Raubüberfall

511 Antworten · 116k Aufrufe · gestartet 03. Dez. 2018 von GinaChris
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1'450 Beiträge · seit 200619. Juni 2019 · #201
Sorry, aber mit derselben Begründung könntest Du sagen:
"""In Deutschland gibt es keine Verkehrsunfälle, wenn man nur vernünftig fährt. Ich fahre seit vielen Jahren und hatte noch nie einen Unfall. Also alles nur Panikmache".

Merkst Du was??????
873 Beiträge · seit 201619. Juni 2019 · #202
Hallo mike,
Danke für die Meldung. Die Diskussion hatten wir hier schon zigmal. Einerseits wird argumentiert, dass man so etwas doch nicht totschweigen dürfe und die Meldungen über Raubüberfälle etc. auch eine 'erzieherische' Wirkung auf zukünftige Urlauber habe, die dann eben entsprechend vorsichtiger sind.
Du hast aber völlig recht. Wenn aber von drei Überfällen im Monat hier zu zwei ein Posting auftaucht, aber gleichzeitig die unbehelligten 9.997 Urlauber NICHT schreiben, dass Ihnen nichts passiert ist, entsteht ein extrem schiefes Bild (Zahlenverhältnis als Beispiel von mir willkürlich gewählt, nicht damit mir jetzt gleich wieder Verharmlosung vorgeworfen wird).

Stell Dir mal was Vergleichbares in einem anderen Urlaubsforum vor. Da würden allein die Diebstähle an der spanischen Treppe in Rom oder die Schlägereien am Ballermann täglich mehrere Dutzend Postings bekommen. Es ist also fast schon fast beruhigend, wie wenig vergleichbare Meldungen hier kommen.

Die Situation ist aber leider in der sonstigen medialen Welt auch nicht anders: Jeder Flugzeugabsturz ist eine Meldung, am gleichen Tag 500.000 sicher gelandete Fluggäste selbstverständlich nicht.
Und irgendwie befriedigt es ja auch die voyeuristische Ader des Schreibers und der Leser.

Christoph
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zuletzt bearbeitet 19. Juni 2019
548 Beiträge · seit 201619. Juni 2019 · #203
mike57 schrieb:Liebe alle,
also das liest sich hier wie ein Kriminalroman und man vergisst die Kriminalität im eigenen Land.
LG M+
Hallo Mike, du magst sicherlich Recht haben, aber das ist ja ein Namibiaforum und kein Deutschlandforum. Wenn du z.B. in einem der USA Foren (oder ein x beliebiges anderes Land) unterwegs bist, dann wird dort auch die Kriminalität vorort erörtert und ein Vergleich mit Afrika z.B. wäre deplatziert.
Wenn ich vorhabe in ein bestimmtes Land zu reisen, dann interessiert mich die Kriminalitätsstatistik eines anderen Landes nicht die Bohne.
Und ich denke die meisten Reisenden hier sind durchaus in der Lage die Vorfälle einzuschätzen bzw. differenziert zu betrachten.
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
2'462 Beiträge · seit 200619. Juni 2019 · #204
mike57 schrieb:
Also kurz zusammengefasst: Vernünftig bekleidet und ohne große Touristenaufmachung ist das Land zumindest im Vergleich zu großen Teilen Afrikas sehr sicher. ZA - Nummerschilder oder Aufkleber sind manchmal hilfreich.
LG M+
Hallo,
zunächst freut es mich, dass Ihr offenbar eine schöne und sichere Reise hattet. Allerdings wüsste ich ganz gern mit welchen großen Teilen Afrikas Du Namibia hier vergleichst. Bezogen auf die Bevölkerungsdichte finde ich nicht, dass es sich um ein besonders sicheres Land handelt. Raub auf offener Straße und Einbruch in Unterkünfte hört man aus vergleichbar dünn besiedelten Ländern des südlichen oder zentralen Afrikas meines Wissens weniger.
Hinweise auf vernünftige Kleidung usw. helfen auch nur bedingt. Manchmal ist man auch einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Ich reise nun ohne Schmuck, Strohhut und Handtäschen, bin aber auch schon ausgeraubt worden. Vielleicht lag es daran, dass ich meine Kleidung täglich wechsle 😐

Noch eine Anmerkung zu "vergisst man die Kriminalität im eigenen Land": bitte vergleiche mal Windhoek mit einer entsprechend ähnlich großen Stadt... vielleicht Hannover, das kenne ich ganz gut. Wüsste jetzt nicht, dass dort regelmäßig Touristen überfallen werden.

