BIBinefrauThemenstarter15 Beiträge · seit 201407. Aug. 2019 · #1Hallo zusammen,
wir brauchen eure Hilfe bei der Planung unserer 3. Namibia Reise. Dieses Mal soll es nur ins nördliche Namibia gehen, alles nördlich von Ai-Aiba und Twyfelfontein. ( Dort waren wir bei unserer ersten Reise bereits) Wir wollen 14 Tage im Oktober 2021 fahren, wir das sind mein Sohn, dann 16 Jahre, mein Partner (50), meine Mutter (71) und ich (irgendwas über 40 😕 ). Da meine Mutter wieder mit dabei ist fällt campen gänzlich aus. Wir werden sicher auch wieder unseren Freund und Guide dabeihaben, die Planung mit den für uns wichtigen Eckpunkten mache aber wie immer ich. Fahrzeug werden wir wieder einen Toyota Landcruiser als 8Sitzer haben. Der hat uns im Moremi und Savuti schon sehr gute Dienste erwiesen. Jetzt kommt ihr ins Spiel, da die zu fahrenden Strecken lt. Routenplaner irgendwie nicht machbar sind und ich keine Lodges finde die passen. Wir werden in Windhoek landen und von dort sicher auch wieder abfliegen mit Air Namibia oder Lufthansa. Wenn die Zeit es zulässt würden wir auch gerne noch ein paar Tage im Etosha verbringen, der war beim erstem Album mit 2 halben und einem vollen Tag ein bisschen zu kurz gekommen bei der Menge an Tieren die es dort doch zu sehen gibt. Unser Hauptmerkmal soll wieder auf den Tieren liegen. Deshalb würden wir erst die tierarme Region besuchen ( da freut man sich noch richtig über jede Sichtung) und zum Ende noch in den Etosha.
Starten würde ich gerne bei Palmwag auf den Spuren der Rhinos -Palmwag Lodge ? Oder besser was anderes?
Okarihongo Elephant Lodge liest sich toll, das will ich unbedingt ... 😗
Serra Cafema Lodge (? War da schon mal jemand von euch, lohnt sich das)
Epupa Falls müssen auf jeden Fall dabei sein -da gibt es sehr viele Lodges ( Empfehlungen? )
wir benötigen aber sicher noch Übernachtungen dazwischen oder ? Wie viele Übernachtungen sollten wir jeweils einplanen?
In Etosha würden wir Okaukuejo und Halali planen, da waren wir ganz glücklich mit unserer Familienunterkunft.
Wir brauchen auch noch eine Unterkunft auf dem Weg von und nach Windhoek, da die Strecke sonst zu lang wird und wir unsere Ankunft und Abflugzeit ja noch nicht wissen.
Vielen Dank schon mal für eure Hilfe und Ideen ...
LG
Binefrau
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200607. Aug. 2019 · #2Hallo Binefrau
Da habt Ihr etwas Spannendes vor. Aber auch noch richtig Arbeit vor Euch. Ihr müsst Euch über vieles Gedanken machen und Euch richtig gut einlesen oder beraten lassen. Das Gebiet nördlich von Palmwag ist nicht ohne und kann mit einer normalen Namibia Reise überhaupt nicht verglichen werden. Es ist viel einsamer, abenteuerlicher und sicher auch gefährlicher. Logistisch müsst Ihr bedenken, dass Ihr mit dem Fahrzeug eine Reichweite von min. 1000 km bis zur nächsten Tankstelle überbrücken müsst.
Lodges gibt es wenige in diesem Teil des Landes. Die meisten sind Fly-In Lodges. Neben der Okahirongo Elephant Lodge kannst Du Dir auch das Okahirongo River Camp direkt am Kunene noch anschauen. Die beiden Lodges gehören zusammen. Das River Camp im Marienflusstal kann eine Alternative zur noch mal deutlich teureren Serra Cafema Lodge ( > 600€ pro Person und Nacht) sein.
Zwei Wochen inkl. Etosha sind für das Kaokoveld eher knapp. Es geht, aber viel mehr als zwei Tage werdet Ihr dann in der Etosha auch nicht haben. Die Strecken sind lang. Auch wenn es auf der Karte nach nichts aussieht, sind zum Teil Umwege von Stunden oder Tagen erforderlich. Vom Okahirongo River Camp zu den Epupa Falls (Luftlinie knapp 100km) müsst Ihr drei Tage rechnen.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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Logi16,9k Beiträge · seit 201207. Aug. 2019 · #3Binefrau schrieb:
Jetzt kommt ihr ins Spiel, da die zu fahrenden Strecken lt. Routenplaner irgendwie nicht machbar sind und ich keine Lodges finde die passen.
Hallo Binefrau,
Chrigu hat es ja schon diplomatisch ausgedrückt: was Ihr Euch vorgestellt habt, ist in 14 Tagen nur als Fly-in zu realisieren.
Du hast es doch bereits selbst per Routenplaner festgestellt und hier kann auch niemand das Raum-Zeit-Kontinuum dahingegend verändern.
