Ein Jahr danach – noch mal ans Nordkap

Reisebericht 75 Antworten · 9'848 Aufrufe · gestartet 21. Apr. 2021 von Papa Kenia
Themenstarter540 Beiträge · seit 201227. Apr. 2021 · #41
Hallo Makra,

wir waren Mai/Juni unterwegs!

LG
Papa Kenia
Dieter
1'394 Beiträge · seit 200927. Apr. 2021 · #42
Hallo Dieter,

was habt Ihr bis jetzt für ein Wetterglück, toll!
Was genau sind Robuer und gibt es eine Geschichte zu dem Bild mit dem Telefon?

Viele Grüße
Sabine
Themenstarter540 Beiträge · seit 201227. Apr. 2021 · #43
Hallo Sabine,

die ersten Tage waren wettertechnisch wirklich super. Aber es kam auch noch anders.
Rorbuer sind zu Ferienunterkünften ausgebaute Fischerhütten.
Zum Telefon gibt es keine Geschichte. Sah halt eben gut aus. Ein Zeichen norwegischer Gastfreundschaft gegenüber Aliens. 😄

LG
Papa Kenia
Dieter
Themenstarter540 Beiträge · seit 201228. Apr. 2021 · #44
Tag 8

3.30 Uhr wurde ich wach. Es war taghell. Ich wälzte mich aber noch ein paar Mal hin und her um schlussendlich um 5.30 Uhr aufzustehen und meinen Foto-Rundgang zu machen. Schlafen kann ich, wenn ich wieder zu Hause bin.

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Nach dem Frühstück stand unter anderem eine rund 2stündige Fahrt durch den Raftsund auf dem Plan. Zwischendurch sollte es in den Trollfjord gehen. Letztes Jahr sind wir mit einem Schiff der Hurtigruten in den Trollfjord gefahren. Bei dem riesigen Schiff hatte man damals den Eindruck, die Felswände mit den Händen berühren zu können.

Dieses Jahr bekamen wir einen kleinen Fischkutter. Er war exklusiv für unsere Gruppe gemietet worden. Erst habe ich ein wenig sparsam geschaut. Es stellte sich jedoch als perfekt heraus.

Wir liefen also einige Minuten zum Hafen, bestiegen den Fischkutter und gegen 9 Uhr tuckerten wir los. Trotz blankgeputztem Himmel war es schweinekalt auf Deck. Der Fahrtwind machte die Temperatur fast unerträglich. Ab und zu fand man ein Fleckchen, wo einen der Wind nicht so packte und Sonnenstrahlen für eine gewisse Wärme sorgten. Nur ein eiserner Wille hielt mich am Leben. Die Meisten gingen nur für ein paar Minuten an Deck um Fotos zu machen. Dann schnell wieder unter Deck. Dort gab es zudem noch heißen Kaffee und Plätzchen.

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Kurz vor dem Trollfjord kam dann das, was ich gar nicht mag. Einer der Schifferjungs lockte mit Fischresten Möwen an. Ich hasse dieses Anfüttern von Tieren. Egal ob Löwen oder Möwen. Die Möwen holten sich die Fischreste vom Arm oder aus der Hand dieses Mannes. Aber das Schauspiel war nach gefühlten 10 Minuten vorbei. Davon habe ich nicht ein einziges Foto gemacht.

Und dann schipperten wir in den Trollfjord. Durch die Felswände, die links und rechts fast auf 1000 m aufragen, war es schlagartig windstill. Irgendwann rief jemand „Adler“. Alle guckten und suchten den Himmel ab. Da kreisten 2 Adler in geschätzt 100 Metern Höhe. Jeder versuchte seine Aufnahmen zu machen.

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Ich hatte meine Kamera blitzschnell auf „Schnellfeuer“ umgestellt. Und als ich einen Adler so einigermaßen im Visier hatte, drückte ich nur noch den Auslöser. Ratatatata. Ich habe gefühlt 50 Aufnahmen gemacht. Die Aufnahmen sind so ‚lala“. Es war auch nicht einfach – schwankendes Schiff, fliegende Adler, Autofokus beobachten, und, und, und. Aber es gibt ja Bildbearbeitungsprogramme.

