2006 Südafrika Gardenroute –lang ists her 18.02.2006 bis 14.03.2006
Nachdem wir in 2002 in Namibia waren, ging uns Afrika nicht mehr aus dem Kopf. Leider machten uns familiäre Probleme in der Zwischenzeit Fernreisen unmöglich. Und so freuten wir uns im Februar 2006 wie Bolle auf eine ausgedehnte Reise, die und vom Kap an der Gardenroute entlangführen sollte. Es gibt kein Reisetagebuch und so beschreibe ich das Erlebte aus dem Gedächtnis.
Buchu Bushcamp De Hoop Nature R. 19.02.2006 21.02.2006 2 Boardwalklodge Wilderness 21.02.2006 23.02.2006 2 Storms River Restcamp Tsitsikamma NP 23.02.2006 24.02.2006 1 Lairds Lodge Plettenberg 24.02.2006 26.02.2006 2 Addo National Park Addo 26.02.2006 28.02.2006 2 The Drostdy Graff Reinet 28.02.2006 02.03.2006 2 Ko-Ka Tsara Bushcamp Beaufort West 02.03.2005 03.03.2005 1 Fosters Manor Oudsthoorn 03.03.2006 04.03.2006 1 Red Stone Hills Oudsthoorn Nähe 04.03.2006 05.03.2006 1 Rothman Manor Swellendam 05.03.2006 06.03.2006 1 Mount Cedar Cedarberg 06.03.2006 08.03.2006 2 Papyrus Lodge Stellenbosch 08.03.2006 10.03.2006 2 Albatross House Simonstown 10.03.2006 11.03.2006 1 Froggs Leap Hout Bay 11.03.2006 13.03.2006 2
Geflogen sind wir damals mit BA. Nach dem Umsteigen in London
und einem ganz normalen Flug landen wir am 19.02.2006 endlich wieder auf afrikanischem Boden. Der ist allerdings nass vom Regen.
Nachdem wir unseren blauen Polo entgegengenommen haben, geht es in Richtung Strand. Der Linksverkehr kostet uns seinerzeit noch einige Nerven. Leider herrscht ein ausgedehnter Stromausfall und wir konnten kein Bargeld holen. An einem Aussichtspunkt genießen wir den ersten Blick aufs Meer und sind überrascht, wie schnell uns die Landschaft begeistern kann.
Kerstin macht Dias und ich habe Daddys erste Digitalkamera dabei.
Unser erster Stopp soll die Pinguin Kolonie in Bettys Bay sein.
Aber wir haben leider nur Euro. Am Kassenhaus redet Kerstin aller höflichst mit den beiden farbigen Angestellten. Der Eintritt ist spottbillig und wir bieten einen 10 Euro-Schein an. Das ist damals ein Vielfaches des Eintrittspreises. Sehr skeptisch willigen die beiden ein und glauben vermutlich, dass wir sie über den Tisch ziehen möchten.
Wir sind fast alleine und genießen unsere allererste Pinguin Begegnung in freier Natur total.
Die putzigen Kerle sind etliche Fotos wert Der Himmel ist inzwischen blau und wir happy.
Wir verabschieden uns von den Pinguinen und fahren einige Kilometer weiter an den Strand von Kleinmond. Eine halbe Stunde Strandspaziergang langen aus, um uns ordentlich die Krotze zu verbrennen. Aber es ist es wert !
Da wir noch bis nach De Hoop wollen, geht es dann auch schon weiter. Vorbei an Hermanus
fahren wir durch weite Agrarlandschaft unter dem Dach des stahlblauen Himmels.
Unterwegs essen wir saulecker in unserem allerersten Padstal.
Es ist windig und es bilden sich bizarre Wolkenformationen.
Die letzten Kilometer führen uns über Gravel. Nach einem Stopp an einer Straussenweide erreichen wir irgendwann das Buchu Bushcamp.
Es liegt wunderschön in Mitten der Fynboslandschaft und gefällt uns ausgesprochen gut.
Nach einer Tasse Tee machen wir Siesta Siesta essen zu Abend
und fallen sehr müde ins bequeme Bett.
Teil 225. Okt. 2020
20.02.2006 Buchu Bushcamp / De Hoop NP
Heute steht nach dem Frühstück natürlich eine ausgiebige Erkundeung des De Hoop NP’s an. Leider ist das Wetter richtig schlecht. Wir lassen uns die Laune nicht verderben und fahren los. Das Camp liegt direkt neben dem Parkeingang. Wir sehen unsere ersten Bonteböcke
und Paviane. Damals alles ganz aufregende Begegnungen.
Der Park hat bei dem Wetter etwas Schottisches.
Unterwegs sehen wir so gut wie keinen anderen Touris. Als wir das Meer erreichen, sind wir sogar ganz alleine.
Der Himmel wirkt bedrohlich und der große Sandkasten gefällt uns super.
Begeistert laufen wir am Meer entlang und genießen die einsame Gegend.
Am Ufer gibt es einige Vögel und bizarr ausgewaschene Felsen.
Nachdem wir unsere ersten African Black Oystercatchers sichten, drehen wir um und fahren noch eine weiter Runde durch den Park.
Mann ist das schön hier !
In der für uns neuen Fynboslandschaft blühen immer wieder Blumen.
Wir sehen erstmals die mächtigen Elands und einige Strausse.
Den Rest des Tages ruhen wir uns aus und freuen uns auf die weitere Reise.
Was es wohl noch zu entdecken gibt ? Nach dem guten Abendessen fallen wir müde ins Bett.
Beim Frühstück herrscht fröhliche Erwartung darüber, was und heute erwartet. Die nächste Unterkunft in Wilderness hatte ich im für uns noch etwas suspekten Internet gefunden. Also packen wir unsere Sachen in unseren blauen Polo und fahren los.
