PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201223. Apr. 2021 · #21
Hallo Sabine,
Sabine26 schrieb: Wie weit liegt denn Maihaugen entfernt von Oslo?
Konntet Ihr auch oben auf der Schanze stehen? Ich hab' mal auf einer gestanden und hab' gedacht, da muss man schon ein wenig irre sein, um da runterzuspringen.
Die Entfernung schätze ich auf 2,5 bis 3 Stunden. Es gab sogar die Möglichkeit, angeseilt da runter zu gleiten. Da wir eine Oldietruppe waren, hatte keiner Lust dazu. 😛
Viele Grüße Dieter
Katma1722560 Beiträge · seit 202123. Apr. 2021 · #22
Hallo Papa Kenia!
Ich habe mich heimlich auch noch in den Bus geschmuggelt! Habe schon richtig Fernweh. Haben es letztes Jahr im August noch für 3 Wochen nach Norwegen geschaffte, bevor die Grenze dicht gemacht wurde. Es ist so ein großartiges Land. Leider sind wir nicht wehr weit nach Norden gekommen sondern haben uns mehr im Süden rumgetrieben... Bin schon sehr gespannt auf deine Erlebnisse und Bilder. P.S. Hatte mal eine Reisebegleitung die deinem Mr. Wichtig ähnelt... habe sie Kawa (Kann alles, weiß alles) getauft!!!
Liebe Grüße, Kathrin
Old Women1'543 Beiträge · seit 201324. Apr. 2021 · #23
Hallo Dieter,
halt stopp, ich möchte bitte auch noch mitfahren 🙂 . Ich liebe deine launige Erzählweise, und Norwegen hat mir schon bei deinem 1. Bericht sehr gut gefallen. Dann kam ja leider Corona, und nichts ging mehr. Irgendwann werden wir auch einmal nach Norwegen reisen, aber zuerst geht es (hoffentlich!) im Herbst nach Kenia. Die Reise mussten wir leider im letzten Herbst verschieben. Herzlichen Dank für deine Mühe! Beate
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201224. Apr. 2021 · #24
@ Katma1722 Hallo Kathrin, schön, noch eine Mitfahrerin zu haben.
Habe schon richtig Fernweh.
Kann ich gut verstehen! Ich oute mich mittlerweile auch als Norwegen-Fan!
Haben es letztes Jahr im August noch für 3 Wochen nach Norwegen geschafft
Ich war auch noch da. Bin mit meinem Veranstalter in ein Zeitfenster gerutscht. Kurz vorher und kurz danach ging nix mehr! Grenzen dicht!
Bin schon sehr gespannt auf deine Erlebnisse und Bilder.
Dann bitte weiterlesen Vielleicht kommt Dir das ein oder andere bekannt vor!
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@ Old Women Hallo Beate, dann mal willkommen!
Irgendwann werden wir auch einmal nach Norwegen reisen
Vielleicht kann ich Dir mit diesem Bericht Norwegen richtig schmackhaft machen.
aber zuerst geht es (hoffentlich!) im Herbst nach Kenia
Mein Neid wird Dir sicher sein. Aber ist Dir von Herzen gegönnt!! Hoffentlich ist der ganze Mist dann endlich vorbei!
Schönes Wochenende Euch Beiden!
LG Papa Kenia Dieter
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201224. Apr. 2021 · #25
Tag 4 Kurz nach 5 Uhr erwachte ich zum Leben. Da nach dem Frühstück nicht viel Zeit blieb (ich kannte ja das Tagesprogramm!), machte ich mich also bereits kurz nach halb 6 Uhr auf die Socken. Es lohnte sich. Angenehme Temperatur. Die Wolkendecke riss so langsam auf. Ich wusste vom letzten Jahr, wo ich meine Fotomotive finden würde.
Ich ging zum Nidelva-Fluss runter und machte meine Bilder von den hölzernen Speicherhäusern. Diese bieten jedem Touristen ein herrliches Fotomotiv.
Zurück im Hotel wollte ich anschließend vor dem Frühstück noch kurz auf die Dachterrasse des Hotels. Gestern Abend hatte ich keine Fotos von da oben gemacht. Aber der Aufzug blockierte den 9. Stock. Ich fragte an der Rezeption, ob das Absicht sei.
