casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200714. Juni 2020 · #21
12.08.2008 Panorama Rock nach Erongo Wilderness Original Reisebericht Zitate in blau
Erneut kann ich vom Bett aus den tollen Sonnenaufgang beobachten. Dann gibt es leckeres Frühstück mit Wurst vom deutschen Metzger und lebhafte Gespräche.
Bergran hat wieder seinen Keilerzahn dabei. Mit sehr traurigem Gefühl verlassen wir diesen tollen Platz und fahren hinter unseren Gastgebern her nach Windhoek. Es geht im Eiltempo hinter Gunnar her zu ihrem Wohnhaus, denn er hat einen schleichenden Platten.
Marinda zeigt uns ihr schönes Wohnhaus. Danach fahren wir mit Gunnar in ein modernes Einkaufszentrum. Kerstin kauft Wanderschuhe (ihre mitgebrachten waren bei der ersten kleinen Wanderung kaputt gegangen) und ich 2 Hemden und eine Hut. Gunnar lädt uns noch auf eine Tasse Kaffee und Gebäck bei ihnen zu Hause ein. Danach müssen wir uns traurig von unseren perfekten Gastgebern verabschieden.
Wir hatten einen absolut traumhaften Beginn. Panorama Rock war eine kleine Überraschungskiste. Der eigentliche Verwalter hatte die Jagdfarm verlassen. Dadurch hatten wir die tolle Betreuung der Jensens.
Etwas wehmütig machen wir uns auf den Weg ins Erongo. Hoffentlich sehen wir die beiden wieder ! Aber das ist eine andere Geschichte! Die Fahrt führt uns fast nur über Schotter und ist ereignislos.
Auf diesem Streckenabschnitt durften wir leider nur 100 fahren. Immer diese dämlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen 🙁 😐 😣 😎
Gegen 16:30 Uhr erreichen wir die Erongo Wilderness Lodge.
Eine tolle Kulisse wartet hier auf uns. Wir werden mit einem 4x4 zur Rezeption gefahren und beziehen unser Zelt, dass wir über Holzstege erreichen. Die Lage unserer Einheit ist „mittelgut“ . Kerstin ist nicht ganz zufrieden (der Preis war auch ganz schön heftig). Das Zelt liegt in der Mitte der Anlage hat aber einen schönen Ausblick.
Rasch ersteigen wir einen nahen Berg, leider erst knapp nach dem Sonnenuntergang.
Die Lichtstimmung ist trotzdem noch toll !
Totmüde essen wir das leckere Abendessen, trinken ein zwei Windhoek und gehen früh zu Bett. Zusammengekuschelt lässt sich die Kälte gut aushalten. Irre Tiergeräusche und das Echo der Berge begleitet uns in den Schlaf. Erst später erfahren wir, dass es tatsächlich die Rufe der Dassies sind.
Dandelion547 Beiträge · seit 201714. Juni 2020 · #22
Hallo lieber Carsten,
da hast du mich jetzt aber verwirrt. Kaum entferne ich mich für wenige Tage vom heimischen Sofa, wartet bei der Rückkehr ein weiterer neuer Casimodo-Bericht. Hä? Der Ersttäter-Bericht war doch noch gar nicht fertig oder hat der liebe Carsten den Turbo eingelegt während unserer Abwesenheit? Grübel, grübel, wühl im Forum - ach so, alles klar, Pause wegen „technischer Probleme“ 😛 Sehr löblich, dass du derart motiviert bist und uns gleich das nächste Schmankerl servierst. Da bin ich doch natürlich wieder dabei. Mir gefallen eure „Nostalgie“ Berichte sehr. Kerstin hatte schon immer ein gutes Händchen für tolle Unterkünfte, das haben ja auch andere Fomis bereits bestätigt und die alten Fotos sind trotz einfacher Ausrüstung auch schön anzusehen. Dass ihr eure Einstellung zu manchen Dingen im Laufe der vielen Jahre geändert habt ist normal, manches fällt für mich unter die Kategorie „wir wußten es damals einfach nicht besser“. Ich finde, gerade das macht die Berichte irgendwie authentisch und sympathisch. Es wäre einfach für dich, manche Fotos oder alten Kommentare unter den Tisch fallen zu lassen. Ich finde es schön, dass du genau das NICHT tust. Genug geschwafelt, jetzt freue ich mich auf weitere Kapitel 😄
Schönen Sonntag und ganz liebe Grüße nach Hessen
Kordula 🙂
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200714. Juni 2020 · #23
@Dandelion
Sehr löblich, dass du derart motiviert bist und uns gleich das nächste Schmankerl servierst. Da bin ich doch natürlich wieder dabei. Mir gefallen eure „Nostalgie“ Berichte sehr.
