picco6'369 Beiträge · seit 201131. Dez. 2021 · #61
Hoi zämä
Malbec schrieb:Wir kamen am 10.November von Kenia zurück wo wir auch Samburu und Masai, aber auch Amboseli, Meru und Lewa auf einer Flugsafari besuchten.
Beatnick schrieb:Diesmal ab 6. Januar Amboseli, die beiden Tsavos und Lewa.
Soso...da ich die Lewa-Savanne nur aus dem Zürcher Zoo kenne (Sehenswert!) hoff ich doch auf zwei Reiseberichte!
Liebe Betti Du Glückspilz!! Gleich nochmals Kenia....und dazu in meine Lieblingsparks! Amboseli und Lewa! Wir flogen nach AMBOSELI zur Tortilis Lodge und genossen 3 herrliche Tage mit einem privaten Guide der sehr oft Fotografen herumführte und uns so an interessante Stellen führte. ELEFANTEN SIND MEINE LIEBLINGE !! Noch nie vorher sah ich so entspannte Elefantenfamilien wie im Amboseli und dazu vor so wunderschöner Kulisse. Ihr werdet begeistert sein. Danach flogen wir nach MERU wo sicher alle Birder grosse Freude hätten, auch die Landschaft ist sehr schön. Unser Transfer nach Lewa fand über die Strasse statt so bekamen wir auch einen interessanten Eindruck vom Alltagsleben in Kenia. IWir wohnten im LEWA Safari Camp und durften wieder mit privatem Guide diesen landschaftlich wunderschönen Park erkunden. Es präsentieren sich sehr viele Tiere....sogar die Big 5 an einem Tag...obwohl unser Wunsch einfach war: zu geniessen was sich anbot. Mit dem Besuch im Lewa kann man nichts falsch machen!! Zum Samburu war es von dort nicht sehr weit, so wurden wir vom Fahrer der Saruni Samburu Lodge abgeholt. Von der grossen Trockenheit waren wir schockiert! Trotzdem verbrachten wir 3 herrliche Tage in dieser interessanten Umgebung. An 2 Tagen fuhren wir an den Fluss wo wir unterwegs und am Wasser meine Lieblinge die ELEFANTEN bewundern konnten. Stundenlang könnten wir mit ihnen verweilen, so lohnte sich auch die lange Fahrt vom Conservancy zum Fluss immer begleitet von den vielen Dik Diks. Deine Fotos könnten am selben Ort entstanden sein!! In die Mara flogen wir und verbrachten 4 Nächte im Northern Conservancy der Saruni Mara Lodge. Es hätte der Höhepunkt unserer Safari sein sollen....aber die Mara wollte uns nicht begeistern. Ich bin gespannt auf eure Erfahrung in diesem Teil Kenias. Für euch geht es schon bald wieder los...juhui! Ich freue mich schon jetzt auf deinen RB.......eure Fotos sind nicht zu toppen! Liebs Grüessli Judith
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201631. Dez. 2021 · #64
Hallo ihr Lieben,
hui, das sind ja tolle Einträge, vielen Dank, aber der Reihe nach:
Erst einmal muss ich Abbitte leisten, denn ich habe mich vertan: Wir sind auf der kommenden Reise nicht in Lewa, sondern in der Lumo Conservancy. Klingt ähnlich, ist aber ganz woanders, nämlich bei Tsavo, und das ergibt ja auch Sinn, weil wir uns eben diesmal viel südlicher herumtreiben werden. Was Lewa angeht, bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als entweder ein drittes Mal nach Kenia zu reisen oder in den Zoo nach Zürich (beides reizvoll B)). Also sorry sorry für die Verwirrung!
Blende18.2 schrieb:Musste mir jetzt erstmal Karten von Samburu raussuchen um mich mal etwas orientieren zu können, jetzt habe ich einen besseren Eindruck von dem Gebiet und seiner Größe und kann eure Pirschfahrten besser nachvollziehen.
1000 Dank für die Karte, Robin, das ist eine tolle Idee und hilft wahrscheinlich auch beim nächsten Kapitel weiter! Falls du so eine tolle Karte auch für die Mara parat hast, nehme ich sie gern. Und dann gehe ich auch gerne nochmal wegen der Bildbearbeitung bei dir in die Lehre. Du bist jedenfalls ein gefragter Mann 😉.
tina76 schrieb:Es macht großen Spaß den Bericht weiter zu verfolgen.
