Lustige Anekdoten in Afrika

83 Antworten · 15,4k Aufrufe · gestartet 29. Apr. 2022 von safari njema
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661 Beiträge · seit 201501. Mai 2022 · #21
😄 Besser ein Elefant als ein Baboon
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2022
7'296 Beiträge · seit 200601. Mai 2022 · #22
Mit Elefanten habe ich auch noch 'ne Geschichte …

Ich war mit Reisepartner per Rad in Malawi unterwegs und wir besuchten den Liwonde Nationalpark. Erstaunlicherweise durften wir mit den Rädern rein und bis zum ersten Camp fahren. Das Camp durften wir dann aus Sicherheitsgründen nicht mehr verlassen (so muss man dann halt die angebotenen Touren buchen). An dem Tag, als wir den Park wieder verlassen wollten, durften wir dann wieder mit dem Rad raus. 😉

Man gab uns noch als Tipp auf den Weg, dass wir aufpassen sollten, da auf der Strecke zum Parkeingang Elefanten gesehen worden seien. Wir haben uns absichtlich laut unterhalten, damit uns die Elefanten rechtzeitig hören sollten und wir sie zumindest nicht überraschen würden. Soweit die Theorie …
Weil uns nichts Sinnvolleres einfiel, zitierten wir lautstark Gedichte von Heinz Erhardt.

Und dann, irgendwo etwa 20 Meter vor uns, traten drei Elefanten aus dem Gebüsch von links direkt auf die Piste. Wir blieben sofort stehen und vergaßen umgehend den Text. Auch die Elefanten blieben kurz stehen. Nach zwei Sekunden Bedenkzeit setzen sie ihren Weg rechts durch den Wald im Trab fort und liefen davon.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'779 Beiträge · seit 200701. Mai 2022 · #23
Da hätt ich noch eine frische Anekdote:
Am vorletzten Tag unserer Reise diesen Monat durch Namibias Süden war vereinbart um 16 Uhr zum privaten game drive aufzubrechen. Als Thomas schon um 15 Uhr vor unserem Häuschen eintrifft vergleichen wir kurz unsere Uhren und vereinbaren dann dass er, wenn es auf seinem Handy 17 Uhr anzeigt, er wieder kommt. Viel mehr konnte ich in afrikaans nicht mit ihm reden. Etwas verwirrt schicke ich sogleich eine whatsapp an unseren namibischen Freund: "ähm sag mal, ist es jetzt 15.10 oder 16.10 Uhr?"
Er antwortet umgehend: "Du hast deine Nachricht um 16.10 Uhr abgeschickt".

Somit waren wir knappe drei Wochen in Namibia unterwegs und uns ist nie und nirgends aufgefallen dass wir immer eine Stunde zu spät dran sind. Freuten uns immer so zeitig loszulassen und Zeit im neuen camp anzukommen....
Ich bin Thomas noch heute dankbar, denn ohne ihn hätten wir sehrwahrscheinlich am nächsten Tag eine böse Überraschung erlebt, Verspätung der Wagenrückgabe und Stress für den Abflug.
Gruss Leona
16,9k Beiträge · seit 201201. Mai 2022 · #24
BikeAfrica schrieb:...durch den Wald im Trab fort und liefen davon.
Tagchen Wolfgang,

Elefanten traben nicht, sie tölten (beispielsweise wie die Islandpferde). 😎
Für eine 2-Bein gestützte Gangart sind sie zu schwer.

LG
Logi
141 Beiträge · seit 201101. Mai 2022 · #25
Hier ein kleiner Beitrag zum Thema „NWR – Ein steter Quell der Freude“ 😉

