2008 Namibia/Botswana once in a lifetime or not?

Reisebericht 135 Antworten · 21,3k Aufrufe · gestartet 11. Juni 2020 von casimodo
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200727. Juni 2020 · #41
Hallo Thomas,

Danke für Deine treffenden Worte.
Gleichzeitig ist Euer Erlebnis auch ein schönes Beispiel dafür, dass die Tiere den Menschen als viel größere Bedrohung ansehen, als ein Auto. Die meisten Tiere fliehen, sowie man aus den Auto aussteigt, Elefanten haben es nicht nötig zu fliehen, die zeigen einfach wer der Boss ist. Für mich ist dieses Verhalten auch der Grund weshalb ich einen Gamedrive immer einem Bushwalk vorziehe.
Ganz genau so beurteile ich das auch. Bushwalks sind ja eine ganz coole Sache und wir haben auch schon einige gemacht. Aber 100% sicher fühlte ich mich dabei nie. Gerade wenn wir auf Elefanten trafen. Da verhielten sich die Guides aber jedesmal sehr verantwortungsvoll. Ich bin auch lieber im Auto unterwegs.

Der Elefant in diesem Reisebericht wirkte übrigens als er erstmal vor unserem Auto stand und wir drinnen waren auch überhaupt nicht mehr aggressiv.

Auf jeden Fall empfand ich das Verhalten unseres Guides als nicht verantwortungsvoll. Dafür hatten wir dann dieses once in a lifetime Erlebnis und waren begeistert........ was für den Guide dann vermutlich wieder eine Bestätigung dafür war, dass es das Risiko wert war...... However, ich schreibe jetzt weiter 😉
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8'682 Beiträge · seit 201027. Juni 2020 · #42
casimodo schrieb:
Jetzt freue ich mich auf meinen folgenden Wüstenelefanten Teil. Das war damals ein absolutes Highlight für uns.....
Sorry, vor lauter Etosha-bashing 😄 hatte ich vergessen, dass ja noch die Wüstenelefantentour kommt 🤩 . Und die hat sich wirklich gelohnt (wenn man mal das Verhalten des Guides außen vor lässt) - sooo schöne Farben und das hohe Gras 😘 .

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Schön, dass es gleich weitergeht - dann bleib ich noch ein bisschen sitzen 😉 .

Liebe Grüße von Bele
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zuletzt bearbeitet 27. Juni 2020
8'682 Beiträge · seit 201027. Juni 2020 · #44
casimodo schrieb:@ Bele
Es wird noch einen kleinen Moment dauern. Ich habe erst zwei Absätze abgeschrieben. Wir fahren gerade durchs Damaraland 😉
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Carsten
Vollstes Verständnis - Damaraland ist schön und die Straßen ein bisschen ruppig 🙂 , dafür muss man sich Zeit nehmen 😉 . Ich werf' dann einfach so lange mal ne Maschine Wäsche an und mach' mir nach meiner Frühpirsch noch nen Kaffee, okay?

LG Bele
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zuletzt bearbeitet 27. Juni 2020
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200727. Juni 2020 · #45
@Bele
Ich werf' dann einfach so lange mal ne Maschine Wäsche an und mach' mir nach meiner Frühpirsch noch nen Kaffee, okay?
Sehr schön, das nimmt mir den Druck, mit dem ich wie Du weißt nicht so gut umgehen kann 😉 Wir werden das Haus erst verlassen, wenn ich den nächsten Teil eingestellt habe !
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Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200727. Juni 2020 · #46
17.08.2008 Doro Nawas - Okaukuejo
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Um 07:30 Uhr klingelt das Handy. Ich bin schon etwas früher wach und schreibe Tagebuch. Wir packen schnell unsere Sachen und haben das Gefühl, dass wir hier nicht weg wollen ! Wir Frühstücken auf der Terrasse im Freien, es ist angenehm warm. Ok, wir genießen das letzte Mal die wahnsinnig tolle Aussicht, dann heißt es Auschecken. Der Kofferboy winkt zum Abschied hinterher. Nun müssen wir wieder Kilometer schrubben.

Die Pad geht in Richtung Palmwag durch das traumhaft schöne Damaraland.

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In unserem Auto ertönen immer wieder Ooooh’s und Aaaah’s. Goldenes Gras, Springböcke, Tafelberge, spitze Berge, trockene Riviere……

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An der Seuchensperre vor Palmwag kaufen wir einem Jungen zwei ziemlich teure Macadamia Nüsse ab. Die Beamten schauen völlig bocklos zu. Die Tanke funktioniert mit einem Generator, den der Boy extra anwirft.