🙂 😘
tina76 schrieb:Darf ich fragen, mit welcher Kamera bzw. Objektiven Ihr fotografiert?
Thomas: Canon EOS 5D Mark IV Canon EOS 7D Mark II Canon EF 24-105mm f/4L Canon EF 100-400mm f/4.5-5.6L IS II Sigma 150-600mm F5-6,3 DG OS HSM | Sports Sigma Tele Konverter 1,4x TC-1401
Betti: Panasonic Lumix DMC-GH5 (Cropfaktor: 1:2) Olympus M.Zuiko Digital ED 12-100mm F4.0 IS PRO Panasonic Leica DG Vario-Elmar 100-400 mm f/4-6.3
tina76 schrieb:Da habt Ihr wirklich Glück gehabt im Park mit dem Tiernachwuchs!
Da kommt noch mehr Nachwuchs. Zum Teil aber erst nach der nächsten Reise, ich werde leider nicht mehr rechtzeitig fertig werden. Danke für die guten Wünsche!
picco schrieb:...hoff ich doch auf zwei Reiseberichte!
Picco, Picco, du kleiner Nimmersatt 🙂. Erst mal den einen RB zu Ende bringen. 😣
Malbec schrieb:Du Glückspilz!! Gleich nochmals Kenia....und dazu in meine Lieblingsparks! Amboseli und Lewa!
Vielen Dank für die Eindrücke, Judith! Lewa dann ja doch nicht (s.o.), aber wir freuen uns dennoch sehr auf die Reise.
Glückspilz, ja, bestimmt, aber es ist mehr Glück im Unglück, denn eigentlich hatten wir Südafrika gebucht. Die Reise fiel nun aus bekannten Gründen aus, und da wir beruflich sogar noch nicht einmal besonders gut in ein Hochrisikogebiet reisen können, drängte sich Kenia geradezu auf. Steht ja auf gar keiner Liste. Es könnte sicher schlimmer kommen, als so kurz hintereinander zweimal dorthin zu reisen, und da wir ja auch Neuland betreten, freuen wir uns unglaublich darauf. Nach deinen Beschreibungen noch mehr!
Malbec schrieb:Von der grossen Trockenheit waren wir schockiert!
Oje, das glaube ich gern. Es hat also offenbar zwischen unseren beiden Reisen tatsächlich keinen Tropfen gegeben. 🙁 Auch in meinem nächsten Kapitel wird es nicht nur, aber vor allem darum gehen.
Malbec schrieb:Trotzdem verbrachten wir 3 herrliche Tage in dieser interessanten Umgebung.
Ich bin ein großer Fan dieser ganz besonderen Landschaft, sie hat mich sehr berührt und ich würde sie gerne auch nochmal in "Grün" (oder zumindest grüner) sehen.
Malbec schrieb:Es hätte der Höhepunkt unserer Safari sein sollen....aber die Mara wollte uns nicht begeistern.
Sehr interessant. Wir können unsere Erkenntnisse ja gerne später mal abgleichen 🙂.
Morgen geht es hier weiter, bis dahin wünsche ich einen guten Rutsch. Bleibt gesund und auf ein frohes neues Jahr 2022!
Liebe Betti Rutscht gut ins 2022 bleibt gesund für viele tolle Reisen. Tsavo Ost und West kennen wir noch nicht, aber ich bin sicher, dass ich nach deinem Bericht heiss drauf bin. Liebs Grüessli Judith
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201601. Jan. 2022 · #66
Malbec schrieb:Rutscht gut ins 2022 bleibt gesund für viele tolle Reisen.
Ihr Lieben,
ich schließe mich den Worten von Judith sehr gerne an! Thomas und ich wünschen euch allen ein frohes, reiseintensives Jahr 2022 und vor allem Gesundheit!
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201601. Jan. 2022 · #67
17. September, nachmittags: Das Problem-Kapitel
Unser letzter Nachmittagdrive in Buffalo Springs beginnt fatal. Wir rollen gemütlich am Fluss entlang und halten an, weil Waterbucks die Piste queren wollen. So weit, so normal. Doch dann nimmt das Drama seinen Lauf. Rennen die Tiere mit voller Wucht in den Drahtzaun links neben uns. Prallen ab, verheddern sich, rappeln sich wieder auf und rasen erneut blindlings hinein in den für sie unsichtbaren Feind.
