Elefanten-Management Botswana

103 Antworten · 18,3k Aufrufe · gestartet 04. März 2019 von travelNAMIBIA
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1'166 Beiträge · seit 200809. Feb. 2020 · #61
Früher gab es zumindest Fleisch und ein paar Jobs für örtliche Tracker und eine "sichere" Ernte der Kleinbauern. In den letzten Jahren ohne Jagd nur zerstörte Felder, kein Fleisch und keine Trackerjobs. Für dich vielleicht alles peanuts für die lokale Bevölkerung aber existenziell.

Das soll's für mich zum Thema auch gewesen sein.

Viel gravierender als die paar Abschusslizenzen ist die geplante Schließung der Migrationsroute zwischen CKGR und KTP. Antilopen haben allerdings keine Lobby, daher keine internationale Empörung.

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
33 Beiträge · seit 201809. Feb. 2020 · #62
Hallo Axel,

gibt es bezüglich der geplanten Schließung der Migrationsroute irgendwelche Quellen?

LG
Bea
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Feb. 2020 · #63
Hi Bea,
gibt es bezüglich der geplanten Schließung der Migrationsroute irgendwelche Quellen?
dazu gab es hier sogar einen eigenen Thread, meine ich.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'984 Beiträge · seit 201609. Feb. 2020 · #64
@Christian
ich glaube du verwechselst das mit der Nxai Pan migration.

Zu den Gebieten zw. CKGR und KTP gibts jedoch einen mWn aufrechten Plan (vereinbart zw.BOTS und den UN)
welcher u.a. auf die Migrationsrouten eingeht und vorsieht, diese gar zu erweitern.
https://info.undp.org/docs/pdc/Documents/BWA/PRODOC.pdf

Gruß Gina
1'166 Beiträge · seit 200809. Feb. 2020 · #65
@dakdak
https://namibia-forum.ch/forum/34-diverses/297655-botswana-hebt-jagdverbot-auf.html?start=6#557248 oder
twitter.com/BWGovernment/status/1131586322756513792

Viele Grüße
Axel
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zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2020
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Feb. 2020 · #66
sorry, doppelt.
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zuletzt bearbeitet 09. Feb. 2020
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Feb. 2020 · #67
Hi Gina,

nein, es ging auch speziell um KTP. Ich meine es war kurz nachdem der neue botswanische Präsident an die Macht kam.

Siehe Links von aos.

Viele Grüße
Christian
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4'984 Beiträge · seit 201606. Aug. 2020 · #68
Ongoing elephant operation successful
In the first operation of its kind between the Department of Wildlife and National Parks and Limpopo Lipadi Private Game Reserve, 14 out of the targeted 20 bull elephants have been translocated to Makgadikgadi National Park and Nxai Pan National Park.

This was revealed in an interview Tuesday by principal wildlife warden Mr Thekiso Thekiso on the backdrop of an ongoing translocation operation of the elephants which commenced July 23.

Mr Thekiso said the translocation came as a result of consultation between the department and Limpopo limpadi Private Game Reserve management who were concerned about the degradation of vegetation in area caused by elephant overpopulation.

An agreement was reached between the two parties to translocate 20 bull elephants to Makgadikgadi National Park and Nxai Pan National Park.

He said the operation had gone smoothly since commencing due to the cooperation of all stakeholders. Mr Thekiso explained that conservation was the department’s ultimate objective hence the decision to translocate the elephants rather than having them slaughtered or hunted.

Further, he said there was an agreement in place between government and game farm owners to move animals to more conducive areas in case of high population increase.

The cost of the current operation was incurred by the game farm and business partners whereas the department monitored the safety of the animals by ensuring they were handled accordingly until they reached their designated destination, he said.

Mr Thekiso said the department was aware of human-wildlife conflict hence the translocation of the elephants to a place of safety where they would be monitored through means of collaring or markings on their tusks.

Stressing the importance of animals, he said if Botswana continued taking good care of its animals, it would impact positively on its tourism industry.

In a related interview, Dr Eric Verrynne of Vet & Agric Consultants said research was done prior to undertaking the operation. “It was a well-planned investigation before deciding where to take them,” said Dr Verrynne.

The private game reserve’s general manager, Mr Glen Macdonald said the aim was to ensure bio-diversity but it was unfortunate that there were now too many elephants in the area.

