Old Women1'543 Beiträge · seit 201318. Nov. 2022 · #81
Hallo, Betti, Die Abfahrt habe ich ja nun leider verpasst, aber ich bin jetzt ganz schnell zugestiegen und habe die Kapitel in einem Rutsch verschlungen. Fantastische Aufnahmen und dazu deine flotte Schreibe, das alles verspricht Unterhaltung auf höchstem Niveau. In einen Camper bekommt mich in diesem Leben keiner mehr hinein, und auch für meine bessere Hälfte ist das wohl nichts, und daher bin ich sehr gespannt, wie das Fazit ausfällt. Herzliche Grüße von den Kapverden Beate
Katma1722560 Beiträge · seit 202120. Nov. 2022 · #82
Hi Betti! Unglaublich schön sind eure Bilder wieder!!! Danke dafür! 😘 Ja, der alte Murphy ist schon so ne Marke... wirklich Pech mit dem Handy - naja, wenigstens habt ihr es überhaupt gefunden. Mirabib sieht traumhaft aus. Sollte ich wiedermal nach Namibia kommen muss ich da unbedingt hin. Schlau, dass ihr in Swakopmund nicht gecampt habt. Das hatten wir zweimal und es war grässlich... Aber wir brauchen halt länger um manche Dinge zu kapieren 😄 Bin schon gespannt, wie es weitergeht! Liebe Grüße, Kathrin
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201621. Nov. 2022 · #83
Hallo ihr Lieben,
ich hatte mich für ein langes Wochenende ins schöne Zürich verkrümelt, bin jetzt aber wieder zurück und hochmotiviert. Morgen kann es also (wahrscheinlich) weitergehen (diese Angst vor den Pföschdle, man muss es erlebt haben, um es zu verstehen... :S)
rik m. schrieb:Mich packt angesichts dieser Bilder und der dahinter steckenden Erlebnisse der Neid, das solltest Du wissen!
😮
rik m. schrieb:Großartig, wie ihr die Natur aufs Bild bannt! Danke für diese tiefgehenden Eindrücke!
Vielen Dank für das tolle Lob (aus berufenem Mund)!
Champagner schrieb:Dieser Trick ist neu!
Vielleicht hast du dich als unsere Vorgängerin doch allzu sehr in die Seile gehängt... 😉
Champagner schrieb:Pföschdle, Betti, Pföschdle
Genau die!!! Sie erscheinen mir schon nachts im Schlaf...
Beatnick schrieb:als auch die, die der Text in meinem Kopf entstehen lässt.
In meinem auch. Pföschdle überall, sie hängen über meinem Bett, und dann schüttelt jemand und dann... 😣
Old Women schrieb:aber ich bin jetzt ganz schnell zugestiegen und habe die Kapitel in einem Rutsch verschlungen.
Hallo meine Liebe, wie schön, dass du auch dabei bist!!!
Old Women schrieb:In einen Camper bekommt mich in diesem Leben keiner mehr hinein, und auch für meine bessere Hälfte ist das wohl nichts, und daher bin ich sehr gespannt, wie das Fazit ausfällt.
We will see...
Old Women schrieb:Herzliche Grüße von den Kapverden
Oh wie schön, ganz viel Spaß!!!
Katma1722 schrieb:Unglaublich schön sind eure Bilder wieder!!!
1000 Dank!
Katma1722 schrieb:Ja, der alte Murphy ist schon so ne Marke...
I can tell you!
Katma1722 schrieb:Mirabib sieht traumhaft aus. Sollte ich wiedermal nach Namibia kommen muss ich da unbedingt hin.
Wir können es sehr empfehlen! Viel Ruhe und Nichts. 🙂 Schön, dass du auch wieder mitreist!
Überhaupt ist es allerhöchste Zeit für ein dickes Dankeschön, für euer Interesse, eure Dankes, eure Kommentare. Erst so wird ein Reisebericht wirklich ein Reisebericht. Merci!
casimodo4'528 Beiträge · seit 200722. Nov. 2022 · #84
Liebe Betty,
ich überlege gerade, wie ich einen weiteren, begeisterten Kommentar zu Deinem Bericht formulieren soll, ohne immer wieder das Gleiche zu schreiben...... 😕 😐 😕 😁
Aber mir fällt nix ein außer: "Ganz phantastische Beschreibung Eurer Erlebnisse! - wahnsinnig tolle Bilder ! usw. usw.......