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Dann geht es weiter in Richtung Kamanjab.

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Nach einem Pass mit Warnschild „Elefanten“ wird die Landschaft unspektakulärer. Die Strecke (350 KM) zieht sich ganz schön.

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Leider ist der Geldautomat in Kamanjab nicht betriebsbereit, es ist Sonntag. Wir sind heilfroh, als wir um ca. 15:30 Uhr endlich das Tor des Etosha erreichen. In Okaukuejo hat sich seit 2002 nichts verändert. Das Personal ist beim Einchecken immer noch genauso unfreundlich wie damals. Wir beziehen den Bungalow 89. Er liegt mitten im Camp am Rande des Campingplatzes. Innen sind die Häuser renoviert worden. Sofort geht es ans Wasserloch. Dort angekommen breitet sich das gleiche Gefühl wie vor 6 Jahren in uns aus. Hierher wollten seit unserem letzten Besuch unbedingt wieder zurück.

Viele Elefanten besuchen diesmal das Wasserloch.


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Die Elefanten und die Nashörner im Sonnenuntergang bieten uns untermalt durch die Rufe der Hyänen und dem Brüllen der Löwen ein phantastisches Erlebnis.

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Um 19:30 habe wir einem Tisch reserviert. Das Restaurant ist auch wie damals lieblos betrieben und es herrscht Massenbetrieb. Das Essen ist aber sogar ganz OK. Zügig kehren wir mit einer Flasche Wein bewaffnet ans Wasserloch zurück und ergattern einen Platz ganz rechts außen.

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Alle Besucher sind absolut ruhig. Die Öffnung unserer Weinflasche hört sich so brutal laut an, Plopp !
Später kommt noch eine Nashornmama mit Jungem und später noch mehr Nashörner hinzu.
Sie bedrohen sich gegenseitig und halten sich grunzend in Schach.

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Die Tierbeobachtungen beschränken sich auf die Nashörner und Schakale. Einige Giraffen bringen Abwechslung.


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Da ich gegen 22:30 Uhr auf der Bank einschlafe und sofort zu Schnarchen beginne, gehen wir ins Bett und Schlafen gut !
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zuletzt bearbeitet 27. Juni 2020
423 Beiträge · seit 201327. Juni 2020 · #47
Lieber Casimodo

wouw! Diese Bilder von den Elefanten am Wasserloch mit der rotglühenden Sonne im Hintergrund - das ist ja einfach umwerfend schön!!
Wir waren auf unserer ersten Namibia-Reise im 2011 auch sehr angetan von Doro Nawas - sowohl die Lodge wie die Wüstenelefanten-Tour.
Es ist so schön, ein wenig zu träumen von vergangenen Reisen, wenn man nicht weiss, wann wir irgendwann wieder planen können für eine Reise ins südliche Afrika.

Danke für den unterhaltsamen Bericht und schönes Wochenende
Regina
Reiseberichte: 2015 - von Kapstadt nach Windhoek durch den KTP 2017 - der Leopard kommt nur am Sonntag... 2019 - Namibia Nov.2019 - auf der Suche der Lone Men 2021 - vom Winde verweht - Skeleton Coast Campingtour
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200728. Juni 2020 · #48
@Regsal
Es ist so schön, ein wenig zu träumen von vergangenen Reisen, wenn man nicht weiss, wann wir irgendwann wieder planen können für eine Reise ins südliche Afrika.
Danke Dir 🙂 Mir geht es genau so. Derzeit macht mir das Schwelgen in alten Erinnerungen Spaß....
Danke für den unterhaltsamen Bericht und schönes Wochenende
Regina
Und nochmal Danke. Euch auch einen schönen Sonntag !
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Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200728. Juni 2020 · #49
18.08.2008 Okaukuejo nach Etosha Aoba Lodge
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Aufstehen um 07:30 Uhr, Duschen, Packen und ab ans Wasserloch, wo Massen an Zebras, Kudus, und Springis sind.

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Es ist immer ein beeindruckendes Bild, wie sich die Tiere untereinander verhalten.

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Dann checken wir aus und gehen zum Massenveranstaltungs-Frühstück. Dort setzen wir uns raus und beobachten noch einige Glanz Stare.

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Im Sichtungsbuch haben wir von Löwen gelesen. 10 Km nördlich sollen sie an einem Wasserloch liegen.