Seltenes Lob nehme ich immer gerne entgegen 😘
Es wäre einfach für dich, manche Fotos oder alten Kommentare unter den Tisch fallen zu lassen. Ich finde es schön, dass du genau das NICHT tust. Genug geschwafelt, jetzt freue ich mich auf weitere Kapitel
Es freut mich echt, dass der Bericht dann doch auf Interesse stößt 🙂 Ich freue mich selbst auf die Reise, die für uns damals und auch heute noch etwas ganz besonderes war 🙂 Liebe Grüße Carsten
sphinx1'624 Beiträge · seit 201514. Juni 2020 · #24
Hallo Ihr Zwei Jetzt war ich auch kurz verwirrt. Friederike erzählte mir was von einem Bericht von der ersten Namibiareise von Euch und nun geht es vier Wochen 2008 los und Ihr ward doch vor uns in Namibia - tausend Fragezeichen standen in meinen Augen, aber nun ist alles klar 🙂 Kaum bin ich auf Reisen, interessieren mich auch wieder RBs und von Euch auch sehr die „alten“. Also hau in die Tasten, spätestens am übernächster Woche lese ich nach bzw. regelmäßig mit. Viele Grüße aus Kroatien Elisabeth
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200716. Juni 2020 · #25
@Sphinx
Kaum bin ich auf Reisen, interessieren mich auch wieder RBs und von Euch auch sehr die „alten“. Also hau in die Tasten, spätestens am übernächster Woche lese ich nach bzw. regelmäßig mit. Viele Grüße aus Kroatien
Hi Elisabeth 🙂 Ja da freue ich mich und wollte Dich keineswegs (schon gar nicht im Urlaub) verwirren 😉 Ich wünsche Euch eine ganz tolle Reise und LG
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200716. Juni 2020 · #26
13.08.2008 Erongo Wilderness Original Reisebericht Zitate in blau
Zusammengekuschelt haben wir die kalte Nacht überstanden, als um 06:00 Uhr brutal der Wecker klingelt. Nach einer schnellen Dusche treffen wir uns mit unserem Guide Charles und trinken eine Tasse Kaffee. Er ist gut drauf und witzelnd laufen wir zu einem Morning Walk los.
Die Sonne geht gerade auf und der Himmel färbt sich rötlich.
Immer wieder finden wir Tierspuren, hören die Vögel zwitschern und genießen die schöne Stimmung. Zwischen den Felsen hindurch erklimmen wir einen rosa leuchtenden Granithügel. Der dort herum lungernden Pavianrotte gefällt dies gar nicht.
Nur langsam treten sie den Rückzug an. Oben angekommen genießen wir den tollen Ausblick.
Über einen Bergrücken erreichen wir ein kleines Tal,
wo Charles berichtet, dass er dort kürzlich von einem „hoooribble Hoooneybadger“ angegriffen wurde. Der Honeybadger wollte ihn angeblich an seiner empfindlichsten Stelle treffen ! Charles ist schwer vorsichtig, Unter einem Termitenhügel ist sein Bau. Kleine Fliegen zeigen angeblich seine Anwesenheit. Wir gehen einen kleinen Umweg. Sicher ist sicher ! Noch heute sprechen wir vom „horrible Honeybadger“ !
Unter einem Felsvorsprung nehmen wir ein kleines Frühstück ein. Es gibt Aprikosensaft, Kekse und Trockenfrüchte. Über uns kreist eindrucksvoll ein Snake Eagle.
Nach vier Stunden kehren wir zufrieden zurück. Charles hat uns viele kleine Dinge gezeigt und erklärt. Unter anderem wissen wir jetzt, wie der Ameisenlöwe seinen Fang in seinem selbstgebauten Trichter macht.
