casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200731. Okt. 2020 · #21
22.02.2006 Boardwalk Lodge Wilderness
Als ich (wie immer als erster) aufwache, scheint die Sonne.
Und jetzt wirkt der schöne Bungalow mit Aussicht erst so richtig.
Wir genießen eine Tasse Kaffee und wollen uns dann zu einigen Besichtigungen losmachen.
Zuerst geht’s zum Kaaimans Rivier an die berühmte Brücke. Die Fahrt ist nicht weit. Überall hocken Dassies in den Bäumen.
Wir finden die Viecher auch heute noch putzig. Und dann kommt tatsächlich der Outjeniqua Choochoo Train.
Ein wunderschöner Anblick, der leider viel zu schnell vorbeigeht.
Wir knipsen schnell einige Bilder und fahren dann weiter in Richtung Sedgefield.
Der Ort gefällt uns sofort.
Überall an der Lagune laufen Reiher herum und die privilegierten Einwohner wohnen in richtig netten Häusern.
Als wir den Strand erreichen, erreicht auch unsere Laune den Höhepunkt.
Was für ein Traum ! Hier ist fast nichts los. Also auf zum ausgedehnten Strandspaziergang.
Das Meer rauscht und die Sonne bräunt unsere Haut. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie begeistert wir waren.
Dann geht es zurück nach Wilderness. In den Vororten am Strand stehen schon damals echte Traumhäuser.
Wir machen uns einige Gedanken über die Verteilung des Reichtums und die Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß. An diesen Gedanken kommt vermutlich kein Südafrikareisender vorbei.
In Wilderness machen wir nach einem kurzen Stop in unserer Unterkunft einen zweiten, nicht minder schönen Strandspaziergang.
Das hat schon was, zwischen dem tosenden Atlantik und den Traumhäusern zu laufen.
Gleitschirmflieger landen am Strand und es gibt einige Sonnenanbeter.
So langsam steigt unsere Spannung, denn wir haben ja einen Tisch im Serendipity reserviert. Im Internet hatte ich von dem tollen Gourmeterlebnis dort gehört. In unserem Chalet genießen wir noch kurz die Abendstimmung, dann geht es die kurze Strecke in ein Wohngebiet an der Lagune.
Das Hinweisschild führt uns zu einem mondänen Wohnhaus. Hier ist ein Restaurant ? Vorsichtig und etwas aufgeregt klingeln wir. Rudolph stellt sich als äußerst charismatischer Gastgeber heraus. Er begrüßt uns herzlich in Jeans. Wir sind etwas froh, hatten wir doch Angst underdressed zu sein. Völlig unbegründet. Auch das gefällt uns so in Südafrika.
Auf der Terrasse erklärt er uns bei einem Glas Sparkling Wine das Menü. Dann geht es los.
Eine Köstlichkeit nach der anderen begeistert unsere Geschmacksnerven.
An diesem Abend essen wir das erste Mal in unserem Leben auf Gourmet Niveau. Das passt ganz gut zu uns !
Die Rechnung fällt für das Gebotene überschaubar aus. Und so verlassen wir irgendwann in allerbester Stimmung das schöne Lokal. DAS war ein perfekter Tag ! Ins Serendipity wollen wir auf jeden Fall noch einmal ! Südafrika kann man schon noch einmal machen, oder ? In unseren Köpfen reift ein unausgesprochener, zu diesem Zeitpunkt noch nebulöser Wunsch…….
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200701. Nov. 2020 · #22
23.02.2006 Boardwalk Lodge Wilderness nach Tsitsikamma Oceanette
Der heutige Tag sollte sich schnell anders al geplant entwickeln. Nach dem Frühstück geht es los in Richtung Tsitsikamma. Wir wollen die Old Knysna Road nehmen und nicht zu spät in Tsitsikamma ankommen. Nach ca. 10 Kilometern bemerke ich einen Platten Reifen an unserem Polo. Na Super ! Nicht allzu weit von einem Ort entfernt räumen wir auf der Landstraße stehend unseren Kofferraum aus um den Reifen zu wechseln. In Südafrika ist das nicht gerade eine Traumsituation. Als ich den Ersatzreifen herausholen möchte, mache ich große Augen. Das Ersatzrad hat einen bösen Schaden an der Felge.