„Was wollen Sie denn um diese Uhrzeit da oben? Fotografieren?“
„Ja, hatte ich eigentlich vor.“
„Kommen Sie, ich fahr mit ihnen nach oben.“
So viel Freundlichkeit gibt es doch nicht, oder?
Der junge Rezeptionist fuhr mit mir in den obersten Stock und ließ mich in Ruhe meine Fotos von der Dachterrasse machen.
Ich dankte ihm herzlich für seine Hilfsbereitschaft.
Nun wurde es Zeit für das Frühstück. Ich setzte mich zu den Dreien von gestern Abend und wir ließen es uns schmecken. Viel Zeit blieb mir nicht mehr. Das war heute Morgen schon ein ziemliches straffes Programm.
Bereits um 7.40 Uhr war Abfahrt. Um 8 Uhr war schon eine Besichtigung im Nidaros Dom vorgesehen.
Sören hatte gestern Abend noch mit unserem Veranstalter in Deutschland telefoniert und uns beim Abendessen mitgeteilt, dass wir unseren heutigen Tagesablauf um eine Stunde vorverlegen. Flexibilität ist Trumpf!! Daher hatten einige Urlauber ganz schön an dem Tagesrhythmus zu knacken.
Heute war Sonntag. Ab 9 Uhr stand der Dom für die Öffentlichkeit für Besichtigungen offen. Um 10 Uhr musste allerdings die letzte Besichtigung beendet sein. Denn um 11 Uhr war Messe.
Sören hatte gestern von einer Kollegin erfahren, dass heute um 9 Uhr für vier Busladungen Hurtigruten-Gäste eine Führung gebucht war. Daher das gestrige Telefonat mit dem Inhaber unseres Reiseunternehmens. Kurzfristig wurde mal eben ein Domführer gegen Extrabezahlung exklusiv für unsere Reisegruppe gebucht. Bei der 8 Uhr Führung waren wir ganz allein im Dom. Das nenne ich dann mal Service!
Der Tagesablauf danach war wie im vergangenen Jahr: Kleine Stadtrundfahrt, Besichtigung der Festung Kristiansten.
Es folgte die Weiterfahrt nach Holm, wo wir die erste innernorwegische Fähre benutzten.
Vom Anleger in Vennesund waren es noch rund 45 Busminuten bis wir an unserem Tagesziel Brønnøysund ankamen. Nach dem Abendessen gab es eine Wanderung zum Torghatten.
Da mir klar war, dass ich den Berg Torghatten sowieso nicht hochkomme, habe ich mich und vier weitere Leute bei Sören abgemeldet. Wir blieben am Hotel und erkundeten zu Fuß die nähere Umgebung.
Gegen 22.30 waren die Wanderer zurück. Wir Daheimgebliebenen hatten wohl nichts versäumt. Die Gruppe war unterwegs vom Regen überrascht worden.
Bis bald! Papa Kenia Dieter
Sabine261'394 Beiträge · seit 200924. Apr. 2021 · #26
Hallo Dieter,
Dein Bericht und die tollen Bilder machen richtig Lust auf eine Norwegenreise. Trondheim scheint auch eine sehr schöne Stadt zu sein.
Prima finde ich auch, dass Dein Bericht so super informativ ist, da kann ich wirklich Einiges an Infos mitnehmen für eine mögliche Planung - danke dafür!
Ich mache es mir weiterhin hinten im Bus gemütlich.
Viele Grüße Sabine
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201624. Apr. 2021 · #27
Hallo Papa Kenia,
ich bin auch dabei. Schöne farbenfrohe Fotos zeigst Du da. Wir haben vor fast 25 Jahren unsere Hochzeitsreise nach Norwegen gemacht. Ebenfalls als Busrundreise. 😉 Eigentlich sehr ungewöhnlich für eine Hochzeitsreise.
Ist es eigentlich der gleiche Reiseablauf wie bei Deiner ersten Reise?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201224. Apr. 2021 · #28
Sabine26 schrieb: Dein Bericht und die tollen Bilder machen richtig Lust auf eine Norwegenreise. Trondheim scheint auch eine sehr schöne Stadt zu sein.
