Wieso immer nur 1 bis 2 Nächte pro Destination?

39 Antworten · 4'563 Aufrufe · gestartet 07. Sept. 2021 von weitwinkelkarli
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2'319 Beiträge · seit 201107. Sept. 2021 · #21
weitwinkelkarli schrieb:
franzicke schrieb:... trotzdem musst du das, deine Fotos und dich nicht zum Maßstab machen.
@franzicke

Hab ich auch nicht. Das war nur eine Antwort auf "maddy's" Aussage.

Meine Frage lautete: Wieso immer nur 1 bis 2 Nächte pro Destination?
Hi Wolfgang,
es wird auf Deine Frage nicht unbedingt eine passgenaue Antwort geben, die Dir Erfüllung geben wird.
Ich denke aber mal, viele Vorschreiberinnen und Vorschreiber haben Dir doch diesbezüglich schon viele Inputs gegeben, aus denen Du Dir eine Verwertbarkeit basteln kannst.
Jeder Reisende hat doch seine eigenen Prioritäten und ggf. sich daraus ergebende Zwänge und umgekehrt.
Wenn jemand mit wenig Geld und noch weniger Zeit viel sehen will, dann düst der natürlich 5000 km und mehr durch die Gegend; unabhängig davon, wo er die Reise macht ( Liechtenstein, Andorra und Singapur jetzt mal außen vor gelassen 😉 )
Wenn ein anderer im Geld schwimmt und sich drei Monate am Stück auf sämtlichen Baumhäusern der namhaftesten afrikanischen Luxuslodges seine Zeit vertreiben kann, dann kommt es auf die eine Nacht bzw. eine Woche mehr dort nicht an und schon hast Du deinen Long-term-Guest.
Im Übrigen... Große Fahrtstrecken bleiben beim Bereisen von großen Ländern nicht aus. Und wenn man von A nach B 1500 km und ggf. noch viel mehr km vor sich hat, dann wird man nolensvolens nicht umhin kommen, eben mal nur eine Nacht als reinen Stop-Over zu verbringen, ohne daß die Umgebung kennengelernt werden möchte.
Auch wir gehören zu der Fraktion, die lieber zwei, drei Tage (und falls zeitlich und geographisch machbar, gerne auch mehr) an einem Ort verbringen. Wir haben für uns persönlich die Devise ausgerufen: Viel weniger ist viel mehr. Das bedeutet aber nicht, daß wir, trotz beabsichtigter und meiste bereits im Voraus vollständig gezahlter Übernachtungen, diese dann auch so durchziehen. Denn es kam vor, und wird wohl immer wieder vorkommen, daß uns eine Location dann doch nicht gefällt für einen längeren Aufenthalt dort (Gründe hierfür gibt es zuhauf). Dann sind wir eben so flexibel und ziehen weiter und schon habe ich ggf. einen One-Night-Stay aufm Buckel.
Wir waren schon einmal fünf Nächte am Stück auf der The Wildlife Campsite (South Luangwa NP) und ich hätte dort gut und gerne noch eine weitere Woche bleiben mögen. Oder drei Nächte auf der Kaingu-Campsite - wunderschön. Im Senyati bleiben wir jedes Mal mindestens drei Nächte. Wohingegen die Hobas Campsite uns nur eine Nacht halten konnte und ebenso Red Dunes Campsite. Die letzteren beiden zwar nett, aber nicht wert, um weitere Zeit dort zu verbringen. Außerdem hängt ja auch so einiges daran, ob man überhaupt eine Nacht auf einer gewünschten Campsite erwischt oder nicht. Ich denke da an den KTP, den Moremi, Mana Pools und den Hwange NP. Da muß man oft mit dem zufrieden sein, was einem angeboten wird.

LG vom Alm
Themenstarter842 Beiträge · seit 201307. Sept. 2021 · #22
ALM schrieb:..es wird auf Deine Frage nicht unbedingt eine passgenaue Antwort geben, die Dir Erfüllung geben wird.
LG vom Alm
@Alm

Ich wusste, dass es darauf keine allgemein gültige und schon gar keine richtige Antwort gibt, bin aber doch sehr erstaunt mit welcher vehemenz viele hier die 1 Nächte Trips verteidigen.

