ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200822. Okt. 2020 · #61
Fortsetzung
Chris schaut seit einiger Zeit in sein Fernglas. Er beobachtet ein Schiff dass ihm verdächtig vorkommt. Es bewegt sich nicht seit gut einer halben Stunde. Er steuert auf das Boot zu. Die Besatzung spricht kein Englisch und noch weniger Swahili.....
Sie antwortet nur immer mit OK OK. Chris telefoniert anschliessend der Kipili Patrol. Sie sollen der Sache nachgehen....Langsam kehren wir Richtung Lodge zurück. Die Farben werden immer magischer.
Mit einem Kilimandjaro Bier geniessen wir den Sonnenuntergang.
Langsam erreichen wir das Ufer vor der Lodge. Gegen 19.40 wird auch schon das Abendessen gebracht. Das schweizer und holländische Ehepaar essen mit uns. Louise und Chris kommen auch noch dazu. Es gibt Meatballs mit Mintsauce, Catch of the day mit frischem Gemüse und Applefritter mit Eis. Miam, miam.... 🙂 Gleich nach dem Essen müssen uns Chris und Louise leider verlassen. Der Lodgemasseurin geht es sehr schlecht. Sie hat warscheinlich Malaria. Sie werden sie zum Kirando Dispensary fahren. Wir plaudern noch eine Weile mit den 2 Ehepaaren.
04.08.2020
Gegen 8 Uhr wird gefrühstückt. Unser Driver ist eine Stunde zu früh da. Er hat gestern am Telefon alles falsch verstanden....Ich koche... Der See ist ganz ruhig heute morgen.
Wir nehmen uns die Zeit und Godfrey wartet eine ganze Stunde auf uns. Er scheint noch nicht zu wissen dass er in Mbeya abgelöst wird. Wir treffen auch Louise. Die Masseurin musste zur Beobachtung in Kirambo bleiben. Die Lage war sehr ernst und sie bekam gleich Infusionen. Heute morgen wollen wir auch Kirando besuchen. Gegen 9 Uhr fahren wir mit Godfrey los. Wir benötigen 45 Minuten und begeben uns direkt zum Fischmarkt.
Leider beginnt Dieser erst später denn die Fishermen kommen meistens gegen 11 Uhr zurück. Wir gucken das Geschehen auf dem Wasser an.
Tolle Farben.
Viele Einheimische sprechen hier französisch da sie viele Geschäfte mit dem Kogo RDC treiben.
Die Leute finden wir echt nett. Sie erklären uns auch dass in der Dorfschule statt Englisch, Französisch unterrichtet wird. Wir verbringen eine Weile hier. Unsere Augen werden einfach nicht satt.
Später entscheiden wir aber das Dorf genauer anzuschauen.
Wow verbringen buchstäblich 15 Minuten damit, einfach alles zu lesen. Vielen Dank für die Berichte und die Bilder sind alle einfach großartig! Ich hoffe, alle sind gesund.
picco6'369 Beiträge · seit 201122. Okt. 2020 · #63
Hoi zämä
Daveb schrieb:Wow verbringen buchstäblich 15 Minuten damit, einfach alles zu lesen.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200826. Okt. 2020 · #65
Fortsetzung
Anschliessend fahren wir nach Kipili. Es handelt sich um ein kleines Kaff. Der Fischmarkt ist leider schon vorüber. Bleiben nur noch die Fishermen die ihre Netze kontrollieren.
Da treffen wir auch Math, ein Däne, der für die Moravian Mission in Kipili arbeitet.
Wir plaudern eine Weile mit ihm. Er ist sehr interessant. Der Ort selber ist von vielen Blumen geschmückt.
Ein Geschenk für die Augen.
Gegen 13 Uhr kehren wir zur Lodge zurück. Wir notieren die Zahl 8 auf ein Papier und zeigen es Godfrey. Er kapiert dass wir ihn morgen früh um diese Zeit hier erwarten. Wir eilen ins Restaurant und treffen da Marianne und Albert. Zusammen verschlingen wir eine hausgemachte Pizza mit einem gemischten Salat. Einfach lecker! Den Nachmittag faulenzen und baden wir. Ein Genuss. Gegen 18.30 treffen wir uns alle wieder auf der Restaurantterrasse.
