Selbstbehaltversicherungen

110 Antworten · 13,7k Aufrufe · gestartet 19. Mai 2021 von Erdmänchen
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635 Beiträge · seit 202303. Okt. 2023 · #61
Wenn ich das richtig verstehe, dann geht es quasi v.a. um einen selbst verschuldeten Unfall, den man (hoffentlich) vermeiden kann, wenn man ganz normal fährt. Also nicht zu schnell, nicht alkoholisiert etc. Wir fahren auch nicht in Gebieten herum, wo wir nicht fahren dürfen etc.

Unsere Agentur hat mir jetzt auch geschrieben, dass der Hilux trotzdem ein PKW ist. Hm, naja, ich weiß jetzt auch nicht 🤨
33,1k Beiträge · seit 200603. Okt. 2023 · #62
Wenn ich das richtig verstehe, dann geht es quasi v.a. um einen selbst verschuldeten Unfall, den man (hoffentlich) vermeiden kann, wenn man ganz normal fährt. Also nicht zu schnell, nicht alkoholisiert etc. Wir fahren auch nicht in Gebieten herum, wo wir nicht fahren dürfen etc.
Das geht in 99,9999% der Fälle gut.
Unsere Agentur hat mir jetzt auch geschrieben, dass der Hilux trotzdem ein PKW ist. Hm, naja, ich weiß jetzt auch nicht 🤨
Das wird die Versicherung aber nicht interessieren, was die Agentur für eine Meinung hat. Natürlich ist es ein PKW, denn er wird als Mietwagen vornehmlich für doe Personenförderung genutzt. Dennoch ist er eben als "leichter Lkw" zugelassen.

Viele Grüße
Christian
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635 Beiträge · seit 202303. Okt. 2023 · #63
OK, dann ist die einzige Idee, die ich noch habe, bei der Versicherung nachzufragen, ob ein Toyota Hilux versichert ist. Alles andere kann ich mir dann vermutlich sparen und wir fahren einfach ganz normal. Hatten wir ja eh vor 🙂
255 Beiträge · seit 201303. Okt. 2023 · #64
Melanie1982 schrieb:Wenn ich das richtig verstehe, dann geht es quasi v.a. um einen selbst verschuldeten Unfall, den man (hoffentlich) vermeiden kann, wenn man ganz normal fährt.
Also ich hätte gerne versichert:

Diebstahl
Reifen, Glas, Unterboden, Sandsturm, Dickicht-Kratzer
Zusammenstoß mit Tier

Aber auch Schaden weil

abgelenkt von Navi/Schlagloch/Tier und daher von Straße abgekommen
Seilwinde reisst und beschädigt Fahrzeug
Man hantiert unsachgemäß mit HiLift-Jack und beschädigt Fahrzeug
rückwärts gefahren und Stein übersehen
Motorschaden weil Fluss tiefer war als erwartet und Abgehen wegen Krokodilen/Löwen nicht möglich war


Das sollte alles von einer Vollkasko gedeckt sein (bei Motorschaden bin ich unsicher) ... Die es halt jetzt nur mehr gibt wenn man einen PKW hat.
Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?
299 Beiträge · seit 201803. Okt. 2023 · #65
Melanie1982 schrieb:OK, dann ist die einzige Idee, die ich noch habe, bei der Versicherung nachzufragen, ob ein Toyota Hilux versichert ist. Alles andere kann ich mir dann vermutlich sparen und wir fahren einfach ganz normal. Hatten wir ja eh vor 🙂
Ich gehe davon aus das die Versicherung Dich Fragen wird wie der Hilux zugelassen ist. 😣
Es ist auch bei uns möglich das ein Hilux nach Auflastung zum leichten LKW wird. Also in unterschiedlichen Versicherungs.- und Gebührenstufen unterwegs ist 😗

Beste Grüsse
René
In der Schweiz daheim, auf der Welt zuhause
635 Beiträge · seit 202303. Okt. 2023 · #66
Dann könnte ich im Endeffekt nur jede Autovermietung fragen, ob sie uns einen Hilux anbieten können, der als PKW zugelassen ist und da sind wir jetzt bestimmt zu spät dran.

