busko807 Beiträge · seit 201823. Feb. 2021 · #1321Hallo Maputo,
wobei ich das meiste jetzt mal unkommentiert lassen möchte, gibt es doch eine Sache die ich mal etwas von einer anderen Seite beleuchten möchte, hierbei meine ich deine Ausführungen zum Erfolg der Japaner.....
Als einer der schon zig Mal über mehr als ein Jahrzehnt in Japan unterwegs gewesen ist, kann ich dir sagen, dass ein 1:1 Vergleich zwischen Japan und uns in etwa so wäre als würde man versuchen einen schönen Sonnenaufgang mit einer Beethoven Symphonie zu vergleichen.....es sind einfach andere Kategorien.
Bei uns steht ganz klar das Individuum im Vordergrund. Es geht in erster Linie um "mich", meine Rechte, meine Freiheiten. Dann kommt lange nichts und danach vielleicht auch irgendwann die Gesellschaft!
Bei den Japanern ist es genau anders herum; die Freiheiten und Rechte des einzelnen sind ganz klar denen der Gesellschaft unter geordnet.
Daher wird ein durchschnitts Japaner schon beim geringsten Verdacht auf selbst eine Erkältung wirklich auf fast 24/7 Basis vollkommen freiwillig und selbsverständlich eine Gesichtsmaske, Handschuhe etc. tragen. Das machen die ganz normal.....ohne Anordnung.....bereits Jahrzehnte lang! Nicht um sich zu schützen, nein, um die Gesellschaft vor sich zu schützen!
Weiterhin wird es garantiert auch in Japan eine ganz andere Disziplin und Akzeptanz bezüglich der Telefon-App geben, wobei auch hier das bei uns so heilige Datenschutzrecht des Einzelnen der Brisanz der Situation untergeordnet wird!
Dann ist es natürlich kein Wunder, dass es bei denen klappt! Bei uns wird ja dauernd nur gemault, wie schwer und unangenehm die "drakonischen" Massnahmen dann seien und ein nicht unwesentlicher Teil der Bevölkerung nutzt jedes, kleinstes Schlupfloch um vielleicht doch noch zum Karnavalsumzug oder Rockkonzert zu kommen.....dann braucht man sich nicht zu wundern!
Und genau weil wir diese Einstellung haben, sind die Massnahmen dringend notwendig und absolut unumgänglich!
Es gibt sehr effektive Strategieen dem Virus den garaus zu machen: Die Selbstdisziplin der Japaner; die drakonische Staatsdisziplin der Chinesen!
Bei uns ist es dann so ein bisschen Selbstdisziplin, so ein bisschen verordnete Massnahmen, aber eigentlich nichts was konsequent wäre.....daher funktioniert es auch nicht so, wie man sich das wünschen würde!
Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
MAmakis537 Beiträge · seit 202023. Feb. 2021 · #1322busko schrieb:
Es gibt sehr effektive Strategieen dem Virus den garaus zu machen: Die Selbstdisziplin der Japaner; die drakonische Staatsdisziplin der Chinesen!
Ernsthaft??? Wenn tatsaechlich totalitaerer Sozialismus in Reinkultur als wuenschenswert angesehen wird, muss die Angst vor dem Virus wirklich gross sein.
Ich gebe zu, dass ich doch mehr zu den freiheitsliebenden Liberalen gehoere, die auf individuelle Verantwortung (vor allem Eigenverantwortung) setzen. Klar muss es Regeln fuer das Zusammenleben geben, aber mit groesstmoeglicher Gewaehrung von persoenlicher Freiheit. Ich finde es zutiefst verstoerend, dass das Festhalten an persoenlichen Grundrechten heutzutage (mal wieder) so verpoent ist und als reiner Egoismus angesehen wird, und man sich tatsaechlich Zustaende wie in China wuenscht.
Das hier:
Maputo schrieb:
In Asien wird mit relativ tiefer Zyklenzahl (25-30) getestet, um hauptsächlich diejenigen Positiven zu finden, die jemanden anstecken können. Das sind dann massiv weniger Fälle als bei hoher Zyklenzahl (35-40).
faend ich persoenlich viel wichtiger. Geht aber immer irgendwie unter. Die "Zahlen" werden so hingenommen wie sie dem Volk vordiktiert werden, und daraus leiten sich dann die Massnahmen ab. Die dann so von der Mehrheit voellig unkritisch akzeptiert werden.
