Coronavirus

1'729 Antworten · 266k Aufrufe · gestartet 09. Feb. 2020 von Hamburger73
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546 Beiträge · seit 201814. Sept. 2020 · #981
Und so'n paar Bemerkungen zu all den anderen Beiträgen kann ich mir leider nicht ganz verkneifen:

Markus615 schrieb:
...Zur "Risikogruppe" in Afrika zählen viele. TBC, Aids, Malaria uvm. sind dann die Todesursache oder Corona? Das kann man sich ja dann aussuchen?....
Ja, das scheint man sich aussuchen zu können - übrigens weltweit. Und alle bisherigen medizinischen Grundregeln dabei außer Acht lassen zu dürfen. Da in sehr, sehr vielen Ländern dieser Welt in die Corona-Toten-Statistik alle eingehen, die zum Todeszeitpunkt (oder sogar bis zu 30 Tage davor) einen positiven Test aufwiesen - ungeachtet dessen, was wie in welcher Form sonst noch vorlag oder wie der gesamte Krankheitsverlauf war usw...
Wenn aber sich immer mehr Menschen anstecken, dann steigt auch wieder die Wahrscheinlichkeit, dass es die Risikogruppe erwischt und das wollen wir eigentlich alle nicht (vor allem, wenn man zur Risikogruppe gehört).
Ich wundere mich zunehmend über dieses Thematik "Risikogruppen" - so als ob diese Menschen erst seit COVID-19 ein erhöhtes Risiko hätten, an einem Infekt oder an was auch immer früher als andere zu versterben?
Warum haben wir diese Menschen eigentlich nicht schon immer in Heime oder ihr zu Hause "eingesperrt" - ihnen (zu ihrem Schutz versteht sich!) verwehrt, ihre Enkel zu sehen usw.?

Strelitzie schrieb:
...Für mich ist das große Problem, dass keiner vorhersehen kann, welche Wirkung das Virus im eigenen Körper hat, was es auslöst. Denn das Denken, es wäre vergleichbar mit "einer normalen Grippe" ist ja wohl hoffentlich überholt....
Interessant finde ich bei diesem Argument immer wieder, dass das ganz viele im Bezug auf COVID_19 SEHR zu beunruhigen scheint,
dass man aber gleichzeitig seine Hoffnung auf eine Impfung setzt, die durch einen VÖLLIG NEUEN WIRKUNGSMECHANISMUS (mRNA) gekennzeichnet ist, von dem wir ÜBERHAUPT gar noch NICHT wissen, was er wann im Körper anrichten wird (sei es im Guten oder Bösen), und dass man diese Wirkungen (insbesondere längerfristige) überhaupt nicht in so kurzer Zeit testen kann.
Das erscheint mir in sich inkonsequent gedacht....?

Genug meinerseits.
Ich wünsche allen eine gute Woche!
Rehema
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2020
2'844 Beiträge · seit 201114. Sept. 2020 · #982
Hallo Rehema,

in Deinem letzten Beitrag zitierst Du mich
Strelitzie schrieb:
...Für mich ist das große Problem, dass keiner vorhersehen kann, welche Wirkung das Virus im eigenen Körper hat, was es auslöst. Denn das Denken, es wäre vergleichbar mit "einer normalen Grippe" ist ja wohl hoffentlich überholt....

- und bringst dann das Argument "Impfung"!
Wo genau war ich so "inkonsequent" und habe etwas von "Impfung" geschrieben?
Ich würde Dich bitten, auch etwas genauer zu lesen - hilft manchmal....
Im Übrigen- sei so unbesorgt wie DU es willst, aber lasse wirklichen Risikopatienten ihre geringe Besorgnis, auch die hilft vielleicht.

Viele Grüße
Strelitzie
546 Beiträge · seit 201814. Sept. 2020 · #983
Liebe Strelitzie,
da hast Du vollkommen Recht - im Bezug auf "Dich zitieren" war meine Anmerkung nicht korrekt formuliert, denn DU hast in diesem Zusammenhang NICHT vom Impfen gesprochen!
Ich bitte Dich dafür um Entschuldigung!
Da bin ich zu schnell gesprungen - da ich es sehr oft erlebe, dass diejenigen, die so besorgt um das viele Unklare, was Corona bewirken kann, andererseits erstaunlich viel Vertrauen in eine sehr fragwürdige Impfung setzen.
Wenn man es genau nimmt, habe ich Dir das indirekt unterstellt, und das war nicht richtig.