Ich sehe Thomas vor mir, wie er mit irrem Gesicht mit der Axt auf das Auto eindrischt und Du ihn nachdenklich schauend gewähren lässt 😉 😛 🙂 😎
Liebe Grüße vom stets auf hohem Level begeisterten Carsten
Champagner8'687 Beiträge · seit 201022. Nov. 2022 · #85
Beatnick schrieb:
Champagner schrieb:Dieser Trick ist neu!
Vielleicht hast du dich als unsere Vorgängerin doch allzu sehr in die Seile gehängt... 😉
Pfffffff....... 😗 😈 (ohne "t" und "KLONG" 😗 ) - wie darf ich das verstehen? Wenn ich mich nicht sehr täusche, müsste Thomas mindestens mein Gewicht auf die Waage bringen, vielleicht war ja er es? Alternativ könnt Ihr euch mit eurem Missfallen an den Baum auf der Puros-Campsite wenden, der hat ja u.a. auch die Leiter getroffen. Falls Ihr den nicht zu fassen bekommt, dann vielleicht mal mit Matthias reden 😛 .
Champagner schrieb:Pföschdle, Betti, Pföschdle
Genau die!!! Sie erscheinen mir schon nachts im Schlaf... Pföschdle überall, sie hängen über meinem Bett, und dann schüttelt jemand und dann... 😣
😄 Na jetzt aber 😉 - von so ein paar Holzstückchen lässt du dich beeindrucken? 🤩 So kenn' ich dich gar nicht. Ich glaube, ich muss mal eins mitbringen, falls wir uns je mal wieder sehen (dieses Jahr wird das ja wieder nichts....), dann verlierst du vielleicht den Respekt davor 😎 .
Und falls es dich noch zusätzlich beruhigt: die Pföschdle machen gerade Winterschlaf im Schuppen und ich sitze brav auf der Couch und warte - ohne zu nörgeln oder zu drängeln 😎 - einfach ganz geduldig darauf, dass es hier weitergeht 🙂 .
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201622. Nov. 2022 · #86
Hallo ihr Lieben,
casimodo schrieb:ohne immer wieder das Gleiche zu schreiben
Dopplungen sind in diesem Fall ausdrücklich erwünscht! 😉
casimodo schrieb:Aber mir fällt nix ein außer: "Ganz phantastische Beschreibung Eurer Erlebnisse! - wahnsinnig tolle Bilder!
🙂 😘
casimodo schrieb:Ich sehe Thomas vor mir, wie er mit irrem Gesicht mit der Axt auf das Auto eindrischt und Du ihn nachdenklich schauend gewähren lässt
😄 😄 😄 Ganz so war es dann ja zum Glück doch nicht - aber kurz davor. 😎
Champagner schrieb:Wenn ich mich nicht sehr täusche, müsste Thomas mindestens mein Gewicht auf die Waage bringen, vielleicht war ja er es?
Oh ja!!! Allerdings dachte ich weniger an Gewicht, als vielmehr an Einsatz. Und da liegst du klar vorn. 🙂
Champagner schrieb:Alternativ könnt Ihr euch mit eurem Missfallen an den Baum auf der Puros-Campsite wenden, der hat ja u.a. auch die Leiter getroffen.
Ich würde sagen, damit ist der Auslöser auf jeden Fall gefunden!
Champagner schrieb:Ich glaube, ich muss mal eins mitbringen, falls wir uns je mal wieder sehen (dieses Jahr wird das ja wieder nichts....)
Nein, leider leider nicht. 🙁 Ich hoffe sehr auf eine andere Gelegenheit!
Champagner schrieb:die Pföschdle machen gerade Winterschlaf im Schuppen und ich sitze brav auf der Couch und warte - ohne zu nörgeln oder zu drängeln
Es ist schön, dass du so entspannt bist - denn leider schaffe ich es wohl heute nicht ganz bis zum Ende des nächsten Kapitels. 😣
Ich versuch aber mal, möglichst weit zu kommen immerhin...
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201623. Nov. 2022 · #87
10. September: Wüste und Meer
Der Wecker klingelt mich unbarmherzig aus dem Schlaf; er hätte ausnahmsweise länger dauern können, denn es war herrlich in meinem bequemen und mollig warmen Bett - zumal der erste Blick aus dem Fenster wenig verspricht.