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201123. Feb. 2021 · #1323Oh, Mann, Makis,
da fällt mir nur der Satz ein: "ich bin nur verantwortlich für das, was ich sage und nicht für das, was Du verstehst."
Busco schreibt nirgendwo, dass er totalitären Sozialismus wünschenswert findet und wer ihn kennt, weiß, dass es kaum einen gelasseneren Menschen gibt. Er beschreibt sachlich und ausführlich die gegenseitige Rücksichtnahme der Japaner, die für sie nicht verordnet werden muss, da sie selbstverständlich ist.
Deine gepriesene "Eigenverantwortung" wird bei uns oft der "persönlichen Freiheit" untergeordnet und wenn eine Maßnahme nicht schmeckt, ist es wurscht, ob der Mensch neben mir sich schlecht fühlt, weil ich ja sowieso die Nachrichten, Zahlen usw, besser beurteilen kann und der sich mal nicht so haben soll. Ja, das sehe ich in der Tat als Egoismus an, schlimmer noch als grobe Rücksichtslosigkeit. Japaner gelten als ausgesprochen höflich und gerade diese Höflichkeit vermisse ich im Alltagsleben hier im Moment sehr oft. Ich büße meine persöhnliche Freihent nicht ein, indem ich ein offenes Ohr und Auge habe für die Befindlichkeiten meiner Mitmenschen und mein Handeln auch an meine Wahrnehmungen anpasse.
Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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LOloserGast23. Feb. 2021 · #1324Weil öfters vom „Mitnehmen“ der Bevölkerung, Kooperationsbereitschaft, Motivation, Regeleinhaltung udgl. die Rede ist, angesichts der auf hohem Niveau stagnierenden Zahlen positiv Getesteter, folgender Aspekt:
Ein Testregime, das die Infektiosität tendenziell überschätzt, noch dazu gepaart mit Massentests/Screenings, wird für obige Ziele nach 13 Monaten kontraproduktiv.
Am Beispiel mit Zahlen aus A:
In A gibt es bisher rd. 443.000 „registrierte“ (=positiv getestete) Fälle. Wenn man annimmt, dass 50 % davon (und das ist jetzt sehr konservativ geschätzt), jeweils und/oder
asymptomatisch bleiben, also gar nicht erkranken,
nur sehr mild oder mild erkranken,
niemand angesteckt haben (Kontakte PCR-negativ)
auch nicht in den eigenen 4 Wänden, nicht ein Mal Partner/Partnerin
und jede(r) 5 bis 10 soziale Kontakte hat, die also davon wissen,
dann sind das (abgerundet) 1 bis 2 Millionen Personen
oder rd. 20 bis 40 % aller Personen im Haupterwerbsalter (20 bis 65),
die jetzt auf Grund obiger Erfahrungen (mE falscherweise!) zu „wissen“ glauben,
dass an der Krankheit nichts dran ist, alles übertrieben sei,
weil IHNEN nix passiert ist.
Damit und daher auch mit dem Testregime (Ct-Wert) sollte man sich dringend auseinandersetzen, wenn man sich nicht selbst paralysieren möchte
Grüße
Wir müssen krank machende Ansteckungen „bekämpfen“, nicht abstrakte Zahlen. Dazu muss man erstere aber zuerst herausfiltern.