In meinem Umfeld kenne ich niemanden der so urlaubt. Weder in den USA noch sonst wo. Ich bin zB selber 2010 im Süd-Westen der USA 5 Wochen als sog. "Selbstfahrer" (wusste nicht, dass dies etwas Besonderes ist, das man extra erwähnen muss) unterwegs gewesen und habe mir dabei mit meiner Familie verschieden Nationalparks zw. Denver und San Diego angeschaut.

Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen irgendwo nur eine Nacht zu verbringen, da dies Anreise am Nachmittag und Abreise nach den Frühstück bedeutet. Da ist man dann mehr mit aus-resp. einpacken und Zimmer beziehen sowie auschecken als mit allem anderen beschäftigt, was Urlaub sein könnte. Vor allem aber geht dies als Fotograf gar nicht, denn zum Sonnenaufgang muss man immer bei irgendeiner Besonderen Location sein (zu der man teilweise stundenlang zu Fuß herum wandern muss) und könnte nach dem Frühstück gar nicht auschecken.

Vor allem aber zeigt es mir wieder mal, dass ich derjenige bin der ungewöhnlich unterwegs ist, und nicht alle Anderen. Für mich etwas verwunderlich, aber gut... is halt so.

Wieder was gelernt...
LG Wolfgang
139 Beiträge · seit 202107. Sept. 2021 · #23
Es wird bestimmt einen Aufschrei geben wenn ich schreibe wie wir in Namibia seit langem unterwegs sind.
Um es kurz zu machen, wir sind Nordfahrer (Tiergucker 😄 ). Südlich von Windhoek waren wir noch nicht und haben auch nicht das Bedürfnis dazu. Und selbst nach Swakopmund sind wir dieses Jahr zum ersten mal gefahren. Wir wohnen an der See und deshalb gabs auch nicht so einen richtigen Grund dahin zu fahren. Wir bleiben lieber im Etosha ( für ca. 3-4 Tage pro Stop) und im Caprivi. Dort reichen meistens 1 bis 2 Stationen für je eine Woche. Zum Beispiel in Divundu und Kongola. Sind eben Buschleute 😄 😄
Ich kann aber auch nachvollziehen das es die 1/2 Nächte Befürworter gibt. Allerding gefällt mir das Reisemodell vieler Namibier besser ,die mit Ihren Campern für ein langes Wochenende (3/4 Nächte) oder + anreisen . Die würden sich den Stress nicht machen und in einer Woche 4 mal umziehen.
Aloa
Jörg
139 Beiträge · seit 202107. Sept. 2021 · #24
Bist nicht der einzige..
weitwinkelkarli schrieb:
ALM schrieb:..es wird auf Deine Frage nicht unbedingt eine passgenaue Antwort geben, die Dir Erfüllung geben wird.
LG vom Alm
@Alm

Ich wusste, dass es darauf keine allgemein gültige und schon gar keine richtige Antwort gibt, bin aber doch sehr erstaunt mit welcher vehemenz viele hier die 1 Nächte Trips verteidigen.

In meinem Umfeld kenne ich niemanden der so urlaubt. Weder in den USA noch sonst wo. Ich bin zB selber 2010 im Süd-Westen der USA 5 Wochen als sog. "Selbstfahrer" (wusste nicht, dass dies etwas Besonderes ist, das man extra erwähnen muss) unterwegs gewesen und habe mir dabei mit meiner Familie verschieden Nationalparks zw. Denver und San Diego angeschaut.

Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen irgendwo nur eine Nacht zu verbringen, da dies Anreise am Nachmittag und Abreise nach den Frühstück bedeutet. Da ist man dann mehr mit aus-resp. einpacken und Zimmer beziehen sowie auschecken als mit allem anderen beschäftigt, was Urlaub sein könnte. Vor allem aber geht dies als Fotograf gar nicht, denn zum Sonnenaufgang muss man immer bei irgendeiner Besonderen Location sein (zu der man teilweise stundenlang zu Fuß herum wandern muss) und könnte nach dem Frühstück gar nicht auschecken.

Vor allem aber zeigt es mir wieder mal, dass ich derjenige bin der ungewöhnlich unterwegs ist, und nicht alle Anderen. Für mich etwas verwunderlich, aber gut... is halt so.

