LOloserGast08. Jan. 2021 · #1141Oje Tanja, das war jetzt ein Schuss in’s Knie (#603000) weil mit Arbeit verbunden, zumal La Leona mir die arbeitsvermeidende Kurzfassung schon weggenommen hat. Daher nur ein paar Beispiele …. und alles mE, versteht sich!
Es ist so einfach wie LaLeona sagt: Abstand, Schutz und Hygiene. Das kann man (mit Disziplin) in vielen, aber nicht allen, Bereichen des öffentlichen Lebens gewährleisten. Entweder liegt das sowieso schon vor, und wo nicht, kann man es durch Zugangsbeschränkung herstellen, z.B:
Jeder war schon zigfach in Kinos, Museen, Ausstellungen, Geschäften, Gast- und Beherbergungsbetrieben etc. die weit unter Kapazität ausgelastete waren. Warum diese jetzt trotzdem total sperren? Überall wo es mechanische und elektronische Zugangskontrollen gibt bzw. wo sie leicht herstellbar sind, kann die Besucherzahl einfach begrenzt werden, wenn Zugänge minus Abgänge größer xx sind. Das geht, mit Technik sogar automatisch. Überall wo die Zugänge personalisiert sind (Mitgliedskarte, in web-shops erworbene Eintrittskarten etc.) wird die Kontaktverfolgung gratis mitgeliefert.
Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen und wo geklatscht aber nicht gegrölt wird, können durch Abstandsbelegung sicher gemacht werden. Warum Anbieter daran hindern, zwei Vorstellungen mit halber Belegung anzubieten? Das gilt für Theater, Konzerte, Vorträge…. Aber auch bestimmte Sportveranstaltungen können sicher abgewickelt werde, z. B. ein Tennisturnier.
Zigzig kleine Gewerbe,- Handels,- Gastronomie,- Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungen etc. könnten offen gehalten werden, weil ein gefahrloser Betrieb hergestellt werden kann. Warum soll ein Händler, z. B. Buchhändler, nicht über Telefon, email, web-shop und SELBSTABHOLUNG verkaufen dürfen? Das sind sinnlose Einschränkungen und Verbote, weil in Bereichen, wo Ansteckung nicht passiert und die auch exorbitant hohe Entschädigungszahlungen auslösen.
Könnte man ewig fortsetzen. Mit den Apps fange ich gar nicht erst an, weil ich noch ein „Tastendrücker“ bin. Und auch das Testen bietet ja noch viele Möglichkeiten (siehe Reisen), die übrigens an vielen Arbeitsplätzen laufend genutzt werden, ohne dass das in der Zeitung steht.
Nicht gehen Großveranstaltungen, wo kein Abstand gehalten wird, in Innenräumen von Angesicht zu Angesicht laut gesprochen, gesungen, gegrölt wird. Nicht gehen Fußballplatz (weil die Fans den Mund nicht halten können), Disco, Rockkonzert, Faschingsumzug udgl. Es macht(e) wenig Sinn, wenn beim Wirt alles eingehalten wird, der Tischabstand vergrößert wird, wenn das (verbotene) Zeltfest dann „privat“ im Stadl oder Vereinslokal stattfand, oder die Party nach (vorverlegter!) Sperrstunde beim selben Wirt steigt. So kam das Virus vor Monaten flächendeckend in den ländlichen Raum. Oder wenn die Gaudi, die im Lokal nicht geht, dann in der Garage oder im Keller stattfindet. Weiß jeder. Aber welcher Dorf- oder Grätzlpolizist, der vor Ort lebt, lässt das auffliegen? SO (und nicht beim Einkaufen) wurde die Katze aus dem Sack gelassen, für deren Einfangen wir jetzt schwer büßen müssen.
Oder wenn es bei Besuchen in den eigenen oder fremdem 4 Wänden als Zumutung angesehen wird, eben jetzt etwas mehr Abstand zu halten UND Maske zu tragen….
Und dann die Quarantäne selber, die lt. Schätzungen größtenteils nicht eingehalten, weil auch nicht kontrolliert, wird. Und wenn Quarantäne sowieso nur nicht Weggehen bedeutet, Besucher aber willkommen sind …………
Es sollte doch zu denken geben, warum die Inzidenzen auf hohem Niveau bleiben, obwohl Ferien sind, also kaum jemand arbeitet und alles geschlossen ist. Welche Ansteckungsmöglichkeit bleibt da noch? Soll/kann sich jeder selber beantworten.