NYNyanga582 Beiträge · seit 202123. Feb. 2021 · #1325Vielleicht sollten sich so manche Querdenker, Zweifler, und wie sie genannt werden mit dem Präventionsparadox auseinandersetzen. Vielleicht erkennen sie ihre eigene Denkweise darin. ... hoffentlich.
https://www.leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/praeventionsparadox/https://www.pharma-fakten.de/news/details/1017-das-praeventionsparadox/
Maputo828 Beiträge · seit 201624. Feb. 2021 · #1326Nyanga schrieb:Vielleicht sollten sich so manche Querdenker, Zweifler, und wie sie genannt werden mit dem Präventionsparadox auseinandersetzen. Vielleicht erkennen sie ihre eigene Denkweise darin. ... hoffentlich.
https://www.leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/praeventionsparadox/
https://www.pharma-fakten.de/news/details/1017-das-praeventionsparadox/
Meinst du mich und meinen Beitrag? Ich bin kein Querdenker, einfach kritisch und gewohnt zu hinterfragen. In meinem Beitrag verlange ich korrekte Datenerhebung, standardisierte, validierte Testprozesse und Auswertungen, damit Resultate miteinander (global) halbwegs vergleichbar sind. So viel Methodik muss sein.
Zu deinen Links... habe ich gelesen und diesen Abschnitt gefunden.
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Am Imperial College in London, eine der forschungsstärksten und renommiertesten Universitäten der Welt, haben sich Wissenschaftler*innen die Daten von über 85.000 Coronapatientinnen und -patienten mit einem schweren Verlauf angeschaut. Das Ergebnis: Im Durchschnitt verloren sie 8,5 IQ-Punkte. Das Gehirn altert um zehn Jahre. Und: Selbst bei milden Verläufen konnte das Team kognitive Defizite messen. Tatsache ist: Dieses Virus braucht kein Mensch. Und es ist alles – nur nicht harmlos.
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Das sind doch dramatische "Fakten" und haben durchaus das Potential es in die Massenmedien zu schaffen. Die müssen ja das Hirn inkl. IQ Tests vor und nach der Erkrankung genaustens unter die Lupe genommen haben um so eine Aussage zu mache? Aber ich glaube, das lief eher über so ein Datenmodell das mit vielen Unbekannten gefüttert wird. Das Imperial College und besonders Prof. Neil Ferguson mit seinen "Datenmodellen" haben ja auch in der Vergangenheit schon spektakuläre Fehlprognosen geliefert...von ihm kommt übrigens auch, dass die britische Mutation 70% ansteckender sein soll...
Hier ein paar weitere Prognosen von Prof. Neil Ferguson / Imperial College....
Für Schweden hat er, falls nicht einschneidende Massnahmen ergriffen werden (Lockdown) 85'000 Tote vorhergesagt. 2020 waren es aber "erst" um die 9000.
2002 sagte er 150'000 Tote durch BSE (Rinderwahn) voraus. Tatsächlich gab es 2700 Tote. Faktor 55 falsch.
2005 sagte er für die Vogelgrippe 200 Millionen Tote weltweit voraus. Am Ende waren es 455. Faktor 439'000 falsch.
2009 sagte er bei der Schweinegrippe 65'000 Tote für GB voraus. Am ende waren es 457. Faktor 142 falsch. Die Hysterie bei den Menschen und in der Presse war aber damals perfekt. Dazu ein passender Artikel aus dieser Zeit im "Spiegel" ...
https://www.spiegel.de/spiegel/a-682149.htmlDer Mann scheint keine glückliche Hand bei Vorhersagen mit seinen Modellen zu haben, war aber bis Mitte 2020 " einer der wichtigsten Corona Beratern der britische Regierung.....
Interessant noch. Im Jahr 2020 erhielt das Imperial College London über 79 Millionen Dollar von der impffreudigen Bill and Melinda Gates-Foundation , seit 2010 insgesamt knapp 190Millionen Dollar.
lg Maputo
Maputo828 Beiträge · seit 201625. Feb. 2021 · #1327Die WHO beginnt das Ende der Pandemie zu kommunizieren, wie es scheint und stellt fest, dass mutierte Viren in der Regel das Ende einer Pandemie ankündigen.