He explained that there were basic options of dealing with increased animal populations which included slaughtering or hunting but the ideal was translocation. He said some shareholders raised funds that were required to translocate the 20 bull elephants to a much wider location with good forage.

So far 14 bull elephants had already been translocated, he said. Mr Macdonald said the translocation would enable the reserve to increase diversity and protect all big trees in the area. Ends

Source : BOPA

Author : Barutwa Mogocha

Location : Selebi Phikwe

Event : Interview

Date : Aug 05 Wed,2020

Quelle: http://www.dailynews.gov.bw/news-details.php?nid=57590
Gruß Gina
4'984 Beiträge · seit 201610. Dez. 2020 · #69
Nationalrat Tagesordnung 10. Dez 2020

8.MR. K. NKAWANA, MP. (SELEBI PHIKWE EAST): To ask the Minister of Environment, Natural Resources Conservation and Tourism if she would consider increasing the hunting quota for elephants given their high numbers in Botswana.(119)

EXTENSION OF COMMUNAL AREAS INTO WILDLIFE MANAGEMENT AREAS
9. “That this Honourable House requests Government to extend communal areas into Wildlife Management Areas (WMAs) in Kgalagadi South by atleast 10 kilometres (km) and demarcate small farms to create land for youth and small farmers so as to expand the agricultural sector.”

Quelle: fb BWgovernment

Gruß Gina
54 Beiträge · seit 202012. Feb. 2021 · #70
Wenn es eine vermehrte Zahl an Human-Elephant-Conflicts gibt, wird das von einigen hier ja immer als Beweis gewertet, dass es mehr Elefanten gibt und das man die Zahl der Elefanten reduzieren muss. Dabei werden nur häufig Ursache und Wirkung verkehrt. In den letzten 15-20 Jahren ist die Bevölkerung in Botswana und Namibia laut offiziellen Angaben um 40-60% gewachsen. In Botswana von 1,6 Mio. auf 2,3 Mio. In Namibia von 1,8 auf 2,8 Mio. Überraschung: Dieses Mehr an Menschen braucht mehr Platz. Es nimmt sich diesen Platz. Häufig in klassischen Elefantengebieten, wie man anhand von Satfotos beweisen kann.

Für einige Satfotos, auf denen man das besonders gut sieht, fehlen mir die Veröffentlichtungsrechte, weshalb ich mich auf Google-Satfotos beschränke. Das hat den Vorteil, dass die dann auch jeder nachprüfen kann. Wegen der unterschiedlichen Farben, muss man aber teils genauer hinschauen. Das erste Foto ist jeweils aus dem Zeitraum 2001-2007. Das zweite Foto aus dem Zeitraum 2017-2020.

Kazungula (Botswana-Seite, Siedlung in den Chobe Forest gebaut)

kazungula1.jpg

kazungula2.jpg



Okavango-Panhandle bei Betsha

panhandle1.jpg

panhandle2.jpg



Kongola (Caprivi, Namibia)

kongola1.jpg

kongola2.jpg



Bagani/Mahango (Caprivi, Namibia)

bagani1.jpg

bagani2.jpg


Die Zahl der Felder in klassischen Elefantengebieten hat sich in den letzten 15-20 Jahren schätzungsweise verdoppelt. Wenn es immer mehr Menschen und Felder in Elefantengebieten gibt, dann gibt es immer Zusammenstöße zwischen Mensch und Elefant und dann räubern Elefanten immer häufiger die ersehnte Ernte. Und das ist dann ein Beleg für mehr Elefanten und die Elefanten sind schuld? Das verdreht einfach Ursache und Wirkung.

Natürlich ist es auch nicht die Lösung, nun die Menschen zu keulen oder zu vertreiben. Die sind nun mal da. Und sie haben nicht nur einen Anspruch auf ihr Leben sondern auf ein anständiges Leben ohne existenzielle Bedrohungen. Nur ist es dann eher keine Lösung und schon gar nicht eine ursächliche Lösung, zigtausende Elefanten zu keulen oder von Trophäenjägern niedermetzeln zu lassen.
1'677 Beiträge · seit 200712. Feb. 2021 · #71
"Natürlich ist es auch nicht die Lösung, nun die Menschen zu keulen oder zu vertreiben. Die sind nun mal da. Und sie haben nicht nur einen Anspruch auf ihr Leben sondern auf ein anständiges Leben ohne existenzielle Bedrohungen. Nur ist es dann eher keine Lösung und schon gar nicht eine ursächliche Lösung, zigtausende Elefanten zu keulen oder von Trophäenjägern niedermetzeln zu lassen. "