Aber es hat wenigstens Luft. Der Reifenwechsel ist schnell erledigt, die Koffer sind zurück im Kofferraum und wir sind richtig sauer auf die Autovermietung. Ein Anruf (ich glaube es war Budget) lotst uns zum Gott sie Dank sehr nahen Flughafen George. Ganz vorsichtig fahrend erreichen wir diesen schnell. Unser schöner blauer Polo wird gegen einen langweiligen silbernen getauscht und wir sind viel später als geplant wieder unterwegs zur Old Knysna Road.
Und die stellt sich als richtig urig heraus.
Wir genießen die Fahrt sehr und kommen schnell wieder auf andere Gedanken. Die Landschaft ist wunderschön und abwechslungsreich.
Irgendwo machen wir Pause (ich habe tatsächlich keine Erinnerung mehr daran). 😗 😣
Schließlich erreichen wir Tsitsikamma, checken ein und beziehen die allerletzte Oceanette genau an der Stelle, an der der Otter Trail beginnt.
Die Einrichtung ist damals spartanisch. Die Lage allerdings ein Traum. Direkt vor unserer Terrasse brechen die Wellen tosend an den Felsen.
Wir setzen uns einen Moment hin und genießen die Eindrücke (findet den Fehler im Bild) !
Dann laufen wir den Otter Trail ein gutes Stück ab.
Leider sind wir viel zu spät, um den Wasserfall erreichen zu können.
Aber die wildromantische Küste entschädigt uns mit immer neuen Ausblicken.
Das Ganze wird untermalt durch den donnernden Ozean und Sonne.
Dann geht es schon zum Abendessen ins Nationalparkrestaurant und danach ins Bett. Schade, dass wir hier nur einen Tag ergattern konnten.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200701. Nov. 2020 · #24
@Fotomatte
wer zwei rechte Füsse hat, kann sich problemlos zwei linke Hände leisten...
😘 😘 😘 🙂 🙂 🙂 😎 😎 😎 Das war echt ein Lacher ! Danke Matthias ! Marius Steiner vom Camp Aussicht meinte vor einigen Jahren zu Kerstin: Schicke mir den Carsten mal zwei Wochen hierher. Dann mache ich aus seinen zwei linken Händen zwei rechte 😉
Es wird Zeit, dass man mal wieder aktuelle Reiseberichte schreiben kann und nicht so olle Kamellen, wie ich sie derzeit heraushole 😛
das ist ja cool, da sind so viele Fleckchen dabei, die wir auch schon besucht haben. 🤩 Und tatsächlich war auch mein erster und einziger Platten auf der identischen Strecke - und witzigerweise war ich auch in George (aber an der Tankstelle) zum reparieren. Da fahr ich gerne noch ein wenig mit.... aber klar wärs in realtime der Knaller 😄 😏 lg Uwe
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200704. Nov. 2020 · #26
@Sternschnubi
das ist ja cool, da sind so viele Fleckchen dabei, die wir auch schon besucht haben.
War ja eine Mainstream Tour 😉
Und tatsächlich war auch mein erster und einziger Platten auf der identischen Strecke - und witzigerweise war ich auch in George (aber an der Tankstelle) zum reparieren.
Scheint eine echte Reifenkillerstrecke zu sein. 😛 Das nächste Mal mieten wir nen 4x4 miz gescheiten Reifen 😉 😣 😗 😛
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200704. Nov. 2020 · #27
24.02.2006 Tsitsikamma Oceanette nach Lairds Lodge (Harkerville)
Nach einem Frühstück im Nationalparkrestaurant laufen wir zum Storms River Mouth. Wir sehen unseren allerersten Ibis und freuen uns über den urigen Wanderweg. Er führt durch sattes Grün.
