Elefanten-Management Botswana

103 Antworten · 18,3k Aufrufe · gestartet 04. März 2019 von travelNAMIBIA
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Gast13. Nov. 2019 · #41
Hallo Rajang, kannst du bitte eine (digitale!!) Quelle für diese Budgetpreise angeben? Ich vermute eigentlich, dass es sich bei dem von dir angeführten Preis um eine „Grundgebühr“ handelt, und dass der per Auktion zu ermittelnde Lizenzpreis da noch draufkommt. Ob schon Lizenzen versteigert wurden weiß ich nicht….weißt du? Bin sehr interessiert!! Interessant wird sein, wie sich sowas durchführen lässt, wenn die Heimatländer der Jäger den Trophäenimport verbieten, aber das ist eine andere Geschichte.
Hier
https://www.namibia-forum.ch/forum/34-diverses/297655-botswana-hebt-jagdverbot-auf.html?start=24
gibt es ziemlich aktuelle Artikel dazu, bin auf deine Antwort gespannt, ob schon wieder überholt.
Grüße, Werner
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2019
1'115 Beiträge · seit 201013. Nov. 2019 · #42
Hallo Werner,
Mein Zitat oben stammt aus folgendem Link (leider ist dort keine Originalquelle ersichtlich):
https://abouttravel.ch/ferien-reisen-freizeit/safaris-werden-auch-in-zukunft-der-trigger-fuer-suedafrika-buchungen-bleiben/
Mehr weiss ich auch nicht.
Falls Du eine lokale Quelle suchts, schreib mal an Mike Gunn, Thobolo's Lodge. Der ist vernetzt in einer Whats Up Group mit grenzübergreifenden Naturfreunden, u.a. Simone Micheletti von der Wild Water group of Lodges (u.a. Serondela).
Gruss Rajang
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200613. Nov. 2019 · #43
Dafür wird eine Gebühr von rund USD 1834 für jede der 72 für Ausländer bestimmten Elefantenjagdlizenzen erhoben.
die ausländischen Trophäenlizenzen werden in einem geschlossenen Bieterverfahren "versteigert" (https://africageographic.com/blog/botswana-elephant-hunting-chaos-disillusionment-citizen-licenses-raffled/). Mindestgebot sind 20.000 Pula (eben die angesprochenen etwa USD1834). Bei der letzten Versteigerung dieser Art 2011 hat eine Lizenz im Schnitt 250.000 Pula eingebracht (http://www.mmegi.bw/index.php?sid=1&aid=2073&dir=2011/March/Wednesday30). Das waren damals knapp 36.000 US-Dollar pro Elefant alleine an Lizenzgebühren. Für den Trophäenjäger liegt der Preis mit allem drumherum gut und gerne beim Doppelten.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
68 Beiträge · seit 201913. Dez. 2019 · #44
Es ist eben immer das Selbe:
https://www.dailymaverick.co.za/article/2019-12-11-outrage-over-unethical-botswana-elephant-hunt/

Immer wieder behaupten die Befürworter der Trophäenjagd, dass diese den lokalen Communities zugute kommt, dass die nach höchsten ethischen Maßstäben und strengstens überwacht erfolgt. Und das erweist sich immer wieder als pure Lüge. Seit 50 Jahren. Es geht nur um's Geld verdienen und weggeballert wird, was Geld bringt. Es regen sich hier übrigens nicht angebliche "Facebook-Warrior" auf, die angeblich nur irgendwo in Europa gemütlich im Sessel sitzen und angeblich keine Ahnung von der Situation vor Ort haben. Das ist ja sonst mittlerweile das Standardgegenargument der Jagdfans, wenn irgendwo Kritik an der Trophäenjagd an sich geäußert wird.