Wieder was gelernt...
106 Beiträge · seit 201807. Sept. 2021 · #25
Hallo Wolfgang,

ich verstehe jede:n, der:die sagt, dass man ein Land lieber richtig kennenlernen sollte als nur "durchzurauschen". Aber es ist eben unterschiedlich definiert, ab wann es sich für die Einzelnen nach "Eile" anfühlt. Und Langsamkeit ist ein Luxus, den man nur dann genießen kann, wenn man ihn sich auch leisten kann.

Neben den schon zur genüge diskutierten Punkten, dass es eine Zeit- und Budgetfrage ist (den meisten normal Arbeitenden wird nicht mehr als 3 Wochen am Stück seitens der Arbeitgeber ermöglicht, und viele sparen auf so eine Reise eine ganze Zeit) wollte ich auch nochmal den Punkt anbringen, dass immer mehr Menschen aus ökologischen Gründen nicht ständig fliegen wollen. Alles drei zusammen führt dann automatisch zu der Überlegung, die Reise muss es auch "wert" sein, dafür so viel Geld, Urlaubstage und CO2 zu verpulvern. Wie kann ich das vor mir rechtfertigen? Durch möglichst viele verschiedene Dinge, die ich erlebe. Und an die ich mich nachher auch erinnere. Bei 7 Tagen in einer Unterkunft kann ich natürlich viel mehr ausspannen und ein bisschen mehr sehen als bei 2 Tagen, völlig klar, doch was bleibt im Nachhinein? Die Erinnerung an eine einzige Unterkunft, eine Terrasse, einen Typus Frühstück, eine Aussicht. Ich erinnere ich mich an Urlaube, wo ich Unterschiedliches gesehen habe einfach intensiver. Wenn ich mich "nur" erholen will, muss ich nicht 5.000 € und 3 Tonnen CO2 verballern, da kann ich auch mit dem Zug nach Italien fahren für einen Bruchteil dessen dort am Pool liegen. Klar erschließt sich immer mehr Schönheit, je länger man irgendwo bleibt, doch diese "Kosten-Nutzen-Rechnung", wobei "Kosten" eben nicht nur Geld ist, müssen eben viele durchführen. Wenn ich weiß, dass es mich ein Viertel Monatsgehalt kostet, irgendwo am Pool zu liegen, kann ich mich dabei nicht so entspannen, wie wenn es für mich keine große Ausgabe ist...

Und dazu kommt eben, dass so zu reisen auch sehr viel Reiz hat. Wie auch schon sehr klug gesagt wurde: Viele leben doch in einem relativ gleichförmigen Alltagstrott, bei dem man ständig dasselbe tut. Gerade jetzt in Coronazeiten ist die Eintönigkeit für viele erdrückend gewesen. Den Urlaub nutzt man dann dazu, möglichst viel Neues zu erleben. Und das ist dann etwas, das emotional unglaublich erfüllend sein kann! Ebenso wie das Freiheitsgefühl, auch und gerade jetzt in Coronazeiten, Ausgangssperre, Homeoffice usw. Wenn man einen gut getakteten Alltag gewohnt ist, dann kann es auch schon sehr entschleunigend sein, einfach mal so in den Tag zu leben, auch wenn der Tag dann trotzdem relativ gut gefüllt ist. Das ist eben eine Frage dessen, wie der Urlaub sich in das sonstige Leben einfügt. Ich lasse mich ja nicht zum Botschafter ausbilden, sondern mache das zu meiner eigenen Erfüllung.

Ich sehe auch nicht, warum das nur ein Namibia-Phänomen sein sollte, ich reise eigentlich meistens so, dass es 2-3N Stopps sind, bei Camping noch häufiger 1-2N. Aber da in Namibia eben nicht nur die "Tagesziele" schön sind, sondern alles, lohnt sich diese Art zu reisen dort besonders. Denn es ist einfach überall schön. Auch im Auto auf der Schotterpiste kann ich dort Weite, Einsamkeit und Wildnis, Neues, Abenteuer und Abwechslung erleben. Deshalb lohnt sich ein Road Trip und "Fahrtage" dort weit mehr als woanders und es kommen sicher auch einige Menschen bewusst nach Namibia, die genau das suchen.

