7 Wochen in der Regenzeit !? (Nam/BOT 2018/2019)

Reisebericht 375 Antworten · 88,6k Aufrufe · gestartet 14. Feb. 2019 von Topobär
2'779 Beiträge · seit 200718. Feb. 2019 · #21
Hallo Thomas, eigentlich hätte ich schon ein zwei Fragen auf Grund deiner Tabelle...aber ich möchte nicht die Schuld an irgendwelchen Verzögerungen tragen und warte darum lieber auf einen besseren Zeitpunkt 🤩 und bin wie das allgemeine Publikum auf euren Bericht gespannt!
Gruss Leona
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200918. Feb. 2019 · #22
Prolog / Anreise / 1.Tag (Fr. 21.12.2018)
Hannover – Johannesburg – Mountain Sanctuary Park
127km mit dem Auto


Tag1Karte.jpg

Tag1Satellit.jpg


Packen am Limit. Erstmals haben wir das Gepäcklimit bis zum letzten Gramm und zum Teil sogar ein wenig darüber ausgenutzt. Die beiden Dufflebags haben exakt 23kg, beim Handgepäck ist mein Rucksack mit 10kg sogar etwas schwerer als erlaubt. Dazu hat jeder von uns beiden noch eine separate Fototasche. Wir wären sicherlich auch mit weniger Gepäck ausgekommen, hatten uns aber fest vorgenommen, im Urlaub keine Zeit mit Wäsche waschen zu vergeuden. Da wir die meiste Zeit nur T-Shirt und kurze Hose tragen werden, sollte sich das ausgehen.

Da wir nicht weit vom Flughafen entfernt wohnen, fährt Kathrin am Mittwoch zum Vorabend-CheckIn, gibt bereits das Gepäck auf und nimmt unsere Bordkarten in empfang. Dadurch ist es uns möglich, den Abreisetag noch als regulären Arbeitstag zu nutzen und direkt aus dem Büro zum Flughafen zu fahren. So leidenschaftlich gern, wie wir Reisen, ist jeder Urlaubstag kostbar und da sind solche Optimierungen für uns von großer Bedeutung.

Der Zubringerflug aus Hannover ist pünktlich, aber in Frankfurt gibt es Probleme, da die Maschine überbucht ist. Das betrifft uns nicht persönlich, da wir unsere Bordkarten ja bereits haben, aber der Abflug verzögert sich um eine Stunde, da es seine Zeit braucht, bis es genügend Freiwillige gibt, die bereit sind gegen ein Entgelt erst am nächsten Tag zu fliegen.

Auf dem Flug habe ich dann Probleme mit der Frau auf dem Sitz vor mir (und sie aus Ihrer Sicht sicherlich mit mir). Sie jammert und beschwert sich jedes Mal, wenn ich mit meinen Knien an Ihre Rückenlehne komme, dass ich Ihr Schmerzen bereiten würde. Aber was soll ich bitte sehr machen? Bei 1,96m Körpergröße lässt es sich nicht vermeiden, dass ich mit dem Knie hin und wieder an die Rückenlehne komme. Das man damit jemanden Schmerzen bereitet, kann ich aber beim besten Willen nicht nachvollziehen, es sei denn, es besteht eine erhebliche medizinische Indikation. Dann darf man aber nicht Economy fliegen, denn da gehört es dazu, mal einen Knuff vom Hintermann zu bekommen. Jedenfalls schlafe ich auch nicht besonders gut.

Mit etwas Verspätung landen wir in Johannesburg. Die Immigration geht zügig, das Gepäck kommt auch schnell und unser Abholer von Bushlore ist auch schon da. Kathrin kauft noch schnell eine lokale SIM-Card und zieht Bargeld und dann machen wir uns auf den Weg zum Autovermieter.

Bei der Fahrzeugübernahme haben Kathrin und ich die Aufgaben diesmal klar aufgeteilt. Kathrin kümmert sich um den Papierkram, die Unterkunftsbuchungen und das Satphone. Ich kümmere mich derweil um den Wagen. Trotzdem dauert es wieder 2h, bis wir vom Hof rollen.