Und wegen SOWAS bringen wir lieber ALLES, also auch die risikoarmen und risikolosen Bereiche, zum Stillstand und zahlen schwer dafür? Für mich ist das xxxxxx, da wird der Wald vor Bäumen nicht gesehen. Mir ist schon klar, dass ich mit dieser Einschätzung hier allein da stehe. Als Österreicher, also Meister im Durchwurschteln, ist meine Obrigkeitshörigkeit eben auch schwach ausgebildet 🙂 .
Die Antithese zu meiner ist dann eben permanenter Lockdown. Aber: Wenn der Staat sein Pulver verschossen hat, steht er nackt da, so was nennt man Autoritätsverlust. Wünschenswert?
Grüße
Und wenn man sich beim Testen endlich darauf konzentrieren würde, die echt krank Werdenden und Machenden herauszufiltern, wäre das sehr hilfreich.
fiedlix548 Beiträge · seit 201608. Jan. 2021 · #1142loser schrieb:
Es sollte doch zu denken geben, warum die Inzidenzen auf hohem Niveau bleiben, obwohl Ferien sind, also kaum jemand arbeitet und alles geschlossen ist. Welche Ansteckungsmöglichkeit bleibt da noch? Soll/kann sich jeder selber beantworten.
Und wegen SOWAS bringen wir lieber ALLES, also auch die risikoarmen und risikolosen Bereiche, zum Stillstand und zahlen schwer dafür? Für mich ist das xxxxxx, da wird der Wald vor Bäumen nicht gesehen. Mir ist schon klar, dass ich mit dieser Einschätzung hier allein da stehe. Als Österreicher, also Meister im Durchwurschteln, ist meine Obrigkeitshörigkeit eben auch schwach ausgebildet 🙂 .
Hallo Werner,
ich denke nicht, dass du mit deiner Einschätzung alleine dastehst. Bin zwar nicht aus Österreich sondern aus Bayern und sehe das ähnlich. Dieses private Kontakthopping sehe ich als das größte Problem, aber leider kann man das nur schwer verhindern, außer man würde in einer Diktatur wie China leben und rigoros eingesperrt werden.
Eine Freundin aus Wien schrieb mir: "Ich war am Mittwoch eine Runde durch die Wiener Innenstadt spazieren (ich kann da zu Fuß innerhalb von 15 Minuten hin) und hab echt gestaunt, wieviele Leute da in Trauben unterwegs waren. Lokale hatten Essen für Take-Away und Punsch, was dann halt auch nicht alleine oder zu zweit konsumiert wurde"
In München ist es teils ähnlich und hier auf dem Land macht eh jeder was er gerne tut.
viele Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
earlybird711'111 Beiträge · seit 201608. Jan. 2021 · #1143Danke Werner, für Deine ausführliche Antwort! Ich verstehe vollkommen, was Du meinst und denke auch nicht, dass Du damit alleine da stehst!
Einig sind wir uns doch anscheinend fast alle hier darin, dass das große Problem die Menschen sind, nicht die Regeln...
Namibia Oktober 2019 - Namibia April 2021! Schön war's
Namibia Oktober 2021 - Süd-Namibia April 2023
Namibia September / Oktober 2025
hansilein181 Beiträge · seit 202008. Jan. 2021 · #1144Genau das ist es was ich meine Werner,wenn ich Dir antworte dass Information und Aufklärung zu wenig bringen,wer heute noch nichts über die Hygiene und Abstandsregeln weiss wird es nie kapieren oder eher kapieren wollen,Deine Formulierung mit dem draufhauen ist zwar etwas drastisch,aber ohne Zwang geht es offensichtlich nicht,oder glaubst Du im Ernst dass die Menschen sich plötzlich an Regeln halten die sie nicht mögen,es muss erst eine ordentliche Geldstrafe geben biss die Maskenverweigerer in den öffentlichen Verkehrsmitteln sich murrend vorübergehend den Knebel aufsetzten und um ihre Persönlichkeitsrechte weinen.Es soll ja auch Ärzte geben die gegen Cash Atteste ausstellen um die Maskenpflicht zu torpedieren.Und nocheinmal,das ist keine Frage der Bildung,viele von den Querdenkern haben studiert und sicher auch einige die großen Literaten gelesen,ich kenne Chefärzte die Coronaleugner sind.