Selbstverständlich kommen viele Touristen unbeschadet nach Hause zurück, aber anderen zu raten, sie sollen sich nur anders kleiden und SA-Aufkleber auf ihr Auto pappen, ist ein bißchen kurz gesprungen.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1'450 Beiträge · seit 200619. Juni 2019 · #205
Yoda911 schrieb:

Stell Dir mal was Vergleichbares in einem anderen Urlaubsforum vor. Da würden allein die Diebstähle an der spanischen Treppe in Rom oder die Schlägereien am Ballermann täglich mehrere Dutzend Postings bekommen. Es ist also fast schon fast beruhigend, wie wenig vergleichbare Meldungen hier kommen.

Du willst jetzt tatsächlich einen Diebstahl oder eine Schlägerei, wo auch immer, mit einem Raubüberfall vergleichen?!?!?!

Puuuuuuh, das ist schwer zu verdauen.
873 Beiträge · seit 201619. Juni 2019 · #206
beate schrieb:"In Deutschland gibt es keine Verkehrsunfälle, wenn man nur vernünftig fährt."
ist genau NICHT vergleichbar.

"In Deutschland wird Dir mit seeehr großer Wahrscheinlichkeit KEIN Verkehrsunfall passieren, wenn Du vernünftig fährst." ist von Mike gemeint und ist richtig.
Es gab 2018 ca. 2,5 Mio Unfälle auf deutschen Straßen bei über 60 Mio. zugelassenen Auto: Wenn jedes Auto täglich zwei Fahrten macht, passiert also ein Unfall bei 17.500 Fahrten, also alle 24 Jahre. Wenn man jetzt noch das 'vernünfig fahren' mit einbezieht, also alle Fahrten unter Alkohol und Drogen, alle 'Alleinunfälle' wegen überhöhter Geschwindigkeit etc. 'rausnimmt, passiert einem bei 'vernünftiger' Fahrweise vielleicht alle 100 Jahre ein Unfall (vielleicht aber auch gerade morgen).
Es bleibt weiter sehr richtig, für eine vernünftige Fahrweise zu werben, aber es ist auch richtig, niemandem Angst zu machen, dass er lieber nicht Auto fahren sollte, weil ihm unweigerlich früher oder später ein Unfall passieren wird.

Genauso ist es weiter sehr richtig, in Namibia mit Geldbeutel/teurer Kameraausrüstung etc. je nach Umgebung unauffällig umzugehen, aber es ist Panikmache, dass jeder Namibiaurlauber früher oder später mit einem Überfall zu rechnen hat und es ist völlig legitim, zu berichten, das einem NICHTS passiert ist. Das ist keine Verharmlosung sondern die statistisch überwältigende Mehrheit der Fälle.
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873 Beiträge · seit 201619. Juni 2019 · #207
Du willst jetzt tatsächlich einen Diebstahl oder eine Schlägerei, wo auch immer, mit einem Raubüberfall vergleichen?!?!?!
Und Du willst mich möglicherweise extra falsch verstehen. Es ging mir um das Verhältnis bei der Berichterstattung zwischen Vorkommnis und Nicht-Vorkommnis, nicht um den Vergleich der Schwere der Taten.

Drei Kollegen am Montag erzählen, dass sie am Wochenende in Ihrem Garten von Mücken geplagt waren. 97 andere Kollegen erzählen NICHT, dass sie NICHT gestochen wurden. Ein außenstehender Beobachter, der einfach nur die Zahl der Berichte zu Mücken vergleicht, gewinnt also den Eindruck, dass es anscheinend eine üble Mückenplage gibt.

(Und jetzt habe ich NICHT Raubüberfälle mit Mückenstichen verglichen, sondern die Berichte darüber.)

Christoph
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2'462 Beiträge · seit 200619. Juni 2019 · #208
Um beim Mückenbeispiel zu bleiben: es ist nicht entscheidend, ob die Kollegen darüber berichten, sondern wie wahrscheinlich es ist, von Mücken in dieser Gartenanlage gestochen zu werden. Und da gibt es dann Statistiken, die Dir sagen können, dass manche Gartenanlage ein höheres Risiko als andere aufweisen, dass Du gestochen wirst, ganz unabhängig davon, ob Du dort noch nie gestochen wurdest 😗
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1'095 Beiträge · seit 200919. Juni 2019 · #209
Ich frage mich gerade woher diese Beissreflexe kommen.

Was ist daran ein Problem, Dinge zu benennen? Wir waren knapp 2 Monate in NAM unterwegs ohne überfallen worden zu sein und dennoch haben sich in unserem "Umfeld" Überfälle ereignet, die einen Schaden von +/- 20.000 EUR verursacht haben.