Rehema

P.S:
Zum Thema "Risikogruppe":
Ich möchte hier (nochmal!) klar stellen, dass ich keineswegs "unbesorgt" bin im Bezug auf Corona, und dass ich auch NICHT behaupte, es gäbe das ganze nicht, und dass ich auch NICHT behaupte, es sterbe keiner daran.
Ich stelle nur seit nunmehr ca. einem halben Jahr fest, dass das ganze meiner Ansicht nach nicht verhältnismäßig gehandhabt wird - weder von den Medien, noch von den Politikern, noch von sonstigen Entscheidern.
Das ebenso im Bezug auf das Thema "Risikogruppe".
Ich fände es z.B: angemessener, man überließe die Entscheidungen, wer weiviel Risiko eingeht, diesen Menscehn selbst - anstatt sie zu pauschalisieren und zu entmündigen.
Ferner weiß doch kaum ein Leser, wer in diesem Forum wie sehr in welche Risikogruppe gehört - das wißt Ihr auch nicht von mir und den Menschen, die mir lieb sind. Anzunehmen, ich wäre damit nicht persönlich konfrontiert, ist ebenso unsachgemäß.
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 14. Sept. 2020
1'042 Beiträge · seit 201615. Sept. 2020 · #984
Rehema schrieb:
Und so'n paar Bemerkungen zu all den anderen Beiträgen kann ich mir leider nicht ganz verkneifen:
Ich konnte leider auch nicht... liegt wohl an Corona... 😉
Rehema schrieb:
Ich wundere mich zunehmend über dieses Thematik "Risikogruppen" - so als ob diese Menschen erst seit COVID-19 ein erhöhtes Risiko hätten, an einem Infekt oder an was auch immer früher als andere zu versterben?
Das verstehst Du vielleicht nicht. Ich könnte den Versuch unternehmen Dir das zu erklären, aber wenn man nicht selber schon einmal mit ca. 30% Sauerstoff Sättigung (nicht Corona bedingt) im Blut ins Krankenhaus kam und dort direkt (den erbärmlich nach Kunststoff stinkenden) Sauerstoff inhaliert hat, dann ist das auch recht schwer zu verstehen. Bei so schlechten Werten riecht man übrigens nichts mehr, was die Situation in dem Moment erheblich verbessert. Es soll auch vorkommen, dass man gar nicht mehr bei Bewusstsein ist...
Rehema schrieb:
Warum haben wir diese Menschen eigentlich nicht schon immer in Heime oder ihr zu Hause "eingesperrt" - ihnen (zu ihrem Schutz versteht sich!) verwehrt, ihre Enkel zu sehen usw.?
Einfach Antwort auf eine unnötige Frage: Weil es nicht nötig war!
Rehema schrieb:
Interessant finde ich bei diesem Argument immer wieder, dass das ganz viele im Bezug auf COVID_19 SEHR zu beunruhigen scheint,
dass man aber gleichzeitig seine Hoffnung auf eine Impfung setzt, die durch einen VÖLLIG NEUEN WIRKUNGSMECHANISMUS (mRNA) gekennzeichnet ist, von dem wir ÜBERHAUPT gar noch NICHT wissen, was er wann im Körper anrichten wird (sei es im Guten oder Bösen), und dass man diese Wirkungen (insbesondere längerfristige) überhaupt nicht in so kurzer Zeit testen kann.
Eine Impfung ist eine von zwei möglichen Lösungen der Probleme. Eleganter wäre es wenn der Virus einfach so wie er aufgetaucht ist verschwinden würde. Da das eher unwahrscheinlich ist, bleibt eben nur der Lösungsweg Nummer 2 -> impfen!

Lösungsweg Nummer 3, den haben wir alle verpasst. Das wäre der konsequente Lockdown gewesen, bis das Virus Geschichte ist.

Eine schwere Grippe und Corona lassen sich ja genau deswegen nicht vergleichen, weil gegen eine Grippe kann man sich impfen lassen. Selbst die schwerste Grippewelle konnte man in den letzten Jahren mit der richtigen Impfung ganz locker sehen.

Bleibt alle gesund und die Erfahrung, wenn man kaum bis gar keine Luft mehr bekommt, die sollte niemand machen müssen.
Gruß Markus
807 Beiträge · seit 201815. Sept. 2020 · #985
@Markus:
Wenn man es ganz genau nimmt gibt es zu deinen 2 Wegen das Virus loszuwerden noch (mindestens) 3 weitere.
Den 3. hast du bereits erwähnt.....knallharter Lockdown bis das Virus weg ist.....wird nicht gehen, weil man koordiniert die ganze Menschheit (und wahrscheinlich auch (wilde) Tiere) für mindestens 3-4 Wochen wegsperren müsste.....also illusorisch!

Es bleiben aber noch 2 weitere Möglichkeiten; eine davon proaktiv von uns (Menschen) steuerbar.
Diese wäre, anstatt Impfung, wirkungsvolle Medikamente (ähnlich Aids) zu entwickeln, die die Erkrankung so abschwächen, dass diese, zumindest in den meisten Fällen die Heute lebensbedrohlich sind, harmlos verläuft.

Eine weitere Möglichkeit wäre zu hoffen, dass die normalen evolutionären Prozesse zu Mutationen führen die weniger virulent sind.
Dieser Weg wäre, in einem naturbelassenen System (welches wir nicht mehr haben) sogar relativ wahrscheinlich, denn es ist nicht im "Interesse" des Virus den Wirt zu töten! Somit könnten weniger virulente und vielleicht noch ansteckendere Mutationen im evolutionären Sinne Vorteile haben und somit selektiert werden!? Allerdings haben wir, durch unser Eingreifen, die natürlichen evolutionären Prozesse stark modifiziert, oder gar ausser Kraft gesetzt!.....eine ganz andere Sache, die sich in (wahrscheinlich fernerer) Zukunft noch auftun und grössere probleme verursachen wird.

Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2020
2 Beiträge · seit 201815. Sept. 2020 · #986
Vielen Dank für die freundliche Aufnahme in diesem Forum.

Auch wenn ich offensichtlich mit meiner Orthographie so manchen strapaziert habe. Ja in der Tat war ich aufgeregt beim Verfassen meines Beitrages. Das lag u.a. am Thema, an meinem ersten Beitrag in diesem Forum aber auch daran das ich eher zurückhaltend bin mich schriftlich zu äußern, aus vielleicht ersichtlichen Gründen.
Ich finde ich es bewundernswert wie schnell hier einige Formis reagieren können inkl. Zitaten und Quellenangaben. Hut ab.
Rehema schrieb:
„an anderen Stellen finde ich es interessant, zu welchen Punkten Du nichts anzumerken hast oder "Dir die Zeit fehlt"....“
Das ist relativ kurz erklärt:
Zu 1. Öffentlich Zugängliche Daten zum PCR Test von Drosten = 2 Minuten Recherche
Zu 2. Link verfolgen zum Paul Ehrlich Institut und den Absatz, vor dem zitierten, lesen = 1 Minute
Zu 3. Link Verfolgen zur Uni Mainz, weitere Hinweise raussuchen und vorhandene Fachkenntnis zum Sinn und Zweck eines Erregernachweis = 2 Minuten
Zu 4. und 2. Zulassungsbedingungen für Medizinische Analyseverfahren = das war bereits sehr viel aufwendiger, da viele verschiedene Verordnungen und Gesetze hier eine Rolle spielen und ich diese nicht, auf die Schnelle, zu kommentieren vermag. Hinzu kommen aktuelle europäische Übergangsregelungen usw.. Ich weiß aber durch meine Tätigkeit, das Labore in verschiedenen Bereichen die erforderlichen Testkits selber herstellen und wie alle akkreditierten Labore bezüglich ihrer Messgenauigkeit überprüft werden.