Den kürzeren Weg mit der handbetriebenen Fähre trauen wir uns nicht zu. Die Pad führt wieder durch nicht endendes Farmland. Auf den Telegrafenmasten sitzen immer wieder schöne Greifvögel ( fast hätte ich Raubvögel geschrieben). Immer wenn wir zum Foto schießen anhalten, sind die stolzen Federfreunde schon weg geflogen. Nach zig Versuchen ruft meine ungehaltene, impulsive Frau tief enttäuscht hinterher „Arschloch!“……. Das kein falscher Eindruck entsteht. Wir sind Tierfreunde und das ist sicherlich nicht der richtige Name…….. Er ist aber in unseren ganz privaten Sprachgebrauch bei der Sichtung von Greifvögeln eingezogen. Das Wort hat hier aber eine andere, respektvollere Bedeutung als üblich …. Doch dann werden wir mit Blue Cranes belohnt.
Kerstin erkennt sie damals schon als eine sehr seltene Art und wir sind uns der Bedeutung dieser Sichtung bewusst. Die gute Laune kehrt schnell zurück.
Auf dieser einsamen Pad hatten wir gar keine Raststelle erwarte, auch wenn es eine kleine ist.
Schließlich erreichen wir kurz vor Wilderness den kleinen Ort Victoria Bay. Es macht Spaß, die Surfer zu beobachten.
Ansonsten ist der Himmel bedeckt und der Ort wirkt ein wenig verschlafen.
Also gehen wir die letzten Kilometer nach Wilderness an. Am Kaaimansrivier entlang windet sich die Landstraße herunter. Am Dolphin Point sehen wir zum ersten Mal den Traumstrand von Wilderness.
Die Boardwalk Lodge liegt am Hang und sieht vielversprechend aus. Beim netten Empfang teilt man uns mit, dass wir ein Upgrade auf die Honeymoon Unit bekommen. Über Holzstiege und Treppen erreichen wir eine absolut phantastisch ausgestattetes Holzhaus.
Es ist in drei Ebenen eingeteilt und bietet uns einen traumhaften Ausblick auf das Meer.
In diesem Urlaub entdecken wir nicht nur erstmals die tollen Unterkünfte Südafrika, die tolle Tierwelt, die tolle Küche, sondern wir machen auch eines der ersten Selfies in unserem Leben ! Den Ausdruck Selfie kannten damals noch gar nicht.
Wir sind absolut euphorisch und beschließen , unseren allerersten eigenen Grillabend in Afrika zu veranstalten. Im kleinen Supermarkt in Wilderness kaufen wir einige Lebensmittel und etwas Rotwein. Dann verbringen wir einen perfekten Abend bei tollem Ausblick. Dia Landstraße ist je nach Wind zu hören, das ist uns aber egal.
Sehr dankbar gehen wir irgendwann in das besonders gemütliche Bett. Morgen wollen wir nach dem Outeniqua Choo-Tjoe Train Ausschau halten, Sedgefield besuchen, einen Strandspaziergang in Wilderness machen uuuuuund im vielgerühmten Restaurant Serendipity ist ein Tisch reserviert.
Teil 431. Okt. 2020
22.02.2006 Boardwalk Lodge Wilderness
Als ich (wie immer als erster) aufwache, scheint die Sonne.
Und jetzt wirkt der schöne Bungalow mit Aussicht erst so richtig.
Wir genießen eine Tasse Kaffee und wollen uns dann zu einigen Besichtigungen losmachen.
Zuerst geht’s zum Kaaimans Rivier an die berühmte Brücke. Die Fahrt ist nicht weit. Überall hocken Dassies in den Bäumen.
Wir finden die Viecher auch heute noch putzig. Und dann kommt tatsächlich der Outjeniqua Choochoo Train.
Ein wunderschöner Anblick, der leider viel zu schnell vorbeigeht.
Wir knipsen schnell einige Bilder und fahren dann weiter in Richtung Sedgefield.
Der Ort gefällt uns sofort.
Überall an der Lagune laufen Reiher herum und die privilegierten Einwohner wohnen in richtig netten Häusern.
Als wir den Strand erreichen, erreicht auch unsere Laune den Höhepunkt.
Was für ein Traum ! Hier ist fast nichts los. Also auf zum ausgedehnten Strandspaziergang.
Das Meer rauscht und die Sonne bräunt unsere Haut. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie begeistert wir waren.
Dann geht es zurück nach Wilderness. In den Vororten am Strand stehen schon damals echte Traumhäuser.
Wir machen uns einige Gedanken über die Verteilung des Reichtums und die Unterschiede zwischen Schwarz und Weiß. An diesen Gedanken kommt vermutlich kein Südafrikareisender vorbei.
In Wilderness machen wir nach einem kurzen Stop in unserer Unterkunft einen zweiten, nicht minder schönen Strandspaziergang.
Das hat schon was, zwischen dem tosenden Atlantik und den Traumhäusern zu laufen.
Gleitschirmflieger landen am Strand und es gibt einige Sonnenanbeter.
So langsam steigt unsere Spannung, denn wir haben ja einen Tisch im Serendipity reserviert. Im Internet hatte ich von dem tollen Gourmeterlebnis dort gehört. In unserem Chalet genießen wir noch kurz die Abendstimmung, dann geht es die kurze Strecke in ein Wohngebiet an der Lagune.
Das Hinweisschild führt uns zu einem mondänen Wohnhaus. Hier ist ein Restaurant ? Vorsichtig und etwas aufgeregt klingeln wir. Rudolph stellt sich als äußerst charismatischer Gastgeber heraus. Er begrüßt uns herzlich in Jeans. Wir sind etwas froh, hatten wir doch Angst underdressed zu sein. Völlig unbegründet. Auch das gefällt uns so in Südafrika.
Auf der Terrasse erklärt er uns bei einem Glas Sparkling Wine das Menü. Dann geht es los.
Eine Köstlichkeit nach der anderen begeistert unsere Geschmacksnerven.
An diesem Abend essen wir das erste Mal in unserem Leben auf Gourmet Niveau. Das passt ganz gut zu uns !
Die Rechnung fällt für das Gebotene überschaubar aus. Und so verlassen wir irgendwann in allerbester Stimmung das schöne Lokal. DAS war ein perfekter Tag ! Ins Serendipity wollen wir auf jeden Fall noch einmal ! Südafrika kann man schon noch einmal machen, oder ? In unseren Köpfen reift ein unausgesprochener, zu diesem Zeitpunkt noch nebulöser Wunsch…….