Im neige nicht zur Hysterie. Doch nun bin ich hysterisch. Kann Schreie nicht unterdrücken, will den Zaun niederzureißen. Darf das natürlich nicht. Sitze ohnmächtig im Auto und muss mit ansehen, was kaum zu ertragen ist. Die Tiere gucken verständnislos, rennen immer wieder an. Sie werden sich die Beine brechen. Denke ich, und dass das nicht passiert - zumindest nicht jetzt - ist pures Glück. Auch Livingstone ist fassungslos, hat so etwas noch nie erlebt.
Einige wurschteln sich wie durch ein Wunder zwischen den Drähten hindurch. Natürlich wollen sie dorthin, das wertvolle Gras steht auf dem abgeschotteten Terrain viel höher. Am Morgen hatte ich vom anderen Ufer aus beobachtet, wie eine der Antilopen innerhalb der Umzäunung auf und ab lief. Und mich gewundert, wie das geht. Nun also die Erklärung. Sie ist schrecklich.
Den neuen Zaun, den auch Livingstone noch nicht kannte, hatten wir bereits am ersten Tag entdeckt. Unser Guide hat sich erkundigt und klärt uns nun auf: Ausgerechnet das Ashnil Camp - also unsere Unterkunft - baut hier nach mehreren Überflutungen unten am Fluss in exponierter Lage neu; ohne allerdings das alte Gelände aufzugeben. Die künftigen Gäste werden fraglos einen herausragenden Blick haben. Allen anderen wird die Aussicht verschandelt.
Million Dollar View, leider nun rechts mit Zaun. Und künftig dann auch mit Gebäuden, das erste ist schon in Arbeit.
Der Zaun verkleinert zudem das ohnehin übersichtliche Reservat weiter und verstellt die gewohnten Lauf- und Fluchtwege der Antilopen. Ich möchte solch umzäunte Camps künftig meiden, wann immer es geht. Das nehme ich mir fest vor.
Wir reden viel an diesem Nachmittag, sind alle mitgenommen. Das friedliche Miteinander der Paviane beruhigt die Nerven.
Einer der Affen klettert behände die turmhohen Palmen hinauf, lässt Früchte für den Rest der Familie regnen...
...und macht es sich dann selbst in luftiger Höhe bequem.
Ein breiter, quer liegender Baumstamm ist die perfekte Spielwiese für die wilden Teenager. Hier ist die Welt noch in Ordnung,...
...und wir verbringen viel Zeit bei ihnen.
Livingstone rumpelt am Fluss entlang, immer weiter, über Wege, die kaum noch zu erkennen sind. Hier war sehr lange kein Auto mehr.
Landschaftlich ist es wieder eine schöne Tour. Doch die Tiere machen sich insgesamt eher rar.
Zumindest die, die man erwarten würde. Denn in der Uferböschung entdecken wir keine Elefanten oder Zebras, sondern Kamele. Der dazugehörige Somali mag nur widerwillig glauben, dass wir einen Reiher fotografieren. Er will Geld. Ich Raum für wilde Tiere. Nur mühsam halte ich mein großes Mundwerk im Zaum.
Dann auch noch Ziegen kurz vor dem Camp. Sie müssten am Abend längst weg sein, bleiben aber bestimmt über Nacht. "This is too much", findet auch Livingstone.
Beweisbild, buchstäblich. Dies ist eindeutig kein Kamel, sondern ein Reiher in schlechtem Licht...
Grob geschildert ist die Lage wohl so: Samburu und Buffalo Springs sind keine Nationalparks, sondern - ebenso wie die Masai Mara - Nationalreservate, die nach bestimmten Regeln von den Einheimischen genutzt werden können. So darf das Vieh zwar am Fluss getränkt werden, aber nur über bestimmte Korridore dorthin gelangen (s. Karte von Robin) und muss auch zeitnah wieder aus dem geschützten Gebiet heraus. Die Realität sieht leider anders aus. Wegen der Dürre, wegen Corona, wegen des eingeschränkten Tourismus.