Liebe Grüße
Gast13. Dez. 2019 · #45
@Avioniker
ME ist das nicht zwingend widersprüchlich und eigentlich nachvollziehbar:
Buschleute (PS: mehr oder weniger traditionell lebend) in NG3 (!!) kommen mit Elefanten und (PS: Überbestand) eben besser zurecht als Rinderzüchter, Subsistenz-und kommerzielle Bauern in anderen Gebieten mit anderer Bevölkerungsstruktur und Besiedlungsdichte. Das überrascht mich eigentlich nicht.
Avioniker schrieb:Es ist eben immer das Selbe:
https://www.dailymaverick.co.za/article/2019-12-11-outrage-over-unethical-botswana-elephant-hunt/
Ansonsten, siehe den ersten Schritt der "Aufarbeitung" des Vorfalls
https://www.facebook.com/BotswanaGovernment/posts/2626642440751731
mehr wird sicherlich noch kommen......wir harren gemeinsam neuer Erkenntnisse aus dem südfrikanischem Forum, wo auch Leute mit Ortskenntnis schreiben 😉 😗 .
Grüße
Grüße
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2019
1'096 Beiträge · seit 200914. Dez. 2019 · #46
Die Aufführung einer Schmierenkomödie (Wir dulden das töten von besenderten Elefefanten auf keinen Fall aber das war Notwehr und sehr bedauerlich) nennst du Aufarbeitung? Oder hast du den "" mehr Bedeutung beigemessen als ich?
68 Beiträge · seit 201914. Dez. 2019 · #47
loser schrieb:
Ansonsten, siehe den ersten Schritt der "Aufarbeitung" des Vorfalls
https://www.facebook.com/BotswanaGovernment/posts/2626642440751731
mehr wird sicherlich noch kommen......wir harren gemeinsam neuer Erkenntnisse aus dem südfrikanischem Forum, wo auch Leute mit Ortskenntnis schreiben 😉 😗 .
Tausende Bushwalks von bewaffneten Guides mit Touris vorbei an Löwen, Elefanten usw. laufen jedes Jahr ab, ohne das ein Tier erschossen werden muss. Aber die Tiere kennen sich mit Waffen aus und können da unterscheiden. Sowie ein Trophäenjäger mit Waffe durch den Bush läuft, greifen sie an und müssen regelmäßig in Notwehr erschossen werden. Nur aus Notwehr musste von den Trophäenjägern anschließend auch das tausende Euro teure Halsband verbrannt werden. Wirklich, das leuchtet mir ein und ich verstehe das. Die Trophäenjäger haben (wie immer) die besten Argumente und die Fakten auf ihrer Seite.

Liebe Grüße
785 Beiträge · seit 200814. Dez. 2019 · #48
Hi,

sicherlich keine Glanzleistung einen Elefanten mit Halsband zu erschießen, nur ist mir bei der geschilderten Geschichte nicht so ganz klar ob es sich hierbei überhaut um eine sogenannte Trophäenjagt gehandelt hat.

Zu lesen ist von 5 Elefanten die wohl geschossen wurden, einem Professional Hunter und einen Citizen hunting license holder...

Für mich sieht es ehr nach einer Reduktionsjagd aus, bei solchen Jagden geht es dann lediglich um den Abschuss von überzähligen Tieren, die Trophäe darf nicht exportiert werden. ( bis jetzt allerdings nur meine Vermutung, ich habe hierzu keine Belege )

Solche Abschüsse werden sehr günstig angeboten, da es sich hierfür kaum zahlungskräftige Kunden finden lässt, denn die meisten internationalen Trophäenjäger wollen ja ihre Trophäe mit nach Hause nehmen und das "große Geld" steckt bei solchen Abschüssen wohl auch nicht dahinter!

Wie gesagt, bis jetzt nur meine Vermutung, hat hierzu jemand mehr sachliche Infos?