Teil 501. Nov. 2020
23.02.2006 Boardwalk Lodge Wilderness nach Tsitsikamma Oceanette
Der heutige Tag sollte sich schnell anders al geplant entwickeln. Nach dem Frühstück geht es los in Richtung Tsitsikamma. Wir wollen die Old Knysna Road nehmen und nicht zu spät in Tsitsikamma ankommen. Nach ca. 10 Kilometern bemerke ich einen Platten Reifen an unserem Polo. Na Super ! Nicht allzu weit von einem Ort entfernt räumen wir auf der Landstraße stehend unseren Kofferraum aus um den Reifen zu wechseln. In Südafrika ist das nicht gerade eine Traumsituation. Als ich den Ersatzreifen herausholen möchte, mache ich große Augen. Das Ersatzrad hat einen bösen Schaden an der Felge.
Aber es hat wenigstens Luft. Der Reifenwechsel ist schnell erledigt, die Koffer sind zurück im Kofferraum und wir sind richtig sauer auf die Autovermietung. Ein Anruf (ich glaube es war Budget) lotst uns zum Gott sie Dank sehr nahen Flughafen George. Ganz vorsichtig fahrend erreichen wir diesen schnell. Unser schöner blauer Polo wird gegen einen langweiligen silbernen getauscht und wir sind viel später als geplant wieder unterwegs zur Old Knysna Road.
Und die stellt sich als richtig urig heraus.
Wir genießen die Fahrt sehr und kommen schnell wieder auf andere Gedanken. Die Landschaft ist wunderschön und abwechslungsreich.
Irgendwo machen wir Pause (ich habe tatsächlich keine Erinnerung mehr daran). 😗 😣
Schließlich erreichen wir Tsitsikamma, checken ein und beziehen die allerletzte Oceanette genau an der Stelle, an der der Otter Trail beginnt.
Die Einrichtung ist damals spartanisch. Die Lage allerdings ein Traum. Direkt vor unserer Terrasse brechen die Wellen tosend an den Felsen.
Wir setzen uns einen Moment hin und genießen die Eindrücke (findet den Fehler im Bild) !
Dann laufen wir den Otter Trail ein gutes Stück ab.
Leider sind wir viel zu spät, um den Wasserfall erreichen zu können.
Aber die wildromantische Küste entschädigt uns mit immer neuen Ausblicken.
Das Ganze wird untermalt durch den donnernden Ozean und Sonne.
Dann geht es schon zum Abendessen ins Nationalparkrestaurant und danach ins Bett. Schade, dass wir hier nur einen Tag ergattern konnten.
Teil 604. Nov. 2020
24.02.2006 Tsitsikamma Oceanette nach Lairds Lodge (Harkerville)
Nach einem Frühstück im Nationalparkrestaurant laufen wir zum Storms River Mouth. Wir sehen unseren allerersten Ibis und freuen uns über den urigen Wanderweg. Er führt durch sattes Grün.
An der Suspension Bridge entschließen wir uns spontan zu einer Bootstour in den Canon des Storms River.
Sie gefällt uns gut.
Als wir sehr zufrieden zurück zu unserem Auto laufen, merken wir dass sich unser früher Aufbruch gelohnt hat. Es werden gerade mehrere Reisebusse ausgeleert.
Die eine Nacht war viel zu kurz ! Unsere heutige Tagesetappe ist nicht weit. Und so besuchen wir vor der Weiterfahrt das nahe Natures Valley. An der Blouwkraans Bridge vorbei fahren wir durch große abgebrannte Waldflächen,
bis es eine Passstraße hinunter geht. Am Straßenrand sitzen Paviane
und die Aussicht ist sehr vielversprechend.
Unten angekommen stellen wir das Auto an einem kleinen Parkplatz ab.
Hier fließt die Lagune ins Meer.
Wir finden es unglaublich schön an diesem Platz.
Wir schlendern herum, genießen die Ruhe, vergessen die Zeit und sind very happy!
Den weiten Strand teilen wir uns mit nur wenigen Menschen und einigen Reihern. Wir sind uns einig. Das Natures Valley ist ein Platz ganz nach unserem Geschmack.
Dann fahren wir weiter. Oberhalb des Passes halten wir an großen Protea Büschen an.
Etwas weiter erreichen wir den Natures Way Farmstall. Ein herrlich ruhiges Plätzchen.
Die Käseplatte schmeckt sehr lecker und unsere Laune bleibt auf hohem Level.
Nebenan in einem Gatter liegen einige Kälbchen, die vermutlich kein gutes Schicksal haben werden.
Zufrieden fahren wir zur Lairds Lodge weiter. Sie ist ziemlich gehoben und soll unser Unterkunfts-Highlight der Reise werden. Und sie ist es. In einem historischen kapholländischen Haus ist alles very British eingerichtet.
Und wir lieben es.
Nach einem herzlichen Empfang sitzen wir auf der schönen Terrasse und trinken Tee. Nach einer Siesta werden wir zu einem sehr stilvoll eingerichteten Raum geleitet und bekommen ein Getränk gereicht. Im Hof brennen Feuerkörbe und es ist einfach schön.
Bald kommt das erste englische Paar, stellt sich ohne Berührungsängste vor und wir kommen sofort ins Gespräch. Ich hasse damals mein schlechtes Englisch (inzwischen ist es besser geworden). Es entwickeln sich sehr nette Gespräche. Alle weiteren Gäste sind auch Engländer. Wir nehmen an einem großen, sehr festlich gedeckten Tisch Platz und es ist irgendwie wie ein großes Familientreffen.
Ich sitze neben einer englischen Admiralswitwe. Sie wohnt in Cornwall und schwärmt von den Blue Bells, die im Frühjahr in ihrem Garten blühen. Wir sollen sie unbedingt mal besuchen…
Der Abend ist lang und stimmungsvoll. In diesem Moment wird der Grundstein zu unserer Affinität zu Briten gelegt.
