Coronavirus

1'729 Antworten · 266k Aufrufe · gestartet 09. Feb. 2020 von Hamburger73
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1'680 Beiträge · seit 200717. Dez. 2020 · #1041
Topobär schrieb:Ich räume diesen Klagen auch vergleichbare Chancen wie Donald Trump ein...
Donald Trump hat damit doch ein neues Geschäftsmodell gefunden... er sammelt kräftig weiter Gelder für (sinnlose) Klagen ein, die dann in eine Stiftung fliessen.... fragt sich, wer Nutzniesser dieser Stiftung ist 😗

und die angestrebten Sammelklagen in den USA gehen erst einmal gegen Vorkasse für die klagenden RA ... ein Schelm, der Böses dabei denkt ....
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
Gast17. Dez. 2020 · #1043
Maputo schrieb:Erste Firmen in den USA und Deutschland beginnen Schadenersatz von Prof. Dr. Christian Drosten zu verlangen.  Vertreten durch die bekannte Rechtsanwaltskanzlei Dr. Fuellmich, die schon spektakuläre Prozesse gewonnen hat. In diesem Falle geht es um 50'000 Euro die eingefordert werden...

Vorgeworfen werden ihm unter anderem vorsätzlich falsche Tatsachen verwendet zu haben und wesentliche Tatsachen verschwiegen zu haben, aufgrund deren zum Teil gravierende Massnahmen von der Politik beschlossen wurden. Auch wird die Aussagekraft des PCR Tests stark angezweifelt...
https://corona-transition.org/IMG/pdf/drosten_fuellmich_green_mango_15-12-20_wp-1608081565043.pdf
lg Maputo
Guten Abend Maputo, eines würde mich jetzt doch interessieren, für meine Meinungsbildung über deine Ernsthaftigkeit und Authentizität und PS18:55: Motivation in deinen Zuschriften zum Thema:
Hast du das bis zum Ende gelesen, bevor du es verlinkt hast?
Danke und Grüße, Werner
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2020
63 Beiträge · seit 201617. Dez. 2020 · #1044
Oha, da wird Herr Drosten jetzt vor Angst zittern : die menschliche Dämlichkeit ist wirklich unermesslich und die Gier der Rechtsanwälte auch 😈
1'014 Beiträge · seit 201617. Dez. 2020 · #1045
Ich lese ja jeden Tag anwaltliche Schriftsätze und das Schreiben liest sich echt nicht so, wie üblicherweise formuliert wird.
Und der Hinweis im Interview, man sei gespannt auf die Beweisbeschlüsse der Gerichte: Da kann er lange drauf warten.
Ich bin allerdings gespannt auf die Klageerwiderung, wenn denn tatsächlich Klage erhoben wird. Die ist bestimmt gespickt mit Formulierungen wie "völlig unsubstantiiert, ins Blaue hinein, in keinster Weise nachvollziehbar und sehr verwundert" was auf gut Deutsch soviel heißt wie "Du Trottel". Zumal der Anspruchsteller nicht nur eine Anspruchsnorm gegen Dr. Drosten finden sondern für seine Behauptungen auch noch Beweis antreten muß. Da werden die Anwälte der Gegenseite viel Spaß im oft langweiligen Juristenalltag haben 😈

Yanjep
828 Beiträge · seit 201618. Dez. 2020 · #1046
loser schrieb:
Maputo schrieb:
Guten Abend Maputo, eines würde mich jetzt doch interessieren, für meine Meinungsbildung über deine Ernsthaftigkeit und Authentizität und PS18:55: Motivation in deinen Zuschriften zum Thema:
Hast du das bis zum Ende gelesen, bevor du es verlinkt hast?
Danke und Grüße, Werner
...ja habs gelesen, wieso? Ist es jetzt auch schon verboten einfach eine Information zu posten? Muss am Ende jeder selbst wissen wie er das Geschriebene einordnet. Nennt sich Meinungsbildung.

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2020
Gast18. Dez. 2020 · #1047
Guten Morgen Maputo
@..ja habs gelesen, wieso? Ist es jetzt auch schon verboten einfach eine Information zu posten? Muss am Ende jeder selbst wissen wie er das Geschriebene einordnet. Nennt sich Meinungsbildung.

