee“ – wir kaufen ein paar Päckchen als Mitbringsel. 😎 Als der French-Press Kaffee fertig ist setzen wir uns draußen in den Schatten – der Kaffee ist so stark, dass unsere Lebensgeister sofort geweckt werden. 😄 Wir können eine Agame beobachten, sonst tut sich nicht viel.
Nach ungefähr einer halben Stunde kommt die Zahlmeisterin und wir können los. In den nächsten 4 Stunden begegnen wir keiner Menschenseele… Die Landschaft mit den grünen Kratern ist wunderschön 😘 – die Pad ist teilweise recht holprig, bei schönem Wetter aber kein Problem. Wir genießen die Einsamkeit in vollen Zügen. Ab und zu halten wir an um zu fotografieren.
Am Horizont sieht man den Lake George
Tiere sehen wir, abgesehen von ein paar Vögeln allerdings keine. Hier ein Yellow-throated Longclaw
So trauen wir uns an einem wassergefüllten Kratersee, dem Lake Kitagata unseren Picknicktisch aufzubauen und sitzen bei angenehmen Temperaturen am Kraterrand, lassen uns die Brotzeit schmecken und jagen ein paar Schmetterlingen hinterher… Es ist traumhaft schön hier! 🤩
Afrikanischer Monarchfalter
Auch ein paar Blüten gibt es zu entdecken - Hypericum-Familie?
Auf der Weiterfahrt sehen wir sogar noch eine Gruppe Elefanten – insgesamt zählen wir 20 Tiere – über diese unerwartete Sichtung freuen wir uns sehr!
Die Elis sind recht weit weg – trotzdem beobachten wir sie eine ganze Weile – schön, wenn man keine Termine hat! 😎
Auf einem Baum sitzen etliche Geier, wir können aber keine Spur eines Kadavers entdecken.
Manche Krater sind mit Büschen und Bäumen bewachsen,
dann wiederum dominiert ein weißes, fedriges Gras die Landschaft.
Teil 1915. März 2023
Gegen 16 Uhr erreichen wir die Mweya Halbinsel. Hier gibt es eine Lodge, ein Besucherinfocenter und einen Campingplatz. Wir fahren zunächst zum Infocenter… puh ist das verlottert… 🙄 die ausgestopften Tiere verlieren schon ihre Papierfüllung und die Karten an den Wänden kann man kaum noch lesen… 😣
Das Personal ist eher von der muffigen Sorte 😣 😣 – wir fragen nach einem Platz auf dem Campground und bezahlen für zwei Nächte – ein Fehler wie sich herausstellen sollte… 😠 Auf unsere Frage nach einer Bootsfahrt auf dem Kazinga Channel wird uns mitgeteilt, dass nur ein Boot fährt – um 15 Uhr. Wir lassen uns mal vorsorglich in die Liste eintragen… Schließlich fahren wir an Wellblechbaracken vorbei in Richtung Campsite – oh Mann ist das verlottert hier… 😮 Wir sind erstmal schockiert. 😮 Überall liegen herausgerissene Büsche, eine Brandschneise erstreckt sich zwischen einem Acker und dem Campsite – das scheint von aller Welt verlassen. 😕
Nachdem wir erstmal durchgeatmet haben inspizieren wir die Ablutions. Es gibt zwei Häuschen: die Toiletten sind verstaubt und voller Spinnweben, funktionieren aber immerhin… aus den Duschen kommen ein paar rostige Wassertropfen, am Waschbecken gibt es gar kein Wasser… Na toll! 😈 😈 Ohne Wasser macht das gar keinen Sinn! Ein weiteres Häuschen, dessen Zweck sich uns nicht erschließt ist ruinös und dient als Müllhalde – auch nix… 😈 In der äußersten Ecke steht ein recht großer Wetterschutzpavillion und ich entdecke an der Außenseite einen weiteren Wasserhahn – hurra 🤩 – es kommt Wasser und dazu sieht es noch recht sauber aus. Zum Waschen reicht das – da es schon so spät ist haben wir ohnehin keine Wahl und beschließen wenigstens eine Nacht zu bleiben.
Auf der Haben-Seite lassen sich immerhin Warzenschweine, Wasserböcke, ein Hammerkopf, ein Marabu und die Aussicht auf den Kazinga Channel verbuchen! 😗
Wir stärken uns erstmal mit einem Kaffee und wagen uns dann auf einen Gamdrive am Kanal entlang in Richtung Leopard Loop.