Somit gibt es keine richtig gute Lösung außer vorsichtig zu fahren und zu hoffen, dass es gut geht. Etwas unbefriedigend, aber was anderes fällt mir nicht ein.
118 Beiträge · seit 202303. Okt. 2023 · #67
Ytramix schrieb:
Melanie1982 schrieb:OK, dann ist die einzige Idee, die ich noch habe, bei der Versicherung nachzufragen, ob ein Toyota Hilux versichert ist. Alles andere kann ich mir dann vermutlich sparen und wir fahren einfach ganz normal. Hatten wir ja eh vor 🙂
Ich gehe davon aus das die Versicherung Dich Fragen wird wie der Hilux zugelassen ist.
Man kann trotzdem nachfragen, kann auf keinen Fall schaden.

Ich habe bspw. vor 2 Wochen bei der Hanse-Merkur wegen der SB-Versicherung (wobei es mir das primär um die Haftpflicht von 1 Mio geht) explizit den Hilux als Dachcamper nachgefragt. Sie haben mir unter einer Ticket-Nummer bestätigt, dass der Hilux als PKW akzeptiert wird, allerdings das Dachzelt nicht mit versichert ist. Mehr Details wollten die nicht.
Das wird mir defintiv im Fall der Fälle reichen.
zuletzt bearbeitet 03. Okt. 2023
135 Beiträge · seit 201703. Okt. 2023 · #68
In meiner Privathaftpflicht (AXA incl. Baustein Premium) ist folgender Passus enthalten:

"Versichert ist die Übernahme der Vollkasko-Selbstbeteiligung bei Schäden eines vollkaskoversicherten Kraftfahrzeuges durch den Gebrauch dieses Kraftfahrzeuges durch die versicherte Person, das sie von einem Dritten geliehen, gemietet oder gefälligkeitshalber erhalten hat."

Ich hoffe, dass ich sie nie brauchen werde.
896 Beiträge · seit 201703. Okt. 2023 · #69
P601 schrieb:bei Schäden eines vollkaskoversicherten Kraftfahrzeuges
Ist Kraftfahrzeug weiter definiert bzw könnte das auch ein Camper sein?
Liebe Grüße Makra
118 Beiträge · seit 202303. Okt. 2023 · #70
Da geht es nur um den Selbstbehalt.
Sprich bei einem Rollover zahlt die private Haftpflicht nix.
255 Beiträge · seit 201303. Okt. 2023 · #71
Melanie1982 schrieb:Dann könnte ich im Endeffekt nur jede Autovermietung fragen, ob sie uns einen Hilux anbieten können, der als PKW zugelassen ist ...
Für euch zu spät, aber für alle mit Wohnsitz in D die einzige Möglichkeit, zu einer Vollkasko für einen 4x4 Camper zu kommen.

Leider kann man einen 4x4 Camper für Namibia nicht über Check24 oder billiger-mietwagen buchen ...
Wo kämen wir da hin, wenn alle immer nur sagten "Wo kämen wir da hin?", und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen?
118 Beiträge · seit 202303. Okt. 2023 · #72
robert.vienna schrieb:Leider kann man einen 4x4 Camper für Namibia nicht über Check24 oder billiger-mietwagen buchen ...
Ist vermutlich sogar besser so. Wenn man direkt über einen deutschen Anbieter (wie TUI) bucht, ist man noch auf der sichersten Seite, da deutsches Recht.
Bei den Portalen hängt als erstes ein Broker dahinter, der irgendwie die Versicherungen draufsattelt. Ob der dann wirklich zahlt (da oft ausländisch) ist fraglich. Und deren Versicherungen beziehen sich dann meist noch auf den Mietvertrag der finalen Mietwagenfirma.

Da ich in 8 Tagen fliege, muss ich jetzt leider All-In gehen. Heißt ich hoffe darauf, dass a.) natürlich nix passiert und b.) im Fall der Fälle meine Barclays Eurowings VISA trotz Änderungen der AGB eintritt.

Zusätzlich schließe ich bei der Hanse-Merkur noch eine SB-Versicherung für 6.90 pro Tag ab; da geht es mir aber primär um die Haftpflicht von 1 Mio.

Irgendwie nervös macht mich zwar auch noch der Gedanke, dass bei einem durch einen anderen verursachten Unfall (siehe Beiträge zu den privaten Taxi-Fahrern in Windhoek) der kein Geld hat, eigentlich gar keiner zahlt. Aber irgendwann ist auch mal gut mit den Recherchen.