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Nach der Kehrtwende im Fjord nahmen wir Kurs auf Hanøyvika, wo Kurt bereits wieder mit dem Bus wartete.

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In der Nähe von Harstad legten wir noch einen Stopp ein. Hier gab es auf einer Farm ein verspätetes Mittagessen für uns.

Die Besichtigung der Trondenes-Kirche aus dem im 13. Jahrhundert stand auch noch auf dem Programm.

Am Schluss des Tages haben wir die Vesterålen verlassen und sind mit einem Schnellboot von Harstad nach Tromsø gefahren. Dieses dauerte ungefähr 3 Stunden. Vom Anlegekai bis zum Hotel war es nicht weit. Wir mussten einen Fußweg vom Anleger bis zum Hotel laufen. Unser Bus war noch unterwegs und würde knapp 2 Stunden später eintreffen.

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Gegen 21.45 Uhr traf unser Bus ein und wir konnten nach dem Abendessen unsere Koffer in Empfang nehmen.
zuletzt bearbeitet 28. Apr. 2021
Themenstarter540 Beiträge · seit 201229. Apr. 2021 · #45
Tag 9
Tromsø – Rund zwei Monate lang geht hier mehr oder weniger die Sonne nicht unter. Ungefähr von Ende Mai bis Ende Juli scheint hier nachts die Mitternachtssonne und kann schon so manch ‚innere Uhr‘ durcheinanderbringen. Wenn es nicht dunkel wird, will man auch nicht schlafen.

Vom Zimmer aus hatte ich erneut einen tollen Ausblick mit Sicht auf Hafen und Brücke.

Vor dem Frühstück war ich wieder mit der Kamera unterwegs. Letztes Jahr hatte ich die Gegend am Polariamuseum erkundet. Da dieses heute abermals auf dem Programm stand, führte mich mein Weg in entgegengesetzte Richtung zum Friedjof Nansen Platz. Im großen Bogen begab ich mich danach Richtung Rathaus auf den Rückweg. Ich mag diese bunten Holzhäuser und die schmalen Gassen.

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70 Minuten später traf ich zum Frühstück am Hotel ein.

Als alle Koffer verladen waren, kletterten wir in unseren Bus und fuhren zur Eismeerkathedrale. Unser Reiseveranstalter hatte erneut exklusiv für uns eine Führerin gebucht (vor der regulären Öffnungszeit) und so waren wir allein in der Kirche. Zuvor mussten aber Hindernisse aus dem Weg geräumt werden.

Sören begrüßte unsere Kirchenführerin, die auf der Plattform der Kirche schon wartete. Sie schienen sich schon jahrelang zu kennen. Die gute Frau klopfte an die Kirchentür.

Es passiert nichts.

Sie klopfte wieder.

Es passierte wieder nichts.

Dann klopfte Sören.

Es erschient ein griesgrimmig reinschauernder Kopf der vermutlich irgendwas wie: „Bitte warten“ oder so ausstieß.

Nach 15 Minuten raffte sich Sören auf, noch mal zu klopfen.

Der Pastor oder wer immer das war, war sichtlich ‚angepisst‘. Wir hatten uns erdreistet, ihn bei einer Brautbesprechnung zu unterbrechen. Kann er die nicht vorverlegen? Schon mal was von Terminplanung gehört?

Und dann durften wir eintreten.

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Die Ausführung der Kirchenführerin war recht interessant, aber nun kürzer als geplant. Das musste jetzt auf ein Minimum reduziert werden.

Es folgte der Besuch vom Polariamuseum (nicht zu verwechseln mit dem Polar Museum) mit kurzem Intro und Filmvorführung.

Danach fuhren wir über die Tromsøbrua zur Seilbahnstation Fjellheisen, die auf den gut 400 m hohen Berg Storsteinen führt.

Letztes Jahr bin ich nicht mit hochgefahren. Scheiß Höhenangst. Ich hasse Gondeln, die nur an einem Bindfaden hängen. Dieses Jahr war ich mutig. Ich hab’s gemacht. Ich war mit oben. Hatte ich doch im Internet Fotos gesehen, die vom Berg aus gemacht waren. Musste ich auch haben.