An der Suspension Bridge entschließen wir uns spontan zu einer Bootstour in den Canon des Storms River.
Sie gefällt uns gut.
Als wir sehr zufrieden zurück zu unserem Auto laufen, merken wir dass sich unser früher Aufbruch gelohnt hat. Es werden gerade mehrere Reisebusse ausgeleert.
Die eine Nacht war viel zu kurz ! Unsere heutige Tagesetappe ist nicht weit. Und so besuchen wir vor der Weiterfahrt das nahe Natures Valley. An der Blouwkraans Bridge vorbei fahren wir durch große abgebrannte Waldflächen,
bis es eine Passstraße hinunter geht. Am Straßenrand sitzen Paviane
und die Aussicht ist sehr vielversprechend.
Unten angekommen stellen wir das Auto an einem kleinen Parkplatz ab.
Hier fließt die Lagune ins Meer.
Wir finden es unglaublich schön an diesem Platz.
Wir schlendern herum, genießen die Ruhe, vergessen die Zeit und sind very happy!
Den weiten Strand teilen wir uns mit nur wenigen Menschen und einigen Reihern. Wir sind uns einig. Das Natures Valley ist ein Platz ganz nach unserem Geschmack.
Dann fahren wir weiter. Oberhalb des Passes halten wir an großen Protea Büschen an.
Etwas weiter erreichen wir den Natures Way Farmstall. Ein herrlich ruhiges Plätzchen.
Die Käseplatte schmeckt sehr lecker und unsere Laune bleibt auf hohem Level.
Nebenan in einem Gatter liegen einige Kälbchen, die vermutlich kein gutes Schicksal haben werden.
Zufrieden fahren wir zur Lairds Lodge weiter. Sie ist ziemlich gehoben und soll unser Unterkunfts-Highlight der Reise werden. Und sie ist es. In einem historischen kapholländischen Haus ist alles very British eingerichtet.
Und wir lieben es.
Nach einem herzlichen Empfang sitzen wir auf der schönen Terrasse und trinken Tee. Nach einer Siesta werden wir zu einem sehr stilvoll eingerichteten Raum geleitet und bekommen ein Getränk gereicht. Im Hof brennen Feuerkörbe und es ist einfach schön.
Bald kommt das erste englische Paar, stellt sich ohne Berührungsängste vor und wir kommen sofort ins Gespräch. Ich hasse damals mein schlechtes Englisch (inzwischen ist es besser geworden). Es entwickeln sich sehr nette Gespräche. Alle weiteren Gäste sind auch Engländer. Wir nehmen an einem großen, sehr festlich gedeckten Tisch Platz und es ist irgendwie wie ein großes Familientreffen.
Ich sitze neben einer englischen Admiralswitwe. Sie wohnt in Cornwall und schwärmt von den Blue Bells, die im Frühjahr in ihrem Garten blühen. Wir sollen sie unbedingt mal besuchen…
Der Abend ist lang und stimmungsvoll. In diesem Moment wird der Grundstein zu unserer Affinität zu Briten gelegt.
Heihei, Ihr beiden Genießer, es gibt ne Menge appetitanregender oder wegmütiger Fotos, aber das und das gefallen mir am besten..... 😎 Schöne Grüße Friederike
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200708. Nov. 2020 · #30
25.02.2006 Lairds Lodge Ausflug Robberg Nature Reserve und Knysna
Nach einem sehr leckeren und stilvollen Frühstück machen wir uns auf in Richtung Robberg Nature Reserve.
Der Himmel ist etwas bedeckt und unsere Beine vom gestrigen Abend schwer.
Das ändert sich nach den ersten Eindrücken der schönen Halbinsel schnell.
Es ist richtig schön hier und Massentourismus sieht anders aus.
Auf der gesamten Wanderung werden wir vier Menschen sehen. Das erste Stück führt über eine hohe Klippe, von der aus wir Seehunde oder Robben beobachten können.