Langsam wird es Zeit für den Sundowner!
Louise bringt uns immer etwas zum knabbern, miam miam.
Das Ambiente wird wieder magisch.
Das Abendessen schmeckt wie üblich sehr gut. Es gibt eine hausgemachte Tomatensuppe, Schachlick mit Rösti und Banana Fritter mit Schokoladensauce. Gegen 22.30 gehen wir alle schlafen.
04.08.2020
Der Abschied um 8 Uhr fällt uns schon schwer. Wir haben uns hier so wohl gefühlt. Wir fahren die ganze Piste zurück nach Namanyere. Dann kommt wieder die Teerstrasse.
Erster Stop wird die Stadt Subawanga.
Da tanken wir.
Wir sind praktisch die einzigen Gäste.
Ich besorge mir Früchte und Cola Dosen für die Weiterreise.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200827. Okt. 2020 · #66
Fortsetzung
Auf einmal klingelt das Telefon von Godfrey. Er sieht dass es Margaret von Shilashi Car Hire ist. Er hält am Strassenrand an und antwortet. Nach 2 Minuten legt Godfrey wieder auf und guckt uns an. Wir kapieren dass Margaret ihm endlich Bescheid gesagt hat. Es macht aber keinen Sinn ihm zu erklären wieso wir den Driver wechseln wollen. Er versteht ja praktisch sowieso nichts.... Die Stimmung im Wagen wird auf einmal unangenehm. Wir schauen aus dem Fenster um uns die Zeit zu vertreiben.
Langsam nähern wir uns Tunduma.
Die Stadt erreichen wir um 14.30.
Sie liegt 1623 Meter über dem Meer und unweit von der sambesische Stadt Nakonde. Im Zentrum ist allerhand los.
Godfrey hält unweit von einer Petrol Station an.
Da wird Zucker aus Sambia verkauft.
Kostet dreimal weniger als in Dar Es Salaam laut Godfrey. Unser Fahrer kauft davon 10 Packete. Viele LKW's stehen Schlange um die Grenze nach Sambia zu passieren.
Danach wird die Landschaft abwechslungsreich.
Godfrey bekommt auch wieder seinen Schlafanfall. Ich versorge ihn mit 2 Cola Dosen und Schokolade..... Natürlich hat er sich nicht erkundigt wie man genau zur Utengule Coffee Lodge fährt. Zum Glück besitze ich eine sehr gute Karte. Die Abzweigung kommt in Mbalizi, da steht aber kein Schild vom Hotel. Wir fragen bei den Einheimischen nach. Wir sind da richtig. Punkt um 16.35 erreichen wir die Lodge. Das Hotel ist leider wegen Covid 19 geschlossen. Die Bungalows (Family rooms) und Campsites daneben sind aber offen. Wir werden von Abdul, der Marketing Manager, recht herzlich empfangen. Er erklärt uns auch dass unser neuer Fahrer uns morgen früh um 9 Uhr abholen wird. Er ist gerade mit dem Bus von Arusha in Mbeya angekommen. Er schläft in der Stadt. Godfrey wird zu ihm fahren. Wir verabschieden uns von Godfrey mit einem Trinkgeld. Wir sind echt erleichtert ihn loszuwerden. Abdul bringt uns zu Family room 6.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200829. Okt. 2020 · #68
@Picco: wir sind nicht an einem Stück von Kigoma nach Utengule gedüst.......Von der Lakeshore Lodge zur Utengule Lodge haben wir 8,5 Stunden gebraucht (inkl 2 Pinkelpausen....)
Fortsetzung
Nach dem Auspacken gucken wir uns die Gegend an. Wir gehen die Treppen hoch und da entdecken wir das geschlossene Restaurant vom Hotel
sowie das leere Schwimmbad.