Zur Situation der Finanzierung und damit auch die Abhängigkeit der Wissenschaft habe ich mich geäußert. Allerdings kenne ich das Buch nicht und kann auch zu den genannten Zahlen nichts sagen.
Und weiter halte ich es wie Dieter Nuhr: „Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht“
Manchmal bilde ich mir einfach nur so eine Meinung die aus dem Bauch heraus kommt oder auch auf Vertrauen basiert, Vertrauen auf einem Menschen, Freunden oder auch Institution. Und dann nehme ich mir, ab und zu, die Freiheit diese nicht wissenschaftlich zu überprüfen oder mich nicht überzeugen zu lassen, auch nicht mit dem höchsten Evidenzlevel.
Und an CUF:
Ich weiß gar nicht ob ich so viel von meinen persönlichen Ansichten zur Corona Problematik geschrieben habe. Aber möglicherweise kann ich deine Meinung zu meinen Ansichten ja bestätigen: Und nicht jede dieser Ansichten ist wissenschaftlich begründet.

Ja, ich denke die Corona Maßnahmen in Deutschland waren und sind berechtigt. Auch wenn die Zahlen, zum Zeitpunkt der Entscheidung, eine geringe Evidenz hatten. Hätten wir warten sollen bis eine ausreichende Evidenz uns bestätigt das wir etwas hätten tun sollen?
Und ich finde es gut, wenn aufgrund der aktuellen Zahlen über einen anderen Umgang mit der Corona Problematik diskutiert wird. „Hätten wir alles gewusst, hätten wir alles besser gemacht“

Ja, aufgrund der steigenden Anzahl von Infizierten, bei gleichzeitig geringer Zahlen hospitalisierter Patienten, sollte man über weitere Lockerungen nachdenken.
Ich finde es gut wenn Politiker (Jens Spahn) öffentlich den Umfang der im Frühjahr ergriffenen Maßnahmen infrage stellt und heute anders reagieren würde.
Ja, der Mund-Nasenschutz ist lästig und nervig. Nein ich fühle mich nicht in meiner persönlichen Freiheit durch einen Mund- Nasenschutz beeinträchtigt. Ist die Maßnahme evident? Muss man noch rausfinden. Würde ich Motorrad fahren würde ich vielleicht über die Helmpflicht als Eingriff in meine Freiheit diskutieren.
Ja, ich bin froh das es Demonstrationen gegen die Corona Maßnahmen gab und es wahrscheinlich noch weiterhin geben wird und nicht weil ich die Meinungen der Corona-Gegner teile. Aber das System hat funktioniert. Ich habe die Möglichkeit mein Recht einzuklagen.

Und noch vieles mehr.

Grüße
tracki
Seit 2005 regelmäßig Namibia und Südafrika, 2017 Botswana
16,9k Beiträge · seit 201217. Sept. 2020 · #987
Leserbriefe aus der heutigen AZ:

Reisebedingungen nicht akzeptabel https://www.az.com.na/nachrichten/reisebedingungen-nicht-akzeptabel-2020-09-17/

Glauben sie wirklich, dass sich Reisebüros und Selbstfahrer darauf einlassen?....

Rückerstattung ein Problem https://www.az.com.na/nachrichten/rckerstattung-ein-problem2020-09-17/

....Besonders auffällig ist dabei, dass alle privaten Anbieter, trotz der damit verbundenen existenziellen Nöte angesichts der ausgebliebenen Überseetouristen im letzten halben Jahr, die Erstattungen zügig vorgenommen haben, obwohl es diesen sicher sehr viel schwerer gefallen sein muss als einer staatlichen Institution wie NWR.

LG
Logi
2'391 Beiträge · seit 201617. Sept. 2020 · #988
OFF TOPIC
Liebe Friderike, keine Ahnung welche Laus Dir über die Leber gelaufen ist, als du die Rechtschreibung eines neuen Foristi korrigieren mußtest. Aber es ist schon sehr befremdlich.
Ich selber bin Legasthenikerin und wirklich heilfroh, daß es heutzutage Rechtschreibhilfe gibt. Trotzdem schleichen sich immer wieder Fehler ein. Wenn das jemand bei meinem ersten Beitrag in diesem Forum gemacht hätte, dann hätte ich bestimmt nie wieder etwas geschrieben.
Denk mal drüber nach, ob man sich nicht manchmal einfach einen Kommentar sparen sollte.
Viele Grüße
Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2020
4'382 Beiträge · seit 201520. Sept. 2020 · #989
📎 ImFloskelsturm.pdf

Auch OFF TOPIC
Liebe Tausendsasa,
über PNs wurde ich darauf hingewiesen, dass Du mich in diesem Thread persönlich angesprochen hast.
Weil Du es bist, will ich Dir auf Deine Frage, welche Laus (zurzeit sind es eher die Hirschläuse) mir über die Leber gelaufen ist, antworten.
Vorweg: Es liegt mir fern, Legastheniker, Dyskalkulien und überhaupt Menschen mit Gebrechen jedweder körperlichen und psychischen Art zu diskriminieren.
Nun also:
Wenn Beiträge ernstgenommen werden wollen, kann man vom Verfasser wohl erwarten, dass er Sätze formuliert, die nicht durch originelle Orthographie und das Fehlen von Punkt und Komma missverständlich bis unverständlich sind.
Der Verfasser des Beitrags, der in einem Labor arbeitet, schrieb u.a. mehrfach hartnäckig „wissentschaftlich“ oder "Wissentschaft". Da ist die Frage wohl gestattet, ob das noch Zufall ist. Auch die Art und Weise, immer dann, wenn er konkret werden könnte und vielleicht auch müsste, darauf hinzuweisen, dass er aus Zeitmangel nicht weiter darauf eingehen kann, macht mich misstrauisch. Stattdessen schwurbelt er in Frageformen weiter und macht genau das, was der Schreiber des nachfolgenden Beitrags ihm vorwirft: Er sät Zweifel, schürt Unsicherheiten und versucht damit, Lieschen Müllers wie mich weiter zu verunsichern und in die Arme von Ja-wem- wohl zu treiben.
Diese Taktik erlebe ich leider seit Monaten.

