Selbstbehaltversicherungen

110 Antworten · 13,7k Aufrufe · gestartet 19. Mai 2021 von Erdmänchen
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Gast04. Okt. 2023 · #81
@Hajo52
Mir sind die Gegebenheiten in Namibia inkl. fehlender Pflicht-Haftpflicht und Motor Vehicle Accident Fund bekannt. Das ändert nichts daran, dass die meisten Vermieter nichts anbieten, was einer Vollkasko vergleichbar wäre, sondern der Single Vehicle Accident ist bei vielen Vermietern weiter überhaupt nicht versichert. Und das ist eben das größte Risiko. Es ändert auch nichts daran, dass es eine Nachfrage für solche Versicherungen gibt und dass es absolut möglich wäre, eine solche Versicherung anzubieten. Versicherung ist generell ja nur Mathematik und die relevanten Variablen dazu sind bekannt. In Ost- und Nordafrika und Asien bekommt man das doch auch hin.

Ich habe jetzt gerade nochmal bei Asco nachgeguckt: In der teuersten Versicherungsoption ist der "Single Vehicle Accident" ausdrücklich mitversichert. Es wird aber wiederum ein Ausschluss bei Fahrlässigkeit formuliert.

Bei Savanna: Der Kunde haftet bei Single Vehicle Accident für N$ 165.000 plus Bergungskosten. Ebenfalls Ausschluss bei Fahrlässigkeit.

Bei 99% der Single Vehicle Accidents dürfte Fahrlässigkeit vorliegen (nach deutschem Schema zumindest einfache Fahrlässigkeit). Wie die Rechtssprechung in Namibia hinsichtlich Fahrlässigkeit aussieht, weiß ich allerdings nicht.

Grüße, Torsten
33,1k Beiträge · seit 200604. Okt. 2023 · #82
dass es absolut möglich wäre, eine solche Versicherung anzubieten.
Richtig, nur mangelt es scheinbar eben doch an der Nachfrage (durch Endkunden) und dem Interesse (durch Vermieter) daran. Sonst hätte sicher eine der Handvoll echter namibischen Versicherer das bereits im Programm. Haben sie aber nicht und ich weiß auch nicht, ob Reisende bereit wären, den Preis dann am Ende zu zahlen. Wie die namibische Versicherungswirtschaft agiert, ist mir aber ohnehin ein Rätsel. Die meisten Versicherungen sind so unglaublich preiswert, dass sich das mit unserem Blick von außen nie rechnen kann. Tut es aber wohl.

Ich glaube auch nicht, dass man Ost-/Nordafrika und Asien bei den Mietwagenunfällen mit Namibia unbedingt vergleichen kann (v. a. nach Häufigkeitsrate).

Viele Grüße
Christian
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409 Beiträge · seit 202204. Okt. 2023 · #83
Hallo Torsten,
mir geht es jedesmal genau so, wenn ich nach Italien komme und einen Mietwagen nehme.
Dort wird einem auch noch Angst gemacht mit Einbehalt über Kreditkarte, auch wenn man die Prämie für Selbstbehalt bei Vermittler bereits bezahlt hat. Irgendwann erreicht man das Stadium: "Augen zu und durch...."

Ja, es gibt die Nuancierungen von Seiten der Gerichte auf "negligence" und "gross negligence". Dieses legt aber üblicherweise der Richter fest aufgrund der Schwere vom Gesetzesverstoß. Wenn das z.B. in Verbindung mit rücksichtsloser Raserei (reckless driving) in Verbindung steht, womöglich noch mit Verletzten oder Todesopfer, rutscht man schnell in die Kategorie "gross negligence", was man in Europa fast als Vorsatz einstufen würde. Ansonsten würde ich "negligence" der Fahrlässigkeit gleich setzen.

Was die Bedingungen der Vermieter anbetrifft, vermag ich eher eine gewisse Hilflosigkeit gegenüber Versicherungsgesellschaften und Juristerei fest zu stellen. Einer der sich anscheinend tiefer mit dem Thema auseinander gesetzt hat und versucht hat beide Systeme kompatibel zu gestalten, war Carsten Möhle. Ich würde Dir empfehlen, seinen früheren Beitrag in diesem Thread mal eingehend zu Gemüte zu führen. Es ist ein scheiß Thema, wo jeder auf des Messers Schneide reitet in der Hoffnung "es wird schon nichts passieren". Wen es erwischt, den trifft es hart. Interessant wäre zu erfahren, wie genau es Betroffene in der Praxis getroffen hat.