Ich habe mich nicht unsicher gefühlt und dennoch hatten wir Vorkehrungen getroffen.

Namibia ist nach unserer Beobachtung hinter Südafrika das unsicherste Land im südlichen Afrika. Warum das so ist entzieht sich meiner Kenntnis. An Armut kann es nicht liegen, denn dann müsste man in ZIM am gefährdetsten sein - das Gegenteil ist der Fall.
Es muss also andere Ursachen haben.

Namibia hat einen grossen Nachteil: Es ist ein Land der Selbstfahrer und jeder Depp weiss, das ein Selbstfahrer seine Wertgegenstände bei sich im Auto trägt - insofern scheint die Verlockung gross zu sein. Zudem ist es perfekt für Einsteiger geeignet. Beide Faktoren können eine Rolle spielen - ich weiss es wie gesagt nicht.

Schallplattenartig Ereignisse zu negieren nützt in dem Fall imho niemandem: weder dem Reiseland, noch dem Touristen.
873 Beiträge · seit 201619. Juni 2019 · #210
Namibia ist nach unserer Beobachtung hinter Südafrika das unsicherste Land im südlichen Afrika.
Ich appeliere immer nur wieder, sich an objektiven statistische Risikoeinschätzungen zu orientieren als an subjektiven ("nach meiner Beobachtung"):

z.B. https://www.travelriskmap.com/#/planner/map/security

Christoph
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1'095 Beiträge · seit 200919. Juni 2019 · #211
Der war nicht schlecht Christoph. 😄

Nach der Karte ist ein Aufenthalt in Deutschland nicht weniger gefährlich als in den USA.
Entschuldige das ich schmunzeln muss.
33,1k Beiträge · seit 200619. Juni 2019 · #212
Danke, Christoph, dass Du nochmals auf eine "neutrale" Quelle hinweist. Man könnte z. B. auch noch den Global Peace Index zu Rate ziehen.

Viele Grüße
Christian
800px-Global_Peace_Index.svg.png

Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Peace_Index), 2018
Anmerkung: Namibia liegt 2019 übrigens - schlechter als 2018 - auf Rang 60, gemeinsam mit Frankreich.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 19. Juni 2019
2'462 Beiträge · seit 200619. Juni 2019 · #213
Mir erschließt sich nicht, wieso der Global Peace Index, dessen Kriterien sich ja im Wesentlichen um Militär, Kriege, Waffen usw. drehen, geeignet sein soll, Überfalle in Namibia zu relativieren...
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
82 Beiträge · seit 201919. Juni 2019 · #214
@sanne
relativ einfach ! es steht ja dort WAFFEN ! Bei dem Überfall mit dme Taschenmsser ist ja zumindest Körperkontakt notwendig
LG M+
33,1k Beiträge · seit 200619. Juni 2019 · #215
OFF TOPIC
-------------------
Hi Sanne,
Mir erschließt sich nicht, wieso der Global Peace Index, dessen Kriterien sich ja im Wesentlichen um Militär, Kriege, Waffen usw. drehen, geeignet sein soll, Überfalle in Namibia zu relativieren...
vielleicht, weil Du Dir die Kriterien nicht genau angeschaut hast. Unter anderem diese Aspekte haben mit der inneren Sicherheit zu tun:
11 Anzahl von Morden
12 Level des gewalttätigen Verbrechens
13 Wahrscheinlichkeit von gewalttätigen Demonstrationen

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'462 Beiträge · seit 200619. Juni 2019 · #216
mike57 schrieb:@sanne
relativ einfach ! es steht ja dort WAFFEN ! Bei dem Überfall mit dme Taschenmsser ist ja zumindest Körperkontakt notwendig
LG M+
Das ist jetzt nicht Dein Ernst, oder? Bei dem Index geht es um Atomwaffen, konventionelle Waffen, Bewaffnung von Truppen, Terroristen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Taschenmesser unter die Kriterien 22, 23 fallen... 😗
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
2'462 Beiträge · seit 200619. Juni 2019 · #217
travelNAMIBIA schrieb:OFF TOPIC
-------------------
Hi Sanne,
Mir erschließt sich nicht, wieso der Global Peace Index, dessen Kriterien sich ja im Wesentlichen um Militär, Kriege, Waffen usw. drehen, geeignet sein soll, Überfalle in Namibia zu relativieren...
vielleicht, weil Du Dir die Kriterien nicht genau angeschaut hast. Unter anderem diese Aspekte haben mit der inneren Sicherheit zu tun:
11 Anzahl von Morden
12 Level des gewalttätigen Verbrechens
13 Wahrscheinlichkeit von gewalttätigen Demonstrationen

Viele Grüße
Christian
Ich behaupte doch gar nicht, dass die innere Sicherheit eines Landes nicht auch aufzeigt, wie viel Frieden dort herrscht und wie viel Frieden von diesem Land für die Welt ausgeht. Aber drei Kriterien rauszunehmen, um Deine Theorie zu stützen, halte ich für unzulässig. Ich überspitze das jetzt absichtlich, um meinen Punkt klar zu machen.

