BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201619. Juni 2022 · #1
Ihr Lieben,
ich habe ein möglicherweise naives, aber ernst gemeintes Anliegen und vielleicht könnt ihr sachdienliche Hinweise geben. Ich denke auf einer Route herum, die im September 2023 u.a. für eine Nacht nach Kubu Island führen soll. Ich will schon so lange dorthin, hatte aber immer Bedenken wegen der Anfahrt.
Nicht, dass sich das geändert hat. Aber der Wunsch ist immer noch sehr präsent, und so ziehen wir das Abenteuer ernsthaft, aber auch mit sehr viel Respekt in Erwägung.
Nun habe ich schon sehr viel gelesen, richtig viel geholfen hat es nicht. Wir kämen aus Richtung Gweta (Planet Baobab) und würden im Anschluss an die Nacht auf Kubu Island in der Nata Lodge übernachten. Und uns ggf. dort von dem Schreck erholen. Merken wir unterwegs, dass wir überfordert sind, kehren wir ohnehin um.
Was ich bislang weiß: - Die Strecke ist knapp 100 Kilometer lang... - ...und nicht zu unterschätzen (was auch immer das konkret heißt) - Bei Planet Baobab vorab nach dem Zustand des Tracks/der Pfannen fragen - Nicht fahren, wenn es in den Tagen zuvor geregnet hat oder sich Regen ankündigt (was ja anscheinend auch in der Trockenzeit passieren kann) - GPS benötigt, weil viele Abzweigungen und Spuren/Pfade (bzw. z.B. tracks4africa) - Teils sandige und durchlöcherte Strecke (was auch immer das konkret heißt)
Meine Frage ist nun: Ist die Anfahrt auch was für Feiglinge? Wir haben natürlich Erfahrung auf Gravel/Sand, allerdings nicht im Tiefsand. Ist es dort so tiefsandig wie auf der 4x4-Strecke zum Sossusvlei z.B.? Es besteht ja zudem ein großer Unterschied zwischen Pisten und offroad. Unterm Strich: Wie machbar ist die Strecke für Rookies? Wir wollen nicht zu ängstlich, aber vor allem keine Helden sein. Denn das sind wir definitiv nicht. 🙂
Die direkte Route von Kubu nach Gweta durch die Ntwetwe Pan war damals zu nass, aber die Route nach norden, westlich der Sua Pan, war sehr einfach zu fahren. Auf jeden Fall solltet ihr Kubu Island einbauen!!
hansilein181 Beiträge · seit 202019. Juni 2022 · #3
Hallo Betti, Ihr seid nach so vielen Reisen sicher keine Feiglinge,vielleicht vorsichtig und sicher vernünftig. Kubu Island ist sicher machbar,die Fahrtechnik ist eher nicht das Problem,vielleicht eher die Navigation,die vielen Fahrspuren sind schon verwirrend. Und eine echte Herausforderung sind die Toilettenhäuschen,für verwöhnte Lodgehopper eine neue Erfahrung. Die Magie auf Kubu kann natürlich gestört sein,wenn beispielsweise eine lärmende Horde Quad Fahrer eintrifft oder schlichtweg Kühe dort weiden,Uns hat ein heftiges Gewitter und schlechtes Licht die Freude getrübt,vom Vollmond haben wir kaum etwas mitbekommen,dafür die ganze mühseige Fahrerei,ich würde trotzdem wieder hinfahren wenn ich noch mal die Gelegenheit hätte Und mit ein wenig Glück kann man dort traumhafte Momente erleben LG
freshy3'883 Beiträge · seit 201120. Juni 2022 · #4
hansilein schrieb:Hallo Betti, Und eine echte Herausforderung sind die Toilettenhäuschen,für verwöhnte Lodgehopper eine neue Erfahrung. LG
Das kann man wohl sagen! Bei unserem Aufenthalt fehlten sogar die Türen. Das hatte jedoch den Vorteil, dass ich während der Erledigung meiner sehr persönlichen Angelegenheit einen herrlichen Sonnenuntergang vor Augen hatte 😉 . Wir sind (im Oktober) von Süden gekommen, und von Kubu nach Gweta haben wir uns streng ans Navi gehalten, weil die Spuren zu vielfältig und verwirrend waren.
MACHEN !!!!!!!!................ (von SÜD oder Nord oder via Twetwe Pan)
aber : die Beurteilung ist abhängig a) von den Nachbarn..... 🙂 😈
b) von den Wetterbedingungen....... 🙁 🙂
wir hatten am Abend heftigen Sandsturn und konnten noch nicht mal das Dachzelt stellen........ ...in der Nacht dann Dauer-Stark-Regen und die Pans so vollgesogen dass die Routenführung nach SÜD nur noch zu erahnen war......bzw mit dem GPS abgeglichen werden musste. 😄 😄 😄 😄
Wenn es trocken ist, dann ist die Anfahrt nach Kubu Island sowohl von Norden als auch von Süden easy. Schweres offroad und wirklich herausfordernd wird die Anfahrt nur, wenn es nass ist und man sich auf dem matschigen Untergrund vorwärts kämpfen muss. Der September ist der trockendstmögliche Monat des Jahres für die Anfahrt nach Kubu Island. Es hat dann im statistischen Normalfall 4-5 Monate nicht geregnet und trockener wird es nicht mehr. Im Oktober beginnt dann die nächste Regenzeit. Ein kleines Restrisiko bleibt sicher, dass es überraschend Regen gibt und in Zeiten des Klimawandels wächst das vielleicht auch, aber trotzdem: risikoärmer als im September wird es wohl kaum. Also machen.