OK, was ist dann die Lösung?
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
16,9k Beiträge · seit 201212. Feb. 2021 · #72
pollux schrieb:"Natürlich ist es auch nicht die Lösung, nun die Menschen zu keulen oder zu vertreiben. Die sind nun mal da. Und sie haben nicht nur einen Anspruch auf ihr Leben sondern auf ein anständiges Leben ohne existenzielle Bedrohungen. Nur ist es dann eher keine Lösung und schon gar nicht eine ursächliche Lösung, zigtausende Elefanten zu keulen oder von Trophäenjägern niedermetzeln zu lassen. "

OK, was ist dann die Lösung?
Eine ordentliche Pandemie! 😕

LG
Logi
785 Beiträge · seit 200813. Feb. 2021 · #73
Hi Mammal,

ja, die Größe der landwirtschaftlichen Fläche in diesen Gebieten hat sich mit Sicherheit deutlich ausgeweitet, ich kann es anhand der Bilder jetzt schlecht schätzen aber es werden schon ein paar 100 Hektar oder vielleicht auch etwas mehr sein...

Im Vergleich zu den Zig Millionen Hektar völlig unberührter Buschfläche, die von den Elefanten bewohnt werden ist die Ausbreitung der Ackerfläche im Promillebereich und für mich überhaupt nicht nachvollziehbar dass dies der alleinige Grund für den gestiegenen Mensch/Tierkonflikt ist!

Wenn ich die ganze Geschichte mal mit unserem Umgang mit den hier ansässigen Wildtieren vergleiche und mal ein einfaches Beispiel aus der täglichen Praxis bringe:

Es gibt viele Wildschweine, der Schaden in den bewirtschafteten Flächen nimmt zu ( hier muss sogar der Jäger dann denn Landwirt entschädigen) der Abschuss wird erhöht, der Wildschaden geht auf ein erträgliches Maß zurück und keiner regt sich hier darüber auf!

Ist deshalb das Wildschwein bei uns in Deutschland vom Ausserben bedroht, klares NEIN!

Warum dies in Botswana dann mit den Elefanten anders sein sollte, verstehe ich einfach nicht!

Gruß

Markus
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200613. Feb. 2021 · #74
Warum dies in Botswana dann mit den Elefanten anders sein sollte, verstehe ich einfach nicht!
Ich auch nicht. Ich glaube das Problem setzt schon da ein, dass bezweifelt wird, dass es überhaupt so viele Elefanten gibt und deshalb diese (viel weniger) auch nicht so große Schäden anrichten und es folglich keinen Grund zu Umsiedlung, Tötung, Verlkauf etc gibt.