Auf dem Weg quer durch den kleinen Garten zum Frühstück rümpfe ich die Nase. Es nieselt. Denke ich. "Das ist kein Regen, das ist Nebel", korrigiert mich Meike. Am Ende kommt's aufs Gleiche raus. Das Wetter lässt zu wünschen übrig - und erst jetzt dämmert uns, was für ein Glück wir 2012 im Dezember hatten, als der Himmel über Swakopmund makellos blau war und die Leute reihenweise zum Baden im Atlantik.
Swakopmund im Dezember 2012
Im Frühstücksraum bollert ein Ofen, schnell schließe ich die Tür, nur hinein ins Warme. Das Buffet ist klein, aber fein, das Frühstück ein Stimmungsaufheller. Dann geben wir unsere Autoschlüssel an der Rezeption ab, damit der Bushlore-Mechaniker helfen kann, und sind dankbar, dass wir unseren Ausflug trotz des Termins nicht absagen müssen. Meike und ihrer Mitarbeiterin sei Dank, die sich um unsere Angelegenheit kümmern.
Um kurz nach halb Neun klingelt der Guide von Turnstone Tours. Das Unternehmen war uns von Georg Erb empfohlen worden, dessen Klippspringer-Tour wir Jahre zuvor sehr gemocht hatten. Wir hatten sie Sandra und Christoph ans Herz gelegt, doch "Schorsch" hat sich aus dem Business zurückgezogen, besitzt nun eine Galerie in Swakop und hatte uns dennoch umgehend auf unsere fragende Mail mit einem Alternativvorschlag geantwortet.
Unser Guide ist ein vierschrötiger, zupackender Typ, der das Auto wohl zur Not auch durch die Dünen ziehen könnte. Überlege ich so bei mir, da scheucht er uns schon auf die Rückbank. Wir sind unter uns, und schon geht es los in Richtung Walvis Bay, wo wir kurz vor dem Ort an einer großen Holzplattform halten. Seit den 1930er-Jahren wird hier Guano gewonnen. Säckeweise schaukelt der kostbare Vogelmist an einem windschiefen Holzgerüst von der künstlichen Insel übers Meer. Hier wird aus Sch... Gold gemacht. Offenbar mit Erfolg.
Wieder fällt mir auf, wie bebaut der Küstengürtel nun ist. In wenigen Jahren, so prognostiziert unser Guide, werden Swakopmund und Walvis Bay nahtlos ineinander übergehen.
Als wir an der Lagune halten, ist es kaum wärmer als am Vortag. Aber immerhin trocken. Nur von Sonne keine Spur. Ein wenig bedrückt beäuge ich den trüben Himmel.
Die Wasservögel sind wie immer schön, aber ich störe mich an der Industrie drumherum. Ich kann das nicht ganz ausblenden. Anders als offenbar die Flamingos - zum Glück.
Vorbei an den Salzwerken fahren wir in Richtung des Nationalparks und dann auf dem Strand zwischen Dünengürtel und Wasserkante zum Sandwich Harbour. Das geht nur bei Niedrigwasser und ich bin froh, dass unser Timing passt.
Die Strandbewohner zeigen sich indes wenig beeindruckt von unserem Besuch.
Ohnehin haben die meisten von ihnen Besseres zu tun und tummeln sich in der Hoffnung auf fette Beute im Fahrwasser viel spannenderer Gäste. Mehrere Buckelwale schwimmen vor der Küste auf und ab, dicht umringt von Robben, die um sie herumtoben. Ein toller Anblick, wenn auch relativ weit weg, und ein unverhoffter dazu. Wir hatten einfach nicht damit gerechnet.
Vielleicht bilde ich es mir nur ein, doch so langsam wird es heller; zeigen sich sogar vereinzelt blaue Flecken am verhangenen Himmel.
Dann biegen wir plötzlich links ab. Wühlen uns die Düne hinauf. Und dann sind wir da. Mitten im Sand. Das Meer vor Augen. Wer beides liebt, ist im Paradies. So wie ich.
Der Guide lässt uns von der Leine. Wir laufen hin und her, bewundern die Landschaft und freuen uns über die Sonne, die nun auf die Lagune scheint. Pünktlich auf die Minute.
In Richtung Walvis Bay, das etwa 80 Kilometer nördlich liegt, ist es noch grau. Doch über uns klart es zusehends auf.