Hallo Sabine, Dann lies mal schön weiter! Norwegen hat viele schöne Städte zu bieten. Oslo, Trondheim, Stavanger, Tromsø, Ålesund, Hammerfest, und, und, und. Mittlerweile bin ich Norwegen-Fan. Hätte ich nie für möglich gehalten!
@ Gabi-Muc Hallo Gaby, Hochzeitsreise als Busrundreise? Ja, warum denn nicht?! Es muss nicht immer Las Vegas oder die Malediven sein! Ich finde so was völlig normal und total in Ordnung!
Meine erste Tour unterscheidet sich ein wenig. Die ging von Kiel – Oslo – Stockholm – Helsinki – über Lappland bis zum Nordkap und dann die Küste runter bis Bergen. Überschneidungen gibt es also in Norwegen.
Ein schönes Wochenende Euch Beiden!
Bis morgen.
Papa Kenia Dieter
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201225. Apr. 2021 · #29
Tag 5
Es wurde der perfekte Tag!
Zunächst war Fährtag! Wir benutzten die Fähre von Horn nach Anddalsvåg. Nach einer kurzen Weiterfahrt kaperten wir die nächste Fähre von Forvik nach Tjøtta. Während dieser Überfahrt begleiteten uns eine Handvoll Schweinswale. Gegen 10.30 Uhr kamen wir an der Gebirgskette ‚die sieben Schwestern‘ vorbei!
Als nächster Programmpunkt des Tages stand die Besichtigung der Kirche von Alstahaug auf dem Plan.
Die dritte Fähre am heutigen Tage brachte uns von Sandnessjøen zur Insel Dønna, wo wir um die Mittagszeit strandeten.
Hier machten wir eine längere Pause. Kurt öffnete die Busküche und bewirtete uns mit Brühwürstchen, Plätzchen und Kaffee. Kalte Getränke waren ebenfalls reichlich vorhanden. Eine Busküche ist schon verteilhaft, wenn man mitten im Nichts steht und sich weit und breit keine Möglichkeit bietet, irgendwo etwas zu essen zu bekommen.
Am frühen Nachmittag bekamen wir noch einen herrlichen Blick vom 127 Meter hohen Hügel – Berg wäre wohl zu viel gesagt – Dønnesfjell geboten. Der Blick auf die umliegenden Inseln hatte was! In der Ferne sah man Lovund.
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201225. Apr. 2021 · #30
Tag 5 – Teil 2 Dann steuerte Kurt unseren Bus zum Bootsanleger. Wir verabschiedeten uns von Kurt. Er würde mit dem Bus bis Vågaholmen weiterfahren. Dort würden wir ihn morgen wiedersehen.
Gegen 14 Uhr sahen wir aus der Ferne ein Schiff auf uns zukommen. Unser Reiseveranstalter hatte ausschließlich für unsere Reisegruppe ein Charterboot gemietet.
Die Überfahrt nach Lovund sollte eine dreiviertel Stunde dauern. Lovund ist eine Vogelinsel und beherbergt im Sommer etwa 200.000 Papageientaucher, die hier jedes Jahr im Frühsommer brüten.
Wir waren sehr gespannt auf Lovund. Ein Besuch mit Übernachtung auf der Insel sollte unsere Erwartungen übertreffen.
Immer und immer wieder versuchte unser Kapitän recht nahe an die im Wasser dümpelnden Papageientaucher zu kommen. So dauerte die Überfahrt einiges länger. Um brauchbare Fotos zu schießen, war die Entfernung letztendlich leider doch zu groß.
Lovund war ein Traum. Hier wollte niemand mehr weg. Idylle, Stille, Romantik, Einsamkeit, geniales Wetter.
Einige Ehepaare durften in den Robour-Häuschen (alte Fischerhütten) übernachten. Diese sind wohl recht komfortabel eingerichtet.
Die restlichen Paare und die Singles wurden im Hotel einquartiert. Mein Zimmer war super und bot Blick auf’s Wasser. Hier hielt ich mich aber nur kurz auf. Ich benutzte den Fahrstuhl und fuhr auf die Dachterrasse. Der Ausblick war wirklich beeindruckend.