Im September waren in Samburu und Buffalo Springs gerade einmal drei Camps in Betrieb. Der Rest pleite, von der Flut oder während der Corona-Zwangspause durch Vandalismus zerstört und oft mit ungewisser Zukunft. Weniger Touristen bedeuten allerdings weniger Abgaben an die Einheimischen, die monetär beteiligt sind. Das Interesse am Tourismus und Regeltreue schwinden daher in dem Maße, wie die Anzahl von Vieh im Reservat wächst. Was wiederum weniger Touristen bedeutet. Ein verhängnisvoller Teufelskreis.
Mittlerweile, so berichten uns Livingstone und Camp-Mitarbeiter, ist praktisch jede Ordnung außer Kraft gesetzt, weil sich auch kaum mehr jemand für die Belange der Wildtiere einsetzt. Die Vieherden der Ranger weiden ebenso innerhalb des Nationalreservats wie die der Politiker und Reichen, die sich sogar wertvolle Kamele leisten können. Die Lösung? Vor allem Regen. In Zeiten des Klimawandels leider ebenfalls zunehmend ein Problem.
All das geht uns durch den Kopf und diskutieren wir, als wir an unserem letzten Abend im Ashnil Samburu Camp beim Essen sitzen. Nur vage registrieren wir Gesangsproben in der benachbarten Küche. Und sind starr vor Schreck, als die Küchentür aufschwingt und die versammelte Belegschaft "Jambo Bwana" schmettert. Wir sind nicht gerade große Fans folkloristischer Einlagen und versuchen sie zu meiden. Anders als die Spanierinnen, die ganz aus dem Häuschen sind. Wahrscheinlich, so denke ich mir, wird aus einer der "Happy 50's" eine "Happy 60's".
Falsch gedacht. Denn die Polonaise zieht an allen anderen vorbei und hält direkt an unserem Tisch, den nun eine Torte ziert. "Thank you Bettina", steht dick in Sahne darauf. Hä???? Wir schauen uns verdattert an. Dann eine Rede: "Diese beiden haben keinen Hochzeitstag oder Geburtstag. Aber sie waren fünf Tage unsere Gäste und sind uns sehr ans Herz gewachsen. Wir sind stolz und dankbar. Bitte kehrt eines Tages zurück. Wir brauchen euch!" Mannomann. Ich bin zu Tränen gerührt. Thomas wischt sich die Augen. Das sehe ich genau.
Nun kommt auch noch der Manager, wir sehen ihn zum ersten Mal. Erfahren viel über die Sorgen, Probleme und Pläne, er fragt nach unseren Eindrücken und möglichen Verbesserungen. Ich überlege kurz. Schildere ihm die Szenen am Zaun, die Nöte der Tiere und auch unsere. Unseren Schock. Natürlich ist nicht unbedingt wahrscheinlich, dass es etwas ändert. Aber einen Versuch ist es wert.
ich wünsche Euch und den anderen hier Mitlesenden ebenfalls ein glückliches und gesundes neues Jahr! Hoffentlich für alle mit vielen Reisen auf den gemeinsamen Traumkontinent Afrika! Denn jede Reise dorthin ist auch wichtig um in diesen schwierigen Zeiten die Menschen vor Ort zu unterstützen, die vom Tourismus leben. Und natürlich die Parks und Tiere dort in ihrer Schönheit zu erhalten. In Uganda letzten Februar erzählte mir mein Guide, dass seit Corona-Beginn das Problem mit der Wilderei deutlich zugenommen hat. Und tatsächlich sind uns direkt vorm Murchison Falls Nationalpark Wilderer mit erbeuteten Antilopen über der Schulter auf der Straße begegnet. Sie sind so schnell in den Busch geflüchtet, wie sie aufgetaucht waren. Einfach nur traurig. Mein Guide hat sich furchtbar aufgeregt. Und sich gleichzeitig herzlich bei mir bedankt, dass ich trotz der Corona-Stuation gekommen bin. Er hätte nur noch selten Aufträge derzeit und muss sich nebenher mit Hilfsjobs über Wasser halten. Da ist es in Samburu/Buffalo Springs sicherlich ähnlich, wenn man sich schon so überschwenglich von der Lodge aus bei Euch bedankt hat. Die Dürre macht es ja leider auch nicht besser. Ich hoffe sehr, dass Regen dort bald eine Erlösung bringt.