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Wir fahren dort hin und haben keinen Erfolg. Also fahren wir nach Süden zu Okondeka und haben auch dort keinen Erfolg.

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OK, also fahren wir langsam in Richtung unseres Zieles nach Norden.

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An einem erhöhtem Aussichtspunkt zeigt uns ein crazy Franzose einen im Gras versteckten Löwen. Er sitzt ca. 20 Meter von uns entfernt auf dem Dach seines Hiluxes. Dann klettert er herunter und kommt lässig zu uns herübergelaufen. Wir sind fassungslos ! Er wirkt so lange cool, bis ich zu ihm sage:“ what do you think who is faster ? The lion or you ?“ Nun nutzt er sein Hirn wohl doch zum Denken und bekommt richtig Angst. Er traut sich nicht mehr zurück zu seinem Auto und bemerkt, dass der Löwe ihn beobachtet.

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Er ist so ca. 100 Meter entfernt ! Totaler Wahnsinn…. Seine Freunde „retten“ ihn und kommen mit dem Auto rüber. DAS ist wirklich dumm !

Auf der Weiterfahrt machen es uns alle möglichen Tiere schwer, unser Ziel schnell zu erreichen. Massen an Giraffen und drei riesige Elefanten, die in Mitten einiger Autos stehen.

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Mitten auf der Straße gelingen uns noch einige schöne Zebra Fotos.


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So rast mal wieder die Zeit und erst nach 16:00 Uhr erreichen wir die Pad zur Aoba Lodge. Nach 12 KM holpriger Farmpiste werden wir sehr freundlich und mit einem Drink empfangen. Leider habe ich mir durch Zugluft einen steifen Nacken eingefangen, der sauweh tut.

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Vor dem Dinner gehen wir zu einer kleinen Wasserstelle und trinken ein kühles Windhoek. Es gibt hier viele Böcke und Perlhühner.

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Das Dinner wird nach einem Aperitif an der Bar im Außenbereich in wunderschöner Atmosphäre serviert. Überall stehen Feuerschalen herum.

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Mein Daddy war schon hier und wurde beim Abendessen wegen Löwenbesuch am Wasserloch nach innen evakuiert. Bei uns bleibt es ruhig, bis wir um 22:30 Uhr ins Bett gehen.
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zuletzt bearbeitet 28. Juni 2020
213 Beiträge · seit 201528. Juni 2020 · #50
Lieber Carsten,

Eurer Reisebericht ist Wohltat für die geschundene Corona-Seele 🙂 An Euren freudestrahlenden Gesichtern kann man direkt erkennen, wie Ihr die Zeit genossen habt.

Bei unserem Besuch im Etosha 2017 gab es ja leider kaum Tiere zu sehen. Ich finde den Park trotz des ganzen Trubels wunderschön - es ist immer wieder beeindruckend, wie viele Tiere sich hier teilweise an einem Wasserloch drängen. Es ist nur immer wieder schade zu sehen, wie viele Touristen sich nicht an Regeln halten und aus dem Auto raushängen, draufsitzen oder sogar aussteigen und umherlaufen. Das betrifft ja nicht nur Etosha, ist ja überall dasselbe. Wer weiß, ob das nicht irgendwann mal wirklich die Konsequenz hat, dass man nicht mehr selber fahren darf 🙁

Liebe Grüße
Sandra
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200706. Juli 2020 · #51
@Lois
Eurer Reisebericht ist Wohltat für die geschundene Corona-Seele 🙂 An Euren freudestrahlenden Gesichtern kann man direkt erkennen, wie Ihr die Zeit genossen habt.
Oh ja, wor waren sehr, sehr glücklich über diese Reise 🙂

Euch einen wunderschönen Urlaub in Nicht-Afrika 😘
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Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200706. Juli 2020 · #52
18.08.2008 Etosha Aoba Lodge
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Da wir einen Gamedrive nach Etosha gebucht haben, stehen wir früh auf. Nach einem guten Frühstück geht es auf in den Park.

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Leider tut mein steifer Nacken echt weh.

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Gleich nach dem Gate

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sehen wir einen Elefanten, der direkt an der Straße Äste frisst.

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Nach kurzen Stopp in Namutoni geht es wieder in den Park. Neben all denüblichen Tieren sehen wir 4 im Gras liegende Löwen.