Der Walk durch die tolle Landschaft war ein Volltreffer.
Nach einem opulenten Frühstück mit Eiern und Speck genießen wir in die Kühle der Zeltluft und machen ausgiebig Siesta.
Nach dem 3 Uhr Kaffee starten wir zum organisierten Nature Drive. Wir sehen Dik Diks und Kudus und erfreuen uns an der herrlichen Landschaft.
Nach der Besichtigung einiger Bischmann Zeichnungen gibt es unterhalb eines Adlerhorstes noch einen G+T und Campari O.
Die Sonne geht wieder glutrot unter und wir unterhalten uns mit netten Berlinern.
Wie jeden Abend sind wir totmüde und trauen uns keine Flasche Wein zu (habe ich das wirklich geschrieben?) ! Ach so….. Die hatten wir vor dem Dinner sowieso schon vor dem Zelt… (und ich dachte schon…)
H.Badger1'822 Beiträge · seit 201617. Juni 2020 · #27
Hallo Carsten, da wäre mir doch glatt fast dein Bericht von eurer ersten Nam/Bots-Kombi durchgegangen - das darf natürlich nicht sein und so bin ich ab jetzt dabei und freue mich auf eure Erlebnisse aus vergangenen Tagen.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200720. Juni 2020 · #28
@H.Badger
da wäre mir doch glatt fast dein Bericht von eurer ersten Nam/Bots-Kombi durchgegangen - das darf natürlich nicht sein und so bin ich ab jetzt dabei und freue mich auf eure Erlebnisse aus vergangenen Tagen.
Schön, dass Du dabei bist 🙂
Liebe Grüße vom Hooorible Hoooneybadger
DU bist doch nicht horrible 😉 Nun wirklich nicht 🙂
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200720. Juni 2020 · #29
14.08.2008 Erongo Wilderness nach Cape Cross Lodge Original Reisebericht Zitate in blau
Um 06:39 Uhr klingelt der Wecker. Wir wollen in der schönen Morgenstimmung ein Paar Fotos schießen .
Langsam erklimmen wir den Felsen vom Vortag.
Wir werden von Klippirufen begleitet, der Echo von den Felsen zurückgeworfen wird.
Die Landschaft mit den ockerfarbenen Felsen ist atemberaubend !
Unterhalb einiger großer Felsen setzen wir uns hin, um die Dassies zu beobachten. Ca 50 Augen schauen uns missmutig an. Dann beginnt das Konzert der krächzenden Rufe. Ein irres Konzert in dieser stillen Einsamkeit !
Mit knurrenden Mägen und richtig begeistert geht es zurück zum leckeren Frühstücksbuffet.
Wir sind dort die ersten. Die netten Berliner vom Abend vorher setzen sich später an den Tisch nebenan. Von unserem Tisch aus beobachten wir Dassies, Mäuse, Lovebirds, verschiedene Tokos und vieles mehr !
Man kommt kaum zum Essen ! Leider müssen wir weiter, also checken wir aus und werden zum Auto gebracht. In Omaruru tanken wir erst einmal. Während Kerstin leckere Baumanns kauft, kerwerbe ich während dem Tanken ein kleines Kristall. Wir nehmen zur Weiterfahrt eine kleinere Pad und fahren lange durch ödes Buschland.
In einem kleinen Ort wissen wir nicht so richtig, wo es weitergeht. Der Weg durch ein kleines Rivier (trocken) erweist sich dann doch als richtig. Die Piste ist wie eine Berg- und Talbahn. Wir erreichen eine größere Pad und fahren Richtung Spitzkoppe.
Kerstin entdeckt Mitten auf der Pad ein Chamäleon. Fast hätten wir es überfahren.
Die Spitzkoppe ist ein beeindruckender Felsmonolith, den wir in einem großen Bogen umfahren. Gerne würden wir sie erkunden, aber ein kurzer Stopp muss langen. Bei jedem Halt suchen wir nach glitzernden Steinen.
Die tolle Landschaft verschwindet langsam im Rückspiegel und es wird zunehmend öder. Die Pad ist richtig gut und je näher wir in Richtung Meer kommen, umso dunstiger wird es.