Ich finde sicher auch viele der aktuellen Regierungsbeschlüsse nicht sinnvoll,mich stört aber vor allem dass schon wieder einige profilierungsgeile Politiker ihr eigenes Süppchen kochen wollen,statt einfach mal zu machen was vereinbart ist.
Und trotz des Impstoffes haben wir zumindest was die Todeszahlen betrifft das schlimmste noch vor uns,und davor habe ich wirklich Angst,ich sehe die Veränderungen bei uns im Team,da sind junge Kolleginnen um Jahre gealtert und emotional völlig ausgelaugt
Hoffentlich finden sie ihre Frische und Jugend wieder wenn das Schlimmste vorbei ist
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200608. Jan. 2021 · #1145BR schrieb:Ich glaube nicht dass unsere politischen „Vorbilder“ dieses Jahr groß in Urlaub geflogen sind - und schon gar keine Fernreise. Das hätte eine große deutsche Zeitung schon entsprechend ausgeschlachtet, hätten sie das gemacht.
Spahn war an der Nordsee
Söder im Allgäu (Oberstaufen)
Merkel in ihrer „Datsche“ in der Uckermark
Ich finds schon heftig, was hier für Unterstellungen und Falschinformationen reingesetzt werden.
Ich bin da wohl im Herbst selbst einer Falschmeldung aufgesessen und habe meinen Beitrag entsprechend korrigiert. Zu Söder und Merkel hatte ich allerdings nichts geschrieben.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
EundM82 Beiträge · seit 201909. Jan. 2021 · #1146Eigentlich wäre es ganz einfach gewesen:
• Kontakte vermeiden, wo immer es möglich ist
• Bei unumgänglichen Kontakten Abstand, Maske, Lüften, Begegnungen so kurz wie möglich halten
• kein Zusammenkommen in Gruppen
Was ich so beobachten konnte:
• Im Sommer nahezu Normalität, Treffen mit Freunden und Familie, man war ja im Freien.
• Sorglosigkeit, weil man dachte, die Pandemie wäre vorbei.
• Im Herbst: Büros in denen die Schreibtische genügend Abstand haben, aber es wurde kein Fenster zum Lüften geöffnet. Und wenn man was zu Besprechen hatte, steckte man die maskenlosen Köpfe zusammen.
• Produktionshallen, viel Platz an den eigenen Arbeitsplätzen, aber wenn man mit dem Kollegen was besprechen musste: kein Abstand, keine Maske
• Im Restaurant hockte man mit 10 Leuten an einem Tisch, da war nix mit Abstand, und die Fenster blieben zu, weil es sonst ja zieht.
• Noch im November trafen sich die Leute mit einem Hausstand- aber halt immer wieder mit einem anderen.
• Der Begriff „Hausstand“ wurde sehr großzügig ausgelegt.
Während sehr viele noch immer beinahe ins Gebüsch springen, wenn ihnen ein Fremder auf dem Weg entgegenkommt und sich über nicht korrekt getragene Masken im Supermarkt aufregen, werden Freunde und Verwandte geherzt und gebusselt, und/ oder man hockt über Stunden zusammen. Ähnlich ist es bei vielen am Arbeitsplatz.
Schließlich kennt man sich ja- „gell, wir haben ja kein Corona“
Dazu kommt noch die eifrige Schlupflochsuche: wie kann ich die geltenden Regeln ausdehnen oder umgehen?
Statt sich derzeit darüber aufzuregen, ob es Sinn macht, dass der Kumpel aus dem Gebiet mit einer niedrigeren Inzidenz 400 km zu Besuch kommen darf, während man selbst nicht weiter als 15 km fahren darf, weil im Heimatort die Inzidenz über 200 liegt,
sollte man sich fragen, ob es überhaupt KLUG ist, den Kumpel zu Besuch einzuladen.
Viele der Regeln und Maßnahmen mögen infektionstechnisch nicht unbedingt die effektivsten sein- aber die Abwesenheit des Alltagslebens bringt vielleicht doch den ein oder anderen dazu, sich mehr einzuschränken.
Ich verstehe, dass es einem zum Hals raushängt, wenn man vieles , was das Leben lebenswert macht, nicht tun darf.
Das geht mir genauso, wir sind alle nur Menschen.