Um nochmal die Perspektive zu wechseln, was nicht als Kritik gemeint ist: Für mich persönlich ist es zum Beispiel nicht so erstrebenswert, viele Stunden an demselben Wasserloch im Auto zu schwitzen in der Hoffnung auf ein besonders tolles Bild. Das tolle Bild gibt es im Zweifel schon von anderen, warum sollte ich jetzt auch noch eins machen? Da lerne ich in der restlichen Zeit lieber das Land in allen Facetten kennen und erlebe ein paar verschiedene Dinge. Alles eine Frage dessen, was einen eben persönlich erfreut 🙂

Viele Grüße
Offbeat
Südmarokko März 2012 | Südafrika & Swasiland September 2014 | Namibia & Botswana November 2018
Themenstarter842 Beiträge · seit 201307. Sept. 2021 · #26
offbeat schrieb:....wollte ich auch nochmal den Punkt anbringen, dass immer mehr Menschen aus ökologischen Gründen nicht ständig fliegen wollen. Alles drei zusammen führt dann automatisch zu der Überlegung, die Reise muss es auch "wert" sein, dafür so viel Geld, Urlaubstage und CO2 zu verpulvern. Wie kann ich das vor mir rechtfertigen? Durch möglichst viele verschiedene Dinge, die ich erlebe. Und an die ich mich nachher auch erinnere. Bei 7 Tagen in einer Unterkunft kann ich natürlich viel mehr ausspannen und ein bisschen mehr sehen als bei 2 Tagen, völlig klar, doch was bleibt im Nachhinein? Die Erinnerung an eine einzige Unterkunft, eine Terrasse, einen Typus Frühstück, eine Aussicht. Ich erinnere ich mich an Urlaube, wo ich Unterschiedliches gesehen habe einfach intensiver. Wenn ich mich "nur" erholen will, muss ich nicht 5.000 € und 3 Tonnen CO2 verballern, da kann ich auch mit dem Zug nach Italien fahren für einen Bruchteil dessen dort am Pool liegen. Viele Grüße
Offbeat
Ich wusste nicht, dass Offbeat ein Vorname ist, aber gut....

Lieber Offbeat!

Danke für deine sicherlich nett gemeinten Worte. Also eigentlich war's ja ein kleiner Aufsatz.

Ich weiß jetzt zwar nicht, was meine CO² Bilanz damit zu tun hat, finde aber dass wir uns als Mitteleuropäer hier lieber nicht zu Wort melden sollten, denn mit einem pro Kopf Stromverbrauch der dreimal so hoch ist wie der aller Afrikaner oder Asiaten dürften wir, wenn es wirklich ums CO² geht, niemals mehr auf Urlaub fliegen. Und unser Strom kommt leider zum überwiegenden Anteil nicht aus erneuerbarer Energie, auch wenn er so gelabelt wurde!

Vor allem aber nehmen wir uns hier viel zu wichtig. Denn auch wenn wir D, CH und A zusammen nehmen beträgt unsere Möglichkeit das Weltklima zu verändern gleich null Prozent. Derzeit sind alleine in China über 360 Kohlekraftwerke in Planung bzw. Bau mit einer Gesamtleistung von 197 Gigawatt.