Was ich wirklich bereue: Dass ich überhaupt in diesen Thread hineingeschaut habe, um mich von einem aufwühlenden Erlebnis abzulenken und runterzukommen. Das werde ich ganz gewiss nie wieder tun und diesen Thread weiter den unterschiedlichsten Inhabern der alleinseligmachenden Wahrheit dort überlassen.

Schöne Grüße in die Eifel
Friederike

📎 ImFloskelsturm.pdf


Da das mit dem link nicht funktioniert, hier die Kopie des Artikels aus der SZ



17. September 2020, 18:47 Uhr
Psychologie:Im Floskelsturm

Wer viel Unsinn von sich gibt, fällt auch leicht auf solchen herein.

Von Sebastian Herrmann

Wenn der Jargon sitzt wie ein perfekt gebundener Krawattenknoten, ist der Überflieger schwer zu bremsen. Lässt zum Beispiel in einem Business der Chief Executive Officer seinen Chief Financial Officer und den Chief Operations Officer antanzen, um einen Wortsalat über Leadership und Growth Hacking zu servieren, sollten die Angesprochenen an den richtigen Stellen nicken. Ratsam wäre es auch, wenn sie ihrerseits so etwas in der Richtung erwidern, wie dass am Ende des Tages neben Performance auch Entrepreneurship und Business-Intelligence entscheidend seien. Wenn alles glattläuft, gehen die Beteiligten zufrieden auseinander, ohne etwas gesagt zu haben. Wer etwas erreichen will, der muss die richtige Sprache sprechen. Inhalte sind da nebensächlich.

Und doch hinterlässt bedeutungsloser Vokabelwind Spuren. Wie Psychologen um Shane Littrell von der kanadischen University of Waterloo in einer Studie berichten, verheddern sich Phrasendrescher selbst oft in den Labereien anderer. Wer viel Bullshit von sich gebe, so die Forscher, der falle seinerseits auch leichter auf Gefasel herein. Von Business-Präsentationen über pseudowissenschaftliche Begriffe, bis hin zu Verschwörungen rund um Covid-19: Wer andere mit Bullshit benebelt, verirrt sich selbst rasch im Gestrüpp aus Unfug, Lüge und Wahnwitz.

Der englische Begriff "Bullshit" hat auch im Deutschen Karriere gemacht, seit Harry Frankfurt das 80-seitige Pamphlet "On Bullshit" veröffentlicht hat, das weltweite Standardwerk zu dem Phänomen. Der Philosoph der Princeton-Universität siedelt Bullshit demnach im Niemandsland zwischen Wahrheit und Lüge an: Wer derartige hohle Phrasen von sich gebe, so Frankfurt, sei der Wahrheit gegenüber vollkommen gleichgültig. Stattdessen stehe die Inszenierung des Selbst im Vordergrund: Prätentiöses Gerede richtet den Scheinwerfer auf den Sprecher und soll den Eindruck von Wissen und Kompetenz erwecken. Inhaltsleerer, effektheischender Jargon, so sagt auch André Spicer von der University of London in einer aktuellen Studie, diene außerdem dazu, Zugehörigkeit zu demonstrieren und sich seiner Identität zu versichern. Je nach Umfeld schwirren eben andere leere Begriffe durch das soziale Gefüge: Benchmark, systemisch, ganzheitlich, strukturell. In jeder sozialen Blase lässt sich eine andere Version von Bullshit-Bingo spielen.

Von der Lüge grenzt sich das hohle Gelaber insofern ab, als der Sprecher keineswegs bewusst Unwahrheiten von sich geben möchte, sondern lediglich verbale Nebelkerzen wirft. Für die Psychologen um Littrell stellte sich da die Frage, ob Bullshitter sich damit auch selbst blenden oder ob diese Strategie sie stattdessen gegen derlei Gefasel immunisiert. Versuche mit mehr als 800 Teilnehmern legen den Schluss nahe, dass prätentiöse Schwafler selbst auch leichter auf andere Wortakrobaten hereinfallen. Über die Ursache lässt sich zunächst nur spekulieren. Bekannt ist aus Studien unter anderem: Wer besonders offen auf Bullshit reagiert, überschätzt gerne sein Wissen, denkt weniger analytisch und sieht eher Zusammenhänge, wo keine sind. Das aber sind auch die charakterlichen Zutaten, die Menschen zu Bullshit-Quellen machen: grobe Selbstüberschätzung gepaart mit oberflächlichem Denken.
© SZ vom 18.09.2020
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2020
Gast21. Sept. 2020 · #990
ein Praxisbericht @Ansteckung, PCR-Test und „Erkältung“
Im niederösterreichischen Städtchen Reichenau wurde ja bekanntlich (in A) zum Nachweis der Infektiosität des Virus ein Feldversuch in Großformat durch den Gesangsverein durchgeführt. Mit dem Resultat, dass von rd. 2.500 Einwohnern sich bis 260 Einwohner in häuslicher Quarantäne fanden. Diesen hohen Durchseuchungsgrad haben Wissenschaft und Behörden als Chance für Erkenntniszuwachs wahrgenommen und eine Antikörperstudie mit rd. 1.800 Probanden durchgeführt. Die interessanten Resultate stehen hier:
http://www.noe.gv.at/noe/Ergebnisse_der_Antikoerperstudie_fuer_Reichenau_Rax_praes.html
(und es werden noch mehr Artikel folgen)
„Insgesamt waren 61 Menschen in Reichenau erkrankt, davon haben 49 an der Studie teilgenommen, 71,4 Prozent hatten Antikörper. Bei der Studie wurden doppelt so viele Personen gefunden, die mit dem Virus in Kontakt waren (6,5 Prozent) …..Als häufigste Symptome wurden von PCR-Positiven Husten, Müdigkeit, Verlust des Geschmacks- und Geruchssinnes sowie Fieber angegeben. Alle Menschen, die PCR positiv gewesen sind, hatten in diesem Zeitraum Husten. …. Laut der Studie habe die Gruppe zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr fast keine Antikörper gebildet….“
…..Diejenigen, die keine Antikörper gebildet hatten, klagten hingegen vor allem über Schnupfen, der "nicht das Leitsymptom einer Covid-Erkranknung" sei, erklärte Lechner….
(Quelle NÖN u.a.)
zuletzt bearbeitet 21. Sept. 2020
546 Beiträge · seit 201823. Sept. 2020 · #991
Wahrscheinlich rollen jetzt viele schon die Augen, dass ich mich wieder äußere. Ihr braucht es ja nicht zu lesen…