Und es liegt einfach nicht in unserer Natur, Distanz zu wahren- vor allem nicht bei den Menschen, die man kennt.
Wenn man sich aber denkt: „naja, das eine Mal, das wird schon gut gehen“- was auch völlig verständlich ist, vergisst man dabei, dass die anderen sich das ja auch denken.
Und so potenziert sich das Risiko.
Und dann kommt immer noch die Erwartung hinzu, dass sich die Anderen einschränken sollen, damit man selbst weniger Einschränkungen hat.
Und man findet immer wieder Gruppen, über die man sich beschweren kann, wenn die Zahlen nicht sinken:
Die Schulen, die Politiker, die Gesundheitsämter, die Kirchen, die Demonstranten, die Nasenfrei- Maskenträger, die Anderen.
Das alles lenkt letzten Endes nur davon ab, mal darüber nachzudenken, ob man sich selbst wirklich immer klug im Sinne des Infektionsschutzes verhält.
Und bevor jetzt jemand meint, eine solche Meinung könne nur vertreten, wer selbst nicht finanziell betroffen ist: Ich hatte 2020 einen Umsatzrückgang von 80% und habe jetzt vorübergehend einen Vollzeitjob in einem Bereich, in dem ich mich früher niemals gesehen hätte, um das zu kompensieren.
SESeyko1'095 Beiträge · seit 200909. Jan. 2021 · #1147Ich bin doch sehr überrascht, dass scheinbar in eurer Diskussion der ÖPNV/ÖV keine Rolle spielt. Es ist vollkommen absurd, zu glauben, dass es "ok" ist, mit 2.000 anderen Menschen im Abstand von 40-60 cm in Bahnen/Bussen/Zügen zu sitzen/stehen, nur weil einen dieses Transportmittel zur Arbeit bringt. Es gibt genügend Bilder, die die tgl. Umstände dokumentieren. Überlegt man nun noch, dass hier durchfeuchtete Masken an der Tagesordnung sind, Masken zum x-ten Mal getragen wurden, freut sich jedes Virus. Das läuft Tag für Tag, Woche für Woche.
hansilein181 Beiträge · seit 202009. Jan. 2021 · #1148Hallo EundM,das ist eine wunderbare Zusammenfassung die noch um einiges ergänzt werden könnte,aber leider nützt es nichts,und alle müssen mit den Folgen leben.
Freuen können sich die Sargmacher,Bestatter und die Krematorien......
LOloserGast09. Jan. 2021 · #1149Falls ich mich (wieder?) nicht verständlich ausgedrückt habe, ein letzter Versuch
Mit:
ME ist es z. B. sinnlos, die Ansteckung ständig durch ruinöse LOCKDOWNs zu verhindern (denn: what next?), es muss, kann nur durch adäquates VERHALTEN bewerkstelligt werden.
ging es mir um folgende Überlegung:
Wenn sich die meisten sowieso darüber einig sind, dass das persönliche Verhalten, vor allem im privaten Bereich, für das Infektionsgeschehen ausschlaggebend ist, ist es ein sinnloses Opfer alle Bereich außerhalb des privaten Bereiches lahmzulegen, wo das Ansteckungsrisiko ohnehin gering ist. Man bellt den falschen Baum an. Es bringt nichts und der Preis ist zu hoch. Es geht nicht darum, dass man den Sinn von Einschränkungen in Frage stellt oder selber keine Einschränkungen in Kauf nehmen möchte. Es geht um deren Effizienz, und die verpufft, wenn am falschen Platz eingesetzt. Eine VERHALTENSÄNDERUNG wird daher benötigt. Um Fehlverhalten im privaten Bereich zu kompensieren, müssten wir Lockdowns über viele Monate aufrechterhalten. Es ist mE eine Illusion zu glauben, dass das früher weg ist, die Katze ist aus dem Sack.
Deswegen nehme ich das nicht weniger ernst als ihr. Es ist für mich überhaupt kein Problem bei Treffen in „den eigenen vier Wänden“ etwas mehr Abstand als früher zu halten und Maske zu tragen. "Feiern" tun wir erst wieder wenn wir damit über'n Berg sind. Die Alternative wäre soziale Kontakte einzustellen oder siehe oben. Wer will das schon?
Grüße
EundM82 Beiträge · seit 201909. Jan. 2021 · #1150Zum Thema ÖPNV:
Das Argument passt ja ganz gut zu meinen Beobachtungen: man muss unbedingt eine Ursache finden, die nichts mit dem eigenen Verhalten zu tun hat.