Aber das wäre dann wieder der berühmte Tellerrand, über den man usw. ....
LG Wolfgang
zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2021
807 Beiträge · seit 201707. Sept. 2021 · #27
Hallo Wolfgang,
Auch ich schliesse mich dem grossen Teil der Vorredner an. Urlaub ist Luxus und ein seltenes und teils harterkämoftes Gut, auch mal länger am Stück urlauben zu dürfen. Das ist bei uns nicht unbedingt üblich und erfordert auch die ein oder andere Diskussion. Und wenn ich das dann habe, dann will ich unbedingt viel sehen. Man weiss nie wieviel Zeit einem um Leben bleibt.
In früheren Urlauben bin ich auch oft von einem Standort sternförmig weggefahren. Oft hatte es den Nachteil, dass man viel Zeit mit dem Hin und herfahren verlor und ich fand des viel sinnvoller, eine Strecke hinter mich zu bringen, um dann an diesem Ort das Flair zu geniessen oder es nahe zu einer anderen Sehenswürdigkeit zu haben.
So hatten wir auch bereits Andalusien, Neuseeland, Australien oder auch Island bereist. Und nun eben auch Namibia. Gerade in Namibia finde ich die Landschaft so abwechslungsreich, die Lodges und Gegebenheiten so unterschiedlich, dass ich gerne auch mal kurz fahre, aber dennoch eine ganz neue Sichtweise bekomme. So fahre ich dieses Jahr nach Omandumba für eine Nacht und eine Nacht in die Nachbarlodge Ai Aiba, da ich beide Lodges unterschiedlich, aber traumhaft schön finde (zumindestens von Beschreibungen, denn dort war ich selbst noch nicht). Auch bin ich dieses Jahr zwei Nächte im Camp Kwando und eine Nacht in der benachbarten Namusasha, einfach aus dem Grund, da sie unterschiedliche Aktivitäten und eine unterschiedliche Umgebung bieten.
Jeder reist anders. Auch wir lieben es, im Auto zu sitzen und einfach zu staunen, über die Weite, die Tierwelt und die Einsamkeit. Wir fühlen uns nicht auf der Flucht, sondern sind immer freudig aufgeregt, was uns am nächsten Ort erwartet. Und das Packen stört uns als Lodger nicht.
Letztes Jahr haben wir statt Namibia Deutschland gebucht- ein paar Tage Zingst, ein paar Tage Görlitz und dann ein paar Tage im Berchtesgadner Land. Vällig unterschiedliche, aber schöne Ziele.
Jeder muss einfach für sich die Art des Reisens finden, glücklich sein, wenn er einen Partner mit denselben Bedürfnissen findet, umso besser. Es ist ja gut, dass wir nicht alle gleich ticken. Ich kann mir in der Rente, wenn ich hoffentlich mehr Zeit habe auch durchaus Reisen vorstellen, wo man länger verweilen kann, da die Arbeit nicht ruft. Tolle Vorstellung, aber bis dahin dauerts eben noch.
Also allen schöne Erlebnisse, Silke
Mein Ersttäter- Reisebericht Namibia 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/297472-5711-km-namibia-abenteuer-grosse-ersttaeter-runde.html Seychellen: Inselhopping: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299153-seychellen-inselhopping-im-tropischen-paradies.html Kurzbericht Namibia 2021 mit Fotobuch: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301218-fotobuch-und-kurzbericht-namibia-herbst-21.html Reisebericht Namibia 2021: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301521-5-056-km-zweittaeter-im-caprivi-herbst-2021.html?start=0 SÜDAFRIKA 2022 -Fotobuch und kleiner Reisebericht https://www.cewe-community.com/global/example/suedafrika-2022-68145 Costa Rica 2023 https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/303311-2-349-km-durch-costa-ricas-regenwaelder-und-vulkane.html Costa Rica Fotobuch www.cewe-myphotos.co...40289853b4efd18f584d Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele: Liparische Inseln - Madeira - Azoren - Schottland - Island - Neuseeland -Australien- Singapur - Namibia -Gambia - La Réunion- Mauritius - Seychellen -Südafrika- Costa Rica uvm.
106 Beiträge · seit 201807. Sept. 2021 · #28
Lieber Wolfgang, deine CO2 Bilanz hat damit überhaupt nichts zu tun aber für viele, die ich kenne, ist das eben ein Faktor in der Überlegung, für welche Art von Erlebnis man wie weit reist. Ist nicht persönlich gemeint aber du hast ja nach Gründen gefragt 🙂
Viele Grüße!
Südmarokko März 2012 | Südafrika & Swasiland September 2014 | Namibia & Botswana November 2018
7'296 Beiträge · seit 200609. Sept. 2021 · #29
Moin Namensvetter,
weitwinkelkarli schrieb:
Mir ist bewusst, dass meine Frage provokant klingen mag, aber es ist mir wirklich ernst mit meiner Fragestellung, denn ich beging bei meinen ersten Namibia Urlauben den gleichen Fehler wie fast alle Namibia Urlauber. Ich plante meine Reise so als ob ich auf der Flucht wäre,... immer nur 1 oder max. 2 Nächte pro Destination.

2007 und 2012 hatte ich dies auch nicht hinterfragt, denn hier im Forum handhaben es ja praktisch 90% so.

versetze Dich doch mal gedanklich zurück in Deine erste Reise und Du kannst Dir die Frage selbst beantworten.

Jeder, der erstmals nach Namibia reist, hat eine Wunschliste der Ziele, die er bereisen möchte. 95% buchen alles vor. Nahezu jeder bringt so viele Ziele wie möglich unter. Wohl niemand bucht fünf Nächte an Stelle X, wenn er nicht weiß, ob sich das lohnt.
Schau Dir die Fragen an zum Sossusvlei, ob dort zwei Übernachtungen reichen. Selbst Leute, die gerne zu mehr Übernachtungen raten, plädieren ausgerechnet hier für einen kurzen Aufenthalt. Was macht nun der erstmals in Namibia Reisende? Er macht es im Zweifelsfall so, wie er es für richtig hält, wenn 50% zu einem kürzeren und 50% zu einem längeren Aufenthalt raten.