Nachmittags stand eine Wanderung zu den Vogelfelsen auf dem Programm. Mit Glück könnte man hier Papageientaucher aus der Nähe sehen.
Ich erkundigte mich bei Sören nach dem Schweregrad der Wanderung. Als es hieß, pro Strecke 1 Stunde laufen und zwar bergauf und bergab, war meine Entscheidung recht schnell gefallen. Ich fand, dass es im Leben schönere Dinge als Laufen gibt und meldete mich bei Sören ab.
Nachdem die Gruppe sich auf den Weg gemacht hatte, setzte ich mich auf die Terrasse und bestellte mir ein Bierchen. Bei herrlichstem Sonnenschein genoss ich das Bier
Später gesellte sich noch ein Holländer an meinen Tisch. Wir unterhielten uns ganz nett. Er war für einige Tage bei seinem Bruder zu Besuch. Dieser ist mit einer Norwegerin verheiratet und sie sind hier auf Lovund sesshaft geworden. Er erzählte, dass auf Lovund sogar ein Tag nach den Vögeln benannt ist. Der 14. April soll der sog. ‚Papageientaucherankunftstag‘ sein. Angeblich kehren jedes Jahr genau an diesem Tag zigtausend dieser niedlichen Tierchen wieder zu ihren Brutstätten zurück.
Ob es stimmt?? Eine nette Story war es auf jeden Fall.
Als die Wandergruppe zurückkam, waren einige Leute ganz schön am Hecheln.
„Das war richtig anstrengend. Hast nichts verpasst! Nicht einen einzigen Papageientaucher haben wir gesehen.“
‚Alles richtig gemacht‘ dachte ich so bei mir.
Gegen 23.30 Uhr machte ich mein letztes Foto für den heutigen Tag. Danach ging es ins Bett.
Dieser Lovund-Trip war für mich das absolute Highlight dieser Rundreise.
Bis demnächst! Papa Kenia Dieter
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200925. Apr. 2021 · #31
Moin Papa Kenia, selbstverständlich reise auch ich wieder mit. Norwegen ist wunderschön und ich denke es ist für uns langsam an der Zeit ein 3. Mal dahin zu reisen. Lovund sieht ja wie ein Bilderbuch aus. Habe ich mir gleich notiert.
Ein großes Dankeschön für deinen Reisebericht und ich freue mich auf deine Fortsetzung.
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201225. Apr. 2021 · #32
@Lotusblume Moin Lotosblume, schön, Dich auch begrüßen zu dürfen. Lovund war wirklich ein Knaller. Lag aber mit Sicherheit auch am Top-Wetter! Morgen wird es noch mal traumhaft schön!
Schönes Restwochenende und gesund bleiben!
LG Papa Kenia Dieter
Sabine261'394 Beiträge · seit 200925. Apr. 2021 · #33
Hallo Dieter,
wow, ist das schön - danke fürs Teilen Deiner Erlebnisse und der Bilder! Deinen Bericht muss ich unbedingt meinem Mann zeigen, mit Norwegen ist er ohnehin nicht abgeneigt, aber ich denke, Dein Bericht wird noch sein Übriges tun!
Weißt Du, wie lange die Papageientaucher immer dort sind, also in welchem Monat sie quasi wieder abreisen? Wieviel Personen hat Eure Reisegruppe umfasst? Das für Euch gecharterte Boot sieht ja nicht danach aus, als sei die Gruppe riesig gewesen.
Viele Grüße Sabine
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201225. Apr. 2021 · #34
Hallo Sabine,
Sitzmöglichkeiten waren auf Ober- und Unterdeck (ich weiß nicht, ob das bei kleinen Schiffen so genannt wird). Auf jeden Fall war Platz für alle. Ich glaube, wir waren 41. Wann die Papageientaucher verschwinden, kann ich beim besten Willen nicht sagen.
Auch Dir noch ein schönes Restwochenende!
LG Papa Kenia Dieter
Katma1722560 Beiträge · seit 202125. Apr. 2021 · #35
Hallo Papa Kenia! Was für schöne Bilder!!! Vielen Dank! Lovund sieht echt genial aus - und das Hotel erst! Da würde ich auch gerne mal ein Bierchen genießen! 😎 Bin schon gespannt, wie es weiter geht! Liebe Grüße, Kathrin
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201226. Apr. 2021 · #36
Hallo Kathrin,
Lovund war wie ein Mitmach-Bilderbuch! Mittendrin in den Farben!