Wie kommst du darauf (wg. verboten)? Natürlich nicht. Zur Meinungsbildung gehört auch zu wissen, aus welcher Ecke eine Information kommt. Das ist Quellenbewertung, ein ganz normaler Vorgang.
Grüße, Werner
828 Beiträge · seit 201618. Dez. 2020 · #1048
Hallo Werner
Hier ist die Quelle 

https://corona-transition.org/uber

Die Seite und deren Inhalt wird von sechs Profi-Journalisten mit zusammen über 140 Jahren Berufserfahrung und einer Publikationsliste von 14 Sachbüchern, darunter einen Spiegel-Bestseller, betreut.

Die schreiben und tragen Artikel zu vielen Themen zusammen, nicht nur zu Corona. Es geht darum, der eher einseitige Berichterstattung führender Medien entgegenzuwirken.

Hier ein interessanter Artikel zur Corona Entwicklung in Deutschland, den ich gerade gelesen habe.

https://swprs.org/deutschland-im-corona-winter/

lg Maputo
2'319 Beiträge · seit 201118. Dez. 2020 · #1049
Maputo schrieb:Hallo Werner
Hier ist die Quelle 

https://corona-transition.org/uber

Die Seite und deren Inhalt wird von sechs Profi-Journalisten mit zusammen über 140 Jahren Berufserfahrung und einer Publikationsliste von 14 Sachbüchern, darunter einen Spiegel-Bestseller, betreut.

Die schreiben und tragen Artikel zu vielen Themen zusammen, nicht nur zu Corona. Es geht darum, der eher einseitige Berichterstattung führender Medien entgegenzuwirken.

Hier ein interessanter Artikel zur Corona Entwicklung in Deutschland, den ich gerade gelesen habe.

https://swprs.org/deutschland-im-corona-winter/

lg Maputo
Moin Maputo,

wer wären denn Deiner Meinung nach diese führenden Medien?

Alm
Gast18. Dez. 2020 · #1050
Hallo Maputo
die Quelle kannte ich, weil das nämlich das Erste ist, was ich bei einem politischen Pamphlet (Drosten-Klage) nachschaue. Quellenbewertung eben. 🙂
Hier für googel-Faule
https://corona-transition.org/uber
Die Redaktion
Betreut wird die täglich erweiterte Datenbank von sechs Profi-Journalisten mit zusammen über 140 Jahren Berufserfahrung und einer Publikationsliste von 14 Sachbüchern, darunter einen Spiegel-Bestseller.
Da Corona-kritischer Journalismus heute mit einem Reputationsrisiko verbunden ist, werden ihre Namen an dieser Stelle nicht publiziert, aber auf begründete Anfrage bekanntgegeben.
Beiträge liefern auch ein Dutzend Freiwillige, die alle vor der Veröffentlichung geprüft werden.
Verantwortlicher Herausgeber: Christoph Pfluger.
https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/der-corona-verharmloser-christoph-pfluger-und-die-kritik-an-seinen-streitbaren-aussagen-137586808
Der Verein
«Corona-Reset» ist ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB mit Sitz in Emmenbrücke.
Er wurde am 13. April 2020 gegründet und bezweckt «die Förderung der Information zur Corona-Krise und die Reform des Wirtschaftslebens und des Gesundheitswesens durch finanzielle Zuwendungen und Vernetzung».
Postadresse: Verein Corona-Reset, c/o RA lic.iur. Vital Burger, Gerliswilerstr. 69, CH-6020 Emmenbrücke
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2020
1'680 Beiträge · seit 200718. Dez. 2020 · #1051
loser schrieb:
Verantwortlicher Herausgeber: Christoph Pfluger.
dazu auch interessant https://presserat.ch/complaints/69_2020/
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2020
828 Beiträge · seit 201618. Dez. 2020 · #1052
@Werner

Schau ich funktioniere so. Ich lese in vielen Quelle und ob jemand als Verharmloser dargestellt wird oder gilt ist mir in der Regel egal. Ich schaue mir die Statistiken und Auswertungen an, auch die offiziellen des BAG und versuche zu verstehen, wo etwa die "Wahrheit" liegt. 