Eine Sache brennt mir schon noch unter den Nägeln. Es hat nur etwas länger gebraucht, bis ich dafür Ruhe fand.
(Ja, Markus, es liegt an Corona, wenn man sich manche Bemerkungen nicht verkneifen kann. 😄
Dieser Satz von Dir war nett – lasst uns zwischendurch etwas schmunzeln, das nimmt kontroversen Diskussionen die Schärfe, und das ist gut so! 😉 )
Ich schrieb:
Ich wundere mich zunehmend über diese Thematik "Risikogruppen" - so als ob diese Menschen erst seit COVID-19 ein erhöhtes Risiko hätten, an einem Infekt oder an was auch immer früher als andere zu versterben?
Dazu schrieb Markus 615:
Das verstehst Du vielleicht nicht. Ich könnte den Versuch unternehmen Dir das zu erklären, aber wenn man nicht selber schon einmal mit ca. 30% Sauerstoff Sättigung (nicht Corona bedingt) im Blut ins Krankenhaus kam und dort direkt (den erbärmlich nach Kunststoff stinkenden) Sauerstoff inhaliert hat, dann ist das auch recht schwer zu verstehen. Bei so schlechten Werten riecht man übrigens nichts mehr, was die Situation in dem Moment erheblich verbessert. Es soll auch vorkommen, dass man gar nicht mehr bei Bewusstsein ist...
Das ist eine interessante Argumentationsweise.
Denn sie besagt quasi
1) meine persönlichen leidvollen Erfahrungen (und die Schlüsse, die ich daraus für andre ziehe) rechtfertigen weltweite Maßnahmen, die für über 7 Milliarden Menschen erhebliche negative soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Folgen haben werden.
2) wenn jemand nicht meiner Ansicht ist, liegt das wohl daran, dass er selber noch nie solches Leid erfahren hat, vermutlich bisher im Leben „gut davon gekommen ist“ und einfach keine Vorstellung davon hat, wie schlimm diese Krankheit sein kann o.ä.

Beide Argumentationslinien darin finde ich sehr unzulänglich für eine einigermaßen objektive Beurteilung der Lage. Deshalb machen sie mich EXTREM wütend.
Zum zweiten: was Du alles über mich annimmst und mir unterstellst – nun gut, das kann ich wegstecken, auch wenn Du damit sehr falsch liegst.
Zum ersten: das jedoch ist etwas, was mich VON ANFANG an in dieser Krise sehr geärgert hat, da diese „Mitleidschiene“ sehr einseitig gefahren wird.

Vorneweg:
Es tut mir aufrichtig leid, dass Du offensichtlich solch herbe Erfahrung machen musstest, und ich wünsche sie keinem – ob mit oder ohne Corona. Dieser Satz und alles was darin steckt, wird meist überlesen und auch nicht ernst genommen, das weiß ich inzwischen. Ich meine es trotzdem so, wie ich es sage.

Wenn wir aber zum Abwägen weltweiter folgeschwerer Maßnahmen unsere einzelnen persönlichen Erlebnisse heranziehen, dann – tja, dann führt sich das ganze ad absurdum. Denn jedes Leid ist persönlich empfunden schlimm – und in sich berechtigt! Ja, das ist es!
Wenn ich aber daraus etwas für gut 7 Milliarden Menschen ableiten will, dann kann ich nicht mit persönlichen Erlebnissen argumentieren (da sich diese extrem unterschiedlich darstellen werden), sondern muss die Gesamtschau betrachten. Dinge ins Verhältnis setzen. Und genau dies ist von Anfang an NICHT anständig geschehen, und geschieht weiterhin nicht.
Wenn ich mit persönlichem Leid argumentieren will, dann muss ich auch alles Reden von „Fakten“ und „wissenschaftlich“ und „Statistiken“ sein lassen.
Dann argumentiert aus der persönlichen Betroffenheit heraus, von mir aus. Aber tut bitte nicht so, als könnte man damit Verhältnismäßigkeiten außer Acht lassen!

Denn die „Gesamtheit“ leidet schon immer an ganz vielen unterschiedlichen Dingen. Und es macht mich deshalb so wütend, weil das Leid von ganz vielen anderen sehr oft so lange nicht interessiert, solange es fern von einem selber ist. Aber es war schon IMMER DA!!! Übrigens AUCH in Europa!
Im Februar/März gab es diese (für die meisten Menschen neuen) Horrordarstellungen, wie schlimm und unvorstellbar gräßlich das ist, wenn Menschen „ersticken“ (so, als würden solche Krankheitsbilder nur bei COVID-19 vorkommen, und sonst nie – wobei Du hier selber immerhin darauf hin weist, dass Deine bittere Erfahrung nicht Corona-bedingt war). Und wer das je erlebt hat, wie sich ein Mensch mit Luftnot zu Tode quält, und wie schlimm die Langzeitfolgen der Beatmung sind u.v.m., und wie bald das arme KH-Personal überlastet sein würde – der KÖNNE ja gar nicht anders, als „um aller anderen Willen“ sich an die (damals bevorstehenden) Maßnahmen zu halten.