Teil 708. Nov. 2020
25.02.2006 Lairds Lodge Ausflug Robberg Nature Reserve und Knysna
Nach einem sehr leckeren und stilvollen Frühstück machen wir uns auf in Richtung Robberg Nature Reserve.
Der Himmel ist etwas bedeckt und unsere Beine vom gestrigen Abend schwer.
Das ändert sich nach den ersten Eindrücken der schönen Halbinsel schnell.
Es ist richtig schön hier und Massentourismus sieht anders aus.
Auf der gesamten Wanderung werden wir vier Menschen sehen. Das erste Stück führt über eine hohe Klippe, von der aus wir Seehunde oder Robben beobachten können.
Wir genießen die Ruhe sehr und lassen uns den Seewind um die Nase wehen. Dann geht es langsam hinunter zu einer schönen Bucht.
Wir setzen uns auf einen Felsen und beobachten die sich brechenden Wellen bei einem leckeren Tennis Keks. Die sind auf all unseren Afrika Reisen dabei.
Zufrieden erreichen wir unseren Polo und fahren nach Knysna. Ich kann mich noch gut an die Townships links und rechts der Nationalstraße erinnern. Knysna selbst sagt uns so überhaupt nicht zu. Es ist uns einfach zu rummelig. Ähnlich wie in Hermanus. Nach dem schönen Naturerlebnis haben wir gar keine Lust hier auszusteigen. Und so fahren wir zu einem der Heads, machen einige Fotos und fahren zurück in die Lairds Lodge.
Beim Dinner treffen wir wieder auf die englische Truppe. Der Abend wird noch etwas vertrauter als gestern. Die Admiralswitwe war mit ihrem Mietwagen und der Freundin in Oudtshoorn und wurde mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit geblitzt. An der folgenden Polizeisperre habe sie dann so freundlich und unbedarft auf den Police-Officer eingeredet, dass er sie ohne Strafe weiterfahren ließ.
Das Dinner ist ultra lecker, stimmungsvoll und die Gespräche werden sehr persönlich. Es fließen rundherum einige Tränen, als wir von lieben verstorbenen Familienmitgliedern reden. Der Abend mit den tollen Briten wird uns immer in guter Erinnerung bleiben.
Teil 831. Dez. 2020
26.02.2006 Lairds Lodge über Monkey Land nach Addo Main Camp
Heute frühstücken wir relativ spät und ganz alleine.
So können wir ganz in Ruhe die tolle Einrichtung fotografieren.
Diese Lodge ist wirklich ein Traum, aber auch ein teurer.
Monkey Land würden wir heute eher nicht mehr besuchen. Damals fanden wir es ganz interessant.
Leider haben wir viele der Fotos verwackelt.
Dann fahren wir gespannt weiter nach Addo.
An der trubeligen Rezeption checken wir ein und fahren zu unserem Rondavel mit Wasserloch Blick.
Innen ist es spartanisch eingerichtet, aber der Blick aufs Wasserloch begeistert uns. Es war ja damals erst unser zweiter Afrikaurlaub.
Dann fahren wir eine kleine Runde durch den Park. Die Landschaft ist schön und wir haben einige nette Sichtungen.
Es ist richtig heiß und wir sind etwas müde, als wir zum Chalet zurückkommen. Durstig fallen wir bei angeschalteter Klimaanlage aufs Bett. Ein Bierchen wäre jetzt nicht schlecht. Wir haben aber keines. Kerstin redet eindrücklich auf mich ein. Caarsten. Stellleee Diiir vooor, DAS eissssskaaaalte Bier rinnt peerleeeend DEINE Keeehle heruuunteer !!! Ich kann nicht mehr anders und bin leicht auszurechnen. OK, ich gehe ja schon zum Shop. Wir lachen heute noch darüber.
Dann lassen wir den Abend, unterbrochen von einem Besuch im Restaurant, auf unserer Terrasse ausklingen. Wir sind sehr zufrieden und genießen die Geräusche der afrikanischen Nacht !
Teil 924. Jan. 2021
27.02.2006 Addo Main Camp / Halbtagestour Schotia
Am nächsten Nachmittag haben wir eine Tour im nahen Schotia Gamereserve gebucht. Wir verbringen noch einige Zeit auf unserer Terrasse und genießen den Blick aufs rege Treiben am Wasserloch.
Dann brechen wir auf zu unserem Ausflug.
Wir besuchen eine Art Zoo, an den ich keine Erinnerungen mehr habe.
Heute würden wir ihn nicht mehr besuchen.
In Schotia werden wir von einem coolen Ranger empfangen.
Alles wirkt sehr professionell. Wir besteigen ein offenes Geländefahrzeug und fahren los.
Wir sichten Gnus, Zebras, Giraffen und bekommen allerlei interessante Fakten erzählt.
In der Nähe eines Wirtschaftsgebäudes sichten wir ein grasendes Breitmaulnashorn.
Durch meinen Lieblingsfilm Hatari habe ich schweren Respekt vor dem Koloss. Er kommt uns ganz Nahe und ist wirklich friedlich.
Als es schon langsam dunkel wird, fahren wir in einen enger abgezäunten Teil des Reserves. Hier leben die Löwen. Das hat jetzt doch etwas von einem Zoo. Wir genießen es trotzdem.
Das erst (aber nicht das letzte Mal) sitzen wir in einem offenen Safari Auto und stehen direkt neben Löwen.
Das wird immer aufregend bleiben !
Danach fahren wir zu einem Dinner und unterhalten uns nett mit den anderen. Der Ausflug hat uns gut gefallen und zufrieden fahren wir durch die Nacht zurück nach Addo.
Teil 1006. Feb. 2021
28.02.2006 Addo nach Graaff Reinet – Drostdy Hof
Heute heißt es Abschied nehmen vom Addo NP.
Unser kleiner Safari Stopp hat sich gelohnt. Schließlich war es damals unser zweiter Park mit Tieren ever ! Wir Frühstücken und machen uns auf den Weg in die Karoo.