Es begab sich zu der Zeit, als das Fort Namutoni ein ansprechend gestaltetes Restaurant beheimatete. Trotz aller Skepsis gegenüber der NWR Qualität, freuten wir uns auf das Essen im schönen Ambiente des Innenhofs. Während wir auf unsere Bestellungen warteten, säbelte am Nachbartisch ein etwas älteres Ehepaar verzweifelt an einem Stück Fleisch. Der Tisch wackelte heftig; das Fleisch blieb unzerteilt. Schließlich ließen sie den Kellner kommen und teilten ihm mit, dass das Springbocksteak nicht schneidbar und schon gar nicht essbar sei. Der Kellner verschwand daraufhin mit einem der Teller in der Küche und kam nach kurzer Zeit zurück, um den Gästen mit großer Ernsthaftigkeit mitzuteilen: “The Chef said, maybe the Springbock was old!“ 😄 😄 😄 Eine Aussage, die für uns zu einem geflügelten Wort geworden ist, da sie in ihrer Schlichtheit in geradezu genialer Weise für die NWR Servicequalität steht 😮
Als Volunteer in Uganda – Eine neue Erfahrung für eine „alte“ Afrikasüchtige http://www.birungi.org/2018/03/03/als-volunteer-in-uganda-eine-neue-erfahrung-fuer-eine-alte-afrikasuechtige/ Namibia 2020 - Nach Hause Dank Rückholprogramm https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299658-namibia-2020-nach-hause-dank-rueckholprogramm.html?rb=1&template=simple Als Volunteer im EHRA Wüstenelefanten Projekt https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/295500-als-volunteer-im-ehra-wuestenelefanten-projekt.html?rb=1&template=simple
7'296 Beiträge · seit 200601. Mai 2022 · #26
Logi schrieb:
BikeAfrica schrieb:...durch den Wald im Trab fort und liefen davon.
Tagchen Wolfgang,

Elefanten traben nicht, sie tölten (beispielsweise wie die Islandpferde). 😎
Für eine 2-Bein gestützte Gangart sind sie zu schwer.

Ich dachte immer, Tölt wäre eine besondere Gangart, die nur Islandpferde könnten. Habe ich mal vor einer Islandreise gelesen, ohne zu wissen, was überhaupt die Besonderheit dieser Fortbewegung ist.

Dass Elefanten das auch machen, wusste ich nicht. Wichtig war für uns, dass sie sich "trollten" und nicht plötzlich in unsere Richtung starteten.

Gruß
Wolfgang
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1'014 Beiträge · seit 201601. Mai 2022 · #27
Tölten Elefanten tatsächlich oder laufen sie eher nicht im Paßgang (den Islandpferde auch beherrschen)

Yanjep
16,9k Beiträge · seit 201201. Mai 2022 · #28
yanjep schrieb:Tölten Elefanten tatsächlich oder laufen sie eher nicht im Paßgang (den Islandpferde auch beherrschen)
Der Passgang ist ebenfalls, wie der Trab, eine 2-Bein gestützte Gangart mit Sprungphase.
In diesem Fall eben lateral und nicht diagonal, wie beim Trab.

Beim Tölt ist mindestens immer ein Bein auf dem Boden.
Es gibt keine "anstrengende" Sprungphase in der das Gewicht schweben muss.


Es grüßt Logi das Islandpferd 😎
16,9k Beiträge · seit 201201. Mai 2022 · #29
BikeAfrica schrieb:Ich dachte immer, Tölt wäre eine besondere Gangart, die nur Islandpferde könnten.
Nöö, das ist kein Alleinstellungsmerkmal der Isländer. Tölten können viel mehr Pferderassen (und viel mehr Tierarten), als man gemeinhin glaubt.

Dem edlen Warmblut wurde der Tölt (und auch der Pass) in den letzten 200 Jahren aus militärischen Gründen weggezüchtet. Genau, wie die Farbvarianten. Da musste alles im Gleichschritt marschieren. Auch heute noch will das keiner bei einem Kutschpferd, auf dem Turnier sehen, und jeder Richter kriegt sofort die Krise, wenn da einer mit so einem Exoten auftaucht. 🤨

Die Ritter hätten mit ihren schweren und unbeweglichen Rüstungen niemals auf einem trabenden Pferd sitzen können. 😉 Da war der "Zelter" das bevorzugte Fortbewegungsmittel.

LG
Logi
7'296 Beiträge · seit 200601. Mai 2022 · #30
Hier noch 'ne kleine Begebenheit aus Accra, Ghana. Ich bekamt über eine Internetbekanntschaft eine private Unterkunft in Accra vermittelt, 200 Meter vom Strand entfernt und verbrachte die ersten 2-3 Tage dort.