Die riesigen Dünen der Namib treffen hier auf den rauen Atlantischen Ozean. Eine grandiose Kombination.
Unter uns liegt der Sandwich Harbour. Eine Süßwasserlagune, die sich aus Brackwasser speist, das durch die Dünen in sie hineingelangt. Einst ein natürlicher Hafen, wurde vor mehr als 100 Jahren die Sandbank, die die natürliche Bucht schützte, zum Teil weggespült. Der Hafen, der wohl zum Walfang diente, wurde dadurch für Schiffe zu flach. Nun ist die Bucht nur noch auf dem Landweg zu erreichen und Teil des Namib-Naukluft-Parks.
Guide und Auto sind längst unten angelangt, und schließlich rennen auch wir die Dünen hinab. Das ist immer wieder ein Riesenspaß!
Bei Sandra geht's bergab... 😎
Flamingos bevölkern die Lagune, und über uns fliegen Pelikane über den Dünenkamm.
Zum Mittag gibt's hausgemachte Lasagne, einen leckeren Salat, knuspriges Brot und Kekse. Keine Austern, kein Champagner, kein Chichi. Auch das war ein Grund, warum wir uns für Turnstone entschieden hatten.
Schampus am Mittag bekommt mir sowieso nicht. Und schon gar nicht in der Achterbahn. Sehr viel anders fühlt es sich nämlich nicht an, als wir wieder hoch in die Dünen fahren und uns dann querbeet auf den Rückweg machen. Was auch gar nicht anders möglich wäre, denn die Flut hat den Strand vorübergehend verschluckt.
Mal geht es steil in die Tiefe, dann wieder hoch hinauf. Unser Fahrer macht manchmal auf Spannung ("Ohoh, ich glaub' wir stecken fest"), doch wir vertrauen ihm. Er beherrscht sein Geschäft.
Noch einmal halten wir an einem der höchsten Punkte an. Wie schön es hier ist! Ich hatte jahrelang immer wieder überlegt, ob wir diese Tour nicht vielleicht doch einmal machen sollten. Nun bin ich froh, dass wir uns endlich dazu durchgerungen haben. Sie ist für uns ein Höhepunkt.
Schon fast aus den hohen Dünen heraus, sehen wir einige Autos mit Blick aufs Meer und Picknicktischen parken. Das seien die Touren, die wegen der Flut nicht bis zum Sandwich Harbour vordringen könnten, erklärt uns der Guide. Der Weg durch die Dünen funktioniert offenbar nur One Way, also aus den Dünen heraus, nicht tiefer hinein. Hm. Eine echte Option ist diese abgespeckte Variante nicht.
Erst am späten Nachmittag sind wir zurück. Zurück auch im Nebel von Swakop, wo er sich den ganzen Tag gehalten hat. Im Supermarkt ums Eck gehen wir einkaufen für die nächsten Tage, checken dann die Autos. Unsere Leiter ist gegen eine andere ausgetauscht, die zwar nicht neu ist, aber hält. Passt!
Am Abend dieses erfüllten Tages lege einen Leseabend ein, mache es mir im Zimmer gemütlich und damit den Weg für die anderen ins Fischrestaurant frei. Sie kommen gutgelaunt zurück, was ich aber gar nicht mehr mitbekomme. Schon längst bin ich im Reich der Träume.
casimodo4'528 Beiträge · seit 200723. Nov. 2022 · #88
Liebe Betty,
Noch einmal halten wir an einem der höchsten Punkte an. Wie schön es hier ist! Ich hatte jahrelang immer wieder überlegt, ob wir diese Tour nicht vielleicht doch einmal machen sollten. Nun bin ich froh, dass wir uns endlich dazu durchgerungen haben. Sie ist für uns ein Höhepunkt.
Die Sandwich Harbour Tour haben wir in 2013 😐 auch als absoluten Höhepunkt empfunden 😎 Mein Gott, wie die Zeit vergeht ! Ich finde diese "Düne endet direkt an der Brandung-Bilder" immer noch als absolut irre. Und bei Deinen Worten war es mir fast so, als stünde ich mit Euch oben....... 😘
RMrik m.608 Beiträge · seit 202023. Nov. 2022 · #89
DAS, also Dünen, die bis ans Meer reichen oder ein Meer, das an die Dünen brandet, würde ich auch gerne mal sehen. Sehr, sehr interessant! Natürlich mit Sonne noch viel schöner!