Gleich geht’s weiter!
Ich wünsch‘ Dir eine schöne Woche!
LG Papa Kenia
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201226. Apr. 2021 · #37
Tag 6
Natürlich war ich vor dem Frühstück schon wieder auf Fotopirsch. Beim Sichten meiner Fotos habe ich gesehen, dass ich die ersten Bilder bereits um 4.31 Uhr gemacht habe. Langsam frage ich mich, ob ich in diesem Urlaub überhaupt mal geschlafen habe.
Bereits ab halb 6 Uhr gab es Frühstück. Immerhin mussten wir gegen 7 Uhr die einzige Fährverbindung des heutigen Tages nutzen. Wir marschierten also zum Bootsanleger und fuhren mit einem Katamaran nach Onøy.
Dort sind wir auf ein anderes Schnellboot umgestiegen, um nach Vågaholmen weiterzufahren.
Kurt wartete dort bereits mit dem Bus. Bevor es weiterging, kreisten erst einmal die Pappbecher mit Sekt. Schließlich hatten wir vorhin den Polarkreis überquert. Das muss begossen werden!
Anschließend fuhren wir zum Holandsfjord. Es waren nur paar Meter vom Parkplatz bis zum Bootsanleger. Von da aus ging es wieder geschätzte 10 oder 15 Minuten mit dem Schiff rüber ans andere Ufer, zum Engabreen, Norwegens zweitgrößter Gletscherzunge.
Hier war im Touristencenter kostenloses Waffelessen und Kaffeetrinken angesagt. Wer wollte, konnte einen Spaziergang um den Gletschersee Richtung Gletscherzunge machen. Oder von der Terrasse aus bei herrlichstem Sonnenschein den Ausblick genießen. Der Tag war eine Kopie zum Vorjahr. Genauso perfekt. Stimmung, Wetter, Temperaturen – alles vom Feinsten.
Nachdem wir wieder zurück ans andere Ufer geschippert waren, fuhren wir weiter mit dem Bus bis zum Gezeitenstrom Saltstraumen.
Nächste Station war Bodø. Von Bodø aus ging es zum Endziel: Svolvær. Nun tat sich die Masterfrage des Tages auf: Was nehme ich denn so an Gepäck mit? Rucksack oder Tüte?
Das war für einige Reisenden wieder eine logistische Herausforderung. Die sperrigen Koffer blieben nämlich im Bus. Denn der konnte nicht mit an Bord.
Kurt würde mit dem Bus vorfahren. Wegen der Entfernung würde er aber erst am nächsten Morgen zu uns stoßen.
Von Bodø fuhren wir also gegen 17 Uhr mit einem Schnellboot nach Svolvær.
Auf diesem Schnellboot (geschätzte 200 Sitzplätze) hatte ich mir einen freien Platz im mittleren Teil genommen. Ich wollte einfach mal ein bisschen vor mich hindösen. Da kam vom Fenster her ein junger Mann, - vermutlich ein Student -, und fragte, ob ich gern seinen Platz am Fenster haben möchte. Ich habe dankend abgelehnt. Solche Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit wären in Deutschland fast unvorstellbar.
20.15 Uhr kamen wir in Svolvær an.
Das Hotel machte einen netten Eindruck und war nun für zwei Nächte unsere Unterkunft. Hier war ich letztes Jahr morgens schon herumgeschlichen, um in aller Herrgottsfrühe Fotos von der Gegend zu machen. Das Hotel bot zwar keinen Luxus und hatte auch wohl einige Jährchen auf dem Buckel. Aber das Ambiente überzeugte. Die Lage direkt am Wasser sowieso.
Während Sören die Zimmerkarten organisierte und verteilte, setzte ich mich mit den drei Leuten aus Oberhausen zusammen. Wir probierten Brooklyn Lager Bier. Es schmeckte sehr gut. Zwei weitere Ehepaare gesellten sich noch zu uns. Dann hatte jemand die Idee, dass wir auch MACK mal probieren sollten. Die Idee war genial.