Das war historisch eigenglich immer so, weil mutierte Viren normalerweise etwas ansteckender werden, aber auch an Kraft verlieren. In Südafrika ist die Mutation, die von den Politikern und einigen Virologen hier (immer noch) als hochansteckend und gefährlich beschrieben wird, schon lange dominant. Trotzdem sind die Fallzahlen und Todesfälle, seit Wochen im freien Fall, obwohl Südafrika schon langen keinen Lockdown mehr hatte. Wieso ignorieren die verantwortlichen Politiker hier solche Tatsachen, wenn sie jeweils Mutationen vorschieben um ihre Massahmen zu begründen?
https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Ist-das-der-Anfang-vom-Ende-der-Pandemie-article22380150.htmlWarum macht sich die Politik nicht historische Pandemien zu Nutze und schaut wie diese abgelaufen sind? Ob spanische Grippe, asiatische Grippe oder das Hong Kong Virus. Alle liefen nach dem gleichen Muster ab. Nach der zweiten Wellen (die immer am Schlimmsten war) und ggf. einer leichten dritten Welle, haben die Viren an Kraft verloren . An der Hong-Kong Virus Pandemie (1968) starben je nach Quelle zwischen 1-2 Millionen Menschen. Alleine in Deutschland erzeugte das Virus eine Übersterblichkeit von 40'000 zusätzlichen Toten in einem Zeitraum von 18 Monaten. Das Virus ist dann einfach, auch ohne Impfung, quasi verschwunden. Damals gab es ein paar Artikel in den Tageszeitungen und ein paar wenige Berichte im Fernsehen. Kein Vergleich mit dem Corona News-Gewitter heute, dass auf allen Kanälen tagtäglich erbarmungslos auf die Menschen niederprasselt.
lg Maputo
EundM82 Beiträge · seit 201925. Feb. 2021 · #1328Loser schrieb:
„In A gibt es bisher rd. 443.000 „registrierte“ (=positiv getestete) Fälle. Wenn man annimmt, dass 50 % davon (und das ist jetzt sehr konservativ geschätzt), jeweils und/oder
asymptomatisch bleiben, also gar nicht erkranken,
nur sehr mild oder mild erkranken“
Ich bin in der Kontaktpersonennachverfolgung tätig und telefoniere unter anderem mit den positiv Getesteten, frage sie nach ihrem Befinden.
Dass da jeder zweite keine Symptome hat, kann ich nicht bestätigen.
Im Gegenteil, Asymptomatische sind deutlich in der Minderheit. Und auch Jüngere sind mitunter ganz schön gebeutelt.
Mir reichen diese Telefonate durchaus, um für mich selbst zu beschließen, dass ich diese Erkrankung nicht haben möchte.
Und auch die Auslastung der Krankenhäuser im Dezember/Januar hat mich in meiner Meinung bestärkt, dass es für die Gesellschaft ein Vorteil ist, wenn es weniger Infizierte gibt.
Ich glaube nicht, dass wir jede Infektion verhindern können. Aber wir müssen für die Menschen, die Kontakte nicht vermeiden können, eine größere Sicherheit schaffen.
Ich finde es sehr wichtig, dass Schulen und Kitas geöffnet werden. Da wird es auch weiter ein Infektionsgeschehen geben. Für Lehrer, Erzieher, Kinder und auch die dazugehörigen Familien ist es aber entspannter und weniger risikoreich, wenn die Infektionszahlen niedrig sind.
Dazu trage ich gerne bei, indem ich meine Kontakte weiter so gering wie möglich halte.
Wenn das bedeutet, dass ich noch eine Weile auf Treffen mit Freunden etc. verzichten muss, dann ist das halt so.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200625. Feb. 2021 · #1329Im Gegenteil, Asymptomatische sind deutlich in der Minderheit. Und auch Jüngere sind mitunter ganz schön gebeutelt.
das finde ich spannend. Du bist in Deutschland, richtig? Hier, also in Namibia, sind nämlich etwa 70 % aller Fälle asymptomatisch. Zum Beispiel zeigten von den in den ersten 3 Wochen nach Schulbeginn 700 positiv getesteten Schüler landesweit, keine 5% Symptome. Vielleicht liegt es an Altersfaktoren, oder doch einem "anderen" Immunsystem. An der guten Ernährung kann es nicht liegen 😉
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Lugawe321 Beiträge · seit 202125. Feb. 2021 · #1330Das unter den PCR-Positiven in Deutschland der Anteil Symptomfreier viel geringer ist als in der (mehrfach größeren!) Dunkelziffer, ist doch klar. Asymptomatische lassen sich viel weniger testen (und werden viel weniger getestet) als Leute mit Beschwerden.