Aber auch hier kann ich als Einzelner etwas tun:
Wenn möglich, nicht gerade zu Stoßzeiten den ÖPNV nutzen, lieber Randzeiten nutzen. Ich denke mir, dass man gerade bei Büro-Jobs doch einen gewissen Spielraum hat, es gibt ja oft Gleitzeit. Damit kann man für die Leute, die tatsächlich zu einer ganz exakten Zeit am Arbeitsplatz sein müssen, auch für ein wenig Entlastung sorgen.
Weiter kann ich selbst eine FFP2- Maske tragen- auch das senkt das Risiko.
Und diese Masken kann man inzwischen überall kaufen- zugegeben, sie sind nicht sehr preiswert, aber das ist mir meine Gesundheit wert.
Im Allgemeinen: Wenn man mal davon ausgeht, dass das Infektionsrisiko erst dann als hoch eingestuft wird, wenn man sich länger als 15 min näher als 1,50 m OHNE Maske begegnet, fallen schon einige Begegnungen im ÖPNV als Risiko weg.
Natürlich gibt es ein Infektionsrisiko, das gibt es immer- es sei denn, man schottet sich komplett ab.
Und je höher die Infektionsdichte im Allgemeinen, um so höher ist auch das Infektionsrisiko für den Einzelnen.
Das Risiko, sich beim gemütlichen Kaffeetrinken mit Freunden anzustecken, wenn da einer infiziert ist, halte ich aber für sehr viel höher.
Und das Infektionsrisiko bei einem Langstreckenflug halte ich persönlich auch für höher als im ÖPNV- auch wenn man versucht, diesem mit der Vorlage eines neg. Tests entgegenzuwirken.
EundM82 Beiträge · seit 201909. Jan. 2021 · #1151Ich befürchte, das mit der Verhaltensänderung bekommt man in die Köpfe nicht hinein- denn dazu gehört schon eine gehörige Portion Selbstdisziplin.
Mit dem „Lockdown“ erreicht man aber doch eine gewisse Reduzierung der Kontakte und auch das Risiko- Bewusstsein ist ein anderes.
Man hat es doch mit den Lockerungen im Sommer über gemerkt- die Einschränkungen wurden gelockert und man wurde wieder leichtsinniger.
Ich selbst habe mir auch manchmal gedacht: Ja, jetzt darf man das oder das ja wieder, und hab es auch gemacht. Aber ob es tatsächlich clever war oder ich nur Glück hatte?
Beispiel: Wir waren im Sommer in einer Therme. Abstand halten im Becken oder auf dem Gelände war okay. Aber in den Duschen fand ich die Situation grenzwertig und hab mich im Nachhinein damit beruhigt, dass die Zahlen ja so niedrig sind.
Ich gebe zu, ich war im September noch überzeugt, wir würden den Herbst/ Winter ohne weitere Lockdowns überstehen und bin von der jetzigen Situation alles andere als begeistert.
Aber durch meine Erfahrungen im Herbst und die Schilderungen aus meinem Umfeld ist mir klar geworden, dass man eine Verhaltensänderung auf freiwilliger Basis nicht erreichen wird.
Besonders nicht, weil sich die Menschen ja darauf versteift haben, überall Missverhalten zu sehen, nur nicht bei sich selbst.
Weil die meisten es sich einfach nicht vorstellen können, dass der Kollege, der Freund oder einer aus der Familie vielleicht infiziert sein könnte. Eine Infektionsgefahr sind ja immer nur die Fremden, die Anderen. Das ist ja auch verständlich- aber eben nicht richtig.
Strelitzie2'844 Beiträge · seit 201109. Jan. 2021 · #1152Moin,
nicht nur der ÖVP irritiert mich - noch viel mehr die Möglichkeiten der Gottesdienste in Kirchen und Moscheen!
Und die Oma darf nicht mehr von der Kleinfamilie besucht, die Kleinfamilie aber von Oma besucht werden....
Und wie gut, dass unser Enkelkind schon laufen kann, ansonsten müsste es im Schnee zu uns krabbeln, wenn wir sie betreuen, weil der KiGa geschlossen ist - die Notbetreuung wäre aber offen! Bei der Ein-Personen-Besuchserlaubnis entfällt ja in D der "Freibrief" für Kinder unter 14 Jahren. 🤨
Die Tagesreisen in den Harz - und dort vor allem mit Bratwurst - und Glühweinständen to go - ist aber weiterhin möglich....