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Die Etosha Pan ist mit Wasser gefüllt. An Besonderheiten sehen wir noch Reste eine jungen Kudu Kills im Baum, tote Fische in der Pfanne (!!!) und eine kleine, sehr süße Turtle, die über die Straße läuft. Als wir 5 Minuten später wieder umgedreht haben, liegt sie tot gefahren auf der Straße. Auch unser Guide ist fassungslos und noch heute müssen wir bei jeder Schildkrötensichtung daran denken !

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Danach geht es zurück nach Etosha Aoba, wo wir uns zusammen mit den Bayern wortlos am Pool entspannen. Zwei kleine Mädels haben Spaß im Wasser !

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Nach einigen Keksen und Kaffe geht es um 16:00 Uhr los zur Sundownerfahrt.

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Wir sind nun alleine und steigen mit dem Guide von Heute morgen in „Schwiegermutter“ ein, einen 28 Jahre alten Landy. Er heißt so, weil er dauernd krank ist, aber nie stirbt (O-Ton Guide). Und das bewahrheitet sich schnell. 5 KM weit schafft er es, dann bleiben wir liegen.

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Nach einigen Minuten kommt unser per Handy herbeigerufener Ersatzwagen (diesmal ein Landcruiser) mit einem weiteren Guide. Wir sichten bald die üblichen Verdächtigen und halten dann an einem Wasserloch mit Hochstand an. Beim Aussteigen scherzt Samuel „the last one will be taken by the lions!“. Ich bin der Letzte und lache „hahaha“ ! Einen Augenblick später bleibt er wie angewurzelt stehen und raunt „there’s a Leopard!“.
Ja schon klar „hahahaha, you are kidding!“. Aber da ist wirklich ein Leopard und zwar ca. 50 Meter weiter im Gebüsch. Ich habe ihn selbst nicht gesehen. Plötzlich herrscht riesige Spannung !


Auf diesem Erinnerungsbild kann man ihn gut in der Bildmitte erkennen 😣 😗 😉 😛

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Kerstin und auch die Guides verlieren den Leo aus den Augen. Er ist saugut getarnt. Dann entdeckt der zweite Guide Sam einen frischen Springbock Riss in einem Baum. Unglaublich, wie er ihn überhaupt finden konnte ! Erst mit meiner von mir geschossenen und stark vergrößerten Teleaufnahme ist er sich überhaupt erst sicher. Wir beschließen uns zum Sundowner an den Rand des Etoshas zu entfernen und dann in der Dunkelheit wieder zu kommen. Bei Gin Tonic und Campari O flachsen wir mit den wirklich sehr netten Guides.

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Aber eigentlich hat jeder von uns nur den Leo im Kopf.

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Und so fahren wir bei beginnender Dunkelheit zurück an den Schauplatz des Geschehens. Und im Licht des Scheinwerferkegels sehen wir ihn ! Einen prächtigen Leo, der unweit des Kills quer auf einem Ast liegt. Wow! Nebenan jaulen zwei Schakale und wir fahren mitten durchs Gebüsch näher ran. Ein super gespenstisches Bild verbunden mit einer totalen Anspannung !

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Der arme Springi. Wir kommen erst kurz nach sieben zum Dinner zurück und sind vorher die Stars. Jeder will die Leo Geschichte hören. Beim Dinenr sitzen wir wieder mit den Bayern zusammen und tauschen Reiselatein aus. Bei stimmungsvollem Lagerfeuer und gutem Kudu klingt der Abend aus…. Um 22:30 Uhr gehen wir in begeisterter Stimmung ins Bett.
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zuletzt bearbeitet 06. Juli 2020
4'382 Beiträge · seit 201507. Juli 2020 · #53
Liebe Seligenstädter,
dies Foto
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gefällt mir besonders gut 😎 😎 😎

Amüsierte Grüße und schön, dass es hier weitergeht!
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 07. Juli 2020
158 Beiträge · seit 201607. Juli 2020 · #54
Hallo Carsten, hallo Kerstin!

Vielen Dank für die wunderbare Zeitreise und die herrlichen Fotos. Einen Vorteil hat die aktuelle Situation: man kann die zahlreichen alten Fotos endlich wieder einmal intensiv sichten -> neue Afrika-Fotos kommen ja kurzfristig wohl wenige dazu. Und man sieht anhand der Fotos aktuell viel klarer, welch großartiges Privileg so eine Reise in das südliche Afrika eigentlich ist. Ich freue mich schon auf die weiteren Stationen der 2008er Reise.