Gruß


Markus
Gast14. Dez. 2019 · #49
Hallo Avioniker, Hallo Seyko
Ich habe in diesem Thema ein paar Artikel verlinkt, zum Thema i. A. und jetzt zu einem aktuellen Ereignis (als Zusatz zum Maverick), weil ich dachte, dass es Manche interessiert. Deswegen bin ich weder für noch gegen „Trophäenjagd“. Ob man diese grundsätzlich oder nur einige Aspekte davon befürwortet oder ablehnt, oder als ein kleineres Übel betrachtet, ist eine persönliche Entscheidung und hat eigentlich mit dem Thema nix zu tun. Eine Diskussion darüber hat geringe Erfolgsaussichten für ein Einverständnis. ME ist sie auch zum Thema „Elefantenmanagement“ (= Umgang mit Überbestand) eigentlich eine Themenverfehlung, weil Trophäenjagd für Bestandskontrolle ein untaugliches Mittel ist, sie hat zwar „Lenkungseffekte“, aber auch Nachteile. Darauf wiesen und weisen die PHs und Jagdorganisationen in Botswana und anderswo ständig hin. Mir jedenfalls ist das einleuchtend, das wurde hier schon x-fach durchgekaut. Klar hat aber die BW-Regierung ein (politisches!!) Interesse dran, die Jagd als DIE „Managementmaßnahme“ darzustellen...Nachsatz 12:50: hat aber objektiv betrachtet, kaum andere Alternativen, die nicht einen noch größeren shit storm auslösen würden.
Besondere Aufregung rechtfertigt das jetzige Ereignis (das nicht ich hierher gebracht habe) mE nicht, das ist eher nur ein Sturm im Wasserglas. Wer würde in Europa wohl wahrnehmen und thematisieren, wenn in Schwarzwald, Hoher Tatra, Waldviertel oder Abruzzen ein Hirsch, Steinbock oder Wildschweineber nicht ganz regelkonform erlegt wird? Was ist schon passiert? 5 (!!!) Elefanten wurden getötet. Rechtfertigt das Empörung? Tatsächlich diskussionswürdig wäre, ob das dort bzw. in dieser Region überhaupt gerechtfertigt oder sogar kontraproduktiv war. Meldungen, Fakten und Meinungen dazu werden sicher noch kommen.
Aber wie schon gesagt, mit „Bestandsmanagement“ per se hat der Vorfall nichts zu tun. Über die Alternative, die Einheimische und Touristen nicht gefährdet, nämlich das Keulen ganzer Herden in bestimmten Regionen, will sowieso niemand reden. In diesem Forum mE auch besser so.
Grüße
PS @ Maggus: Ja, Jäger war ein citizen, also vollkommen anderes Umfeld als hier das Thema, wie von dir schon gesagt.
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2019
1'096 Beiträge · seit 200916. Dez. 2019 · #50
News in dem Fall.


"Botswana has cancelled the licences of two professional hunters who shot dead a research elephant.
Michael Lee Potter and Kevin Sharp had voluntarily surrendered their hunting licences, a government statement said... "

https://www.bbc.com/news/world-africa-50800864
4'984 Beiträge · seit 201603. Feb. 2020 · #51
BOTSElihuntingquota2020.jpg


Quelle: fb Botswana Safari News
Gruß Gina
4'984 Beiträge · seit 201608. Feb. 2020 · #52
ElephantHuntingAuction.jpg


Auktion von Lizenzen für Elefantenjagd in Botsuana
In Botsuana hat erstmals seit der Wiederzulassung der Elefantenjagd wieder eine umstrittene Auktion über Lizenzen für Trophäenjagden stattgefunden. Die von dem Unternehmen Auction It organisierte Veranstaltung fand gestern in den Räumen des Umweltministeriums in der Hauptstadt Gaborone statt. Botsuanas neuer Staatschef Mokgweetsi Masisi hatte im Mai 2019 ein seit fünf Jahren bestehendes Jagdverbot abgeschafft. In dem Land im Süden Afrikas lebt die größte Elefantenpopulation der Welt.

Bei der Auktion seien sieben Lizenzen für Jagden in „kontrollierten“ Gebieten versteigert worden, sagte Regierungssprecherin Alice Mmolawa der Nachrichtenagentur AFP.