Gerne lese ich auch die Artikel von Prof. Pietro Vernazza. Er ist Chefarzt der Infektiologie beim Kantonsspital St. Gallen. Er wird in den gängigen Medien auch  eher als Verharmloser gehandelt, weil er nicht sagt was erwartet wird und das ganze Corona Geschehen relativiert und oft die politischen Massnahmen in Frage stellt.

https://infekt.ch/author/pietro-vernazza-2/

Zugegeben, ich bin kein Corona Bewegter und sehe das Ganze nicht so dramatisch. Corona ist für mich eine zusätzliche momentane Krankheit, die tragischerweise Leben kostet. Pro Jahr sterben auf der Erde etwa 60 Mio Menschen , an Corona sind bisher 1.6 Mio gestorben, das sind keine 3% vom Total. Die meissten dieser Menschen waren weit über 80 und hatten Vorerkrankungen, was man von den etwa 1.5 Mio Tuberkulose Toten jedes Jahr nicht behaupten kann.

Am Ende muss jeder selbst wissen wie er das einordnet.

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2020
828 Beiträge · seit 201618. Dez. 2020 · #1053
ALM schrieb:
Moin Maputo,

wer wären denn Deiner Meinung nach diese führenden Medien?

Alm
Hallo ALM

Die führenden Medien in der Schweiz sind zum Beispiel das Fernsehen, der Blick (analog zu Bild) oder Tageszeitungen wie die BAZ (Basler Zeitung). Lies einmal eine Woche die Online BAZ Schlagzeilen oder schau die Tagesschau im Schweizer Fernsehen. Da wird täglich, reisserisch und dramatisch über Corona berichtet. Mach dir selber ein Bild, ob dies guter Journalismus ist.

Ein Fels in der Brandung ist am ehesten noch die NZZ (Neue Zürcher Zeitung). Die haben auch immer wieder kritische Artikel zu Corona und der Verhältnismässigkeit der Massnahmen und immer mehr Abonnenten aus Deutschland die sich in den Kommentarspalten über kritische Artikel bedanken. Oft liest man den Satz..."das hätte man in Deutschland nicht schreiben dürfen.."..das gibt mir jeweils etwas zu Denken.

Wie auch immer, die nächsten Tage bin ich in Baviaanskloof in der Wildnis, kein Netz, man bekommt überhaupt nichts mit, was das Leben auch wieder relaxter macht... 😉