Ich nehme nur das Kriterium 13 : Wahrscheinlichkeit von gewalttätigen Demonstrationen und behaupte, dass ich in meinem nächsten Urlaub in Nordkorea vermutlich auf keinerlei gewalttätige Demonstrationen treffen werde und ich auch noch nie von welchen gehört hätte. Nun erkläre ich hier jedem, er solle bloß nicht nach Deutschland fahren, weil dort Demonstrationen gewalttätig werden können und Nordkorea ungleich sicherer ist.. 😗
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
82 Beiträge · seit 201919. Juni 2019 · #218
Sanne schrieb:
mike57 schrieb:
Also kurz zusammengefasst: Vernünftig bekleidet und ohne große Touristenaufmachung ist das Land zumindest im Vergleich zu großen Teilen Afrikas sehr sicher. ZA - Nummerschilder oder Aufkleber sind manchmal hilfreich.
LG M+
Hallo,
zunächst freut es mich, dass Ihr offenbar eine schöne und sichere Reise hattet. Allerdings wüsste ich ganz gern mit welchen großen Teilen Afrikas Du Namibia hier vergleichst. Bezogen auf die Bevölkerungsdichte finde ich nicht, dass es sich um ein besonders sicheres Land handelt. Raub auf offener Straße und Einbruch in Unterkünfte hört man aus vergleichbar dünn besiedelten Ländern des südlichen oder zentralen Afrikas meines Wissens weniger.
Hinweise auf vernünftige Kleidung usw. helfen auch nur bedingt. Manchmal ist man auch einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Ich reise nun ohne Schmuck, Strohhut und Handtäschen, bin aber auch schon ausgeraubt worden. Vielleicht lag es daran, dass ich meine Kleidung täglich wechsle 😐

Noch eine Anmerkung zu "vergisst man die Kriminalität im eigenen Land": bitte vergleiche mal Windhoek mit einer entsprechend ähnlich großen Stadt... vielleicht Hannover, das kenne ich ganz gut. Wüsste jetzt nicht, dass dort regelmäßig Touristen überfallen werden.

Selbstverständlich kommen viele Touristen unbeschadet nach Hause zurück, aber anderen zu raten, sie sollen sich nur anders kleiden und SA-Aufkleber auf ihr Auto pappen, ist ein bißchen kurz gesprungen.