Diese Argumentationslinie stieß mir bereits im März sehr auf.
Denn nicht nur in den Zahlen war keinerlei Verhältnismäßigkeit erkennbar, sondern auch noch in dem WIE der Darstellungen.
Dass REGELMÄßIG viele Menschen in Deutschland an Lungenentzündungen (und anderen gräßlichen Dingen) sterben, dass sie sich oft genug quälen, dass Beatmung nie eine lustige Situation ist, dass es auch keinen Spaß macht, das mit anzusehen usw – das war ja gar nichts Neues!?
Nun ja – für Ärzte (und Pfleger) war es nichts Neues. Für uns die wir auf Intensivstationen gearbeitet haben, war es Alltag. Oft genug bitterer, schlimmer Alltag. Für den sich allerdings kaum jemand interessierte. Denn das würde ja das schöne Lebensgefühl stören, in unserer Spaßgesellschaft…

Für den Großteil der Bevölkerung jedoch war es neu – denn noch NIE wurde das medial so in den Fokus gerückt, dass SO ETWAS passiert. In Deutschland (sicher nicht viel anders in der Schweiz…) wurde das immer fein verdrängt – diese Not! In die Krankenhäuser und in die Altenheime! Und nach „Afrika“ usw….
Die Medien hatten sich vorher neben Katastrophen (meist weit weg im Ausland), die die Sensationslust befriedigen, lieber mit netteren Dingen beschäftigt – mit Konsumgütern, mit Stars und Glamour, mit Sport und Tratsch und all den Dingen, die man so gerne liest, weil es eine Leichtigkeit hinterläßt.

Da kann ich einfach nur noch schreien: Hört endlich auf, so zu tun, als gäbe es diese Dinge erst seit Corona! Und hört auch endlich auf, so zu tun, als gäbe es sie in hohen Zahlen erst seit Corona!
Es IST EINFACH NICHT WAHR!

JETZT trifft es einige mit Corona – das ist bitter, das ist schrecklich, aber davor hat es STÄNDIG andere getroffen – und kaum einer hat sich in seinem Alltag dafür interessiert. Auch die Medien haben sich nicht dafür interessiert.
Weder für die Betroffenen Kranken noch für ihre Angehörigen, noch für das Krankenhauspersonal –
aber JETZT schlägt Steinmeier eine Trauerfeier für die ca. 9000 Corona-Toten in D vor, da sie einsam gestorben sind (das sind sie übrigens wegen der Maßnahmen…). Zum Verhältnis: In Deutschland sterben täglich ca. 2500 Menschen. Genügende davon sicherlich auch nicht nur auf angenehme Weise…
Und JETZT singt man Loblieder auf das KH-Personal – nachdem man das deutsche Gesundheitssystem mit Sparmaßnahmen und gewinnmaximierenden Privatisierungen jahrzehntelang an die Wand gefahren hat! Was für eine Farce!
(Und Spahn will weiteren Bettenabbau und Klinikschließungen durchboxen – und redet andererseits davon, dass Corona unser KH-System bedroht. Wie passt das noch zusammen?)

Da schreit man: „Man darf doch den armen Ärzten das Triagieren nicht zumuten!“, aber man macht es eigentlich noch viel wüster, denn man trifft bereits VORHER eine Auswahl und sagt: Die EVENTUELL Kommenden Corona-Kranken sind wichtiger, als die derzeit Kranken???
Und es braucht mir jetzt auch keiner damit kommen, dass man gegen all die anderen Infektionen, die seit Äonen über unseren Globus hinwegfegen, mit den jetzigen Maßnahmen nichts hätte am Infektionsgeschehen ändern können, wenn man das angeblich JETZT bei Corona kann (ich zitiere Dich hier nochmal: Einfache Antwort auf eine unnötige Frage: Weil es nicht nötig war!)
Da stecken in sich so viele Ungereimtheiten drin!

Wollen wir über die Schiene der persönlichen Betroffenheit kommend diskutieren, welche Maßnahmen für die Welt sinnvoll sind – dann laßt uns das tun.
Man sollte es dann aber auch entsprechend titulieren.
Und weltweite Statistiken, Fakten und Zahlen brauchen wir bei dieser Argumentationslinie auch nicht mehr versuchen zu beleuchten, da die Größe, an der wir Entscheidungen treffen/messen, dann eine andere ist.

Rehema
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
828 Beiträge · seit 201623. Sept. 2020 · #992
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Es wird ein dramatischer Winter. Bekommt er recht oder nicht?

In vielen Ländern der EU steigen die absoluten Zahlen wieder stark an, sterben tun momentan nur noch wenige, die Spitäler sind nur wenig mit Corona Patienten belegt. Einzig Spanien hat etwas erhöhte Sterblichkeit. Dort sterben aber auch, zum Vergleich, jeden Monat 7500 Menschen an Krebs. In Deutschland rund 10'000 pro Monat an den Folgen des Rauchens, somit 120'000 pro Jahr.

Muss jeder selbst wissen, wie er die Aussage von Dorsten einordnet und wie gut sie zu den momentanen Fakten passen.