Grüße, Torsten
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201620. Juni 2022 · #8
Hallo ihr Lieben,
1.000 Dank für die tollen Hinweise und Einschätzungen auf unterschiedlichen Kanälen. Das hilft sehr, und wir werden das Unternehmen wohl also im kommenden Jahr Anfang September angehen (wenn alles läuft wie geplant im Leben). Nicht einer von euch hat abgeraten, das beruhigt mich ungemein.
Das mit den vielen Abzweigungen / Spuren sollten wir irgendwie technisch in den Griff kriegen, Regen sehr unwahrscheinlich, mit der Toilettensituation müssen wir eine Nacht zurechtkommen und werden das auch, und wenn die Örtlichkeiten in dem Zustand sind, wie ich es ahne, ist vielleicht auch ganz gut, wenn es keine Tür gibt. 😉 Nachbarn naja, es kommt, wie es kommt, das gilt auch für Kühe etc.
Wir wollen vor allem wegen der Landschaft und des Sonnenauf- und untergangs hin, von daher wäre der eine Wunsch Wetterglück, der andere kein Tiefsand. Auf allen bisherigen Fotos, die ich entdecken konnte, sehen die Wege sandig, aber nicht sehr tiefsandig aus. Das sollte klappen.
Es ist ja noch lange hin, aber ihr werdet erfahren, wie die Nummer ausgeht.
Noch einmal vielen Dank und eine schöne Woche, Betti
shingalana43 Beiträge · seit 202020. Juni 2022 · #9
Schau nochmal in Deine Persönlichen Nachrichten!
Gromi1'415 Beiträge · seit 201421. Juni 2022 · #10
Hallo Betti. nun macht euch mal keinen Kopf 🙂 und geniesst die Anfahrt! Wenn es das Wetter zulässt, haltet auf der weiten Ebene einfach mal an, stellt den Motor ab , lauft etwas hinaus und ihr werdet eine Stille erleben, wie nirgendwo auf dieser Welt 😮 Eine Stille, die in den Ohren dröhnt. 🤩 Falls ihr die stinkfeinen Hüsli nicht benutzen wollt - vergesst den Spaten nicht 🤪 rat die Margitta
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
freshy3'883 Beiträge · seit 201121. Juni 2022 · #11
freshy3'883 Beiträge · seit 201122. Juni 2022 · #13
Beatnick schrieb:
freshy schrieb:Ich habe immer dieses Bild im Kopf
Äh, was ist denn da passiert? Und wem? Ist das Datum das Aufnahmedatum oder das eines Unglücks? Ich steht wirklich auf dem Schlauch... LG, Betti
Es heißt doch immer: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte 😉 . Okay, manchmal reicht das wohl nicht 🤪 .
Gromi schrieb: haltet auf der weiten Ebene einfach mal an, stellt den Motor ab , lauft etwas hinaus und ihr werdet eine Stille erleben, wie nirgendwo auf dieser Welt 😮 Eine Stille, die in den Ohren dröhnt. 🤩
Spontan fiel mir dieses Foto wieder ein, das wir am 16.10. 2013 geschossen haben. Alles klar? 😄
für mich zählt Lekhubu zu den landschaftlich schönsten Orten überhaupt in Botswana!
Unser Besuch im Juli 2014 war vollkommen problemlos; man kam zügig voran und Tiefsand war gar nicht vorhanden.....kein Vergleich mit der Fahrt ins Sossusvlei. Vielleicht hatten wir Glück, denn es waren auch nur noch weitere 2-3 andere Gruppen vor Ort.....und.....keine Kühe!.....
Hier ein Paar Eindrücke.....
Ich rate euch wärmstens dort hin zu fahren wenn die Wetterbedingungen es zulassen.....nicht ganz uneigennützig, denn ich freue mich schon jetzt auf eure Bilder.....dieser Ort ist was ganz, ganz besonderes!!!
Liebe Grüße, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
wir waren am 2.10. auf Kubu Island. Es war wunderschön, obwohl sehr voll. Keine Kühe!!! Aber an dem Wochenende war ein Festival auf der Pfanne nahe Nata ("Oppipanne"). Auf so eine bekloppte Idee können auch nur Südafrikaner kommen... 🤩 Viele nutzten die Gelegenheit wohl, nach dem Festival noch nach Kubu zu fahren. Wir nahmen jedenfalls auch die nördliche Zufahrt. Ein netter Südafrikaner hielt plötzlich an und sprach uns an, als wir am Abzweig grad die Luft abließen. Er warnte uns, bloß nicht auf die Pfannen zu fahren, viele hätten sich beim Festival eingegraben, so auch er. Es sieht trocken aus, aber es ist in Wirklichkeit nass. Wir stellten dann aber fest, wenn man von Norden kommt, fährt man über gar keine Pfannen. Der Weg zieht sich zwar sehr, es sind 92 km, und manchmal ist es tricky, die richtige Piste zu finden. (T4A oder Osmand helfen da.) Aber es war bei uns alles gut zu fahren. Vor Ort kamen wir dann natürlich nicht in die Versuchung, die Pfanne zu befahren. Am nächsten Tag sind wir nach Süden rausgefahren und das waren dann nur 45km bis zum Asphalt. Das ging sehr viel schneller. Da fährt man dann aber durchaus über Pfannen, aber nur festgefahrene Wege. Anfang Oktober war es kein Problem. Ich denke, sollte man vor Ort vom Regen überrascht werden, sollte man auf jeden Fall die nördliche Piste wählen, um Kubu zu verlassen. Viele Grüße,