Gemäß der Versteigerungshinweise müssen die Jäger „nachweisliche Erfahrungen in der Elefantenjagd“ vorweisen und dürfen zuvor nicht wegen Wildereidelikten verurteilt worden sein. Staatschef Masisi wies in der Vergangenheit stets Vorwürfe zurück, wonach die Jagden die Elefantenbestände in Botsuana bedrohten.

red, ORF.at/Agenturen
Gruß Gina
2'779 Beiträge · seit 200708. Feb. 2020 · #53
Kann mir jemand sagen wofür die Abkürzungen NG CT NE stehen? Wie muss ich die quota interprätieren?
Vielen Dank
Gruss Leona
Gast08. Feb. 2020 · #54
La Leona schrieb:Kann mir jemand sagen wofür die Abkürzungen NG CT NE stehen? Wie muss ich die quota interprätieren?
NG = Ngami
CT = Central
NE = North/East (vermutlich)
Die (farbigen) Zahlen sind mE die festgelegten Abschussquoten, = Anzahl Lizenzen = Anzahl zugeteilte/zu erwerbende/ersteigernde Abschüsse (Tiere) für die möglichen Zielgruppen
Grüße
PS: CH = Chobe, GH = Ghanzi
die o.a. Versteigerung für die „Trophäenjagd“ erzielte übrigens $2.1 Mio. bzw. ca. $39.000 pro Elefant. Der Endkunde wird ein mehrfaches davon bezahlen.
zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2020
3'883 Beiträge · seit 201108. Feb. 2020 · #55
loser schrieb:
die o.a. Versteigerung für die „Trophäenjagd“ erzielte übrigens $2.1 Mio. bzw. ca. $39.000 pro Elefant. Der Endkunde wird ein mehrfaches davon bezahlen.
Wow, unglaublich, welchen Wert das Töten eines Elefanten erzielt.

Kopfschüttelnd
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
68 Beiträge · seit 201908. Feb. 2020 · #56
loser schrieb:die o.a. Versteigerung für die „Trophäenjagd“ erzielte übrigens $2.1 Mio. bzw. ca. $39.000 pro Elefant. Der Endkunde wird ein mehrfaches davon bezahlen.
Weil der Trophäenjäger so viel bezahlt, will er die prächtigste Trophäe schießen und nimmt Elefanten mit den besten Genen aus dem Gen-Pool: "Ach diesen Elefanten durften wir gar nicht schießen? Hmmm. Der hat uns angegriffen...". "Ach und der hatte ein Halsband um und war Forschungsobjekt? Das haben wir ja gar nicht gesehen".

2,1 Mio. klingt viel. Täuscht aber. 2018 (bei Trophäenjagd-Ban) hat Botswana laut WTTC 2,5 Milliarden USD an Umsätzen in der Tourismusbranche erzielt. Die 2,1 Mio. für das Abschlachten von Elefanten sind nicht mal 1 Promille davon. Wahrscheinlich gehen dem Safaritourismus gleichzeitig mehr Einnahmen verloren, weil einige Touristen Botswana jetzt meiden. Es muss ja nicht mal jeder tausendste Safaritourist fernbleiben, um das zu einem Verlustgeschäft für Botswana zu machen. Selbst wenn man alle Trophäenjagden zusammen zählt und Umsätze der Jagdveranstalter einrechnet, macht das wohl kaum mehr als 1-2% der Umsätze des Safaritourismus aus. Das ergibt ökonomisch einfach keinen Sinn. Ethisch ohnehin nicht.

Liebe Grüße
zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2020
1'166 Beiträge · seit 200809. Feb. 2020 · #57
Avioniker schrieb:
loser schrieb:die o.a. Versteigerung für die „Trophäenjagd“ erzielte übrigens $2.1 Mio. bzw. ca. $39.000 pro Elefant. Der Endkunde wird ein mehrfaches davon bezahlen.
Weil der Trophäenjäger so viel bezahlt, will er die prächtigste Trophäe schießen und nimmt Elefanten mit den besten Genen aus dem Gen-Pool: "Ach diesen Elefanten durften wir gar nicht schießen? Hmmm. Der hat uns angegriffen...". "Ach und der hatte ein Halsband um und war Forschungsobjekt? Das haben wir ja gar nicht gesehen".