Bereiste Länder: Marokko, Algerien, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso, Senegal, Gambia, Elfenbeinküste, Ghana, Ägypten, Äthiopien, Kenya, Uganda, Tanzania, Zambia, Zimbabwe, Botswana, Namibia, Südafrika, Lesotho, Eswatini, Oman, Mosambik, Seychelles, Mauritius, La Reunion, Syrien, Thailand, Russland, Brasilien, Argentinien, Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien
MAmakis537 Beiträge · seit 202025. Feb. 2021 · #1331travelNAMIBIA schrieb:Zum Beispiel zeigten von den in den ersten 3 Wochen nach Schulbeginn 700 positiv getesteten Schüler landesweit, keine 5% Symptome. Vielleicht liegt es an Altersfaktoren, oder doch einem "anderen" Immunsystem. An der guten Ernährung kann es nicht liegen 😉
Vielleicht an der Sonne? Und daran, dass man sich in Namibia vorzugsweise im Freien aufhaelt?
Vielleicht liegt's auch an etwas ganz anderem - ich habe heute
gelesen, dass evtl ein niedriger Interleukin-3 Level fuer schwerere Verlaeufe verantwortlich sein koennte (Betonung liegt auf eventuell und koennte). Waere jetzt interessant zu wissen, was den Interleukin-3 Level im Koerper verursacht und ob man da bewusst einen Einfluss nehmen kann.
Ausserdem wuerde ich gerne erfahren, ob vielleicht gerade die Menschen in Afrika einen hoeheren Interleukin-3 Level haben, ob natuerlicherweise oder aufgrund lokaler Bedingungen. Da waere so viel Raum zur Forschung...aber Forschung kostet Geld, und die Frage ist, ob es monetaer interessant ist fuer die Geldgeber, in dieser Richtung zu eroieren.
LOloserGast25. Feb. 2021 · #1332Hallo EundM, und vorweg. Ich persönlich nehme die Krankheit genauso ernst wie du und verhalte mich auch gleich vorsichtig wie du. Ich will auch nicht einer von den 10 bis 20 % sein, die es schwer bis sehr schwer erwischt.
In #608029 habe ich aber Gründe angeführt, warum eine immer größere Anzahl von Menschen das nicht so hält. Das heißt nicht, dass ich mich mit deren Meinung identifiziere.
@ meine Annahme (!!) von 50 % Asymptomatischen und/oder mit milden Verläufen..
.. reden wir eigentlich von unterschiedlichen Gruppen. Du als Kontaktverfolger beschäftigst dich mit PCR-Positiven, die bei Testung wegen Symptomen (was zumindest in A bis kürzlich der Fall war, also nur anlassbezogene!! Testung) per Definition nicht asymptomatisch waren. Asymptomatisch Positive können aber wohl bei der Kontaktverfolgung aufgespürt werden. Und wenn erfolgreich, bleibt es trotzdem ein „Zufallsfund“, der nur durch den Symptomatischen Anlassfall gefunden wurde. Alle anderen bleiben Dunkelziffer (Lugawe). Über diese geben nur möglichst flächendeckende Antikörperstudien in Gegenden mit zuvor bekannt und gesichert hoher Inzidenz PCR-Positiver Auskunft. So ist zumindest mein Verständnis der Zusammenhänge. Dazu nur ein Beispiel aus dem sattsam bekannten Ischgl:
….Auffällig sei, dass von den positiv auf Antikörper getesteten Personen zuvor nur 15 % die Diagnose erhalten hätten, infiziert zu sein, sagte von Laer. „85 % derjenigen, die die Infektion durchgemacht haben, haben das unbemerkt durchgemacht.“…https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/114021/Antikoerper-Studie-Viele-Buerger-Ischgls-waren-infiziertAber eigentlich ging es mir um die Frage, warum immer längere und härtere Lockdowns nicht (mehr) den erwünschten Erfolg bringen, eine persönliche Meinung zu einem Aspekt dabei habe ich oben gesagt. Man sollte nämlich mittlerweile die Kluft zwischen angeordnetem und tatsächlichem Verhalten der Menschen erkennen und wie sich dieses in einem Jahr verändert hat. Die anfänglich tatsächlich erzielte Reduktion der Kontakte und damit der Virusübertragung findet jetzt nur mehr eingeschränkt statt, weil private Kontakte nicht mehr eingeschränkt und sicher gestaltet werden und sich bloß vom Wirtshaus in den privaten Raum verlagert haben, und dort ist er noch dazu „ungeschützt“. Außerdem haben wir heute einen viel höheren Durchseuchungsgrad als damals.