Wir genießen die Ruhe sehr und lassen uns den Seewind um die Nase wehen. Dann geht es langsam hinunter zu einer schönen Bucht.
Wir setzen uns auf einen Felsen und beobachten die sich brechenden Wellen bei einem leckeren Tennis Keks. Die sind auf all unseren Afrika Reisen dabei.
Zufrieden erreichen wir unseren Polo und fahren nach Knysna. Ich kann mich noch gut an die Townships links und rechts der Nationalstraße erinnern. Knysna selbst sagt uns so überhaupt nicht zu. Es ist uns einfach zu rummelig. Ähnlich wie in Hermanus. Nach dem schönen Naturerlebnis haben wir gar keine Lust hier auszusteigen. Und so fahren wir zu einem der Heads, machen einige Fotos und fahren zurück in die Lairds Lodge.
Beim Dinner treffen wir wieder auf die englische Truppe. Der Abend wird noch etwas vertrauter als gestern. Die Admiralswitwe war mit ihrem Mietwagen und der Freundin in Oudtshoorn und wurde mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit geblitzt. An der folgenden Polizeisperre habe sie dann so freundlich und unbedarft auf den Police-Officer eingeredet, dass er sie ohne Strafe weiterfahren ließ.
Das Dinner ist ultra lecker, stimmungsvoll und die Gespräche werden sehr persönlich. Es fließen rundherum einige Tränen, als wir von lieben verstorbenen Familienmitgliedern reden. Der Abend mit den tollen Briten wird uns immer in guter Erinnerung bleiben.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200731. Dez. 2020 · #33
26.02.2006 Lairds Lodge über Monkey Land nach Addo Main Camp
Heute frühstücken wir relativ spät und ganz alleine.
So können wir ganz in Ruhe die tolle Einrichtung fotografieren.
Diese Lodge ist wirklich ein Traum, aber auch ein teurer.
Monkey Land würden wir heute eher nicht mehr besuchen. Damals fanden wir es ganz interessant.
Leider haben wir viele der Fotos verwackelt.
Dann fahren wir gespannt weiter nach Addo.
An der trubeligen Rezeption checken wir ein und fahren zu unserem Rondavel mit Wasserloch Blick.
Innen ist es spartanisch eingerichtet, aber der Blick aufs Wasserloch begeistert uns. Es war ja damals erst unser zweiter Afrikaurlaub.
Dann fahren wir eine kleine Runde durch den Park. Die Landschaft ist schön und wir haben einige nette Sichtungen.
Es ist richtig heiß und wir sind etwas müde, als wir zum Chalet zurückkommen. Durstig fallen wir bei angeschalteter Klimaanlage aufs Bett. Ein Bierchen wäre jetzt nicht schlecht. Wir haben aber keines. Kerstin redet eindrücklich auf mich ein. Caarsten. Stellleee Diiir vooor, DAS eissssskaaaalte Bier rinnt peerleeeend DEINE Keeehle heruuunteer !!! Ich kann nicht mehr anders und bin leicht auszurechnen. OK, ich gehe ja schon zum Shop. Wir lachen heute noch darüber.
Dann lassen wir den Abend, unterbrochen von einem Besuch im Restaurant, auf unserer Terrasse ausklingen. Wir sind sehr zufrieden und genießen die Geräusche der afrikanischen Nacht !
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200724. Jan. 2021 · #34
27.02.2006 Addo Main Camp / Halbtagestour Schotia
Am nächsten Nachmittag haben wir eine Tour im nahen Schotia Gamereserve gebucht. Wir verbringen noch einige Zeit auf unserer Terrasse und genießen den Blick aufs rege Treiben am Wasserloch.
Dann brechen wir auf zu unserem Ausflug.
Wir besuchen eine Art Zoo, an den ich keine Erinnerungen mehr habe.
Heute würden wir ihn nicht mehr besuchen.
In Schotia werden wir von einem coolen Ranger empfangen.