Bin also todesmutig in die Gondel gekrabbelt und habe die ganze Zeit nur unter die Decke gestarrt. Ich habe überlebt. Was soll ich sagen? Es war toll da oben!

Oben angekommen durfte ich unseren Fahrer Kurt mehrmals im Schnee ablichten. Davon gab es hier noch jede Menge. Obwohl Kurt bereits mehrere Norwegenfahrten hinter sich hatte, war er auch zum ersten Mal hier oben.

Der Blick vom Berg war großartig. Tromsø lag uns zu Füßen. Man erkannte die Eismeerkathedrale und die Tromsøbrua. Und sogar unser Hotel konnten wir ausmachen.

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Irgendwann mussten wir die Talfahrt antreten.

Über das Kvænangenfjell fuhren wir nach Alta, wo wir heute übernachteten.

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zuletzt bearbeitet 29. Apr. 2021
1'394 Beiträge · seit 200929. Apr. 2021 · #46
Hallo Dieter,

was gibt es denn im Polariamuseum zu sehen? Ich weiß, ich könnte es jetzt g***len, aber frag' Dich lieber ... und was immer es jetzt da zu sehen gibt, ist es empfehlenswert?

Ich bewundere Dich, dass Du mit so wenig Schlaf auskommst! Das würde ich niemals schaffen. Ich war schon in ähnlichen Gegenden, wie Alaska z. B., wo es auch (fast) durchgehend hell war zu unserer Reisezeit, aber das war mir egal.

Viele Grüße
Sabine
7'296 Beiträge · seit 200629. Apr. 2021 · #47
Sabine26 schrieb:
Ich bewundere Dich, dass Du mit so wenig Schlaf auskommst! Das würde ich niemals schaffen. Ich war schon in ähnlichen Gegenden, wie Alaska z. B., wo es auch (fast) durchgehend hell war zu unserer Reisezeit, aber das war mir egal.

Das Schöne an der Mitternachtssonne ist ja, dass man einfach die Nacht durchmachen kann und dann halt tagsüber schläft. Ab einem gewissen Breitengrad ist es im Sommer ja quasi immer genauso hell. Ich bin in Norwegen auch schon durch die Nacht geradelt und in Canada mal 27 Stunden am Stück auf dem Rad gesessen. Ich wollte unbedingt mal 24 Stunden am Stück die Sonne über dem Horizont stehen sehen … 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter540 Beiträge · seit 201230. Apr. 2021 · #48
@Sabine
Hallo Sabine,
zum Museum: Ich habe aus meinem ersten Bericht einfach den Text kopiert:
Das Äußere des Gebäudes ist recht eigenwillig und soll, wie schon bei der Eismeerkathedrale, fünf übereinander geschobene Eisschollen zeigen. Die Ausstellungsstücke im Museum sind eher dürftig. Wer wollte, konnte hier aber unter anderem an einer Filmvorführung teilnehmen. Gezeigt wurden ein Film über Spitzbergen sowie ein zweiter Film über Polarlichter. Beide Filme waren äußerst interessant und boten überwältigende Aufnahmen.

Als Abschluss bestand noch die Möglichkeit im hauseigenen Aquarium eine Robbenfütterung zu sehen. Wer’s braucht? Mein Fall war das nicht. Und so habe ich verzichtet.
Meine innere Uhr funktionierte irgendwie nicht. Ich wurde definitiv nicht richtig müde. Mit 5 Stunden Schlaf auskommen – zu Hause undenkbar!


@BikeAfrica
Hallo Wolfgang,
dass man einfach die Nacht durchmachen kann und dann halt tagsüber schläft.
Das kann man gut im Bus. Trotzdem habe ich das auch nicht geschafft. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, etwas zu verpassen. Es gab so viel zu sehen!
in Canada mal 27 Stunden am Stück auf dem Rad gesessen
Das ist einfach nur bewundernswert! Hut ab!
Ich wollte unbedingt mal 24 Stunden am Stück die Sonne über dem Horizont stehen sehen …

Diese Helligkeit rund um die Uhr, das hat was!

Deine Touren sind ja sowieso der helle Wahnsinn! Respekt!