Hier das Gebäude mit den Zimmern.
Davor ein grosser Garten.
Gegen 19 Uhr begeben wir uns Richtung Campsites. Da wurde auch ein Gebäude organisiert wo man essen kann. Da machen wir mit Debbie, die Managerin vom Hotel, (eine Weisse aus Simbabwe) Bekanntschaft. Sie erklärt uns dass die ganze Anlage samt Kaffee Plantage einer schweizer Familie aus Zug gehört. Zum Abendessen bekommen wir einen griechischen Salat, mariniertes Ochsenfleisch mit Kartoffeln und frischem Gemüse.
Die Portionen sind riesig und es schmeckt. Da treffen wir auch wieder das holländische Ehepaar von der Lakeshore Lodge. Wir diskutieren eine Weile mit den Beiden. Sie wollen morgen weiter nach Malawi fahren.
Preis pro Nacht für uns Beide ohne Verpflegung: 100 US$
05.08.2021
Gegen 8 Uhr gibt es ein Frühstücksbuffet zu 10 US$ pro Nase. Miam miam. Es gibt frische Früchte, frischausgepresster Obstsaft, Honig, Butter, Toast, Eier, Yoguth, Käse.....usw Um 9 Uhr machen wir auch mit Morris unserem neuen Driver Bekannschaft. Er gefällt uns auf Anhieb. Er spricht ein gutes Englisch und hat Humor. Er fährt uns gleich zur Utengule Coffee Plantation.
In den Monaten Mai bis August werden hier Kaffeetouren angeboten.
Die Region ist für ihren Kaffeeanbau sehr bekannt. Sämlinge werden in der eigenen Baumschule gezüchtet und im Dezember, wenn die Regenzeit beginnt, auf das Feld gepflanzt.
Während der Ernte kommen viele Menschen, die meisten Frauen, aus den umliegenden Dörfern nach Utengule, um Kaffee zu pflücken. In dieser Zeit sind die Felder voller Leben und Farbe während die Einheimischen ihre Arbeit geniessen.
Nach dem Sortieren und Aufschluss der Kirsche wird der Pergamentkaffee etwa 10 bis 12 Tage in der Sonne getrocknet.
Wir befinden uns am Ende der Ernte. Mit dem Traktor werden die Kaffeebäume gesäubert.
Leider sprüht man auch chemische Mittel um sie von bestimmten Insekten zu schützen.
Hallo Annick vorest einmal herzlichen Dank für den Reisebericht. Tanzania ist auch noch ganz oben auf meiner Wunschliste und dies hat auch einen speziellen Grund. - Die Kaffee-Farm Untengule weckt bei mir spezielle Erinnerungen. Meine Schwester führte vor über 30 Jahren mit ihrem Mann die Kaffeefarm während ein paar Jahre und meine Nichte (wurde mein erstes Patenkind) ist dort im Busch geboren, genau am Tag meiner Hochzeit. 😉 Da ich zu diesem Zeitpunkt nicht die Möglichkeit hatte, sie dort zu besuchen, haben wir nun entschieden, dass ich bald einmal mit meiner Schwester zusammen auf den Spuren vergangener Zeiten dorthin reisen möchten. Ich vermisse den ausgezeichneten Kaffee aus dem Rifft-Valley 🙂 Ich freue mich auf deine weiteren Erzählungen Liebe Grüsse Regina
Reiseberichte:
2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP
2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag...
2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men
2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200801. Nov. 2020 · #70
@Regina: Utengule war für uns ein Happening. 4 Tage sind echt zu kurz um die ganze Gegend zu erkunden.... 😎
Fortsetzung
Hier mehr Infos zur Coffee Farm www.utengule.com/utengulefarm
Aggrey, unser Guide und auch Field Manager, erweist sich als sehr interessant. Sein Job scheint ihm sehr gut zu gefallen denn die Motivation ist immer noch intakt. Die Farm ist auch sehr modern ausgerüstet. Die Maschinen sind Made in Germany.