Liebe Grüße aus Salzburg, Oliver
Reisebericht Südafrika 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/299486-kwazulu-natal-und-kapregion-suedafrika-2020.html 2020 Südafrika / 2016 Namibia + Botswana / 2015 Tansania + Sansibar / 2014 Namibia + Südafrika / 2012 Südafrika / 2010 Südafrika / 2008 Südafrika / 2006 Namibia, Botswana + Zimbabwe / 2003 Kenia / 2002 Namibia + Südafrika / 2000 Südafrika + Mauritius
Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200708. Juli 2020 · #55
@Oliver74
Vielen Dank für die wunderbare Zeitreise und die herrlichen Fotos. Einen Vorteil hat die aktuelle Situation: man kann die zahlreichen alten Fotos endlich wieder einmal intensiv sichten -> neue Afrika-Fotos kommen ja kurzfristig wohl wenige dazu. Und man sieht anhand der Fotos aktuell viel klarer, welch großartiges Privileg so eine Reise in das südliche Afrika eigentlich ist.
Danke für den netten Kommentar. Schauen wir mal, wieviel alte Berichte ich schaffe, bevor es wieder nach Afrika gehen kann 😐
Morgen geht es weiter.

Viele Grüße
Casimodo
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Themenstarter4'528 Beiträge · seit 200708. Juli 2020 · #56
21.08.2008 Etosha Aoba Lodge nach Hakusembe
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Heute gibt es einen langen Fahrtag. Erstmals besuchen wir den Caprivi. Ca. 400 KM Asphalt stehen auf dem Programm, alles öde Landschaft. Mein Nacken ist immer noch steif. In Tsumeb wollen wir tanken und Reiseschecks cashen. Leider funktionieren die GA’s nicht. Also wartet Kerstin im Auto, während ich in die Bank gehe. Nach 45 Minuten hat die völlig überforderte Angestellte es geschafft mir Geld zu geben. Der Kurs ist grottenschlecht. Wir haben von der Stadt so die Schnauze voll, dass wir das Tanken auf später verschieben und weiter fahren.

Nach einem Veterinär-Kontrollpunkt beginnt merklich Schwarzafrika.


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Kral an Kral leben die Farbigen, die Reisig und Schnitzkunst am Straßenrand verkaufen.

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Immer wieder winken Kinder und alles wirkt sehr exotisch.

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Kurz vor Rundu erreichen wir das Schild „Hakusembe“. Mitten durch Krale geht es über einen sandigen Weg in Richtung der Lodge. Diese macht auf Anhieb einen guten Eindruck.

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Das üppige, inzwischen ungewohnte Grün, viele Blüten und der ruhig dahinfließende Okavango verwöhnen das Auge.

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Am anderen Ufer ist Angola und man sieht ein Dorf mit Basthütten.

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Spontan buchen wir die Abendbootsfahrt, die von einem netten Guide auf der Hakusembe River Queen durchgeführt wird. Leider ist auch eine deutsch/namibische Familie mit Eltern und verzogener Tochter dabei und noch ein italienisches Pärchen. Die Deutschen sind sehr laut und zerstören damit die schöne Stimmung.

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Etliche kleine Krokodile, Kingfisher und angolanische Menschen, die im Fluss baden bringen angenehme Abwechslung.

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Zum Sundowner gibt es den obligatorischen G+T und (man beachte) Fleischwurst.

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Nach einem soliden Abendessen trinken wir auf dem Bootsanleger noch einen Absacker und sinken dann ins Bett.
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zuletzt bearbeitet 08. Juli 2020
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21.08.2008 Hakusembe – Mahangu Safari Lodge
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Als der Wecker klingelt, schmerzt mein Nacken immer noch. Aus Angola wehen Geräusche von Trommeln und Gesängen herüber. Wir frühstücken vor den Reisegruppen.

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Das klappt gut. Eine Angestellte hatte uns diesen Tipp gegeben. Und so geht es um 09:30 Uhr wieder auf die Piste. Ca. 200 Kilometer weit geht es wieder über langweiligen Asphalt.

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Nach kurzem Zögern entcheiden wir uns kurz vor Erreichen unserer Lodge dann doch zu einem spontanen Besuch der Popa Falls.

Vorbei an bocklosem Staff geht es zum Campingplatz, wo wir unser Permit kaufen. Geparkt wird auf dem Campground. Wir laufen bis ans Wasser. Naja, einige Fotos und das war e dann denken wir. Zurück am Auto zeigt uns der Gärtner den Fussweg zu einer anderen Stelle, der über Steine in Bächen zu einer anderen Stromschnelle führt. Naja, wieder ein Bild, Trinkgeld geben und ab in die Lodge. So richtig toll finden wir das hier nicht.