Beste Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2021
Gast13. Feb. 2021 · #75
maggus schrieb:Es gibt viele Wildschweine, der Schaden in den bewirtschafteten Flächen nimmt zu ( hier muss sogar der Jäger dann denn Landwirt entschädigen) der Abschuss wird erhöht, der Wildschaden geht auf ein erträgliches Maß zurück und keiner regt sich hier darüber auf! Ist deshalb das Wildschwein bei uns in Deutschland vom Ausserben bedroht, klares NEIN!
Hallo Markus, weil Wildschweine angesprochen, also OT, ein weiteres Beispiel aus der Praxis.
In VC-Zeiten war ich öfters an immer demselben Platz an der Provence-Küste. Ort am Meer und Anwesen im Hinterland werden dort immer wieder von Wildschweinrotten heimgesucht. Ihre Präsenz sieht man überall, wenn man dort durch die Eichenwälder wandert. Es ist Naturschutzgebiet und daher „im Prinzip“*) mit Jagdverbot belegt.
Diese Verwüstung durch die Wildschweine muss man ein Mal gesehen haben. Der Platz ist mehr touristisch, kaum Landwirtschaft. Jahrzehnte von Gartenaufbau und –pflege können in einer Nacht weg sein. Die Rotten laufen manchmal in der Nacht bis mitten in den Ort, graben alles um. Die Schäden an öffentlichen Grün- und Gartenanlagen sind enorm. Hunde und Menschen beeindrucken sie schon lange nicht mehr, weil sie nichts zu befürchten haben. Man kann sich daher nicht gegen die Viecher schützen, weil sie auf Abschreckung kaum reagieren. Ein effektiver Grundstückschutz ist äußerst aufwändig und teuer. Tiefe Betonfundamente, viel Stahl und davor ein Elektrozaun sind erforderlich. Nur sehr reiche Leute machen das. Gewöhnliche Zäune sind nutzlos. Ich habe nach nächtlichen Überfällen die Untergrabungsstellen im Zaun mit einem Wall aus großen Felsbrocken verbarrikadiert, mit Zwischen- und Auflagen aus Feigenkaktus. Darüber haben sie nächtens nur belustigt gegrunzt und kratzten sich wohlig Schnauze und Rücken.
*)Und weil das so ist, wurden sie neuerdings auch bejagt, Naturschutz hin oder her. Anders geht’s nicht, heute, Obelix ist leider nicht mehr 🙁
Grüße, Werner
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2021
Gast14. Feb. 2021 · #76
Hallo Mammal1, es ist doch evident und unbestritten, dass ständig und weltweit Naturlandschaftsflächen durch Besiedlung oder Nutzung durch Menschen verloren gehen*). Beweisen musst du das also nicht, aber die Satbilder sind jedenfalls interessante Dokumente dessen, danke für die Mühe.
Dass die sichtbaren FLÄCHENausweitungen nicht das eigentliche Problem sind, hat Markus schon gesagt. Der eigentliche Konflikt ist um Wasser, bzw. um die Bewässerung(sanlagen) und dass die Elefanten eben dann lieber das damit erzeugte gute Menschenfutter fressen als trockenes Gras oder dürre Mopaneäste und –blätter, wie von dir schon gesagt.
Auch wird niemand anzweifeln, dass unser Bevölkerungswachstum DAS Problem schlechthin ist. Egal wie sehr wir industrielle Prozesse verbessern und effizienter machen, wie sehr wir Ressourcen schonen oder einsparen, Konsum einschränken usw., bei einer Populationsverdoppelung alle 30 bis 50 Jahre geht sich das trotzdem nie aus. Andauernd exponentielles Bevölkerungswachstum in einem System mit endlichen Ressourcen, oder sogar schwindenden, kann sich langfristig nicht ausgehen und crasht irgendwann.
Das
https://www.youtube.com/watch?v=mx8mElzwF6g
gilt für die Menschen genauso wie für die Wildschweine und die Elefanten, für jede Art alleine betrachtet und erst recht, wenn sie dann noch in Wettbewerb treten. Auch wenn man drüber streiten kann, ob gerade schon jetzt ein Problem vorliegt, also der Meinung sein kann, dass jetzt überhaupt kein Problem vorliegt, muss/sollte man sich darüber Gedanken machen, ob das bei doppelt so Vielen auch so sein wird. Im Falle der Elefanten ist das, beim langjährigen Trend der letzten 50 Jahre im südlichen Afrika, dann alle 15 bis 20 Jahre. Die „natürliche Selbstregulierung“ ist nämlich eine Mär, für mich jedenfalls. Das wird dann besonders heikel, weil ihr Ressourcenverbrauch nämlich besonders groß ist, das spüren dann nicht nur Menschen, sondern auch andere Wildtiere.
Grüße
*) Das ist überhaupt ein Paradoxon im Tourismus und der Freizeitwirtschaft, weil diese nämlich weltweit besonders große Verbraucher und Zerstörer von Natur-(und Kulturlandschaft) sind. Der direkte Flächenverbrauch der unmittelbaren Nutzung ist dabei das kleinere Problem, die Infrastruktur und das Drumherum machen es aus. Stört aber in diesem Zusammenhang niemand. Die Änderungen im südlichen Afrika in den letzten 50 Jahren sind atemberaubend. Dagegen sind die paar Subsistenzbauern mehr im Panhandle wirklich nur peanuts
.....und Bagani war kein gutes Beispiel ...
zuletzt bearbeitet 14. Feb. 2021
572 Beiträge · seit 201315. Feb. 2021 · #77
travelNAMIBIA schrieb:
Warum dies in Botswana dann mit den Elefanten anders sein sollte, verstehe ich einfach nicht!
Ich auch nicht. Ich glaube das Problem setzt schon da ein, dass bezweifelt wird, dass es überhaupt so viele Elefanten gibt und deshalb diese (viel weniger) auch nicht so große Schäden anrichten und es folglich keinen Grund zu Umsiedlung, Tötung, Verlkauf etc gibt.