Hier wird das Fruchtfleisch von der Kaffeekirsche entfernt
und anschliessend gewaschen.
Dann wird es zum Trocken ausgelegt. Zuerst hier
Später da und nach Qualität aussortiert.
Die Arbeit ist schon anstrengend.
Das Kaffeewaschen klingt besonders interessant.
Einmal getrocknet wird er in Säcke einige Zeit gelagert.
Die Tour dauert tatsächlich 90 Minuten. Zum Schluss bringt uns Aggrey zum Lokal wo wir den Kaffee auch kosten dürfen. Hier die verschiedene Qualitäten eines Kaffee.
Mit dieser Maschine wird uns ein wunderbarer Arabica angeboten. Ein Genuss!
Man kann natürlich hier auch Kaffee kaufen.
Gegen 11 Uhr verlassen wir die Farm. Morris bringt uns zur Unterkunft und eine Stunde später fahren wir mit ihm in die Stadt Mbeya.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200802. Nov. 2020 · #71
Fortsetzung
In Mbalizi ist heute Markttag.
Auf dem Weg zur Stadt sind wir nicht die Einzigen.
Erster Stop in Mbeya ist die CRDB Bank. Morris weiss genau wo sie sich befindet. Er hat sich vorher erkundigt. 😎 Gestern haben wir von Tanapa die Bankdetails sowie die Rechnung vom Katavi NP per Mobile erhalten. Wir müssen alle Gebühren hier auf dieser Bank überweisen.
Der Angestellte am Schalter hilft uns beim Beleg ausfüllen. Innerhalb von 5 Minuten ist die Sache erledigt. Wir bezahlen cash in US$. Anschliessend begeben wir uns zum Maua Café. Liegt nur ein paar Hundert Meter entfernt.
Da wollen wir eine Kleinigkeit essen.
Der kleine Garten sieht auch sehr gemütlich aus.
Wir bestellen Samosas und trinken dazu Sprudelwasser. Es ist besonders sehr heiss heute. Beim Verlassen des Lokals stossen wir auf die Engländer die auf einer Campsite in Utengule übernachten. Sie sind auf der Suche nach neuen Reifen. Anschliessend wollen sie weiter nach Sambia fahren.
Es ist schon über 14 Uhr als wir Richtung the World's End düsen. Es handelt sich um einen Viewpoint. Die meisten Touristen fahren da hinauf zum Sundowner. Um dort zu gelangen nimmt man in Mbeya die Strasse nach Chunya. Da es aufwärts geht profitieren Einige so gut es geht!
Sehr bald bekommen wir einen Ueberblick auf die ganze Stadt.
Verkehr gibt es kaum.
Die Strasse wird sehr kurvenreich
und die Natur grandios.
22 Kilometer später erreichen wir den Parkplatz von Pungulume und wir befinden uns auf 2230m Höhe.
Von hier aus schaut man auf die Usanga-Ebene hinter Mbeya.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200804. Nov. 2020 · #72
Fortsetzung
Leider wird es heute nichts mit einem tollen Sonnenuntergang! 😣 Es wird wolkig und dunstig.
Wir beschliessen wieder nach Mbeya zurückzufahren.
Der Verkehr verstärkt sich immer mehr.
Wir machen einen Halt beim Tazara Bahnhof.
Einige Einheimische kaufen sich einen Fahrschein. Ist aber nicht viel los. Zur Info: es gibt wöchentlich 2 Zugverbindungen nach Dar Es Salaam (Mittwochs ab Mbeya um 20.00 und Samstags um 22.00). Der Zug braucht 31 Stunden um Dar Es Salaam zu erreichen wenn nichts dazwischen kommt..... 😁
Anschliessend begeben wir uns nach Mbalizi. Bei dieser Schreinerei können wir ohne Risiko das Auto stehen lassen
und den Markt besuchen.
Freunde von uns wollen unbedingt dass wir ihnen Sandalen aus kaputten LKW Gummireifen kaufen.