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2020
Gast18. Dez. 2020 · #1054
Hallo Maputo, es ist zwar meistens lehrreich und auch unterhaltend sich über Medien und –berichte auszutauschen, aber im Grunde ist es wurscht, auch wurscht wer recht hat, weil in der Sache selber ein Minderheitenprogram und Nebenschauplatz. Und zwar, weil sich das eigentliche Geschehen dort abspielt, wo die propagierten und beschworenen und von Medien transportierten Verhaltensregeln nicht hinkommen und wenn ja, auf Desinteresse stoßen und nicht eingehalten werden, im Privatleben sowieso nicht. Noch ein 3. oder 4. oder xter Lockdown wird nichts bewirken, uns nur ruinieren, solange sich die Mehrheit nicht an ein paar einfache Regeln hält. Würden diese eingehalten, hätten wir zwar Einschränkungen aber keine Lockdowns, meine persönliche Meinung.
Die Nichteinhaltung ist nicht die Schuld von Politikern und Entscheidungsträgern
…. außer dass sie das Wahlvolk für mündige Bürger gehalten haben
…. und es unterlassen wurde, den Leuten nicht eingehämmert zu haben, sich vom positiven „Beifang“ der PCR-Tests nicht täuschen oder in falscher Sicherheit wiegen zu lassen und dass die tatsächlich +/- 10 % schwer Infizierten arm dran sind und die Behandlungskapazitäten strapazieren …. Und dass das JEDE/N treffen kann. Diese Diskussion wurde hier schon ergebnislos geführt, man kann darüber denken wie man will. Meine Meinung ist, dass die „Zahlen“-Fixierung die eigentliche Problemlösung durch Zahlenparalyse konterkariert hat, weil nach Monaten davon zu Viele die „Zahlen“ auf Grund eigener und erzählter harmloser Erfahrungen mit dem Viruskontakt diesen dann nicht mehr ernst nehmen. Das ist aber eine eigene Geschichte, deren Diskussion wohl sinnlos ist
Grüße, Werner
Und das hier
"Zugegeben, ich bin kein Corona Bewegter und sehe das Ganze nicht so dramatisch. Corona ist für mich eine zusätzliche momentane Krankheit, die tragischerweise Leben kostet. Pro Jahr sterben auf der Erde etwa 60 Mio Menschen , an Corona sind bisher 1.6 Mio gestorben, das sind keine 3% vom Total. Die meissten dieser Menschen waren weit über 80 und hatten Vorerkrankungen, was man von den etwa 1.5 Mio Tuberkulose Toten jedes Jahr nicht behaupten kann."
… ist doch nur, was? und ernst gemeint? Du meinst hier echt (?), in Europa sollte ein KH für kritisch Kranke die Rollbalken runterlassen und ihnen zum Trost sagen, dass die Inder, Afrikaner… noch schlechter dran sind?
…. und viel Spaß in der Kloof
zuletzt bearbeitet 18. Dez. 2020
1'680 Beiträge · seit 200718. Dez. 2020 · #1055
loser schrieb:
Und das hier
"Zugegeben, ich bin kein Corona Bewegter und sehe das Ganze nicht so dramatisch. Corona ist für mich eine zusätzliche momentane Krankheit, die tragischerweise Leben kostet. Pro Jahr sterben auf der Erde etwa 60 Mio Menschen , an Corona sind bisher 1.6 Mio gestorben, das sind keine 3% vom Total. Die meissten dieser Menschen waren weit über 80 und hatten Vorerkrankungen, was man von den etwa 1.5 Mio Tuberkulose Toten jedes Jahr nicht behaupten kann."
… ist doch nur, was? und ernst gemeint? Du meinst hier echt (?), in Europa sollte ein KH für kritisch Kranke die Rollbalken runterlassen und ihnen zum Trost sagen, dass die Inder, Afrikaner… noch schlechter dran sind?
…. und viel Spaß in der Kloof
vor allem ist das eine Klatsche ins Gesicht des Pflegepersonals, das derzeit absolut am Limit ist und eben mit nichten "nur" 80+-Patienten auf den Intensivstationen versorgt - auch wenn der Anteil der 80+ an den Todesfällen größer ist, heisst das eben nicht, dass "nur" 80+-Patienten schwer erkranken und intensivpflegepflichtig sind, von den Spätfolgen ganz abgesehen - wie z.B. plötzlicher Herztod nach vermeintlich mildem Verlauf (und das auch bei (sehr) jungen Menschen.

wer wirklich Covid19 immer noch verharmlost kann ja mal gerne für eine Stunde auf entsprechenden Stationen aushelfen, das Pflegepersonal dort wäre sehr froh um jede Entlastung z.B. beim Bettpfannensäubern etc
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
121 Beiträge · seit 201718. Dez. 2020 · #1056
M@rie schrieb:

vor allem ist das eine Klatsche ins Gesicht des Pflegepersonals, das derzeit absolut am Limit ist und eben mit nichten "nur" 80+-Patienten auf den Intensivstationen versorgt - auch wenn der Anteil der 80+ an den Todesfällen größer ist, heisst das eben nicht, dass "nur" 80+-Patienten schwer erkranken und intensivpflegepflichtig sind, von den Spätfolgen ganz abgesehen - wie z.B. plötzlicher Herztod nach vermeintlich mildem Verlauf (und das auch bei (sehr) jungen Menschen.

wer wirklich Covid19 immer noch verharmlost kann ja mal gerne für eine Stunde auf entsprechenden Stationen aushelfen, das Pflegepersonal dort wäre sehr froh um jede Entlastung z.B. beim Bettpfannensäubern etc
Zu diesem Thema mal ein Artikel aus Zeit-Online, ein aktueller Erfahrungsbericht von Jan Wallenborn, dem Chefarzt aus Aue dem die Aussage zur Triage vorgeworfen wird.

https://www.zeit.de/2020/53/intensivstation-erzgebirge-corona-pandemie-helios-klinik-notfallmedizin

Die Beschreibung liest sich wie der Vorspann zum damaligen Bericht eines Intensivmediziners aus Bergamo, finde ich.