Ca. 100 KM fahren wir durch wirklich NICHTS ! Ab Henties Bay geht es den Rest der Strecke über ein gute Salz-Pad nach Cape Cross. Wir checken in der Cape Cross Lodge ein und beziehen ein schönes Zimmer mit Meerblick.
Dann fahren wir schnell zu der nahen Robbenkolonie, denn sie schließt um 17:00 Uhr. Es sind etwas weniger Robben, als wir uns vorgestellt hatten.
Von den Stegen aus können wir das laute, stinkige Treiben der Tiere sehr gut beobachten.
Sie klettern Kreuz und Quer übereinander. Wir schießen unzählige Photos.
Am Ende läuft noch ein Schakal mit einem Fleischbrocken im Maul über den Weg (kein Bild).
Zurück im Hotel trinken wir am Kamin sitzend eine Tasse Tee und blättern in Fotobüchern herum. Nach einer Dusche gibt es Dinner. Ich esse Hake, Kerstin Chicken und eine Flasche Simonsig Chenin Blanc. Wie immer geht es früh ins Bett. Der Atlantik singt uns ein schönes Schlaflied und das Bett ist sssssehr gemüütlich.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200721. Juni 2020 · #32
15.08.2008 Cape Cross – Doro Nawas Original Reisebericht Zitate in blau
Nach ca. 10 Stunden Schlaf gibt es ein gutes Frühstück, welches von der netten Bedienung vom Vorabend serviert wird. Dann machen wir einen halbstündigen Strandspaziergang.
Dann fahren wir weiter. Ca. 100 KM über Henties Bay nach Uis.. Der Himmel, die glatte Sandwüste und die kaum farblich zu unterscheidende Pad ergeben ein für unsere Augen anstrengendes, konturloses Gemisch an Farben.
Trotz allem sehen wir etliche Autos, meist Touris. Vor Uis sind link und rechts der Straße lauter kleine Stände, in denen Mineralien angeboten werden oder Hereros und Himbas um Fotos werben.
Nach Uis wird die Landschaft wieder abwechslungsreicher. Goldgelbes Gras rahmt rötliche Berge ein.
Vor Twyvelfontein bleiben wir ergriffen stehen. Irre Bergformationen in einem tollen Farbenspiel, mit dem Foto kaum einzufangen !
Trotz Bedenken fahren wir mit unserem voll beladenen Auto zu den Felsmalereien nach Twyvelfontein.
Kein Fehler. Es ist viel los und ein vertrauenserweckender Parkwächter passt auf. Unser weiblicher Guide heißt tatsächlich Monalisa.
Sie fährt uns zusammen mit 2 Bayern zu den eindrucksvollen Zeichnungen. Die Landschaft ist auch hier fantastisch. Der Abstecher hat sich wirklich gelohnt.
Nach einer dreiviertel Stunde sind wir zurück am Parkplatz. Jetzt ist es nicht mehr weit.
An einem kleinen Dorf vorbei geht es nach Doro Nawas,
wo wir freundlich und professionell begrüßt werden. Das Camp liegt in einer phantastischen Landschaft und wir bekommen eine schöne Hütte mit blick auf bizarre Bergformationen.
Wir sind begeistert und bestellen uns auf dem Sonnendeck des geschmackvoll eingerichteten Haupthauses Tee und Kuchen.
Bei zunehmend kühlen Wind und totaler Stille lassen wir unsere Blicke schweifen und genießen den Sonnenuntergang. Barking Geckos geben ein eindrucksvolles Konzert.
Oh wir wie es vermisst haben !
Leider wird es schnell kalt.
Die Zeit bis zum Dinner verbringen wir im Bett und genießen den Blick auf die pastellige Landschaft, die zunehmend von der Dunkelheit verschluckt wird. Das stimmungsvolle Dinner mit Simonsig Pinotage wird von mehreren Gesangseinlagen der Belegschaft begleitet.
Kerstin ist ganz gerührt. Es gibt Rind und Gemüse, guter Durchschnitt. Vollmond und Wolken verhindern einen perfekten Sternenhimmel. Und so geht es um 21:30 Uhr ins gemütliche Bett !