Graaff Reinet ist unser heutiges Ziel. Und heute beweist uns Südafrika, dass es auch einiges an Weite zu bieten hat.
Relativ früh kommen wir an
und schauen uns unser Hotel, den historischen Drostdy Hof an. Hübsch sieht es hier aus.
Wir machen es uns im Garten gemütlich und ich kann mich an nicht fotografierte rote Vögel erinnern. Dann brechen wir zum Camdeboo Nationalpark auf.
Die Landschaft hier begeistert uns total. Weite und dramatische Wolkenstimmungen !
Auf einem Parkplatz stellen wir unser Auto ab und stellen fest, dass wir so gut wie alleine sind. Absolut begeistert wandern wir umher.
Die schönsten Fotos sind leider auf den noch nicht eingescannten Dias.
Als es langsam dämmert, fahren wir höchst zufrieden zurück nach Graaff Reinet.
So weit ich mich erinnern kann, Dinieren wir im Hotel, drinken einen leckeren Rotwein auf einen erneut gelungenen Tag. Ergänzung: Kerstin musste mir auf die Spünge helfen. Wir hatten an diesem Abend ein 8 Gang Degustationsmenü und waren begeistert !
Teil 1119. Feb. 2021
01.03.2021 Graaff Reinet – Drostdy Hof Da wir heute nicht weiterreisen, können wir den Tag ganz gemütlich angehen. Dann brechen wir auf. Gestern haben wir ein Schild „Camdeboo Game Viewing Area“ entdeckt. Jetzt wollen wir uns das mal anschauen und danach noch einmal in Ruhe nach Camdeboo selbst weiterfahren. Am Nqweba Dam genießen wir die tolle Aussicht.
Dann geht es noch ein Stück weiter, bevor wir nach rechts in die Game Viewing Area abbiegen.
Große Erwartungen haben wir keine.
Da wir aber wenig Safari Erfahrung haben und der landschaftliche Rahmen stimmt, genießen wir die kleine und sehr einsame Runde sehr.
Gute Fotos kommen nicht heraus, aber wir sehen einige Antilopen, Strauße und einige Kleintiere.
Wir haben damals tatsächlich unsere ersten Blue Cranes gesehen. Wussten aber nichts davon….
Auf jeden Fall eine nette Abwechslung. Wir fahren zurück und setzen uns etwas in den Garten des Hotels.
Dabei bewundern wir die Red Bishops am Vogelhäuschen.
Am späten Nachmittag zieht es uns erneut zum Camdeboo. Die Aussicht ist einfach toll und wir wandern etwas umher.
So langsam verfärbt sich dann noch etwas der Himmel und wir genießen einfach die Zeit.
Den Abend verbringen wir mit einem netten Dinner und einer Flasche La Motte Sauvignon Blanc.
Teil 1220. Feb. 2021
02.03.2021 Graaff Reinet – Beaufort West / Ko Ka Tsara Bushcamp
Nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung Beaufort West.
Zuerst ist die Landschaft echt spektakulär, dann verschwinden die Berge und die Landstraße führt uns durch die endlose Weite der Karoo.
Ratet mal, was Kerstins Lieblingstier ist !
Das Ko Ka Tsara Bushcamp liegt sehr schön in einer kleinen Schlucht unterhalb eines Staudammes.
Wir werden nett empfangen. Die Angestellte läuft mit Kerstin zum Chalet, ich fahre das Auto dort hin. Als ich ankomme, sind die beiden bereits im Chalet und es herrscht höchste Alarmstufe.
Hinter der Schiebetür sitzt ein Skorpion. Die Angestellte ist aufgeregter als Kerstin. Kerstin nimmt ein Saftglas aus dem Schrank und sucht nach etwas flachem. Damit fängt sie den Skorpion, während die Angestellte schreiend Abstand hält. Der Skorpionstachel passt nicht mit unter das Glas und so sticht dieser immer von außen in das Glas. Leider haben wir die Bilder dazu nur auf Dia.
Als die Eigentümerin vom Lärm angezogen zu uns kommt, freut sie sich und meint „thats food für the Suricat“. Suricat ? Das Mahl wollen wir uns nicht anschauen, aber danach wären wir bereit, das Erdmännchen persönlich kennenzulernen ! Und da das beim Erdmännchen genauso ist, hat Kerstin das erste Mal im Leben ein putziges Erdmännchen im Arm. Die Begeisterung ist beidseitig groß !
Wir sind die einzigen Gäste und obwohl die Hütte sehr einfach ist, gefällt es uns hier draußen in der Natur ausgesprochen gut ! Trotz der Hitze machen wir uns los zu einer kleinen Wanderung in Richtung Staudamm.
Es ist so richtig urig und sehr einsam ! Wenn ich so darüber nachdenke…… hier dürfte sich letztendlich unsere Liebe zu naturnahen Unterkünften verfestigt haben.
Beim Abendessen in der Lapa sind wir allerbester Laune. Die Katze will unbedingt mit Essen…..
Begünstigt durch den Alkohol machen wir noch Kaspereien mit den an der Wand hängenden Geweihen.
Wir lachen uns noch heute tot über die schwachsinnigen Bilder !
Teil 1320. Feb. 2021
03.03.2021 Ko Ka Tsara nach Fosters Manor Oudtshoorn
Beim Frühstück hat es erst einmal Stromausfall. Also werfen die Angestellten ein Feuer an und bitten uns um Geduld.
Die haben wir an diesem schönen Platz. Das Erdmännchen wuselt herum.
Dann gibt es ein rustikales und sehr leckeres warmes Frühstück. An einem Straußengehege vorbei erreichen wir die Landstraße.
Dort habe ich wieder Empfang und mein alter Nokia Knochen vibriert. Ich halte an und lese die traurige Nachricht, dass meine Oma ein Jahr nach ihrer Tochter gestorben ist. Sie war nach einer Hüft-OP im Krankenhaus und ermutigte uns vor der Reise, diese trotzdem anzutreten. Sie hätte nicht vor zu Sterben !