Alles wirkt sehr professionell. Wir besteigen ein offenes Geländefahrzeug und fahren los.
Wir sichten Gnus, Zebras, Giraffen und bekommen allerlei interessante Fakten erzählt.
In der Nähe eines Wirtschaftsgebäudes sichten wir ein grasendes Breitmaulnashorn.
Durch meinen Lieblingsfilm Hatari habe ich schweren Respekt vor dem Koloss. Er kommt uns ganz Nahe und ist wirklich friedlich.
Als es schon langsam dunkel wird, fahren wir in einen enger abgezäunten Teil des Reserves. Hier leben die Löwen. Das hat jetzt doch etwas von einem Zoo. Wir genießen es trotzdem.
Das erst (aber nicht das letzte Mal) sitzen wir in einem offenen Safari Auto und stehen direkt neben Löwen.
Das wird immer aufregend bleiben !
Danach fahren wir zu einem Dinner und unterhalten uns nett mit den anderen. Der Ausflug hat uns gut gefallen und zufrieden fahren wir durch die Nacht zurück nach Addo.
welcome back 😉 endlich wieder einmal was ohne Covid.... Schön, dass du dich durchgerungen hast. Was soll man denn bei so einem Wetter auch anderes machen... So im Lauf der Zeit kommt schon ein bissi zusammen an Sachen, die man heute nicht mehr machen würde oder machen will. 😐 😐 Aber immer wieder witzig und cool, zu sehen was man so in den Anfangsjahren so alles gemacht hat. lg uwe
Enilorac65768 Beiträge · seit 201724. Jan. 2021 · #36
Oh es geht weiter, wie schön! Wir waren letztes Jahr auch in so einem Rondavel (Nr.1) Ich bin ganz neidisch auf eure Elefantensichtung am Wasserloch! Bei uns kamen nur zwei Kudus...
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200706. Feb. 2021 · #37
@Sternschnubi
Schön, dass du dich durchgerungen hast. Was soll man denn bei so einem Wetter auch anderes machen...
Also das Wetter passt heute wieder 😉 Es geht weiter !
<Enilorac65
Oh es geht weiter, wie schön! Wir waren letztes Jahr auch in so einem Rondavel (Nr.1) Ich bin ganz neidisch auf eure Elefantensichtung am Wasserloch! Bei uns kamen nur zwei Kudus...
Elefanten hatten wir damals echt genug ! Und es geht hier auch endlich mal wieder weiter !
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200706. Feb. 2021 · #38
28.02.2006 Addo nach Graaff Reinet – Drostdy Hof
Heute heißt es Abschied nehmen vom Addo NP.
Unser kleiner Safari Stopp hat sich gelohnt. Schließlich war es damals unser zweiter Park mit Tieren ever ! Wir Frühstücken und machen uns auf den Weg in die Karoo.
Graaff Reinet ist unser heutiges Ziel. Und heute beweist uns Südafrika, dass es auch einiges an Weite zu bieten hat.
Relativ früh kommen wir an
und schauen uns unser Hotel, den historischen Drostdy Hof an. Hübsch sieht es hier aus.
Wir machen es uns im Garten gemütlich und ich kann mich an nicht fotografierte rote Vögel erinnern. Dann brechen wir zum Camdeboo Nationalpark auf.
Die Landschaft hier begeistert uns total. Weite und dramatische Wolkenstimmungen !
Auf einem Parkplatz stellen wir unser Auto ab und stellen fest, dass wir so gut wie alleine sind. Absolut begeistert wandern wir umher.
Die schönsten Fotos sind leider auf den noch nicht eingescannten Dias.
Als es langsam dämmert, fahren wir höchst zufrieden zurück nach Graaff Reinet.
So weit ich mich erinnern kann, Dinieren wir im Hotel, drinken einen leckeren Rotwein auf einen erneut gelungenen Tag. Ergänzung: Kerstin musste mir auf die Spünge helfen. Wir hatten an diesem Abend ein 8 Gang Degustationsmenü und waren begeistert !