Eine vormittags wollte ich zu Fuß los und ein Afrikaner stand vor dem Tor. Er habe gehört hier wohne gerade ein Deutscher und fragte, ob ich das sei. Er spracht auch Deutsch und fragte, woher ich käme.

Ich: Aus der Nähe von Frankfurt.
Er: Woher genau?

Ich: Aus der Nähe von Wiesbaden.
Er: Woher genau?

Ich: Aus Naurod.
Er: Ich habe im Nachbarort Niedernhausen gewohnt, bin jeden Tag zweimal durch Naurod gefahren und bin drei Jahre lang zur Ausbildung nach Wiesbaden in die Mainzer Straße gefahren, um Automechaniker bei Mercedes zu lernen. Ich bin immer mit der Buslinie 22 nach Wiesbaden zum Platz der Deutschen Einheit gefahren und dann mit der Linie 6 weiter zur Mainzer Straße.
Passte alles … kenne sogar den Mercedes-Händler …

Nun ist es ja so, dass viele Afrikaner bei der Nennung des Wohnortes plötzlich auch schon dort waren oder gute Freunde dort haben, aber der kannte sich tatsächlich dort aus. Da fliegt man Tausende Kilometer, um dann jemanden kennenzulernen, der jahrelang in Nachbarschaft wohnte.

Gruß
Wolfgang
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1'816 Beiträge · seit 200801. Mai 2022 · #31
Hi, ich find den Thread auch super

Als wir vor etlichen Jahren, es war 2009, den damals und jetzt wieder möglichen Gabelflug über VFA gebucht hatten, hatte auf dem Rückflug VFA - WDH mein Freund sein Schweizer Messer im Handgepäck. Er hatte nach 4 Tagen Victoria Falls und Kasane einfach nicht mehr viel gedacht….
Wir waren so um 4 Uhr nachmittags der letzte Flug damals. Und ich bettelte ein wenig: er durfte tatsächlich in den Gepäckaufbewahrungsraum und das Messer in seinen Koffer stecken. African way of Life 😄 😄 . Mit ordentlichem Trinkgeld ging’s dann nach Windhoek. Wie hätten wir unser Savanna sonst aufbekommen können?
7'296 Beiträge · seit 200601. Mai 2022 · #32
boris schrieb:Hi, ich find den Thread auch super

Als wir vor etlichen Jahren, es war 2009, den damals und jetzt wieder möglichen Gabelflug über VFA gebucht hatten, hatte auf dem Rückflug VFA - WDH mein Freund sein Schweizer Messer im Handgepäck. Er hatte nach 4 Tagen Victoria Falls und Kasane einfach nicht mehr viel gedacht….
Wir waren so um 4 Uhr nachmittags der letzte Flug damals. Und ich bettelte ein wenig: er durfte tatsächlich in den Gepäckaufbewahrungsraum und das Messer in seinen Koffer stecken. African way of Life 😄 😄 . Mit ordentlichem Trinkgeld ging’s dann nach Windhoek. Wie hätten wir unser Savanna sonst aufbekommen können?

Ich empfehle die Seite, "1.000 ways to open a beer".
Man kann immer ein Flasche mit einer anderen öffnen bis auf die letzte. Die bekommt man dann mit einem Blatt Papier DinA4 auf. Ich habe es aus Neugier schon ausprobiert. Klappt …

Gruß
Wolfgang
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zuletzt bearbeitet 01. Mai 2022
208 Beiträge · seit 200702. Mai 2022 · #33
Vor ein paar Jahren als wir mit dem Taxi in Swakopmund zum Abendessen ins «The Grapevine» (gibt es glaube ich nicht mehr) fuhren hatten wir ein nettes Gespräch mit unserem Taxifahrer welchen ich heute Urs nenne.

Urs: wohin wollt ihr ….
Ich: ins «The Grapevine» …..
Urs: woher kommt ihr …..
Ich: aus der Schweiz, ob er wisse wo die Schweiz liegt?
Urs: ja in Europa ….. wieviel Menschen leben in der Schweiz
Ich: etwa 8 Mio.
Urs: wau …. und wie gross ist die Schweiz
Ich: etwa doppelt so gross wie der Etosha Nationalpark
Urs: schweigt …… «wau this is very crowded»
Ich: «yes it is …..»