Beatnick schrieb: In Richtung Walvis Bay, das etwa 80 Kilometer südlich liegt, ist es noch grau. Doch über uns klart es zusehends auf.
Das verstehe ich nicht. Hast Du Dich vertippt? Ich meine, Sandwich Habour liegt südlich von Walvis Bay...
Champagner8'687 Beiträge · seit 201023. Nov. 2022 · #90
Beatnick schrieb:
ACH 🤩 sooooo sieht das also bei gutem, oder zumindest besserem Wetter aus 😮 😎 . Danke für die schönen Fotos!
Bleibt nur noch die Frage offen, warum euer Guide euch die Düne hochgefahren hat - wir mussten zu Fuß hoch 😈 laufen und dann wieder runter zu der gleichen (nicht selben, wir haben sie aufgefuttert!) Lasagne (die ich auch sehr lecker fand, Champagner und Austern mag ich eh nicht 🤢 ).
Ich vermute mal, er hat es euch nicht zugetraut, dass Ihr das schafft 😛 😗 .
KarstenB2'398 Beiträge · seit 201124. Nov. 2022 · #91
Liebe B.-B.,
Keine Austern, kein Champagner, kein Chichi.
Auf Chichi kann ich auch gut verzichten, aber auf Austern und Champagner (gern auch zum Frühstück!) nicht 😄 . (Véro ist da leider eher bei Dir.) LG aus Puerto Karsten
speed66751 Beiträge · seit 201124. Nov. 2022 · #92
Bleibt nur noch die Frage offen, warum euer Guide euch die Düne hochgefahren hat - wir mussten zu Fuß hoch 😈 laufen und dann wieder runter
😄 Genau diese Frage habe ich mir auch beim Lesen gestellt - die allererste Tour bei der ich das lese! Bei uns gab es diverse Quiche Teilchen 😉
Wunderbar geschrieben, super Fotos, Danke Betti für´s Teilen, VG, Nette
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201624. Nov. 2022 · #93
Guten Abend ihr Lieben,
casimodo schrieb:Mein Gott, wie die Zeit vergeht!
Allerdings! 😣 Mir war auch nicht mehr ganz klar, dass unsere erste Reise nach Namibia schon zehn Jahre her ist...
casimodo schrieb:Ich finde diese "Düne endet direkt an der Brandung-Bilder" immer noch als absolut irre.
Ich auch, und das ist auch das Besondere an dieser Tour. Schön, dass ihr das auch so empfunden habt!
rik m. schrieb:Hast Du Dich vertippt? Ich meine, Sandwich Habour liegt südlich von Walvis Bay...
Du hast natürlich völlig recht, ist korrigiert!
Champagner schrieb:Bleibt nur noch die Frage offen, warum euer Guide euch die Düne hochgefahren hat - wir mussten zu Fuß hoch laufen und dann wieder runter ... Ich vermute mal, er hat es euch nicht zugetraut, dass Ihr das schafft.
So wird es sein, dear! 😉
KarstenB schrieb:Auf Chichi kann ich auch gut verzichten, aber auf Austern und Champagner (gern auch zum Frühstück!) nicht
😄 😄 Na dann Prost!
speed66 schrieb:die allererste Tour bei der ich das lese!
Hm, auch die Autos, die später ankamen, fuhren so wie wir. Wir haben niemanden rauflaufen sehen. Und das stelle ich mir ehrlich gesagt auch ganz schön heftig vor?!!
speed66 schrieb:Bei uns gab es diverse Quiche Teilchen
Auch lecker!
speed66 schrieb:Wunderbar geschrieben, super Fotos
Vielen lieben Dank! Das freut mich und motiviert! 🙂
Dann mache ich mal weiter und schaue, wie weit ich komme...