Viele Grüße
Sanne
Hallo Sanne,
Obwohl ich mir aufgrunf von Erfahrungswerten vorgenommen habe in diesem Forum mich auf keine grossen Diskussionen einzulassen muss ich hier ein paar Sachen richtig stellen.
Also:
Danke für Deine Freunde an der schönen Reise, es war zwar auch in den entlegendsten Teilen ein bischen touristisch , aber wirklich sehr ok.
Mit welchen Teilen Afrikas ich es vergleiche? Also in Marokko, Senegal und Nigeria habe ich gelebt, Mauretanien, Mali, Niger , Tschad , Sudan, Guniea, Guinea bissau, Liberia und Südafrika bereist. Also Namibia ist in Gegensatz zu allen genannten Ländern sicherer.
SA ist wesentlich gefährlicher, jedoch werden Touris besser geschützt.
Die Problematik sehe ich in der dichte der Touristen und deren Benehmen. Sowohl sofortige Verbrüderung der reisenden Gutmenschen mit der lokalen Bevölkerung (in DE falle ich ja auch nicht dem Nächstbesten um den Hals, auch der Arme) als auch zur Schau gestellter Reichtum - im Verhältnis zur lokalen Bevölkerung - bergen eine Gefahr von Überfällen.
Ich sehe es relativ einfach: Vermittle - bestmöglich - den Eindruck, dass es keine vernüftige Idee wäre Dich zu überfallen. Selbstbewusstes Auftreten, entsprechende Kleidung , der bestmögliche Eindruck "ich kenne mich aus und bin von hier" (Verweis Sticker) hilft meistens, da ja der Herr Räuber wenig Entscheidungszeitraum hat und sich analog von Raubkatzen immer das schwächste , aber vielversprechendste Opfer aussuchen wird. Etwas problematischer wird es in den grösseren Städten aufgrund von Alkohol und Drogenproblemen. Aber auch diese Kriminellen haben den Instinkt möglicher Gegenwehr aus dem Weg zu gehen. Bei unserem ersten Einkauf in Windhuk wurden wir von einigen herumlungernden Gestalten - vorsichtig - bedrängt, nach einer sehr kurzen Diskussion haben uns alle dort in Frieden gelassen ...... nach dem Motto: suchen wir uns halt andere.
Vielleicht ist auch das tägliche wechseln der Kleidung eine kleine Versicherung, wer greift denn schon gerne jemand mit Ölflecken nach 7 Tagen Busch an 🙂
Also in Lagos würde ich nie in der Nacht durch die Strassen gehen, in windhuk und Swako gabs ausser ein paar Bettlern eigentlich keine Vorkommnisse.
Du kannst Hannover nicht mit Windhok vergleichen, ebensowenig wie DE mit Namibia. Die Kriminalität sammelt sich immer in den Zentren, egal wie gross oder klein die sind. Ich kenne jetzt Hannover überhaupt nicht, Du wirst Dich dort auskennen und die "schlechten" Vierteln meiden. Ich kenne jedoch genügend Plätze in Berlin, Frankfurt etc. wo man sich auch nicht in die falsche Gegend verlaufen sollte.
Kurz zum Strassenverkehr: Aufgrund der wirklich wenigen KFZ in Namibi und des daher relativ flüsssigen Verkehrsaufkommens kracht es wenn es kracht dann ordentlich. wir sind nur den ganzen Caprivi und danach nach W auf Ashplt gefahren, aber auch da gab's sehr wenig Verkehr und auf den 900km eigentlich keine wirklich gefährlichen Verkehrsteilnehmer. Das ist natürlich subjektiv, da ich jetzt in Indien lebe und so einiges gewohnt bin:) Aber auch hier habe ich bei den Touris bemerkt ...... ich habe ja recht und Vorrang und nicht was KÖNNTE der Andere jetzt machen. Der Vertrauengrundsatz existiert in Afrika halt nicht, das ist zur Kenntnis zu nehmen und für die anderen mitzudenken.
Sorry es wurde zu lang.
Gruss M+
Themenstarter4'984 Beiträge · seit 201619. Juni 2019 · #219
Auch ich finde es nicht aussagekräftig, aus einer Bewertung in der 24 Punkte-Kriterien ein Ganzes ergeben,
3 rauszuziehen, die tourismusrelevant sind.
Für die Frage, wie sicher Namibia für Touristen ist, gibts doch bestimmt passendere Seiten.
Gruß Gina
873 Beiträge · seit 201619. Juni 2019 · #220
Sanne schrieb:
Noch eine Anmerkung zu "vergisst man die Kriminalität im eigenen Land": bitte vergleiche mal Windhoek mit einer entsprechend ähnlich großen Stadt... vielleicht Hannover, das kenne ich ganz gut. Wüsste jetzt nicht, dass dort regelmäßig Touristen überfallen werden.
Hallo Sanne,
GENAU das meine ich. Perfektes Beispiel. Meine Eltern sind auch aus Hannover und fühlen sich dort eben nicht besonders unsicher. Aber die Kriminalitätsstatistik weist mehrere hundert Raubüberfälle jährlich in Hannover aus (allein im Stadtteil Mitte sind es 223, ich habe keine Lust alle 30 Stadtteile zu addieren)
https://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Kriminalitaet-in-Hannover-In-diesen-Stadtteilen-gibt-es-die-meisten-Raubueberfaelle

Trotzdem fühlt man sich in Hannover doch nicht unsicher! Es wird nur nicht jeder Handtaschendiebstahl (sobald man da Gewalt z.B. beim Wegreißen einsetzt ist das per definition auch schon Raub) in einem Artikel beschrieben und in einem Forum verlinkt.
Das Ganze ist eine Frage der Wahrnehmung, der "gefühlten Wahrheit". Und die wir maßgeblich durch die Berichterstattung beeinflusst.

Namibia: 1.5 Mio Touristen im Jahr, jeder bleibt im Schnitt 10 Tage.
Ab wann ist es SCHLIMM? Ab wann muss man Namibia-Touristen (Hannover-Bewohner?) ausdrücklich warnen, bei 10, bei 100, bei 1000 Touristen-Raubüberfällen im Jahr?
Ab wann ist es UNPROBLEMATISCH? Ab wann darf man Namibia als relativ sicheres Urlaubsland beschreiben? Unter 1.000, unter 100 unter 10 Touristen-Raubüberfällen im Jahr?
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zuletzt bearbeitet 19. Juni 2019