Im Übrigen war die Theke so gut bestückt, dass ich glaube, ich muss noch mal wiederkommen.
Im Katalog des Reiseveranstalters waren alle Unterkünfte für die gesamte Reise genannt. So hatte man die Möglichkeit, sich mit den Hotels vor Buchung oder Reiseantritt ein wenig näher zu befassen.
Bei dieser Unterkunft in Svolvær hatte ich auf der Homepage des Hotels gelesen, dass alle Einzelzimmer zum Parkplatz liegen.
Umso erstaunter war ich, als ich mein Zimmer sah. Bingo! Ich hatte das Riesenglück im ersten Stock ein Eckzimmer zu bekommen. Klein aber fein! Einerseits schaute ich links auf den Anleger der Hurtigruten. Durch das andere Fenster sah man auf Hafen und Stadt. Ich habe hier um Mitternacht fast eine Stunde am Fenster gesessen und den Ausblick genossen.
Es war ja noch hell! Oder schon wieder?
Gute Nacht!
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201227. Apr. 2021 · #38
Tag 7 Auch heute war ich wieder zeitig auf den Beinen. Fotomotive boten sich in Hülle und Fülle.
Danke für den interessanten Bericht ! Zu welcher Jahreszeit fand die Reise statt ?
Liebe Grüße
Makra
PKPapa KeniaThemenstarter541 Beiträge · seit 201227. Apr. 2021 · #40
Tag 7 - Teil 2
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es heute zunächst zum Lofotenmuseum in Storvågan. Wir waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Das Museum hatte geschlossen. Aber auch ohne Museumsbesuch war der Ort mit seinen lofotenroten Häusern sehenswert. Die Größe dieses Örtchen war überschaubar. So hielten wir uns hier nicht allzu lange auf. Nach zirka 45 Minuten trafen wir uns am Bus für die Weiterfahrt.
Es folgte ein rund einstündiger Besuch in Henningsvær. Henningsvær ist ein farbenfrohes Fischerdorf mit netten Geschäften und Cafés. Dieser malerische Ort bot mit den Bootshäuschen und festgetauten Fischerbooten eine tolle Fotokulisse. Im Hintergrund ragten gewaltige, noch schneebedeckte Berge auf.
Das nächste Etappenziel war Borg. Das dortige Lofotr Wikingermuseum liegt auf einem Hügel. Keine Wolke trübte den Himmel. Aber in Borg pfiff ein eiskalter Wind. Wir wussten vor lauter Sturm kaum vom Eingang zum Museum zu kommen. Die eiskalten Böen haben uns beinah von den Beinen gezogen. Nach der Besichtigung nahmen wir noch eine Stärkung zu uns.
Nachmittags stand noch das Fischerdorf Nusfjord auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin stoppten wir ganz kurz bei Haukelandssanden. Er soll einer der schönsten Sandstrände Norwegens sein.
Nusfjord ist eines der Vorzeigedörfer Norwegens. Das kann man verstehen, denn die bunten Häuser und Holzgestelle zum Trocknen des Stockfisches strahlen schon einen gewissen Charme aus. Vermutlich aber nur, wenn der Ort nicht von Touristen überrannt wird.
Gott sei Dank waren zu dem Zeitpunkt unseres Kommens nur eine Handvoll weiterer Besucher hier.
Nusfjord bietet neben Lager- und Bootshäusern eine Schmiede, eine Bäckerei und eine Fischräucherei. Ob diese Einrichtungen noch in Betrieb waren oder nur für die Touristen als Vorzeigeobjekte dienen sollten, erschloss sich mir nicht.
Fakt aber ist, dass man die für die Lofoten typischen Robuer für Übernachtungsmöglichkeiten buchen kann.
Der letzte Fotostopp des Tages galt dem Örtchen Reine. Reine ist ein historisches Dorf mit 300 Einwohnern. Und ist vermutlich schon millionenfach ‚totgeknipst‘ worden. Es gilt halt schlichtweg als DAS Fotomotiv Norwegens und ist wahrscheinlich in jedem Reiseführer zu finden.
Es folgte die zweite Nacht im Hotel in Svolvær. Bevor es endgültig zur Nachtruhe ging, saßen wir noch mit ein paar Leutchen auf einen Absacker zusammen.