Auch Du hast sogar eine zweite Reise benötigt, um Deine Vorliebe zu erkennen und sie erst in der dritten Reise umzusetzen. Das muss aber nicht gleichzeitig allgemeiner Konsens sein. Jemand, der erstmals ein Land bereist, wird lieber 10 Highlights reinpacken als sich auf drei zu beschränken mit Unterkünften, von denen am Ende zwei nicht seinen Vorstellungen entsprechen.

Ideal wäre, wenn man einfach losfährt und spontan entscheidet, wie lange man an welchem Ort bleibt.

Nur mal einige Gedanken dazu …

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
441 Beiträge · seit 201410. Sept. 2021 · #30
Wir waren gerade 3 Wochen in Finnland mit eigenem Camper. Nur an 2 Stellen haben wir 2 Nächte gestanden .
Sonst immer nur eine. Ist für uns völlig normal.
Hinterm Horizont ist doch viel schöner .... 😉
Danke und Gruß Matze
139 Beiträge · seit 202110. Sept. 2021 · #31
Da gibt's auch nicht so viel zu sehen wie in Namibia 😄
607 Beiträge · seit 201010. Sept. 2021 · #32
Hallo an die Wolfgang’s,
ich bin ja auch einer. Meine Gedanken dazu: das Thema wird überbewertet und dass es ein Fehler sein soll sehe ich als Quatsch an, genauso wie die Behauptung in USA gäbe es so etwas nicht. Es gibt keine Statistiken dazu und wer in Utah oder Colorado als Europäer reist wird sehr wohl öfter den Standort wechseln.
Wir sind doch alle unterschiedlich, warum soll ich jemanden sagen: Du machst das falsch. Ich würde immer sagen, ich mache es anders weil ich so oder so denke.
Vielleicht ein Argument für längere Aufenthalte sehe ich darin, dass manche Reisende das jeweilige Highlight nicht genießen, bzw. immer schon an das Nächste denken. Entgegen H.Kleist: „Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft“.
Wir haben seit 3 Jahren viel Zeit, das Reiseverhalten hat sich geändert, jetzt bleiben wir manchmal mehr als 3 Tage an einem Ort, aber auch nicht immer.
Ideal wäre, wenn man einfach losfährt und spontan entscheidet, wie lange man an welchem Ort bleibt.

Nur mal einige Gedanken dazu …
Das haben wir 2016 in Australien einmal ausprobiert, es gab nur 3 feste Buchungen, Sydney, Kangaroo Island(6 Nächte) und Kakadu Nationalpark(5 Nächte). Herausgekommen ist dann, dass wir zwischen den festen Buchungen nur 1 bis 2 Übernachtungen an einem Ort hatten. Gesamt waren wir 5 Wochen unterwegs. Wir waren uns am Ende der Reise nicht sicher, ob das jetzt besser war.
Der Grund dafür war, dass wir vor Ort unterwegs immer viel Zeit am Abend damit verbrachten unsere geplanten Highlights zu sortieren, und neu zu entscheiden, bleiben oder doch noch etwas anderes zu sehen.
Die optimale „Lösung“ für dieses Thema gibt es nicht, lasst doch jeden machen wie er will und bleibt bei den Zielen eines Forums: Tipps geben, Meinung äußern, aber nicht behaupten "du machst da einen Fehler".
In diesem Sinne, schönes Wochenende und bleibt gesund
Wolfgang
Themenstarter842 Beiträge · seit 201310. Sept. 2021 · #34
Graskop schrieb:Ich stimme dir zu, und geh noch n Schritt weiter. Sorry, aber ein weiterers vollkommen sinnloses Thema 🙁
Da kann ich Dir nur zustimmen. Einfach eine total depperte Fragestellung eines völlig bildungsfernen Mitmenschens der null Ahnung vom Reisen hat. Genau genommen fliegt man ja deshalb ins südliche Afrika um möglichst viel Zeit mit ein und auschecken verbringen zu können. Aber auch Zelt auf und abbauen soll sehr spannend sein, wenn man es täglich machen darf. Und erst die Koffer ein und auspacken... da geht einem erst richtig das Herz auf.
LG Wolfgang
661 Beiträge · seit 201510. Sept. 2021 · #35
Hallo Wolfgang
Dass du die Möglichkeit hast dein Hobby als Beruf ausüben zu können ist ein riesiges Glück.