Dass die Kontaktverfolgung immer öfter nichts (mehr) ausrichten kann, kann auch einfache und lebensnahe Gründe haben. Dass nämlich oft nicht mehr die Wahrheit gesagt wird. Wer wird denn schon ehrlich sagen, in wessen Wohnung, Garage etc. Nächtens in xx km Entfernung vom Wohnort getratscht oder gefeiert wurde oder in wessen Bett die letzten Nächte verbracht wurden, wenn 24/7 Ausgangssperre gilt und Zuwiderhandeln empfindlich bestraft wird? Von den "privaten" Komplikationen mal ganz abgesehen. Etwas Realitätssinn wäre mE angebracht.
Es gäbe noch viel mehr dazu sagen, ob Dauerlockdown angesichts dessen noch etwas bringen wird.
Grüße
EundM82 Beiträge · seit 201925. Feb. 2021 · #1333Ja, ich bin in Deutschland- aaaaber in Bayern. Da darf sich jeder, auch anlasslos, testen lassen.
Die Testpositivrate liegt unter dem deutschen Durchschnitt, daher vermute ich, dass hier auch mehr Leute getestet werden, die in anderen Bundesländern vielleicht gar nicht zu einem Test kämen.
Dass Asymptomatische die Infektion dennoch weitergeben können, ist meiner Meinung nach mit ein Grund, weshalb die Infektionen immer wieder weitergegeben werden- und gerade dann ist natürlich die Infektionsquelle unbekannt.
Ich habe gerade heute eine Kette, da war als 2. „Station“ auch eine Person völlig symptomfrei.
Am Ende vom Lied landete diese Kette dann bei einer Person mit Auto- Immunerkrankung.
Ich will auch keinen Dauer- Lockdown, konnte aber feststellen, dass die Infektionszahlen seit der Kontaktbeschränkung auf eine weitere Person deutlich abgenommen haben und auch die Kontaktpersonenlisten sind derzeit (für mich erfreulich) kurz, was bedeutet, das wir zur Zeit in der Regel alle gemeldeten Kontaktpersonen tatsächlich auch an dem Tag, an dem wir die Liste bekommen, anrufen können.
Ja, die heimlichen Partys, die gibt es- und die wird es auch weiter geben.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass die meisten Leute sich an die Kontakt-Beschränkungen halten.
Werden jetzt wieder mehr Kontakte erlaubt, wird das auch wieder wahrgenommen werden. Um dann trifft man sich halt heut mit den Schmidts, morgen mit den Mayers und übermorgen mit den Müllers. Und hat dann im besten Fall drei Familien infiziert.
Selbst wenn das erlaubt wäre, muss man sich fragen, ob es auch klug wäre.
Ich vermisse die Treffen mit meinen Freunden auch- werde aber einfach noch warten, bis man sich wieder gemütlich im Freien treffen kann.
Dass Treffen im Wirtshaus „geschützter“ wären- hmm, das finde ich nicht. Wer mit seinen Freunden über Stunden an einem Tisch sitzt, der hat ein höheres Ansteckungsrisiko, egal ob im Restaurant oder zu Hause. In beiden Fällen hält man keinen Abstand und mit Maske trinkt sich’s halt auch so schlecht.