Urs überlegt und nach kurzer Bedenkzeit fragt er ….

Urs: gibt es auch Kühe in der Schweiz
Ich: ja, wir haben sogar sehr viele Kühe
Urs: aber wo leben die, wenn es so voll ist
Ich: am Tag auf der Weide und Nachts, wenn es kalt ist im Stall
Urs: schweigt ……. dann ungläubiges Gelächter «no shit you build houses for the cattle»

Ich musste auch Lachen und nach kurzer Zeit hielt er vor dem «The Grapevine» und wir vereinbarten die Zeit, wann er uns wieder abholen sollte.

Guten Wochenstart Flipper
15 x Namibia / 3 x Südafrika / 2 x Botswana / 2 x Zimbabwe
441 Beiträge · seit 201402. Mai 2022 · #34
Clamat schrieb:An der Tankstelle irgendwo im Nirgendwo in Namibia:
Der freundliche Tankwart, nennen wir ihn David:
D: Full?
M: yes, full please
D: (hält den Tankrüssel sehr sorgsam in den Einfüllstutzen) Where you come from?
M: Germany
D: oh, nice, I love Germany
Einige Minuten Smalltalk folgen, plötzlich wird D. ziemlich nervös. Die Tankuhr zeigt 90l an. D. stoppt den Tankvorgang, schaut ungläubig mit großen Augen auf die Tankuhr, klopft auf die Zapfsäule und legt sich unter das Auto.
M: something wrong?
D: (ziemlich verzweifelt) 90l, it must be full, is there anything wrong? Is there a hole in the fuel tank?
M: No, we need more
D: (sehr ungläubig) more?
M: yes, more please
D: but now you have 90l in your tank
M: yes, but we need more
D: are you sure?
M: Yes, I'm sure
D: (rollt mit den Augen und lässt seht zögerlich weiteres Benzin, seeeeeehr langsam, in den Tank laufen) Are you really sure?
M:, Yes, I'm really sure
D: (schaut ungläubig noch mal unter das Auto)
M: (laut lachend) there is nothing wrong, we have a long range tank and we need nearly 150l
D: oh, a long range tank. I never had.
Unter lautem Gelächter tankte David unser Auto voll
LG
Claudia
Nicht Afrika aber ähnlich in HH.

nachdem ich unseren LandCruiser BJ45 verkauft hatte (da ärgere ich mich immer noch drüber) kam ein HZJ 78 ins Haus
Mit LongLongRangerTank. 170 Ltr plus dem originalen 90 Liter.

Bei ersten tanken gingen 250 Liter in den Wagen. Der Kassierer hat 3-mal auf seinen Anzeige geschaut. Dann kam von ihm : " 250 Liter ????" Ich : "Jupp, war noch nicht ganz leer"

Das Gesicht war unbezahlbar.

Wenn ich mir das jetzt bei 2 € per Liter vorstelle ......
Danke und Gruß Matze
7'296 Beiträge · seit 200602. Mai 2022 · #35
Hier noch etwas vom Geldumtausch in Ägypten Anfang der 80er Jahre …

Es war eine Art Wechselstube direkt vor einer Bank und gehörte wohl auch zu dieser. Ich bin reinmarschiert und wollte 100 DM tauschen. Jetzt nahm ein Angestellter ein Formular mit 2-3 Durchschlägen und trug den Nennwert und die Seriennummer ein. Dann rechnete er aus, wieviel Ägyptische Pfund ich zu bekommen habe und trug jeden einzelnen Schein mit Nennwert und Seriennummer ein.
Dann reichte er das Geldbündel und das Formular an seinen Kollegen weiter, der alles nochmal penibel überprüfte.

Nachdem alles seine Richtigkeit hatte, kamen noch drei verschiedene Stempel auf das Formular. Dazu standen auch drei verschiedenfarbige Stempelkissen herum, die allerdings allesamt komplett ausgetrocknet waren. Trotzdem achtete man darauf, den jeweiligen Stempel vorher in das richtige Stempelkissen zu drücken, was völlig sinnlos war. Auf den Durchschlägen waren die Stempel ohnehin schwarz und auf meinem Original war kein bisschen was von einem Stempel zu sehen.