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Kurze Zeit später erreichen wir Mahangu und werden dort von einer netten Deutschen empfangen. Auf einer Holzterrasse mit Blick auf den Fluss trinken wir erst einmal einen Guavensaft. Der Okavango fließt ruhig und breit an uns vorbei. Die Bäume spenden Schatten und so lässt es sich gut aushalten. Wir müssen die Uhr vorstellen und erhalten den Tipp, in den nur 2 KM entfernten Mahango NP zu fahren.

Am dortigen Gate wird die zuerst völlig bocklose Beamtin erst in dem Moment etwas lebhafter, als sie die 10 Rand Trinkgeld bekommt.


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Am Fluss sollen wir entlang fahren. OK !

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Neben den üblichen Tieren sehen wir zuerst aus einiger Entfernung einen Elefanten und zwei Hippos. Bei der Weiterfahrt entfernen sich zuerst 2 Eles nach links von der Straße und plötzlich sehen wir rechts und nur ca. 20 Meter entfernt 2 Eles unter einem schattigen Baum stehen. Ich wäre fast direkt an ihnen vorbeigebraten und entdeckte sie nur aus dem Augenwinkel. Sie sind sehr relaxed und nur ab und zu wandert ein dicker Ast ins Maul.

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Begeistert geht es weiter zum riesen Baobab

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und vorbei an Pavianen und Kudus an die Wasserstelle Kwetche.

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Die Affen klettern in einem großen Baum herum. Holpernd fahren wir ans Wasser herunter und stehen plötzlich vor einem grasenden Hippo. Fressend entfernt es sich langsam. Oh, sind wir begeistert !

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Auf der Rückfahrt sind die Eles weg, aber ein Guide zeigt uns noch einen im Gebüsch stehenden Wasserbüffel. Jetzt sind die Big 5 komplett !

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Gerade rechtzeitig zum 4 Uhr Boatdrive sind wir zurück. Auf einem modernen Bott geht es den Okavango entlang.

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Am Schilfbewachsenen Ufer sehen wir etliche Vögel und ein kleines Kroko.


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Im Fluss sind etliche Hippos unterwegs.

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Auf einer Insel sehen wir dann auch noch schlafende Hippos.

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Am Ufer gibt es immer wieder interessante Beobachtungen zu machen.

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Einen Schreiseeadler und etliche Kingfisher sehen wir. Dann gibt es in schönster Stimmung noch einen Sundowner, bevor es zur Lodge zurück geht.


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Unser abgewohnter Bungalow wäre normalerweise für eine Nacht OK, aber im Bad sitzen 2 Monsterspinnen ! Beim Abendessen überlegen wir wie ich trotz Spinnen die Nacht überstehen kann. Die „Ich schlafe im Auto Option“ wäre eine. Als bei unserer Rückkehr dann eine weietre Monsterspinne über Kerstins Bett sitzt, ist meine Laune endgültig im A…. Kerstin zieht eines der beiden Einzelbetten in die Mitte. Ich soll mich reinlegen und sie stopft dann das an der Decke befestigte Mosquitonetz von allen Seiten unter die Matratze. Und so überstehe ich irgendwie die Nacht. Der Alkohol hilft dabei. Kerstin hat übrigens keine Angst vor Spinnen.
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zuletzt bearbeitet 14. Juli 2020
8'682 Beiträge · seit 201014. Juli 2020 · #58
casimodo schrieb:
und vorbei an Pavianen und Kudus an die Wasserstelle Kwetche.
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Hübscher Kudu 😗 !

Hallo Ihr Zwei,

Hakusembe, Mahangu Safari Lodge - da kommen schöne Erinnerungen hoch und ich erfreue mich sehr an euren Fotos und Erzählungen!

Vielen Dank für's fleißige Schreiben - und weiter so 😉 , jetzt wird's immer mehr nach meinem Geschmack! 🙂

Liebe Grüße von Bele
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casimodo schrieb:@ Bele
Hübscher Kudu
Ei die Kudus haben wir aussortiert 😉
Und die arme Roan wird einfach unter den Tisch gekehrt? 😮

Erstaunte Grüße von Bele

P.S. Stand eigentlich der 2. Baobab bei euch noch? Ja, müsste - oder?
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zuletzt bearbeitet 14. Juli 2020