Wir hatten uns diesmal wieder für einen LandCruiser Bushcamper entschieden, da er für unsere Reise einige sehr hilfreiche Features zu bieten hatte.

- 2.Kühlschrank, den wir als Freezer nutzen werden.
- 270° Markise - schützt vor Sonne und Regen
- Außendusche fürs Wildcampen bzw. Campsites ohne Ausstattung
- Winch für mögliche Schlammschlachten
- Innenraum für Starkregen

Dazu natürlich die 40 Jahre alte, bewährte LKW-Technik des LandCruisers. Der Wagen macht einen sehr guten Eindruck. Er hat noch nicht ganz 18.000km auf der Uhr, ist also gerade einmal eingefahren. Die Besohlung besteht aus 6 fabrikneuen hochwertigen Geländereifen. Die Ausrüstung ist wie gewohnt umfangreich und hochwertig.

Im Vorfeld hatte ich ein wenig Sorgen, wie es mit dem Platzangebot in der Fahrerkabine aussieht, da es sich beim LandCruiser Buschcamper um einen SingleCab handelt. Die Bedenken waren unbegründet. Selbst bei meiner Größe ist die Beinfreiheit vollkommen ausreichend. Zwischen den Sitzen gibt es genug Platz um dort das Fernglas, die beiden Fotoapparate und noch diversen Kleinkram zu lagern. Überschüssige Klamotten passen noch gut hinter die Sitze und dann gibt es ja noch das große in die Rückwand eingelassene Ablagefach auf Kopfhöhe. Da passt jede Menge rein. Im Laufe der Zeit wird das Fach allerdings auch zum schwarzen Loch, in dem alles verschwindet und sich nur sehr mühselig wiederfinden lässt.

Nachdem wir endlich unterwegs sind, gilt es erst einmal ein wenig Strecke zu machen. Den Großeinkauf haben wir erst kurz vor unserem heutigen Tagesziel geplant. Wenn man von Johannesburg in nördliche Richtung aufbrechen will, muss man immer durch das Nadelöhr Pretoria. Da gibt es bis heute keine Umgehungsstraße und man muss einmal durch die Stadt. Da stehen wir dann auch gleich einmal im Stau. Auf der N4 kommen wir dann zügig voran und verlassen diese in Mooinooi, wo ich mir den Superspar für unseren Großeinkauf ausgesucht habe.

Der Einkauf wird dann auch wirklich groß, denn wir stehen mit 3 vollen Einkaufswagen an der Kasse. Das Kassieren dauert dann natürlich und wir haben reichlich Zeit und viel Spaß mit den netten Verkäuferinnen an der Kasse. Die sind sehr interessiert einige deutsche Floskeln zu lernen. Besonders viele Spaß bereitet Ihnen das Wort „Tschüß“, da Sie Umlaute überhaupt nicht kennen. Aus dem Liqour Shop kommt dann noch ein weiterer Einkaufswagen mit Getränken hinzu. Das Ganze verstauen wir nur provisorisch, denn von hier aus ist es nicht mehr weit zu unserem Tagesziel.

Der Zeltplatz im Park liegt am Hang in den Magaliesbergen. Scheint ein beliebtes Ausflugsgebiet für die Feiertage zu sein, denn er ist bis zum letzten Platz belegt. Die Plätze liegen auch recht dicht beieinander, trotzdem ist es ruhig. Gutes und sehr sauberes Waschhaus.

Campsite.jpg


Auf dem Platz ist dann erst einmal die Einrichtung des Wagens zu bewerkstelligen. Rund 2 Stunden sind wir beschäftigt unsere Einkäufe und einen großen Teil unseres persönlichen Gepäcks zu verstauen. Glücklicherweise ist der Stauraum im Aufbau riesig und man bekommt alles gut unter.