Ein Telefonat mit meinem Vater bringt Klarheit. Wir sollten unsere Reise auf jeden Fall nicht Abbrechen ! Er würde sich um alles Kümmern ! Mein Daddy war und ist einfach Klasse !
In trauriger Stimmung fahren wir durch die herrliche Landschaft.
Schließlich erreichen wir die Meiringspoort.
Da es sehr heiß ist, verzichten wir auf die geplante Wanderung zum Wasserfall.
Aber die Kulisse ist schon toll !
Obwohl mein Herz zu diesem Zeitpunkt noch so sehr an Namibia hängt, wird uns die Vielfalt Südafrikas so langsam bewusst !
Schließlich erreichen wir Oudtshoorn und finden unser an der Hauptstraße gelegenes Gästehaus Fosters Manor.
Und das ist so richtig nach Kerstins Geschmack. Kolonialstil !
Aber leider auch sehr hellhörig !
Bis zum Dinner ruhen wir uns etwas aus und sind in Gedanken bei meiner Oma. Dinner haben wir in einem Restaurant um die Ecke gebucht. Mit etwas komischem Gefühl im Magen laufen wir los. Das Essen ist super ! Wir sitzen in einem gemütlichen Gastraum im ersten Stock. Auf dem Rückweg sind wir dann etwas nervös. Es ist dunkel und die Menschen um uns herum sind uns nicht geheuer. Der Weg ist keinen Kilometer lang, zieht sich aber. Damals waren wir doch ziemlich unbedarft. Die Nacht ist durchwachsen……. weil laut und voller Gedanken !
Teil 1421. Feb. 2021
04.03.2021 Fosters Manor Oudtshoorn nach Red Stone Hills
Etwas müde nehmen wir unser Frühstück und freuen uns auf den Tag ! Gut, dass wir hier nur eine Nacht hatten und irgendwie schade. Das Herrenhaus hat wirklich Charme, ist toll in Schuss (damals) aber leider total hellhörig. Dann brechen wir auf und fahren zum ersten Tagesziel, dem Swartbergpass.
Schotter….. Kerstin ist ziemlich still !
Aber die Aussicht ist der Hammer !
Wir fahren etwas weiter als zu der Passhöhe, drehen dann um und machen etliche Bilder !
zu einer vorher ausgewählten Straussenfarm.
Obwohl uns zu touristisch überlaufene Sachen eigentlich nicht so liegen, wollen wir uns so etwas mal anschauen. Und es ist tatsächlich interessant. Außer uns sind noch zwei, drei Pärchen unterwegs. Zuerst bekommen wir einiges über die Straussenzucht erzählt, bevor wir dann beim Schlüpfen zuschauen können.
Kerstin hat das ganz frisch geschlüpfte „Küken“ in der Hand. Ein ergreifender Moment.
Danach dürfen wir uns im Freien auf die Eier stellen und könnten auf einem Strauss Reiten.
Wir schauen lieber zu.
Das möchten wir dem Tier doch lieber nicht zumuten. Die junge Dame wagt es und zischt im Zickzack durchs Gehege.
Wir verabschieden uns. Das war ja tatsächlich ganz interessant. Frohen Mutes fahren wir unterhalb der Swartberge entlang in Richtung Red Stone Hills.
Das hatten wir damals auf der Seite von Ingrids Welt gefunden. Es sollte unsere allererste Selbstversorgerunterkunft sein. Essenspakete waren vorbestellt und wir selbst sehr gespannt. Entlang der Straße halten wir spontan an einer Straussenweide.
Es ist ruhig und die Tiere interessieren sich für uns. Ganz gemächlich setzen sich alle Tiere in Bewegung und laufen in unsere Richtung. Vermutlich denken sie an Fressen.
Irgendwann stehen sie vor uns und schauen uns alle an.
Wir freuen uns, machen einige Bilder und fahren dann weiter durch weites Farmgebiet.
Die Pad ist so lala , aber die Landschaft begeistert uns !
Dann erreichen wir das etwas verwahrlos aussehende Haupthaus von Red Stone Hills.
Es ist eine richtige Working Farm. Oje denken wir. Aber dann werden wir sehr freundlich begrüßt, erhalten ein riesiges Grillpaket und werden zum Chalet begleitet, dass unter Bäumen an einer kleinen Straussenweide liegt und viel, viel netter als das Farmhaus aussieht.
Hier gefällt es uns sofort.
Das Haus ist urig eingerichtet und der Sitzplatz unter den Bäumen ist total nett und schattig.
Es ist nämlich bullenheiß und wir haben Durst. Wir richten uns ein und nehmen unter den Olivenbäumen Platz.
Die Strausse laufen vor uns herum und es ist bis auf den Gesang der Vögel total still.
Den Rest des Tages verbringen wir mit Gesprächen und dabei trinken wir ein wenig viel. Dieser Abend bleibt uns besonders in Erinnerung, weil wir in besonders genießen.
Am Ende hüpfe ich leicht bekleidet über das Gatter und hole Kerstin eine weiße Straussenfeder von der Weide. Das ist freilich sehr unvernünftig, weil die Tiere richtig gefährlich werden können und ich nicht sehr schnell bin ! Aber es geht alles gut und irgendwann gehen wir ins Bett, wo wir trotz der Hitze schnell Schlaf finden.
Teil 1522. Feb. 2021
05.03.202106 Red Stone Hills – Rothman Manor / Swellendam
Das Aufstehen fällt heute etwas schwerer, aber der schöne Abend gestern war es wert ! Wir genießen das Frühstückspaket und machen uns dann irgendwann auf den Weg nach Swellendam.
Und das ganz gemächlich.
Nach kurzer Fahrt halten wir an einem besonders schönen Fleck an.
Die Gegend hier ist wirklich sehr sehenswert.
Dieses Wahlkampfplakat sieht eher wie ein Fahndungsfoto aus, oder ?
Nach wiederum sehr kurzer Strecke sehen wir den schönen Straussenpalast Rietfontein mit einem Restaurantschild.