Viele Grüße, Burkhard
54 Beiträge · seit 202018. Dez. 2020 · #1057
Maputo schrieb:Zugegeben, ich bin kein Corona Bewegter und sehe das Ganze nicht so dramatisch. Corona ist für mich eine zusätzliche momentane Krankheit, die tragischerweise Leben kostet. Pro Jahr sterben auf der Erde etwa 60 Mio Menschen , an Corona sind bisher 1.6 Mio gestorben, das sind keine 3% vom Total. Die meissten dieser Menschen waren weit über 80 und hatten Vorerkrankungen, was man von den etwa 1.5 Mio Tuberkulose Toten jedes Jahr nicht behaupten kann.
Richtig, es sterben statistisch gar nicht so sonderlich viele Menschen an Corona. Mir ist nur nicht klar, wie Menschen, die ich doch für einigermaßen intelligent halte, da solche Schlüsse draus ziehen?

Die Argumentation ist: Es sterben statistisch nicht so sonderlich viele an Corona, also ist das nicht so gefährlich und die ganzen Maßnahmen und das Gewese rund um Corona sind übertrieben. Nur verdreht das Ursache und Wirkung. Es sterben so relativ wenige an Corona, weil man eben weltweit mehr gegen Corona als gegen jede andere Krankheit unternimmt. Eure Argumentation ist sinngemäß: Alle, die es können müssen, können doch schon Lesen und Schreiben! Warum lehren wir das überhaupt noch an den Schulen? Aber es können eben alle Lesen und Schreiben, weil wir das an den Schulen lehren. Und nicht umgedreht.

Genau so bei Corona: Warum die ganzen Einschnitte und Maßnahmen? Es sterben doch relativ wenige an Corona! Aber es sterben relativ wenige an Corona, weil es all die Maßnahmen und Einschnitte gibt.

Von den über 80jährigen stirbt statistisch gut jeder 5., der sich mit Corona infiziert. Wir haben in Deutschland 5,9 Millionen in der Altersgruppe Ü80. Allein da wären über 1 Million Tote zu erwarten, wenn man nichts gegen Corona macht. In der ca. 12,5 Mio. Menschen starken Altersgruppe 65-80 Jahre sterben statistisch 4-5% der Infizierten. Da wäre eine halbe Million Tote zu erwarten. Nun beinhalten die bisherigen Statistiken zu Sterberaten in den einzelnen Altersgruppen den Faktor, dass man (fast) alle schwer Erkrankten auf Intensivstationen behandeln und einen Teil davon dort retten kann. Lassen wir der Pandemie ihren Lauf (weil ist ja alles nicht so wild), dann wäre das nicht mehr gegeben und entsprechend würde die Sterberate steigen.