Regelungen müssen Sinn machen, ansonsten fällt es schwer, sie zu befolgen!
In HH lagen etliche junge Familienangehörige auf der C-Intensivstation, weil die Shisha in der Familie die Runde gemacht hat! Gegen Dummheit hilft leider keine einzige Verordnung!
Bleibt gesund - und zuversichtlich!
Grüße
Strelitzie
hansilein181 Beiträge · seit 202009. Jan. 2021 · #1153Werner,auch wenn ich Dir auf die Nerven gehe,wer behauptet dass das Infektionsgeschehen hauptsächlich im privaten Bereich stattfindet?Kann sein dass der Enkel zu Hause die Oma ungewollt ansteckt und die Oma dann keine Weihnachtsgechenke mehr kaufen braucht,aber erst muss der Enkel seine Nase ungeschützt irgendwo hinhalten wo sie nicht hingehört,es sollen möglichst viel Kontakte vermieden werden,egal wo,auch in den Betrieben und auf dem Weg dorthin.Und die Sorglosigkeit überrascht mich immer mehr,kleines Beispiel: in meiner Klinik war vor einigen Wochen die Hälfte der Verwaltungsmitarbeiter in Quarantäne,die Verfassen zum Teil die Hygieneanweisungen an die sie sich selbst nicht halten,,spätestens im Raucherkiosk ist es vorbei mit Abstand. An die ca 1000 Toten täglich hat man sich anscheinend schon gewöhnt,solange es nicht in der eigenen Familie ist .Vielleicht sollten auch mal Bilder von den Warteschlangen in deutschen Krematorien gezeigt werden,die Bilder aus Bergamo in Frühjar haben ja doch ein wenig aufgeschreckt.
Mich würde es nicht wundern wenn der Lockdown nochmals verschärft werden muss,verlängert ziemlich sicher,ist ja auch bald Karneval,die Pappnase allein schützt nicht.
Übrigens, falls jemand noch unschlüssig wegen der Impfung ist,ich habe gestern spontan die erste Impfung erhalten,den Pieks spürt man kaum,und vertragen habe ich es ohne Probleme,obwohl ich auf einige Medikamente allergisch reagiere.In meiner Stadt übernehmen mobile Teams der Feuerwehr das Impfen in den Altenheimen,viele Notärzte kommen ja aus den Kliniken und die verbraten dann die Reste des Impfstoffs an Intensivpersonal in den Krankenhäusern.
Trotzdem fürchte ich, dass der Impfbeginn erst mal wieder zu mehr Sorglosigkeit der Bevolkerung führen wird,und neue Virusmutationen das Infektionsgeschehen weiter anreibT:
Und ich kann mein vollgetanktes Wohnmobil vor der Haustür noch ein Weilchchen im Stand betrachten
busko807 Beiträge · seit 201809. Jan. 2021 · #1154Liebe Leute!
Einstein hat sinngemäss gesagt:
"Nur zwei Dinge sind unendlich; das Univerum und die Dummheit der Menschen.
Nur beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher!"
Das passt auch ganz gut in der Corana-Diskussion wie ich finde!
Es reichen nämlich deutlich unter 1% der Bevölkerung die sich grob daneben verhalten völlig aus um Corona zur unendlichen Geschichte zu machen!
Die einzige Möglichkeit die ich sehe, diese Seuche ohne Impfstoff in den Griff zu bekommen, ist die "Chinesische", d.h. absolutes Ausgehverbot über Wochen, scharfe Überwachung der Massnahmen und deutliche Repressalien bei Fehlverhalten!
Lässt sich natürlich bei uns nicht machen, daher bleibt uns nur uns möglichst selbst so gut wie möglich zu schützen, präventativ zu Verhalten und "durchzuwurschteln"!
Jetzt mal Hand aufs Herz.....
- machen wir in diesen Zeiten Reisen, gar Flugreisen?
Falsch! Damit hat man jedes Recht vertan sich beklagen zu dürfen! Ich sage nicht, dass man dies nicht darf, kann, oder sollte, lediglich, dass man damit das Recht sich über die Dummheit anderer zu beklagen vertut.