Kerstin ruft „hier will ich etwas Essen!“. Was ? Wir haben gerade gefrühstückt ! Das ist ihr egal ! OK, diskutieren ist also zwecklos ! Wir haben zwar gerade erst gefrühstückt, aber ein Stück Kuchen soll es sein. Und ich muss zugeben, dass der Platz sehr, sehr schön ist. Zusammen mit einem Hund und einer Katze sind wir ansonsten alleine und der Kuchen ist Spitzenklasse !
Dann geht es weiter auf die Route 62.
Ronnys Sexshop lassen wir nach einem Foto links liegen.
Die Landschaft gefällt uns mal wieder außerordentlich gut !
Rothmann Manor liegt direkt in Swellendam. Es gefällt uns sehr, sehr gut.
Die Deutschen Eigentümer empfangen uns sehr herzlich und geben uns ein kostenloses Update. Das Zimmer und die ganze Anlage begeistert uns so sehr, dass wir den Rest des Tages hier verbringen möchten.
Obwohl wir damals mit Birden nichts am Hut hatten, beobachte ich die tollen Sunbirds. Die ersten in meinem Leben ! Gute Bilder kommen leider nicht dabei heraus.
Wir genießen den ruhigen Nachmittag am Pool und gehen Abends schräg gegenüber ganz gut Essen. Im Garten sitzend trinken wir einen Viljoensdrift Chenin Blanc. Und finden ihn super !
Teil 1626. Feb. 2021
06.03.202106 Rothman Manor Swellendam – Mount Ceder
Nach einem gemütlichen Frühstück schauen wir uns noch Swellendam an.
Ich habe es als malerisch in Erinnerung.
Ein kleines Dorfmuseum gibt es auch.
Der weitere Weg führt uns in Richtung Robertson und die Weingegend und dann weiter in die Cederberge.
Bonnievale hat gerade Mittagspause.
Überall wird fleißig gearbeitet.
Van Loveren lassen wir liegen, denn unser Ziel soll Viljoensdrift sein.
Dort wollen wir uns etwas von dem leckeren Chenin Blanc besorgen.
Doch der ist leider schon ausverkauft ! Also probieren wir einige kleine Schlücke von den anderen Weinen. Ein Kracher ist nicht dabei.
Also geht es weiter in Richtung Worcester, Wolseley und Michells Pass.
In der folgenden Hochebene gibt es große Obstanbauflächen.
Nach Ceres wird es dann einsamer.
Wir sind gespannt, denn über Mount Ceder haben wir nicht so viele Informationen. Der Reiseführer hatte uns neugierig gemacht. Dann beginnt der Schotter.
Und die Landschaft ist einfach unglaublich schön.
Wilde, einsame Berge.
Eine richtige Traumstraße !
Wir sind total aus dem Häuschen und halten immer wieder an ! Das ist so ganz nach unserem Geschmack ! Mount Ceder liegt in einem von pittoresken Bergen umgebenem Tal.
Wir werden am Farmhaus sehr nett empfangen und werden zu unserem Haus Puntje begleitet.
Das ist riesig, liegt ein gutes Stück von den anderen Häuschen entfernt und gefällt uns super !
Wir packen aus und installieren uns mit zwei Windhoek auf der Terrasse.
Die Abendstimmung ist genial und wir sind sehr zufrieden mit der aktuellen Situation.
Im Farmhaus gibt es leckeres, bodenständiges Abendessen. Danach fallen wir schnell in einen tiefen Schlaf und freuen uns auf den nächsten Tag.
Teil 1728. Feb. 2021
07.03.2006 Mount Ceder
Da wir heute den ganzen Tag hier sind und keine großen Pläne haben, lassen wir es sehr gemütlich angehen. Am Haupthaus gibt es Frühstück. Es ist herrlich ruhig und wir sind alleine.
Wir sitzen auf einer überdachten Terrasse und haben einen schönen Bick auf einen kleinen Teich und die Berge. Ein gutmütig aussehender riesiger Hund mit Unterbiss leistet uns Gesellschaft.
Zurück am Chalet erkunden wir die Gegend ein wenig zu Fuß.
Es ist herrlich ruhig, Am aufgestauten Fluss singen die Vögel.
Die Chalets sind auf dem Gelände verteilt. Alle haben ihren eigenen Charme und sind harmonisch in die Landschaft eingebettet.
Etwas später fahren wir mit einer Map ausgestattet zu einigen Felszeichnungen.
Sie sind sehenswert.
Den Rest des Tages ruhen wir uns aus und fahren am frühen Abend noch einmal hoch auf den Pass.
Blick zur einen Seite
und zur anderen Seite
In uns reift der Gedanke hierher zurückzukehren. Es sollte uns zweimal gelingen ! Der schöne Tag klingt ähnlich wie gestern aus.
Zuerst ein Windhoek und dann das urige Dinner im Farmhaus.
Teil 1828. Feb. 2021
08.03.2006 Mount Ceder nach Papyrus Lodge Stellenbosch
Schweren Herzens packen wir unsere Sachen, machen noch einige Fotos und fahren zum Frühstück.
Mount Ceder hat uns super gefallen. Jetzt geht es wieder auf die Pad. Diesen Blick lieben wir. Er hat ein gutes Stück von dem, was wir an Afrika lieben !
Die Fahrt geht zurück
über Ceres
durch die ewigen Getreideanbauflächen nach Tulbagh,
wo wir einen kurzen Stopp machen.
Ein wirklich pittoreskes kleines Städtchen mit einigen historischen Häusern.
Dann geht es weiter in Richtung Stellenbosch.
Die Papyrus Lodge liegt etwas außerhalb schräg gegenüber des Restaurants 96 Winery Road an einem kleinen See.
Das Anwesen sieht mondän aus und der nette Schweizer Besitzer empfängt uns. Etwas nervös machen uns zwei riesige Doggen, die frei auf dem Gelände herumlaufen. Ich frage, ob sie uns Nachts nach dem Restaurantbesuch wiedererkennen würden. Bisher hätte es immer geklappt…. Aha ! Das Chalet liegt wie erhofft in schöner Umgebung an einem kleinen Papyrus gesäumten See.