Was aber in der Kneipe noch dazukommt, sind die anderen Gäste, die, die am Nebentisch sitzen. Und nach einer gewissen Zeit geht es um die sogenannte „unklare Aerosolsituation“, die bei Infektionen auch eine Rolle spielt. Je geringer die Infektionsdichte, desto geringer ist auch das Risiko für jeden einzelnen. Deswegen finde ich es auch wichtig, weiter daran zu arbeiten, dass die Infektionszahlen sinken. Auch in Bezug auf diejenigen, die ihre Kontakte nicht einschränken können, wie z.B. Lehrer oder Erzieher, die Kinder und deren Familien.
Ja, wahrscheinlich werden auch nicht alle Kontakte gemeldet- und gerade bei heimlichen Treffen.
Und da passiert nach meiner Meinung oft der Fehler, das man das „unter der Hand“ regelt.
Denn die meisten Leute haben die Inkubationszeit nicht auf dem Schirm.
Beispiel: A trifft sich am Montag mit B, entwickelt am Dienstag Symptome und läßt sich testen. Am Mittwoch erfährt A das pos. Testergebnis und ruft B an. B saust sofort los und läßt sich testen. Am dritten Tag nach dem Kontakt. Der Test ist negativ. Am Samstag bekommt B Husten- und denkt sich: normale Erkältung, mein Test war ja negativ und trifft weiter Leute. Bingo.
Die Inkubationszeit beträgt aber im Schnitt 5-7 Tage. Wäre B jetzt als Kontaktperson in Quarantäne, würde er keine weitere Kette starten. Dazu steht dann wieder in der Akte: „Infektionsquelle unbekannt“
Ich hab euch jetzt ziemlich zugetextet, und danke für eure Geduld.
Meiner Meinung nach bräuchte es noch viel mehr Information und Aufklärung in der Bevölkerung, auch wenn viele das Thema satt haben- was ich ja verstehen kann, irgendwie geht es mir ja genauso.
Dennoch bemerke ich immer wieder, dass vielen Menschen viele Punkte noch immer nicht bekannt sind.
Aber wenn die Informationen noch breiter gestreut werden, und wir alle dadurch auch aufmerksamer im Umgang sind, und uns entsprechend verhalten, bekommen wir die Zahlen auch ohne Lockdown in den Griff und können nach und nach wieder mehr Möglichkeiten genießen. (Vorausgesetzt, die Mutationen machen uns keinen Strich durch die Rechnung- die machen uns gerade ein wenig unruhig)
LOloserGast26. Feb. 2021 · #1334EundM schrieb: ...Meiner Meinung nach bräuchte es noch viel mehr Information und Aufklärung in der Bevölkerung, auch wenn viele das Thema satt haben- was ich ja verstehen kann, irgendwie geht es mir ja genauso.
Dennoch bemerke ich immer wieder, dass vielen Menschen viele Punkte noch immer nicht bekannt sind. Aber wenn die Informationen noch breiter gestreut werden, und wir alle dadurch auch aufmerksamer im Umgang sind, und uns entsprechend verhalten, bekommen wir die Zahlen auch ohne Lockdown in den Griff und können nach und nach wieder mehr Möglichkeiten genießen
auf den Punkt gebracht, 100 % Zustimmung, gibt hier leider kein emoji für "Daumen hoch"
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200609. März 2021 · #1335Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Maputo828 Beiträge · seit 201610. März 2021 · #1336EundM schrieb:
Dass Asymptomatische die Infektion dennoch weitergeben können, ist meiner Meinung nach mit ein Grund, weshalb die Infektionen immer wieder weitergegeben werden- und gerade dann ist natürlich die Infektionsquelle unbekannt.
Ich habe gerade heute eine Kette, da war als 2. „Station“ auch eine Person völlig symptomfrei.
Am Ende vom Lied landete diese Kette dann bei einer Person mit Auto- Immunerkrankung.