Von einer Krankheit, die allein in Deutschland ein realistisches Potential hat, Millionen Menschen zu töten, erzählt Ihr: Ist doch alles nicht so wild und rechnet das gegen Tuberkulose, Malaria und sonstwas auf. Das an Malaria zuletzt immer noch rund 400.000 Menschen im Jahr starben und an Tuberkulose noch mehr, ist auch schlimm, ist ein Skandal. Aber mit Verweis darauf zu schlussfolgern, dass man dann doch auch nicht besonders viel gegen Corona machen muss, ist intellektuell und ethisch kaputt.
Gast19. Dez. 2020 · #1058
Danke Mmmal1 für deinen Beitrag.
Noch ein paar Zahlen @ „alte-Leute-Krankheit"
Weil die Sterblichkeit bei „Alten“ höher ist als bei „Jungen“ hat sich der Mythos verfestigt, dass Letztere nicht betroffen seien bzw. das alles nur eine „alte-Leute-Krankheit" sei. Das hat schon im Frühjahr nicht gestimmt und stimmt jetzt noch viel weniger.
Der Neuwirth hatte ein Mal in seinem blog für A eine Auswertung nach Altersfraktionen. Die unten eingefügten Bilder sind von Ende Oktober, ich bin jetzt zu faul Aktuelleres zu suchen, ist aber egal, weil sich nur die absoluten Zahlen und nicht die Relationen ändern.
Sie stammen aus
https://just-the-covid-facts.neuwirth.priv.at/2020/10/29/covid-19-oesterreich-aktuelle-daten/#neuinfektionen-nach-altersgruppen
etwa in der Mitte. Wenn man mit dem cursor über die Kurve fährt, werden die Altersfraktionen angezeigt.
Es ist deutlich, dass Virus und schwere Erkrankungen längst „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen sind. Hören und lesen wir auch fast täglich in Interviews mit medizinischem Personal.
@Übersterblichkeit
in A hatten wir im Frühjahr keine signifikant hohe, jetzt aber sehr wohl, siehe Daten in der gleichen Quelle.
https://just-the-covid-facts.neuwirth.priv.at/2020/12/18/sterbefallstatistiken/#sterbefallstatistiken
Die "erste" Welle gab es nicht, wurde abgefangen, die "zweite" ist die "erste" eigentliche, deren Absprung im Sommer wir verschlafen haben (siehe gleiche Quelle, exponentielles Wachstum)

Neuwirth1.png


Neuwirth2.png
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2020
118 Beiträge · seit 200819. Dez. 2020 · #1059
Die Argumentation von maputo ist in etwa so plausibel wie wenn ich sage: In einem Jahr sterben im Strassenverkehr in Deutschland nur 3700 Menschen und damit viel weniger als an Krebs. Deshalb sei es eine unverhältnismäßige Einschränkung von unseren Freiheitsrechten z.B.die Geschwindigkeit an manchen Orten zu beschränken, Vorfahrtsregeln aufzustellen, Alkohol im Strassenverkehr zu verbieten oder das Überholen an manchen Stellen zu verbieten.
elefant
121 Beiträge · seit 201720. Dez. 2020 · #1060
Ich hätte hier noch einen anderen Vergleich zwischen COVID-19 und dem Straßenverkehr.

Eine heute 80 jährige Oma ohne relevante Begleiterkrankungen hat statistisch noch eine Lebenserwartung von weiteren 5 Jahren mit durchaus guter Lebensqualität. Und natürlich kann dennoch eine bislang unerkannte Krankheit ihr Leben akut beenden oder sie kann durch eine sonst möglicherweise sonst eher ungefährliche Erkrankung und deren Behandlung versterben.

Auch eine Blinddarmentzündung ist halt für einen Jungen Erwachsenen halt weniger gefährlich als für die besagte Oma. Sie stirbt dann halt an den für sie möglicherweise schwerwiegenden Komplikationen der Blinddarmoperation und somit nicht an, sondern mit der Entzündung.

Im Straßenverkehr sähe das etwa so aus. Wird sie wegen eines unachtsamen Fahrers vom Bus überfahren und stirbt am Unfallort ist sie „an“ dem Bus verstorben. Kommt sie aber ins Krankenhaus, überlebt die ersten Wochen und stirbt dann später an aufgetretenen Begleitkomplikationen ist sie halt „mit“ dem Bus verstorben. Für die Oma ist der Unterschied nur akademisch, sie ist in beiden Fällen tot.

Für den Busfahrer ist Unterschied übrigens auch egal, der Staatsanwalt wird in beiden Fällen wegen eines Tötungsdeliktes gegen ihn ermitteln und wohl auch Anklage erheben.

Ich finde diese ganze Diskussion über „An“ oder „Mit“ deswegen so unehrlich und ablenkend, den die auslösende Todesursache ist halt jeweils doch die zu vermeidende Infektion durch SARS-CoV-2.

Einen guten Sonntagabend noch, Burkhard
zuletzt bearbeitet 20. Dez. 2020