- trifft man sich mit irgeneinem ausserhalb des eigenen Haushalts?
Falsch! JEDES nicht absolut nötige Treffen ist eine unnötige Ansteckungsgefahr! Und so hat jeder seine eigenen "nur dies eine Mal", "das muss ich jetzt aber haben/tun" oder "ich darf es, deswegen schalte ich jetzt mal den Verstand aus und tue es auch"!
Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
LOloserGast09. Jan. 2021 · #1155OT und Hallo hansilein, man muss einsehen, wenn man mit einer Ansicht nicht durchkommt, 3 Versuche genügen (mir) und damit Schluss. Auf die Nerven gehst du mir (deswegen) sicher nicht.
Und Grüße
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200609. Jan. 2021 · #1156Strelitzie schrieb:
Regelungen müssen Sinn machen, ansonsten fällt es schwer, sie zu befolgen!
Das ist der entscheidende Punkt.
Nicht nur in dieser Situation, sondern allgemein.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Drechselschorsch425 Beiträge · seit 201809. Jan. 2021 · #1157Guten Tag zusammen
wer von euch ist in der Lage zu beurteilen, ob die derzeitigen Regeln Sinn machen. ---Keiner?
Gruß Georg
LOloserGast09. Jan. 2021 · #1158und wer ist es dann? 😕
QAnon? 🙂
bin jetzt stark verunsichert 😮
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200609. Jan. 2021 · #1159EundM schrieb:
Dazu kommt noch die eifrige Schlupflochsuche: wie kann ich die geltenden Regeln ausdehnen oder umgehen?
Statt sich derzeit darüber aufzuregen, ob es Sinn macht, dass der Kumpel aus dem Gebiet mit einer niedrigeren Inzidenz 400 km zu Besuch kommen darf, während man selbst nicht weiter als 15 km fahren darf, weil im Heimatort die Inzidenz über 200 liegt,
sollte man sich fragen, ob es überhaupt KLUG ist, den Kumpel zu Besuch einzuladen.
Da gebe ich Dir Recht.
Du musst aber auch bedenken, dass es verschiedene Menschen gibt.
Diejenigen, die ihre Kontakte aus Vernunft reduzieren, ohne dass es Regeln gibt bzw. anfangs gab, sind in der Minderheit. Die verhalten sich auch im sonstigen Leben so, wie sie es gerne von anderen hätten. Die brauchen eigentlich keine Regeln und es würde genauso funktionieren.
Dann gibt es diejenigen, die Regeln nicht einhalten. Die sind auch in der Minderheit. Sie fallen allerdings mehr auf und dadurch scheinen sie zahlreicher. Für diese Personengruppe sind Regeln immer nur für die anderen. Die fahren dann mit dem Kind auf dem Rücksitz und dem Aufkleber "Marvin an Bord" mit ihrem SUV auch mit 60 km/h durch die Tempo-30-Zone, für deren Einführung sie sich seinerzeit eingesetzt haben. Dagegen hilft nur Überwachung und Strafe, aber das klappt ja schon beim Tempolimit nicht. Warum sollte das bei Corona anders sein?
Die Mehrzahl hält sich einfach (überwiegend) an Regeln, weil sie da sind und ohne den Sinn zu hinterfragen. Sind keine Regeln (z.B. Tempolimit) da, rasen die auch mit 180 durch 'nen Wolkenbruch, weil ja kein Verbotsschild dort steht.
Stellt man Regeln auf, die nachvollziehbar sind, werden die halt besser akzeptiert als Regeln, die vollkommen sinnfreien Aktionismus vermuten lassen.
Kann man den Sinn nicht erkennen, dann suchen auch diejenigen nach Lücken in den Regeln, die die Regeln ansonsten befolgen würden.
Gruß
Wolfgang
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BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200609. Jan. 2021 · #1160Drechselschorsch schrieb:
wer von euch ist in der Lage zu beurteilen, ob die derzeitigen Regeln Sinn machen. ---Keiner?
… wenn bei gleicher Situation in verschiedenen Regionen und zu verschiedenen Zeitpunkten jeweils unterschiedliche Regeln bestehen, kann man zumindest erkennen, dass sie nicht sinnvoll sind. Und wenn die Menschen aus diesen verschiedenen Regionen ständig wild umher wechseln, wird man auch nie erkennen können, welche Regelungen sinnvoll sind.
Gruß
Wolfgang
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