Davon gibt es hier genügend. Wir suchen uns 4 Paar Sandalen aus.
Der Markt ist sehr bunt
und die Einheimischen einfach sehr sehr nett.
Man findet einfach alles Mögliche!
Der Metzger versucht bei uns sein Fleisch loszuwerden. Nicht so unser Ding! 😄
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200805. Nov. 2020 · #73
Fortsetzung
Gegen 16.30 verlassen wir den Markt.
Im Zentrum von Mbalizi ist immer viel los.
Bei der Abzweigung nach Utengule begegnen wir einer Begräbnisfeier.
Um 17 Uhr kehren wir in unser Bungalow zurück.
Da besprechen wir mit Morris was wir morgen vorhaben. Unser Driver ist sehr begeistert denn er kennt die Gegend absolut nicht. Um 19 Uhr begeben wir uns dann zum Essraum.
Da erwartet uns ein leckeres Chicken Curry.
Wir unterhlaten uns danach noch eine Weile mit Debbie. Inzwischen sind wir die einzigen Gäste.
06.08.2020
Gleich nach dem leckeren Frühstück, um 8 Uhr, verlassen wir mit unserem Driver Utengule. Mbeya durchzufahren bleibt keine leichte Angelegenheit. Wir stecken 30 Minuten in den Staus. Bei der Abzweigung von Uyole nehmen wir die Richtung Malawi. Die Grenze befindet sich 107 Kilometer entfernt. In der Gegend werden öfters wie hier Särge zum Kauf angeboten....
Mbeya ist eine Region, die den Brotkorb Tansanias bildet. Die ganze Umgebung hat Wetter mit genügend Niederschlägen und fruchtbaren Böden die es ermöglichen, der grösste Produzent von Mais, Reis, Bananen, Bohnen, Kartoffeln, Soja Nüssen und Weizen im ganzen Land zu sein. Auf den Feldern wird überall hart gearbeitet.
Man hat aber auch für den Musungu immer ein Lächeln übrig.
Unterwegs passieren wir viele Schulen.
Bei Kiwira nehmen wir die Abzweigung God's Bridge. Wir wollen umbedingt die Brücke besuchen. Wir kommen an der God's Bridge Schule vorbei
und finden auf einmal kein Schild mehr. Morris fragt immer wieder die Einheimischen nach Daraja la Mungu (God's Bridge auf Swahili). Endlich erreichen wir die Stelle.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200806. Nov. 2020 · #74
Fortsetzung
Wir werden gleich von einem Einheimischen empfangen. Er will natürlich Bargeld. Am Anfang verlangt er 20'000 TZS für uns. Morris verhandelt auf 10'000 TZS herunter und der Guide bringt uns noch zu einem zweiten Naturwunder. Wir lassen den Wagen stehen und laufen Richtung Kiwira Ufer.
Daraja La Mungu oder Gottes Brücke ist eine natürliche Brücke die die beiden Ufer des Flusses verbindet. Sie ist ungefähr 50 Meter lang und kann grössere Belastungen wie Viehherden standhalten.
Es wird angenommen dass diese Brücke vor Millionen von Jahren gebildet wurde, als Wasser durch kühlende Lava floss, die aus dem nah gelegenen Berg sprudelte.
Seitdem hat God's Bridge die Prüfungen der Natur und der Zeit auf ein Niveau überstanden dass besser ist als jede künstliche Brücke, von denen die meisten eine zuverlässige Lebensdauer von einem Jahrhundert oder weniger haben. Es macht Spass hier herumzulaufen.
Es gibt auch viele Blumen.
Seit seiner Annerkennung als Touristenattraktion wurde 100 Meter nordwestlich davon eine Brücke gebaut um diese zu schonen.
Anschliessend kehren wir zum Wagen zurück und folgen dem Guide der radelt. 10 Minuten später erreichen wir ein "Fireguards und Prisonners College".
Da tragen wir uns in ein Buch ein und müssen versprechen dass wir kein Gebäude fotografieren. Um herum gibt es lauter Bananenplantagen.