Hallo ihr Beiden, euer Bericht schürt das Fernweh, vor allem wenn man einges wiedererkennt. Wir waren auch mit Monalisa in Twyfelfontein. Seufz Liebe Grüße Anja
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200722. Juni 2020 · #34
@AnjaundStephan
euer Bericht schürt das Fernweh, vor allem wenn man einges wiedererkennt. Wir waren auch mit Monalisa in Twyfelfontein. Seufz Liebe Grüße Anja
Wann seid Ihr denn dort gewesen ? Sie war damals ziemlich streng zu uns 😉 Liebe Grüße Casimodo
Wir waren erst 2017 dort, Monalisa war sehr nett, wir waren aber auch ganz brav, da brauchte sie nicht streng werden 😉 Wenn es dieselbe Monalisa ist hat sie ja auch 10 Jahre Berufserfahrung, vielleicht wird man da gelassener.
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200724. Juni 2020 · #36
16.08.2008 Doro Nawas Original Reisebericht Zitate in blau
Um 06:30 Uhr gibt es den verabredeten Wake Up Call, denn wir haben einen Guided Walk angemeldet. Wir verlassen das ultrabequeme Bett, gehen ins Bad und dann zum Frühstück.
Unser Guide steht schon bereit. Nach den obligatorischen Eiern mit Speck geht es schon los.
Insgesamt laufen wir knapp drei Stunden durch die Traumlandschaft. Der Guide zeigt uns interessante Dinge.
Wir sehen Springböcke, Hornbill, Ameisenlöwe, kleine Erdspinnen und allerlei Pflanzen gibt es zu sehen.
Nach unserer Rückkehr genießen wir die völlige Stille in der Lodge und legen uns auf unserem Balkon in die Sonne. Mittags gibt es kaltes Rindfleisch und Käseplatte. Wir setzen uns kurz an den Pool, dann kommen grußlos zwei aufgedonselte Amerikanerinnen an, die sich für ganz toll halten.
Also gehen wir zurück ins Chalet.
Dort nutzen wir die Außendusche, das macht echt Spaß !
Um 15:00 Uhr gibt es dann Kaffee und Kuchen bevor es mit dem Guide von heute Morgen los zur Elefantentour geht.
Champagner8'681 Beiträge · seit 201025. Juni 2020 · #37
Huhu Ihr Zwei,
heimlich, still und leise habe ich bis hierher auch mitgelesen und bin sehr erfreut, nach dem vielen Tweyfelfontein-bashing auch mal zu hören, dass jemand genau so angetan davon war wie ich anno 2011! 🙂
Wenn wir dann Etosha hinter uns gebracht haben 😗 (bin ja nicht so der große Etoshafan), dann freue ich mich sehr auf euren Caprivi-Teil.
MEGA-gepannt aber bin ich auf euren Campingteil in Botswana 🤩 . Ich kann mich erinnern, dass du, Carsten, mal kurz davon geschrieben hast, als ich meinen ersten "Betreutes-Wohnen"-Bericht geschrieben habe. Irgendwie habe ich es aber versäumt in all den Jahren, wenn wir uns persönlich getroffen haben, genauer danach zu fragen (oder ich habs gemacht und alles wieder vergessen, kann auch sein 😊 🤪 ). Jetzt freue ich mich sehr, dass ich nun endlich eine vermutlich ausführliche Schilderung davon zu lesen bekomme!
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200725. Juni 2020 · #38
@Champagner
heimlich, still und leise habe ich bis hierher auch mitgelesen und bin sehr erfreut, nach dem vielen Tweyfelfontein-bashing auch mal zu hören, dass jemand genau so angetan davon war wie ich anno 2011!
Sicher Geschmackssache 😐 Wir fanden es echt sehenswert und waren auf einer späteren Reise noch einmal da.
MEGA-gepannt aber bin ich auf euren Campingteil in Botswana 🤩
Ich auch 😉
Jetzt freue ich mich sehr, dass ich nun endlich eine vermutlich ausführliche Schilderung davon zu lesen bekomme!
Mal schauen, was das gute alte Tagebuch hergibt 😉
Jetzt freue ich mich auf meinen folgenden Wüstenelefanten Teil. Das war damals ein absolutes Highlight für uns.....
casimodoThemenstarter4'528 Beiträge · seit 200725. Juni 2020 · #39
16.08.2008 Doro Nawas Original Reisebericht Zitate in blau
Zusammen mit einem netten italienischen Paar aus Bologna und einem Paar aus London steigen wir in den Geländewagen und fahren in das traumhaft schöne Trockenflussbett des Aba Huab.