Vielen Dank ansonsten wegen der Infos zu Eurem Equipment. Da seid Ihr ja bestens für weitere Touren gerüstet.
Liebe Grüße und viel Vorfreude auf die anstehende nächste Reise. Tina
Sadie1'835 Beiträge · seit 201502. Jan. 2022 · #70
Ach ihr armen…sowas zu sehen und dann machtlos daneben sitzen muss schon fürchterlich für euch alle gewesen sein. Sowas würde mich sehr beschäftigen und wütend machen, da ja Menschen für die Qual der Tiere verantwortlich sind. Das hat mich an das Buch The Cry of the Kalahari erinnert als Marc Owen dem Belgischen König die Zäune vom Flieger aus gezeigt hat und wie dort tausende von Gnus verreckten. Grausam… auch bei uns, vor allem im Westen der USA, stellen Zäune auch eine riesiges Problem für die Bewegungsfreiheit der Tiere dar…Es ist halt nimmer wie früher als es weniger Menschen und keine Autos gab… Du fragst wegen einer Mara Karte und ich habe nun meine abgeclickt. Hoffe die geben allen Leser eine Vorstellung was wo ist. Hmm ich merke gerade dass die Resolution der Karten nicht so herüber kommt wie auf dem iPhone und man sie nur schlecht bei Vergrößerung lesen kann. Da weiß ich nun nicht weiter… Ein gutes Neues Jahr euch allen! Katrin
tigine0752 Beiträge · seit 202102. Jan. 2022 · #71
Liebe Bettina
Ganz herzlichen Dank für deinen tollen Reisebericht! Ich lese ihn mit grosser Spannung.
Wir waren kurz vor euch im Samburu/Buffalo Springs. Ich denke, dass wir den gleichen kleinen Babyelefanten mit den rosa Öhrchen gesehen haben. 🤩 Meine Fotos (unbedingt grösser ansehen wegen der rosa Öhrchen) sind vom 6.09.2021 und die Herde kam abends vom Fluss zurück.
Das was du berichtet hast mit dem Zaun hat mich sehr schockiert. Wir wollten eigentlich das nächste Mal in der Ashnil Lodge übernachten, das müssen wir sicher nochmals überdenken.
Hallo Bettina, diesmal hätte ich deinen Bericht doch fast verpasst. Bin sehr gern wieder mit dabei. 🙂
Gruß
Reinhard
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201602. Jan. 2022 · #73
Jambo ihr Lieben,
vielen Dank noch einmal für die guten Wünsche, die ich sehr gerne zurückgebe. Passt auf euch auf und genießt das Leben!
BMW schrieb:Regeln für National Reserve ....da stossen zwei Welten aufeinander mit Konfliktpotential.....klar.....
Du sagst es. Leider stehen die Zeichen nicht besonders gut für die Zukunft, denke ich. Shaba ist bereits von Viehherden "besetzt". Das ist schon sehr traurig. In Kenia leben eben auch so viele Menschen. Da hat es Botswana zum Beispiel mit dem Naturschutz deutlich leichter.
tina76 schrieb:Denn jede Reise dorthin ist auch wichtig um in diesen schwierigen Zeiten die Menschen vor Ort zu unterstützen, die vom Tourismus leben. Und natürlich die Parks und Tiere dort in ihrer Schönheit zu erhalten.
Ja, das hat sich in Samburu deutlich gezeigt. Nur die Mara hat dieses Problem nicht, sondern wohl eher gegenteilige Schwierigkeiten.
tina76 schrieb:Da ist es in Samburu/Buffalo Springs sicherlich ähnlich, wenn man sich schon so überschwenglich von der Lodge aus bei Euch bedankt hat.
Das glaube ich auch. Fünf Nächte waren allerdings auch ein Wort. Die meisten bleiben zwei Nächte.
tina76 schrieb:Ich hoffe sehr, dass Regen dort bald eine Erlösung bringt.