003Autoeinräumen.jpg


Danach wandert dann noch schnell eine Boerewoorst auf den Grill und der Salat dazu ist ebenfalls rasch zubereitet. Kaum mit dem Essen fertig, zieht es uns ins Oberdeck, denn inzwischen sind wir doch ganz schön platt.

Gute Nacht.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 25. Feb. 2019
2'097 Beiträge · seit 200618. Feb. 2019 · #23
Hallo Thomas,

nun seid ihr auch unterwegs. Wie schön!
Besonders interessant finde ich deine Beschreibung des Bushcampers. Im Prinzip ist er ja recht ähnlich ausgestattet wie der von Savanna. Aber wie ihr wäre ich sehr skeptisch, weil es ein SingleCab ist. Meine Befürchtung wäre auch, dass im Fahrerraum nicht genügend Platz für die große Kamera und den sonstigen Kram ist, den wir während der Fahrt dort haben.
Dafür ist der Aufbau sicherlich ein Stückchen länger und damit größer.

Bin schon gespannt, wie es weitergeht.

Viele Grüße
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
2'085 Beiträge · seit 201219. Feb. 2019 · #24
Hallo Topobär,
wie gut, dass ihr so viel eingekauft habt - ich komme natürlich auch noch mit!
Wir hatten mit einer ähnlichen Tour für 2020 geliebäugelt, inzwischen sieht es aber so aus, dass wir leider splitten müssen und eher mehrmals für kürzere Abschnitte losziehen werden. Umso gespannter bin ich darauf, mit euch die große Runde am Stück zu bereisen.

Eure Bushlore -Vorliebe teilen wir ebenso und sind ebenfalls sehr begeistert vom Landcruiser Bushcamper. Ein Mal hatten wir noch die Version ohne Zwischenwand hinter den Sitzen, wo man im Zweifel auch mal innerhalb des Fahrzeugs nach hinten durch konnte. Habt ihr eine Idee, warum das geändert wurde?

Wenn ihr dann mal ausgeschlafen habt, kann es gerne weitergehen in den KTP 😎
Freu-mich-Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
794 Beiträge · seit 201319. Feb. 2019 · #25
Bin auch euren Bericht gespannt, da wir im Januar einen Teil eurer Tour gefahren sind - Kalahari u.ä...

Eine andere Frage, du schriebst "Kathrin kauft noch schnell eine lokale SIM-Card..." Ist das in Südafrika wieder einfacher? Also ohne Pass, proof of address, Registrierung etc.?

Danke & beste Grüße
Andre
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200919. Feb. 2019 · #26
@Uwe:
Leider habe ich die Fahrerkabine nicht von innen fotografiert. Für uns war der Platz aber vollkommen ausreichend. Wir werden den Bushcamper auf jeden Fall wieder nehmen.

@Ingrid:
Ich kenne auch das von Dir beschriebene Bushcamper-Modell. Wir hatten es vor 4 Jahren. Die Umstellung beim Bushcamper hatte nachvollziehbare ökonomische Gründe. Das alte Modell war ein aufgeschnittenes Station-Modell mit fest eingebauter Einrichtung. Dieses Modell war nach Ausmusterung bei Bushlore quasi unverkäuflich. Beim jetzigen Modell wird einfach der AluCab-Aufbau von der Pritsche genommen und man hat einen sehr gut verkäuflichen Pickup. Außerdem hat das jetzige Modell auch einige Verbesserungen zu bieten, wie z.B. 2.Kühlschrank, größere Wassertanks, 270°Markise und breiteres Bett. Zu meiner Überraschung war auch mehr Platz auf dem Fahrersitz.