panther1'296 Beiträge · seit 200725. Nov. 2022 · #95
Hallo Betti, so zwischendurch müssen wir auch mal Danke sagen für den schönen Bericht, beinhaltet er doch die ein oder andere Station für unsere nächste Reise nach Namibia. Und für die Turnstone Tour hast du uns ja wieder Hoffnung gemacht dass wir das auch so erleben dürfen. Bele und Matte waren da eher etwas verhalten in ihren Schilderungen 😉
ich bin jetzt erst auf Eure Camping-Tour Namibia aufmerksam geworden. So hatte ich gleich ganz viel zu lesen und viele fantastische Aufnahmen zum daran Erfreuen. 🙂 Danke fürs Teilen dieser wunderschönen Eindrücke! Die Bilder sind - wie immer - einsame Spitze und wecken Sehnsucht nach Afrika. Besonders Mirabib hat mir gefallen. Wie schön, dass Ihr da ganz alleine wart! Da muss ich auch unbedingt einmal hin. Im Namibrand Nature Reserve haben wir damals auch gecampt und fanden es genial. Genauso wie die Spitzkoppe, die bei Euch ja noch kommt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201625. Nov. 2022 · #97
Hallo zusammen,
ANNICK schrieb:Die Sandwich Harbour Tour mit Turnstone war auch für uns ein Hightlight in Namibia! 🙂 So schöne Panoramas hatte ich aber leider nicht denn das Wetter war etwas trüb.
Freut mich, dass ihr das auch so empfunden habt! Mit dem Wetter ist es in der Gegend ein Glücksspiel. Am nächsten Tag konnten wir auch ein Lied davon singen.
panther schrieb:Und für die Turnstone Tour hast du uns ja wieder Hoffnung gemacht dass wir das auch so erleben dürfen.
Sehr gut! Wir fanden es alle vier absolut toll.
panther schrieb:Wir sind weiterhin dabei.
Klasse, vielen Dank!
tina76 schrieb:Die Bilder sind - wie immer - einsame Spitze und wecken Sehnsucht nach Afrika.
😊 🙂
tina76 schrieb:Besonders Mirabib hat mir gefallen. Da muss ich auch unbedingt einmal hin.
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201625. Nov. 2022 · #98
11. September: Luft nach oben
Ein neuer Tag in Namibia, und eine neue Folge aus unserer Reihe "Was wir schon immer einmal machen wollten." Diesmal: die Little Five Tour. Die allerdings beim Unternehmen unserer Wahl "Eco Dune Tour" heißt. Aber im Grunde identisch ist. Was leider auch für das Wetter gilt: In Swakopmund ist es so kalt und verhangen wie am Tag zuvor.
Wir sputen uns am Morgen, denn wir müssen unsere Zimmer bei Meike verlassen haben, bevor die Tour beendet ist. Glücklicherweise können wir die Autos auf dem umfriedeten Hof lassen. Danach sah es zwischendurch nicht unbedingt aus. Doch die neuen Gäste kommen erst spät an, und so passt es.
Um kurz nach Acht klingelt es an der Pforte, wir werden abgeholt und verabschieden uns im Frühstücksraum von Sandra, die diese Tour aufgrund einer ausgeprägten Schlangenphobie nicht mitmachen möchte. Wir hatten uns für Batis Birding Safaris auch deshalb entschieden, weil die Gruppen kleiner sein sollen als bei anderen Unternehmen. Ich kann nicht sagen, ob das stimmt, aber sieben Teilnehmer sind auf jeden Fall eine überschaubare Zahl.
Weit fahren wir nicht, nur bis zum Stadtrand, der allerdings zusehends in die angrenzende Wüste hineinzuwachsen scheint. Landschaftlich ist dieser Ausflug nicht vergleichbar mit der Sandwich Harbour Tour, aber darum geht es auch nicht. Wir suchen nach kleinen Tieren. Beziehungsweise vor allem der Guide tut das. Denn viele dieser winzigen Kreaturen sind nur mit viel Geschick, Kenntnis und auch ein wenig Sandbuddelei zu finden.
Wir anderen irren daher etwas untauglich zwischen den kleinen, spärlich bewachsenen Dünen umher. Zumal es die Temperaturen nicht gerade leichter macht. Mit wechselwarmen Tieren, die sich in der Sonne aalen, ist bei dieser Schafskälte jedenfalls kaum zu rechnen. Was unsere Chancen angeht, bin ich im besten Fall verhalten optimistisch. Und stapfe daher tendenziell unmotiviert durch die scheinbar lebensfeindliche Umgebung.
Doch dann - tatsächlich der erste Fund. Ein Chamäleon. Wir sind begeistert, vor allem Christoph. Er hatte sich sehr gewünscht, eins zu Gesicht zu bekommen.
Ich bin überrascht, wie groß so ein Wüstenchamäleon ist - und auch für uns Laien nicht zu übersehen.