Ich werde das Thema bei Gelegenheit mal wieder bei meiner Versicherungsmaklerin in Windhoek aufgreifen. Dort habe ich sehr viel Kompetenz aus Versicherungs- und auch Verbrauchersicht. Sie sagt mir aber auch, daß sie häufiger die Brechstange beim Versicherer ansetzen muß.

H.
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2023
409 Beiträge · seit 202205. Okt. 2023 · #84
Ich komme mal auf das Thema des Selbstbehaltes zurück.
Bei einer Diskussion mit meiner Versicherungsmaklerin über das Thema wurde mir schnell klar, daß das ein ganz heißes Eisen ist.
Nach ihrer Aussage sind alle Fahrzeuge der Vermieter zu 100% ohne Selbstbehalt versichert.
Sie hat ihre ganz eigene Meinung zu dem Thema die manchem Autovermieter wenig gefallen wird.

H.
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2023
896 Beiträge · seit 201705. Okt. 2023 · #85
Ich denke das auch und sehe es als zusätzliche Einnahme der Vermieter, nicht nur in Namibia. Bei Campern z.B. in Australien liegt der SB bei rund 5000 €, die Zusatzversicherung kostet +/- zwischen 20 und 25 €/Tag, also rund 1 Tausender für 6 Wochen. Und das um eine Summe von 5000 € abzusichern..... Selbst wenn ich diese Versicherung in D abschließe, kostet sie rund 8 €/Tag. Hochgerechnet auf 6 Wochen sind das über 300 € um sich für diese 5000 € abzusichern. Also auch für die Selbstbehaltversicherer ist es ein gutes Geschäft. Das ist wohl auch der Grund, weshalb da keiner dran rüttelt ....
Liebe Grüße Makra
409 Beiträge · seit 202205. Okt. 2023 · #86
Totalschaden wird zum lukrativen Geschäftsmodell für Vermieter.

H.
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2023
896 Beiträge · seit 201706. Okt. 2023 · #87
Hajo52 schrieb:Totalschaden wird zum lukrativen Geschäftsmodell für Vermieter.
Sozusagen der Jackpot 😄
Liebe Grüße Makra
635 Beiträge · seit 202306. Okt. 2023 · #88
Damit dieser Thread nicht zu weit nach unten rutscht, schreibe ich doch mal wieder 🙂

Unsere Agentur konnte uns jetzt statt dem Hilux einen Fortuner (Budget, also älteres Modell) reservieren. Laut Angebot gibt es 2 Möglichkeiten, ihn dort zu versichern.
1. Super Cover für 275 NAD pro Tag
2. Waiver Booster für 600 NAD pro Tag

Bei Waiver Booster steht in Klammer noch "Vollkaskoversicherung" dabei. Ist aber dann ja immer noch nicht wie die deutsche Vollkasko. Diese sparen wir uns also.

Aber macht die Super Cover Sinn oder kann ich mir die auch schenken? Geplant ist die Versicherung über die Kreditkarte, die im Falle des Fortuners greift, weil als PKW angemeldet.
(SUPER COVER | Eingeschlossenen Leistungen: Versicherungsschutz ohne Selbstbeteiligung im Falle eines Verkehrsunfalles (Einzelfahrzeug & mehrere Verkehrsteilnehmer),Diebstahl und Verlust des Fahrzeuges, Windschutzscheibe, unbegrenzte Kilometer, zweiter Fahrer und kostenlose Transfers zwischen Namibia Car Rental Depot und Windhoek Internationalen Flughafen. Ausgeschlossene Leistungen: Seiten- und Rückfenster, Unfälle beim Einparken, Unterboden-, Sandsturm- und Wasserschäden, Felgen, Reifenersatz, Reifenreparaturen unterwegs (unreparierte Reifen bei Rückgabe des Fahrzeuges werden kostenlos von Namibia Car Rental repariert), Unfall Bearbeitungsgebühr (abhängig von Schadensgrösse und Aufwand)

Sorry, aber dieses Thema kostet mich echt Nerven und ich möchte mich gerne wieder den schöneren Vorbereitungen und Planungen widmen und endlich eine Entscheidung treffen 😄

Ach, hättet ihr bei einem älteren Fahrzeug Bedenken? Ich bin jetzt einfach froh, dass ein Wagen verfügbar ist.

Danke nochmal für eure Meinungen.

Lg, Melanie
118 Beiträge · seit 202306. Okt. 2023 · #89
Wenn Du Dich auf die Kreditkarte verlässt, macht die SuperCover wohl keinen Sinn.