Was vielversprechend klingt endet als kompletter Reinfall. Wir müssen umkehren, da aufgrund der dornigen Büsche irgendwann kein Durchkommen mehr ist – der arme Toyota erleidet massenweise Kratzer… 😈 Das Gleiche auf dem Royal Circuit 😈 und der Queen`s Mile… 😈 😈 Die Kratzer werden mehr und mehr, zu sehen gibt es nicht viel. Insgesamt 3 Büffel, einer mit Oxpecker...
...das eine oder andere Warzenschwein...
...diesen Wasserbock...
und Federvieh: African Grey Hornbill
Shrike
Frankolin
Long Crested Eagle
Grey headed Kingfisher
Die Landschaft wird von großen Euphorbienbäumen dominiert - das gefällt uns sehr gut! 🙂
Um halb sieben geben wir auf und kehren zum Campsite zurück – wie zu erwarten ist außer uns niemand da… Wir stellen uns in die äußerste Ecke in die Nähe des Pavillions, so dass wir die aufgerissenen Gräben nicht sehen. 😗 Es ist ganz O.K. Wir sind gerade noch dabei uns zu sortieren, da nähert sich ein Ugander mit forschem Schritt der Ruine – wir warten gespannt was passiert… 😐 Kurz darauf taucht er mit einem Wischmopp und einem Eimer wieder auf und verschwindet in Richtung Toiletten 😄 … Was soll man da noch sagen. Als er seine Putzutensilien wieder in der Ruine untergestellt hat kommt er zu uns. Er stellt sich als Richard vor und freut sich sichtlich, dass wir hier sind. 🙂 Bei diesem herzlichen Empfang fühlen wir uns gleich etwas wohler. 🙂 🙂 Wir lehnen sein Angebot ab, uns ein Feuer zu machen. Stattdessen kochen wir Kartoffel-Kürbiseintopf und Krautsalat und machen uns ein Bierchen auf. Der Frieden währt aber nicht lange – wir werden von Heerscharen summender Mücken heimgesucht – sie beißen und stechen zwar nicht, sind aber überaus lästig. Als wir alle Lichter ausmachen setzen sie sich auf das Auto – vielleicht um die Restwärme zu nutzen… Nachtschwalben fliegen umher und wir ziehen uns bald ins Dachzelt zurück. Nachts wachen wir von kauenden Geräuschen auf – ein Blick mit der Taschenlampe zeigt uns, dass ein Nilpferd in der Nähe des Autos grast. Wir hören Hyänen und im Morgengrauen Löwen…
Fortsetzung folgt…
Teil 2021. März 2023
Entspannter Tag im Queen Elisabeth Nationalpark Als wir morgens aus dem Zelt krabbeln sitzen 2 Hammerköpfe herum und auch die Wasserböcke sind wieder da.
Affen hat es zum Glück keine, darum können wir entspannt und gemütlich mit Blick auf den Kazinga Channel unser Frühstück genießen. 😎 Da wir faule Leutchen sind starten wir erst gegen halb neun zu unserem Gamedrive-Tag im Nationalpark. Wir nehmen die Teerstraße in Richtung Katunguru. Am Lake Nyamanyuka entdecken wir zahlreiche Büffel und Wasserböcke am Ufer.
Am Kasenyi Gate zeigen wir unser Permit und quatschen ein bisschen mit den Rangern. Sie erzählen uns von einer Löwensichtung in der Nähe eines Waterholes – um es vorweg zu nehmen. Wir sehen die Löwen nicht. 🙁 Die Papierkarte stimmt nicht mit den in maps.me eingezeichneten und die wiederum nicht mit den tatsächlich vorhandenen Pisten überein… Egal – wir freuen uns über jedes Tier und was Katzen-Sichtungen angeht waren wir bisher nie vom Glück gesegnet… Vielleicht sollten wir auch mal den Sichtungsfee-Bestechungs-Willi, von dem hier so oft zu lesen ist ausprobieren… 😗 Trotzdem wird unsere Irrfahrt über die Kasenyi-Plains nicht langweilig. 😎 Wir sehen Elefanten
Die Landschaft wird dominiert von großen Euphorbien-Bäumen. Das haben wir so noch nie gesehen und zusammen mit dem gelben Gras sieht das wirklich großartig aus! 🙂
Uganda Kobs und Büffel sind immer nett anzusehen...
Im gelben Gras entdecken wir pinkfarbene Blumen:
Diese Pflanze erinnert an ein Nachtschattengewächs...
Besonders über die vielen Vögel freuen wir uns! Honeyguide Greenbul
Burchell`s coucal
Red necked spurfowl
White-browed coucal
Senegal Lapwing
Unseren Kaffee wollen wir bei ein paar Zebramangusten trinken… die finden das nicht so toll und sind blitzschnell verschwunden. 😮 Wir bleiben trotzdem stehen.