Am Anfang präsentiert es sich in seiner Grundfarbe, also in schwarz. Doch weil der Himmel für eine kleine Weile heller und es damit auch minimal wärmer wird, verändert sich nicht nur sein Look, es bewegt sich sogar. Wenn auch in Zeitlupe.
Am gemächlichen Tempo nach oben, wo es wärmer ist als am Boden, ändern auch die vom Guide zum Fraß vorgeworfenen Mehlwürmer nichts. In puncto Ernährung eigentlich nicht besonders wählerisch, betrachtet das Chamäleon etwas verächtlich die Larven, die sich im Sand winden.
Aber verkommen soll ja nix, und so fährt die Zunge - ein anatomisches Wunder, das mindestens genau so lang ist wie der gesamte Körper samt Schwanz - im Schneckentempo aus ihrer Garage. Dann geht es ganz schnell, schnappt das Chamäleon blitzartig zu, bevor es wieder zum Stillleben erstarrt. Auch, weil sich der Himmel erneut verfinstert hat. Der Fuß bleibt in der Luft stehen. Das Ende des überschaubaren Aktionismus.
Dann hat unser Guide etwas Kleines entdeckt. Etwas sehr Kleines. Ich schaue ihm über die Schulter - und bin hin und weg. Ein Wüstengecko, transparent und farbenfroh - er stand auf meiner persönlichen Wunschliste ganz oben.
Die bunten Farben, die Füße mit der Schwimmhaut zwischen den Zehen, um durch den lockeren Sand zu laufen und sich wie mit Paddeln schnell eingraben zu können, dazu die riesigen Augen - so ein wundersames Tier.
Die Augen des Wüstengeckos haben keine Lider. Um sie vom Staub zu befreien, fährt er sich mit der Zunge darüber.
Wir sollen uns nicht bewegen, denn der Kerl ist so klein, man könnte leicht auf ihn drauftreten. Doch in meinem Fall kommt der Berg zum Propheten. Als ich auf allen Vieren vor ihm knie, läuft der Gecko schnurstracks in die Höhle, die ich in dieser gehockten Haltung bilde. Ein Zeichen. Wir lassen ihn lieber in Ruhe und setzen ihn zurück in den tiefen Sand. Später werden wir sogar noch einen zweiten finden.
Wir entdecken noch Düneneidechsen und eine blinde, beinlose Echse, die blitzschnell im Sand verschwinden kann und sich nur an Vibrationen orientiert. Ihre Haut fühlt sich wunderbar wachsweich an.
Interessant sind auch die Erklärungen unseres jungen, lebhaften Guides zum besonderen Klima und dessen Bedeutung für die Wüste entlang des namibischen Küstenstreifens. Dieser speziellen Witterung, die uns einen kalten, grauen Morgen beschert, ist es allerdings leider auch zu verdanken, dass wir keine Schlangen entdecken. Zu gerne hätten wir einen Sidewinder gesehen.
Unser Guide gibt alles. Doch die Schlangen bleiben verborgen. Eine Tatsache, die Sandra ähnlich bekümmert zur Kenntnis nimmt wie wir. Unter diesen Umständen hätte sie natürlich auch mitkommen können. Thomas und ich werden die Tour vielleicht eines Tages wiederholen. Bei dann hoffentlich besserem Wetter. Da sie bei einem Aufenthalt in Swakopmund praktisch vor der Haustür stattfindet, ist der Aufwand gering. Ein bisschen haben wir aber auch ein Problem mit dem Ausbuddeln der Tiere.
Weil das Gerät kaputt ist und wir nicht wie versprochen mit der Karte bezahlen können, müssen wir nach unserer Rückkehr erst noch Bargeld organisieren. Viel später als gedacht kommen wir schließlich am späten Mittag in Swakopmund los. Thomas und ich bilden die Vorhut, um schon einmal einen Platz auf der rund 150 Kilometer entfernten Spitzkoppen-Campsite zu sichern.
Das ist gar nicht einmal so leicht, als wir rund zwei Stunden später auf das vertraute Gelände rollen. Fast alles ist belegt. Was noch frei ist, liegt in der prallen Sonne. Mir fällt noch ein großer Stellplatz ein, den ich einmal bei unserer Premiere am "Rock Arch" entdeckt hatte. Er befindet sich im Rücken des Felsenbogens neben der Campsite 7, hört nicht auf eine Nummer, sondern den Namen "Dassie" - und ist noch zu haben.