Man sieht die Berge und hört ein wenig die Landstraße. Uns stört das nicht. Wir genießen den Nachmittag bis zum Sonnenuntergang.
Dann laufen wir zum Tor, um über die Straße zum reservierten Tisch im 96 zu gehen. Die Doggen rennen am Zaun entlang und verbellen einen unsichtbaren Feind. Das Restaurant ist total urig und wir essen hervorragende Steaks.
Heute nennt man das Dry Aged, damals war es einfach nur sehr gut abgehangen ! Ein Zevenwacht Shiraz passt hervorragend.
Als wir das elektrische Tor öffnen und zum Haupthaus laufen, haben wir die Hosen voll. Aber die Doggen bleiben unsichtbar. Wir sind nicht traurig darüber……
Teil 1902. März 2021
09.03.2006 Papyrus Lodge
Ich kann mich heute noch an ein gemütliches und leckeres Frühstück im Freien erinnern. Dann brechen wir zu einer großen Erkundungsrunde auf. Zuerst fahren wir in Richtung Strand,
über den Sir Lowrys Pass.
Dann biegen wir ins Landesinnere zum Threewaterskloofdam ab.
Die Heide blüht.
Weiter geht es über den Franschhoek Pass, wo wir das erste Mal einen Blick auf das tolle Panorama der Weingegend werfen können.
Wahnsinn, wie das Tal inzwischen zugebaut wurde ! Franschhoek war damals noch wesentlich ruhiger als heute.
Nach einer kleinen Runde durch die Stadt fahren wir weiter nach Boschendal.
Hier haben wir echt Glück, denn es findet gerade ein Oldtimertreffen statt.
Eine tolle Atmosphäre mit schönen Fotomotiven !
Wir sind so richtig begeistert
und fahren über den urigen Bains Kloof Pass weiter.
Ich habe gerade mal auf Google Maps nachgeschaut. Wir sind da schon ganz schön herumgekurvt, an diesem Tag.
Das war noch die Zeit, als wir möglichst viel in einen Tag gepackt haben. Das versuchen wir inzwischen zu vermeiden.
Und so sind wir dann irgendwann vollgestopft mit Eindrücken zurück in der Papyrus Lodge.
Die Abendstimmung ist total schön.
An das Dinner habe ich tatsächlich keine Erinnerung mehr, unfassbar !
Teil 2006. März 2021
10.03.2006 Papyrus Lodge nach Albatross House Simons Town
Das letzte Mal frühstücken wir bei herrlichem Sonnenschein in der Papyrus Lodge. Nach der Verabschiedung brechen wir zu einer Tour ans Kap auf. Spontan biegen wir nach kurzer Fahrt ins Weingut Morgenhof ab.
So früh am Morgen machen aber selbst wir keine Weinprobe. Wir schlendern einfach ein wenig herum und genießen die morgendliche Ruhe.
Etwas weiter halten wir an einem Weiteren Weingut, leider weiß ich nicht mehr welches.
Die Weinlese ist gerade in vollem Gang. Wir sind von der Gegend und den mondänen Weingütern Recht begeistert !
Und dann nähern wir uns unserem ersten Hauptziel des Tages, dem Weingut Vergelegen, auf dem wir um die Mittagszeit ein Picknick gebucht haben.
Das Gelände ist riesig und nicht weniger mondän, als die vorher besichtigten Güter.
An der Anmeldung bekommen wir unseren Picknickkorb, kaufen eine Falsche Sauvignon Blanc und werden an einen Tisch mit einem markant maroden Sonnenschirm gebracht.
So langsam wächst in uns die Begeisterung, denn der Tisch steht urig in Mitten des vielgerühmten Kampferbaumwaldes.
Die Vögel zwitschern, es ist angenehm schattig und wir genießen das Leben ! Was geht es uns gut, oder ?
Wir halten uns mal wieder vor Augen, welch Glück wir haben. Etliche Jahre später haben wir uns hier mit Franzicke und ihrem Ranger getroffen, einen phantastischen Nachmittag mit ihnen verbracht und uns an diese Momente zurück erinnert.
Irgendwann raffen wir uns auf und schlendern über das Weingut, auf dem sich vor einigen Jahren Nelson Mandela und Bill Clinton trafen.
Die Weiterfahrt nach Simons Town führt uns dann mal wieder ganz brutal die gesellschaftlichen Unterschiede am Kap vor Augen. Die R310 führt an Khayelitsha und Mitchells Plain vorbei an der False Bay entlang.
Auch damals schon riesige Townships. Eben noch Luxus pur und dann diese Armut. Das macht schon nachdenklich. Mir fällt gerade ein… Damals haben uns viele farbige Angestellte richtig demütig behandelt, fast unterwürfig. Das kannten wir nicht und wollten das eigentlich auch nicht. Vermutlich waren das noch die Überbleibsel der Apartheit.
In Muizenberg halten wir kurz, um Fotos von den berühmten bunten Strandhäusern zu machen.
Da unser Auto voll bepackt ist, erledigen wir das im Schnellverfahren. So richtig geheuer ist es uns hier nicht, denn es hängen etliche Gestalten herum.
Und so fahren wir bald weiter nach Simons Town. Es geht immer an der Küste entlang.
Unser B&B liegt oben am Hang und hat einen herrlichen Blick auf den Hafen und die False Bay.
Wir wundern uns über die deutschen Kriegsschiffe, die dort liegen.
Es ist gerade noch genug Zeit, um zu den Pinguinen zu fahren. Es ist spät genug, dass die Busgruppen weg sind und früh genug, um Bilder knipsen zu können.
Wir sind fast alleine und können ohne Einschränkungen zwischen den Pinguinen herumlaufen.
Heute ist das (gut so) anders. Die kleinen Kameraden haben keine Scheu und sind gewohnt putzig.
Leider sind wir des Fotografierens nicht so mächtig, sonst hätten wir damals einzigartige Bilder schießen können.
Dann wird es einfach zu dunkel.
Vollgestopft mit den vielen Eindrücken des abwechslungsreichen Tages gehen wir zum Dinner in den Hafen und fallen irgendwann müde und zufrieden ins Bett.