Wir durchquerren die ganze Anlage und kommen in das Dorf Kijungu an. 50 Meter weiter lassen wir den Wagen wieder stehen und folgen dem Guide.
Morris ist ganz aufgeregt denn er mag solche Entdeckungen. Touristen gibt es hier absolut Keine.......Der Letzte Musungu laut Guide kam vor 2 Monaten.... Wir laufen jetzt Richtung Kijungu Falls.
Der Fluss fliesst durch 3 Kessel.
Die Wucht vom Wasser ist schon gewaltig!
Es wird behauptet dass wenn man da hineinfällt
erst nach 7 Tagen wieder am selben Ort erscheint.
Man wird vom Fluss unterirrdisch getrieben..... Langsam verlassen wir den Ort und kehren zum Wagen zurück.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200809. Nov. 2020 · #75
Fortsetzung
Wir fahren anschliessend dieselbe Strecke wieder zurück bis zur Haupstrasse.
Dann geht es direkt nach Tukuyu, eine Kleinstadt in den Bergen zwischen Mbeya und Lake Nyassa. Da machen wir gegen 13 Uhr eine Mittagspause im Landmark Hotel.
Auf der kleinen Terrasse ist es uns zu warm.
Wir bevorzugen das Restaurant und bestellen Avocado Vinaigrette. Wir sind natürlich die einzigen Gäste.
Es ist schon kommisch wie die serviert werden. Es schmeckt aber.
45 Minuten später sind wir schon auf dem Weg zum Kisiba Krater, ein Geheimtip von der Utengule Coffee Lodge.
Wir nehmen wieder die Richtung Kiwira und verfehlen dreimal die Abzweigung. Zum Glück ist unser Morris sehr engagiert. Er fragt mehrmals nach dem Weg. Die Abzweigung liegt 7 Kilometer vor Tukuyu und es gibt kein Schild...... 40 Minuten später entdecken wir ein Bijou.
Ausser ein paar Einheimische gibt es hier kein Mensch. Ich brauche nicht lange und schon stehe ich im angenehmen klaren Wasser.-
Da wird auch gerade eine Campinganlage fertig gebaut.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200810. Nov. 2020 · #76
Fortsetzung
Es wird leider Zeit den Kisiba Kratersee zu verlassen. Den Weg zurück zur Hauptstrasse finden wir ohne Problem. Er führt uns durch abwechslungsreiche Landschaften.
Ueberall gibt es hier Wasser.
Momentan ist Bananenernte.
Wir passieren auch mehrere Teeplantagen.,
In Uyole ist wie immer viel los.
Um nach Mbeya zu gelangen müssen wir Geduldig sein. Wir stecken wieder in Staus.
Nach 3 1/2 Stunden erreichen wir Utengule. Wir haben gerade noch Zeit um zu duschen und unsere Mails zu beantworten. Punkt um 19.30 wird das Abendessen serviert. Es schmeckt.
Wir essen bei Kerzenlicht denn der Strom fällt aus. Und deswegen sind wir auch um 21 Uhr schon im Bett!
07.08.2020
Um 8 Uhr bedienen wir uns am kleinen Frühstücksbuffet.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200812. Nov. 2020 · #77
Fortsetzung
Nach dem Frühstück machen wir es uns auf der kleinen Terrasse vor dem Essraum gemütlich.
Wir warten auf Debbie. 5 Minuten später erscheint sie mit der Wäsche die wir gestern abgegeben hatten. Danach geht es zurück zu unserem Bungalow. Das Schwimmbad wird so schnell nicht in Betrieb sein. Schade!
Im Garten zwitschern die Vögel. La vie est belle.
Auf Utengule gibt es auch Squash und Tennis Möglichkeiten.
Vor unserem Bungalow haben wir heute Besuch.
Er leistet uns 5 Minuten Gesellschaft.