Das hoffe ich auch. 🙁
Sadie schrieb:Auch bei uns, vor allem im Westen der USA, stellen Zäune auch eine riesiges Problem für die Bewegungsfreiheit der Tiere dar…Es ist halt nimmer wie früher als es weniger Menschen und keine Autos gab…
Ich musste ehrlich gesagt auch an Namibia denken. Da haben wir auch schon verendete Tiere in Zäunen gesehen. Aber auch in dieser Frage ist es eben leider schwierig, immer die richtige Lösung zu finden. Ich bin aber überzeugt, ein Camp in der Wildnis käme auch wunderbar ohne Zaun aus. Dann lass die Elefanten eben quer über die Anlage latschen. Geht doch woanders auch.
Vielen Dank für die Karten! Ich denke, man kann schon ein bisschen was erkennen. 🙂
tigine07 schrieb:Ganz herzlichen Dank für deinen tollen Reisebericht! Ich lese ihn mit grosser Spannung.
🙂 🙂 🙂
tigine07 schrieb:Wir waren kurz vor euch im Samburu/Buffalo Springs. Ich denke, dass wir den gleichen kleinen Babyelefanten mit den rosa Öhrchen gesehen haben.
🤩 Ja, das könnte er bestimmt sein, lustig! 😄 🤪
Reinhard1951 schrieb:diesmal hätte ich deinen Bericht doch fast verpasst.
Sowas Reinhard, wo bleibst du nur? 😉 Toll, dass du noch zugestiegen bist, ich freue mich!
Habt einen schönen Restsonntag, liebe Grüße, Betti
Blende18.21'166 Beiträge · seit 201702. Jan. 2022 · #74
Hallo Betti,
deine Bericht vom Samburu sind leider traurig, wie aber an STelle der Einwohner dort auch komplett nachvollziehbar. Mit den Problemen vor Ort und wenn die Tierwelt nicht mehr monätarisiert werden kann, ist das eben auch verständlich. Leider sieht man das vielerorts, diverse Projekte wurden geschaffen, die z.B. die Guides vor Ort in Arbeit gehalten haben, wenn auch ohne Gäste und als erweiterte Schutzpatroullien in den Parks. Ohne die privaten Gästen und Guidefahrzeuge hält eben auch Wilderei und Fremdnutzung der Reservate Einzug. Auch in Botswana konnten wir das stellenweise beobachten. 🙁
Zwischenfrage, ist das auch eine Art von Mousebird?
@ Karten der Mara Ich habe die auch hier zu Hause und kann dir die genauer rüberschicken. Gib' mir einfach mal deine Mail-Adresse per PN.
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201603. Jan. 2022 · #75
Moin Robin,
das ist ein white-headed Mousebird, den haben wir vergleichsweise häufig gesehen, aber diese Mausvögel können einen ja verrückt machen, hüpfen immer hektisch herum und das lange Ende will irgendwie auch nie aufs Bild passen. Dieser hatte dann ein Einsehen mit uns. 😄
Vielen Dank für das Kartenangebot, das ich sehr gerne annehme! PN ist unterwegs.
BeatnickThemenstarter1'712 Beiträge · seit 201603. Jan. 2022 · #76
18./19. September: Zwischenstopp am Lake Naivasha
Am Morgen der Abreise in Buffalo Springs frohlockt der innere Schweinehund: Wir stehen eine Stunde später auf und frühstücken im Camp. So ein Lotterleben tut auch mal gut. Bleibt aber auf dieser Reise eine einmalige Angelegenheit. Nach fünf Nächten am selben Ort sind wir absolut bereit für Neues und freuen uns auf einen Tapetenwechsel.
Auf den Ebenen vor dem Camp herrscht gähnende Leere. Die Ziegen vom Vorabend sind verschwunden, doch Zebras und Oryxe noch nicht zurückgekehrt. No time to say good bye. Livingstone fährt auf direkten Weg hinaus aus dem Nationalreservat, die Fahrt zum Lake Naivasha dauert über sechs Stunden.
Die A2 führt vorbei am Lewa Wildlife Conservancy, einer ehemaligen Farm, die sich dem Schutz von Spitz- und Breitmaulnashörnen verschrieben hat. Sogar von der Straße aus erspähen wir mühelos mehrere Tiere durch den hohen Schutzzaun, der in diesem Fall auch sicher nötig ist. Es bleiben unsere einzigen Nashörner auf dieser Reise. 😎
Wir sind kaum 150 Kilometer gefahren, da tröpfelt es beim Mount Kenya. Regen. Das Glück so nah und doch so fern. Was würden die Menschen in Samburu dafür geben!