LG
Papa Kenia
Dieter

Ich wünsche Euch Beiden ein schönes Wochenende!
7'296 Beiträge · seit 200630. Apr. 2021 · #49
Papa Kenia schrieb:
@BikeAfrica
Hallo Wolfgang,
dass man einfach die Nacht durchmachen kann und dann halt tagsüber schläft.
Das kann man gut im Bus. Trotzdem habe ich das auch nicht geschafft. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, etwas zu verpassen. Es gab so viel zu sehen!
in Canada mal 27 Stunden am Stück auf dem Rad gesessen
Das ist einfach nur bewundernswert! Hut ab!

… nun ja. Erst hatte ich keinen gescheiten Platz für mein Zelt gefunden und dann irgendwann die Müdigkeit überwunden. Und dann -wie Du auch schreibst- ist es ja irgendwie auch interessant und man will nichts verpassen. Ich bin einfach so lange gefahren, bis ich dann doch irgendwann müde wurde. Ich bin in Canada insgesamt dreimal durch die Nacht geradelt.
Das erste Mal war es zeitweise Dämmerlicht und die Sonne bereits untergegangen. Beim zweiten Mal direkt am Polarkreis ging die Sonne so um 2:15 Uhr unter und als sie gerade am Horizont verschwand, ging sie direkt wieder auf. Das war schon ziemlich abgefahren. Und beim dritten Mal stand sie dann die ganze Zeit sichtbar am Himmel. Irgendwie ist das schon spannend, das mal zu erleben.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter540 Beiträge · seit 201230. Apr. 2021 · #50
Tag 10

In Nähe des Hotels gab es nicht viel Sehenswertes. So habe ich heute Morgen nur die Nordlichtkathedrale abgelichtet.

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Gegen 8 Uhr war Koffer laden angesagt und dann fuhren wir Richtung Nordkap.

Die letzten Tage waren allesamt ohne Regen verlaufen und wir hatten meistens blauen Himmel und recht angenehme Temperaturen. Je mehr wir uns nun Richtung Norden vorgearbeitet hatten, desto kälter wurde es. Ich gestehe eigentlich selten Fehler ein; aber für die nächsten Tage hatte ich nicht die richtigen Klamotten mit. Eine dickere Fleecejacke oder ein Pullover mehr hätten nicht geschadet.

Wir machten einen Halt im winzigen Fischerdorf Kamøyvær. Hier leben nur 70 Einwohner. Es bestand die Möglichkeit zum Besuch einer kleinen Kunstgalerie.

Die ausgewanderte Deutsche, die nach eigenen Angaben hier mit Mann und einem Kater wohnt, ist eine begnadete Erzählerin. Auf amüsante Weise erzählte Sie von ihrer Arbeit, wie sie mit einer eigenartigen Technik farbenfrohe Motive aus Papierschnipseln entstehen lässt.

Es machte wirklich Spaß ihr zuzuhören. Natürlich kaufte auch der ein oder andere ein kleines Souvenir.

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Den Abstecher nach Skarsvåg sparten wir uns. Die Wanderung zum „Kirkeporten“ (Berg mit Blick auf das Nordkap) fiel sowieso wegen Unbegehbarkeit (zu viel Schnee) aus.

Irgendwann zwischen 13 und 13.30 Uhr kamen wir am Nordkap an. Mein Wetter war es nicht. Null Grad und eiskalter Wind. Brrrrr. Aber es war trocken. Und kaum Touristen anwesend. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht um meine Fotos zu machen. Zwischendurch war immer wieder ‚aufwärmen‘ in der Nordkaphalle angesagt.

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Im Gebäude gibt es eine Ausstellung über die Geschichte des Kaps sowie die nördlichste Kapelle der Welt. Es gibt ein Restaurant und einen Souvenirshop. Hier sind Briefmarken vom Nordkap erhältlich. Die passenden Postkarten konnte man mit einem Nordkapstempel versehen lassen.