Kennst du die gross angelegte Studie aus Wuhan , bei der nach dem strengen Lockdown 2020 an die 10 Millionen Menschen getestet wurden? Damals hat man 300 asymptomatische Fälle gefunden. Es wurden die engen Kontakte dieser 300 Fälle ermittelt (1174 Personen). Diese wurden getestet, alle negativ. Dann wurden beide Gruppen 14 Tage isoliert. Keiner der nachgewiesenen positiven Fälle oder deren enge Kontakte wurde während des Isolationszeitraums symptomatisch, ebenso wurde keine neue COVID-19-Infektion bestätigt.
https://www.esanum.de/today/posts/covid-19-asymptomatisch-infizierte-uebertragen-corona-seltenAsymptomatische Ansteckungen scheinen also eher eine sehr untergeordnete Rolle zu spielen. Das Problem sind präsymptomatischen Fälle. Das sind Personen, die schon 2 bis 3 Tage ansteckend sind bevor sie Symptome entwickeln.
lg Maputo
LOloserGast10. März 2021 · #1337@ Asymptomatisch
In A gab es mehrere Antikörper-Studien in Gegenden mit zuvor hoher PCR-Positivenrate. 2/3 und mehr der Antikörperträger hatten von ihrer „Erkrankung“ überhaupt nichts bemerkt. Praxisbeispiel: Familie in 3 Hauhalten mit mehreren mäßig Erkrankten, alle positiv bestätigt, eine (enge) Kotaktperson 2 x PCR-negativ, aber später Antikörper nachgewiesen. Schlau geworden?
@ Tests und Kontaktverfolgung
Was immer am PCR-Test zu bemängeln sein mag, eines steht unumstößlich. Es besteht eine belastbare Relation zwischen den Fallzahlen (und –trends) positiv Getesteter und schweren Verläufen, so dass die Entscheidungsträger und Leistungserbringer aus den heutigen Fallzahlen abschätzen können, was in ein paar Wochen zu bewältigen sein wird. In A sind das größenordnungsmäßig 5 bis 10 % Hospitalisierte bzw. +/- 1 % Intensivpatienten. Die Spannen ergeben sich durch das Testregime und werden sich nach unten verschieben, je mehr aber weniger gezielt getestet wird. Gerade jetzt steigen in A nach Wiederanstieg der Fallzahlen auch wieder die Hospitalisierungen rapide an, man kann die höhere Positivrate also nicht einfach der höheren Testrate oder einer Übersensitivität des PCR-Tests zuordnen.
Es gibt dabei aber einem Aspekt hinsichtlich „Management“ der mE mehr beachtet werden sollte.
Die Test- und analytische Parameter (Frequenz … wer wird getestet? ... wie durchgeführt …Ct..) sind einerseits bloß „Faktoren“ bei der Abbildung des Infektionsgeschehens. Ob der Test die Infektiösität unter- oder überzeichnet, wäre im Prinzip egal, solange man empirisch ermittelte „Maßstäbe“ zur Interpretation hat. Es wäre auch egal wenn der PCR-Test übersensitiv ist und gleichzeitig auch viele epidemiologisch unbedenkliche Verdachtsfälle auswirft und so 150 % auf der „sicheren Seite“ ist. Für die gesellschaftliche Bewältigung und das „Management“ der Epidemie ist es aber überhaupt nicht egal. Die wirtschaftlichen Kollateralschäden werden vergrößert und die Kontaktverfolgung wird paralysiert, weil sie mit zu viel Beifang beschäftigt ist, anstatt die großen Fische zu fangen, auf die es ankommt. Möglichkeiten dafür gäbe es.
NYNyanga582 Beiträge · seit 202110. März 2021 · #1338Das Problem an der Löw Nachfolge ist, das die 80 Millionen Fussballtrainer derzeit einen Job als Virologen haben...
Brauni389 Beiträge · seit 200610. März 2021 · #1339@Nyanga
Und nicht zu vergessen das die 80Millionen Virologen/Bundestrainer das zum Großteil noch neben der Kinderbetreuung/Homeoffice/Büro/Werkstatt usw. machen.
Touristen bringen Souveniers mit nach Hause.
Reisende Geschichten.
maexchen286 Beiträge · seit 201710. März 2021 · #1340In diesem Thread zum Thema "Coronavirus" sollte wohl Platz sein für Diskussionen dazu....
Ich werde mich aber bei beiden Themen nicht beteiligen...
- beim Coronavirus kenne ich als Krankenpfleger die Details zu wenig
- beim Thema Fußball / Löw bin ich auch raus... weil ich weder Fußballfan noch deutscher Staatsbürger bin 😉
LG Markus