Gegen 08.45 kommt auch schon Morris mit einem Kerl. Es handelt sich um Koba, unser heutiger Guide. Er wird auch Rasta Man genannt. Utengule hat für uns heute eine Tagestour zu den Songwe Hotsprings organisiert. Wir wollten laufen und die Natur ein wenig geniessen. Sie liegen ca 30 Kilometer nordöstlich von Mbeya entfernt. Erster Stop: das Office in Songwe wo wir die Permits für die Hotsprings kaufen müssen.
Rasta Man will zuerst 20'000TZS von uns. Wir sagen ihm es sei echt zu teuer. Auf einmal sind es nur noch 10'000TZS. Rasta Man wollte sich warscheinlich des Rest in die Tasche legen...... 😛
Danach nehmen wir eine Piste die uns zuerst zu den kleinen Hotsprings führen soll. Irgendwann lassen wir den Wagen stehen und gehen zu Fuss weiter. Bald bekommen wir einen tollen Blick auf den Songwe River.
Ein kleiner Weg führt uns runter zu einem Marmorsteinbruch.
In den sechziger Jahren wurde er noch von den Russen betrieben.
Wir folgen Rasta Man. Morris ist auch dabei und freut sich wie immer auf die Entdeckungstour. Rasta Man erweist sich als ein sehr lustiger Kumpel. Der Tag wird bestimmt noch eine Gaudi!
Landschaftlich wird es auch interessant.
Die kleinen Hotsprings hauen uns aber nicht vom Hocker!
Viel heisses Wasser kommt da nicht raus....
Rasta Man verspricht uns aber mehr bei den grossen Hotsprings!
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200813. Nov. 2020 · #78
Fortsetzung
Um unser Auto wieder zu erreichen nehmen wir einen anderen Weg.
Er bringt uns inmitten des Marmorsteinbruches.
Da stehen auch noch alte rostende Traktoren.
Die sind sogar Made in Germany!
Danach steigen wir wieder in unseren Wagen ein und kehren zur Hauptpiste zurück.
Im kleinen Kaff vor der Abzweigung entdecken wir dieses "Ice Cream" Wägeli.
Wir brauchen eine ganze Stunde bis wir an die "Grossen Hotsprings" gelangen. Die Piste ist in einem schrecklichen Zustand. Rasta Man hat auch mehrere Male die Richtung verwechselt..... Von den "Kleinen Hotsprings" läuft er normalerweise zu den "Grossen Hotsprings". Da braucht er 1 1/2 Stunden. Er muss sich aber vorher organiseren. Ist leider heute nicht der Fall.... Die "Grossen Hotsprings" sehen eindeutig viel spannender aus!
Sie werden auch von den Einheimischen MAJI MOTO genannt. Morris will unbedingt ein Foto davon mit Rasta Man.
Von da oben bekommt man einen guten Eindruck vom Ganzen.
Ich möchte auch ein Bild davon.
Die Wassertemperatur liegt zwischen 55 und 80 Grad.
ANNICKThemenstarter8'054 Beiträge · seit 200815. Nov. 2020 · #79
Fortsetzung
Für die Grossen Hotsprings liegen viele Pläne vor.
Die Songwe Municipality möchte hier ein Thermalbad eröffnen. Die heissen Quellen sollen über tolle Eigenschaften für Haut und Organismus verfügen.
Bis es so weit ist wird warscheinlich noch viel Zeit vergehen......
Langsam machen wir uns auf den Rückweg. Landschaftlich ist die Gegend sehenswert.
Unweit gibt es auch eine Höhle mit Fledermäuse. Ist aber nicht Toni's Sache.... 😄
Morris erweist sich echt als ein sehr guter Fahrer. Es ist nicht immer einfach auf der holprigen Piste zu manoeuvrieren.
Die verschiedene Kreuzungen haben wir uns vorgemerkt so dass wir uns nicht mehr verfahren.
Immer wieder begegnen wir Einheimischen.
Hier in der Pampa ist man nie allein!
Auf der Hauptstrasse nach Mbeya können wir wieder düsen. Unweit vom neuen Mbeya Airport passieren wir die französische Zementfabrik Lafarge.