@Andre:
Der Kauf der SIM-Card im Flughafen war sehr einfach. Reisepass vorlegen - zahlen - fertig.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'085 Beiträge · seit 201219. Feb. 2019 · #27
... danke für die Hintergrund-Info! Wir konnten uns einfach nicht erklären, warum das verändert wurde, aber so ist das natürlich nachvollziehbar.
Außerdem hat das jetzige Modell auch einige Verbesserungen zu bieten, wie z.B. 2.Kühlschrank, größere Wassertanks, 270°Markise und breiteres Bett.
Auch da stimme ich dir völlig zu - wir hatten das neuere Modell inzwischen auch schon und waren speziell im Kaokoveld sehrsehr froh um den 2. Kühlschrank.
Nochmals Grüße Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200919. Feb. 2019 · #29
Hallo Konni,

schön dass Du auch dabei bist. Das Problem bei einer Spotterliste ist leider, dass sich die Tiere nicht unbedingt zeigen, nur weil man Sie auf diese Liste gesetzt hat.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'516 Beiträge · seit 200919. Feb. 2019 · #30
Hallo Thomas,

ich werde euren Bericht interessiert verfolgen. Leider haben wir uns ja nicht getroffen, ihr wart rund eine Woche vor uns im Caprivi und in Botswana.
Den Part mit der neuen Kamera könnte ich exakt so übernehmen, eins-zu-eins. Nur war unsere Liste deutlich vogellastiger, eigentlich bestand sie nur aus Vögeln- und Schlangen. 😗

Viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2019
2'097 Beiträge · seit 200619. Feb. 2019 · #31
Das Problem bei einer Spotterliste ist leider, dass sich die Tiere nicht unbedingt zeigen, nur weil man Sie auf diese Liste gesetzt hat.
Wie jetzt!? Das geht so gar nicht? Finde ich aber unfair. Da hat man sich schon extra die Mühe mit der Liste gemacht, und dann sieht man die Viecher gar nicht? Wofür bezahlt man denn dann so viel Geld für den Urlaub? Würde ich reklamieren.

Viele Grüße
Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
89 Beiträge · seit 201619. Feb. 2019 · #32
Salve Thomas,

auch ich bin gespannt, welche Tierchen sich haben blicken lassen. 😎

Wir waren über den Jahreswechsel in Down Under mit einem single cab Hilux unterwegs. Da wir eine ähnliche Fotoausrüstung wie Ruth und Uwe mitführen, muss ich sagen, dass es ein reiner Krampf war. Mit kleinen Objektiven und/oder nur einer Kamera mag es gehen, aber für die dicken Teleobjektive ist es von grossem Vorteil eine ordentliche Ablage hinter den Sitzen zu haben.

Viele Grüsse
earl
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200920. Feb. 2019 · #33
fotomatte schrieb:Den Part mit der neuen Kamera könnte ich exakt so übernehmen, eins-zu-eins.
Hallo Matthias,

hast Du Dir auch die Sony RX10iv gegönnt?

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'516 Beiträge · seit 200920. Feb. 2019 · #34
Hi Thomas,

genau diese ist´s geworden, die pics schlummern noch in der Kamera, die müssen erst noch aufn Kompi, um abschliessend was sagen zu können, aber was ich so aufm Display sehen kann, gibt Grund zur Freude. 😎

Gruß, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
1'651 Beiträge · seit 201420. Feb. 2019 · #35
Hallo Thomas,

bei Eurem Reisebericht bin ich auch dabei.

Ganz besonders freue ich mich auf Eure Tour nach Sandwich Harbour, dort wollen wir auch noch einmal hin.
Allerdings wird es bei uns eher eine geführte Tour. Am Meer entlang zu fahren, traue ich mir nicht zu.

Viele Grüße
Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
2'779 Beiträge · seit 200720. Feb. 2019 · #36
Wir hatten uns diesmal wieder für einen LandCruiser Bushcamper entschieden, da er für unsere Reise einige sehr hilfreiche Features zu bieten hatte.

- 2.Kühlschrank, den wir als Freezer nutzen werden.
Mit diesem feature wären uns schon soooooo viele Probleme erspart geblieben. Rückblickend waren es eigentlich immer Probleme mit den Kühlschränken die uns wertvolle Stunden oder sogar ganze Reisetage kosteten. Wen man tagelang autark unterwegs sein will MUSS die Kühlung der Nahrungsmittel 100% gewährleistet sein, sonst macht es mir keinen Spass, ohne Fleisch auf dem Feuer, ohne Milchprodukte ohne frisches Gemüse und Früchte...ohne kühlen Weisswein....