Das ist bis heute der umständlichste Geldwechsel, den ich auf meinen Reisen erlebt habe.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'610 Beiträge · seit 200702. Mai 2022 · #36
Zum Geldumtausch habe ich auch noch etwas:

Botswana/ Stadt weiß ich nicht mehr. Ich hatte schon lange in der Schlange zum Geldumtausch gestanden, DM 200 sollten in Pula getauscht werden 4x50 DM Scheine. Der Mann am Schalter nimmt 3 Scheine an, den 4. gibt er mir zurück, weil der Schein beschädigt sei. Es fehlt nichts, er hat nur einen winzig kleinen Knick in einer Ecke. O.K. Ich gebe ihm einen neuen, "unbeschädigten". Es folgt der übliche Papierkram und dann die Auszahlung. Schein für Schein zählt mir der Bankangestellte die Pulas vor. Jetzt kommt mein Einsatz 😄 - alle Scheine, die auch nur einen Hauch von Knick oder ähnlich haben, weise ICH jetzt zurück. Wie du mir, so ich dir 😗 . Das war mir ein göttliches Vergnügen.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
208 Beiträge · seit 200703. Mai 2022 · #37
Vor einigen Jahren führte unsere Route von Windhoek über die Grenze bei Noordoewer nach Cape Town. Es war wenig los und so war das Grenzprozedere mit Fahrzeugpapieren, etc. schnell erledigt und wir fuhren über den Oranje nach Südafrika. Auch hier war wenig los und so waren wir zügig an der Ausfahrtschranke. Hier hatten wir eine nette Unterhaltung mit dem Grenzbeamten (nennen wir ihn Urs), welcher für das Öffnen der Schranke zuständig war.

Urs: Hallo und der üblich kurze Small Talk wie von wo, wohin, etc.
Urs: schönes Auto ist das ein Toyota?
Ich: ja ein Landcruiser von Toyota ….
Urs: von wo ich komme ….
Ich: aus der Schweiz ….
Urs: ob den die Schweiz auch Autos produziere?
Ich: Nein unser Exportschlager ist Schokolade und Uhren ….
Urs: wir sollten umstellen und Autos produzieren, das sei Big Business
Ich: 🤩
Urs: Mercedes, Audi, VW, Alfa Romeo sind gute Autos …. Deutschland baut gute Autos ....
Ich: Alfa Rome ist aber aus Italien
Urs: Bist du sicher? Und Toyota?
Ich: Ja ganz sicher, Toyota ist aus Japan
Urs: … skeptisch, aber ja kann sein …
Urs: ob ich Opel oder Peugeot kenne, die werden ja in Frankreich gemacht und sind glaube ich nicht so gut ….
Ich: Nein Opel ist ebenfalls aus Germany
Urs: Bist du sicher? Aber Citroen ist aus Italien wie Audi und Fiat
Ich: Ja sicher Opel und Audi sind aus Germany, Fiat aus Italien und Citroen ist wie Peugeot aus Frankreich
Urs: …. Überlegt …. und Ford von wo sind die
Ich: aus Amerika aber …. es gibt ...
Urs: Ach ja die bauen ja auch Autos, aber da kenne er sich gar nicht aus, sein Spezialgebiet sind Autos aus Europa.
Urs: Also Italien baut Peugeot, Fiat und Opel. Aus Deutschland kommt Mercedes, Alfa Romeo, Audi und Frankreich …. war das jetzt Toyota und VW

Das ging noch ca. 10 Minuten so weiter, als von hinten ein anderes Fahrzeug kam. In diesem Augenblick verabschiedete sich Urs, öffnete die Schranke und wünschte uns eine gute Fahrt.