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Nach fast drei Stunden Aufenthalt ging es weiter nach Hammerfest zum Aussichtspunkt Salen oberhalb der Stadt. Hier stieß eine Einheimische zu uns und zeigte uns von hier oben den Belugawal, Schemenhaft konnte man ‚Hvaldimir‘ im Hafenbecker erkennen. Da dieser Wal ein Halsband mit Kamera getragen hat, hatte man wirklich vermutet, dass es ein Spionagewal sei, der vom russischen Militär eingesetzt worden ist. Stand jedenfalls bei uns in der Presse und war auch im Internet so oder ähnlich zu lesen. Jedenfalls wurde ‚Hvaldimir‘ schnell der Liebling heimischen Bevölkerung.

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Bevor wir zum Hotel fuhren, hielten wir noch für eine kurze Besichtigung an der Meridiansäule an.

Irgendwann waren wir dann fertig mit Schönschreiben und fuhren zum Hotel. Wir hatten unsere Zimmer bezogen, genüsslich gespeist und wollten jetzt nur noch einen Absacker.

Gute Nacht!
zuletzt bearbeitet 30. Apr. 2021
3'883 Beiträge · seit 201130. Apr. 2021 · #51
Gibt es das Nordkapp auch bei gutem Wetter?
Als wir Anfang Juli 1975! dort waren, hat es geschneit. Unser Wohnmobil war ein selbst eingebauter Ford Transit ohne Sanitäreinrichtung und so. Also haben wir eine Schüsel voll kaltes Wasser gemacht und uns draußen bei Schneegestöber gewaschen. Brrr! 😣

An das eine oder andere deiner Tour erinnere ich mich, einiges gab es noch nicht, und sowieso waren wir viel spartanischer unterwegs als du 🙂 . Aber wir waren auch viel, viel jünger damals.

Ich lese deinen Bericht jeden morgen als erstes nach dem Aufwecken des PCs.

LG freshy
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Themenstarter540 Beiträge · seit 201230. Apr. 2021 · #52
@BikeAfrica
Hallo Wolfgang,
....und dann irgendwann die Müdigkeit überwunden.
Du sagst es. Irgendwann hat man tatsächlich diesen Punkt überwunden.
....und als sie gerade am Horizont verschwand, ging sie direkt wieder auf. Das war schon ziemlich abgefahren. Und beim dritten Mal stand sie dann die ganze Zeit sichtbar am Himmel. Irgendwie ist das schon spannend, das mal zu erleben.
Das hat mich total berührt und einerseits ein bisschen melancholisch, andererseits völlig euphorisch gemacht. Das prägt sich ein! Jedenfalls bei mir.

Alles Gute!
Dieter
Themenstarter540 Beiträge · seit 201230. Apr. 2021 · #53
Hallo freshy,
als wir Anfang Juli 1975! dort waren, hat es geschneit.
Schnee im Juli? Das ist wohl sehr außergewöhnlich?
....und uns draußen bei Schneegestöber gewaschen.
Im Schneegestöber waschen? Das ist nur was für ganz Harte. Dann lieber ganz ausfallen lassen!
Aber wir waren auch viel, viel jünger damals.
Ja, damals! Als wir noch jünger waren. Ich möchte die Zeit nicht missen. Ich glaube, dass es damals lebenswerter war und bin froh, nicht in der heutigen Zeit aufzuwachsen.

Alles Gute und liebe Grüße
Papa Kenia
Dieter
Themenstarter540 Beiträge · seit 201201. Mai 2021 · #54
Tag 11

Bei schönstem Wetter trat ich vor die Hoteltür. Ganz früh morgens ging ich auf Waljagd. Ich habe ihn auch gefunden und einige Fotos gemacht. Die Bilder sind aber nicht so prickelnd.

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Dann bin ich mutterseelenallein am Hafen rumgestiefelt. Da saßen 2 Jugendliche. Morgens um 6 Uhr. Einer kam auf mich zugesprungen. Ich habe meine Kamera noch fester umklammert und gedacht: ‚Was kommt jetzt?‘

Der nahm mich sofort in den Arm und fragte: „Tourist?“

Ja sicher, was sonst?

„Woher, wohin und alles und so? Brauchst keine Angst haben. Das ist kein Überfall.“

Da bin ich aber beruhigt.

Und dann haben wir uns nett eine Viertelstunde unterhalten.