Hier gibt es eine Feuerstelle, ein einfaches, aber blitzsauberes Plumpsklo und viel Platz. Dennoch können wir uns kaum einigen, wo und wie unser Gefährt wohl gerade steht. Beide denken wir ein wenig sehnsüchtig an die Spitzkoppen-Loge auf der anderen Seite des Geländes. Sie hatte uns 2019 so gut gefallen, wir wären jetzt gerne dort. Ein Luxus-Problem, natürlich. Aber es ist, wie es ist.
Am Felsenbogen 2019
Die anderen beiden kommen viel später an. Ausgerechnet auf der makellosen Teerstraße kurz hinter Swakop hatten sie einen Plattfuß. Im Prinzip kein großes Problem, doch Christoph hatte mit den viel zu festsitzenden Radmuttern zu kämpfen. Zum Trost gibt's ein kaltes Bier. Das hilft.
Zum Felsenbogen sind es nur zwei Minuten, wir laufen hinüber, zum Bogen hoch und dann wieder auf der anderen Seite runter.
Es ist ein steiles Stück, der Fels glattgelatscht und mir nicht geheuer. Thomas hat weniger Bedenken. Rennt los, als wenn er 20 sei und der junge Reinhold Messner. Es kommt, wie es kommen muss. Er legt sich auf die Nase. So richtig. Die nagelneue Kamera hat gehalten. Er hat sie beim Sturz in die Luft gereckt - man muss Prioritäten setzen. Knie und Hose nicht. Das Blut sickert durch den Riss im Stoff. Zum Glück nur ein Kratzer. Später gibt's ein Pflaster. Und von mir eine Gardinenpredigt.
2019 haben wir am Felsenbogen viel fotografiert. Diesmal weniger. Eindrücke und Fotos sind wohl noch zu frisch. Schön ist es trotzdem, als wir uns im warmen Abendlicht die Beine vertreten.
Im Granitfels sitzt eine gigantische Echse. Mehr als einen halben Meter lang. Ich versuche meine Hand daneben zu halten. Zum Größenvergleich. Doch sie ist zwar groß, aber auch scheu. Und verschwindet in der Wand.
Überall sitzen Dassies, die unserer Campsite den Namen geben. Auch in den Bäumen. Das ist mir neu.
Die Klippschliefer haben weniger Berührungsängste als die dicke Echse und lassen sich von uns nicht stören. Die Atmosphäre ist friedlich.
Wir grillen, sitzen am Feuer, quatschen, genießen die Stille. Es war ein merkwürdiger Tag. Viel Schönes. Aber auch Luft nach oben. Durchwachsenes Wetter, Pleiten und Pannen. Wir sind gespannt auf das, was nun kommt. Es geht in den Norden. Nach Palmwag und daran vorbei. Namibisches Neuland - auch für Thomas und mich.
Katma1722560 Beiträge · seit 202128. Nov. 2022 · #99
Hi Bettina! Tausend Dank für die großartigen Bilder von den Wüstentieren! Das Chamäleon ist einfach wunderschön! Auch eure Bilder vom Felsenbogen sind toll! Da hatten wir 2014 kein Glück... ein Rotel-Tours Bus hatte pünktlich zum Sundowner seine Passagiere "ausgekippt"! 😣 Gut das es an der Spitzkoppe noch mehr wunderschöne Stellen und damit auch Einsamkeit gibt! Bin schon gespannt wie es weitergeht! Viele Grüße, Kathrin
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201628. Nov. 2022 · #100
Hallo Kathrin,
Katma1722 schrieb:Das Chamäleon ist einfach wunderschön!
Ich finde sie auch toll. Wir hatten in Namibia bislang nur dieses und eins (in gelb) im Etosha. Bele hatte in ihrem Reisebericht ja einige. Einfach spannende Tiere.
Katma1722 schrieb:ein Rotel-Tours Bus hatte pünktlich zum Sundowner seine Passagiere "ausgekippt"!
Am Felsenbogen kann es schwierig sein, ansonsten gibt es auch immer wieder schöne ruhige Ecken. Der Morgen ist oft besser, wenn man früh dran ist, haben wir 2019 schon festgestellt. Kommt auch im nächsten Kapitel. Und das kommt - gleich. 🙂