Auch über dem Aberdare Nationalpark hängen die Wolken tief. Wir picknicken im üppigen Garten der traditionsreichen Thomson Falls Lodge. Gerade noch rechtzeitig, dann beginnt es zu schütten. Auf den Straßen steht das Wasser. Auch in der Mara habe es in der Nacht zuvor sintflutartige Regenfälle gegeben, berichtet Livingstone. Er hofft, dass das Wasser bis zum nächsten Tag etwas abgetrocknet ist. Mit der gefürchteten Black Cotton Soil hatten wir schon einige Jahre zuvor Bekanntschaft gemacht. Eine äußerst rutschige Angelegenheit.
Am Lake Naivasha geht es hektisch zu. Viele Menschen, viel Verkehr, viele Treibhäuser im Zentrum der kenianischen Blumenindustrie. Die Sopa Lodge mit ihrem gigantischen Garten direkt am See ist eine Oase der Ruhe; allerdings - wie wohl alle Lodges dieser Kette - ziemlich groß und stilistisch in die Jahre gekommen. Die nicht weit entfernte Elsamere Lodge, wo George und Joy Adamson einst lebten, wäre wahrscheinlich die bessere Wahl gewesen. Wir hatten sie leider zu spät auf dem Zettel.
Immerhin, auf dem Gelände der Sopa Lodge tummelt sich Wild, fast zum Anfassen nah.
Zebras, Waterbucks, manchmal Colobus Affen. Und Schreiseeadler überall. Was für ein Szenenwechsel nach den vergangenen Tagen voller Staub!
Leider spielt das Wetter nicht mit. Fällt unser Spaziergang am See ins Wasser und entsprechend kurz aus. Wir lesen und entspannen in unserem riesigen Zimmer, während der Regen gegen die Scheiben prasselt.
Am Morgen dampft der See. Doch wenigstens kein Regen mehr.
Wir brechen früh auf, mit Sack und Pack, die Mara wartet, und vorher noch eine Bootstour. Wir fahren zu einem Campingplatz, wechseln von einem wackeligen Steg in ein ebensolches Boot und schippern los. Eine Stunde dauert die Tour. Viel zu kurz, um die vielen Vögel in Ruhe zu beobachten.
Ihre Anzahl und Vielfalt ist beeindruckend. Auch die im Wasser versunkenen Baumstümpfe,...
...die Wälder aus filigranen Gelbrinden-Akazien, das satte Grün und die vielen Schreiseeadler gefallen uns gut. Wir locken sie mit Fisch an, nicht ganz so unser Ding, aber fester Teil des Programms, und die prachtvollen Vögel lassen sich nicht lange bitten.
Aber alles in allem sind wir enttäuscht. Einst muss der Lake Naivasha ein Paradies gewesen sein.
Doch die omnipräsenten Treibhäuser, das viele Plastik, halbverfallene Gebäude, im Wasser ihrem Schicksal überlassen, und Müll (zer)stören das Idyll. (Möglicherweise waren wir aber auch schlichtweg am falschen Ort, der See ist ja riesig.)
Fischer am See, im Hintergrund viele Vögel und leider auch viel Müll.
Die Zeit ist ruckzuck um, und wir müssen weiter. Nächster Halt: Masai Mara. Wir sind riesig gespannt, was uns diesmal dort erwartet.
RMrik m.608 Beiträge · seit 202004. Jan. 2022 · #79
Das letzte Bild ist einfach klasse. Wie aggressiv er die Krallen ausgefahren hat! Noch total im Schwung und schon so dicht über dem Wasser! Ganz toll getroffen!
wirklich schade, dass Ihr am Lake Naivasha Pech mit dem Wetter hattet und das gerade diese Ecke recht vermüllt war. Die Landschaft mit den abgestorbenen Bäumen und Baumstümpfen im Wasser sieht auf jeden Fall trotzdem faszinierend und urig aus. Und sämtliche Bilder mit dem Schreiseeadlern im Flug sind einfach klasse! Danke für den kurzen Einblick in diese Ecke von Kenia, die ich auch noch auf dem Plan habe. Allerdings dann wohl lieber eine andere Unterkunft. 😉