Ich gab ihm noch eine Dose Cola und wünschte ihm auch einen schönen Tag. Hoffentlich hatte es der Fahrer hinter mir es nicht eilig 😗

Wünsche einen schönen Tag Flipper
15 x Namibia / 3 x Südafrika / 2 x Botswana / 2 x Zimbabwe
1'415 Beiträge · seit 201404. Mai 2022 · #38
Die Beamten an den meisten Grenzübergänge haben wir eher als mürrisch, humorlos und griesgrämig in Erinnerung. Bis auf diese am
Grenzübergang Ngoma Bridge nach Namibia 2015.
Wir wurden freundlich vom botswanischen Grenzbeamten hinter dem Tresen begrüsst Als wir unsere Reisepässe durchschoben meint er: "Switzerland? Aaahaa! Chocolade! hahaha! Much Money! hahaha" ! 😄
Ernst machte daraufhin sein weinerlichstes Gesicht, kehrte seine leeren Hosensäcke nach aussen und steuerte so seinen Teil zur allgemeinen Erheiterung bei. Danach ärgerten wir uns, weil wir unsere mitgebrachte Swiss Chocolade schon aufgegessen hatten. Wäre noch ein lustiges Abschiedsgeschenk gewesen 😄
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
7'296 Beiträge · seit 200604. Mai 2022 · #39
Ich habe hier noch eine Geschichte, die eigentlich gar nicht lustig, sondern einfach nur skurril und irgendwie auch ein Stück traurig ist.

Als ich 2003 in Kenya war, war Wahlkampf und eine Partei versprach u.a., die Schulgebühren abzuschaffen, so dass jeder in Kenya künftig zur Schule gehen könne. Diese Partei gewann später die Wahl und löste das Versprechen ein.

Als 2004 das neue Schuljahr begann, erschien Kimani Ng'ang'a Maruge bei einer Grundschule in Eldoret an der Grenze zu Uganda, um sich einschulen zu lassen. Die Besonderheit war, dass er bereits 84 Jahre alt war, aber nie die Möglichkeit hatte, zur Schule zu gehen. Das wollte er nun nachholen und er war hoch motiviert. Man versuchte, ihn abzuwimmeln, doch er blieb hartnäckig und setzte sich durch.

Er wusste, dass er nicht mehr ewig Zeit hatte und aufgrund seiner guten Leistungen konnte er zweimal eine Klasse überspringen. Trotz seines hohen Alters wollte er noch Veterinärmedizin studieren.

Fünf Jahre später, aber inzwischen in der siebten Klasse, starb Kimani Ng'ang'a Maruge an Magenkrebs. Er ging als ältester Erstklässler der Welt in die Geschichte ein und sprach vor der UN-Vollversammlung, um für das Recht auf Bildung zu plädieren.

Sein Leben als ältester Grundschüler der Welt wurde später in dem Film "The First Grader / Der Erstklässler" verfilmt.

Gruß
Wolfgang
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2'497 Beiträge · seit 201105. Mai 2022 · #40
Eine Geschichte mit Tieren/genauer einem Tier:

2019 habe ich mit meiner Reisepartnerin im Ngepi Camp im Caprivi übernachtet, sie oben im Zelt des Bushcampers, ich in einem leichten Wurfzelt. Beim Einchecken habe ich den jungen Mann hinterm Tresen gefragt: "Are ther Hippos in the Camp?" "No, don´t worry." 😁

In der ersten Nacht war alles ruhig, wir standen ja auch an einem Steilufer, da kam eh kein Hippo hoch. 😊 In der zweiten Nacht wachte ich so gegen 3:00 auf, weil ein furchtbares Geräusch bei meinem Zelt war, mal rechts, mal links, mal vorne, mal hinten. Es klamg sehr dumpf und hatte ein bisschen was von einem kaputten Rasenmäher. Ich hatte Herzklopfen und ziemlich Angst, weil mir klar war, dass es nur ein Hippo sein konnte. Das war wohl einmal durchs Camp gewandert und fand, dass der Rasen bei meinem Zelt gut aussah. Ich versuchte den stummen Stein zu geben, was anderes blieb mir ja auch nicht übrig, und hoffte, dass niemand anfing, mit einer Taschenlampe rumzufuchteln. Irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit verschwand das Tier und ich döste wieder ein.

Am nächsten Morgen gingen meine Reisepartnerin und ich zur Nachbarcampsite zu einem sehr netten australischen jungen Paar und fragten, ob sie das Tier gesehen hatten. Sie hatten es auch nur gehört, waren aber absolut sicher, dass es ein Hippo war. 😐

Die junge Frau meinte dann noch: "I felt so sorry with the woman in the ground tend." 🤩 🤩

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!