Ich mache es nächste Woche (mit Camping-Hilux) genauso, ich verlasse mich auf die Kreditkarte und zahle keine zusätzliche Versicherung beim Verleiher. Ich habe aber trotzdem noch bei der Hanse-Merkur eine SB-Versicherung abgeschlossen. Die aber primär, weil ich dort auch eine Haftpflichtversicherung in Höhe von 1 Mio drin habe. Sie kostet 6,90 EUR pro Tag.

Ich will dich nicht nervös machen, aber eine Unsicherheit gibt es aus meiner Sicht immer noch.
Wer zahlt, wenn ein anderer in den Wagen fährt und er weder Haftpflicht, noch Geld hat.

Liebe Grüße Dirk
635 Beiträge · seit 202306. Okt. 2023 · #90
Pah, keine Ahnung 🙁

Ich hab mir noch nie so viele Gedanken um ein Auto und seine Versicherung gemacht 😗

In der Kreditkarte ist meine ich auch eine Haftpflicht mit 1 Mio dabei. Das muss ich mir echt genau anschauen und dann muss es jetzt einfach gut sein. Ich bin ja schon total erleichtert, dass wir noch ein anderes Auto bekommen haben.

Das so gut es geht versichern und mehr geht nicht. Außer gar nicht zu fahren - und das ist keine Option 🙂
80 Beiträge · seit 202007. Okt. 2023 · #91
Hallo Melanie,

wir hatten 2021 einen Toyota Hilux mit Dachzelt und der hatte auch schon 188.000km auf der Uhr. Der Spritzwasserbehälter war undicht und die Spur war etwas verstellt - was man aber nur auf Teer gemerkt hatte. Der Wagen war gut gewartet und wir sind damit 3 Wochen im Kaokoveld gewesen. Bis auf drei Reifenpannen hatten wir keine Probleme.

Ich buche bei Mietwagen immer Vollkasko. Gerade im südlichen Afrika kommt immer was dazu: Steinschlag am Auto und Windschutzscheibe, wie gesagt 3 platte Reifen, bei Wellblech ein Pastikteil vorne verloren. Kostet etwas, aber man stellt dann entspannt den Wagen auf den Hof, teilt die Mängel mit und gut ist.
Dieses Jahr hatten wir einen neuen Jimny und nur eine Reifenpanne.

Viele Grüße
635 Beiträge · seit 202307. Okt. 2023 · #92
Hallo MadMax,

Danke für deine Info.
Beim älteren Modell sehe ich jetzt echt den Vorteil, dass vielleicht eh schon der ein oder andere Kratzer da ist 😄
Wir wollen ihn natürlich so zurückgeben, wie wir ihn bekommen, aber man weiß ja echt nie...

Welche Vollkaskoversicherung nimmst du? Diese vom Vermieter angebotene oder hast du eine Kreditkarte, die das abdeckt?

Liebe Grüße, Melanie
1'292 Beiträge · seit 200707. Okt. 2023 · #93
Um vielleicht auch mal eine andere Seite aufzuführen 😉
Wir reisen seit 2007 in Afrika, meist mit Bushcamper und auch in abgelegene Gegenden.
Schadensbilanz bisher: ein Reifenschaden (eingefahrene Schraube in der Central Kalahari), eine Frontscheibe (dieses Jahr durch entgegenkommenden Verkehr) und ein selbstverschuldeter kleiner Blechschaden im Kaokoveld.
Zusatzversicherungen bei den Vermietern haben wir noch nie abgeschlossen. Ab und zu haben wir mal die Versicherung für den Selbstbehalt bei der Allianz abgeschlossen. Mit dem bisher gesparten Geld können wir noch sehr viele Reifen und Scheiben bezahlen 😉
Was ich damit sagen will, macht euch nicht zu viele Gedanken, fahrt besonnen, unterschätzt die Gravelroads nicht und habt einen schönen Urlaub.

Gruß
Panther
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435 Beiträge · seit 201207. Okt. 2023 · #94
Ich gebe jetzt auch noch meinen Senf dazu.
Ein Versicherungsbroker hat mir mal gesagt, dass teure Versicherungsprämien sich nur lohnen für Risiken, die man finanziell nicht/kaum tragen kann. Eine Haftpflichtversicherung wäre so ein Fall, der in die Millionen gehen kann. Eine Velo-Neuwertdiebstahlversicherung bei einem normalen Velo wohl kaum sinnvoll - nur so als Beispiel.
Die 40'000 NAD Selbstbehalt könnten wir im schlimmsten Fall bezahlen ohne die Seele unseres ungeborenen Kindes verkaufen zu müssen 😗 , somit buchen wir sie jeweils nicht mit und fahren entsprechend vorsichtig.
Beste Grüsse
Daniela
Fotos auf Flickr: Alben Reiseberichte: Botswana/Zimbabwe 2018: Reisebericht Südafrika 2016: Reisebericht[/url ] --- Namibia 2015: Reisebericht[/url ] --- Uganda 2015: Reisebericht[/url ] --- Namibia - Südafrika 2013: Reisebericht[/url ] --- Südafrika 2011: Reisebericht --- Kenia 2008: Infos --- übriges Afrika und weitere Länder: Fotos
635 Beiträge · seit 202307. Okt. 2023 · #95
Hallo Daniela,

danke für deine Info. Habt ihr dann noch eine Kreditkarte mit Versicherung (Vollkasko) oder nicht? Ich denke, die 100 Euro bringen uns nicht um, auch ein oder zwei Reifen würden das Kraut nicht fett machen. Ich glaube, ich weiß jetzt so ungefähr, wie wir es machen und sage ganz herzlichen Dank an alle hier im Forum für die Hilfe und Tipps.
Ich bin jetzt doch erleichtert und kann mich wieder schöneren Dingen widmen 😄
118 Beiträge · seit 202307. Okt. 2023 · #96
D und M schrieb:Ich gebe jetzt auch noch meinen Senf dazu.
Ein Versicherungsbroker hat mir mal gesagt, dass teure Versicherungsprämien sich nur lohnen für Risiken, die man finanziell nicht/kaum tragen kann. Eine Haftpflichtversicherung wäre so ein Fall, der in die Millionen gehen kann. Eine Velo-Neuwertdiebstahlversicherung bei einem normalen Velo wohl kaum sinnvoll - nur so als Beispiel.
Die 40'000 NAD Selbstbehalt könnten wir im schlimmsten Fall bezahlen ohne die Seele unseres ungeborenen Kindes verkaufen zu müssen 😗 , somit buchen wir sie jeweils nicht mit und fahren entsprechend vorsichtig.
Beste Grüsse
Daniela
Liebe Daniela,
bei dem Selbstbehalt gebe ich Dir vollkommen recht.

Aber in diesem Thread geht es insbesondere auch darum was nicht versichert ist, wenn Du bei einem namibischen Verleiher mietest (gilt teilweise auch für Check24, billiger-mietwagen, etc.; da die auf den Verleiher vor Ort refernzieren).
Und da reden wir defacto bei einem Single Accident wie einem Rollover auch mal über 40.000 - 50.000 EUR.

Zusätzlich ging es auch um die gesetzliche Haftpflichtversicherung, die in Namibia über den Spritpreis zwar Personenschäden decken soll; allerdings ist mir derenHöhe gerade nicht bekannt. Aber ich gehe mal davon aus, dass sie nicht alle Kosten übernimm, wenn du mich als Deutschen in NAM rentenreif fährst. Das würde ich mir dann in D zurückholen. Ich weiß, dass das ein ziemlich drastisches Beispiel ist, aber so könnte die Realität aussehen.

Zu mehr Infos verweise ich nochmal auf Bwana
https://www.bwana.de/autovermittlung/fahrzeug-informationen-portal/autoversicherungen.html

Liebe Grüße Dirk
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2023
435 Beiträge · seit 201207. Okt. 2023 · #97
Hallo Dirk
Es gibt ein gewisses Risiko, da gebe ich dir Recht und Bwanas Artikel ist wirklich hilfreich. Eine KK Versicherung ist sicher auch hilfreich, wenn sie denn diese Fälle deckt. Ein eindeutig selbstverschuldetes Roll-over wegen überhöhter Geschwindigkeit wird aber wohl ohnehin ein Problem sein.
Was kann ich machen, ausser vorsichtig zu sein? Nicht mehr fahren? Nur noch geführt fahren?
Schönen Abend
Daniela
Fotos auf Flickr: Alben Reiseberichte: Botswana/Zimbabwe 2018: Reisebericht Südafrika 2016: Reisebericht[/url ] --- Namibia 2015: Reisebericht[/url ] --- Uganda 2015: Reisebericht[/url ] --- Namibia - Südafrika 2013: Reisebericht[/url ] --- Südafrika 2011: Reisebericht --- Kenia 2008: Infos --- übriges Afrika und weitere Länder: Fotos
1'127 Beiträge · seit 202208. Okt. 2023 · #98
Nachdem sowieso nix mehr Neues kommt.....

Der riesige Rechercheaufwand zu diesem Thema bleibt meistens unbelohnt, weil der Lackmustest der INTERPRETATIONEN von Mietverträgen, Versicherungsbedingungen des Vermieters, Autokategorien usw. von Brokern und SB-Versicherern oder KKen sowie Schnittstellen*) mit Ersteren usw. erst beim SCHADENSFALL stattfindet. Dazu kommt noch der Nachteil (bei Abwicklung und Verständnis) einer Abwicklung über die Distanz zu einem fremden Land mit ganz anderer Versicherungsarchitektur (siehe zuletzt Hajo52 u.v.a.) ….. und das war nur die Kurzfassung.

Nur Leute mit konkreter „Abwicklungserfahrungen“ könnten Licht in dieses Dunkel bringen. Aber die melden sich meist nicht, was mehrere Gründe haben kann.

Der für TE u. a. beruhigende ist, dass Fälle, wo die Wollmilchsau der Rundumfürallespolizze tatsächlich gebraucht wurde, GsD äußerst selten sind.
Oder dass sie ohnehin nur selten abgeschlossen werden, weil die Masse der Reisenden risikorealistischer bzw. -bewusster, im Sinne von minimierend, ist.
Oder dass die wenigen die hier schreiben, nicht repräsentativ für die Afrikareisenden sind.

Grüße von einem notorischen Nichtleser des Kleingedruckten,
der auch meint, dass im Falle eines schweren Unfalles, mit oder ohne Gegner, der Schaden am Fahrzeug u. U. meine geringste (finanzielle) Sorge wäre….. darum können sich dann die Pflegenden oder Hinterbliebenen kümmern.

*)Nach meinem Verständnis schließt auch eine SB-(Weg)Versicherung bei uns, entweder direkt oder über Broker und deren Versicherungspartner, nicht aus, dass man am Urlaubsort zunächst in Vorleistung gehen muss. Die Ereignisbeschreibung und Rechnung des Vermieters reicht man dann zu Hause ein. Ich habe kürzlich in England über ADAC mit „echter Vollkasko“ gemietet und bekam Instruktionen, was ich selber reparieren lassen kann oder nur mit Meldung an den Vermieter, wofür ich seine Erlaubnis einholen muss und was ich vor Ort begleichen muss und dann bei ADAC bzw. deren Versicherungspartner einreichen kann, mit der üblichen Dokumentation. Nach meinem Verständnis ist der Vermieter immer zu oberst in der Hackordner.
544 Beiträge · seit 201409. Okt. 2023 · #99
tacitus schrieb:Nachdem sowieso nix mehr Neues kommt.....

Nur Leute mit konkreter „Abwicklungserfahrungen“ könnten Licht in dieses Dunkel bringen. Aber die melden sich meist nicht, was mehrere Gründe haben kann.

Moin,

die Frage schiebe ich auch schon eine Weile vor mir her:
Bei jedem Vermieter hängen zur Warnung Bilder von gerollten Autos an der 'wall of shame' und es wurden z. B. im Januar 2022 in einem kurzen Zeitraum mindestens neun (Dunkelziffer angeblich deutlich höher) Touristenfahrzeuge bei Wasserdurchfahrten versenkt.

Da muss doch auch hier im Forum irgendwer jemanden kennen, der in einer solchen Situation war und konkret berichten könnte, ob die Gesamtrechnung für das Fahrzeug präsentiert wurde oder nicht!? 😕
Kann ja auch der Freund eines Freundes sein, von dem man gehört hat... 😉

Zum Thema:
Wir selbst waren und sind eher mit rudimentärem Versicherungsschutz unterwegs und wissen um die Lücken. Da hilft nur angepasste Fahrweise (nach bestem Wissen und Gewissen) ohne sich selbst verrückt zu machen und Horrorszenarien durchzuspielen.
Ich persönlich könnte den Urlaub dann nicht mehr genießen.


Gruß
Henning
Gast09. Okt. 2023 · #100
Meine unerhebliche Meinung hierzu: immer und grundsätzlich die geringste Versicherungsleistung wählen. Spart ne Menge Geld. Sind damit bei all unseren Campingreisen in Namibia, USA, Kanada, Australien usw. gut gefahren. Dann so fahren und das Fahrzeug so behandeln, als wenn es das eigene wäre, und alles gut. Im Zweifel (rollover oder Versenken) zahlt die Versicherung eh nicht und das ist auch richtig so. Und nen Platten oder ne Windschutzscheibe kann sich jeder hier von uns leisten. Vor allem wenn man bedenkt, wieviel Geld man durch die geringste Versicherungsleistungen (siehe oben) spart - da hab ich bald nen rollover frei 🙂
Und alles andere gehört eben zum Lebensrisiko dazu ... also nicht verrückt machen lassen und den Urlaub genießen. Wird schon schief gehen...