2,1 Mio. klingt viel. Täuscht aber. 2018 (bei Trophäenjagd-Ban) hat Botswana laut WTTC 2,5 Milliarden USD an Umsätzen in der Tourismusbranche erzielt. Die 2,1 Mio. für das Abschlachten von Elefanten sind nicht mal 1 Promille davon. Wahrscheinlich gehen dem Safaritourismus gleichzeitig mehr Einnahmen verloren, weil einige Touristen Botswana jetzt meiden. Es muss ja nicht mal jeder tausendste Safaritourist fernbleiben, um das zu einem Verlustgeschäft für Botswana zu machen. Selbst wenn man alle Trophäenjagden zusammen zählt und Umsätze der Jagdveranstalter einrechnet, macht das wohl kaum mehr als 1-2% der Umsätze des Safaritourismus aus. Das ergibt ökonomisch einfach keinen Sinn. Ethisch ohnehin nicht.

Liebe Grüße
Das Thema Trophäenjagd in Botswana ich wesentlich vielschichtiger als du es vielleicht wahrnimmst/wahrhaben willst. Nur so als Anstoß: die Jagd findet in Gebieten statt, wo es weder (nennenswerten) Fotosafaritourismus gibt bzw. geben wird (weil dafür ungeeignet). Die lokale Bevölkerung profitiert davon ungemein. Unbestritten bleibt, dass die Interessen der San dem botsuanischen Staat in keinster Weise tangieren.

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Feb. 2020 · #58
Hi Axel,

so ist es und zudem, so hart das klingen mag, ist eine Quote von 287 Elefanten im Gesamtkontext mehr als zu vernachlässigen. Bei einem nachgewiesenen Bestand in Botswana von 130.000+ Tieren wird diese Quote praktisch jede Woche (!) durch Geburten wieder aufgefüllt. Und hier sprechen wir von einem Jahresabschuss. Um das Problem der Elefantenüberpopulation in Botswana in vielen Landesteilen effektiv entgegenzuwirken (und ich spreche da nicht von mal ein paar Tiere umsiedeln etc) müssten viel drastischere Maßnahmen erwogen werden. So leid es einem um jedes einzelne Tier tut...

VIele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
68 Beiträge · seit 201909. Feb. 2020 · #59
aos schrieb:Das Thema Trophäenjagd in Botswana ich wesentlich vielschichtiger als du es vielleicht wahrnimmst/wahrhaben willst. Nur so als Anstoß: die Jagd findet in Gebieten statt, wo es weder (nennenswerten) Fotosafaritourismus gibt bzw. geben wird (weil dafür ungeeignet). Die lokale Bevölkerung profitiert davon ungemein.
Ah, Danke für die Aufklärung. Das ist ja ein völlig neues Argument, von dem ich zuvor noch nie gehört habe ... 😎 Dann lege bitte mal Beweise vor: Wie viel Geld kommt bei den Communities vor Ort an. Wie viele Jobs werden da durch die Jagdindustrie geschaffen? Aber bitte keine Berechnungen oder "Studien" die die Jagdindustrie fabriziert hat, sondern ernsthafte wissenschaftliche Studien. Nun bin ich wirklich gespannt.

Liebe Grüße
Gast09. Feb. 2020 · #60
@ WTTC-Zahlen
https://africasustainableconservation.com/2019/03/30/botswana-the-real-tourism-figures/

Und n. b.: Die aus Preisen und Besucherzahlen hochgerechneten/geschätzten Umsätze im Hochpreissektor sagen gar nichts hinsichtlich des volkswirtschaftlichen Beitrags. Denn der Großteil des Umsatzes wird im Ausland (!!!!) gemacht, entlang der Buchungskette.
zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2020