Wir Normalverbraucher reisen auch mit dem Herzen. Bei uns kommt es darauf an in welchem Land/Kontinent wir reisen. Dort wo man fast zum Vorbuchen gezwungen ist machen wir kürzere Aufenthalte. In Südamerika wo man überall unterkommt reisen wir von Tag zu Tag manchmal mit längerem Aufenthalt vor Ort und manchmal eben nicht. Dort zählt die Neugierde und die Überraschungen
.
Es gibt kein Rezept was richtig oder falsch ist.................deshalb ist dieser Thread hinfällig.
Grüessli
Malbec
1'425 Beiträge · seit 201310. Sept. 2021 · #36
Hi Wolfgang,
Ja, da bist du wohl etwas bildungsfern, weil du wohl noch nie einen Camperurlaub genießen durftest 🙁
Der Camper wird übernommen, das Gepäck wird darin verstaut und die Koffer (besser Reisetaschen) können meistens beim Vermieter deponiert werden. Also, kein dauerndes Gerödel mit Taschen oder Koffern, alles an seinem Platz 😎
Dann geht es, mit einer (vorbereiteten) Einkaufsliste auf die erste spannende Safari in den Supermarkt. Dort hat man schon mal den ersten hautnahen (naja, in Corona Zeiten nicht ganz so nahen) Kontakt zu Einheimischen und entdeckt unglaubliche Dinge in den Regalen, welche unbedingt ausprobiert werden müssen. Kein Vergleich zu dem täglich servierten Logdeessen, welches sich nach spätestens 3 Tagen wiederholt und die Soße immer den selben Geschmack hat.
Und danach geht es los. Camperaufbau oder Zelt dauert, wenn man das mal drauf hat, wenige Minuten, auf jeden Fall weniger Zeit, als in einer Lodge auf ein Zimmer zu warten, und der Gintonic steht immer griffbereit in der Kühlbox.
Da wo es dir gefällt kannst du bleiben, wenn nicht, ziehst du weiter, hast aber keinerlei Verpflichtung tagelang in einer Lodge zu bleiben weil du die ja schon vorbezahlt hast 🤢
Und tolle Sichtungen hast du auch ganz spontan einfach am Wegesrand.

2018.02.0408.38.44KTP(TweeRevieren)(Medium).JPG


(ohne Bildbearbeitung 😗)
Tja, wie vorher schon geschrieben, zum Glück reist jeder anderst 😉
LG
Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2021
960 Beiträge · seit 201310. Sept. 2021 · #37
weitwinkelkarli schrieb:

Da kann ich Dir nur zustimmen. Einfach eine total depperte Fragestellung eines völlig bildungsfernen Mitmenschens der null Ahnung vom Reisen hat. Genau genommen fliegt man ja deshalb ins südliche Afrika um möglichst viel Zeit mit ein und auschecken verbringen zu können. Aber auch Zelt auf und abbauen soll sehr spannend sein, wenn man es täglich machen darf. Und erst die Koffer ein und auspacken... da geht einem erst richtig das Herz auf.
Ach Wolfgang, Entschuldigung.
Bitte lies meinen Post noch einmal.
In keinster Weise habe ich dich persönlich angegriffen,
aber mir scheint bei dir kam es so an. Das ist wohl in der heutigen Zeit so.
Ich find nur dieses Thema (immer noch) total überflüssig.
Läuft unter der Rubrik: Jeder nach seiner Fasson. Leben und leben lassen..... Und darüber lässt sich schlecht diskutieren.
Jeder nimmt heute immer alles persönlich und teilt sofort aus.
Aber mach ruhig.
Ich find dein anderes Thema mit den Fotos übrigens Klasse.
Die meisten Fotos treffen meinen Geschmack, auch wenn sie wenig mit dem Namibia zu tun haben
das ich kenne.
Ach ja noch was. In meinem letzten Afrika-Urlaub war ich genau 30 Tage an einem Ort und bin erst dann weiter gereist. Kannst du in meinem letzten RB nachlesen falls du mir nicht glaubst.
Egal, ich wünsch dir noch wunderschöne Urlaube überall auf der Welt und bin jetzt raus.

Gruß, Silvio
SA/BW März 2013, SA November 2013, SA Dez/Jan 2014/15, SA/BW/SIM/RU/UG Okt 2015, SA Dez/Jan 2016/17, SA/NA/BW Mrz/Apr/Mai 2018,NA JAN 2022,SA März 2023
Gast10. Sept. 2021 · #38
Eine sinnlose Wortmeldung eines „Reisemavericks“ (im Sinne des Forums) zu einem sinnlosen Thema (© Graskop), weil EINES noch nicht genannt wurde. Nämlich, dass Urlaub für manche auch ERHOLUNG sein soll/muss. Wenn man über viele Jahre 55 bis 60 Wochenstunden absolviert und/oder schon älter ist, dann braucht man das (auch), bei mir war es jedenfalls so. Egal wo ich hinfuhr und -fahre, baue ich sowas immer ein, ohne das Gefühl, dass mir etwas entgangen wäre. Und so gehöre ich also zu den Depperten, die schon 5 Tage in Augrabies oder 4 in Hondeklip Bay verbracht haben (wo viele die Krise kriegen) und das ohne das Gefühl, dass mir etwas entgangen wäre. Dort z. B. packe ich Jause ein und Lesestoff, suche einen windgeschützten Platz am Strand und schaue einfach….. komme zu einer „Erdung“ zwischen mir und dem Gastland.... usw. Reisekomfort ist mir dabei total nebensächlich (der hier ständig besprochene auch nicht leistbar). Für „nach Afrika“ waren daher für uns immer 4 bis 5 Wochen, sonst hätte ich es nicht gemacht.
Unsere längsten und schönsten Aufenthalte "an einem Platz" im südlichen Afrika waren 2 1/2 und 3 Wochen an third bridge.
Das ist zwar/aber lange her aber unvergesslich.
Grüße
PS1 Wer meint, dass die Alternative zum „roadtrip“ und Kilometermachen sei, in einer Lodge am Pool oder vor einer Bettenburg am Mittel- oder einem anderen Meer zu liegen, macht irgendetwas (gedanklich) falsch oder hat ein Informationsdefizit, jedenfalls einen schlechten Reisführer. Auch Europa ist voll mit landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten, die vom ganz normalen Tourismuswahn völlig unbeleckt sind und mit kleinem Budget erlebt werden können. Das ist aber eine andere Geschichte.
PS2 und disclaimer. Ich habe vor Jahren in RSA gelebt und weiß deswegen, was ich will und was nicht, brauchte daher keine „trial and error tours“ zu machen.
PS3 Urlaub und Reisen soll Vergnügen sein und diesbezüglich sind die Geschmäcker eben verschieden. Daher: Jeder (ungegendert) nach seiner Fasson , wie schon von Graskop gesagt wurde.
zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2021
54 Beiträge · seit 201910. Sept. 2021 · #39
weitwinkelkarli schrieb:... viel Zeit mit ein und auschecken verbringen zu können. Aber auch Zelt auf und abbauen soll sehr spannend sein, wenn man es täglich machen darf. Und erst die Koffer ein und auspacken... da geht einem erst richtig das Herz auf.
Hallo Wolfgang,
da du bereits zum zweiten Mal das langwierige ein- und auspacken als Argument anführst: Das käme mir bei einer Rundreise gar nicht in den Sinn. Die Plörren bleiben im Koffer. 😗
VG Simone
7'296 Beiträge · seit 200610. Sept. 2021 · #40
S_JJ schrieb:
weitwinkelkarli schrieb:... viel Zeit mit ein und auschecken verbringen zu können. Aber auch Zelt auf und abbauen soll sehr spannend sein, wenn man es täglich machen darf. Und erst die Koffer ein und auspacken... da geht einem erst richtig das Herz auf.
Hallo Wolfgang,
da du bereits zum zweiten Mal das langwierige ein- und auspacken als Argument anführst: Das käme mir bei einer Rundreise gar nicht in den Sinn. Die Plörren bleiben im Koffer. 😗

… ich kann mir gar nicht vorstellen, dass jemand wegen 1-2 Übernachtungen sein ganzes Geraffel auspackt.
Und so ein Zelt ist auch schneller aufgestellt als ein kurzer Toilettengang dauert.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...