Bravo Bushlore, super! 10 x besser zwei kleine Kühlschränke als nur einen grossen!
Gruss Leona
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200920. Feb. 2019 · #37
2.Tag (Sa. 22.12.2018)
Mountain Sanctuary Park – Kuruman
476km


Tag2Karte.jpg

Tag2Satellit.jpg


Verschlafen! Aber das war bei dem wenigen Schlaf in den vorherigen Nächten wohl auch nicht zu erwarten. In Afrika wollen wir eigentlich immer mit Beginn der Dämmerung aufstehen, aber heute werden wir erst wach, als die Sonne schon fast aufgegangen ist. Das muss noch besser werden. Wir haben beide aber auch sehr gut geschlafen. Das Bett ist breiter als beim Vorgänger-Modell. Eine echte Verbesserung.

Da wir uns trotzdem beim Frühstück nicht hetzen wollen, brechen wir erst um 8:30Uhr zu unserer kleinen Wanderung durch den Park auf. Wir machen eine Rundtour, welche uns zunächst zu einer kleinen Quelle und dann zu den Westpools führt. Bis zur Quelle führt ein deutlicher Pfad, aber die weitere Strecke zu den Westpools ist weglos und in dem Felsenlabyrinth ist ein guter Orientierungssinn gefragt. Glücklicherweise weht eine frische Brise, so dass die Temperaturen trotz unseres verspäteten Aufbruchs sehr angenehm für eine Wanderung sind.

004FelsenundSee.jpg

005Wasserspiegelungen.jpg

006Felstürme.jpg

007Felsenmeer.jpg

008Felsbastion.jpg

009KathrinindenFelsen.jpg

010Kullerkopf.jpg


An den Westpools gibt es klasse Badestellen und wir ärgern uns, dass wir keine Badesachen dabei haben. Da schon einige Familien hier sind, können wir auch nicht einfach so ins Wasser springen.

Nach 2 Stunden sind wir zurück auf der Campsite. Das war ein schöner Urlaubsbeginn, aber jetzt liegen erst einmal viele Asphaltkilometer vor uns. Es gilt Strecke zu machen, damit wir morgen bis in den KTP kommen. Für solche öden Strecken habe ich diesmal extra eine Playlist auf dem Handy und ein AUX-Kabel mitgenommen, so dass für gute Musik gesorgt ist. Einer der ersten Songs ist 36° von 2Raumwohnung, was bei den inzwischen herrschenden Temperaturen perfekt passt.

Sowie wir die Magaliesberge verlassen, geht es nur noch durch langweiliges plattes Agrarland mit dem Charme der Magdeburger Börde. Die wenigen Ortschaften kündigen sich schon von weiten durch große Getreidesilos an, denn dass sind hier die einzigen auffälligen Landmarken. Je weiter wir nach Westen kommen, umso trockener wird die Landschaft und die Äcker werden immer häufige durch Weiden ersetzt.

Es weht die ganze Zeit ein starker Westwind. Da unser Wagen sehr schwach motorisiert ist und die Windschnittigkeit eines Scheunentores hat, kommen wir kaum über 100km/h. Der Himmel zeigt sich die meiste Zeit locker bewölkt. Zwischendurch fallen einige wenige Regentropfen.

Um 17:30Uhr kommen wir in der Red Sands Country Lodge an. Wir hatten nicht reserviert. Trotzdem ist es kein Problem, einen Platz zu bekommen. Der Name der Lodge ist Programm, denn der starke Wind wirbelt reichlich roten Sand auf. Die Campsite ist nicht sehr gemütlich, aber dafür sehr gut ausgestattet. Wir haben für uns ein eigenes verschließbares Waschhaus, welches keinen Vergleich mit einem Badezimmer in einer Mittelklasse Lodge zu scheuen braucht.