Heute war Sonntag. Frühstück gab es ab 8 Uhr. Auch hier konnte man den Einfluss unseres Reiseveranstalters sehen. Da 8 Uhr für uns relativ spät war, hatten unser Reiseunternehmen gegen zusätzliche Bezahlung Frühstück ab 7 Uhr gebucht. Der Frühstücksraum war ausschließlich für unsere Gruppe hergerichtet. Andere Reisende, die auch schon auf den Beinen waren, schauten neidisch in den Speisesaal, wurden aber vom Personal nicht reingelassen.

Gut gestärkt fuhren wir zurück nach Alta. Hier stand die Besichtigung des Museums und der Felsenmalereien im Freilichtmuseum auf dem Programm. Bei der Führung begleitete uns eine deutschsprechende Mitarbeiterin des Museums.

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Nachmittags ging es von Skjervøy mit dem Hurtigrutenschiff M/S Lofoten zurück nach Tromsø. Das Abendessen nahmen wir heute auf dem Schiff ein. Hier war ein Bereich für uns reserviert. Die Tische waren ansprechend gedeckt. Auch das Menu war reichhaltig und lecker.

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Das Foto vom Sonnenuntergang ist nachts vom Schiff aus um 23.30 Uhr gemacht worden. Gegen 23.40 legte die Hurtigruten in Tromsø an. Wir gingen von Bord und legten die Strecke zum Hotel zu Fuß zurück. Das waren nur wenige Meter, die wir laufen mussten.

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Kurz vor Mitternacht war die Sonne fast untergegangen. Kurz nach Mitternacht ging sie wieder auf. Das ist schon ein irres Naturschauspiel.

Trotzdem habe ich während der gesamten Rundreise auf eine Schlafmaske verzichtet. Auch die Verdunkelungsgardinen in den Hotels habe ich nie zugezogen. Ich habe mich einfach dem Licht hingegeben. Wenn hell – dann wach. Immer hell – immer wach!
Auf dem letzten Bild sieht man, wie hell es um 00.23 Uhr ist.

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Wie übernachteten erneut in dem Hotel, wo wir vor 3 Tagen schon genächtigt hatten.
zuletzt bearbeitet 01. Mai 2021
7'296 Beiträge · seit 200601. Mai 2021 · #56
picco schrieb:Hoi Dieter
Papa Kenia schrieb:Deine Touren sind ja sowieso der helle Wahnsinn! Respekt!
Du solltest ihn erst mal am Buffet erleben, DAS ist der helle Wahnsinn!!! 😎 😉 😄

… ach was. Ich esse doch nur wenig - aber oft und dann viel. 😉
Zum Glück hast Du mich nicht bereits zu meiner sportlich aktiven Zeit kennengelernt. Da habe ich mindestens das dreifache gegessen wie heute.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
4'382 Beiträge · seit 201501. Mai 2021 · #57
Guten Abend, Papa Kenia alias Dieter,
lange habe ich Deinen Wiederholungstäterbericht schnell weggeklickt, zu groß wurde das Gemisch aus hjemlengsel und fjernlengsel….
Nun bin ich doch noch mitgereist - ach, wenn das Beamen doch schon erfunden worden wäre…ich wäre abwechselnd in Norge und im südlichen Afrika und in den Virungabergen und und und…
Vielen Dank für Deine Mühe
Friederike

https://www.betterplace.me/kanyaruchinya-primary-school
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter540 Beiträge · seit 201202. Mai 2021 · #58
@picco
@BikeAfrica
Du solltest ihn erst mal am Buffet erleben, DAS ist der helle Wahnsinn!!!
… ach was. Ich esse doch nur wenig - aber oft und dann viel.
Das lasse ich mal unkommentiert im Raum stehen! 😄 😁


@CuF
Hallo Friederike,
schön, dass Du auch dabei bist. Ich wollte doch gar nicht in Deinem Innersten herumwühlen. Du sollst nur lesen!

Euch Dreien einen schönen Sonntag!

LG
Dieter
Themenstarter540 Beiträge · seit 201202. Mai 2021 · #59
Tag 12
Da es gestern doch recht spät geworden war, durften wir es heute beim Frühstück ein wenig gemütlicher angehen lassen. Der heutige Tag bestand nur aus ‚Kilometer machen‘.