LG
Logi
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200607. Aug. 2019 · #4Hallo Binefrau,
bis Oktober 2014 können neue Lodges ja noch entstehen...
Ich würde mal grob folgendes planen, wobei es eben in der Kürze der Zeit viele 1-Nacht-Stopps sein müssen (so ein paar Tage mehr wären schon prima oder eben ganz auf Etosha verzichten, wobei ihr dann auch durchaus Strecken doppelt fahren müsstet, damit es schneller geht):
- Windhoek Nord-Umgebung: 1 Nacht
- Okaukuejo-Gegend: 1 Nacht
- Dolomite-Gegend: 1 Nacht
- Palmwag-Gegend: 2 Nächte
- Okahirongo Lodge: 2 Nächte
- Opuwo: 1
- Okahirongo River Camp: 3
- Opuwo: 1
- Outjo: 1
- bei Windhoek: 1
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hanne6'152 Beiträge · seit 200607. Aug. 2019 · #5hallo christian,
wie kommst Du auf 2014 ..... schon Sundowner genossen .... 😛
Beste Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Malbec661 Beiträge · seit 201507. Aug. 2019 · #6Hallo Binefrau
Zu Serra Cafema kann ich dir berichten, dass wir 2003 bei der Eröffnung dort waren. Wahrscheinlich war es nicht so teuer wie jetzt, aber es war sehr interessant und schön direkt am Kunene River gelegen. Wir hatten die Gelegenheit eine Bootsfahrt zu machen, was sehr spannend war.
Grüessli
Malbec
Hanne6'152 Beiträge · seit 200607. Aug. 2019 · #7hallo Binefrau,
das wird ja eine Luxusreise -- toll, habe gerade mal nachgeschaut, das Serra Cafema Camp kostet Juni 2019 bis Okt. 2019 1.295 Us Dollar - ca. 1.160 Euro pro Person, pro Nacht, allerdings incl. .Mahlzeiten, alle Getränke usw. Du selbst kannst nicht mit dem Auto hin, sondern nur per Flug oder mit einem Guide vom Damaraland Camp....diese kosten sind nicht im Übernachtungspreis enthalten.
Das Damaraland Camp kann ich Dir wärmstens empfehlen, es liegt wunderbar, abseits - steinige Auffahrt - man kann sich aber abholen lassen, ebenso ein Erlebnis ist das Etendeka Camp.
Beste Grüsse
Hanne
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hhdkram502 Beiträge · seit 201607. Aug. 2019 · #8Hallo Christian, Dein Vorschlag in Ehren - machbar. In dieser Personen Konstellation - abwegig! Leute, lasst es gemütlich angehen! Weniger ist mehr. Das Land ist groß! Warum nicht eine Entspannungrunde rund um Etosha? Gruss, Dieter
BIBinefrauThemenstarter15 Beiträge · seit 201408. Aug. 2019 · #9Hallo Christian, hallo auch an alle anderen,
vielen Dank für deinen Plan und die Einschätzungen. Da heißt es wohl Abstriche machen. Nur Etosha ist mir echt zu langweilig, die Big Five hatten wir auf unserer letzten Reise rund ums Okavango Delta schon hautnah. Da bleiben die Guides nicht auf den Wegen und man kann die Tiere fast anfassen. Da muss man im Etosha schon Glück haben und die Tiere stehen am Wegesrand. Wir hatten beim ersten Mal viel Glück, ein Löwenrudel auf dem Weg, auf der gesamten Reise 10 Nashörner, da jedoch nur einen Elefanten. Die gab es im Okavango massenweise.
Kann man es denn von Palmwag zu der Okahirongo Elephant Lodge mit dem Auto ohne Übernachtung schaffen? Ich bekomme 9 Stunden Fahrzeit raus .. das erscheint mir ein bisschen Weit. Oder sollte man dorthin dann fliegen? Wenn wir nur das machen und dann Etosha hätten wir von jedem etwas. Macht das Sinn?
LG Binefrau
Logi16,9k Beiträge · seit 201208. Aug. 2019 · #10Binefrau schrieb:Kann man es denn von Palmwag zu der Okahirongo Elephant Lodge mit dem Auto ohne Übernachtung schaffen? Ich bekomme 9 Stunden Fahrzeit raus .. das erscheint mir ein bisschen Weit.
Ich würde dann von Sesfontein starten:
Auch für Dich hier noch einmal das Kartenmaterial aus dem Forum (Reise know how):
https://namibia-forum.ch/know-how/karten/241-namibia-nord.htmlLG
Logi
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200608. Aug. 2019 · #11Hallo Binefrau,
Kann man es denn von Palmwag zu der Okahirongo Elephant Lodge mit dem Auto ohne Übernachtung schaffen? Ich bekomme 9 Stunden Fahrzeit raus ..
das sind knapp 220 km auf ganz "normalen" C- und D-Straßen. Bis Wamrquelle auf der C43 sind es knapp 90 km. Dafür brauchst Du mit Bummeln maximal 2 Stunden. Dann sind es 130 km D-Straße, die mal so, mal so ist. Das sind vielleicht 3 Stunden.