Beste Grüße
Christian
Es gibt halt, was die Elefanten angeht, sehr viele Experten. Die meisten davon haben ihre Ausbildung bei Facebook und Co gemacht, haben also ein unfassbares Wissen. Manche waren sogar schon einmal selbst für ein paar Tage im Elefantengebiet unterwegs, was soll man gegen solch geballte Fachkompetenz noch ausrichten?

LG Marcus
54 Beiträge · seit 202016. Feb. 2021 · #78
pollux schrieb:OK, was ist dann die Lösung?
Vereinfacher sind ja total populär. Und Vereinfacher haben immer den einen Grund und die eine Lösung für das Problem und werden von den Ahnungslosen dann als Heilsbringer gefeiert. Ich kann damit leider nicht diesen, denn die Welt ist komplex und Maßnahmen, die zu Verbesserungen führen, sind meisten auch komplex und divers. Man wird sich das einzeln angucken müssen. Das eine oder andere abgelegene Feld gibt man besser auf. Anderswo schafft man möglicherweise ein paar zusammenhängende Agrarflächen. Möglicherweise kommt man im Einzelfall auch zu dem Schluss, dass Gräben oder auch Zäune (solange sie ausreichend breite Migrationskorridore offen lassen) im Einzelfall das kleinere Übel sind, zumal neben Elefanten auch andere Pflanzenfresser Ernteschäden verursachen und nicht erwünscht sind.
54 Beiträge · seit 202016. Feb. 2021 · #79
maggus schrieb:Im Vergleich zu den Zig Millionen Hektar völlig unberührter Buschfläche, die von den Elefanten bewohnt werden ist die Ausbreitung der Ackerfläche im Promillebereich und für mich überhaupt nicht nachvollziehbar dass dies der alleinige Grund für den gestiegenen Mensch/Tierkonflikt ist!
Ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben soll, außer das das Lesen einiger Kommentare intellektuell wirklich Schmerzen bereitet. Deine Argumentation ist: Es ist doch völlig egal ob in Okaukuejo jetzt doppelt so viele Touris aufeinander hocken und sich potentiell gegenseitig mit Corona infizieren. Okaukuejo macht doch nicht mal 1 Promille der Fläche des Etosha Nationalparks aus. Es ist nur völlig irrelevant, wie groß oder klein der Etosha Nationalpark ist. Einzig die Zahl der potentiellen Kontakte ist relevant.

Und genau so ist es bei den Elefanten: Es kommt doch nicht darauf an, auf wie vielen Quadratkilometern im Inneren von Nationalparks es keine Human-Elephants-Conflicts gibt, weil es da auch gar keine Siedlungen, Felder und Menschen gibt. Es kommt doch nur auf die Anzahl der Konflikte an. Und wenn sich an den Rändern die Zahl der Felder in Elefantengebieten verdoppelt hat, dann hat sich die Zahl der Felder verdoppelt, auf denen es zu Human-Elephants-Conflicts kommen kann. Es ist dann zu erwarten dass die Anzahl an Konflikten selbst bei gleich bleibender Elefantenzahl steigt. (Womit ich nicht erneut eine Diskussion aufmachen möchte, ob die Elefantenzahl nun steigt, sinkt oder stagniert. Wissenschaftliche zahlen wie von GEC werden hier ja ohnehin nicht anerkannt).
54 Beiträge · seit 202016. Feb. 2021 · #80
Maecs schrieb:Es gibt halt, was die Elefanten angeht, sehr viele Experten. Die meisten davon haben ihre Ausbildung bei Facebook und Co gemacht, haben also ein unfassbares Wissen. Manche waren sogar schon einmal selbst für ein paar Tage im Elefantengebiet unterwegs, was soll man gegen solch geballte Fachkompetenz noch ausrichten?
Du hast den intellektuell und argumentativ beeindruckendsten Kommentar in diesem Thread abgegeben. Zu dieser Leistung möchte ich Dich beglückwünschen!