Diagramme / Quelle WHO >>> Anklicken zum Vergrössern


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zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2020
Gast23. Sept. 2020 · #993
Hallo Maputo,
ich zitiere dich hier, weil es hier passender erscheint:
„….. Nur schon der PCR ist eine Wunderkiste. Das eine Land fährt zum Beispiel 40 Zyklen und findet kleinster Fragmente irgendwelcher alten Corona Viren, oder Covid19 in so geringen Mengen, dass es nie zu einem Ausbruch oder Ansteckungen kommen kann, aber der Test ist positiv. Das nächste Land fährt nur 30 Zyklen, findet wirklich fast nur Covid19 und hat somit viel weniger positive Ergebnissen...usw...usw….“
Dazu folgender Hinweis auf die Bewertung „der Zahlen“ die weiterhin unser Leben bestimmen sollen 😠 :
Aus: Empfehlung zur Entlassung von COVID-19-Fällen aus der Absonderung
(Stand: 23.07.2020; basierend auf Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts)
Wonach „negative PCR-Untersuchung oder Ct-Wert >30 als entlassungsfähig (nicht mehr ansteckend, meine Wortwahl)) gilt.
sowie „….Der Ct-Wert (Threshold Cycle) entspricht der Zahl der notwendigen PCR-Zyklen bis zum positiven Signal und ist somit ein Maß für die Viruskonzentration im Probenmaterial (Vorsicht: kann von Abstrichqualität abhängen). Ein Ct-Wert von >30 geht nach derzeitigem Stand der Wissenschaft mit einer geringen Viruslast und einem Verlust der kulturellen Anzüchtbarkeit einher….“ Im Volltext im angehängten PDF
Ob und wie dieses Kriterium für die ENTLASSUNG auch für Bewertung eben erst Infizierter oder Erkrankter gültig sein kann, scheint in der Fachwelt wohl noch umstritten zu sein. Dazu kommen noch die vielen Testverfahren selber (die alle unter „PCR“ firmieren), Einflüsse der Probenahme, etc., etc. Dazu die Österreichische Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin und Klinische Chemie im O-Ton. „Bei der Interpretation des Ct-Wertes sind daher unbedingt mehrere Einflussfaktoren wie der Zeitpunkt im Erkrankungsverlauf und die Qualität der Probennahme sowie die Materialart bzw. der Abstrichort, die Aufarbeitung und das verwendete Testsystem zu berücksichtigen. Aus dem Ct-Wert alleine ist ohne Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren aus Sicht der ÖGLMKC keine sichere Aussage zur Infektiosität ableitbar. Zu fordern wäre in diesem Zusammenhang die Entwicklung quantitativer SARS-CoV-2 PCR Tests, die dem Wunsch nach einer quantitativen Beurteilung der Viruslast besser entsprechen."
Ja, Letzteres wäre schon hilfreich 😗 . Vorläufiges Fazit: Für Normalbürger einfach nicht bewertbar….. wie dann für Entscheidungsträger? Wie schon früher gesagt, verstehe ich folglich nicht, dass und warum sich die Entscheidungsträger für etwas prügeln lassen, das sie nicht verursacht haben. Was man tatsächlich kritisieren kann, ist dass sie obiges Dilemma nicht kommunizieren und angesichts dessen trotzdem noch überschießende (mM!) Maßnahmen setzen, so als müsste man zum heutigen Erfahrungsstand auch noch vorbehaltslos den "worst case" annehmen. Oder ist es nur die Befürchtung, dass ansonsten niemand mehr die Schutzmaßnahmen einhält?
Grüße
Und wer Munition gegen den Test als Maß aller Dinge sucht, findet in folgendem PDF reichlich davon:
https://drive.google.com/file/d/1TbDyMw9tg5DDcUF5bpujF2LIvPVy6g2L/view
….ist quasi Pflichtlektüre zur Vorbereitung uneingeschränkter „Tester“, um in der nächsten Diskussionsrunde mit Rehema satisfaktionsfähig zu sein 😉 . Ich selber bin gespannt auf ein up-date der Nr. 20 bis 22 mit dem derzeitigen und gerade anlaufenden Erkrankungs(!)geschehen. Die Verwendung des Begriffes „Eichung“ in Bezug auf den Test ist mE mehr als ein Kavaliersdelikt, das qualitativ echt entwertet….

📎 EmpfehlungzurEntlassungvonCOVID-19-FällenausderAbsonderung.pdf
zuletzt bearbeitet 23. Sept. 2020
Gast23. Sept. 2020 · #994
Hallo Maputo, noch ein Hinweis zu #595261
Meine Meinung und Vorbehalte zum Testen habe ich sowieso schon oben gesagt, bin also kein bedingungsloser Testgläubiger, trotzdem noch folgender Hinweis zu MOMENTaufnahmen betr. die Diskrepanz zwischen der Anzahl positiv Getesteter und Erkrankter oder Verstorbener.
Es gibt (unbestritten!!!) eine Zeitverzögerung von mehreren Wochen zwischen mehr oder weniger (un)bemerkter Ausbreitung und Auffälligkeit bei Erkrankungen und Todesfällen. Worauf du hinweist, ist, insbesondere angesichts der Mängel bei Tests und Testregime, daher möglich, aber keineswegs derart sicher wie du’s darstellst.
Grüße, Werner
121 Beiträge · seit 201723. Sept. 2020 · #995
Hallo Maputo, hier noch ein Hinweis zu #595261und dem Kommentar von Loser dazu.

Ich wünsche Dir und allen von Herzen das du mit Deinen Statistikauszügen recht behälst. Ich bin da allerdings etwas skeptischer. Du hast mir am 13. 9. hier auf meine Sorge vor den massiv gestiegenen Fallzahlen in Frankreich auch eine solche Globalstatitik der Intensivbettenbelegung in Frankreich nebst meiner angeblichen völligen Ahnungslosigkeit vorgeworfen. Wir kennen uns beide nun überhaupt nicht näher, woher also nimmst Du deine Sicherheit über meinen Kenntnisstan. Aber Schwamm drüber.

Inzwischen steigt die Belegung der Intensivbetten in Frankreich deutlich, ich habe die aktuelle Grafik der französischen Gouvernements-Site mal angehängt, hier der Link dazu https://www.gouvernement.fr/info-coronavirus/carte-et-donnees

📎 IntensivbettenFR2309.pdf


Auch vor dem 13. 9. 20 gab es übrigens in der Region Marseille und Paris Engpässe der Intensivkapazitäten, obwohl Gesamtfrankreich da noch gut ausgesehen hat. Ich bin mir sicher das leider auch die Anzahl der an oder mit COVID-19 Verstorbenen ansteigen werden. Und zur Evidenz, in Spanien und England gibt es groß angelegte Studien die eine langfristige Infektionssterblichkeit für COVID-19 bei 0,83 und 0,9 % nachgewiesen haben. Bezogen auf die Fallzahlen kommt da dann noch noch vermutlich einiges nach, auch wenn jetzt inzwischen bekannte Behandlungsstrategien einiges werden abmildern können.

Hoffen wir also das Du und alle anderen Skeptiker recht behalten.

Grüße, Burkhard
828 Beiträge · seit 201624. Sept. 2020 · #996
@ Burkhard , Loser

Die nächsten Monate werde es zeigen. Was mich an solchen Aussagen von Dorsten und der Berichterstattung stört, ist diese Panikmache. 

Es braucht saubere und sachliche Information der Bevölkerung.

Es gäbe viel Fragen zu beantworten und Szenarien aufzuzeigen und nicht einfach der Bevölkerung mit absoluten Zahlen Angst einzujagen und sie dumm zu halten.... 

Warum steigen die Ansteckungen? Ein Grund ist sicher, dass mehr getestet wird. In Frankreich  wurden zum Beispiel im April im Schnitt pro Tag 10'000 Test gemacht, jetzt sind es etwa 150'000...also 15 mal mehr.

Wie hoch war die Dunkelziffer im April? Es gibt Virologen, die gehen mindestens von einem Faktor 10 aus ....Das hätte dann einen Einfluss auf die Sterblichkeit und Gefährlichkeit des Virus....

Warum sterben nur noch so Wenige? Stecken sich nur noch Junge an, hat sich die Behandlung verbessert...hat sich das Virus abgeschwächt?...usw 

Gibt es eine breitere Immunisierung als bisher angenommen...? 

usw....usw...

Bis eine Impfung kommt und in genügenden Mengen zur Verfügung steht wird es dauern und auch diese wird höchstens bei 60-70% der Geimpften wirken. Corona wird die nächsten Jahre ein Thema bleiben. 

Die WHO findet mittlerweilen den Sonderweg Schweden als Langzeitstrategie gar nicht mehr so schlecht. Schweden hat nur am Anfang den grossen Fehler gemacht und die Alten in den Heimen zu wenig geschützt. Momentan steht das Land mit seinen  moderaten Regeln aber sehr gut da, Masken trägt dort niemand, die Leute sind relaxed. 

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lg Maputo
zuletzt bearbeitet 24. Sept. 2020
Gast24. Sept. 2020 · #997
Ich sehe das auch so, wie der Kaeptn. Großräumige Statistiken sagen, vor allem in großen Ländern, nix bis wenig über das aktuelle Infektionsgeschehen, das hatten wir schon alles durch. Lokal durchaus dramatische Situationen gehen (vorläufig) in der Gesamtstatistik großer Länder unter.
Übrigens sind die Intensiv-Betten im SMZ (Spitzeninstitut für COVID-19-Behandlungen in Wien) bereits wieder voll belegt, neue Patienten müssen schon anderswo aufgeteilt werden. Kapazität ist noch reichlich vorhanden, damit sollte man aber vorsorglich haushalten. Darum geht’s doch eigentlich, oder?. Jedenfalls sieht man, dass sich das Infektionsgeschehen tatsächlich verschärft. Eigentlich weiß man ja auch längst wodurch und wo, aber anstatt konsequent dagegen vorzugehen, schikaniert man Schulen bis.....
Wie sich das mit anderen Krankheiten vergleicht, ist ein eigenes Thema.
@das derzeitig niedrige Infektionsgeschehen in Schweden sollte man mE nicht vergessen und verschweigen, dass Schweden jetzt monatelang praktisch isoliert war. Man daraus also sieht, was eingeschränkte Mobilität ausmacht …. eine bittere Erkenntnis für die Reisecommunity.
828 Beiträge · seit 201624. Sept. 2020 · #998
@Loser

Das Ganze ist eine komplexe Gleichung mit vielen Unbekannten und verschiedenen Strategien, abgerechnet wird ganz am Schluss. Auf beiden Seiten, Volksgesundheit und Wirtschaft.

Südostasien zum Beispiel, fährt im Moment die Strategie der wirtschaftlichen Selbstzerstörung. Ganz vorne weg Thailand. Dort gilt die Null Corona Strategie. Grenzen seit 7 Monaten geschlossen, Öffnung absolut keine in Sicht, oder nur für ein paar Nasen mit rigiden Regeln. Dafür hat das Land bisher nur 60 Corona Tote. Das ist eine imposante Bilanz, die aber etwas den Glanz verliert, wenn man weiss, dass in Thailand jedes Jahr 15 bis 20'000 (ja Zwanzigtausend) Menschen auf der Strasse sterben und weitere Tausende an der ungesunden Luft in Bangkok.

Dummerweise ist Thailand im grossen Stil vom Tourismus abhängig. 20% des BIP werden durch Tourismus generiert und da sind alle die kleinen Pilotfische, die mit Touristen ihren Lebensunterhalt erwirtschaften nicht inbegriffen. Es wird erwartet, dass es in den nächsten paar Monaten um die 4-5 Mio Arbeitslose, ohne grosse soziale Abfederung geben wird. Die Wirtschaft ist im Sinkflug, die nationale Fluglinie THAI Airways im Insolvenzverfahren.... usw.

Es bleibt spannend zu sehen, wie das ganze endet....

Lg Maputo
zuletzt bearbeitet 24. Sept. 2020
33,1k Beiträge · seit 200624. Sept. 2020 · #999
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Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast07. Okt. 2020 · #1000
@ Infektiosität
Science, Auswertung von Kontaktverfolgungen in Indien, im Original hier, https://science.sciencemag.org/content/early/2020/09/29/science.abd7672
für Leute mit Interesse am Detail.
Wenn nicht, dann hier in journalistischer Kurzfassung einiger Kernaussagen
https://kurier.at/wissen/gesundheit/coronavirus-sehr-wenige-infizieren-sehr-viele/401052286
…..Wenige infizieren viele: Dass dies beim neuen Coronavirus der Fall ist, bestätigt die bisher größte Studie zur Nachverfolgung von Kontaktpersonen. Dafür wurden von einem US-Forscherteam die Daten indischer Gesundheitsbehörden zu 85.000 Fällen und nahezu 600.000 ihrer Kontaktpersonen ausgewertet.
– 70 Prozent der untersuchten ursprünglich Infizierten (Indexpersonen) steckten niemanden an.
– Acht Prozent der Infizierten waren hingegen für 60 Prozent der nachverfolgten Neuinfektionen verantwortlich, so die Studie.
– In Familien steckten Erst-Infizierte nur neun Prozent ihrer engen Kontakte an…….

….und das bei indischen Wohnverhältnissen!!!

Vielleicht interessiert es (noch) jemand, nachdem das Reisefieber schon wieder hoch ist 😉
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2020