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200719. Feb. 2021 · #39
01.03.2021 Graaff Reinet – Drostdy Hof Da wir heute nicht weiterreisen, können wir den Tag ganz gemütlich angehen. Dann brechen wir auf. Gestern haben wir ein Schild „Camdeboo Game Viewing Area“ entdeckt. Jetzt wollen wir uns das mal anschauen und danach noch einmal in Ruhe nach Camdeboo selbst weiterfahren. Am Nqweba Dam genießen wir die tolle Aussicht.
Dann geht es noch ein Stück weiter, bevor wir nach rechts in die Game Viewing Area abbiegen.
Große Erwartungen haben wir keine.
Da wir aber wenig Safari Erfahrung haben und der landschaftliche Rahmen stimmt, genießen wir die kleine und sehr einsame Runde sehr.
Gute Fotos kommen nicht heraus, aber wir sehen einige Antilopen, Strauße und einige Kleintiere.
Wir haben damals tatsächlich unsere ersten Blue Cranes gesehen. Wussten aber nichts davon….
Auf jeden Fall eine nette Abwechslung. Wir fahren zurück und setzen uns etwas in den Garten des Hotels.
Dabei bewundern wir die Red Bishops am Vogelhäuschen.
Am späten Nachmittag zieht es uns erneut zum Camdeboo. Die Aussicht ist einfach toll und wir wandern etwas umher.
So langsam verfärbt sich dann noch etwas der Himmel und wir genießen einfach die Zeit.
Den Abend verbringen wir mit einem netten Dinner und einer Flasche La Motte Sauvignon Blanc.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200720. Feb. 2021 · #40
02.03.2021 Graaff Reinet – Beaufort West / Ko Ka Tsara Bushcamp
Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Beaufort West.
Zuerst ist die Landschaft echt spektakulär, dann verschwinden die Berge und die Landstraße führt uns durch die endlose Weite der Karoo.
Ratet mal, was Kerstins Lieblingstier ist !
Das Ko Ka Tsara Bushcamp liegt sehr schön in einer kleinen Schlucht unterhalb eines Staudammes.
Wir werden nett empfangen. Die Angestellte läuft mit Kerstin zum Chalet, ich fahre das Auto dort hin. Als ich ankomme, sind die beiden bereits im Chalet und es herrscht höchste Alarmstufe.
Hinter der Schiebetür sitzt ein Skorpion. Die Angestellte ist aufgeregter als Kerstin. Kerstin nimmt ein Saftglas aus dem Schrank und sucht nach etwas flachem. Damit fängt sie den Skorpion, während die Angestellte schreiend Abstand hält. Der Skorpionstachel passt nicht mit unter das Glas und so sticht dieser immer von außen in das Glas. Leider haben wir die Bilder dazu nur auf Dia.
Als die Eigentümerin vom Lärm angezogen zu uns kommt, freut sie sich und meint „thats food für the Suricat“. Suricat ? Das Mahl wollen wir uns nicht anschauen, aber danach wären wir bereit, das Erdmännchen persönlich kennenzulernen ! Und da das beim Erdmännchen genauso ist, hat Kerstin das erste Mal im Leben ein putziges Erdmännchen im Arm. Die Begeisterung ist beidseitig groß !
Wir sind die einzigen Gäste und obwohl die Hütte sehr einfach ist, gefällt es uns hier draußen in der Natur ausgesprochen gut ! Trotz der Hitze machen wir uns los zu einer kleinen Wanderung in Richtung Staudamm.
Es ist so richtig urig und sehr einsam ! Wenn ich so darüber nachdenke…… hier dürfte sich letztendlich unsere Liebe zu naturnahen Unterkünften verfestigt haben.
Beim Abendessen in der Lapa sind wir allerbester Laune. Die Katze will unbedingt mit Essen…..
Begünstigt durch den Alkohol machen wir noch Kaspereien mit den an der Wand hängenden Geweihen.
Wir lachen uns noch heute tot über die schwachsinnigen Bilder !