Viele Grüße
Christian
P.S. Gerade nochmal geschaut. Okahirongo gibt in seinen Unterlagen von 2017 eine Fahrzeit von "not more than 5-6 hours" an.
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waldfee395 Beiträge · seit 200708. Aug. 2019 · #12Hallo Binefrau,
wir starten in genau 26 Tagen in diese Richtung
Windhoek 1 Nacht
Camp Mara 2 Nächte
Etendeka Mountain Lodge ( Palmwag Lodge) 2 Nächte
Okahirongo Elephant Lodge 2 Nächte+Okahiongo River Camp 2 Nächte +Okahirongo Elephant Lodge 1 Nacht , das als 5 Tage Package gebucht. Das Fahrzeug bleibt bei der Okahirongo Elephant Lodge und zum River Camp, als Tagestour hoch und nach 2 Nächten zurück. Anschließend noch eine Nacht in der Okahirongo Elephant, weil es sonst an einem Tag nicht machbar wäre nach Opuwo. So hat mein Mann auch mal 5 Tage ohne Fahrerei. Frage mal nach dem 5 Tage Package.
Nach Opuwo Lodge zur Epupa Falls Lodge 2 Nächte und von da zur Kunene River Lodge und weiter Rundu, Caprivi......
Dillinger hatte vor 2 Jahren? eine ähnliche Route, die dann nach Kunene (glaube ich) Richtung Etosha führte.
Palmwag Purros waren auch meine Bedenken, da wir auch noch vorher von der Etendeka zurück zu unserem Fahrzeug noch abenteuerlich in die Palmwag Lodge gebracht werden. Diese wurden aber durch einige Mitglieder bereits beseitigt.
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201408. Aug. 2019 · #13Hallo Binefrau,
die Faszination des Kaokolands erschließt sich aus meiner persönlichen Erfahrung nicht durch das „Abhaken“ einzelner Stationen und Übernachtungen in Luxuscamps. Im Kaokoveld gilt für mich das Motto: "Der Weg ist das Ziel".
Die Magie des einsamen und rauhen Nordwestens Namibias mit den „noch“ wenigen unberührten Landschaften machen weder die (Luxus-)-Unterkünfte noch das möglichst komfortable und schnelle Reisen von A nach B aus.
Es sind schwer zu beschreibende Gefühle, die auf einer Reise durch das Kaokoveld ausgelöst werden. Für mich gibt es in Namibia kein schöneres Stückchen Erde und es bleibt zu hoffen, dass die Wege dorthin noch weiterhin so beschwerlich bleiben….. Wenn der Massentourismus dort auch Einzug hält, geht ein Paradies verloren.
Aber ich kann gut verstehen, dass man auch als Nicht-Camper den Wunsch hat, wenigsten einen kleinen Ausschnitt dieser überwiegend schwer zugänglichen Gebiete entdecken zu wollen.
Wenn man auf feste Unterkünfte angewiesen ist, wird das dann für mein Empfinden aber ein nicht ganz vollständiges Vergnügen. Dessen sollte man sich im Vorfeld bewusst sein – also im Nachhinein nicht hadern, wenn man die wahren Schätze des Kaokovelds nicht unbedingt finden wird oder die Faszination, die diese Gegend auf viele ausübt, irgendwie ausbleiben wird. Gegenden wie das z.B. das Marienflusstal können als Lodge-Hopper nicht erkundet werden, da es dort keine festen Unterkünfte gibt.
14 Tage inklusive Etosha sind schon extrem knapp veranschlagt.
Euer Guide sollte sich bewusst sein, dass die rauhen Pisten im Kaokoland so gut wie nicht beschildert und manchmal nicht auf Anhieb zu finden sind. Oft sind sie extrem steinig oder tiefsandig – dagegen sind die Strecken im Moremi und Savute /zumindest bei Trockenheit/ ein Kinderspiel. Eine extrem akribische Planung - insbesondere was das Routing betrifft ist unabdingbar - die Tankmöglichkeiten im Kaokoveld sind sehr begrenzt und auch dann kann es sein, dass Sprit gerade mal nicht verfügbar ist (ein Stromausfall kann die Etappenplanung dann schon mal durcheinanderbringen).
Unser Freund und Guide hat unser diesjähriges Routing zur Sicherheit ein Jahr vor unserer Tour persönlich nochmals "abgefahren" obwohl er die Gegend bereits gut kannte.
An festen Unterkünften fallen mir ein paar ein, von denen ich allerdings nicht alle selbst kenne:
Palmwag Lodge
Khowarib Lodge
Hoanib Valley Camp
Okahirongo Elephant Lodge
Opuwo Country Lodge
Etambura Camp (Lebensmittel müssen mitgebracht werden - Selbstversorger)
Epupa Falls (Omarunga Lodge oder Epupa Falls Lodge)
Kunene River Lodge
Viel Erfolg bei der Planung!
Grüße
Sabine