Gegen 16.30 kommen wir in Utengule an und verabschieden uns von Rasta Man und Morris. Zum Abendessen gibt es Geschnetzeltes mit Kartoffelpuree, miam miam! Anschliessend bezahlen wir unsere Gesamtrechnung. Zur Info: Frühstück pro Person: 10 US$ Abendessen (Vorspeise, Hauptspeise und Dessert): 25 US$ Abendessen 2 Gänge: 20 US$ Hauptgang: 13 US$ Für die Coffee Tour wird uns nichts verrechnet. Morgen geht es weiter zum Ruaha NP.
08.08.2020
Punkt um 8 Uhr verlassen wir Utengule. Diese Anlage können wir echt weiter empfehlen. Wir wären bestimmt noch 2 Nächte länger geblieben. Die Fahrt von Mbeya nach Iringa wird zu einer echten Plage. Es gibt sehr viele 50km/Stunde Geschwindigkeitsbegrenzungen. Morris passt schon auf aber wir werden zweimal "geflasht". Den Polizisten müssen wir jedes Mal 30'000 TZS bezahlen. Um 15.15 erreichen wir Iringa. Da tanken wir auf der Hauptstrasse. Bis zum Ruaha NP sind es noch 104 Kilometer. Wir dürfen keine Zeit verlieren denn das Gate schliesst um 18 Uhr. Punkt um 17.30 kommen wir am Gate an. Natürlich ist das "Permit System" auch hier "Out of Order". Wir können unsere Entry Fees und Concession Fees nicht bezahlen. Morgen müssen wir sie am Msembe Airstrip begleichen....... 😣
Bis zur Ruaha River Lodge sind es noch 20 Kilometer. Auf dem Weg dorthin begrüssen uns hunderte von Tse Tse Fliegen... 😈
Um 18.15 kommen wir an unsere Unterkunft an. Wir werden erwartet. Ausser uns gibt es nur noch ein einheimisches Pärchen dass auf Flitterwochen ist. Wir bekommen Chalet 12. Es liegt direkt am Fluss. Sorry ich habe leider keine Bilder davon. In Tansania habe ich 2 Kameras mitgenommen. Mit der Einen bekam ich leider heute ein Problem. Ich schoss Bilder. Sie wurden aber nicht registriert. Dies habe ich erst viel später bemerkt als ich die Bilder hochladen wollte..... Hier aber der Link zur Lodge. www.ruahariverlodge.com
Das Zelt ist geräumig. Es gibt eine gemütliche Sitzecke. Das Badezimmer finden wir zweckmässig eingerichtet. Es gibt auch einen Safe. Von der Terrasse aus kann man das Geschehen auf dem Fluss beobachten. Da wir uns im Park befinden dürfen wir uns Nachts nicht freibewegen. Gegen 19.30 holt uns ein Masai ab und bringt uns zum Restaurant. Es liegt direkt am Fluss. Da gönnen wir uns eine Flasche Chardonnay und machen mit dem Manager Joseph Bekannschaft. Das Abendessen ist sehr lecker. Es gibt Avocado, Sliced Beef mit Aubergine und Reis sowie einen Fruchtsalat.
Joseph bietet uns für den nächsten Tag einen kostenlosen Masai an um uns auf den Game Drive zu begleiten. Im Park gibt es leider nicht sehr viele Touristen. Um die Katzen zu sichten wird es nicht gerade einfach........
Spezialpreis für uns Beide in Vollpension pro Nacht: 300 US$ Da kann man echt nicht meckern...... Haben direkt bei Foxes Safaris gebucht.
Joseph bietet uns für den nächsten Tag einen kostenlosen Masai an um uns auf den Game Drive zu begleiten. Im Park gibt es leider nicht sehr viele Touristen. Um die Katzen zu sichten wird es nicht gerade einfach........
Hallo Annick, dann drücke ich euch feste die Daumen, dass Ihr die Katzen findet 😉