PS: Ich habe bei AfriCar gebucht. Habe bisher keine realen Erfahrungen vor Ort, aber die Kommunikation bisher und die Schnelligkeit der Antworten (und alles auf Deutsch) war wirklich schon Top! Die haben bspw. auch eine Versicherungsoption, die Rollover einschließt. Und klar bleibt auch da die Unsicherheit der "einfachen Fahrlässigkeit".
135 Beiträge · seit 201704. Okt. 2023 · #74
@Makra:

Es gibt keine weitere Beschreibung des "Kraftfahrzeugs". Es werden auch keine Ausschlüsse o.ä. genannt.

VG Andreas
Gast04. Okt. 2023 · #75
P601 schrieb:In meiner Privathaftpflicht (AXA incl. Baustein Premium) ist folgender Passus enthalten:

"Versichert ist die Übernahme der Vollkasko-Selbstbeteiligung bei Schäden eines vollkaskoversicherten Kraftfahrzeuges durch den Gebrauch dieses Kraftfahrzeuges durch die versicherte Person, das sie von einem Dritten geliehen, gemietet oder gefälligkeitshalber erhalten hat."
Nur das Du beim Single Vehicle Accident in Namibia meist gar keine Versicherung hast und es nicht um den Selbstbehalt, sondern den gesamten Schaden geht.

Ich hatte das ja schon mal geschrieben: Seit 20 Jahren bringt die deutschen Touristen - und somit die wichtigste Kundengruppe - die Versicherungsproblematik in Namibia um den Schlaf. Fast überall auf der Welt kann man echte Vollkasko-Versicherungen bekommen. Das ist ja reine Mathematik. Schadenssumme pro Jahr plus Gewinnmarge geteilt durch die Zahl der Miettage = Versicherungsbeitrag pro Tag. Es ist mir unbegreiflich und maximal kundenfeindlich, warum namibische Vermieter das nicht durch die Bank längst anbieten. Stattdessen wird ein Riesenaufwand betrieben, um die Autos mit Blackboxen etc. zu verkabeln, die auch noch zusätzliche Betriebskosten triggern, um den Kunden rechtlich möglichst schlecht zu stellen.

Überschlägig: wenn ein ausgestattetes Campingauto 40.000 Euro kostet, die Kunden im Schnitt 10% der Flotte pro Jahr schrotten und Autos an 250 Tagen pro Jahr vermietet sind, dann ergäben sich Kosten von 16 Euro pro Tag, um dieses Risiko zu decken. Bei nur 5% Schrottquote wären es 8 Euro pro Tag. Stattdessen bieten viele Vermieter für 30-40 Euro pro Tag irgendwelche Zero-Excess-Versicherungen an. Die Leute haben dann Reifen u.ä. versichert, aber das wesentlichste Risiko ist trotzdem null versichert ist. Wenn ich mir einen Urlaub für 5.000-10.000 Euro leisten kann, dann ist doch ein kaputter Reifen für 150 Euro kein Problem, dem man vorbeugen muss. Dass ich 40.000 Euro für das Auto zahlen soll, fall ich mich überschlage: Das ist ein Problem.

Den Stein der Weisen habe ich auch nicht gefunden. Aber ich gehe auch im südlichen Afrika dazu über, so zu reisen wie in Ostafrika und Asien: Ich miete einen fähigen 4x4 (Fortuner, Prado, Land Cruiser, FJ, Pajero, ...) und fliege das Campingzeug selbst ein (Bodenzelt, Isomatten oder Luftbetten, Schlafsäcke, Rolltisch, Wasserkanister, Geschirr, Töpfe, Kocher, Kühlbox. Campingstühle und Gaskartuschen kaufe ich vor Ort. Für 2-3 Leute bekommt man das ganze Zeug problemlos in den Kofferraum. Natürlich bedeutet das Kompromisse, z.B. kein Kühlschrank. Dafür weiß ich dann, in welchem Zustand mein Equipment ist und erlebe da keinen bösen Überraschungen. Die Autos bekommt man dann für 60-90 Euro pro Tag. Von dem gesparten Geld kann ich dann auch locker jeden Tag Essen gehen. Diese Autos sind dann unzweifelhaft PKWs und kein Light Load Vehicle und auch kein Light Truck. Entsprechend greifen hiesige Mietwagen-Vollkasko-Versicherungen.

Grüße, Thorsten
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2023
635 Beiträge · seit 202304. Okt. 2023 · #76
Hallo Thorsten,

ich finde deine Idee wirklich gut. Vorallem, weil wir in Lodges und Gästefarmen übernachten, Frühstück und Abendessen ist fast überall dabei, somit benötigen wir sowieso keine Campingausrüstung. Ohne Kühlschrank geht es, da kaufen wir einfach eine Kühltasche.

Ich werde sofort mal meine Agentur anschreiben, ob es noch eine Chance auf einen andern Mietwagen gibt, der dann einfach ein PKW ist. Dann wäre ich einfach deutlich beruhigter. Ich würde nämlich gerne entspannt durch Namibia fahren können 🙂
33,1k Beiträge · seit 200604. Okt. 2023 · #77
Hi Thorsten,

das Problem sind nicht die Vermieter, sondern die Versicherer. Es gibt schlichtweg keine namibische Vollkasko (so wie man sie aus Deutschland) kennt für Mietwagenanbieter. Ein Freund von mir hat vor drei Monaten eine Autovermietung aufgemacht und stand genau vor dem Problem. Er hätte es gestern angeboten, aber es wird schlichtweg nicht angeboten. Sonst würden es so große Vermieter wie Asco, Savanna oder Namibia2Go längst angeboten haben.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast04. Okt. 2023 · #78
travelNAMIBIA schrieb:
das Problem sind nicht die Vermieter, sondern die Versicherer. Es gibt schlichtweg keine namibische Vollkasko (so wie man sie aus Deutschland) kennt für Mietwagenanbieter. Ein Freund von mir hat vor drei Monaten eine Autovermietung aufgemacht und stand genau vor dem Problem. Er hätte es gestern angeboten, aber es wird schlichtweg nicht angeboten. Sonst würden es so große Vermieter wie Asco, Savanna oder Namibia2Go längst angeboten haben.
Wenn ich frisch angefangen und vielleicht nur 5 Autos in der Flotte habe, dann ist das ja noch etwas anderes. Wenn dann durch einen dummen Zufall 2 Autos in einem Monat geschrottet würden, wären 40% meines Betriebskapitals weg. Das wäre ein existenzielles Risiko.

Wenn man so groß wie Asco und Savanna ist, dann braucht man eigentlich keine externe Versicherung für Verkehrsschäden. Wenn ich 100 Autos in der Flotte habe, wirft es mich doch nicht aus der Bahn, wenn statistisch alle 2 Monate eins davon geschrottet wird. Die externe Versicherung macht ja logischerweise zu meinen Lasten Gewinne mit der Versicherung und die Vermieter haben alle Daten, um die Kosten für die Absicherung zu berechnen. Das kann man schlicht einpreisen. Als größerer Autovermieter braucht man doch nur eine Versicherung gegen größere Risiken, z.B. das mein Betriebsgelände abfackelt und 50 Autos auf einmal vernichtet werden.

Wenn ich 100 Autos habe, die Kunden im Jahr Schäden von 500.000 Euro verursachen und die Autos im Schnitt 250 Tage im Jahr vermietet sind, dann müsste ich 20 Euro pro Tag einpreisen, um alle Schäden abzudecken. Dann zahlen die großen Vermieter lieber 25 oder 30 Euro an eine externe Versicherung?

Oder werden Mietwagen auch in Namibia zunehmend geleast und die Leasinggeber verlangen dann eine externe Versicherung? Ansonsten könnte sich CARAN oder so ja auch mal aufraffen und eine eigene Versicherung für die Mitglieder aufsetzen. Das ist einfach ein Pooling von Risiken. Ein bisschen Mathe und ein No-Brainer.

Grüße, Torsten
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2023
33,1k Beiträge · seit 200604. Okt. 2023 · #79
Hi Torsten,

ich bin bei Dir! Nur hat der Vermieter überhaupt kein Interesse daran, sich irgendwelche versicherungstechnischen Fragen zu stellen. Der Kunde mietet so oder so, und was man von den Vermietern hört, ist die Versicherungsfrage fast nie von Interesse (außer in diesem Forum ;-)). Zudem ist die Zahl der wirklich von Reisenden aus der eigenen Kasse zu zahlenden Schäden den Gesprächen nach verschwindend gering. Von Vermieterseite gibt es also kein/kaum Interesse was zu ändern und sich z. B. mit dem extrem regulierten und komplizierten Versicherungsgesetz hier im Land auseinanderzusetzen.

Wo ich Dir aber absolut Recht gebe, ist die Zusatzversicherung zur Verminderung der Selbstbeteiligung (meist noch mit Reifen/Glas kombiniert). Das ist eine Zusatzeinnahme der Vermieter, die in keinem Verhältnis zur Leistung steht. Dennoch scheint diese wohl sehr beliebt zu sein.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
409 Beiträge · seit 202204. Okt. 2023 · #80
mitglied19210 schrieb:
travelNAMIBIA schrieb:
das Problem sind nicht die Vermieter, sondern die Versicherer. Es gibt schlichtweg keine namibische Vollkasko (so wie man sie aus Deutschland) kennt für Mietwagenanbieter. Ein Freund von mir hat vor drei Monaten eine Autovermietung aufgemacht und stand genau vor dem Problem. Er hätte es gestern angeboten, aber es wird schlichtweg nicht angeboten. Sonst würden es so große Vermieter wie Asco, Savanna oder Namibia2Go längst angeboten haben.
.......
Ansonsten könnte sich CARAN oder so ja auch mal aufraffen und eine eigene Versicherung für die Mitglieder aufsetzen. Das ist einfach ein Pooling von Risiken. Ein bisschen Mathe und ein No-Brainer.

Grüße, Torsten
Ich darf mal einen kleinen Einwurf wagen, als Eigentümer eines Fahrzeuges das ich bei Verwendung mit namibischer Vollkasko versichere:

Zwei Rechtssysteme, zwei unterschiedliche Vollkaskoversicherungen!

Was die namibische Vollkasko versichert, muß und wird nicht unbedingt der deutschen Versicherung aufgrund eines unterschiedlichen Rechtssystemes und Haftungsregeln entsprechen. Und das ist der Fall.

In Namibia gibt es nur eine gesetzliche Haftpflicht für Personenschäden, die mit dem Spritpreis finanziert wird.
Eine Haftpflicht für Sachschäden kann man gesondert (freiwillig) abschließen.
Die meisten Fahrzeuge in Namibia und Südafrika sind NICHT haftpflichtversichert gegen Sachschäden!
Auch in Namibia gelten noch heute überwiegend die gleichen gesetzlichen Regeln wie in Südafrika, und es sind überwiegend auch die gleichen Versicherer.

Die namibische und südafrikanische Vollkasko (Comprehensive) deckt jedoch auch jene Sachschäden ab, die durch Unfallgegner verursacht werden am versicherten Fahrzeug. Diese Schäden werden in DE bezahlt durch die gegnerische gesetzliche Haftpflichtversicherung.
Die namibische Vollkasko (Comprehensive) ist nicht schlechter, nur ANDERS aufgebaut. Aufgrund unterschiedlicher Regeln.

Um es klar zu sagen:
Ich versichere mein Fahrzeug nicht Vollkasko um mich vor eigenen Fehlern zu schützen, sondern um mich vor Schäden verursacht durch Andere zu schützen.
Beispiel:
Mir haben rasende Wardens im Kafue in Zambia das Fahrzeug beschädigt.
Du stehst 6 Bewaffneten gegenüber.
Von wem bitte willst Du den Schaden ersetzen lassen bzw. einklagen?
Von den Bewaffneten?
Oder von der zambischen Regierung? Wo willst Du klagen?
Wo machst Du eine Anzeige? Glaubt jemand irgendein Polizist kommt 100 km weit angefahren?
Und genau da bist Du dankbar wenn Du eine namibische oder südafrikanische Comprehensive Versicherung hast.
Und die Strafanzeige, die die Versicherung verlangt, kannst Du auch in Namibia bei der Polizei machen.
Reparaturrechnungen wurden anstandslos bezahlt.

Andersherum versuchen die Versicherer in NAM oder ZA offensichtlich auch garnicht, den Gegner zur Kasse zu bitten. Weil in dem meisten Fällen aussichtslos. Die meisten Unfallgegner sind mittellos.

Ich habe dieses Thema mit meiner Versicherungsmaklerin in Windhoek, die vorher eine leitende Mitarbeiterin in der Short Term Insurance von Old Mutual war, durch diskutiert. Man ist der Meinung, daß das heutige System aufgrund der Gegebenheiten nicht änderbar ist aufgrund dann entstehender zusätzlicher Risiken (Kosten), die niemand zu bezahlen bereit wäre (mit Ausnahmen).
Immerhin hat sie es durchsetzen können, daß sie Privatfahrzeuge ausländischer Besucher in Namibia versichern kann.

H.
zuletzt bearbeitet 04. Okt. 2023