Für kurz vor 9 Uhr war Kofferladen angesagt. Danach fuhren wir nach Brensholmen und ab da mit einer Fähre rüber zur Insel Senja. Dort wurde um die Mittagszeit die Bordküche geöffnet und es gab erneut Brühwürsten mit Toast. Außerdem wurden Kaffee und Schokoplätzchen verteilt.

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Nach ein paar Fotostopps kamen wir nachmittags in Narvik an.

Wir bezogen unser Hotel. Mein erster Weg führte mich auf die Dachterrasse. Der Ausblick war aber nicht so prickelnd. Also unternahm ich nur in der näheren Umgebung einen kleinen Spaziergang.

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Morgen war Fahrerwechsel angesagt. Kurt stellte abends beim Abendessen unseren neuen Fahrer vor. Raimund war auch ein richtig netter und ruhiger Typ. Er war ein paar Jährchen jünger als Kurt. Machte aber einen total sympathischen Eindruck.

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Kurt flog morgen früh nach Bergen. Unser Reiseveranstalter legt unheimlich Wert auf die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer. Und wenn das Maximum an Fahrzeit ausgeschöpft ist, wird der Fahrer ausgetauscht. Unser neuer Fahrer hatte einen sicheren Fahrstil.

Heute zog es alle recht zeitig in die Zimmer.
zuletzt bearbeitet 02. Mai 2021
Themenstarter540 Beiträge · seit 201203. Mai 2021 · #60
Tag 13
Heute fuhren wir durch das Hochgebirge. Die Landschaft war noch mit Schnee bedeckt. Die langen Tage zollten ihren Tribut. Man hörte im Bus das ein oder andere Schnarchgeräusch.

Sören war auch nicht so gesprächig wie die letzten Tage. Was allen zu Gute kam.

Viele dösten vor sich hin. Lasen ein Buch oder studierten den Reiseführer. Ich hatte mir die Ohrstöpsel aufgesetzt und hörte Musik. Endlich hatte ich auch mal Zeit, meine Bildausbeute am Tablet zu betrachten.

Von Skarberget fuhren wir erneut mit einer Fähre – diesmal ging es über den Tysfjord nach Bognes. Heute bekamen wir hautnah zu spüren, welche Vorteile ein einheimischer Reiseleiter bringen kann.

Während der Fahrt zum Bootanleger wurde es vorne zwischen Sören und Raimund ein wenig lauter und unruhiger. Sören spornte Raimund an, schneller zu fahren. Wir waren anscheinend ganz schön knapp in der Zeit. Als zwischen unserem Bus und dem Anleger nur noch zwei Kurven lagen, griff Jens zum Handy. Ich möchte nicht wissen, wieviel Nummern der so gespeichert hat.

Im Nachhinein haben wir erfahren, dass Sören mit dem Kapitän der Fähre telefoniert hatte. Diese lag am Anleger und war im Begriff abzulegen. Sören hatte es wirklich geschafft, dass die Fähre zwei Minuten später ablegt. Wir sind mit Vollgas auf die Fähre gedonnert. Ich glaube, die Hinterräder waren noch an Land, da legte die Fähre ab.

Bei der Weiterfahrt mit dem Bus folgte die Polarkreisüberquerung von Nord nach Süd und auf dem Parkplatz des Polarkreiszentrums gab es auch wieder Sekt. Hier machten wir einen längeren Stopp. Es lag noch so viel Schnee, dass man eine ausgiebige Schneeballschlacht hätte machen können. Die meisten Reisenden interessierten sich aber mehr für die Toiletten im Gebäude. Am Eingang grinsten uns zwei große Trolle an.

Im kuschelig warmen Gebäude fand man Touristenbedarf aller Art. In der kleinen Cafeteria gönnten sich einige Leutchen einen Snack oder einen Kaffee.

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Nach dieser längeren Pause fuhren wir in südlicher Richtung weiter. Nach zwei erneuten Stopps kamen wir am Endziel in Mosjøen an. Wir gestalteten unseren Abend im Hotel. Vor die Tür zu gehen hatte niemand mehr Lust. Es regnete auch schon wieder. Oder immer noch?