Dort wachsen im tiefen Sand knorrige Bäume. Wir sind wieder begeistert ! Der Landrover kommt überall problemlos durch.
Je später es wird, um so zackiger wird der Fahrstil unseres Drivers. Nach einem Funkspruch gibt der Guide richtig Gas.
Über kleine Baumstämme, Felsen und Felsen und Tiefsand geht es in ein kleines Seitental.
Die Sonne steht schon tief. Und dann sehen wir sie !
Erst einen und dann immer mehr Elefanten mit etlichen ganz kleinen stehen lautlos in der traumhaft schönen Landschaft !
Wir fahren weiter ran und sind alle ganz aufgeregt !
Immer näher tastet sich unser Auto an die Elefanten heran.
Zweimal kommt ein Bulle drohend an das Auto heran. Mir wird ganz bange ! Es sind noch 4-5 Meter Platz.
Als die Sonne dann ganz tief steht, sagt Leister:“Take your last pictures, we are leavin to the sundowner place“. ….. Er fährt ca. 100 Meter weg, steigt aus und baut einen Tisch auf. Unfassbar ! Den Sundowner direkt bei den Elefanten !
Als wir ausgestiegen sind, rennt der Chefelefant ohne Vorwarnung direkt auf uns zu ! Leister ruft: „In the car ! Quiiick!!!“ Ich bekomme echt die Panik.
Nach einiger Zeit ist der Elefant wieder zurück bei der Herde und wir steigen wieder aus und bekommen unsere Getränke. Dann beginnt das gleiche Schauspiel nochmal. Der Elefant rennt wieder auf uns los. Diesmal werfe ich vor dem Sprung ins Auto panisch meinen Gin Tonic nach hinten über die Schulter. Ich habe echt Angst.
Kerstin hat ihren Campari O natürlich völlig cool in den Sand gestellt. Nun steht der Elefant direkt vor Kerstins Kaltgetränk.
Dann zieht die Herde weiter und wir trinken aufgeregt und begeistert unsere Drinks ! Dann heißt es Abschied nehmen. Bei untergehender Sonne und aufgehendem Vollmond fahren wir durch die tolle Gegend zurück nach Doro Nawas.
Nach einer erfrischenden Freiluftdusche
geht es zum wieder stimmungsvollen Dinner, begleitet von schönen Gesängen und durchschnittlichem Essen.
Völlig begeistert von diesem wunderschönen, erlebnisreichen Tag und begleitet von einer Mondfinsternis geht es ins Bett.
Schon damals fanden wir das Verhalten des Guidesverantwortungslos. Wenn alles gut geht, ist es cool. Heute würden wir dem Guide deutliche Worte sagen !
Topobär5'479 Beiträge · seit 200926. Juni 2020 · #40
Hallo Carsten,
ein in vielerlei Hinsicht bemerkenswertes Kapitel.
Da ist zum einen natürlich das tolle Naturerlebnis. Für mich ist es auch jedes Mal etwas Besonderes, wenn wir im Damaraland oder Kaokovelt Elefanten sichten. Das ist nicht mit Elefantensichtungen im Etosha oder Botswana zu vergleichen.
Dann ist da natürlich ein Risikobewusstsein, welches nicht mit den Maßstäben vergleichbar ist, wie wir es aus Europa kennen. Das erlebt man in Afrika in vielen Situationen. Das hat nach meiner Ansicht mit der Lebenswirklichkeit in der 3.Welt zu tun. Die ist mit einer Vielzahl von Risiken für Leben und Gesundheit verbunden und so werden auch viele unnötige Risiken eingegangen.
Gleichzeitig ist Euer Erlebnis auch ein schönes Beispiel dafür, dass die Tiere den Menschen als viel größere Bedrohung ansehen, als ein Auto. Die meisten Tiere fliehen, sowie man aus den Auto aussteigt, Elefanten haben es nicht nötig zu fliehen, die zeigen einfach wer der Boss ist. Für mich ist dieses Verhalten auch der Grund weshalb ich einen Gamedrive immer einem Bushwalk vorziehe.