011CampsiteRedSandsCountryLodge.jpg


Auf der Campsite stelle ich fest, dass ich es irgendwie geschafft habe, einen meiner Crocs zu verlieren. Muss bei einem der Zwischenstopps aus der Autotür gefallen sein. Glücklicherweise habe ich auf dieser Reise erstmals ein zweites Paar Crocs dabei, denn ansonsten hätte die Lebensqualität auf dieser Reise schon gelitten. Die Crocs waren nämlich während der Reise das einzige Schuhwerk welches ich getragen habe. Wenn möglich war ich sogar barfuß unterwegs.

Abends wurde nicht gegrillt oder gekocht, sondern das Restaurant der Lodge besucht. Es gab deftige ländliche Hausmannskost, was wir sehr zu schätzen wussten.

Durch die Campingplatzbeleuchtung und den Vollmond war es sehr hell, was mich nicht so gut schlafen lies.

Morgen wird es dann im KTP die ersten Tiere geben.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2019
1'835 Beiträge · seit 201521. Feb. 2019 · #38
Hallo ihr beiden,
Noch zur Sichtungsliste: es kommt mir ein wenig ungerecht vor. Du bist doch der Hauptfahrer, nicht? Und wie kannst du als Fahrer mit den Sichtungen von Kathrin als Beifahrerin überhaupt mithalten? Da hat deine Frau doch schon einen riesigen Vorteil?
In meiner Abschätzung hat sie schon gewonnen, oder vielleicht doch nicht?
Die Spannung steigt und wir werden sicher bis auf die letzte Seite warten müssen bis du den Gewinner frei gibst, nicht?
Noch zu meinem „Problem“. Habt ihr eigentlich von eurer Kenya Reise auch einen RB geschrieben? Ich beschäftige mich gerade mit einem Reiseplan dorthin und mein Mann ist so um 60% mit dabei. Also von null bis 60 ist doch schon etwas und in die gewünschte Richtung....nur noch 40 % mehr über ein Jahr...
Danke fürs Teilen und Zeigen,
Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
3'383 Beiträge · seit 200921. Feb. 2019 · #40
Hallo Topobär´s,

bei Euren Eingangszeilen sind mir zwei Dinge ins Auge "gesprungen":
- So leidenschaftlich gern, wie wir Reisen, ist jeder Urlaubstag kostbar und da sind solche Optimierungen für uns von großer Bedeutung.
Ein wahres Wort, das auch auf uns voll und ganz umfänglich zutrifft. Ostern, der 01.Mai usw. usw., wenn man es ein klein wenig schlau anfängt, kann man ganz schön Urlaubstage sparen.

dann schreibst Du:
Auf dem Flug habe ich dann Probleme mit der Frau auf dem Sitz vor mir (und sie aus Ihrer Sicht sicherlich mit mir). Sie jammert und beschwert sich jedes Mal, wenn ich mit meinen Knien an Ihre Rückenlehne komme, dass ich Ihr Schmerzen bereiten würde. Aber was soll ich bitte sehr machen? Bei 1,96m Körpergröße lässt es sich nicht vermeiden, dass ich mit dem Knie hin und wieder an die Rückenlehne komme.
Ja was soll man da machen? Am Besten, Ihr nehmt das nächste mal die Liegeplätze in der vorderen Flugzeugabteilung ein, dann ist das Problem gelöst. 🤢 🤩
Aber Spaß bei Seite: ich hatte auch mal eine Dame vor mir mit dem selben Problem. Es lässt sich in der Holzklasse einfach nicht vermeiden. Und diese Frau war arg missmutig!

Schöne Tour seid Ihr wieder gefahren, nur bringen´s wir trotz noch so ausgetüftelter Urlaubsplanung nicht hin, 7 Wochen am Stück zu verreisen. 😉 😉 😉

Herzliche Grüße
der bayern schorsch
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch